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Reise ins Ungewisse

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  • Salar de Uyuni

    August 13, 2022 in Bolivia ⋅ ⛅ 13 °C

    Hinein geht es in die größte Salzpfanne der Welt. Die knapp 11.000 Quadratkilometer große Wüste entstand durch das Austrocknen eines prähistorischen Sees vor mehreren tausend Jahren. Während der Regenzeit kann die Salzkruste mit mal mehr mal weniger Wasser bedeckt sein und ermöglicht so atemberaubende Spiegelungen. Da wir mitten in der Trockenzeit zu Besuch sind, sehen wir stattdessen die Salzkristalle und Salzkruste an der Oberfläche. Die Weite, gerade Fläche, die uns mit gleißender Helligkeit empfängt, sieht fast wie ein zugefrorener See aus. Mit dem Jeep fahren wir durch die Landschaft und machen mehrere Stopps für Fotos in dieser unwirklich wirkenden Umgebung.Read more

  • Friedhof der Züge

    August 13, 2022 in Bolivia ⋅ ☀️ 7 °C

    Das Abenteuer "Uyuni" starten wir mit dem Besuch des Cementerio de trenes - einem Friedhof für alte Züge. Insgesamt stehen hier mehr als 100 Züge und Wagons - teilweise noch aus dem 19. Jahrhundert - in der Landschaft herum und rosten vor sich hin. Die Strecke, auf der früher Metalle und Edelmetalle transportiert wurden, ist schon lange nicht mehr in Betrieb und der einstige Glanz der Loks längst Vergangenheit. Stattdessen sind die verrosteten Überreste eine wahre Touristenattraktion. Auch wir sind begeistert von den spannenden Fotomotiven und haben Spaß auf dem Spielplatz der etwas anderen Art.Read more

  • Potosí

    August 11, 2022 in Bolivia ⋅ ☀️ 15 °C

    Am frühen Nachmittag kommen wir in Potosí an. Unser erster Eindruck als wir den Bus verlassen: die Stadt ist annähernd so hässlich wie Puerto Limón oder Bluefields! Wir laufen in Richtung Zentrum und sind froh, dass hier alles ein etwas schöneres Erscheinungsbild hat. Tatsächlich ist der innere Kern Potosís richtig schön. An den alten Gebäuden aus der Kolonialzeit und den prächtigen Kirchen kann man gut den einstigen Reichtum der Stadt erkennen. Davon scheint heute in der Minenstadt nicht mehr all zuviel übrig zu sein. Hauptgrund für eine Reise hierher ist sicherlich der Besuch der Silberminen im Cerro Rico. Wir haben uns allerdings ganz bewusst gegen einen Besuch dort entschieden, denn die Bedingungen in und um die Minen sind katastrophal. Abgesehen davon, dass der gesamte Berg wegen fehlender Sicherung stark einsturzgefährdet ist, wollen wir die Kinderarbeit und Ausbeutung der Minenarbeiter unter schlimmsten Bedingungen nicht unterstützen, schließlich würden wir uns auch keine Kobaltminen in Afrika oder Nähfabrik in Taiwan anschauen wollen. Eins bleibt festzuhalten, der Minenberg und die Umgebung dessen sehen alles andere als gesund aus und auf dieses "Abenteuer" können wir gut verzichten. Stattdessen besichtigen wir die Stadt und probieren einige regionale Spezialitäten.Read more

  • Once upon a time

    August 10, 2022 in Bolivia ⋅ ☀️ 15 °C

    Nahe Sucre wurde die größte Platte mit Dinosaurier-Fußspuren der Welt gefunden und die wollen wir uns heute im "Parque Cretacico" genauer anschauen.

    Mit dem Bus geht's aus der Stadt in ein Industriegebiet, hier sieht es nicht wirklich nach Dinospuren aus. Doch der Bus stoppt mitten in einer Zementfabrik. Hier - mitten auf dem Gebiet der Zementfabrik - ragt eine riesige Wand im 70 Grad-Winkel gen Himmel empor. Was vor Millionen von Jahren ein matschiges Ufer eines Sees war, wurde durch die Plattenverschiebung der Erdkruste in eine fast senkrechte Lage gedrückt. Durch den Abbau des Berges für die Gewinnung von Material für Zement, stieß man auf die im Stein konservierten Fußabdrücke.

    Als wir ankommen sehen wir nur ein paar wenige Spuren und Mandana wundert sich, dass nur vereinzelt mal ein Dino am See entlang gelaufen sein soll. Wir laufen weiter zum inmitten der Zementfabrik errichteten Museum über Dinos und schauen dort einen Infofilm, dann gibt's eine Tour durch die Anlage. Das Museum ist ansprechend gestaltet und einige hier lebende Dinosaurier wurden in Originalgröße nachgebaut, was schon recht beeindruckend wirkt (zumindest, wenn man Dino-Fan ist).

    Um 12 Uhr mittags gibt's endlich die ersehnte Tour zur großen Wand. Inzwischen steht die Sonne deutlich weiter oben am Himmel und wir sind nicht mehr enttäuscht von den Stapfen, denn jetzt sieht man diese tatsächlich an der gesamten Wand. Was heute Morgen noch wie fake aussah, wirkt jetzt dank der Schatten durch die Sonne wie eine vertikal stehende Uferumgebung. Tausende Fußabdrücke sind an der Wand zu sehen und unser Guide zeigt uns die verschiedenen Abdrücke der Pflanzen- und Fleischfresser. Der Ausflug hat sich am Ende doch absolut bezahlt gemacht.
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  • Sucre

    August 9, 2022 in Bolivia ⋅ ⛅ 13 °C

    Etwas reseted geht's dann von Cocha in die Hauptstadt Sucre. Mit einem unerwartet bequem Nachtbus starten wir die Fahrt und erreichen die "Weiße Stadt" am frühen Morgen. Da es noch dunkel ist, warten wir etwa eine Stunde am Terminal auf den Sonnenaufgang, dann laufen wir zu unserer Unterkunft in der Stadt.

    Den Rest des Tages verbringen wir damit Sucre ausführlich zu erkunden. Wir laufen durch die Straßen und klappern die Sehenswürdigkeiten ab. Sucre ist für uns die mit Abstand sauberste und schönste Stadt Boliviens bisher - wir fühlen uns auf Anhieb wohl.
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  • Cochabamba

    August 6, 2022 in Bolivia ⋅ ⛅ 21 °C

    Früh am Morgen um 6 Uhr verlassen wir Sajama in Richtung Patacamaya. Dort sind die Feierlichkeiten rund um den Unabhängigkeitstag Boliviens schon voll im Gange, weshalb sich die Weiterreise schwieriger gestaltet, als wir dachten. Wir warten deshalb an der großen Hauptstraße außerhalb des Ortes auf vorbeifahrende Busse in Richtung Cochabamba. Als nichts vorbei kommt, schwenken wir um und suchen ebenfalls nach Bussen ins näher gelegene Oruro. Doch auch dieses Vorhaben scheint aussichtslos. Doch dann nimmt die Reise eine unerwartete Wende, als ein netter Herr aus Oruro mit seinem Auto vor uns anhält und uns anbietet mit ihm zu fahren. So erreichen wir Oruro deutlich schneller als gedacht und können uns die Zeit zudem mit kurzweiligen Gesprächen vertreiben. Außerdem werden wir direkt zum Busterminal gefahren und haben so direkten Anschluss nach Cochabamba - was für ein glücklicher Zufall.

    Was waren das für erlebnisreiche Tage in Bolivien bisher. Es ist Zeit für uns mal kurz durchzuschnaufen. In Cochabamba kann man zwar ein paar Ausflüge machen, wir entscheiden uns allerdings dafür, die meiste Zeit in unserem kleinen Apartment zu verbringen. Hier können wir Bilder sortieren, endlich mal wieder für uns kochen und einfach mal nichts tun - von Zeit zu Zeit ist das wirklich wichtig.
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  • Nationalpark Sajama

    August 4, 2022 in Bolivia ⋅ ☀️ 11 °C

    Nach der harten Wanderung gestern gibt's heute nur einen kleinen Ausflug im Nationalpark Sajama. Nach einem kleinen Anstieg erreichen wir einen Aussichtspunkt auf dem Berg Quewiña von wo aus wir die Blicke über die wundervolle Landschaft schweifen lassen können. Wir verbringen eine lange Zeit hier oben, bevor wir uns von hier verabschieden. Morgen am frühen Morgen ziehen wir weiter.Read more

  • Ausflug nach Chile

    August 3, 2022 in Chile ⋅ ☀️ 4 °C

    Vom kleinen Dorf Sajama aus starten wir heute eine große Wanderung, die uns zur Grenze zwischen Bolivien und Chile führt. Auf der Strecke warten gleich mehrere Highlights auf uns. Zunächst durchqueren wir die Hochebene in Richtung der Vulkane, über die die Grenze verläuft. Hier treffen wir zuerst auf ein Geysirfeld am Fuße der Vulkane, wo wir Unmengen brodelnder kleiner Wasserlöcher vorfinden. Interessiert laufen wir von einem zum nächsten Geysir. Dann gehts stetig bergauf, bis wir die Grenze nahe der Lagune Casiri Macho erreichen. Von hier aus laufen wir weiter auf der chilenischen Seite. Nächstes Ziel ist die Lagune Sora Pata, wo wir die tolle Landschaft genießen und auf viele Viscachas treffen, die sich auf den Steinen nahe am Wasser sonnen. Kurz darauf passieren wir auf etwa 5.050m die höchste Stelle der Wanderung, von hier an geht es dann zum Glück nur noch bergab und dann auf einem schier endlosen Weg zurück nach Sajama. Am Ende waren wir 10:40h unterwegs und haben 37km Strecke zurückgelegt.Read more

  • Reise nach Sajama

    August 2, 2022 in Bolivia ⋅ ☀️ 13 °C

    Nach unseren tollen Erlebnissen in La Paz ziehen wir weiter in Richtung Süden. An der Grenze zu Chile liegt der Nationalpark Sajama auf bolivianischer Seite, der in Chile in den Nationalpark Lauca übergeht.

    Da es von La Paz aus keinen direkten Bus in diese abgelegene Ecke Boliviens gibt, müssen wir in Patacamaya umsteigen. Hier fährt täglich zur Mittagszeit ein kleiner Van nach Sajama ab. Nachdem das Gepäck auf dem Dach verstaut ist, heißt es warten auf mehr Fahrgäste. Etwa um 12:30 Uhr haben wir genügend Leute zusammen und die Fahrt kann los gehen. Nach kurzer Zeit erblicken wir in der Ferne das erste Mal den Vulkan Sajama, der mit 6.542m der höchste Berg Boliviens ist. Noch ein paar Kurven später kommen auch die Vulkane auf der Grenze zwischen Bolivien und Chile zum Vorschein. Schon jetzt sind wir froh, diesen Umweg in Kauf genommen zu haben, denn die Landschaft ist spektakulär.
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  • Huayna Potosí - Gipfelstürmer

    July 30, 2022 in Bolivia ⋅ 🌙 -2 °C

    23:30 Uhr - Der Wecker klingelt! Oft geht's jetzt erst ins Bett, heute soll es hoch hinaus gehen. Unser Ziel: der Gipfel des Huayna Potosí mit einer Höhe von 6.088m. Die Aufregung hat sich natürlich nicht gelegt und als wir beginnen die gesamte Ausrüstung anzulegen, wirds standesgemäß noch etwas schlimmer. Gut, dass wir uns alle gegenseitig motivieren können.

    Vorm Schlafen gehen haben wir die Teams - pro 2 Personen ein Guide - abschließend festgelegt und jetzt mitten in der Nacht beginnt die letzte und gleichzeitig anstrengendste Etappe der Besteigung. Trotz Nervosität gibt's einen leichten Snack als Frühstück, danach geht's raus in die eisige Kälte. Nach ein paar Minuten erreichen wir den Rand des Gletschers, abgesehen von unseren Stirnlampen ist es stockfinster. Noch schnell die Steigeisen angelegt und um kurz nach 1 Uhr in der Nacht betreten wir zum ersten Mal den Gletscher des mächtigen Berges. Vor uns liegt eine etwa 5 bis 6 stündige Wanderung auf dem Eis. Darüber wollen wir jetzt aber definitiv nicht nachdenken, denn zuallererst sind wir gespannt darauf, wie unser Körper auf die große Höhe reagieren wird. Langsam, ganz langsam geht's bergauf. Immer wieder legen wir Pausen ein, um unseren Körper an die Höhe zu gewöhnen. Glücklicherweise kommen wir mit dem geringen Sauerstoff super zurecht und haben keine Anzeichen der Höhenkrankheit. Auch die anderen im Team strotzen vor Selbstbewusstsein. 5.400m, 5.500m, 5.600m und auf einmal stehen wir vor einer steilen etwa 30m hohen Wand aus Eis und es ist Klettern angesagt. Jetzt wirds tatsächlich knifflig, denn im Vergleich zu den Übungen vom ersten Tag ist diese Wand wirklich enorm! Immer gut gesichert klettern wir in unseren 3er-Teams langsam hinauf und jetzt macht sich die Anstrengung zum ersten Mal bemerkbar. Oben angekommen ist deshalb erstmal eine Verschnaufpause und neue Motivation notwendig - schließlich haben wir gerade erstmal die Hälfte des Weges geschafft. Wenigstens geht es erstmal nicht mehr ganz so steil weiter. In welcher Umgebung wir uns hier befinden, sehen wir allerdings immer noch nicht, denn es ist weiterhin unfassbar dunkel um uns herum. Das ungewohnte Laufen mit den Steigeisen, die kleinen Schritte, die dünne Luft, die eisige Kälte - all das macht sich mehr und mehr bemerkbar, sodass die Strecke zunehmend härter wird. Wir bleiben im Team zusammen, was für die Motivation untereinander enorm wichtig ist. Nach einer gefühlten Ewigkeit stehen wir vor der letzten Herausforderung, denn um den Gipfel zu erreichen ist noch einmal ein deutlich steilerer Abschnitt zu bewältigen. Die letzten 150 Höhenmeter sind eine wahre Qual, alle sind sich einig, dass wir es hier mit einer der größten körperlichen Herausforderung unseres Lebens zu tun haben.

    Am Horizont wird es langsam heller und das Morgengrauen treibt uns an, den Gipfel noch vor dem tatsächlichen Sonnenaufgang zu erreichen. Und dann ist er gekommen, der Moment, auf den alle gewartet haben und von dem wir nicht wussten, ob wir ihn wirklich erleben würden. Die letzten Schritte bis zum kleinen Plateau fühlen sich irgendwie surreal an und als wir den letzten Schritt gegangen sind, brechen alle Dämme. Wir fallen uns in die Arme und Tränen kullern uns über die Wangen, denn das Ziel unserer Träume der letzten Tage ist erreicht. Momente des Zweifelns und Bangens sind verflogen und all das genau im richtigen Moment, denn keine 5 Minuten nachdem wir auf 6.088m angekommen sind, blitzen die ersten Sonnenstrahlen über die weit unter uns liegende Wolkendecke am Horizont. Der Sonnenaufgang und die Sicht generell gehören zu dem Schönsten, was wir bisher erleben durften. Langsam wird es immer heller und die Sicht immer besser. Wir genießen diesen intimen Moment mit unseren neuen Freunden - dieses Erlebnis hat uns alle zusammen geschweißt.

    Ob wir alle schon realisieren können, was wir gerade geschafft haben? Wir wissen es nicht. Jedenfalls brennt eine Menge Euphorie in uns. Was man allerdings gerne mal vergisst ist, dass auch noch der Abstieg auf einen wartet. Der geht zwar deutlich schneller als der Aufstieg, ist aber nicht minder anstrengend. Immerhin können wir jetzt endlich auch die faszinierende Landschaft um uns herum genießen, sehen die Berge in der Ferne und wandern vorbei an riesigen Gletscherspalten durch eine unnatürlich wirkende Landschaft, die uns verzaubert.

    Die Euphorie über das Erreichte begleitet uns mindestens den ganzen restlichen Tag. Als wir das High Camp erreichen, schlägt die enorme Anstrengung in Müdigkeit um. Da kommt eine leichte Mahlzeit genau richtig, um wieder zu Kräften zu kommen. Die Auswirkungen der Höhe machen sich bei dem ein oder anderen etwas bemerkbar, zum Glück geht's ab jetzt nur noch bergab. Nach dem Essen packen wir unsere Sachen und laufen zurück zum Basiscamp, wo schon die nächsten Abenteurer voller Vorfreude und Aufregung ankommen. Wir hingegen sitzen im Auto zurück nach La Paz und sind froh, das Abenteuer erfolgreich hinter uns gebracht zu haben.

    Nochmal hinauf auf den Huayna Potosí? Für uns kommt das wahrscheinlich nicht in Frage. Aber es soll ja auch noch andere 6.000er geben, die auf eine Besteigung warten...
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  • Huayna Potosí - High Camp

    July 29, 2022 in Bolivia ⋅ ⛅ 3 °C

    Von unserem Ausgangspunkt geht es heute weiter zum High Camp auf 5.130m Höhe. Nach einem gemütlichen Start in den Tag - schließlich hat Akklimatisierung höchste Priorität - packen wir unsere Rucksäcke zusammen und verlassen unsere erste Unterkunft am Berg. Mit etwa 15kg Ausrüstung auf dem Rücken wandern wir ganz gemächlich und mit einigen Pausen hinauf zum High Camp. Eine Übernachtung in solchen Höhen hatten wir bisher noch nie, deswegen passiert auch am späten Nachmittag nicht mehr viel. Die richtige Ernährung und körperliche Vorbereitung hat auch heute wieder absolute Wichtigkeit. Von unserer heutigen Unterkunft haben wir schon einen hervorragenden Blick auf den über uns liegenden Gletscher. Doch auch die Aussicht über die umliegenden Berge ist von der Basis aus hervorragend. Wir genießen einen fabelhaften Sonnenuntergang, danach gibt's ein frühes Abendessen um 5 Uhr mit anschließender Besprechung des vor uns liegenden Abenteuers. Danach ist um kurz nach 6 Uhr Bettruhe. Viel bzw. guten Schlaf bekommen wir auf über 5.000m Höhe sowieso nicht mehr, aber die körperlich Ruhe ist wichtig. Die Aufregung und Anspannung bei uns allen ist enorm, aber wir sind in der Gruppe als Team hervorragend zusammen gewachsen und können uns gegenseitig motivieren!Read more

  • Huayna Potosí - Sanfter Start

    July 28, 2022 in Bolivia ⋅ ⛅ 8 °C

    Eines der größten Abenteuer unserer Reise wartet auf uns - die Besteigung des 6.088m hohen Huayna Potosí. Entsprechend aufgeregt starten wir in den Tag, selbst wenn heute noch nicht ganz so viel passieren wird. Den Großteil unserer Sachen lassen wir im Hotel zurück, nur mit ein paar Kleinigkeiten geht's dann zur Agentur. Hier erhalten wir die notwendige Ausrüstung für unser Vorhaben und treffen auf unsere Mitstreiter. Dicke Kleidung wird anprobiert und verpackt und schon sitzen wir in unserer Sechsergruppe im Van in Richtung Berg. Einen weiteren Stopp legen wir kurze Zeit später noch zur Anprobe der Wanderschuhe mit Steigeisen und Abholung der Eispickel ein. Noch fühlt sich alles irgendwie surreal an.

    Nach einer holprigen Fahrt erreichen wir gegen Mittag die erste Berghütte auf etwa 4.700m Höhe, wo wir die erste Nacht verbringen werden. Nach einem unerwartet guten Mittagessen wirds das erste Mal ernst. In voller Montur machen wir uns auf den Weg zu einem Gletscherarm auf knapp 5.000m Höhe. Hier üben wir den Umgang mit Steigeisen und Eispickel. Wir lernen verschiedene Techniken zum Laufen mit der Ausrüstung und erfreuen uns am Herumwandern auf dem Eis. Zum Abschluss dürfen wir sogar eine senkrechte Eiswand hinauf klettern und sind dann froh, dass eine solche Herausforderung auf dem Weg zum Gipfel nicht auf uns wartet. Nach getaner Arbeit gibt's im Refugio Snacks und Abendessen. Inzwischen sind wir in der Gruppe schon super zusammengewachsen, sodass der Abend kurzweilig verfliegt und die Anspannung nicht mehr allzu groß ist.
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  • Pico Austria

    July 27, 2022 in Bolivia ⋅ ☀️ 7 °C

    Es geht hoch hinaus! Für unser Vorhaben in den kommenden Tagen haben wir heute noch eine Wanderung zur Vorbereitung geplant. Da der Pico Austria von La Paz aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu erreichen ist, haben wir uns für eine Tour hierher entschieden. Als wir am Morgen starten, sind wir überrascht, dass wir heute nur zu zweit mit einem Guide unterwegs sind.

    Der Pico Austria ist ein kleiner Gipfel inmitten der Cordillera Real - obwohl klein eigentlich gar nicht so zutreffenden ist, schließlich geht's heute 5.327m hoch hinaus und damit höher als jemals zuvor. Allein die Fahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung bietet eine fantastische Aussicht auf die schneebedeckten Berge. Dann geht's endlich los. Stetig bergauf erreichen wir zuerst die Lagune Chiar Khota, die in einer malerischen Umgebung liegt. Dann wandern wir weiter dem Gipfel entgegen. Mehr und mehr entwickelt sich aus der "Vorbereitungswanderung" eine der schönsten Wanderung unserer Reise überhaupt, denn mit jedem zurückgelegten Höhenmeter verändert sich die Sicht. Immer mehr und neue schneebedeckte Gipfel der Cordillera Real kommen zum Vorschein, Gletscher ergießen sich ringsum hinein in die Täler und speisen Lagunen in prächtigen Farben.

    Als wir schließlich den Gipfel erreichen, haben wir eine tolle 360° Rundumsicht. Links und rechts ragen die hohen Berge des Gebirgszuges in die Höhe, vor uns blicken wir über das Altiplano und können in der Ferne den Titicacasee und sogar den Vulkan Sajama an der Grenze zu Chile erkennen, hinter uns sehen wir durch einige Lücken in den Bergen hinab in den Yungas. Das Wetter könnte einfach nicht besser sein. Fast eine Stunde genießen wir die Natur hier oben, bevor wir den Abstieg beginnen. Standesgemäß dauert der im Verhältnis zum Aufstieg nicht wirklich lange, sodass wir schon bald im Auto zurück nach La Paz sitzen. Wir sind glücklich uns für diese Wanderung entschieden zu haben.
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  • Unterwegs auf der Death Road

    July 26, 2022 in Bolivia ⋅ ⛅ 23 °C

    Heute wagen wir uns auf eine der gefährlichsten Straßen der Welt - die Death Road. Von La Paz aus fahren wir hinauf zum La Cumbre, dem höchsten und gleichzeitig Startpunkt der Tour auf 4.700m Höhe. Von hier aus soll es mit dem Mountainbike 3.500m bergab in den Yungas in den kleinen Ort Yolosa auf 1.200m Höhe gehen.

    Den ersten Abschnitt der Strecke legen wir recht schnell auf der asphaltierten neuen Straße zurück, dann fahren wir mit dem Auto nochmal kurz bergauf bis zum Einstiegspunkt der alten "Nord-Yungas-Straße". Ab hier beginnt das richtige Death-Road-Abenteuer auf dem unbefestigten Weg entlang steiler Abgründe. Passend dazu sind die Berge hier wolkenverhangen und machen einen mystischen Eindruck. Mit permanent angezogenen Bremsen holpern wir bergab. Die Straße windet sich spektakulär entlang der Berge hinein ins Tal. Immer wieder stoppen wir für Fotos und Stories, die uns der Guide erzählt. An der ein oder anderen Stelle ist es gruselig, die Geschichten über Unglück zu hören. Insgesamt überwiegt aber die tolle Aussicht in die Natur.

    Stunden nach dem Start in La Cumbre erreichen wir unser Ziel. Klima und Vegetation haben sich während der Fahrt mehrfach verändert und hier unten im Dschungel ist es drückend warm. Ein Glück warten schon das Mittagessen und ein Pool auf uns. Ein erholsamer Abschluss nach den Strapazen der Fahrt, die wegen permanenter Achtsamkeit und sportlicher Leistungen doch recht ermüdend war. Am späten Nachmittag fahren wir dann mit dem Transporter entlang der neuen, ungefährlicheren Straße zurück nach La Paz.
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  • Markt in El Alto

    July 24, 2022 in Bolivia ⋅ ☀️ 14 °C

    Nach dem Vormittag in La Paz fahren wir mit der Seilbahn hinauf an den Canyonrand nach El Alto. La Paz und El Alto sind zwei Städte, deren geografische Grenze nicht wirklich sichtbar ist. In El Alto wartet der größte Markt Südamerikas auf uns, der etwa 400 Häuserblöcke umfasst. Als wir mit der Seilbahn über den Markt fahren, wird uns das immense Ausmaß bewusst. Es wirkt so, als ist ganz El Alto ein einziger Marktplatz, die Straßen sind weitgehend vollständig mit Pavillons zugebaut. Nachdem wir das Treiben aus der Seilbahn heraus beobachtet haben, stürzen wir uns ins Getümmel. Fast zwei Stunden laufen wir über den Markt, und doch haben wir am Ende nur einen kleinen Teil des großen Ganzen gesehen. Für uns Laien wirkt alles durcheinander und unstrukturiert, aber die Lokals scheinen genau zu wissen, was wo zu bekommen ist. Obwohl wir schon auf vielen Märkten unterwegs waren, sprengt dieser alle bisher bekannten Dimensionen.Read more

  • Erkundung La Paz

    July 24, 2022 in Bolivia ⋅ ☀️ 15 °C

    Da wir noch nicht so viel über La Paz bzw. Bolivien wissen, starten wir unseren ersten Tag hier mit einer Walking Tour durch die Stadt. Los geht's am berühmten Gefängnis von San Pedro. Hier wird es direkt spannend, denn wir erfahren viel über dessen Geschichte und wie das Leben hier funktioniert. Weiter geht's dann über den Markt von La Paz, der sich über viele Häuserblocks erstreckt, bis wir schließlich den "Hexenmarkt" erreichen. Insgesamt lernen wir viel über das städtische und ländliche Leben in Bolivien. Vor allem die Geschichten rund um den Hexenmarkt sind sehr faszinierend. Einen Einblick in die politische Vergangenheit erhalten wir zum Abschluss auch noch. La Paz ist eine unfassbar spannende Stadt. Nicht nur, weil sie in eine Schlucht hinein gebaut ist, sondern auch, weil Geschichte und Tradition hier noch deutlich lebhafter sind, als in anderen südamerikanischen Großstädten, die wir bisher besucht haben.Read more

  • Weiter geht's nach La Paz

    July 23, 2022 in Bolivia ⋅ ☀️ 8 °C

    Am Morgen verlassen wir Copacabana mit dem Bus in Richtung La Paz. Schon nach kurzer Fahrt wartet das erste Highlight auf uns. Um die Halbinsel zu verlassen, müssen wir per Fähre über einen schmalen Teil des Titicacasees fahren - eine Brücke gibt es weit und breit nicht. Wir müssen also aus dem Bus aussteigen und ein kleines Boot bringt uns zum anderen Ufer. Für zusätzlich Verwirrung sorgen die Menschenmassen, die sich hier wegen eines Schwimmwettbewerbs versammelt haben. Schließlich finden wir den richtigen Steg und können übersetzen. Auf der anderen Seite warten wir noch kurz auf unseren Bus, der mit einer primitiven Fährplattform deutlich langsamer hierüber schippert, als wir. Dann geht die Fahrt weiter.

    In La Paz angekommen passiert dann nicht mehr allzu viel. Wir müssen uns erstmal orientieren und irgendwas zu essen finden. So plätschert der Nachmittag vor sich hin. Auch den Abend lassen wir ruhig angehen, schließlich bleibt noch genug Zeit die Umgebung in Ruhe zu erkunden.
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  • Sonneninsel und Abschied aus Copacabana

    July 22, 2022 in Bolivia ⋅ 🌙 5 °C

    Am Morgen genießen wir die perfekte Lage unserer Unterkunft. Vom Bett aus können wir das Morgengrauen in aller Ruhe beobachten. Noch vor dem Sonnenaufgang und dem Frühstück starten wir eine kleine Wanderung über den Südteil der Insel. Auf dem Weg haben wir einen wunderschönen Blick auf die hinter den Bergen aufgehende Sonne. Die Landschaft ist traumhaft schön. Nach der kleinen 5km langen morgendlichen Wanderung gibt's ein hervorragendes Frühstück in der Unterkunft.

    Unser eigentlicher Plan, mit dem Boot nach Yampupata überzusetzen und zurück nach Copacabana zu wandern, geht leider nicht auf. Deshalb fahren wir mit der Fähre zurück zum Hafen. Nachdem wir in der Unterkunft eingecheckt haben, folgen wir dem Weg in Richtung nördlicher Halbinsel bis zu einem Aussichtspunkt bei Chañi nach Norden (die Richtung, aus der wir von Yampupata gekommen wären). Leider sind weder Weg, noch Aussichtspunkt wirklich sehenswert, weshalb wir die 13km lange Strecke mehr als Sporteinheit ansehen.

    Später am Nachmittag treffen wir Nico und Katja wieder. In einem Café lassen wir es uns gut gehen, dann steigen wir auf den Cerro San Sebastián hinauf, um den Sonnenuntergang zu sehen. Mit einem gemeinsamen Abendessen lassen wir unseren letzten Tag am Titicacasee ausklingen. Die letzte Woche hier hat uns hervorragend gefallen.
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  • Isla del Sol

    July 21, 2022 in Bolivia ⋅ ⛅ 9 °C

    Nach einem gemütlichen Start in den Tag im neuen Land fahren wir um 9:30 Uhr mit dem Boot los zur Isla del Sol. Ziemlich genau 2 Stunden später kommen wir im Norden der Insel an und starten unsere Wanderung. Zuerst geht es zu Inka-Ruinen und einem Aussichtspunkt ganz im Norden der Insel. Danach wandern wir einmal quer über die Insel in Richtung Süden. Die Sicht ist wirklich atemberaubend. Das Wasser des Titicacasees schimmert blau und im Hintergrund erheben sich die schneebedeckten Berge der Cordillera Real. Mehrfach legen wir Pausen ein, um die Aussicht zu genießen.

    Am Nachmittag kommen wir in dem kleinen Ort Yumani im Süden der Insel an, wo wir eine Nacht verbringen werden. Nach dem Check-in erkunden wir noch etwas die Gegend und laufen später zum Mirador Palla Khasa, um den Sonnenuntergang zu sehen. Auf dem Rückweg zur Unterkunft legen wir noch einen Stopp bei einem Restaurant fürs Abendessen ein.
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  • Copacabana

    July 20, 2022 in Bolivia ⋅ ⛅ 10 °C

    Nach wenigen Stunden Fahrt kommen wir auf der bolivianischen Seite des Titicacasees in Copacabana an. Die Basilika in Copacabana ist Vorbild für die berühmte Copacabana in Brasilien. Der Ort selbst ist überschaubar groß und liegt wunderschön eingebettet zwischen Bergen am Ufer des Sees. Der erste Eindruck von Bolivien gefällt uns hervorragend. Im Gegensatz zu Peru sind die Menschen hier wieder neugierig uns zu sehen, grüßen von sich aus und empfangen uns mit einem freundlichen Lächeln. Wir erkunden den Ort ein wenig, vor allem die Basiliska ist wirklich beeindruckend. Nun können wir verstehen, dass sie als Vorbild fürs brasilianische Pondant diente. Am Hafen ankern mindestens so viele Boote, wie der Ort Häuser hat. Von hier aus wollen wir morgen auf die Isla del Sol übersetzen.

    Am Nachmittag steigen wir hinauf zum Aussichtspunkt Cerro Calvario, wo wir einen wunderschönen Blick über die Umgebung erhalten. Leider lassen die Menschen einiges an Müll rund um diese beliebte Pilgerstätte herumliegen. Von hier oben aus genießen wir auch den Sonnenuntergang, der heute kaum schöner sein könnte.
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  • Ab nach Bolivien

    July 20, 2022 in Peru ⋅ ⛅ 10 °C

    Nach etwa zwei Monaten im Land verlassen wir Perú in Richtung Bolivien. Unser Fazit fällt etwas gemischt aus. Die Landschaft hat uns wirklich sehr gut gefallen, das Essen war abwechslungsreich und überwiegend sehr lecker. Leider sind wir mit vielen Peruanern nicht so richtig warm geworden, viel zu oft hat man versucht uns zu verarschen und das Geld aus der Tasche zu ziehen. In den meisten Situationen hat man uns statt wie normale Mitmenschen mehr wie Geldautomaten behandeln wollen. Zum Glück ist unser Spanisch inzwischen so gut, dass wir einige Situationen durch Diskussionen lösen konnten. Wir haben leider viele Peruaner kennengelernt, die - anders als in allen anderen Ländern vorher - keinen Gefallen ohne Gegenleistung (meist monetärer Art) tun wollten. Natürlich gab es aber auch Ausnahmen, denn an einigen Orten haben wir auch sehr nette und zuvorkommende Menschen kennengelernt. Am Ende wird uns Perú vor allem wegen der zahlreichen Wanderungen in der Natur in sehr guter Erinnerung bleiben.

    Vor dem Start unsere Reise haben wir beide jeweils 3 Länder festgelegt, die wir bereisen möchten, egal was passiert. Für Mandana war diese Entscheidung durchaus schwierig, sodass bei ihr am Ende die Aussage stand: "Südamerika - ich kann mich da nicht auf 3 Länder festlegen, such dir welche aus". Für Robin war die Entscheidung leichter und nach über 1 1/2 Jahren Reise kommen wir endlich in einem seiner Wunschländer an - Bolivien!

    Als wir am Morgen mit dem Colectivo in Puno starten ist die Aufregung recht groß. Irgendwie scheint die Einreise auf dem Papier - bedingt durch Coronabestimmungen - recht undurchsichtig. Auf die Frage, welche Tests, Impfungen oder Kombinationen daraus benötigt werden, finden wir unterschiedliche Aussagen und Informationen. Als wir an der Grenze ankommen könnten wir nicht mehr überrascht sein, denn für Corona interessiert sich hier keiner. Weder nach Impf- noch Testnachweisen wird in irgendeiner Weise gefragt, sodass wir die Grenze in wenigen Minuten überschritten haben. Noch eine kurze Fahrt mit dem Colectivo und schon sind wir in Bolivien angekommen. Die Vorfreude ist riesengroß!
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  • Llachon

    July 19, 2022 in Peru ⋅ ☀️ 9 °C

    Nach einem vollgepackten Tag haben wir in dem fremden Zuhause wunderbar geschlafen. Der Tag startet mit einem typischen Frühstück in der Küche der Familie. Von den paar Wörtern Quechua, die wir gestern gelernt hatten, ist leider wenig hängen geblieben - zu schwer ist die Sprache.

    Im Anschluss verabschieden wir uns von unseren Gastgebern und steigen wieder aufs Boot. Wir haben viel über das Leben hier auf der Insel gelernt und sind den beiden sehr dankbar für ihre Gastfreundlichkeit.

    Weiter geht es nun nach Llachon, ein kleiner Ort auf einer Halbinsel im Titicacasee. Hier besteigen wir nochmal einen kleinen Hügel, um die wunderschöne Sicht über den See zu genießen. Nach der Mittagspause geht's dann zurück nach Puno, wo wir unsere letzte Nacht in Perú verbringen.
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  • Amantani

    July 18, 2022 in Peru ⋅ ⛅ 8 °C

    Weiter geht es für uns auf die Insel Amantaní auf dem Titicacasee. Hier dürfen wir für eine Nacht bei einer einheimischen Familie übernachten. Angelino holt uns vom Boot ab und bringt uns zu sich nach Hause, wo seine Frau Angélica bereits mit dem Mittagessen auf uns wartet. Beide sind für ihr Alter - Angelino 67 und Angélica 65 Jahre - überaus fit.

    Nach dem doch recht späten Mittagessen erkunden wir noch ein bisschen die Insel. Reizvoll sind vor allem die beiden Inka-Tempel Pachatata (Vater Erde) und Pachamama (Mutter Erde), die auf den beiden Hügeln der Insel gebaut wurden. Von hier oben hat man einen atemberaubenden Blick über den Titicacasee. In der Ferne sehen wir die schneebedeckten Berge Perus und Boliviens, die in der untergehenden Sonne immer dunkler werden. Nach dem Sonnenuntergang geht's zurück in die Unterkunft, wo wir uns aufs Abendessen freuen.

    Nach dem Abendessen lernen wir noch etwas über indigene Trachten, Musik und Tänze, dann ist es Zeit, selbst das Tanzbein zu schwingen.
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  • Islas de los Uros

    July 18, 2022 in Peru ⋅ ☁️ 6 °C

    Wir haben uns für eine 2-tägige Tour auf dem Titicacasee entschieden, um verschiedene Abenteuer zu erleben. Los geht's mit dem Kayak von Puno zu den schwimmenden Schilfinseln Uros. Schon nach kurzer Zeit ist uns klar, dass das genau die richtige Entscheidung war, denn statt mit dem Schnellboot direkt nach Uros zu fahren, genießen wir umgeben von Schilf und Vögeln die Ruhe der Natur.

    In Uros angekommen legen wir an einer der Schilfinseln an. Jetzt wirds zwar touristisch, aber auch sehr informativ. Die Einwohner dieser kleinen Insel sind inzwischen auf Tourismus spezialisiert, sind doch die Besucher hier inzwischen nahezu deren einzige Einnahmequelle. Wir erfahren, dass die Inseln von Flüchtlingen aus den bolivianischen Minen noch vor der Inkazeit gegründet wurden. Da sie wegen anderer Kriegsvölker auf den Bergen rund ums heutige Puno nicht an Land gehen konnten, begannen sie ein Leben auf dem See. Heute gibt es ungefähr 130 Schilfinseln mit etwa 2.500 Einwohnern. Das teure Leben in der Stadt ist für die meisten Einwohner hier keine Alternative zum primitiven aber günstigen Leben auf den Inseln.

    Nach diesem Stopp schippern wir noch einige Zeit mit dem Kayak umher und erkunden die Gegend weiter. Die Bauwerke der Einheimischen sind wirklich interessant. Schließlich legen wir an einer der Inseln an und dann geht es mit dem Boot weiter, denn unser Titicacasee-Erlebnis ist noch nicht zu Ende.
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