• Freddie The Mercedes
  • Freddie The Mercedes

Irland 2023

Nach fünf Jahren werden wir das Land weiter entdecken, das uns das Reisen im Campervan erstmalig schmackhaft gemacht hat. Wir freuen uns wahnsinnig auf Meer, Strand, Wandern, Menschen, Städtetrips, Pubs und köstliches Guiness 😉 Read more
  • Trip start
    June 27, 2023

    Die Vorbereitungen laufen

    June 27, 2023 in Germany ⋅ ☁️ 19 °C

    Seit gestern Nachmittag waren wir fleißig im Pack- und Einräummodus, um uns heute aufmachen zu können. Geplant war mal, dass wir irgendwann heute am frühen Abend loskommen. Auch wenn's dann doch nach 21 Uhr wurde, kein Problem, denn wir haben keinerlei Druck.

    Die Fähre nach Dover hat Christian kurz vor unserer Abfahrt mit einem "Flex"-Zusatz gebucht. So können wir auch eine Fähre bis zu 4 Stunden später nehmen....

    Nun sitzen wir hier, hören Musik, quatschen, schicken der Familie unsere Bis-in-3-Wochen Nachrichten und fühlen uns aktuell noch, als würden wir nur ein paar Tage mit Freddie haben.

    Stattdessen sind wir auf dem Weg nach Calais und hoppeln morgen wieder durch England, um dann übermorgen nach fünf Jahren endlich wieder Irland unsicher zu machen. Hierhin ging unser erster gemeinsamer Camper Urlaub, damals noch mit geliehenem Camper von Hannas Eltern. Wir wollten nach der Reise damals am liebsten sofort wieder auf die grüne Insel, weil es uns so gut gefallen hatte. Stattdessen haben wir gesagt, dass wir nie 2x hintereinander das gleiche Reiseziel ansteuern wollen. Nach unserem Vankauf, dem Ausbau, einer Deutschland-, einer Schweden- und einer Schottlandreise ist es nun aber endlich wieder soweit und wir freuen uns wahnsinnig. Diesmal sind wir mit unserem selbst ausgebauten Friederich unterwegs und 4 Jahre Ferien -Vanlife erprobt. Wir sind gespannt wie Flitzebögen, was die nächsten Wochen für uns und Frau Flausch bereit halten 🎉
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  • Gelandet in Dover

    June 28, 2023 in England ⋅ ☁️ 15 °C

    Es hat bisher alles mehr als reibungslos geklappt. Wir sind 4 Minuten vor der letzten Check-in Möglichkeit der Fähre um 2:11 Uhr in Calais angekommen. Kurz vorher sind wir das erste Mal vom Zoll angehalten worden. Das war allerdings viel weniger spektakulär als gedacht. Die Zollbeamten haben sich nett über unseren Ausbau geäußert und fanden Bella süß und haben uns dann weiter fahren lassen.

    Wir sind pünktlich ausgelaufen, haben ein bisschen geschlafen und ein wenig Müsli und Kaffee gefrühstückt. Als wir nach 9 Minuten zum Auto zurück kamen, hat Bella uns ganz verpennt erwartet, wir sind ganz schön geplantzt vor stolz. Sie ist Fährfahrten mittlerweile schon gewöhnt und macht das alles einfach fantastisch mit.

    Nun sind wir tatsächlich schon auf Höhe von London.
    Unser Ziel, vor dem großen Berufsverkehr an London vorbei und dann etwas länger die Augen zu machen als 45 Minuten am Stück 😉 danach geht es weiter einmal quer durch England/Wales nach Holyhead, wo uns heute Abend die nächste Fähre erwartet.
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  • Kurzer Stopp

    June 28, 2023 in England ⋅ ☁️ 21 °C

    Der erste kurze Stopp um eine kleine Mütze Schlaf zu bekommen, war tatsächlich an der gleichen Raststätte wie letztes Jahr auf dem Weg nach Schottland. Immerhin waren die Augen heute morgen etwas weiter auf, so dass ich hier noch den Minitümpel mit Bella entdeckt habe 😊Read more

  • Angekommen in Irland

    June 29, 2023 in Ireland ⋅ 🌙 13 °C

    Vor einer Stunde sind wir in den Hafen von Dublin eingefahren. Der Tag ist an uns vorbei gezogen, wir haben wahnsinnig viel Strecke gemacht. Es ist immer wieder faszinierend, dass selbst eine Anreise von 27 Stunden zum Zielland sich schon anfühlt wie Urlaub einfach weil wir mit unserem Heim auf vier Rädern unterwegs sind.

    Zwischendurch haben wir einen kurzen halt bei Decathlon gemacht, waren bei Five Guys essen und haben in Holyhead mit Bella noch eine große Runde im Hafen gedreht.

    Wieder Mal haben wir festgestellt, dass wir in einem der nächsten Jahre Mal in Wales ordentlich viel Zeit verbringen sollten, weil es einfach zauberhaft aussieht.

    Auf der Fähre nach Dublin haben wir uns eine Kabine genommen, Bella durfte mit und wir haben nochmal ne dreistündige Mütze Schlaf mitgenommen und eine heiße Dusche 😍

    Jetzt sind wir hier, wir freuen uns seit Tagen darauf morgen in das Café zu gehen in dem wir schon vor 5 Jahren gestrandet sind und schauen, was der Tag sonst noch so bringen wird.

    Wir schließen den Tag ab mit einem Ankunfts-Whiskey und Herzen voller Zufriedenheit, Vorfreude und Dankbarkeit ❤️
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  • Blackrock

    June 29, 2023 in Ireland ⋅ ☁️ 18 °C

    Blackrock ist ein Stadtteil von Dublin, in dessen kleine verwinkelte Gassen und all die freundlichen Menschen wir uns vor fünf Jahren ziemlich verliebt haben.
    Irgendwie sind an die besten Erinnerungen auch immer kulinarische Genüsse geknüpft und wir wollte unbedingt nochmal den leckeren Rote Beete Salat futtern - leider haben uns die Öffnungszeiten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zum Glück gibt es aber genug Alternativen 😊Read more

  • Bekanntschaften, Guinnes und Waldruhe

    June 29, 2023 in Ireland ⋅ ☁️ 18 °C

    Nachdem wir den Rückweg aus dem Stadtteil Blackrock durch Parks und am Strand entlang zurück gelegt hatten, haben wir uns über eine Stunde mit Paul verquatscht. Wir hatten ihn im Park schon mit seinem Windhund Dolly gesehen und nun saß er direkt bei uns in der Nähe des Vans und hat uns nett gegrüßt. Bella und Dolly haben am Strand gespielt und danach hat Paul ganz viel aus seinem Nähkästchen geplaudert. Von Reisen über Kneipengeschichten, Lebensweisheiten und Bekanntschaften war alles dabei. Wir saßen irgendwann vor seiner Bank auf dem Fußweg, die Hunde haben sich von uns durchstreicheln lassen und wir haben geschnackt. Das lieben wir an dem irischen Völkchen, viele sind super offen, neugierig und nehmen sich gern Zeit für ausschweifende Pläuschchen.

    Danach haben wir uns auf den Weg ins Inland gemacht. Wir waren einkaufen, sind über Stock und Stein in Richtung Carrick-on-Shannon gefahren. Freitag Abend wollen wir dort zu Gene in einen Thatch Pub, ihn haben wir vor 5 Jahren kennen gelernt und haben uns schon im Vorhinein wahnsinnig auf ein Wiedersehen gefreut.

    Auf dem Weg zu einen abgelegenen Stellplatz im Wald haben wir Halt im "The Hatchet Inn" gemacht und dort lecker gegessen und unser erstes köstliches gezapftes Guinness in Irland genossen. Auch hier hätten wir auf dem Parkplatz übernachten können, aber irgendwie hat es uns noch ein Stündchen weiter in den Nordwesten gezogen.

    Angekommen sind wir dann im Mullaghmeen Forest und es ist einfach außer dem Bäumerauschen nichts zu hören. Kennt ihr es, wenn es so still ist, dass die Stille sich laut anhört? Wir liebens und haben den Tag wahnsinnig genossen.
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  • Regentag, ausruhen und ab zum Thatch Pub

    June 30, 2023 in Ireland ⋅ ☁️ 17 °C

    Irland hat sich von seiner regnerischen Seite gezeigt. Wir sind auf dem Wanderparkplatz des Mullaghmeen Forest aufgewacht. Dort sind wir eine riesen Runde mit Bella gegangen, der Wald ist zauberhaft und sehr einsam gelegen.

    Als wir wieder am Parkplatz ankommen erwartet uns eine Riesen Gruppe Jugendlicher, die über ein Feriencamp einen Wanderausflug machen. Ein Betreuer kommt strahlend auf uns zu und fragt "Bist du Deutsch?". Er berichtet, dass er unser Auto gesehen hat und uns erwartet hat. Wir schnacken auf Deutsch über unsere Pläne, unseren Urlaub, darüber wie wir Freddie ausgebaut haben und darüber, dass er schon lange deutsch lernt und sein Traum ist, Deutschland zu besuchen. Er spricht sehr gutes Deutsch. Nach 20 Minuten hopsen wir in Freddie, um uns mit Kaffee und Müsli zu belohnen. Wir fühlen uns wie eine riesige Attraktion 😂. Die Jugendlichen stehen vorm Fenster und zeigen sich gegenseitig, dass wir uns was kochen, weil man Feuer sehen kann.

    Später am Tag machen wir uns auf in Richtung Carrick-on-Shannon, wo wir uns mit einer Pizza stärken und durch die zauberhaften Gassen der Kleinstadt am Fluss Shannon schlendern.

    Dann geht es weiter zu Andersons Thatch Pub. Hier waren wir bereits vor 5 Jahren und haben Gene Anderson kennen gelernt. Den mittlerweile 74 jährigen Inhaber eines fantastischen Pubs aus dem Jahr 1731. Der Pub ist schwer zu beschreiben, wir versuchen es in einem nächsten Footprint, denn diese Momente haben einen ganz besonderen Platz in unserem Herzen gewonnen.
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  • Zwei feuchtfröhliche Abende

    July 1, 2023 in Ireland ⋅ 🌙 12 °C

    Die letzten zwei Tage sind wir ein wenig in die Welt von Gene Anderson abgetaucht. Hier waren wir vor 5 Jahren schon und waren damals bereits so unglaublich fasziniert von diesem Fleckchen Erde und diesem Menschen.

    Am Freitag Abend waren mit uns ungefähr noch 10 andere Besucher im Pub. Eine andere Frau war ebenfalls mit Camper da. Gene konnte sich zwar nicht erinnern, dass wir schon einmal bei ihm waren, allerdings ist das auch kein Wunder, wenn man bedenkt, dass er jeden Abend neue Leute, bis auf ein paar Locals, zu Besuch hat.

    Allerdings ist vor dem Hintergrund, dass er uns als Fremde abgespeichert hat, seine Art nochmal besonderer. Gleich beim ersten Guinness hat er sich zu uns an den Tisch gesetzt, Bella gekuschelt und über Hunde und Land und Leute erzählt. Gene ist 75, berichtete zwischendurch, dass er mittlerweile halb taub ist, was man durchaus gemerkt hat. Bei jedem neuen Kunden hat er gesagt, dass er sich gern einfach Mal länger unterhalten würde.

    Bereits für unser zweites Guinness hat er uns gebeten doch einfach hinter die Theke zu gehen und es uns selbst zu zapfen. Von sich aus hat er zu keiner Zeit Geld eingefordert, sondern hat einfach darauf vertraut, dass jeder seine Schulden wohl schon begleichen würde.

    Den Abend über hat Gene Akkordeon, Geige und Bodhran gespielt. Es wurde gesungen und er hat uns wärmstens ans Herz gelegt, noch bis Samstag zu bleiben, weil an diesem Tag immer viele Musiker/innen da seien.

    Am zweiten Abend war das Bild im Pub ein Anderes - fast jeder Stuhl war besetzt und zeitweilig haben acht Musiker miteinander gespielt und fast der ganze Pub hat andächtig zugehört. Eine Tradition im Pub ist wohl auch das Schweigen und zuhören aller, wenn ein Gedicht oder eine Geschichte vorgetragen wird. Es ist schwer das in Worte zu fassen - die Videos uns Bilder sprechen für sich.

    Wir sind in jedem Fall am Sonntagmorgen um kurz vor drei gesättigt mit allen möglichen Eindrücken ins Bett gefallen. Das Lächeln über die Intensität der letzten beiden Abende haben wir bislang noch nicht aus dem Gesicht bekommen...
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  • Ab in den Süden

    July 2, 2023 in Ireland ⋅ ☁️ 12 °C

    Nachdem wir uns ein wenig Erholungszeit im Bettchen gegönnt haben, hieß es Abschied nehmen vom Thatch Pub. Also haben wir Wasser aufgefüllt, Müll entsorgt und sind ab nach Süden gezogen. Gute 3 Stunden sind wir ins County Cork gehoppelt.

    Von hier aus werden wir die nächsten Tage und Wochen wieder auf den Wild Atlantic Way stoßen und diesen diesmal von Süden aus aufrollen. (Bei unserem letzten Irland Trip sind wir ganz im Norden gestartet und haben es bis zu den Cliffs of Moher geschafft)

    Wir haben abends einen fantastischen Stelplatz sofort am Meer gefunden und dort bei Vollmond noch einen Whisky geschlürft.

    Die letzten Tage müssen noch verarbeitet werden. So viele Eindrücke zu verarbeiten, kriegt man manchmal erst nach einiger Zeit verhackstückt. Da hilft ein Blog in Tagebuchform wirklich sehr, um nichts zu vergessen.
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  • Ein Vormittag am Strand

    July 3, 2023 in Ireland ⋅ 🌬 17 °C

    Wir sind mittlerweile im County Cork angekommen - die Nacht am Meer nur umgeben vom Wellenrauschen war fantastisch.

    Am Morgen sind wir dann erst ganz gemütlich einen Kaffee geschlürft und sind dann am Strand entlang spaziert. Es ist immer wieder eine große Freude zu sehen, wie ausgelassen und wild Bella am Strand tobt - obwohl sie sich noch immer nicht für das Wasser begeistern kann.
    Trotz des Windes war uns beiden angenehm warm, so dass wir schon auf dem Hinweg darüber fantasiert haben, ob wir nicht eine Runde Schwimmen gehen sollen - auf dem Rückweg haben wir uns dann kurzer Hand der Klamotten entledigt und sind ins Meer gehüpft. Nachdem initialen Schock und taub werden aller Glieder ließ es sich bei einer Wassertemperatur von knapp unter 16 °C ganz gut aushalten. Das anschließende Gefühl etwas geschafft zuhaben war eine zusätzliche, schöne Belohnung.

    Zurück am Stellplatz sind wir direkt mit dem nächsten Iren ins Gespräch gekommen und bei einer Tasse Kaffee versackt - die Offenheit der Menschen hier wirklich fantastisch.

    Am Nachmittag ging es dann weiter in Richtung Cork.
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  • Kleine Reparatur

    July 3, 2023 in Ireland ⋅ ☁️ 14 °C

    Achtung: #Technik #Nerd

    Bislang war das Reisen mit Freddie immer erfreulich problemlos und sowohl die Fahrzeugtechnik als auch die restliche Technik im Ausbau haben keine Probleme gemacht.

    Bevor es in den Urlaub ging, habe ich noch einen Raspberry Pi mit einer zusätzlichen Platine von VanPi verbaut. Erstmal nur, damit wir den Füllstand unseres Frischwassertanks genau erfassen können. Später soll das kleine Spielzeug dann noch für die Überwachung der Batterie, das Dimmen der LEDs sowie einer eventuellen Temperatur-gesteuerten Lüftung verwendet werden (so ganz im Urlaub ist mein Kopf ja nie).

    Bereits als wir losgefahren sind, war mir aufgefallen das unsere Aufbaubatterie nicht mehr laden wollte und nach einer kurzen Fehleranalyse beim nächsten Stopp hatte ich die vermeintliche Fehlerursache ausgemacht (ungünstige Verlegung einer Sensorleitung, während der Installation der oben erwähnten Teile) und die Batterie wurde anschließend wieder voll geladen.
    Da wir mit unseren knapp 200 Amperestunden in der Regel 8-9 Tage auskommen, habe wir die Batterieladung auf dem Weg in den Süden wieder eingeschaltet. Anfangs ging dies noch ohne Probleme, dann war aber nichts mehr zu machen.

    Also habe ich mich dann am Abend mal hingesetzt und alles systematisch untersucht und mir in Ruhe angeschaut, Spannungen gemessen und den Fehler relativ schnell eingrenzen können. Kurz zweimal geflucht:
    1x weil ziemlich viel auseinander geschraubt werden musste, um keinen Kurzschluss zu verursachen
    1x weil die Elektroinstallation nicht wirklich für Wartungsarbeiten optimiert ist

    Am Ende hat sich die Fassung einer Glassicherung als nicht (mehr) wirklich formschlüssig herausgestellt - dies hat zum schlechten Kontakt und damit zur Nichtladung geführt. Auf der ToDo-Liste steht nun auch der Punkt diese Sicherung gegen eine Schraubsicherung zu tauschen.
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  • Cork

    July 3, 2023 in Ireland ⋅ ☁️ 12 °C

    Vom Strand aus geht es auf nach Cork - immerhin die Größte Stadt Irlands nach Dublin. Halt haben wir zunächst am Marina Market gemacht, ein vermutlich alter Fischmarkt (nähere Informationen habe wir nicht in Erfahrung bringen können). Die Halle dient heute Herberge für eine StreetFood-Markt und es ist uns schwer gefallen und für etwas aus dem reichhaltigem Angebot entscheiden zu können - sind aber aber natürlich trotzdem satt wieder ins Auto gehüpft.

    Unser nächstes Ziel sollte dann ein Parkplatz in der Innenstadt sein - aber es war uns beiden zu voll, zu wuselig und auch vom Flair her, hat es uns nicht so recht gepackt.
    Also haben wir kurzerhand den nächsten Platz auf der Karte rausgesucht und haben Halt gemacht in Oysterhaven, einer kleinen Meeresbucht.
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  • Klein, verträumt - Kinsale

    July 4, 2023 in Ireland ⋅ 🌬 15 °C

    Genau dafür - neben vieler andere Dinge - sind wir zurück nach Irland gereist. Aber der Reihe nach.

    Heute morgen ging es wenige Kilometer vom Stellplatz mit Freddie in Richtung Kinsale. Hier haben wir am Charles Fort geparkt, einer Festung aus dem 17. Jahrhundert. Frisch gestärkt mit einem Kaffee in der Hand haben wir uns von dort zu Fuß bei bestem Wetter auf dem Weg nach Kinsale gemacht.

    Nach dem Spaziergang entlang der Bucht, mit stetigem Wechsel von Sonnenstrahlen und kleineren Regenschauern 😄, sind wir in der kleinen Stadt angekommen. Dem Charme der vielen verwinkelten Gassen, kleinen Kunstgalerien und den durchweg freundlich grüßenden Menschen sind wir sofort erlegen und haben uns bis zum Nachmittag hin einfach wieder mal treiben lassen.

    Danach haben wir dann einen der ersten Stopps am Wild Atlantic Way gemacht: eine Ausstellung in einem alten Signalturm über die RMS Lusitania. Diese war zeitweilig das größte Schiff der Welt und wurde im Ersten Weltkrieg vor der Küste von Kinsale im Jahr 1915 von einem deutschen U-Boot abgeschossen und versenkt.
    Wir haben beide kopfschüttelnd in dem kleinen Museum gestanden und festgestellt, dass sich mal abgesehen vom technischen Fortschritt in den letzten 100 Jahren nur wenig in den Köpfen einiger Menschen getan zu haben scheint.

    Ergriffen, demütig und dankbar, sitzen wir hier beide in Freddie, unsere Blicke schweifen über die keltische See, Bella schnarcht neben uns und wir lassen die Eindrücke der letzten acht Tage auf uns wirken.
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  • Walk, drive, eat, sleep, repeat...

    July 5, 2023 in Ireland ⋅ 🌬 15 °C

    Unsere Nacht an den Klippen war schaukelig aber schön. Gestern Abend haben wir Serie und Weinchen mit Aussicht auf einen fantastischen Mond genossen.

    Heute morgen sind wir nach einer kurzen Runde an den Klippen los gehoppelt und am Wild Atlantic Way entlang gezogen. Die Aussichten sind atemberaubend schön. Klippen, Strände, kleine Städtchen und ganz viel Grün und Getreide. Wie letztes Jahr in Schottland schon erinnert mich die Natur an Siedler von Catan.

    Wir waren einkaufen, haben Müll entsorgt, ein ausgiebiges Schläfchen mit Meeresrauschen im Hintergrund genossen, ein Käffchen am Strand getrunken und haben mit Bella getobt.

    Nun stehen wir in der Nähe eines Leuchtturms, waren hier auch nochmal eine Runde an den Klippen durch Heidekraut spazieren, der Boden ähnelt einem Trampolin und es blüht in zauberhaften Farben. Wir haben wieder das Meer vor der Nase und werden uns gleich essen zaubern.

    Meine Güte ist das Leben schön
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  • Regen, Whiskey & ein undichter Freddie

    July 6, 2023 in Ireland ⋅ 🌧 18 °C

    Gestern war es still um uns. Es war ein super verregneter Tag und wir sind ganz gemütlich aus dem Bett geschlüpft. Was kann man in Irland an einem Regentag gut machen? Genau die Distillerie besuchen, an deren Feldern wir die Nacht über gestanden haben. Gesagt getan! Auch wenn wir zu Hause hauptsächlich schottischen Whisky trinken; mal in so eine irische Distillerie schnuppern und sich danach bei einem Tasting mal durch zu probieren ist doch ein guter Plan.

    Der Whiskey, der im Sherry Fass gereift ist, war köstlich. Das Beste: wir konnten ihn uns selbst aus dem Sherry Fass abfüllen und alles wurde frisch etikettiert. So besitzen wir jetzt also einen Tropfen aus der Clonakilty Distillerie mit dem Namen "Freddie's Journeys".

    Danach hat Christian bei absolutem Schietwetter unsere Wäsche in den Laundromat gestopft und hat einem Barber einen Besuch abgestattet. Bella und ich habens uns derweil in Freddie bequem gemacht.

    Gestern hatten wir leider seit einiger Zeit auch mal wieder das Problem, dass plötzlich an der Innenwand von Freddie Wassertropfen gelaufen sind. Vermutlich kommt das Wasser von einem Dachfenster und läuft, wenn wir ein wenig schief stehen, über unserer Decke bis an die Außenwand, sammelt sich dort und rinnt dann innen an der Wand nach unten. Solche Dinge heben natürlich nicht unbedingt die Stimmung, weil dann sofort Sorgen wie Rost oder sieben Tage Regenwetter aufkommen, die uns entspanntes Stehen ganz schön erschweren würden. Hier können wir aktuell nicht viel machen, außer einen Stopp im Baumarkt im Hinterkopf zu haben, in dem wir Dichtband fürs Dach besorgen können.

    Abends waren wir noch köstlich in Union Hall essen, einem süßen Dörfchen, und haben an einem kleinen Fjord mit bunten Schiffen einen Platz für die Nacht gefunden.
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  • Von Allem ein bisschen

    July 7, 2023 in Ireland ⋅ 🌬 18 °C

    Wir sind morgens am Fjord, an dem wir ein Plätzchen für die Nacht gefunden hatten, wach geworden. Es war bewölkt aber trocken und die Wand von Freddie hat auch keine neuen Wasserspuren aufgewiesen. So ein Glück.

    Wir haben uns fertig gemacht und sind zum Reen Forest gefahren, einem wild gewachsenen Wald, der sich sofort am Rand des Meeres erstreckt. Die Spazierstrecke war zwar kurz aber super beeindruckend. Überall im Wald haben einheimische Feenhäuschen gebaut, so dass sich die kleinen Waldbewohner wohl fühlen können. Das Verhältnis von Iren und Feen ist etwas ganz Besonderes.
    Die heutigen Feen sind im Volksglauben die Nachkommen des göttlichen Volks Túata Dé Danann, das nach der Ankunft der Kelten besiegt wurde. Sie sollen heute in Erdhügeln und Feenhäuschen leben.

    Danach sind wir weiter zu einem alten Signaltower, dem Toe Head gefahren und haben auf den atemberaubenden Klippen Frühstück und Kaffee genossen. Der Wind pfiff wie wild und die Wellen und die Gischt, die an den Klippen brachen, waren fantastisch anzusehen.

    Weiter ging es nach Baltimore, einer kleinen Hafenstadt, in der Duschen auf uns warteten. 9 Minuten Duschzeit und wir fühlten uns wie neue Menschen. Immer wieder wenn wir unterwegs sind, merken wir, dass Reinlichkeit recht wenig mit Duschen an sich zu tun hat. Waschlappen und Wasser sind unser Anti-Stink Zauber. Allerdings hab ich (Hanna) davor noch nie 10 Tage meine Haare nicht gewaschen 😂 faszinierend, dass sie nicht so schlimm aussahen oder rochen, wie ich es vorher befürchtet hatte. Ich sah eher explodiert aus als fettig oder schmierig 😉

    Wir beschlossen an dem Abend auf dem Hafenparkplatz zu bleiben, essen zu gehen und uns dann gemütlich in einen Pub zu setzen. In Baltimore gibt es eine Art Marktplatz, um den sich Restaurants und Pubs tummeln und der der Place to be zu sein scheint. Es wurde ein feucht fröhlicher Abend, wir haben uns mit einer Dame verquatscht, die ganz begeistert von einem Harfenkonzert berichtet hat, eine Frau, die aus Cork kommt und uns ihre Familie vorgestellt hat und am Ende hat sich Christian im Armdrücken mit der Dorfjugend behauptet 😂.

    Der Tag war mal wieder kunterbunt und zauberhaft.
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  • Mizen-Head

    July 8, 2023 in Ireland ⋅ 🌬 16 °C

    Mal abgesehen vom Land und einer ganz groben Vorstellung fahren wir meistens einfach drauf los. Entlang des Weges, manchmal im klassischen Reiseführer, hier in Irland auch auf der Website vom Wild-Atlantic-Way oder im Plausch mit Einheimischen finden wir dann interessante Punkte, die wir ansteuern.

    So hat sich unser Ziel für Samstag dann auch ganz unerwartet in einer lebhaften Unterhaltung im gemütlichen Pub offenbart: Der Mizen-Head.
    Von dieser Idee beflügelt, haben wir uns entlang des atemberaubenden Wild-Atlantic-Way in Fahrtrichtung Norden auf den Weg gemacht und dabei immer mehr die faszinierende Seite von Irland entdecken können, die uns schon vor fünf Jahren derart begeistert hat. Die wilde und unbändige Natur mit ihrem rauen Meer, den zerklüfteten Klippen und dem unendlichen Grün der Landschaft verzaubert uns jedes Mal aufs Neue und lässt uns eintauchen in eine harmonische Symbiose aus Naturschönheit und unberührter Wildheit.

    Mit all diesem wurden wir am Ende einer immer schmaler und steiler werdenden Strasse auch belohnt. Der Mizen-Head ist der südwestlichste Punkts Irlands (mit Blick auf südlichsten Punkt Irlands dem Fastnet-Rock mit seinem wunderschönen Leuchtturm). Die alten Signalstation ist mittlerweile zu einer Besucherattraktion geworden - allerdings war es am Nachmittag als wir ankamen nicht zu überlaufen, so dass wir ein wunderbare Aussicht auf die Klippen, das Meer und das Grün hatten. Hier lassen wir aber einfach die Bilder und Videos sprechen.

    Nach kurzer Überlegung haben wir uns dann dafür entschieden weiterzufahren - wir brauchten einmal den vollen Servicestopp.
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  • Service und Ode an Freddie

    July 8, 2023 in Ireland ⋅ ☁️ 15 °C

    Es war wieder soweit - wir mussten uns um den Service kümmern. Klingt dramatischer als es ist. Die Trockentrenntoilette (flüssig und fest), das Abwasser (immerhin knapp 20 Liter nach acht Tagen), der bzw. die Mülleimer, etwas Altglas mussten entsorgt werden und wir brauchten auch wieder Frischwasser (hier können wir mittlerweile 70 Liter mitnehmen).
    Anders als in Schottland oder Schweden gestaltet sich das alles als etwas schwieriger - es gibt selten Punkte, an denen alles auf einmal erledigt werden kann. Häufig ist das Wasser hier gechlort, so dass wir vom deutschem Leitungswasser Verwöhnten auf der Suche meistens bis auf den letzten Drücker warten, bis wir was gutes gefunden haben. Hier würde natürlich ein Wasserfilter helfen - aber irgendwie haben wir es beide nicht geschafft die Beschaffung eines Solchen in die Tat umzusetzen (genauso wie die Anschaffung einer vernünftigen Dachantenne für ein besseres Internetsignal).

    Wir hatten allerdings Glück, denn während wir zum nächsten Stellplatz unterwegs waren, konnten wir alles für nur 5 € erledigen. Es ist manchmal erstaunlich, wie das Wissen um die Notwendigkeit der Entsorgung uns gelegentlich (wenn auch selten) unterschwellig etwas Stress bereitet. In der Regel zeigt sich unsere "Unruhe" durch kurze Blicke entlang der Straße, um herauszufinden, ob sich irgendwo ein Servicepunkt befindet. Also eigentlich halb so wild. Wenn wir dann jedoch wieder voller Vorfreude bereit für die kommenden 7-10 Tage Abenteuer in der Wildnis sind, merken wir doch, dass wir gleich viel entspannter sind.

    Es ist einfach etwas Besonderes, wenn wir uns von den alltäglichen Sorgen und Verpflichtungen lösen können und stattdessen in eine Welt voller Freiheit und (meist) unberührter Natur eintauchen. Das Gefühl, in die Umgebung einzutauchen, die uns umgibt, und die Möglichkeit, unsere eigenen Routen zu planen und geheime, abgelegene Orte zu entdecken, erfüllt uns auf eine ganz bestimmte Art.

    Freddie ist für uns mehr als nur ein Transportmittel. Er ist unser mobiles Zuhause, unsere Höhle und ein sicherer Hafen, der uns ermöglicht, abgelegene Orte zu erkunden. Es ist erstaunlich, wie sich das Gefühl von Freiheit und Abenteuerlust mit dem Komfort und der Sicherheit unseres rollenden Heims verbindet.
    Während wir uns auf den nächsten Abschnitt unserer Reise vorbereiten, können wir es kaum erwarten, neue Landschaften zu erkunden, atemberaubende Ausblicke zu genießen und uns ein eigenes Bild von diesem zauberhaften Land zu machen. Und wenn wir dann wieder unseren Stellplatz erreichen, inmitten der Natur und umgeben von Ruhe, Meeresrauschen , Möwengekreische und Frieden, wissen wir, dass wir den richtigen Weg gewählt haben. Das Leben on the road mit Freddie als unserem treuen Begleiter erfüllt uns mit Dankbarkeit und lässt uns jeden Moment in vollen Zügen genießen.

    Am Abend haben wir dann einen nicht ganz so abgelegenen Stellplatz mit dennoch fantastischer Aussicht gefunden. Ein kleiner Pier am Anfang der Halbinsel Beara mit Blick auf eine kleine Insel und eine wundervollen Sicht auf die Halbinsel Sheep's Head, die wir zuvor entlang gefahren sind.
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  • Immer wieder Sonntags...

    July 9, 2023 in Ireland ⋅ ⛅ 17 °C

    ...gilt für uns nicht, wenn wir unterwegs sind. Und dafür sind wir so unglaublich dankbar.

    Nach der ruhigen, aber doch ziemlich verregneten Nacht (ohne Regentropfen in Freddie), haben wir am morgen den Einheimischen beim Schwimmen zugeschaut. Unseren ursprünglichen Gedanken auch eine Runde schwimmen zu gehen, haben wir aber verworfen: fast alle sind nur mit Neoprenanzug ins Wasser gehüpft.

    Nach einer herrlich entspannten Runde mit Bella haben wir uns schließlich wieder auf den Weg gemacht und uns für den Tag vorgenommen, die atemberaubende Halbinsel zu umrunden. Wir haben bewusst auf die einzige Cable-Car-Verbindung Irlands, eine Art Seilbahn, zur kleinen Insel Dursey verzichtet. Mit Sicherheit wären die Ausblicke auf der Insel wunderschön, allerdings sind abseits der Straßen auf der gesamten Insel (wie auch auf der Halbinsel) Hunde verboten. Der Grund hierfür liegt darin, dass die meisten Wanderwege über das Weideland der örtlichen Bauern führen, und diese natürlich darauf bedacht sind, dass ihre kostbaren Kühe und Schafsherden so wenig wie möglich gestört werden. Es ist für uns absolut verständlich und akzeptabel, dass wir Bella in diesem Fall nicht mitnehmen konnten. Der Respekt vor der Natur und den Bedürfnissen der einheimischen Landwirte stehen für uns an erster Stelle.

    Einen Punkt von unserer Bucket list könnten wir in einem kleinen Dörfchen streichen. Esel streicheln 😍. Hier gibt es so viele Esel, dass wir schon bei einem letzten Besuch überlegt hatten einfach einen in Freddie zu packen und mit heimwärts zu nehmen. Sofort neben der Eselswiese haben wir einen köstlichen Snack genossen. Gesättigt und beeindruckt von den bisher atemberaubendsten Aussichten, die uns auf unserer Reise begegnet waren, fanden wir uns an einer Stelle mit besonders toller Aussicht wieder. Die Versuchung, an diesem Ort der Schönheit und Abgeschiedenheit zu bleiben, war groß, aber letztendlich entschieden wir uns dagegen. Zum Glück, denn wir fanden einen anderen wunderbaren Ort, an dem wir die Nacht verbringen konnten. Am Anfang der nördlichen Seite der Halbinsel, umgeben von purer Abgeschiedenheit und Ruhe, genossen wir die kostbare Zweisamkeit in und auf unserem gemütlichen Zuhause auf Rädern - Freddie. Wir ließen unseren Blick lange über das endlose Meer schweifen und wurden erneut von einem tiefen Gefühl der Dankbarkeit und Demut ergriffen.
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  • Hello Kerry, where's your beauty?

    July 10, 2023 in Ireland ⋅ 🌧 16 °C

    Wir müssen schon sagen, dass dieser Platz am Ring of Beara uns vollkommen verzückt hat. Es gibt Plätze bei denen man weiß, dass sie einfach sehr schwer bis gar nicht zu übertreffen sein werden. Außerdem hat uns der Ring of Beara wirklich seeeeeehr beeindruckt. Wunderschön, abwechslungsreich, sanfte Hügel, raue Klippen, seichtes Meeresschwappen und tosendes Wellenbrechen. Wirklich wahnsinnig schön.

    Ein wenig hat dieser Platz auch geflüstert: "Bleibt einfach noch eine Nacht, macht es euch gemütlich, besser als hier wird's nicht"

    Wir haben uns tatsächlich mit ein wenig gemischten Gefühlen aufgemacht. Denn als nächstes auf dem Wild Atlantic Way wartet der allseits bekannte "Ring of Kerry". Für mich auf jeden Fall das bekannteste Highlight Irlands. Sagenumwoben und angeblich unübertroffen an Schönheit. Aber was soll denn den Ring of Beara noch toppen. Erstens schwirrt diese Frage in unserem Kopf herum und außerdem haben wir ein wenig Sorge davor, dass Kerry wahrscheinlich, durch die Bekanntheit und die Berüchtigtheit, eventuell ein kleines wenig touristischer sein könnte als die Gebiete, die wir vorher erkundet haben.

    Was sollen wir sagen, nach einer guten Stunde on the road sagte Christian: "Sag mal, geht's nur mir so oder kommt der Ring of Kerry nicht an Beara ran?" - "Naja, also bisher sind Büsche, viele Autos und Busse und die Aussicht ist Ok" war meine Antwort.

    Keine Frage, es ist trotzdem schön, dazu kommt dass der Tag recht neblig und verhangen war. Wenn man dazu noch bereits vorher 13 Tage durch verzauberte Feenlandschaft reist, kann es eventuell auch so sein, dass man nicht mehr ganz so überrascht von Klippen Meer, Strand und grün ist. Wunderschön also ja, auf jeden Fall - das schönste Fleckchen in Irland? Geht so 😉

    Aaaaber wunderschön war es durch Wolken zu fahren, als sich danach die Wolkendecke lichtete und die Weite sich zeigte. Außerdem haben wir einen netten Stellplatz (den zweiten auf dieser Reise für den wir bezahlt haben) an den Cliffs of Kerry gefunden. Diese sind grandios, der Ausblick fantastisch und der Sonnenuntergang war atemberaubend schön (tatsächlich der erste, der sich in all der Zeit beobachten ließ)

    Dann haben wir noch selbst gemachte Lasagne genossen und dem Meer gute Nacht gesagt.
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  • Beautiful Dingle Peninsula

    July 11, 2023 in Ireland ⋅ ⛅ 16 °C

    Nach unserer Nacht an den zauberhaften Kerry Cliffs haben wir den Vormittag ganz entspannt am Platz verbracht. Hier hat Christian an Blog Beiträgen geschrieben, wir haben sie mit Fotos und Videos angereichert und ein wenig herum gebummelt.

    Mit Bella waren wir nochmal an dem Klippen und haben dann, nach einem Kaffee und Kuchen vom Foodtruck des Inhabers, unsere sieben Sachen gepackt, in Freddie alles gesichert und waren bereit für neue Eindrücke.

    Heute ging es den Rest des Ring of Kerry entlang, wir haben die kleine Insel Valentina umrundet und sind mit einer Fähre wieder rüber ans Festland übergesetzt. Danach ging es weiter nordwärts in Richtung Dingle Peninsula. Die dritte Halbinsel in Folge auf der sich der sogenannte 'Slea head Drive' befindet. 50 km um diese Halbinsel herum. Ebenfalls ganz schön bekannt und noch dem County Kerry zugehörig.

    Es ist verrückt, dass die Landschaft auf verschiedenen Halbinseln so unterschiedlich sein kann. Auserdem waren kaum riesige Touristenbusse unterwegs, die Straßen sind in gutem Zustand, sind aber stellenweise super schmal und häufig sofort an dramatisch ins Meer herabfallenden Klippen gelegen. Es wird dringend empfohlen diese Straßen nur im Uhrzeigersinn zu fahren, da es ansonsten mit aneinander vorbeifahren knapp werden kann.

    Wir sind also den Tag über vorbeigezogen an schroffen Felsen, Sandstränden zu unserer Linken und hatten zu unserer Rechten dauerhaft Blick auf eine riesige Bergkette, gespickt mit Wasserfällen, die sich im Landesinneren der Halbinsel gen Himmel reckt. Zwischendurch gab es leckerstes Softeis, das es hier an jeder Tankstelle zu kaufen gibt.

    Für Christian ist diese Halbinsel das Highlight der bisherigen Reise und ich kann es gut nachvollziehen, finde aber, dass sich Beara und Dingle die Hand reichen können.

    Abends sind wir eingekehrt in den Pub eines weltbekannten Gaelic Footballspielers und hatten Fisch Tacos und Fisch and Chips. Nach einem köstlichen Guiness haben wir uns auf die Stellplatzsuche begeben uns sind im Dunkeln am Cloghnach Beach angekommen. Dir sind wir in einem Windschief stehendem Freddie ins Bett gefallen und wir gesättigt mit Eindrücken eingeschlafen.
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  • Wehmut

    July 12, 2023 in Ireland ⋅ ☁️ 15 °C

    Uns selbst treu bleibend, haben wir wie fast immer, lange geschlafen und sind entspannt in den Tag gestartet. Nachdem eine etwas größere Wandergruppe am Strandplatz vorbei gelaufen war, ging es für eine Runde mit Bella nach draußen. Die Natur bot erneut eine beeindruckende Szenerie, die in Staunen versetzte. Grüne Wiesen erstreckten sich bis knapp unter die majestätischen Hügelkanten im Rücken, während die steilabfallenden Klippen eine atemberaubende Kulisse bildeten, die sich in Richtung des endlosen Ozeans erstreckte. Begleitet von geheimnisvollen Wolkenformationen und vereinzelten kleinen Schauern, präsentierte sich uns ein passendes und zugleich düsteres Szenario. Die Atmosphäre spiegelte unsere Stimmung wider, da uns bewusst wurde, dass nur noch wenige Tage am Wild-Atlantic-Way verbleiben, bevor wir unser letzten Stopp, Galway, erreichen würden.

    Am Ende des Slea-Head-Drive waren wir wieder in Dingle angekommen und mussten einen kleinen Umweg in Kauf nehmen, da der Connor Pass für große Fahrzeuge nicht freigegeben bzw. empfohlen ist. Die tiefhängenden Wolken, die wir bereits aus der Ferne erkennen konnten, waren ein deutliches Zeichen dafür, dass es besser war, auf den Pass zu verzichten. Eine gute Aussicht hatten wir sowieso nicht genießen können.

    Am Nachmittag fanden wir einen wunderschönen Parkplatz mitten am Strand. Die Sonne brach durch die Wolken und tauchte die Umgebung in warmes Licht. Wir genossen den Anblick und die entspannte Atmosphäre. Allerdings war es schwer abzuschätzen, wie weit die nächste Flut kommen würde. Wir beschlossen, lieber auf Nummer sicher zu gehen. Schließlich wollten wir nicht, dass Freddie unfreiwillig seine Fähigkeiten als schwimmendes Fahrzeug demonstrieren musste.

    Der weitere Weg führte uns entlang der letzten Kilometer auf Dingle zurück zum Festland. In diesem Moment wurde uns beiden klar, dass der Höhepunkt der Aussichten unserer Reise nun hinter uns lag. Es war irgendwie überraschend, aber auch ein wenig melancholisch. Wir hatten so viele atemberaubende Landschaften und unvergessliche Momente erlebt, dass es schwer war, sich vorzustellen, dass es noch besser werden könnte.

    Wir hatten das Glück, einen kleinen Platz direkt neben einem hervorragenden Restaurant mit angeschlossenem Pub zu finden. Hanna bestellte das beste Steak, das sie je gegessen hatte, und wir genossen die köstliche Mahlzeit inmitten einer gemütlichen Atmosphäre. Nach dem Essen wechselten wir in den Pub, genossen die Gesellschaft der anderen Gäste und tauschten uns mit ihnen über ihren Alltag und unsere Reiseabenteuer aus. Schließlich waren wir - wie so oft - die Letzten im Pub. Rückblickend waren wir an diesem Abend sehr dankbar für die Sperrstunde.
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  • Kater

    July 13, 2023 in Ireland ⋅ ⛅ 16 °C

    Ordentlich verkatert sind wir dann schwer verspätet in den Donnerstag gestartet und am Nachmittag in Ballybunion angekommen (einer Empfehlung von Georgi vom letzten Abend aus dem Pub folgend). Als erstes haben wir hier dann auch unseren Müll entsorgt - weder auf Dingle noch auf dem Weg bis Ballybunion hatten wir öffentliche Mülleimer gefunden und so hatte sich dann auch einiges angesammelt.

    Nach einem Spaziergang entlang des Men's Beach waren wir etwas irritiert über den Namen, haben dann auf einer Tafel die passende Beschreibung gefunden: Früher gab es neben dem Men's Beach noch den Ladies Beach und Nun's Beach, einen wunderschönen Strand ohne Zugang, der von einem alten Kloster überblickt wird.
    Große Begeisterung löste bei uns dann aber etwas später die sehr leckere Pizza aus, die wir in aller Seelenruhe bei einer Folge Suits auf Netflix bei bestem Ausblick auf den atlantischen Ozean verspeisten. Das wirkliche schöne an der Reise mit Freddie ist die Vielseitigkeit der knapp 6m² und was wir daraus in den verschiedenen Situation machen können.

    Nach einem kurzen Einkauf ging es dann wieder weiter und wir fanden einen Platz für die Nacht an den Bridges of Ross. Bei einigermaßen trockenem Wetter und mit dem letzten Rest Tageslicht konnten wir noch einen Blick auf die letzte, verbliebene Brücke werfen, die vom Ozean über die Jahrtausende erschaffen wurde.

    Gesättigt von doch vielen schönen Eindrücken des Tages und noch leicht verkatertet, ging es dann ins Bett.
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  • Regen und Galway

    July 14, 2023 in Ireland ⋅ 🌧 17 °C

    Und auf einmal war es schon wieder Freitagmorgen. Zwei große Punkte hatten wir noch auf unserer Bucketlist. Anknüpfen an unsere Erlebnisse in Galway 2018 (https://findpenguins.com/4v4cllshko1ri/footprin…) und am Samstag noch ein letzter Abend im Pub bei Gene - danach nur noch die Rückreise, um pünktlich für einen Termin am Mittwoch in Deutschland zu sein.

    Zunächst fiel der Tag aber erstmal ins Wasser. Es regnete seit dem frühen Morgen ununterbrochen und ich, Christian, habe schon wie drei Tagen Regenwetter ausgesehen, bevor es überhaupt mit Bella vor den Bus ging. Ich habe also eine Regenpause abgepasst und bin dann nochmal zur Bridge of Ross gelaufen. Das Bella auf den ersten 200 Metern alle Geschäfte zweimal erledigt hat, hat mir nicht zu Denken gegeben - also ging es munter weiter. Die Regenpause endete dann ziemlich abrupt und unbarmherzig, so dass ich 20 Minuten später bis auf die Boxershorts durchnässt vor Freddie stand und Bella zum abtrocknen in selbigen hüpfen ließ. Da der Regen zeitweise horizontal vorm Meer kam, war zumindest die Fahrerseite von Freddie geschützt und ich konnte mich in aller Ruhe meiner Klamotten entledigen. Für diese Situation hätte sich allemal eine Standheizung gelohnt - in kürzester Zeit wären so die Sachen trocken und die Stimmung besser gewesen.

    Mit dem Wissen, dass Galway auf uns wartet, haben wir uns dann gegen 15 Uhr auf den Weg gemacht und sind den Wild-Atlantic-Way entlang der Küste durch das County Clare gefahren. Zwischenzeitlich gab es unglaublich schöne Aussichten auf kleine bis mittelgroße Regenflüsse die sich über die Klippen in den Atlanik ergossen. Wäre das Wetter etwas beständiger gewesen, hätte ich hier gerne nochmal die Drohne steigen lassen.
    Die Cliffs of Moher besuchten wir auch dieses Mal nicht. Der gigantische Parkplatz mit einem Dutzend Reisebussen und gefühlt 1000 Touristen ist einfach nicht unser Ding - da schwelgen wir lieber in den Erinnerungen an die meerseitigen Ansicht auf die Klippen, als wir 2018 aus Richtung Inisheer mit der Fähre unterwegs waren. Witzigerweise war auch der Tag vor 5 Jahren genau in dieser Gegen ebenso ins Wasser gefallen.

    Nach einer kurzen "Frühstückspause" im Burren, einer steinigen Karstlandschaft im Nordwesten des County näherten wir uns stetig Galway. Ein Blick in die App irritiere uns kurz, weil wir dort den damaligen Stellplatz am Hafen nicht fanden, aber wir wussten ja, wohin wir fahren mussten. Nach einem kurzem Stopp an der Tankstelle (bis hier waren es übrigens seit Beginn knapp 3000 km) rollten wir die letzten Meter bis zum Hafen und wurden dort von einem gutem Dutzend Schildern begrüßt, die deutlich "no overnight parking" signalisierten. Wer selbst mal mit dem Wohnmobil unterwegs war - oder solche beobachtet hat - wird, wie wir, nachvollziehen können, dass diese mit ihrer Optik und zum Großteil mit dem Verhalten der Mitfahrenden nicht immer zur sympathischsten Gattung gehören bzw. auch nicht zur Verschönerung des jeweiligen Straßenbildes beitragen. Wir können uns von der "Verschönerung" natürlich nicht ausnehmen, aber zumindest versuchen wir so gut es geht unauffällig, nicht eindringend und respektvoll mit der jeweiligen Umgebung zu sein.

    Eine Recherche am Straßenrand auf der Suche nach einer anderen Parkmöglichkeit förderte dann zutage, dass das Parken von jeglichen Fahrzeugen in den übernachtet wird, eine Ordnungswidrigkeit darstellt, die mit einer Geldbuße von mindestens 40 € und/oder Parkkralle geahndet wird. Galway ist in den Kreisen irischer Camper mittlerweile auch als Go-away bekannt und eine Änderung seitens des Stadtrats ist wohl nicht in Sicht. Unserer Einstellung folgend, machten wir uns dann sehr schweren Herzens und mit der ein oder anderen Träne im Auge auf den Weg.
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