• Rüdiger Neick
  • Rüdiger Neick

Großbritannien Rundfahrt

A 51-day adventure by Rüdiger Read more
  • Loch Thorn oder der verschwundene Weg

    August 22, 2024 in Scotland ⋅ 🌬 15 °C

    Für heute hatten wir unsere erste Wanderung in Schottland geplant. Es sollten gemütliche sieben Kilometer in der Nähe von Loch Thorn werden. Allerdings lag ein Berg auf dem Weg - wir begannen mit einem leichten Anstieg.
    Der Start war auch ganz einfach, wir wanderten auf einem Schotterweg immer am Greenock Cut entlang, dem wichtigsten Wasserreservoir der Gegend.
    Das Wetter spielte mit und die Schafe waren neugierig. Wir merkten kaum, wie wir Stück für Stück nach oben kamen.
    Nach vier Kilometern endete der gemütliche Weg abrupt und der Wegweiser kündigte die Überquerung eines Wildbaches ohne Brücke an. Das schafften wir noch halbwegs trockenen Fußes. Aber der Rest war Moorlandschaft mit kaum erkennbaren Wegen, die dann auch noch verschwanden.
    Also kehrten wir um und gingen zurück, ein zweites Mal von Stein zu Stein über den Bach und dann wieder durch die wunderschöne Landschaft der Lowlandheide.
    Ein schöner, wenn auch abenteuerlicher Start in Schottland. Morgen geht es weiter nach Norden.
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  • Entlang des Loch Lomond in die Highlands

    August 23, 2024 in Scotland ⋅ ☁️ 12 °C

    Weiter ging es Richtung Norden. Ziel war heute Caol, ein kleiner Ort hinter Fort William. Unsere Fahrt begann mit dem wunderschönen Lied: "The Bonnie Banks o' Loch Lomond". Hach!
    Unterwegs hatten wir viele Ziele. Das wichtigste war Marks and Spencers in Port Glasgow. Die nächste Woche werden wir in Ferienwohnungen schlafen. Da werden wir wieder selbst kochen.
    An der Südspitze des Loch Lomonds besuchten wir den Park von Balloch Castle, das Schloss selbst wurde restauriert.
    Die Straße entlang des größten Sees Schottlands war kurvenreich und voller Autos. Das Wetter wechselte - wie es sich gehört - im Minutentakt zwischen Regenschauern mit Weltuntergangsstimmung und strahlendem Sonnenschein.
    Wir besuchten den malerischen Ort Luss. Den Aussichtspunkt "Firkin Point" ließen wir aus, es regnete zu stark.
    Nördlich des Lochs gab es die "Falls of Falloch". Leider wussten das auch viele andere Touristen. Parken war wieder ein Geduldsspiel. Der Wasserfall ist sehr hübsch (wir sind etwas von Island verdorben).
    Dann fuhren wir durch ein malerisches Tal nach Westen und machten eine kleine Wanderung zum "Kilchurn Castle". Hier war schon etwas weniger los. Aber auch an diesem Schloss wurde gebaut.
    Die restlichen 60 Meilen (124 km) fuhren wir durch.
    Übernachtet haben wir in einem Pod, das ist eine kleine Holzhütte mit Bett, Sofa, Kochnische und Bad. Wunderbar und für zwei Nächte unser Zuhause.
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  • Regenpause auf dem Ben Nevis

    August 24, 2024 in Scotland ⋅ ☁️ 12 °C

    Wir befinden uns im Coolsythe Pod in Caol bei Fort William. Der Ort ist bekannt, weil sich gleich nebenan der höchste Berg Schottlands und Großbritanniens befindet - der Ben Nevis.
    Da wir schon den Snowdon nicht geschafft hatten (es gab keine Tickets mehr für die Zahnradbahn), haben wir uns hier rechtzeitig Tickets für die Seilbahn besorgt.
    Unsere Abfahrt verzögerte sich allerdings. Der Vormittag war verregnet. Aber gegen 11 Uhr wagten wir die Fahrt.
    Vom Nevis Range Mountain Resort ging es 650 m hinauf. Es war eine kleine Kabine nur für uns zwei. Die Fahrt war etwas wackelig, denn der Regen hatte aufgehört, aber der Wind nicht. Aber wir hatten eine tolle Aussicht.
    Oben sind wir ein bisschen herumgelaufen und haben die Mountainbiker bewundert, die todesmutig den Berg runtergefahren sind.
    Zurück im Pod machten wir es uns gemütlich, lauschten den Regentropfen und ich kochte zum ersten Mal in diesem Urlaub etwas. Das war mal wieder schön.
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  • ...to the Isle of Skye

    August 25, 2024 in Scotland ⋅ 🌧 13 °C

    Die Isle of Skye war eines der Hauptziele, die wir uns vorgenommen hatten.
    Wir starteten bei bestem britischem Wetter - Regen, Nebel und noch mehr Regen. Das gab der Landschaft, durch die wir fuhren, etwas Mystisches und Nasses.
    An Scenic Views war nicht zu denken, also fuhren wir vorsichtig auf den wunderbar breiten schottischen Straßen Richtung Nordwesten.
    Ein Zwischenziel aber MUSSTE sein, das Eilean Donan Castle. Das ist ein sehr schönes Schloss auf einer kleinen Insel im Loch Duich.
    Da wollten alle hin. Der Parkplatz war abgesperrt und wir fuhren langsam in Richtung Dorf - aber dort hatten die Touristen schon alles zugeparkt. Ich wollte nicht aufgeben und drehte um. Nach weiterem Hin und Her war der Parkplatz frei. Juhu!
    Die Besichtigung des Schlosses lohnte sich auf jeden Fall, drinnen konnte man die Einrichtung schottischer Adliger vom Anfang des 20. Jahrhunderts sehen (aber NICHT fotografieren!).
    Weiter ging es. Etwas später überquerten wir die Brücke nach Skye. Dort ließ der Regen allmählich nach und tatsächlich - auf den letzten Kilometern schien die Sonne.
    Wir übernachten im Cruachan Cabin, einem kleinen Häuschen an einer Nebenstraße mit wunderschöner Aussicht. Vier Nächte bleiben wir hier.
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  • Skye Rundfahrt

    August 26, 2024 in Scotland ⋅ ☁️ 15 °C

    Heute stand ein Best of Skye auf dem Programm. Die Sonne schien ab und zu und das war ein guter Grund, früh aufzubrechen.
    Wir besuchten Wasserfälle, Klippen, Felsen und ein verfallenes Schloss. Alles auf der nördlichen Halbinsel Trotternish. Außer uns waren noch viele andere Touristen vom Festland und aus Übersee unterwegs. So viele Amerikaner und Deutsche haben wir schon lange nicht mehr gesehen.
    "The Old Man of Store" ist die bekannteste Sehenswürdigkeit der Insel. Dementsprechend überfüllt war der Parkplatz, da half diesmal auch kein Kreisverkehr. Aber die anderen tollen Plätze waren möglich.
    Im Norden waren es dann weniger Touristen, kaum einer fährt die ganze Strecke im Kreis wie wir.
    Die letzte Attraktion war dann Fairy Glen, hier war es wieder voller. Aber das tat dem wunderbaren Eindruck keinen Abbruch.
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  • Im Sturm nach Neist Point

    August 27, 2024 in Scotland ⋅ 🌬 14 °C

    Das Wasser kam heute Morgen aus Westen. Nicht vom Himmel, es war eindeutig horizontal. Der Sturm, der in der Nacht unsere Hütte ächzen und stöhnen ließ, tobte auch am Vormittag.
    Aber das machte nichts. Ein Tag mit Lesen und Essen ist auch sehr erholsam. Das Schöne an einem langen Urlaub ist, dass es einen kaum stört, wenn man etwas nicht sieht. Man hat ja schon so viel erlebt.
    Aber natürlich wurde ich bei den ersten Sonnenstrahlen gegen 11 Uhr nervös und schlug eine "kleine" Tour Richtung Westen vor. Ziel: Dunvegan Castle und Neist Point (der westlichste Punkt der Insel).
    Wir fuhren los und der Sturm setzte (natürlich) wieder ein, es wurde eine tolle Fahrt über sehr schmale Straßen. Einsam aber nicht, Neist Point ist ein Must-see auf Skye und so hatten wir das zweifelhafte Vergnügen, die schmalen Straßen mit einigen völlig unfähigen Autofahrern aus aller Welt zu teilen. Mir hat es trotzdem Spaß gemacht, auch wenn ich an einer sehr steilen Steigung mal rückwärts rangieren musste, weil irgendein Trottel die Bedeutung von "Passing Places" nicht verstanden hat...
    Das Castle haben wir dann ausgelassen - bei dem Wetter macht ein Spaziergang durch den Schlosspark vielleicht doch nicht so viel Spaß.
    Am Neist Point war es allerdings ziemlich voll, es stürmte und man konnte den Felsen kaum sehen. Wir schauten kurz hin, ließen unsere Brillen beschlagen und fuhren den gleichen Weg wieder zurück.
    Ab und zu kam die Sonne durch. Die Landschaft ist wunderschön, es ist ein tolles Land und Urlaub macht auch bei Regen und Sturm Spaß.
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  • Skye - letzte Rundfahrt

    August 28, 2024 in Scotland ⋅ 🌧 14 °C

    Eigentlich war für heute Morgen besseres Wetter angesagt. Und - Hurra - noch vor dem Frühstück war der Himmel blau und man konnte kurz die Sonne hinter den Wolken erahnen.
    Nun wollten wir endlich Dunwegan Castle plus Park besuchen. Doch kurz nach der Abfahrt zeigte uns das Inselwetter, was Regen hier wirklich bedeutet. Die Straße war kaum noch zu sehen - und stand knietief unter Wasser. Da hier auch oft tiefe Löcher im Asphalt sind, gestaltete sich die Fortbewegung etwas holprig...
    Den Parkplatz des Schlosses sahen wir, auch viele Leute, die grimmig in Regenklamotten losmarschierten - wir taten es nicht.
    Stattdessen fanden wir im Dorf eine tolle Galerie von Cath Waters. Digitale Landschaftsbilder - wir kauften gleich drei.
    Die kleine Rundfahrt in der kurzen Regenpause hat Spaß gemacht. Wir fanden auch einen Pass, der es in sich hatte. Aber für heute reicht es.
    Morgen geht es weiter nach Norden - wieder eine lange Fahrt.
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  • Die großartige Fahrt nach Scourie

    August 29, 2024 in Scotland ⋅ 🌬 13 °C

    Heute hatten wir wohl die schönste Fahrt auf dieser Tour. Dazu trug auch bei, dass es nicht die ganze Zeit regnete, sondern sich auch mal die Sonne zeigte.
    Wir verließen Skye, nicht ohne noch einmal einen Blick auf einige Wasserfälle und die höheren Berge im Süden der Insel geworfen zu haben.
    Die weitere Fahrt hatte ich etwas abseits der Hauptroute geplant - immer an der Küste entlang. Es war sehr abwechslungsreich, es waren deutlich weniger Touristen und überhaupt Autos unterwegs und die Straßen waren größtenteils breit. Sogar breit genug für zwei Autos nebeneinander.
    Nach sechs Stunden erreichten wir erschöpft den kleinen Ort Scourie und das gleichnamige Hotel. Es liegt wunderschön zwischen dem Loch a' Bhadaidh Daraich und der Scourie Bay. Das Hotel hat ein Restaurant und die Zimmer sind sehr schön und groß.
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  • Ein entspannter Tag bei Haustieren

    August 30, 2024 in Scotland ⋅ ☁️ 14 °C

    Das Frühstück im Scourie Hotel war eines der besten der Reise - sogar das Rührei war essbar - keine Selbstverständlichkeit in Großbritannien.
    Da morgen wieder eine lange Fahrt ansteht, planten wir für heute nur eine entspannte Rundwanderung im Ort und der dazugehörigen Bucht.
    Wir spazierten über den Campingplatz, vorbei an den Hochlandrindern (endlich sehen wir mal welche) zum Strand des kleinen Ortes. Schon hier wurde der Weg plötzlich schlammig und steil. Hinter dem Strand überquerten wir eine Schafweide und standen vor einer steilen Herausforderung. Wir versuchten es ein Stück, verzichteten dann aber auf den weiteren Küstenweg. Wir wollten uns entspannen!
    Zurück am Strand sagten wir den Schweinen Hallo, machten noch einen kleinen Rundgang durch den Ort und waren am frühen Nachmittag zurück im Hotel.
    Da das Essen im Restaurant gestern so grandios war, freuen wir uns schon sehr darauf.
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  • Entlang der Nordküste

    August 31, 2024 in Scotland ⋅ ☀️ 17 °C

    Heute hatten wir es ausnahmsweise mal etwas eilig.
    Schade, denn ausgerechnet heute schien die Sonne und die Landschaft, durch die wir fuhren, war wieder traumhaft.
    Unsere Fähre nach Orkney ging um 13:15 Uhr, Einchecken spätestens um 12:45. Fahrzeit im schlimmsten Fall vier Stunden plus eventuelle Verspätungen, viele einspurige Straßen und und und. Da muss man schon um 8:00 Uhr aufbrechen.
    Das taten wir dann auch. Obwohl wir kaum anhielten, war die Strecke wieder wunderschön und angenehm autofrei.
    Natürlich waren wir schon um 11:30 Uhr am Fährhafen. Und so hatten wir noch Zeit, die verdorbene Milch zu entsorgen, die hinter meinem Sitz in einer Tüte aus der geplatzten Plastikflasche tropfte und alles voll stank...
    Die Fähre legte pünktlich ab, wir hatten - wie immer - einen schönen Platz an Deck.
    Wir passierten die erste Orkney-Insel Hoy und liefen dann in den Hafen von Stromness ein.
    Bis zu unserem Hotel in Dounby war es nur noch ein Katzensprung. Die Landschaft ist viel lieblicher und nicht so aufregend wie im anderen Teil Nordschottlands. Dafür gibt es hier andere Dinge zu entdecken.
    Beim Einchecken gab es noch ein Problem. Obwohl wir unsere Ankunftszeit angegeben hatten, war niemand an der Rezeption. Das Hotel war zwar geöffnet - aber es war niemand da, der uns einchecken konnte. Bärbel fing schon an, andere Hotels zu googeln, als die Chefin kam. Irgendwo hat es eine Angestellte versiebt.
    Wir sind auch - wie es scheint - die einzigen Gäste. Das Zimmer ist gut und morgen erkunden wir die Insel.
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  • Orkneys - Reise in die Vergangenheit

    September 1, 2024 in Scotland ⋅ 🌬 16 °C

    Skara Brae, eine steinzeitliche Siedlung weit im Norden, wurde vor etwa 5000 Jahren erbaut und bewohnt. Lange vor den Pyramiden von Gizeh und lange vor Stonehenge lebten hier Menschen am äußersten Rand der menschlichen Kultur. Natürlich müssen wir dorthin, wenn wir hier auf Mainland, der Hauptinsel der Orkneys, sind.
    Also fahren wir die kurze Strecke zum Westufer und sind früh im Freilichtmuseum Skara Brae.
    Es ist sehr gut präsentiert. Zuerst ein kleines Museum mit Fundstücken, dann ein Nachbau eines der Häuser. Dann wandern wir ein Stück zum ausgegrabenen Dorf. Es ist wirklich viel erhalten, man kann sich das Leben hier sehr gut vorstellen. Nebenan ist auch ein sehr malerischer Strand. So schlimm kann es vor 5000 Jahren nicht gewesen sein.
    Danach können wir noch Skaill House besichtigen. Ein Herrenhaus der Lairds von Orkney, das als Museum und Hotel dient. Auch sehr spannend und schön.
    Das war aber noch nicht alles an historischem Kram auf der Insel. Nur 6 Meilen östlich gibt es mehrere Steinkreise. Wir besuchen den Ring of Brodgar und die Standing Stones of Stennig. Überall sind wir fast allein, was auch daran liegt, dass wir früh unterwegs sind. Drei Reisebusse sind uns dicht auf den Fersen. Immer hinter uns füllen sich die Sehenswürdigkeiten.
    Unser letztes Ziel ist die Rundkirche von Orphir, eine Ruine aus der norwegischen Zeit der Orkneys.
    Jetzt sind wir hungrig. Deshalb machen wir noch einen Rundgang durch die Hauptstadt Kirkwall. Wir finden einen Pub, in dem noch Plätze frei sind und es etwas zu essen gibt. Endlich probiere ich Haggis, bekomme aber nur ein Haggis-Sandwich. Schmeckt wir Brot mit Gehacktem...
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  • Brough of Birsay & der Broch of Gurness

    September 2, 2024 in Scotland ⋅ 🌧 16 °C

    Da wir gestern so viel Bildungsprogramm gemacht hatten, planten wir für heute eine Wanderung. Diese sollte am Vormittag stattfinden, da für den Nachmittag Regen angesagt war.
    Ich hatte auf Komoot eine kleine Strecke zur Insel Brough of Birsay herausgesucht. Was ich nicht bedacht hatte, war, dass der schmale Weg von unserer großen Insel zu der kleinen Insel wegen der Gezeiten vielleicht nicht immer passierbar war. Natürlich waren wir bei Hochwasser dort - der Weg war überflutet. Macht aber nichts, wir sind einfach in die andere Richtung gegangen - das war richtig schön. Immer an der Felsküste entlang zeigte sich die Nordküste von Mainland von ihrer schönsten Seite.
    Eine historische Sehenswürdigkeit, die wir gestern ausgelassen hatten, holten wir heute nach: den Broch of Gurness.
    Im Nordosten der Insel befinden sich die Überreste eines 2000 Jahre alten Rundturms der Pikten und die dazugehörigen Gebäudereste. Auch das - sehr beeindruckend.
    Nun begann es zu regnen. Im Tesco in Kirkwall holten wir noch unsere Sandwiches für das Mittagessen, dann nichts wie ab ins
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  • Castles und Leuchttürme

    September 3, 2024 in Scotland ⋅ ☁️ 12 °C

    Mit der Fähre haben wir die schönen Orkney-Inseln verlassen - ab heute geht es wieder Richtung Süden.
    Die kurze Fahrt mit der "Hamnavoe" war etwas schaukeliger als die Hinfahrt, als wir die südlichste Orkneyinsel Hoy passierten, regnete es kurz.
    Die heutige Fahrt war relativ kurz, wir hatten einige Ziele unterwegs. Meistens Aussichtspunkte oder Burgruinen.
    Wir hielten am Dunnet Heat, dem nördlichsten Punkt des britischen Festlandes, am John O'Groats Zeichen im Nordosten und am Castle Sinclair Gernigoe.
    Letzteres war eine Entdeckung. Um 1700 nach einer Bombardierung aufgegeben, steht es sehr malerisch an der Nordseeküste. Teilweise musste ich an den "Highlander" denken.
    Von hier war es nur noch ein Katzensprung nach Lybster, wo unser Portland Hotel stand.
    Diesmal nur für eine Nacht. Macht nichts, dieses Hotel hat schon bessere Tage gesehen.
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  • Auf nach Lochend

    September 4, 2024 in Scotland ⋅ ☁️ 14 °C

    Heute fiel der Abschied vom Hotel nicht schwer. Die schlechteste Unterkunft der Reise glänzte auch am Morgen durch Unfähigkeit und Mangel. Gestern wurde uns erklärt, dass das Frühstück im Preis inbegriffen sei - aaaaaaaaaber natürlich nur das Continental Breakfast. Das gebratene kostet nochmal 10 Pfund. Ok - hat alles sehr lange gedauert, war falsch und nicht wie gewünscht. Ich hatte den letzten Kaffee. Der war lauwarm. Also - nix wie weg.
    Unser heutiges Ziel war das sagenumwobene Loch Ness. Wir hatten viel Zeit, das Einchecken war erst ab 16:00 Uhr möglich und bei einem BnB geht es selten früher.
    So fuhren wir noch zum Hafen von Lybster - das war das malerischste, was der Ort zu bieten hatte.
    Weiter ging es zu einem Broch. Jedenfalls laut Google etwas westlich unserer Straße. Dort, wo es sein sollte, waren nur viele Ziegen und Ziegenscheiße. Ok Google!
    Da war Dunrobin Castle schon viel realer. Es ist das größte Schloss in den Highlands und der Sitz des Earl of Sutherland. Wir besichtigten den Garten, der unterhalb des imposanten Bauwerks und vor dem Meer liegt. Im Schloss konnten wir auch historische Wohnzimmer, Kinderzimmer und so weiter sehen. Alles im viktorianischen Stil und sehr interessant.
    Das nächste Ziel war dann nur für Bärbel: die Glenmorangie Destillerie.
    Wir wollten noch ein großes Wahrzeichen in den Bergen besichtigen, stellten aber fest, dass man dafür 6 km laufen muss. Dafür hatten wir keine Zeit.
    Die letzten Kilometer fuhren wir durch Inverness und dann Richtung Loch Ness.
    Die Unterkunft ist der Wahnsinn! Wir wohnen in einem Zimmer mit bodentiefen Fenstern und Blick auf den Loch. Das Essen hatten wir vorbestellt, der Hausherr Karl kocht nur für Hausgäste. Es war Spitzenküche.
    Jetzt sitzen wir satt am Fenster und schauen auf den See...
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  • Einmal um den Loch Ness

    September 5, 2024 in Scotland ⋅ ☁️ 15 °C

    Heute Morgen wurden wir von der Sonne geweckt, die uns durch das große Panoramafenster über Loch Ness anlachte. Das Frühstück war hervorragend (Egg Royale) und los ging es - einmal um Loch Ness herum.
    Das erste Ziel war das Urquhart Castle in Drumnadrochit.
    Die Burg ist eines DER touristischen Ziele am Loch. Nur noch übertroffen von den Nessie - Shops. Wir waren früh genug da, so dass die Busse noch nicht da waren und wir einen Parkplatz am Besucherzentrum bekamen. Das Castle selbst ist seit Ende des 17. Jahrhunderts eine Ruine und gut zu Fuß zu erreichen.
    Weiter ging es zum Tipp unserer Wirtin Carla - den Invermorison Falls. Vom Parkplatz war es ein kleiner, aber sehr schöner Spaziergang zu den kleinen Wasserfällen und Stromschnellen. Wunderschön und vor allem - wir liefen durch Wald. Das hatten wir schon lange nicht mehr.
    Wir umrundeten Loch Ness an der Südspitze bei Fort Augustus und verließen nun die Hauptstraße. Ab hier ging es wieder bergauf in die Highlands. Single Track Roads - aber außer uns kaum Autos.
    Zurück am See gab es noch die Falls of Foyer. Der Wasserfall war für schottische Verhältnisse ziemlich groß, aber es ging einen steilen Pfad hinunter. Und dann wieder hoch. Schön war es trotzdem.
    Der weitere Weg führte auf schmalen Straßen am See entlang.
    Abends haben wir uns wieder von Karls tollem Essen verwöhnen lassen. Es ist großartig hier!
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  • Auf dem Loch Ness

    September 6, 2024 in Scotland ⋅ ⛅ 19 °C

    Außer einem kleinen Abenteuer hatten wir uns für heute nicht viel vorgenommen.
    Am Morgen war der See in dichten Nebel gehüllt, so dass an Aktionen noch nicht zu denken war.
    Erst gegen halb elf klarte es etwas auf und wir machten uns auf den Weg zum Ufer, nicht ohne vorher mit Karls Hilfe die Schwimmwesten anzulegen. Die sehr dicke Bulldogge Brian wollte auch helfen, war aber eher eine Stolperfalle. Wie alle Bulldoggen sieht er sehr alt aus, ist aber erst zwei Jahre alt und benimmt sich auch so.
    Wir ließen den Kanadier allein zu Wasser, gut ausgerüstet und sehr warm angezogen. Als das Boot losschwamm, hatte ich das Gefühl, dass das nicht gut gehen würde, so sehr schwankte es. Aber nach einer Weile ging es und wir paddelten vorsichtig am Strand entlang zum gegenüberliegenden Ufer. Dort ist ein malerisches Bootshaus gut zu sehen. Wir steuerten hinein und schnell wieder hinaus, als uns ein Ansässiger (?) verständnislos anstarrte.
    Wir wagten es, einen kleinen Bogen über den See zu machen, aber ab und zu gab es ordentliche Wellen von den Passagierschiffen. Als wir wieder am Ufer waren, hatte Bärbel Schmerzen in den Armen und ich hatte mir wohl den Rücken verrenkt. Abenteuer im Alter.
    Den Rest des Tages verbrachten wir mit Lesen und Schlafen. Ich ging noch kurz zum Lochend Beach und machte ein paar Fotos.
    Das Abendessen (Muscheln, Wildgulasch - gebackener Brie und RibEye Steak) war wieder so gut, dass wir uns maßlos überfressen haben. Wir hängen rum und verdauen.
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  • King and Games

    September 7, 2024 in Scotland ⋅ ☀️ 22 °C

    Was könnte das noch übertreffen? Morgens Egg Royal am Loch Ness, eine Fahrt durch die sonnendurchfluteten Highlands, mehr Dudelsäcke als man sich vorstellen kann, den King höchstpersönlich sehen und abends ein Dinner im traditionellen Pub.
    Aber der Reihe nach:
    Nur ungern verließen wir das wunderschöne Airanloch Bed & Breakfast. Aber bevor wir uns auf den Weg machten, erzählte uns Carla, dass in der Nähe unserer nächsten Unterkunft, in Braemar, Highland Games stattfinden.
    Nun gut, ich hatte mir einige landschaftliche und natürliche Highlights vorgenommen. Ich wollte auch das Culloden Scalch Field besuchen - und Braemar war doch etwas weiter weg als gedacht - aber wann hat man schon mal die Gelegenheit, so etwas in seiner Ursprünglichkeit zu sehen.
    Wir fuhren bei sehr dichtem Nebel los, durchquerten Inverness ein drittes Mal und dann kam die Sonne durch. Nun ging es durch den Cairngorms Nationalpark, eine typische Highland-Landschaft.
    Aus der kleinen Wanderung um Loch Garten wurde ein kurzer Stopp. Der See liegt inmitten eines urwüchsigen Waldes und wäre sicher schön gewesen - aber wir wollten ja zu den Highlandgames.
    Wir fuhren an unserem Hotel vorbei und brauchten noch eine Stunde, bis uns kurz vor Braemar ein Stau stoppte. Wir waren wohl nicht die einzigen, die dorthin wollten. Die Menge an Autos war riesig und ich war mir sicher, dass das nichts werden würde. Aber das Braemar Gathering ist das größte seiner Art und super organisiert.
    Die umliegenden Wiesen waren die Parkplätze und Hunderte von Helfern wiesen uns ein. Es gab keine Warteschlangen und so waren wir schnell mitten im Geschehen.
    Es war alles dabei: Great Highland Pipes, tanzende Mädchen, viele Menschen in den verschiedensten Highland-Kostümen und Sport. Wir schauten, knipsten und schlenderten nach einer Stunde wieder zurück. Die Zufahrtsstraße war inzwischen abgesperrt und man munkelte von königlichem Besuch. In einer Kurve warteten acht Pipebands auf den König. Wir taten es ihnen gleich und nach zehn Minuten rauschte seine Majestät an uns vorbei.
    Auch die Rückfahrt zum Richmond Arms Hotel in Tomintoul war sehr schön.
    Das Hotel ist in die Jahre gekommen, aber der dazugehörige Pub hat sehr gutes Essen.
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  • Bravehearts Turm und zwei Kelpies

    September 9, 2024 in Scotland ⋅ ☁️ 13 °C

    Auf nach Edinburgh. Keine Tour durch Schottland ist komplett ohne die Hauptstadt. Der Weg von Tomintoul dorthin ist relativ weit - deshalb haben wir heute nicht allzu viele Zwischenstopps. Nach einigen schönen Ausblicken verlassen wir das Hochland und fahren zügig nach Süden.
    Das erste Ziel ist das William Wallace Monument in Stirling bei Bannockburn. Es ist ein ziemlich hässlicher Turm, der eher an Mordor als an Braveheart erinnert. Der kurze Aufstieg zum Turm hat es in sich. Den Turm selbst besteigen wir nicht mehr.
    Bei Falkirk stehen direkt am Highway zwei sehr große Pferdeköpfe aus Metall - die Kelpies. Auch diese schauen wir uns ausgiebig an. Sie sind etwa 30 Meter hoch und wirklich beeindruckend.
    Wir erreichen Edinburgh aus südlicher Richtung. Wie in jeder Großstadt ist die Einfahrt schwierig. Das Hotel ist schön zentral gelegen - wir können das Auto jetzt für drei Tage stehen lassen.
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  • Wandern mit Smalpipe

    September 10, 2024 in Scotland ⋅ 🌬 14 °C

    Zu Beginn des Tages hatten wir ein besonderes Ziel. Das "Bagpipe Galore" - eines der wenigen Geschäfte, die sich auf Dudelsäcke spezialisiert haben.
    Ich hatte vorher im Internet gesehen, dass es dort Dudelsäcke für unter 500 Pfund gibt. Nix wie hin. Es gab tatsächlich noch ein solches Instrument vor Ort. Nach einer Vorführung des Verkäufers (ein Meister) und einem Ausprobieren meinerseits kauften wir das feine Teil. Ein leiser Dudelsack für zu Hause, dazu noch eine Low Whistle und ich war glücklich.
    Weiter ging es Richtung Edinburgh Castle. Die Menschenmenge auf der Straße wurde immer größer, je näher wir dem Schloss kamen. Viele Dudelsackspieler pfiffen und aufgeregte deutsche Touristen schimpften laut über zu viele Amerikaner hier.
    Aber Castle war heute nicht, die Karten waren ausverkauft. Ich schaute gleich online, wie es morgen oder übermorgen aussieht und ergatterte ein Ticket für morgen Mittag. Puh!
    Weiter ging es Richtung Calton Hill zum National Monument of Scotland. Auf einem Berg über der Stadt stehen verschiedene Denkmäler und Monumente. Da oben waren eigentlich auch nicht so viele Touristen. Schön war vor allem die Aussicht auf die Stadt, das Meer und die Berge. Edinburgh ist eine der schönsten Städte, die ich jemals besucht habe.
    Auf dem Rückweg haben wir uns wieder durch die Touristenmassen geschlängelt und noch einen Sandwichladen besucht. Sehr wichtig!
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  • Edinburgh Castle

    September 11, 2024 in Scotland ⋅ ☁️ 14 °C

    Castles haben wir auf unserer Reise nun wirklich schon viele gesehen. Heute stand das vierzehnte und größte (ja Tower - größer als du) auf dem Programm - das Edinburgh Castle.
    Dafür hatten wir gestern ein Zeitfenster bekommen. Wir durften zwischen 12 und 12:30 Uhr hinein. Statt wie gestern der Hauptstraße zu folgen, laufen wir durch das Univiertel mit seinem gemütlichen Park.
    Das ist nicht so stressig wie die Touristenmeile, aber wir müssen bergab und bergauf laufen.
    Pünktlich (natürlich) sind wir am Schloss und bewundern das beeindruckende Zeichen schottischer Größe. Die Museen (hauptsächlich über Dragoner und Kriege) lassen wir aus. Vor dem Gebäude mit den schottischen Kronjuwelen stehen die Leute Schlange. Muss nicht sein.
    Um Punkt eins feuert die "One O’Clock Gun" ihren täglichen Schuss ab, damit jeder weiß, dass es ein Uhr ist. Das wollen alle sehen. Ich auch. Es ist eine Kanone und alle sind todernst. Das Militär ist vor Ort und das Café schließt so lange. Dann gibt es einen mittellauten Knall und es ist vorbei. Auf Mittelaltermärkten habe ich schon Beeindruckenderes gesehen und gehört.
    Wir schlendern zurück, wieder durch das Univiertel und dann in ein Restaurant in der Nähe unseres Hotels. Das Essen ist sehr gut und großstädtisch. Es gibt sogar Salat.
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  • Schottlands Gemälde

    September 12, 2024 in Scotland ⋅ ☁️ 13 °C

    In der schottischen Hauptstadt darf natürlich ein Besuch der Gemäldegalerie nicht fehlen. Die National Gallery of Scotland befindet sich in der Nähe des Schlosses. Wir haben den üblichen Weg von einer halben Stunde und sind dann - ohne Anstehen und Bezahlen (!) - drin.
    Es wird ein breites Spektrum gezeigt. Vor allem schottische Bilder aus 500 Jahren, aber auch Rembrand, Rubens, El Greco, Monet, Van Gogh usw. sind in Einzelstücken zu sehen.
    Nach 90 Minuten waren wir durch - länger sollte man sich meiner Meinung nach auch nicht in einer Gemäldegalerie aufhalten.
    Auf dem Rückweg gönnten wir uns noch das gleiche Menü im benachbarten Southpour Restaurant.
    Morgen geht es weiter zu unserem letzten Hotel.
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  • Border Abbeys und Lindisfarne

    September 13, 2024 in England ⋅ ☁️ 14 °C

    Nach den wunderbaren Tagen in Edinburgh verließen wir nicht nur diese schöne Stadt, sondern auch Schottland.
    Aber nicht ohne vorher die Border Abbeys - die Grenzabteien - besucht zu haben. Zu sehen waren drei der vier: Melrose Abbey, Dryburgh Abbey und Jetburgh Abbey. In Melrose wurde das Herz von Robert the Bruce begraben (warum ohne den Rest des Körpers, habe ich noch nicht herausgefunden). In Dryburgh liegt der andere Nationalheilige: Walter Scott (in seiner Gesamtheit, wie es scheint). Alle drei Abteien sind als Ruinen erhalten. Jede hat ihren eigenen Charme.
    Die Landschaft, durch die wir heute fuhren, hatte sich sehr verändert. Wir fuhren durch Hügelland und dann wieder durch Heckenstraßen.
    Das letzte Ziel vor dem Hotel war die Gezeiteninsel Holy Island. Sie ist nur bei Ebbe erreichbar. Hier befinden sich auch die Überreste des Priorats Lindisfarne, das erste Kloster, das von den Wikingern überfallen wurde.
    Gegen halb fünf erreichten wir unser Hotel in Beadnell, einem Küstenort. Das Abendessen war sehr gut und wir blieben zwei Nächte.
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  • Abschied

    September 15, 2024 in England ⋅ ⛅ 18 °C

    Und so brach der letzte Tag in Großbritannien an.
    Wir hatten nur einen kurzen Weg zum Fährhafen Newcastle, also fuhren wir noch einmal kurz in die entgegengesetzte Richtung.
    Dort hatten wir zwei Tage zuvor Bamburgh Castle entdeckt. Eine außergewöhnlich große Burg, die auch unser letzter Abstecher sein sollte. Von oben hatte man einen wunderbaren Blick auf Northumberland, die Strände und die kleinen vorgelagerten Inseln. Bis nach Lindisfarne konnte man sehen.
    Dann ging es wieder Richtung Süden zum Fährhafen Newcastle. Das Einchecken ging sehr schnell und schon drei Stunden vor Abfahrt waren wir an Bord.
    Die Kabine war ausreichend groß und das Abendessen war zwar ein Buffet, aber dafür umso reichhaltiger.
    Wir genossen noch den Sonnenuntergang, dann gingen wir wehmütig unter Deck und verabschiedeten uns von den schönen Inseln.
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