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Ab in die Wüste

Einmal rund um die arabische Halbinsel. Von der Türkei aus in den Oman und zurück. Read more
  • Im Trucker-Tempel

    February 11 in Jordan ⋅ 🌬 16 °C

    Nach einem kompletten Tag an und in der Grenze bleibt nicht mehr viel Tageslicht, um Strecke zu machen. Also steuern wir nach einer Stunde schnurgerader Fahrt, der untergehenden Sonne entgegen, die nächstbeste Raststätte an.
    Ein feudal anmutendes Restaurant, Zielgruppe Trucker, empfängt uns äußerst herzlich und mit wohlschmeckenden, preiswerten Speisen in breiter Auswahl. Im Hinterhof parken wir ruhig und geschützt, und eine warme Dusche gibt es morgen früh obendrein. Fernfahrerherz, was willst Du mehr? Ach ja, einen Dampfstrahler für die Fahrzeuge. Nur die Bergziege darf ihre Patina mit Würde weiter tragen. Die drei anderen müssen sich schmachvoll wässern lassen.
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  • Zettelwirtschaft am Zoll

    February 11 in Iraq ⋅ 🌬 15 °C

    Was für ein Segen das Schengen-Abkommen und der damit freie Grenzverkehr ist, zeigt sich bei jedem Länderwechsel in weniger liberalen Gefilden der Welt. Geschlagene vier Stunden dauert nun schon das Procedere, um vom Irak nach Jordanien zu kommen - und kein Ende in Sicht.

    Hier ein Stempel, da ein Zettel, hier ein Foto, da eine Fahrzeuginspektion. Nach einem halben Dutzend Stationen sind wir im Königreich angekommen, wo wir mit einem herzlichen Grüß Gott begrüßt werden von einem Beamten, der bei BMW in München gearbeitet hat. Die Welt ist erfreulich klein. Deutsch spricht hier indes sonst niemand, und auch Englisch nur höchst rudimentär.

    Nach dem x-ten Formular und einem Bodyscan sind wir zwar noch nicht formal eingereist, aber plötzlich hellwach. Jörgs Fahrzeugschein ist abgängig. Ein Suchtrupp fährt zurück zum letzten Schlagbaum, wo sich nach einigem Terz ein Grenzer an ein Papier erinnert, das aus dem Lkw geflattert war. Und siehe da: Der Schein liegt, vom Winde verweht, 20 Meter weiter im Rinnstein. Was für ein Nervenkitzel!

    Wie es nun weiter geht? Warten wir's ab. Der kleine Grenzverkehr, der inzwischen satte acht Kilometer umfasst, ist noch längst nicht zu Ende.

    Update: Fahrzeugkontrolle, next level. ALLES muss raus. Selbst das Brennholz fürs Lagerfeuer geht durch den Scanner. Und erstmals erweist es sich als hilfreich, dass ich für meine Medikamente eine Dokumentation dabei habe. Sonst wäre ich jetzt wohl in der Spur für Drogendealer.

    Update II: Nach knapp sechs Stunden knallt der Stempel in den Pass. "Tschüss", grinst der Grenzer. "Welcome to Jordan."

    Update III: Zu früh gefreut. Uns fehlen noch ein Stempel, eine Versicherung und eine Heftklammer für all die Papiere (obligatorisch). Wir nähern uns Stunde 7. Und ich mich der Gewissheit: Sollte ich bei uns jemals wieder jemanden für geschlossene Grenzen rumpöbeln hören, muss ich ihm leider die Beißleiste deformieren.

    Update IV: Eine weitere Stunde geht auf das Konto unserer Kameras und Funkgeräte. Dutzender Telefonate bedarf es, bis klar ist: Unsere Walkie-Talkies reisen in einem versiegelten Sack durchs Land. 100 Dinar / 140 Dollar Pfand gibt es bei der Ausreise wieder. Inshallah...

    Nachgedanke: Vielleicht probieren wir es beim nächsten Mal mit Fluppen als Beschleuniger, so wie die Trucker hier. Deren milde Gaben in Form von Gitannes-Stangen türmen sich ganz unverhohlen auf einem Tisch im Büro der Stempelknechte. Man hat nicht den Eindruck, dass der Prozess für die Spender dadurch verlangsamt wird...
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  • Idyllisch kann ja jeder

    February 10 in Iraq ⋅ 🌬 23 °C

    Zugegeben, es gibt deutlich hübschere Übernachtungsorte. Aber der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel, und eine echte Wahl hatten wir ohnehin nicht. Nach langem Hin und Her parken wir jetzt nach 570 Tageskilometern auf dem Zollhof des irakisch-jordanischen Grenzübergangs mit dem Bonus, morgen quasi die pole position zu haben.

    Der Plan, vor der Grenze an einem Rasthof zu übernachten, ging nicht auf - von dort wurden wir freundlich, aber bestimmt zur Grenze eskortiert (der befürchtete Komplett-Begleitschutz von Baghdad aus blieb uns erspart). Kaum das Feierabend-Seidla im zugewiesenen Park-Areal geöffnet, tauchten Menschen auf, die uns gleich wieder loshaben wollten. Also wieder das
    heitere "Zeigt her Eure Pässe zum Handy-Fotografieren"-Spiel, und dann ab hinters Hauptzollgebäude zur guten Nacht.

    Wie schon den ganzen Tag über waren alle, die mit uns zu tun hatten, sehr freundlich und umgänglich. Alles geschehe zu unserem Schutz, betonten sie. Um dann den Bruder/Schwager/Kollegen in Deutschland anzurufen, auf dass ein Iraker Deutsch mit uns spreche...
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  • Tank & Rast

    February 10 in Iraq ⋅ ☁️ 19 °C

    Wenn der Tankwart seinen weitgereisten Kunden eine Runde Cola spendiert, die er hurtig im Nachbarladen besorgt - dann weißt du, dass Du im Irak bist.

    In der Raststätte nebenan ist das Hallo nicht minder groß. Bestellt wird mangels Sprach-Kompatibilität direkt in der Küche, und am Ende bekommt dann doch jeder das gemischte Kebap-Allerlei, das wir eigentlich einmal für alle wollten... Hier fühlen wir uns allerdings zum ersten Mal ein bisschen geneppt, als wir die 200.000-Dinar-Rechnung bekommen. 20 Dollar pro Nase sind nach unseren Maßstäben nicht viel - nach irakischen schon.

    Noch ein Gruppenbild mit einer Pilger-Busreisegesellschaft, und weiter geht's auf der gut ausgebauten, sechsspurigen, durchgehend beleuchteten Autobahn gen Westen. Die Gegend ist eher eintönig. Aufgelockert wird sie durch viel Militär und Polizei. Schwer bewaffnete Soldaten langweilen sich am Straßenrand.
    Alle paar Kilometer parkt eine Patrouille mit MG, und kleine, improvisierte Posten - überdimensionalen Sandburgen gleich - säumen die Strecke. Der Frieden, so scheint es, muss hier Tag für Tag verteidigt werden. Auch Spezialeinheiten zur Terrorbekämpfung sehen wir.

    Fotografieren? Besser nicht. Eine irakische Verhörzelle ist kein sonderlich erstrebenswertes Reiseziel.
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  • Hupend durch Baghdad

    February 9 in Iraq ⋅ ☁️ 17 °C

    Warum hupen Autofahrer im Irak? Weil sie's können. Sinn und Zweck hat es selten, zumindest keinen erkennbaren. Nach stundenlangem Staustehen im Taxi grübeln wir heute Abend, warum das akustische Warnsignal so gern zur Anwendung gelangt.

    Grübeln lässt uns aber auch manch andere Erfahrung. Warum sind drei von vier als sehenswert angepriesenen Monumente in Baghdad langfristig geschlossen und dürfen noch nicht mal von Weitem fotografiert werden? Warum darf man ohne Permit zwar nicht zu Fuß in die hermetisch abgeschirmte Green Zone von Baghdad, das Regierungs- und Botschaftsviertel, aber mit dem vom Kontrollposten herbeigerufenen Taxi dann doch? Und warum interessiert sich auf einmal die Polizei mit einem Großaufgebot dafür, dass wir auf einem Restaurantparkplatz nächtigen?

    Man kann und muss nicht alles verstehen in dieser so völlig anderen, aber faszinierenden, spannenden und liebenswert chaotischen Welt. Was für ein Geschenk, einen kurzen Blick hinter die Kulissen werfen zu dürfen! Die Iraker empfangen uns Fremde äußerst herzlich, neugierig und hilfsbereit. Die Gastfreundschaft ist überwältigend. Mehrfach werden wir beschenkt und eingeladen. Ein Lächeln wird mindestens mit einem Lächeln quittiert.

    Für den Irak besteht eine Reisewarnung. Noch so ein Rätsel. In keiner Sekunde haben wir uns hier bislang mulmig oder unsicher gefühlt. Ganz im Gegenteil.
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  • Bling Bling und Verehrung

    February 9 in Iraq ⋅ ☁️ 20 °C

    Wer glaubt, bajuwarisch-barockes Bling Bling der Katholiken sei die Krönung sakraler Opulenz, der war noch nicht in Bagdhad im heiligen Al-Jawadain Schrein (Al-Kadhimiya Moschee).
    Gold und Glitter ohne Ende, orientalische Ornamentik in vollendeter Pracht, und mittendrin unter gewaltigen Lüstern ein Sarkophag, verehrt und angebetet. Ringsherum ums Gotteshaus mit seinen güldenen Türmen und Kuppeln ein fußballfeldgroßer Platz aus weißem Marmor, komplett belegt mit flauschig weichen Teppichen, auf denen Menschen beten oder ein Nickerchen halten.

    Schuhe müssen, wie im Islam üblich, draußen bleiben. Meine Kamera auch. Sie wartet im Waffenschrank eines Polizisten auf mich. Inshallah.
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  • Der Moloch des Orients

    February 8 in Iraq ⋅ ☀️ 19 °C

    Wenn etwa sieben Millionen Menschen in einer Metropole leben, dann muss dass zwangsläufig ins Chaos führen. So auch in Baghdad, Iraks Hauptstadt, einer der größten Städte Zentralasiens und die mit der zweithöchsten Luftverschmutzung der Welt.
    Stundenlang quält sich unser kleiner Konvoi Stoßstange an Stoßstange mit den fast auf Tuchfühlung fahrenden Einheimischen bis ins Zentrum, wo wir beim Restaurant Al Sultan einen nahezu idealen Stellplatz finden.

    Ein erster Erkundungsspaziergang offenbart zunächst nicht allzuviel Flair aus 1001 Nacht, dafür das übliche Kontrastprogramm eines solchen Molochs: Protz und Elend, Bau und Verfall, Hochglanz und Dreck. Vor der Kulisse eines modernen Wahrzeichens der Stadt, dem Turm der International Development Bank, wühlen am Ufer des Tigris Straßenhundewelpen in wilden Müllbergen. Luxuskarossen kämpfen mit klapprigen, ausgelaugten Taxis um jeden Zentimeter Straße. Die Rashid Street präsentiert sich erst in kubanischer Anmutung mit maroden Bauten aus der Kolonialzeit, dann als fein herausgeputztes Touristenquartier mit Kneipen, Shops und Portraitzeichnern. Was für ein faszinierendes Kontrastprogramm!
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  • Verkehrsknotenpunkt

    February 7 in Iraq ⋅ ☁️ 13 °C

    Viel Sehenswertes gibt es an der Strecke von Mossul nach Baghdad nicht zu sehen. Die Landschaft ist flach und monoton, die Strecke führt durch kilometerlange Gewerbegebiete. Zilliarden parkender Lkw säumen die Straßen. Warum, lässt uns rätseln.

    Einen tiefen Blick ins irakische Wesen bietet der Tag dann aber doch. Als plötzlich der Verkehr auf der vier- bis achtspurigen (so genau weiß das niemand, ist auch egal) Schnellstraße stockt, kommt Stimmung auf. Wilde Wendemanöver heben an, kreuz und quer geht es über den leitplankenlosen Mittelstreifen, und plötzlich ist das Konzept der Richtungsfahrbahn komplett aufgehoben.

    Auf allen Spuren geht es jetzt in tutti diretioni, Autos und Lkw blicken sich gegenseitig tief in die Scheinwerfer, und wenn die Verkeilung komplett ist, hat man ja auch noch eine Hupe. Alle suchen ihr Heil in der Flucht auf einer Art Feldweg, um am Stau vorbeizukommen. Was bestenfalls einen halben Kilometer Vorsprung bringt. Denn dann führt kein Weg mehr vorbei an der Autobahn - aber auch keiner zurück dorthin.

    Also über Stock und Stein die Böschung hoch, um eine Lücke zwischen zwei Trucks zu ergattern. Wer mangelhaft motorisiert ist, braucht Schiebehilfe. Unsere Bergziege T4 Synchro dagegen ist in ihrem Element. Ein einzelner Polizist beobachtet das Geschehen kopfschüttelnd - im Bewusstsein völliger Hilflosigkeit. Zentimeter um Zentimeter wird mühsam erkämpft, frei von Berührungsängsten. Wenn's eng wird: Bloß nicht nachgeben. Und eifrig hupen! Warum wir uns das antun als Deutsche, fragt uns ein Iraker. Das sei doch "Shit", was seine Landsleute hier aufführten. Warum, frage ich zurück. Ich find's großartig! Anarchie im Praxistest, bedingt alltagstauglich 😜

    Kaum haben wir dieses köstliche Chaos hinter uns gelassen, dräut neues Ungemach: An der x-ten Kontrollstation interessiert sich ein Polizist angelegentlich für unsere Efes-Vorräte. Bier, erst vor wenigen Stunden in Kurdistan völlig legal erworben, wird im Zentralirak nicht gern gesehen. Behalten dürfen wir es nach einigem Hin und Her doch.

    Keine 280 Kilometer haben wir heute geschafft, Baghdad ist noch fern. Aber Nacht-Fahrten sind hier die Hölle. Also endet der Tag, wie er begann: Im gleißenden Neonlicht einer Fernfahrer-Kaschemme. Nicht wirklich gemütlich, aber dafür umso authentischer - und das Essen ist superlecker.

    Zum Absacker-Efes am Parkplatz bekommen wir Besuch von Einheimischen. Völkerverständigung beim Dosenbier. Was für ein Tag!
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  • Aufgestanden in Ruinen...

    February 7 in Iraq ⋅ 🌧 12 °C

    ...heißt es heute früh, denn wir hatten den idealen Stellplatz mitten in Mosul gefunden - in einem vom Krieg böse malträtierten Quartier direkt im alten Zentrum, fünf Minuten vom Basar. Heute stand Erbil auf dem Plan, aber aufgrund von Dauerregen bleiben wir lieber im Auto und pfeifen durch gen Bagdad. Aber nicht ohne Frühstück in einem Truckstop. Und ohne diverse Passkontrollen on the road. Mit etwas Überredungskunst können wir an einer Station verhindern, dass sich unsere beiden Lkw in die Truck-Schlange einreihen müssen - das hätte sich ziehen können.
    Kontrollpunkte sind hier allgegenwärtig - im Gegensatz zu Polizeikontrollen. Die Auto- und Lkw-Fahrer sind erfrischend unkoordiniert und regelresistent unterwegs. In Verbindung mit der erheblichen Schlaglochdichte erfordert das volle Konzentration.
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  • Im Fisch-Schlaraffenland

    February 6 in Iraq ⋅ ☁️ 11 °C

    Ein Paradies für Fischliebhaber findet sich in Mossul, nicht weit vom Tigris. Über riesigen Feuerstellen werden flunderartige Plattfische gegrillt, in nicht minder voluminösen Kesseln große Stücke frittiert. Probieren wir? Natürlich probieren wir!Read more

  • Stiller Schrei einer geschundenen Stadt

    February 6 in Iraq ⋅ ☁️ 15 °C

    Fast zehn Jahre nach Kriegsende liegen große Teile Mossuls noch immer in Schutt und Asche. Ein Gang durch die gänzlich ungesicherten Gassen und durch die Ruinen ist beklemmend.

    Ornamente und Gewölbe zeugen von historischer, orientalischer Baukunst, von Einschusslöchern übersäte Wände vom Gräuel des Häuserkampfes, der in der 2014 von ISIS eroberten, 2017 befreiten Millionenstadt Zehntausende das Leben kostete. Der Wiederaufbau der noch heute zu 70 Prozent zerstörten Stadt wird trotz internationaler Hilfe noch Jahrzehnte dauern.

    Mossul, eine stille Anklage, ein stummer Schrei nach Frieden. Und die eindringliche Mahnung, Kriegstreibern und Aggressoren das Handwerk zu legen. Überall auf der Welt.
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  • Im kunterbunten Kurdistan

    February 5 in Iraq ⋅ 🌙 8 °C

    Gleich am ersten Abend hat der Irak eine XXL-Überraschung für uns parat. Denn schrill und bunt und opulent waren nicht unbedingt die Attribute, die uns für dieses Land primär in den Sinn kamen.

    Nach dem Abendessen gleich hinter der Grenze suchen wir zügig einen Standplatz für die Nacht und peilen dafür einen Aussichtsberg hoch über der Halbmillionenstadt Dohuk an, der Hauptstadt des Gouvernements Dahuk in der autonomen Region Kurdistan.

    Was wir nicht ahnen: Dieser langgezogene Berg ist ein schräges Amüsierviertel für die augenscheinlich zahlreichen Besserverdiener der Stadt. In Scharen erklimmen sie mit ihren Top-SUVs die kunterbunt illuminierte Café- und Restaurantmeile. In durchsichtigen Plastik-Iglus oder gewächshausartigen Glashütten sitzen sie, vom kühlen Winterwind geschützt, und blicken bei Speis und Trank, Wasserpfeife und Orient-Pop über das Lichtermeer von Dohuk, in dem Hochhäuser funkeln und ein Riesenrad seine Runden dreht.

    Wir können nur sprachlos staunen über diesen so gänzlich unerwarteten ersten Eindruck. Eine schöne, fremde, faszinierende Welt.
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  • Computer-Kollaps an der Grenze

    February 5 in Turkey ⋅ ☁️ 13 °C

    Eigentlich wäre der Übergang von der Türkei in den Irak recht geschmeidig zu absolvieren gewesen - alle Papiere komplett, die Zöllner gechillt und von schwach ausgeprägter Neugier - in ein, zwei Stunden wäre das erledigt gewesen.

    Am Ende waren es dann aber doch mehr als fünf, weil an der zweiten von insgesamt neun (!) zu besuchenden Stationen der Computer streikte. Und das ausdauernd. Aber Warten gehört im internationalen Grenzverkehr nun mal dazu.

    Unterhaltungswert hat das Prozedere dann aber doch phasenweise. Etwa, wenn es nach dreistündiger Geduldsprobe heißt "ziehen sie zurück auf Los und zahlen sie ihre Mautgebühr für die Türkei". Ja, gerne - aber wo? Die Kasse, ein vergitterter Verschlag ohne jeden Hinweis, findet sich erst nach ausdauernder Suche.
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  • Die Magie der Hydraulik

    February 5 in Turkey ⋅ ☁️ 8 °C

    Ein Schlagloch-Volltreffer bedeutet in Deutschland das Finale für eine Stahlfelge. Nicht so in der Türkei. "We can fix this", heißt es in der Schraubermeile von Cizre. Und unter unseren ungläubigen Blicken biegt und presst und hämmert der Meister mit kundiger Hand und hydraulischer Hilfe den zerknitterten Felgenrand wieder in Form. Zwei Chai später sind wir back on the road.Read more

  • In the mood

    February 5 in Turkey ⋅ 🌙 4 °C

    Zugegeben: Nach extrem vollgepackten Wochen bin ich eher verhalten und ziemlich erschöpft in dieses neue Abenteuer gestartet. Aber heute Abend, nach Tag 1 mit knapp 400 km "zum Warmwerden", bin ich voll im Rallye-Fieber.

    Die Strecke im Südosten der Türkei, vom Van-See zur syrischen Grenze, ist ein wahrer Traum. Soviel Abwechslung, soviel Überraschungen, soviel Unerwartetes in so kurzer Distanz - das ist es, was diese Art des Reisens zum unvergesslichen Roadmovie macht. Hier ein paar Impressionen for your viewing enjoyment.

    Auffällig: Alle paar Kilometer müssen wir Polizeikontrollen passieren. Kennzeichen werden gescannt, Pässe studiert. Big Brother Erdogan ist allgegenwärtig. Aber die Beamten sind in der Regel freundlich und zu Scherzen aufgelegt.
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  • Lunch? Geht aufs Haus!

    February 4 in Turkey ⋅ ⛅ 4 °C

    Eigentlich wollten wir nur schnell einen Chai trinken bei der Pinkelpause im Straßenwirtshaus. Aber ein Nein kommt im Wortschatz des Wirtes nicht vor. Also gib's einen Teller scharfe Makkeroni, Brot und Pepperoni zum Tee. Aufs Haus. Türkische Gastfreundschaft eben.Read more

  • Anatolischer Winterzauber

    February 4 in Turkey ⋅ ☁️ 0 °C

    Unser kleiner Ausflug Richtung Riesen-Sandkasten beginnt im Ski-Anorak. Aus Gründen. Aber seht selbst.

    Im Süden des Van-Sees pirschen wir uns der irakischen Grenze an, wo sich alle vier Teams sammeln. Bis dort die beiden Wolfgangs zusammenfinden, fahre ich mit meinem neuen Freund Fando, einem jungen Schäferhund, und Axel im Magirus. Reisen statt rasen: Das luftgekühlte Ex-Feuerwehrauto neigt mit seinen 160 PS nicht zu übertriebener Eile.Read more

  • Sprinter-Qualitäten

    February 3 in Turkey ⋅ ☁️ 1 °C

    Der Flughafen in Istanbul ist groß. Sehr groß. Zu groß, um gemessenen Schrittes einen Inlands-Anschlussflug zu erreichen, wenn man wie ich in München schon mal gleich mit einer Stunde Verspätung gestartet ist. Da heißt es dann flitzen, um als Letzter in den Flieger zu springen. "Last call for Mr. Grebenhof at Gate..." hatte ich jetzt auch noch nie. 😜
    In der tatsächlich verschneiten Provinzhauptstadt Van (kurdisch Wan, armenisch Վան Wan, urartäisch Tuschpa) folgt zum krönenden Abschluss des langen Reisetages dann eine erste Tafelrunde mit den beiden Lkw-Teams der Horizon Seekers. Der Mazda und die hoffentlich schnell mit einer neuen Wasserpumpe ausstaffierte Bergziege stoßen morgen an der Grenze zum Irak dazu. So zumindest lautet der Plan.
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  • Die Nachhut startet

    February 3 in Germany ⋅ ☁️ 0 °C

    Während die Bergziege heute schon zum zweiten Mal rumzickt und Teamkollege Wolfgang L. irgendwo mitten in der Türkei auf den Abschlepper wartet, lungere ich am Münchner Flughafen rum und harre meines Fliegers. Der wird mich, das versprechen die Fotos der Vorhut, vom Schnee in den Schnee bringen: Am Van-See ist alles weiß.Read more

  • Der Sonne entgegen

    January 26 in Germany ⋅ ☁️ 1 °C

    Eine Woche noch, dann starte auch ich gen Süden und lasse dieses weiße Zeug und die Bibbergrade hinter mir. Die Bergziege, unser treuer T4 Synchro, durfte heute schon starten und lässt sich von Wolfgang, dem anderen, gemütlich in die Türkei führen, wo ich dann in Kürze zur Karawane stoßen werde. Bis dahin wünsche ich allen Teams gute Fahrt!Read more

    Trip start
    February 3, 2026