• Tomke Tummetott
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Süssamericanas

An open-ended adventure by Tomke & Laura Read more
  • Trip start
    March 8, 2023

    Bogota - mehr Regen als in Münster

    March 9, 2023 in Colombia ⋅ 🌧 15 °C

    Unser Flug hatte Verspätung und dann haben wir relativ lange bei der Immigration gewartet. Der Fahrer vom Hostel, der uns abgeholt hat, hatte entsprechend lange gewartet.

    Endlich geht es los!

    Wahrscheinlich auch wegen der Verspätung ist der Fahrer relativ gerast, diese Mittelspur auf der Fahrbahn ist anscheinend nicht viel wert.

    Unser Hostel Botánico ist im alten Teil der Stadt. Es ist bergig und zwischendurch schauen die knallgrünen Berge zwischen den Häusern hervor. Endlich ist es mal grün! ABER ES HAT DIE GANZE ZEIT GEREGNET! Gut, dass wir beide ne Regenjacke und Jeans mitgebracht haben.

    Am ersten Morgen waren wir beide super früh wach, wir haben ja auch 6 Stunden Zeitverschiebung. Obwohl es genieselt hat, bin ich auf die Dachterasse zum Yogakurs. Der Yogalehrer ist aber nicht gekommen wegen dem Regen. Aber eine Holländerin hat dann Pilates unterrichtet. Bei dem Regen, am Ende war wirklich alles alles nass und die Matte hat getrieft.

    Generell sind eher müde und erschöpft durch Bogota gelaufen. Im Nachhinein eigentlich klar mit dem Jetlag, Höhenunterschied und Stress von Vorher. Laura hatte knapp ne Woche zuvor die Weißheitszahn-Op.
    An Tag 1 sind wir zuerst zum Museo Bottero. Fernando Bottero, ein kolumbianischer Maler, hat sehr gerne dicke Frauen und Früchte gemalt.
    Danach sind wir etwas herumgeschlendert und nachmittags zur Free Food Tour. Da sind wir noch mehr durch das Viertel gelaufen und haben ein paar Spezialitäten probiert. Am besten war die heiße Schokolade mit Käse. Abends haben wir im Hostel gekocht und den Blick über die Stadt bewundert.

    An Tag 2 haben wir die nächste Tour gemacht. Diesmal ne Streetart Tour. Die Anna, die selber Streetartkünstlerin ist, war verdammt cool. Alleine ihr Style: Overall, große Ohrringe, Glitzerjacke war schon cool. Und dann hat sie uns zum einen coole Murals gezeigt aber auch vieles über ihre Geschichte und die des Landes erzählt. Strassenkunst ist hier viel lieber gesehen, weil es die Kinder von der ganzen Drogen und Waffensache fernhält.
    Das berührendste war, als sie über die Perdidos (oder wie war die Bezeichnung?) gesprochen hat. Die Regierung hat im Bürgerkrieg manchmal unschuldige Menschen erschossen und ihnen danach Guerilla-Kleidung angezogen. Um zu zeigen, wie erfolgreich der Kampf gegen "die Bösen" war oderso. Vielleicht muss ich das nochmal nachschlagen. Auf jede Fall wurde Anna Vater, der Professor an einer Uni war, auf einer Reise ebenfalls grundlos erschossen. Sein Handy hatte er aber in seinem Socken versteckt und damit noch schnell seiner Frau Bescheid gegeben, sonst wäre er einfach verschwunden.
    Kunst gibt Anna anscheinend die Kraft, die sie für das weitere Leben braucht.
    Und wir alle hatten Pipi in den Augen.

    Nach der Tour hingen wir ein bisschen durch und es hat auch schon wieder geregnet...

    Und dann ist was ganz verrücktes passiert, denn es hat sich Ash gemeldet über Instagram, dass sie auch grad in Bogota ist. Mit Ash haben wir letzten Sommer in Tirana diese bekloppte Wanderung diesen Berg queerfeldein gemacht. Und da trifft man sich dann wieder in Kolumbien, so klein ist die Welt.
    Ash hatten wir beide als wahnsinnig witzig in Erinnerung. Sie kommt aus Barcelona und macht immer witzige Sprüche.

    Mit ihr haben wir uns dann am nächsten Tag zum Mittagessen getroffen auf so nem Comedor aufm Markt bei uns um die Ecke. Danach Kaffee trinken und dann sind wir in so ne Bar, die ihr empfohlen wurde. Dort war grad Soundcheck für ein Konzert. Weil wir aber in Plauderstimmung waren, sind wir vorher gegangen (war ziemlich laut).
    Dann saßen wir noch auf der Dachterrasse vom Hostel, da war noch ein weiterer Bekannter von ihr dabei aus den USA.

    Am letzten Tag wollten wir eigentlich den Montserrat Berg hoch wandern.. Aber es hat schon wieder die ganze Zeit geregnet. Deshalb: lieber noch 1 Kunstmuseum. Das hatte aber Umbau. War aber nicht so schlimm, weil wir endlich mal keinen Regen hatten und deshalb gerne draußen waren. Wir sind dann ganz schön weit gelaufen, bis zu diesem anderen Viertel, in dem es schön sein soll. Dort sind wir etwas herumgeirrt: es hatte schon wieder geregnet und wir endgültig die Nase voll.. Da fliegt man 12 Stunden nach Kolumbien und kommt nicht aus der Regenjacke raus.
    Zurück haben wir uns ein Uber genommen. Der Fahrer hat uns erzählt, dass sich die Regenzeit verschoben hat, 2 Monate zu früh. Da haben wir ja perfekt den Flug nach Guatemala gebucht! Dann hat er uns leider zum falschen hostal botanico geschickt. Das war dann mal die dark side of Bogota. Mit kaputten Häusern, viel Müll und Autos. Und wahnsinnig vielen Obdachlosen, Drogensüchtigen und Prostituierten.. Wir alle haben uns ganz doll gewundert und dann gings zurück zum Hostel.

    Abends waren wir zum Abschied essen, ich hing ganz schön durch. Laura hat mich aufgemuntert und dann gabs mal ein Glas Wein in einem seeehr kitschigen Restaurant. Die Wände waren Gold gestrichen, mit ganz viel kitsch an den Wänden. Das Essen war aber unglaublich gut!

    Uiuiui und am nächsten Morgen ging es dann nach Guatemala!
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  • Semuc Champey

    March 27, 2023 in Guatemala ⋅ ☀️ 30 °C

    Wir sind ne Stunde zu früh, also um 16h in Lanqúin angekommen. Nach dieser Fahrt ab 4:45h morgens waren unsere Nerven am Ende. Umso nerviger dass wir dann noch ca 45 Minuten in der Hitze auf dem Parkplatz auf den Shuttle zum Hostel warten mussten. Tucktucks fahren da nicht hin, weil dafür ein Wagen mit Allrad benötigt wird und mussten ausserdem noch auf zwei weitere Shuttles warten. Da waren ganz viele betrunkene (Sonntags besäuft man sich anscheinend nicht hier) Männer, die uns erklärten, dass wir noch warten mussten und welcome to Guatemala. Als mir einer erklären wollte, wie man amiga sagt und amigas, hab ich einfach nachgeplapptert statt zu erklären, dass ich schon Spanisch spreche aber gerade einfach keine lust hatte auf smalltalk. Laura hat drüber gelacht. Irgendwann wurden wir dann doch abgeholt. Da mussten wir dann auf die Lagerfläche vom Pickup stellen und nochmal 40 Minuten durch den Jungel fahren. Uiuiuiui mit ganz verrückter Aussicht. Es ist grün und bergig, voller Pflanzen auf Pflanzen und auf den Straßen Hühner und Hunde.

    Die Ecolodge Utopia wurde uns von einem Reisenden empfohlen. Haben wir direkt gebucht, es gab aber nur noch Platz für zwei Nächte. Eigentlich wären wir noch ne Nacht wo anders geblieben, aber da kam dann ja Lauras Spanischkurs dazwischen.
    Diese Lodge ist mitten im Wald am Fluss. Der Blick vom Essbereich ist atemberaubend. Es wurde dort immer gemeinsam gegessen an mehreren langen Tischen. Am ersten Abend saßen wir (wie gesagt müde von der Fahrt) am Tisch mit den Freiwilligen. Die eine hat uns dann erzählt dass sie "more than just guests. We are kindof a family" wären und die andrere war auf Pilzen. Beim nächsten Mal haben wir uns wo anders hingesetzt und nach dem Essen sind wir direkt auf unser Zimmer.

    Am nächsten Morgen ging es dann relativ schnell zur Semuc Champey Tour. Erstmal wieder auf der Ladefläche zu dem Eingang zu den Wasserfällen. Bevor wir baden durften mussten wir schon wieder einen Berg hochlaufen. Vollkommen verschwitzt sind wir bei nem Aussichtspunkt angekommen, von dem aus wir diese ganzen türkisen Becken bewundern konnten. Danach wurde geschwommen, zuerst war gar nicht so viel los. Das war toll. Und so generell hat mir die Natur da wirklich richtig gut gefallen!! So schön grün!

    In einer sehr improvisierten Hütte, in den Felsen hinein gebaut, gab es dann Mittagessen. Büffet, unter anderem endlich mal wieder Nudeln mit Tomatensauce! Und natürlich ganz viel von dem traditionellen Zeug.

    So und dann die Cavetour, die war in der Tour mit drin und wir hatten absolut gar keine Ahnung, was auf uns zu kam. Wir durften nur Badesachen anziehen, weil Wasser in der Höhle ist. Und Wasserschuhe. Also einfach unsere Teva Treckingsandalen. Und dann kam die Überraschung: jeder von uns bekam ne Kerze in die Hand gedrückt und ab ins Dunkle. Als wir das erste Mal bis zum Bauch im Wasser waren, haben wir noch iiiiih gereischt. Aber das Wasser fließt ja, also wars eigentlich okay. Aber so im Dunkeln, nur mit so nem funzeligen Kerzenlicht ins Nasse zu steigen... Ist jetzt nicht so wahnsinnig schön.
    Aber es wurde noch schlimmer, denn dann irgendwann sollten wir schwimmen. Mit Kerze in der Hand. Stehen konnte man an vielen Stellen nicht mehr.

    Schreibe ich eigentlich zu viel?

    In der Höhle gab es dann noch nen Miniwasserfall, den ich an nem Seil hochgeklettert bin. Wenn meine Kerze ins Wasser gekommen ist, hat der Guide einfach das nasse Ende abgebissen und wieder angezündet. Zwischendurch hab ich mich echt gefragt, was zur Hölle wir da schon wieder machen? Und warum? Aber irgendwann hab ich verstanden, wie ich schwimme, ohne dass die Kerze ausgeht und dann wars halt auch ziemlich witzig. Vorm umdrehen ist der Guide noch von 3m Höhe ins Wasser gesprungen. Und dann zum Ende sollten wir noch durch ein Loch rutschen ins Dunkle, durch einen weiteren Miniwasserfall durch.

    Nach der Höhle kam die nächste Überraschung. Eine Schaukel, von der aus man ins Wasser springen konnte. Wirklich wirklich hoch. Ich bin noch nie von so ner Höhe aus gesprungen, hatte aber so doll bauchkribbeln beim Zusehen, dass ich da einfach runter springen musste. Bei so viel Adrenalin kann ich ja nicht mehr denken, deswegen bin ich von der Schaukel aber eher wie ein nasses Handtuch gefallen und seitlich gelandet.
    Hab immernoch nen blauen Fleck am Oberschenkel.

    Nach ner Wasserfallbesichtigung sind wir zurückgetubt. In alten Lkw Reifen Schläuchen sind wir den Fluss entlang getrieben bis zum Hotel. Dabei waren wir 2 schlauchketten a 4 Personen, die sich gegenseitig an den Füßen festhalten mussten. Und so 40 minutos den Fluss hinab. Das war toll! Zwischendurch gab es noch so stromschnellen, da musste man den Po anspannen und dann ging es ganz schnell durch das Wasser das war toll!

    Abends habe wir dann mit den beiden Schweizern und Engländern von der Tour Abend gegessen und danach mussten unsere 7 Sachen wieder gepackt werden.
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  • Flores

    March 29, 2023 in Guatemala ⋅ ☀️ 31 °C

    Wir sind ganz schön k.o. in Flores angekommen. Auf der Fahrt saßen wir ganz vorne auf 2 Klappsitzen, auf denen wir die ganzen 12 Stunden Fahrt nicht schlafen konnten. Auf der Landkarte sah die Distanz gar nicht so weit weg aus, aber der Fahrer ist zwischenzeitlich 30 Gefahren, wegen diesen ganzen Speedbumps auf dem Boden. Wir haben das beste draus gemacht: Podcast gehört und danach ein Hörbuch namens Blackbird angefangen. Vor allem ich (Tomke) war danach nervlich einfach am Ende. Nach diesem eindrucksvollen Tag vorher hätte ich mindestens einen Tag in ner Hängematte gebraucht mit Skizzenbuch und ganz viel Schlaf. Keine 12stündige Busfahrt auf Klappsitzen.

    Angekommen war ich so müde und kaputt dass ich nur noch weinen wollte und Nudeln mit Tomatensauce essen. Haben wir dann nach einem Spaziergang über die Insel auch gemacht.

    Also Flores ist eine kleine Insel in diesem See im Urwald. Es hat was sehr karibisches mit Kopfsteinpflasterstrassen und bunten kleinen Häusern in allen möglichen Farben. Zwischendrin Bäume mit Blumen, die Vögel zwitschern so laut, dass man sich wirklich wundert. Laura hatte die ideale Idee, dass wir nach Tical erst einen Tag später fahren. Da muss man nämlich auch schon um 4:30 im Bus sitzen. Als ich das gestern nach der Busfahrt gehört habe, dachte ich kurz dass ich das einfach nicht schaffe und im Hostel bleibe.

    Heute (29.3., Mittwoch) haben wir dann ausgeschlafen und dann in Ruhe gefrühstückt. Danach hatte Laura etwas Ärger mit ihrer Visakarte und ich hab mit einer Hamburgerin geplaudert. Die hat uns von einem Secondhandladen in so nem Einkaufszentrum erzählt. Da sind wir dann mit dem Tuctuc hin. Tuctucfahren ist ja einfach super!
    In dem Secondhandshop haben wir nix gefunden, aber auf dem Rückweg sind wir in nen richtigen Supermarkt und haben mal ordentlich Frühstück und was fürs Abendessen gekauft.
    Danach wollten wir schwimmen gehen und haben vergeblich den Badeort gesucht. Alle wollen uns irgendwelche Trips zu Stränden mit Schaukeln und Ropes und so weiter andrehen aber wir sind doch hier direkt am Wasser und wollten doch einfach nur schwimmen.

    Also nochmal zurück zum Hostel, einmal nachfragen und dann haben wir den Steg doch noch gefunden, von dem aus wir ins Wasser hüpfen konnten. Das Wasser war ganz warm, schwimmen tat gut. Und jetzt sitzten wir in ner Hängematte im Hostel, gleich wird gekocht und morgen bin ich dann auch bereit für die Mayaruine.

    Uhhh und das beste fehlt ja noch: es gibt hier frei laufende Schweine!
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  • Tikal

    March 30, 2023 in Guatemala ⋅ ⛅ 30 °C

    Wir sind gerade fertig mit der Wanderung durch die Ruinenstadt Tical und warten nun auf den Bus.
    Um 4h mussten wir aufstehen und um halb 5 im Shuttle zum Nationalpark sitzen. Da konnten wir dann nochmal 2 Stunden schlafen.

    Wir sind ohne Guide durch den Park gelaufen. Das war gut, weil diese Tourigruppen teilweise ganz schön groß waren. Als Route haben wir den Lonely Planet genommen, da ist ein. Weg beschrieben, auf dem man das meiste sehen soll. Deswegen sind wir auf der ersten Gabelung links abgebogen und hatten dann den Weg scheinbar für uns. Hier ist ein anderer Jungel als in Semuc Champay, es ist viel trockener hier glaube ich.

    Auf dem Boden lag ganz viel Laub und zwischendurch gab es so kleine Schneisen auf dem Boden, wo überhaupt gar nichts lag, dazu relativ dicke Löcher im Boden. Wir haben dann irgendwann verstanden, dass das von den Ameisen kam. Bei der ersten Ruine haben wir den ersten Affen mit Baby gesehen und konnten beobachten, wie er sich durch die Bäume gehangelt hat.

    In einem Baum hingen ovale längliche Dinger, aus denen dann immer mehr schwarze Vögel gekrabbelt kamen. Mit rotem farbenfrohen Schwanz und bunten Schnäbeln. Die haben sich immer vom Ast hängen lassen und lustige Geräusche gemacht. Auf dem selben Baum saßen auch 2 Papageie.

    Auch die Ruinen waren interessant, vor allem die Größe dieser Anlage und einfach wegen der Natur drumherum. Auf 2 der Tempel konnte man hochgehen, von dort oben kann so weit geguckt werden: wir sind hier echt mitten im Wald!
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  • Busfahren und Fernsehen

    March 30, 2023 in Guatemala ⋅ ☀️ 29 °C

    Nachdem wir wieder in Flores angekommen sind, haben wir uns im Hostal Los amigos unseren Reis mit Eiern angebraten haben, mussten unsere 7 Sachen zusammengepackt werden und dann AUF NACH POPTÚN!

    Mit dem Tuctuc (Ich liebe das ja einfach) gings direkt zur Busstation. Die Backpacks haben gerade so eingepasst. Und dann sind wir zum ersten mal mit nem öffentlichen Bus gefahren. In der letzten Reihe, etwas erhöht. Mit Blick auf die anderen Sitze und nen Flachbildfernseher. Einer steht immer an der Tür und schreit Poptún, damit noch mehr Leute einsteigen. Wir konnten auch nochmal andere Sachen von der Stadt sehen. Einen Mark, durch den der Bus einfach durchgefahren ist und auch gehalten hat. Dort sind noch einige Leuten zugestiegen und uns wurden alle möglichen Sachen angeboten. Gebäck, Aufladekabel, Früchte, Marihuana-Cremes, Vitamintabletten für bessere Gehirnfunktion. No gracias!

    Jetzt sitzten wir noch ne Weile im Bus und sehen einen dystopischen Film mit einem sehr toxisch-männlichen Mann mit Flossen und Kiemen mit einer attraktiven Frau mit Tochter mit Rückentätowierung auf einem Katamaran.

    UPDATE: Wir sind jetzt in unserer Finca iscobel oderso angekommen. Haben dem busfahrer etwas mehr geld gegeben sodass er uns hier in die Pampa gefahren hat. Das Grundstück ist RIESIG und wir haben einfach ne eigene Hütte, jede von uns ein Doppelbett. Balkon, Hängematte auf dem Balkon und eigenes Bad, das im Erdgeschoss ist. Wir sind beide richtig überrascht wie schön es hier ist und richtig erleichtert, nach diesem Tikal-Trip und so.
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  • Finca Ixobel

    April 1, 2023 in Guatemala ⋅ ☀️ 30 °C

    Laura und ich können gut wandern, quatsch reden, kochen, trinken, tanzen, klettern, surfen, lesen, zeichnen und und und. Nur eines können wir beide nicht so wirklich gut:

    Nichts machen!

    Als wir in unserer kleinen Cabaña angekommen sind, waren wir beide richtig erleichtert.
    Viel Platz für uns, eines Bad, Zimmer, Balkon, Hängematte. Ruhe, ein riesen Garten, irgendwo soll auch noch ein Badesee sein. Nach dem Duschen ist mir ein kleiner Frosch auf den Busen gehüpft. War aber anscheinend nicht giftig.

    Heute ist Tag 2 hier und ich sitze grade auf unserem Balkon mit einem Weinchen und die Grillen zirpen so laut, dass man wirklich laut sprechen muss um sich zu verstehen. Naja das ist jetzt übertrieben, aber man sollte nicht flüstern.

    Aber zurück zum Thema. Das mit dem drei Tage mal gar keine Action machen hat nicht so gut funktioniert, ich bin trotzdem entspannter als vorher. Manchmal, wenn man nach so ner 12stundenfahrt aus dem Bus steigt, dann frag ich mich wirklich ernsthaft, warum wir das hier überhaupt machen. Oder vor drei Tagen saßen wir in dem schweineteuren 8er Schlafsaal auf dem Boden und mussten erstmal verdauen, wie viel Geld wir hier schon ausgegeben haben. Und dann ist man müde und es riecht irgendwie nach Fuß in dem Raum und man fragt sich ernsthaft, was diese ganze Reise überhaupt soll? Und dann sitzt man hier in Poptún auf der Veranda und weiß es wieder.

    Wieder vom Thema abgekommen. Also gestern Morgen haben wir draußen gefrühstückt und dann kamen zwei Deutsche vorbei und haben uns gefragt, ob wir mit in so nen Kletterpark wollten, sie hätten ein Auto. Auch weil wir eh in die Stadt mussten, um Proviant zu kaufen und wegen der Bustickets sind wir mit. Dann sind wir fast den ganzen Weg zurück nach Flores gefahren. Das Canyoning durch den Jungel ging leider maximal 20 Minuten. Ich hätte gedacht, dass man dabei schiss hat, aber es ist im Gegenteil wahrscheinlich die entspannteste Art, sich durch den Wald zu bewegen.
    Laura ergänzt …
    Roberto hat dann noch bei seiner letzten Fahrt die Bremse kaputt gemacht. Und ich durfte ja noch fahren… das ergab dann ne kleine Aktion, da ich sonst nicht zur Plattform kam und daher mit einem der guides herum pendelte, bis alle gemeinsam uns zur Platform gezerrt haben 😅

    Abends saßen wir noch auf dem Balkon, haben gegessen, gelesen und dann sind wir ins Bett gefallen.

    Heute wollten wir zu dem See, der zum Grundstück gehört. Die Frau am Empfang meinte, man müsse schon so 40 Minuten wandern. Ich war deswegen etwas enttäuscht, als wir nach maximal 10 Minuten da waren. Die haben es hier nicht so richtig mit korrekten Zeitangaben. Deswegen sind wir noch weiter über das Grundstück gelaufen, bis wir einen andere Weg gefunden haben, der mit roten Pfeilen markiert ist. Es gibt hier auf der Farm noch so nen Hügel auf den man laufen kann. "leg workout". Ich dachte mir, wenn der Weg zum See 45 Minuten dauert, kann der Aufstieg jetzt auch nicht die Welt sein. Laura hatte Flipflops an und schlechte Laune, weil unser Budget so ausgereizt ist, essen wir grade viel Müsli und nix aus dem Restaurant. Ich fand die Wanderung eigentlich ziemlich cool, man musste so richtig schön den Berg hochklettern, konnte sich aber die ganze Zeit an Wurzeln, Steinen und Bäumen festhalten. Und Teranteln sind anscheinend nachtaktiv. Das einzige Problem ist, dass dieses ganze rieeeeesige Grundstück schon etwas in die Jahre gekommen ist, so auch der Weg. Das beutet, dass alles voller Laub und Stöckern war. Oben angekommen wurde es eher noch kniffliger, weil der Weg noch zugewachsener war. Und dann gab es auch noch Abzweigungen, das hats nicht besser gemacht. Am Ende sind wir querfeldein gelaufen. Und dann hat Roberto sein Handy verloren und ist den Berg zurück hochgelaufen und wir weiter quer durch die Pampa. Angekommen hat Benno Roberto angerufen und festgestellt, dass der mittlerweile auf dem falschen Berg gelandet ist. Während die sich weiter gesucht haben, sind Laura und ich an den See. Haben gebadet, Ananas gegessen, gelesen und uns natürlich auch etwas gesorgt. Abends dann wie schon beschrieben Vino auf dem Balkon.. Mit ein bisschen tanzen und mit der Musik mitsingen. Und zum Abschluss haben wir uns dann doch noch ein Essen im Restaurant genehmigt.

    Jetzt noch zur Finca Ixobel.
    Die grosse Frage ist ja, wie das ganze Ding aufgebaut wurde. Es wurde in den 70ern gebaut und da war ja noch Bürgerkrieg in Guatemala. Und die Amis hatten da wohl schon etwas ihre Finger im Spiel. Dieses Amerikanerpaar hat da eine riesen Finca gebaut, mit Badesee mit Bar (die jetzt geschlossen ist), Campingplatz, Restaurant, cabañas, Pferde, Arasvoliere (keine mehr drin) und und und. Wir waren gefühlt da die einzigen. Aber wie gesagt, es tat richtig gut, mal ne kleine Pause zu machen.
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  • Tumolos!

    April 2, 2023 in Guatemala ⋅ 🌙 19 °C

    What a ride! Mit Bennet und Roberto sind wir zurück nach Antigua gefahren. Wir sind immer noch on the road aber mittlerweile sind wir in El Salvador. Im Stau.

    Wir haben von mehreren Leuten gehört, dass die Flüge nach Nicaragua super teuer sind und die Fahrt mit dem Bus durch el Salvador oder Honduras nicht wirklich gefährlich ist. Honduras wäre länger gewesen und etwas gefährlicher. Über el Salvador haben uns einige Leute den Surferort el Tunco empfohlen. Da fahren wir grade hin.

    Als wir die Reiseroute durch Guatemala geplant hatten, wussten wir noch nicht, dass wir durch el Salvador reisen würden. Deshalb waren wir vorgestern leider so weit vom Nachbarsland wie nur möglich. Der Plan war eigentlich, einen Nachtbus nach Guatemala City zu nehmen und dann von dort weiter nach San Salvador, wo wir abgeholt werden.

    Und dann haben wir ja in Poptún Roberto und Bennet getroffen. Roberto kommt eigentlich aus Guatemala und ist vollkommen verrückt. Aber sehr nett dabei. Er sagt selber, dass er Adhs hat, redet wahnsinnig viel, singt zu Cumbia lauthals mit, macht die ganze Zeit Witze und wirkt wie ein aufgedrehtes Kind. Er reist mit Bennet, von dem wkt erst dachten, er wäre sein Sohn. Bennet ist im Gegenteil sehr ruhig aber auch total cool gewesen. Die beiden kennen sich vom Mountainbiken bzw. Downhill fahren glaube ich und kommen aus Heidelberg. Mit den zweien waren wir ja schon beim canyoning, der Bergbezwingung und dann stellte sich heraus, dass wir alle in die gleiche Richtung wollten. Weil die zwei ein Auto gemietet haben, hat es sich angeboten, dass wir doch nicht Nachtbus fahren, sondern einfach mit den beiden mit.

    Die Fahrt von Poptún über Flores nach Guatemala City (bzw. Antigua) hat natürlich wieder den ganzen Tag gedauert. Diesmal hatten wir nen ganzen Haufen Snacks dabei und waren alle vier etwas albern. Fast die ganze Zeit haben wir Musik gehört. Erst Reggaetonklassiker, dann unsere Musik, dann Trash-Klassiker, bis Roberto sagte, dass es ihm jetzt reiche. Zurück zum Cumbia!

    Die Fahrt hat wirklich wieder unglaublich lange gedauert, war aber wie gesagt wirklich witzig, ich kann gar nicht genau beschreiben warum.

    Als es dunkel wurde, und wir eigentlich gar nicht mehr so weit von Antigua entfernt waren, wurde es dann aber etwas in-witziger. Die Straßen sind nicht beleuchtet, es gibt 1000 Schlaglöcher und Wegbiegungen. Und diese fucking tumolos. Also diese Hubbel auf der Straße, die dafür da sind, dass die Leute nicht so rasen.
    Und dann war ja Sonntag. Und Sonntag sind die Latinos ja bekanntlich immer betrunken. Die fahren aber trotzdem Motorrad, Tuktuk oder Auto.
    Und dann sitzt da auch mal ein Hund, Huhn, Pferd oder eine Kuh oder so auf der Strasse.
    Ausserdem hab ich verstanden, warum hier alle allrad-Antrieb haben. An einer Stelle haben wir uns verfahren und sind sehr steil bergab eine schmale Gasse herunter gefahren.. Des war leider falsch! Da mussten wir alle aus dem Auto aussteigen und Bennet ist rückwärts wieder den Berg hoch. Da war ich schon etwas beeindruckt, der ist aber auch Automachaniker. Nach der Fahrt wollten beide übrigens sich dieses Auto zulegen. Irgendein Pickup von Toyota ist das.

    Angekommen sind wir dann in der Nähe von Antigua bei einem Freund von Roberto namens Gigi. Wir durften im Zimmer seiner Töchter schlafen, die bei der Mutter wohnen.

    Morgens gab es Kaffe, Melone und Ananas. Gigi hat ein Haus in so ner Siedlung mit Häusern, die alle ähnlich aussehen. Mit Zaun drum herum und Wächtern. Es gab einen großen Wohnbereich, schlaf und Gästezimmer. Alles sehr spärlich eingerichtet aber sauber. Ich fand es rührend, dass Gigi extra die Betten seiner "princesas" bezogen hat. Morgens war er auch dabei und hat uns noch Tipps für Nicaragua gegeben.. Soll sehr heiß da sein, sagen alle.

    Weiter ging es in Richtung Guatemala City. Erst einmal zu dem Elternhaus von Roberto. Seine Mama hat uns Haferflocken mit Früchten und Milch gemacht. Die war wirklich richtig bezaubernd! Das Haus hat mich an die Häuser in Santa Cruz erinnert. Mit Innenhof, Gemälden von Antigua und Bibelsprüchen an der Wand. Wie in Bolivien sind hier nämlich auch die meisten Menschen cristianos.

    Auf dem Weg zur Busstation sind wir noch angehalten um den Pickup zurück zur Autovermietung zu bringen. Deshalb sind wir beide mit Bennet in den Jeep gestiegen. Ich habs ja nicht so mit Autos, aber dieser Jeep ist wirklich cool. Ein ganz altes Auto, mit Cabrio, alles aus Holz und Leder. Supercool, das hat natürlich Spaß gemacht, damit durch Guatemala City zu fahren. Dort ist übrigens 24/7 Stau. Es ist wirklich ein bisschen so wie Santa Cruz, denn es gibt wirklich nicht sonderlich viel zu sehen dort.
    Antigua, haben wir jetzt gelernt, ist ja UNESCO Weltkulturerbe und ein Haus dort kostet mehrere Millionen Dollar. Dort wohnen wirklich nur sehr betuchte Menschen und viele Ausländer haben sich dort abgesetzt.

    Dann haben die Heidelberger uns bei der Busstation abgesetzt. Wir mussten leider noch 2 Stunden warten, dafür haben wir die weitere Reise geplant. Nächste Woche ist Semana Santa und war ein bisschen schwierig, Unterkünfte zu finden. Aber jetzt ist bis nach Ostern alles geplant. Heute Abend (oder Nacht) sind wir schon wieder am Strand!
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  • Stuck in Paradise

    April 4, 2023 in El Salvador ⋅ ☀️ 31 °C

    Stuck in Paradise!

    5.4.2023
    Pinche semana Santa. Jetzt sind wir in el Palmarcito, einem minikleinen Ort in el Salvador am Strand. Heute morgen waren wir surfen, Laura ist sogar ein bisschen grüne Wellen gesurft und ich nicht mehr nur die Babywellen. Nur bin ich irgendwie gerade wahnsinnig müde, deshalb liege ich kurz im Bett und hab geschlafen. Die Busse nach Leon sind für morgen wegen Ostern schon ausgebucht. Deshalb müssen wir mal wieder umdisponieren. Das schwierigste wirds wahrscheinlich, ein einigermaßen preiswertes Bett zu finden. Unser Surflehrer fragt grad bei seiner Oma an. Sonst airbnb, denn bei booking ist tatsächlich alles ausverkauft. Aber wie gesagt, es könnte schlimmer sein. Es ist wirklich idyllisch hier. Ich hab Lust, hier nochmal Yoga zu machen und dann in den Pool zu hüpfe.

    7.4.2023, Karfreitag
    Laura hat grad gesagt, dass sie noch nie so viel gewartet hat, wie auf dieser Reise. Gerade sitzen wir vor dem Cafè von Papo, Lauras Surflehrer, und warten auf Benzin. Dann geht's mit Christian und Elvis zu einem Wasserfall. Elvis ist mein Surflehrer und Christian war gestern Abend und irgendwann anders schon mal dabei beim Biertrinken am Strand.

    Letztendlich sind wir noch eine weitere Nacht in unserem Hostel mit dem Superpool geblieben.

    8.4. Honduras
    Jetzt sind wir wieder im Bus, mittlerweile seit 10 Stunde, auf dem. Weg nach Leon, Nicaragua... Wo fang ich denn jetzt an? Ich gehe jetzt mal chronologisch vor:

    Am Dienstag dem 4.4. haben wir erstmal im Hostel gefrühstückt und sind dann zum erste Mal zum Strand spaziert. Links aus dem Hostel heraus und dann nur die Strasse entlang und dann waren wir schon am Playa el Palmarcito. Dort sind wir ins Meer gegangen, in die wilden Wellen und saßen dann noch etwas im Sand. Der Strand ist ziemlich klein, mit schwarzem Sand und vielen kleinen Büdchen aus Holz drum herum.. Links und rechts Felsen. Ich wollte unbedingt noch etwas vom Ort sehen. Dabei hab ich erst später verstanden, dass el Palmarcito tatsächlich nur diese eine Strasse ist. Es gibt ein Restaurant, das auch ein bisschen Gemüse und Kochkram verkauft, ansonsten kommen morgens Pickups mit Fisch und Gemüse. Und es gibt ein paar Straßenstrände mit Mangos, Badesachen oder Bier.

    Rechts vom Strand gibt es einen Weg den Felsen hoch.. Dahinter ist schon der Nachbarsort Atami. Da gabs aber nicht so viel zu sehen und es war viel zu heiß, um in der Mittagshitze irgendwo hin zu laufen. Ein riesen Resort ist da auf dem Felsen mit Blick über die Buchten und Pool, Hängematten, Restaurant, Bar und Pipapo. Wir sind ein mal durch spaziert, nachdem wir gesagt haben, dass wir etwas im Restaurant essen wollen. Als wir drinnen waren, hats keinen interessiert, war viel zu voll. Zurück am Strand (gibt keinen anderen Weg zurück) haben wir uns einen Ananassaft bestellt, der aussah wie ein Cocktail. Sogar mit Amarettokirsche.

    Es ist ja Semana Santa, das bedeutet, dass ganz Lateinamerika frei hat und 80% der Bevölkerung ist von morgens bis abends besoffen. Die Leute saßen mittags schon mit Bier und Meeresfrüchten im Restaurant oder unterm Sonnenschirm mit Bier aus der Kühlbox. Einige lagen einfach in der Brandung, viele haben sich eigene Boxen mitgebracht um ganz ganz laut Cumbia oder Reggaeton zu trinken. Das schöne dabei ist, dass tatsächlich die ganze Familie dabei ist. Von der Abuelita bis zum Baby. Teilweise waren das riesige Gruppen, die sich da die Tische zusammen geschoben haben.

    Zurück im Hostel haben wir uns in den Pool verliebt. Der ist umgeben von Pflanzen, direkt im Pool gibt es einen Tisch und Bänke drum herum, sodass ich im Wasser gelesen habe. QUE LUJO!
    Dann haben wir uns noch einmal aufgerafft und sind in den Nachbarsort el Zonte gefahren, mit dem Bus. Dafür stellt man sich einfach an die Strasse und dann kommt irgendwann ein Pickup, auf den man sich hinten setzen kann. In dem Surferort el Zonte sind wir etwas am Strand spaziert, haben den Surfern zugeguckt und ein Bier mit Sonnenuntergangblick getrunken. Abends haben wir im Hostel noch Pasta gekocht, danach waren wir reif fürs Bettchen.

    Am zweiten Tag sind wir morgens Surfen gewesen im Nachbarsdorf el Zonte. Lauras Surflehrer ist supercool, der besitzt auch noch ein Café direkt am Strand. Dort verwendet er unter anderem den Kaffee con Julio (Cesar ist sein zweiter Name), der mit uns Surfen war. Danach wollten wir Tickets kaufen, gab aber keine mehr für den nächsten Tag. Deshalb sind wir direkt weiter in den Nachbarort, dort gabs aber auch keine, aber dafür Flipflops für Laura. Also, wie schon geschrieben: umdisponiert. Nil, der Surflehrer, hat uns dann die Unterkunft von der Oma von Papo, dem anderen Surflehrer, gezeigt. Die ist direkt am Meer, jedoch auch sehr sehr basic. Daneben ne Bar (also ist es abends laut) und nicht zu vergessen Semana Santa, das bedeutet, dass es richtig laut ist. Lateinamerika ist besoffen! Nach der Unterkunftsbesichtigung haben wir uns entschieden, erstmal in dem alten Airbnb zu bleiben, das war fast genau so teuer, aber für die letzte Nacht würden wir dort unterkommen.

    Im Hostel ist eine neue Familie angereist. Der Vater war etwas beliebter (wie die meisten hier) und sah etwas europäisch ist. Es stellte sich heraus, dass eine Großeltern aus Bremen und Hamburg kommen. Da war er auch relativ stolz drauf. Der hat sich erstmal an den Tisch gesetzt, Rumcola eingeschenkt und Fussball geguckt. Mit allen Hostelbewohnerinnen und Bewohnern (ausser den Kindern) waren wir zuerst am Strand für einen Margarita und dann noch lange auf der Terrasse und ewig im Pool. Da war Laura nicht mehr dabei, sodass wir nur noch Spanisch gesprochen haben. Das war eh cool an el Palmarcito, dass da so wenig Touristen waren. Die waren eher in den zwei größeren Orten. Deshalb haben wir die ganze Zeit nur mit Menschen aus El Salvador verbracht.

    Tag 3 Am nächsten Morgen waren Laura und Julio surfen. Ich nicht, weil ich mir am Vortag beim Surfen das Fussgelenk verknickt hatte. Stattdessen hab ich noch etwas geschlafen und dann bin ich an den Strand und hab etwas gezeichnet und Tagebuch geschrieben. Wir haben die Tickets gekauft. Endlich! Waren Mittags Fisch und Gambas essen (lecker!). Am Pool gechillt. Kniffel gespielt mit Meerblick. Die Familie ist abgereist. Mit Julio hatten wir das Hostel sozusagen für uns.
    Zu 2. Haben wir Abends gekocht und sind dann mit den Leuten vom Surfen und aus dem Hostel an den Strand, noch einmal ein bisschen Bier trinken gegangen. Hier sind alle verwandt und jeder kennt sich. Deshalb kamen dann noch mehr Leute dazu.. Und wir haben Cristinan kennengelernt, der ziemlich gut englisch spricht und immer einen Witz auf den Lippen hat. Der ist dann ja am nächsten Tag mit uns zum Wasserfall.

    Am Tag 4 wurden wir sehr sehr unsanft geweckt. Wir haben ja um eine Nacht verlängert und niemand hat uns gesagt, dass wir schon um 8 Uhr auschecken sollten. So ist das ja auch nie üblich. Es wurde also sehr unsanft an die Tür geklopft. Mehrfach. Irgendwann haben wir verpennt die Tür aufgemacht und eine Mitarbeiterin vom Airbnb stand vor der Tür und meinte, wir MÜSSTEN JETZT AUSCHECKEN! Die nächsten Gäste wären schon da und würden warten. Wir hatten aber wirklich überall noch unseren Kram liegen, nicht nur in unserem Zimmer, sondern auch in der Küche. Dann kam zu dem Klopfen (an der Nachbarstür, weil Julio noch im Tiefschlaf war) noch superlauter Reggaeton aus dem Flur. Da hatte ne Familie die ganze Unterkunft gemietet, wobei ich mich immernoch frage, wo die überall geschlafen haben. Es gab nur 4 Doppelzimmer, aber das waren eindeutig mehr Menschen. Die haben sich auch erstmal das Bier aufgemacht, Muzika aufgedreht. Oma und Opa saßen auf der Terrasse, Kinder im Pool, alle wuselten Herum. Die Küche war voll, nicht nur mit Frauen, sondern auch Essen. Die hatten nämlich alle schon vorgekocht, BERGE an Essen. Waren ja auch arschviele Menschen.
    Ich hab dann einfach der Familie gesagt, dass wir nicht wussten, dass wir so schnell weg mussten und wir haben versucht uns nicht weiter stressen zu lassen. Die waren natürlich alle super nett. Eine hat mich gefragt, woher wir kommen und was wir für ne Sprache sprechen. Und ob wir Englisch könnten.
    Trotzdem sind wir dann schnell in die neue Unterkunft. Das Zimmer war ausser dem Betonboden komplett aus Holz gebaut, das sind anscheinend Vorgaben vom Land. Ein Jahr vor Corona ist die Unterkunft, die mal mehr als nur die 3 Zimmer hatte, abgebrannt. Ebenso das Restaurant nebenan. Die Küche war super chaotisch und voll mit den Sachen der Abuela. Wir haben Abends auch nur den Reis und das Gemüse vom Vortag warm gemacht. Es gab kein Waschbecken, nur so ne Tonne, und Geduscht wurde direkt neben den Hühnern mit so nem Schlauch. Ich fands irgendwie schön da! Abends sassen wir an nem Tisch mit Meerblick.
    Aber was tun mit dem angebrochenen Tag? Trotz der Hitze hatten wir beide Erlebnis und Bewegungsdrang. Deswegen sind wir dann mit Nil und Christian zum Wasserfall. Mit dem Auto vom Airbnb. Wir mussten durchs Gebüsch zur Carretera hoch, wo wir eingesammelt wurden mit dem relativ schicken roten Auto, mit sem wir dann zu dem Dorf hochgeflitzt sind.

    Der Wasserfall war jetzt nicht der schönste der Welt, es ist nämlich alles etwas ausgetrocknet in el Salvador. Einfach too hot to handle.
    Aber man konnte da baden und uiui von den Klippen in den Fluß springen. Die ganz hohen Sprünge haben wir uns nicht getraut. Vor allem nach dem Sprung von der Schaukel. Aber es gab auch eine Variante, die nicht ganz so hoch war. Das Dorf, von dem aus die Wanderung los ging, war irgendwie auch schön. Ganz bunt!
    Zurück in el Palmarcito haben wir bei uns gegessen, zusammen mit Christian. Zum Reis haben wir noch Gambas bestellt. Die kommen direkt aus dem Meer, nicht aus der Zucht und waren riesig. Super lecker!! Danach haben wir noch Karten gespielt mit Christian und 2 Freunden von ihm, die natürlich auch alle irgendwie verwandt sind. 31 heisst das Spiel, das Spielt man hier wohl viel.

    Das wars, natürlich gibt's noch viele Kleinigkeiten. Aber wer soll das alles Lesen? Mittlerweile sind wir schon in Nicaragua und hoffentlich bald im Hostel.
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  • Kulturstopp en León miau

    April 9, 2023 in Nicaragua ⋅ ⛅ 36 °C

    Die Busfahrt mit den zwei Grenzübergängen hat den ganzen Tag in Anspruch genommen. In Leon wurden wir direkt im Hostel abgesetzt, draußen wars schon dunkel. Wir waren beide ziemlich erleichtert, dass wir ein Doppelzimmer hatten und in Ruhe unsere Sachen auspacken konnten und dann ganz schnell schlafen.

    Frühstück gab's im Hostel und danach mussten wir unsere Rucksäcke schon wieder zusammenpackendrrxddtd und auschecken. Dann gings direkt zur Free Walking Tour, das haben wir seit Bogota nicht mehr gemacht. Und die Tour war richtig gut! Leon ist relativ klein und ausser dieser grossen Kirche gibt es eigentlich gar nicht sonderlich viel zu sehen.

    Zweiter Stopp war am Markt. Dort haben wir ein paar von den Leckerein da probiert. Der Süsskram ist mir etwas zu süß. Aber die eine Frucht fand ich sehr lecker. Und so einen Pfannkuchen mit Käse drin und Puderzucker. Tres Leches haben wir noch nicht probiert, aber ich vermute, dass das genau der Nachtisch ist, den es auch in Albanien gibt. Wie kommt das denn bitte??

    Aber über die Geschichte hat der Guide viel erzählt. Von der Eroberung der Spanier, von denen die Mayas dachten, sie wären Götter. Ich finde ss manchmal etwas makaber, dass überall Jesus und Gott und Maria hängen, obwohl diese Religion den Menschen hier irgendwann mal so gewaltvoll aufgezwungen wurde. Naja.
    Es gab wohl mal ne Revolution hier mit viel Gewalt. Der Pabst kam zu Besuch und hat gesagt, dass Gewalt keine Lösung uns und daraufhin gabs auf die Ohren vom Volk. Oder so.
    Und Reagan hat den Bürgerkrieg gesponsert und es so aussehen lassen, als ob die Russen die sozialistische Seite mit Waffen versorge. Bis ein amerikanisches Flugzeug mit Waffennachschub abgeschossen wurde und er aufflog. Die Amis mussten nämlich auf viele Sachen keine Steuern zahlen (u.a. Chicita Banana und sowas) und das sollte sich nicht ändern. Reagan hat dann über den Präsidenten gesagt, dass er ne Bitch ist, aber seine Bitch.
    Muy corrupto todo!
    Und der jetztige Präsident ist wohl auch nicht besser. Der hat beschlossen, dass er jetzt ein demokratischer Diktator ist und seine Frau ist Vize.
    Wie in Guatemala gibt's so 10 Familien, denen das Land gehört, der Präsident ist einer von ihnen.
    Klingt alles ganz schrecklich, hoffentlich werde ich nicht verhaftet, weil ich das hier schreibe.

    Also zusammengefasst: viel gelernt und schon wieder fast alles vergessen. Vielleicht schaffen wir in Granada noch ne Tour.

    Danach sind wir noch in ein Kunstmuseum gegangen. Das soll eines der größten in Zentralamerika sein oder so und die Sammlung war wirklich beeindruckend. Da hingen alle, die man so kennt und noch viele mehr. Wir haben uns wirklich gewundert, wie viele Räume das waren.

    Von dort sind wir, schon ganz schön erschöpft, nochmal zum Markt gegangen um Mittag zu essen. Es gab Reis mit Bohnen und etwas Salat und Tortilla (das ist hier so das Standartessen) und dazu Hühnchen in einer Tomatensauce, das war sehr lecker. Was ohne Fleisch gabs nicht.

    Und danach sind wir schon wieder in den Bus gestiegen. In unsern ersten Chickenbus.
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  • Las Peñitas - Otra Playa en Nicaragua

    April 11, 2023 in Nicaragua ⋅ ☀️ 35 °C

    Wir sitzen schon wieder im Chickenbus (so nennt man die öffentlichen Busse hier) weiter zum nächsten Stopp el Tránsito. Absolute Reizüberflutung. Laute Latinmusik, Motorgeräusche und Geruch, ab und zu mal ein Hupen. Ein Kind kann sich nicht entscheiden ob es raus guckt oder doch lieber uns die ganze Zeit. Wir werden wirklich viel angeguckt hier. Der Busbahnhof ist zwischen den Marktständen versteckt, nahendem wir uns durch die Gässchen durchgeschlängelt hatten, gings direkt in den Bus hier. Wir haben noch Snacks gekauft, was gar nicht nötig gewesen wäre, da kurz vor der Abfahrt alle Verkäuferinnen und Verkäufer nochmal reingekommen sind, um noch etwas loszuwerden.

    Bis heute Morgen waren wir in Las Peñitas. Das ist ein Ort, der relativ nah an Leon liegt und als Surferort gilt.. Die Wellen waren leider nur so Mittelmäßig aber der Surflehrer war gut. Aber wir haben auch einfach mal viel entspannt, in den Hängematten, direkt am Strand.

    Auch hierhin sind wir mit dem Chickenbus gefahren.. Kaum zu glauben, aber das war unsere erste Fahrt mit einem dieser kunterbunten alten ausrangierten Schulbussen aus den USA. Die Fahrer waren super hilfsbereit, haben unsere Rucksäcke in die Ablage gehoben und uns Bescheid gegeben, wann wir aussteigen mussten. Zuerst war der Bus relativ leer, ebenso wie die ganze Stadt Leon. Vermutlich wegen dem letzten Tag der Semana Santa. Die waren alle noch am Strand. Tatsächlich wurde es immer voller, je länger wir an der Promenade entlang gefahren sind. Der Bus hupt nonstop, falls jemand an der Strasse steht und noch mitfahren möchte. Am Ende standen die Leute im Gang und ich zwischendurch nur noch auf einem Bein, um die Menschen an mir vorbeigehen zu lassen. Aber auch hier wieder: alle super zuvorkommend und freundlich. Ich lieb sowas: aventura!

    Das Hostel mano a mano liegt direkt am Strand. Es gibt eine grosse Küche, viele Hängematten, eine Terasse zum Yoga machen und direkt dahinter das Meer. Wir waren noch relativ satt vom Mittagsessen, deshalb sind wir nach dem einchecken direkt an den Strand. Es war noch alles voll mit Latinos wegen der Semana Santa und das Meer sah irgendwie verrückt aus. Es war Flut und der Strand hat eine Bucht geformt, an dem die hohen Wellen ganz nah am Rand waren. Zum Sonnenuntergang saßen wir mit ner Flasche Wein und Deeptalk am Strand und haben lange geplaudert.

    Kaum zu glauben, aber am Ostermontag ist in Lateinamerika der Osterspuk vorbei. Alle weg. Zurück bleiben nur ein paar Latinos und Touristen wie wir. Nach dem Frühstück haben wir uns mit einem Surflehrer getroffen. Wir waren beide etwas enttäuscht, weil es gerade entweder nur sehr grosse Wellen oder wieder Weisswasser gab. Trotzdem haben wir noch ne Stunde bei ihm gemacht, das war auch die richtige Entscheidung. Der Lehrer war richtig gut, hat nochmal viel erklärt. Hm was haben wir denn nochmal danach gemacht? In dem Hostel konnte man auf jeden Fall gut entspannen. Ich hab Tintenherz gehört und gezeichnet, in der Hängematte gelesen. Später sind wir durch das Dorf gegangen auf der Suche nach Gemüse. Hinter dem einen Strand ist noch so eine Bucht mit ganz vielen Fischerboten. Dort ist alles ein bisschen einfacher: Holzhütten, die bei Flut etwas unter Wasser stehen. Ein Auto, das mit Opa im aufgeklappten Kofferraum durch das steigende Wasser fährt. Fischköpfe auf dem Boden. Hunde, die im Schatten der Bote liegen. Frisch gefangenen Fisch zu verkaufen. Pollo natürlich aber auch.

    Abends haben wir gekocht, das ist manchmal ein bisschen mühsam, weil sich alle um den einen Herd scharen. Es gab Kartoffeln und mal was ganz was anderes: Weißkohl. Wir haben Fredi und Luana wiedergetroffen. Die sind zusammen mit uns Bus gefahren von El Salvador über die Grenze. Die waren schon in Nicaragua und haben uns ein paar Tipps gegeben.

    An Tag 2 haben wir morgens mit den beiden Mädels ein Work out gemacht, das war ganz schön anstrengend. Danach waren alle 4 Gesichter ganz rot. Später haben wir eine Bootstour durch den Mangrovenwald nebenan gemacht. Mit dem Motorboot und der Hoffnung auf Krokodile. Der Mangrovenwald ist über 20 km lang und die Heimat von meinem lieblingsessen: Gambas. Das
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  • Surfcamp Free Spirit

    April 12, 2023 in Nicaragua ⋅ 🌙 28 °C

    Das free spirit hostel in el tránsito bietet verschiedene Pakete an, um surfen zu lernen oder üben. Das Hostel wurde uns von zwei Deutschen empfohlen, die absolut begeistert waren. Das Problem war nur, dass es mit 55 Dollar die Nacht etwas über unserem Budget lag. Aber das Paket beinhaltet Frühstück und gemeinsames Abendessen, alle 2 Tage einen Surfkurs, man kann sich jederzeit ein Board nehmen, Abends immer irgendeine Aktion und jeden Morgen Yoga. Das alles direkt am Strand mit Pool mit Meerblick. Der Vorteil daran war auch, dass wir uns mal um gar nichts kümmern muss.. Nur bin ich ja eigentlich gar nicht so die Strandurlauberin und hatte zwischendurch das Gefühl, dass wir gerade sozusagen das Land verpassen. Andererseits wollte ich auch noch etwas Surfen lernen und von der Lage her hats so einfach am besten gepasst, sonst wären wir zu viel hin und her gefahren und das dauert dann ja immer Stunden. Danach gibt's auch erstmal keinen Pacifico mehr.

    Am ersten Abend waren wir etwas enttäuscht. Wahrscheinlich waren die Erwartungen auch sehr hoch, nachdem was Fred und Luana aus Osnabrück so erzählt haben. Aber das Zimmer war wieder ohne Moskitonetz und mit Miniventilator und so heiß schon wieder. Und.. Wie das so oft beim Ankommen in nem Hostel ist: alle kennen sich und wir waren erschöpft von der Fahrt. Da fühlt man sich einerseits ausgeschlossen, hat aber auch gar keine Lust zu feiern. Die Party ging auf jeden Fall sehr lange. Vor dem Essen haben wir an der Hostelbar noch ein Selzers (son Getränk das es hier überall gibts) getrunken und den Sonnenuntergang angeguckt. Da haben wir Laura aus Hamburg kennengelernt. Die ist sehr nett, hat vor im nächsten Monat 10 Vulkane zu besteigen und ist grad erst in Nicaragua angekommen. Mit der haben wir uns gut verstanden und die nächsten Tage viel Zeit verbracht. Nach dem Essen sind wir trotzdem einfach schlafen gegangen und lagen noch lange wach und haben Hörbuch gehört. Ich hör jetzt Tintenherz.

    An Tag 2 hatten wir direkt ne Surfstunde. Da gabs ne Miskommunikation mit dem Surflehrer, der uns in die grossen Wellen schicken wollte, weil er uns abends etwas angetrunken nur kurz gefragt hat, was wir so wollen. Ich dachte, intermediate heisst, man kann schon aufm Board aufsteigen und dann war er auch schon wieder weg. Später hatte ich ihn noch am Waschbecken wiedergesehen, da hatte er noch ein Bier in der Hand und meinte: "dont Worry im a machine!". Er war noch ganz jung, blond, braungebrannt, six-pack und french-canadian. Hat super schnell gesprochen und ich hab ihn ganz oft nicht verstanden. So gings mir auch bei der Surfstunde, die dann doch erst Mittags stattfand. Ich hab ihn einfach nicht verstanden. Dann hat er den Popup noch ganz anders verstanden und ich hab im Wasser gar nichts mehr hinbekommen. Das hat mich leider zwischendurch echt demotiviert. Am zweiten Tag ging es mir ähnlich. Da war ich ohne Lehrer im Wasser und es ging gar nix mehr.

    Aber das klingt jetzt schlimmer als es war. Denn das was wir uns erhofft hatten, ist ja wirklich passiert: ab Tag 2 hatten wir so ein Grüppchen gefunden. Mit einer anderen Deutschen namens Kim, die Supersportlich ist und einen sehr schönen trockenen Humor hat. Eine italo-schweizerin (sagt man das so?) Namens Luca und einer Holländerin, die ich eigentlich gar nicht so nett fand (hupsi). Mit denen lagen wir ganz viel am Pool und haben gelesen, Smoothies getrunken und geplaudert.

    Wir sind wir am zweiten Tag zum Strand auf so Felsen gegangen, das sah ganz verrückt aus. Wie auf dem Mond. Und bei Ebbe haben sich dann so natürliche Pools gebildet.

    Am Abend lief ein Surffilm über eine Surferin, deren Arm vom Hai abgebissen wurde und die ganz doll an Gott glaubt. Das war gemütlich. Am nächsten Tag sind wir Mittags Fisch essen gegangen, das war direkt am Strand auf dem Grundstück einer Familie. Ich glaub es war ein Thunfischsteak. Lecker. Dazu haben wir dann einfach schon ein Bier getrunken und das wars dann auch mit Surfen für den Tag. Im Hostel haben wir einen Maracujamargarita getrunken, leckerlecker. Und dann gab's noch vor dem Essen eine Party auf dem Dach. Dazu sollte man sich silly verkleiden. Da haben wir beim Fisch essen noch gerätselt, wie das mit den paar Sachen, die wir mithaben, das überhaupt schafft. Aber dann gabs ne Verkleidungskiste. Die meisten Leute sahen wirklich herrlich aus. Es gab einen Catwalk, bei dem wir gekniffen haben... Und alle haben auf der Dachterrasse getanzt, mit richtig gutem Ausblick. Nach dem Essen haben wir an der Bar, die direkt vorm Strand ist weitergetrunken. Da durften wir DJ spielen und haben festgestellt, dass das gar nicht so einfach ist. Weil die meisten Leute am liebsten David Guetta hören und keine gute Musik.
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  • Wilde Fahrt nach Granada

    April 16, 2023 in Nicaragua ⋅ ☀️ 33 °C

    Oh was für ein langer langer langer Tag.
    Heute Morgen haben wir beide beschlossen, uns jetzt nicht stressen zu lassen und unser "learn how to surf" Paket noch auszukosten. Ich hatte eigentlich ein Surfdate mit Laura aus Hamburg und Noah aus der Schweiz. Aber Noah lag um halb 8 noch im Bett und hat den Schlaf von der letzten Nacht nachgeholt.. Da hat sie ja nicht in ihrem eigenen Bett geschlafen. (sondern aus Versehen in dem Bett von dem Freund von dem Engländer, mit dem sie vorher GV hatte. Nachdem sie Pipi gemacht hatte, wusste sie nicht mehr, in welchem Bett er lag. HERRLICH!)
    Ich hab sie also schlafen gelassen und stattdessen meinen Rucksack gepackt. Das war eine gute Entscheidung, weil die Wellen eh nicht so anfängerinnenfreundlich waren.

    Daher gabs erstmal Frühstück, zusammen mit allen, die wir da so kennengelernt haben. Danach direkt Yoga. Ohne Laura, die war stattdessen surfen. Die Yogalehrerin hat immer sehr ähnliche Sachen mit uns gemacht. Dieses mal wars etwas anstrengender als sonst. Das fand ich gut. Danach bin ich mit Laura aus Hamburg ins Meer gehüpft und dann sagte ich, dass ich ja eigentlich auch noch mal aufs Bord möchte. Aber nicht so gern allein. Laura ist sehr direkt und hats in diesem Fall auf den Punkt gebracht: Tomke! Wenn du immer darauf wartest, dass jemand mitkommt wirst du nie die Sachen tun können, die du tun willst.

    Das ist ja eigentlich gar nicht mein Problem, beim Surfen bin ich aber vorsichtig. Ich bin dann wirklich nochmal ins Wasser. Die Wellen waren aber wirklich nicht geeignet für mich als Anfängerin. Eine weiße Abschlusswelle bin ich aber gesurft.

    So. Und danach gings los. Allen Schüss gesagt, bzw. der Laura ein wir sehen uns in Hamburg. Vielleicht ja auf dem Vogelball. Der Plan sah so aus:
    1. Zur grossen Strasse trampen, von der aus der Bus fährt. Es gibt nur 3 Busse die ganz früh morgens durch den Ort fahren.
    2. Bus nach Managua nehmen
    3. Bus von einem Busbahnhof zum anderen Busbahnhof
    4. Bus nach Granada nehmen.

    Bei superknackiger Mittagshitze standen wir deshalb im Schatten und haben das Däumchen in Richtung Carretera gehalten. Relativ schnell kam schon ein Auto, bei dem der Fahrer sagte, in einer Stunde könnten wir mit. Schon mal ne gute Option. Ziemlich schnell danach fuhr ne Familie auf nen Pick-up an uns vorbei, die dann auch anhielt und uns einsammelte. Wieder ein Toyota High-lux (oder so), das wohl beste Auto für Südamerika. Allrad und Großfamilientauglich. Über die Ladefläche hatten die zwei Erwachsenen und ca. 7 Kinder ein weißes Laken gezogen als Sonnenschutz. Die Kinder waren leider teilweise voll von der Sonne verbrannt. Laura hat ihnen was von ihrer Aloe Vera Creme gegeben. Wir haben direkt schon mal Handtücher zum bedecken und als Sonnenschutz bekommen. Und dann gings los. Wir saßen ganz hinten und haben das Tuch gehalten, das ganz doll geflattert hat.

    Relativ schnell sind wir nochmal angehalten. Refresco, bolsas und pan kaufen. Laura wollte noch sagen, dass sie noch ne Tüte da hätte. Aber da war auch irgendwas mit 20 Bolsas im Gespräch und ich hatte da so ne Ahnung. Und tatsächlich wurden dann die vier Zweilieterflaschen Cola in ganz viele keine Plastiktüten gefüllt und oben zugenotet. Wir haben auch eine bekommen, haben uns aber eine geteilt. Wir wollten denen neben dem Platz auf der Ladefläche nicht auch noch die Cola wegtrinken. Ich war etwas überfordert damit. Man muss eine Ecke der Tüte aufbeissen und dann dran saugen. Die leeren Tüten wurden leider einfach in den Busch geworfen. Vom Brot, sehr süss und ohne alles, habe ich auch noch ein kleines Stück bekommen. Wir haben zum Tausch unsere Chips angeboten, die dann mehrfach durch die Runde gingen.

    Bei der Haltestelle für den Bus nach Managua wurde nicht gehalten, wir wurden einfach noch mitgenommen. In Managua standen wir dann an einer sehr grossen Straße und hatten nur eine spanische Wegbeschreibung zur Haushaltestelle. Bushaltestellen sind hier aber ein flexibler Begriff. Manchmal muss man sich einfach nur an die Strasse stellen und dem Bus zuwinken. In diesem Fall aber nicht. Ich hab nochmal bei einer Frau nachgefragt, die sagte auch nochmal: weiter nach rechts. Dort war dann tatsächlich eine Haltestelle, die 110 kam auch direkt.

    Ein sehr voller Bus, puh. Und das mit den zwei Rucksäcken vorne und hinten. Es gibt immer eine Person, die das Fahrgeld einsammelt. Der sagte dann ständig, dass wir weiter durch gehen mussten. Es war unheimlich eng und meine Hände haben so geschwitzt, dass ich mich kaum an den Stangen festhalten konnte. Ich hab eine Frau gefragt, ob der Fahrer tatsächlich wollte, dass wir durchlaufen und wohin denn dann bitte? Da musste sie auch nur lachen und hat die Schultern gezuckt. Am Ende haben uns alle geholfen, dass wir am richten Ort aus diesem supervollen Bus steigen konnten.

    Der nächste Bus stand schon an der Haltestelle. Der Kassierer hat ganz laut Granada aus dem Bus geschrien, wir konnten direkt vorne sitzen mit unseren Backpacks auf der Amatur. Ich weiss wirklich, was los mit mir ist, aber ich glaube ich hab mein Portemonnaie im Hostel liegen lassen. Das ist nicht so tragisch, weil wahrscheinlich nur 3 Euro oder so drin waren, für die fährt wars natürlich problematisch, weil wir fast gar kein Geld mehr hatten. Am Ende hat uns eine Frau die 2 Dollar für die Fahrt geliehen. Angekommen in Granada haben wir direkt Geld abgehoben und ihr das Geld zurück gegeben. Wir haben gegengerechnet und diese fährt hat einfach um die ein Euro gekostet. Yeah!

    Das Hostel ist superschön. Wir haben ein eigenes Zimmer, mit Blick in die Blumenranken. Frühstück ist mit im Preis drin, Abends gibt es social Drinks. Und jetzt gibt's erstmal eine hoffentlich sehr entspannte Nacht.
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  • Granada. Hot hot hot hot

    April 16, 2023 in Nicaragua ⋅ 🌙 29 °C

    Wir sind in Granada, in unserem eigenen Zimmer.. Ziemlich begeistert vom Hostel und der unterbunten Stadt uuuuh und was es hier alles zu erleben gibt. Bootstouren, Wanderungen auf nen Vulkan und und und. Am liebsten würden wir länger als nur 3 Nächte bleiben.

    UPDATE!
    Heute ist Mittwoch der 19.4. . Eigentlich würden wir jetzt schon weiterreisen aber wir haben um 2 Nächte verlängert, wie vorher schon beschrieben. Dafür mussten wir das Hostel wechseln. Schade um unseren schnuckeligen kleinen private Room mit Blick in die Blumen überm Hof und drittem Bett zum ablegen von Sachen. Abends haben wir immer Blackbird weitergehört, mit 2 Ventilatoren die uns auf die Füße wedelten. Im boca en boca haben wir jetzt ein Bett im Schlafsaal, aber ich finde es viel schöner als das Hostel vorher. Es ist ganz hell, viele Pflanzen und Hängematten und helle Farben. Wir wollen jetzt mal ein bisschen unsere Basis chillen.. Die letzten 2 Tage war relativ viel (tolles) Programm.

    An Tag 1 sind wir nach dem Frühstück auf den Markt gegangen.. Da gibt's alles, es ist richtig wuselig, von Hundefutter über Plastikfiguren bis zu Schweineköpfen kann alles erworben werden. Wir haben Gemüse und Früchte für die nächsten Tage gekauft. Koreaner sieht hier ganz anders aus. Einen Kürbis und ne Zucchini haben wir auch noch gekauft, die ich so auch noch nie gesehen hab. Und ganz viele Limetten und Tomaten und und und haben wir gekauft.

    Im Hostel habe ich einen Mittagsschlaf gemacht, vorher diese typischen Pfannkuchen mit Puderzucker und Käse gegessen.

    Dann gings auf zur Free Walking tour. Das ist so ne verrückte Sache. Wegen dem Parasidenten darf man keine Free Walking tours machen. Ich weiss nicht, obs wegen dem Versammlungsverbot ist. Diese Osterprozezzionen, die in Guatemala überall waren, sind hier ja auch verboten. Oder obs daran liegt, dass in solchen Touren über Politik gesprochen wird. Auf jeden Fall findet man online nichts, sondern muss im Hostel nachfragen.

    Granada ist die zweitälteste Stadt Zentralamerikas. Soweit ich das richtig verstanden hab, auch weil es hier keine Maya oder Inca oder so gab. Wir haben verschiedene Kirchen gesehen, das älteste Haus der Stadt. *(Laura schreibt) In dem der mieseste Ami Lateinamerikas im 19. Jhdt namens John Walker lebte- von denen es recht viele gab*, einen Platz der richtig schön ist und dann noch so nen Kriegsfort. Dort waren ganz schmale hohe Fenster verbaut, als Schutz vor den Piraten früher. Granada liegt direkt an dem See, auf dem Ometepe liegt. Nach dem Lago Titicaca ist er der größte Binnensee Amerikas.

    Soviel habe ich behalten. Und es gab ganz viele Marias zu sehen. In einer Kirche war grad Gottesdienst und wir mussten kurz lachen über die kitschige Musik die plötzlich aus den Lautsprechern kam und so gar nicht zu dem alten Gebäude passte.
    * Die drei älteren Gebetsbesucherinnen gaben dazu ihr Bestes im Singen. *
    Viva Maria!

    Von der Walking tour aus gings direkt in den Bus auf den Vulkan. Dafür hab ich ja jetzt ein eigenes Kapitel gebastelt.

    An TAG 2 sind wir nach der Tour durch die Stadt geschleudert und waren nach langer Zeit mal wieder in nem Café. Das hätte auch in Berlin sein können oder so. Sehr schick mit grünen Hinterhof, Bücherregalen, hohen Decken und Schmuckecke. Dort sassen wir lange, haben Bilder ausgetauscht, hier bei find penguins hochgeladen, Café getrunken, Laura hat Fisch gegessen... Danach sind wir noch ins Kakao Museum. Ein sehr altes koloniales Haus, mit Pool und Café und Informationen über die Produktion von Kakao an der Wand.

    Im Hostel gabs immer ne Happy Hour. 3 Social Dinks von 6 bis 7h Abends. Cola oder Fresco (Sprite) mit oder ohne Rum. Diesmal waren wir auch mal Social, haben Karten gespielt und uns mit 2 Leuten aus München unterhalten. Die eine studiert Grundschullehramt und er Sonderpädagogik. Aber das Studium ist ganz anders, wegen Bayern. Danach gab's mal wieder mein lieblingsessen. Nudeln mit Tomatensauce.
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  • Masaya Vulkanos

    April 17, 2023 in Nicaragua ⋅ ⛅ 26 °C

    Endlich mal wieder nen Berg hochlaufen! Über das Hostel haben wir ne Tour zu dem Vulkan im Masaya Nationalpark gemacht. Seeeehr entspannte Tour und richtig schöne Natur.

    Mit nem Shuttlebus ging es erstmal den Weg zurück, den wir gestern gefahren sind. Den Eingang hab ich auch schon auf der Fahrt nach Granada gesehen. Sehr clean war die Strasse dort und es ging bis zu einer Aussichtsplattform, von der aus das aktive Vulkan-loch sichtbar ist. Lava sieht man aber erst, wenns dunkler ist. Aber die Natur drum herum ist eben auch sehr schön. Am Horizont ist ein See sichtbar und die Stadt Masaya und ganz viel grünes.

    Wir sind beide so richtig erleichtert, dass es irgendwie weiter geht. Vielleicht wars ein bisschen viel am Strand liegen.

    Der Weg bis zur Spitze war kurz aber einfach schön. Man muss sich ja nicht immer überanstrengen. Oben haben wir den Sonnenuntergang beobachtet. Wieder unten angekommen konnten wir dann nochmal in den Krater gucken und die rote Lavasuppe sehen. Was nicht auf den Fotos erkennbar ist, ist dass sich die Lava bewegt, die Farbe wechselt und wie sich der Rauch in ihr spiegelt.

    Dann wieder zurück in den Bus. Seeeehr hungrig. Im Hostel werden die Sachen vom Markt gekocht.
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  • Las Isletas

    April 18, 2023 in Nicaragua ⋅ ☁️ 30 °C

    Las Isletas liegen relativ nah an der Stadt im See. Es handelt sich um 365 kleine Inseln, die durch einen Vulkanausbruch entstanden sind. Den inaktiven Vulkan sieht man auch auf den Fotos.

    Wir waren mal wieder extrasportlich und haben die Inseln mit dem Kanu erkundet. Wir waren die einzigen bei der Tour und sind deshalb alleine in nem 2er Kanu dem Guide hinterher. Es war ein bisschen bewölkt, deswegen erkennt man auf den Bildern gar nicht, wir schön! Es dort war. Wir sind an Seerosen vorbei, haben ganz viele Vögel gesehen. Gerade ist Mango Season. Der Guide hat mit seinem Paddel die reifen Mangos angetippt und sie dann im Kajak sitzend aufgefangen. Very impressive. Diese Art von Mangos gibt's in Deutschland gar nicht. Sie sind ganz klein, etwas faserig und man kann mit den Zähnen die Schale abziehen und die Frucht ohne zu schneiden essen. So schmeckt es doch immer am besten!

    Die Inseln sind fast alle bewohnt.. Vom Fischern oder aber von reichen Menschen aus aller Welt, die sich dort ihre Ferienschlösser hinbauen. Wirklich verrückt, was da alles so stand!

    Und dann noch ein weiteres Highlight: wir haben 3 verschiedene Affenarten gesehen!! Uiuiuiui das hat mich ganz glücklich gemacht.

    Und Kajak lenken kann ich jetzt auch. Dann kann Max sich schon mal darauf einstellen, dass er beim nächsten Mal vorne sitzt an der Werse. Hehe

    Fisch gabs auch noch zwischendurch: ich musste doch mal probieren, was die alle hier so eifrig fischen.
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  • Granada 2 boca en boca y boozecruise

    April 19, 2023 in Nicaragua ⋅ ⛅ 31 °C

    Nach dem Frühstück sind wir in das andere Hostel in Granada gegangen. Im Boca en Boca haben wir uns einen Kaffee genommen und etwas entspannt.. Laura hat Spanisch gelernt und ich hab Blog geschrieben. Ich hänge ja ein bisschen hinterher, und dann passiert ständig noch was neues! Aber es macht mir auch Spaß.

    Mittags sind wir nochmal auf Cafésuche und dafür etwas durch die Stadt gelaufen, ohne am Ende irgendwo eingekehrt zu sein. Stattdessen haben wir uns was zum Mittagessen gekauft und Drinks für den Boozecruise.

    Im Hostel haben wir also noch was gegessen und dann gings irgendwie schon los mit der Party. Den Booze Cruise auf nem Partyboot haben wir in Atilan ja ausgelassen und dachten, dass wir mindestens einmal sowas mitmachen müssen.

    Es fing an mit einem Drink im Hostel. Alle mit. Partybändchen haben sich an den selben Tisch gesetzt und Konversation getrieben. Neben uns saßen da noch 3 Holländer, ein Schweizer und eine Französin namens Flor. Mit der haben wir dann auch hauptsächlich den Abend verbracht, und mit den anderen Leuten vom Tisch auch etwas. Flor ist in meinen Augen eine Französin wir man sie sich vorstellt. Sehr hübsch, schöne Kleidung, raucht, freundlich, cool aber auch etwas kühl. Ich fand sie aber sehr nett. Alle Touristen wurden dann in nen Shuttlebus gesetzt und zum Boot gefahren. Mir kam das alles sehr surreal vor, wir ganzen weißen Europäer (hauptsächlich), die da einen ganz anderen Film leben, als alle anderen ausserhalb vom Bus. Innen läuft David Guetta während das Auto kurz halten muss, weil eine Kuh die Straße überquert.

    Die Musik war wirklich wahnsinnig schlecht. Im Free Spirit sollten wir einmal DJ spielen und da hab ich gemerkt, wie schwer das ist was zu finden, was allen gefällt. Das Ding ist, dass die Musik die dabei rauskommt niemandem so richtig gefällt, aber jeder kennt es und kann was mit anfangen. DAMN GIRL YOU SEXY BITCH!

    Die Aussicht, wieder las Isletas vom Vortag, war natürlich himmlisch. Und irgendwie wars auch einfach witzig. Wir haben Labello auf unsere Bändchen geschmiert um uns einen weiteren Drink zu ermogeln. Hat auch einmal geklappt.. Juhu.

    Irgendwo sind wir dann gestoppt und dann durften wir alle vom oberen Deck aus ins Wasser rutschen oder springen. Das Wasser war superwarm. Ich frag mich ja, wo das Abwasser vom Boot so hinging, hab da so nen Verdacht. Dabei frag ich mich eh, wo das Abwasser an so Seen und am Meer hingeht?

    Es ging dann weiter zum sogenannten secret Spot. Das war eine kleine Enttäuschung, denn es handelte sich einfach nur um ne Bar am See mit Pool und David-Guetta-Dancefloor. Ich war irgendwann nicht mehr so motiviert und müde und vor allem hungrig, deswegen haben wir die letzte Stunde die Zeit eher abgesessen.

    Zurück im Hostel haben wir die Nudel und Reisreste verschlungen und dann noch Mario Kart gespielt und danach Billiard. That was fun!

    Der Ausflug zum laguna de apoyo bekommt einen extra food print 🐧
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  • Laguna de apoyo

    April 20, 2023 in Nicaragua ⋅ ☀️ 34 °C

    Ich bin morgens sehr müde aufgewacht von der Trinkerei am Vortag. Außerdem haben wir schon wieder so viel erlebt, dass ich wieder Zeit fürs Runterkommen und Erlebnisse-verdauen brauchte.

    Von Flor, der Französin, haben wir von einer Wanderung gehört, die wirklich richtig schön klingt. Aber heute ist der letzte Tag und wir waren zu spät dran. Ich war auch viel zu erschöpft um Action zu machen. Deshalb haben wir uns spontan noch zu dem Ausflug zur laguna de apoyo entschieden. Nach dem secret spot vom Vorabend war ich jedoch misstrauisch. Im Notfall leg ich mich in ne Hängematte und lese, hab ich mir gedacht.

    Angekommen waren wir drei alle richtig positiv überrascht! Bei uns ist Berit mit dabei aus Kiel. Die sitzt grad neben mir und liest. Wir sind hier in nem Hostel, das Paraíso heisst und auch ziemlich paradiesisch ist. Hier könnte ich auch länger bleiben!

    Wir haben uns ganz viele Früchte und Gebäck mitgenommen und die an einem der Tische gegessen. Waren dann Schwimmen und sind in alten Autoschläuchen durchs Wasser gedümpelt.

    Dann gab's noch einen Expresstöpferkurs mit Drehscheibe. Da haben wir alle einmal versucht, eine Schüssel oder Tasse zu formen. Das lief so mittelmässig, macht aber einfach Spaß. Der Lehrer macht das, so wie sein Papa, beruflich. Die Farben kommen aus verschiedenen Sanden in Nicaragua. Die Muster ritzt er vorm Brennen ein und braucht ca. 3 Stunden pro Tasse. Da hätte ich ja schon gerne eine gekauft, aber nicht dass die zerbricht in den 2 Monaten, in denen ich den Rucksack noch mit mir herumschleppe.

    Danach haben wir noch Papaya und Mango und Ananas gegessen und einen Kaffe getrunken.

    Berit und ich sind dann mit den Kajaks losgezockelt. Ich kann jetzt richtig gut lenken, diesmal waren es 1 Personen Kajaks. Wir sind ein bisschen die Küste entlang, bei etwas Wellengang. Hier ist sonst gar nicht so viel los, nur im Paradiso tummeln sich die Leute. Übrigens nicht nur Ausländer. Gutes Zeichen glaub ich.

    Neben uns saß vorhin noch ein Pärchen mit einem Hund, der die ganze Zeit würgen musste. Gestern hatte der ne Impfung. Das war irgendwie skurril, immer wieder diese würgegeräusche zu hören.

    Jetzt liegen wir hier, Laura hat ihr Buch durchgelesen und ich könnte auch noch länger bleiben. Lesen, ein Nickerchen machen, oder weiter am Reisetagebuch schreiben..
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  • Jungel!

    April 21, 2023 in Nicaragua ⋅ 🌙 29 °C

    Die Fahrt zur Insel Ometepe war wie immer ereignisreich und etwas anstrengend. Erst mit dem überfüllten, heißen Bus nach Rivas. Dort durch 100 Leute schlängeln, die einem etwas andrehen wollen. Taxi suchen, zum Hafen fahren. Bier am Hafen trinken mit einem Typen aus Tschechien. Dann die Fahrt auf der Fähre und dann mit dem Taxi zum Hostel.

    Eine Freundin von Laura hat uns das Hostel el Zopilote empfohlen. Das soll mitten im Jungel sein, mit Permakultur und vielen Workshops. Jeden Tag Yoga.
    Was wir nicht wussten: es war schon mal ne kleine Wanderung dahin, das war aber kein Problem, trotz der schweren Backpacks. Und auf der Fahrt dahin sind wir sogar noch einkaufen gegangen und hatten deshalb Kürbis, Ananas, Milch, Kartoffeln und so weiter dabei.

    Schon zur Rezeption gings einen kleinen Trampelpfad hoch durch den Wald. Aber nach dem Einchecken gings noch einen wahrscheinlich doppelt so langen Weg den Hügel weiter nach oben. Die australische Voluntärin beschrieb dabei immer auch körperlich sehr vehement, an welchen Stellen man jetzt abbiegen sollte und ja auch besser nicht links beim ausgetrockneten Fluss runter, das könnte im Dunkeln blöd enden, auch nicht rechts oder links an einem kreuzenden Weg von locals abbiegen, sondern straight durch die Stacheldrahtlücke durch. An dieser Stelle mussten wir aus den Grundstück raus, über einen Trampelpfad, und durch einen Zaun weiter. Da dann *durch ein Tor und VORSICHT nicht die Hunde aus * Versehen frei lassen beim Tor öffnen,* noch etwas weiter und ganz ganz hinten war eine kleine Hütte, in der unser Zimmer war. Und das war wirklich eine Zumutung. Zwei alte Stockbetten, die Moskitonetze hatten Löcher, die Schränkchen standen schief im Raum, die Wand war mit Edding beschmiert. Das Trockenklo hatte zwar 2 Toiletten, aber keine Wand dazwischen, am Waschbecken oxidierte eine aufgeschnittene Wassermelone dahin und wurde langsam von Insekten zerfuttert. Laura war da schon ausser sich. Ich dachte mir zu diesem Zeitpunkt noch, dass wir eben im Jungel sind, dass es nur 2 Nächte sind und es ja auch ein kleines Abenteuer ist. Aber ich dachte auch, dass es blöd ist, dass wir soo weit laufen müssen, um an Trinken, Strom und alles andere zu kommen. Die anderen Räume waren nicht so weit weg, wir hatten einfach Pech mit dem Zimmer.
    Die Küche war nicht zu gebrauchen, wir waren umsonst einkaufen. Kein Kühlschrank, oder Wasser und auf der Pfanne, die auf dem Herd stand, krabbelt eine kleine Kakerlake herum.
    Gererell war alles, je weiter es von der Rezeption weg ging, etwas ranzig. Permakultur heisst doch nicht, dass man seinen Müll überall liegen lassen soll, oder?

    *Ich (Laura) hatte mich beim Aufstieg ein wenig über die voluntärin und ihre einprägende Wegbeschreibeung amüsiert. Aber schon beim Abstieg im Hellen ist Tomke zwei mal falsch abgebogen. Im hellen und zum Glück war ich ja dabei. Da musste ich auch noch lachen. Das passierte aber auch im Dunkeln und dann stellte ich mir lauthals vor, was denn wäre wenn Tomke jetzt allein gewesen wäre, da wäre sie nachts alleine im Dunkeln völlig lost durch den Dschungel getapert…

    Wir haben demnach nicht gekocht. Stattdessen sind wir die Strasse entlang gegangen zu dem Comedor Rosa. Dort haben wir Fisch gegessen mit Pommes. Lecker lecker. Der Laden war irgendwie süss. Mega kitschig mit ganz viel bunter Deko. Können wir nicht da schlafen, haben wir uns wahrscheinlich beide gedacht.

    Zurück zum Zopilote, haben wir an der Rezeption gefragt, ob wir das Zimmer Wechsel könnten. Für die zweite Nacht ging das. Ich dachte mir: gut, dann wandern wir da jetzt wieder hoch, putzen schnell die Zähne und ab uns Bett. Mittlerweile war es dunkel, der Wald nicht beleuchtet, und mir blickten ganz viele Augen vom Boden entgegen. Ich wollte nicht so genau wissen, vom wem. Einige grosse Spinnen konnte ich nicht übersehen.

    Und dann sind wir angekommen. Als erstes ist mir die Terantel aufgefallen, die in dem Loch neben der Tür saß. Drinnen war noch ne andere grosse Spinne neben meinem Rucksack und an der Wand. In einen der Moskitonetze über dem Bett hatte sich eine Kakerlake eingewickelt. Laura war sich ausserdem nicht so ganz so sicher, ob da nicht auch Bettwanzen waren. Mittlerweile hat Laura geweint und ich hatte Panik. Da konnten wir auf gar keinen Fall schlafen. Nicht eine Nacht.

    Deswegen der Entschluss: wir gehen da jetzt wieder runter und suchen uns was anderes. Weil es dunkel war, sind wir erstmal nur mit den kleinen Backpacks zur Rezeption. * hier muss ich (Laura) noch ergänzen: da ich ja größten teils weinte und einfach fertig war, redete Tomke sehr bestimmt, dass wir nun gerne gehen würden und war noch relativ gefasst - bis ihr eine Kakerlake direkt ins Gesicht flog „ SO EINE SCHEIẞE!“ und danach war es mit der gefassten Freundlichkeit dann auch kurz vorbei. * Von dort aus haben wir versucht, herauszufinden, was noch Platz für uns hat. Wie haben unser Geld nicht zurück bekommen. Nicht mal für die zweite Nacht, in der wir ja eh den Raum gewechselt hätten.

    Ein Mitarbeiter hat uns geholfen, hat uns ein Hostel organisiert und einen der Backpacks getragen. Zum Hostal lazy Crab wurden wir mit 2 Mopeds gefahren.

    *Witzig: das Paar mit den Motorrädern dachte, dass ich Angst vorm Motorrad fahren habe.Er holte nämlich einen Roller - ich wusste ja gar nicht warum aber na gut und er fuhr auch die ganze Zeit auffällig langsam und vorsichtig - bis Tomke mir dann erzählte, dass die Beiden dachte ich weine vor lauter Angst vorm Roller fahren. Da konnten wir dann wieder lachen.

    Das war vielleicht ein bisschen zu viel Jungel.
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  • Eine Insel mit zwei Bergen

    April 24, 2023 in Nicaragua ⋅ 🌙 27 °C

    Heute ist schon wieder der letzte Tag auf der Insel Ometepe. Ich liege in einer Hängematte, über mir der Papagei Lolita, rechts von mir die kleine bunte Hütte in der wir schlafen. Laura sitzt davor und lernt Spanisch. Links braust der See, es klingt wie am Meer.

    Irgendwie haben wir es etwas schwer auf der Insel. Das liegt daran, dass man eigentlich nur mit dem Moped so richtig vorankommt. Und weil unser Hostel auf der flaschen Seite der Insel liegt. Das wussten wir vorher nicht.

    Gestern Morgen kamen ziemlich früh zwei Männer mit zwei Mopeds, die uns zeigen wollten, wie man fährt. Damit wir es mal probieren. Die Straßen hier sind eigentlich wie gemacht wie fürs Motorroller fahren. Aber die Strasse die zum Hostel führt ist super steil und standig. Nicht so richtig Roller-geeignet.. Als ich meine Bedenken geäußert hatte, meinte einer der beiden, dass wir dann vielleicht besser ein Quad mieten sollen. Damit kann man nicht umfallen. Das würde 25 Dollar kosten.. Wir waren selber ganz überrascht von dem Preis und haben zugesagt. Da mussten wir aber erstmal zum Quad, in die Stadt Moyogalpa fahren. Das war die gegengesetzte Richtung von unseren eigentlichen Ziel. Und dann stellte sich vor Ort heraus, dass das Quad 55 Dollar kostet pro Tag. So viel wollten wir dafür nicht ausgeben und so wurde es uns auch nicht gesagt. Wir haben doch beide 25 verstanden. Da waren wir beide ziemlich angenervt. Laura war richtig sauer. Wir haben uns dann entschlossen den Bus dahin zu nehmen. Der sollte in 20 Minuten abfahren. Das stimmte aber so nicht wirklich, der fuhr nämlich erst um halb 10 ab. Der Mopedvermieter hatte uns neben ner falschen Uhrzeit auch nen falschen Abfahrtsort genannt, aber ich glaub er wusste es einfach nicht besser.

    Die Busfahrt lief eigentlich ziemlich gut, auf der ersten Fahrt hatten wir sogar nen Sitzplatz. Es hat ca. 1,5 Stunden gedauert aber man hat immer was zu gucken. Mit dem Wald, See, Vulkan und Dörfchen draußen und den unterschiedlichen Menschen innen im Bus. Einmal mussten wir umsteigen, aber der eine Bus hat schon auf den anderen gewartet.

    3 Stunden sind wir zu spät zum Reiten gekommen. Aber der Reit-Führer (Lehrer kann man ihn wirklich nicht nennen) ist dann sogar zufällig in unseren Bus miteingestiegen und hat uns gefragt, ob eine von uns beiden Laura ist.

    Laura hat gesagt, ihre Freundin Lena würde nur den Kopf schütteln, hätte sie gesehen, wie wir da durch den Wald reiten. Ob wir Erfahrung hätten, hat der Guide gefragt. Wir meinten: "poco" und das war aber okay. Die Pferde wussten eh, wo es lang ging. Der Ausritt hat die Strapazen wieder gut gemacht. Es war richtig schön, ging durch den Wald und Wiesen und den Hügel hinauf. Es war so schön, dass wir uns dann für die volle Tour entschieden haben. Da sind wir dann noch die Strasse entlang galoppiert. Keine Ahnung, ob wir das richtig gemach haben.

    In nem Cafe haben wir ne Saft-Pause gemacht und das Hostel in Costa Rica gebucht. Da war es auch voll schön. Es gab eine Art Baumhaus direkt über dem See, kleine Hüttchen und nen überschwenglichen Amerikaner, der anscheinend ausgewandert ist. Er hat gesagt, dass er seit 30 Jahren als Volunteer da arbeitet, da sind wir uns nicht sicher, ob das stimmt.

    Nach der Tour mussten wir den letzten Bus zurück nehmen. Weils schon etwas zu spät war und die Busfahrt so lange braucht, haben wir die Kajaktour ausfallen lassen. Wäre vielleicht auch zu viel gewesen für einen Tag. Aber auf dem Weg nach Hause sind wir noch am Charco Verde angehalten.

    Das ist ein Park, der zu einem Hotel gehört. Da drinnen ist ein Schmetterlingsgarten, Aussichtsturm und ein kleiner Weg um eine eigene Lagune. Da sind wir einmal drum herum gelaufen. Zwischendurch haben wir Mangos vom Boden aufgehoben und gegessen. Es sah ein bisschen aus wie das venner Moor oder die Rieselfelder in Münster, nur mit Mangos statt Heidelbeeren. Ausserdem gab es ganz viele Affen! Die waren uns ganz nah. Ganze Familien hingen im Baum.

    Von dort aus dachten wir schon, dass wir den letzten Bus verpasst haben und dachten, dass wir dann halt trampen müssten. Aber dann kam er doch noch rum und hat uns eingesammelt.

    Zu Hause haben wir im Dorf noch Snacks gekauft für die Wanderung morgen. Danach saßen wir noch ewig mit unserer Hausherrin auf der Terrasse und haben überlegt, wie wir zum Vulkan Madeira kommen. Am Ende haben wirs abgeblasen. So früh fahren da keine Busse hin, und so spät nicht weg. Aber die Wanderung soll eh wahnsinnig anstrengend sein und so super fitt sind wir nicht. Und der Tag darauf war richtig schön und endlich mal auch wirklich entspannt.

    Am Tag zuvor sind wir relativ früh zum Hostel gefahren. Dort konnten wir deswegen gar nicht einchecken und haben in den Hängematten gewartet. Wir waren beide ziemlich müde und erschöpft von allem. Deswegen sind wir einfach nur zur nächstgelegenen Sehenswürdigkeit gelaufen. So haben wir war vom Dorf gesehen. Esquipulas ist überhaupt nicht touristisch. Stattdessen gibt's ganz viele kleine Häuschen, einen verlassenen Park mit pinken Bänken und ein paar kleine Läden auf der Hauptstraße. Irgendwie sind wir schon wieder in die Mittagshitze gelangt. Auf der letzten Strecke hat uns zum Glück eine Familie mit auf ihren Pick up genommen.

    Die Sehenswürdigkeit war jetzt nicht so superschön. Es handelte sich um eine Strandzunge, also eigentlich einen länglichen Strand mit einigen Restaurants und Bars. Wir hatten Hunger aber es gab nur Fleisch Fleisch Fleisch. Deshalb gabs am Ende streetfood. Bananenchips und Salat. Das hat satter gemacht als gedacht. Dazu eine kalte Kokosnuss. So lange waren wir gar nicht da. Der Rückweg ging schneller, wir konnten noch etwas einkaufen und im Schatten nach Hause spazieren. In der Hängematte sind wir beide eingeschlafen. Und wir haben Lolita kennengelernt. Einen zuckersüssen Papageien. Die konnte leider nicht fliegen und saß den ganzen Tag auf einem Ast über den Hängematten. Wie Tiere hier behandelt werden, darf man gar nicht so hinterfragen. Da wird einem ganz schwindelig. Die süßen Hundewelpen im Garten waren auch den ganzen Tag am Baum angeleint und sind ganz verrückt geworden, wenn ich sie gestreichelt hab. Die beiden großen Hunde sind super aggressiv gewesen und wurden Nachts umgesiedelt zum Hauseingang. Denen wollte man WIRKLICH nicht zu nahe kommen.

    Abends haben wir noch sehr lecker Nudeln (bzw. Reis) mit Tomatensauce gekocht. Meine Leibspeise. Und dann waren wir auch bettfertig.
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  • Altagracia

    April 25, 2023 in Nicaragua ⋅ ☀️ 30 °C

    Der Plan für den Tag war es, mit dem Bus zuerst zu dem Städtchen Alta Gracia zu fahren und auf dem Rückweg zum Ojo de Agua zu gehen.. Irgendwelchen Quellen, in denen man baden kann. Die Busfahrt war wie immer spannend. Wir mussten hinten einsteigen und uns auf die dort verwahrten Säcke mit irgendwas drin stellen. Es war supereng, vor allem weil auf den hinteren Sitzen noch irgendein Spiegel stand, zu dem wir uns nach einer Weile setzen konnten. Das ging eigentlich. Vorher stand ich auf den Zehenspitzen auf meinen Flipflops und Laura wurde etwas von dem sehr sehr jungen Fahrkartenkassierer bedrängt. Es ist verrückt aber diese Fahrten gehen immer ziemlich schnell um, obwohl es immer echt lange dauert... Wir haben unsrere (hier absolut nötige) Grundentspannung zurück. Diese Gewissheit, dass man irgendwann schon ankommt. In dem Dorf angekommen sind wir einmal über den Marktplatz spaziert.. Wenig Touristen waren da, dafür mehr Locals. Es gab daher viel zu sehen. Stände mit Früchten, Säften, Mittagessen und und und. Läden mit bunten Schaufensterpuppen, Pakete, die irgendwie einfach auf der Strasse herumstehen.

    Von dort sind wir eine Strasse entlang zu einem anderen Dorf gelaufen, das war sozusagen unsere Tageswanderung, von dort ging es einen grünen Trampelpfad zum nächsten Dorf. Kurz standen wir am Strand und haben den Menschen beim Wäsche oder Hund-waschen zugesehen.. Danach ging es wieder zurück.

    In einem comedor haben wir Mittag gegessen. Eigentlich waren wir super in der Zeit, nur hatten wir nicht mehr auf dem Schirm 1. Wie lange das dauert, wenn man was bestellt und 2. Dass das bezahlen auch länger dauert. Beim Nachbar musste noch Wechselgeld geholt werden, deshalb haben wir dann doch den Bus verpasst. Eine halbe Stunde sollte der nächste kommen.

    Auf den Bus zu warten, ist auch immer eine Erfahrung, wenn die Augen offen sind.
    Hier eine kleine Beschreibung:

    Es kommt ein Truck mit Handwerkern an. Sie haben alle Overall, Sicherheitskleidung, Stahlkappenschuhe an und sehen sehr männlich aus. Bis einer von ihnen für alle eine Tüte Kakao kauft und jeder an seiner Strohhalm-Plastik-Konstruktion nuckelt.

    Eine Frau sitzt neben ihren Freundinnen oder Familie (?) auf einer Bank und verkauft gekochten Mais. Sie hat eine sehr laute Stimme und schreit damit immer wieder: "LOS ELTOES COCIDOS". Eigentlich schreit sie gar nicht, sondern spricht einfach sehr laut. Dabei unterhält sie sich weiter mit ihren Freundinnen, mit der kleinen Elote-Unterbrechung. Direkt nach ihrem Schrei murmelt der Mann neben uns immer: "tomate, cebolla por 20 Córdobas". Die Frau ist aber viel lauter.

    Als der Bus endlich ankommt und stand und schon die Türen aufgemacht wurden, hat er plötzlich einen ganz schönen abrupten Satz nach vorne gemacht. Das steht die Frau auf und schreit: "que paso? Que chavalos que so estés!" Oder so.
    Danach hat sie sich wieder hingelegt und weiter geplaudert und ihr Mantra geschrien.

    So. Und dann.
    Sind wir in den falschen Bus gestiegen.. Deswegen sind wir den Vulkan dann einmal rechte herum gefahren statt wie sonst in die andere Richtung. Auch nicht schlecht, denn so haben wir vom Bus aus noch einmal einen anderen, wilderen Teil der Insel gesehen. Nur das Ojo de Agua haben wir so verpasst.

    In moyogalpa, der Hafenstadt mussten wir den Anschlussbus nehmen. Das hat leider wieder etwas länger gedauert. Aber irgendwann waren wir dann wieder im Hostel. Am Eingang saß der Inhaber, der Artista. Der hat uns seine Werke gezeigt. Hauptsächlich Ölmalerei, estilo primitivo latino oder so. Und über die politische Lage hat er gesprochen und das war sehr interessant. Denn der meinte dann, dass er den Präsidenten super findet. Dass es seit seiner Wahl kostenlosen Zugang zu medizinischer Hilfe gibt und Essen an Schulen und sowas. Und dass er mal in Venezuela war und es so toll fand, weil es dort alles gab. In Nicaragua war gerade Bürgerkrieg und es gab vieles nur teuer und auf dem Schwarzmarkt. Jetzt wäre es andersherum. Verrückt, so ne ganz andere Sicht auf die politische Lage zu sehen, als die meisten Menschen es vorher (ganz vorsichtig) gesagt haben.

    Auf der Veranda haben wir noch Rommee gespielt. Dafür hatte ich mir den Tag immer wieder die Regeln durchgelesen. Wir haben unsere Wäsche gewaschen, weil es so heiß ist, dass wir immer super durchgeschwitzt sind, zudem ist es total staubig. Klamotten sehen entsprechend aus. Und im See waren wir schwimmen. Der war nicht besonders tief aber der Boden so matschig, dass man besser schwimmend voran kam.
    Es gab noch ein keines Resteessen, wir haben gepackt und dann gings irgendwie fast schon ins Bett. Zum Einschlafen haben wir Blackbird zu Ende gehört und beide geweint: super gutes Buch!
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