Sidi Wassay سيدي وساي
Feb 28–Mar 1 in Morocco ⋅ ☀️ 19 °C
Souss Massa - National Park
Feb 27–28 in Morocco ⋅ ☀️ 21 °C
Basketball in Oulad Noumer
February 27 in Morocco ⋅ ☀️ 27 °C
Auf dem Weg in den Souss Massa Nationalpark fahre ich zufällig in Oulad Noumer und dem Baskteballplatz vorbei. Endlich bespiele ich einen marokkanischen Platz, bis die Jugend kommt, um diesen für Fußball für sich zu beanspruchen, aber seht doch selbst!Read more
Höhlenhäuser von Aglou
Feb 26–27 in Morocco ⋅ ☁️ 20 °C
Von Tiznit geht es weiter an die Küste von Aglou, um dort direkt offroad parallel zur Küste Richtung „Nationalpark Souss Massa“ zu fahren.
Doch wie schon von Wilhelm Busch gesagt -> Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.
Ich fahre die rechts abknickende Straße vorbei am Restaurant „Grillades de pêcheur“ auf die Offraodstraße, die mit dem Chälli sehr gut befahrbar ist. Das erste Bild entsteht am „Bourmel فم الشعبة“, einer natürlichen Felsformation, wo ich den Chälli abstelle, um eine Runde zu gehen. Ich sehe die Paragleiter in der Entfernung und die ersten Höhlen- bzw. Felshäuser, was sehr beeindruckend ist.
Anschließend fahre ich weiter Richtung Timzilt, was ich jedoch wegen Dünen auf der Straße oder aus Sand bestehenden Straßen, da bin ich mir nicht so sicher, mit dem Chälli vergessen kann. Noch bevor ich mich festfahre drehe ich um und fahre bis zu einem der Parkplätze am Anfang der Offroad-Straße, die auch hier als Standort markiert ist. *
Mit offener Tür liege ich im Auto, als es anfängt zu stürmen. Noch ehe ich mich versehe, bläst es eine enorme Menge roten Sand in den Wagen. Ich schließe die Tür, doch es ist schon zu spät. Der gesamte Innenraum ist dermaßen mit rotem Sand voll, dass es schwer fällt zu atmen.
Im Dunkeln lasse ich alles wie es ist, nur die kleine süße Hundedame bekommt noch die Reste von der Hühnersuppe.
Der Sand peitscht gegen den Chälli! Irgendwann schlafe ich ein und habe eine gute Nacht.
Morgens komme ich ganz langsam in die Puschen. *
Ich gehe mit einer Flasche Wasser bewaffnet zu den alten Höhlen- bzw. Fischerhäusern, dass weiß ja niemand so genau.
Ich finde diese sehr beeindruckend. Unterschiedlichste Gebäude in meist sehr desolatem Zustand, viel auch zerstört durch das schlimme Erdbeben am 08. September 2023.
Ich komme an ein Haus, dass mit verhältnismäßig guten Fenstern ausgestattet ist. Hinter einem großem Fenster sitzt ein Mann, der sofort Kontakt mit mir aufnimmt und mit signalisiert, dass er nach draußen kommt. Im Autopiloten bewege ich mich zum Tor und es erscheint Houcine. Ein schlanker typisch marokkanisch aussehender Mann mit einer Cappy. Typisch herzlich begrüßt er mich und läd mich ein, sein Haus zu betreten und selbstverständlich folgt prompt die Einladung auf einen Tee. Er erkundigt sich, ob der Süßung okay ist und ja, dass ist sie.
Es stellt sich heraus, das Houcine nur französisch spricht und ich ka nur deutsch oder englisch, also bedienen wir uns des google translaters, der mal gut, mal schlecht und mal gar nicht funktioniert.
Es kommt dennoch ein sehr interessanter Austausch über 1 1/2 Stunden zustande. Ich erfahre, dass Houcine eigentlich in Frankreich unweit vom Disney Land wohnt und nur zeitweise hier ist. Das Land konnte er einfach so besetzen und das Haus hat er selber renoviert. Es ist nicht ganz sicher, wie lange das hier alles so bleibt, weil das Land der Marine gehört und die das jederzeit „platt machen“ können.
Es gibt noch einen Tee und Houcine fragt mich nach Internet, was ich ihm prompt als Hotspot zur Verfügung stelle. Dann gibt es erst einmal noch einen Tee und einen Besuch auf seiner Dachterrasse, von der man die beste Aussicht hat.
Wir plaudern weiter über die kommende Fußball WM, die laufenden Baumaßnahmen in Marokko und was mir bisher am besten gefallen hat.
Es ist ein herzlicher Abschied mit Erinnerungsfoto zum Ende hin und ich verlasse das Haus Richtung Süden.
Es geht die Dünen hinauf und ein kleiner Welpe läuft mir in die Arme. Zu ihm gesellen sich schnell 3 weitere Welpen und die Mutter der Rasselbande. Es kommt zur großen Schmusestunde. Nach 15 Minuten, unzähligen Fotos und Videos, reiße ich mich los und gehe weiter.
Die nicht enden wollenden Häuser sind sehr interessant. Am Hafen angekommen (Petit Port d'aglou village de pêcheurs), mache ich kehrt, treffe einen Marokkaner mit der Nummer 13 auf seinem Trikot und eine extrem verschmuste Katze. Sie maunzt bereits aus der Ferne von einem Dach herunter und ich locke sie mit einem „komm, komm“, dem sie direkt Folge leistet!
Aber seht doch selbst!Read more

Traveler
Ach Du liebes Lottchen, Ingo 💩🤔🙈 Da hat der Sturm Dir echt die Hütte versandet 😬🏕️ Wir hatten zum Glück die Türen und Fenster dicht, als es los ging ☘️ Grobreinigung mit Schlauch, Rüffel vom CP, dann an Tankstelle für 40 DH waschen lassen 🚿 Viel Vergnügen beim Putzen 🙄💕

TravelerJa, danke. Fertig bin ich noch immer nicht, aber natürlich schon viel besser. Es kommt hier und da noch roter Sand zum Vorschrin, haha! 😂 40 DH für die Außenreinigung ist aber ein guter Preis 😎
Plage TALAT BOUAZZA SAHEL شاطئ تلات بوعز
Feb 22–23 in Morocco ⋅ ☀️ 24 °C
Auf dem Weg nach Tiznit sehe von von der P1905 irgendein Schild, was mich links reinfahren lässt. Zum Glück!
Unten angekommen fahre ich am Restaurant rechts und noch 2 Ebenen tiefer und stehe einfach direkt am Strand und am Wasser. In 100m eine riesige Düne. Ein Glücksgriff!
Horst, mein Nachbar aus Gießen ebenfalls.
Hier bleibe ich! Ein Dünenspaziergang, bei dem ich mir fast die Füße verbrenne, 3 Stunden Nacktbaden in der Sonne und ich gehe 5x ins Wasser. Das hat‘s ja noch nie gegeben innerhalb der 4 Wochen in Marokko!
Auf dem Rückweg sehe ich Marokkaner mit dem Surfboard die Düne runterbeteten und ich mache ein Video und schicke es ihnen über WhatsApp.
Am Ende möchte ich in eines der angrenzenden Restaurants, bin dann aber zu müde und es gibt Kartoffeln mit Thunfisch, aber seht doch selbst!Read more
Plage Imin Turga
February 22 in Morocco ⋅ 🌙 19 °C
Mega! 🫶❤️💫
Historische Festung von Mirleft
February 22 in Morocco ⋅ ☀️ 22 °C
Wie könnte es auch anders sein, als dass mich ein Geocache (GC7TRZ5 ) hierher geführt hätte.
Nur leider war dieser nicht auffindbar! Tja, soll‘s geben! Dann eben die Aussicht genießen, jede Menge Fotos machen und schon einmal auskundschaften, was sich noch so zu besuchen lohnt, aber seht doch selbst!Read more
Plage Ftaysa Rkount شاطئ فتيسة
Feb 21–22 in Morocco ⋅ ☀️ 24 °C
Eigentlich auf dem Weg nach Tiznit, werde ich von einen schweren Busunfall gestoppt.
Nachdem ich mir die Lage ansehe, entscheide ich umzukehren und den nächst möglichen Strand, den Strand Ftaysa Rkount anzusteuern.
Dort komme ich an und es sind bereits 1 Van und ein WoMo anwesend. Ich begrüße die chilliger jungen Leute, Ali und 2 Frauen.
„Ich gehe erst mal baden und oben ist alles gesperrt wegen einem Busunglück,“, sage ich zu ihm und gehe mit einem Handtuch und einer Wasserflasche Richtung Südende des Strandes. Dort sitzen noch ein weiteres Pärchen, die ganz zerzottelt, sexy aussehen und ich grüße erst sie mit einer Armbewegung und dann ihn.
Am Ende befinden sich einiges Felsen zwischen denen ich mich gut verstecken und etwas FKK betreiben kann. Einige neue Strandschätze kann ich nach ein paar Minuten suchen mein Eigen nennen. Schnell werden diese zuerst in das Handtuch und dann auf eine Felsen gepackt, da ich auf dem Tuch ein kleines Nickerchen machen möchte. Gesagt, getan!
Als ich wach werde, befinden sich doch die ein oder anderen älteren Herrschaften, von dem nicht weit entfernten Campingplatz, am Strand. Also ziehe ich mir meine Hose an und entscheide zurück zum Camper zu gehen. Dort ziehe ich mir eben nur festes Schuhwerk und ein Tanktop an, und gehe zum Camping Erkounte Park Mirleft gehen kann, um mir diesen anzuschauen und eventuell im platzeigenen Supermarkt ein bisschen etwas einzukaufen. Als ich dort ankomme und durch die untere Türe eintreten und einmal quer über den Campingplatz laufe, werde ich jedoch forsch von einem jungen Mann abgefangen und des Platzes verwiesen, da es sich hier um Privatgelände handelt. Aha! Nun gut. 🤣🤣
Außen herum gehe ich zum kleinen Fischerhafen herunter und von dort über Strand und Cliff zurück zum Chälli. Als ich dort jedoch ankomme, sehe ich aus der Ferne Leute, darunter einen Polizisten, also gehe ich noch schön weiter bis zur „Cave of the original youth مغارة علي بواعمر cave ali bouamor“ und sitze dort auf der kleine Platzform, die einfach perfekt für einen Sonnenuntergang ist.
Von dort sehe ich ersten einen, dann den zweiten Camper und dann den Wagen mit dem Polizisten wegfahren.
„Zeit zurückzugehen!“, denke ich mir und latsche über den zugemüllten Strand retour.
Beim Chälli angekommen zeigt sich ein derart geiles Bild zum Sonnenuntergang, dass ich beschließe die Yogamatte auszupacken und vor dem Wagen auf der Betonmauer, die genau die richtige Breite hat meinen Sport zu machen. Allzu viel Energie ist bei dem heutigen aktiven Tag jedoch nicht mehr übrig, aber für eine gute halbe Stunde reicht es noch.
Urplötzlich höre ich Schafsgeräusche und es kommen aus der Ferne gleich 2 Herden angewackelt. Durch die Lichtverhältnisse sind die Bilder der ersten Herde am Strand einmalig, aber seht doch selbst!Read more
Strand von Legzira
Feb 20–21 in Morocco ⋅ ☀️ 16 °C
Nach meiner letzten ruhigen Nacht auf der anderen Seite von Sidi Ifni, mache ich mich auf in Richtung Cache Nr. GC6AJ07. Ein Earthcache! Es soll eine Art Bogen am Strand von Legzira sein. Ganz ehrlich gesagt erwarte ich nicht viel, da es solche Naturspektakel zu Hauf in Portugal gibt, die wunderschön sind, aber scheuen wir mal.
Von der R104 sehe ich sehr gut, dass bereits einige Camper auf einem Cliff stehen, das direkt vor Legzira liegt. Die Abfahrt ist sehr gut machbar und ich stelle den Chälli quer mit der Tür zum Strand, hier ist ja genügend Platz. Ausnahmsweise kommt kein Marokkaner und fragt nach Dirham. 🤣🤣
Ich esse noch eine Pfanne Reis mit Hack und packe mir den Rucksack mit Badehose, Hand- und Strandtuch. Apple Watch auf Wandern und los geht‘s!
Irgendwo hatte ich schon etwas von mörderischen Abstiegen gelegen, aber ich glaube, dass sich das auf eine Treppe in Legzira bezog. Ich wähle mit Blick auf’s Meer den Abstieg links, der direkt über dem „Nomadic Beach Camp“ liegt. Der Abstieg hat es nämlich in sich. Es sieht es gar nicht so wild aus, aber nach ein paar Metern wird mir klar, dass die Kombination aus sandigem Boden und Kieselsteinen obendrauf eine halsbrecherische Kombination ist. 1x geht mit der untere Fuß weg, was ich Gott sei Dank abfedern kann, sonst geht es nämlich schnurstracks nach unten! Ich bewege mich überaus vorsichtig, da ich weiß, wenn du hier 1x rutschst war‘s das! Gut, dass ich mir meine Vans angezogen habe, für den maximalen Grip, ich hatte nämlich erst die Adiletten überlegt! 🤣
Nun noch eine kleine Klettereinlage und ich bin unten am Strand.
Ob die Familie mit dem Kind, die den gleichen Weg nimmt, weiß, worauf sie sich einlassen? Ich versuche ihnen von unten noch Zeichen zu geben, dass sie den Weg NICHT nehmen sollen, aber ich kann auch gar nicht hinsehen und gehe Richtung Bögen!
Die typisch marokkanisch diffusen Lichtverhältnisse lassen die Bögen in einem ganz besonderen Glanz erstrahlen, schön. Ich freue mich! 🤩
Es entstehen ein paar Bilder und ich durchschreite den Bogen, setzte mich auf der anderen Seite in die Sonne und widme mich dem Listing des Caches. Es gibt 4 Fragen zu beantworten. Easy peasy!
Nun ist mal eine Sonnen-Chill-Pause in der herrlichen Kulisse angesagt und ich lege mich mit nacktem Oberkörper auf die Pepples. Obwohl ich ja vorher schon rund 15 Minuten da saß, kommt nach 1 Minute eine Welle und ich liege komplett im Wasser! 🤣🤣 -> das mir das nach all den Jahren am Meer doch nochmals passiert?! 🤣🤣
Es zeigt mir in jedem Fall 1x mehr, dass ich der See hier nicht vertrauen kann, passt für mich aber auch irgendwie, haha! 😜
Nur meiner Blitzschnellen Reaktion ist es zu verdanken, dass nur meine kurze Hose auf der Rückseite und die Boxershorts darunter komplett nass sind. Na gut und den Rucksack, der neben mir lag hat es auch voll erwischt und darin befinden sie mein T-Shirt, Hand- und Strandtuch, Geldbörse und Schlüssel. Gut, dass der Schlüssel und die Camel Ledergeldbörse im vorderen Fach und etwas mehr geschützt waren.
Ich springe auf, realisiere, was genau passiert ist und muss selber lachen! Vor allem weil das Wasser 2 Typen, die 100m rechts von mir sitzen einfach ausgespart hat, aber that‘s life 😁
Es ist das erste Mal die letzten 3 Jahre und 1x hatte ich die Schuhe nass, da kann man sich eh nicht beschweren, bei dem, was ich am Meer rumspringe. 😏
Ich nehmendes mit Humor, obwohl die vollgesogene schwere Levi’s Short mit klitschnasser Boxer darunter nicht gerade angenehm ist. Ab nun, aber jetzt immer schön mit dem Arsch zur Sonne, haha 😂
Nach und nach verlassen die Menschen „die Sonnenseite“, nur noch ein Markkaner in einer wirklich wunderschönen grünen Seidendjellaba ist da, aber auch er bewegt sich langsam zurück durch den Bogen. Dann, wie aus dem Nichts, taucht noch ein rauchender Typ auf und auch er bewegt sich durch den Bogen. „Das ist für mich der Zeitpunkt für ein passendes Endfoto!“, denke ich mir und positioniere erst das iPhone vor dem Rucksack und dann mich vor dem Bogen. Das Titelfoto des Footprints entsteht! 🫶❤️
Nun durchschreite auch ich den Bogen und schaue nochmals genau das Sandgestein an, da ich verstehen möchte, ob es sich um roten Pelit, Sandstein selbst oder Konglomerate handelt oder eventuell eine Mischung. So oder so ist das Hämatit, was hier im Kitt enthalten ist, die Quarzkörner verschweißt und dem Gestein seine rote Farbe verleiht. Das lässt wiederum darauf hindeuten, dass die Landschaft hier so vor 100-150 Millionen Jahren so entstanden ist.
Und der Granit?
Besonders an der Nordspitze des Strandes fällt auf, dass der Sandstein auf einem Granitsockel ruht.
Hier klafft eine gewaltige zeitliche Lücke, denn der Aufschluss stammt aus dem Präkambrium. Das Prakambrium blickt auf eine über vier Milliarden Jahre lange Geschichte zurück, in der das Leben auf der Erde entstand und die ersten Elemente der afrikanischen Kontinentalkruste gebildet wurden!
Der Strand von Legzira ist ein Beispiel für eine sogenannte „Boutonnière" (Knopfloch): eine durch Erosion entstandene Vertiefung, die den Zugang zu alten geologischen Schichten ermöglicht. Das erste Mal in meinem Leben befinde ich mich an einer solchen Stelle auf unserer Mutter Erde 🌍 😳😁🫶❤️💫✊💪👏
Als ich das begreifen erlangt der Ort seine Magie 💫
Demütig gehe ich weiter, passiere einige Leute, mache noch Fotos von der anderen Seite und ziehe meines Weges den Strand entlang. Ich passiere das Camp, ein altes Steinhaus, die Surffschule und dann zieht sich hinter der nächsten Ecke vom Cliff der untere Restaurant- und Touriteil von Lezira. Völlig in meinem Zen schaue ich umher und gucke auf eine Speisetafel, was gleich jemand zum Anlass nimmt und angeglotzt kommt, um mir Essen schmackhaft zu machen. Ich winke ab, da ich völlig woanders bin.
Aus der Ferne entdecke ich einen attraktives Hinterteil, was zu einer Frau gehört, die sich dort mit ihrem glatzköpfigen Mann ein Sonnenbad gönnt. Ich gehe nichts achtend vorbei und finde ein paar Meter weiter eine warme Stelle im Sand, wo ich das Strandtuch und meine restlichen Sachen in der Sonne ausbreiten und mich nur in der Boxershorts bekleidet in die Sonne fläze. Ehe ich mich versehe knacke ich ein und wache 30 Minuten später wieder auf, nur, um völlig neben der Spur zu sein. „Nun gut!“, denke ich mir, sehe Leute und dieses Pärchen im Restaurant sitzen, sehe meinen knallroten Schädel in der Reflexion meines Handys, ziehe mich an und packe meinen Kram zusammen.
Ziemlich schlafbenommen wackele ich vorbei an dem Restaurant einige Treppen hinauf, die meinen Körper fordern. Ich schaue auf das Handy, in welche Richtung der Cache Nr. GC7MYC8. Auf dem Weg dahin entdecke ich auch endlich die mörderische Treppe, von der ich schon irgendwo gelesen hatte. 🤣👌*
Auch diese steige ich noch leicht widerwillig auf, bis mich oben eine süße, kleine und gestreifte Katze erwartet. Sie ist zutraulich und schmust gerne mit mir. Unter einem Mauz mauz passiere ich das Eisentor in den Innenbereich des „was auch immer es mal war oder ist“, das weiß man ja hier in Marokko teilweise nicht so genau. Wird es noch benutzt oder ist es schon ein LP (Lost Place). 🤣
Es geht nach rechts, vorbei an der Kaschemmen auf den Parkplatz, der wohl ein Campingplatz sein soll, wie ich später auf Google Maps finde 🤣🤣
Ich inspizieren die typischen Ecken etc., irgendwo muss der scheiß Cache ja sein! Dann steht urplötzlich ein junger Schäferhund neben mir, der wohl auch unbedingt gekuschelt werden möchte. Gesagt, getan!
Nun werde ich doch mal besser ein Blick auf das Handy, anhand dessen ich erkenne, dass der Cache wohl draußen an irgendeiner Steinkonstruktion zu finden ist. Ich gehe wieder zurück, passiere wieder die Katze, die sich aufgrund des Schäferhundes wie ein Transformer in etwas größeres mit Buckel zu verwandeln scheint, links um die Ecke an der Wand entlang bis zu einem Wasserhäuschen. Ich gucke in ein Loch hier und ziehe ein Tuch aus einem Loch da, dann finde ich den Cache. Für das Beweisfoto gehe ich auf die Ecke vor, von der man wunderbar auf den Strand herunterblicken kann. Ich nehme meine typische Cache-Sieger-Beweisfoto-Pose ein und lass die Kamera vom IPhone auslösen. Die schwarze kleine Dose ist schnell wieder in der Wand verstaut und ich gehe zurück zur Treppe. Dort schaue ich noch einmal von der anderen Seite hinunter zum Strand und will m dann die Treppe nach unten nehmen, als mir drei junge Frauen den Weg versperren. Ich sage freundlich hi und zwei von drei grummeln sich irgendwas aus ihren nicht vorhandenen Bärten zurück. Runter ist die strebe aber nun wirklich mit Vorsicht zu genießen, da sie doch sehr zerstört ist.
Unten angekommen gehe ich zurück zum Parkplatz, passiere den Wächter, den ich mit Salam Aleikum grüße und der seltsame arabische Musik hört, die ich so noch nie wahrgenommen habe. Ein Stück weiter rauf geht es nach rechts durch die scheinbar im Bau befindliche neue Straße und weiter rechts den Abhang herauf und so komme ich wieder auf das Plateau mit den Campern.
Dort mache ich mir erst mal vom Hunger geplagt ein paar schöne Bratkartoffeln marokkanischen Gewürzen und Gouda Käse in der gusseisernen Pfanne und dazu Oliven mit Kapern.
Danach beschließe ich, es den Rest des Tages ruhig anzugehen, da ich etwas Kopfschmerzen habe und zudem leicht geschafft bin. Ich lege mir die Yogamatte vor dem Chälli, mit dem großen Kissen an den Hinterreifen gelehnt und chille einfach mein Leben. So geht der Tag zu Ende, aber seht doch selbst!Read more
Tag 2 : Sidi Ifni سيدي إيفني
Feb 19–20 in Morocco ⋅ ⛅ 14 °C
Dies
Das
Ananas
Tag 1 : Sidi Ifni سيدي إيفني
Feb 18–19 in Morocco ⋅ ⛅ 18 °C
Ich komme an und parke an der Straße zu den 3 Campingplätzen, die ich mir auch allesamt anschaue.
Anschließend gehe ich für eine Runde in die Stadt, aber seht doch selbst!
Badestelle in Arbâa Mesti أربعاء مستي
February 18 in Morocco ⋅ ⛅ 22 °C
Die Fahrt von Guelmim nach Sidi Ifni ist ein Traum. Das ist definitiv das grünste und schönste Marokko, dass ich bisher gesehen habe! 🫶❤️💫
Bei der Anfahrt auf Arbâa Mesti sehe ich zu meiner Linken einen See und eine Bande Jugendlicher, die dort ihren Badespaß hat. Das bedeutet, dass ich da auch kurz reinhüpfen kann. Den Chälli fahre ich durch das Dorf und dann links über einen Acker, wo ich am Ende schon auf die Trockene Rückseite des Staudamms schaue. Also wieder ein Stück zurück und in der Mitte des Dorfes nochmals einbiegen. In die Straße hatte ich eh schon verdächtig reingeschaut und das erste Bauchgefühl ist ja bekanntlich…ja, ja! 🤣🤣
Ich stelle den Chälli neben einem Wohnhaus ab, packe die Badehose, esse schnell nochmals Putenhack auf Sesambaguette und Zwiebeln und los geht‘s!
Es geht vorbei an an ein paar Schafen, die net schmusen wollen. Eine Offroadstraße führt bergab zum See, der nicht gerade sauber aussieht. Ein paar Meter weiter geht es aber und ich sehe schon die Jugendlichen in ca. 100m Entfernung, hinter einem Busch. Sie machen Blödsinn!
Ich wechsele mir die Klamotten, ziehe die Badehose an und springe rein, geil! 🤩
Das vermisse ich ja aus der Zeit in Griechenland oder Portugal, schön warm und eben auch überall Bademöglichkeiten.
Als ich aus dem Wasser komme sind ein Junge und eine Mädchen quasi direkt neben mir und ich begrüße sie freundlich, was sie erwidern. Auf dem Weg wieder nach oben, treffe ich noch eine Mutti mit ihrer süßen kleinen Tochter. Auch die sind beide sehr nett. 🫶❤️💫
Oben angekommen, mache ich noch einen kleinen Abstecher auf den Damm, um den Ausblick zu checken und eventuell ein Foto zu machen.
Dann sehe ich die 2 Dromedare samt dem Jungen. „Die muss ich unbedingt noch aus der Nähe betrachten.“, denke ich mir und gehe vom Damm etwas leicht bergab, um zu den Tieren zu gelangen. Auch hier grüßt mich ein Mann mit seinem Sohn überaus freundlich. Sie sind einfach fast alle so herzlich! 🫶❤️💫
Bei den Dromedare angekommen, nähere ich mich nur noch sehr vorsichtig, da ich nicht weiß wie so ein Muttertier mit Jungem reagiert und außerdem ist so ein ausgewachsenes Tier schon ganz schön groß, also um einiges größer wie ein Pferd zumindest. Weibliche Tiere wiegen 300-540 Kg und haben eine Widerristhöhe von 170-190 cm und da kommt ja noch der Höcker und der lange Hals mit Kopf dazu!
Das eine Muttertier auf der Ebene über mir kommt zu mir runter und es wird mir leicht anders, bei dem großen wackeligen Tier, was so nah kommt. Ich gehe lieber zwei Schritte zurück! Irgendwie schaukelt das Tier an mir vorbei, stellt sich neben mich und frisst da weiter. Ich gehe vorsichtig näher und reiche meine Hand hin, da ich es schnuppern lassen möchte, was auch funktioniert. Es schnauft ganz schön und dabei kommt auch ein guter Schwall Geruch von dem Tier zu mir rüber, Marke Iltis. Ich stehe einfach nur so weiter da und mein Blick schweift immer zwischen den beiden 2er Gruppen.
Eine Mutter mit ihren 2 Kindern bleibt lieber etwas in der Entfernung und schaut.
Ganz oben steht ein älterer Mann, dem ich zuwinke. Er winkt zurück und bewegt sich langsam nach unten. Er scheint schon etwas älter, mit einer krassen Lederhaut und unfassbar vorstehenden Unterzähnen, aber irgendwie sehr hübsch und authentisch. Er kommt zu mir hin und spricht mich mit arabisch an. Mit dem Handy übersetze ich etwas und er nimmt einen Stock auf, geht zu dem Tier mit dem ganz jungen und beginnt es mit dem Stock zu hauen. Das Tier macht tief brummende und schnaufende Geräusche und man merkt richtig, wie der Opa das Muttertier nervt. Ich überlege noch und hoffe nicht, dass der Opa die jetzt zu mir hintreiben möchte, da ich ihm gesagt habe, dass ich noch nie so ein Tier in der freien Wildbahn erlebt habe. Die Mutter beschützt sichtbar ihr kleines, aber der Opa schiebt das Kleine in meine Richtung, was bedingt funktioniert. Das Kleine fängt auch an zu quieken, weil es eigentlich nicht möchte.
Da der clevere Opa eine Schale mit Körnern zum Fressen mitgebracht hat, kann er das Muttertier damit locken.
„Das ist auch viel besser als schlagen!“, denke ich mir!
Es mampft genüsslich die Körner, während das Kleine versucht, irgendetwas aus den Zitzen der Mutter zu saugen. Der Opa kommt stellt sich neben mich und erzählt fröhlich auf arabisch und ich verstehe kein Wort! 🤣🤣
Was ich übersetzten kann, heißt soviel wie:“ Was willst du?“ und ich sage ihm, dsss ich nur hier stehe, um die Tiere zu beobachten. Ich hab das Gefühl, er möchte nicht, dass ich hier bin, doch er signalisiert mir, dass er mit mir einen Tee trinken möchte, was ich dankend ablehne. Ich sage ihm, dass ich noch nach Sidi Ifni weiterfahren möchte. Gesagt, getan.
Aber seht doch selbst!Read more
El Aaiún العيون
February 17 in Morocco ⋅ ☀️ 27 °C
Die Fahrt von El Marsa nach El Aiún passiert zügig und unproblematisch. Interessiert genieße ich die sandige Landschaft samt der Dünen, die an mir vorbeiziehen.
In El Aaiún angekommen, passiere ich erst einmal eine freundliche Polizeikontrolle am imposanten Eingang der Stadt und werde von einem riesigen Heuschreckenschwarm heimgesucht! 😇🤣
Es geht die Straße entlang, rechts rein, vorbei an dem wunderschönen Kongresspalast und dem gegenüberliegenden Mechouar-Platz, wie ich nach einer Recherche herausfinde. Auf Googlemaps ist der atemberaubende Platz nur auf arabisch zu finden.
Direkt rechts und wieder rechts, finde ich, zumindest für den Chälli, den auserkorenen park4night Parkplatz, welcher hier im
Footprint auch den Standort markiert. Er befindet sich direkt neben einer Waschanlage und irgendeinem Gebäude, in dem Frauen ein- und ausgehen.
Ich packe mein Wasser und gehe Richtung „Place Oum Saad“.
Da es hier keinerlei Caches oder Adventure Lab’s gibt, bediene ich mich der Googlemaps „Sehenswürdigkeiten“ und lasse mich frei und fröhlich treiben.
Auf dem herrlichen Platz angekommen, kreuzt sich mein Weg mit einer wunderschönen Sahrawiya, (eine sahrauische Frau) was so viel wie „Bewohnerin der Wüste“ bedeutet. Ich begrüße sie mit „Salam aleikum“, was soviel wie „Friede sei mit dir“ heißt und was ich mit einem gleichzeitigen Klopfen auf mein Herz unterstütze. Das entlockt ihr ein verschwitztes Lächeln, was mich etwas verzaubert.
Diese Standardbegrüßung hat ja bereits in Marokko gut funktioniert und hier in der Westsahara 🇪🇭 natürlich auch. Ebenso klappt sie bei der männlichen Zunft und sorgt auch bei denen für ein ehrliches und offenes Lächeln. Ich mag das einfach! Da hat man gleich einen ganz anderen Start mit den Leuten. 🫶❤️💫
Mit den Männern kommt man dadurch auch ins Gespräch, die Frauen sind viel zu schüchtern und ich auch. 😁
Grundsätzlich fällt mir in El Aaiùn auf, dass es vergleichsweise schick ist. Schöne Plätze, schöne Parks und auch schöne Menschen, die gefühlt mehr aus sich machen oder vielleicht auch machen können, wie ich aus Marokko gewohnt bin.
Ich sehe sogar, und das ist das erste Mal, seid ich in Afrika bin, ein Pärchen, welches Körperkontskt in der Öffentlichkeit hat. Er gibt ihr mehr oder weniger eine zärtliche Massage und das in einer öffentlich Parkanlage. Das bringt mich zu dem Schluss, dass es hier freier und offener zugeht, als in Marokko, aber das kann natürlich auch täuschen…
So! Weiter geht es vorbei an einer Art Kulturzentrum und 1x um das „Lycée hassan II“, was mich in den „Place El Ouahda“ oder „Mohammed-Benkiran-Platz“ bringt, da sind sich Google und das Schild Vorort nicht einig.
Immer wieder begrüßen mich Leute sehr freundlich und reagieren auch auf meine Kontaktaufnahmen sehr sehr positiv und alle scheinen hier so glücklich! Ja, das ist es! Ich liebe es! 😏❤️
Ich latsche irgendwo kreuz und quer durch die Stadt und lande wieder am Mechouar-Platz, wo ich diese wunderschöne Katze treffe. Solche Augen habe ich noch nie gesehen. 😍
Dann geht es zurück zur Waschanlage, in der sie mir doch 100 DH für das Waschen vom Chälli abknöpfen wollen, aber nicht mit mir! Haha! 😂
Ich handele ihn auf 50 DH runter und verpisse mich, nachdem ich 50 Minuten mit Einheimischen gequatscht und der gute Mohammed sich noch immer nicht in meinem Wagen kümmern will.
Der letzte Weg führt mich in den Marjane Supermarkt, den ich bereits aus Guelmim schätzen gelernt habe. Es ist teurer als auf den Märkten, aber ich werde 1. nicht verarscht und 2. geht mir keine Pimmelgesicht auf den Sack, das ist auch schon mal viel wert. Ich kaufe 1 Kg Putengehacktges und allerlei anderes sinnvolles Zeug, zahle und räume alles in den Chälli. Dort ziehe ich mir vom Hunger geplagt erst einmal 250g auf mit Butter gespicktem Sesambaguette rein, immerhin war die Tage Weltmetttag, das muss ja freilich nachgeholt werden.
Beim Verlassen des Geländes bemerke ich, dass es hier ein richtige Small gibt, sogar mit eine originalen Adidasstore, unglaublich. 🤯🤣😜
Bevor ich die Stadt verlasse geht es nochmals zur Shell Tankstelle, wo ich 64,39L für den Chälli zapfen lasse (ja, es gehen 65L rein) und ich dafür 49€ bezahle. Das ist Rekord auf 50.000 km mit dem Challenger und dazu applaudiere ich Ahmed an der Zapfsäule! ⛽️👏
Ich düse von dannen und mache kehrt, nachdem ich in die falsche Richtung weggefahren bin. Wer kennt es auch nicht! Du stehst irgendwo und erkennst nicht in welche Richtung dich das Navi senden will und du wählst nach dem 50/50 Joker die falsche Antwort! 🤣
Dafür entschädigt der grandiose Sonnenuntergang, den ich bei der Offroad-Umfahrung durch einen nicht fertiggestellten Stausee auf die Autobahn erleben darf. Die mir, nebenbei bemerkt, abermals ein lustig netter Marokkaner auf einem einspurigen Fahrzeug weist. Sicher zum 5. Mal in den 4 Wochen, aber seht doch selbst!Read more
Nagjir Beach - LP Schiff
Feb 16–17 in Morocco ⋅ 🌬 20 °C
Bereits Abends komme ich bei dem von mir auserkorenen Schiffswrack zwischen Foum el-Oued und El Marsa an auf dem brandneuer Parkplatz an.
Trotz der bereits eingebrochenen Dämmerung, möchte ich noch einen Blick erhaschen und gehe dazu auf die ebenfalls neue Promenade links hinunter, bis sich das Schiff direkt vor mir am Strand zeigt. Außer ein paar Hunden begegne ich nichts und niemanden.
„Ziel erfüllt!“, denke ich mir, gehe zurück zum Chälli und entscheide mein Abendessen vorzubereiten (rote Linsen mit den neuen marokkanischen Gewürzen und frischen Knobi). Nach circa einer Minute klopft es an der Tür und ein attraktiver junger Marokkaner in Militäruniform samt Gewehr steht vor mir und begrüßt mich äußerst herzlich. Er fragt nach meinem Pass und wo meine Frau ist. Auf die Antwort hin, dass es keine Frau gibt, scheint er zuerst leicht irritiert und fragt dann umgehend, ob er ein Bild von meinem Auto machen dürfte, was ich bejahe. Auf der einen Seite sind für uns Mitteleuropäer diese Vorgehensweisen natürlich fragwürdig, auf der anderen Seite fühlt man sich sehr sicher und gut aufgehoben.
Der Armytyp verschwindet ohne ein Wort in die Nacht. 🤷♂️🤣
Nun muss der Topf rote Linsen meinem großen Hunger zum Opfer fallen, denn tagsüber war meine Essensausbeute eher merklich. Dank primär dem Cumin vom Markt in Guelmim, den mir Gitti empfohlen hatte, schmecken die Linsen hervorragend.
Cumin ist auch als Kreuzkümmel bekannt und ist ein intensives, erdig-warmes Gewürz aus der Familie der Doldenblütler. Es ist ein Hauptbestandteil von Currypulver und unerlässlich für orientalische, asiatische sowie mexikanische Gerichte (z.B. Chili con Carne, Falafel). Cumin fördert die Verdauung (was mir am nächsten Tag klar werden sollte), hilft bei Blähungen und wird oft in Hülsenfrüchten- oder Fleischgerichten verwendet, da sein Aroma beim Erhitzen am besten zur Geltung kommt.
Als Nachtisch gibt es noch eine doppelte Erwachsenenportion von meinen in Sesam gespickten Ernüssen, yumi! 🤤
Mit kugelrundem Bauch liege ich auf meiner Couch, als sich noch zwei polnische Camper auf dem Parkplatz dazugesellen, was leider die Hunde von der Promenade dazu veranlasst, komplett durchzudrehen! Besonders einer von ihnen bellt non stop die neuen Nachbarn zusammen. Was er sich davon verspricht ist mir ein Rätsel. Nach über einer Stunde reicht mir dann sein ekalhaft beklopptes Gebälle und ich gehe raus, um ihn mit einem energischen:“Verpiss dich jetzt!“ zum Gehen zu bewegen. Irgendjemand auf der Promenade scheint meine Reaktion zu verstehen und supportet mich mit einem mehrfachen „Husch-Husch“.
Einer ruhigen Nacht steht nun nichts mehr im Wege! 🫶❤️💫
Am nächsten zugezogenen Morgen mache ich eine gute Stunde Duolingo und merke bereits wie sich die Linsen vom Vortag melden, was den ganzen Tag so weitergehen sollte. 🤣🤣 viel zu krass! 🤣🤣
Die Kombination von Cumin und roten Linsen, vor allem in der Menge, sind vielleicht für die Zukunft nochmals zu überdenken. 🤣🤣 Aber es war soooo lecker 🤤
Mit viel Wasser, noch bereits im Chälli und Wasser im Gepäck, mache ich mich auf, um das Schiffswrack bei Tageslicht zu sehen. Die Tide ist low und das Schiff liegt von der tief stehenden Sonne und dem Nebel in diesem diffusen Licht. Es sieht einzigartig aus. Da ich schon so viele und sehr coole Schiff-LP‘s in Griechenland gesehen habe, wirkt es nur im Vorbeigehen magisch auf mich.
Im trottenden Schritt geht es den riesigen Strand Richtung El Marsa entlang. Dabei finde ich Muscheln am Strand, die ich so noch nie gesehen habe. Ich beschließe einige mitzunehmen, um sie unterwegs nochmals gegen schönere Exemplare auszutauschen.
Wieder machen sich die Linsen bemerkbar, aber ich bin ja zum Glück völlig alleine am Strand. 🤣🤣 Wie das treibt! Sowas habe ich seltenst erlebt! 🤭🤣
Nachdem erledigten Geschäft geht den wirklich schönen Strand weiter bis zu einem hohen Zaun, der vor einer frequentierten Straße liegt und mir nur die Möglichkeit des Rückwegs oder der Durchquerung der üppigen Dünen zu meiner Linken lässt. Ich entscheide mich für die Dünen!
Nach etwa 5 Minuten wundere ich mich noch, warum wirklich jeder hinter diesem Zaun befindet, auch eine Menge Fußgänger, doch diese Frage beantwortet sich, nachdem ich ca. 10 Dünen überwunden und mich 2x gefragt habe, ob ich doch umdrehe und am Strand zurückgehe.
Als ich eine Art LP Gebäudetrakt in der Ferne sehe, beschließe ich den Kurs auf dieses zu setzen. Als ich an den Gebäuden ankomme, entdecke ich einige rote Tonnen, die doch sehr signalmäßig und mehr oder weniger gleichmäßig auf erhöhten Punkten verteilt stehen. Sie haben die Aufschrift „Vorsicht Militärgelände, betreten strengstens verboten 🚫!“.
„Gut, dass ich das jetzt weiß!“, denke ich mir und so lange es kein Mienengebiet, wie im Jugoland damals ist! 🤦♂️🤣
Raus komme ich an einer gottloses Tankstelle, an der ich sicher nicht tanken würde, da diese genauso aussieht, wie eine von denen, von der mir dieser Mohammed aus Taroudannt erzählt hat und wo das Wasser in die Tanks Ligen soll, was das Problem mit dem Sprit in Marokko widerspiegelt.
Einen Moment überlege ich noch hier etwas zu frühstücken und oder einen Kaffee zu mir zu nehmen, aber wie so oft latsche ich zum Chälli zurück und frühstücke dort eine gute Portion Haferflocken, gemixt mit Mandeln und Feigen, um meinem Magen zu beruhigen.
Aber seht doch selbst!Read more
Tarfaya طرفاية
February 16 in Morocco ⋅ ☀️ 21 °C
Tarfaya liegt eh auf meiner Route in die Westsahara und vielleicht wäre es geschickter gewesen, die hier verbrachte Zeit in Essen in Restaurants zu investieren, da ich nicht weiß wie das ab morgen innerhalb des Ramadan mit den Öffnungen aussieht, aber gut.
Ich komme an den Strand geschlichen und stelle den Chälli zwischen 2 Campern ab und gehe erst einmal die Lage checken. Vorwiegend bin ich hier wegen des Cache mit der Nr. GC8JJ5X, also schleiche ich über den Strand, um das Ziel auszukundschaften. Dabei wird mir mit Blick auf das Wasser und in meine Nautide App schnell klar, dass es gerade den absoluten Höchststand des Wassers hat. Schwimmend würde ich mich trotzdem dem „Casa del Mar“ nähern können. Das Gebäude wurde irgendwann im 1802 von der Briten während ihrer Besetzung hier auf dem Gelsen erbaut. 1876 diente das Haus mehr als 400 britischen Käufern als Geschäftszentrum. Als Tarfaya an strategischer Bedeutung verlor, ging es dem Gebäude ebenso, bis es zu einer Ruine verfiel. Trotzdem oder gerade deswegen ist es für mich das Highlight in Tarfaya, aber seht doch selbst!Read more
Plage bouche du Oued Draa
Feb 14–15 in Morocco ⋅ 🌬 17 °C
Kein Cache, kein Footprint, keine Info und trotzdem hat mich etwas genau hierher geführt. Na Gott sei Dank, denn es ist eine der schönsten und naturbelassensten „Lagune“, die ich bisher in Marokko gesehen habe. Die Lagune ist ja eigentlich die Mündung des längsten Flusses Marokkos, der Draa.
Zusammen mit Gitti fahre ich vom Dromedarmarkt aus Guelmim hierher. Ein Mix aus Sandsturm und perfekt ausgebauten Straßen!
Da man mit dem Fahrzeug auf dem sehr geräumigen Parkplatz bis an die Mauer fahren kann, sieht man schon vom Fahrersitz die wundervolle Lagune. Direkt springe ich raus und mache ein paar Fotos und ein Video.
Anschließen heißt es etwas im Wagen chillen, denn das Wetter zeigt sich von seiner sonnigen-, aber auch von seiner windigen Seite. Es hat rund 50 Km/h Windböen, was schon heftig ist.
Zudem ist Gitti sehr müde und will etwas pennen, was sie dann auch direkt in meinen Bettchen in die Tat umsetzt, während ich Footprints schreibe.
Anschließend heißt es „ab an den Strand“. Gitti flitzt schon mal vor und ich lasse mir Zeit und genieße den Ausblick und die einzigartige Konstellation der Natur. Es gibt ganze Bereiche vom Strand, die in sehr flaches Wasser eingehüllt sind und durch den heftigen Wind sieht es aus, als würde das Wasser tanzen. 🫶❤️💫
Langsam gehe ich in Gitti‘s Richtung, die in der Ferne ins Wasser zu gehen scheint.
Zusammen genießen wir die Natur und das einzigartige Wetter und auf dem Rückweg die untergehende Sonne. ☀️
Das kann eigentlich nur durch ein hervorragendes Valentinsdinner getoppt werden, lecker Lamm mit frischen Bohnen vom Markt aus Guelmim, mit Kartoffeln und Couscous vom Vorabend 🤤
Aber seht doch selbst!Read more
Fask Hot Spring
Feb 9–12 in Morocco ⋅ ⛅ 19 °C
Passend zum Sonnenuntergang komme ich in Fask und dann an der Hot Spring an, könnte man meinen. 🙂🙏😂
Zuerst verpassen ich nach Fask die Einfahrt (linke Hand) und drehe um, um dann rechts in den „Offroad Bereich“ zu fahren. Mir wird relativ schnell klar, dass ich nun ca. 7 km diese „Sand-trockener Lehm-Steinstraße“ fahren muss, was laut Googlemaps 45 Minuten dauern soll. „Okay“, denke ich mir, „dann fahre ich easy peasy, bis ich das zum warme Wasser erreiche und dann wird entspannt!“
Doch ersten kommt es anders, und zweitens als man denkt! 😜
Ab- und an sehe ich einen Roller oder einen Fahrradfahrer oder in der Ferne sogar zwei LKW, sonst nichts!
Nach einer Weile des Offroadfahrens, was eigentlich sehr gut, aber mit limitierter Geschwindigkeit funktioniert, komme ich an an eine Stelle mit ein paar Häusern zu meiner rechten und einem Zaun zu meiner linken. Dort hat jemand die Straße mit 2 schweren Eisentonnen blockiert. Ich parke den Chälli, gehe ein Stück vor und stelle fest, dass hier, als es stark geregnet hat, große LKW Spurrinnen im Boden hinterlassen haben, die ich mit meinem KfZ nicht durchfahren kann. Ich mache Kehrt und fahre zur rechten wieder raus und stelle fest, dass in diese Richtung ein unendlich langer Zaun um ein Agiculture Grundstück zu sein scheint. Wieder mache ich kehrt und komme auf die ursprüngliche Strecke zurück. An einer ebenen Fläche und dem traumhaften Sonnenuntergang überlege ich für einen Moment hier stehen zu bleiben und zu übernachten.
Dann sehe ich einen Mountainbiker, der mir bereits zuvor schon mal aufgefallen war. Es handelt sich um Yassin, wie sich später rausstellen sollte. Als ich anhalte, um Yassin zu fragen, ob er vielleicht weiß, wohin es zur Hot Spring geht, kommt er mir zuvor und zeigt mir ein Bild mit der Hot Spring auf seinem Handy, bevor ich etwas sagen kann. „Yallah yalla“, sagt er immer wieder und macht mir damit klar, dass ich ihm folgen soll. Ca. 20 Minuten tue ich das auch, wobei er immer wieder mit seinem Mountainbike warten muss, weil er viel schneller durch das unliebsame Gelände kommt, wie ich mit dem Chälli. Vorbei an irgendwelchen eingezäunten Grundstücken über eine Brücke wo Yassin mir ein Zeichen gibt, dass man von hier schon die Camper aus der Ferne sehen kann. Es wird dann noch als richtig holperig über im Sand und Lehm befindliche Steine. Dann ist die Ankunft perfekt und ich freue mich riesig, dass es dank Yassin doch noch geklappt hat! 🫶❤️👌😎
Ich springe direkt raus, um die Lage zu checken und der Freund von Yassin namens Ali sagt: “Come swimming!“ Gesagt getan, ziehe ich mir die Badehose an und gehe das erste Mal in die heiße Quelle. Es tut so dermaßen gut mit meinem angeknacksten Rücken, dass ich 2 Stunden mit Polen und Marokkanern drin bleibe. Genau so habe ich es mir vorgestellt. ☺️
Richtig entspannt gehe ich die erste Nacht an der heißen Quelle ins Bett. 😇🙏
An Tag Nr. 2 bin ich mir gar nicht so sicher, ob ich überhaupt noch länger bleibe, es geht morgens jedoch erst einmal in die Quelle. Dort lerne ich Timo kennen mit seinen 3 Töchtern kennen und einen französischen Nachbarn und Johannes, der mit seiner Frau mit dem Elektroroller da ist, weil sie weiter vorne geparkt haben. Wir unterhalten uns prächtig, dass schnell 1 1/2 Stunden vergehen. Anschließend nehme ich eine kleine Dusche im Chälli und spicke meine Dusche so mit dem halben Sand/Dreck aus der Quelle! 🤣
Es folgt ein sehr chilliger Tag mit Sport, Frühstück, Anbinden an Timos Skylink, Synchronisation der iCloud (828 Fotos und Videos) und sehr viel sonnenbaden. ☀️
Es kommen 3 neue deutsche Nachbarn hinzu, die mir aber nur auf die Ferne begegnen.
Abends penne ich einfach mal um 19:xx auf der Couch ein und Yassin läd mich per WhatsApp noch zum Tajine Essen ein, aber es ist so schön chillig im Chälli, dass ich einen sehr ruhigen Abend verbringe. Die Party am Pool geht bis 02:30 Uhr! 😂😂
Tag 3: Der Sonnenaufgang ist ein Traum, ich gehe direkt zur Quelle und treffe dort wie jeden Morgen Timo und seine 3 Töchter und den französischen Nachbarn. Ich schaffe es ein paar Bilder zu machen 💫
Anschließen eine reinigende Dusche im Chälli, um diese noch mehr mit dem Schlamm aus der Quelle zu verdrecken. 😂
Es folgt ein prächtiges Raw Vegan Frühstück aus rote Beete und Brokkoli.
Timo fährt mit seiner Familie und der Nachbarin Gitti nach Guelmim in der Supermarkt und ich bestelle 2x Brot. Sie sind eine gefühlte Ewigkeit weg, weil sie die Safariroute komplett 1x raus- und wieder reinfahren müssen. Ich mache schön Duolingski, das erste Mal in der Max Version und genieße das Wetter. Als „die Bande“ zurückkommt beschließen wir bei Gitti ein neues U mit unseren 3 Autos zu bilden, da Gitti‘s Bekannte am Vortag gefahren sind und ich eh weiter weg von der Quelle wollte, falls wieder nächtliche laute Gelage stattfinden. Gesagt, getan habe wir schnell eine gute Formation gefunden und ich mache die Markise raus und Sandwiches für alle, nachdem wir beschließen ein großes Gulasch für später zu machen und wir alle ein kleines Hüngerchen dran haben.
Ich quatsche noch länger mit Timo vor dem. Hallo auf meinen Stühlen sitzend und wir entscheiden uns auch am Nachmittag nochmals in die Quelle zu gehen, da Gitti noch gar nicht drin war. Zusammen mit Timos Kids haben wir eine riesen Spaß! 🤭💦💫 wir sehen einen großen Käfer 🪲 in der Quelle schwimmen, den 2 Marokkaner erfolglos versuchen zu fangen, Gattung unbekannt. 1x spüre ich ihn sogar unter Wasser an meiner Hand. Es gibt leider kein Foto, aber das war schon eine lustige Kreatur. 🙈
Meine Haare gleichen mittlerweile einen toten Biber, nach ein paar Tagen am Straßenrand liegend , was wohl am dem Dreck und dem Schwefelgehalt in der Quelle liegt. Aber darum werde ich mich nach der wilden Veranstaltung hier kümmern!
Es folgt das großen Fressen bei uns am Platz! Zu Gitti‘s Gulasch mache ich noch eine Knobibutter mit dem riesigen Baguette, welches frisch vom Supermarkt ist. Die 80er Jahre Musik blubbert die ganze Zeit nebenbei und läd immer wieder zum Tanzen und/oder Mitsingen ein 😎
Jeder verspeist 2 Schalen Gulasch und das komplette Brot zur Knoblauchbutter ist ratz-fatz alle! Es ist aber auch unfassbar lecker 🤤
Passen zum erstklassigen Tag gibt es noch eine 1a Sonnenuntergang, den man hinter unseren Fahrzeugen beobachten kann 🫶
Wir machen ein Lagerfeuer mit Gitti’s Zauberpulver und Markus und seine Frau kommen dazu. Sie waren am Vortag mit einem großen Mercedes Truck gekommen. Die Gespräche und die Musik laufen 🎶
Da Gitti und ich nochmals zur Quelle zu den Marokkanern wollen, gehen wir vor und treffen dort eine Gruppe von 6-8 Marokkanern an. Ich setze mich rechts neben Abdullah, einen lustigen Kiffer . Zu meiner rechten sitzt Milo, der eine Art starken Raki aus einer PET Flasche trinkt. Yassin ist auch dort, er trinkt und kifft gar nicht, wozu ich ihm ehrlich und stolz gratuliere, er ist erst 22!
Wir sitzen sicher 1 1/2 Stunden mit den Leuten zusammen, Gitti tanzt teilweise hinter der Gruppe. Es ist sehr lustig, die Marokkaner lachen viel und reden viel Blödsinn, soviel ist sicher! Gastfreundschaft ist eh nichts Neues für uns! 🫶❤️
Da wir noch vor hatten Nachts nochmals in die Quelle zu gehen, bewegen wir uns kurz zurück, um unsere Badehose und Bademantel zu holen. In der Quelle geht um die Zeit, ca. 02:30 Uhr auch jene ziemlich Party ab. Ein Marokkaner schafftest irgendwie sich in den Ausgang der heißen Quelle zu schieben und hat später Mühe wieder herauszukommen. Musik läuft, es wird mit Licht gearbeitet, Gegröle und Gelache.
Mir fällt auf , wie unfassbar klar und wunderschön der Sternenhimmel ist und es wird die Idee geboren zurück zu den Fahrzeugen zu gehen und sich mit Decke und Joint bewaffnet auf Gitti‘s Dach zu legen. Gesagt getan, den guten Rum von Gitti gibt es auch noch. Die Zeit vergeht, wir reden und lachen, landen aufgrund der Kälte bei ihr im Wsgen und dann jeder in unseren eigenen Betten.
Tag 4:
Ich wache auf und es geht mir nach der feucht fröhlichen Nacht erstaunlich gut, was am Restalkohol oder THC liegen könnte! 🤣🤣
Ich gehe sehr chillig und langsam zur Quelle. Neben Timo ind seinen Kids kommt eine Darmstädter Mutter mit 2 Kindern dazu. Ich schlafe fast mit geschlossenen Augen im warmen Wasser ein! 🤭 Es ist herrlich und ich genieße es in allen Zügen, da ich bereits spüre, dass es heute weitergeht. 🫶❤️💫
Noch ein letztes Mal nehme ich mir den großen Eimer von Timo und fülle ihn mit dem 43 Grad heißen Wasser aus der Öffnung der Quelle und gieße es vorzugsweise auf meine rechte Schulter und den Hals, wo ich die Rückenprobleme hatte, die mich so schnell haben herkommen lassen. Immer wieder wandert mein Blick Richtung Auto, um zu prüfen, ob Gitti schon von den Toten auferstanden ist und irgendwo zu sehen ist.
Ich gehe zurück zum Camper und mache mir erst einmal ein schönes Omelette und bekomme dazu einen Café von Gitti. Wir sitzen bei mir im Wagen und unterhalten uns über weitere mögliche Ziele in Marokko und entscheiden uns gemeinsam den Plage Blanche anzusteuern, da wir beide dort hinwollen. Gesagt, getan räumen wir unseren Kram zusammen, d.h. spülen, Stühle und Grill etc. einpacken, alles verträumen und…verabschieden.
Es entsteht das 81er Gang-Foto und Gitti und ich fahren los, aber seht doch selbst!Read more
Aoukerda اوكرضا - Canyon
February 9 in Morocco ⋅ ⛅ 16 °C
Das ist ein Canyon, der seinen Namen verdient! 🫶❤️💫 - Danke Kevin für‘s Herführen!
Nachdem die Nacht einen so richtig schön durchgeschüttelt hat, fahre ich zum Aussichtspunkt des Canyons und werfe eine Blick hinein. Direkt werde ich von einem Bauarbeiter zum Tee eingeladen, den ich diesmal jedoch dankend ablehne, da ich heute noch viel vor habe.
Die Fahrt runter nach Aoukerda ist sehr schön anzusehen. Ich fahre vorbei am „window of life“ und komme kurz vor dem Dorf auf der linken Hand, wo genügend Platz ist zum Stehen. Ich packe mein Rucksack mit Badehose, Handtuch, Mandeln und Wasser. In Aoukerda angekommen, rufe ich mir Kevins Worte in Erinnerung, bis zur Moschee und dann links oder war es links zur Moschee? Egal! Die Moschee finde ich und als ich dahinter 2 Marokkaner passiere, machen mir diese unmissverständlich klar, wohin ich zu gehen habe, denn sie wissen wonach die Touris hier suchen, die Durchgangscave! Es ist schon irgendwie magisch, wenn man die Schuhe auszieht, vorsichtig durch das Wasser stapft und dann auf der anderen Seite in diese von der Sonne ins rechte Licht gerückte Schlucht blickt. Aber Obacht, die Stufen, die einen in die Schlucht bringen sind dermaßen rutschig. Gut, dass da ein Geländer bzw. Aber seht doch selbst!Read more
Ait Mansour - Aoukerda Canyon
February 8 in Morocco ⋅ 🌬 14 °C
Ich sage nur so viel. Traumhafte Aussichten und 7 zerstörte Brücken, aber seht doch selbst!
أيت منصور Ait Mansour
February 8 in Morocco ⋅ 🌬 12 °C
Heute verlasse ich Tafraoute mit einem weinenden und einem lachenden Auge.
Ich verabschiede mich von meinen lieben Nachbarn aus Hamm, Josef aka Jupp und Ulla. Wir tauschen nochmals Nummern aus und weg bin ich, zumindest bis zur ollen Versorgungsstation, wo vor mir ein riesiger Phoenix mit Roland und Ulla steht. „Zum Glück“ kann ich da nur sagen, denn ich habe nur noch fünf Dirham klein und in den Wasserautomaten kommen wahlweise fünf oder zehn DH. Roland ist so lieb und wechselt mir 20 DH. Für 25 DH bekomme ich den Tank vom Chälli halb voll, sehr dürftig…am Automaten steht, dass das Wasser 1:30 oder 03:00 Minuten läuft, was beides nicht stimmt! Da nimmt man besser eine der umherfahrenden mobilen Tankwagen. Aber
„besser Wasser als kein Wasser“, denke ich mir und fahre noch fix an der Tanke vorbei und lasse den Chälli für 297,33 DH volllaufen und gebe dem Zapffred 300 und sage:“Stimmt so!“
So! Jetzt aber nichts wie weg! Am Ortsausgang sehe ich noch einen Camper an einer Wand stehen und denke mir:“Der holt bestimmt Wasser!“ Auf Park4Night sehe ich dann, dass es dort eine Trinkwasserstelle gibt, na super! Egal! Weiter geht’s auf der R107 raus aus der Stadt und links ab den Berg hinauf. Der Chälli klettert mit allem, was er zur Verfügung hat, vorbei an all den lustigen Baustellen. Je weiter ich nach oben komme, desto mehr Serpentinen gilt es zu nehmen. Das Wetter dreht innerhalb kürzester Zeit von schön sonnig zu komplett wolkenverhangen und grau. Es fallen sogar ein paar Tropfen.
Als ich an am Ait Mansour Tal mit seine wunderschönen Dattelpalmen ankomme, stelle ich den Chälli rechts an einem handgemalten Verkehrsschild ab und gehe eine gute Stunde zu Fuß durch das Flußbett und die nächsten 2 Dörfer. Dabei esse ich das erste Mal in meinem Leben wilde Datteln, die ich überall auf dem Boden finde. Sie schmecken einsame Spitze! So kann man das Spazieren richtig genießen. Wo es im Flußbett aufgrund eines Wassersystems zu feucht wird im wechsele ich auf die Straße, die P1927. Ich spaziere weiter durch Douar Tiouri und gehe in Douar Tamalout rechts bergauf in die Häuserreihen. Dort treffe ich eine feine und verschmuste Hundedame. Nach einer kleinen Kuscheleinlage nehme ich mir noch einen Moment, um von der kleinen Aussichtsplattform einen Blick auf den Dorfteil auf der gegenüberliegenden Hangseite zu erhaschen. Das große rote Gebäude fällt ins Auge.
Nun geht’s aber schnurstracks zurück zum Camper und mit diesem über die wunderschöne P1927 durch das Ait Mansour Tal. Einen kurzen Stop machen ich noch an einem Spot, wo ich kurz ins Wasser springe. Dann
fährt es sich doch gleich viel erfrischter. 😁
Ich passiere Douar Tamsaout und Fartimar mit Aguerd Imlalen ohne anzuhalten und mache mich dann auf den Weg zum Canyon, aber seht doch selbst!Read more
Tafraoute تافراوت
Feb 7–8 in Morocco ⋅ ☀️ 16 °C
Schon früh morgens öffne ich 1-2 Äuglein und erblicke den noch stockfinsteren Tag. Die Uhr zeigt 05:20 Uhr an, doch nach etwas Klicki Klacki auf dem Handy schlafe ich im muckelwarmen Chälli, dank Dieselheizung, um 06:40 Uhr nochmals ein und schlafe bis um 08:30 Uhr.
Mein Gott, habe ich einen Müll zusammengeträumt. Irgendein großzügiges Hotel am See, meine Eltern, die Ex Freundin, alles dabei! Nachdem ich die Augen richtig auf habe, sehe ich, wie in genau diesem Moment die Sonne zum Fenster herein scheint. Im Bett mache ich eine 180-Grad-Wendung, um mit dem Kopf zum großen Seitenfenster auf der Fahrerseite zu liegen und öffne dieses behutsam. Die Wärme im Wagen und die schon kräftige Sonne im Gesicht starten den perfekten Tag im 2. Anlauf.
Normalerweise würde jetzt eine gut gemeinte Runde Duolingo auf dem Programm stehen (3x XP und so) oder noch einen vergessenen Footprint erstellen oder einen abschließen, so lange die dazugehörigen Emotionen noch frisch greifbar sind. Doch heute liege ich einfach so da und genieße die herrlichen Umstände.
Der Schweizer Nachbar rumpelt aus seinem alten Hymer Camper, geht zur Front seines Fahrzeugs und steckt sich eine Zigarette in den Mund. In der prallen Sonne schieben sich, für eine kleine Zigarette, riesige Rauchschwaden um seinen Kopf, herrlich anzusehen!
Ich packe es an und bereite alles für ein Omelette vor, welches ich in Ruhe vor dem Chälli mit der Sonne im Rücken verspeise.
Dann heißte es Sachen packen und den Aussichtspunkt auf Tafraoute ansteuern, den ich auf googlemaps entdeckt habe. Und es liegt genau auf der gegenüberliegenden Seite, wo ich zuvor die 16km abgerissen habe, perfekt also! Mit meinem Vater am Ohr spaziere ich viel zu weit raus und klettere einfach irgendwo den mit riesigen Felsplatten bestückten Berg rauf. Nun gut, denn auch von hat man eine grandiose Aussicht auf den Anti Atlas etc.. Es geht ein bisschen wild auf undankbar, wo ich teilweise jeden Schritt überlegen muss, da ja Felsen und Berge das eine sind, aber sandiger Kies gemischt auf Fels liegend und das direkt am Abgrund ist nicht so meins! Oben angekommen entschädigt der Blick für alles, vor allem weil absolut niemand zu sehen istvukd ich mich schön nackt von allen Seiten bei 20 Grad und Sonne braun backen lassen kann. Es tut so gut! Ich notiere mir in meinem imaginären Notizzettel dies wieder des Öfteren zu machen. Check ☑️
Nach gut einer Stunde ziehe ich mich an und gehe auf Tafraoute blickend rechts den Fels hinunter. Alles easy beasy. Unten sehenixh auch 2 Camper und einer guckt gespannt, wenn ich also abstürze, der ruft Hilfe 😆
Unten noch den entspannten Sand- und Kiesweg bis zum Chälli und dann erst mal im Stuhl sitzend den Pfannkuchen von der afrikanischen Mama mit dem Kräuteröl vom Mercadona, was ich noch hatte. Lecker lecker! 🤤
Zum Ende des Tages gehe ich noch auf den hinteren Markt und bezahle mit 143DH mal wieder viel zu viel für etwas Gemüse und Obst. Ein halbes Hähnchen gibt es für 30DH. Anschließen Chille ich mein Leben mit Footprints und Reiseplanung etc. im Chälli, aber sehr doch selbst!Read more
Rückweg blaue Steine
Feb 5–6 in Morocco ⋅ ☀️ 16 °C
Den Rückweg von den blauen Steine nehme ich auf dem direkten Weg, da sich schon so langsam aber sicher die Müdigkeit der stundenlangen Bergkletterei bemerkbar macht. Ich passiere einige nicht mehr verwendete Bauerngrundstücke und 2x2 Hundies, die aber nicht schmusen wollen.
Aus der Ferne sehe ich „Hut des Napoleon جبل اكرض اوضاض“ und eine in einem neongelben Oberteil kletternde Person. Ich verfolge die Person während meines Spaziergangs und stelle fest, dass wenn diese weiter so zügig absteigt, dass sich unsere Wege unten wahrscheinlich treffen werden und genauso kommt es auch. Ich erkundige mich höflich, ob er ganz oben gewesen ist, was er verneint. Wir kommen ins Gespräch und gehen zusammen zurück in die City. Dabei stellt sich heraus, dass Jorg aus Breda kommt und ein sehr netter und Gesprächiger Zeitgenosse ist. Als wir in die Stadt eintreten treffen wir einen Mohammed, den Jorg zu kennen scheint und dieser fragt mich nach einer Weile, ob ich an der blauen Steine war, was ich bejahe. Er erzählt etwas davon, dass wir doch ein Foto gemacht haben, was ich verneinen muss, bis rauskommt, dass sein Freund Bubaka ihm das Foto geschickt hat. Von Mohammed erfahre ich auch, dass Bubaka das Zelt für Kunden aufgebaut hat und das Abendessen ebenfalls für die Kunden ist, die dann dort an der Stelle übernachten werden. Der Hammer, finde ich und stelle damit fest, wie gut die Marokkaner vernetzt sind und sich austauschen über die Touristen, Wahnsinn.
Da ich eine starke Wärme im Gesicht und dann noch Jucken an den Händen verspüre, wird mir klar, dass ich von den Wahlnüssen eine anaphylaktischen Schock habe und verabschiede mich von Jorg, obwohl wir noch gemeinsam zu Abendessen wollten. Auf dem Rückweg passiere ich wieder einmal den Detleffs Camper von Toni und Isabella und Toni meint noch, was ich einen Sonnenbrand im Gesicht habe. „Ne, ne!“ sagte ich „Ich habe einen. Anaphylaktischen Schock und muss schnell zum Camper meine Mittel schlucken!“.
Am Camper angekommen, versuche ich es erst einmal mit einer derben Menge Wasser und etwas Kühlung an der frischen Luft, da die Sonne mittlerweile untergegangen ist und es 14° hat. Ich esse dann noch eine 2 Liter Suppe und schaffe es so wirklich, ohne Medikamente den Abend zu überstehen, aber seht doch selbst!Read more
Tafraoute - Blaue Steine
February 5 in Morocco ⋅ ☀️ 17 °C
Über die Bergkette kommend sehe ich aus der Ferne schon die blauen Steine, es ist also nicht mehr weit! Je näher ich komme, desto klarer wird mir aber auch, das der einstige Glanz verblasst ist. Hier hat niemand mehr den Pinsel geschwungen die letzten 6 Jahre! Auf der ersten Felsengruppe nehme ich mir die Zeit, setze mich auf mein Handtuch und genieße in Boxershorts die Sonne, während ich einige Walnüsse mit den Händen knacke und verspeise. In der ganzen Zeit kommt sich nur ein männlicher Wanderer vorbei und als ein Pärchen sich in der Ferne zeigt, ziehe ich mich langsam wieder an, um die weiteren blauen Felsen anzugehen. Bis auf eine „neu angestrichene Variante“ sieht es aber alles sehr…na sagen wir mal…mitgenommen aus. Vor allem, weil überall Leute ihre Namen und irgendetwas draufgeschmiert haben. Schade, denn anhand von dem Foto meiner Eltern konnte man die einstige Wirkung gut erkennen.
Wenigstens möchte ich noch genau den Stein finden, der auf dem Foto meiner Eltern zu sehen ist, dass 2020 entstanden ist. Und nach etwas Suche finde ich genau diesen Stein. allerdings ist auch seine rote kräftige Farbe sehr verblasst, so dass er nur noch rosa da steht. Aber seht doch selbst!Read more
Tafraoute تافراوت
February 5 in Morocco ⋅ ☀️ 9 °C
Was soll ich sagen?
Ich wache in einer traumhaften Kulisse auf. Die Sonne scheint durch das Fenster des Chälli‘s. Ich setze einen Fuß vor die Tür und mache ein paar Fotos. Anschließend entscheide ich mich, eine erste Runde durch Tafraoute zu gehen, um mir einen Eindruck zu verschaffen. Es ist klein und überschaubar. Ich habe das Gefühl, es sind mehr Camper als Einwohner hier. *lach*
Diese Palmen und dieses traumhafte Wetter *grins*
Als ich wieder beim Celli bin, habe ich schon einen Bärenhunger. Entscheide mich doch erst dafür noch 1 Stunde Sport auf meiner Yogamatte zu machen und das ist die richtige Entscheidung. Anschließend räume ich Stuhl und Tisch und den Grill raus, damit ich mir ein feines Omelette direkt in der Sonne machen kann. Die sechs Eier in dem Omelette vom Markt in Agadir schmecken exzellent und bilden die Grundlage für die etwas ausufernde 16 km Wanderung durch das Gebirge von Tafraoute. Eigentlich wollte ich nur nach „Aday Tafraout“, ein kleines Dorf kurz vor Tafraoute. Doch nachdem ich mir noch mal dieses Gazellen Bild in den Steinen vom Cash vom Vortag angeschaut habe, zieht es mich irgendwie sehr stark ins Gebirge. Als dann sich auch noch ein Wanderweg auftut, packe ich die Gelegenheit beim Schopfe und klettere das Gebirge hinauf. Die einzigartige Berg-Fels-kombination, die sich mir hier zeigt, bereitet einfach nur Freude. In der Ferne sehe ich eine blaue Angabe strichne Zisterne, die mich magisch anzieht. Also geh ich dorthin, klettere auf sie und genieße einfach nur die Kulisse. Von dort aus guckt man direkt auf Aday Tafraoute, das Dorf, in das ich eigentlich wollte. Nun sehenixh es halt von oben! 🤗☀️😍💫🫶
Nachdem mir mein Vater ein Bild von sich und meiner Mutter von 2020 von den blauen Steinen schickt, entscheide ich, den Weg dorthin direkt durch das Gebirge zu nehmen. Immer wieder fotografiere ich unglaublich schöne Felsformation.
Als ich über ein kleines Gebirge in ein Tal komme, treffe ich Kat, die mir mit ihrer App Gaia GPS hilft, die richtige Entscheidung für den Weg zu den blauen Steinen zu treffen. Ich nehme den direkten Weg über einen weiteren Berg direkt hinter dem Berg, denke ich. Ich traue meinen Augen nicht, als ich ein Auto zwischen den erhabenen Felsen sehe. Es ist Bubaka, ein Marokkaner, der hier ein Zelt aufbaut und Abends etwas kochen möchte. Wir machen ein foto und ich ziehe weiter über den letzten Berg zu den blauen Steinen, aber seht doch selbst!Read more
Tafraoute تافراوت
Feb 4–5 in Morocco ⋅ ☁️ 14 °C
Nach einer längeren und sehr schönen Gebirgsfahrt durch den Anti Atlas komme ich Abends passend zum Sonnenuntergang an.
Sofort auf den einzigen Cache Nr. GC1C8HJ stürzen und dabei diese unglaublich schöne Kulisse für die Camper entdecken. Nur hatte ich den Chälli irgendwie in eine Häuserreihe hinter dem Stellplatz manövriert und fahre jetzt 1x außen um und durch die Stadt und stelle das WoMo auf sen gegenüberliegenden richtig großen Stellplatz, auf dem hunderte WoMo‘s stehen. Zwischen all den Bergen und jetzt mit dem Horizont eine Traumkulisse, die mich sehr herzlich willkommen heißt!Read more












































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































