• Julia Barth
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Tierisches Tansania

Ein 15-Tage Abenteuer von Julia Weiterlesen
  • Es tut mir leid….

    13. März in Tansania ⋅ ☁️ 21 °C

    Es tut mir leid für euch, die ihr euch tapfer seit Tagen Bilder von Tieren anseht. Aber sie waren einfach sooooo schön und glaubt mir, es waren nur ein Bruchteil derer, die ich ekstatisch geschossen habe.

    Aber es sind einfach nicht nur diese wunderschönen Geschöpfe, es ist die schiere Masse.

    Ich meine, wir sind ja hier, um die Tiere zu sehen und natürlich habe ich das auch erhofft, aber doch nicht so viele!!!! Dass bis zum Horizont Zebras stehen, tausende Gnus an uns vorbei ziehen, gefühlt in jedem Grasbüschel ein Löwe liegt, eine Giraffe hinterm Baum und ein Elefant auf jeder Lichtung…. Dazwischen unzählige Impallas und Gazellen, das ist einfach überwältigend! Ehrlich!!!

    Aber keine Sorge…

    Heute ist unser letzter Abend auf dem Festland, ab morgen gibt es dann wieder launige Berichte über Land und Leute. Versprochen!

    Trotzdem hier schon einmal danke fürs Lesen, ich freu mich, dass ihr mitreist. Und vielleicht sind ja auch manchmal Tierbilder ganz schön😉

    Ach und noch was… das Land ist mega toll. Das WLAN aber egal wo mega scheiße. Also sorry für die ruppigen Downloads!!
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  • Die Wüste schläft

    13. März in Tansania ⋅ ☁️ 20 °C

    Weil sie so schön sind, hier als (ehrlich!!!) letzten Tierpost meine Lieblingsschläfer.

    Natürlich hauptsächlich Katzen. Die alten Fullbalche.

    Wir derweil schlafen nicht sondern genießen unseren letzten Abend in der Olea Lodge im nirgendwo auf der Terrasse bei… genau! Bier und Gin Tonic.

    Morgen fliegen wir nach Sansibar und sind fest entschlossen am diesjährigen Dekubitus auf unseren Liegen zu arbeiten.

    Falls wir den Flug überleben, lesen wir uns bei hoffentlich stabilem WLAN wieder.
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  • Olea Farm Lodge

    14. März in Tansania ⋅ ☁️ 20 °C

    Wir genießen unseren letzten Morgen in Tansania (also auf dem Festland) und gleichzeitig unseren ersten Morgen in aller Ruhe. Zwischen Bananenbäumen und Kaffepflanzen mit Kaffee aus eigene Bohnen. Dem ersten wirklich leckerem Kaffee seit einer Woche.

    Bisher hieß es 6h Wecker, 6:30 Frühstück, 7h losfahren und Abenteuer erleben. Heute heißt es den Morgen verbummeln und mittags zum Flugplatz fahren. Ja richtig! Flugplatz. und so bin ich nicht sicher, ob das größte Abenteuer dieser Reise nicht noch vor uns liegt. Ich auf jeden Fall schlucke schon mal ein paar Tabletten. 🥶

    Aber Tabletten hin oder her, es ist heute auch ein guter Zeitpunkt, um die erste Woche ein bisschen revue passieren zu lassen.

    Es waren atemlose Tage. Jeden Abend bin ich ins Bett gegangen und hab gedacht, mehr kann nicht kommen. Und doch kam es…

    Jeder Elefant, jede Giraffe, erst recht jede Katze und jedes Zebra sind einfach wunderschön. Neben der Straße standen sie teilweise keine 5m entfernt. (wobei Straße nicht ganz korrekt ist. Feldweg oder Schlammpiste trifft es besser.)

    Wir haben 1.000 km auf buckeligen, schlammigen und kaum befestigten Wegen zurückgelegt und wurden dermaßen durchgerüttelt, dass die Zähne sich im Kiefer lockerten. (Hier nennt man das mit afrikanischem Humor übrigens Buschmassage.)

    Es waren im Grunde ganz viele verschiedene Welten, die wir gesehen haben. Die Weite der Serengeti, in der man 20km weit über flaches Land gucken konnte, der grüne Dschungel auf dem Berg in dessen Mitte der immergrüne Ngorongoro Krater liegt, die Steppe der Ndutu Ebene mit ihren (im Moment) rund 2 Millionen Zebras, Gnus und Gazellen auf ihrer Wanderung. Die rote Erde in Ndutu und die Felsen der Serengeti.

    Massai, die leben wir vor 1.000 Jahren, ohne Strom, ohne fließend Wasser (aber mit Handy, kein Scherz). Mit ihren Herden und roten Umhängen, alten Ritualen gemischt mit christlichen. Die immer noch ihr ganzes Leben zu Fuß gehen. (Obwohl…. Bei den Straßen hier, vielleicht nicht die blödeste Idee)

    Und dann die Dörfer und Kleinstädte der Tansaniker, durch die wir fuhren.

    Die reichste Natur und die bitterste Armut. Wellblechhütten zusammengezimmert, Müll in ummauerten Müllkippen, die geleert werden, wenn sie voll sind und bis dahin einfach mitten zwischen den Hütten sind. Kleine Läden ebenfalls in Hütten, in denen der Herd steht und nachts geschlafen wird.

    Als wir ankamen vor einer Woche, hatte es die Tage davor stark geregnet. Also waren die Wege voller Schlamm. Aber egal, flip Flops an (Oder wer hatte, Gummistiefel) und durch. Die Zähne strahlend weiß bei allen, die in den Lodges arbeiten und völlig kaputt bei allen anderen) Das finde ich nicht leicht, zu ertragen. Vor allem nicht, wenn ich gerade mit dem allabendlichen Gin Tonic auf der Terrasse sitze und 3 Mann um mich rum springen, ob sie mir einen Wunsch erfüllen könne.

    Es sind Unmengen an Touristen jedes Jahr hier. Und ja, der Parkeintritt, der übrigens recht kernig ist, wird für den Erhalt der Parks genutzt. (Sagen sie zumindest) Aber das restliche Geld? Wo ist das und wo bleibt das?

    Nur wer Glück hat und in einer Stadt wohnt (und wenigstens etwas Geld hat) kann seine Kinder zur Schule schicken und ob man einen Arzt bekommt ist Glücksache. Noch mehr Glück bedeutet, dass auch Medikamente da sind.

    Und trotzdem winken und strahlen sie am Straßenrand.

    Nun, ich werde das Land nicht verändern, aber es kann doch nicht sein, dass unser Guide Daniel, der jedes Blatt in den Parks kennt, noch nie mit seiner 8jähringen Tochter in einem war, weil das schlicht zu teuer ist.

    Wenigstens gibt es mittlerweile eine Initiative, die Schulklassen in den Ngorongoro Park bringt. Ein guter Anfang meiner Meinung nach

    Nachtrag: nach einem gemütlichen Vormittag auf den Sofas in der Lodge (natürlich draußen, is ja warm) sind wir nun am Flughafen. Also Flugfeld. Mega. Wie bei Tanja Blixen. Leider auch die Maschinen. 🥶🥶
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  • Auf nach Sansibar

    14. März in Tansania ⋅ ☁️ 27 °C

    Wir sind auf Sansibar angekommen. Auch wenn ich am Flughafen erst ein bisschen traurig war, denn die Woche mit Daniel hat uns schon echt zusammengeschweißt und dann bald alles abgesagt hätte beim Anblick der winzigen Maschinen, die da so vor uns standen. Aber wir hatten Glück, wir hatten keine, in der schon Tanja Blixen geflogen ist und so war der Flug zwar ein wenig ruppig aber wir haben ihn sauber überlebt.

    Und kamen nach einer guten Stunde in einer völlig anderen Welt an.

    Tansania ist hauptsächlich christlich. Zumindest in der Mitte und im morgen. In Dar El Salam, der größten Stadt im Süden sieht die Welt schon anders aus. Und erst recht auf Sansibar.

    Hier sind wir in einer moslemischen Hochburg, in der die Frauen nur teilweise Kopftuch tragen. Die meisten tragen Vollvermummung incl Handschuhe. Natürlich nicht in den Hotels, da ist alles egal.
    Vor ein paar Jahren war es noch deutlich weltlicher hier, aber wie in so vielen Ländern, ist auch hier der Islam strenger Gast radikaler geworden. Und so sehen die Männer aus wie im restlichen Tansania (Shorts, Flipflops und t-Shirt, die Frauen in schwarzen Ganzkörpergewändern mit Sehschlitz. Bei über 30 Grad und enormer Luftfeuchtigkeit. Ich verstehe es nicht!!

    Draußen duftet es nach Sonne, Meer und Fisch, nach Salzwasser und in unserem Hotel nach Lebensfreude.

    Wie immer wurden wir freundlich begrüßt und in unseren Bungalow geführt. Der hat zwar die schrecklichste Einrichtung, die wir auf dieser Tour gesehen haben, aber einen privaten Pool und direkten Zugang zum Strand. Mega! Und das Beste… eine Klimaanlage, denn es ist echt bulleheiß hier.

    Vor den Bungalows ist das Restaurant. Küche in der Mitte, Tische außen rum, alles offen. Und super lecker.

    Und (hihihi) eine Hausmarke mit 3 Babys, die fröhlich rum streichen undeutlich behandelt werden. (Wenn ich schon kein Löwenbaby kriege, dann vielleicht ein Kätzchen???)

    Nein, ich habe mir ein kleines Holzzebra gekauft, das muss reichen. Außerdem wären meine Lieblinge dann vielleicht eifersüchtig.

    Jetzt fallen wir tot ins Bett und ich schicke noch einen funfact. (Nein zwei)

    1. wir sind an einer katholischen Schule vorbeigekommen (laut Daniel sind die katholischen die besten), die von Rotary unterstützt wird.

    1. wir sind an der Farm der Trapp Familie vorbei gekommen. Der Baron Trapp, seine Frau und gefühlte 10 Kinder sind vor den nazis geflüchtet und in Aruscha gelandet.

    (Trapp Familie? Julie Andrews? The hills are alive, with the Sound of Music?? Alter Film.
    Und Quasi die Vorväter der Kelly Family)

    So allala salama (Gute Nacht) und bis morgen.
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  • Aufwachen im Paradies

    15.–21. März in Tansania ⋅ ☁️ 28 °C

    Kleiner Nachtrag zu gestern… es ist natürlich eine Hauskatze! Keine Hausmarke, was die blöde autokorrektur geschrieben und ich nicht bemerkt habe.

    Wir sind also aufgewacht. Nach einer Nacht in heimelig tosender Klimaanlage und einem sehr bequemen Bett, umnebelt von dem Duft des Moskitosprays.

    Todesmutig haben wir die Klimaanlage ausgeschaltet und die Terrassentüren weit geöffnet, um das Meer zu riechen (das übrigens gerade weg ist, ist Ebbe) und den Housekeeping Leuten beim Putzen zuzusehen.
    Das war allerdings so nicht geplant und nun liegen wir unter unterm Laken gefangen, denn stünden wir auf, gäbe es evtl. sittliche Verwirrung bei den Herren und Damen. (die im Übrigen nach einem fröhlichen good Morning ungerührt weiterfeudeln)

    Der Himmel ist noch bedeckt von gestern, es weht ein lauer Wind, die Palmen rascheln und eine Horde von Fliegen freut sich sehr, unsere No-Bite getränkten Körper zu erkunden. (Wäre da nicht das Laken… Hah!! Nix da, ihr Fliegen)

    Leider und ärgerlicherweise müssen wir heute unseren Bungalow noch einmal wechseln, er steht am Weg zum Restaurant und wirklich direkt dahinter, das möchte ich nicht. (Soviel zu private pool). Also ziehen wir um in den vorletzten an der Seite und haben dann unsere Ruhe. Ist lästig, aber hey… is Urlaub!

    Unser Tisch im Restaurant ist zwischen einem Pärchen aus Südafrika, das auf seiner Farm Holsteiner züchtet (nicht Menschen, Pferde) rechts und einer Vater-Tochter Kombi aus Berlin links, die sich als vielversprechende Mitgäste zeigten. Mal sehen, was sie kolumbemäßig so hergeben werden.

    Ach und ich was Lustiges, bevor ich es vergesse…. Jeden Tag fällt irgendwann abends der Strom aus. Is so auf Sansibar. Dann ist es 2 Minuten zappenduster und schwupp springt der Generator an. Jeder lebt damit und es entwickeln sich lustige Szenen, wenn unter Gejubel das Licht wieder angeht.

    Hakuna Matata! Wie der Afrikaner bei jeder Gelegenheit sagt!
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  • Nixtun

    15. März in Tansania ⋅ ⛅ 30 °C

    Nach einer wirklich spannenden und aufregenden Woche haben wir heute mal so getan, als wären wir im Urlaub und… richtig!!! Nix getan.

    Herrlich!! Wir sind im Urlaubsmodus!

    Es ist brüllewarm hier, wir cremen uns den Wolf mit der Sonnencreme, Wind wie auf Sylt (Gott sei Dank) und das bequemste Daybed, das man sich vorstellen kann. Und so gammeln wir stumm vor uns hin.

    Ein kurzer Spaziergang am Strand warf die Frage auf, was die mit den Traumstränden an der Ostküste Sansibars meinen. Im Moment sieht es aus wie an der Nordsee nur eben wärmer. Algen überall. Ist ja auch logisch, wir haben Gezeiten. Und zwar heftige. Und so ist an unserem Strand das Meer nur von 13h-17h. Na toll!

    Also indischer Ozean, da ist noch Luft nach oben. Mächtig Luft! Aber wer weiß, am Mittwoch machen wir eine Bootstour zu einem Riff mit Delfinen gebe wir dem Ozean noch eine Chance. Ansonsten bleibt es dabei, das schönste Meer ist die Karibik.

    Aber egal, wir haben unseren Pool nebst Daybed. Und da wir eh noch viel zu kaputt und voll mit Eindrücken der letzten Tage sind, ist uns der Strand erst einmal wurscht.

    Nix tun können wir schließlich überall 😁

    P. S. Anbei unser winziges Hauskätzchen.
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  • Kleine Aufarbeitung des Tobago-Traumas

    16. März in Tansania ⋅ ⛅ 29 °C

    Unseren heutigen Plan, den Tag mit weiteren Nixtun zu verbringen, mussten wir leider ändern, um das mittlerweile einjährige Schildkröten-Trauma aus Tobago aufzuarbeiten.

    Wir erinnern uns, Flug in der Eierlegsaison, Hotel Turtel Bay am Turtel Beach, wo Nacht für Nacht die großen Green Leatherback Schuldkröten ihre Eier legen? Ja, genau da, wo in 2 Wochen keine einzige Schildkröte war.

    Nun erfuhren wir aber gestern von unseren netten Tischnachbarn aus Südafrika, dass es hier auf Sansibar eine Stelle gibt, an der man in eine Höhle klettern kann, wo man dann mit Schildkröten schwimmen kann.

    Und so schwammen wir. Und ich sag nur: nehmt das, ihr blöden Tobago Turtels! Und nehmt euch ein Beispiel an den unfassbaren Tansania Turtels.

    P. S. Sooooo friedlich waren sie übrigens nicht. Eine hat mich bös in den Oberschenkel gebissen. Aber… geschenkt! 3 Runden Tetanus sollen ja auch nicht umsonst gewesen sei.

    Deshalb, sorry, noch einmal Tierfotos🤪
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  • Das Hotel

    16. März in Tansania ⋅ ⛅ 28 °C

    Im wunderbaren Zwischenstadium, also zwischen Erholung und Verblödung dank des Nixtuns, kommen heute mal ein paar Worte zu unserem Hotel.

    Ich muss gestehen, es brauchte ein wenig, bis wir zwei, also das Hotel und ich, Freunde wurden.

    Ausgesucht habe ich es unter den Aspekten Lage (also am Strand), Größe (möglichst klein), Pool (möglichst privat) und dann noch irgendwie wenigstens ein bisschen landestypisch. All diese Kriterien erfüllt es.

    8 Bungalows -alle mit eigenem Pool und direktem Strandzugang- und ein „Haupthaus“ in der Mitte. Besser gesagt eine überdachte Hauptterrasse in der Mitte mit Mini-Rezeption, offener Küche, Klo und kleinen Tischen, an denen gegessen wird.

    Nennen wir es landestypisch rudimentär aber immerhin fertig, was man von den allerwenigsten Gebäuden sagen kann, die wir bislang auf Sansibar gesehen haben.

    Der Bungalow ist riesig, mit kleiner offener Küche, 2 Schlafzimmern, 2 Bädern und einem Wohnzimmer.

    Und wenn man geschmeidig über wackelige Klodeckel, Blutflecken von längst verstorbene Moskitos an der Wand und nicht immer vorhandene Kacheln im Bad hinwegsehen kann, sind die Zimmer schön. Leider fällt das Drüberwegsehen nicht ganz leicht dank des FBI artigen Lichtes, bei dem man zwar prima eine Herz-OP durchführen könnte, aber doch jegliche Romantik sich selbst im Keim erstickt

    So hat alles seine Vor- und Nachteile…

    Mein Favorit aber sind die technischen Raffinessen des Zimmers. So hat z.Bsp. der Sanitärfachmann kunstgerecht den Abfluss der bodentiefen Dusche mit sicherem Blick an deren höchster Stelle angebracht. (Was im übrigen gar nicht so unpraktisch ist, denn so kann man sich noch Stunden nach dem letzten Duschen beim Klogang die Füße im knöcheltiefen Wasser waschen. Ein Fuchs, der Kerl!!)

    Die Haustür kann nur abgeschlossen werden, solange sie einen Finger breit offen steht. Geschlossen passt der Riegel nicht ins Schloss. Praktisch, so müssen die Moskitos auf ihrem Weg zum gleißenden Licht nicht erst anklopfen sondern können ungebremst ins Zimmer fliegen.

    Die bodentiefen Fenster bestehen aus drei Schichten: Schlachläden (wie der Solinger sagt), Fliegengitter und Scheibe. Nichts davon schließt, was für einen herrlichen Luftzug sorgt, wenn die fönartig heiße Luft durchs Zimmer strömt.

    In beiden Schlafzimmern sind Klimaanlagen. Eingestellt auf gemütliche 16 Grad, was zwar den anwesenden Damen in den Wechseljahren sehr zupass kommt, aber dank eines Lakens, das als Decke dient zu recht frostigen Nächten führt. Seit wir allerdings die wunderbar flauschigen Bademäntel entdeckt haben, genießen wir deren nächtliche Wärme plus den Hauch der Arktis an der Nase sehr.

    Hinter unserem Bungalow befindet sich eine große Terrasse mit dem wundervollsten Daybed, das nicht nur mega bequem ist sondern auch den ganzen Tag im Schatten steht. Zumindest fast, aber sobald da die Sonne ist, brauchen wir nur auf die Liegen umzuziehen und Zack, wieder Schatten.

    Zwischen den diversen Schlafmöglichkeiten- der Pool. Mega!!!

    Das alles lässt uns vergessen, dass der Strand unbrauchbar ist, weil a) bis 16h Ebbe ist und b) alles voller toter Algen ist. Denn selbst wenn man es durch die Algen ins Wasser schafft, kommt man raus wie Neptun persönlich. Grünbraun.

    Das Personal ist rührig, vielzählig und freundlich und alles ist tipptopp sauber.

    Also alles in allem eine durchaus komfortable Situation.

    Vor allem während der Mahlzeiten. Denn das Essen ist einfach großartig! Eine Mischung aus Afrika, Indien und irgendwas arabischem. Megalecker und immer begleitet von den wunderbarsten Mangos!
    Serviert wird in alfrikanischem Tempo (porli porli - was so viel heißt wie im Schneckentempo) und die Gäste (16 an der Zahl) zu angeregten Gesprächen mit den Nachbartischen ermuntert, um die Wartezeit zu überbrücken.

    Dieses in unserem Fall mit einem südafrikanischen Pärchen (Farmer) auf Hochzeitsreise zur rechten und einem Vater-Tochter Gespann (Radiologe und Studentin) aus Berlin zur linken. Beide Paare sehr nett.

    Kurzum, wenn wir nicht zwecks Schildkrötenstreichelns oder (morgen) einer Bootstour das Hotel verlassen, ist es ein perfekter Ort für…. Yes!!!

    NIXTUN
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  • Ein Tag auf dem Meer

    17. März in Tansania ⋅ ☁️ 27 °C

    Da es mit AM Meer nicht so gut funktioniert (dank Gezeiten und Algen), versuchen wir es heute mal mit AUF dem Meer.

    Und machen eine Bootstour in den Norden.

    Der Norden ist da, wo es heute fast den ganzen Tag einen tropischen mega Regenguss gab, was unsere Pläne ein wenig änderte, aber wir hatten Glück. Im entscheidenden Moment war es trocken.

    Aber zurück auf Start:

    Eigentlich sollten wir um 06:30 frühstücken, und eigentlich sollten wir um 7 abgeholt werden. Und wir -dank der traditionellen deutschen Pünktlichkeit- standen um Punkt 06:30 im absolut leeren Restaurant unseres Chaotenhotels.

    Also erst einmal die „call for Problems“ Nummer anrufen und die Mannschaft wecken. Mit dem Ergebnis, dass wir um 07:30 vor unserem Frühstück saßen. War im Nachhinein nicht schlimm, der Fahrer kam auch erst dann.

    Also… satt und mit Lunchpaket ausgestattet ab zum Boot.

    Kaum 30 Minuten im Auto und es schüttete aus Eimern. Und das bis kurz vor den unfassbar stinkenden Hafen, an dem wir unser Boot bestiegen.

    Aber dann….. (siehe Bilder und Video)

    3 Stunden in und auf dem badewannenwarmen indischen Ozean später zurück ins Auto unter einem pechschwarzen Himmel, der sich naturgemäß öffnete und uns bis kurz vors Hotel dankbar sein ließ, jetzt nicht mehr im Boot zu sitzen.

    Zwischendurch übrigens noch ein kleiner Zwischenfall…

    Unser Fahrer wurde von einem Poizisten samt Begleiter in Armeeuniform angehalten. Er stieg aus und kaum war er weg, kam der Armeeheini ans Auto und wollte Geld von uns. Kein Scherz! Weil ja in 2 Tagen der ramadan zu Ende ist und wir doch gute deutsche wären. Ey, schmor in der Hölle du Blödmann! Und Geld gab’s auch nicht. Aber mulmig war uns schon, denn

    a) wir wollten gerne lebend zurück kommen
    b) gern mit allen unseren Organen und
    c) kleiner Funfact… Klaus saß gerade nackig in ein Handtuch gehüllt. Er war just dabei, die Pause zu nutzen, um eine trockene Hose anzuziehen. Stellen wir uns kurz vor, wir hätten aussteigen müssen…..

    P. S. 2 Erkenntnisse brachte der Tag:
    1. es ist gar nicht so leicht, gleichzeitig das Mundstück zu schnappen, die Kamera zu halten und den Delfine hinterher zu schwimmen.
    2. noch schwerer ist es, mit Flossen eine Bootsleiter hochzukrabbeln während das Boot auf den Wellen tanzt.
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  • Tansania & Sansibar

    18. März in Tansania ⋅ ⛅ 29 °C

    Eigentlich ist es ja das selbe Land. Aber auch nur eigentlich.

    Heute ist unser 5. Tag auf Sansibar und Zeit, beides mal zu vergleichen.
    Wobei ich schon während ich das noch schreibe, denke, es ist nicht wirklich zu vergleichen, denn Sansibar fühlt sich für mich an, wie ein anderes Land.

    Auf der anderen Seite, käme jemand aus Tansania und würde erst eine Woche in Bayern wandern, um danach auf Sylt zu entspannen, erginge es ihm sicherlich ähnlich. Also… alles gut.

    Und trotzdem…

    Tansania Mainland (wie sie es hier nennen) ist christlich. Und in meinen allerdings eher unerfahrenen Augen auch sehr afrikanisch. (Oder zumindest so, wie ich mir Afrika vorgestellt habe) Massaidörfer neben Kirchen, sehr freundliche Menschen, Kinder, die winken (wirklich alle lustigerweise), oft habe ich singende Menschen gehört, aus den Küchen, den Häusern und einfach nur so. Manche haben gesungen, wenn wir an der Lodge ankamen, alle waren sehr entspannt. Und freundlich.

    Die Dörfer sahen oft extrem arm aus, manchmal nur Hütten, teilweise ohne vernünftige Straßen, oft ohne Kanalisation sondern lediglich einem Wassertank auf dem Haus. Und doch standen die Menschen zusammen, redeten, lachten und fuhren Auto wie die bekloppten. (Wenn sie denn Auto fuhren, die meisten gingen zu Fuß, es ich bei den Straßenverhältnissen für eine guten Plan halte, oder waren manchmal auf Mopeds.)

    Schulkinder in Uniform und Autos, von denen jedes bei uns ein H-Kennzeichen hätte, aber garantiert keines einen TÜV.

    Frauen in bunten Kleidern und mit der beeindruckenden Fähigkeit, alles mögliche in allen möglichen Formen freihändig auf dem Kopf zu balanciere. (Ich werde das zu Hause üben)

    Auf Sansibar empfinden wir die Dörfer als noch deutlich ärmlicher, obwohl die Insel reich sein soll. Dreck überall und selten mal ein Fenster. Entweder gar nichts oder ein Loch in der Wand.

    Die Menschen gehen grußlos aneinander vorbei, man sieht Märkte, aber keine redenden Gruppen, die beieinander stehen.

    Keiner grüßt, keiner winkt, keiner lächelt oder singt gar. Wir sind quer über die Insel gefahren, 4 mal und immer das gleiche Bild.

    Es ist unglaublich grün hier (kein Wunder bei Regen wie gestern Mittag), aber die Kühe sehen schrecklich aus.

    Deutlich mehr Menschen fahren Auto, teilweise sogar neue, aber die Feldarbeit wird mit der Hacke erledigt und ein Ochse zieht die Wagen, die Kinder sind bei den Eltern und nicht in der Schule.

    Aber der größte und deutlichste Unterschied ist, Sansibar ist muslimisch. Und so sind die Frauen, selbst kleine Mädchen, kaum höher als meine Hüfte, verschleiert. Ganz verschleiert die meisten. Also nur Sehschlitze freilassend. Und das in schwarz.

    Laut unserem Guide ist die Religion in den letzten Jahren deutlich strenger geworden. Oft sehe ich Schilder in arabisch nicht in Suaheli. (Auch wenn Suaheli immer noch die Amtssprache ist) Alles kommt aus den Emiraten, vom Aussenborder bis zum Ketchup und während Kinder in Tansania Englisch lernen in der Schule, wir hier arabisch gelehrt. Ganze Resorts werden von arabischen Investoren gebaut.

    Ich will das nicht be- oder gar verurteilen, aber es macht die Insel für mich völlig anders als das mainland. Und nimmt ihr durch das Unsichtbarmachen der Frauen in meinen Augen viel äußere und augenscheinliche Fröhlichkeit. Und auch das afrikanische, denn die bunten Frauen sind für mich ein Teil des Charmes.

    Was gleich ist, ist das latente Chaos, die Häuser, die zu 90% unfertig bis im Rohbau befindlich aussehen, eine robuste Art des Autofahrens (links übrigens, seit die Engländer da waren) und eine sehr unkomplizierte Müllentsorgung. Einfach aufs Nachbargrundstück werfen. Da wohnt keiner.

    Man lebt langsam (porli, porli) und im Zweifel geht immer ein hakuna matata, was so viel heißt wie passt schon, alles easy, don‘t worry oder was sonst noch gerade passt.

    P. S. Frauen in Hotels (zumindest in westlichen oder afrikanischen sind keine Muslima. Keine Kopftücher, (es sei denn, sie sind beim Houskeeping) und essen dürfen alle, auch die Männer, bei denen man ja nicht erkennen kann, was sie sind😉

    Ich denke, in den meisten Ländern sind die Welten innerhalb der Hotels andere als außerhalb derselben. Aber hier empfinde ich das als extrem. Im Hotel ist Afrika. Außen irgendwie nicht.

    Also… alles in allem ist es eine Trauminsel, wenn auch die Strände nicht so toll sind, wie es aussieht. Mega weißer seidiger Sand aber viele Algen und ständig das Meer weg. Und das bei einem Meer, das unfassbar schön ist, wenn es denn da ist oder man reinspringen kann.

    Es ist irre heiß. Und irre schwül. Aber zumindest in Strandnähe (wo wir ja sind) geht meistens ein angenehmer Wind. Die Sonne brennt vom Himmel und dank der Malariaprophylaxe, die die Haut empfindlich macht, haben wir einen unsagbaren Verbrauch an Sonnencreme und trotzdem die eine oder andere rot verbrannte Stelle,

    Aber trotz allem ist es ein toller Ort, um nach der Safariwoche zu entspannen.

    Fotos übrigens habe ich nur von diesem Schmuckstück am Strand. Irgendwie fand ich es blöd, Menschen vor ihren Hütten zu fotografieren. Diese aber war erstaunlicherweise unbewohnt.
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  • Nixtun 2.Teil

    19. März in Tansania ⋅ ☁️ 30 °C

    Nach den beiden Unterbrechungen in unserem passiven Festrosten fördernden Tagen schwelgen wir heute wieder in unserer Königsdisziplin. Nixtun.

    Nach einem tierisch schwülen Morgen kam
    Ebe das Gewitter und bot unsere perfekte Gelegenheit, geschmeidig auf n die Laken zu hüpfen und uns vom seligen Brummen der Klimaanlage sanft in den Mittagsschlaf wiegen zu lassen.

    Und das nach einem besonderen Frühstück, das uns als kleine Entschuldigung für das gestrige Chaos an den Pool gebracht wurde. Singend!! Wunderbar!!!

    Später am Tag:

    Der Mittagsschlaf ist rum, die grauen Wolken hängen mit konstanter Bosheit über uns. Is ein bisschen wir Nordsee. Nur mit Palmen. Und bei 35 Grad. Es hilft also nichts, wir bleibe mit den Büchern im Bett. Unsere Haut wird es uns danken. So!

    Ach übrigens… anbei unsere Mitbewohner. Wir arbeiten uns langsam wieder an zu Hause ran😉
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  • Stonetown

    20. März in Tansania ⋅ ☁️ 28 °C

    Ich merke, professionelles Nixtun klappt hier nicht wirklich. Kein Scherz, es ist zu heiß. Bei gemütlichen 35 Grad und unfassbarer Luftfeuchtigkeit liegen wir im eigenen Saft oder drinnen im sanften Zug der Klimaanlage. (Oder im Pool, der mit 29 Grad Wassertemperatur tatsächlich kühlt)

    Also… schwitzen können wir auch woanders und damit ich nicht weiter von Fleecejacken im Schwarzwald träume, fahren wir gleich nach Stonetown. In die Altstadt von Tansania Stadt…

    … und ich muss sagen, das war ein Erlebnis. Kurz ein paar Fakten:

    Stonetown ist wie gesagt die Altstadt von Sansibar Stadt, also der Hauptstadt. Sie besteht aus 1.200 Gebäuden, die sich dicht an dicht nur durch winzige Gassen getrennt zwischen denHafen (westlich) und die Neustadt (östlich) quetschen.
    Es gibt in Stonetown 2 Kirchen (eine ev und ein rk), 4 Hindu Tempel und 52 Moscheen. Etwa 20.000 Menschen leben in der ganzen Stadt (also 10% der gesamten Bevölkerung aller Inseln, die zu Sansibar gehören). wieviele davon in der Altstadt, kann ich nicht sagen. Kann sehr wahrscheinlich keiner sagen bei dem Gewusel.

    Reich wurde Sansibar durch den Sklavenhandel. 600.00 Sklaven wurden aus dem Hafen nach Arabien verschifft. (Wenigstens waren es mal nicht die Europäer, auch wenn zwischendurch mal Spanier und auch Engländer hier waren.

    Heute Abend endet der Ramadan, also war noch mehr Gewusel als sonst und vor allem, noch mehr Stromausfälle, weil alle gleichzeitig backen. Kein Scherz!

    Unser Lieblingsfahrer Mr White holte uns vom Hotel ab (der mit dem Taxi mit dem Steuerknüppel, der in Deutschland unter das Jugendschutzgesetz fallen würde, aber super leuchtet dank USB Anschluss am Radio) und Mata, ein fließend deutsch sprechender Sansibarer Mitte 20, nahm uns als Guide in Empfang.

    Und los ging es. Ohne Mata wären wir wohl immer noch und sehr wahrscheinlich bis ans Ende unserer Tage in den Gassen, völlig verloren und orientierungslos, aber er lotste uns souverän durch alle Straßen. Besser gesagt Gassen.

    Unten auf Straßenniveau herrschte entweder heilloses Gedränge oder gähnende Leere. Ein Laden reiht sich an den nächsten, alle kauften, feilschten und versuchten, den wahnsinnigen Mopeds auszuweichen, die ungebremst durch die Enge fuhren. Im Souk gab es mehr Obst, als man sich erträumen konnte und es roch nach Gewürzen. Es roch nach Orient. Also nach allem, wofür Sansibar bekannt ist.

    @ Anja und Regina, meine mitlesenden Küchen-Göttinnen, ich hab Gewürze für euch gekauft. Nicht ohne Hintergedanken allerdings😉

    Am Hafen gibt es eine Park, in dem leben unzählige Katzen. Und ich, die ich ja eher zu den islamkritischen Menschen zähle, muss gestehen, eines gefällt mir sehr gut. Sie mögen Katzen. Denn Katzen, im Gegensatz zu Hunden (sorry Socke, aber wir lieben dich trotzdem), sind rein für sie. Also werden die Katzen nicht nur toleriert sondern gepflegt und gefüttert. (Kastrieren wäre auch eine Idee, aber füttern ist ja schon mal ein Anfang)

    Sollte ich also jemals nach Sansibar ziehen, das wäre mein Lieblingsplatz!

    Ansonsten ist es wie überall, viele Gebäude sind verfallen und unbewohnbar, das stört aber keinen. Nicht einmal, wenn es so berühmte sind wie der alte Sultanspalast oder das sgn. Haus der Wunder (es war das erste Haus auf Sansibar mit Wasser, Strom und sogar einem Aufzug). Is dann halt so. Dach eingefallen, Türe zu und gut is.

    Apropos Türen… Türen spielen eine große Rolle hier. Sie sind aus prächtigem Tropenholz und man erkennt ihre Herkunft, bzw. die der jeweiligen Bewohner. Mit Ketten im Holzstuck, Runde Metallpieker und oben gerade-arabisch. Ohne Ketten, spitze metallpieker und oben rund-indisch.

    Es gibt eine Menge Inder hier. Ganze Gassen sind fest in indischer Hand.

    Und es gibt ganz wunderbare Rooftopbars, von denen aus man herrliche Bilder machen kann. Auch wenn der Himmel ein wenig verhangen war.

    Also ein aufregender letzter Tag. Aber wir sind froh, dagewesen zu sei.

    Und ehe ich es vergesse noch ein kleiner Funfact: es gibt eine 1,5km lange Plattenbausiwdlung, die stark an Bautzen zu seinen besten DDR Zeiten erinnert. Und das nicht ohne Grund, denn als Sansibar selbstständig wurde und sozialistisch (ja, das waren sie auch mal. Nach dem letzten Sultan), schickte Walter Ulbricht (ja genau, der DDR Ulbricht) vor lauter Begeisterung einen Bautrupp hierher, um eben diese Plattenbauten zu bauen. Sozusagen als Willkommensgeschenk unter sozialistischen Freunden. Mega. Und Mega schäbbig. Aber… wenigstens fertig gebaut, wan man -wie bereits erwähnt- nur von den wenigsten Häusern hier sagen kann.

    So und damit endet unser letzter Tag. Morgen Abend sitzen wir im Flugzeug Richtung Zürich. Ich muss gestehen, ich freu mich drauf. Es wird die erste Nacht in einem Bett sein, das allemal bequemer ist als unser jetziges. Nach Boxspringbetten in den Lodges liegen wir hier auf einem Hängemattenartigem Brett aus Schaumstoff mit Liegekulle aus der man schwer rauskommt, geschweige denn sich drehen kann.

    Gute Nacht Freunde, oder wie man hier sagt: lala salama!
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  • Resume

    21. März in Tansania ⋅ ☁️ 27 °C

    Der letzte Tag ist angebrochen, gegen 19h verlassen wir unser Hotel und fahren zum Flughafen.

    Es regnet und so ist Zeit für ein Resume.

    Ich gestehe, ich werd das Chaos hier vermissen. Und vielleicht sogar die Hitze. Auf jeden Fall aber das sorglose Umsorgtwerden, unsere Katzenfamilie, die ich natürlich großzügig mit durchgefüttert habe und das selige Nixtun.

    Die wunderbaren Taxen, die hier Privat Driver genannt werden und alle weiße Vans fahren mit rotem Aufdruck und rotem Kennzeichen und die innen so schön individuell sind. Eines hatte Fußmatten aus Kunstrasen und das unseres Lieblingsfahrers, Mr White, einen unfassbaren Steuerknüppel, der in den Farben passend zu den laufenden Musikvideos leuchtete. Mega. Dazu eine Form, die stark an ein Gerät aus dem Sexshop erinnerte.
    Aber egal ob Kunstrasen oder Sexspielzeug, alle waren pieksauber und runtergekühlt auf angenehme 6 Grad.

    Viele sagen, Afrika macht süchtig. Ich kann das verstehen, aber ich weiß trotzdem nicht, ob ich nach der absolut perfekten Woche in Tansania auch noch Botswana, Namibia oder sonst etwas brauche. Einfach weil ich mir nicht vorstellen kann, diese Woche mit all ihren Erlebnissen zu toppen. Oder auch nur wiederholen zu können. Aber wer weiß…

    Für einen Strandurlaub auf jeden Fall gibt es schönere Ecken in der Welt als Sansibar.

    Trotzdem war die Woche hier super. Mit Beth, unsere bezaubernden Kellnerin, die sicherlich einer der hübschesten Menschen ist, die ich je gesehen habe, mit der Rezeptionistin, die winzig klein war und mit einem grandiosen Überbiss gesegnet, mit dem sie so herzlich lachte und die alles, wirklich alles regelte, was jetzt nicht auf Anhieb so richtig gut lief, mit unserem freundlichen Kellner mit dem lieben Gesicht, bei dem keine einzige Bestellung richtig ankam, der aber Klaus mit strahlendem Lächeln Eiswürfel zum lauwarmen Bier brachte und mir heimlich Fleisch für die Katzen zusteckte.

    Die Drinks aus frisch gepressten Mangos oder Melonen. Der kleine Gecko in unserer Küche, der jeden Abend kurz vorbeischaute und das unfassbar leckere Essen im Hotel.

    Der tägliche Stromausfall abends, der schon erwartet wurde und dessen Ende nach ein paar Minuten lachend gefeiert wurde, das Housekeeping Team, das die Zimmer abends in eine Wolke aus Moskitospray hüllte.

    Das alles hat die Zeit toll gemacht. Aber das eigentliche Erlebnis und die eigentlichen Stars dieses Urlaubs waren definitiv die Tiere.

    Beeindruckend, wunderschön, unzählig und ungebrochen. Und da, wo sie hingehören. Ohne Zaun und ohne Gitterstäbe.

    Einzig ein Wermutstropfen ist der, daß ich diese Reise so gerne mit Pauline gemacht hätte, die Tiere liebte und Großkatzen ganz besonders. Was hätten wir schön mit Oskar dem Schneeleopard über die Geparden mit ihren Spikes und Taillen lästern können. Aber das Leben ist nicht immer so, wie wir uns das erträumen. Leider.

    Genossen habe ich es trotzdem. Jede Minute außer denen, in denen mir der Schweiß durchs Gesicht lief🥵

    Vielleicht war es (außer England natürlich♥️) die tollste Reise meines Lebens. (Aber das sag ich fast nach jedem Urlaub, es gilt also nicht.)

    Auch wenn ich dieses Tagebuch für Klaus und mich schreibe, danke ich allen, die sich tapfer durch all die Fotos gequält haben, die mein Geschwafel gelesen und vielleicht sogar genossen haben. Und schicke einen ganz besonderen Gruß an Irene, die ich zwar nicht kenne, die mich aber die ganze Zeit über begleitet hat. Wie auch schon auf Tobago. Irene, herzliche Grüße und danke an dich.

    Liebe Freunde, wir haben die kleine Kätzchen in die Hände unseres Berliner Vater-Tochter Gespanns gegeben und ich verabschiede mich, wir sehen uns in Solingen 😘😘
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    Ende der Reise
    21. März 2026