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Südamerika mit dem Van

Uma aventura indeterminada pela weltreisenocker & Quasimone Leia mais
  • Salinas Grandes

    16 de novembro de 2025, Argentina ⋅ 🌬 22 °C

    Danach standen die Salinas Grandes in der Provinz Jujuy auf dem Programm – eine der größten und beeindruckendsten Salzebenen Argentiniens. Ein richtig starkes Erlebnis!

    Die Salinas liegen auf rund 3.450 Metern Höhe und erstrecken sich über etwa 6.000 Quadratkilometer. Vor Millionen von Jahren war hier ein großer Salzsee, der nach und nach austrocknete. Zurück blieb diese riesige, fast schneeweiße Fläche aus Salz, die heute noch manuell und industriell abgebaut wird – vor allem für Natriumchlorid und in manchen Bereichen auch Lithium.

    Das Beste für uns: Wir konnten mit dem Auto direkt über die Salzfläche fahren. Ein bisschen surreal – alles weiß, knisternd unter den Reifen, und rundherum nur Himmel und Horizont. Zwischendrin gibt’s kleine, von Menschen geschaffene Salzbecken, in denen sich türkisblaues Wasser sammelt.

    Ein wirklich tolles und spannendes Erlebnis. Schön, ruhig und irgendwie anders als alles, was wir bisher gesehen haben.
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  • Hornocal und Humahuaca

    16 de novembro de 2025, Argentina ⋅ ☀️ 14 °C

    Heute ging’s richtig hoch hinaus – im wahrsten Sinne des Wortes. Unser erstes Ziel war der Mirador A la cercanía de los 14 Colores del Hornocal, und zwar mit einem Jeep und Fahrer, denn die Strecke ist nichts für normale Autos. Oben auf rund 4.350 Metern Höhe hat uns dann ein Ausblick erwartet, der einfach nur… ja, richtig schön war. Die berühmten “14 Farben” gehören geologisch zur Serranía de Hornocal, einer Bergkette, deren farbige Schichten durch Kalkstein und verschiedene Mineralien entstanden sind.

    Auch Humahuaca selbst hat uns gut gefallen. Der Ort liegt auf etwa 3.000 Metern Höhe, wirkt auf den ersten Blick eher ärmlich, hat aber einen besonderen Charme – kleine Gassen, einfache Häuser aus Lehm, ein ruhiger Marktplatz und Menschen, die hier ihren Alltag gelassen leben. Die Stadt ist außerdem ein wichtiger Punkt auf der historischen Ruta 9 und war früher Teil des Handelswegs durch die Quebrada de Humahuaca, die heute zum UNESCO-Welterbe gehört.

    Danach ging’s nochmal hoch hinaus: erst zurück ins Tal, dann weiter hoch zum Mirador de la Cuesta de Lipán auf etwa 4.170 Metern Höhe – diesmal mit unserem eigenen Auto. Die Straße ist steil und lang, und unser Wagen hat ordentlich geschnauft. Aber er hat’s wirklich gut geschafft.

    Oben gab’s dann wieder diesen typischen Anden-Moment: dünne Luft, klare Sicht und Berge, die aussehen, als würden sie sich bis in die Unendlichkeit ziehen.

    Und dann kann das zweite Highlight des Tages...
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  • Purmamarca und Tilcara

    15 de novembro de 2025, Argentina ⋅ ☀️ 23 °C

    Heute ging’s von Salta aus richtig hoch in die Anden – und das merkt man nicht nur an der Landschaft, sondern auch an der dünnen Luft. Unser Ziel war die Region rund um Purmamarca und Tilcara, zwei der bekanntesten Orte im argentinischen Hochland.

    Erster Halt: der Cerro de los Siete Colores – der Hügel der sieben Farben. Die Farbschichten entstanden über Millionen von Jahren durch verschiedene Minerale und Sedimente. Das kleine indigene Dorf Purmamarca liegt direkt davor und wirkt mit seinen Adobe-Häusern, Märkten und ruhigen Gassen fast wie aus einer anderen Zeit. Wir haben eine kleine Wanderung rund um den Hügel gemacht – kurz, aber richtig schön.

    Danach ging’s weiter zur Pucará de Tilcara, einer präkolumbianischen Festungsanlage der indigenen Tilcara-Kultur. Die Anlage wurde vor rund 1.000 Jahren errichtet und diente damals als strategischer Standort im Tal der Quebrada de Humahuaca. Heute kann man zwischen rekonstruierten Steinhäusern, Terrassen und alten Mauern herumspazieren und bekommt einen guten Eindruck davon, wie die Menschen hier früher gelebt haben.

    Der ganze Weg heute mit dem Auto war übrigens so schön, dass wir ständig angehalten haben – Fotos machen, schauen, kurz stehen bleiben. Karge Felsen, bunte Berge, Kakteen, weite Täler… jeder Kilometer ein neuer Blick.

    Jetzt stehen wir auf einem Campingplatz in Humahuaca, auf etwa 3.000 Metern Höhe. Die Luft ist hier schon deutlich dünner – man merkt’s beim Treppensteigen sofort. Morgen geht’s weiter – auf einen Aussichtspunkt auf 4350m Höhe... Mal gucken, wie wir das vertragen...
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  • Salta Stadtbummel

    14 de novembro de 2025, Argentina ⋅ ☁️ 22 °C

    Heute ging’s nach der Regenpause von gestern endlich wieder weiter - in die Stadt Salta. Wir haben uns einfach treiben lassen und die Altstadt ein bisschen genauer angeschaut. Wobei wir die Museen ausgelassen haben heute – allein das Spazieren war schon richtig schön.

    Die Kirchen hier sind beeindruckend. Einige wirken fast wie aus dem Bilderbuch – bunt, prachtvoll und innen richtig fein gestaltet. Besonders rund um den Plaza 9 de Julio hat die Stadt einen tollen Mix aus Geschichte und Alltag.

    Die Fußgängerzone war lebendig, aber nicht hektisch. Viele Menschen unterwegs, Straßenverkäufer, Cafés – alles mit einer total angenehmen Atmosphäre. Man merkt sofort, warum Salta „La Linda“ genannt wird.

    Kurz gesagt: Ein richtig netter Stadtbummel. Ohne Stress, einfach schauen, laufen, stehen bleiben – und die Stadt auf sich wirken lassen.

    Und zum Abschluss noch mit Günther und Brigitte - Overlander vom Camping Platz - lecker essen gehen...
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  • Salta Campingplatz

    12 de novembro de 2025, Argentina ⋅ ☁️ 27 °C

    Nach nochmal gut vier Stunden Fahrt sind wir heute in Salta angekommen. Unser Campingplatz hier ist wirklich etwas Besonderes: ein Open-House-Konzept von Frank Neumann, einem deutschen Auswanderer, der Reisenden einen entspannten Platz zum Ankommen bietet. Super sympathisch, alles liebevoll gemacht – man fühlt sich gleich willkommen.

    Salta, auch bekannt als “La Linda” („die Schöne“), liegt im Nordwesten Argentiniens auf rund 1.400 Metern Höhe in den Ausläufern der Anden. Die Stadt ist berühmt für ihre gut erhaltene Kolonialarchitektur, die gemütlichen Plätze und die herzliche Atmosphäre. Besonders rund um den Plaza 9 de Julio mit der rosafarbenen Kathedrale kann man wohl wunderbar spazieren, Kaffee trinken und einfach das Treiben beobachten. Wir sind schon gespannt...

    Rund um Salta gibt’s außerdem jede Menge zu entdecken – beeindruckende Berglandschaften, bunte Felsen, kleine Dörfer und Weingüter. Perfekt also, um in den nächsten Tagen die Berge zu erkunden.

    Da für die nächsten 2 Tage allerdings Regen angesagt ist, bleiben wir wohl erstmal ein paar Tage hier, ruhen uns aus und genießen die entspannte Stimmung auf dem Platz. Danach geht’s dann wieder auf Entdeckungstour!
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  • Strecke machen

    11 de novembro de 2025, Argentina ⋅ ☁️ 36 °C

    Heute ging’s für uns durch endlose Weiten – und ich meine wirklich endlos. Kilometerlang nur Steppe, gerade Straßen, kaum ein Auto, dafür jede Menge Kakteen, Flaschenbäume und trockene Landschaft so weit das Auge reicht.

    Und heiss war es. Sehr heiss!

    Die Fahrt war lang. Aber doch standen plötzlich bizarre Bäume (Flaschenbäume) mitten im Nichts, mal rollte ein kleiner Sandwirbel über die Straße. Man fragt sich echt, wer hier draußen wohnt – und wie.

    Unser Ziel: die Region Salta im Nordwesten Argentiniens. Hier bleiben wir ein paar Tage und schauen uns alles in Ruhe an. Wir haben schon ein paar Spots auf dem Zettel und freuen uns drauf.

    Jetzt heißt es aber erstmal: Füße hoch und ankommen. Morgen geht’s weiter – Salta hat einiges zu bieten!
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  • Auf nach Argentinien

    10 de novembro de 2025, Paraguai ⋅ ☁️ 32 °C

    Noch ein Tag in der Werkstatt – unser Abenteuer mit der Autoreparatur wollte einfach kein Ende nehmen. Diesmal war’s die hintere Stahlfeder, die tatsächlich gebrochen war. Also hieß es: auch noch komplett neue Federung hinten einbauen. Wieder ein ganzer Tag zwischen Werkzeug, Ölgeruch und Schraubenschlüsseln.

    Aber jetzt ist es geschafft – alles fertig! 🎉 Ein riesiges Dankeschön an Mario Laterza, unseren Mechaniker und Retter in der Not. Was für eine geniale Werkstatt! Super Qualität, ehrliche Arbeit und dazu noch richtig freundlich. Wir hatten echt Glück, ihn gefunden zu haben.

    Am späten Nachmittag ging’s dann endlich weiter – über die Grenze nach Argentinien. Die Einreise war unkompliziert, und kurz hinter der Grenze, in Clorinda, haben wir einen Platz zum Übernachten gefunden.

    Nach all den Tagen voller Schrauben, Ersatzteile und Improvisation tut’s richtig gut, wieder unterwegs zu sein. Morgen geht’s dann hoffentlich ohne Pannen weiter – mit frisch gewartetem Auto und viel Vorfreude auf neue Wege. 🚙🇦🇷
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  • Asunción

    9 de novembro de 2025, Paraguai ⋅ ⛅ 28 °C

    Heute haben wir uns Asunción etwas genauer angeschaut – eine kleiner Spaziergang durch das Zentrum stand auf dem Plan.

    Erster Halt war der Palacio de López, der Regierungssitz Paraguays. Ein beeindruckendes Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, direkt am Fluss gelegen – wirkt fast ein bisschen wie aus einer anderen Zeit. Danach ging’s weiter ins Viertel Loma San Jerónimo, eines der ältesten und buntesten Viertel der Stadt. Enge Gassen, farbenfrohe Häuser, Street Art und kleine Cafés – ganz charmant und mit viel Leben auf der Straße.

    Zum Abschluss haben wir noch den Panteón Nacional de los Héroes besucht – oder offiziell: Panteón Nacional de los Héroes y Oratorio a Nuestra Señora Santa María de la Asunción. Hier ruhen die wichtigsten Nationalhelden Paraguays, und der Platz davor ist einer der zentralen Punkte der Stadtgeschichte.

    Ein netter Spaziergang war’s auf jeden Fall. Aber so richtig gepackt hat uns Asunción irgendwie nicht. Die Stadt hat interessante Ecken, aber auch viel Stillstand – ein Mix aus Geschichte, Baustellen und Verkehr. Nett, mal gesehen zu haben, aber wir freuen uns jetzt doch wieder auf Natur und ruhigere Orte.
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  • Erste Polizei Erfahrung 👎

    8 de novembro de 2025, Paraguai ⋅ ☁️ 21 °C

    Nach 3 Tagen in der Werkstatt sind wir heute Abend endlich wieder auf dem Camping Platz. 😀

    Wobei leider gerade heute neben dem Camping Platz ein live Konzert mit lauter Musik ist - also keine ruhige Nacht...

    Und auf den Weg zum Camping Platz hatten wir auch noch unsere erste Begegnung mit der lokalen Polizei bei einer Kontrolle... Interessant - brauchen wir aber nicht öfters.

    Wenigstens ist das Auto bis auf die hinteren Federn (machen wir Montag) fertig und der Motor schnurrt zufrieden 😀.
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  • Planänderung Teil 3

    7 de novembro de 2025, Paraguai ⋅ 🌧 33 °C

    Es ist dann doch mehr geworden als gedacht. Die Stoßdämpfer sind heute endlich aus Argentinien angekommen – das war schon mal ein Erfolg! Doch dabei blieb es nicht: Unser Zahnriemen musste dringend gewechselt werden, und das passende Ersatzteil gab es in der ganzen Stadt einfach nicht aufzutreiben.

    Zum Glück haben wir hier unseren Mechaniker mit viel Leidenschaft, der sich wirklich reingehängt hat. Nach zig Telefonaten und etlichen Wegen und Fahrten zu Ersatzteil Händlern hat er es geschafft: Das Teil kommt morgen per Kurier aus Brasilien. Also bleiben wir noch eine Nacht in der Werkstatt – mittlerweile fast wie ein zweites Zuhause zwischen Werkzeug, Motoren und Luxusautos.

    In der Zwischenzeit haben wir viel über Paraguay gelernt. Ein Land voller Kontraste: auf der einen Seite chaotisch, gelegentlich gefährlich und manchmal fast anarchistisch organisiert; auf der anderen Seite unglaublich herzlich und offen. Es gibt hier viele Schattenseiten – Korruption, Drogenkartelle, Waffenhandel sind reale Themen. Aber daneben auch so viel Lebensfreude, Zusammenhalt und ehrliche Gastfreundschaft.

    Man merkt schnell: Paraguay ist kein Land, das sich leicht in Schubladen stecken lässt. Es ist roh, direkt, manchmal unberechenbar – aber genau das macht es spannend.
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  • Planänderung – Teil 2.

    6 de novembro de 2025, Paraguai ⋅ ☀️ 32 °C

    Unsere Stoßdämpfer haben aufgegeben, und die Ersatzteilsituation hier in Paraguay ist doch schwieriger, als wir dachten. Eigentlich wollten wir nur kurz etwas nachjustieren bzw pflegen – tja, und jetzt stehen wir mitten in einer größeren Baustelle.

    Aber manchmal hat man einfach Glück: Wir haben hier tatsächlich einen ehemaligen Rally-Racing-Profi kennengelernt, der uns seine Hilfe angeboten hat. Er kennt sich nicht nur bestens aus, sondern hat auch die richtigen Kontakte, um passende Teile aufzutreiben.

    Das Beste: Während der Reparatur dürfen wir sogar in seiner Werkstatt übernachten – zwischen einem Karman, einem Ferrari und einem aktuellen Rally-Auto. Das ist mal ein ganz besonderer „Campingplatz“. 😄

    Er ist unglaublich nett und hilfsbereit, erklärt viel, hilft, wo er kann – und sorgt dafür, dass unser Auto bald wieder fit für neue Abenteuer ist. Manchmal führen Pannen eben zu den spannendsten Begegnungen.

    Aber neue Reifen haben wir schon 😀. Tipp: Wenn ihr etwas am Auto oder Reifen machen müsst - da lohnt sich Paraguay wirklich.
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  • Planänderungen

    5 de novembro de 2025, Paraguai ⋅ ⛅ 31 °C

    Eigentlich wollten wir heute zum Salto Cristal Wasserfall – der sah auf den Bildern richtig vielversprechend aus. Doch je näher wir kamen, desto schlechter wurde die Straße. Irgendwann war Schluss – zu sandig, zu tief, zu matschig, zu riskant. Also lieber umdrehen, bevor wir irgendwo feststecken.

    Plan B war der Parque Nacional Ybycuí, einer der bekanntesten Nationalparks Paraguays, bekannt für seine Wasserfälle, üppigen Regenwald und alten Ruinen aus der Kolonialzeit. Doch auch dort war der Weg irgendwann ohne 4WD nicht mehr machbar. Der Sand wurde immer tiefer, und mit unserem Fahrzeug wäre das eher ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang geworden.

    Also: Plan C. Wir sind weitergefahren – direkt in die Hauptstadt Asunción. Hier wollen wir nun den Rest der Autoreparaturen erledigen und ein paar organisatorische Dinge angehen, bevor es weitergeht.

    Manchmal läuft’s halt nicht wie geplant – aber immerhin sind wir sicher angekommen. War genug Abenteuer 😉
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  • Auto Pflege

    4 de novembro de 2025, Paraguai ⋅ ☀️ 33 °C

    Heute war kein Sightseeing angesagt – sondern Werkstatt-Tag! Auch unser Auto braucht schließlich mal ein bisschen Pflege. Und hier in Paraguay ist das zum Glück richtig günstig, also haben wir die Gelegenheit genutzt.

    Ein paar Dinge haben wir gleich erledigen lassen, den Rest machen wir in den nächsten Tagen in der Hauptstadt (müssen noch Teile bestellen). Auf dem Plan stehen unter anderem:

    Neue Reifen
    Höherlegung für mehr Bodenfreiheit
    Neue Stoßdämpfer
    Riemen wechseln
    Filter neu
    und ein paar kleinere Reparaturen

    Ein bisschen Wellness fürs Fahrzeug also – bevor es weiter nach Argentinien geht. Dort warten ja bekanntlich nicht nur endlose Landschaften, sondern auch so manche raue Straße.

    Lieber jetzt alles fit machen, als später irgendwo im Nirgendwo schrauben müssen. 🚙💨
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  • Caazapá Abendessen

    3 de novembro de 2025, Paraguai ⋅ ☀️ 28 °C

    Heute ging’s zur nächsten historischen Station: die Jesuitenmission San Cosme y Damián – oder auf Spanisch Misión Jesuítica de San Cosme y Damián. Eine kleine, aber sehr besondere Anlage mit einer spannenden Geschichte, die auch heute noch als Kirche genutzt wird.

    Diese Mission wurde im 17. Jahrhundert von den Jesuiten gegründet, um das indigene Volk der Guaraní in einer Art geschützter Gemeinschaft leben zu lassen. Die Jesuiten – ein katholischer Orden, entstanden im 16. Jahrhundert – waren bekannt für ihre Bildungsarbeit. Sie gründeten Schulen, brachten Handwerkskunst, Musik und Landwirtschaft in die Region und setzten sich gleichzeitig stark für den Schutz der Indigenen ein. Die „Reduktionen“, wie die Siedlungen genannt wurden, waren also eine Mischung aus Dorf, Schule und Kloster – ein einzigartiges soziales Experiment ihrer Zeit.

    San Cosme y Damián ist besonders bekannt, weil hier einer der Missionare, Pater Buenaventura Suárez, als Astronom arbeitete. Im 18. Jahrhundert baute er dort eines der ersten Observatorien Südamerikas und beobachtete Sterne und Planeten – mit einfachen, selbst gebauten Instrumenten. Noch heute gibt es an diesem Ort eine kleine Sternwarte und regelmäßig astronomische Vorträge (den wir auch bekommen haben), die an seine Arbeit erinnern.

    Am Abend haben wir dann in Caazapá Freunde getroffen und gemeinsam gegessen. Ein richtig schöner Austausch – wir haben viel über das Leben dort erfahren und auch über eine deutsche Auswanderer-Kommune, die sich in der Region niedergelassen hat. Spannend zu hören, wie unterschiedlich die Lebensgeschichten sind und was Leute tun, um ihre Träume und Ziele zu erreichen.
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  • Misión Jesuítica Trinidad

    2 de novembro de 2025, Paraguai ⋅ ⛅ 27 °C

    Heute war richtig viel Geschichte auf dem Programm – ein Tag zwischen Kultur, alten Steinen und schönen Momenten zum Abschluss.

    Erster Stopp war die Jesuitenmission Jesús de Tavarangüe. Diese Anlage gehört zu den Jesuitenreduktionen, die im 17. und 18. Jahrhundert von spanischen Missionaren gemeinsam mit dem indigenen Volk der Guaraní gegründet wurden. Ziel war es damals, die Guaraní zu missionieren – aber auch, ihnen Schutz vor Sklavenjägern zu bieten. Die Mission Jesús de Tavarangüe wurde nie ganz fertiggestellt, weil die Jesuiten 1767 aus Südamerika vertrieben wurden. Trotzdem sind die Überreste der Kirche beeindruckend – man erkennt noch den Grundriss und die gewaltige Architektur, die an eine Kathedrale erinnert.

    Danach ging’s weiter zur Misión Jesuítica de la Santísima Trinidad del Paraná, der wohl am besten erhaltenen Jesuitenmission in Paraguay. Sie wurde 1706 gegründet und zählt heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Besonders sehenswert sind hier die alten Steinbauten, die zentrale Plaza und die kunstvollen Reliefs – ein echtes Zeugnis dafür, wie fortschrittlich diese Gemeinschaften damals organisiert waren.

    Zum Abschluss des Tages ging’s in die Stadt Encarnación, direkt am Fluss Paraná, gegenüber von Posadas (Argentinien). Die Stadt gilt als „Perle des Südens“ und hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Urlaubsort entwickelt. Wir sind am Abend gemütlich an der Promenade entlangspaziert, haben Eis gegessen und den Sonnenuntergang über dem Wasser genossen – ein ruhiger und schöner Abschluss nach einem Tag voller Geschichte.
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  • Paraguay - Itaipú und Ciudad del Este

    1 de novembro de 2025, Paraguai ⋅ 🌧 23 °C

    Heute ging’s über die Grenze nach Paraguay – genauer gesagt nach Ciudad del Este. Und ehrlich: wow, das war ein Erlebnis! Kaum über die Brücke, und man hat das Gefühl, in eine völlig andere Welt einzutauchen.

    Für viele Brasilianer (und Argentinier) ist Ciudad del Este ein echtes Einkaufsparadies. Alles ist hier deutlich günstiger, von Elektronik über Parfum bis Kleidung. Das Ergebnis: eine riesige Mischung aus Shoppingmalls, Duty-Free-Läden und Straßenmärkten – alles voll, laut, bunt und irgendwie chaotisch. Ein bisschen verrückt, aber auf seine Art faszinierend.

    Nach dem Einkaufswahnsinn ging’s weiter zum Itaipú-Staudamm, einem der größten Wasserkraftwerke der Welt. Der Damm liegt direkt an der Grenze zwischen Brasilien und Paraguay und wurde 1984 fertiggestellt. Mit seiner 7,7 Kilometer langen und 196 Meter hohen Staumauer ist Itaipú ein echtes Megaprojekt – und versorgt rund 10 % des brasilianischen und 90 % des paraguayischen Strombedarfs.

    Wir haben eine Führung gemacht, und selbst bei Regen war das Ganze beeindruckend: gewaltige Turbinen, riesige Wassermassen und eine präzise Ingenieursleistung, die man kaum begreifen kann. Trotz des durchwachsenen Wetters ein richtig spannender Tag – ein Mix aus Trubel, Technik und ein bisschen Abenteuer.
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  • Nationalpark Iguazú Argentinien

    31 de outubro de 2025, Argentina ⋅ ☀️ 27 °C

    Heute stand Tag zwei an den Iguaçu-Wasserfällen auf dem Programm – diesmal auf der argentinischen Seite. Und wieder war meine Mutter live dabei, über meine Ray-Ban Meta Brille mit Bild und Ton. So konnte sie alles direkt miterleben – richtig schön!

    Allerdings war der Weg dorthin etwas… sagen wir mal, abenteuerlich. 😅 Die Tickets zu bekommen war gar nicht so einfach: Kartenzahlung ging aufgrund technischer Probleme nicht, der Geldautomat wollte nicht, der Ticketverkäufer nahm kein Bargeld in Dollar oder Reais, die Online-Bestellung funktionierte auch nicht. Am Ende haben wir an einem kleinen Kiosk Geld gewechselt – so ging’s dann endlich. Simone musste sich trotzdem ewig und 2x in der Schlange anstellen. Das hat echt Nerven gekostet – und billig war’s auch nicht.

    Aber sobald man im Nationalpark Iguazú drin ist, ist all das vergessen. Wunderschöne Wanderwege, spektakuläre Aussichtspunkte und jede Menge Wasserfälle, die man hier ganz nah erleben kann. Auf der argentinischen Seite läuft man quasi mittendrin, über Stege und Brücken, direkt über den tosenden Wassermassen.

    Einfach grandios – ein echtes Naturwunder. Wenn man hier steht, versteht man, warum dieser Ort zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Zwei Tage, zwei Länder – und unzählige Eindrücke, die man so schnell nicht vergisst.

    Zum Abschluss unserer Brasilien (der Süden) Reise (morgen geht es nach Paraguay) waren wir dann noch richtig lecker essen. 😀
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  • Iguaçu-Wasserfälle Brasilien

    30 de outubro de 2025, Brasil ⋅ ⛅ 26 °C

    Heute war endlich der große Tag – die Iguaçu-Wasserfälle standen auf dem Programm! Und was soll man sagen: absolut genial. Kein Foto, kein Video kann wirklich zeigen, wie gewaltig und beeindruckend dieses Naturschauspiel ist.

    Wir waren auf der brasilianischen Seite, die für ihre Panorama-Ausblicke bekannt ist. Von hier sieht man fast alle der rund 275 Wasserfälle, die sich über knapp 3 Kilometer erstrecken. Besonders beeindruckend ist die Garganta do Diabo – der „Teufelsschlund“ –, wo sich unzählige Wassermassen in eine enge Schlucht stürzen. Der Lärm, der Dampf, die Kraft – einfach faszinierend.

    Natürlich sind wir dabei richtig nass geworden – aber das gehört hier einfach dazu. Zwischen den Stegen, Sprühnebel und Windböen bleibt keiner trocken. 😅

    Das persönliche Highlight: Ich konnte meine Mutter virtuell mitnehmen! Mit Ray Ban Meta Brille und dadurch mit Video und Mikrofon war sie quasi live dabei.
    Sie konnte sehen, was ich sehe und sich dabei mit mir unterhalten Einfach toll 😀. Für sie war das ein großer Wunsch – und es war total schön, ihn ihr so erfüllen zu können. Ein Moment, den wir beide sicher nicht vergessen werden.
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  • Foz do Iguaçu

    28 de outubro de 2025, Brasil ⋅ 🌧 25 °C

    Heute war so ein richtiger Reisetag – und was für einer. Fast zwölf Stunden Fahrt (gestern und heute) bei durchgehend starkem Regen, grauer Himmel, LKW's einige Unfälle und nasse Straßen ohne Ende. Aber: Wir haben’s geschafft! Angekommen in Foz do Iguaçu – ziemlich müde, aber auch erleichtert.

    Die Stadt liegt ganz im Westen von Paraná, direkt im Dreiländereck zwischen Brasilien, Argentinien und Paraguay. Von hier aus startet man zu den berühmten Iguaçu-Wasserfällen, einem der größten Naturwunder der Welt. Insgesamt stürzen dort über 275 einzelne Wasserfälle auf fast 3 Kilometern Breite in die Tiefe – einfach gigantisch.

    Das Wetter soll übermorgen endlich wieder besser werden. Dann wollen wir uns die Wasserfälle anschauen – diesmal mit virtueller Begleitung meiner Mutter per Video. Ein kleiner Familienausflug übers Handy sozusagen.

    Wir freuen uns schon richtig drauf – nach all dem Regen wird es bestimmt ein unvergesslicher Tag.
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  • Pomerode

    27 de outubro de 2025, Brasil ⋅ 🌧 23 °C

    Nach einem kurzen Abstecher nach Pomerode – und der Erkenntnis, dass uns in den nächsten Tagen ordentlich Regen erwartet – haben wir unseren Plan, wieder an die Küste zu fahren, erstmal verworfen. Stattdessen geht’s nun direkt in Richtung Iguaçu-Wasserfälle. Das sind allerdings etliche Kilometer, also wird morgen wohl nochmal ein reiner Fahrtag werden.

    Pomerode ist übrigens ein spannender Ort: Er gilt als die “deutscheste Stadt Brasiliens”. Gegründet wurde er im 19. Jahrhundert von Einwanderern aus Pommern, also aus dem heutigen Norddeutschland und Polen. Noch heute wird hier teilweise Deutsch gesprochen, vor allem das alte „Pommersch“, und viele Häuser sind im typischen Fachwerkstil gebaut. Selbst die Straßenschilder sind oft zweisprachig.

    Man merkt sofort, wie sehr die Menschen hier ihre Wurzeln pflegen – aber gleichzeitig wirkt alles offen und herzlich.

    Jetzt geht’s also weiter Richtung Westen, immer dem Regen davon. Ziel: die beeindruckenden Cataratas do Iguaçu – einer der größten und bekanntesten Wasserfälle der Welt. Aber erstmal heißt’s: Kilometer machen.
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  • Oktoberfest

    26 de outubro de 2025, Brasil ⋅ ☁️ 21 °C

    Nach Balneário Camboriú ging’s weiter ins Landesinnere – nach Blumenau. Und das Timing hätte kaum besser sein können: letzter Tag des Oktoberfests!

    Blumenau wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von deutschen Einwanderern gegründet und liegt im Bundesstaat Santa Catarina. Die Stadt ist bekannt für ihre Fachwerkhäuser, deutsche Bäckereien – und eben für das zweitgrößte Oktoberfest der Welt, gleich nach München. Seit 1984 wird hier gefeiert, jedes Jahr zieht das Fest über eine halbe Million Besucher an.

    Und was soll man sagen: richtig tolle Stimmung! Überall Musik, Trachten, Tanz und volle Festzelte – aber insgesamt deutlich entspannter als in München. Kaum betrunkene Leichen, dafür viele fröhliche Gesichter, gute Laune und echtes Gemeinschaftsgefühl.

    Kulinarisch war’s allerdings etwas… sagen wir mal interessant. Laugenbrezel mit Schokolade und Zuckerguss – das war schon gewöhnungsbedürftig. 😅 Auch andere Leckereien hatten ihren ganz eigenen brasilianisch-deutschen Twist. Aber genau das macht’s ja spannend: deutsche Tradition mit tropischem Einschlag. Ein großartiger Tag, an dem man merkt, wie lebendig Kultur auch fern der Heimat weiterlebt.
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  • Stadt Florianópolis

    26 de outubro de 2025, Brasil ⋅ ☁️ 23 °C

    Heute waren wir früh in Florianópolis unterwegs – die Stadt war noch fast leer. Nur ein paar Sportler waren schon aktiv, denn gleichzeitig fand der Ironman Brasilien statt, plus noch eine Ruderveranstaltung am Wasser. Ansonsten: ungewohnt ruhig für so eine große Stadt.

    Wir haben die Gelegenheit genutzt, ein bisschen durch die Straßen zu schlendern und die Stadt in aller Ruhe auf uns wirken zu lassen. Ohne Verkehr, ohne Lärm – fast schon idyllisch.

    Allerdings hat uns die Realität dann schnell wieder eingeholt: Einer unserer Reifen verliert Luft. Also Planänderung – statt weiter, ging’s erstmal auf Werkstatt-Suche.

    So ist das eben auf Reisen – manchmal läuft alles glatt, manchmal gibt der Reifen den Ton an. 😅

    Nachdem wir den Reifen geflickt hatten (noch nicht perfekt, aber immerhin erledigt!), ging’s weiter nach Balneário Camboriú. Und wow – das ist mal ein Kontrast zu den letzten Tagen in der Natur.

    Balneário Camboriú liegt an der Küste von Santa Catarina und wird oft als das „Miami Brasiliens“ bezeichnet. Hohe Wolkenkratzer direkt am Meer, moderne Strandpromenaden, teure Autos und schicke Restaurants – hier zeigt sich Brasilien von seiner glamourösen Seite. Die Stadt zählt zu den beliebtesten Badeorten des Landes, besonders bei wohlhabenden Brasilianern und Touristen aus Argentinien und Uruguay.

    Ein Highlight ist die Praia Central, ein langer Sandstrand mitten in der Stadt, flankiert von Hochhäusern. Mit der Seilbahn (Teleférico) kann man außerdem auf den Morro da Aguada fahren – von dort hat man einen großartigen Blick über die Küste und den Parque Unipraias, ein kleiner Freizeitpark im Grünen.

    Wir haben das mit unserer Drohne gemacht 😀
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  • Trilha Lagoinha do Leste

    25 de outubro de 2025, Brasil ⋅ 🌬 23 °C

    Heute ging’s zuerst auf die höchste Düne im Parque Natural Municipal das Dunas da Lagoa da Conceição. Ein beeindruckendes Meer aus Sand – soweit das Auge reicht. Der Aufstieg war zwar etwas mühsam (und windig ohne Ende!), aber der Blick von oben über die Lagune und den Atlantik hat sich absolut gelohnt.

    Danach sind wir weiter in den Süden der Insel, nach Pântano do Sul. Ein kleiner, gemütlicher Ort direkt am Meer – noch etwas ruhiger als der Trubel rund um die Lagoa. Von hier startet auch eine der bekanntesten Wanderungen der Region: den Trilha Lagoinha do Leste sowie den Trilha ao Morro da Coroa.

    Die Strecke führt durch dichten Urwald, immer wieder steil bergauf - bergab - bergauf - bergab..., teilweise über Wurzeln und Felsen – also nichts für zwischendurch. Aber oben wartet der Mirante und der Gipfelblick, und der ist wirklich fantastisch: grüne Hügel, das Meer im Hintergrund und eine beeindruckende Küstenlinie.

    Anstrengend? Ja. Aber eine dieser Wanderungen, bei der man unterwegs ständig denkt: Das hat sich echt gelohnt.
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  • Florianópolis

    24 de outubro de 2025, Brasil ⋅ 🌬 22 °C

    Heute ging’s raus aus den Bergen – dort hat’s angefangen zu regnen und richtig abzukühlen – und weiter Richtung Florianópolis. Genauer gesagt, bis zur Pousada & Camping Lagoa da Conceição, auf der gleichnamigen Lagune. Schon bei der Ankunft merkt man: Hier ist alles ein bisschen lebhafter, wärmer und deutlich touristischer.

    Kein Wunder eigentlich. Florianópolis, oft einfach “Floripa” genannt, ist die Hauptstadt des Bundesstaates Santa Catarina und eine der beliebtesten Urlaubsregionen Brasiliens. Rund 1,3 Millionen Menschen leben hier – viele direkt an den Stränden. Die Stadt liegt teils auf dem Festland, größtenteils aber auf der Ilha de Santa Catarina, einer langen Insel mit über 40 Stränden, Dünen, Lagunen und kleinen Fischerdörfern.

    Die Gegend rund um die Lagoa da Conceição gilt als Herz von Floripa – hier trifft sich alles: Surfer, Backpacker, Familien und Aussteiger. Tagsüber Sonne, Sand und Wasser, abends Musik, Bars und ein bisschen Party.

    Wir haben’s gemütlich angehen lassen und uns erstmal ein Getränk in der Strandbar “Barraco Da Mole” gegönnt – mit Live-DJ und Blick aufs Meer. Ganz entspannt, genau das Richtige nach den kalten Tagen in den Bergen.
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