A 334-day adventure by Karin
  • Nachwort

    August 15 in Germany ⋅ ☁️ 25 °C

    Während ich dieses Nachwort schreibe sitze ich in St. Englmar auf dem Balkon und trinke meinen ersten Kaffee.
    Hier in St. Englmar haben wir uns letztes Jahr in den Sommerferien auf unser Sabbathjahr vorbereitet und hier endet unsere Reise. Das Erlebnis ist somit rund.
    Die letzten 3 Ferienwochen waren wir nochmal in Krün (wir wurden vom 2. Bürgermeister für 15 Jahre Feriengäste geehrt) und jetzt für 5 Tage hier bei Paukners .So sahen unsere Sommerferien schon oft aus und nach den vielen Eindrücken während der Reise können wir hier nochmal ausruhen und uns mental auf die Zeit ab September einstellen.
    Jens freut sich darauf, dass er nur noch ein Schuljahr arbeiten muss (hoffentlich), Luise freut sich auf ihre neue Klasse und ihre Freundin Emma und ich freue mich auf die neue Herausforderung einer Mittelstufenklasse mit Ruth als Teamkollegin.
    Ein bisschen Trauer schwingt bei mir dennoch auch mit, jetzt ist das Sabbathjahr, auf das wir 6 Jahre hingefiebert und hingespart haben, endgültig vorbei.
    Mein Fazit lautet:
    Ich würde alles noch mal genauso machen, wie wir es gemacht haben!
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  • Danksagung

    August 15 in Germany ⋅ ☁️ 22 °C

    Und nun die Liste der Menschen, denen ich besonders danken will.
    Die Reihenfolge ist beliebig und soll keine Wertung darstellen.
    Jens, der alle Ideen von mir mitgetragen hat und sich auch bei der Reiseroute voll auf mich verlassen hat. Das nenne ich Vertrauen.
    Luise, die sich in ihr "Schicksal" ergeben hat und hoffentlich auch ein bisschen Spaß hatte. Ich weiß sehr wohl, dass für sie die Reise mit den größten Umstellungen verbunden war.
    Meiner Mutter, bei der wir kistenweise unseren Hausstand verwahren durften und die uns während der verschiedenen Zwischenstopps in Hochheim bei sich aufgenommen hat.
    Meinem Bruder Peter, der regelmäßig die lästige Post für uns vorsortiert hat und uns so über alle wichtigen Dinge auf dem Laufenden gehalten hat.
    Ich danke meiner ganzen Familie, die mich mit einem guten Gewissen hat starten lassen und mich so lange über den immer schlechter werdenden Zustand meines Vaters im Unklaren gelassen hat, bis es an der Zeit war, nach Hause zu kommen.
    Nicht zu vergessen, dass alle mitgeholfen haben, meinen Vater in den letzten beiden Monaten zu pflegen und meine Mutter so gut wie möglich zu unterstützen und zu entlasten.
    Meiner "Fee" Monika, die immer nach dem Rechten gesehen und Haus und Hof gepflegt hat.
    Tobias Meier, der unser Haus vermietet hat und somit dafür gesorgt hat, dass wir durch die Mieteinnahmen ein schönes Taschengeld hatten und uns über unsere Finanzen keine Sorgen machen mussten.
    Und natürlich allen, die meinen Blog gelesen haben. Es hat mir viel Spaß gemacht diesen zu verfassen und ich habe mich sehr über die positive Resonanz gefreut.
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    Traveler

    Es war schön, mit Euch mitzureisen und mit Sicherheit hat Euch das Jahr viele wertvolle Erfahrungen gebracht, die Ihr in Eurem weiteren "Lebensbauplan" mit Sicherheit gut verwerten könnt👍 Danke fürs "Mitnehmen"

    8/15/22Reply
     
  • Booklist meiner Reise

    August 15 in Germany ⋅ ☁️ 19 °C

    In diesem Jahr habe ich einige Biographien gelesen und dabei bemerkt, dass es "üblich" ist im Anhang an ein Buch eine "playlist of my life" zu setzen.
    Ich habe keine playlist aber eine booklist.
    Lesen ist ein Hobby von uns, was im Alltag oft zu kurz kommt, im Sabbathjahr haben wir alle drei uns dafür wieder mehr Zeit genommen.
    Luise liebt es nach wie vor, vorgelesen zu bekommen. Dass Jens ihr Harry Potter vorgelesen hat, habe ich in meinen footprints oft erwähnt. Meine Aufgabe war es, ihr aus dem Kindle e-book Bücher vorzulesen. Ich habe mal nachgezählt. Es waren insgesamt 16 Bücher von Petronella Apfelmus, die drei ??? kids, die drei !!!, TKKG und die Schule der magischen Tiere. Als "echte" Bücher haben wir "Frida und die Blaubeersuppe" und "Frida und die fliegenden Zimtschnecken" und "Alea Aquarius" gelesen.
    Und nach all dem Vorlesen war noch Zeit für mich, "meine" Bücher zu lesen.
    Hier jetzt die Liste:
    Sebastian Fitzek: Der erste letzte Tag
    Hubertus Meyer-Burkhardt: Diese ganze Scheiße mit der Zeit
    Astrid Ruppert: Die Winterfrauen
    Michaela May: Hinter dem Lächeln
    Ildiko von Kürthy: Morgen kann kommen
    Micky Beisenherz: ... und zur Apokalypse gibt es Filterkaffee
    Atze Schröder: Blauäugig
    Mirja Boes: Es ist nicht alles Mett, was glänzt
    Bettina Tietjen: Früher war ich auch mal jung, Unter Tränen gelacht, Tietjen auf Tour
    Johann König: Blinder Gallerist
    Neben dem Vorlesen für Luise und dem Selbstlesen habe ich meine Nase natürlich auch sehr regelmäßig in unterschiedliche "Camper-Apps" gesteckt. Die Campingplätze und Stellplatzaufenthalte sollte ja schließlich gut recherchiert sein und auch über die jeweiligen Sehenswürdigkeiten habe ich mich informiert.
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  • Day315

    Blaue Stunde am Meer oder der "Letzte"

    July 12 in Germany ⋅ ☁️ 22 °C

    In den letzten 4 Tagen haben wir am westfälischen Meer gestanden, auch Möhnesee genannt. Wir waren auf einem sehr schönen Stellplatz mit Blick direkt auf den See. Luise und Jens waren täglich schwimmen und SUP fahren, ich bin mit Jens an die Staumauer geradelt und alle drei gemeinsam waren wir Eis essen. Gestern Abend hat Luise für mich ein Überraschungsdinner gekocht, ist das nicht süß. Sie war vormittags mit Jens einkaufen und abends gab es dann, am festlich gedeckten Tisch, Nudeln mit Bolognese nach dem Rezept von Ruth. Vorspeise und Nachtisch gab's auch, Salat mit Schafskäse und Plattpfirsiche, super lecker und echt rührend von meinen beiden Liebsten.
    Der See erinnert mich ein bisschen an den Edersee, nur kleiner und touristisch noch relativ unbeleckt. Ach so, habe ich vergessen: Am Sonntag haben wir eine Schiffstour unternommen, das war auch sehr schön.
    Seit heute Mittag sind wir in Arnsberg im Hochsauerlandkreis und wir waren in dem Schwimmbad "Nass" zum Schwimmen und Saunieren. Die Saunalandschaft war sehr schön mit einem tollen Außenbereich.
    Nach unserem letzten Saunabesuch letzten Donnerstag in Bad Driburg haben wir spontan Besuch bekommen. Rainer, der genau dort eine REHA macht, hat meinen footprint gelesen und unsere Route verfolgt. Auf ein Bier saßen wir gemeinsam im WOMO, das war nett.
    Jetzt sitzen wir noch ein bisschen draußen, essen Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und betten dann unsere müden Häupter zum vorerst letzten Mal in den WOMO Betten.
    Natürlich möchte ich vorher noch einen kleinen Rückblick starten.
    Im Laufe unsere Reise sind wir häufig gefragt worden, was am Schönsten war. Luise antwortet dann immer, der Besuch ihrer Freundin Emma in Österreich. Jens und auch ich können das gar nicht so genau sagen. Ich weiß nur, dass ich mich wirklich überall wohl gefühlt habe und kein einziges Mal Unwohlsein oder sogar Angst verspürt habe.
    Ganz im Gegenteil: ich habe mich jeden Abend auf den Spaziergang mit Martha und Jens gefreut und auf den Kaffee am nächsten Morgen. Als absoluten Luxus habe ich es empfunden, morgens nicht vom Wecker geweckt zu werden. Wir konnten (fast) immer Ausschlafen und deshalb auch abends ins Bett gehen, wann wir wollten. Das war manchmal schon um 21.00 Uhr, manchmal aber auch erst um 02.00 Uhr. Vor der Umstellung nach den Sommerferien habe ich ein bisschen bammel. Dann hat das Lotterleben ein Ende, leider.
    Eine weitere interessante Erfahrung ist außerdem, dass wir als Famile gut "funktionieren", will heißen, wir sind uns nicht auf den Geist gegangen, trotz täglichem Beisammensein rund um die Uhr. Offensichtlich haben wir uns gern, zum Glück. Und langweilig war mir keine Sekunde, so viel gab es zu sehen und zu erleben. Mit dem Ausspruch "Ach, ist das schön hier!" habe ich, manchmal mehrmals am Tag, bemerkt, wie gut es mir geht.
    Und was wirklich noch sehr schön ist, unsere alte Martha hat durchgehalten und im besten Fall die Zeit mit uns genossen, sagen kann sie es uns nicht. Darüber bin ich sehr dankbar.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hoffe, dass das nicht unsere letzte längere Reise war, ich würde alles wieder genau so machen, wir wir es gemacht haben.
    In diesem Sinne schließe ich jetzt meine Aufzeichnungen, mit einem Kloß im Hals und einem vollen Herzen.
    Ich freue mich auf euch alle,
    liebe Grüße und bis bald, Karin
    Ohne PS geht's doch nicht:
    PS: Ich habe ca. 60 footprints verfasst, dieser ist glaube ich, der erste, in dem ich das Wetter nicht ein einziges Mal erwähnt habe, und dabei bleibt es auch!
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    Traveler

    🦄

    7/12/22Reply
    Traveler

    🥰

    7/13/22Reply

    Liebe Karin, wir freuen uns darauf, euch zu sehen. Liebe Grüße Svana [Svana]

    7/15/22Reply

    Kleiner Nachtrag: Wolkig, bei etwa 22°C. Genießt den Sommer (auch zu Hause) [Emanuel]

    7/16/22Reply
     
  • Day309

    Mein vielleicht vorletzter Eintrag

    July 6 in Germany ⋅ ☁️ 17 °C

    Wir sind wieder in Deutschland, schade und schön zu gleichen Teilen.
    Schade, weil unsere Reise spürbar und unwiderruflich zu Ende geht,
    schön, weil wir uns alle drei auf Hochheim freuen.
    Letzte Woche waren wir noch in Dänemark, nach unserem Besuch von Kopenhagen
    sind wir in den Süden von Dänemark nach Rødby gefahren. Wir standen für eine Nacht auf einem sehr ruhigen, kleinen Stellplatz direkt an einem winzigen Hafen. Der Hafenmeister war sehr nett, er hat uns Duschmarken und Eis geschenkt. Offensichtlich sahen wir hungrig und dreckig aus. Natürlich haben wir das Eis gegessen und die Dusche genommen. Der Nachmittag war sehr entspannt, mit Harry Potter Lesung und Sonnenbad am Hafen. Genau das richtige Programm nach den aufregenden Tagen in Kopenhagen.
    Nach dieser ruhigen und erholsamen Nacht sind wir mit der Fähre über Puttgarden nach Travemünde gefahren. Es hat den ganzen Tag teils kräftig geregnet. Genau das richtige Wetter um Kilometer zu machen. In Travemünde ist die Sonne wieder rausgekommen, wir haben auf einem Stellplatz direkt neben Edeka "Jens" geparkt und fasziniert eine Möve beobachtet, die auf dem Faltdach eines Porsches ihr Geschäft erledigt hat.
    Abends haben wir dann fürstlich im "Ahoi" von Steffen Henssler gespeist.
    Am nächsten Morgen gings dann über Hamburg nach Bremen. Wir haben relativ spontan entschieden nicht nach Hamburg zu fahren. In Bremen wurde an diesem Wochenende im Metropol Theater "cats" aufgeführt. Darauf hatten Jens und ich deutlich mehr Lust als auf die Eiskönigin in Hamburg. Der Stellplatz in Bremen war super. Wir haben großes Glück gehabt, nach uns konnte nur noch ein WOMO einfahren, danach war der Platz komplett belegt. Mit dem Rad waren wir ruckzuck in der Altstadt mit Böttcherstraße und Schnoorviertel. Abends sind wir durch die nahe Schrebergartenanlage (schön alternativ und überhaupt nicht spießig) spaziert und haben Kirschen gepflückt. Am Sonntag waren wir in "cats", echt super.
    Am Montag haben wir sightseeing in Bremen gemacht, eine wirklich schöne Stadt.
    Am Dienstag sind wir dann nach Celle gefahren. Wir wollten unbedingt in die Sauna "Badeland", die wir auf unserem Hinweg nach Dänemark schon genossen haben. Und der Stellplatz hat uns auch gut gefallen. So sind wir hoch motiviert angekommen, allein die Sauna war wegen Sanierungsarbeiten geschlossen, so ein Mist. Nach kurzer Frustration sind Jens und Luise Minigolfen gewesen und ich habe gespült. Abends ist Luise Inliner gefahren und Jens, Martha und ich waren im Schlosspark spazieren.
    Heute um die Mittagszeit sind wir weiter nach Höxter gefahren. Wir stehen wieder auf einem schönen Stellplatz direkt an der Weser mit Blick auf die historische Altstadt von Höxter.
    Den Nachmittag haben wir mit homeschooling verbracht.
    Morgen Vormittag habe ich ein webinar, Jens und Luise wollen entweder nach Höxter spazieren oder bei Regenwetter Harry Potter fertig lesen. Mittags fahren wir dann weiter nach Bad Driburg, dort soll es eine tolle Sauna geben.
    Wie es dann weitergeht, weiß ich noch nicht.
    Bis zu meinem letzten Eintrag liebe Grüße von mir
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  • Day303

    Der liebe Gott meint es gut mit uns

    June 30 in Denmark ⋅ ☀️ 20 °C

    Wir haben Kaiserwetter, richtig sonnig, ca. 28 Grad und leicht windig!
    Am letzten Wochenende haben wir in Halmstad in Schweden Midsommar gefeiert.
    Auf dem Campingplatz waren viele Jugendliche und junge Familien, die gemeinsam gegessen, gespielt (Mölki, das Schwedenschach), gelacht und getrunken haben. Das ganze hat sich für mich wie eine Kombination aus Vatertag und Junggesellenabschied angefühlt, aber wirklich mit Kind und Kegel. Wir haben auch ein bisschen mitgefeiert. Jens und ich aus "sicherer Entfernung" vor dem WOMO und Luise mit vielen anderen Kindern auf dem Spielplatz. Um Punkt 0.00 Uhr war die Sause vorbei und alle sind in ihren Wohnwagen verschwunden.
    Am Samstag und Sonntag haben wir das Wetter genossen, sind Rad gefahren und Luise war wieder bis nachts auf dem Luftkissentrampolin des Spielplatzes.
    Am Montag war unser Hochzeitstag und ich bin zur Feier des Tages in der Ostsee schwimmen gewesen. Nicht wirklich entspannt, aber wenn man mal drin ist, dann geht's.
    Am Dienstag sind wir dann über Helsingborg mit der Fähre nach Helsingør in Dänemark gefahren. Die Fährfahrt dauerte keine 30 Minuten und war sehr erholsam. Wir haben auf dem Sonnendeck gestanden und uns von Schweden verabschiedet, mit direktem Blick auf Dänemark. In Helsingør angekommen sind wir erstmal um die Schlossanlage spaziert und haben im Hafen Fischbrötchen gegessen. Danach ging es weiter nach Kopenhagen.
    Hier standen wir für 2 Nächte auf einem tollen Stellplatz direkt an dem neuen Oceansvej, dem Terminal für Kreuzfahrtschiffe. Und so lag jeden Morgen auch so ein Ozeanriese direkt vor unserer Haustür. Die Größe ist beeindruckend, damit fahren möchte ich allerdings nicht. Ganz abgesehen vom katastrophalen ökologischen Fußabdruck.
    Apropos Fußabdruck: Gestern sind wir per Fahrrad nach Kopenhagen gefahren und haben die Stadt erkundet. Kopenhagen hat ein super Radwegenetz, was von jedem Hauptstädter, der was auf sich hält, genutzt wird. Es hat richtig Spaß gemacht und Luise hat gestern ihre praktische Prüfung für den Fahrradführerschein gemacht (gefühlt natürlich nur, und im Voraus). Der ganze Fahrrad hype hat aber auch zur Folge, dass wir uns gestern an jeder Ecke ein neues Fahrrad hätten kaufen können aber leider keine Clogs gefunden haben, schade.
    Auf dem Nachhauseweg waren Luise und Jens dann noch schwimmen. In einem Strandbad in einem Seitenkanal der Ostsee und mit direktem Blick auf die Kreuzfahrtschiffe.
    Heute Morgen habe ich schon gespült und Jens die Fahrräder auf den Träger gezurrt.
    Luise schläft noch. Die Aussage von gestern Abend, dass sie heute Morgen vor unserer Weiterfahrt homeschooling machen darf, lässt sie zur Langschläferin werden.
    So, jetzt trinken wir Kaffee und dann geht's weiter. Wir wollen noch ein bisschen in Dänemark bleiben, das Wetter ist wie gesagt so schön und auch sonst ist es sehr hyggelisch.
    Eben wacht Luise auf, ich ende deshalb jetzt.
    Liebe Grüße von Karin
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    Traveler

    ...wenn Schule so entspannt stattfindet, dann will ich auch noch mal Schulkind sein 😂

    6/30/22Reply
    Traveler

    EUROPAPOKAL SIEGER 🏆

    6/30/22Reply
     
  • Day297

    Jetzt gefallen mir sogar Tagetes

    June 24 in Sweden ⋅ ☀️ 27 °C

    Schweden machts möglich.
    Auf unserem vorletzten Stellplatz in Borensberg am Götakanal (wir sind doch nicht bis nach Berg gefahren) direkt am Kanal waren Pflanzkübel mit Tagetes in 70er Jahre orange und Lavendel in lila gepflanzt. Und das sah sehr schön aus. Leider habe ich verpasst ein Foto zu machen. Auch sonst gibt es heute wenig Fotos, ich habe viel mit unserer richtigen Kamera fotografiert.
    In Borensberg haben wir 3 Nächte gestanden. Wir haben eine Fahrradtour am Kanal entlang gemacht (Luise und ich die kurze Version, Jens bis nach Berg und zurück, insgesamt 40 Kilometer) ich war laufen und Luise hat fleißig gelernt. Außerdem waren wir noch am Borensee zum Baden.
    Nach diesen 3 Nächten am Kanal sind wir am Mittwoch nach Vimmerby aufgebrochen. Wir standen für 2 Nächte auf einem funkelnagelneuen Stellplatz direkt an Astrid Lindgrens Welt. Diesen Theaterpark haben Luise und ich gestern besucht. Wir haben kleine Vorstellungen von Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberger und Madita angeschaut. Total schön, den Schauspielern hat man ihre Spiellust angemerkt. Abends haben wir uns mit Pizza und Döner gestärkt und Luise hat bis 23.00 Uhr mit einem schwedischen Mädchen gespielt. Es war noch hell und wunderbar warm.
    Auch heute ist es sommerlich, wir hatten während der Fahrt hierher 28 Grad. Das könnte unser wärmsten Ort auf der Reise werden. Geschwitzt haben wir nur fast.
    Wir stehen in Halmstad auf einem riesigen Campingplatz an der Ostsee, das hässlichen Wort "Touristencampingplatz" steht in der Beschreibung.
    Wir haben Vimmerby heute morgen zeitig verlassen und sind quer durchs Landesinnere nach Halmstad gefahren. Insgesamt knapp 280 Kilometer immer auf gut ausgebauten Landstraßen und durch schöne Wälder und durch kleine Orte. Gerne auch an oder über Seenlandschaften. Südschweden hat echt viele kleine Seen auf denen gerne Seerosen schwimmen, sehr idyllisch.
    Jetzt stehen wir hier auf besagtem großen CP inmitten von feierlustigen und schon leicht angesäuselten Schweden die ab heute Midsommar feiern. Und wir mittendrin, ist doch klar.
    Ich habe ganz vergessen zu erwähnen, dass wir uns so langsam auf unserem Weg zurück in die Heimat befinden. Achtung Phrasenschwein: auch das schönste Sabbathjahr geht mal zu Ende.
    Am Montag haben wir Hochzeitstag, den 16. bereits, deshalb fahren wir erst am Dienstag weiter. Und dann direkt nach Dänemark. Von Dänemark ist Deutschland nicht mehr weit.
    Spätestens am 15.7. möchten wir zu Hause sein. Vorher möchte ich aber noch Schwedenclogs haben. Nur ungern könnte ich diese natürlich auch im Internet schießen.
    Gerade eben waren wir kurz am Strand und Luise und Jens natürlich auch im Meer. Doch plötzlich ist Luise weinend aus den Fluten gestapft und klagte über stechende Schmerzen in ihren Beinen. Wir sind schnell nach Hause gegangen, haben die Beine abgeduscht und eingecremt. Zur Ablenkung darf Luise jetzt TV glotzen und wir trinken Gin. Die Schmerzen sind vergessen.
    Nach dem Abendessen gehen wir zur Livemusik am Platze. Vorher kaufen wir Luise noch ein Blumenkränzchen und dann feiern wir ausgelassen Midsommar.
    Ab jetzt werden die Tage wieder kürzer, also nutzen wir die Zeit.
    Hejdå Karin
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  • Day291

    Auf der Suche nach schwedischen Toffeln

    June 18 in Sweden ⋅ ☀️ 17 °C

    Die Nacht auf dem CP in Kungshamn war doch ruhiger als erwartet. Der Wind hat abends nachgelassen, sodass das WOMO nicht schaukelte und ich nicht seekrank werden musste.
    Am nächsten Morgen sind wir dann weitergezogen. Ich hatte uns Mariestad am Vänernsee als Ziel ausgesucht. Die Fahrt dorthin dauerte 2,5 Stunden bei moderatem Verkehr auf der Bundesstraße. Der Weg führte durch sehr schöne grüne Landschaft und an netten kleinen Städten vorbei.
    Auf dem Stellplatz angekommen (wieder ein toller Platz direkt am Hafen) haben wir uns erstmal ein bisschen ausgeruht und dabei dem Glockenspiel der Kirche gelauscht. Die anschließende Shoppingtour ins Städtchen, immer auf der Suche nach Toffeln (Holzclogs), war entbehrlich. Wir haben nichts gefunden. Auf dem Rückweg haben wir und an einem Kiosk am Hafen mit Krabbenbrötchen fürs Abendessen eingedeckt und diese dann vorm WOMO sitzend in der Abendsonne verspeist.
    Am nächsten Morgen sind wir nur eine halbe Stunde nach Töreboda gefahren. Dieses süße kleine Städtchen liegt direkt am Götakanal. Der CP hat sensationell große Stellplätze direkt am Kanal, tolle Duschen und Toiletten, einen schönen Spielplatz und das beste zum Schluss: einen beheizten Pool. Luise war selig und natürlich zu jeder Tageszeit darin schwimmen. Außerdem haben wir noch 2 Fahrradtouren unternommen. Einmal 10 Kilometer nach rechts, am nächsten Tag wieder 10 Kilometer nach links. Immer schön eben, direkt am Götakanal entlang. Pausen haben wir für ein Picknick und den Sprung ins kühle Nass gemacht. Wobei ich nur gegessen habe, das Schwimmen habe ich Jens und Luise überlassen. Gestern waren die Temperaturen auch fast so hoch, dass man ins Schwitzen hätte kommen können, aber halt nur fast. Und nichts im Vergleich zu den Temperaturen in Deutschland.
    Nach 4 Nächten werden wir morgen nach Berg aufbrechen. Der Ort liegt etwas weiter östlich auch noch am Götakanal, der insgesamt 190 km lang ist und die Verbindung zwischen Göteborg im Westen und Stockholm im Osten ist und durch mehrere größere und und kleinere Seen führt und unzählige Schleusen hat. Genau so eine 7-stufige Schleuse wollen wir uns anschauen. Vielleicht fahren wir danach noch weiter an den Anfang (oder das Ende, je nach Betrachtungsrichtung) des Götakanals nach Mem.
    Oder wir fahren weiter nach Vimmerby ins Astrid- Lindgren-Land.
    So, fertig für heute. Jens schaut mit Luise "Susi und Strolch", ich verziehe mich ins Bett zum Lesen.
    Jens und ich sind beide ziemlich erschöpft, da wir heute Mittag schon Bier und Schnaps trinken mussten. Diese Geschichte noch ganz am Ende:
    Heute war es sehr windig und Jens, der alte Fuchs, hat bei seinem Hunderundgang über den Platz 2 WOMO entdeckt, deren Markisen vom Wind schon ganz zerfleddert waren und drohten komplett kaputt zu gehen. Die Besitzer waren ganz offensichtlich nicht zu Hause. So hat Jens sofort gehandelt und ein schwedisches Paar um Hilfe gebeten. Mit vereinten Kräften, sogar Luise hat mitgeholfen, konnten wir die Markisen ohne größeren Schaden einrollen. Das Bier (griechisches) und den Schnaps (irgendwas selbstgebranntes, süßes) hat uns der dankbare Besitzer des einen WOMO ausgegeben, nachdem er zurückgekehrt war. Und eine Einladung zum Trinken darf man natürlich nicht ausschlagen. War auch lecker und wenns der Völkerverständigung dient, na dann
    Skål und liebe, beschwipste Grüße
    PS: Beim nächsten Eintrag trage ich hoffentlich Toffeln an meinen Füßen
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  • Day286

    Kaum sind wir im Pippi Langstrumpf Land

    June 13 in Sweden ⋅ ☀️ 16 °C

    Ist der Pippi Langstrumpf Schal fertig. Von Jens himself, mit viel Mühe und Ausdauer gestrickt, im Halbpatent, wen's interessiert.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Wir sind in Schweden! Und glücklich!
    Dänemark war schon super, Schweden auch.
    Unsere letzte Nacht in Dänemark haben wir in Frederikshavn verbracht. Beim Einschlafen haben wir die Wellen rauschen hören, so nah am Hafen war der Stellplatz.
    Ganz früh am nächsten Morgen klingelte der Wecker, wir wollten um 8.00 Uhr mit der Fähre nach Göteborg übersetzen. Was wir dann auch gemacht haben. Völlig entspannt, ohne QR-Code oder anderen Behördenkram. Noch nicht einmal Marthas Tierausweis wurde verlangt.
    Die Überfahrt dauerte 3 Stunden. Martha durfte sogar im WOMO bleiben, wir haben es uns auf sehr bequemen Sesseln und einer Bank gemütlich gemacht. Zum auf Deck sitzen war es leider zu kühl. Mir wurde nur mäßig schlecht, es war gut auszuhalten.
    Morgens um 11.00 Uhr waren wir dann in Schweden und sehr schnell ca. 40 Kilometer weiter auf dem CP in Marstrand in den Westschären. Und hier ist es genauso, wie man sich Schweden vorstellt. Süße Häuser in schwedenrot oder -gelb gestrichen wie hingewürfelt auf Felsen stehend oder kleine Städtchen direkt am Hafen.
    Wir sind für 3 Nächte geblieben, haben wunderschöne Wanderung über die Felsen und durch Wälder unternommen und Luise hat das Geschwisterpaar Lars und Eva kennengelernt. Die 3 haben gestern Abend bis 23.00 Uhr zusammen gespielt. Erst dann wurde es langsam dunkel.
    Heute Morgen sind wir noch ein Stückchen nach Norden gefahren. Wir stehen jetzt auf einem CP in Kungshamn, immernoch in den Westschären. Und hier sind die einzelnen Stellplätze wirklich auf den Felsen, sehr schön. Da es wirklich windig ist und wir ziemlich weit oben stehen, schaukelt unser WOMO fast wie auf See. Mal schauen, ob wir heute Nacht schlafen können, ich bin allerdings guter Dinge.
    Morgen wollen wir an den Vänernsee und dann zum Götakanal. So langsam müssen wir mit unserer verbleibenden Zeit haushalten. Aber noch genießen wir die Tage in Schweden. Ich bin gespannt, wo wir an Mitsommer, dem 21.6. sind. Die Schweden feiern diesen längsten Tag des Jahres wohl ausgiebig und wir wollen natürlich mitfeiern.
    Bis dahin ein Hej Hej an alle
    von Karin
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  • Day281

    Vom Donner gerührt - vom Blitz getroffen

    June 8 in Denmark ⋅ ⛅ 16 °C

    Vorgestern Abend hat ganz in der Nähe unseres Stellplatzes der Blitz eingeschlagen. So nahe, dass der FI-Schutzschalter rausgeflogen ist. Wir haben dies allerdings erst am nächsten Morgen bemerkt, so fest schlafen wir hier.
    Wir standen 2 Nächte in Billund (Gewitternacht und Regennacht), Luise und Jens waren im Legoland. Den ganzen Tag bei strömendem Regen. Es muss wohl echt cool gewesen sein.
    Ich habe an diesem Tag gespült, geputzt und eingekauft. War auch echt cool.
    Heute Morgen sind wir dann weiter in den Norden gefahren. Wir stehen heute für eine Nacht auf dem Campingplatz in Randers. Wieder ein echt schöner Vetreter seiner Sorte.
    Heute Mittag waren wir im Schwimmbad in Randers und wir waren fast allein. So konnte ich in aller Ruhe meine Bahnen ziehen. Jens und ich waren auch noch in der Sauna und jetzt gerade sind wir frisch geduscht und gesättigt.
    Morgen wollen wir weiter nach Frederikshavn und von dort aus mit der Fähre nach Göteborg übersetzten. Die Fahrt dauert 3 Stunden. Nach meinem letzten Fährerlebnis traue ich mir das zu. Ich hatte kurz überlegt, ob wir von Frederikshavn nach Oslo übersetzen wollen. Die Fährfahrt dauert allerdings 10 Stunden, das ist mir zu lang. Schade eigentlich, vielleicht beim nächsten Mal. Hier in Dänemark ist es nämlich so schön, dass wir auf jeden Fall wiederkommen.
    In dänisch: Vi vil vereint tilbage.
    In diesem Sinne:Godnat og sov godt Karin
    PS: Um 21.45 Uhr ist es noch hell, Wahnsinn!
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