• Fernwehradeln
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Slow cycling around the World

🇩🇪Dem Fernweh hinterher🌍 Czytaj więcej
  • Inseln oh Inseln : Cres und Lena

    3 czerwca 2023, Chorwacja ⋅ ☀️ 24 °C

    Es fühlt sich kurz an wie Urlaub yeah yeah yeah

    Unabhängig von einander wollten mich beim gemütlichen Frühstück sowohl Janis sympathische Frau und die süße Uroma mit einem abenteuerlichen Typen aus dem Dorf verkuppeln. Die stolze Strolonsky Uroma, die mit ihren 85Jahren im Garten rum turnte, hörte gar nicht mehr auf, auf mich einzutexten. "Er hat sogar einen Esel, da kann dein ganzes Gepäck drauf" "Du wärst sehr gut für Kroatien..." dolmetschte mir die Enkelin fleißig . Wir drei hatten unseren Spaß und gackerten vor uns hin.

    Eine Stunde absoluten Vollsprint (bergauf) zur Fähre hieß es dann anschließend, da ich noch die Drohne hatte fliegen wollen. KEINE Fähre erreicht man finde ich entspannt.

    Die Insel Cres begrüßt mich mit dem unsichtbaren Banner: Liebe Radfahrer, wir haben extra für euch für die nächsten 400 Höhenmeter die Straße aufgerissen und laden euch zum Schwitzen ein!!

    Holper Holper boah ist das warm! Aber wer holt mich denn da ein? Lena aus Deutschland, nee sogar aus Freiburg! Wie herrlich lustig. Bei unserem Geschwätz haben wir den Berg gar nicht mehr wahrgenommen. Und die Aussicht! Gen Westen das offene Meer, die von Büschen bewachsene langgezogene Urlaubsinsel gen Süden und die anderen Inseln( Krk usw.) gen Osten.

    Abends greife ich tief in die Tasche und wir hauen uns auf einen Bonzencampingplatz(der einzige dort), stellen ein Wechselzelt (Marke) neben das andere Wechselzelt, jauchzen wie Kinder vor unendlicher Freude beim ersten Meeresbaden und gönnen uns ein Sundownerbier an der Promenade.
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  • Eleanora Ziegenbeach

    4 czerwca 2023, Chorwacja ⋅ ☁️ 22 °C

    Nach 30km Wind- bergauf Fahren in türkisblauem glasklaren Wasser baden....jo das ist vrlo dobro, sehr gut. Helles Brot mit entweder Olivenöl und Tomaten oder Erdnussbutter, mjammmm.

    Gegen Nachmittag haben Lena und ich uns kurz verloren und sind so doof wies klingt im Kreis aneinander vorbei gefahren. Kurzer Schrecken. Huch zum Glück dann wieder gefunden!!! Man gewöhnt sich so schnell an andere Menschen unterwegs! Meistens braucht es hier draußen nur ein paar Minuten und man fühlt sich wohl in der Gesellschaft anderer .
    Vielleicht auch, weil mir der Gesprächsstoff bei Reisenden selten ausgeht ( äh danke Mama+ Papa für das Vorleben des Ich- erzähl- dem- Kassierer- mein ganzes Leben - Lebensstils)

    Während Lena abends auf nen Camping ging, spürte ich die Schmerzen des Budgetlimits wortwörtlich in den Oberschenkeln. Denn ich suchte auf der steinernen Insel ein gerades -halb- legales Fleckchen Boden und radelte nochmal widerlich steile 300hm hoch und runter an das südlichste Zipfelchen der Insel. Nach einer Stunde Rad schieben war da tatsächlich doch ein mini Strand mit weißen Felsen auf der eine weiße Ziege mit einem weißen Zicklein entlanglief. Perfekt.
    Beim Nackt- äh Nachtbaden (okay beides) konnte ich mit meiner Krötensammellampe einfach easy das ganze Wasser durchleuchten, hihi.
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  • Fährengewitternacht

    5 czerwca 2023, Chorwacja ⋅ 🌧 23 °C

    Nach Mitternacht zwischen alten Fabrikgebäuden am Stadtrand im Gewitter. Klingt nach einer Tatortbeschreibung, war es zum Glück nicht.

    Die soliden Stunden Fähre gingen mit Lena und dem Rest der Radfährenfamilie recht schnell rum. Musste ich am Morgen noch die gesamte Strecke vom Eleonora Strand zurück radeln, hieß es jetzt chillen, Melone essen und Karten spielen.
    Das Wetterleuchten über Zadar war vom Schiffsdeck noch ein Spektakel.
    Während meine Zeitgefährten sich nach Ankunft der Fähre in ein Hostel eincheckten, hatte ich mir auf Maps einen Spot neben dem Industriegelände der Küstenstadt ausgeguckt. 1Uhr nachts, Schüttregen und Donnergrollen der feinsten Art. Um 4Uhr nachts fielen mir anschließend doch irgendwann die Augen zu, hatte ich doch davor noch Adrenalin geladen in einem aufgeweichten Lehmboden mein Haus aufgestellt.
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  • Pag : Ich bin in der Wüste!

    6 czerwca 2023, Chorwacja ⋅ ☁️ 21 °C

    Zadar war heiß und lärmig. Die Kilometer nach Pag unschönes Verkehrsaufkommen. Fahrradladen, Decathlon und Supermarkt abgehakt. Hier an der Küste ist es übrigens überall echt recht teuer.

    Die nahen Blicke auf das Velebitgebirge am Abend waren dafür traumhaft!
    Eine Abendstimmung mit Regenbogen, Schafen und Sonnenuntergang.

    Auf der einen Seite das⬆️
    , auf der anderen gehört auch immer das⬇️dazu😆:

    1-2h anstrengendes Radwandern über große Steine und durch Dornengewächse zu meinem Campingstrand. Beine wurden blutig geratscht, aber der Spot war schon ganz gut. 😎😎( Blog morgen)
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  • Sommer Sonne Sonnenbrand

    7 czerwca 2023, Chorwacja ⋅ ☀️ 22 °C

    Ich muss schon sagen... das Schieben gestern Abend hat sich ausgezeichnet ausgezahlt. Wenn man die Kiesel hinter sich lässt erwarten einen auf meinem Privatstrand glasklares Wasser gepaart mit feinstem Sandstrand unter den Füßen. Da war einfach NIEMAND außer ich. Da kann man schon mal glücklich im Wasser rum hüpfen und bis um 14Uhr in der Sonne liegen😇.

    Pag hat an sich ungefähr die Form des Buchstabens "H". Die Insel schließt also ganz wunderbar das Meer ein, sodass viele viele Strände vorhanden sind . Die karge vegetationsarme Insel hat etwas wüstenartiges und es lässt sich erahnen, dass es einen im Sommer hier weg brutzelt. Aktuell ist es aber einfach top Top- Tragewetter und ich tanke mich mit soviel Vitamin D voll, wie es nur geht. Schließlich will ich in den nächsten Tagen über diese wunderschöne Bergkette auf dem Festland, die man hier ständig im Blick hat, und an der sich offensichtlich sämtliche Wolken aufhängen.

    1h Rad Schieben (aufgrund eines weg gebrochenen Schotterweges) ist auch heute wieder Programm und lässt mich langsam staunen, dass noch keine großen Teile meines Esels weggebrochen sind. Auch keine Plattfüße.. teuteuteu. Schwalbe verleiht halt Flügel... blablablab. Vielleicht war es doch etwas zu viel Sonne heute.
    Mein Zuhause steht an diesem Abend an einem weiteren Strand, Sternenhimmel über meinem Kopf und ein Schwarm hüpfender Fische vor meinen Füßen im Wasser.
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  • Sprachlos. Hoch hinaus.

    8 czerwca 2023, Chorwacja ⋅ ⛅ 18 °C

    "Hello? Hello? You have to leave"
    Ups bin ich da tatsächlich gerade auf der 30min Fähre eingeschlafen? Das große Schiff ist schon komplett leer und wird auch schon neu beladen, nur mein Rad steht da noch so einsam😂😂

    Die Highlights des Aufstiegs in die Berge: Unzählige Schmetterlingen in allen Formen und Farben, grüne Echsen (eine mind. 40cm 😲), ein Siebenschläfer und ein Haufen Füchse auf der Höhe, die verspielt im Kreis rennen.
    Hier wirkt das Ökosystem noch weitgehend intakt.
    Nationalparks sind echt immer sehenswert...
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  • Wald und Einsamkeit + Bier und Kaffee

    9 czerwca 2023, Chorwacja ⋅ ☀️ 23 °C

    Ja ich weiß im Nationalpark darf man nicht zelten. Ich sag nur so: der Ranger war nicht begeistert.

    Der Tag führte mich von den höheren Gipfeln des Gebirges auf einer schmalen Straße auf tiefere Ebenen hinunter östlich des Hauptkammes . Plötzlich eröffnet sich der weite Blick ins bewaldete Inland Kroatiens: Spannend was da auf mich zukommt!
    Hier war nirgends Netz, in 5 Stunden höchstens 10Autos und ganz viel Stille.
    Nachmittags, auf dem Weg nach Kuterevo, ein malerisch im Tal gelegenes Dörfchen, hab ich mir die Kopfhörer aufgesetzt und einen kleinen Adrenalinschub bekommen. Nach so viel Stille überfordert Musik die Sinne völlig.

    Anstatt nur Wasser, bekomme ich bei Leuten GLEICHZEITIG Kaffee und Bier vor die Nase gestellt. Keiner versteht des anderen Sprache, aber das Stündchen mit den Einheimischen war höchst amüsant. Unter anderem deshalb, weil ich ein Lunchpaket mitbekam, es später öffnete, und darin ein riesen Haufen aufgeschnittener Speck zu finden war neben einer kleinen Brotscheibe. Haha also Balkan= Fleischliebhabende Menschen!
    Mit Koffein und Alkohol (auf den nüchternen Magen) fuhr ich anschließend lachend zum Bärenrefugium, wo ich auch in der Nähe mein Zelt aufbauen durfte.
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  • Abhängen mit den Bären

    10 czerwca 2023, Chorwacja ⋅ ☁️ 21 °C

    Ivan, der Leiter des Bärenprojekts, wollte mich (um 4Uhr morgens) mit in das 2h entfernte Zadar auf den Markt mitnehmen. Nachdem das Auto an der Tanke aber Öl verlor, fuhren wir stattdessen mehrere Stunden durch die Wälder der Gegend und ich bombardierte ihn mit Fragen über Land, Leute, die Bären und das Projekt. Ich bekam den Bärenfriedhof im Wald gezeigt, auf dem angefahrene Bären und Wölfe begraben werden, die Jagdgebietszonen (ca. 150Bären werden jährlich zum Abschuss freigegeben) und er zeigte mir Bärenlosung, erklärte warum das Fleisch der Braunen Riesen ungenießbar ist und lud mich zum Kaffee zu seiner Nachbarin ein.

    Super freundlich von ihm, klar. Ivan war aber ehrlich gesagt auch etwas seltsam und er beleidigte mich sozusagen, als ich mit der süßen Babykatze seiner Nachbarin spielte. Tiere sind nicht da, um angefasst zu werden..... Jo Bären würde ich jetzt auch nicht streicheln... aber Katzen!

    Den Nachmittag und Abend gammelte ich bei Holly und Catherine. Die eine aus England, die andere aus Amerika und die dritte mit verbesserungswürdigem Englisch. Tat herrlich gut soo viel zu Lachen! 🤩
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  • Käse aus Krasno

    11 czerwca 2023, Chorwacja ⋅ 🌧 18 °C

    Regenradeltag und Übernachtung bei Vivi, einer älteren Dame, für 10€ in dem Gemeinschaftsraum der Camper.

    Nach 2km Fahrt an diesem Morgen wurde ich sofort wieder angehalten. Von einem älteren Holländer, der mich im Restaurant auf Holundersirup und Käse einlud. Ich könne ja nicht hier aus der Gegend fahren ohne den weltberühmten Käse aus dem Gebirgedorf Krasno zu probieren..... Czytaj więcej

  • Plitvička Jezero

    12 czerwca 2023, Bośnia i Hercegowina ⋅ ⛅ 20 °C

    Wasser rechts links oben unten überall. Beeindruckend. Ein Touristenmagnet aus gutem Grund.

    Im Geounterricht hatten wir damals die ganzen Auswirkungen des Tourismus hier auf die Umwelt und die Anwohner herausgearbeitet. Wider Willen war ich also bereit, die 40Euro Eintritt zu zahlen. Doch genau in dem Moment, als ich zum Ticketschalter lief, kamen mir Mattheo und Miriam entgegen, die mich am Abend zuvor schon zum Essen eingeladen hatten. Juhuu Mattheos Ticket nehm ich doch gern:)

    Bei Einbruch der Dunkelheit fuhr ich nach Bosnien ein und wurde direkt vom Ruf des Muezzins der Moscheen begrüßt. Gänsehaut........ Jetzt wird es aufregend!
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  • Una Nationalpark 🌊🐟🌲🐻

    13 czerwca 2023, Bośnia i Hercegowina ⋅ ⛅ 20 °C

    Erster Tag in 🇧🇦 : Soo viele neue Eindrücke!

    -In der Stadt Bihac fährt jeder 3. einen VW Golf. Livis und Snoop würden hier nicht auffallen. Obwohl, sie haben angemeldete Autos. Hier fährt gern eine große Minderheit ohne Kennzeichen😂

    -Ohne Internet und mit Sprachbarriere findet sich ein Fahrradladen auch hier. Wegbeschreibung: "In die Richtung wird eine Moschee gebaut. Dort irgendwo rechts!"

    -Verlassene, zerfallene Häuser 🏠 werden in der nächsten Zeit stetige Wegbegleiter seien.

    -Die Grußgesten der Bosnier sind fantastisch. Nichts mit grimmigem Nicken. Hier wird gewunken, gelächelt, die Daumen in die Luft gereckt und "freundlich" gehupt🚐🚗🚙

    -Im Una Nationalpark herrscht eine wundervolle entspannte Stimmung. Wasserfälle rauschen die Una hinunter, Einheimische verkaufen selbst gemachten Honig und Menschen sitzen überall draußen und genießen ihr Abendgetränk.

    Der Tag scheint mir mal super wohl gewonnen zu sein: Ich finde einen intakten Schokoriegel auf der Straße, Bosnier reichen mir Bier aus dem fahrenden Auto und der Abend mit Anäïs am Fluss ist wunderschön! Alleinradelnde Frau mit unerschöpflicher Reiseerfahrung 👌🏻😍🤩.
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  • Grünes Bosnien

    15 czerwca 2023, Bośnia i Hercegowina ⋅ ☁️ 15 °C

    Tschüss Una Nationalpark. Mit ein paar Serpentinen bergauf und einer tollen Aussicht auf den spektakulären Una Canyon mache ich mich auf in einen eher unspektakulären Regentag.
    Scheinbar hat es hier seid 1 1/2 Monaten nur geregnet. Und ja, wüsste ich es nicht besser, würde ich behaupten es wäre Anfang Mai. Grün. Ja grün beschreibt das Land Bosnien bis jetzt am Besten.
    Die Berge sind in dieser Gegend höchstens 1600m hoch, ausnahmslos grün bewachsen. Auf einer alten Plattenstraße entlang eines Berghanges eröffnen sich immer wieder Blicke in die grüne, hügelige Weite. Wunderschön. Ansonsten ist um mich herum überall undurchdringlicher endloser Wald und Müll. Da wo Menschen sind, säumen Dosen und Papiertücher oftmals die Straßen. Wanderwege gibt es hier bislang kaum und beim Anblick dieser großen grünen Flächen kann ich verstehen, weshalb Luchse, Wölfe und Bären sich hier pudelwohl fühlen.
    Auf der Höhe von 1000m fühle ich mich persönlich weniger pudelwohl. Nass und kalt vom Regen findet man hier höchstens in einem der wenigen Restaurants Unterschlupf. Die Dörfer ähneln hier oben einer Geisterstadt: Zerfallene, dächerlose und verwachsene Gebäude, die durch den Krieg verlassen wurden und nun langsam von der Natur zurück erobert werden. Auffalend sind auch die vielen unverputzten Hausfassaden der bewohnten Häuser. Als hätte man so viel gebaut wie nötig und dann beschlossen, das Geld lieber in eine funktionstüchtige Tür zu stecken, als die groben Backsteine zu bedecken.
    In Bosanski Petrovac schlendere ich durch die Süßigkeitenregale und kaufe mir wieder viel zu viel Zeugs, da es plötzlich so billig erscheint. Ich muss damit aufhören. Schließlich habe ich immer noch bissl Bauchschmerzen von dem 50cm Brot, dass ich zu Mittag komplett aufgegessen habe. Dummheit tut weh. Reisen ohne skandinavische Preise ist trotzdem schöner als gedacht😎

    Auf dem Fußballplatz der Stadt schlage ich meine vier Wände auf.
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  • Ein Land, drei Nationen 🇧🇦🇭🇷🇷🇸

    16 czerwca 2023, Bośnia i Hercegowina ⋅ ☁️ 19 °C

    Solide 100 km mit über 1300hm waren das heute durch grüne, wilde Hügel und Berglandschaften. Viele verlassene kaputte Häuser überall.
    Einmal dort ein verlassener Esel, einige (bis jetzt freundliche) Straßenhunde, viel zu viele gruselige riesige Lkw's und unzählige erstaunt glotzende und super freundlich winkende Bosnier. Oder soll ich lieber sagen Serbier? Heute bin ich nämlich in dem Bosnischen Teil gestartet, durch den Serbischen gefahren und abends wieder im "bosnischen Bosnien" angekommen. Wow ist das hier kompliziert und spannend zugleich: Die freundliche Campingmitarbeiterin hat mir vorhin eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Landesfacts gegeben:
    Grob gesagt wollten die Serben im Krieg (1991- 1995) Bosnien Teil ihres Serbischen Großreiches machen.
    Das Resultat dieser Auseinandersetzungen ist jetzt heute darin gemündet, dass Serben, Kroaten und Bosnier hier im Land zusammen leben. Das ist aber leider der falsche Ausdruck, da die Schulen, Krankenhäuser, Politik und auch die jeweiligen Menschen in verschiedenen Kantonen separat nebeneinander her existieren. Wie mir die Frau (selbst traurig über die Separierungen) erzählte, verbieten teilweise Eltern den Kindern untereinander zu spielen, Heiraten ist da ganz außer Frage und selbst Freundschaften unter einander können durchaus schwierig sein.

    Super spannend ist auch, dass die Nationalitäten gleich zu setzten sind mit der Religion.
    Bosnier= Muslime
    Kroaten= kath. Christen
    Serben= orthodoxe Christen
    Und bist du jetzt in dem Land Bosnien und Herzegowina geboren und vom Name/ Religion her Kroate, da hast du den Kroatischen Pass und darfst in Westeuropa arbeiten. Wie sie mir lächelnd erzählte, ist für sie wie auch für viele andere nämlich der große Traum, in Deutschland arbeiten zu können.
    Sie aber ist vom Namen ihrer Eltern her Muslimin, hat den Pass von Bosnien und somit nicht die Möglichkeit in Europa zu arbeiten. Verrückt, einfach nur verrückt.

    Mein Essen vergammelt langsam aber sicher in meinen Taschen, denn für 2,50€ kaufe ich mir doch hier einfach ein großes Börek als Malzeit, ein Brötchen und noch ein süßes Teilchen. Kochen ist da fast unnötig (außer, dass es gesünder wäre).
    Kekse und Apfelsaft habe ich auch geschenkt bekommen und abends wurde ich auf Salat, leckeren Käse, Wein und Schnaps auf dem Campingplatz von Belgiern in ihren Camper eingeladen.
    Ja Wildcampen ist kostenlos, aber für ingesamt 7,50€ ist eine Dusche + sicherer Zeltplatz irgendwie genial. Minenwarnschilder habe ich bis jetzt noch nicht gesehen, aber in die Luft fliegen will ich trotzdem erst mal noch nicht....
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  • Eine schlaflose Nacht

    17 czerwca 2023, Bośnia i Hercegowina ⋅ ☁️ 20 °C

    Nie hätte ich am Morgen erwartet, dass dieser Tag so enden würde.

    Frühstück genoss ich mit frischem Saft und Kaffee wieder im Auto bei den Belgiern Jacqueline und Filip.

    Entlang von einem grünen Flüsschen, dass sich über mehrere Stufen in die Stadt ergießt, erreichte ich sogleich das Zentrum von Jaice. Eingerahmt zwischen Bergen mit einer Festung oberhalb und einem recht großen Wasserfall in der Talsenke, behalte ich das Städtchen als recht hübsch in Erinnerung.

    Ohne nennenswerte Zwischenereignisse in einer weniger spektakulären Hügellandschaft bewegte ich mich heute nach Süden. Es ist Samstag und somit sitzen noch mehr Menschen wie sonst beim Frühshoppen an den Tankstellen, in den Cafes oder einfach so an der Straße. Dementsprechend bin ich dauer beschäftigt damit, freundlich zu grinsen und die Arme zum Gruß zu heben. Von überall her bekomme ich seit Tagen Daumen nach oben zu gestreckt, erstaunt glotzende Männer reißen teilweise während dem Auto fahren ihre Hände erstaunt in die Luft und ich gewöhne mich trotzdem nur schwer an den Alienstatus. Es wirkt vieles so fremd auf mich, die Verständigung mit Einheimischen läuft sehr eingeschränkt ab und ich habe schon eine Weile das komisches Gefühl, dass ich nicht mehr so sicher bin. Vielleicht liegt das aber auch an den Nahtoderfahrungen durch die vielen Laster, die mich zwar als Warnung "Achtung ich komme" hupend grüßen und anschließend noch einmal hupen um "gute Reise" zu wünschen, aber trotzdem wie gestört überholen und mich von der Straße drängen.
    Das erste Land meiner Reisen bis jetzt, dass sich auf der einen Seite aufregend und abenteuerlich anfühlt, auf der anderen mich zum ersten Mal daran Zweifeln lässt, sowas hier alleine durch zu ziehen.
    Der Abend und der folgende Tag sollten dieses Gefühl noch verstärken.

    Ich schreibe schon wieder einen Roman... also um es kurz zu fassen: Am frühen Abend hab ich mich an einen See gechillt, an dem mehrere Gruppen laut Musik hörten und grillten. Kurzerhand saß ich bei einer Horde um die 30jährigen Männern mit am Tisch, bekam Bier und Brot angeboten und unterhielt mich dank google Translate mit Armin. Die Truppe war super freundlich und lustig drauf, 2 von ihnen konnten auch ein bisschen deutsch, da sie in Österreich/Deutschland auf dem Bau gearbeitet haben. Dementsprechend unterhielten wir uns irgendwann auch über die Jobsituation hier im Land und die Typen witzelten rum, dass ich doch beruflich Pässe für sie fälschen könnte. Da hock ich also mit dem Deutschen Pass in meiner Fahrradtasche, während einer erzählt, dass er mit 1 monatig gültigen Visas zum Arbeiten nach Split(Kroatien) fährt. Ein anderer wurde nach 2Jahren Schwarzarbeiten in Österreich wieder heim geschickt.
    Jedenfalls war ich irgendwann so müde vom Radeln und Bier, dass ich mich ins Zelt verkrochen habe, nur um dann kein Auge zu zu bekommen. Gegen 2Uhr nachts haben sich alle betrunkenen Menschen in ihre Autos gegeben und verzogen, nur ein Idiot war zu besoffen und hat ewig an meinem Zelt gerüttelt und ist dann halb drauf geflogen. Gruuuselig! Dann hörte diese unschöne Nacht aber nicht auf. Denn die ganzen Streuner haben sich die Nacht über ständig durch den ganzen Müll gewühlt, rumgejault und sich gegenseitig zu Tode geknurrt. Ein Horrorfilm lief da draußen ab und in meinem Kopf irgendwie auch. Oh man diese Köter sind so groß und gruselig, wie ich sie noch nie in Deutschland gesehen habe. Wer Hunde liebt und seinen eigenen hierher bringt, muss tatsächlich aufpassen, dass er nicht von anderen zerfleischt wird. Klingt jetzt dramatisch, aber was am nächsten Tag passieren sollte, habe ich immer noch nicht recht verdaut.....

    Knuddelt die Fanny für mich, ich liebe eigentlich 🐕.
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  • Hundeattacke in der Mongolei

    18 czerwca 2023, Bośnia i Hercegowina ⋅ ☀️ 9 °C

    Mit einem leicht verkaterten Schädel und mit wenig Schlaf startete der Tag etwas schwerfällig. Die unschön bellenden Hundegestalten letzter Nacht lagen jetzt wieder friedlich rum und ich fuhr auf 1000m hoch, um nach dem kleinen Pass eine unerwartet fantastische Aussicht auf die Berge mit den 2000er in der Ferne zu haben. War die Landschaft doch noch relativ unspektakulär die letzten 2 Tage, so war ich jetzt wieder vollauf begeistert!

    Runter ins Tal, 3h Pause neben einer Moschee und dann wieder hoch auf 1200m mit Blick auf den Jezero (See). Ich hatte beschlossen hier einen 2 tägigen Schlenker zu fahren, um noch den Blidinje Park zu sehen. Die anschließende Hochebene war fantastisch. Endlose Weite und strahlend blauer Himmel. Für 30km war hier erstmal nichts außer eine Ansammlung von alten Häusern. Wasser ging mit aus also auf gehts, bestimmt spannend, wer da so lebt.
    Dumme Idee. Ein Monster an Hund, mit Basketballschädel und fletschenden Riesenzähnen rast aus dem Gartentor und auf mich zu. Zum Glück biss er in die Radtasche und nicht in mein Bein. Der Creep von Typ, der mit Sonnenbrille in seinem Garten auf einem Stein vor sich hin vegetierte, hatte keine Chance seinen eigenen Hund in den Griff zu kriegen. Als der alte Mann mit einer Leine in der Hand versuchte mit langsamen Opabewegungen dieses Vieh einzufangen, sah es aus, als versuchte ein Kleinkind einen Bären zu fangen. Als sich die Situation beruhigt hatte, versuchte ich noch nach Wasser zu fragen, der Psychomann schüttelte nur langsam wie ein Roboter seinen Kopf und krächzte ein gruseliges langgezogenes Neeeee. Alter weg hier! So schnell bin ich selten gefahren und so panisch habe ich noch nie in den Rückspiegel geschaut.
    Als ich auch noch Baracken mit Müllbergen entdeckte, in denen Männer hier in der Öde nach Metallen suchen, hatte ich genug von dieser seltsamen Gegend und war froh in dem nächsten Dorf ein kleines Mädchen mit Mama und Oma im Garten zu sehen. Volltreffer! Die Mama spricht englisch und ich darf duschen, während die kroatische Familie(hier im kroatischen Teil Bosniens) sich mit Trikots aufs Länderspiel am Abend vorbereitet. Weibliche Personen verschiedener Generationen sind meiner Erfahrung nach die besten und (sichersten) Menschen, die man nach einem Zeltplatz fragen kann.
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  • Von Gypsies (Roma) von der Straße geholt

    19 czerwca 2023, Bośnia i Hercegowina ⋅ 🌙 21 °C

    Eingeladen von Nomaden. Der erste richtig spannende Kontakt mit einer "anderen" Lebensweise.

    Zuerst aber genoss ich den ruhigen Blidinje Park mit Schafsherden, einem weitläufigen See und felsigen Gebirgshängen im Hintergrund. Und das alles wieder mal auf über 1200m, also angenehm warm überall. Hier gibt es tatsächlich ein paar wenige Skihänge, an deren Ende aktuell ein großes Touridorf aufgebaut wird. Wirkt etwas unpassend in dieser verschlafenen und naturbelassenen Umgebung.

    1000m Abfahrt yeyyyyy🥳. Aber stopp mal? Was ist es hier unten so heiß? Das ist ja eine widerlich dicke Luft.

    Hä wer ruft denn da so?
    Ruckzuck sitze ich am Straßenrand auf einem Klappstuhl umgeben von Amras Familie, während sie sowohl Kaffee als auch Spaghetti vorbereitet. Ich darf nicht helfen und habe so Zeit die Familie zu beobachten, wie sie mit einem Feuer am Straßenrand Aluminium oder so gewinnt(eingewickeltes Zeug wird verbrannt und dann mit bloßen Händen wie Draht auseinander gezwirbelt ). Wie ich später erfahre, verzinkt die Mutter mit diesem Metall Pfannen.
    Das Kava ☕️ trinken ist in 🇧🇦 hier Volkssport: einen zum Begrüßen, einen zum Reden und einen zum Verabschieden. Er wird in kleinen Espressotassen serviert in welche der Kaffeeschaum auf der Oberfläche der Kaffeekanne auf die vielen Zuckerwürfel in den Tässchen gegeben wird. Anschließend Kaffee drauf und mit etwas Milch umrühren.
    Die Familie lebt in einfachen kleinen Häusschen, Amra schläft auf dem Sofa neben dem Holzofen.
    Ich beobachte, wie in den Räumen der anderen Familienmitglieder alles wild durcheinander liegt und bin erstaunt, wie wir Menschen doch alle in anderen Umgebungen aufwachsen.
    Amras liebe Familie hat vielleicht nicht den Mercedes in der Garage stehen, aber so viel Freude zu Teilen. Ich lerne an diesem Abend noch wie man Pita backt und besichtige die bekannte bebombte Brücke in Jablanića, die damals von Tito (oder so) ,während ein Zug darüber fuhr, zerstört wurde. Jugoslawien steckt voll von bedeutender Geschichte... da beginne ich erst langsam mehr zu verstehen.
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  • Bosnisch "Nichts Tun"

    20 czerwca 2023, Bośnia i Hercegowina ⋅ ☀️ 32 °C

    Amra kann ein paar Fetzen deutsch und englisch. Aber für eine Konversation musste schon google translate herhalten. Dementsprechend verstand ich so ungefähr nichts. Auch nicht, dass sie mit mir 5km entlang des Flusses spazieren wollte. Ich war davon ausgegangen, dass wir nur einen Kaffee in der City trinken würden und ich mich dann gen Mostar aufmachen würde. Falsch gedacht.

    Es hat 35Grad, ich hatte natürlich keinerlei Sonnenschutz dabei und wir trafen auf einen Familienfreund der Familie. Also wurde dort wieder ein Kaffee getrunken, bevor wir uns zu dritt weiter auf den Weg machten. Die beiden unterhielten sich dauerhaft und ich verstand immer nur Njemačka( Deutschland) und hatte Schmerzen vom "höflich" Lächeln. Wir hielten alle paar hundert Meter an zum Rauchen( die anderen) oder Kaffee trinken. So zog sich der ganze Tag hin und ich wurde immer faszinierter von der Gekonntheit aller "Nichts zu tun". Mir scharrte es aber auch unter den Füßen und ich wollte es noch vor der Dunkelheit nach Mostar schaffen.

    Die Menschen scheinen hier aber die Ruhe weg zu haben und luden mich freundlichst ein, nochmal eine Nacht zu bleiben. Nach einem letzten bosnischen Kaffee eiste ich mich dann doch noch los und ballerte 45km bis Mostar entlang dem Neretva Fluss.

    Der Tag lehrte mich der Tatsache, dass es auch möglich ist, weniger leistungsorientiert und stressvoll zu leben.
    Gewöhnungsbedürftig (wie alles andere) ist es aber allemal.
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  • Campingoase bei Mostar

    21 czerwca 2023, Bośnia i Hercegowina ⋅ ☀️ 30 °C

    Camping bei 37Grad am 12Grad kalten Fluss.
    Schon beim Rumsitzen Schwitzt man😂. Da mach ich mal schön gar nichts heute. Snacks sind wichtig zum Chillen: Salzstangen mit Erdnussbutter drinnen.
    Und Wlan gibts auch im Zelt🤩 Czytaj więcej

  • Mostar's old bridge

    22 czerwca 2023, Bośnia i Hercegowina ⋅ ☀️ 32 °C

    Schlemmen in Mostar

    Meine Tandemfreunde Christoph und Johanna aus Köln und ich nutzten die Morgenstunden zur Fahrradpflege.
    Den Tag über saßen und lagen wir dann viel rum und kühlten uns immer wieder im Eisfluss ab. Diese Hitze, keine Ahnung wie ich da morgen radeln soll🧐

    Am Abend erkundige ich das schnuckelige Touri- Innenstädtchen von Moster mitsamt der UNESCO- Weltkulturerbe - Brücke.
    Es ist ein super warmer Sommerabend mit tiefblauem Himmel. Die bekannten Kaffeeservis werden in allen möglichen Farben und Mustern angeboten und die Verkaufsstände haben allesamt einen östlichen Touch.
    Ein junges Pärchen (auch vom Camping) aus Rosenheim und ich gönnen uns ein Festmahl in einem der Restaurant. Auf den Speisekarten finden sich fast ausschließlich nur Fleisch und Fischgerichte, was mich nicht sonderlich überrascht.
    Lecker lecker fein wars! Vrlo ukusan:)

    😋
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  • Abenteuer Círo Trail

    23 czerwca 2023, Bośnia i Hercegowina ⋅ ⛅ 30 °C

    Bei 35 Grad 15km bergauf schieben, Fledermaustunnel und Spinnen im Gesicht

    Warum war dieser Tag einer der besten bis jetzt?
    Weil er mir die perfekte Mischung aus Brutalität und Schönheit aufzeigte.

    6Uhr morgens klingeling. Kaffee ☕️🙏mit meinen Tandemfreunden, Bäckerteilchen gekauft und raus aus Mostar. Der Neretva Fluss an meiner linken Seite begleitet mich ca. 40km bei noch erträglicher Wärme auf meiner kleinen verkehrsarmen Straße. Der Círo Trail ist ungefähr 50km lang, verbindet Mostar und Dubrovnik miteinander und verläuft auf einer alten Bahntrasse (1980 etwa stillgelegt). Der Radweg ist offensichtlich ein von der EU unterstütztes Projekt, dass mit Infotafeln super schön hergerichtet wurde und landschaftlich verdammt atemberaubend ist, nun aber getrost der Natur überlassen wird. Nichts mit frei geschnittenen Wegen. Man verlässt den Trail mit Sicherheit mit verkratzten Körperteilen und von Spinnweben überzogener verschwitzter Kleidung. Nur so als Vorgeschmack.

    Jeeetzt gegen Mittag, als es verdammt heiß wurde, gings nämlich durch meine eigene Dummheit erst richtig los. Die 25km, die aus sehr grobem Schotter, eher Downhillmaterial, bestehen , gingen aus meiner Richtung bergauf. Ich Depp wollte mir dann etwa 3km sparen und bin statt der ausgeschriebenen Route ein Stück weiter ein paar kleine Serpentinen hoch. 1-2h ohne jeglichen Schatten 10%Steigung auf Steinbergen hinauf, bevor ich überhaupt die eigentliche Schotterstrecke erreichte! Ich sags euch, da schafft es kein Auto hinauf und niemand kommt auf die dumme Idee, sich hier einen Sonnenstich zu holen. Ich wills nicht im Detail beschreiben, aber ich musste mein Wasser rationieren, obwohl der Schweiß dauerhaft wie ne Dusche hinunter lief.
    Einhändig mit der einen Hand am Lenker und mit der anderen Hand meinen Spinnenabwehrstock in der Hand, stemmte ich das Rad Stück für Stück hinauf. Neben vielen Schlangen zu meinen Füßen hängen nämlich unzählige Ü-Ei große Spinnen über dem gesamten Weg, die ich mit dauerhaft kreisförmigen Stockbewegungen, versuchte abzuwehren. Einmal hatte ich so ein Viech direkt im Gesicht.... man hab ich rumgekreischt!
    🤣
    Der Ciro Trail verläuft dann stetig steigend entlang eines Berghanges mit Blick auf Seen und verwachsene unberührte Täler. Ich war da oben mitten in der Natur also stundenlang komplett alleine, schob mein Rad durch Dornengestrüpp, über abgestürztes Geröll und durch die berühmten alten Fledermaustunnel, die widerlich stinken. Aber wie aufregend: Alte dunkle Tunnel mit einer angenehmen Kühle und hängende und fliegende 🦇 🦇🦇🦇 direkt über meinem Kopf!!

    Am Nachmittag erreichte ich eine kleine Kappelle in einem fast verlassenen Bergdörfchen, konnte die Spinnweben von meinem Körper wegwaschen und in der schönsten Kirchenakustik ein bisschen singen. Soo schön friedlich. (Der südliche Teil hier in 🇧🇦 ist wieder kroatisch= katholisch)

    In einem der nicht zerfallenen Häuser saß ich ein Stündchen bei einer lieben deutsch- bosnischen Familie, die hier bei ihrer Ziegenherde den Sommer verbringt. Ein liebevoll leichtes Gespräch mit noch mehr spannenden Einblicken in Land und Leute.
    Beschwingt hopperte ich dann am Abend noch die letzten Steinkilometer bei lauem Abendwetter zu meinem Schlafplatz an einem angelegten See am nördlichsten Zipfel der Lopovo Polje.
    Was ein Tag♥️♥️♥️👌🏻
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  • Der schöne Kuhfladen

    24 czerwca 2023, Bośnia i Hercegowina ⋅ ☀️ 28 °C

    Die zweite Etappe des Ćirotrails und wie Bosnien im Feuer versinkt.

    Heute standen mal zunächst viele ebene Kilometer am Seitenrand eines endlos lang schlängelnden Tales (Popovo Polje) an. Stets eine tolle Aussicht auf die kargen, unerschlossenen Berge, auf erstaunlich viele mittelalterliche! Steingebäude und eine tolle hübsche Karsthöhle. An die 270km lang ist die größte Höhle Bosniens und neben Unterwasserseen findet sich hier auch der berühmte blinde . Da ging's natüüüürlich für mich rein!
    Hier wandelt man auf den Pfaden der Vergangenheit. Die zerfallenen Bahnhofsgebäude und Geisterdörfer weisen daraufhin, dass hier in der Pampa im 20.Jhd. reges Treiben herrschte. Schließlich fand hier auf dieser schmalen Strecke tatsächlich der Haupt- Güterverkehr zwischen Zagreb, Dubrovnik, Sarajevo und Trebinje statt.
    Die Überbleibsel dieser Hoch- Zeit werden jetzt aber immer mehr von der Natur eingenommen und ich kann nicht recht sagen ob der Krieg auch hier den Zerfall beschleunigt hat.
    Provisorische Baustellenbänder warnen halbherzig vor Minen, eine Kuh verwest langsam neben der Straße und lebende Verwandte von ihr blockieren mir mitten im Nirgendwo den Weg. Die Wälder sind hier so dicht, und es erscheint mir rätselhaft, wie es damals möglich war, diese lange etwas erhöhte Straße hier in die menschenleere Landschaft zu setzten.

    Am Abschluss des Tages ging es für mich, nachdem ich die letzten bosnischen Mark in Lebensmittel getauscht habe (ohne Witz mit umgerechnet 11,22€ ist mit meinem Einkauf perfekterweise nur ein einziger Cent übrig geblieben) wie immer nochmal deftig bergauf. Aber was eine Aussicht in meinem Rücken! Ich kann es nicht in Worte fassen und die Bilder lassen das Naturschauspiel auch nur erahnen. Die Sonne versinkt in den bosnischen Bergen und taucht diese in facettenreiche blau- und rottöne. Was ein Abschied von diesem geschichtsträchtigen, Naturgewaltigen Land!
    Auf etwa 900m fand ich zum Glück endlich ein paar Felder zum Zelten. Zwar hatte ich mit Ausnahme vom Ćiro Trail in meinen 12Tagen in Bosnien keinerlei Minenschilder gesehen, so wollte ich ja doch nicht der dumme Tourist sein, der 2023 beim Wildcampen in die Luft flog. Also freute ich mich wie blöd über den Kuhfladen, den ich mitten auf dem Feld fand: hier ist es sicher!
    Montenegro 🇲🇪 wir kommen!!!!!!!!!!🤩

    ebene Straße, Karssthöhle mit blindem alten Tier, unterirdische Seen,
    Verlassene Stadt, provisorischer Minenschutz, verwesende Kuh, bergkette im blickfeld,
    Trebinje
    sagenhafter Abschied Bosniens mit in den Bergketten versinkender roter Sonnenball
    Aufstieg am Abend, Zeltplatzsuche und die Erleichterung des Kuhfladenfundes
    halbe Melone im Zelt gegessen
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  • 🇲🇪16🇲🇪Serpentinen ins Glück 🌄

    25 czerwca 2023, Czarnogóra ⋅ ⛅ 23 °C

    Juuunge erster Tag in diesem Land und es geht einfach so geil weiter!

    Was eine Landschaft hier! Ein Fjord mit fetten Bergen drumrum...👍😍 und Serpentinen der schönsten Art...!

    Top 3 der besten Campspots meines Lebens!

    Paar hundert meter hoch und Voila: die Grenze zu Montenegro tut sich auf und ich bin wieder auf Droge. Adrenalin steigt auf, ich bekomme Gänsehaut, kann nicht aufhören zu grinsen und muss mich zügeln, dass ich nicht hinter dem Übergang einen Vollsprint hinlege vor Aufregung. Sooo gut dieses Gefühl. Wenn ich das immer bei Grenzübergängen bekomme, bin ich ziemlich sicher süchtig nach danach.
    Schreiend und singend vor Freude rase ich bis auf Meereshöhe ans Meer zur bekannten Bucht von Kotor. Hier tummeln sich die Touris und es ist wieder bullewarm. Grund für mich baden zu gehen und den Nachmittag Melone essend am Wasser zu verbringen.

    Abends treffe ich kurz bevor meinem Aufstieg aus der Bucht noch auf Jürgen und kann ihn mit meiner Begeisterung über die Serpentinen überzeugen, dass er auch noch abends dort hinauf fährt.
    Ich wusste es nich nicht, aber ich hatte sobald das Glück ihn nochmal zu sehen.
    Alsoo hooooooch da!! 16- 25 Haarnadelkurven, je nachdem was man zählt mit super angenehmer Steigung. Blick aufs Meer, die vordere und hintere Bucht und Sonnenuntergang inklusiv, eine Bombe von Naturschauspiel!!
    Direkt über dem bekannten Fotomotiv des roten Fahrrads durfte ich dann auch noch einfach hoch über dieser gewaltigen Aussicht meine vier Wände aufschlagen . Der Besitzer dieses Grundstückes hatte in den Hang Terassenartig Sitzgelegenheiten mit Kunst!rasen angelegt. Na dann lass ich mir doch mal den Reis schmecken!!
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  • Das Dach Montenegros

    26 czerwca 2023, Czarnogóra ⋅ 🌩️ 25 °C

    DER 100km Nacht- Marathon
    Ja es gibt auch weniger schöne Tage. Aber heute war keiner davon. Es war geisteskrank oberhammergenial!!!!🥳🥳🥳

    -Um 7 aufgestanden und um 2 nachts ins Bett🤯
    -Platter Reifen über Nacht, 100km mit 1800hm am Ende
    - Von Touristen fotografiert, gefilmt und angefeuert und von Einheimischen geholfen
    - Hunde in die Flucht geschlagen
    - Unvergesslich inspirierende Begegnung mit einem Radreisenden

    An manchen Tagen passiert zu viel um es kurz zusammen zu fassen. Ich könnte detaillierte Romane schreiben über diese intensiven Begegnungen und Erfahrungen.

    Aber "kurz" zusammengefasst startete dieser Tag mit einem platten Reifen am Morgen und 19Stunden später um 2 Uhr nachts nach 100km und knapp 2000Höhenmetern.

    Dazwischen ging es auf das Dach Montenegros, auf einen berühmten Aussichtspunkt, von welchem man gefühlt ganz Montenegro überblicken kann. Das Meer und die Kotor Bucht im Westen, die Hauptstadt Podgorica im Südosten und endlose Bergketten und unter anderem der Durmitor Nationalpark im Nordosten.

    Montenegro bzw. Crna Gora heißt übersetzt Schwarzer Berg. Und ja, das Land besteht praktisch aus spaßigen Höhenmetern und verschiedensten Wäldern.
    Jürgen, Mitte 50 schätze ich etwa und ein unbeschreiblich inspierierender Typ, bereicherte diesen Tag unendlich. Wir eröffneten nicht nur einen Radfahr- Stammtisch mit Thomas(einem Österreicher) dort oben auf dem Berg, sondern fuhren zusammen nach Cetinje (die ehem. Hauptstadt) hinunter, picknickten zusammen und hatten tiefgehende Gespräche übers Leben, für die ich jetzt noch super dankbar bin. Kennt ihr die Unterhaltungen, wenn ihr am Liebsten einen Block zur Hand hättet, um diese genial auf den Punkt gebrachten "Weisheiten" festzuhalten?
    On top of that, erlebten wir noch kleine lustige Abenteuer in dieser gemütlichen Kleinstadt. Zum Beispiel schickten uns verschiedene Locals durch die ganzen Straßen bis zu einem Typ, der eine gescheite Luftpumpe bei sich hatte, um meinen Hinterreifen wieder aufzupumpen.
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