• Karin Gudehus
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Sabbatjahr

Uma 334aventura de um dia na Karin Leia mais
  • Inicio da viagem
    1 de setembro de 2021
  • Vorwort

    12 de agosto de 2021, Alemanha ⋅ ⛅ 27 °C

    Vor ziemlich genau 7 Jahren hatte ich, recht spontan allerdings, die Idee ein Sabbathjahr zu beantragen. Luise war gerade 3 Jahre alt und Jens und ich hatten sich in unser Leben als Eltern "eingeruckelt" und unser Alltag plätscherte gemütlich vor sich hin. Wir gehen beide gerne Arbeiten, fühlen uns wohl in unserem zu Hause, nutzen die Ferien gerne für Urlaube in den Bergen und am Meer, Jens fröhnt seinen Hobbies Fußball und Chor, ich liebe es im Hof zu wurschteln und wir haben tolle Freunde und Familien.
    Dennoch hatte ich große Lust unsere Komfortzone für eine begrenzte Zeit zu verlassen um etwas Neues zu erleben. Da ich vom Scheitel bis zur Sohle Beamtin bin, durfte das Ganze natürlich nicht zu abenteuerlich werden, lieber etwas Abgesichertes mit Netz und doppeltem Boden: ein Sabbathjahr lag auf der Hand!
    Gedacht, mit Jens besprochen, für gut befunden und beantragt. Das alles in genau 2 Wochen. Ab jetzt war es fix: Ab dem Schuljahrt 2015/2016 würden wir noch 6 Jahre arbeiten bzw. Luise in den Kindergarten und zur Grundschule gehen und im
    7. Jahr hätten wir ein ganzes Schuljahr Urlaub. Ein unfassbarer Luxus!
    Wir wählten eine 6jährige Ansparzeit. Luise wäre dann zu Beginn des Sabbathjahres 9 Jahre alt und hoffentlich noch nicht pubertär aber schon alt genug, um nachhaltig Eindrücke mitzunehmen und Jens und ich hoffentlich noch gesund und fit genug zum Reisen. Denn so wage wie die Idee damals war, eines stand zu jeder Zeit fest: Wir wollten das Jahr "Auszeit" nutzen, um zu Reisen. Was in 6 Jahren alles passieren kann, kann keiner voraussehen. Glücklicherweise oder sogar wundersamer Weise sind unsere Pläne aufgegangen. Das Wort Corona stand im Frühjahr 2015 für ein Bier, ein mexikanisches, glaube ich und nicht für eine Pandemie.
    Wir begannen also Pläne zu schmieden und Überlegungen zu machen. Ich liebe es bekanntlich mir über ganz unterschiedliche Inhalte Gedanken zu machen. So grübelte ich über mögliche Reiserouten und verwarf genau diese Pläne wieder.
    Zu Beginn wollten wir eigentlich eine Flugreise ans andere Ende der Welt machen, nach Australien und Neuseeland. Je näher die Zeit rückte, um so klarer wurde, dass aus der Weltreise per Flugzeug eine Europareise per Wohnmobil werden würde. Nicht allein aus Rücksicht auf unsere Hündin Martha, die sich Gott sei Dank bester Gesundheit erfreute, trotz stolzer 12 Jahre, in Hundejahren ist sie eine fast 90jährige alte Oma.
    Im Jahr 2019 kauften wir uns zu diesem Zwecke unser Wohnmobil, von mir liebevoll "Big Egg" getauft, dank des etwas moppeligen und wenig windschnittigen Aussehens. Ein Sunlight A70, Baujahr 2018 mit 6 Betten, einer Dusche mit WC, einer Küche mit 3-Flammen-Gasherd und einem Kühlschrank und Dinette. Das ganze Gefährt hat eine Länge von 8,25 m (mit Fahrradträger für 4 Räder) und eine Höhe von 3,24m. Unser Zuhause für ein ganzes Jahr!
    Im Jahr 2019 machten wir mit unserem Big Egg Urlaub im Ruhrgebiet und in Holland, auch um ein Gespür für diese Art zu Reisen zu bekommen. Wir sind auch früher schon häufiger mit unserem alten Laika auf Tour gewesen, mit einem fast neuen Wohnmobil fühlte es sich noch komfortabler, fast geräumig an. Es machte und macht uns viel Spaß Camper zu sein.
    Nach dieser langen Zeit der Planung ging es am 4. September 2011 endlich los. Und was soll ich sagen, wir waren sehr gut vorbereitet und hatten an fast alles gedacht. Allein ein Schöpflöffel und ein Pfannenwender fehlten. Beides wurde noch schnell besorgt und dann ging es los, endlich!

    Jetzt wünsche ich mir und allen, die möchten viel Spaß beim Lesen, mir hat das Verfassen des Buches unglaublich viel Freude gemacht.

    St. Englmar, im August 2022

    PS: Ist es eigentlich normal, dass man das Vorwort ganz zum Schluss schreibt?
    Egal, ich habe es so gemacht, und was ist schon normal?
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  • Campingplatz Maaraue, Mz-Kostheim

    26 de agosto de 2021, Alemanha ⋅ ⛅ 19 °C

    Die letzte Woche der Sommerferien nimmt ihren Lauf und wir stehen auf dem Campingplatz an der Maaraue, nur 5 Kilometer von unserem eigentlichen Wohnort entfernt.
    Die Sommerferien haben wir dazu genutzt unter Hochdruck unsere Wohnung auszuräumen, Campingurlaub in Bad Urach in der schwäbischen Alb zu machen, unsere Freunde Norbert und Gwendo in St. Englmar zu besuchen und schlussendlich hier die letzten Vorbereitungen für unsere Reise zu treffen. Luise war 2 Wochen in den Ferienspielen und Jens und ich richten, erweitern und optimieren unser WOMO, unser "Zuhause" für das nächste Jahr.
    Außerdem planen wir unsere weiteren Reiseschritte. In der nächsten Woche bleiben wir noch hier in der Nähe. Es gilt noch einige Termine wahrzunehmen bevor es dann endlich am 5. 9. losgeht. Mittlerweile kann ich es kaum noch erwarten und freue mich auf die Berge in Bayern (unser erstes Ziel) und unseren Weg bis dahin (näheres später).
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  • Wochenende

    5 de setembro de 2021, França ⋅ ☀️ 22 °C

    Was für ein schönes, volles Wochenende.
    Am Freitag haben wir uns alle (im weitesten Sinne die alte Motorradclique) zu einer Weinprobe
    in Meisenheim verabredet, anlässlich Toms 60.Geburtstages. Der Abend war lau und lang und feuchtfröhlich.
    Nach einer viel zu kurzen und unruhigen Nacht im Weingut Barth (Luise hat in der Gästeritze geschlafen und Martha auf der Kindermatratze) sind wir nach Hochheim zurückgefahren.
    Dort war Luise zu einem Kindergeburtstag im Schloss Freudenberg eingeladen. Wir haben nochmal Wäsche bei meinen Eltern gewaschen, Sachertorte gegessen und ein letztes Mal
    Peter und Yvonne besucht. Da der Trend zum Zweitkuchen geht, auch dort mit leckerem Kuchen und Kaffee. Abends sind wir dann ca. 20 Kilometer weit gefahren.
    Unser Stellplatz für die gestrige Nacht war in Stadeken-Elsheim auf dem Weingut Schott, sehr schön.
    Heute Morgen, eher um die Mittagszeit, sind wir nach Rülzheim in die Pfalz aufgebrochen. Hier
    stehen wir bei einer Straußenfarm, die wir heute Mittag besucht haben. Echt beeindruckende Tiere, die Steaks lassen wir uns im Laufe der Woche munden.
    Morgen wollen wir ins Elsass, für leckere Dinge, wie zum Beispiel Baguette, Croissants, Pastete und Pineau.
    PS: Hoffentlich gelingt es mir heute diesen footprint zeitnah an euch zu verschicken, ich lerne noch. Außerdem möchte ich Fotos und ein Video anhängen. Drückt mir die Daumen.
    Liebe Grüße von Karin, Jens, Luise und Martha
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  • Mit der Kuh auf Du und Du

    8 de setembro de 2021, Alemanha ⋅ ☀️ 20 °C

    Treffender kann man unseren heutigen Stellplatz nicht beschreiben. Wir stehen direkt an einer Weide mit Kühen inmitten von Hügeln und Wäldern.
    Die Fahrt hierher war auf den letzten 10 Kilometern echt abenteuerlich: sehr eng, sehr steil und mit sehr wenig Benzin im Tank. Aber wir sind angekommen, wie gesagt, in der Mitte von Nirgendwo!
    Nachdem wir in den letzten beiden Nächten auf einem Campingplatz im Elsass waren, der Center Park ähnliche Dimensionen hatte, ein krasser Gegensatz. Mir hat es hier auf Anhieb gefallen. Nachdem klar war, dass Jens heute Abend Fußball ⚽ glotzen kann, ist es für ihn auch okay.
    Nach der Ankunft gab es den obligatorischen Willkommens-Drink für uns und für Luise gebratene Nudeln mit Käse überbacken. Danach haben wir einen wunderschönen Spaziergang
    durch den Wald gemacht und jetzt bereiten wir uns auf den Abend vor. Ich sitze noch kurz draußen auf einer Bank, Luise und Jens schon im WOMO vor der Glotze.
    Morgen starten wir (nach der homeschooling-Zeit) Richtung Zip-Line Abenteuer.
    Ich werde berichten...
    Liebe Grüße Karin
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  • Bodensee, wir kommen

    10 de setembro de 2021, Alemanha ⋅ ⛅ 20 °C

    Nachdem wir gestern im Schwarzwald unterwegs waren
    (Jens ist Zip-Line gefahren) und wir danach auf einem
    riesigen Wohnmobilpark (nicht viele Bäume wie in einem
    Park, dafür umso mehr WOMOS auf sehr engem Raum) in
    Bad Dürrheim übernachtet haben, das wird ein sehr langer
    Satz, stehen wir jetzt auf einem "Landvergnügen Stellplatz"
    nur 5 km entfernt vom Bodensee (Meersburg). Und genau so stelle
    ich mir unsere Reise vor. Zur Begrüßung gab's im Hofladen
    erst einmal ein Schnäpschen und eben gerade haben wir
    zu Abend gegessen, mit frischem Brot, Blutwurst,
    Schwarzwälder Schinken und köstlichen Himbeeren.
    Luise hat sofort Anschluss gefunden und bringt jetzt
    den 2jährigen Bruno in sein Kastenwagen Betttchen
    und Jens, ich und Martha spazieren an den Apfelbaum-
    Plantagen entlang.
    Morgen gehen wir, ganz Touri, auf die Insel Mainau,
    der Dahlien wegen.
    Liebe Grüße an alle
    Von Karin und Co.
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  • Bienenstich und Kartoffelsalat

    12 de setembro de 2021, Alemanha ⋅ ⛅ 18 °C

    Wir sind in den Bergen.
    Genauer geschrieben in Ofterschwang im Allgäu
    an der Talstation des Weltcup-Express.
    Der Stellplatz mit dem bis jetzt besten Ausblick.
    Wie wir hierher gekommen sind:
    Gestern waren wir noch auf der Insel Mainau, der
    vielen Dahlien wegen. Ich hatte befürchtet, dass es
    sehr voll werde würde (das Wetter war super und dazu
    noch der letzte Samstag der bayrischen Ferien) und meine
    Befürchtungen wurden bestätigt. Während Jens sehr viele
    Fotos der Blumen schoß konzentrierte ich mich darauf
    nicht zu kollabieren. Ist mir gelungen, was tut man nicht alles
    seinem Mann zuliebe.
    Nach unserem Touritrip haben wir spontan beschlossen
    eine weitere Nacht am Bodensee zu bleiben (in Meersburg
    auf einem WOMO Stellplatz direkt an einem vielbefahrenen
    Kreisel) und uns von den Strapazen des Tages zu erholen, was
    mit einem Schnäpschen vom Obsthof Steffelin sehr gut gelang.
    Nach einer wider Erwarten recht ruhigen Nacht sind wir dann
    heute morgen Richtung Allgäu gestartet. Nur eine kurze Tank-
    und McDonaldspause hat die Fahrt unterbrochen.
    Kaum angekommen haben wir uns in unsere Wanderkluft
    geschmissen und sind mit einem 4er-Sessel-Lift den Berg
    hinauf gefahren. Auch Martha saß mit im Sessellift, was sie
    souverän gemeistert hat.
    Vom Berg hinab ging es dann gemächlich stets bergab, mit
    einer kurzen Einkehr.
    Wir haben unser WOMO schon gesehen als eine Biene
    in Luises Hand gestochen hat. Ein großer Schreck für Luise
    und mich. Jens hat, statt den drohenden allergischen Schock
    seiner Tochter zu begleiten, lieber nach dem Ergebnis der
    Eintracht gegoogelt. Luise hat den Stich knapp überlebt
    und die Frankfurter haben unentschieden gespielt.
    Jetzt sitzen wir vor unserem WOMO, genießen unser Abendessen
    (Kartoffelsalat mit Würstchen) und schauen der untergehenden
    Sonne zu.
    Uns geht's also so richtig gut!
    Liebe Grüße an alle von uns Herumtreibern
    Karin, Jens, Luise und Martha
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  • Regen bringt Segen

    16 de setembro de 2021, Alemanha ⋅ 🌧 14 °C

    Wir sind seit Montag auf dem Campingplatz Isarhorn in
    Mittenwald.
    Bei strahlendem Wetter sind wir hier angekommen und mussten erstmal
    Dinge erledigen: Martha bekommt eine deluxe Schlafstätte in der sogenannten
    WOMO-Garage und dafür haben wir eine Platte aus Holz beim Schreiner
    unseres Vertrauens in Wallgau in Auftrag gegeben. Außerdem muss die
    Rampe für unseren Seniorhund repariert werden (Jens hat heute im Schwimmbad
    eine Seniorenermäßigung bekommen) was auch in Wallgau geschieht.
    Endlich hier angekommen haben wir uns ein schönes Plätzchen 🍪 gesucht, was nicht
    so leicht war. Schlussendlich ist es uns aber gelungen.
    Am Dienstag war Kaiserwetter, was wir für eine Wanderung auf den Kranzberg genutzt
    haben. Mit Einkehr auf der Korbinianhütte.
    Am Mittwoch, also gestern, wollten wir eigentlich auf den Herzogstand am
    Walchensee, hatten aber für Luise keinen aktuellen Corono-Test, und kein
    Testzentrum weit und breit. Nach kurzer Überlegung sind wir dann nach Garmisch
    gefahren und Luise hat einen Selbsttest unter behördlicher Aufsicht gemacht, mit
    dem Ergebnis "negativ", Gott sei Dank!
    Und weil wir ja jetzt in GAP waren, sind wir auf den Hausberg, den Wank, gefahren.
    Oben angekommen galt es einen wunderbaren Spielplatz zu bespielen, Pferde
    mit Kuhglocken zu streicheln, im Wankhaus eine zünftige Vesper zu verspeisen
    und dann natürlich auch zu wandern. Immer bergab bis zur Talstation. Zwischendurch
    hat es angefangen zu nieseln, was nicht schlimm war.
    Gestern Abend haben wir alle 3 gelesen. Dabei hat der Regen sehr laut auf unser
    WOMO geprasselt.
    Auch heute Morgen hat es geregnet. Luise hat sehr fleißig homeschooling gemacht,
    ich habe den Abwasch erledigt und Jens war beim Zahnarzt, wie eigentlich jedes
    Jahr im Urlaub.
    Heute Nachmittag waren wir in Leutasch (Österreich) im Alpenbad. Das war sehr schön,
    gerade weil es wunderbar leer war. Ich hatte das Schwimmerbecken teilweise
    für mich alleine. Ein Hoch auf die Nebensaison!
    Jetzt machen wir uns langsam bettfertig und legen unsere Häupter nieder, begleitet
    vom Geräusch des Regengeprassels.
    Morgen fahren wir weiter an den Reschensee in Südtirol. Mal schauen, wie das Wetter
    dort ist. Ich werde berichten ...
    Liebe Grüße von Karin
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  • Am 7. Tage sollst du ruhen!

    19 de setembro de 2021, Itália ⋅ 🌧 13 °C

    Wir sind leider nicht bibelfest aber heute "leben" wir
    den Ausspruch aus dem AT.
    Es ist Sonntag und wir machen (fast) nichts.
    Wir sind seit Freitag am Reschensee im Vinschgau
    (Südtirol) auf einem Stellplatz an der Talstation der
    Schöneben-Gondel direkt am See.
    Nach unserer Ankunft sind wir am Nachmittag ins
    Örtchen Reschen gelaufen und haben uns erst einmal
    orientiert und Wasser, Nudeln und Möhren gekauft in einem
    winzig kleinen Tante Emma Laden. Abends haben wir
    dem Mond zugeschaut, allerdings aus dem WOMO
    heraus. Nach Sonnenuntergang wurde es empfindlich
    kalt.
    Gestern haben wir unsere 1. Radtour unternommen.
    Einmal um den Reschensee herum, insgesamt
    18 Kilometer. Das Wetter war super, allein der Wind
    recht frisch. Danach sind Jens und ich noch eine
    Runde mit Martha gelaufen, Luise lag völlig ermattet
    im Bett und hat ihre Puppen aufgehübscht.
    Heute ist es hier sehr bedeckt und aus den tiefen Wolken
    nieselt es immer wieder. Das richtige Wetter (fast)
    nichts zu tun, wie bereits erwähnt. Nach 12 Stunden Schlaf
    bin selbst ich ausgeschlafen, zum Frühstück gab es Speck
    und Eier (es ist ja schließlich Sonntag) und danach sind
    wir unsere tägliche Hunderunde gegangen. Martha ist
    dabei kurz im Reschensee geschwommen. Uns Menschen
    war es zu kalt. Jetzt lesen Jens und Luise weiter Harry
    Potter und ich überlege, wie unsere Reise weitergehen kann.
    Heute Nachmittag wollen wir gepflegt einen Drink
    in der Bar hier am Platze nehmen. Auch hier gilt die 3-G-Regel.
    Auf italienisch sieht es irgendwie charmanter aus (siehe Foto),
    inhaltlich ist es aber die gleiche Kacke, sorry.
    Heute Abend gibt es Kartoffelsuppe mit Blutwurst (noch vom
    Bodensee und so richtig hart, so wie sie sein soll) für Jens
    und mich und für Luise, surprise, gebratene Nudeln.
    Morgen fahren wir nach Meran weiter. Von dort aus entscheiden
    wir, wohin die Reise weitergeht. Überlegungen sind der Rosen-
    Garten, die Seiser-Alm und der Kalterer See.
    Ich werde berichten ...
    Liebe Grüße von uns Faulenzern Jens, Karin, Luise und Martha
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  • Was machen bzw. essen wir heute?

    22 de setembro de 2021, Itália ⋅ ⛅ 10 °C

    Diese beiden Fragen kommen mir täglich zu Ohren. Wenn ich Glück habe erst nach meinem 1. Kaffee (siehe Foto). Ich lade meine Familie dann gerne zum Mitdenken ein und es kommt eigentlich immer ein schönes Programm heraus. Heute zum Beispiel haben wir eine 5stündige Wanderung zur Christl-Alm und zur Breiteben-Alm gemacht. Aber erst nochmal zurück zu meinem letzten Eintrag.
    Am Montag Morgen war es am Reschensee 7° Celsius kalt und die umliegenden Berge waren weiß gepudert. Dazu kam ein eisiger Wind. Wir sind deshalb zügig aufgebrochen, immer Richtung Süden. Im Laufe der Fahrt durchs Vinschgau ist es immer wärmer geworden und wir haben die riesigen Apfelplantagen gesehen. Äpfel soweit das Auge reicht. Am Rande der Felder waren die Erntekisten mannshoch gestapelt, die Ernte muss wohl bald beginnen.
    Unser Ziel hieß Meran. Leider war es dort so voll, dass wir schnell weitergefahren sind, ins Passeier-Tal. Auch hier wimmelt es vor Touristen und wir sind mittendrin. Nach mehreren Anläufen stehen wir nun in St. Leonhard, einem schönen Örtchen, direkt vor dem kleinen und funkelnagelneuen Campingplatz auf einem Stellplatz. Platz haben wir nicht besonders viel aber wir können die Infrastruktur des Platzes nutzen. So sind wir alle frisch geduscht und unsere Wäsche ist gewaschen. Außerdem konnte Jens unsere Gasflasche füllen.
    Am Montag Abend haben wir in der angeschlossenen Kneipe Pizza gegessen, schließlich sind wir in Italien. Ich wusste gar nicht, dass Dr. Oetker Südtiroler war, na ja, macht nichts.
    Gestern ist Jens eine große Runde mit Martha gewandert (zur Passerschlucht) und Luise und ich haben homeschooling gemacht. Nachmittags waren wir im Örtchen shoppen. Luise hat neue Wanderschuhe bekommen, die sie heute gut eingelaufen hat.
    Heute Morgen war es recht windig und der Himmel nicht mehr ganz so strahlend blau. Dennoch sind wir um die Mittagszeit zu unserer Tour gestartet. Es ging steil bergauf und wir alle haben schwer geschnauft. Bei der Christl-Alm angekommen gab es Bier und Hollerschorle zum Trinken und viele junge, sehr zutrauliche Kätzchen. Nach kurzer Rast ging es weiter zur Breiteben-Alm. Hier haben wir uns mit Schnitzel, Zwetschgendatschi und Leberknödelsuppe gestärkt. Erst um 18.30 Uhr waren wir wieder am WOMO.
    Wieder ist ein schöner Tag mit vielen Eindrücken zu Ende. Im WOMO ist es gemütlich warm und nach unserem Schlummertrunk krabbeln wir gleich zufrieden und müde ins Bett.
    Morgen fahren wir weiter, Richtung Kalterer See. Hoffentlich hält das gute Wetter noch ein bisschen länger an und es ist nicht zu voll dort.
    Ich werde berichten ...
    Liebe Grüße von den Wanderern Karin, Jens, Luise und Martha
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  • Attentione tornante - Achtung Kehre

    25 de setembro de 2021, Itália ⋅ ☀️ 23 °C

    So langsam sind wir so entspannt, dass wir nicht mehr wissen welcher Wochentag ist.
    Am Mittwoch, nein Donnerstag sind wir zügig von unserem Stellplatz im Passeiertal aufgebrochen um einem Wandertip zu folgen. Für 30 Kilometer haben wir eine Stunde benötigt. Wenn die Italiener eins können, dann Passstraßen bauen. Jens ist gefahren, mir wurde schlecht (was nicht an Jens Fahrkünsten lag). Bei unserem Wandertip angekommen haben wir eine wunderschöne Wanderung zum "Knottenkino" unternommen. Auf einem flachen Felsen waren echte Klappstühle aufgebaut und der Hauptfilm hieß: "Gigantische Aussicht". Auf dem Rückweg ist Jens leider gestürzt (er hat extrem ausgeleierte Bänder), hat sich aber zum Glück nur 2 Schürfwunden am Knie und Ellbogen zugezogen. Er nimmt diese Stürze immer mit Humor, mir sitzt der Schrecken immer etwas länger in den Knochen.
    Auf dem Weg zurück ins Etschtal durfte ich die tornanten fahren und Jens wurde schlecht. Allein Luise und Martha sitzen/liegen im WOMO als beführen wir die kerzengerade Route 66.
    Gegen Nachmittag haben wir spontan auf einem Campingplatz in Vilpiano gehalten und glücklicherweise einen Stellplatz für 2 Nächte ergattert. Dieser Stellplatz hat sich als echtes Juwel entpuppt. Es gab einen Pool und die Pizza, die Penne, die Pommes und nicht zu vergessen der Rotwein waren vorzüglich. Die Apfelernte hat übrigens begonnen.
    Gestern sind wir mit der Seilbahn in Vilpiano auf den Berg geschwebt und haben eine Wanderung nach St. Ulrich (eine Empfehlung des Campingplatzbesitzers) unternommen. Es ging immer steil, wirklich steil, bergauf, ca. 1 Stunde lang. Oben angekommen hatten wir einen wunderbaren Blick. Ich dachte eigentlich, wir erwandern eine urige Almhütte. St. Ulrich hat sich jedoch als beliebtes Ausflugslokal entpuppt, dass gerne von älteren Herrschaften in ihren Mercedes/BMW-Cabriolets angesteuert wird. Deren einzige Anstrengung bestand darin, sich möglichst unfallfrei aus ihren tiefergelegten Flitzern zu schälen. Wir haben uns auf jeden Fall unsere Schokotorte verdient. Zurück von der Wanderung sind Jens und Luise in den Pool gehüpft, ich habe Fotos gemacht.
    Heute sind wir weiter zum Kalterer See gefahren. Und der frühe Vogel ergattert den vorletzten Platz auf dem Campingplatz "Gretl am See", echt Suff gehabt. Auf dem Stellplatz vor dem Campingplatz haben wir übrigens vor 9 Jahren schon mal gestanden. Damals war alles noch etwas improvisierter, heute ist es hier super touristisch mit Bar und Boutique. Der Campingplatz selbst hat zum Glück nichts von seinem Charme verloren. Luise und Jens waren schon im See schwimmen bzw. SUP fahren. Ich habe, wie immer wenn nasses Wasser ins Spiel kommt, lieber Fotos gemacht. Hier bleiben wir jetzt 3 Nächte, wir brauchen morgen Abend nämlich dringend Strom um die Bundestagswahl zu verfolgen.
    Jetzt kocht Jens unser Abendessen und wir sitzen danach hoffentlich noch länger draußen vorm WOMO.
    Für Morgen ist schlechtes Wetter angesagt, mal schauen.
    Liebe Grüße von den zwei Wasserratten und von mir
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  • Am Gardasee beginnt der Süden ...

    29 de setembro de 2021, Itália ⋅ ☀️ 23 °C

    ... wusste schon der gute alte Goethe von seiner Italienreise zu berichten.
    Und genau da sind wir jetzt.
    Die (vor)letzte Station war der Kalterer See, von dem ich ja schon einige Impressionen geschickt hatte. Wir waren jeden Tag am See und selbst ich habe meine Füße vom Steg in das glasklare aber auch sehr kalte Wasser baumeln lassen. Dabei haben die sehr großen Fische (jemand sagte, es wären Karpfen) an meinen Fußzehen geknabbert. Ein Erlebnis der besonderen Art. Die Karpfen haben uns an Cyprinus vom "Kleinen Wassermann" erinnert.
    Auch am Kalterer See haben wir eine junge Familie mit ihrer 3jährigen Tochter kennengelernt und gleich, wenn auch zufällig, eine Weinprobe gemacht.
    Nach 3 erholsamen Nächten ging es dann zum Gardasee. Ich hatte die romantische Idee von Lazise, wo ich 1976 mit meiner Familie und Oma und Opa schon zelten war. Das war mein schönster Familienurlaub. Zu damals hat sich viel verändert, was sich schon bei der Stellplatzsuche gezeigt hat. Schlussendlich sind wir auf einem großen Stellplatz für noch größere WOMO gelandet. Ich habe mich echt untermotorisiert gefühlt (siehe Foto von einem dieser Monster). Dieser Parkplatz war außerhalb von Lazise, für Leute die natürlich mindestens E-bikes oder Vespas oder gar kleine Smarts mitführen, kein Problem. Wir sind trotzdem todesmutig mit unseren Rädern nach Lazise City geradelt, immer teils steil bergab. Dort haben wir zufällig eine klitzekleine Bucht gefunden, die nur noch von einem anderen Pärchen besucht war. Luise hat sich natürlich sofort in die Fluten gestürzt und mit Wonne geplanscht. Die Bucht war so klein, dass zwei Schwäne, die angeschwommen kamen und sich sehr ausgiebig geputzt haben, den Weg zurück zum Ufer versperrt haben. Schlussendlich konnte Luise zum Glück doch den See verlassen und wir haben uns italienisches Eis gegönnt. Direkt am schönen Hafen von Lazise. Der Weg nach Hause war schweißtreibend aber wir haben es gut geschafft.
    Auf unserem etwas trostlosen Platz angekommen haben wir uns in die nächste kleine und urige Pizzeria gerettet und dort sehr lecker gespeist. Heute Morgen hat Jens dann eine Erkundungsfahrt mit dem Rad gemacht und dabei den Campingplatz entdeckt, auf dem wir jetzt glücklich und zufrieden und endlich direkt am Gardasee, stehen. Und hier bleiben wir jetzt auch einige Zeit, denn (s.o.): Am Gardasee beginnt der Süden!
    Ciao Karin
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  • Der Wackelzahn wackelt nicht mehr

    2 de outubro de 2021, Itália ⋅ ⛅ 22 °C

    Diese Info beschreibt so ziemlich das aufregendste, was sich hier zur Zeit ereignet.
    Wir stehen immer noch auf dem Campingplatz Le Palme in Lazise und genießen die spätsommerlichen Tage. Teils am Pool, teils am und im See selbst oder wir unternehmen Fahrradtouren nach Peschiera del Garda und Lazise. So lange wie hier (insgesamt werden wir voraussichtlich 6 Nächte bleiben) waren wir noch nie an einem Fleck. Wobei das nicht ganz stimmt. Wir sind innerhalb des Platzes 3mal (!) umgezogen, jeweils nur ein paar Meter weiter und jetzt endlich haben wir TV-Empfang. Sehr wichtig, da morgen die Eintracht gegen Bayern spielt und Jens das natürlich schauen möchte.
    Zurück zur Wackelzahngeschichte: Wir alle kennen Luise und ihren Hang zum Drama. Dieser "Begabung" ist es auch zuzuschreiben, dass wirklich alle Urlauber am Pool live und in Farbe das Drama um den Wackelzahn miterleben durften. Die frohe Kunde machte so schnell die Runde, dass Jens, der zum tatsächlichen Höhepunkt des dentalen Ereignisses nicht anwesend war, von anderen Campern am WOMO über das freudige Ereignis informiert wurde.
    Luise, nicht untätig, legte den frisch ausgefallenen Milchzahn unter ihr Kopfkissen und hoffte die ganze Nacht inständig, dass auch in Italien der Brauch der Zahnfee üblich ist. Leider vergebens, was sie dazu veranlasste sich ein schön glänzendes 20-Cent-Stück aus meinem Portemonnaie zu angeln und neben den Zahn zu legen. Sie war sehr zufrieden mit sich als ihre eigene Zahnfee.
    Na dann, Ende gut, alles gut!
    Jetzt habe ich doch wieder relativ ausführlich geschrieben. Eigentlich wollte ich den heutigen Eintrag dazu nutzen um über das italienische Klopapier zu schreiben. Das hebe ich mir für einen nächsten Eintrag auf und mache bis dahin noch weitere Recherchen zu diesem Thema.
    So long und ciao Karin und alle anderen
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  • Wellen, Wind, Venedig

    6 de outubro de 2021, Itália ⋅ 🌧 15 °C

    Wir sind seit gestern Nachmittag in Venedig. Genauer gesagt auf einem Campingplatz in Punta Sabbioni, gegenüber von Venedig.
    Den Gardasee haben wir am Montag Abend gebührend verabschiedet, mit Pizza und Vino. Eigentlich wollten wir ein Picknick am Steg machen, leider hat es angefangen zu regnen, so dass wir gemütlich im WOMO gegessen haben. Gestern nach dem Frühstück haben wir uns dann von unseren Camper-Nachbarn verabschiedet und sind Richtung Venedig gestartet.
    Dort angekommen haben wir einen Spaziergang zum 2 Kilometer entfernten Strand unternommen und Luise und Jens haben sich prompt in die Wellen (gefühlt meterhoch) der Adria gestürzt. Luise zum 1. Mal in ihrem Leben. Martha und ich haben ängstlich am Ufer gewartet und waren heilfroh, als beide wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Auf den Schreck hat mich Jens zu einem Drink in die Strandbar eingeladen und Luise hat noch lange Sandburgen gebaut. Leider hatte ich keine Kamera dabei.
    Heute Morgen haben Luise und ich homeschooling gemacht, Jens ist mit Martha eine große Runde gelaufen. Gegen Mittag sind wir dann mit der Fähre nach Venedig übergesetzt. Das Wetter war stürmisch aber zum Glück hat es nicht angefangen zu regnen. Wir haben uns durch die engen Gassen treiben lassen, Eis und Pizza gegessen und eine Fahrt über den Canale Grande gemacht. Glücklich und zufrieden, sehr müde und voller Eindrücke sind wir nun wieder in unserem WOMO, gerade rechtzeitig vor dem Regen. Jetzt haben wir auch einmal Venedig gesehen, Jens und ich bereits zum wiederholten Male und Luise zum ersten Mal. Mich strengen Städte immer sehr an, aber was tut man nicht alles für die Bildung seiner Mitmenschen.
    Wie es ab Morgen weiter geht, machen wir vom Wetter abhängig. Die ungefähre Richtung wird tatsächlich Graz in Österreich sein. Wir wollen uns dort mit Emma und ihrer Familie treffen.
    Vielleicht tanken wir vorher nochmals Sonne hier an der Adria, die Vorhersagen sind leider nicht besonders prickelnd. Wir werden sehen.
    O Sole Mio und Ciao von Jens seiner Frau (reim' dich, oder ich beiß' dich)
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  • Übermut tut selten gut oder Sturz Nr. 2

    9 de outubro de 2021, Itália ⋅ 🌙 15 °C

    Heute ist Jens leider wieder gestürzt. Diesmal vom Fahrrad und zum Glück ist ihm, außer einer Schürfwunde am Knie und einer kleinen Wunde am Finger, nichts schlimmes passiert. Der Grund des Sturzes ist selten dämlich. Er wollte mir während der Fahrt mein Popöchen tätscheln. Was ihm gelang, die Fläche ist schließlich groß genug. Leider hat sich danach sein Lenker in meinem Korb verheddert und schon hat es Platsch gemacht. Wieder sitzt der Schreck bei mir und Luise tiefer als bei Jens.
    Aber jetzt der Bericht der letzten Tage:
    Nach unserem Tagesausflug in Venedig sind wir einen weiteren Tag auf dem dortigen Campingplatz geblieben. Das Wetter war sehr stürmisch, teilweise regnerisch und auch nicht besonders mild. Wir haben die Zeit genutzt um einen langen Spaziergang am Strand zu unternehmen, gemeinsam zu spielen und leckere Dinge zu kochen. Luise hat Pesto gemacht und ich aus allen angefallenen Brotresten Semmelknödel.
    Gestern Vormittag sind wir dann nach Grado aufgebrochen. Wir haben die Staatsstraße entlang der Küste gewählt und sind durch viele kleine Dörfer gefahren. Nachmittags waren wir in Grado, auf einem Stellplatz direkt an der Adria. Leider war das Meer gerade nicht da. Wir sind deshalb am Strand entlang ins Städtchen gelaufen und haben die vielen, jetzt menschenleeren Hotels angeschaut. Auf dem Rückweg haben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang gesehen.
    Heute Morgen mussten wir umparken, zum Glück nur auf die andere Straßenseite. Auf dem gestrigen Parkplatz findet Morgen ein Motorrad-Cross-Rennen statt. Nach einem gemütlichen und wieder sehr späten Frühstück sind wir mit den Rädern losgefahren. Diesmal in die andere Richtung. Pause haben wir an einer Stelle am Strand gemacht, an der sehr viele Kitesurfer durchs Wasser gerauscht sind. Der Wind war sehr stark und die Männer sind nur so an uns vorbeigeschossen und teilweise geflogen. Luise wollte sich danach natürlich auch in die Fluten stürzen. Jens war das nicht ganz unrecht. Also rein in den Neoprenanzug und ab ins Wasser.
    Auf dem Rückweg ist Jens dann gestürzt.
    Jetzt sitzen wir gemütlich im WOMO und läuten den Abend ein. Jens liest Luise Harry Potter vor, ich schreibe und danach koche ich. Es gibt als Vorspeise Gorgonzola an Feige mit Cracker, als Zwischengang Tomate-Mozarella und als Hauptspeise Pesto mit Pasta. An dieser Stelle klingt sich dann auch Luise ein. Die korrespondierenden Getränke werden Aperol Spritz, Bier, Rotwein, Fanta und Grappa sein. Wer was trinkt bleibt mein Geheimnis.
    Morgen fahren wir übrigens nicht weiter Richtung Süden. Wir machen eine kleine Schleife nach Österreich, nach Leibnitz in die Steiermark. Dort treffen wir Familie Leible/Haas und meine neue Kreditkarte. Damit der Rubel weiter rollen kann.
    Also Ciao Italia und Servus Austria
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  • Indian Summer in Austria

    15 de outubro de 2021, Áustria ⋅ ⛅ 10 °C

    Wenn Engel reisen ...
    Wir haben super schönes "Goldener Oktober" Wetter.
    Seit heute Mittag am Klopeiner See in Kärnten aber auch schon die letzten Tage in der Steiermark.
    Apropos die letzten Tage, hier kommt mein Bericht der letzten Woche.
    Am Sonntag sind wir morgens von einem Brummen und Dröhnen der Motocross-Räder geweckt worden und auch die Luft war bereits benzingeschwängert. Für uns ein klares Zeichen für den Aufbruch von Grado. Wir hatten schließlich Großes vor, wollten wir doch quer durch Slovenien nach Österreich fahren. Die Fahrt hat wunderbar geklappt, an manchen Stellen war es jedoch sehr windig (der Bora, wie wir später erfuhren). Nachmittags sind wir beim Teichwirt in Gabersdorf/Südsteiermark angekommen, wo wir die Nacht verbracht haben. Auf unserer Abendrunde mit Martha haben wir die Ausstellung einer Außenküche eines Schreiners entdeckt. So eine Außenküche möchte ich auch haben, allein die Größe unseres Hofes reicht hinten und vorne nicht aus. Aber träumen darf man ja noch.
    Am nächsten Tag sind wir in eine Therme gefahren und waren danach so richtig sauber. Genau richtig für unseren Besuch bei den Großeltern von Emma in Gralla. Wie schön, Emma und ihre Eltern wiederzusehen. Auf dem Bauernhof leben Oma und Opa und allerlei Getier. Die Ponys Boris und Jona, die Hunde Luna und ihr Freund, dessen Name ich vergessen habe , 2 Hängebauchschweine, Enten, Katzen und super lustige Ziegen mit "Schaukelohren", die mich total an Elvira Klickerklacker vom Klie-, Kla-, Klawitterbus (die älteren unter uns kennen diese Sendung vielleicht noch) erinnern.
    Mit Emma und ihren Eltern waren wir am nächsten Tag gleich nochmal in einer Therme, mit Rutschen und heißen Quellen und, ganz wichtig für Jens und mich, einer Saunalandschaft.
    Am nächsten Tag sind wir zum Schloss Seggau gewandert und haben von dort den wunderschönen Blick zum Sulmsee und zu den Weinbergen der steirischen Weinstraße genossen. Abends hat Harald für uns selbst gesammelte Kastanien gegrillt und dazu haben wir Sturm getrunken, das ist der österreichische Federweiße.
    Gestern sind wir zum größten Motorikpark Europas nach Gamlitz gefahren und haben alle 41 Stationen ausprobiert (die Kinder wirklich alle, die Erwachsenen einzelne auserwählte). Das hat viel Spaß gemacht. Danach ging es zu einem Buschenschank an der Weinstraße. Hier sind die Straßen sehr kurvig und der Wein wächst an steilen Hängen. Der Wein und das Essen waren köstlich.
    Heute Morgen haben wir uns von allen verabschiedet und sind über Soboth schön steil und eng und kurvig zum Klopeiner See gestartet. Wir sind durch viele kleine Dörfer gekommen mit lustigen Namen. Am besten hat mir "Großklein" gefallen und tatsächlich gab es auch "Kleinklein". Jetzt stehen wir auf dem hiesigen Campingplatz als die letzten und einzigen Camper weit und breit. Unsere Abendrunde haben wir auf der Seepromenade gemacht. Morgen wollen Jens und Luise tatsächlich schwimmen gehen. Nach einem kurzen Temperaturtest ist das Wasser angeblich nicht kalt. Ich glaube, ich bin mit Verrückten unterwegs. Mich bringen jedenfalls keine 10 Pferde ins Wasser.
    Jetzt werde ich mit meinen Mitreisenden verhandeln müssen, wer den Abwasch erledigt. Ich habe schließlich gekocht und bin nun völlig erschöpft und sehr satt. Es gab super schlotziges Risotto, echt lecker. Ich werde berichten, wer letztendlich spülen war.
    Liebe Grüße an alle
    Karin
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  • Vom Tellerwäscher zum ...

    21 de outubro de 2021, Áustria ⋅ 🌧 7 °C

    Ich habe gespült, war ja klar. Jens hat sich zum Abtrocknen durchgerungen, immerhin.
    Das war am Freitag Abend. Am Samstag haben wir es ruhig angehen lassen. Ich bin eine Runde um den See laufen, Jens und Luise haben in der Zeit das Frühstück vorbereitet. Danach sind wir gemeinsam an der Uferpromenade entlang geschlendert und wieder in der gestrigen Bar für eine Orangina und 2 Bier eingekehrt. Die letzten Wochen waren wir mehr oder weniger von Rentnern, recht rüstigen natürlich, umgeben, in der Bar waren lauter junge Leute. Eine erfrischende Abwechslung. Abends haben wir gespielt und sonst nichts mehr gemacht. Am Sonntag sind wir auf den Kitzelberg gewandert, mit tollem Blick auf den Klopeiner See. Und da es mir in der Bar so gut gefallen hat, musste meine Familie danach auch nochmal fast komplett um den See laufen, um ein weiteres Mal einzukehren.
    Am Montag sind wir dann zur Weinebene gefahren. Hier wohnen wir in einer Almhütte auf 1666 Metern. Wieder war das schönste Wetter und wir haben uns auf ein "richtiges" Haus mit viel Platz gefreut. Das Haus ist wirklich sehr schön, allein ich habe sehr schlecht geschlafen. Am nächsten Morgen konnten wir den Kaffee auf der Terrasse trinken, so warm war es. Nach dem Frühstück sind wir zur Grillitschhütte gelaufen, eine wunderschöne Wanderung auf dem Hochplateau und genau auf der Grenze zwischen Steiermark und Kärnten. An der Hütte angekommen hatten wir einen tollen Weitblick in die Ebene (genannt Himmelreich) und auf die schneebedeckten Berge in der Ferne. Der Weg zurück war ein Klacks. Solche Tage liebe ich, wir waren die ganze Zeit an der frischen Luft. Am frühen Abend sind Jens und ich in "unsere" Sauna gegangen, Luise durfte TV glotzen.
    Auch am nächsten Morgen gab es den Kaffee auf der Terrasse, und das Ende Oktober. Wieder sind wir gewandert, diesmal etwas abenteuerlicher querfeld ein, da wir den eigentlichen Weg nicht gefunden haben. Dennoch war es eine schöne Wanderung mit dem Abschluss auf der Göslerhütte, die nur 5 Minuten von unserem Häuschen entfernt liegt. Zu Hause angekommen, sind Jens und ich wieder in die Sauna gegangen, Luise durfte TV glotzen.
    Heute sind wir alle ein bisschen platt. Aus Jens' Männerschnupfen ist ein Familienschnupfen geworden. Luise war fast den ganzen Tag im Schlafanzug, musste aber trotz Rotznase homeschooling über sich ergehen lassen. Ich habe, auch mit laufender Nase, das WOMO geputzt und Jens hat sich von seinem Missgeschick von gestern erholt. Ich vergaß zu erwähnen, dass er sich beim Aufschneiden des Brotes richtig tief in den Daumen geschnitten hat. Ein Blogeintrag ohne Katastrophenmeldung wäre ja auch irgendwie langweilig.
    Jetzt wird es langsam dunkel hier oben auf der Weinebene und Jens und ich gehen gleich ein letztes Mal in die Sauna. Luise möchte mit, vielleicht gefällt es ihr. Wenn nicht, darf sie wieder TV glotzen.
    Morgen früh fahren wir über den Wörthersee weiter nach Italien (Luises Kommentar: da waren wir doch schon). Grob angepeilt haben wir die Po-Ebene. Laut Wettervorhersage sind dort 20°. Vielleicht schaffen wir die knapp 400 Kilometer nicht, dann machen wir vorher nochmal einen Übernachtungsstop, wir haben ja Zeit.
    Die letzten 2 Wochen in Österreich waren sehr schön. Wir hatten Glück mit dem Wetter, haben Sandra, Harald und Emma getroffen, tolle Wanderungen gemacht, viel sauniert und natürlich besonders lecker gegessen und getrunken. Die Latte für Italien hängt demnach hoch.
    Wie es genau in Italien weitergeht, ist noch unklar. Wir lassen uns treiben und schauen, wo es uns gefällt. Herausforderung ab jetzt wird sein, offene Campingplätze/Stellplätze zu finden, die Saison ist definitiv vorbei. Hoffe, dass uns dies gelingt, bin aber guter Dinge.
    Liebe Grüße und servus von Karin
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  • Der Barbiere von Cesenatico

    24 de outubro de 2021, Itália ⋅ ☁️ 13 °C

    Mein letzter Blogeintrag ist erst 3 Tage her aber seitdem sind wir weit gereist. Deshalb jetzt meine Aktualisierung.
    Am Freitag sind wir morgens von der Weinebene weggefahren und durch Österreich am Wörthersee vorbei weiter Richtung Italien gefahren. Die Fahrt war angenehm, das Cruisen auf den Autobahnen ist entspannt. Luise sitzt auf der Rückbank und darf Handy gucken oder etwas hören, Martha liegt in der Garage und tut keinen Mucks und Jens und ich wechseln uns beim Fahren ab. Auf dem Weg von Italien zurück nach Österreich vor gut 2 Wochen haben wir "die Schöpfung" von Haydn gehört. Jens rührt die Musik jedesmal so sehr, dass er Tränen in die Augen bekommt. Auch ich mag die Musik, was ich nicht von vielen klassischen Stücken behaupten kann. Auf der Fahrt vorgestern haben wir Hugo Egon Balder gehört, bitterböse Texte und sehr witzig. Diesmal hatte ich Tränen in den Augen vor Amusement.
    Tatsächlich sind wir 400 Kilometer gefahren. Unser Ziel war ein Stellplatz in Boccasette in der Po-Ebene (Tip aus dem Reiseführer meines Vertrauens). Glücklich angekommen haben wir uns erstmal ein bisschen ausgeruht, haben uns kurz die Beine vertreten und sind dann auf der Flucht vor den Schnaken ins WOMO geflüchtet. Dort haben wir gemütlich gegessen und gespielt.
    Auf der Fahrt zu unserem Stellplatz sind wir meilenweit durch sehr flache Gegend gefahren, die riesigen Felder waren alle schon abgeerntet (keine Ahnung, was dort angebaut wurde) und viele kleine und größere Kanäle haben das Land durchzogen. Besiedelt ist die Po-Ebene eher spärlich und die Häuser wirken alle ziemlich heruntergekommen und teilweise auch unbewohnt. Leider haben wir auch sehr viele totgefahrene rattenähnliche Tiere am Straßenrand gesehen. Der erste Eindruck von Jens lautete: Die Po-Ebene ist fürn A.... . Wir wollten ja aus dem herbstlichen Bergen in den noch sommerlichen Süden. Das ist uns gelungen, es waren 20 ° und nachts haben Luise und ich in unseren warmen Winterbetten geschwitzt. Am nächsten Morgen sind wir kurz durch den Ort geschlendert auf der Suche nach dem angekündigten Strand. Wir haben ihn nicht gefunden und daraufhin beschlossen, unsere sieben Sachen zu packen und weiter an der Adria entlang Richtung Ravenna zu fahren. Gleich 2 Reisetage hintereinander, nicht gerade meine Wunschvorstellung vom Sabbathjahr aber ausnahmsweise okay. Im letzten Blog habe ich unsere zu erwartende Herausforderung bereits geahnt, und genau dieses Problem ist jetzt Realität geworden. Es gibt nur noch sehr wenige offene Campingplätze. Die Suche nach einem geöffneten Platz hat uns gestern Nachmittag dann hierher verschlagen. Zum Glück haben wir früh genug begonnen zu suchen, sodass wir um 16.00 Uhr glücklich in Cesenatico angekommen sind. Der Campingplatz ist sehr groß (1000 ! Stellplätze), sehr 50er Jahre Charme und sehr einsam, da alle Dauercamper (gefühlt 999 okupierte Plätze) schon in der Winterpause sind. Ein Sanierungsstauproblem gibt's hier auch, in den Sanitäranlagen gibt es tatsächlich noch "Franzosenklos", ist das zu fassen. Jens ist ganz geknickt, weil es mir hier nicht gefällt. Ich finde es gar nicht so schlimm, auch solche Campingplätze gibt es noch, die Relikte einer vergangenen Zeit. Außerdem fühle ich mich in unserem WOMO echt wohl. Hier kann ich mir gut die vielen deutschen Touristen der 50er Jahre vorstellen. Auch am Strand entlang bis ins Städtchen (ca. 4 Kilometer) steht eine Bettenburg-Bauruine nach der anderen, alle verlassen und kaputt, echt gruselig. Vor 70 Jahren muss hier die Hölle losgewesen sein. Das Örtchen selbst ist rund um den Hafen schnuckelig und wuselig, hier waren wir heute Nachmittag mit den Rädern. Ich habe das leckerste Eis ever gegessen (Nüsse mit Salz), Jens hat sich einen hoody gekauft (ehemals Kapuzenpulli) und Luise hat eine Zuckerwatte schnabuliert.
    Heute Morgen waren Jens und Luise auf dem campingplatzeigenen Friseur. Auf den ersten Blick eine nette Frau. Leider hat sie Luise beim Fönen fast ihre Kopfhaut versengt und Jens einen fiesen "Hitler"-Nacken rasiert. Luise konnte ich retten, Jens Haare wachsen bekanntlich schnell nach. Und einen schönen Mann entstellt bekantlich nichts! An meinen Schopf lasse ich jedenfalls nur Elena und Nele. Martha wurde kurzerhand auch noch gestriegelt.
    Jetzt bereiten wir uns auf den Abend vor. Gerade gab es antipasti und gleich pesce e carne e potatopuree und die Eintracht. Ein rundes Abendprogramm mit dem Sieg der Frankfurter, hoffentlich.
    Wir bleiben hier noch die nächsten 2 Nächte. Ich brauche Zeit um unsere nächsten Schritte zu planen (ab morgen kann Jens auch wieder mitüberlegen. An den Wochenenden ist sein Kopf mit Fußball beschäftigt) und für homeschooling mit Luise. Die Temperaturen hier sind angenehm. Ich bin mir nur nicht sicher, ob wir weiter an der Adria bleiben oder uns ins Landesinnere wagen sollen. Die Übernachtungsmöglichkeiten werden das entscheidende Kriterium sein. Ich werde es recherchieren und natürlich berichten.
    Bis dahin, liebe Grüße und arrividerci
    Karin
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  • Kursänderung

    29 de outubro de 2021, Itália ⋅ ⛅ 15 °C

    Ihr Lieben,
    heute reisen wir nach Hause. Natürlich in kleinen Etappen und immer nur soweit, wie wir kommen.
    Meine liebe Familie hat mich einen Monat "geschont" und nicht wirklich ehrlich über den Gesundheitszustand meines Vaters berichtet. Jetzt geht es ihm wohl so schlecht, dass wir natürlich nach Hause fahren.
    Jens, Martha und Luise sagen dem Meer gerade tschüss, wir packen danach zusammen und fahren los.
    Dies ist also mein vorerst letzter Eintrag.
    Wie es weitergeht steht noch in den Sternen,
    ich werde berichten
    Liebe Grüße an alle von mir,
    Karin
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  • Wieder auf Kurs oder Sabbathjahr 2.0

    22 de dezembro de 2021, Alemanha ⋅ ☁️ -2 °C

    Moin,
    seit meinem letzten Eintrag vor knapp 2 Monaten ist sooo viel passiert.
    Aus Mittelitalien sind wir binnen 4 Tagen nach Hause gefahren, mit Übernachtungsstops u. a. in Malcesine am Gardasee (Jens hat mir dort ein wunderschönes Olivenbäumchen geschenkt) und Kempten. Am Montag, den 1.11. sind wir nachmittags in Hochheim angekommen. Luise haben wir bei ihrer Freundin Emma auch zum Übernachten abgegeben, Jens und ich sind zu meinen Eltern gefahren. Am Abend kamen meine beiden Brüder und meine Schwägerin Yvonne zu uns. Wir haben gemeinsam Pizza gegessen und mein Vater lag im Pflegebett bei uns im Wohnzimmer und hat friedlich geschlafen. Als sich abends dann alle verabschiedet haben und es ruhig im Haus wurde und nur noch meine Mutter im Raum war, hat mein Vater seinen letzten Atemzug getan und ist friedlich eingeschlafen. Seine Frau war bis zum Schluss bei ihm und er konnte in Frieden gehen. Das ist natürlich sehr traurig für uns alle aber gleichzeitig ist der Gedanke tröstlich, dass er so gehen konnte, wie er es wollte. Zu Hause und bis zuletzt bei seiner geliebten Frau. Während ich diese Zeilen schreibe, laufen mir die Tränen. Der Technik sei Dank verläuft die Tinte nicht.
    Jetzt beginnt die Zeit ohne unseren Vater und Opa und natürlich ohne den Mann meiner Mama, was immernoch recht surreal ist. Wir alle müssen uns daran gewöhnen, dass er nicht mehr da ist.
    So sind die Monate November und Dezember ins Land gezogen. Wir 4 Gudehuses (3 Menschen und unsere Martha) wohnen bei meiner Mutter und bringen Stimmung und Hundehaare ins Haus. Das erste Mal seit 30 Jahren (mein Gott, bin ich alt) wohne ich mit meiner Mutter unter einem Dach, was für alle Beteiligten eine echte Umstellung und auch Herausforderung ist. Systeme und unterschiedliche Tagesabläufe prallen täglich aufeinander und müssen jeden Tsg aufs neue justiert werden. Ich hoffe, dass uns dies ohne größere Blessuren bis dato gelungen ist und uns auch die nächsten verbleibenden Wochen gelingt.
    Hier beginnt nun der zukünftige Plan unserer Reisen, schließlich sind wir im Sabbathjahr.
    Bevor ich in die Zukunft schaue, kurz ein Rückblick auf unsere Aktivitäten der letzten 2 Monate.
    Nach dem Tod meines Vaters gab es viele organisatorische Dinge zu erledigen, wobei ich meine Mutter unterstützt habe. Parallel dazu war homeschooling angesagt (Luise arbeitet sooo langsam und so ergeizbefreit), was meine Nerven beansprucht. Und natürlich die Weihnachtsbäckerei. "Backen bis der Notarzt kommt" stellt nicht die geringste Übertreibung dar. Meine Mutter bug (oder heißt es backte) Tag und Nacht, echt krass. Meine Unterstützung war punktuell und nicht erwähnenswert. Mit dem Tempo meiner 84jährigen Mutter komme ich nicht mit. Homeschooling, Plätzchen backen, Schlitten fahren im Taunus, Schlittschuhlaufen auf der Henkell Eisbahn in Wiesbaden, Theaterbesuche in Mainz und Wiesbaden ("die Bremer Stadtmusikanten", "der kleine König Kalle Wirsch"), Gänseessen im Bootshaus in Mainz, verschiedene Glühweinfeste mit Freunden, 5 Tage Urlaub im Center Park Hochsauerland, Starlight Express in Bochum und schließlich dieser Kurzurlaub nach Hamburg waren Dinge, die wir unternommen haben. Und diese Liste erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Bei längerer Überlegung fallen mir noch Weihnachtsshopping in Seligenstadt, Weihnachtsmarktbesuch in Mainz und in Hamburg (mit Möven, ist das nicht toll, dafür ohne den versprochenen Weihnachtsmann) und mehrere Kinobesuche ein. Ich höre jetzt auf zu überlegen, sonst schreibe ich morgen noch.
    Morgen fahren wir nach Hause, verbringen die Weihnachtstage dort mit Geschenkemarathon, Krippenspielteilnahme von Luise (in einer Doppelrolle: Engel 1 und Engel 2), Völlerei unterschiedlichster Art, Schrottwichteln und was sonst noch alles zum Fest der Liebe dazugehört. Am 30.12. fahren wir nach St. Englmar in den Bayrischen Wald und wie es von dort aus weitergeht, werde ich aus Bayern berichten.
    Wer bis hierhin durchgehalten hat, ist ein echter Freund, vielen Dank dafür.
    Liebe Grüße von Karin
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  • Nach dem Fest ist vor dem Fest

    1 de janeiro de 2022, Alemanha ⋅ ⛅ 7 °C

    Wir sind seit dem 30.12.2021 im Bayrischen Wald in der Nähe von St. Englmar, wie gefühlt seit den letzten 20 Jahren an und um Silvester.
    Bevor wir hierher gefahren sind, haben wir die Zeit zwischen den Jahren in Hochheim verbracht. Mit, wie im letzten Eintrag schon beschrieben, Weihnachten im Kreise der Familie und Freunden. Nach all den Eindrücken, Emotionen und Menschen komme ich hier zur Ruhe und genieße die langen Spaziergänge im Wald und fange an, die weiteren Reiseschritte zu planen (s.u.).
    Ins Neue Jahr sind wir mit meinem Bruder und seiner Familie und deren Freunden gestartet. Tradition dabei hat die legendäre Gulaschsuppe um Mitternacht von Frau Paukner. Nicht, dass einer von uns auch nur ansatzweise noch Hunger verspürt hätte (es gab Raclette und Pizzarette) aber die Mitternachtssuppe ist Pflicht. Feurigscharf wie jedes Jahr und begleitet von Rotkäppchensekt, auch wie jedes Jahr. Dafür haben wir dieses Jahr, ganz coronakonform und zum Glück für die Hunde, auf Böller gänzlich verzichtet.
    Den Rest der Zeit verbringen wir spielend (mein neues Lieblingsspiel heißt "pictures") und trinkend und essend und schlafend. Für sportliche Aktivitäten wie Skifahren fehlt leider gänzlich der Schnee. Die Temperaturen sind auch eher frühlingshaft statt winterlich.
    Morgen fahren alle außer uns wieder nach Hause. Wir bleiben noch 3 Wochen und freuen uns auf Besuch von Ruth und Bernd und meinem Bruder mit Frau und Enkelkind. Die drei haben natürlich auch Namen: Gerd, Susanne und Torin.
    Ab Mitte der Woche soll es wieder kälter werden und schneien. Noch wurde der Skikurs von Luise nicht abgesagt und ich würde mich über selbstgebaute Schneemänner bzw. Schneeolchis und gemeinsame Schneeballschlachten sehr freuen.
    Meine Ideen für die Zeit nach St. Englmar reifen in Ruhe und jeder, der mich kennt, weiß um meine Flexibilität ob der Route. Stand jetzt brechen wir nach einem kurzen Stopp in Hochheim Ende Januar Richtung Frankreich und Spanien auf. Ob wir Frankreich nur als Transitland nutzen oder evtl. länger verweilen und vielleicht sogar Wintercamping ausprobieren, steht in den Sternen. Apropos Sterne: hier ist es nachts sackdunkel und man sieht die Sterne und sogar die Milchstraße. Gepaart ist die Dunkelheit mit einer himmlischen Ruhe. Ein Traum für meine geplagten Ohren.
    Ich freue mich sehr auf den 2. Teil unserer Reise. Der Beginn hier im Bayrischen Wald ist vielversprechend weil so vertraut und macht gleichzeitig Lust auf neue Abenteuer in Frankreich und Spanien.
    Hier endet mein Bericht der letzten Tage und des ersten Tages des neuen Jahres 2022.
    Wir essen gleich Spaghetti aglio olio und genießen den letzten Abend in großer Runde.
    Im Abspann alle Menschen und Tiere die hier sind, weder in alphabetischer Reihenfolge noch nach Alter, rein informell:
    Jens, Jens, Poldi (Anja), Yvonne, Peter, Paula, Luise, Jannis, Katrin, Gregor, Henry, Winja, Martha und ich
    HAPPY NEW YEAR!
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  • Ein ständiges Kommen und Gehen ...

    8 de janeiro de 2022, Alemanha ⋅ ⛅ -3 °C

    ... hier bei Paukners in St. Englmar. Gehen bzw. Abreise ist immer traurig, Kommen bzw. Ankommen ist immer schön.
    Aber der Reihe nach:
    Am Sonntag (2.1.22) sind alle, die über Silvester hier waren nach Hause gefahren, um hoffentlich gut erholt in die erste Arbeitswoche des neuen Jahres zu starten.
    Jens und ich sind von unserem winzig kleinen Appartement unterm Dach in die riesige Wohnung im 1. Stock gezogen und nach vollbrachtem "Umzug" haben wir uns an den Getränkeresten gütlich getan. Liebe Poldi, vielen Dank für den Sekt. Am restlichen Weizenbier und an der Moser-Liesl arbeiten wir uns langsam und konsequent ab.
    Sonntag Abend war dann gemütlich und auch ein bisschen traurig, wie gesagt der Abschiedsblues überkommt mich immer.
    Aber gleich am nächsten Tag sind Ruth und Bernd gekommen und schon war es wieder schön. Wir haben erzählt, gespielt, auf dem Sofa gelümmelt, gekocht und gegessen. Ruth und Bernd haben Ausflüge nach Bodenmais und nach Straubing unternommen. Wir sind meine Lieblingsrunde durch den Wald nach Maibrunn gelaufen und seit Donnerstag hat Luise Skikurs.
    Noch etwas ist nämlich am Mittwoch gekommen, der Schnee. Und hoffentlich bleibt er auch etwas länger. Zur Zeit sieht es gut aus. Es ist auch tagsüber unter 0 Grad und gerade heute hat es ausgiebig geschneit.
    Ruth und Bernd sind heute morgen im Schneetreiben abgereist (traurig), wir haben Luise zum Skikurs gebracht, waren einkaufen und haben uns dann auf unseren nächsten Besuch gefreut. Seit heute Abend sind mein Bruder Gerd mit Susanne und ihrem Enkel Torin hier bei uns. Wir haben gemeinsam zu Abend gegessen und gerade eben spielen die Kinder mit Oma und Opa Verstecken. Torin soll ins Bett, leider ist er noch gar nicht müde. Wir Erwachsenen dafür umso mehr. Mal schauen, wer wann einschläft.
    Morgen hat Luise ihren letzten Skikurstag, vielleicht können wir morgen Nachmittag einen Schneemann bauen und Schlitten fahren.
    Ab Montag ist für Luise wieder Schule angesagt. Und drumherum genießen wir die Zeit im tief verschneiten Bayrischen Wald. Vielleicht fahren wir alle gemeinsam Ski, wir können auch Schlittschuhlaufen gehen, Rodeln im Kurpark oder einfach durch den Wald stapfen. Hier gibt es viel Gegend und viel Natur und noch mehr frische Luft. Und die soll ja bekanntlich sehr gesund sein.
    Und das beste ist, dass wir noch 2 Wochen Zeit haben.
    Was in den nächsten Tagen außer Atmen und Spazieren passieren wird, berichte ich im nächsten Eintrag.
    Liebe Grüße an alle
    Karin
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  • Auf Sonnenschein folgt Nebelsuppe

    16 de janeiro de 2022, Alemanha ⋅ ☁️ -1 °C

    Wieder ist eine Woche vergangen und wir haben einiges erlebt.
    Die ganzen letzten Tage hatten wir Schnee und oft auch Sonnenschein. Wir haben das tolle Winterwetter genutzt, um gemeinsam Ski zu fahren. Luise ist mittlerweile sehr viel schneller als ich und kommt gut zurecht. Ich fühle mich es geht so sicher und Jens fährt tapfer mit, trotz permanenter Knieschmerzen. Außerdem war homeschooling angesagt, Spielen, Buddeln, Schaukeln und Rutschen hier auf dem Hof, eine Schlittentour durch den Wald und als ganz besonders Ereignis eine Kutschfahrt mit Pferden durch die Winterlandschaft.
    Abends hat Luise Torin vorgelesen und ein Gute-Nacht-Lied gesungen. Sie kommentierte ihr Tun damit, dass sie sich so auf ihre Muttterrolle vorbereiten möchte. Das hat aber hoffentlich noch etwas Zeit. Wir Erwachsenen haben gespielt, erzählt und gemütlich beisammen gesessen.
    Gestern sind Gerd, Susanne und Torin abgereist und haben den Sonnenschein mitgenommen. Leider ist er im Rhein-Main-Gebiet nicht angekommen. Laut Daheimgebliebener ist doofes Wetter.
    Heute hat Luise einen letzten Skikurstag, danach geben wir die Ausrüstung zurück.
    In der nächsten Woche wollen wir ins Schwimmbad, nach Straubing und nach Regensburg und ausgiebige Spaziergänge mit Martha unternehmen. Unserer Martha geht es hier prächtig. Sie hüpft in den Tiefschnee und wälzt sich auf dem Schnee. Zwischendurch taucht sie kurz ihre komplette Schnauze ein und wenn sie dann wieder auftaucht, hat sie einen Schneefleck auf der Schnauze, das sieht sehr lustig aus.
    Nächstes Wochenende sind wir in Hochheim, waschen unsere Wäsche und packen das WOMO. Denn schon nächsten Sonntag möchten wir an den Achernsee im Schwarzwald aufbrechen. Wie es von dort weitergeht wird sich zeigen. Mein Bedürfnis nach Winter ist langsam gestillt. Ich freue mich auf frühlingshafte Temperaturen in Südfrankreich und Spanien. Natürlich müssen wir die aktuellen Coronaentwicklungen im Auge behalten und danach unsere Route ausrichten.
    Ich melde mich wieder, keine Frage, und sage bis dahin
    Servus und machts gut.
    Liebe Grüße von Karin
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  • Der letzte Sonnenuntergang

    20 de janeiro de 2022, Alemanha ⋅ ☁️ -3 °C

    Wir läuten den letzten Abend im Bayrischen Wald ein.
    Nachdem wir heute Morgen mit dichtem Schneegestöber geweckt wurden, scheint seit heute Mittag die Sonne und wir haben herrlich viel Schnee. Das Wetter macht uns den Abschied schwer. Aber Achtung, 5 € ins Phrasenschwein: Alles geht zu Ende, auch dieser 3wöchige Urlaub.
    In den letzten Tagen haben wir die Zeit für Einkaufsshopping in Straubing und einen Schwimmbadbesuch in Lam genutzt. Luise hat für sich den Genuss am Saunieren entdeckt, jetzt können wir gemeinsam schwitzen. Außerdem waren wir bei den Glasbläsern in Bodenmais und heute wollten wir endlich einen Schneemann bauen. Allein der Schnee ist zu trocken und fluffig. Luise gelang ein Vulkan und ein Thron. Wir hatten trotzdem Spaß.
    Gestern Abend haben wir eine Fackelwanderung durch die Nacht gemacht. Das war ein tolles Erlebnis. Der gereichte heiße Apfelsaft mit Schuß war so lecker süß, dass Jens und ich zu Hause ein Konter-Bier zu uns nehmen mussten.
    Heute Morgen hat Jens unser diverses Leergut abgeben und den Wochenendeinkauf beim Edeka unseres Vertrauens erledigt. Er ist dort schon so bekannt, dass die Fleischereifachverkäuferin bedauernd informierte, dass "unser" Schinken leider aus ist. Jens hat kurzerhand andere Wurstwaren geordert, die Auswahl ist groß genug.
    Jetzt gleich fangen wir an zu packen, damit wir morgen zeitig starten können.
    In Hochheim gibt es noch einige Dinge zu erledigen, u.a. wollen wir zum Friseur, bevor wir am Sonntag in den Schwarzwald an den Achernsee fahren. Von dort aus geht es dann Mitte der Woche in die Schweiz an den Sarner-See und dann sehr wahrscheinlich nach Genua. Von dort wollen wir mit der Fähre nach Marseille um dann an der Küste Richtung Spanien zu cruisen.
    Das ist der Plan. Aber wie das mit unseren Plänen so ist, es ist alles nicht in Stein gemeißelt.
    So wird gerade jetzt meine Flexibilität gefragt. Wollte ich doch anfangen zu packen, kommt ein Gin Tonic um die Ecke. Die Zitrone muss aufgebraucht werden.
    Also dann, wenns der Gepäckminimierung dient,
    zum Wohl und liebe Grüße von Karin
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  • Zwischenstop am Achernsee

    24 de janeiro de 2022, Alemanha ⋅ 🌙 2 °C

    Am Wochenende haben wir unser WOMO aus dem kurzen aber tiefen Winterschlaf geweckt und bis zum Dach voll gepackt. Hoffentlich haben wir nichts lebenswichtiges vergessen.
    Am Sonntag Mittag ging es dann los, mit Sack und Pack. Der erste Stop war bereits in Hochheim an der Tanke, unsere Reifen brauchten Luft.
    Danach ging die Fahrt 188 km nach Süden. Wir sind am Achernsee in der Nähe von Baden Baden. Der Campingplatz versprüht den Charme eines Platzes in der Winterpause. Der Platzwart macht den bisschen muffigen Eindruck aber doppelt wett. Die Lage des Platzes ist sehr verkehrsgünstig, der See liegt wirklich direkt an der Autobahn. Wir stehen zum Glück nicht in Hörweite des Straßenlärmes.
    Die Nacht war herrlich ruhig und entspannt. Heute Morgen hat uns die Sonne geweckt und auch den ganzen Tag geschienen.
    Jetzt macht Luise gerade online Klavierunterricht. Zuvor haben wir ganz in Ruhe homeschooling gemacht und waren auf dem Spielplatz. Jens hat einen Fußmarsch nach Achern unternommen und den Einkauf für die nächsten Tage erledigt. Zusätzlich gab es Dinge am und im WOMO zu reparieren. Die Wasserpumpe sprang nicht an, die Tür des Kleiderschrankes klemmte und die Glotze ging nicht. Jens, der alte Fuchs, hat alles repariert. Es funktioniert alles und sogar die Heizung bollert, herrlich.
    Gestern Abend waren wir hier im Ort essen. Es gab badische Küche in einem traditionellen Gasthaus. Wäre ich vor dem Essen auf die Toilette gegangen, hätte ich meinen Salat nicht mit Appetit gegessen. Mein Magen ist nicht empfindlich, mir ist das Essen gut bekommen.
    Morgen Vormittag fahren wir weiter. Ich habe einen Bauernhof direkt an der Grenze zur Schweiz rausgesucht. Nach einer hoffentlich auch ruhigen Nacht starten wir dann nach Luzern. Dort besuchen wir einen ehemaligen Arbeitskollegen von Jens.
    Und dann geht's weiter Richtung Frankreich und Spanien.
    Apropos Spanien: Beim Befüllen der Reifen mit Luft in Hochheim hat uns ein hilfsbereiter Wohnmobilist erzählt, dass es an Spaniens Küste zur Zeit nur so wimmelt vor Campern. Ich war kurz beunruhigt und habe uns in Marokko zum Überwintern gesehen. Bis wir dort sind hat sich die Situation hoffentlich beruhigt. Oder wir planen um, das können wir gut.
    So, der Klavierunterricht ist gleich beendet, die Sonne ist untergegangen und ich reiche Jens einen sundowner. Während der Degustation kochen wir. Ich mache Zaziki und schneide Ciabatta auf, Jens brät das Gyrosfleisch. Essen tun wir dann gleichberechtigt.
    Bei meinem nächsten Eintrag sind wir in der Schweiz.
    Bis dahin
    Grüezi von Karin
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