• EinJahrFärjen
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Slowakei

Nun steht die letzte Reise an des Jahres. Obwohl sie ja eigentlich schon in den Sommerferien liegt, aber egal. Ich muss immer noch nicht arbeiten und ab geht es also mit dem Van in die Slowakei. Read more
  • Trip start
    August 5, 2024

    Erstmal losfahren

    August 5, 2024 in Czech Republic ⋅ ☁️ 17 °C

    Das kam dann wieder schneller als gedacht. Die letzte Reise des Sabbatjahres. Aber ich war vorher schon 2 Wochen mit Freddy in Frankreich, also eigentlich ganz normale Sommerferien. Hilfe. Noch ist das alles sehr surreal, obwohl ich laut SparkassenKonto keine Sabbatjahrkröten mehr überwiesen bekomme, sondern mehr Sabbatjahrkröten. Denn in 5 Jahren geht es wieder los, es ist nur ein längeres Ansparsystem. Also durchatmen, annehmen und die Reise genießen. Die Vorfreude war riesig. Alles besorgen für den Van und die kleinen und praktikablen Dinge wieder fachmännisch einpacken. Liebe es!
    Und dann wie 'immer' den Bus von Susanne aus Rahlstedt abholen, IKEA Tüten und Klimbim rein da in den California New York New York - diesmal mit Solarzellen auf dem Dach und professioneller Lichtinstallation und dann erstmal losfahren. Noch schnell einen Fahrkaffee aus dem Caligo in Ahrensburg abgreifen (wo wir da beide jetzt Touristen sind) und dann erstes Ziel Bratislava.
    Aber es ist egal "Wir gucken wie weit wir kommen!" Auch wenn mein 'VanPartner' neu ist und Mark auch zum ersten Mal eine Busreise macht, ging direkt alles easy Hand in Hand. Vorraussetzung also top. Wir sind uns einig! So.
    Natürlich sind wir nicht bis Bratislava gekommen, nicht weil wir es nicht geschafft hätten, aber es war ein Riesenstau vor Prag. Da wurde also kurzerhand in die Park4Night App geluschert. Denn das Wetter war gut und wir hatten Bock gut zu stehen. Also abbiegen und durch ein klischeehaftes Dorf fahren mit Bahn-Übergang und einem vorbeibrausenden Milchwagen, wie wir ihn nannten, und dann weiter bis zum Ziel in Maps schlängeln.
    Und wie das so ist, hatten wir unfassbar Schwein. Wir standen auf einem großartigen Platz an der Moldau. Neben uns nur ein Hundeherr auf seiner GassiGehenAustobeTour und eine DamenYogaRunde (so wirklich Yoga haben sie nicht gemacht, aber sie hatten unfassbar viel Spaß und gute Laune!).
    Dann gab es also die ersten Schlucke Wein aus den goldenen Kübeln und ein paar Snacks, die wir beim LIDL ergattern konnten. Und endlich wieder Käseschnüre. Eine große Passion von Wiebke und mir von unseren Ostreisen. Ein riesen Traum! Dann noch ein Kopfstand und ein paar Kopfschüttler hinterher, wegen Unfassbarkeit und dann ab in die erste Van-Nacht. Ein Fahrtag ist halt auch immer schon ein Reisetag! So gut!
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  • Bratislava - Die Stadtbespielung

    August 6, 2024 in Czech Republic ⋅ ☀️ 19 °C

    VanLifeSpinner haben einfach recht. Das denk ich jedes Mal wieder. Und irgendwie bin ich ja saisonmäßig auch eine von denen. Einfach fahren, hinlegen, aufwachen, ins Grüne glotzen, vorzugsweise auch auf Wasser und sich dann am sprudelndem, schwarzen Gold aus der EspressoKanne zu erfreuen. Es kann nicht schöner sein. Ach doch, nämlich dann, wenn man noch eine Runde in der Moldau planschen kann. Einfach bester Start in die Reise!
    Und dann schnell alles einpacken und weiter! Nun aber Bratislava.
    Was soll ich sagen Bratislava hat es mir halt angetan. 2021 fanden Wiebke und ich es ja nur so mittel und dann kam die große Liebe auf den zweiten Blick, als wir mit dem Van Richtung Rumänien ins Sabbatjahr gestartet sind. Und der Crush war ja so groß, dass wir auf dem Rückweg wieder hin mussten. Also es geht nicht, man kann an Bratislava nicht einfach ignorant vorbeifahren. Daher gab es kein Vertun: Bratislava wird erneut bespielt.
    Kurze Trauer, denn der Stellplatz an dem wir 'immer' waren und von dem aus ich letztes Jahr noch mit Mark telefoniert habe, war nicht mehr beparkbar. Daher haben wir dann einen kostenpflichtigen in Top Lage genommen und sind los spaziert. Das fühlte sich für mich einfach direkt wieder sehr heimelig an und einfach nicht wie 1 Jahr her. Einfach krass.
    Es ist natürlich etwas anderes, dass wir jetzt InSeason unterwegs sind, aber es gibt ja auch kaum was Schöneres als erstmal durch die Altstadt zu schlendern, um sich dann bunte Getränke zu genehmigen, sich das Misantropia-Treiben reinzutun und sich darüber qualitativ wertvoll auszutauschen. Herrlich. Köstlich. Danach ab auf die Burg: von oben runterschaun immer ein Genuss!
    Wenn man die Stadt 'kennt' weiß man wo die guten Plätze sind. Daher gab es erst noch ein feines asiatisches Mahl, bevor wir dann über die zauberhafte, grüne Brücke spazieren mussten, um uns dann im Areal auf der anderen Fluss-Seite den schönen Wein im Sonnenuntergang zu genehmigen. Ekelhaft kitschig, aber was soll man machen. Achja, da so lange bleiben, bis es dunkel ist, wieder die Brücke beschreiten und die bunten Lichter genießen, bevor man dann Zähne putzt und sich einfach nur danieder legen kann mit dem Gedanken "Mal gucken, was wir morgen fühlen!"
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  • Bratislava - Klappe die Zweite

    August 7, 2024 in Slovakia ⋅ ☀️ 29 °C

    Ach Bratislava. Das war so schön am frühen Morgen nochmal die Stadt zu bespielen. Diese schöne blaue Kirche vor neben meinem neuen Lieblings-Schulgebäude in Pudergelb. Diese Ruhe und Stimmung am Morgen. Einfach weniger Menschen im Stadtzentrum, Zeit durch jedes Viertel zu schlendern und den 'Ostblockcharme' zu genießen und sich die Hipster Kaffees im Graffiti-Traum oder im Hinterhof einzuverleiben.
    Das hat nochmal so richtig gut getan!
    Aber dann hat es auch gereicht mit Stadt. Wir wurden hibbelig und wollten in die Natur. Erstmal Richtung Fatra und vor allem Dusche. Den Rest sehen wir dann, Hauptsache wir haben uns und ausreichend Snacks :-)
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  • Malá Fatra - Endlich Natur

    August 8, 2024 in Slovakia ⋅ ⛅ 24 °C

    Die Mala Fatra ist ein guter Einstieg in die feine Natur der Slowakei. Diese Erfahrung habe ich schon vor 3 Jahren hier gemacht und was damals goldrichtig war, kann ja jetzt nicht falsch sein. Also trotz anfänglich grauem Schleier beim morgendlichen Kaffeeritual, hinein in die Outdoorklotten, ab zum Lift und hoch da. Oben angekommen fühlte es sich sofort wieder so an, als wäre ich gerade erst hier gewesen. Ich sag ja, Bratislava hat es mir angetan und die Slowakei ohnehin! Und mit diesem Gefühl ist man eben sofort wieder da!
    Und so sind wir los gewandert da den Kamm entlang und haben einfach alles genossen. Die Natur, die Landschaft, die Berge, den Weg, die Steine, die Bäume, die unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten, den Himmel, die Wolken und ja irgendwann auch die Sonne! Jaja, wenn Engel reisen... Das hat so gut getan, vor allem am Ende noch da auf den höchsten Punkt zu kraxeln und dieses 360° Panorama aufzusaugen. Irgendwie war das schon wieder alles zu schön. Da konnte nur das Belohnungspivo am Ende helfen. Schön kühl und so unfassbar köstlich.
    Wieder runtergegondelt war dann die grobe Richtung die niedere Tatra, aber erstmal einen feinen Stellplatz für die Nacht ergattern. Gestern hatten wir ja auch schon so Glück. Und wenn man denkt 'Schöner kann es heute wirklich nicht mehr werden!', dann steht man plötzlich hoch oben am Feldesrand am Wald und hat einfach im Ausblick alles mit bei, was sie auch in der Ravensberger Puzzlemanufaktur da in so ein Bild hineinbasteln würden.
    Die Tür ging heute wirklich nicht zu, vor allem dann nicht mehr, als noch Brokkoli gebrutzelt und genossen wurde kurz vor Wolkeneinbruch. Sternetechnisch nicht bewertbar dieser Tag.
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  • Ein Ruhetag ist voll okay!

    August 9, 2024 in Slovakia ⋅ ☀️ 22 °C

    Und da wacht man auf, der Regen ist vorbei und man hat diese Aussicht. Puh!
    Jetzt ging es wieder um die tägliche Frage "Was fühlen wir heute?" Und manchmal ist das ja einfach gar nicht so leicht zu beantworten. Vor allem, wenn man in diesem wunderbaren Land ist, in dem man so viel erleben kann. Aber ehrlicherweise war da auch einfach viel Müdigkeit! "Und muss man denn unbedingt was 'machen'?"
    "Wir haben doch voll viel Zeit!"
    "Dieser See sieht auch schön aus!"
    "Wir konnen doch einfach dahin fahren und da in Ruhe was essen und dann sehen wir weiter?"
    Und so war es dann auch. Einfach Druck vom Kessel nehmen und sich erlauben auch mal 'nichts' zu tun, es ist ja Urlaub und überhaupt. Aber es ist immer das Ding, wenn man im zum Huzzlen neigt.
    Aber es war wie immer dann die einzig richtige Vorgehensweise. Einfach Ruhe rein da in den Bums.
    Und der See war wunderbar. Durch den Wald runtertrippeln und dann war da einfach niemand. Brunchen, Lesen, Tagebuch schreiben. So wertvoll.
    Und dann sind wir einfach zur nächsten 'Station' gefahren - natürlich nicht ohne LIDL Stopp.
    Auf dem Campingplatz haben wir den Tag zu Ende genossen. Jeder auf seine Weise. Spazieren, Yoga, Lesen und dann Snacks vorm Bergpanorama. Das Leben kann so einfach sein und der Berg, auf den wir wollen ist ja morgen auch noch da!
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  • Chopok > Dumbier: Fotoreihe 1

    August 10, 2024 in Slovakia ⋅ ⛅ 20 °C

    Der Erholungstag hat Wunder gewirkt und die Akkus waren wieder voll. Es ging also los in die niedere Tatra. Vom Gipfel Chopok zum Gipfel des Dumbiers kann man eine astreine und herausfordernden Kammwanderung machen - kannte ich und wollte ich unbedingt nochmal machen. Dann Ziel rein bei Google Maps und ab zum Parkplatz. Leider war es nicht der Parkplatz direkt an der Gondel, wie wir dann feststellten. Sondern an einer zweiten Gondel. Dank eines irren Triathlons da im Gebirge, war diese aber 'vorübergend geschlossen'. Wir haben uns dann kurzerhand entschieden bis zur nächsten Tatry-Gondel hochzuwandern. Und wie sagt man so schön - die erste Luft muss raus. Und so war es auch. Dann durchatmen und ab in die Gondel und hoch da. Da wir den Morgen mit dem schwarzen Gold ausgiebig genossen haben, war schon fast Mittag und es musste erstmal das Matschbrot rein. Allein dieser Ausblick dabei beim Chopok war so wunderbar. Dieses abgefahrene 360° Panorama kriegt einen ja immer wieder. Energiespeicher waren dann gefüllt und dann sind wir los Richtung Gipfel des Dumbiers. Diese Schönheit war nicht zu fassen links, rechts, vorne, hinten. Auch, wenn ich schonmal da war, das packt einen ja immer wieder!
    Wir waren in einem absoluten Flow und waren im Speedy-Gonzales-Modus (Zitat zweier Mitwanderer) sehr schnell am Dumbier, obwohl wir Foto-Otto-mäßig ständig angehalten haben. Auch, wenn man sagt 'Es ist ja egal, wie weit wir kommen', ist es doch immer das bessere Gefühl, wenn man dann oben angekommen ist. Großartige Aussicht einfach!
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  • Chopok > Dumbier: Fotoreihe 2

    August 10, 2024 in Slovakia ⋅ ☁️ 18 °C

    Vom Dumbier zurück war es nicht weniger schön. Das tolle an diesen Kammwanderungen ist ja, dass es zwar der gleiche Weg ist, aber der Blick und das Licht ja wieder völlig anders sind.
    Und der Flow blieb auch auf dem Rückweg. Das Problem war nur, dass der Rückweg anstrengender war, als der Hinweg. Der Chopok ist ein Stück höher als der Dumbier und der Kamm neigt sich vom Chopok ganz gut nach unten. Wärmer ist es irgendwie auch geworden, also lief der Schweiß. Aber schweißegal bestes Motto, da so im Transpirator-Modus. Man weiß ja, dass einem am Ende das kühle Pivo erwartet zur Belohnung. Auch, wenn Bier nicht mehr mein präferiertes alkoholisches Softgetränk ist, so schmeckt es doch nach sportlicher Anstrengung und vor allem mit Blick auf Berge immernoch am allerbesten.
    Nach der Gondel mussten wir den am Vormittag hochgekämpften steilen Weg ja auch wieder runter. Und jeder Mensch, der schonmal wandern war weiß, dass nach einigen Metern rauf und sowieso Kilometer in den Knochen, runter immer so eine ganz spezielle Sache sind. Danach weiß man wirklich, was man getan hat ;-)
    Gelandet sind wir dann auf einem Campingplatz, den ich dann wiedererkannt hatte im Slowakischen Paradies. Da ist es nämlich auch wunderschön - Überraschung!
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  • Slowakisches Paradies - Suchá Belá

    August 11, 2024 in Slovakia ⋅ ⛅ 27 °C

    Im Slowakischen Paradies gibt es einen Ort, den man machen muss - komme was da wollen mag. Und das ist die Schlucht 'Suchá Belá'. Vor drei Jahren schon mein absolutes Mit-Highlight der Reise und das damals an meinem Geburtstag :-)
    Vom Planungszeitpunkt her hätten wir es tourimäßig nicht besser abpassen können. Schön spät los bei herrlichem Wetter, achja hatte ich erwähnt, dass wir uns den Sonntag ausgesucht hatten?
    Nun gut. Ist auch egal, wir haben Zeit und irgendwie wird sich wie immer die ganze Chose schon verlaufen.
    Und so war es zunächst auch. Wir sind da rein in dieses herrliche Areal voller Steine, wirrliegender Stämmen, Pfützen und Leitern. Erstmal schön was weg springen da!
    Dieser Groove ging eine Weile gut, bis wir zur ersten hohen Leiter kamen. Und da fühlte man sich wie beim Anstehen im Hansapark zur Wildwasserbahn.
    Aber wir haben uns einen Spaß draus gemacht und erstmal die Modenschau vor Ort eingeordnet und höflichst bewertet.
    Dann sind wir natürlich wieder Zeug*innen geworden, dass sich eine Schlange natürlich schneller bewegt, wenn der Hintermann - in diesem Falle die Hinterfrau (wir nannten sie Olga) sich möglichst dicht an den Rücken drückt. Wie hieß es so schön 'die erziehen wir uns' und da wurde viel in die Hocke gegangen, sehr langsam nach vorne bewegt und der Rucksack zurecht gerückt. Alles wirkungslos. Die sogenannte Olga-Verfolgung wurde dann wirklich erst beim Eingemachten, nämlich auf den Leitern und Steigteilen langsamer - "die sind wir los!" Einfach immer wieder ein abgefahrenes Ding, wenn Menschen von dem guten Satz aus Dirty Dancing - Mein Tanzbereich, dein Tanzbereich - einfach keinerlei Achtung geben. Allein deshalb, sollte jede*r diesen Film mal gesehen haben.
    Wir hatten also unseren Spaß, aber vor allem war einfach dieses Durchgekraxel ein Träumchen.
    Am Ende sind wir falsch abgebogen und haben dann noch eine kleine Wanderung durch den Wald draufgelegt. Aber wie es so ist. Es kommt ja alles zur rechten Zeit und alles fügt sich. Also hatten wir mal wieder genug Zeit über das letzte Jahr und seine Themen zu philosophieren. So gut immer!
    Am Ende waren aber alle Energiespeicher bis aufs Letzte leer geräumt (konnte ja keiner ahnen, dass wir so lange unterwegs sind), sodass direkt auf dem Parkplatz das Campinggelöt aufgestellt werden musste für den Matschbrotgenuss.
    "Was haben wir schon wieder alles erlebt und es ist erst Nachmittag!"
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  • Der Abend am See

    August 11, 2024 in Slovakia ⋅ ⛅ 27 °C

    Wie es manchmal der Zufall so will sind zwei sich nahe Menschen zur selben Zeit im selben Land unterwegs. Und manchmal will es das ominöse Universum wohl, dass man zufällig nur 20 Minuten voneinander entfernt ist. Lina und Bruchi standen mit dem Camper an einem wundervollen See nahe der hohen Tatra. Da wollten wir ohnehin hin. Es stand uns nach 4 Tagen Wanderungen der Sinn nach Dusche, aber ein See tut es ja vielleicht auch. Also erstmal hin - mega Bock ins Wasser zu springen.
    Es war so abgefahren, dass Lina und ich (ja wir wohnen in HH dicht beieinander, aber jeweils 1 Jahr Sabbatjahr von jeder, macht 2 hintereinander und es war nicht immer leicht sich zu treffen) uns dann endlich wiedergesehen haben und dann noch vor dieser Traumkulisse!
    Während sie schonmal den Wein in meinen neuen Gläsern (Wein am Stein, liegt halt nahe) bereit hielt, ging es für Mark und mich ab in den See!
    Besser ging es nicht. Das sogenannte Erfrischungs- und Semi-Reinigungsschwimmen hat uns massiv voran gebracht.
    Danach hab es den Wein aus richtigen Gläsern (!!!) und es war klar, hier sind wir hergekommen um zu bleiben. Es war auch einfach nur hübsch. Das Licht (diese Farrrrrben!), der See, die Tatra und das feine Beisammensein. Die ersten Snacks und ein paar Weinverköstigungen später war auch klar 'was morgen passiert sehen wir dann, vielleicht machen wir auch wirklich mal gar nix!'
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  • Der Tag am See

    August 12, 2024 in Slovakia ⋅ ☀️ 28 °C

    Dieser See ist so schön. Was spricht also dagegen noch etwas hier zu bleiben. Korrekt! Eigentlich nichts. Es ist also nur wieder der Kampf gegen den Erlebnisdrang, den Bock oder schlicht und ergreifend gegen dieses nicht mehr ganz so neumodisch ausgedrückte FOMO. Also der Kampf muss gewonnen werden. 'Wandern kann man ja auch noch morgen uuuund wir haben so viel Zeit'. Lina und Bruchi haben sich auch für diesen Modus entschieden. Gute Menschen. Sag ich ja.
    Also einfach den Tag am See verbringen. Ist ja auch Urlaub. Buch vor die Linse, Augenpads rauf, Mucke auf die Ohren und der Rest ergibt sich dann.
    Und das tat so gut. Warum tut man sich bloß immer so schwer mal nichts zu tun. Ich korrigiere: nicht 'man', sondern 'ich' bzw. in diesem Falle 'wir'. So bescheuert. Einfach mal lassen und den Moment genießen. Und das hat geklappt. Wir werden besser!
    Lina und ich hatten immer mal wieder Zeit eine kleine Runde zu drehen zu quatschen, bis es sich dann wieder ergeben hat, dass wir kurz zu LIDL gebraust sind, etwas Grillbares und Gemüsiges sowie alkoholische Softgetränke in meiner Lieblingsvariante Weißwein eingekauft haben. Und so eine richtige Toilette an der Tankstelle ist ja auch nicht zu verachten.
    Dann wurden die eingeshoppten Habseligkeiten wie immer monkmäßig verstaut. Herrlich. Und schwupps war es später Nachmittag und wir haben wieder zusammengesessen, Wein und Bier genossen und das illustre Treiben am See beobachtet. Bester Apéro! Unser aller persönliches Highlight war selbstverständlich der Kopfstandversuch des rüstigen Herren auf dem SUP. Ob es gelungen ist, will ich an dieser Stelle mal offen lassen ;-)
    Und dann haben wir die nächste Phase eingeläutet, nämlich die Bruzzelei. Feinstes Festmahl ist es geworden.
    Und dann nahm der Abend seinen Lauf. Da war viel dabei. Von was soll eigentlich dieses 'SwiftiTum' von dem alle reden, ist doch wirklich Scheißmukke über den Sternenhimmel und die Ankündigung der regnenden Feuerbälle. Das ist natürlich nicht passiert, dafür hat Bruchi seine erste Sternschnuppe im Leben gesehen. Oder war das schon gestern, die zeitliche Einordnung ist schon schwierig. Aber das ist ja bekanntlich ein gutes Zeichen.
    Zu guter Letzt wurde noch über das schwimmende Etwas im See spekuliert "5 Euro, wenn du's rausholst!" Am Ende wurde einfach abgewartet bis das Ding ans Ufer gespült wurde und wir waren dann alle sehr dankbar, dass Mark den BarbieSchlappen umsonst rausgefischt hat. Immerhin haben wir jetzt 1 Mitbringsel ;-)
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  • Nun aber Hohe Tatra Part 1

    August 13, 2024 in Slovakia ⋅ ⛅ 17 °C

    Der Tag am See hat so gut getan. Und nach dem Schlaf kickte tatsächlich ein richtiger superkompensatorischer Erholungseffekt.
    Also war klar, da muss natürlich wieder das schwarze Gold rein, einmal in den TankenToilettenWellnessTempel, Sachen packen und rein da ins Gebirge.
    Wir wollten abends auf jeden Fall auf einen Campingplatz ('ich könnte dann wirklich mal duschen!'). Also haben wir schonmal recherchiert in der Ecke, wo ich schonmal war. Der eine großartige Campingplatz war aber schon ausgebucht. Also erstmal hinfahren sich die anderen zwei Möglichkeiten angucken und dann erstmal rauf auf den Berg.
    Angekommen da in der Region Tatranska Lomnica wurde einem aber dann doch ganz anders. Wenn man denkt man befände sich einem Touristenareal, dann war man noch nicht da. Immer wieder faszinierend, was sich in 3 Jahren da alles so getan hat - 'Ach du scheiße' war glaube ich der häufigst gefallene Ausdruck. Die beiden Campingplätze wurden dennoch angefahren. Einmal auf den Platz gucken, einmal sich gegenseitig angucken und dann gleichzeitig 'auf gar keinen Fall' sagen.
    Das Campingproblem wurde also auf später geschoben. Dann einfach später weg hier und in die nächste Gegend, in die wir wollten. Das wird schon passen.
    Aber man ist ja genau wie alle anderen TouriSpinner nicht grundlos an diesem Ort. Also ab da in die Touri-Gondel - ich wusste ja, dass es traumhaft wird und sich wie immer verläuft. Die meisten Menschen fahren da hoch, glotzen auf den See und ziehen sich ein Schnitzel, Schweineknie oder Ähnliches rein und fahren wieder runter.
    Und so war es auch. Schon am Lift Hölle. Egal rein in die orangene Gondel und dann nochmal Hölle oben am See. Aber dieser See. Banane rein und rechts hoch da den Berg auf den Steinplatten hinein ins Naturparadies.
    Da wurde sich erstmal wieder in Trance gelatscht, Erinnerungen wach und die Unfassbarkeit genossen.
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  • Hohe Tatra Part 2

    August 13, 2024 in Slovakia ⋅ ☀️ 18 °C

    Diese Tour ist einfach ein absoluter Traum. Der Weg ist so abwechslungsreich und gut anspruchsvoll. Das Gegehe auf den Steinen, da weiß man manchmal gar nicht, wo dieser Weg überhaupt sein soll und dann ist alles so herrlich eingerahmt von diesen unfassbaren Bergen. Da war sogar eine Ziege drin!
    Oben angekommen war es mal wieder 'das schönste Panorama'. Aber so ist es wirklich bis jetzt gelaufen. Jede Wanderung war eine Steigerung vom Anspruch und der Schönheit. Die Hohe Tatra ist das Paradies schlecht hin. Und dieser See da unten. Dahin laufen und wieder zurück haben wir uns geklemmt. Wir wollten ja auch morgen nochmal ne Steigerung also Kräfte schonen und zurück. Und die Erfahrung zeigt ja, dass auch der Rückweg genauso schön ist. Die Sache wird dann einfach rund.
    Am Ende haben wir uns kurz vor dem Abstieg zum Höllensee nochmal hingesetzt für die obligatorische Matschbrotverkostung. Beste!
    Ein Bierchen wurde dann unten nicht gefühlt, sondern wir sind direkt runter gefahren, haben einen Campingplatz eine Stunde entfernt rausgesucht und haben dann diesen Ort des Grauens hinter uns gelassen.
    Wir sind bei Minicamping Jana in einem klischeehaften slowakischen Dorf angekommen und hatten sofort den Gedanken 'Hier? Auf jeden Fall!'
    Jana war super freundlich und als wir hinten im Garten standen umringt von tausend Tieren, hatten wir sofort wieder einen Chile-Lodge-Flashback.
    Also erstmal duschen, Wäsche waschen, neu sortieren, neue NeonLIDLLeggings an, ein paar Snacks rein und genießen. So ein unfassbar entspannter Ort, genauso entspannt wie die andern Camper dort. Hätte mal wieder nicht besser laufen können. Und diese Sonne! Widerlich!
    Es zeigt sich mal wieder. Einfach aufs Gefühl hören, dann steht man am Ende des Tages einfach gut! Dann also hoffentlich gut schlafen und dann dem Wecker um 5.30 lauschen. Bock auf die große Wanderung war absolut vorhanden!
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  • Auf den Berg in aller Herrgottssfrühe

    August 14, 2024 in Slovakia ⋅ ☀️ 19 °C

    Heute stand die ominöse Tour auf den 2494m hohen Kriván an. Der Berg der Hohen Tatra ist so etwas wie das Nationalsymbol der Slowakei. Also irgendwie ein Must-Do. Der Wanderführer sagte 'schwere Wanderung aufgrund der steilen An- und Abstiege und der zu gehenden Höhenmeter (1400m). Im Gipfelbereich leichte Passagen mit Blockkletterei, aber nicht ausgesetzt'. Was das bedeuten soll? Keine Ahnung. Aber klang nach einer großartigen Herausforderung. Und das lieben wir ja!
    Auch, wenn es die für mich unchristlichste Zeit der Welt war (und ja ich habe noch keine Ahnung wie ich wieder um 8 Uhr derart den Schalter für Unterricht umgelegt gehabt werde haben...) klappte alles wie am Schnürchen und um viertel nach 6 hatten wir einen der heißbegehrten Parkplätze am Startpunkt ergattert und konnten erstmal dort das schwarze Gold aufblubbern. Noch einmal von den gestrig vorbereiteten Matschbroten abgebissen und dann ging es los.
    Und es ist ja einfach zauberhaft dieses Licht da am Morgen, das muss man ja sagen. Und da es ja heute etliche Höhenmeter hochging, war es auch logisch, dass das stetig läuft und die erste Luft schnell rausgeht. Ich habe direkt gemerkt, dass das nicht mein glorreichster Tag werden würde. Viel zu früh, das Gerenne der letzten Tage in den Bergen in den Beinen, schlechtes Zyklus-Timing und ach ja diese Hüftproblematik hab ich ja auch zu meinem 40. Geburtstag geschenkt bekommen. Egal. Dann erstmal den Rucksack tragen und die Wut auf den Körper in Energie umwälzen. Und das ging natürlich irgendwann, bei der Aussicht musste es ja so kommen. Und ich kenn mich ja und meinen Körper. Das beruhigt sich alles schon wieder und ich hatte ja auch astreinen Support, der meine 'Aussetzer' auch gut kennt. Lief also!
    Es wurde noch einmal kurz brenzlig, als wir dann doch merkten, dass wir wassertechnisch schmalspurmäßig unterwegs waren (normalerweise läuft ja ständig Wasser da aus diesen Bergen, aber, wenn man es braucht!? - Dürre).
    Aber dann kam da doch die Erleichterung zur rechten Zeit. Die Flasche konnte aufgefüllt werden. Und dann einfach weiter!
    Und es wurde immer steiler, immer steiniger, gerölliger, aber auch immer spannender. Vor dem letzten Stück haben wir dann nochmal die Energiespeicher gefüllt und ich bin in ein eingängiges Gespräch mit meiner Hüfte gegangen. Von der lass ich mir ja gar nix sagen.
    Gott sei Dank war der finale Aufstieg dann so anspruchsvoll, dass man die Konzentration so hoch fahren musste, dass das Adrenalin gleich mitgekommen ist. Das hat so unfassbar Spaß gemacht sich da hochzuziehen, hochzustemmen, hochzudrücken bzw. sich da hochzubouldern. Das war wirklich eine Traumkraxelage.
    Oben angekommen lief der Schweiß aber es strahlte auch die Glückseligkeit. Wieder eine grandiose Aussicht und so anders. Absolut rough, rau, steinig und wunderschön! Und natürlich war da auch wieder so ein grüner Klecks Zauber-See reingebastelt. Traumhaft! Das hat sich so gelohnt! Dann erstmal auf den spitzen Steinen rasten, Matschbrot rein (Überraschung!) und das alles aufsaugen.
    Es gibt einfach kein schöneres Gefühl für mich, als einen Berg hochzugehen mit seiner eigenen Kraft, den Körper zu spüren (heute eher weniger) dabei das Panorama genießen zu können (mal mehr mal weniger) und dann im besten Fall mit einer grandiosen Aussicht belohnt zu werden. Dann noch eine Jause rein. Besser geht es nicht. Berge sind einfach magisch!
    Daher musste heute ein Gipfelkreuzbild sein, gibt es ja noch nicht in der Sammlung ;-)
    Dann hieß es aber auch Kraft sammeln, denn 'wir müssen die Chose ja auch wieder runter'.
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  • Der Weg runter mit Falschabbiegung

    August 14, 2024 in Slovakia ⋅ ☀️ 24 °C

    Es war ja absehbar, dass der Weg runter fordernd wird. Und so war es auch. Alles frei nach dem Motto 'auf dem Arsch, schafft man den Weg'. Der Abstieg hat wirklich viel koordinative Fähigkeiten abverlangt. Auch wenn es stark auf die Beine bzw. vor allem auf die Knie ging, hat es so viel Spaß gemacht. Einfach eine astreine Herausforderung. Als der steile Abstieg bewältigt war, gab es eine kleine Verschnaufpause. Und dann sind wir links rum (Immer wichtig! Wissen wir ja!). Schnell kam uns dieser Weg irgendwie dann doch unbekannt vor. Zugegebenermaßen sah aber wahrlich alles gleich aus in diesem Steinareal. Das wäre selbst für Barnie Geröllheimer herausfordernd gewesen.
    Aber wie es die Erfahrung ja zu Hauf gezeigt hat, ist dieses Linksherumgehen die richtige Wahl und so war es auch diesmal. Und vor allem hatten wir herausgefunden, dass auch dieser Weg uns zum Parkplatz bringt.
    Wir hatten einen wunderbaren Weg durch sattes Grün - und natürlich weiterhin diese Berge im Rücken.
    Aus dem Nichts tauchte dann noch ein Riesenstein auf, der natürlich beklettert werden musste und von dem die Aussicht auf das Bergpanorama unfassbar schön war.
    An dieser Stelle haben wir dann die gleiche Familie getroffen, die uns schon die ganze Wanderung begleitet hat (die Mutter ist mir aufgefallen, weil sie ein Knaller pinkes Neon-Outfit anhatte). Ihr Mann hatte sich das Knie verletzt und da wir Dank meines Hüftgeshizzles Wanderstöcke dabei hatten, fragte sie, ob sie sich die Stöcke leihen können - zumindest bis zur nächsten Weggabelung. Und natürlich haben wir das gemacht. Er war wirklich so dankbar. Und als wir uns am abgesprochenen Punkt wieder trafen, hatten sie sogar Heidelbeeren für uns gesammelt. Wieder so eine großartige Begegnung mit Menschen. Die Welt könnte so harmonisch sein - das denkt man dann ja immer.
    Weiter runter ging es dann noch durch den Zauberwald (der fehlte uns ja gerade noch!). Der Schatten tat so gut, der weiche Boden und ja, es ging sogar mal waagerecht voran :-)
    Am Parkplatz mussten wir dann wirklich tief durchatmen. Jetzt half nur noch die kalte Cola, die im Van auf uns gewartet hat. Dann noch in einer Dorfhütte Kaffee kaufen, Dusche und bei Snacks und Wein auf die Berge glotzen, mit der wunderbaren Spitze des Krivans, auf dem wir ja irgendwie heute waren. Abgefahren!
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  • Der Tag auf der Lodge

    August 15, 2024 in Slovakia ⋅ ☁️ 25 °C

    Die lange Wandertour in den Knochen, war das Motto des Tages 'mal sehen'. Es gab für die letzten Tage eigentlich keinen Plan mehr, sondern nur noch Ideen - wir hatten wahrlich genug erlebt! Die Ideen waren nach Kosice zu fahren, vielleicht in die Pieninen (keiner weiß genau wie man das schreibt, geschweige denn ausspricht) in Polen, da gibt es Wasser und Kayak und Raften und vielleicht über Krakau zurück.
    Nach dem Aufstehen und Frühstück stellte ich dann die klassische Frage "Sag mal siehst du dich heute Abend auf einem Parkplatz in der Stadt stehen?" - "Irgendwie nicht." Also war es geklärt, wir machen einen Tag 'ohne was vor'. Dann kam natürlich noch das kurze Hin und Her, ob man schonmal in Richtung Kosice fahren sollte, allerdings waren wir jetzt nicht ewig weit davon entfernt und zweitens war es halt wunderschön bei Minicamping Jana.
    Wir hatten hier ja einfach den Lodge-Effekt aus Chile. Also klarer Fall - einfach bleiben!
    Und so hatten wir einen entspannten Tag, haben gelesen, waren einkaufen und Geld holen (was in dieser Landschaft hier schon immer ein Erlebnis ist) haben abends gekocht und uns dann noch mit den holländischen Nachbarskindern unterhalten, die irgendwie einen Narren an uns gefressen hatten. Da ich die holländische Sprache ja auch so sehr liebe, hatte ich meine helle Freude daran mit Femke zu gucken, welche Wörter einfach gleich sind. Lieblingswort: Mensen, Jongen und opruimen.
    Für mich gab es dann noch eine kurze Partie Badminton mit Jano. Ich sollte mich von einem 8jährigen verprügeln lassen ;-)
    Aber es war zu dunkel, sodass das Match auf dem morgigen Tag verschoben wurde und wir friedlich ins Bett bzw. auf die VanPritsche gehen konnten. So ein erholsamer, wertvoller und spaßiger Tag!
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  • Die bunte Stadtbespielung in Kosiče

    August 16, 2024 in Slovakia ⋅ ☁️ 29 °C

    Der Ruhetag hat dafür gesorgt, dass die Akkus wieder geladen waren und wir bereit für die Stadt. Das tat gut einfach zu fahren, viel Podcast zu hören und natürlich auch Musik.
    Nachdem wir einen guten kostenlosen Parkplatz aufgetan hatten, wurden die Schlappen angezogen, Sonnencreme en masse aufgetragen und dann ging es hinein in den Hitze-Stadttraum.
    Da ich Kosiče in sehr guter Erinnerung hatte, war meine Vorfreude enorm. Wir mussten zwar erstmal knapp eine halbe Stunde laufen bis wir im Zentrum waren, aber das kam uns ganz gut zu Pass. So konnten wir uns sukzessive an die Stadt und an Menschen gewöhnen.
    Wir sind erstmal rumgeschlendert und haben gestaunt. Diese Stadt ist wirklich so hübsch mit ihren Pflastersteinen, bunten Fassaden, kleinen schranzligen Gassen, opulenten Gebäuden, bröckeligen Fassaden, zauberhaften Hinterhöfen und Tordurchgängen, die einen an noch schönere Plätze bringen.
    Wie immer 'schranzig und schön!'
    Die Hitze war aber dann echt heftig und da wir auch kein Frühstück bzw. Mittag hatten, gab es dann um 14.19 Uhr erstmal ein Frühstückseis, dann aber direkt 2 Kugeln! Unfassbar lecker!
    Diese Abkühlung war logischerweise nur von kurzer Dauer, aber einer der ominösen Tordurchgänge brachte uns in ein Bar-Areal, eingerahmt von Palmen, Pflanzen und bunten Stühlen. Erstmal Schatten genießen und ja, da man ja jetzt eine Grundlage geschaffen hat und es bereits 14.49 Uhr war, war es wohl Zeit für den ersten Mojito. Macht Sinn! Naja und weil man ja nichts Großes mehr vorhatte und man ja ach so gut saß und überhaupt die Geschichte mit 'Auf einem Bein kann man nicht stehen', gab es noch ein Spritzgetränk hinterher.
    Aber dann musste auch wieder gelatscht werden, und zwar Richtung Einkaufszentrum, denn erstens ist es da klimatisiert und zweitens kann man Dinge gucken. Das reichte als Motivation.
    Der Klimagenuss ging auf und wie es der Zufall so wollte sind wir am einem neueröffneten Barfußschuhladen vorbei gestolpert. Dort gab es Prosecco am Eingang und drinnen auch Häppchen. Ehrlicherweise muss einem schon noch Geld dazugegeben werden, dass man die Treter anziehen würde, aber scheint sich ja zu lohnen, was die da feilbieten, bei dem Aufriss. 2 Prosecco ergattert und noch ein schnellen für'n Weg... Vom alkoholgetränketechnischen Farbspektrum kann man nicht meckern. Besser war es trotzdem sich aus dem Supermarkt noch mehr Farben für den Weg ins Spiel zu holen.
    Da passte die Art Gallery mit Kunst in NeonFarben also perfekt. Haben wir dann auch mitgenommen. Das war richtig richtig cool.
    Herrlich ist es ja auch immer sich aus dem Zentrum wegzubewegen und dort die Straßen zu entdecken. Das Licht war herrlich, die Straßen leer und die Stimmung sowieso überragend. Gehen tat aber auf jeden Fall gut - war ja auch nicht mehr ganz so heiß. Nachdem wir dann einen top Vietnamesen am Straßenrand aufgetan haben (logisch da gab es wieder ein neues Getränk!) war die Glückseligkeit unermesslich. Ich weiß nicht, wann mir ein Pad Thai mal so unfassbar gut geschmeckt hat!
    Niemand wusste wie immer nicht so Recht wie spät es war, aber auf jeden Fall Zeit sich ins 'Tabacka' zu begeben, ein altes Fabrikgelände mit Craftbeerbar und Musik. Ist nicht mehr so ein richtiger Geheimtipp, wie vor drei Jahren, aber es ist halt auch ein unfassbar schönes Areal. Muss man hin.
    Damit diese ganze Farbspektrumssache mit den Getränken aufging, haben wir die Sache selbstverständlich rund gemacht und mit Bieren den Farbkreis geschlossen. Am Ende wurde sogar noch Barfuß getanzt, aber leider ging es nicht so lang und die Feierei war kurz nach eins vorbei. Schade, aber Gott sei Dank stand der Bulli nicht weit weg...
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  • Die bunte Kunstgalerie Leidenschaft

    August 16, 2024 in Czech Republic ⋅ ☀️ 30 °C

    Nach dem interessanten Einkaufszentrumsausflug sind wir wieder Richtung Zentrum geschlendert. Da wir ja schon länger immer ein Auge auf Klimbimläden (Einrichtungsspaß und Malerei) werfen, entgeht uns auch im Brausebrand nichts.
    Und so sind wir in der 'Sopko Gallery & Store' gelandet. Es war die reine Neon-Fiesta. Da waren wirklich tolle Bilder und Inspirationen dabei.
    Also diesmal mussten wir nicht spielen
    "Wenn du eins nehmen musst, was'n?" Oder "Für wieviel Geld...?"
    Das war wirklich wieder eine sehr gelungene 'Reinstolperung'.
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  • Die Slowakeiverabschiedung

    August 17, 2024 in Poland ⋅ ⛅ 23 °C

    Der Tag heute hätte viele Titel verdient. Am allermeisten vielleicht noch 'Die massive Auskaterung', wobei das eigentlich nur für mich galt.
    Natürlich sind wir bei einer Affenhitze im Bus aufgewacht. Das lässt sich im Hochsommer in der Stadt seltenst vermeiden - 'Ziel wird auf jeden Fall eine Dusche sein!' ;-)
    Aber erstmal ein Café finden und dann was frühstücken. Das war der Plan, vorzugsweise mit Ei und Käse und Cola natürlich. Und so haben wir es dann auch gemacht. Erstmal einen schnellen Kaffee rein und die hässlichen Hunde davor kommentiert - wobei dies galt für mich, ich finde halt nicht einfach 'alle Hunde' (!!!) niedlich. Dann haben wir in einer entzückenden Gasse ein Frühstückslokal aufgetan, wobei es schöner aussah als es schmeckte, aber es gab Käse im gerösteten Brot. Das musste erstmal helfen.
    Dann ging es zurück zum Bus. Wir wollten auf jeden Fall Richtung Krakau und dann an diesen Pinienen vorbei.
    Auf dem Weg haben wir schon gemerkt, dass so lange fahren auf keinen Fall eine Option ist, wir wollten chillen. Dann also Campingplatzrecherche und da haben wir auch was Schönes aufgetan. Angekommen aber da im Flussareal gab es wieder den übertriebenen Touri-Auflauf. Der Fall war klar - auf gar keinen Fall! Wir haben dann kurz gehalten und auf dem Fluss gestarrt auf dem unzählige Floße jeweils mit 2 großbäuchigen Floßführern diverse Touris den Jordan runtergeshippert haben. Da kam einem sofort der Gedanke nach einer unbekannten Statistik "Wieviel Kilo Fleisch in Menschenmägen werden hier gerade befördert?" ist gemein, aber der gemeine Tourist und auch der gemeine Einheimische isst hier einfach gemein viel Fleisch.
    Wir haben dann also einen günstigen Wohnmobilstellplatz ausgekundschaftet in Polen auf dem Weg nach Krakau. Der Weg dorthin war wieder sehr beeindruckend. Dieses Grün überall, diese Natur und vor allem diese Riesen-Häuser, die die Polen sich da hin klöppeln. Richtig beeindruckend. Unsere Recherche später hat ergeben, dass die Grundstücke dort nicht bezahlt werden müssen. Wohl eine Regelung des Staates, die nach dem Ende des Kommunismus getroffen wurde. Viele Informationen hierzu findet man allerdings leider nicht...
    Auf jeden Fall war vor allem meine Erleichterung groß, als wir beim Platz ankamen. Auch da gab es ein wunderbares Bergpanorama mit dem Krivan, dieses Mal halt von der anderen Seite. So konnte ich mich in meinem Todeskater suhlen und dann konnten wir beide die Dusche genießen und die Reste aufbraten und verwerten. Denn dies war wohl das letzte Camping- Mahl. Ein durchaus seltsames Gefühl, aber wir haben es nochmal in vollen Zügen genießen können :-)
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  • Du schönes Krakau

    August 18, 2024 in Poland ⋅ ☁️ 26 °C

    Endlich wieder Krakau. Es ist ja kein Geheimnis, dass Krakau einfach eine meiner liebsten Städte ist. Umso feiner fand ich es, dass sie wieder sehr praktisch auf dem Rückweg lag.
    Also einfach einen Parkplatz - wie das so der Stadtmodus ist - und dann los.
    Das Schöne war, dass wir direkt beim jüdischen Viertel Kazimierz geparkt haben, da ist es ohnehin am Allerschönsten und es gibt da Zapiekanki - ein wunderbares Brot mit allen möglichen Köstlichkeiten belegt. Und wir hatten wirklich Hunger!
    Also erstmal da einen halben Meter DeluxeBaguette in den Körper rein und dann ab zum Touri HotSpot. Am Ende werden wir ohnehin wieder in diesem Viertel landen, das ist klar!
    Die Stadt war natürlich voll, aber wie immer zu Recht. Man ist ja selbst Teil des Problems und möchte da sein, wo es schön ist. Der Marktplatz ist einer der größten in Europa und wirklich so wunderschön, halt, wenn die Menschen nicht wären. In die Tuchhallen dort muss man trotzdem, da ist so viel Schrott in der Auslage, das darf man sich nicht entgehen lassen.
    Dann haben wir uns aber schnell an den Kutschen vorbei vom Zentrum wegbewegt. Erstmal Richtung 'Grüner Gürtel', der die Altstadt einmal komplett umsäumt. Diese Ruhe!!
    Auch Krakau hat ein altes Fabrikgelände, dass mir immer so fantastisch gut gefallen hat. Gallerien, Cafés, Bars etc. Aber leider gab es das Gelände nicht mehr - zugegebenermaßen sah es schon letztes Mal ein bisschen sehr baufällig aus, aber das hat ja auch den Charme ausgemacht. Auf jeden Fall sehr schade.
    Dann einfach durch die Nebenstraßen, dann wieder ins grüne Gürtelareal und dann zurück. Ehrlicherweise weiß ich ja auch aus Erfahrung, dass man am Ende einer solchen Reise nicht mehr ganz so aufnahmefähig ist und auch eine gewisse Ausgelaugtheit im Körper herrscht. Nachdem diese Erkenntnis auch von den anderen Reiseteilnehmenden verinnerlicht wurde, haben wir uns einfach ganz entspannt hingesetzt, das Treiben auf dem Platze analysiert und einfach mal ganz gemütlich gesessen. Natürlich in meiner Lieblingsbar, dem Entropía. Von da aus hat man alles im Blick und guckt vor allem auf das andere schöne Bargebäude (die Apotheke). Es ist einfach eine gute Regel sich auf die andere Seite setzen, um das schönste Gebäude im Blick zu haben! Und großartiges Innendesign und Drinks haben die vor allem auch! Eine großartige Rast.
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  • Du schönes nächtliches Krakau

    August 18, 2024 in Poland ⋅ 🌙 25 °C

    So richtig ging die Ausgelaugtheit nicht weg, aber der Hunger kam dann irgendwann. Also sind wir erstmal los geschlendert, um zu gucken, ob uns etwas gefallen würde. Allerdings ist das alles nicht so aufgegangen. Wir waren mehr erfreut an der Schönheit des Ganzen und so richtig in den Appetit reinhören hat auch nicht geklappt.
    Am Ende gab es auf dem Platze einfach Falafel und noch einen Absacker - natürlich im Entropía.
    Und so waren wir durchgespielt und wirklich müde und irgendwie war es ja auch schon wieder spät geworden.
    Also ab zum Bus und der Weg dahin mit all den Lichtern, dem traumhaften Mond und der Zauberbrücke war ja auch schon wieder ein Hochgenuss :-)
    Und morgen ist ja auch wieder Zeit, um zu spielen.
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  • Das morgentliche Krakau und dann ein See

    August 19, 2024 in Poland ⋅ ☁️ 28 °C

    Die Nacht war unfassbar warm, sowas muss man dann auch nochmal haben. Aber was soll's, am Ende der Reise freut man sich auf den heimischen WellnessTempel und die Wäsche und alles andere auf die Endreinigung.
    Dann ein letztes Mal, das schönste Prinzip. Erstmal einen Kaffee rein und die morgendliche Stimmung aufsaugen. Es ist einfach schon eine sehr besondere Stimmung am Morgen, wenn die Stadt so langsam aufwacht und man viel mehr Platz hat und Atmen kann. Wir sind dann noch einmal zum ominösen Drachen an der Burg gegangen (der spuckt alle paar Minuten Feuer, die Touris scharen sich vor dem hässlichen Teil und die kleinen Zelte davor verkaufen Drachen in allen Farben des Regenbogens). Eigentlich sehr unspektakulär, aber hatten wir das dann auch im Sack. An der Weichsel sind wir dann wieder zurück. Und eine Stadt mit Fluss ist halt einfach immer das Beste! Krakau hat halt alles. Und am Ende hatte es noch den besten Frühstücksbrunch für uns feilgeboten. So ein großartiges Café und so unfassbar lecker!
    Und dann war es soweit - das Ende der Reise nahte. Irgendwie war es schon ulkig, dass wir direkt unter dem Plakat saßen auf dem 'absurd' stand. Ohnehin eines meiner Lieblingswörter, aber in diesem Falle einfach so passend. Einfach alles absurd großartig!
    Dann blieb uns nichts anderes übrig, als den Rückweg zum Bus anzutreten und uns dann wirklich auf den Heimweg zu machen.
    Natürlich gab es noch einen letzten Einkauf bei LIDL (Räucherkäse und Waffelriegel mussten ja zu Hause auch noch verfügbar sein!) und ein Trosteis und dann sind wir losgefahren. Das Ziel war halt so weit wie möglich zu fahren, damit wir Dienstag rechtzeitig wieder in Hamburg sind, um den Bus aufräumen können und noch etwas Zeit zu haben, um runterzukommen.
    Da war es sehr hilfreich, dass wir in Brandenburg noch einen feinen Stellplatz an einem See aufgetan haben. Einen letzten Schluck Rotwein gab es noch aus dem golden Glase und am Morgen eine letzte 'Schwarzes Gold Aufsprudelung'. Das musste nochmal sein. Später gab es natürlich noch einen McDonald's Kaffee für den Endspurt.
    Und so kamen wir planungsgerecht im echten Norden an, bevor wir dann beide nach Hamburg fahren konnten.
    Das wiederum ist ja auch ein wunderbares Gefühl, auch wenn man ja immer eine gewisse Melancholie hat, am Ende der Reise und für mich eine starke Melancholie am Ende des Sabbatjahres. Also mal gucken, was das nächste Jahr so bringt und vor allem das nächste Sabbatjahr, aber da muss ich mich noch ein paar Jährchen in Geduld üben. Aber Vorfreude und so weiter :-)
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    Trip end
    August 20, 2024