• Lisa Reichmuth
  • Lisa Reichmuth

Skandinavien

Lisa tarafından 74 günlük bir macera Okumaya devam et
  • Sarek NP und das Rapadal-Delta

    9 Eylül 2022, İsveç ⋅ ⛅ 11 °C

    Im folgenden Beitrag werde ich versuchen, mein bislang größtes Highlight der Reise zu beschreiben. Ich werde meine Begeisterung nicht zurückhalten können, es wird also viel Text mit überschwänglichen Worten geben... Wem meine anhaltende Euphorie auf den Keks geht - you are warmly welcome to skip the text (selber schuld😜), aber seht euch verdammt nochmal diese geilen Bilder an, die zumindest im Ansatz zeigen, wie wunderschön es dort war!
    Also alle anschnallen - es geht los🤩🤩🤩

    Ich brauchte ein bisschen bis ich in den Tag starten konnte - die Nacht war ja dann doch wieder etwas kürzer gewesen durch das Feuerwerk am Himmel🌌🥰 Bereits um 8 Uhr hörte ich die ersten die vom Parkplatz starteten - ich hatte beschlossen den ersten Abschnitt mit dem Rad zu machen und hatte dadurch etwas mehr Zeit. In der Hauptsaison kann man nach diesem Abschnitt einen Shuttle per Boot nehmen, das heißt 10km laufen bis zum Bootsanleger und dann 6km mit dem Boot bis nach Aktse zur Wanderhütte Aktseprehytta von der es dann nochmal 8km auf den Berg bis zum Aussichtspunkt sind. Leider erklärte mir die Dame gestern am Telefon, dass das aktuell nicht ginge, weil Nebensaison und neben ihrem Hotelbetrieb gerade zu wenig Zeit sei. 16km zu Fuß allein bis zur Hütte + dann nochmal hoch zum Gipfel hatte ich keine Lust (ich hatte ja zuvor schon schmerzlich die Erfahrung gemacht, dass so eine Strecke absolut kein Klaks ist... 🙈) - also 10km mit dem Rad und dann den Rest zu Fuß... Diese ersten 10km waren dann aber kurz schon etwas gewöhnungsbedürftig - mit dem riesen Rucksack mit Zelt und allem angeschnallt musste ich mich kurz umstellen was die Balance angeht, dann noch die klobigen Wanderschuhe dazu - hat sicher interessant ausgesehen😅👌🏼 Zudem war der Weg mehr Mondlandschaft als Weg und man musste großen Schlaglöchern und spitzen Steinen ausweichen. Mein armes Fahrrad quitschte und ächtste unter mir und teilweise fühlte es sich echt so an, als würde es unter dem Gewicht richtig zusammengedrückt. Fingers crossed, dass die Räder keine Luft lassen bis ich zurück komme 😬🤞🏼🤞🏼🤞🏼
    Ich war trotzdem heilfroh, dass ich die ersten Kilometer so relativ schnell absolvieren konnte, ich kam an einigen vorbei die deutlich vor mir gestartet waren. Ich kam am Bootsanleger an und hatte hier schonmal den ersten tollen Blick auf ein wunderschönes Panorama mit dem Laitaure-See und im Hintergrund die hohen Berge des Sarek NP die teilweise mit Schnee bedeckt waren.
    Die 6km durch den Wald waren verhältnismäßig entspannt und als ich an der Hütte ankam war ich noch frisch und wenig erschöpft. Hier gab's erstmal meine geschmierten Brote zur Stärkung bevor ich den Anstieg anging. Es war geniales Wetter, 17°C und strahlender Sonnenschein - ich saß im Top da und genoss die Wärme ☀️🤗.
    Hinter der Hütte ging es dann ziemlich steil Berg auf und je höher ich kam desto lichter wurde das Grün, wodurch der Blick auf das Rapadal-Delta immer freier wurde. Das war ja schon von hier gigantisch, wie sollte das denn dann erst vom Aussichtspunkt Skierfe sein!!???
    Die Baumgrenze war relativ schnell erreicht und ich sah hier schon einige Gleichgesinnte mit Zelte stehen. Ich suchte mir ebenfalls ein Plätzchen und schlug mein Lager auf - von hier hatte man einen tollen Blick ins Tal😍🤗
    Voll motiviert ging es weiter - es war 15.45 Uhr, ich musste mich etwas beeilen wenn ich noch bis zum Gipfel und vor der Dunkelheit wieder unten sein wollte. Ohne Rucksack lief es sich aber superleicht und wie ich gehört hatte war es von hier auch nicht mehr besonders weit, also nahm ich bis auf meine Jacke und das Handy wirklich garnix mit.
    Nach kurzer Zeit begegnete ich einem älteren Mann, der mich verdutzt ansah und fragte, ob ich kein Wasser mithätte. Er erzählte mir, dass er gerade vom Gipfel kam und (mit Pause) 3h bis hierhin gebraucht hatte... Hmm Mist, das war jetzt doch eine Angabe die mich etwas verunsicherte 😬🙈
    Naja, sollte ich es wirklich nicht bis hoch schaffen, müsste ich es eben morgen früh nochmal versuchen. Ich zog das Tempo an und kam gut voran. Das fiese ist, dass man immer denkt die nächste Anhöhe führt dann zum Gipfel, aber tatsächlich geht es 2x nochmal runter und wieder hoch bevor es dann nochmal ein gutes Stück richtig steil bis zum Aussichtspunkt geht. Mittlerweile war das ganze mehr Trailrunning als gemütlich Wandern und ich wurde doch ein bisschen unsicher es noch reichen sollte. Der Blick auf die Uhr sagte aber dass ich noch in der Zeit war und ich wollte es uuuunbedingt schaffen denn das Abendlicht war einfach nur wunderschön und ich hatte mich schon den ganzen Tag so drauf gefreut, also gings zielstrebig weiter. Nach knapp 2h war ich oben und wurde mit einer absolut fantastischen Aussicht belohnt. Natürlich hatte ich zuvor schon Bilder gesehen, aber das in live zu sehen und das ganze Ausmaß dieses Tals durchzogen mit den Wasseradern das ist wirklich schwer in Worte zu fassen!!
    Ich lief an der Kante auf und ab und machte keine Ahnung wie viele Bilder. Wie man auf Bildern von weiter weg sehen kann ist der Aussichtspunkt nur so eine Spitze, das heißt nebendran geht es wirklich senkrecht (um die 800m) runter. Das war einfach so krass - dieser Abgrund, unten dass das Delta, das Abendlicht was das Ganze richtig strahlen ließ und sich im Wasser spiegelte - ich weiß nicht, wann ich jemals in meinem Leben schonmal etwas so cooles gesehen hab!!!
    Ein Holländer (der von Ritsem den NP in 5 Tagen durchquert hatte - ich dachte echt ich hör nicht richtig!!) und ein deutsches Pärchen (Michael und Lara) hatten ihr Zelt sogar hier oben aufgeschlagen. Das war natürlich schon genial, aber mit dem ganzen Gepäck hier hoch - nein danke 🙈. Wir kamen ins Gespräch und aus dem 'schnell hoch, gucken und ganz schnell wieder runter' wurde über eine Stunde gucken, quatschen und austauschen über Erlebnisse und die weitere Reiseroute🙈
    Als ich auf die Uhr sah war es 19 Uhr - jetzt aber schnell! Ich riß mich schweren Herzens von diesem Ausblick los, verabschiedete mich und lief querfeldein über die großen Steinbrocken nach unten (der Hauptpfad hätte nochmal einen riesen Bogen gemacht und in diesem Abschnitt findet man den trotzdem relativ schlecht, weil einfach alles gleich aussieht in diesem riesen Haufen Geröll und es keine Markierungen gibt, wodurch eh jeder läuft, wie er/sie eben denkt, dass man am besten hochkommt). So konnte ich ein bisschen abkürzen und als ich wieder auf dem gut sichtbaren Trampelpfad war konnte ich es richtig laufen lassen und so legte ich eine weitere Joggingeinheit zurück. Ein bisschen schade, dass man bei den Wegen immer sehr konzentriert gucken muss wo man läuft, am liebsten hätte ich alle paar Meter angehalten, um die Aussicht zu genießen. So da langzujoggen in der kühlen Abendluft mit diesem Panorama war aber einfach genial (und wenn ich mal joggen gut finde, dann heißt das echt was!!)
    Zwischendurch musste ich aber dann doch ab und an anhalten um zu gucken und ein Foto zu machen - der Himmel war am Horizont richtig pastellfarben und es sah einfach zu schön aus!
    Nach knapp 1,5h war ich wieder am Zelt und zum einen total beflügelt von diesem hammer Ausflug und zum anderen doch auch ein bisschen stolz auf meinen Körper - das viele Laufen in letzter Zeit scheint sich langsam auszuzahlen, ich fand das heute überhaupt nicht so anstrengend und die Füße scheinen mittlerweile einfach aufgegeben zu haben sich zu beschweren - Schmerzen werden ja eh größtenteils ignoriert... auf jeden Fall ging das heute echt sehr gut 😅💪🏼😬👍🏼
    Es gab noch lecker Spaghetti Napolitana aus der Tüte und ich genoss das letzte Licht und den Blick aus dem Zelt über das Wasser.
    Ich war noch eine ganze Weile mit Bilder sortieren und Schreiben beschäftigt und als ich gegen halb 12 nochmal aus dem Zelt lugte, sah ich vor mir den riesigen Vollmond und die Nordlichter tanzten hinter meinem Zelt am Himmel - also wenn ein Tag als perfekt bezeichnet werden kann, dann wohl absolut DIESER!!!
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  • Mit unvergesslichen Eindrücken im Kopf

    10 Eylül 2022, İsveç ⋅ ⛅ 10 °C

    Ich schlief richtig gut und hatte es die ganze Nacht mollig warm (ich liebe diesen Schlafsack wirklich, er war die beste Investition!!). Um 5 Uhr war ich wach und mit wach meine ich wirklich hellwach - keine Ahnung was da los war, das ist schon sehr ungewöhnlich für mich 😅🙈
    Ich öffnete mein Zelt ein Stück weit und sah, wie die Sonne noch hinter der Anhöhe stand und die Berge um das Tal wieder so schön in Pastellfarben hüllte. Das Tal war verhangen mit Nebel und sah einfach wunderschön aus. Auf meinem Zelt war Eis - es muss über Nacht Minusgrade gehabt haben - trotzdem wollte ich unbedingt raus und sehen wie die Sonne über die Bergkuppel kommt 😍🤗 Ich zog all meine warmen Schichten an und war froh um jede einzelne! Wieder in die Wanderschuhe zu steigen war die größte Herausforderung - ich hatte gestern Abend an einer Stelle nicht richtig aufgepasst, war abgerutscht und so richtig tief in eine Schlammgrube /Pfütze gestiegen... Entsprechend feucht und durch die Temperatur mehr oder weniger gefroren waren die Schuhe nun innen😬😬😬
    Egal, die Freude über den Ausblick ließ mich das ignorieren und so stieg ich aus meinem Zelt und genoss diesen herrlichen Morgen, die frische Luft und den Blick aufs Tal. Unter dem Nebel sah man, dass die Wasserarme teilweise ganz, teilweise nur an den Rändern gefroren waren und je höher die Sonne stieg desto mehr wurden die Berge und das Wasser angestrahlt, desto dichter wurde der Nebel erst bevor er sich langsam lichtete und die Spiegelung der Berge im Wasser freigab. Meine Zehen spürte ich schon nach den ersten Minuten nicht mehr, aber das war echt Nebensache - die würden beim Laufen nachher schon wieder auftauen.
    Bis die Sonne wirklich über den Berg kommen würde dauerte es noch etwas, deshalb ging es dann doch nochmal kurz in den warmen Schlafsack zum Frühstück - die Schokicreme auf meinem Brot war nicht mehr im entferntesten Creme, aber ob Creme oder Schokolade in Stücken auf dem Brot ist mir persönlich ja reichlich egal 😁🍫🤭
    Als die Sonne rüber kam gings wieder raus - es war wieder ein perfekter Sonnentag vorausgesagt und schon die ersten Strahlen waren so angenehm warm im Gesicht ☀️🤗 Ich dachte ja erst, dass ich wegen der Kälte wirklich früh zusammen packen müsste, aber es gab so viel zu gucken - wie sich das Tal von Minute zu Minute veränderte, das Eis taute und der Nebel verschwand - dass der Rucksack erst nach 9 Uhr gepackt bereit stand. Was ein Ausflug, was ein Erlebnis!!!

    Es ging wieder runter zur Hütte, von da durch den Wald und mit dem Fahrrad (die Reifen waren zum Glück heile und prall geblieben🥳) über die Mondstraße zurück zum Parkplatz. Das zog sich diesmal schon etwas mehr, auf dem Hinweg hatte mir die Vorfreude so viel Energie gegeben und jetzt war der Körper doch etwas erschöpft und der Kopf müde von den vielen tollen Eindrücken.
    Am Auto gab's was zu essen, dann fuhr ich zur Hauptstraße, legte nochmal einen kurzen Zwischenstopp bei einer Raststelle mit schönen Blick über den See bis nach hinten wo man ganz klein die weißen Gipfel sah ein und war froh, als ich unter der warmen Dusche stand die ich mir beim Campingplatz in Jokkmokk kaufen konnte.
    Es war schon nach 17 Uhr und ich war echt platt, ich wollte aber die Zeit noch nutzen und gemütlich ein Stück weiterfahren bis in den Stora Sjöfallet NP eine Abzweigung weiter. Hier könne man mehr nur gucken und eher kleinere Spaziergänge machen, was für die nächsten Tage zur Erholung ganz gut klang. Die Strecke in den Park hinein war schon echt schön - sie erinnert stark an Strecken in Norwegen, es geht immer am Wasser entlang mit dem Blick auf die hohen Berge des Sarek NP gegenüber - es zog sich aber wahnsinnig und bis ich endlich einen Schlafplatz gefunden hatte war es kurz nach 21 Uhr. Ich baute nur kurz alles auf und um halb 10 waren die Lichter aus😴🤗
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  • Stora Sjöfallet NP

    11 Eylül 2022, İsveç ⋅ ☁️ 10 °C

    Nach 10h Schlaf wurde ich wach. Ich war körperlich erholt, aber vom Kopf noch völlig Matsch von diesen vielen tollen Eindrücken die letzten 2 Tage - Sarek hat mich echt geflasht!
    Ich frühstückte im Bett bei 2 Folgen Serie und fing dann an die Bilder der letzten Tage zu sortieren und mein Tagebuch auf den aktuellen Stand zu bringen, was durch all die Aufregung etwas vernachlässigt wurde...
    Der Tag startete bewölkt, nach und nach kämpfte sich aber die Sonne durch und der Blick auf das Akka-Massiv, eines der höchsten Berg-Massivs Schwedens wurde langsam frei.
    Ich versuchte das Chaos in meinem Auto etwas zu beseitigen, dann ging es die Straße wieder vor bis zum Naturum (der Mann in der Touristen Information in Jokkmokk hatte mehrmals betont, dass es sich hierbei um ein 5Mio-Gebäude in the middle of nowhere handle - er war wohl der Meinung, dass das absolut rausgeschmissenes Geld sei - und ich muss sagen, das war schon ein bisschen witzig, dieser riesen Trum da so versteckt neben der Straße.. 😅👍🏼). Hier sah ich mir die kleine Ausstellung an und aß eine Kleinigkeit - Pie mit Rentiersalami (dachte, wenn ich schon mal im Land der Rentiere bin muss ich das einmal probieren und es war echt richtig lecker 🙊.
    Es war halb 5 - um zum Wasserfall zu laufen war es irgendwie zu spät und auf Laufen hatte ich heute allgemein so garkeine Lust, die kommende Nacht sollte es regnen/schneien, das heißt morgen früh wäre alles nass und rutschig... Ich beschloss es bei diesem kleinen Übernachtungsbesuch im Stora Sjöfallet zu belassen und weiterzufahren Richtung Kiruna.
    Ich wendete auf dem Parkplatz und als ich schon fast an der Einbiegung war sprang ein Mann, der dort seine Sachen gerade zusammenpackte, gespielt vors Auto. Es war ein Naturfotograf der jedes Jahr um diese Zeit in der Gegend war und mich wohl am Abend zuvor in den Park fahren sehen hatte. Er fragte ob ich schon wieder abhauen würde von diesem schönen Fleck Erde und wir quatschten ein bisschen - Er war viel mit dem Kajak unterwegs und ließ sich des öfteren auch per Heli irgendwo auf den Gipfeln absetzen 👌🏼 Sein nächster Ausflug sollte auf das Berg-Massiv gegenüber gehen. Da wolle er dann zu einem Felsen klettern der genauso aussieht wie eine Schildkröte, diesen dann mit Halfter und Satteltaschen schmücken und sich dann wie ein Reiter darauf positionieren. Er müsse nurnoch eine Leiter organisieren, damit er da hochkomme und dann könne er eeendlich dieses lang ersehnte Bild schießen - was ein Vogel 😂😂😂🙈🤦🏼‍♀️
    Er gab mir eine seiner Karten mit der Internetadresse hinten drauf - witzigerweise war das ein Bild vom Rapadal-Delta und als ich ihm begeistert meine Bilder vom Vortag zeigte meinte er "oh verdammt du hattest aber schönes Licht, nee dann geb ich dir n anderes Bild..." (meine waren nämlich schöner 🤭😜🥰)
    Wir wünschten uns noch eine gute Reise und ich fuhr los. Wie zum Trotz, dass ich hier keinen Ausflug mehr gemacht hatte, kam in dem Moment die Sonne raus.
    Ich genoss es so durch die Herbstlandschaft zu fahren, war aber auch froh, als ich am heutigen Schlafplatz ankam. Es gab noch Vesper und dann war dieser Tag auch schon wieder vorbei.
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  • Mit der Linbana auf den Berg Nuolja

    12 Eylül 2022, İsveç ⋅ ⛅ 10 °C

    Ich wachte früh auf und drehte mich aber nochmal um. Heute war so ein Tag an dem ich am liebsten einfach liegen geblieben wäre 🙈 Naja, irgendwann musste ich aber ja dann trotzdem raus - heute sollte der letzte trockene Tag sein, bevor eine große Schlechtwetterfront über den Norden kommt. Ich frühstückte, dann ging es weiter nach Kiruna - hier wollte ich mir die Stadt anzuschauen und evtl. eine der Erzminen besichtigen, für die die Gegend so bekannt ist. Da Nebensaison ist sind auch hier die Führungen sehr begrenzt - die nächste wäre erst Mittwoch gewesen und extra deshalb 2 Tage warten hatte ich keine Lust. Also gings direkt weiter nach Abisko. Von hier startet der Fernwanderweg Kungsleden und es waren einige Leute in der Touristen-Station. Man könnte hier auch mehrere kleinere Tagestouren machen, die sich echt cool anhören, wegen dem Wetter in den kommenden Tagen wird das aber leider nix. Was ich aber unbedingt machen wollte war ein Ausflug mit dem uralt-Sessellift auf den Berg Nuolja. Ich hatte noch 2h Zeit bevor der Lift schließen würde und freute mich, dass es heute noch bei gutem Wetter klappte 🤗👍🏼
    Es ging 20 min nach oben - von hier hatte man einen wahnsinns Blick über den See Torneträsk und das Abisko-Panorama. Rechts die Bergkette hing in dichten Wolken und Nebel, links wurden die Gipfel und der See angeleuchtet und unten sah man die Straße, wie sie sich durch den orange-gelb gefärbten Wald schlängelt, den Abisko-Canon und wie der See hineinmündet und den Fluss Abiskojokka. Wie riesig dieses Gebiet einfach ist und diese massiven Bergketten um den See - von hier oben wurde schnell klar woher die Faszination für diese Gegend kommt die jedes Jahr so viele Abenteurer anlockt!
    Es ging zurück zur Talstation und weiter mit dem Auto zum heutigen Schlafplatz. Schade, dass hier nicht mehr drin war!
    Ich kochte noch was zu essen und kuschelte mich dann in den warmen Schlafsack 🤗
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  • Abisko NP und bis bald Schweden 🤗

    13 Eylül 2022, İsveç ⋅ ☁️ 8 °C

    Der neue Tag begrüßte mich mit strahlendem Sonnenschein und ein Blick in die Wetterapp sagte, dass das zumindest bis mittags auch so bleiben sollte. Der Abisko Nationalpark ließ mich irgendwie noch nicht los, es hatte so schön von oben ausgesehen und zudem war ich irgendwie noch überhaupt nicht bereit, jetzt schon über die Grenze nach Norwegen zu fahren. Also beschloss ich nochmal reinzufahren und doch noch 2 kleine Spaziergänge mitzunehmen. Kurz nach 10 war ich da und an der Touriststation war schon einiges los - das war schon irgendwie cool, wie da die gepackten Rucksäcke standen und sich alle bereit machten!!
    Ich ging als erstes Richtung Canon - wie so oft führten schöne Holzstege am sprudelnden Wasser entlang und als diese aufhörten folgte ich noch einem Trampelpfad bis ganz nach vorne wo das Wasser des Abiskojåkka in den Torneträsk-See fließen. Diese Farbkombination der grün-gelb-orangenen Bäumen mit dem leuchtenden blau des Wassers - davon bekomme ich einfach nie genug 🍂🌿🌊😍🤗
    Danach lief ich noch einen 5km-Rundweg, der erst entlang dem Abiskojåkka und dann zurück durch die Moorlandschaft und den Wald führt - hier wiederholte sich also nochmal vieles, was ich die letzte Zeit schon in den anderen Nationalparks gesehen hatte, was irgendwie ein schöner Abschluss war und gleichzeitig bekam ich zumindest ein mini kleines Bisschen das Gefühl den Kungsleden auch ein Stück weit erlebt zu haben.
    Es ging weiter Richtung Narvik - hier wollte ich mich ein bisschen kundig machen über die Lofoten und die Insel Senja die darüber liegt und mindestens genauso schön sein soll. Schneller als gedacht war ich über die Grenze und Norwegen begrüßte mich schon beim Rausfahren aus den Bergen in alter Manier mit Maustraßen, einem Blick auf einen wunderschönen Fjord mit riesen Brücke und Tunneln (diese verdammten Tunnel, das hatte ich irgendwie erfolgreich verdrängt über die letzten Wochen 😅😬🙄
    In Narvik gings dann gleich weiter mit dem Déjavue - überall surrten die Elektroautos an mir vorbei, willkommen zurück in Norge😅🙈👌🏼
    Die Dame an der Information konnte mir nur bedingt helfen - über Senja hatte sie keine Infos, empfahl mir aber trotzdem hinzugehen weil es so schön sei, was die Fähre zum Übersetzen von Senja auf die Lofoten angeht konnte sie nur auch bestätigen was ich schon online gefunden hatte - nämlich dass diese Fähre nur über den Sommer bis zum 03. September fährt und dann gab's noch den Hinweis, dass man heute Nacht in Narvik keine Nordlichter sehen könne, aber wo anders vielleicht schon... Hmm joa ok... 🙈🤦🏼‍♀️
    Es ging ohne Mehrwissen und größeren Plan Richtung Senja weiter, irgendwie sagte mir mein Bauchgefühl, dass das hier schön werden wird und sich die vielen Kilometer mehr lohnen werden (auch wenn mir bei den Norwegischen Spritpreisen jetzt schon wieder schlecht wird wenn ich nur dran denk🙈🙈🙈).
    Ich fuhr zu einem Campingplatz, weil sich der Wäschehaufen langsam nicht mehr ignorieren lässt und ich zumindest morgen wenn es den ganzen Tag regnet einen Unterschlupf wollte.
    Rolf - der Betreiber - kam auch gleich, zeigte mir alles, klopfte mir auf die Schulter und wünschte mir einen schönen Aufenthalt. Hier stehe ich jetzt am Solbergfjord, habe einen wunderschönen Blick aufs Meer und meinen eigenen kleinen Unterstand wo die Wäsche hängt und hoffentlich bis morgen trocken wird 🤞🏼🤗
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  • Serientag

    14 Eylül 2022, Norveç ⋅ ☁️ 9 °C

    Ich wurde durch den Regen wach und freute mich auf einen Tag ohne 'Verpflichtungen' - das klingt irgendwie ziemlich blöd wenn man grad in einem phänomenalen Urlaub ist und tolle Sachen erlebt, aber über einen so langen Zeitraum so viel zu sehen und ständig neu zu planen ist manchmal echt anstrengend... Ich hing ein bisschen durch und hatte nach den letzten tollen Erlebnissen ein irgendwie Angst den Bogen zu überspannen, nach dem Motto "ok das ist abgehakt ✅ was kommt als nächstes, wie lange brauch ich da hin, wo startet die Wanderung, wo kann ich dann schlafen und wo bekomme ich die nächste Dusche und eine Tankfüllung? Ist der Kopf nicht langsam voll? Daheim wärs jetzt so gemütlich... Aber jetzt bist du hier und wann bekommst du nochmal die Chance...!?".
    Solche kleinen Sinnkrisen hatte ich jetzt im Laufe der Reise schon immer mal wieder, va. dann wenn die nächsten Ziele noch nicht richtig feststanden oder ich mit Situationen außerhalb meiner Komfortzone konfrontiert wurde... Naja, wahrscheinlich ganz normal, aber irgendwie auch nicht hilfreich so weit weg von daheim...
    Aaaaaauf jeden Fall konnte ich diese Gedanken zumindest heute mal schön beiseite schieben - es würde den ganzen Tag regnen und ich würde diesen Ruhetag genießen! Entsprechend verbrachte ich den ganzen Tag in dem kleinen Küchenraum des Campingplatzes mit Essen, viel Tee (ich fühlte mich zu allem Überfluss seit ein paar Tagen etwas kränklich, vielleicht war auch das der Grund für die kleine Energieflaute🤔) und meinem Tablet - ein Serientag wie er im Buche steht 👌🏼👌🏼🤗
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  • Weiter nach Mefjord

    15 Eylül 2022, Norveç ⋅ ☁️ 11 °C

    Dadurch dass ich gestern den Tag ziemlich verbummelt hatte (was echt gut getan hat🌧️📺👌🏼) war ich irgendwie planmäßig immer noch nicht so richtig weiter😅🙈 Ich beschloss, dass heute auch noch nicht viel passieren musste, setzte mich wieder oben in mein lieb gewonnenes Küchenkämmerchen und frühstückte erstmal. Danach schrieb ich eeendlich die Karten, die ich schon eine Weile mit mir rumfahre 😅🙈 dann wurde die restliche Wäsche abgehängt und alles wieder an seine Plätze verstaut, bevor es weiterging Richtung Mefjord, wo ich morgen auf den Berg Grytetippen laufen möchte 🤗
    Ich fing ein neues Buch an, hörte den Regen zu und ließ den Tag gemütlich ausklingen.
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  • Grytetippen (880m)

    16 Eylül 2022, Norveç ⋅ ☁️ 12 °C

    Um kurz vor 10 gings los. Als ich aufgewacht war hatte es nochmal leicht geregnet und ich erwartete einen etwas ungemütlichen Aufstieg - jap, damit sollte ich auch nicht ganz falsch liegen, das erste Drittel des Aufstiegs gings durch puren Matsch und Wasserlöcher... Dieses Schmatzende Geräusch wenn man seinen Schuh aus dem Matsch zieht, um einen Schritt zu machen - seit meinem allerersten Ausflug in die Berge hier in Norwegen und etlichen unfreiwilligen Abgängen in Matschgruben bin ich etwas traumatisiert und allergisch gegen dieses Geräusch 😬😂🙈 Ich fluchte leise vor mich hin und erwartete die nassen und anschließend kalten Füße bereits jetzt schon. Zum Glück wurde es weiter oben deutlich angenehmer zu laufen und die nassen Füße blieben auch aus 😅👍🏼
    Als ich den ersten Hügel erklommen hatte (eigentlich war das bis hier hin schon anstrengend gewesen, aber nach dem was da noch kommen sollte, war das wirklich ein süßes Hügelchen gewesen😳😬😬) kam der Wind - ich hatte am Morgen zwar gesehen, dass es windig werden sollte, aber DAS hatte ich nicht erwartet 🙈 In dem Fall war das aber ganz gut sogar, der Wind pustete mir ordentlich meinen Kopf frei von den ganzen Grübeleien die mich die letzten Tage so begleitet hatten.
    ... Und dann tauchte die Felswand vor mir auf....
    Boah echt jetzt, da solls hochgehen?? Ganz kurz dachte ich mir "Nee echt nicht, nicht heute!" - aber ich wäre ja nicht ich, wenn mein sportlicher Ehrgeiz mich nicht doch noch packen würde und ich wusste, dass der Ausblick nachher alles wieder wett machen würde. Zudem wurde mir im Laufe der Wanderung klar, dass das wahrscheinlich einer der letzten Ausflüge dieser Art auf meiner Reise sein wird und das trieb mich dann doch wieder an.
    Es ging immer weiter den Pfad entlang. An einem bestimmten Punkt war es dann wieder nurnoch über Geröll und Felsbrocken klettern - auf dem einen Bild sieht man die Steinpyramiden die einem den Weg leiten sollen (wenn man sie denn dann als solche identifizieren kann, weil eigentlich wars mal wieder Wurst wo man klettert, es geht einfach nur hoch... 😅🙈). Keuchend kam ich oben an der 'Gabelung' an, wo es links zum Gipfel des Grytetippen und rechts zum Berg Keipen geht.
    Ich ging links und schleppte mich Meter für Meter nach oben. Schon an der Gabelung war der Blick auf den Fjord freigeworden und fantastisch gewesen, oben angekommen erwartete mich aber dann ein echter Knallerblick. Jap das entschädigte definitiv für den Aufstieg. Es war bewölkt, trotzdem konnte man von hier oben ewig weit sehen und diese vielen zackenförmigen Gipfel um mich herum sahen einfach nur unreal aus. Dieses Land mit seiner landschaftlichen Rohheit und Rauheit haut mich einfach immer wieder um!!
    Ich schaute noch eine ganze Weile und entdeckte etliche Gipfel von denen ich zuvor gelesen hatte. Soooo cool einfach! 🤩🤩🤩
    Der Abstieg war ganzschön heftig für die Knie und ich war froh um meine Stöcke, die ich eigentlich das erste Mal auf dieser Reise so wirklich in Gebrauch hatte.
    Das Schlammbad weiter unten wurde zum Glück dann auch ohne größere Matschbäder (ich war mir beim Aufstieg zu 100% sicher gewesen, dass ich mindestens 1x ausrutschen und voll mit dem Hintern reinfallen würde!! 🤦🏼‍♀️) überwunden und ich kam happy am Auto an.
    Der nördlichste Punkt meiner Reise ist erreicht und irgendwie wird es jetzt real, dass es wieder gen Süden und damit Richtung Heimat und Ende der Reise geht.
    Ich freue mich auf die Rückreise und bin gespannt, ob da noch die ein oder andere Überraschung auf mich wartet. Gleichzeitig freue ich mich jetzt auch wirklich auf daheim, meine Freundinnen und meine Wohnung. Ich werde versuchen nochmal alles aufzusaugen und zu genießen und wenn ich auch nicht mehr alle To Do's und Gipfel auf meiner Liste schaffen werde, war das bis hier hin schon definitiv mehr Abenteuer und unvergessliche Momente, als ich mir jemals hätte träumen lassen 🇳🇴😍🤗
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  • Lofoten

    17 Eylül 2022, Norveç ⋅ ⛅ 12 °C

    Der Tag begrüßte mich mit Sonne und das sollte auch den kompletten restlichen Tag so bleiben ☀️🤗
    Ich schrieb ein bisschen fürs Tagebuch, frühstückte und packte dann zusammen. Bevor ich fuhr schaute ich mir noch das Freilichtmuseum an neben dem ich heute Nacht gestanden hatte. Das waren nur 5 Hütten bzw. Häuser und natürlich nix offen wegen Nebensaison, trotzdem wars ganz nett so durchzulaufen.
    Dann ging es Richtung Lofoten, immer entlang der E10, der Hauptstraße, die sich komplett durchzieht und die Inseln verbindet. Auf den Lofoten ist der Herbst noch nicht ganz angekommen und ich genoss es auch mal wieder etwas grün um mich rum zu sehen. Es war schön einfach der sich schlängelnden Straße zu folgen und diese verrückte Landschaft auf sich wirken zu lassen. Diese massiven Felswände links und rechts der Straße und darunter die winzig aussehenden Häuser mit dem ganzen Wasser überall, das ist schon enorm!
    Immer wieder hielt ich an um zu gucken und Bilder zu machen, die die Landschaft und das tolle Licht mit der Sonne einfangen - manchmal denkt man echt man ist im Film, wenn die Gipfel in einer Wolke hängen und die Sonne noch hindurchstrahlt oder wenn der Dunst so überm Wasser hängt - einfach super!!
    Mittagessen gab's an einem weißen Strand der übersät war mit Muscheln. Das Wasser war hier türkisblau und mittendrin war eine kleine Insel, die über einen schmalen Sandstreifen erreichbar war. Natürlich verpasste ich, dass das Wasser irgendwann leicht stieg und musste an manchen Stellen zum Strand zurück waten, aber in dem Fall machten mir die nassen Füße nix aus 🤗
    Ich fuhr bis kurz vor Henningsvær. Eigentlich hatte ich gedacht vielleicht noch mit dem Rad reinzufahren, um endlich auch mal abends was zu unternehmen - Henningsvær wird als sehr modern beschrieben es gibt viele Bars und es ist wohl ein bisschen mehr los als in den anderen 'Städten' drumrum. Leider scheint das eine sehr beliebte Ecke für Camper zu sein, sodass ich nicht so nah rankam an die Stadt wie erhofft. In die Stadt werde ich es also nicht mehr schaffen - nachdem es ultra windet, kam dann auch mal wieder die gemütliche Ü30erin in mir durch und ich beschloss mich mit essen im Bett und einem Film zu begnügen - schont ja auch den Geldbeutel 😅🤑.
    Ich stehe diese Nacht direkt am Wasser und bin gerade noch dabei den Sonnenuntergang zu beobachten. Der Wind schaukelt das Auto und man kann die Wellen plätschern hören - heute Nacht werde ich sicher gut schlafen 🌊🌬️😍🤗
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  • Reine(bringen)

    18 Eylül 2022, Norveç ⋅ ☁️ 11 °C

    Das Wetter war für heute nicht besonders gut vorausgesagt, zumindest vormittags sollte es aber trocken bleiben. Entsprechend früh wollte ich los - bis zu meinem heutigen Ziel Reine waren es knapp 2h Fahrt. Da mich gestern Abend das Polarlichter noch überrascht hatte und ich mir wieder einmal begeistert die Nacht um die Ohren geschlagen hatte, war das Aufstehen nicht ganz leicht, aber nachher war es schön die Straße mehr oder weniger für sich zu haben und nochmal die Landschaft auf sich wirken zu lassen 🤗
    An einem der vielen schönen Aussichtspunkte hielt ich an und knipste ein paar Bilder. In dem Moment sprach mich ein junger Mann mit Rucksack an (im Video läuft er mir auf der Brücke grad entgegen😃) , wohin ich weiterfahren würde und ob ich ihn ein Stück mitnehmen könne. Philipp heißt er und kommt aus dem Raum Karlsruhe. Ich packte meinen ganzen Krempel vom Beifahrersitz nach hinten und er quetschte sich mit seinen knapp 2m irgendwie ins Auto 😅🙈 Da er zur Fähre musste und Moskenes nur ein paar Minuten weiter liegt wie Reine, fuhr ich ihn noch das Stück und setzte ihn dort ab, bevor ich umdrehte und auf den Parkplatz fuhr von wo aus ich auf den Berg Reinebringen aufsteigen wollte.
    Die Wanderung auf den Reinebringen ist in etwa Preikestolen 2.0 - Steinsttufen bis oben hin und jeder der auf den Lofoten ist kraxelt da rauf. Ich wusste aber worauf ich mich einlassen würde, von dem her wars ok 👍🏼 Es war sau anstrengend und ich fragte mich, warum ich ausgerechnet heute gemeint hatte mich besonders warm anzuziehen... 🥵🙈
    Nach etwas mehr als einer Stunde Treppentraining war ich oben und freute mich über einen schönen Blick über Reine mit den Brücken die die einzelnen Inseln verbinden und den vielen bunten Holzhäusern. Von hier ging auch noch ein Trampelpfad weiter der über einen Hochgrat bis vor zur Spitze des Reinebringen führt. Da doch ein paar Leute unterwegs waren und ich heute nicht gewillt war es mir nochmal voll zu geben, reichte mir der Ausblick von hier unten und nach einer Weile gucken drehte ich rum und ging wieder runter.
    Es ging nochmals für mich nach Moskenes, wo ich mich einreihte für die Überfahrt mit der Fähre nach Bodø. Wie zu erwarten schaffte ich es wegen dem hohen Andrang leider nicht mehr auf die 15.30Uhr-Fähre, aber die um 17 Uhr klappte. Das blöde war, dass die Direktverbindung 3h15min dauert und die, die ich erwischt hatte und die noch 2 andere Inselgruppen anfährt, das doppelte an Zeit. Mit Buch und Reiseführer bewappnet ging das dann aber auch ganz gut - letztendlich habe ich die meiste Zeit eh geschlafen von dem her... 😅😜
    Kurz nach Mitternacht legte die Fähre in Bodø an und ich suchte mir nurnoch schnell einen Schlafplatz.
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  • Bodø

    19 Eylül 2022, Norveç ⋅ 🌧 9 °C

    Ich hatte etwas außerhalb der Stadt geschlafen. Heute morgen bin ich dann in die Nähe des Stadtkerns gefahren, habe mir ein leckeres Frühstück gegönnt und bin ein bisschen durch die Shoppingmeile gelaufen. Leider hatte Bodø was das angeht nicht so viel zu bieten und da es regnete hatte ich auch irgendwie keine Lust noch mit dem Fahrrad eine Runde zu drehen, um noch mehr zu sehen oder auf den Hausberg Finnkonnakken zu laufen (was mir eigentlich zuvor von dem Paar was ich ganz zu Beginn meiner Reise getroffen hatte empfohlen worden war 😬😕).
    Also gings um kurz nach 11 Uhr schon weiter Richtung Süden.
    Es ging durch Berge, über Hochebenen, teilweise sah die Landschaft aus wie bei uns im Allgäu mit saftigen hellgrünen Wiesen, teilweise wie eine Mondlandschaft mit nichts als kargem Stein und schneebedeckten Bergen. Hier und da fuhr ich an Fjordarmen vorbei, immer wieder Wasserfälle, Flüssen und gaaaaanz viel Wald. Im einen Moment fuhr man durch Regen in einen Tunnel, im nächsten Moment verließ man den Tunnel bei strahlendem Sonnenschein und hinter einem bildete sich ein Regenbogen am Himmel. Diese Landschaft ist so vielseitig und außergewöhnlich und wenn man stundenlang so fährt denkt man teilweise das Land ist unendlich.
    Die Überquerung des oberen Polarkreis war besonders beeindruckend - die Landschaft sieht durch die Herbstfärbung irgendwie rötlich aus (obwohl da eigentlich nur Steine und Berge sind), die Wolken hängen so tief über der Straße und immer wieder strahlt die Sonne durch, sodass es wirklich wie das Tor zu einer anderen Welt aussieht und dann mitten im Nix das Arctic Circle Center.
    Die Fahrt machte mir gleichzeitig bewusst, dass ich mich nun endgültig auf der Heimreise befinde - schwer sich vorzustellen wie es sein wird wieder im vollgepackten Deutschland zu sein!!
    Ich fuhr bis ca. Höhe Lomsdal-Visten NP und fand hier einen wunderschönen Übernachtungsplatz direkt neben einem Fluss 👍🏼🤗
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  • Trondheim

    20 Eylül 2022, Norveç ⋅ ☀️ 12 °C

    Nach 4 weiteren Stunden Fahrt kam ich dann heute in Trondheim an.
    Ich parkte das Auto etwas abseits und fuhr mit dem Rad in die Innenstadt.
    Ich hab während der ganzen Reise bereits immer mal wieder nach Tattoostudios Ausschau gehalten, weil ich es irgendwie schön fände, meine Reise auf die Art nicht nur in meinem Kopf sondern auch als Bild auf mir zu verewigen 🤩🤗 Bislang war ich aber immer in den Städten angekommen und irgendwas hatte sich nicht gut angefühlt oder es ergab sich erst garnicht, dass ich die Stadt wirklich besichtigen wollte oder oder oder... In Trondheim hatte ich dann online ein Studio gefunden, was mir vom Internetauftritt sofort richtig gut gefallen hat und ich dachte 'ok, versuch mal dein Glück und wenns nicht klappt dann solls halt nicht sein...'. Ich fand den Laden nicht direkt und wollte schon fast aufgeben, als ich dann doch die Aufschrift im Fenster entdeckte. Ich überraschte einen jungen Mann (lag vielleicht daran, dass ich mal wieder den falschen Eingang genommen hatte 🤦🏼‍♀️🤦🏼‍♀️), der sich aber sofort Zeit nahm. Ich war etwas überfordert, eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass ich bei der Frage nach einem spontanen Termin in den nächsten Tagen sofort ein freundliches aber bestimmtes "Tut mir leid, das geht nicht!" bekomme und jetzt saß ich hier wie im Film auf der Couch und beschrieb was ich mir vorstellte. Vom gewünschten Stil passte wohl eine bestimmte Künstlerin gut zu mir und wie es der Zufall wollte, war die in dem Moment da und nahm sich zwischen ihren Klienten ebenfalls ein paar Minuten Zeit. Julie war gleich begeistert von meiner Idee und wollte sich zwecks Termin im Laufe des Tages bei mir melden...🤩🙈🙈
    Ich fuhr ein Stück weiter mit dem Rad in die Altstadt und ging von hier aus zu Fuß weiter. Trondheim ist wirklich schön, hier gibt es wieder viele der schönen (alten) Holzhäuser, viele Geschäfte und Restaurants. Durch den Fluss Nidelva der sich durch die Stadt schlängelt bekommt die Stadt einen gemütlichen Charakter und obwohl es eine Großstadt ist wirkt es irgendwie heimelich. Ich schlenderte so durch, ging auch mal wieder ein bisschen in den Läden bummeln (fand dabei einen neuen Badezimmerteppich😍) und gönnte mir einen Burger zum Abendessen.
    Julie hatte mir gemailt, dass sie am Freitag einen anderen Termin verschieben konnte und nun den ganzen Tag für mich Zeit hätte - ok jetzt war ich wirklich aufgeregt!!!
    Ich überlegte, was ich mit den 2 Tagen dazwischen anstellen konnte und plante noch ein bisschen bevor ich mich wieder zum Auto aufmachte. Der Weg zurück ging größtenteils vorne am Wasser entlang und die Sonne strahlte und spiegelte sich im Meer. Wieder zurück am Auto ludt ich das Fahrrad auf und suchte mir einen Schlafplatz, wo ich den Abend gemütlich ausklingen ließ.
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  • Atlanterhavsveien

    21 Eylül 2022, Norveç ⋅ ☁️ 14 °C

    Es ging weiter an der Küste entlang Richtung Kristiansund. Die Fahrt war entspannt und das landschaftliche Bild der letzten Tage setzte sich auch hier größtenteils fort - Unterschied ist, dass hier unten noch alles grün ist und auch die Temperaturen deutlich milder sind, schon witzig was ein paar 100km so ausmachen! Zudem ist es hier unten echt voll was Städte angeht, nach so langer Zeit gefühlt alleine in der Pampa ist auch das irgendwie wieder ungewohnt...
    Bei Kristiansund fuhr ich zu einem kleinen Aussichtsturm und vesperte meinen Mittagswrap. Anschließend ging es weiter - ich wollte heute noch die Atlantikstraße fahren, die über 8 Brücken die kleinen Inseln zwischen Kårvåg auf Averøya nach Vevang verbindet. Die Bilder im Internet die von oben mit Drohnen aufgenommen wurden sind natürlich spektakulär - leider kann man das von unten nicht so wirklich auf Bildern darstellen, aber es war trotzdem ein Erlebnis über die Brücken und die Inseln zu fahren und überall um einen rum das Meer zu sehen!
    Drüben angekommen suchte ich mir ein Plätzchen für heute Nacht und da es erst 16 Uhr und temperaturtechnisch echt mild war konnte ich noch eine ganze Weile draußen sitzen ☀️🤗
    Ich nahm nochmal Bleistift und Papier zur Hand und feilte an meiner Zeichnung für das mögliche Tattoo - jetzt bin ich wirklich sehr gespannt und freudig aufgeregt - klingt blöd aber ich liebe die Skizze und kanns kaum erwarten zu sehen was Julie noch so für Ideen hat und ob das dann alles so funktioniert (sorry Mama ich weiß das ist hart für dich, aber das wird so schön🥰) !!
    🤩🤩🤩
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  • Trollkyrkja

    22 Eylül 2022, Norveç ⋅ ☁️ 11 °C

    Ich war nur wenige Minuten Autofahrt vom Parkplatz zur Trollkyrkja - meinem heutigen Ausflugsziel - entfernt. Die Trollkyrkja ist ein Höhlensystem, was durch das durchfließende Wasser entstanden ist. Besonderheit ist, dass es sich hierbei um Marmorgestein handelt, was optisch echt verrückt ist! Es wird meine letzte Wanderung der Reise sein, was mich fast ein bisschen traurig macht, aber gleichzeitig freute ich mich auf einen erwartungsgemäß schönen 'Abschluss'. Außerdem wird es mir meine linke Wade danken, dass diese ewige auf-Berge-Gekraxel endlich ein Ende hat, die hat ja schon seit Beginn an rum gezickt... 😄🙈
    Um 10Uhr war der gepackte Rucksack auf dem Rücken und es ging los. Im Gegensatz zur letzten Wanderung zum Reinebringen ging es hier ganz sachte los, wurde dann ein bisschen steiler und ging schließlich viel über große Steine nach oben. Klar war es auch anstrengend, aber es war total angenehm zu laufen - temperaturtechnisch mild, leichter Nieselregen und alles roch so gut nach Wald das lieb ich ja🥰🤗
    Der untere Abschnitt war komplett übermantelt mit Moos und man hatte tatsächlich das Gefühl es könnte sich jederzeit ein Stein oder Mooshäubchen heben und ein Troll drunter rausgucken der ruft "Sachma geht's nicht etwas leiser!?" 😄🤗
    Wiedermal eine richtige Märchenlandschaft!
    Weiter oben gings dann eigentlich ausschließlich nurnoch über Steine und Marmorplatten und nach ca. 1,5h stand ich vor dem Eingang der ersten Höhle.
    Ich schnallte die Stirnlampe an und los gings - das war schon etwas gruselig so in ein Loch zu kriechen und das dröhnende Geräusch des Wassers um einen rum (da half es auch nicht gerade, dass auf der Infotafel gestanden hatte, dass Höhle Nr. 3 nicht mehr zugänglich war da sie vor ein paar Jahren eingestürzt war... 😬🙈).
    Die Gänge waren aber so geräumig, dass man nie wirklich Angst haben musste stecken zu bleiben und der erste Wasserfall war auch schnell erreicht, wodurch das mulmige Gefühl direkt durch Begeisterung ersetzt wurde. Aus 14m Höhe rauschte hier das Wasser nach unten und ergab mit dem einfallenden Licht (leider schien die Sonne nicht wirklich, sonst hätte das sicher gigantisch ausgesehen🤩) von oben ein tolles Bild!
    Die Steine in dem kleinen Pool waren rund geschliffen und der weiße Marmor sah einfach aus wie überdimensionale Pfefferminzdrops🤩🤩🤩
    Ich quetschte mich durch ein Deckenloch nach draußen und gelangte so weiter oben zum Eingang der 2. Höhle. Hier ging es erstmal mittels Leiter ein Stück nach unten in den Fels und dann Stand man schon in der 'Guten Stube' in die ein weiterer Wasserfall aus der Wand rauschte. Superschön!!
    Ich schaute mich eine Weile um, bevor ich umkehrte und den Weg gemütlich zurück ging. Es hatte aufgehört zu regnen und ich genoss die Landschaft und den schönen Weg durchs Trollland - das war wirklich der perfekte Ausflugsabschluss.
    Ich fuhr gemütlich wieder Richtung Trondheim und war gegen frühen Nachmittag auch schon wieder da. Leider kosteten mich die Suche nach einer Dusche und einem Schlafplatz anschließend fast 3h, wodurch ich dann doch ziemlich platt war abends. Ich machte mir ein paar Tütenspaghetti (jetzt wirds dann echt langsam auch wieder Zeit für gescheites Essen😅🙈🤦🏼‍♀️) und schaute noch einen Film.
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  • Tag des Tattoos 🤩🤩🤩

    23 Eylül 2022, Norveç ⋅ 🌧 11 °C

    Es war soweit, heute um 14 Uhr war der Termin im Avant Garde Tattoo Studio!!! Ich wachte auf und war sofort nervös und total aufgeregt. Zur Ablenkung ging ich in ein Shoppingcenter und schlenderte durch ein paar Geschäfte.
    Dann machte ich mich auf die Suche nach einem guten Parkplatz und lief das restliche Stück zum Tattoo Studio. Julie hatte meine Zeichnung größtenteils so übernommen (die Details nur etwas hübscher zum Glück 🥰🤗) und gemeinsam feilten wir noch an ein paar Stellen bis wir beide rundum zufrieden waren :)
    Und dann ging es auch schon los - kurz noch die Formulare ausgefüllt und die "Schablone" auf den Arm und dann ab auf die Bank😱🤩
    Ich hätte etwas Angst, dass es an der Stelle sehr weh tun könnte aber bis auf ein paar kleine Momente gings echt gut und nach 2h war es vollbracht 🤗🤗🤗 Julie ließ es mich im Spiegel anschauen bevor wir noch ein paar kleine Details änderten und es rundum stimmig aussah 😍 Ich liebs wirklich, es ist so schön filigran gestochen und in jeder Ecke kann man etwas anders entdecken, was mich an meine Reise und diese schönen Länder durch die ich gekommen bin erinnern wird😊

    Danach musste erstmal eine Stärkung her - ich lief ein Stück weiter in die Stadt, kaufte die empfohlenen Pflegeprodukte und gönnte mir eine Pizza im 'Una Pizzeria'.
    Gestärkt ging es wieder zum Auto - ich wollte noch bei Ursel und Sven vorbeischauen bevor ich die Fähre nach Deutschland nehme und wir hatten uns spontan für Sonntag entschieden, also würde ich heute schonmal ein Stück fahren...
    Es regnete und in der Dunkelheit sind die unbeleuchteten und ohne Markierungen versehenen Straßen echt unangenehm zu fahren. Als dann auch noch Nebel dazukam gab ich mich geschlagen und suchte mir einen Schlafplatz.
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  • Fahren, fahren, fahren 🚙💨

    24 Eylül 2022, İsveç ⋅ ☁️ 15 °C

    Als ich aufwachte sah ich überhaupt erstmal, wo ich in der Nacht zuvor gelandet war. Ich war auf einer Hochebene des Dovrefjell-Sunndalsfjella NP. Jetzt machte es auch Sinn, dass es in der Nacht ordentlich kalt um die Nase gewesen war - ich war umringt von Nichts als karger Landschaft und in der Ferne waren wieder schneebedeckte Berge zu sehen. Nachdem ich also die letzten Tage mehr durch grüne Landschaften gefahren war, war hier wieder das Herbstrot am Start.
    Wie ich so weiterfuhr kam ich an einigen Parkplätzen vorbei, die richtig voll waren - anscheinend ist das hier eine sehr beliebte Ecke und nachdem hier auch Schilder mit Büffeln abgebildet sind, ist das vielleicht eine ähnliche Ecke wie die Hardangervidda, die ein Stück weiter südwestlich liegt und sehr bekannt ist.
    So faszinierend diese Landschaft auch ist, war ich doch froh als ich wieder unten war und eine Tankstelle entdeckte🙈 Die restliche Strecke war dann eher unspektakulär und ich schaute einfach, dass ich Strecke machte. Pünktlich zur Dunkelheit kam dann auch wieder der Regen und der Nebel, aber mittlerweile war ich schon an Oslo vorbei und im Süden sind die Straßen ja doch um einiges einfacher zu fahren 👍🏼
    Dann gings zur letzten Etappe für heute über die Grenze zu Schweden und raus aus dem Land der tausend Wasserfälle, der Fjorde und unendlichen Weiten der Berge. Dieses Land hat mich echt geflasht und ich bin fast froh, dass ich einige Ecken noch nicht gesehen habe - ich werde ganz sicher wieder kommen und freue mich schon darauf, diese Ecken dann auch noch erkunden und erleben zu können 😍🥰🤗
    Ich fuhr bis unterhalb Göteborgs und suchte mir hier einen Schlafplatz.
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  • Besuch in Staffanstorp🥰

    25 Eylül 2022, İsveç ⋅ ⛅ 12 °C

    Auch heute Morgen wachte ich auf und sah zum ersten Mal richtig wo ich war. Ich hatte über Nacht auf einem Parkplatz gestanden mit einem wunderschönen Blick in den Båtfjord. Das Wetter war nur wie schon in den letzten Tagen echt nicht doll - Skandinavien scheint es mir wohl leichter machen zu wollen wieder abzureisen... 😬🙈
    Ich frühstückte gemütlich und machte mich dann wieder auf den Weg - bis nach Staffanstorp waren es noch ca. 2h Fahrt und ich wollte vorher noch in einen der großen ICA Supermärkte und ein paar der geliebten schwedischen Lebensmittel auf Vorrat für daheim kaufen 🥰🤗
    Gesagt, getan - in dem ICA hätte ich mich zwar beinahe veriirt, aber nach einer Weile war auch das geschafft und ich kam pünktlich bei Ursel und Sven in Staffanstorp an. Schon witzig, wenn man an einen Ort kommt an dem man ewig nicht mehr war (später haben wir nachgerechnet und es müssen gute 15-17 Jahre gewesen sein, dass ich nicht mehr hier war😱😱😱) und wie man Dinge entdeckt, die man wiedererkennt aber als Kind einfach ganz anders wahrgenommen hat...
    Kurz nachdem ich das Auto geparkt hatte kam auch schon Jens um die Ecke mit Frau Anna und den Kids Linus und Sam.
    Verrückt einfach - früher waren wir jedes Jahr in Schweden gewesen und hingen mit meinen Cousins ab, spielten draußen Ball oder die Jungs stundenlang am PC und jetzt hatte er einfach 2 Kids im Alter von 4 und 7 Jahren, die ich noch nie gesehen hatte 🙈
    Anna's Eltern hatten früher auch einen kleinen Camperbus und so musste erstmal mein Auto und die Innenkonstruktion genau unter die Lupe genommen werden :)
    Danach gings rein zu einem kurzen Fika (Kaffeepäuschen) bevor ich mit Jens, Anna und den Kids eine Runde auf den Spielplatz ging.
    Anders war leider den ganzen Tag bei den Schwiegerleuten seiner Frau und schaffte es zeitlich nicht mehr vorbeizukommen. Das bedeutet, dass ich definitiv nicht nochmal so lange warten darf, bis ich mal wieder hier hochfahre! 😄🤗
    Wir bestellten Pizza und aßen noch zusammen bevor ich mich wieder verabschiedete und mir ein Schlafplätzchen suchte.
    Das war wirklich schön, unsere Familie ist so weit verstreut und man sieht sich so selten, da war ich doch echt froh, dass das jetzt geklappt hatte und wir uns nochmal sehen konnten 😍🥰🤗
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  • Trelleborg - Rostock 🚢

    26 Eylül 2022, İsveç ⋅ ☁️ 12 °C

    Um 5:30 Uhr klingelte der Wecker und ich fragte mich ernsthaft, wie ich in 3 Wochen wieder regelmäßig zur Frühschicht um diese Uhrzeit aufstehen soll😱😱😱
    Direkt drauf gleich der nächste kleine Schreck - die Prepaid-Handykarte war wohl heute auf Null gesetzt worden und somit hatte ich keinen Service mehr (na das wär ja super geworden, wenn ich wie ursprünglich geplant noch ein paar Tage länger in Norwegen geblieben wäre und dank der nicht funktionierenden Aufladefunktion dann ohne Handy in der Pampa gesessen hätte 😬👌🏼).
    Zur Fähre war es nur eine halbe Stunde Fahrt und erst während ich so fuhr wurde mir eigentlich bewusst, dass das jetzt mein letzter Morgen hier in Schweden und damit auch meiner Reise war. Die letzten Tage hatte die Vorfreude auf daheim irgendwie alles andere überlagert und jetzt wurde mir schmerzlich bewusst, dass die Reise nun wirklich vorbei war!!!
    Seltsames Gefühl - ich bin ein bisschen sentimental, dass es jetzt rum ist und diese Reise, die von einem Highlight zum nächsten ging endet und gleichzeitig tanze ich innerlich wenn ich an meine wunderschöne Wohnung und mein Zuhause denk🥰💃🤗
    Ich bin sehr froh, dass ich noch Zeit daheim habe bevor es dann wieder richtig losgeht mit der Arbeit und allem - ich denke die Zeit werde ich auch brauchen, um mich wieder zu aklimatisieren und die Erlebnisse sacken lassen zu können.

    In Trelleborg angekommen musste erstmal der Fähr-Irrgarten bewältigt werden - huiuiui dieses riesen Gelände war schon etwas einschüchternd, aber alles war gut ausgeschildert und der self-check-in klappte zum Glück auch auf Anhieb 👍🏼
    Vom Angebot auf der Fähre war ich dann aber etwas enttäuscht - keine gemütlichen Sessel, wenig Plätze um rauszuschauen und Shop und Restaurant waren nur sehr spärlich ausgestattet bzw. nicht ohne Vorbuchung betretbar (na zum Glück hatte ich ja meine ganzen Leckereien gestern schon eingekauft und hatte unten am Auto noch geistesgegenwärtig das gute schwedische "Haferbrot" und Marmelade in den Rucksack gestopft 🤓😅👌🏼).
    Ich suchte mir ein Plätzchen und versuchte aus dem vielen Deutsch um mich rum die wenigen schwedischen Unterhaltungen rauszuhören - ein letzter verzweifelter Versuch sich an den Urlaub zu klammern 😅🙈
    Pünktlich um 14.30 Uhr legten wir in Rostock an, ich tankte und machte mich dann auf zur ersten Etappe Richtung Heimat.
    Ich kam bis kurz vor Bayreuth und fand hier nach 3 Anläufen endlich einen Platz zum Schlafen - ich muss sagen ich bin echt geschockt wie viele LKWs unterwegs sind!! Die Straßen und Rastplätze waren derart vollgestopft mit denen, das war echt verrückt! Ich musste mich also mitten auf den Gehweg vor dem Toilettenhäuschen quetschen und stand dann da komplett von allen Seiten beleuchtet, aber zum nochmal weiterfahren war ich einfach zu ko.
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  • Ankunft daheim

    27 Eylül 2022, Almanya ⋅ 🌧 10 °C

    Die Nacht war kurz - zwar war ich so müde gewesen, dass ich direkt nach meiner Ankunft um halb 10 eingeschlafen war, aber durch die Dauerbeleuchtung und ab 2:30 Uhr regelmäßig startende LKWs war an einen Tiefschlaf nicht wirklich zu denken...
    Um kurz nach 6 gab ich auf und um 7 Uhr war ich wieder auf der Straße - dann würde ich zumindest recht früh schon wieder daheim sein 🥰🤗
    Ooooder auch nicht - ich fuhr erstmal direkt in einen fetten Stau😱😬 Ich hatte gestern auf der Gegenseite 2 Vollsperrungen und einen weiteren Megastau beobachtet und ahnte Böses - das wars dann mit früh heimkommen, im Gegenteil : jetzt hatte ich Angst mitten im Stau liegen zu bleiben weil mein Tank fast leer war 🤦🏼‍♀️🤦🏼‍♀️🤦🏼‍♀️🤦🏼‍♀️🤦🏼‍♀️
    Zum Glück handelte es sich mehr oder weniger nur um einen Stau der zehntausendtrilliarden LKW-Fahrer vor einer sich verengenden Fahrbahn. Die standen echt kilometerlang, aber als normaler PKW konnte ich einfach links vorbeifahren und so hatte sich das zum Glück schnell erledigt 🥵🙈🙈
    Die restliche Strecke war bis auf ein paar Baustellen und einen weiteren LKW-Stau entspannt und so kam ich nach knappen 5h Fahrt zurück nach good old Churchtown😍😍😍 Schon an der Stuttgarter Messe vorbeizufahren machte mir dieses krasse Heimkommen-Gefühl und wie ich dann nach Kirchheim reinfuhr war das so unwirklich, dass ich garnicht richtig wusste wohin mit mir - irgendwie fühlte es sich eher so an als würde ich nach Ewigkeiten zu Besuch kommen... 🤔😅🥰
    Ich fuhr zu meinen Eltern (zum einen musste bewiesen werden, dass das Kind heile war und zum anderen hatte ich mir was zu essen wünschen dürfen und ich freute mich nach den letzten Wochen Kruscht-Essen auf etwas frisch Selbergekochtes😅🤩😍).
    Wir erzählten noch eine Weile bevor ich mich dann aufmachte zu mir in die Wohnung.
    Es regnete und ich war dankbar für meinen Tiefgaragenstellplatz - ein weiterer Luxus von daheim nach wochenlangem Rumgeräume bei jedem Wetter👌🏼
    Ich kratzte die letzten Energiereserven zusammen, packte das Auto aus und verräumte die meisten Sachen schon mal (das ist wirklich ein abschließendes Highlight für mich, normalerweise pfeffer ich einfach alles in eine Ecke und da bleibts dann eine ganze Weile bevor es wieder seinen richtigen Platz findet) 😅🤦🏼‍♀️😬🤩👌🏼
    Ich genoss eine Dusche ohne zeitliches Limit oder anderweitige böse Überraschungen und danach war ich so platt, dass ich erstmal einen Nap machen musste 😅🙈
    Um 19 Uhr kamen Lulu, Kathrin und Nora zu Besuch, was das tolle Willkommen daheim noch perfekter machte 😍😍😍
    Es war als wär ich nie weg gewesen und gleichzeitig war mein Kopf noch wie in Watte und irgendwie noch nicht ganz angekommen🙈
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  • Die erste Nacht im eigenen Bett

    28 Eylül 2022, Almanya ⋅ 🌧 9 °C

    Ich wachte um 10 Uhr auf - ich war gestern so übermüdet und aufgekratzt zugleich gewesen, dass ich erst irgendwann um 2 Uhr nachts den Weg ins Bett gefunden hatte 🙈 - und das erste was mir in den Kopf kam war: meine Güte ist dieses Bett schön weich und bequem 🤩🤩😍🤗 Kein Schlafsackgekruschtel, keine Überwindung aufzustehen in der Erwartung erstmal zu frieren und der Regen war draußen zu hören, aber nicht mehr als Trommeln auf dem Autodach über mir...
    Irgendwie fühlt es sich gerade noch garnicht real und eher wirklich wie ein Traum an - gestern mit meinen Eltern und Freundinnen wars einfach wie immer und doch ist mein Kopf noch wo ganz anders (ich habe sogar vom Fahren und Rastplätzen geträumt..)🙈
    Es ist mir zwar gestern schon bewusst geworden, dass das hier mein Zuhause ist, aber aktuell fühlt es sich noch an als wäre ich zu Gast in einem wunderschönen AirBnb und nur auf Besuch in der Heimat... Und dann morgens aus diesem Bett zu steigen und gleich im nächsten Zimmer eine saubere Toilette und fließendes Wasser zu haben - ach diese schöne Welt der Luxusgegenstände 😍😍😍

    Nach 74 Tagen, fast 11.000km in 4 Ländern, 3 Werkstattbesuchen, 1 neuen Tattoo und uuuuuunzähligen vielen Eindrücken, Erlebnissen und Highlights bin ich wieder daheim angekommen!
    Schon wirklich noch ein seltsames Gefühl, aber jetzt freu ich mich einfach so mega gleich loszuziehen, meinen Kühlschrank mit leckeren Sachen vollzustopfen und mir dann was frisches zu kochen - das wird ein Fest!!!

    Natürlich ist es noch so viel mehr, aber müsste ich die Reise ganz grob zusammenfassen wäre das Fazit:
    Dänemark war großartig, Schweden einfach unbeschreiblich schön und atemberaubend und Norwegen hat mir echt komplett die Lichter ausgeknipst mit seinen unfassbar vielen landschaftlichen Highlights und grandiosen Kulissen!
    Es gab einige Tiefs, aber umso mehr Hochs, teilweise habe ich gezweifelt und teilweise wusste ich garnicht wohin mit mir vor lauter Begeisterung und Freude. Fakt ist: ich möchte keine einzige Sekunde von alldem missen, jede einzelne Erfahrung hat diese Reise zu etwas so Besonderem gemacht, dass es sich schwer in Worte fassen lässt 🇩🇰🇸🇪🇳🇴❤️
    Ich bin wahnsinnig dankbar für die Zeit und freue mich, dass so viele mich von außerhalb begleitet und unterstützt haben - ich sag mal so, ich werd zwar noch ein paar Tage brauchen, aber die nächste Reise kann definitiv kommen 😅🤩🤗🤗
    Okumaya devam et

    Gezinin sonu
    28 Eylül 2022