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Weltreise 2016 bis 2017

1 Jahr durch die Welt, das ist unser Ziel. Leggi altro
  • Whangarei - das Tor zum Nordland

    15 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 31 °C

    Whangarei gilt als Tor um entlegenen Nordland, zu dem wir uns auf den Weg gemacht haben. Inzwischen ist es bereits später Nachmittag und wir haben noch eine gehörige Strecke vor uns. Seit Puhoi haben wir den Eindruck, dass wir keine gerade Straße mehr vor uns haben. Ständig fahren wir hoch und runter und hin und her, durch Hügel und Berge und an der Küste entlang. Autobahnen gibt es eigentlich nicht und die Highways sind eben den Gegebenheiten angepasst. Wir fühlen uns manchmal wie im heimischen Mittelgebirge und kommen deutlich langsamer vorwärts, als gedacht. Wenn wir jetzt auch noch alle Ausflugspunkte anvisieren würden, die hier so am Straßenrand angepriesen werden, könnten wir die nächsten 6 Wochen an Ort und Stelle verbringen. Also Augen zu vor der Werbung und durch zu unseren geplanten Stopps. Es gibt noch viel zu sehen in der Bay of Islands.
    Whangarei gehört zu diesen Stopps. Neben dem Besuch des cafeumsäumten Town Bassin (Innenstadthafen), machen wir eine Zeitreise der besonderen Art. Wir gehen in das nationale Uhrenmuseum Neuseelands. Durch den Kauf von ein bisschen Schokolade im Nachbarcafé erhalten wir zwei Eintrittskarten für den Preis von einer 🤑. Im Eingangsbereich erhalten wir eine kurze Privatführung und die Dame ist amüsiert, dass wir von soweit herkommen, um deutsche Uhren zu bestaunen 🤔. Und was soll ich euch sagen, es gibt Schwarzwälder Kuckucksuhren zu sehen 😃: https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roCjUWQuM7gfkkJ7Q. Der Gründer und Sammler Archibald Clapham war von diesen Uhren, aber auch viel anderen aus der Welt (vor allem Kuriositäten) begeistert. Es gibt wirkliche Raritäten aus dem 17. Jahrhundert, aber auch unsäglichen Kitsch. Interessant ist eine Uhr, die das Prinzip des horizontalen Pendels mit einem tanzenden Maori Girl (Video) umsetzt. Dass wir viele Uhren wiederfinden, die wir selbst aus unseren Familien kennen, lässt uns kurz daran zweifeln, dass wir soweit weg von zu Hause sind. Aber klar doch, die meisten Einwanderer kamen schließlich aus Europa.
    Als wir aus dem Museum herauskommen, fängt es wieder an zu regnen und wir gehen in den gegenüberliegenden Supermarkt und kaufen für die nächsten Tage unser Frühstück und Abendessen ein. Es gibt sogar deutsches Roggenbrot! Mit allem Notwendigen versorgt fahren wir zum Whangarei Wasserfall. Dort wandern wir den Rundwanderweg vom Scheitel des Falls bis zum unteren Becken und wieder hoch. Auf diesem Weg verstehen wir auch, warum der Farn die Nationalpflanze der Neuseeländer ist. Wir befinden uns in den Subtropen und in den Wäldern gibt es mehr als 200 Farnarten, einige davon können bis zu 15 m hoch werden und bilden bis zu 3 m lange Blätter aus. Neben den riesigen Kauri-Bäumen ist das eine herrliche Waldwanderung, die auch noch mit einem 24 m hohem Wasserfall belohnt wird.
    Kaum im Auto, fängt es wieder an zu regnen 🌧. Wir entscheiden uns für den direkten Weg zu unserem heutigen Ziel, denn auf dem ursprünglich geplanten Weg entlang der Tutukaka-Küste ist heute nichts zu sehen.
    Paihia erreichen wir mit Beginn der Dunkelheit und sehen nichts vom Ort. Unser Casa Bella Motel ist im spanischen Stil erbaut und hat alles, was wir für die nächsten Tage an Infrastruktur benötigen: Waschmaschine, Pool und Whirlpool 😁😜.
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  • Paihia - Bay of Islands

    16 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ 🌧 19 °C

    Wir beginnen den Tag mit einem Orientierungslauf durch das kleine, aber feine Städtchen Paihia - unserer Heimat für die nächsten drei Tage.
    Der Ort gilt als gute Basis für Touren in die nähere und weitere Umgebung und wir sind froh, dass noch keine Hauptsaison ist. Alles läuft sehr gemütlich ab und die Unterkünfte sind längst nicht ausgebucht. Trotzdem treffen wir natürlich viele Touristen und sehr oft hören wir die deutsche Sprache, und zwar nicht ausschließlich von jungen Leuten. Das ist uns schon in Auckland aufgefallen. Neuseeland ist offensichtlich sehr beliebt bei den Deutschen.
    Wir besorgen uns ein paar Haushaltsdinge wie z.B. Büchsen für Wurst, Käse und Obst. Essen gehen und auch Lebensmittel sind hier, wie schon in Australien und Rarotonga, sehr teuer. Durch unser Auto sind wir ja nun flexibler und können doch einige Dinge mehr mitschleppen. Die Motels haben alle mindestens eine Kittchenette und Selbstversorgung, somit kein Problem. Wir hoffen, dadurch ein bisschen
    Geld sparen zu können!
    Nun versorgen wir uns mit Infos und buchen bei der Gelegenheit auch gleich eine Inselrundfahrt für übermorgen, denn die Bay of Islands besteht aus ca. 140 Inseln und Inselchen, die wir unbedingt erkunden wollen. Und weil das Wetter immer besser wird und schon fast die Sonne strahlt, entscheiden wir uns gleich noch für eine Wander-Kajak-Tour, die wir sofort beginnen.
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  • Waitangi Track - Haruru Falls

    16 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 20 °C

    Auf dem Waitangi Track wandern wir durch einen wunderschönen subtropischen Wald. Fast kommen wir uns vor wie im deutschen Mittelgebirgswald - wären da nicht die tollen Farne überall! Es riecht nach Frühling, es ist sonnig und warm, aber nicht zu heiß, die Vögel zwitschern ganz lieblich und es blüht überall! Ein Boardwalk führt durch die Mangroven (das ist nun deutlich anders als in der Heimat) bis zum Harura Wasserfall. Nicht riesig, aber schön anzusehen. Unser Kanu wird uns an den Auslauf des Wasserfall gebracht und so können wir ganz gemütlich auf dem Waitangi River zurückpaddeln. Das macht Laune, denn der inzwischen doch recht kräftige Wind ist unser Freund und schiebt uns zuverlässig Richtung Meer. Nur Dirk als alter Navigator hat zu tun, denn wir haben gerade 'very low tide' (ganz schlimme Ebbe) und er muss uns an den "Untiefen" < 20 cm vorbei manövrieren, damit wir nicht stecken bleiben 😆. Das gelingt und wir haben eine entspannte Tour!
    Den späten Nachmittag verbringen wir in einem tollen Terrassen-Bistro über dem Wasser. Bei Eis, Kaffee und einem Shanty (=Radler) im schönsten Sonnenschein geht die Blogarbeit gleich noch mal so gut von der Hand 😉!
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  • Kerikeri

    17 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ 🌧 15 °C

    Es ist warm, die Sonne scheint und der Wind hat nachgelassen. Wir machen uns auf den Weg nach Kerikeri, um ein steinernes Haus anzugucken 😐. Ja, ihr habt richtig gelesen. Wir fahren zum Stone Store, dem ältesten erhaltenen Steinhaus Neuseelands. Gleich daneben finden wir dann auch noch das älteste Haus Neuseelands, das Kemp Haus. Die Holzbohlen in und um das Haus sind noch original erhalten und die Besucher werden gebeten, die Schuhe auszuziehen. Diese beiden Häuser und die etwas oberhalb gelegene St. James Kirche, liegen an einem Bassin des Kerikeri River und sind Bestandteil einer ehemaligen Missionssiedlung aus den 1820er Jahren und sind Zeugnis einer der ersten Besiedelungen Neuseelands. Heute sind in den Gebäuden ein Laden und ein Museum. Das und der Nachbau eines alten Maori-Dorfes nebenan, geben uns einen Einblick in das schwierige Auskommen von Maori und Europäern.
    In dem Maoridorf lernen wir, wie die Maori zwischen 1820 und 1840 gelebt haben. Wusstet ihr, dass die Maori niemals im Haus gegessen haben? Wie wussten es nicht. Das war ein Tapu (Tabu) und ein solches zu brechen, konnte schwere Strafen nach sich ziehen. Jetzt ist uns auch klar, warum die Schlafhütten der Familien so klein waren, sie dienten nur dem Schutz bei Unwetter und eben zum Schlafen. Alles andere wurde draußen gemacht. Das Leben der Maori war von sehr vielen Tapu begleitet. Der Chief und der Hohepriester wachten über deren Einhaltung. Der Hohepriester war nicht nur Priester, er war auch Architekt, Wahrsager und Arzt. Neben dem Chief des Stammes, hatte er bedeutende Macht. Wir sehen Hütten, Erdöfen, Waffen, Kleidung und Speicher für Waffen und Nahrung, sowie Wakas (Kanu) zum Fischen.
    Auf der andern Seite des Flusses ist das Gelände eines ehemaligen befestigten Maori-Dorfes (Pã) zu besichtigen. Wir laufen rüber und kriegen einen Einblick in das kriegerische Leben der Maori. In einem Pã lebten sie nur während der Kriegszeiten.
    Nach soviel Geschichte wollen wir uns den Ort ansehen. Da gibt es allerdings nicht viel zu sehen. Eine Hauptstraße mit Shops und Restaurants, das wars. Gut, wir nutzen das Waffelcafé für eine süße Pause und fahren weiter zum Regenbogenfall (Rainbow Falls). Der ist schnell erreicht und nach 3 Minuten Fußweg stehen wir am oberen Punkt des Wasserfalls. Und tatsächlich, es gibt einen Regenbogen im Spray des 24 m herabstürzenden Wassers. Schnell noch zum Auslaufbecken, denn man soll hier baden und hinter den Fall klettern können. Unten angekommen, lockt uns weder das Wasser noch die Kletterpartie. Es ist kalt, schon wieder regnerisch und das Wasser nicht besonders sauber. Es ist früher Nachmittag und wir entscheiden uns, noch eine Glühwürmchenhöhle in der Nähe und ein paar besondere Toiletten anzusehen 🤓. Auf gehts.
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  • Kawiti Glowworm Caves

    17 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 17 °C

    Da sind wir auch schon an der von der Familie Kawiti geführten Glowworm Höhle. Diese wurde vor ca. 300 Jahren durch eine Maori-Frau entdeckt, als sie einer Rauchfahne, die aus der Höhle austrat, folgte. Dort fand sie eine andere Frau, die sich auf der Flucht vor ihrem Mann hier versteckte und sich an einem Feuer wärmte und ihr Essen zubereitete. Seit dieser Zeit wird die Höhle von maorischen Familien genutzt und befindet sich noch heute im Besitz der Nachfahren. Die Kalksteinhöhle ist 200 m lang, stockfinster und super mit Boardwalks und Treppen ausgebaut. Wir laufen mit unserem Guide und nur einer großen Taschenlampe bewaffnet hinein. Unser Guide gehört zur Betreiberfamilie und er macht mit uns Beiden die letzte Tour des Tages. Da haben wir aber Glück gehabt, denn es ist bereits 16.10 Uhr und seit 10 Minuten hat die Höhle eigentlich bereits zu.
    Wir erfahren, dass die Glühwürmer (Arachnocampa Luminosa) hier nichts mit unseren Glühwürmchen gemeinsam haben, es sind unterschiedliche Spezies. Hier sind es die Larven der Fungus Mücke, tatsächlich 2,5 cm bis 3.0 cm lange Würmer. Wir können sie an einer Stelle mit geringer Höhe deutlich an der Decke sehen. Sie leuchten nur am 2,5 mm langen Ende ihres Schwanzes und können das Licht dimmen oder gar ausschalten, je nachdem wie hungrig sie sind. Mehr Licht, viel Hunger und wenig Licht, wenig Hunger. Mit ihrem Licht locken sie beispielsweise Stechmücken und Sandfliegen an, fangen sie in einem aus Fäden kompliziert gesponnenen Netz, aus dem sie klebrige Fangfäden herabhängen lassen. Verfängt sich ein Opfer, wird der Faden wie Spaghetti eingesaugt (gefressen) und dann auch das Opferinsekt. Die längste Zeit ihres Lebens verbringen die Glowworms im Larvenstadium, ca. 11 Monate. Dann verpuppen sie sich für bis zu 3 Wochen, um als flugfähige Mücke zu schlüpfen. Dann lebt sie noch 3 Tage für die Paarung. Bei Erfolg legt das Weibchen etwa 130 Eier in Klumpen von 20 - 40 Eiern. Nach 20 Tagen schlüpfen dann die neuen Larven. Wenn sich die Mücken auf der Partnersuche verfliegen (sind schlechte Flieger) und in den Klebefäden anderer Glowworms hängenbleiben, werden sie verspeist. Kanibalismus tritt auch bei einer hohen Larvendichte auf. Dann nämlich bekämpfen sich die Würmer und der Unterlegene wird gefressen.
    Wir laufen den Boardwalk entlang und an verschiedenen Stellen schaltet unser Guide das Licht aus und - atemberaubend, es wirkt wie ein riesiger Sternenhimmel. Und genauso soll es auch auf ihre Opfer wirken 😊. Gut das wir nicht ins Beuteschema passen. Leider sind Fotos in der Höhle untersagt und ihr müsst mit meiner Beschreibung vorlieb nehmen.
    Nach etwas mehr als 35 Minuten ist die Besichtigung leider schon zu Ende.
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  • Kawakawa - Hundertwasser Toilette

    17 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ 🌧 16 °C

    Da der Nachmittag noch schön ist, zweigen wir auf dem Rückweg zu unserem Motel nach Kawakawa zu den von Hundertwasser konzipierten öffentlichen Toiletten ab. Während der Hauptsaison kann man hier schonmal mehrere 10 Minuten warten, um überhaupt reinzukommen. Da werden ganze Busladungen ausgekippt und alle wollen nur fotografieren. Also keine gute Wahl bei Durchfall 😉. Wir hatten die Klo's für uns allein und haben sie nicht nur fotografiert 🤔.
    Das war Hundertwassers letztes, zu seinen Lebzeiten gebautes Werk. Die Magdeburger Zitadelle war sein Letztes, er hat die Fertigstellung aber nicht mehr erlebt. Es ist eine Art Danksagung an die Neuseeländer, da sie Hundertwasser hier in Ruhe gelassen haben. In Kawakawa gibt es sonst nichts weiter zu entdecken. Kurz vor 18.00 Uhr ist sowieso alles tot hier. Das ist uns in allen bisher besuchten Orten aufgefallen, ab 17.00 Uhr werden die Bürgersteige hochgeklappt und die Orte schlafen ein. Die allermeisten Geschäfte machen bereits 16.30 Uhr oder eben 17.00 Uhr zu und dann geht der gemeine Neuseeländer nach Hause, und wir gehen mit 😇.
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  • Rundfahrt durch die Bay of Islands

    18 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 14 °C

    Im Sonnenschein startet unsere Inselrundfahrt mit dem 'Hole in the Rock' (Loch im Stein) als Ziel. Nebenbei wollen wir Delfine gucken und möglichst auch Buckelwale. Es könnten noch welche zu sehen sein, vielleicht haben einige den Abreisetermin in die Antarktis verpennt!
    Unser Schiff ist ziemlich voll, irgendwoher sind drei Busladungen Touris gekommen. Erst sind wir erschrocken, doch dann stört es nicht weiter, da wir die ganze Zeit vorne am Bug stehen. Da weht uns der Wind kräftig um die Nase, dafür haben wir aber eine fantastische Sicht auf all die kleinen und größeren Inseln, an die wir wegen der hohen Tide auch recht nah heran fahren können. Vom Käptn bekommen wir eine Geschichtsstunde und manche Dinge hat er uns ganz anschaulich erklärt: Als wir an der Insel Moturua vorbeikommen (heute in Privatbesitz), erfahren wir zum Beispiel, dass an dieser Stelle, zwei Jahre nachdem James Cook hier das Land wiederentdeckte, eine französische Expedition anlandete. Die Franzosen haben ihren Trip nach Neuseeland allerdings nicht überlebt, da sie ein Tapu der Maoris brachen. Das Fischen war hier nicht erlaubt. Dirk schrieb gestern von schlimmen Strafen bei Tabubruch: Die Franzosen wurden getötet, ihr Fleisch von den Knochen geschält, verspeist und aus den Knochen haben die Maori Angelhaken geschnitzt. So jedenfalls die Aussage des Käptn's.
    James Cook hat übrigens Neuseeland auf einer Expedition entdeckt, auf der er nach diesem Land suchte, das Abel Tasman über 100 Jahre zuvor mit nur ein paar groben Strichen auf einer Seekarte eingezeichnet hatte. Er kartografierte Neuseeland genau und entdeckte dabei die Cookstraße, die Meerenge zwischen Nord- und Südinsel.
    Aber genug Geschichte, ihr kennt das sicher alles 😀. Wir konzentrieren uns auf die tolle Fahrt zwischen den Inseln und sehen auf einer kleinen Felsinsel eine Pelzrobbe. Am Loch angekommen haben wir Glück, der Wasserstand ist hoch genug, wir fahren hindurch. Auf der anderen Seite erwarten uns dann schon einige spielwütige Delfine, die unser Boot lange begleiten. Sie kommen dicht heran und sogar unter das Boot. Beim Schwimmen drehen sie sich um und gucken nach oben! Ein super schönes Erlebnis! Hier könnt ihr das miterleben: https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roCnw5ol_-l7zYAFP
    An einer Insel namens Urupukapuka legen wir an. Wir besteigen einen Hügel und sehen eine Landschaft vor uns, genau wie wir uns Neuseeland vorstellt haben: Sanfte sattgrüne Hügel mit Schafen, Wälder und klares Meer, und dazu strahlt die Sonne! Traumhaft schön!!!
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  • Russell

    18 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 18 °C

    Den Nachmittag verbringen wir in Russell, einem recht verschlafenen, kleinen Ort. Das muss einmal anders gewesen sein, denn Russell war für ein Weilchen Neuseelands Hauptstadt und wegen der Walfänger mit ihren rauen Sitten verrufen als "Höllenloch im Südpazifik". Von all dem ist nichts mehr zu sehen. Nach Abschluss des Vertrages von Waitangi zwischen den Maori und Vertretern der englischen Krone am 6. Februar 1840 hatte Russell als Hauptstadt auch schon wieder ausgedient. Der Vertrag besiegelte, dass die Maori die britische Souveränität akzeptieren, Land an die Siedler abtreten und gleichzeitig die Privilegien britischer Bürger erhalten.
    Wir bummeln ein bisschen rum und besichtigen die älteste Kirche Neuseelands aus dem Jahr 1835. Ein kleiner Trail führt uns zum Flagstaff Hill, wo wir einen schönen Blick auf die Bay of Island haben. Über den Strand kommen wir zurück und nehmen die Fähre nach Paihia.
    Hier nehmen wir auf dem Weg "nach Hause" noch den Mini-Lookout auf den Hafen mit, kaufen eine Gurke für unseren Salat und genießen dann den Spätnachmittag im 22°C warmen Pool und noch viel mehr im 36°C warmen Whirlpool - und das alles im Sonnenschein! So macht Weltreise Spaß 😀!
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  • Wairere Boulders Naturpark

    19 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 18 °C

    Heute verlassen wir die Bay of Islands. Über die Westküste wollen wir unserem nächsten größeren Ziel entgegendüsen - Mittelerde! In der Nähe der Welt von Bilbo Beutlin haben wir ein Haus am See gemietet. Da die Straßen hier bekanntlich niemals geradeaus gehen, lassen wir uns für die Tour zwei Tage Zeit, auch um noch einige Unterwegs-Highlights zu entdecken.
    Um das Erste zu besichtigen, müssen wir erstmal in die falsche Richtung fahren - aber der Umweg hat sich gelohnt! Wir besuchen den Wairere Boulders Naturpark, ein privater Park mit etlichen umherliegenden Felsbrocken aus Basaltgestein (erkaltete Lavaschicht, ca. 2,8 Mio Jahre alt). Das Besondere daran ist die Erosion an der Felsoberfläche. Wir sehen Rillen, bis 30 cm breit und bis zu 1 m lang. Entstanden sind sie durch eine Säure, die durch eine Mischung aus Regenwasser und verrotteten Blättern, Zapfen und Ästen des Kauri-Baumes hervorging.. Das hat natürlich einige Jahre gedauert 😀. Eigentlich kaum vorstellbar, dass eine so harmlos wirkende Brühe, Steine so derart verändern kann.
    Der Kauri-Baum (eine Koniferenart) ist auch die zweite Besonderheit in diesem Park. Er ist nämlich in Neuseeland kaum noch zu finden. Ähnlich wie in Australien fand in der Zeit der Besiedlung 1840 - 1900 ein großer Kahlschlag statt. Der Kauri hat einen sehr geraden und unten astlosen Stamm und so konnte sein hochwertiges Hartholz sehr gut als Bauholz verwendet werden. Außerdem wurde aus seinem Harz Klebstoff hergestellt. Er steht inzwischen unter Naturschutz und die Inhaber dieses Parks pflanzen für jeden gefundenen Kauri-Baumstumpf einen neuen Baum. Die Hoffnung ist, das es in 100 Jahren hier vielleicht wieder aussieht wie zuvor!
    Der Weg durch den Park wurde sehr, sehr naturnah gestaltet und es gab an allen wichtigen Stellen Infotafeln für ein besseres Verständnis! Einen Flyer sogar in deutsch - gut für mich (hihi)! Uns hat das richtig gut gefallen und den Eintritt haben wir gerne bezahlt - zumal wir am Ausgangspunkt noch den Erbauer und Eigner getroffen haben, ein recht alter Mann, der alles allein mit seiner Frau zugänglich gemacht hat! Toller Ausflug!
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  • Waipoua Kauri Forest

    19 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ 🌬 15 °C

    Wir schlängeln uns weiter durchs Land und kommen schließlich an der Westküste wieder ans Meer. Natürlich gibt es dort einen Lookout, den wir auch gleich besuchen: Der South Head mit einer ehemaligen Signalstation ist der Eingang zum Hokiangar Habour, einem riesigen natürlichen Hafen. Auf der gegenüberliegenden Seite sehen wir sehr große Sanddünen.
    Aber unser nächstes Zwischenziel ist der Waipoua Kauri Forest, wo es noch einige große und sehr alte Kauri-Bäume zu sehen gibt. Ein kurzer Weg führt uns zu Tane Mahuta, derm "Gott des Waldes". Er ist ca. 2.000 Jahre alt und mit einer Höhe von 51 Metern auch der größte Kauri überhaupt. Sein Stamm hat einen Umfang von 17 m, und als wir so vor ihm stehen ist das schon sehr, sehr beeindruckend!
    Ganz in der Nähe gibt es noch die 4 Sisters zu betrachten - diese vier gewaltigen Kauris teilen sich eine Wurzel. Natürlich gehen wir hin. Ein schöner Waldweg führt dorthin und hier entdecken wir noch einige andere Kauris von beachtlicher Größe - für uns als Neuhobbybotaniker kein Problem sie zu erkennen 😃!
    Bevor wir den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen, haken wir das Thema Kauri ab, zumal das Museum zum Baum schon geschlossen hat.
    Wir fahren weiter, bis wir hinter Auckland keine Lust mehr haben. In einem Ort namens Drury finden wir mit Mühe eine Moor Lodge, die wider Erwarten (äußere Erscheinung) sogar ganz nett ist.
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  • On Tour

    20 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 18 °C

    In 80 Tagen um die Welt - das haben wir nicht geschafft. Wahrscheinlich zu viel rumgebummelt 🙁.
    Wir sind tatsächlich schon 80 Tage unterwegs, unglaublich! Uns kommt es nicht so vor, 80 Tage klingt unwahrscheinlich lange. Die Zeit ist weg wie nix, jeden Tag erleben wir was Neues und manchmal müssen wir nachdenken was vorgestern los war. Zum Glück können wir nachlesen 😉!
    Also weiter, nächsten Sommer müssen wir schließlich wieder arbeiten! Unser Ziel ist Rotorua und weil wir gestern fleißig waren, haben wir es heute nicht mehr so weit. Also halten wir wieder Ausschau nach Lookouts, und der Erste lässt nicht lange auf sich warten. In Huntly machen wir einen Minispaziergang am Waikato River und fotografieren brav die Powerstation 😀. Keine Ahnung, warum man das machen soll?! Durch die Mainstreet des kleinen Örtchens gehen wir zum Auto zurück und fahren weiter.
    Unser nächster Haltepunkt Hamilton ist da schon ein bisschen größer. Auch hier bummeln wir am Fluss entlang und im Shoppingcenter bekommen wir sogar erste Weihnachtsgefühle, weil hier schon Einiges geschmückt ist (wie lange haben wir eigentlich kein Shoppingcenter betreten?). Aber bei Sonnenschein und über 20°C kommt uns Weihnachtsschmuck komisch vor und wir machen das, was man an einem Sonntagnachmittag im Frühling so macht. Wir gehen in den Garten! Die Hamilton Gardens sind ähnlich wie unsere Gärten der Welt in Marzahn und es blüht in Hülle und Fülle!
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  • Hamilton Gardens

    20 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 18 °C

    Die Hamilton Gardens sind vor ca. 40 Jahren angelegt worden. Vorher war das Busch- und Brachland und eine Mülldeponie. Heute finden wir hier klassische Gärten aus aller Welt, Konzept- und Phantasiegärten, Küchenkräuter und Landschaftsbau (z. Bsp. Friedhof) und sie sind vielfach prämiert. Hier hat es uns richtig gut gefallen und deshalb bekommt ihr noch ein paar Fotos aus den Gärten der Welt 🌻.Leggi altro

  • Traumhaus

    20 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ 🌙 14 °C

    Nachdem wir in Cambridge noch die tolle Kirche aus dem Jahre 1881 fotografiert haben, fahren wir zügig weiter bis zu unserem Haus am See. Und was soll ich euch sagen - es haut uns um! Es ist ein Traumhaus! Es ist riesig, es hat zwei Terrassen in einem wunderschönen, großen Garten, es ist unheimlich gemütlich und bequem, es gibt vier Sofas und zwei Sessel und einen Kamin (schon vorbereitet). Es gibt Kajaks, eine komplett ausgestattete Küche mit einer Erstausstattung an Brot, Brötchen, Butter, frischen Eiern, Bacon (cool, wa Peter?!), Obst, sogar Kuchen, ach einfach allem!!! Und ganz wichtig, es gibt eine Waschmaschine inklusive Waschpulver! Also das nenn ich voll total toll!!! 😃Schaut euch das an!
    Highlight am Abend: Wir skypen mit der Familie! So schön alle mal wieder zu sehen, auch wenns nur kurz ist, denn der Videoanruf frisst unser Internet auf 🙁. Aber per Audio gehts natürlich weiter 😊.
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  • Der Kiwi

    21 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 20 °C

    Nach dem Frühstück skypen wir schon wieder, denn nachdem wir gestern den Magdeburgern unser schönes Häuschen gezeigt haben, sollen es heute auch die Mahlsdorfer zu sehen kriegen! Es ist einfach zu schön, um es für uns zu behalten!
    Dann machen wir uns aber auf die Socken, denn heute wollen wir Neuseelands Nationalvogel sehen. Da wir wohl kaum eine Chance bekommen werden, den Kiwi in "freier Wildbahn" zu sehen, fahren wir zum Rainbow Springs Park. Das ist ein Park mit heimischen Vögeln, Fischen und Reptilien und noch allerlei Aktivitäten für Groß und Klein, die eigentlich keiner braucht, aber natürlich mitbezahlt werden müssen. Übrigens sind die Touren und Eintritte hier in Neuseeland alle sehr teuer, ein großer Teil unserer Reisekasse wird wohl dort hineinfließen! Aber Jammern hilft nicht, wir haben es ja nicht anders gewollt und so bezahlen wir tapfer die 100 NZ$ (66 €), denn es gibt hier eine Kiwi-Aufzuchtstation und da wollen wir hin!
    Der Kiwi ist sehr gefährdet, denn mit der Besiedlung Neuseelands kamen auch Tiere ins Land, die im Kiwi im wahrsten Sinne des Wortes ein gefundenes Fressen fanden oder ihn zumindest angreifen und töten (Katzen, Hunde, Possums, Frettchen, Hermeline). Der Kiwi hat zwar kräftige Füße und kann weit laufen, aber ihm fehlt die Flugmuskukatur und so kann er mit seinen vier bis fünf Zentimeter kleinen Flügelchen nicht fliegen. Wenn Gefahr droht, steckt er den "Kopf in den Sand" und stellt sich tot - ähnlich wie unsere Hasis das gemacht haben.
    Kiwis sind nachtaktiv und verbergen sich am Tage in Höhlen, die sie vor Sonnenuntergang nicht verlassen. In völliger Dunkelheit bewegen sie sich im Unterholz und orientieren sich mit ihrem Gehör und mit ihrem guten Geruchssinn - sie haben nämlich am Ende des Schnabels Nasenlöcher!
    Kiwipaare bleiben ein Leben lang zusammen. Das Männchen brütet das gewaltige Ei aus (im Verhältnis zur Körpergröße legt das Weibchen das größte Ei der Welt, bis zu 30% des Körpergewichts). Das kann bis zu dreimal im Jahr geschehen.
    Angegriffen werden meistens die brütenden Männchen und das Gelege, d.h. die Eier werden gefressen. Um das zu verhindern, werden die Eier in freier Wildbahn eingesammelt und in der Aufzuchtstation ausgebrütet und die Jungen werden erst ausgesetzt, wenn sie überlebensfähig sind. So stieg die Überlebensrate von 5% auf 60-70%. Die Führung war sehr informativ, leider ist gerade kein Vöglein geschlüpft. Wir konnten aber eins sehen, was eine Stunde zuvor aus dem Ei kam - gar nicht so häßlich wie behauptet wird.
    In der Nachtabteilung sehen wir dann noch erwachsene Kiwis. Ich finde sie niedlich und irgendwie putzig. Leider können wir euch keine Fotos zeigen, denn fotografieren ist hier verboten.
    Danach besuchen wir noch die anderen Tiere und fahren mit einem Boot durch die Geschichte Neuseelands inklusive Wasserrutsche. Haben wir ja schließlich bezahlt 😃!
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  • Ohinemutu

    21 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 20 °C

    Rotorua ist Kunst- und Kulturzentrum der Maori, aber auch dampfende Thermalregion Neuseelands.
    Auf dem Weg nach Rotorua kommen wir an dem Ort vorbei, wo sich vor langer Zeit die ersten Maori an dampfenden Erdlöchern ansiedelten, Ohinemutu. Sie erkannten den Vorteil des heißen Wassers und nutzten es zum kochen und baden. Staunend stehen wir vor den brodelnden und dampfenden Erdlöchern, aus denen wirklich heißes Wasser austritt. In dem heute noch belebten Maoridorf hat jeder ein sprudelndes Erdloch mit einer eigenen heißen Quelle. Sowas haben wir noch nie gesehen!
    Auch die Maori-Kirche ist sehr sehenswert, einmalig in dieser Gegend!
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  • Rotorua

    21 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 19 °C

    In Rotorua wollen wir uns Infos beschaffen und vor allem erfragen, ob der Weg auf die Südinsel wieder freigegeben ist. Doch schon am Ortseingang müssen wir wieder stoppen, wir sehen einen dampfenden Park (Kuirau Park) und wollen das fotografieren. Auch hier gibt es etliche blubbernde Löcher mit und ohne Schlamm, aber immer heiß! Das ist irgendwie faszinierend und wir gucken uns erstmal um, bevor wir ins Städtchen fahren und endlich zur Touriinfo kommen. Hier lassen wir uns beraten und bepackt mit Broschüren schlendern wir noch kurz durch den Ort. Aber wirklich Lust haben wir nicht mehr, wollen sowieso nochmal her. Also fahren wir zu unserem Häuschen und am späten Abend gehen wir nochmals auf Kiwisuche, denn für die 100 $ darf man in der Nacht die Kiwis im Gelände betrachten - wenn man sie findet! Wir haben Glück und sehen alle drei. Die sind schon lustig, sehen aus wie braune Kugeln mit einem langen Schnabel.Leggi altro

  • Waimangu Volcanic Valley

    22 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 18 °C

    Wie Heike schon beschrieben hat, befinden wir uns inmitten eines geothermischen Großgebietes. In und rund um Rotorua qualmt, brodelt oder blubbert es aus der Erde. Das wollen wir heute noch toppen und machen uns auf ins Waimangu Volcanic Valley. Hier gibt es neben dem schon Geschriebenen auch noch Krater, Geysire und Silikatterrassen. Wie der ganze Kram entsteht könnt ihr euch im Internet selbst anschauen, das ist einfach zu viel Geologie und passt nicht in unseren Blogeintrag. Wann und warum es entstanden ist, will ich aber kurz beschreiben. Ist euch bewusst, das wir uns hier auf dem jüngsten Geothermalsystem der Welt befinden? Wir haben es auch erst hier erfahren. Das gesamte Gebiet in seiner heutigen Form ist das Resultat des Vulkanausbruchs des Mt. Tarawera am 10. Juni 1886. er ist auch heute noch ein aktiver, wenngleich schlafender Vulkan. In den letzten 18.000 Jahren hatte er wohl 5 Ausbrüche. Vor 650 Jahren wurde der Ausbruch bereits von den zu dieser Zeit eintreffenden Maori gesehen. Davon zeugen die maorischen Namen der drei Gipfel: Tarawera (verbrannte Spitzen), Ruawahia (gespaltenes Loch) und Wahanga (aufbrechen). Das Tal, der Vulkan und der heutige Rotumahanasee bilden den neuseeländischen Teil des pazifischen, sogenannten 'Ring of Fire', wo die pazifische Platte auf die indisch-australische Platte trifft. Übrigens ist auch das letzte Erdbeben bei Kaikoura durch diese Palettenbewegung ausgelöst worden. Spannend ist ausserdem, dass die Veränderung in kürzester Zeit stattfand. Am frühen Morgen, gegen 2.00 Uhr begann das Verhängnis mit dem Ausbruch des ersten Kraters. In den folgenden 6 Stunden brachen auf einer Länge von 16 km sämtliche Krater aus und der Rotumahanasee explodierte ebenfalls. Die Massen wurden bis zu 11 km in die Höhe geschleudert und bedeckte im Umkreis von 6 km mit eine Dicke bis zu 40 m jegliches Leben. Sieben kleine Dörfer wurden verschüttet und 120 Menschen kamen ums Leben. Auch die als 8. Weltwunder bekannten touristischen Ziele, die 'Weißen und Pinken Terrassen' wurden dabei zerstört. Bis 1910 füllte sich der See wieder mit Wasser und ist heute 20 mal größer und sein Wasserspiegel um 14 m höher als damals. 1917 fand das letzte für die Gestaltung der heutigen Landschaft bedeutsame Ereignis statt: Der Hydrothermalausbruch des Echo-Kraters, der zur Entstehung des Bratpfannensees (der größten Heißwasserquelle der Welt) führte.
    All das erlaufen, erklettern und fahren wir mit dem Boot ab. Uns faszinieren die spektakulären Farben, die entweder von Mineralien, Algen oder Bakterien stammen. Im Zusammenspiel ergibt das eine fantastische Palette von Weiß-, Silber-, Braun- und Grüntönen. Und zu allem Überfluss innerhalb eines tollen Waldes und bei herrlichstem Wetter.
    Das gesamte Tal begeistert uns und an jeder Ecke staunen wir wieder über Dampf, Blubber und Brodel. Falk, dass wäre auch was für dich., so dicht an der Erdgeschichte 😉. Nur die Bootsfahrt auf dem Rotumahanasee enttäuscht uns. Letztlich ist es eine Fahrt über einen bewaldeten See (auch wenn unter uns 200 heiße Quellen lauern), auf der wir nicht mehr erfahren, als im Flyer steht und wir uns denken sollen, was hier vor 1886 zu sehen war. Wäre alles nicht so schlimm, aber als Gegenwert zu 42,50 NZ$ pro Person, einfach viel zu wenig. Falls ihr also selbst dorthin kommt, lasst die Bootsfahrt weg.
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  • Hobbiton

    23 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 18 °C

    Heute machen wir etwas, was ganz fest eingeplant war auf unserer Tour durch Neuseeland: Wir tauchen ein in die Welt von Bilbo Beutlin, Frodo, Gandalf und Co. Zwar sind wir nicht die allergrößten Fans der Tolkien-Reihe und wir kennen auch nicht jede Filmszene auswendig (so wie unser Peter) aber ein Besuch des einzig verbliebenen Filmsets von "Herr der Ringe" und "Der Hobbit" gehört einfach zu den must see 😃! Wir hätten total gerne unsere Jungs dabei gehabt!!! Zu sehen, wieviel Spaß sie gehabt hätten, hätte unsern Spaß sicher noch verdoppelt!
    Auf einer Tour (anders geht es nicht) werden wir zuerst ein kleines Stück mit dem Bus ins Auenland gebracht und erfahren dabei, dass dieses perfekt geeignete Stück Land bei einer Helikoptersuche gefunden wurde. Mit dem Farmer wurde man sich einig und die "Bebauung" begann.
    Die eigentliche Führung ist zu Fuß und wir können alles in Ruhe betrachten und genießen. Es ist wunderschön anzusehen, einfach wie im Film, nur dass wir direkt davor stehen! Es macht so viel Spaß! Alles ist unheimlich liebevoll durchdacht und gestaltet. Vom Briefkasten vor der Haustür bis zum Laufweg zur Wäscheleine! Und nicht zu vergessen der künstliche Baum aus einem Stahlgerüst mit 240.000 handgemachten Blättern (Made in Taiwan), der eben genau so, an genau der entsprechenden Stelle stehen musste! Übrigens mussten die Blätter alle neu per Hand bemalt werden, als das Filmset für "Der Hobbit" wieder aktiviert wurde, denn sie waren im Laufe der Jahre ausgeblichen - für genau sieben Filmsekunden!
    Wir erfahren auch, dass es jede Hobbithöhle zweimal gibt. Eine Große für die kleinen Hobbits und eine Kleine für so große Leute wie Gandalf, damit die Wirkung der Größenunterschiede noch dramatisiert wird. Die Höhlen sind übrigens innen alle leer, denn die Innenaufnahmen wurden in den Studios in Wellington gedreht. Das muss euch an Infos reichen, mehr hab ich mir nicht gemerkt, ich habs einfach nur genossen - sooooo schön!!!! Die Insider unter euch kennen sowieso die ganze Geschichte und für Otto Normalverbraucher muss das reichen 😃!
    Im Green Dragon gabs zum Ende der Tour noch einen Cider - ham wa dit nich schön 😀😀😀.
    Den Nachmittag verbringen wir in unserem Traumhaus auf der Terrasse, denn den ganzen Tag strahlt die Sonne. Ist es da ein Wunder, dass keiner von uns Beiden die Arbeit vermisst???
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  • Mückenplage

    23 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ 🌙 13 °C

    Einen Nachteil hat unser Haus am See, es gibt unheimlich viele Mücken! Bisher hatten wir sie ganz gut im Griff, heute aber spielen sie echt verrückt! Nachdem wir am Abend schon zweimal alle gekillt hatten, war immer noch eine Versammlung an der Decke. Zum Glück sind sie so doof und bleiben sitzen! Am Ende haben wir ein undichtes Fenster entdeckt und alles mit der chemischen Keule erledigt - und keinen einzigen Mückenstich! 👍🏼Leggi altro

  • Ruhetag!?

    24 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 19 °C

    Ruhetag heißt natürlich nicht, dass wir nichts tun! Aber wir schlafen aus, frühstücken lange, waschen mal wieder Wäsche und dann gehts los: Wir müssen unbedingt die nächsten Tage planen. Also strengen wir unsere Köpfe an, lesen Flyer, studieren Karten, mobilisieren das Internet und haben nach vielen Stunden anstrengender Denkarbeit die Route der nächsten Etappe sowie die Übernachtungen, Überfahrt zur Südinsel (inklusive Rückfahrt) und die ersten Touren gebucht!
    Uns rauchen die Köpfe und wir brauchen dringend frische Luft! Also machen wir eine 10-Minuten-Tour mit dem Auto und sind an den Okere Falls. Hier schauen wir den sportlichen Neuseeländern und Touristen beim Wildwasserrafting und -schwimmen, Brücken-und-von-sonstwas-springen zu und erholen uns ganz nebenbei 😀! Peter hätte es bestimmt in den Gliedern gejuckt!
    Die Neuseeländer haben in punkto Aktion sowieso einen kleinen Knall: Hier wird jede noch so klein Attraktion aufgepeppt mit Aktivitäten jeder Intensität (siehe Kiwiaufzucht!). Zum Beispiel einfach so durch eine Höhle marschieren ist nicht. Hier wird geklettert, gesprungen, Berge runtergekugelt, abgeseilt, getaucht, außen auf Türmen umherspaziert, einfach alles was gefährlich klingt und wahrscheinlich auch ist!
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  • Whakarewarewa

    25 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ 🌧 16 °C

    Whakarewarewatangaoteopetauaawaiao, das ist der vollständige Name für dieses lebende Maori-Dorf mitten im Thermalgebiet. Es ist der Name eines Stammeshäuptlings und wurde später als Ortsname übernommen. Meistens sagt man allerdings nur Whaka, das können auch wir aussprechen und heute auch besuchen. Die hier lebenden Maori öffnen ihr Dorf täglich zwischen 8.30 und 17.00 Uhr für Besucher. Es gibt Führungen und zweimal am Tag eine Folkloreshow. Die Maori sind sehr stolz auf ihre Traditionen und leben sie auch weiter. Das können wir im Dorf gut erkennen und unsere Tourguide(in) erklärt es sehr eindrucksvoll. Sie lebt selbst in dem Dorf und irgendwie scheint sie mit fast jedem verwandt zu sein. Das Besondere an diesem Maori-Dorf sind natürlich die unterschiedlich heißen Quellen, die die Bewohner von Beginn an zu nutzen wussten und es weiterhin tun: Backen und kochen, heizen, baden ... Wir kommen zum Beispiel an vielen Erdöfen vorbei, von denen einige gerade in Benutzung sind: Heiße Quelle-Steine rauf-Fleisch rauf-Deckel drauf-Stein rauflegen (das bedeutet, dieser Ofen ist im Moment in Benutzung)-Fleisch in drei Stunden abholen-fertig!!! Klingt doch einfach, funktioniert mit Wasserdampf wie ein Schnellkochtopf - nur langsamer 😀. Man braucht also hier kein Feuer, wie die Maori in Rarotonga. In einem Pool mit über 120°C heißem Wasser wird gerade Gemüse gekocht - es ist nach wenigen Minuten gar! Wir können auch die verschiedenen Pools und Becken besichtigen, baden dürfen hier aber nur die Dorfbewohner. Wir finden die Kultur der Maori spannend und ihre Lebensart beeindruckt uns sehr. Die Tänze und Gesänge der Maori sind ganz anders als auf Cook Island, uns gefällt es richtig gut. Als wir dann nochmal durchs Dorf bummeln, sind alle drei Geysire in Aktion, von denen einer der Größte von NZL ist. Er steigt bis zu 40 Meter in die Höhe (hat er heute aber nicht gemacht): https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roCog9unHpSi46-7_
    Trotz Regen war dieser Ausflug rundum gelungen. Wir haben viel Neues erfahren.
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  • Bäderkultur

    25 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ 🌧 16 °C

    Am Nachmittag wollen wir dem Museum in Rotorua einen Besuch abstatten. Es ist in der restaurierten Badeanstalt im Tudorstil aus dem Jahre 1907 untergebracht. Es gibt eine Ausstellung zur Maori Kultur und die Bädergeschichte von Rotorua wird anschaulich dargestellt. Leider geht Beides nicht, denn man hat Risse in der Decke des Gebäudes entdeckt, die wohl im Zusammenhang mit dem Erdbeben stehen. Nun muss alles geprüft werden, Sicherheit geht vor und das Museum bleibt vorerst geschlossen. Eine nette Dame erzählt aber außerhalb des Gebäudes einige interessante Dinge über die Geschichte des Hauses und der Gärten und geht mit uns sogar in das Blue Bath, auch eine altertümliche Badeanstalt, die wir sogar von innen betrachten dürfen. Der warme Pool lockt uns schon sehr! Die ehemalige Schwimmhalle ist jetzt ein Restaurant und im Moment sehr festlich hergerichtet für eine Veranstaltung.
    Der Regen lockt uns nun in unser gemütliches Häuschen, wo Dirk auch gleich den Kamin anheizt und bei Kaffee und später auch Wein lassen wir es uns gut gehen! Warum müssen wir eigentlich morgen schon weiterziehen?
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  • Orakei Korako Cave and Thermal Park

    26 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 15 °C

    Nachdem wir gestern Abend unser Häuschen aufgeräumt und unsere sieben Sachen gepackt haben steht unserer Abreise nun nichts mehr im Wege. Auf zu neuen Erlebnissen!
    Wir sind auf dem Weg zur Südinsel, nehmen aber einen Umweg über Napier, das als eine der schönsten Art-déco-Städte der Welt gilt. Das wollen wir uns anschauen, natürlich nicht ohne Unterwegsaktivitäten.
    In einem der unzähligen Broschüren über Sehenswürdigkeiten haben wir zufällig eine Anzeige von Orakei Korako gefunden. Ein Thermalgebiet, das fast auf unserem Weg liegt. Zwar wollten wir keine weitere Thermallandschaft mehr besuchen, nach gründlicher Recherche haben wir uns aber von den schönen Fotos und den positiven Kritiken auf Tripadvisor locken lassen, noch einmal heiße Quellen, Geysire und hier sogar eine Höhle anzuschauen! Und wir haben es nicht bereut! Eine Fähre bringt uns über einen kleinen See an den dampfenden und brodelnden Schauplatz. Wir sehen ein wunderbares Farbenspiel, spuckende Geysire, rauchende Bäche und Seen, Kaskaden und Terrassen, Blubberschlamm der aussieht wie kochende Hefe ... (Hier gibt es einen Eindruck von allen besuchten Thermalparks und ihre Unterschiedlichkeit: https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roCt3nfA9W-hUTsyn). Alles sieht ganz fantastisch aus, wir können uns gar nicht trennen und der Fotoapparat wird arg strapaziert! Auf dem Weg, der übrigens fast komplett aus Holzstegen besteht, lernen wir gleich noch etliche neue Pflanzen kennen, die so lustige Namen haben wie: Mamaku, Karamu, Kanuka, Rewarewa, Koromiko, Tarata, Mingimingi, Hangehange! Wie ihr sicher schon bemerkt habt, haben auch viele Ortsnamen einen maorischen Ursprung. Sie heißen z.B. Waiwera, Whangerei, Waitangi, Whangamata, Matamata, Waiotapi usw. Da müssen wir uns schon sehr konzentrieren beim Route planen, Karte lesen und Navi programmieren, das kann schon mal schief gehen🙁!
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  • Huka Falls und Aratiatia Rapids

    26 novembre 2016, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 17 °C

    Unser zweiter Stopp sind die Huka Falls, eigentlich kein Wasserfall im klassischen Sinne, sondern eher eine schmale Schlucht, durch die der Waikato-River (längster Fluss Neuseelands) sein Wasser 200.000l/Sekunde neun Meter in die Tiefe schießen lässt. Wenn wir uns vorstellen, dass man mit dieser Wassermenge jede Minute fünf olympische Schwimmbecken füllen könnte, dann sind wir schon beeindruckt. Zumindest der Vergleich beeindruckt uns 😃!
    Es gibt hier um die Ecke noch eine Besonderheit, den Aratiatia-Damm, der im Rhythmus von zwei Stunden für jeweils 15 Minuten seine Tore öffnet und sein Wasser über die sonst leeren Stromschnellen (die Rapids) ergießt. Vor Öffnung ertönt ein Signal und von verschiedenen Lookouts können wir das Spektakel beobachten. Wir platzieren uns an strategisch wichtigen Stellen, um euch die schönsten Fotos und Videos (https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roCx0Vk332hjaGrYd) präsentieren zu können! Ihr müsst selbst entscheiden, ob das gelungen ist 😃!
    Die ganze Sache dient übrigens der Energieerzeugung und das viele Wasser landet letztendlich im Lake Taupo, der mit 660 m2 wiederum der größte See Neuseelands ist. Auch das wollen wir sehen und fahren hin.
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