Thailand
Ban Kung Kaeng

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12 travelers at this place

  • Day40

    Pai - chillen auf höchstem Niveau

    November 5, 2019 in Thailand ⋅ ☀️ 28 °C

    Sawadee kha zusammen,

    wir zwei sind seit Sonntag in Pai und genießen unsere Zeit hier sehr.😍

    Der Plan war von Beginn an, die Weltreise sehr entschleunigt anzugehen und uns viiiiiel Zeit zu nehmen und nicht von Ort zu Ort zu hetzen.

    Nach 5 Tagen in Chiang Mai haben wir festgestellt, dass wir ein ruhigeres Plätzchen brauchen und mehr Natur genießen möchten.

    Die Anreise erwieß sich als typische thailändische semi-katastrophe. Nach dem der Fahrer scheinbar, Menschen die er für uns hielt in einem Gästehaus abgeholt hat, das er für unseres hielt, irgendwann wirklich auf uns traf, war der Minivan den wir buchten eigentlich bereits volll. Naja bis auf einem Platz vorne neben dem Fahrer. Da Simone ein wenig zu Überkeit neigt auf kurvigen Strecken, überließ ich ganz gentlelady-like den Platz und begab mich in den hinteren Teil des Vans. In der letzten Reihe entdeckte ich einen schmalen jungen Mann, der neben allen Rucksäcken noch einen halben Sitz hatte. 🤣 Auf Grund der daneben aufgereihten Rucksäcke, war es wirklich nur ein halber Sitzplatz. Das war meiner.
    Aber frau lernt ja auch gerne neue Menschen kennen und so kamen Alex (aus Karlsruhe, zum Glück schmal gebaut, nett und frisch gewaschen) und ich uns nach dem "Hallo, sorry kann ich mich hierher setzen" näher als von allen gewünscht. Hüfte an Hüfte gequetscht, verweilten wir tapfer die 3 Stunden nebeneinander. Was das Ganze noch angenehmer machte, war übrigens die Tatsache, dass Pai sich dafür feiert 762 Kurven von Chiang Mai entfernt zu sein. Also 762 Kurven und 2 fremde Menschen die sich 1,5 Sitzplätze teilen
    ... ein Traum. Pai musste einfach gut werden!!!😂
    Zeit für Entschleunigung. Und für soviel Platz wie Frau möchte!

    Pai ist dafür genau der richtige Ort. Das kleine idyllische Dorf (2000 Einwohner), ist in die wunderschöne Landschaft des Nordens eingebettet. Umgeben von sanften Hügeln bedeckt mit Regenwald im Wechsel mit saftigen Reisfeldern, lädt das Hippiedorf zum verweilen ein. Wer dachte wir sind schon entschleunigt, wird hier eines besseren belehrt. Chillen findet hier noch einmal auf ganz anderem Niveau statt. ☮

    Überall gibt es urige, gemütliche kleine Bars und Cafes, wilde Wasserfälle und eine atemberaubende Landschaft.🏞

    Stress ist hier für jeden ein Fremdwort. Die Menschen, sowohl die Backpacker und die Thais sowieso sind tierisch entspannt. Auch die ständige Belagerung lauter, fotobessener Chinesen hält sich zum Glück in Grenzen.😏

    Wir haben einen Roller geliehen um die Landschaft zu erkunden und einfach frische Luft zu atmen. Wer Asien kennt, weiß um den Luxus von frischer Luft 😂

    Wir haben einen süßen Bungalow bezogen und die Besitzerin ist total drollig und versucht uns zu verwöhnen wo es nur geht. Nach dem wir uns nun den ersten Eindruck unseres aktuellen Standorts verschafft haben, sind wir uns einig, dass wir das Loi Krathong Festival noch in Pai verbringen werden vom 11.11.2019 bis 12.11.2019.
    Die Thais zünden hier hunderte Laternen an und lassen diese in den Himmel aufsteigen.
    Wir freuen uns schon total und wenn die Entschleunigung weiter so gut läuft, dann läuft bei uns die Uhrzeit vermutlich bald in Zeitlupe oder gar rückwärts.🕛

    Zum ersten Mal in meinem Leben wird mir spürbar bewusst, was es bedeutet Zeit zu haben. Und ich meine wirklich Zeit zu haben. Dem Dauerlächeln in Simone's Gesicht entnehme ich, dass es ihr genauso geht. Oder in ihrem Tee ist Rum von dem ich nichts weiß, aber das halte ich für ein Gerücht😂

    Langsam erfüllt sich die Vorstellung der Reise, Freiheit zu fühlen. Und Zeit zu haben ist ein wesentlicher Bestandteil dessen ❤

    Wir wünschen allen, dass sie Gelegenheit haben sich etwas Zeit zu nehmen. Für die wichtigen Dinge des Lebens. Für die Menschen die wir lieben. Genießen. Natur. Gutes Essen.❤

    Mehr Bilder gibt es wie gewohnt hier:
    https://1world2outdoorgirls.jimdofree.com/2019/11/05/pai-chillen-auf-höchstem-niveau/
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  • Day46

    Pai - Auf den Spuren der Elefanten

    November 11, 2019 in Thailand ⋅ ☀️ 27 °C

    Sawadee kha zusammen,

    während sich die Welt fleißig weiterdreht und sich verändert, frönen wir unseren Microkosmos Namens Pai.

    Seit Tagen erkunden wir mit dem Motorroller die Gegend und genießen die einizartige Landschaft des Nordens.

    Meistens fahren wir ziellos durch die Straßen, die uns durch den Dschungel, zwischen Reisfelder hindurch in die sanften Hügel führt. Atemberaubend schön.
    Gestern jedoch gab es ein Ziel. Unsere Fahrt führte uns ins nördliche Umland von Pai zu einer Auffangstation, die sich um Elefanten kümmert, die den Besitzern wegen schlechter Haltung weggenommen wurden, oder die alte Arbeitselefanten aufnehmen, die zu alt zum arbeiten geworden sind.
    Wir verbrachten hier den halben Tag mit den Tieren und genossen die Gesellschaft der sanftmütigen grauen Riesen, gingen mit ihnen spazieren und fütterten sie. Einen Elefanten zu füttern ist übrigens eine Art Lebensaufgabe, da die Dickhäuter bei einer Größe von rund 2,50m ein stolzes Gewicht von knapp 4t auf die Waage bringen. Und diese 4t bekommt Elefant auch nur zusammen, wenn etwa 150KG Grünzeug am Tag verputzt werden.
    Wer schon einmal Rasen gemäht hat, kann bestätigen, dass 150Kg schon ein riesiger Haufen Grünzeug ist 😂 von Heu, Bambus, Bananen und so weiter ganz zu schweigen.
    Wir haben den Tag sehr genossen, da hier gute Arbeit geleistet wird. Natürlich kostet so ein Tag eine Kleinigkeit, dessen Erlös aber den Tieren zu Gute kommt. Und wer schon mal in Asien unterwegs war, hat mit Sicherheit schon Elefanten gesehen, die leiden. Das ist in Thailand nämlich leider recht weit verbreitet. Die Tiere werden oft irgendwo angekettet und müssen dort rumstehen um darauf zu warten, dass sie geritten werden, Kunststückchen vorführen bzw. arbeiten müssen.
    Eigentlich leben Elefanten in Herden und wandern um her. Also rumstehen an einem Ort und das ganz allein ist so ziemlich das Schlechteste was einem Elefanten passieren kann.
    Nein, nicht ganz. Es ist der Mensch, der einem solchen Geschöpf schlimmstenfalls passieren kann.
    Die grauen Riesen sind nämlich äußerst gutmütig und sind sich ihrer enormen Kraft gar nicht bewusst. Eigentlich kann so ein Elefant einen Menschen wegfegen. Und das mit Leichtigkeit. Aber die Anwendung von Gewalt liegt nicht in ihrer Natur und so sind sie raffgierigen Bestien mit Elefantenhaken hilflos ausgeliefert, die ihnen Kunststück jeglicher Form einprügeln.
    Simone und ich hatten gestern das Vergnügen Niotak kennen zu lernen. Einen 8 Jahre alten Elefantenbullen, der seinem "Besitzer" wegen Misshandlung weggenommen wurde.
    Eigentlich müsste man denken, dass der arme Kerl Menschen verabscheut. Überraschenderweise findet er Menschen total cool, was sich darin äußert, dass er jeden "umarmt" der ihm eine Banane gibt. Wir waren ca 2 Stunden mit Niotak spazieren, wobei er seinem Elefantenpaten wie ein treuer Hund hinterher läuft. Man merkt das die beiden eine ungewöhnliche Beziehung zueinander haben, die nichts mit der Androhnung von Prügel oder ähnlichen Gräueltaten zu tun haben.
    Wir spazierten zu einem Fluss in der Hoffnung, dass die Elefanten Lust auf ein Bad haben. Dies war auch kurz der Fall, so das sie in den Fluten ein bisschen planschten. Das schöne an einer Auffangstation ist, das hier nichts erzwungen wird. Nach dem unsere riesigen Begleiter keine Lust mehr auf baden hatten, liefen wir einfach weiter und genossen es in der Sonne zu trocknen.
    Niotuk bediente sich derweil am reichhaltigen Buffet, das der Dschungel für ihn gedeckt hat.
    Nach dem Spaziergang ging es dann zurück zur Station. Die Tiere haben hier ein Gehege in dem sie sich frei bewegen können.

    Schön zu sehen, dass es Orte gibt wo die Tiere guten Menschen begegnen, die sich ihrer Pflege annehmen.

    Schade, dass dies nicht überall der Fall ist.

    Weil seien wir ganz ehrlich, so ein Elefant gehört in den Regelwald oder in eine Steppe in Afrika, aber auf keinen Fall unter den Hintern eines Touristen und schon gar nicht in einen Zoo in europäischen Breiten😢
    Deshalb ist die Arbeit der Leute in den Auffangstation so wichtig😎 Es war cool, kurzzeitig einen Anteil daran haben zu dürfen. Ein Erlebnis das wir nie vergessen werden. Danke Niotak!😍

    So heute war das Thema etwas ernster und nicht so lustig (wie hoffentlich sonst!), aber eine Weltreise zu machen, heißt ja nicht Urlaub zu machen, sondern mit offenen Augen durch die Welt zu reisen und sich auch mit Dingen auseinander zu setzen, die als Problemfelder in den besuchten Kulturkreisen gelten. Gestern war so ein Tag und so ein Schicksal eines Tieres kann einem ja auch weh tun. Nicht darüber zu sprechen, würde es ja irgendwie schlimmer machen.
    Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit!
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  • Day8

    Die Polizei dein Freund und Helfer...

    January 20, 2020 in Thailand ⋅ ⛅ 27 °C

    Heute wollten wir mit dem Roller Pai erkunden. Die 130km und die rund 600 Kurven bis dahin machten den Ausflug zu einem ganz schönen Abenteuer :D.
    Weniger abenteuerlich waren die 45 Euro Strafe, die wir an einen freundlichen Police Officer gezahlt haben. Uns wurde gesagt, dass unser Roller zu groß ist und wir ihn eigentlich mit unserem Führerschein nicht fahren dürfen, das würde uns nun 30 Euro kosten und wir dürften weiterfahren für den Tag. Unser Name und Nummernschild wären ins System aufgenommen worden, sodass bei einer möglichen nächsten Kontrolle einsehbar wäre, dass wir gezahlt haben und berechtigt sind weiterzufahren. Und natürlich kam der nächste Checkpoint und natürlich war es nicht einsehbar, dass wir schon gezahlt hatten. So mussten wir nochmal 15 Euro zahlen und alles diskutieren half nichts. So ging es den meisten westlichen Touristen an diesem Tag, die waren nämlich die Einzigen die kontrolliert wurden. Später haben wir uns erkundigt und eigentlich wären nur 300-500 Baht angemessen gewesen, wir haben insgesamt 1500 gezahlt, wie so viele andere und wir hoffen, dass sich das Police Office mit dem Geld einen schönen süffigen Abend gemacht hat.
    In Pai war es dann aber wunderschön - ein kleines, entspanntes und sehr alternatives Örtchen. Schade, dass wir abends wieder zurück mussten und nicht länger Zeit hatten.
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You might also know this place by the following names:

Ban Kung Kaeng, บ้านกุงแกง