Medellín Tag 2
28. maj 2023, Colombia ⋅ ☁️ 25 °C
Sonntag in Medellín. Wir hätten unseren Stadtbesuch gerne mit einer Walking tour durch die Innenstadt begonnen, aber es wurden gar nicht so viele Touren angeboten, scheinbar müssen die Guides auch mal Wochenende haben.
Stattdessen ging es auf einen kleinen Berg, der im lonely Planet stand. Dort oben war ein Miniaturstädtchen und vor allem ein super Ausblick über die Stadt.Læs mere
Comuna 13
29. maj 2023, Colombia ⋅ ☁️ 25 °C
La comuna 13 ist ein Viertel von Medellin, das heute besonders bekannt ist wegen einer Rolltreppe die umgeben ist von Grafitti, Straßenkunst und wenn man mal ehrlich ist sehr viel Touristenattraktionen. Trotzdem ist es ziemlich cool gewesen.
Wir haben mal wieder ne Free Walking Tour gebucht und das hat sich wirklich gelohnt. Der Guide war früher Lehrer und das hat man hat man auch gemerkt, an der Art, wie er sein Wissen vermittelt hab. Da kann ich mir was fürs Ref angucken. Zum Beispiel hat er manchmal Fragen gestellt und diese erst beim nächsten Stopp beantworten lassen.
Die Comuna 13 war irgendwann mal eines der gefährlichsten Viertel in Südamerika. Das liegt daran, dass von dort aus die Handelsstraße in den Norden, also Panama, Zentralamerika und dann natürlich die USA abgeht.Læs mere
Medellín Altstadt soooo schön
30. maj 2023, Colombia ⋅ ☁️ 23 °C
Die Innenstadt von Medellin ist im Gegensatz zum Rest der Stadt ziemlich hässlich.
Schon die fährt mit dem Taxi dahin war irgendwie krass. Erstmal standen wir ewig im Stau. Ausserdem waren die letzten drei bis vier Straßen vor der Plaza super shady. Ich hab noch nie so viele Drogensüchtige auf einem Haufen gesehen. Frankfurt Hauptbahnhof ist da ein Streichelzoo im Vergleich. Auch später wurden wir ständig a gebettelt oder gefragt, ob wir Cocain oder Heroin und so weiter kaufen wollten. Das ist so ein riesen Kontrast zu dem, was wir vorher gesehen hatten. Gut, dass wir in El Poblado wohnen, es sieht aus wie ein Viertel einer ganz anderen Stadt.
Treffpunkt für die Free Walking Tour war ein Platz, auf dem ganz viele Botero Skulpturen stehen. Während der Guide darüber gesprochen hat, dass die Kunst diesen Ort gerettet und deutlich aufgewertet hat, hab ich aus dem Augenwinkel schon gesehen, dass ganz schön viele Leute den Pimmel von einem dicken Bronzemann angefasst haben. Der hat schon geglänzt. Mein erster Gedanke war, dass ich das ganz sicher nicht mache. Aber Laura hat sich zuerst getraut und ganz laut MONEY gesagt beim anfassen. Man darf sich was wünschen. David hat sich Glück gewünscht. Hätte ich das mal auch gemacht, am nächsten Tag hat er jeses mal bei Durac gewonnen.
Leider hat sich einiges wiederholt. Über die Geschichte des Landes, Rassismus und die Rolle der Frau wurde gesprochen. Und über Pablo Escobar, den er nur Voldemord genannt hat, damit andere Leute nicht denken, wir wären auf so ner Drogen-infotour. Ist ja verständlich, dass die Kolumbianer nicht immer nur mit dem Drogenhandel verbunden werden möchten.Læs mere
Guatape
1. juni 2023, Colombia ⋅ ☁️ 20 °C
Um 9 Uhr morgens sind wir heute einen Stein hoch gelaufen. Die grosse Frage dabei ist ja, was der Unterschied zwischen Stein und Berg und Felsen ist. Dieser Stein soll immerhin der zweitgrößte der Welt sein, also sind wir die 700 Stufen dort hoch gelaufen.
Ehrlich gesagt fand ich den Stein nicht sonderlich schön, im Gegenteil eigentlich ziemlich hässlich. Aber so ein bisschen Frühsport tut uns doch gut und der Blick von dort oben war schon nicht schlecht. Guatape oder die Region hier drum herum besteht aus grünen Hügelchen und viel Wasser dazwischen. Dabei handelt es sich um einen Stausee. Überall Ferienhäuser und Fincas. Ich glaube die Oberschicht con Medellin hat hier schon das ein oder andere Häuschen. Gut, dass wir unter der Woche da waren. Sogar Pablo Escobar a.k.a. Voldemord hatte hier seine Lieblingsfinca. Die kann man leider nicht mehr besichtigen, aber auf Google Maps hab ich mir Fotos angeguckt. Sieht schon ziemlich verrückt aus.
Nach dem Abstieg waren meine Beine schon etwas zittrich. Zurück ist Laura auch mal Scooter gefahren. Die Straßen hier sind ja super ausgebaut und sie hat das ja auch auf Bali gemacht.
Dann gab's noch nen Crêpe und Kaffee und nun auf nach Medellín. Wir haben uns ein ganz verrücktes Airbnb gebucht. Da bin ich schon ziemlich gespannt.Læs mere
Kippelnde Kolumbianer
3. juni 2023, Colombia ⋅ ☁️ 20 °C
Nach einer rasanten Busfahrt, die wir größten teils im Delirium dank Reisemedikation verbracht haben, sind wir angekommen im “Garten”.
Mei ist des schön hier.
“Tranquilo!” wird hier groß geschrieben und alle sind herzlich und genießen ihr Wochenende. Mal wieder haben wir Glück, dass Nebensaison ist meine ich.
Sieht aus wie ein verschlafenes Dorf in Bayern mitten in den Bergen, nur dass da dann plötzlich ne Palme wächst, die Türen, Balkone, Fensterrahmen der Häuser quietschbunt angemalt sind und über den Fluss eine klapprige Hängebrücke führt. Aber Geranien gibts. Und was man hier alles machen kann !!! Canopying (das tun wir morgen 😍😍), wandern, reiten, Paragliding (das will ich auch unbedingt machen), gucken und ganz ganz viel hiking halt. Da schlägt das deutsche Herz doch gleich zweimal schneller und pumpt Endorphine in den Bauch.
Heute sind wir dann herum geschlendert, haben uns einen neues Hostel mehr im Grünen erspäht und eine heisse Schokolade auf dem Marktplatz gegönnt - und geschaut. Geschaut wie die kolumbianische Grossfamilie abends um halb sieben Café tinto ordert und kippelnd lachend vom Leben erzählt. Oder nein! Vom Fussballspiel, denn Samstag hat Kolumbien haushoch gegen Italien verloren. Aber die Italiener waren halt besser. Generell lauft hier gefühlt immer überall irgendein Spiel. Und die Kolumbianer mögen Fußball, ist ja auch näher an Argentinien hier. Das fühlt man in der Luft dann auch …
Gekippelt haben wir dann auch. Ich weiß auch warum die alle kippeln, die Stühle sind nämlich wirklich unbequem, so hübsch und farbig sie auch sind. Der Mann neben mir hat dann erklärt, wie man den Stuhl richtig anlehnt zum Kippeln, so einfach wie es aussieht war das nämlich gar nicht.
Danach sind wir dann glücklich und müde zurück ins Hostel, Tomke hat sich wieder ihr geheimes Vergnügen (Tütennudelsuppe) gegönnt und wir haben room tour auf YouTube auf dem Sofa geschaut. Neben uns hat auch einer gechillt und ein Mädel gesellte sich dann auch dazu. War alles sehr gemütlich. Und he geschlafen hab ich wie ein Baby endlich mal wieder. Hab sogar die Britinnen nicht gehört, als die vom feiern zurück sind.
Verrückt das die meisten Britinnen hier wirklich dem Klischee nachkommen… selbst hier in dem super entspannten Jardin suchen die aufgedonnert nach einem Pup, um ihr Bier trinken zu können oder sie machen einen Partybus ausfindig…Læs mere
We love Hiking
4. juni 2023, Colombia ⋅ ☁️ 23 °C
Morgens haben wir erstmal das Hostel gewechselt. Nicht, weil uns das erste Hostel nicht gefallen hat, sondern weil das Racer Hostel besser war. Die haben nämlich nen Garten und 2 Terrassen mit Bergblick.
Die Frau an der Rezeption kannten wir dann schon. Die Hostels gehören nämlich zusammen, das andere Hostel war ganz neu. Das war natürlich witzig, und vielleicht etwas peinlich.. Aber wir konnten ja erklären, warum wir das Hostel gewechselt haben.
Ein Tuktuk hat uns dann abgeholt und in die Berge gefahren. Wir wurden am Wanderweg rausgelassen. Der war erst ganz zugewachsen und eng und danach aber wieder breiter. Die Aussicht ist herrlich, so grün und weit. Das tat nach dem Medellin Stadtjungel gut. Den Weg hatten wir sozusagen für uns, nur ein Pärchen mit einem weißen Hund mit Schleifchen haben wir überholt.
Bevor es zu dem Cave oder Wasserfall hinunterging, mussten wir uns mal wieder ein Bändchen für den Eintritt kaufen. Ausserdem gabs für jede von uns nen frischen Smoothie. Wir wussten schon, dass wir da nicht ohne Guide hinlaufen. Aber dann sind wir leider in einer riesigen Gruppe von Latinos gelandet. Im Schneckentempo gingen wir wie eine kleine Ameisenstrasse die Stufen hinunter. Dort unten war dann erstmal Selfietime. Vollkommen zurecht. Weil die satte Natur jedes Foto wert war. Natürlich wars trotzdem witzig, wie alle heimlich frierend im Wasserfallstrahl standen und posierten. Ausserdem hatten die meisten richtige Treckingsachen an, die aber sehr ungenutzt aussahen. Die meisten haben sich auch mit dem Jeep bis zum Restaurant fahren lassen. Schummler. Ich hingegen habe stilsicher ein Blümchenkleid getragen.
Um die Ecke haben wir dann erst die Hauptattraktion gesehen. Aus einem Loch in der Höhlendecke kam ein Wasserfall heraus. Der hatte aber richtig viel Kraft. Das war beeindruckend! Einige wagemütige Fototiger sind sogar in die Nähe des Wasserfalles geschwommen. Sah nicht so bequem aus. Und es war auch gar nicht so warm und wir haben unsere Bikinis mal im Rucksack gelassen.
Irgendwann waren wir fertig mit gucken und fotografieren und sind einfach schon mal vorgelaufen. Es war viel schöner, nicht in der Kolonie mitzulaufen. An einer Stelle haben wir noch mal verrückte Fotos gemacht. So much fun!
Das Tuktuk hat etwas länger gebraucht, bis es da war. Wir sind ihm entgegen gelaufen. Auch krass, weil wir plötzlich mit Steinen in den Händen gelaufen sind. Wegen den Wachhunden, die manchmal ganz schön aggressiv sind.
Abends waren wir müde, sind durchs Dorf geschleudert und haben zum Abendessen Tacos gegessen.Læs mere
Cascadas y Montañas
5. juni 2023, Colombia ⋅ ☁️ 22 °C
Also für mich warens jetzt schon wieder so viele Eindrücke und wenig Schlaf, dass ich mir für diesen Tag eine Pause gewünscht hab. Das hat leider nicht geklappt, der Tag war aber trotz meiner Müdigkeit wunderschön. Ganz grün und sonnig und vielfältig.
Morgens sind wir einen der Berge hoch gelaufen. Der erste Weg war leider zugewachsen. Das haben wir uns nicht getraut: nicht, dass da eine grosse Spinne oder Schlange im Gebüsch sitzt. Aber eigentlich hätten wir ja auch das Armband von dem Schamanen gehabt. Dennoch gings dann den Berg hinauf. Bis zu nem Café mit schöner Aussicht aufs Dorf. Ganz viele süße Hunde, die uns wedelnd begrüßt haben. Und die Hauptattraktion ist die kleine Seilbahn, die vom Berg aus nach Jardín geht. Ich habe einen Perico bestellt, denn das trinkt man hier anscheinend. Das ist viel Milch mit Kaffee, hab ich gelernt.
Als die Seilbahn angezuckelt kam, kam direkt ein kleiner schwarzer alter Hund angelaufen, der in die Kabine gehüpft ist. Wir drei sind dann gemeinsam zurück ins Dorf gefahren. Der Hund ist dann auch ganz selbstverständlich auf der anderen Seite mit ausgestiegen.
Auf dem Weg durchs Dorf haben wir spontan Fahrräder ausgeliehen. Ich war etwas zwiegespalten. Einerseits war ich wirklich hundemüde, andererseits wollte ich ja auch das Dorf sehen, bzw. All das grüne drum herum. Also. Ja zum Fahrrad.
Und dann gings bergauf. Grrr. Und die Sonne kaum heraus. Und mir wurde ganz schwindelig und schlecht. Auch hier sollte ich noch mehr üben, mal auf keinen Körper zu hören. Ich hatte aber auch noch nicht so viel gegessen, das hab ich dann nachgeholt. Bergauf sind wir viel geschoben. Beim Wasserfall hatten wir leider keine Schwimmsachen dabei, das Wetter wäre perfekt gewesen dafür.
Weiter gings, zum Glück ein bisschen weniger bergauf bis zum Cristo, ne andere Aussichtsplattform. Ich immernoch müde aber ohgott ohgott ist das schön hier!!
Die Aussicht von dem kleinen Cristo und dem Restaurant davor war schon wieder einfach traumhaft. Dort haben wir etwas zu Mittag gegessen. Zurück zum Dorf gab's einen Trampelpfad, der laut Mapsme nur 10 Minuten dauern sollte. Aber einer der Kellner meinte, dass der nicht für Fahrräder geeignet wäre. Die andere Möglichkeit wäre gewesen, den selben Weg wieder zurück zu fahren. Da wir den Trampelpfad ja noch nie gesehen hatten, sind wir losgeschoben.
Am Ende war der Weg leider super steil und wir haben ziemlich geflucht. Als wir in Jardín angekommen sind, waren wir erleichtert und verschwitzt. Ich hab endlich mal nen Mittagsschlaf gemacht und Abends haben wir gemütlich gekocht. Reis mit Tomaten und Aubergine. Eigentlich hat Laura gekocht, ich hab währenddessen die Tour für den nächsten Tag organisiert.
Dann gings ins kuschelige Stockbett. Das Hostel ist ja so schön mit nem traumhaften Blick und so sauber, das Personal ist so herzlich. Wir wollten gar nicht mehr weg.Læs mere
Cascada La Escalera
6. juni 2023, Colombia ⋅ ⛅ 19 °C
Heute waren wir Canyoning. Huuuiii das hat Spass gemacht. Zu Beginn mussten wir wieder was ausfüllen, mit Blutgruppe und Notfallnummer (Mama) und ich hab Bauchkribbeln bekommen. Warum machen wir das nochmal gebucht? David hat nachgefragt, und seit 2016 gab es den letzten Unfall also let's go!
Erstmal mit dem Jeep zu dem Wasserfall, bei dem wir gestern mit dem Rad waren. Dort mussten wir uns erstmal die Wetsudes und alles anziehen.. Danach den Berg hoch, das war ganz schön glitschig und matschig zwischendurch. Uiuiuiui und dann ganz oben hatte ich noch mehr Bauchkribbeln. Und Schiss, weil der Wasserfall ja schon sehr steil war und man sich ja anders sichert als beim Klettern. Andererseits dachte ich mir, dass ja zwei professionelle Leute dabei waren, die das jeden Tag machen.
Und dann wurden wir abgeseilt. Laura war vor mir dran, als zweite. Das schlimmste war ja eigentlich das warten und dann das sich-bereit-machen. Dann wars eigentlich ziemlich cool. Je weiter es nach unten ging, desto mehr gings direkt durch den Wasserfall. Das fand ich cool. Das Wasser hat ja so viel Energie. WOW!
Die Mitarbeiterin, die uns abgeseilt hat, was noch verrückter als wir. Sie hat gesungen und getanzt. Nach dem zweiten Wasserfall gabs eine Tee Pause. Vorher hat sie die ganze Zeit gesungen "yo quiero te" und ich hab mich gefragt: was mag sie?? Der Tee war super süß aber tat gut, nach dem kalten Wasserfallwasser.
Danach mussten wir uns nochmal abseilen. Da musste ich mich kurz überwinden, weils ganz schön steil runterging und das nochmal anders funktioniert hat, als vorher. Aber dann wars nicht besonders schwierig und auch ziemlich cool.
Der letzte Wasserfall war der letzte, da gings nochmal so richtig durch den Wasserstrahl. Am Ende war mir richtig kalt, meine Lippen waren ganz blau.
Ich glaube das coole an diesen Outdoorsachen ist, dass man so 100 Prozent Präsent sein muss. Man muss sich und dem eigenen Körper vertrauen. Deswegen kletter ich auch so gerne. Und danach ist man ganz glücklich uiuiui. Miau.Læs mere
Salento- schön hier, aber waren sie scho
8. juni 2023, Colombia ⋅ 🌧 21 °C
Witzig, wenn Kolumbianer anhalten, dann halten sie an. Egal wo. Wenn es anfängt zu regnen tummeln sich die Mofa Fahrer in Tunneln oder am Straßenrand einer viel befahrenen Straße, um ihr Regencape überzustulpen.
Auf der Autobahn in der Kurve einer Serpentinenstraße, um entspannt mit ein paar Anderen zu Plauschen, oder ein Bier zu trinken.
Aber dass der so verrückt aussehende Verkehr, auf dem dich irgendwie alle aufeinander Rücksicht nehmen, auch schief gehen kann, haben wir auf der Fahrt nach Salento gesehen. Ein toter Mofahrer mitten auf der Straße (es waren schon ganz viele Leute da, damit der Verkehr weiter gehen konnte und ein Tuch war über den Kopf des Toten gelegt) und ein weinender Kleinbusfahrer mit nur noch einem Schuh auf einer der vielen Baustellen. Die Front des Busses war komplett eingedrückt, die Scheibe demoliert. So lustig es auch war, wenn alle um die Wette losfuhren (ja auch die Riesen Trucks) wenn die Straße freigegeben wurde, an der man gut mal 30 Minuten gewartet hat, war das lustig. Ist ja auch alles gut gegangen. Und David ist ein ziemlich guter Autofahrer. Aber er kommt ja auch aus der Schweiz, da fahren sie vielleicht ja auch so …
Ach ja Salento. Schon wieder viel erlebt und David und „frenchi“ haben wir tschö gesagt. Aber natürlich erst nachdem wir das Volksspiel gespielt haben, bei dem eine Explosion 💥 beim richtigen Wurf passiert. Und wer hatte die erste ? Na ich (Laura) und den ersten Ringwurf haha 😆 Techo oder so heißt das Spiel.
Wir waren ziemlich gut essen und haben uns natürlich die großen Wachspalmen angeschaut. Und haben uns gefragt, ob die so heissen, weil sie so hoch wachsen. Ich hab irgendwie die ganze Zeit an das Lerzenwachs gedacht 😅 aber ich war eigentlich nur happy, dass wieder gewandert wurde. Wenn du h nur ein bisschen. Weil es gibt natürlich für die Latinos auch erstmal den mit Auto zu erreichenden Aussichts Fun Foto Park, weil ein gut gepostes Foto muss schon immer drin sein.Læs mere
Professional coffepicking
9. juni 2023, Colombia ⋅ ☁️ 18 °C
Neben den Wachspalmen geht man nach Salento vor allem wegen der Kaffeetouren. Denn das Dorf liegt in der Zona Cafetera. Daher wird überall Kaffee angebaut. Das war also ein muss beim Salento Besuch.
Wir haben ausgeschlafen und waren frühstücken.. Beide sind wir etwas erschöpft und wir wollten es langsam angehen. Die Kaffetour, alleine schon das hinkommen, war schon wieder so typisch latino-style. Man muss sich einfach ein bisschen treiben lassen, dann klappt alles.
Im Hostel haben wir das Ticket für die Tour gebucht. Dann zu einem Infohüttchen auf der Plaza. Dort das Ticket für den Jeep gebucht. Dann wieder kurz ne halbe Stunde warten. (Ohrringe gekauft.) Bitte in den blauen Jeep setzen. Jetzt? In welchen von beiden? Ist das jetzt richtig so. Jeep ist voll? Dann einfach hinten drauf stellen. Hoffentlich wird Laura nicht schlecht.
Dann in der Caféfarm 5 Hunde und 4 Katzen begrüßen, die kleine alte Frau, die dort wohnt und unseren Guide. Dann bitte einmal nen Poncho und Hut anziehen. Für die Fotos. Der Guide hatte wirklich ein Talent zum Fotografieren. Dann wurde uns der Kaffeproduktionsprozess mit Permakultureinflüssen erklärt.
Dann sollten wir Kaffebohnen sammeln und in unsere Körbchen legen. Nicht zu weit in den Busch gehen. Da soll es Schlangen geben. Der Guide ist alleine ins Gebüsch und hat zum ersten Mal in seiner Laufbahn eine Schlange gesehen. Direkt nachdem er davon gesprochen hat! Danach hat er sich auch nicht mehr getraut, vom Weg abzugehen.
Am Ende gabs ne Tasse Kaffee und wir haben Mitbringsel gekauft.Læs mere
Hottehüh durch die Zona Cafetera
10. juni 2023, Colombia ⋅ ☁️ 20 °C
Letzter Tag in Salento. Wir wollten auch beide gerne weiter. Irgendwie sind wir beide nicht so wirklich warm geworden mit dem Dorf. Das lag wahrscheinlich daran, dass wir ein bisschen müde sind und die Stadt einfach viel zu touristisch ist. 1000 Cafés, Souvenirshops, Hotels, bunte Häuser und überall Gringos. Ausserdem war Jardín so schön, dass Salento im Vergleich etwas verloren hat.
Zum Abschied haben wir noch einen Ausritt gemacht. Ich hab das Gefühl, dass wir erst dort mit dem Ort warm geworden sind. Mein Pferd volle nicht über die Abflussgitter in der Stadt gehen, da hatte ich ein bisschen Schiss, als es so herumtänzelte. Ich kann ja gar nicht reiten.
Aber ich glaube, die meisten Touristen hier können nicht reiten. Und der weitere Ausritt war wirklich sehr entspannt. Die Natur ist ums Dorf herum auch wirklich schön, irgendwie hab ich mich mit dem Örtchen versöhnt.
Abends haben wir den Nachtbus nach Villa de Leyva (bzw. Die Nachtbusse) genommen. Daher mussten wir vorher noch Krafttanken und Zeit verbringen, bis wir los konnten. Ich lag die meiste Zeit mit Buch in der Hängematte. Die Hostelmitarbeiter waren am Ende auch super nett. Haben uns dort einfach machen lassen und beraten, wann wir wie den Bus nehmen sollten.
Was mich am meisten gestört hat, war die Feuchtigkeit in der Stadt. Das erste Hotel mussten wir ja verlassen, weil unser Zimmer reserviert war. Danach hatten wir uns was am Stadtrand ausgesucht. Dort hatten wir ne eigene Hütte mit privatem Bad. Nachdem wir bei den Palmen waren, haben wir dort nen Mittagsschlaf gemacht. Und Kopfschmerzen bekommen, weil das ganze Bad voll mit schwarzem Schimmel war. Da hab ich mich selber überwunden und bin hoch gegangen zur Inhaberin. Die konnte nur ganz langsam laufen und es tat mir ein bisschen leid, sie einmal durch das Grundstück zu schicken. Wir hatten die Wahl zwischen nem anderen Raum oder Geld zurück. Schwere Entscheidung. Wer weiss obs im anderen Raum nicht auch schimmelt. Weil das Bett aber schon benutzt war, haben wir nur die Hälfte zurück bekommen. 120 Pesos hats gekostet. Die Inhaberin sagte, wir könnten Hälfte Hälfte machen. Hat mir 100 gegeben und wollte 60 zurück. Dann musste ich auf Spanisch erklären, warum die Rechnung aber so nicht stimmt. Puh, anstrengend! Aber am Ende hat sies verstanden und sich entschuldigt.Læs mere
Renacer - Wiedergeburt
12. juni 2023, Colombia ⋅ ⛅ 20 °C
Wir sind seit gestern um 9h im kleinen Kolonialdörfchen Villa de Leyva angekommen. Das Hostel heißt Renacer. Das bedeutet Wiedergeburt und irgendwie passt es. Es ist genau der richtige Ort, den wir gerade brauchen.
Laura schreibt… nach einer Nachtbusfahrt, die wir komplett verschlafen haben, um dann zwei Stunden zu früh in Bogota zu stranden - um 3 Uhr in der Früh. War aber super, weil wir dann direkt den ersten Bus nach Villa de Leyva um 5 nehmen konnten.
Das Hostel ist etwas weiter ausserhalb.
Man muss immer einen Berg hoch, an einem Häuschen vorbei, in den wunderhübsche Keramik verkauft wird. Alles blau angemalt 😍 blaue Blumen, blaue Spiralen, blaue Punkte … schön. Genau wie das eine Bad hier im Hostel mit den blau weißen Fliesen.
Es ist so idyllisch und ruhig hier, nachdem die kolumbianische Großfamilie abgereist ist. Danach hat selbst das Hostel Personal ein bisschen gelästert, weil dir wirklich Chaos hinterlassen haben und so viele Bierflaschen geleert haben. Die Küche konnten wir auch nicht benutzen, da gabs böse Blicke von der Ältesten. Daher sind wir auch mittags bei Tia Theresa essen gewesen und abends spontan ins Theater geflüchtet. Aber jetzt kann man wieder in der Hängematte liegen, auf der Wiese (die Riesen Zelte sind ja weg) und entspannt seinen Kaffee genießen. Und Principesa mit Käse oder Banane überfüttern. Dieser Hund kann wirklich ziemlich gut betteln. Gestern waren wir bei den Pozos Azules. Der Weg dahin war eigentlich sehr entspannt, aber ich war einfach so unfassbar müde und mir war schlecht. Und wir zwei Genialos hatten nicht ans Wasser gedacht :D zum Glück gabs dort angekommen was zu kaufen. Und wieder jede Menge posierender Kolumbianer. Und Riesen Plastik Tiere, war aber eigentlich ganz hübsch dort. Und zurück sind wir dann doch mit dem Auto, ich glaub sonst wär ich umgekippt :D
Leider konnten wir den Dackel Terrier mix - ich hab ihn liebevoll Manisito getauft, weil er meine Erdnüsse gegessen hat- nicht mitnehmen. Der war sehr knuffig.
So freudig.
Und abends haben wir toll gekocht und hatten einen so schönen sitz laber Wein trink Abend. Haben noch Torte vom Personal - die sind alle so lieb hier - bekommen, da Villa de Leyva an diesem Wochenende 300 irgendwas Jahre alt geworden ist.
Und dann sind wir doch noch motiviert los ins Städtchen. Und tja der Abend war so lustig, immer dann wenn man nichts erwartet. Von einer Bar Abuela bis Plazatänzchen und Love Musik war alles dabei und viele neue Freunde :DLæs mere
So schön hier
13. juni 2023, Colombia ⋅ ☁️ 19 °C
Heute sind wir den Tag mal etwas langsamer angegangen. Sehr zu meiner Freude (Tomke). Nach dem leckeren Frühstück im Hostel haben wir uns auf die Wiese gelegt. Ich hab ein neues Buch angefangen. Eine Frage der Chemie. Das wollte ich ja schon lange lesen!
Erst gegen 14h sind wir los gewandert. Dabei ist das Chaoskommando zuerst gescheitert. Denn den Weg, den wir wandern wollten und den es auf der online Karte zu sehen gab, gibt's nicht mehr. Que dolor. Wir sind etwas verwirrt über einige Privatgrundstücke gelaufen. Die waren sooo schön. Also da würde ich auch hinziehen. Aber irgendwann haben wir uns nicht weiter getraut und sind zurück zum Hostel. Dort haben wir dann an der Rezeption erfahren, dass es den Weg eben nicht mehr gibt.
Eine anderen Weg gibt es aber, da ist nämlich direkt bei uns ein Nationalpark. Der Weg war wirklich schon wieder unheimlich schön. Aber auch dort sind wir relativ schnell umgekehrt, denn morgen wollen wir dort dann ernsthaft wandern gehen. Mit früh aufstehen und eine weitere Strecke laufen.
Dann sind wir doch nochmal ins Dorf. Mussten auch mal wieder Barkash abholen. Und wir wollten in dieser einen Töpferei anhalten. Das ist eigentlich ein ganz normales Wohnhaus, an dem wir immer auf dem Weg vorbei laufen. Dort drin wohnt eine Künstlerin. Das Wohnzimmer war unheimlich schön. Mit viel Kitsch, aber dabei sehr geschmackvoll. Laura hat sich Teller ausgesucht. Ich fand alles toll, aber so 1000 Prozentig hab ich nix gefunden. Zumal ich ja vermutlich in ne WG ziehen werde. Wer weiss wieviel Platz da überhaupt für sowas ist? Die Künstlerin hatte aber auch Kunstwerke, genäht und gestickte Bilder. Auch so schön! Und die Küche war so bunt und verspielt eingerichtet. Total inspirierend!!!
In der Stadt haben wir noch n Käffchen getrunken und jetzt lieg ich hier müde müde auf der Couch. Es ist auch schon halb 6. Das Wetter ist herrlich! Die Sonne hat den ganzen Tag geschienen. Ich war etwas müde und sehr albern zuletzt. Hab die ganze Zeit geplappert, gesungen, geklatscht und mein Umfeld unterhalten. Diese verrückten Alemanas schon wieder. Was ist denn mit denen? Uiuiuiui
Vielleicht sind sie glücklich, dank der Sonne, den Bergen und der schönen Natur.
UPDATE
Abends ging es noch ins Theater. Der Ticketverkäufer sah so nett aus und da dachten wir uns. Porque no. Leider bestand das Stück aus 3 one-man Performances über alte Geschichten aus der Gegend. Ohne Requisiten oder gar nix. Ich hab nur wenig verstanden, Laura so gut wie gar nix. War aber interessant denen beim unterschiedlich sprechen zuzusehen und wenn ich mich ganz ganz ganz doll konzentriert hab, hab ich ja schon was verstanden. Die Leute waren da mit Hund und Freundin, Bier... Und haben alle viel gelacht. War demnach gut das Stück!Læs mere
Chicas - You look adventerous !
14. juni 2023, Colombia ⋅ ☁️ 18 °C
Vorgestern ging’s endlich wieder einen Berg rauf. Mit einem aus der Gruppe aus den Dorf vom vorherigen Abend. Irgendwie sind die ja alle Guides, aber Arley war der entspannteste und hat uns also mit auf den Berg genommen. Wir sind extra früh los, wegen des Regens. Aber das wir so rapido (schnell) wandern bergauf und wenig Pausen brauchen, hätte er nicht erwartet. Also waren wir schon um 10 Uhr oben und hatten eine mega Aussicht - da wurde dann auch erstmal pausiert und gestaunt. Den Weg hatten Tomke und ich einen Tag vorher nicht gefunden. Da sind wir zwar an der Stelle gewesen, aber da waren überall Häuser. Den versteckten Trampelpfad am Zaun entlang durchs Dickicht hätten wir alleine nämlich nicht genommen 😅 aber so sind wir also durchs Unterholz einen zugewachsenen Weg entlang gelaufen. Tomke war ein wenig schlecht gelaunt, wurde dann auch noch gestochen (später ist sie dann auch noch in den Matsch geplumpst…. 🫣) und ich war froh, mich am Morgen für eine lange Hose und ein Hemd entschieden zu haben. Arley wirkte aber sehr fachmännisch auf dem Weg und kannte viele Pflanzen und hat Tomke direkt was gegen den Stich gegeben. Unterwegs haben wir noch eine Frucht vom Baum gepflügt, die an Marajuca erinnerte. Richtig schön sauer war die :D und um dann nach ganz oben zu kommen mussten wir schon ein wenig klettern. Die Aussicht war dann einfach toll. Mit dabei war die ganze Zeit ein Hund aus dem Dorf. Der hat auch noch auf uns aufgepasst. Zurück sind wir dann noch an Wasserfällen und natürlichen Pools vorbei und haben auch mal national Park Arbeiter getroffen. Ich fand die Wanderung richtig schön und die Sonne hat geschienen als wir um 12 schon wieder zu Hause waren. Dann haben wir uns erstmal ausgeruht und jeder brauchte vielleicht mal ein bisschen Zeit. Tomke hat ihre Kräuter für den Stich aufgekocht und ich hab Kreuzworträtsel in der Hängematte gelöst. Dann hab ich Nudeln für uns gemacht, weil das bessert Tomkes Laune erfahrensgemäss immer auf ;) Que lista!
Hat es dann auch und der Regen hat auch aufgehört. Ich wollte noch unbedingt in so einen Biergarten. Also sind wir Richtung Stadt. Auf dem Weg noch halt in diesem süßen Tienda gemacht, wo schon wieder einige aus dem Dorf beim Feierabend Bier saßen. Also haben wir uns dazu gesetzt und haben uns beraten lassen, welches Getränk denn zu unserer Stimmung jetzt gerade am besten passt. Danach weiter Richtung Stadt und da hat’s auch wieder angefangen zu schütten. Also nix wie rein in den überdachten Kolumbianisch fancy Biergarten mit Craft Beer und für mich Hard Seltzer aus fermentiertem Lullosaft. Diese Frucht mag ich ja wirklich gerne, die schmeckt so schön sauer ! Und dort gabs dann noch ne Vorspeisen Platte für uns mit Creollas (kleine leckere regionale Papas hehe) und Käse. Der stank teilweise fürchterlich aber bekanntlich schmeckt der ja dann umso besser. Am leckersten fand ich aber mal wieder einen der selbstgemachte Dips, den Scharfen. Danach sind wir noch kurz mit auf ein Konzert von der Gruppe hier oder eher einer Jam Session. War alles in einer Bude von einem, das war nur ein Raum mit 5-6 Jammern und 4 Zuhörern. Haha wie wir alle in den Raum gepasst haben weiß ich auch nicht. Das war super entspannt, hab mich aber nicht getraut Fotos zu machen, war alles so intim irgendwie. Zurück wurden wir dann Gott sei Dank mit dem Motorrad gefahren. Aber zu den Pilzen haben wir immer brav nein gesagt, die haben wir hier jetzt schon öfter angeboten bekommen. Zum ersten Mal nach der ersten Wanderung, bei der ich fast umgekippt bin: „ hola chickas! You look adventurous, do you want magic mushrooms?“ random auf der Straße im wuseligen „Einkaufsstraßen-Flair“ ich musste als Antwort einfach nur laut loslachen. Damit hatte ich nicht gerechnet.
Tomke ergänzt:
Mein Wanderhighlight war der Hund, der uns ab dem Hostel bei der Wanderung begleitet hat. Er war wirklich sehr schön, so gross und muskulös. Nur roch er leider etwas ungut. Ich fands herrlich, wie er mit uns zusammen die Aussicht genossen hat und wie er in die Ferne blickte. Zurück im Hostel ist er dann mit reingekommen. Sehr zum Unmut der Mitarbeiterinnen. Die haben uns dann erzählt, dass Chocolate, so heißt er, der Exfreund von Princesa ist. Er hat sie vergewaltigt, sie hat 9 Babys bekommen. Diese kleine etwas dicke Hündin hatte einfach 9! Relativ grosse Babys. Bei der Geburt ist sie fast gestorben. Und beim Akt hat er ihr ins Ohr gebissen. "es toxico para ti Princesa!" hat die eine Mitarbeiterin dazu nur gesagt. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Laura meinte dann noch, dass sie vermutlich deshalb so viel isst. Weil sie traumatisiert ist. Da merkt man wieder, dass man nicht nach dem Aussehen gehen sollte bei der Männerwahl.Læs mere
Endlich Raften
17. juni 2023, Colombia ⋅ ☁️ 27 °C
Alle haben uns schon vorgewarnt. San Gil soll nicht schön sein. Aber im Lonely Planet steht, dass der Ort dann irgendwie doch seinen Charme hat.. Vielleicht ist es ein bisschen realer als die letzten verträumten Dörfer, in denen wir waren.
In San Gil waren wir eigentlich nur, weil wir gehört haben, dass es das Rafting Mekka ist. Also los. Laura war morgens leider sehr schlecht gelaunt, ich glaube wegen Haaren, Abflug, Restreiseplanung. Und dann mussten wir mal wieder relativ viel warten.
Warten, bis der Bus uns abholt. Im Büro auf die anderen gewartet. Bus gefahren. Gewartet, bis die Guides alles vorbereitet haben. In unserer Gruppe waren sonst nur Leute aus Bogota. Ein Papa mit seinem Sohn. Beide sehr dünn und anscheinend auch sehr schlau. Die Tochter wohnt in Hamburg und studiert Modern Dance. Vater und Sohn konnten besser Englisch als die meisten. Und beide waren sehr weiß, der Papa war heller als wir. Und dann noch ein Pärchen, die sich immer mit mi amor angesprochen haben und nicht so viel Englisch konnten. Auch sehr nett, aber zunächst war da schon eine Sprachbarriere. Die ist erst gefallen, als wir unsere Paddel aneinandergehauen haben. Die Sicherheitseinweisungen waren wieder sehr lang. Wie die Kommandos gehen (adelante atras adentro alto) und vor allem was passiert, wenn man vom Boot fällt. Das Level war höher als letztes Jahr in Montenegro. Deshalb gab es ein Rettungskajak und einen Einführungskurs inklusive Laura ins Boot zurück ziehen.
Erstmal standen wir lange am Ufer und haben am Ende mit dem Kajakfahrer geredet. Der hat uns einen Wanderweg von Barichara aus empfohlen. Ich glaube, die Hälfte der Gruppe musste sich für uns mit der Frage auseinandersetzen: Barichara oder Suesca? Dieser Wandertipp war auf jeden Fall ein Punkt für Barichara.
Im Boot musste dann auch Laura lachen. Spätestens, als die auf meiner Bootseite und ich in den Fluss springen sollten. Und Laura musste mich an der Rettungsweste rausziehen. Dann lag ich wie ein toter Fisch auf ihr drauf. Andersherum wars genau so witzig.
Der Fluss war leider nicht so klar und beeindruckend wie in Montenegro. Vielleicht sollte man das gar nicht so vergleichen. Die Wellen waren aber höher. Manchmal haben wir literweise Wasser ins Gesicht bekommen. Ich hab mich totgelacht und mir gewünscht, dass wir noch ganz lange fahren. Nach jeder Stromschnelle haben wir unsere Paddel aneinander geschlagen und "celebración" gerufen. Das war dann der Latino-Touch der Tour. Auch, dass wir einmal langsamer fahren sollten, um Fotos zu machen. Fotos machen: immer sehr sehr wichtig!! Schade dass ich immer noch nicht fotogen gucken kann.
In meinen Augen wars viel zu schnell vorbei. Am Ende haben sie noch ein Tischen mit Snacks, Pollo, Kartoffeln, Sandwich, Käse und Früchten und Bier! Für uns vorbereitet. Danach sind wir zurück ins schöne San Gil.Læs mere
Angekommen in Barichara
19. juni 2023, Colombia ⋅ ⛅ 24 °C
Schon die Busfahrt nach Barichara war irgendwie schön.. Mit offenem Fenster, Lüftchen von der Seite und aus der Dachluke. Und das Kolonialdörfchen ist wirklich sehr schön.
Wir sind erstmal natürlich zum Hostel gegangen. Das war wieder mal ne schwere Geburt. Der Hostel-Papa Camilo denkt wahrscheinlich wir sind vollkommen irre. Es war ja schon wieder langes Wochenende und daher sehr viel ausgebucht im Dorf. Wir hatten dann zwei Favoriten, aber waren uns einig bei der Hostelwahl. Dann wollte Laura aber in den Raum mit dem Gartenblick und ich den Raum in dem mehr Platz war. Aber so richtig zufrieden waren wir nicht. Irgendwie wars ein bisschen muffig in dem geräumigeren Raum. Camilo musste zwei oder drei mal mit uns hin und her, bis wir uns für das mit mehr Platz entschieden hatten. Das Haus ist sehr sehr alt, daher wahrscheinlich auch der Muff.
Danach sind wir durch die Stadt spazieren gegangen und haben uns zwei andere Hostels angeschaut. Die waren aber auch nicht besser. Beim Abendessen haben wir uns dann nochmal unentschieden, wir sind im Hostel geblieben, aber in den schnuckeligen privaten Raum mit Gartenblick gewechselt. Dafür sind wir jetzt aber seeehr zufrieden, auch wenn Camilo uns vielleicht ein bisschen anstrengend findet. Dann hab ich auch noch später geklingelt, weil ich zu faul war meinen Schlüssel rauszusuchen. Nee nee neee. Que malas.
Essen waren wir dann in einem glutenfreien Restaurant. Da gabs sehr leckeren Salat, Weinchen und Pizza mit Yukateigboden. Neben uns war eine Familie mit 3 Söhnen. Die haben immer zwischen Englisch und Spanisch gewechselt. Das fanden wir aber interessant, wo die denn jetzt herkommen! Am Ende haben wir gefragt. Sie kommen aus Mexiko und leben in California. Sind einen Monat in Kolumbien reisen.
Auf dem Weg zurück hab ich noch ein Mojitoeis gegessen, danach hatte ich eine grüne Zunge. Auf der Plaza war richtig was los. Am nächsten Tag war Feiertag. Es wurde getrommelt und getanzt. Kurz haben wir mit Leuten gesprochen, einer wollte uns ne Wanderung anbieten mit seiner supertollen Agency. Klettern hat er aber nicht angeboten. Wir haben kurz ein wenig zur Live-Musik mitgewippt, sind dann aber müde nach Hause gegangen.Læs mere
Barichara am Tag
19. juni 2023, Colombia ⋅ ☀️ 27 °C
Barichara ist wirklich sehr schön. Morgens sind wir durch die sonnige heiße Stadt spaziert. Zuerst bergauf zu einer Kirche gelaufen. Dort standen sie alle (die Latinos) und haben Selfies gemacht. Wir haben ein Foto vom Selfie-machen gemacht und sind danach in Richtung Dorfplatz. Ganz langsam, ständig Fotos gemacht und gestaunt wie schön es hier ist!
Camilo, der Hostelinhaber hat uns ein Papiermuseum empfohlen. Da machen sie aus Aloe Veras und allen möglichen Pflanzen Papier. Eine Frau hat uns erklärt, wie man Papier schöpft, eine Seite haben wir dann selber gepresst. Das Haus sah wirklich sehr schön aus, dahinter war noch ein Garten, durch den wir geschlendert sind. Dort haben wir die mexikanisch-amerikanische Familie wiedergetroffen. Witzig. So klein ist Barichara.Læs mere
Bogotá
22. juni 2023, Colombia ⋅ ☁️ 15 °C

































































































































































































































































