• Simon Rossier
  • Fabienne Minder
  • Simon Rossier
  • Fabienne Minder

Panamerica Nord

Von Kanada nach Panama und weiter... Læs mere
  • Graffiti Tour durch Akumal

    29. januar 2023, Mexico

    Wir ziehen als Graffitijäger durch die Gassen von Akumal.

  • Ein paar Gratis-Cenoten

    30. januar 2023, Mexico ⋅ ☀️ 27 °C

    Ein paar wenige Cenoten sind auch gratis. Gratis gefällt uns. Und die Cenoten auch.
    Mit unseren Freitauchversuchen kratzen wir nur an der Oberfläche, denn unterirdisch sind die Cenoten teilweise über hunderte Kilometer miteinander verbunden.
    In einer finden wir auch Fledermäuse die an der Decke hängen. Als wir sie dann Nachts noch einmal besuchen, fliegen manche der kleinen Blutsauger wild um uns herum, während andere von der Decke hängend genüsslich in Früchte beissen. 🦇
    Læs mere

  • Strand

    31. januar 2023, Mexico ⋅ ☀️ 26 °C

    Bevor uns Betty verlässt verbringen wir noch einen Tag zusammen am Strand. Unter den Palmen spielen wir Spiele und gehen im Meer baden. Als es dann Zeit wird zum Flughafen zu fahren, wollen wir alle noch duschen (vor allem Betty, da sie einen langen Flug vor sich hat und ziemlich stinkt). Das Pech verfolgt Betty aber immer noch, so dass das Wasser alle ist bevor Betty duschen konnte. Dafür riechen Simon und Fabienne jetzt wieder nach Blumen.
    Bye Bye Betty, wir werden dich vermissen!
    Læs mere

  • Cozumel #1

    7. februar 2023, Mexico

    Der Küstenabschnitt zwischen Tulum und Cancún trägt den Namen Riviera Maya und ist ein riesen riesen Touristenmagnet. Auch wir werden davon angezogen und bleiben viel zu lange in dessen Kraftfeld. Denn eigentlich ist die Gegend hier ziemlich unattraktiv für Camper: Strandzugang hat man hauptsächlich über Hotels und Resorts und Campingplätze kosten häufig mehr als in der Schweiz. Zudem sind hier fast sämtliche Preise in den letzten Jahren exponentiell gestiegen; von den Eintrittsgebühren in Cenoten, über Restaurants bis hin zu Übernachtungsplätzen. Wir sind aber intrinsisch dazu gezwungen noch hier zu bleiben, weil wir unbedingt in einer Cenote tauchen möchten. Da aber Fabienne nach wie vor einen milden Schnupfen hat (Korrektur Fabienne: schwer krank, inkl. erhöhte Temperatur), schieben wir das Tauchen weiter hinaus und übernachten wieder und wieder auf dem traumhaften Parkplatz eines Warenhauses.

    Weil es uns woanders besser gefallen würde, wollten wir zuerst auch auf Cozumel verzichten. Auf anraten diverser Kontakte wäre das aber ein gravierender Fehler. Wir müssten in Cozumel unbedingt tauchen. Dem Gruppendruck halten wir nicht stand und buchen eines Mittags kurzerhand spontan für CHF 25/Nacht ein airbnb auf der Insel, das wir am selben Tag noch beziehen dürfen. So machen wir uns einmal mehr auf den Weg nach Playa del Carmen, um dort unseren Bus einmal mehr vor einem Einkaufszentrum abzustellen (Gratisparkplatz 🙌🏽) und dann die Fähre nach Cozumel zu nehmen. Die Überfahrt dauert ca. 40 Min und für Unterhaltung sorgen unterwegs fliegende Fische.
    Læs mere

  • Cozumel #2

    8. februar 2023, Mexico

    (...) Cozumel gefällt uns sofort viel besser. Den ersten Tag verbringen wir schnorchelnd am Strand und buchen für den nächsten Tag einen Tauchausflug. Der Tauchausflug führt uns in den Südwesten der Insel. Martina und Steve haben sich ebenfalls angeschlossen. Auf unseren beiden Tauchgängen treiben wir mit einer zügigen Strömung einer Riffwand entlang und bestaunen dabei wunderschöne und v.a. gesunde Korallen und Schwämme in allen Farben und Formen. Unterwegs tauchen wir durch ein paar Höhlen und sehen ein paar Adlerrochen vorbeiziehen. Fabienne ist nun auch wieder fit und hat mit dem Druckausgleich keine Probleme. Nach zwei Nächten verlassen wir Cozumel wieder und hoffen, dass unser verbeulter Bus nach wie vor heil auf ist. Dem ist so.Læs mere

  • Cenotentauchgang El Pit

    10. februar 2023, Mexico ⋅ 🌙 23 °C

    Endlich ist es soweit: wir können unseren ersten Tauchgang in einer Cenote und damit auch unseren ersten in Süsswasser durchführen.
    Weil sich für den Tag sonst niemand mehr gemeldet hat haben wir auch unseren persönlichen Höhlentaucher als Guide. Dominic ist Brite, lebt seit acht Jahren in Mexiko und weiss alles über Cenoten. Zumindest im Vergleich zu uns. Auf dem Weg zum ersten Tauchplatz erklärt er uns, auf chemische Reaktionen heruntergebrochen, die Entstehungsgeschichte dieser Wasserlöcher und welche Rolle sie in den Mythen der Maya spielten. Vor vielen Jahren während der letzten Eiszeit, als der Meeresspiegel noch einiges tiefer war als heute befanden sich die Höhlen über Wasser, sodass sich Tropfsteine formen und einstige Megafauna, wie Riesenfaultiere, tief in die Höhlensysteme eindringen konnte. In manchen Höhlen findet man heute noch Unterwasser sowohl Tropfsteine als auch Überreste der darin verendeten Urzeittiere.

    Als unseren ersten Tauchplatz haben wir die Cenote "El Pit" gewählt und werden auf unserem Tauchgang unter anderem von deren schieren Grösse erschlagen. Bei einer unfassbaren Sicht von etwa 100m fühlt es sich an als würden wir wortwörtlich durch die Tropfsteine und Lichtstrahlen fliegen. Auf einer Tiefe von etwa 15m wird die Sicht dann für einen Moment verschwommen und wir durchbrechen die sogenannte Halocline. Unter dieser Grenze wechseln wir ins Salzwasser. Auf etwa 30m Tiefe streifen wir dann durch die giftige Schwefelwasserstoffwolke (hydrogene sulfid cloud), um etwas später wieder den Wänden entlang im Kreisverkehr hoch zu steigen. Sprachlos von der unglaublichen Schönheit dieses Tauchgangs machen wir uns auf den Weg zur nächsten Cenote.
    Læs mere

  • Cenotentauchgang Dos Ojos

    10. februar 2023, Mexico

    Wir verlassen das Gelände von El Pit und fahren auf einer Schotterpiste zum ca. 2km entfernten Tauchplatz "Dos Ojos". Die hier gelegene Cenote ist unterirdisch mit El Pit und vielen anderen Cenoten (offenbar 228 Stück) in der Umgebung verbunden und Teil des Sac Actum Systems. Letzteres bildet mit einer Länge von mehr als 350km das grösste bekannte Unterwasserhöhlensystem der Welt. Alleine diese Tatsache dehnt unseren Verstand ins unermesslicher, um ihn dann später auf dem Tauchgang vollends zu sprengen. Der Tauchgang beginnt wie meistens an der Wasseroberfläche. Danach steigen wir ab und fliegen mit unseren Taschenlampen bewaffnet in Richtung Dunkelheit. Um uns hüllt sich ein fast grenzenloses Höhlensystem. Wir schweben durch das wohl klarste Wasser in dem wir je geschwommen sind durch eine überwältigende Unterwasserkalksteinhöhlenwelt und erreichen dabei eine maximale Tiefe von nicht mehr als 8m. In der Hälfte des Tauchgangs tauchen wir in einer grossen Luftkammer auf und betrachten ein paar Fledermäuse. Danach geht's durch die dunklen Kanäle weiter, bis wir am Startpunkt angelangen. Die beiden Cenotentauchgänge haben uns den Atem verschlagen und werden wohl für immer ein riesen Highlight bleiben.Læs mere

  • Lagune von Siíljil Noh Há

    11. februar 2023, Mexico ⋅ ⛅ 31 °C

    Zum Schluss finden wir doch noch eine Perspektive aus der uns Playa del Carmen gefällt: im Rückspiegel auf den Weg in den Süden.

    Wir machen uns auf den Weg zu einem Eco Camp, das uns Matthias empfohlen hat (danke!). Denn irgendwo gibt es mitten im Urwald einen total abgeschiedenen See an dessen Ufer wir unseren Bus stellen können. Tatsächlich timen wir unsere Ankunft wieder einmal pünktlich aufs Wochenende, sodass dem Ruf der Wildnis auch viele Locals gefolgt sind, die den Ort als Naherholungsgebiet nutzen.

    Einen der Besitzer fragen wir bei unserer Ankunft noch ob es in der Lagune Krokodile gäbe, worauf er antwortet, dass wir uns keine Sorge machen müssten, weil es hier keine Krokodile gäbe. Wir kühlen uns also im angenehmen Wasser ab und schwimmen ein paar Runden. Etwas später erzählen uns die Locals im Gespräch, dass es hier Kaimane hätte und man in der Nacht manchmal ihre Augen im Taschenlampenlicht sähe. Tatsächlich sieht Fabienne am nächsten Morgen einen am Strand. Grundsätzlich sind die Kaimane jedoch ungefährlich und greifen keine Menschen an (bis sie es einmal doch tun). Das nächste Mal werden wir jedenfalls pauschal nach im Wasser lebenden Reptilien fragen.

    Am bzw. im Wasser kommen wir dann auch noch mit Felipe einem Trucker dem mehr Zähne fehlen als er übrig hat, sowie Ruben dessen bemerkenswertestes Attribut ist, dass er Imker ist, ins Gespräch. Felipe verstehen wir mehr oder weniger gar nicht. Am Abend hocken wir dann noch zusammen, trinken Bier, bis wir auch Felipe verstehen und reden so gut wir können über allerlei.

    Nach dem Wochenende kehrt in der Lagune etwas Ruhe ein. Wir geniessen die Stille und gehen die Tage mit dem Kayak auf Erkundungstour, finden aber keine Kaimane :(

    Cliff hanger: Entspannt machen wir uns auf den Weiterweg ohne im geringsten zu ahnen was uns die nächsten Wochen täglich begleiten und bedrücken wird.
    Læs mere

  • Mahahual

    15. februar 2023, Mexico ⋅ 🌬 29 °C

    Aus irgend einem Grund wollten wir uns noch Mahaual anschauen, worauf wir letztlich aber auch hätten verzichten können. Zwar übernachten wir direkt am Wasser und geniessen noch unser letztes Raclette, dafür windet es wie ein soucheib und Müll liegt hier auch überall rum :( Weil das Fass eh schon lange voll ist, legen wir unseren auch noch dazu und fahren weg.

    Und so beginnt unsere Odyssee.

    Hauptakteur des folgenden Trauerspiels wird unsere Kupplung. Die Tragödie eröffnet mit einem sichtlich geschwächten Kupplungspedal. Oft spüren wir kaum mehr Widerstand und manchmal bleibt es auch ganz am Boden liegen. Gänge wechseln wird dadurch schwieriger, weshalb wir uns entscheiden einen Mechaniker aufzusuchen.
    Ob wir einen finden und was dann noch alles passiert erfahrt ihr in der nächsten Folge.
    Læs mere

  • Chetúmal (dark edition)

    16. februar 2023, Mexico ⋅ ☀️ 30 °C

    Recap: Unsere Kupplung ist nur noch ein Häufchen Elend.

    In Chetúmal finden wir einen Mechaniker, der sich mit VW Bussen auskennen soll. Zuerst müssen wir aber noch dort hin fahren. Das dauert etwa 2h. Und ach ja, die Kupplung unterstützt uns auf dem Weg dorthin nicht wirklich. Die Polizisten bei der Polizeikontrolle picken dann noch uns aus, um uns ein paar Fragen zu stellen. Wir sagen, dass wir Probleme mit der Kupplung haben, kommen unweigerlich mitten auf der Fahrbahn zum Stehen und blockieren so den ganzen Verkehr. So schnell kriegen wir den ersten Gang, dann auch nicht wieder rein, weshalb uns die Polizisten von der Strasse schieben müssen. Letztlich wollten sie nur kurz in den Bus rein schauen und lassen uns so dann wieder weiterziehen.

    Irgendwie schaffen wir es schliesslich nach Chetúmal wo uns George der Mechaniker in Empfang nimmt. George identifiziert das Problem kurzerhand beim Geberzylinder, den er dann innerhalb von zwei Tagen aus Merida auftreiben kann. Weil wir also ohnehin warten müssen fragen wir noch ob er unsere eingedrückte Fahrzeugseite ebenfalls reparieren könnte. Das sei kein Problem, wird letztlich aber dann zum Grund weshalb sich unser gezwungener Aufenthalt in Chetúmal um einiges in die Länge zieht. Als erstes müssen wir unsere gesamte Küche, sowie Abdeckungen und Isolation ausbauen (bzw. herausreissen). Von innen wird dann das Blech in die andere Richtung gehämmert. Uns wird schon beim Zusehen schlecht. In der Zwischenzeit wird dann unsere Farbe bei einem Lackierer angemischt. Bis dann alles geschliffen, ausgebessert und neu lackiert ist, sind ganze acht Tage vergangen. Und poliert ist die Seite noch nicht. Weil wir mit unserer Geduld am Ende sind, machen wir das dann aber selber. Zuerst müssen (oder dürfen) wir unsere Küche endlich wieder einbauen. Bislang stand das alles kreuz und quer im Bus und wir sind froh jetzt endlich wieder unser eigenes "Zimmer" zurückzuhaben. Am neunten Tag können wir die Werkstatt / unseren Schlafplatz dann tatsächlich verlassen, um auf dem Weg zur Lagune von Bacalar festzustellen, dass die Kupplung nach wie vor nicht funktioniert. Halleluja.

    Wie wir die neun Tage beim Mechaniker überbrückt haben erfahrt ihr im nächsten Post.
    Læs mere

  • Chetúmal (sunny edition) #1

    18. februar 2023, Mexico ⋅ ☀️ 31 °C

    Während wir eine gefühlte Ewigkeit in der Garage von George standen, wurden wir auch Teil seiner Familie. Bei jeder Mahlzeit waren wir eingeladen und haben vom fritierten Schweinefuss, über Schafskopf bis hin zum Schweineohr alles probiert. Wir erfahren die mexikanische Diät einmal mehr nicht nur als fleischlastig, sondern mindestens als fleischzentriert. Gegen Ende wünschen wir uns sehnlichst nur noch Gemüse.

    Zudem ist hier gerade Karneval. Auch da gehen wir mit der erweiterten Familie hin und führen uns den Umzug sowie die Tanzshow zu gemüt. Guggenmusiken fehlen hier, dafür ist die Musik mindestens ebenso laut und die Leute tanzen passionierter und weniger betrunken als zu Hause. Auch Larry gesellt sich am Meerufer zur Meute. Larry ist das hier ansässige Krokodil. Sein Auftauchen bildet für Geroge's Kinder (Jorgito und Carlitos) auch das Stichwort, dass sie uns vom Krokodil erzählen, welches sie einmal als Haustier hatten. Das Tier hat aber zwei Monate nichts gefressen und wurde daher von ihnen irgendwo wieder pflichtbewusst freigelassen.

    Die Tage nimmt uns George's Frau (Yamelie) zur Ablenkung noch mit auf den Markt wo wir uns unter anderem über die zum Verkauf angebotenen Babiehammerhaie den Kopf zerbrechen.

    Dann gibt es auch noch viel Bier zu trinken. Jeden Tag eigentlich. Und in der Regel auch schon so ab Mittag.

    Eines Tages machen wir dann noch für alle ein Fondue, das wir zuvor per Zufall in einem Laden in Tulum entdeckt haben und eigentlich nur für 1-2 Personen gedacht wäre.
    Læs mere

  • Chetúmal (sunny edition) #2

    19. februar 2023, Mexico ⋅ ☀️ 30 °C

    Und an einem Tag war auch noch eine Art Holi Festival in der Stadt. Nur, dass es die Leute hier "Run Color" getauft haben. Auf jedenfall gehen wir auch da mit der Familie von Luis hin, rennen mit und werden am Ziel mit einem DJ Set, noch mehr Pulverfarbe und Wasser spritzenden Feuerwehrschläuchen belohnt. Nach dem Fest gehen wir uns inkl. Kleidung im trüben Meer (wahrscheinlich unweit von Larry) baden und putzen.Læs mere

  • Chetúmal (sunny edition) #3

    20. februar 2023, Mexico

    Am Sonntag gehen wir mit Luis (George's Mitarbeiter/Partner) und seinem Sohn an eine Art Familienvereinsfussballspiel. Weil der Gegner nicht vollzählig auftaucht, gewinnt "unser" Team forfait und so darf Simon beim alternativen Freundschaftsspiel mitspielen.

    Am Nachmittag gehen wir dann alle und noch ein paar mehr zusammen an den See von Bacalar und baden / picknicken dort zusammen.

    Einmal lädt uns Luis noch ein bei ihm zu Hause zu übernachten. Dort lernen wir, dass viele Mexikaner hier in Hängematten schlafen. Das Haus ist übersäht mit Haken in den Wänden, an denen man Hängematten befestigen kann. Wir sind gerührt von der Gastfreundschaft von Luis' Familie (Landy, Leo und Bella), haben uns aber die nächsten Tage nicht mehr dafür Bella's Bett in Beschlag zu nehmen.

    Eines Abends werden wir wieder einmal aufgefordert ins Auto (ein VW T3, mit dem die Familie hier überall hinfährt - meist sind wir etwa zu zehnt) einzusteigen. Mittlerweile fragen wir gar nicht mehr wo wir hingehen, sondern gehen einfach mit, wenn wir dazu aufgefordert werden. Ganz so wie es auch ein Hund tun würde. Wie dem auch sei, fahren wir also irgendwo in die Dunkelheit und durch Wälder und Felder bis wir auf einer kleinen Farm ankommen, auf deren Veranda gerade ein Schaf gehäutet wird. Beim anschliessenden Prozess dürfen wir bei einem Glas frischem Kokosnusswasser mit Vodka zuschauen.

    An einem anderen Tag fahren wir zum Haus eines Primarlehrers, der uns ein paar Dinge über die Geschichte von den Maya, Chetúmal und Mexiko erzählt. Zudem berichtet er uns von den Alux, koboldartigen Schutzgeistern, die auf manchen Grundstücken ihren Unsinn treiben. Tatsächlich haben dann alle in der Runde irgend eine Gruselgeschichte zu erzählen, wie sie bereits einmal ein entsprechendes Wesen haben vorbeihuschen oder poltern sehen.

    Zum Schluss und zum Abschied kochen wir noch etwas schweizerisches (Älplermagronen) für die rund 15-köpfige Familie. Für uns insoweit auch was neues, weil wir das noch nie gekocht haben.

    So haben wir also einen Teil der Zeit hier beim Mechaniker verbacht und dabei auch ein bisschen Spanisch (insbesondere Fluchwörter) gelernt. So ähnlich stellen wir uns das Leben bei einer Gastfamilie vor.

    Glücklich verlassen wir die Stadt im Glauben nie mehr hier her zurückzukehren in Richtung Lagune von Bacalar, um dort endlich ein paar Tage am Wasser verbringen zu können. Doch es sollte anders kommen.
    Læs mere

  • Ein paar Tage an der Lagune von Bacalar

    2. marts 2023, Mexico ⋅ ☀️ 32 °C

    Nun, nach zehn Tagen beim Mechaniker funktioniert unsere Kupplung nach wie vor nicht. Mit Müh und Not schaffen wir es an die Lagune von Bacalar, wovon wir die letzten zwei Wochen immer geträumt hatten. Und tatsächlich gleicht dert Ort einem Traum: tagsüber angenehm warm, nachts angenehm kühl, das Wasser leuchtet in allen erdenklichen Blautönen und wir haben ein bisschen Wifi. Ah und einmal kommt von irgendwo her noch ein Pfauenpärchen vorbei. Trotzdem zerbrechen wir uns etwas den Kopf, weil wir nicht wissen wie (und ob) es nun weitergeht. Um den Bus wieder fahrbereit zu kriegen, müssen wir offenbar den Rest der Kupplung ebenfalls austauschen. Unser Mech schafft es nicht die entsprechenden Teile aufzutreiben und die VW Garage in Chetúmal verlangt für ein nicht komplettes Set mit einem Monat Lieferzeit einen äusserst beeindruckenden Preis. Im Internet machen wir uns selber schlau und werden trotzdem nicht viel klüger. Alle in Mexiko angebotenen Produkte sehen auf den Fotos anders aus als die zu unserem Fahrzeug passenden Ersatzteile, die wir auf europäischen Webseiten gefunden haben. Da wir nicht vom Fach sind wird unsere Entscheidung in grossem Masse visuell beeinflusst. Schliesslich werden wir bei einer Firma aus Estland fündig, die auch nach Mexiko verschickt. Liefertermin ist in etwas mehr als zwei Wochen, wobei wir schon von mehreren Reisenden gehört haben, dass internationale Sendungen gut und gerne auch etwas länger dauern. Für's erste bleiben wir aber bei der Lagune von Bacalar.

    Wir geniessen die Tage im Wasser, im Kayak und in der Hängematte. Nach etwa einer Woche haben wir unsere letzten Vorräte aufgebraucht und kein Trinkwasser mehr und müssen daher wohl oder übel wieder nach Chetúmal in die Stadt fahren. Zuerst enttlüften wir unsere Kupplung (darauf sind wir mitlerweile spezialisiert) und fahren danach los. Ziel ist das Haus von Dany und Mary, die in der App iOverlander gelistet sind und gerne Reisende vor ihrem Haus übernachten lassen. Auch ein Walmart soll ganz in der Nähe sein. Die ersten paar Kilometer schaffen wir es noch ab und zu einen Gang hoch oder runter zu schalten, sobald wir aber in der Stadt ankommen, kommen wir aus dem ersten Gang nicht mehr raus. Wir fahren in Zeitlupe weiter während uns an den Ampeln der Motor verreckt. Mit super guter Laune erreichen wir das Haus von Dany und Mary.
    Læs mere

  • Casa Dany y Mary #1

    5. marts 2023, Mexico

    Was bisher geschah: Kupplung geht kaputt, Kupplung wird geflickt, wir verbringen ein paar Tage an der Lagune, Kupplung ist immernoch kaputt, wir bestellen eine neue Kupplung, wir fahren zurück in die Stadt Chetúmal und zwischen den Zeilen vergeht viel Zeit.

    Zurück in Chetúmal finden wir frische Lebensmittel sowie Dany & Mary. Bei letzteren dürfen wir unseren Bus vor dem Haus parkieren, um dort zu übernachten. In Chetúmal kennen wir uns mittlerweile relativ gut aus. Für uns Grund genug nach dem Lebensmitteleinkauf wieder zurück zur Lagune zu fahren, um die Zeit bis zum Eintreffen der Ersatzkupplung in schöner Umgebung zu überbrücken. Dagegen spricht aber, dass sich unser Auto kaum noch fahren lässt.

    Dany organisiert einen Mechaniker, der vorbeikommt und sich unser Auto noch einmal anschaut. Der Mech kann uns zwar auch nicht gross weiterhelfen, versichert uns aber zumindest, dass das Problem nicht beim bereits ersetzten Geberzylinder liegt.

    Dany und Mary meinen, dass wir mit dem Auto nicht mehr fahren und doch einfach bei ihnen bleiben sollten. Wir möchten die Gesundheit unseres Getriebes eigentlich auch nicht unnötig aufs Spiel setzen und willigen ein noch eine Nacht zu bleiben. Ein paar weitere Nächte folgen und mittlerweile haben wir im Haus unser eigenes Asylzimmer.

    Dany und Mary haben es sich zur Aufgabe gemacht möglichst viele Reisende bei sich zu empfangen. Wir stossen bei den beiden auf offene Arme und unermessliche Gastfreundschaft. Wir gehen zusammen an den See, besichtigen Ruinen, besuchen das Kino, helfen beim Frühjahrsputz und beim Wände streichen mit, perfektionieren unsere Spanischkenntnisse, kochen für unsere Gastgeber und passen aufs Haus auf, wenn sie arbeiten.
    Und auch Dany und Mary erzählen uns persönlich erlebte Geschichten von böswilligen Kobolden, Geistern und Onklen die Exorzisten sind. Erzählungen, die sich in Mexiko offenbar in jedem Bildungsstand wiederfinden.
    Læs mere

  • Casa Dany y Mary #2

    6. marts 2023, Mexico ⋅ ☀️ 30 °C

    Bei Dany und Mary fühlen wir uns bereits wie zu Hause. Wir lernen jeden Tag neue spanische Ausdrücke, helfen im Haushalt mit und machen Movienights. Während drei Tagen bricht über Chetúmal eine Plage. Täglich nach Einbruch der Dämmerung erscheinen aus dem Nichts abermillionen kleine Fliegen (Mosquitos Bobos) mit einer Mission: uns ins Gesicht und in die Ohren zu fliegen. Die Mission gelingt.Læs mere

  • Gleich am zweiten Tag nimmt uns Dany mit auf eine Erkundungstour zu der nahegelegenen ziemlich unbekannten Maya Stätte Oxtankah.

    Wie jede andere ist auch diese Ruine aus bestimmten (meist geschichtlichen) Gründen eine ganz besondere. An die Gründe können wir uns nicht mehr erinnern, dafür aber an die absolute Ruhe die wir dort umgeben vom Dschungeldickicht erlebten.

    Dany macht uns auch auf einen Chechén Baum aufmerksam, dessen dunkle triefende Rinde bei Berührung heftigen Ausschlag und Brennen auslöst. Ähnlich wie bei Brennnesseln nur krasser. Obwohl es uns gereizt hätte haben wir den Baum nicht berührt. Auch weil die Symptome über Tage anhalten können und gemäss Dany nur ein Gegenmittel existiert. Und zwar eine Brühe aus der Rinde des daneben wachsenden Chakáh Baums (helle Rinde).

    Nachdem wir uns bei den Ruinen vollgeschwitzt haben machen wir uns auf den Weg an einen Geheimspot an der Lagune von Bacalar. Dort hat sich bereits die halbe Stadt versammelt, weshalb wir nur noch in den hinteren Rängen Platz finden. Dafür lässt es sich hier gut im Schlamm stecken bleiben.
    Læs mere

  • Palmar

    10. marts 2023, Mexico ⋅ ☀️ 32 °C

    Auch nach Palmar nehmen uns Dany und Mary mit. Uns bleibt im Moment ja kaum eine andere Möglichkeit dort hin zu gelangen. Was wir dort vorfinden ist ein Badeort an einem ultra klaren Bach. Unterwegs haben wir ein Hühnchen gekauft. Eigentlich haben es unsere Aupair-Eltern gekauft, indem sie Fabienne als sie bezahlen wollte abgelenkt haben. Diese fiese Masche zieht leider fast immer. Wie dem auch sei, das Hühnchen wird mit Tortillas und irgendwelchen scharfen Saucen vor Ort direkt aus Plastiktütchen gegessen (mexikanischer Art).

    Später gehen wir noch auf eine Bootstour auf dem vom Bach gespiesenen Rio Hondo. Das absolute Highlight der Tour ist, als Dany beim Mangrovenfotoshooting ins Wasser fällt.
    Læs mere

  • Ruine Kohunlich

    13. marts 2023, Mexico

    An einem anderen Tag nimmt uns Dany mit zu einer anderen Ruine, deren Name mir gerade nicht einfällt. Später würde ich den Namen bestimmt noch googeln und im Titel korrekt hinterlegen. Für den Moment nennen wir sie Zactolatl. Viel mehr gibt es hierzu eigentlich auch nicht zu sagen. Ausser vielleicht, dass wir einmal mehr die einzigen Besucher sind, was in der Region hier keine Ausnahme zu sein scheint.

    PS: an den palmenartigen Bäumen hängen zum Teil lustige Kaktuspflanzen.
    Læs mere

  • La Union und Cenote del Cocodrilo Dorado

    19. marts 2023, Mexico ⋅ ☁️ 33 °C

    Hier hin wären wir von uns aus bestimmt auch nie gefahren. Der Ort la Union und die hier positionierte Cenote, in der wir kein goldenes Krokodil gesehen haben, liegen am Ende einer langen Strasse, die sich entlang der Grenze zu Belize in die hinterste Ecke Mexikos zieht. Dany und Mary wollen uns aber auch diesen Ort nicht vorenthalten. Daher fahren wir die zwei Stunden durch Urwald und Zuckerrohrplantagen, um am Ende in la Union von deren ehemaligen Bürgermeisterin mit einem schmackhaften Mittagessen empfangen zu werden.
    Hinter dem Haus der Ex-Bürgermeisterin fliesst ein Fluss auf dessen anderen Seite Belize beginnt (oder weitergeht - je nach Blickwinkel). Weil wir ganz lustig sind und um zu sehen ob etwas passiert gehen wir kurz rüber. Es passiert nichts. Nur ein paar Basiliske rennen übers Wasser. Da alle Horkruxe bereits zerstört wurden, greifen wir nicht ein und lassen die Tiere passieren. Zur Sicherheit vermeiden wir aber Blickkontakt.

    Etwas später sind wir dann mit vollen Bäuchlein an der berühmt berüchtigten Cenote. Wenn wir nicht schon so lange in der Region wären hätten wir wohl nie davon gehört. Jetzt sind wir aber eines besseren belehrt und wissen, dass in einer Höhle in der Felswand neben der Cenote ein Alux* lebt und einen Schatz bewacht. Um was es sich bei dem Schatz handelt konnte uns bisher niemand erklären den wir gefragt haben. Wir gehen davon aus, dass es sich um ein Goldvreneli handelt.

    Später erkunden wir die unglaublich grosse Cenote noch mit dem Ruderboot.

    *siehe frühere Episoden von 'Ey Mann, warum steht mein Auto?'
    Læs mere

  • Ausflug nach Mahaual

    20. marts 2023, Mexico ⋅ 🌬 27 °C

    Die Zeit vergeht und wir bleiben stehen. Nach wie vor warten wir auf die Ankunft unseres Paketes. Nach wie vor sind wir bei Dany und Mary untergebracht und mittlerweile als deren niños akzeptiert. Und nach wie vor vertreiben wir uns die Zeit. Unsere Laune folgt der ungefähren Form einer Sinuskurve. Schon lange brennt es unter unseren Hintern und wir verspüren den starken Drang weiterzuziehen.

    Zur Ablenkung üben wir mit Dany und Mary Spanisch oder machen mit ihnen Ausflüge.

    Einer davon zurück nach Mahahual, wo unsere Kuppelshitshow begann. Alejandra und Pedro sozusagen unsere mexikanischen Grosseltern, sind auch dabei. Das bedeutet, dass wir die zwei Stunden Fahrt zu sechst im Auto zusammengepfercht geniessen dürfen. Aber weil Sonntag ist, ist auch die conchinita pibil ❤ (pulled pork) mit dabei - für uns jeweils ein Zeichen dafür, dass eine weitere Wochen vergangen ist.
    Am Strand stellen wir unser Proficamp inkl. Umkleidekabine auf. Letztere war, wie wir entsetzt feststellen durften, auch als WC tätig. Nach dem Mittagessen schnorcheln wir noch ein bisschen im Meer und sehen unser erstes Seepferdchen.
    Læs mere

  • Letzte Tage in Chetumal ❤️

    31. marts 2023, Mexico ⋅ ☀️ 27 °C

    Und wieder sind ein paar Tage vergangen. Und tatsächlich kommt unser Paket an. Nach ziemlich genau 5 Wochen in Chétumal. Wir freuen uns riesig und packen das Paket gleich vor der Poststelle auf. Aber auch dieses Mal hat sich unser Leben einen Streich überlegt. Der Nehmerzylinder, der einzige Teil unserer Kupplung, den wir wirklich austauschen müssen, liegt in zwei Stücke gebrochen vor unseren von Sekunde zu Sekunde wässriger werdenden Augen. Der Anblick der ultra schlecht verpackten Kupplung vor uns zürnt unsere Wut. So schnell kann uns aber niemand weiterhelfen, weshalb wir selber mit der Hilfe von Dany nach einem Ersatz suchen. Wir gehen von einem Autoteileverkäufer zum anderen und finden nichts. Schliesslich finden wir das Teil aber auf einem mexikanischen Onlinemarkt. Die Bestellung geht raus und soll in drei Tagen da sein.

    Derweil sind Steffi und Manu gefolgt von Steffi und Marco mit ihren beiden Kids bei "uns" zu Besuch. Der Kontakt zu anderen vertrauten Gesichtern tut uns gut. Stephi und Manu bleiben noch etwas länger und werden in die Familie mitaufgenommen. Zusammen unternehmen wir noch weitere Ausflüge bis wir sie nach Belize weiterziehen lassen.

    Dann geht alles schnell (so 5 Tage): der neue Nehmerzylinder kommt an, wird eingebaut und wir sind wieder frei!

    Wir nutzen die gewonnene Freiheit dazu den Bus noch einmal zu testen und fahren zurück an einen unserer Libelingsorte: die Lagune von Bacalar.

    Nach zwei Tagen verlassen wir die Lagune wieder und machen uns auf den Weg zu Dany und Mary, um uns vor unserer Weiterreise nach Belize zu verabschieden. Mit ein paar Abschiedstränen und Abschiedsgeschenken sagen wir unserer mexikanischen Familie lebewohl, in der Hoffnung sie bald einmal wieder in der Schweiz begrüssen zu dürfen. ❤️ Muchas gracias por todo Dany y Mary, les queremos mucho ❤️
    Læs mere

  • Casa Dany y Mary (Food Edition)

    31. marts 2023, Mexico ⋅ 🌙 25 °C

    Auch bei Dany und Mary durften wir die mexikanische Küche vertieft kennenlernen. Alejandra, Mary's Mama, kochte mehrmals für uns. Sie beglückte unsere hungrigen Bäuchlein mit Hühnersuppe (inkl. Füssen), selbstgemachten Tortillas mit Rindfleisch, unserem ersten Ceviche (mit Meeresschnecke) und mit dem besten Fisch, den wir je gegessen haben (dazu Pommes). Wenn Ausflüge auf dem Plan standen, haben wir meist an einem Stand ein gegrilltes Hühnchen mit Reis und Tortillas gekauft und mitgenommen. An den nächtlichen Marktständen von Chetumal haben wir auch unsere ersten "Elotes" (Maiskolben am Stiel mit Mayo, Käse und scharfen Gewürzen) und "Tostilocos" (aufgeschnittener Sack Chips mit warmem Mais, Käse, und diversen Toppings) probiert. Zum Frühstück (täglich gegen 11.00 Uhr) gabs normalerweise meist schon was deftiges wie z. B Empanadas mit Käse- oder Fleischfüllung. Die mexikanische Küche bleibt ihrer fleischzentrierten Art treu. Mary und Dany sind derweil sehr offen für Neues und lassen uns auch ab und zu kochen, so dass wir doch noch zu etwas Gemüse kommen und ihnen auch die schweizer Küche ein bisschen näher bringen können. Beim italienischen Pesto ist für Dany dann aber Schluss: darunter leidet er zwei Tage. Hat aber vielleicht auch damit zu tun, dass er mit Chili nachgewürzt hat bis ihm Wasser aus allen Körperöffnungen tropfte.Læs mere