• Jennifer Wiedemann
  • Jennifer Wiedemann

Strong Sails around the world

Wir möchte euch mitnehmen auf eine Reise um die Welt. Wir starten ab Kiel und segeln westwärts! En savoir plus
  • Début du voyage
    20 août 2023

    Lossegeln Kiel

    20 août 2023, Allemagne ⋅ ☀️ 21 °C

    Abschied
    Das letzte Mal die eigene Mutter, den Bruder, die besten Freunde in den Arm nehmen. Sehen wie sie leiden und selbst in Trauer zu sein. Abschiede fallen selten leicht. Es sind so viele tolle Menschen gekommen, um uns Leb Wohl zu sagen. Tränen laufen meine Wangen hinab. Ich versuche positiv zu sein. Versuche die Trauer zu verdrängen und mich auf die bevorstehende Zeit zu freuen. Doch gerade in diesem Moment fällt es schwer. Nur mühevoll kann ich mich loseisen. Doch dann geht es los. Ich starte den Motor und geselle mich mit Judith, Paula und Jonas auf die Steuerbordseite um unser erstes Crew-Foto zu machen. Dann lösen wir nach und nach die Leinen und Jonas manövriert langsam aus der Box. Ich lasse unseren Abschieds-Sekt knallen und stoße schnell mit Jonas an! Dann ziehen wir auch schon die Segel hoch und kurze Zeit später, wird der Motor gestoppt und wir segeln mit leiser Fahrt in Richting Kieler Leuchtturm.
    Wir typhonieren. Wir winken. Wir hören die Rufe unserer Liebsten. Langsam werden die winkenden Menschen kleiner. Und dann realisieren wir - es geht los!
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  • Segeln at it's finest!!

    24 août 2023, Allemagne ⋅ ☁️ 18 °C

    Es war einfach kein Wind angesagt. Wir sind extra früh los, damit wir genügend Zeit haben gen Süden zu kommen. Aber dann kam einfach Wind! Wind aus der richtigen Richtung! Sie ist gelaufen wie eine Rennsemmel vorbei an anderen langsamen Yachten. Sie wollte uns heute wirklich zeigen, dass sie das kann!
    Jetzt liegen wir 100 m neben der Thor am Anker 😇
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  • Das Tor zur Welt

    28 août 2023, Allemagne ⋅ ☀️ 20 °C

    Es klingelt. Ein durchdringendes Klingeln. Langsam schieben sich die Tore der Schleuse zu den Wänden. Wir sehen die Elbe. Die Nordsee. Und wir realisieren - die Jonny schwimmt zum ersten Mal in diesen Gewässern. Ob sie genauso aufgeregt ist, wie wir?En savoir plus

  • Cuxhaven

    28 août 2023, Allemagne ⋅ ☁️ 18 °C

    Unsere Reise beginnt. Das Tor zur Welt hat sich geöffnet. Am Montag führte unsere erste richtige Etappe durch den Nordostseekanal von Kiel nach Cuxhaven. Früh am morgen klingelt der Wecker und müde reiben wir uns die Augen. Ein kurzer Blick auf unseren Kartenplotter verrät uns, dass sich die ersten Schiff dem Kanal nähern. Eine gute Chance für uns mit einzuschleußen. Also scheuche ich unserer Mitfahrer aus den Kojen und kurze Zeit später, tuckert unser Motor durch die Morgenruhe. In der Dämmerung liegt Kiel ganz ruhig da. Ein letzter Blick auf unseren Heimathafen und dann schließen sich die Schleusentore. Leichte Sonnenstrahlen umscheinen uns. Während wir auf unsere Schleusung warten, stellt sich heraus, dass ein guter Freund und langjähriger Arbeitskollege das Schiff in der Nebenschleuse als Lotse begleitet. Wir werden ihn mehrmals an diesem Tag treffen und grüßen - der Größtenunterschied lässt einen sehr klein wirken in dieser Welt. Doch auch Kleine sind schnell und so erreichen wir fast gleichzeitig mit dem Schiff die Schleusen in Kiel und dann geht es in die Elbe. Schon auf der Thor Heyerdahl nannten wir diese Schleusentore das "Tor zur Welt"! Sobald sie sich öffnen, geht es los. Es ist die letzte Barriere vor der Nordsee. Frischer Wind briest uns um die Ohren. Nach einem kurzen Kuddelmuddel, bei dem uns beim Ausfahren aus der Schleuse ein Ausflugsdampfer das Vorrecht des Losfahrens nimmt (uns aber glücklicherweise nichts passiert), schippern wir endlich in die Elbe hinaus. Sofort erfasst uns der Strom und schiebt uns ganz von alleine nach Cuxhaven. Doch wir wollen ja segeln. Also geschwind die Segel hoch und ein paar Meilen unter Segeln zurücklegen! 15 Meilen sind schnell hinter uns. Pünktlich zum Stauwasser erreichen wir Cuxhaven und legen uns in unseren ersten Nordseehafen in die Box. Was für ein Gefühl! Wir haben den ersten Schritt geschafft!En savoir plus

  • Was für ein Ritt!

    30 août 2023, Allemagne ⋅ 🌧 18 °C

    Also wir waren prinzipiell vorbereitet. Aber keiner von uns hat diesen Tag so erwartet. Wir wussten es gibt ein wenig Wind und wir wussten, dass wir vielleicht sogar segeln können. Aber keiner hat geahnt, dass wir mit 9,8 Knoten die Elbe hinaus segeln würden. Morgens um 4. Bereits um 03:30 klingeln die Wecker. Beim Nachbarboot läuft der Motor - ein kurzes Nachfragen, zeigt uns, dass wir uns eine gute Uhrzeit ausgesucht haben, auch die anderen wollen nach Bremerhaven.
    Schnell haben wir abgelegt und alles verräumt. Und umso schneller nehmen wir an Fahrt zu. Die Tide setzt bereits mit voller Kraft gen Nordsee und wir nutzen sie um Meilen zu machen.
    Schon bald frischt auch der Wind auf und für einige Stunden können wir Hoch am Wind hinausfegen. Judith und ich übernehmen die erste Wache. Es fühlt sich gut an. Wir treffen einige große Schiffe und betrachten die vielen Seezeichen. Doch alles bleibt ruhig. Leider müssen wir später weiter anluven und dann doch noch motoren. Inzwischen haben die ersten Wellen eine gewisse Höhe erreicht. Eine Höhe bei der erstmal alles durch die Gegend fliegt, was wir nicht festgelascht haben. Und nun ja. Wir müssen da vor dem nächsten Auslaufen etwas nachbessern :)
    Nach einer Stunde Schlaf für mich, wache ich durch das Geräusch der Winsch über meinem Kopf auf. Der Wind scheint gedreht zu haben! Nichts wie raus! Und schon bald segeln wir erneut mit 8 Knoten über das Wasser. Diesmal mit der Flut hinein Richtung Bremerhaven.
    Die See ist rauer als gedacht. Es ist mehr Wind als angesagt. Doch wir beschließen, die Jonny mal zu fordern. Mit ordentlich Krängung jagen wir dahin. Der Autopilot steuert trotz Wellengang seinen Kurs und auch sonst haben wir das Gefühl, dass sich das Boot wohlfühlt! Schneller als gedacht erreichen wir Bremerhaven und können nach einem kurzen Funkspruch bereits Kurs Schleuse nehmen! Auf Plattdeutsch werden die Gäste der Stadt gebeten, die Schleusentore für uns zu Räumen und dann geht es hinein in unseren Liegeplatz der nächsten Tage! Bremerhaven ist erreicht. Von hier werden wir am Sonntag endgültig Deutschland verlassen!
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  • Wir sind gestartet

    3 septembre 2023, Allemagne ⋅ ☁️ 20 °C

    Wir sind los. Wir sind endgültig los. Unsere Reise hat begonnen. Heute morgen haben wir unseren letzten Familienmitgliedern und Freunden Leb wohl gesagt. Haben die Leinen losgeschmissen und sind dann durch die Schleuse hinaus in die Weser. Die vielen winkenden Menschen begleiteten uns bis zum letzten Ende und werden uns in Gedanken auch weiter begleiten. Viele Tränen sind geflossen, doch jetzt sind wir in unserem Traum angekommen. Bald setzen wir segeln und folgen unseren Gedanken. Next Stop: England?En savoir plus

  • Die ersten Meilen

    4 septembre 2023, Allemagne ⋅ ☁️ 15 °C

    Mit leichten Winden segeln wir die Weser hinaus. Ziel West. Wir melden uns aus den Niederlanden wieder!
    Drückt uns die Daumen, dass der Wind bald auf Ost dreht und auffrischt. Das wäre der absolute Traum :) Die Sonne scheint bereits :)En savoir plus

  • Nachtwache

    6 septembre 2023, Nordsee ⋅ 🌙 20 °C

    Leise segeln wir durch die Nacht. Es ist Nachtruhe. Die anderen schlafen friedlich in ihren Kojen und ich sitze entspannt im Cockpit und schaue ins Kielwasser. Wir ziehen eine sanfte Linie durch die Wellen. Der Wind ist nicht mehr so stark wie gestern Abend. Und bald wird der Strom gegen uns setzen. Noch laufen wir 5 Knoten. Doch schon bald werden wir nur noch Dümpeln, Gezeitengewässer sind nicht immer einfach zu segeln. Weder physisch noch mental. Unseren Plan, Judith mit nach England zu nehmen, haben wir aufgegeben. Wir haben gerade Ziel Niederlande. Ob Ijmuiden oder Den Haag werden wir in ein paar Stunden entscheiden.
    Doch jetzt genieße ich erstmal die Dämmerung. Wie die Sterne langsam verblassen und der Himmel sich immer tiefer orange-rot färbt. Wie sich die Küstenlinie mit ihren hohen Sanddünen tiefdunkel vom Himmel absetzt. Und auch die Wellen in ein sanftes Licht getaucht werden,
    Ich bin tiefenentspannt und zufrieden. Ich freue mich auf den Tag!
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  • Ijmuiden

    6 septembre 2023, Pays-Bas ⋅ ☀️ 25 °C

    Wir sind glücklich! Wir haben einige wunderschöne, sonnige Segeltage hinter uns! Gestern Abend hat uns das erste Mal der Wind verlassen und heute morgen entschlossen wir unsdazu, kurzerhand links ranzufahren. Judith muss uns leider verlassen. Schule geht leider vor. Und dort muss sie morgen wieder sein. Also kurz vor knapp liegen wir jetzt fest vertäut in der Marina Ijmuiden. Und wie es der Zufall so will, haben wir spontan Ellen, die wir von der Thor Heyerdahl kennen, getroffen und sitzen jetzt im Auto nach Amsterdam. Eine mal etwas andere Städtetour kann beginnen 🥰En savoir plus

  • Städtetrip Amsterdam

    6 septembre 2023, Pays-Bas ⋅ ☀️ 26 °C

    Zufälle sind schön. Vor allem wenn sie dich mit lange nicht gesehenen Freunden zusammenbringen! Ellen hat uns kurzerhand in ihr kleines Auto gepackt und ist mit uns Richtung Amsterdam gerast 😍 Kurzer Stop im Wassersportladen und spontan die ersten Angelsachen gekauft.
    Wenig später fahren wir mit einer Fähre durch den Amsterdamer Hafen und sind in einer Seefahrer Bar fürs erste Bier eingekehrt. Eine Ehre hier herkommen zu dürfen. Normalerweise treffen sich hier nur die "Locals" und auch nur die mit maritimen Background.
    Und so starten wir in den Abend mit allerhand lokalen Snacks und einer tollen Zeit. Leider müssen wir uns nun von Judith verabschieden - ein sehr trauriger Abschied für mich. Sie hat uns den Start in dieses Abenteuer einfach unglaublich vereinfacht und sich um uns gekümmert. Aber jetzt sind wir jungen Hühner auf uns alleine gestellt :) Wir hoffen, dass wir dich bald wieder sehen!
    Und so streunen wir durch die Gassen von Amsterdam, fühlen uns direkt wie zuhause und sind fast ein bisschen traurig als wir uns auf den Weg zurück machen müssen 😌 Ein wunderschöner Tag geht zu Ende. Morgen geht es weiter. Den letzten Tag Wind nutzen um Strecke gen Süd zu machen!
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  • Oostende

    8 septembre 2023, Belgique ⋅ ⛅ 23 °C

    Ein kurzer Zwischenstopp in Oostende, lässt uns ein weiteres Land auf der Liste hinzufügen! Die schwachen Winde machen uns zu schaffen. Wahrscheinlich wird es Zeiten geben, da freuen wir uns darüber, aber momentan hätten wir definitiv nichts gegen 2 Windstärken mehr.
    Morgen geht es weiter nach England!
    Dafür war heute ein Schiffsarbeiten Tag und mit guten Neuigkeiten. Wir haben ein leistungsstärkerers Kabel an unser Funkgerät geklemmt - dadurch sind wir jetzt besser auf AIS und somit auf marine traffic zu sehen!
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  • Crossing Dover

    9 septembre 2023, Angleterre ⋅ 🌙 21 °C

    Entspannt queren wir unter Motor den englischen Kanal. Ich habe eine günstige Route gewählt. An der engsten Stelle wollen wir das Fahrwasser queren. Der nordgehende Verkehr muss ausweichen. Im Anschluss fädeln wir uns südgehend ein und lassen uns dann Richtung Englische Küste sacken.
    Der Plan geht auf. Bis Nesreena kommt. Nesreena beschließt knapp eine Meile bevor sie uns sicher passieren würde, genau auf uns zuzudrehen. Die Funkkonversation lässt schnell auf ein schlecht Englisch sprechendes, wenig einsichtiges Gegenüber schließen. Wir begeben uns schnell aus der Schussbahn. Wir sind froh AIS zu haben. Mit einer 130 Grad Kursänderung umfahren wir Nesreena. Und werden später per Funk noch von drei weiteren Begegnungen dieser Art hören. Wir setzen unsere Fahrt fort und erreichen am frühen Abend den westlichen Rand des Verkehrstrennungsgebietes. Eines der dicht befahrensten Seegebiete der Erde ist liegt hinter uns. Zeit am Anker auf besseren Wind zu warten.
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  • Eastbourne

    10 septembre 2023, Angleterre ⋅ ☁️ 26 °C

    In der Marina der Reichen und Schönen angekommen! Eastbourne Marina entstand erst vor wenigen Jahren aus dem Mangel an Wohnungungen und Liegeplätzen in der Gegend. Es wurde ein vollkommen neues Viertel hochgezogen. Die Marina umfasst diverse Hafenbecken mit insgesamt 830 Liegeplätzen, die allesamt geschützt vor Wind und Gezeiten hinter einer Schleuse liegen.
    Einer Schleuse, die uns zum Staunen gebracht hat und noch weitere Male zum gucken anziehen wird.
    Einmal fest gemacht, schließen sich die Tore. Dann wird das Tor Richtung Hafenbecken leicht geöffnet und sturzbachähnlich strömt das Wasser über das entstandene Loch hinein! Man kann erkennen, dass dort der Pegel 1 m höher ist als bei uns, langsam gleicht sich der Stand aus und wir bereiten uns auf die Ausfahrt vor. Jonas une ich knobeln kurz aus, wer anlegen darf und dann geht es los!
    Wenig später liegen wir fest vertäut und können die Stadt erkunden. Alle Häuser strahlen im
    Glanze ihrer Neuheit. Viele gated Communities, viele teure Autos. Viele Hunde und viele hässliche Tonfiguren. Aber irgendwie alles mit seinem ganz persönlichen Charme! Wir sind happy, dass wir diese Stadt genießen durften.
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  • Eastbourne Downtown

    11 septembre 2023, Angleterre ⋅ ⛅ 22 °C

    Der nächste Morgen führt uns entlang der Küste - ohne Jonny - in die eigentliche Stadt Eastbourne. Eine wunderschöne Uferpromenade lädt uns zum über Felsen klettern, Eis essen, Geocachen und England erkunden ein.
    Mittags ist es endlich soweit: Fish and Chips! Das absolute Muss, wer hier festmacht. Zwischen Omis und Opis haben wir wohl einen echten Non-Touri-Spot gefunden und lassen uns den Fisch richtig schmecken.
    Viel Zeit bleibt uns leider nicht. Wir haben morgens etwas getrödelt und müssen nun schleunigst zurück und den Hafen verlassen bevor das nächste Liegegeld fällig wird!
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  • Lymington

    13 septembre 2023, Angleterre ⋅ ☁️ 19 °C

    Wir hätten nicht gedacht, dass wir so schmell wieder in einer Marina landen. Also wirklich nicht. Marinas in England sind super teuer. Man zahlt zwischen 40 und 65 Pfund pro Nacht. Definitiv nicht in unserem Budget. Wir wollen uns das Geld lieber für andere Aktivitäten aufheben. Nach Eastbourne lagen wir eine Nacht vor der Stadt am Anker. Chillen, werkeln und auf besseren Wind warten. Wir haben genug vom motoren. Wir wollen wieder Segeln!
    Gegen 23 Uhr heben wir den Anker und können starten! Unter Segeln geht es schnell westwärts. Der Strom setzt mit uns. Der Wind hat stärker aufgebriest. Gegen 2 Uhr reffen wir die Segel. Und dennoch. Nur 11 h später befinden wir uns bereits im Solent. Dem Segelrevier, das unter Seglern bekannt und berüchtigt ist. Der Strom versetzt einen sehr stark und wir sind froh, unseren Plotter (elektronische Seekarte) zu haben. Erschöpft falle ich am
    späten Morgen in meine Koje. Jonas übernimmt mit Koppi die Wache und navigiert vorbei an kreuzenden Regatten und Frachtschiffen. Dann kommt die Frage auf, wo wollen wir hin. Ich wusste, dass unsere Freunde von der "Nica" uns mittlerweile eingeholt haben. Begeistert schreibe ich Maren und schlage vor, dass wir außerhalb ankern und sie mit dem Schlauchboot besuchen kommen. Kurze Zeit später erhalten wir die Einladung für eine Nacht zu ihnen zu kommen. Sie kennen den Hafenmeister gut und wir bekommen einen Liegeplatz direkt neben ihnen zugewiesen und sind super glücklich die ersten Fahrtensegler unserer Reise wieder zu sehen!
    Die beiden wollen am nächsten Tag zu den Kanaren auslaufen und wir dürfen sie auf den letzten Stunden begleiten! Während wir nachmittags die Stadt unsicher machen, laufen bei den beiden die Vorbereitungen auf Hochtouren. Doch abends finden wir gemeinsame Zeit bei Cocktails und Snacks. Ein wunderschöner Abend geht zu Ende. So habe ich mir unser Leben vorgestellt - Erleben und mit anderen zusammen Leben!
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  • The Needles

    15 septembre 2023, Angleterre ⋅ ☀️ 20 °C

    Berückigt unter vielen Seglern. Bekannt als das Nadelöhr beim Fast Net Rennen. Nach unserem Kurzurlaub in Lymington, wollten wir zurück in die Natur. Wir verabschieden uns von unseren Freunden und beschließen die kurze Distanz zu segeln. Mit Strom und Wind von achtern, segeln wir mit 8 Knoten an den Felsen der Isle of Wight entlang!
    So ein tolles Gefühl. Diese Geschwindigkeit. Diese Aussicht. Jonas lässt seine Drohne fliegen und macht mega coole Aufnahmen!
    Wir sind so im Geschehen, dass wir glatt an unserer Bucht vorbeisegeln. Doch nach zwei weiteren Meilen lassen wir den Anker in einer Bucht nördlich der Needles fallen.
    Der nächste Morgen führt Koppi und mich an Land - Mädelsausflug! Mit vom aus dem Wasser waten nassen Füßen schlüpfen wir in unsere Wanderstiefel und steigen direkt die Treppen auf die nahegelegene Klippe empor. Oben erwartet uns ein idyllisches kleines englisches Örtchen mit Blick über die Landschaft und die Bucht. Doch schon bald lassen wir auch dieses hinter uns, der Coastal Path führt uns weiter zur nächsten Bucht. Entlang der Klippenkante und letztendlich dürfen wir die legendären Kreidefelsen endlich mal aus nächster Nähe betrachten. Hier in verschiedensten Farben eingefärbt und von der Witterung zerfurcht ragt die Wand viele Meter über uns auf. Doch auch die Felsen der Needles sind nicht weit. Eine kurze Bootstour später erhaschen wir einen Blick auf den berühmten Leuchtturm und die in sonniges Licht getauchten Felsen dahinter. Viel zu schnell sind wir zurück an Land, dafür warten nun englische Wiesen, Forts und ein kleiner Berg auf uns. Wir genießen die Zeit an Land, doch werden auch bereits freudig von Jungs erwartet - Teamwechsel. Nun dürfen auch die anderen am Land und wir hüten das Boot!
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  • Chapman's Pool

    16 septembre 2023, Angleterre ⋅ ☁️ 22 °C

    Abwettern. Eigentlich wollen wir weiter. Weiter in den Westen. Gegen Ende des Monats wollen wir den Absprung in den Süden schaffen.
    Wir haben bei unseren Planungen immer bereits das Wetter der nächsten Tage bzw Wochen im Auge. Häufig ändert sich der Wetterbericht wieder. Aber man sollte darauf gefasst sein, dass es auch Sturm geben kann. Und dann will man wohl nicht gerade exponiert auf See sein.
    Morgen soll es wieder Wind geben. Etwas mehr, aber gut segelbar!
    An Land werden wir heute Abend nicht mehr gehen. Dafür gibt es ein Festmahl. Süßkartoffel-Linsen Curry mit Reis und Salat! Also es könnte nicht besser sein!
    Warten wir mal ab, was der Tag so bringt!
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  • Was für ein Tag - Delfine in Sicht!

    17 septembre 2023, English Channel ⋅ 🌧 18 °C

    Die Gezeiten sind auch hier im Süden Englands ein Thema. Der Strom kann einen zum Stehen bringen, aber auch zu jauchzenden Geschwindigkeiten verhelfen! Südlich von Portland laufen in der Spitze 8 Knoten Strom! Wir segeln in der Regel ca 5-6 Knoten. Da muss der Tag gut geplant sein. Jonas und ich beschließen nach viel Grübeln, morgens gegen 8 Uhr den Anker zu heben.
    Wir laufen unter gerefften Groß aus der Ankerbucht aus. Schon bald läuft die Jonny (trotz 2 Knoten Strom gegen an) 6 Knoten Fahrt. Doch nicht nur der Wind hat zugenommen, auch die Wellen. Die Jonny versucht die Wellen hinunter zu surfen. Doch wir sind nicht schnell genug. Wild werden wir immer wieder zu beiden Seiten geworfen. Hinzu kommt Regen. Viel Regen. Koppi und ich sind triefend nass. Es regnet. Es gewittert. Hinzu kommt die Seekrankheit. Koppi und Jakob kämpfen tapfer. Und zum Nachmittag geht es ihnen bereits etwas besser. Dann kippt endlich der Strom. Und? Der Wind schläft ein. Die Wetterberichte machen uns schwer zu schaffen. Nicht selten stimmen weder Windgeschwindigkeit, noch Richtung. Es ist und bleibt Poker.
    Noch 25 Meilen bis zum Ziel. Mehr oder weniger spontan haben wir Portland rechts liegen gelassen. Brixham zieht uns magisch an. Hier kennen wir uns aus. Hier kennen wir die Ankergründe.
    Es hilft alles nichts. Noch 17 Meilen bis zum Ziel. Motor an. Hebel nach vorne. Wir packen schon mal die Segel und machen Abendessen warm. Doch fürs Essen bleibt keine Zeit - Delfine an backbord. Delfine an Steuerbord! Delfine am
    Bug. Sie haben uns gefunden. Sie feiern uns. Wir feiern sie. Wild spielend tollt die Schule an Delfinen um die Bugwelle der Jonny. Sie zeigen uns Kunststücke, drehen sich um die eigene Achse und springen immer wieder aus der Gischt. So nah habe ich diese Kreaturen noch nie gesehen! Fast ein wenig traurig schaue ich den sich entfernenden Flossen hinterher!
    Kurze Zeit später fällt der Anker. Erstaunlich wie die Zeit vergangen ist. Es kommt uns vor als wäre es vorgestern gewesen, dass wir Chapman's Pool verlassen haben..
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  • Brixham

    18 septembre 2023, Angleterre ⋅ 🌬 18 °C

    Brixham liegt eingebetten in grüner Landschaft und strahlt wie ein Strauß Blumen. Die Häuser reihen sich in bunten Farben eng an eng aneinander. Mit dem Schlauchboot fahren Jonas und ich durch die wogenden Wellen des Sturms in Richtung Hafen. Vorbei an Yachten und Booten an Mooringbojen.
    Vorbei an der größten Fischereiflotte Südenglands. Vorbei am Yachthafen mit den im Wind klappernden Masten. Hinein im das innere Hafenbecken. Dort ragt ein altertümliches Piratenschiff empor. Es sitzt im Schlick. Der Wasserstand ist so niedrig, dass das halbe Hafenbecken trocken liegt. Für Gezeitengewässer durchaus normal. Wir schlängeln uns durch die Boote hindurch und machen an einer Leiter fest. Dann setzen wir das erste Mal seit zwei Jahren Fuß auf den Boden Brixham's. Das letzte Mal lagen wir hier mit der Thor Heyerdahl. Von hier starteten wir in den Atlantik! Es lässt auch heute noch bei uns die Vorfreunde auf den warmen Süden wachsen.
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