• Petra und Harald Dülberg
Mar – May 2024

2024 Portugal

A 56-day adventure by Petra und Harald Read more
  • Trip start
    March 16, 2024

    Noch zu Hause

    March 16, 2024 in Germany ⋅ ☁️ 11 °C

    Auto fertig, Wohnwagen fertig und ich auch. Morgen kann es endlich losgehen. Nach gefühlten 4 Monaten Regen hoffen wir, dass uns Portugal mit blauem Himmel empfängt.
    Am Donnerstag wollen wir Tarifa erreichen. Danach geht's entlang der Algarve, Lissabon, Nazarè, Porto und Santiago de Compostella, um nur einige Stopps zu erwähnen, am 24igsten Mai nach Hause.
    Ich freue mich über jeden Follower, insbesondere deren witzigen Anekdoten.
    Lasst es uns angehen unter dem Motto:
    LIEBER LÄCHERLICH ALS LANGWEILIG!!!
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  • Camping Paris Est

    March 17, 2024 in France ⋅ ☁️ 14 °C

    Um 6:00 Uhr tat der Wecker mal wieder ganze Arbeit. Die Vorfreude spülte die Müdigkeit jedoch ins Kielwasser. Ruckzuck waren die letzten Utensilien in Bulli und Wohnwagen verstaut und ich saß, wir verabredet, um 7:00 Uhr hinterm Steuer. Hmmm..., denke ich, ziemlich leer hier! Klar..., Petra kontrollierte sich mal wieder immer selbst, bis sie schließlich um 07:45 Uhr den Weg auf den Beifahrersitz fand. So kenne ich es schließlich seit beinahe 40 Jahren. Am Ende hat sie jedoch immer alles dabei und ich die Hälfte liegen gelassen. Eine von mir durchgeführte Abschlusskontrolle beinhaltet nur Petra, Kreditkarte, Perso und Autoschlüssel.
    Jetzt kann es losgehen. Die Sonne zwingt mir die Sonnenbrille auf und ab gehts zu unserer Lieblingstanke, um Kaffee und belegt Brötchen zu bunkern. Man kennt uns und wünscht eine gute Reise. Apropos gute Reise, ein gute Fee hat über Nacht einen gehäkelten Glücksbringer an unseren Außenspiegel gehängt. Unbekannte Glücksfee, vielen Dank. Wir werden ihn in Ehren halten.
    Nach einer lockeren Fahrt erreichen wir um 16:00 Uhr das erste Etappenziel Paris. Der Tag wird mit leckeren Sauerbraten beendet. Also..., nur sauer ohne Braten. Den hat Petra vergessen. Eins zu Null für mich.
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  • Camping Beau Soleil

    March 18, 2024 in France ⋅ ☁️ 19 °C

    Im Stop and Go gings um Paris. Das war uns auch irgendwie klar an einem Montag morgen um 8:00 Uhr. Danach jedoch rasen wir, bei strahlendem Sonnenschein, unserem Ziel Bordeaux entgegen. Falls man 90 km/h rasen nennen kann.
    Blasendruck und Fahrerwechsel zwangen uns zu einer Rast auf einem Rastplatz. Leider kann man mit einem über 12m Gespann nur auf LKW Parkplätzen halten und diese sind rar gesät. Von drei vorhandenen waren zwei frei und wir schoben uns neben den bereits Parkenden. Petra wuselte im Wohnwagen und ein ratschen schreckte sie auf. Ein einparkender Sattelschlepper aus Litauen touchierte unseren Wohnwagen mit seinem ausladenden Seitenspiegel. Eine Delle in der Seitenwand war das Resultat. Nun..., was soll man nun unternehmen. Der Fahrer sprach kein französisch und nur gebrochen englisch. Ich kein Französisch und ein bißchen englisch. Wenn wir jetzt die Polizei ins Spiel brächten, wäre sicherlich nichts vernünftiges herausgekommen. Andere sammeln Aufkleber und wir haben uns für Beulen entschieden.
    Der Campingplatz offerierte uns einen sonnigen Stellplatz und bei Wein und Bier bei 20 Grad in der Sonne entschieden wir uns für einen weiteren Tag in Bordeaux.
    Wir nehmen es, wie es kommt.....
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  • Camping Beau Soleil

    Mar 19–22, 2024 in France ⋅ ☀️ 22 °C

    Das war auf jeden Fall die richtige Entscheidung, den Sonnentag in Bordeaux zu nutzen. Auch, wenn mir ein eventueller Windtag in Tarifa flöten geht. Bordeaux wird nicht umsonst "Kleinparis" genannt. Tolle barocke Plätze mit noch tolleren Kaffees reihen sich aneinander. Umrahmt werden sie von Prachtbauten aus dem 18. Jahrhundert. Sie sind zu 99,9% renoviert. Das historische Zentrum wurde 2007 zum UNESCO Weltkulturerbe. Wir erkunden die Altstadt mit unseren Bikes und sind überrascht über die ausgebauten Fahrradwege. Von wegen Fahrradwege. Stellenweise sind es richtige Highways mit Mittelstreifen. Sowas kennen wir eigentlich nur aus Holland. Wir genießen unseren Americano und lunchen in einem Restaurant am Ufer des "Garonne" mit Blick auf Europas größte Hubbrücke, der "Chaban-Delmas". 2600 t Strasse werden 80 m hoch gezogen.
    Nach 34 km liegen "Place de la Victoire", "Cathedrale St. Andrè", "Place de la Bourse, "Chaban-Delmas" und "La Cite du Vin" in unserem Kielwasser.
    Was für ein Tag.....
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  • Camping El Astral

    March 20, 2024 in Spain ⋅ ☀️ 21 °C

    Aufstehen, Tee kochen, Schnitten schmieren und Wohnwagen mit Bulli klar machen, das funzt alles innerhalb einer halben Stunde. Um 8:00 Uhr wird wieder Asphalt gefressen und während der Fahrt gefrühstückt. So fliegen die ersten 100 km nur so dahin. Es geht Richtung Süden und die Botanik links und rechts der Autobahn macht dem heutigen Jubeltag alle Ehren. Es ist Frühlingsanfang und aus den grau braunen Gewächsen detoniert förmlich die grüne Pracht.
    Auch unser Bulli hat heute Jubiläum. Das Tacho schaltet von 5 stellig auf 6 stellig. Bei unserer Geschwindigkeit geschieht es wie in Zeitlupe und wir haben Zeit, es zu fotografieren.
    Unser heutiges Etappenziel kennen wir schon vom 11. Mai 2022. Just auf diesem Campingplatz waren wir schon einmal und mit dem Gedanken an das ansässige Restaurant läuft uns heute noch das Wasser im Munde zusammen. Natürlich reservieren wir bei Ankunft sofort einen Tisch und werden wieder nicht enttäuscht.
    Bevor wir uns allerdings den kulinarischen Herausforderungen stellen, besichtigen wir den altertümlichen Ort "Tordesillas". Hier beschlossen die Spanier und Portugiesen im Beisein des Papstes 1494 die Aufteilung der bis dato bekannten Welt in Ost und West. Westlich einer vom Pol zu Pol laufenden Grenze, diese ging quer durch Brasilien, gehört Spanien, östlich davon Portugal. Und das zu einer Zeit in der es keine funktionelle Uhr zur Bestimmung des Längengrades gab. 1492 entdeckte Columbus Amerika und dachte er wäre in Indien. Der Ort ist auf jedenfall einen Bummel wert und nach dem Restaurantbesuch zieht es uns ermattet ins Bett.
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  • Camping Villsom

    March 21, 2024 in Spain ⋅ ☁️ 23 °C

    Unser Bulli dieselt leise vor sich hin und auf WDR 2 spielen sie "Pokerface" von "Lady Gaga". Ist das nicht geil...,man fährt durch fremde Länder und ist doch in der Heimat. Das digitale Zeitalter und Europa machen es möglich. Schön..., diese Jahrzehnte erleben zu dürfen.
    Die Landschaft wechselt von endlosen Feldern in eine bis zum Horizont erstreckende grüne wellige Ebene. Erinnerungen an die Märklin Eisenbahn meines Vaters mit seinen moosbedeckten Bergen werden wach. Nur stehen hier vereinzelte Korkeichen, unter denen sich Rinderherden treffen. Schwarze, weiße, braune und auch, ich glaub es kaum, Graue. Ich zeige sie meinem Kopiloten. Sie schaut mich mit ihren blauen Augen an. Ihr Blick wendet sich in Richtung meines Haupthaars und sie kommentiert: Die sind nicht grau..., nur alt. Dem ist nichts hinzuzufügen und ich schalte von WDR 2 auf unser Hörbuch "Lost in Fuseta". Tip von Heike. Sehr zu empfehlen.
    Wieder ändert sich die Landschaft. Es wird bergig. Schneebedeckte Gipfel der "Sierra de Gredos" tauchen auf. 2500 m erreichen einige Gipfel. Unser Bulli kämpft sich bis auf 1400 m, um dann um so schneller wieder herunter zu rauschen.
    Um 16:00 Uhr ist unser Etappenziel bei Sevilla erreicht. Auch hier waren wir schon einmal, um Kolumbus an seinem Grab zu besuchen.
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  • Camping Valdevaquera

    March 22, 2024 ⋅ 🌬 20 °C

    Die Entfernung zu einem unserer Bigpoints Tarifa betrug nur 180 km. Aber die hatten es in sich. Vor allem die letzten 50 km. Der Levante, das ist der Ostwind in Tarifa, fetzte mit stellenweise 70 km/h auf unser Gespann und zerrte am Wohnwagen. Mehr als 60 km/h waren nicht möglich. Und wenn uns dann noch ein LKW entgegen kam, wurde es schon leicht feucht in meiner Hose. Wir sind heile angekommen und nach einem kühlen Bier am Wohnwagen und einem Cappuccino in der Strandbar war alles vergessen.
    Der Rest des Tages wurde dem Aufbau und dem Einkauf gewidmet. Mal sehen, was uns die nächsten Tage so bringen.
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  • Camping Valdevaqueros

    March 24, 2024 in Spain ⋅ 🌬 20 °C

    Leider gibt es nicht viel zu erzählen. Gestern gings zum Windsurfen. Welle ca. 1,5 m, Windstärke 6 in Böen bis 9. Wie gesagt, ich bin nur hingegangen, Material aufgebaut und nach einer Stunde Kampf reumütig zurück in Petras Arme. Das war nur etwas für Surfer, die hier geboren bzw. hier überwintert haben. Zum Glück alles heile, Material und ich.
    Die Wettervorhersage ist leider nicht berauschend und wir haben uns entschlossen, das Vorzelt abzubauen, damit wir dieses nicht am kommenden Sonntag nass in den Bulli verstauen müssen. Wir hatten auch überlegt eher abzureisen, aber wir wechseln nur die Ortschaft und nicht das Wetter.
    Der erste Bortbackversuch endete im Mülleimer. Morgen starte ich einen Weiteren. Also dran bleiben. Trotz allem ist der Laune weiterhin hervorragend.
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  • Camping Valdevaqueros

    March 26, 2024 in Spain ⋅ 🌬 14 °C

    Was war eigentlich gestern los...? Naja, Petra und ich haben eigentlich nichts gemacht. Ich hab mal wieder ein Brot gebacken...,es wurde eher ein Unterlegkeil für unseren Wohnwagen. Also wieder was für die Mülltonne. Danach gings ab in die Strandbar. Ich suchte vergebens einen Sekundenzeiger, den ich bei seinem beschwerlichen Weg von 6 nach 12 beobachten konnte. Als Alternative schaute ich der Zeit beim verrinnen zu. Abends war ich dann so erschöpft, dass ich während des Aufstehvorganges aus unserem neuen Campingstuhl dessen Armlehne zerbrach. Nun hatten wir heute etwas zu tun. Es ging Richtung Gibralta und Decathlon wurde um einen Campingstuhl erleichtert. Während dieser Fahrt zeigte sich wieder wie toll diese Gegend ist. Blaues Meer, lange Strände, grünes hügeliges Hinterland und ein toller Blick nach Afrika.
    Ein kurzer Bummel durch Tarifa, incl. Brotzeit und zurück gings zum Campingplatz.
    Morgen will ich mich den 2,7m Wellen stellen. Wenn nicht jetzt, wann dann.
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  • Camping Valdevaqueros

    March 27, 2024 in Spain ⋅ 🌬 16 °C

    Ich bin akklimatisiert und voller Tatendrang. Heute werde ich mich der Brandung stellen. Wenn nicht jetzt, wann dann... Erst gehe ich zu unserer 400 m entfernten Einstiegsstelle in der Nähe der Strandbar. Von weitem höre ich schon das Grollen der Wellen. 50 % meines Mutes verfliegt bei den lt. Wetterbericht 2,7 m hohen Klopfern. Kein Wassersportler weit und breit. Zurück am Wohnwagen frage ich unseren belgischen Nachbarn, der schon seit September hier surft. Seine Antwort: Bei diesen Wellen kommst du an dieser Stelle nicht raus. 2 km weiter westlich, an der Düne, müsste es funzen. Also Bulli gepackt, ein flüchtiger, gedankenverlorener Kuss und ab gehts. An der Düne angekommen sehe ich schon die ersten Wassersportler. Die Klopfer schieben sich zwar immer noch auf stattliche 2 m, aber wenn andere es schaffen, warum ich nicht. Nach einer Stunde Kampf in der Waschmaschine im Schleudergang werde ich ohne einen Surfmeter auf den gelben, feinsandigen Strand gespuckt. Die Stärke des Windes von rechts reicht nicht, um mich durch die Brandung zu ziehen. Also...., erst mal Pause und Wunden lecken. In einer Stunde soll es auffrischen. So schnell gebe ich nicht auf.
    14:00 Uhr zweiter Versuch. Wind hat zugenommen, die Brandung leider auch. Doch das Meer ruft mich. Mein Kopf will, mein Körper nicht. Trumpf sticht bekanntlich und ab gehts. Schon die erste Böe katapultiert mich mit samt Brett übers Weisswasser ins offene Meer. Ich jage mit Speed durch die Wellentäler. Wie hoch sind sie wohl? Ich weiß es nicht. Drüber schauen kann ich zumindest nicht. Ich leite die Halse ein ... kein Wind und mein Sinker und ich liegen im Wellental. Die Windmaschine ist ausgeschaltet. Etliche Wasserstarts scheitern. Es kommt wie es kommen muss, ich gerate in Strandnähe ins Weisswasser und werde von meinem Material getrennt. Nach etlichen Schleudereinlagen werde ich in der Nähe des Surfequipments auf den Strand geworfen. Ich bin heile, allerdings ist mein Surfmast, wie seinerzeit in Südafrika, gebrochen. Ich befinde mich ca. 1 km von meinem Auto entfernt und der mühsame Rückweg wird angegangen. Zweimal musste ich diesen Weg gehen und hatte somit 4 km aufm Tacho.
    Am selben Tag erstand ich einen neuen Mast in einem der gefühlten 1000 Surfshops.
    Petra baute mich physisch und psychisch wieder auf.
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  • Camping Valdevaqueros

    March 28, 2024 in Spain ⋅ 🌬 18 °C

    Riverdance weckte mich am heutigen Tag. So hörte es sich zumindest an, was sich auf unserem Dach des Wohnwagens abspielte. Stepdance par excellence vollführten dicke fette Regentropfen. Michael Flatly mit seinen 26 Steps pro Sekunde würde vor Neid erblassen.
    Ein Blick nach draußen gab mir die Sicherheit, Tarifa war nur ein Traum. In Wirklichkeit befinden wir uns im verregneten Hindeloopen. Der Regen stand waagerecht und unsere Parzelle verwandelte sich in eine schlammige Moorlandschaft. Ob wir hier jemals wieder herauskommen..., dieses Problem ließ ich nicht Herr meiner Gedanken werden. Das kommt erst am Montag auf uns zu. Viel wichtiger ist, was machen wir heute? Frühstücken und dann sehen wir weiter. Aus weiter wurde ein Bummel durchs kleine wunderschöne Tarifa. Enge Gassen, kleine Boutiquen und tolle Hauseingänge erwarteten uns. Der Regen ließ nach und wir beobachteten bei einem Cappuccino unser Umfeld. Hier sah man jeglichen Menschenschlag durch die Gassen bummeln. Familien, Rentnerpaare, die, die es waren, aber es nicht wahrhaben wollen (wie wir), Rasterlockenträger, Gigolos und natürlich aufgebrezelte junge Frauen, die behände mit Highheels übers Kopfsteinpflaster schwebten, als würde es das Normalste der Welt sein. Ich bestellte noch einen zweiten Cappuccino, da ich mich von dieser Unterhaltungsart nicht trennen wollte. Schließlich riss Petra mich aus meinen Tagträumen und auch wir schlossen uns der gemischten Polonaise an.
    Abends wurde die Grillsaison mit Spareripps vom Iberico Schwein eingeläutet.
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  • Camping Valdevaqueros

    March 30, 2024 in Spain ⋅ 🌧 15 °C

    Und wieder wird nachts über unseren Köpfen gesteppt, was einen Höllenlärm verursachte. Einmal aus den Träumen gerissen, ist ans Einschlafen nicht mehr zu denken. Petra hats gut, denke ich. Hörgerät abgeschaltet und man befindet sich in seinem eigenen Paralleluniversersum. Doch weit gefehlt. Petra neben mir merkt, dass ich mit träumen nichts mehr im Sinn habe, murmelt mich schlaftrunken an: " Gib mir Hörstöpsel, wo sind die Hörstöpsel?". Ich greife hinter mir und erfülle ihren Wunsch. Trotz dieser Hilfe trommelt es weiter. Ein Tropfen, ein besonders Dicker, schlägt immer im selben Rhythmus ein. Trotz allem verfallen wir beide in einen unruhigen Schlaf.
    Der Morgen graut und ich schalte unsere Gasheizung ein. Jetzt graut nicht nur der Morgen, der Zünder der Heizung hat seinen Dienst quittiert. Das hat ein Frühstück in Daunenjacke zur Folge. Zumindest regnet es nicht hinein, sage ich. Petra erwiderte nur mit einem schwachen Lächeln.
    Dem Internet sei Dank. In einem Video erfuhr ich, dass der Zündtrafo seine nötige Energie durch eine "AA Batterie" erhält. Auch der Austausch wird genau beschrieben. 8 Batterien hab ich dabei. Allerdings alle ohne den nötigen Saft. Also ab ins Einkaufsparadies, Cappucino trinken und Batterien kaufen. Zum späten Nachmittag wars im Wohnwagen warm und trocken. Nun wurde nur noch gesteppt.
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  • Camping Valdvaqueros

    March 31, 2024 in Spain ⋅ 🌧 12 °C

    Die Nacht wurde wieder mit Ohrenstopfen angegangen. Auch morgens graute der Morgen nicht alleine. Der Zünder unserer Heizung träumte noch. Frühstück Nummer 2 wurde in Daunenjacke erledigt. Wir haben schließlich schon Erfahrung. Mit meinem Tablet ging ich mal wieder ins Internet auf Ursachenforschung. Und siehe da, in einem kleinen winzigen Artikel schilderte jemand das gleiche Problem. Die Antwort: Durch starken Regen könnte sich rückwärts über das Schornsteinrohr Feuchtigkeit in den Brennraum der Heizung bilden. Ein Zündfunken käme somit nicht zu stande.
    Schnell ist nichts getan, und ich demontierte das Flammenschauglas. Mittels Panzerband wurde mein Föhn davor fixiert und in Betrieb genommen. Nach einer Stunde war es wohlig warm in unserem Wohnwagen. Nur wurde weiterhin gesteppt. Feste und ausdauernd. Unsere Parzelle verwandelte sich in ein Reisfeld.
    Die Frage, wie wir hier morgen rauskommen, war nun allgegenwärtig. Ein Geistesblitz durchschlug mich. Eine Trasse musste her. Eine Trasse aus Holzbohlen. Eine Bullistunde später und ich hatte zwei Holzlatten aus einem in der Nähe befindlichen Holzhaufen, wahrscheinlich ein verhindertes Osterfeuer, entwendet.
    Also dranbleiben. Mal sehen ob ich morgen Abend immer noch hier stehe.
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  • Camping Turiscampo

    April 1, 2024 in Portugal ⋅ ⛅ 17 °C

    Wie ihr an meinem Footprint erseht, konnten wir uns aus den Fängen der klebrigen Masse befreien.
    Um 7:00 Uhr ging der Wecker, um festzustellen, dass es noch zu dunkel ist. Die Zeit wurde ja schließlich über Ostern um eine Stunde vorgestellt. Ab ins warme Bett, denn die Heizung zündete wieder nicht.
    Um 8:00 Uhr gings dann los. Um das Stützrad zu entlasten, wurde der Gaskasten entleert. Ich glaub, zum ersten Mal seit 8 Jahren. Dies kam schon mal einer Entrümpelung gleich. Der Weg durch unser kleines Moor wurde mit einer Plastikplane abgedeckt und darauf bestand die Fahrspur aus den entwendeten Brettern des nun kleineren Osterfeuers der Nachbarschaft. Petra startete den "Mover" und ich lenke an der Deichsel unser Zuhause auf die ausgelegte Fahrspur. Langsam aber stetig bewegten sich unsere Vierwände unter ächzen des "Movers" über die Planken. Nur noch eine kleine Grasnarbe und der sichere Asphalt war erreicht. Nun folgte die Routine und ab gings bei strahlendem Sonnenschein Richtung Portugal. Fakt ist, so grün und blühend habe ich es hier noch nicht erlebt. Die Sonnenstrahlen kitzelten in meinen Augen und endlich kam die Sonnenbrille wieder auf ihren vorbestimmten Platz.
    In Portugal empfingen uns mautpflichtige Autbahnen. Die Entrichtung der Gebühren geschieht allerdings nicht durch beschrankte Mautstellen, sondern das Fahrzeug wird über eine über der Autobahn gespannten elektronische Brücke erfasst. Da wir einen elektronischen Empfänger der Firma "Bipandgo" besitzen, geschieht dieses alles automatisch. Nur ein leises"Piep" quittiert die Erfassung.
    Um 16:00 Uhr, in Portugal wird die Uhr wieder um eine Stunde zurück gedreht, ist der Campingplatz erreicht. Mit chinesischen Nudeln wir die Ankunft gebührend gefeiert.
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  • Camping Turiscampo

    April 2, 2024 in Portugal ⋅ ☀️ 18 °C

    Wenn wir uns an einem neuen Standort befinden, müssen wir erst einmal die Gegend erkunden. Nach einem ausgiebigen Frühstück gings mit dem Bulli nach Sagres. Hier, wo die 70 m hohe Steilküste den heranrauschenden Wellen des Atlantik trotzt. Der Ort ist gespickt mit gefühlt tausenden von Surfläden. Hier befindet sich anscheinend das Eldorado des wellenreitens. Kein Windsurfer weit und breit. Wir fahren durch eine karge, von starken Winden gebeutelte Landschaft. Hier wächst nur, wenn überhaupt, Gestrüpp. Nach kurzer Bullifahrt ist die südwestlichste Ecke Europas erreicht. Wir mischen uns unter hunderten von Amateurtouristen und genießen bei einem Rundgang die Aussicht. Petra und ich standen schon an etlichen Steilküsten, aber immer wieder berauscht es einen, die Auswirkungen der Macht der Wellen zu sehen. Stetig wird an der Landmasse geknabbert.
    Hier gibt es die " Letzte Bratwurst vor Amerika". Ich nehme die Thüringer, Petra die Normale und alles wird mit einem Zertifikat beurkundet. Wir sind eben nur Touristen.
    Weiter geht's entlang der Küstenstrasse nach Aljezur. Die karge Landschaft wird von der immer üppiger werdenden Vegetation gefressen. Eukalyptusbäume übergeben den Stab an Pinien. Diese schlussendlich an Korkeichen, die sich mit ihrem Geäst, gichtverkrümmten Fingern gleich, dem Himmel entgegen strecken. Dieser Blick reicht über eine wellige Landschaft bis zum Horizont. Aljezur als solcher ist ein Wanderort, der schon bessere Zeiten gesehen hat.
    Ein Einkauf im hiesigen Supermarkt mit einer tollen Fischtheke beendet unseren ersten Tag an der Algarve.
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  • Camping Turiscampo

    April 3, 2024 in Portugal ⋅ ☀️ 19 °C

    Ich sitze nun hier, die Heizung hat mal wieder Lust, ihren Dienst zu versehen und drücke einige Sätze aus meiner Feder. Das Wetter ist schön und wir wollen unsere E-Bikes ausführen. Komoot, ein Routenprogramm, schlägt uns eine 30 km lange und leichte Rundtour nach Luz, dann über Lagos zurück, vor. Wir wollen sie in der umgekehrten Richtung fahren und mein GPS ändert sie dementsprechend. Eigentlich kein Problem, wenn es in den Orten mit ihren engen Gassen keine Einbahnstraßen gäbe. One Way, one Way..., hallt es immer wieder hinter uns her. Da Petra hinter mir fährt, krieg ich davon nichts mit und Petra tut so als höre sie nichts. Etwas anderes bleibt ihr auch nicht übrig....
    Fahrradwege wie wir sie kennen, gibt's hier nicht. Es geht immer an der Strasse entlang. Diese ist breit genug und die Portugiesen lassen uns überleben.
    Was ich vorher nicht wusste, zwischen Lagos und Luz gibt es eine Steilküste, die es in sich hat. Entlang dieser Küste schlängelt sich ein Bretterpfad, der von Fahrradfahrern und Fußgängern gleichermaßen genutzt werden kann. Zum Glück gibt's nicht viele Amteurtouristen und wir kommen ohne ein böses Wort miteinander klar. Bebretterte Stichpfade führen uns zu den jeweiligen Aussichtspunkten. Was man dann sieht, da bleibt einem einfach die Spucke weg. Hier hat die Erosion durch Wellen und Wind ganze Arbeit geleistet. Braun, rot und gelb fällt diese Küste ins türkise Meer hinab. Riesige Stalagmiten erheben sich aus dem Meer. Einige klammern sich im oberen Bereich noch ans Festland und hoffen auf diese Weise nicht vom Meer und Wind gefressen zu werden. An anderen Stellen sieht man kreisrunde Löcher mit einem Durchmesser von 40 m, deren Grund man nur erahnen kann. Ich hab schon einige Bilder von Freunden gesehen, die zwei Wochen vor uns hier waren. Aber Original und Bild sind zweierlei Welten. Mit so etwas haben wir nicht gerechnet.
    Lagos ist eine quirlige Stadt mit Einkaufszone, einem riesigen Hafen und vielen Lokalen, die zum Verweilen einladen. Ganz anders der kleine beschauliche Badeort Luz. Enge Gassen, viele Restaurants und eine kleine Strandpromenade mit Strand machen es für uns zu einer besseren Adresse.
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  • Camping Turiscampo

    April 5, 2024 in Portugal ⋅ 🌬 21 °C

    Leider gibt's hier nur Surfspots für Wellenreiter. In einem Surfladen fragte ich trotzdem mal nach. Und siehe da..., einen Spot gibt es. In "Martinhal'" soll es bei östlichen- und nördlichen Winden klappen. Heute war solch ein Tag mit östlicher Strömung. 19 Grad, kleine Welle, ließen keine Ausrede gelten. Heute war somit "Selfietag", ein Tag an dem jeder machen kann was er möchte. Ab gings ins 25 km entfernte Windsurfeldorado. Drei Segel wurden aufgebaut, bis ich endlich die richtige Größe erwischte. Mit 7 qm Segelfläche und 125 l Surfboard unter den Füßen waren dann 2 Stunden Spass angesagt. Schmerzende Knie und Unterarmkrämpfe beendeten den Surftag. Petra hat nun wieder etwas Arbeit, um mich gesund zu pflegen.Read more

  • Camping Turiscampo

    April 6, 2024 in Portugal ⋅ ☁️ 20 °C

    Heute gibt's nicht viel Neues. Ich quälte mich aus den Federn und duschte erst mal mit "Voltaren extra stark".
    Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir mit unseren Bikes, volle Unterstützung, nach Lux und verbrachten den Tag mit Eis essen, Cappuccino trinken und zum Schluss gab's noch weissen Sangria. Wir schauten den Wellenreitern beim Kampf um die beste Welle zu und waren danach völlig ausgelaugt. So kann man auch einen Tag an der Algarve verbringen.Read more

  • Camping Turiscampo

    April 7, 2024 in Portugal ⋅ ☁️ 19 °C

    Heute müssen wir ins Hinterland. Mit diesen Worten weckt mich mein Reiseguide Petra. Unsere Fahrten organisiere ich, was vor Ort geschieht, dafür ist Petra verantwortlich. Sie durchforstet diverse Reiseführer und natürlich das Internet nach den hiesigen Highlights. Ich fahre dorthin und lass mich überraschen.
    Der 30 km entfernte Ort "Monchique" ist für eine Wanderung der richtige Startplatz. Mittels "Komoot" ist schnell eine 10 km lange Route auf meinem GPS verewigt. Das ist wiederum mein Job. Ob meine Knie durchhalten, kommt es mir in den Sinn. Nochmals extra dick "Voltaren extra stark" auf die lädierten Knochen. Dann noch Kniebandagen und ab gehts. Bewegung soll schließlich helfen, sagt Dr. Google.
    Unser Bulli dieselt durch eine tiefgrüne Landschaft. Auf hohen Graswiesen zwischen unendlich vielen bunten Sträuchern liegen glückliche wiederkäuende braune Rinder. Die Welt scheint zufrieden zu sein. Die Landschaft wird hügeliger. Ein Vergleich mit unserem "Land der 1000 Berge", dem Sauerland, zwingt sich hier auf. Nur ohne Fichten. Immer wieder ziehen geschälte Korkeichen an uns vorrüber.
    Ein Parkplatz ist schnell gefunden und ab gehts bei einer Steigung von 20 % dem Pfad entlang. Ich kann zwar mit dem GPS umgehen, aber leider nur auf dem Wasser. Ruckzuck sind wir abseits des Weges und es geht quer durch die Botanik auf der Suche nach dem richtungsweisenden Pfad. Petra ist still und folgt mir..., gut so. Es geht quer durch einen nicht endenwollenden Korkeichenwald. Mittlerweile einer meiner Lieblingsbäume. Mein linker Ringfinger schaut ähnlich aus wie die Äste. Vielleicht liegts daran. Der Pfad wurde wiedergefunden und entlang an Zitronenbäumen und deren Gerüchen stapfen wir munter weiter. Eine Pause jagt die Andere und um 17:00 Uhr sind wir wieder in " Monchique". Dieser Ort hat auch schon bessere Tage gesehen. Wir feiern unsere Leistung mit einer typisch portugiesischen, ich nenn sie mal, Wurstplatte. Brot, Käse, Schinken, Oliven und warmer Chorizo.
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  • Camping Turiscampo

    April 8, 2024 in Portugal ⋅ 🌬 18 °C

    "Lost in Fuseta", so heisst ein Hörbuch, welches uns schon seit drei Wochen begleitet. Es sind insgesamt 6 Bücher und wir knabbern an Buch 2. Der Titel hatte mich zuerst abgeschreckt, Verloren in Fuseta, was soll das denn? Lost, ist an dieser Stelle ein Kommissar aus Deutschland, der zwecks Horizonterweiterung nach Portugal, im Austausch, gewechselt hat. Was niemand anfangs weiß, er ist "Asperger". Mit seinen neuen Kollegen, welche auch einzigartige Persönlichkeiten sind, werden verzwickte Fälle gelöst. Diese Buchreihe ist sehr zu empfehlen. Ein Dank an Heike, für diesen Tip.
    Also, heißt es für uns am heutigen Tage, auf ins 100 km entfernte "Fuseta" auf den Spuren von Leander Lost, Graciana und Carlos. Es bietet sich förmlich an, da es heute bis um 13:00 Uhr regnen soll. Und so war es auch. Bei Sonnenschein erreichen wir das Fischerörtchen. Hier gibt es einen Campingplatz und natürlich auch Amateurtouristen. Aber nur wenige und Fuseta strahlt in einem alten Charme. Hier ist die Zeit stehen geblieben und mit unserem Hintergrundwissen allemal einen Besuch wert.
    Weiter geht's zur Hauptstadt der Algarve, "Faro". Hier pulsiert das Leben. Es wimmelt von Amateurtouristen und Einheimischen. Wir finden keinen geeigneten Parkplatz und wir klemmen uns diesen Ort.
    Mein Copilot und Tourguide lotst mich in die mondäne Marina "Viamoura". Hier hat sich nichts entwickeln können. Auf dem Reissbrett geplant, wirkt sie mit ihren hunderten Yachten, Restaurants und Cafés perfekt. Sie hat ihren eigenen Charme und wir lassen uns bei einem Mittagssnack darauf ein. Was auffällt sind die vielen Massagestudios rund um den Hafen. Scheinen alle verspannt zu sein....
    Weiter geht's zu einem Tip unserer Urlaubsbekanntschaft aus 2022, Barbara und Wolfgang. Ein Restaurant mitten in den Klippen von "Algar Seco" bei "Carvoeiro". So schlecht wie es auszusprechen ist, so toll ist es aber auch. Ein mit Zeltplanen überspanntes Restaurant inmitten der sich dem Himmel entgegenstreckenden rot-gelben Klippen. An dieser Stelle: Danke für den Tip. Bei einem Glas " Vinho Verde" genossen wir diesen einzigartigen Platz.
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  • Camping Touriscampo

    April 10, 2024 in Portugal ⋅ ☁️ 21 °C

    "Lebenskunst ist es, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Unnützes leisten zu können". Kurz nach der Wende sprang mich in Dresden dieser gesprühte Schriftzug an der Mauer eines verfallenen Hauses regelrecht an und er brannte sich bei mir ein. Heute taten wir es. Ein grosses Schild "For Rent" an einem mit 140 PS angetriebenen Schlauchboot hatte mich, gleich einer Sirene, gefangen. Gegen Haben möchten gibt's kein Argument und da ich meine Bootsführerscheine und Kreditkarte dabei hatte, waren wir für drei Stunden stolze Besitzer dieses ungebändigten Kraftpaketes.
    Mit 3 kn gings aus der Hafeneinfahrt in den Atlantik. Hebel nach vorne, ein kurzes Aufkreischen und ab gings von Welle zu Welle zu der zerklüfteten Küste, die wir zuvor vom Land her besichtigt hatten. Es war Ebbe und die gewaltigen Stalagniten stellten ihre imposante Größe zur Schau. Rot, gelb erhoben sie sich aus dem blauen Meer. Langsam, ganz langsam tuckerten wir zu ihnen und an ihnen vorbei. Grosse Höhlen kamen zum Vorschein, in denen ich mich nicht hineintraute, da der Wellengang doch zu groß war. Riesige Torbögen verbanden einzelne dieser Giganten. Anderthalb Stunden gings entlang dieser Kulisse.
    Der Vercharterer empfahl uns eine Pause im Flussdelta des "Rio de Alvor" zu machen. Also Hebel auf den Tisch und wir flogen unserem Ziel so lange entgegen, bis mein Copilot mir mit entscheidenden Sätzen Einhalt gebot. Unser Rastplatz offenbarte das, was uns der Vercharterer verprach. Eine ruhige Lagune, umrahmt von Sandbänken. Wir genossen den Moment mit Hähnchenkeulen und alkoholfreiem Bier.
    Zurück im Hafen wurden wir an der Tankstelle in Empfang genommen und unser kleines Abenteuer beendet,
    Fazit: An solch einer Küste macht Motorboot fahren Spaß. Jedoch bin und bleibe ich Segler.
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  • Camping Turiscampo

    April 11, 2024 in Portugal ⋅ ⛅ 23 °C

    Heute ist mal wieder ein letzter Tag und wir haben schon zwei Tage verlängert. Könnten jedoch nochmals vier Wochen dranhängen auf unserem "Glampingplatz". Hier ist einfach alles schön. Der Platz mit Whirlpool und Schwimmbad. Die gewachsenen Orte mit ihrem grünen, welligen niemals langweiligem Hinterland. Es gibt sicherlich noch vieles zu sehen.
    Mit einem tollen Abendessen im Campingrestaurant, für mich gibts Venusmuscheln und gegrillten Oktupus, wird unser Bigpoint "Algarve" beendet.
    Adeus Algarve, olà Lisboa.
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  • Camping Lisboa

    April 12, 2024 in Portugal ⋅ ☀️ 27 °C

    Um 07:00 Uhr riss uns der Wecker aus den Federn. Jetzt, wo die Heizung nicht mehr gebraucht wurde, funktioniert sie auch...
    Um 08:00 Uhr war unser Gespann zusammengebastelt und ab gings ins 300 km entfernte Lissabon. Gegen 13:00 Uhr saßen wir beim Kaffee und befanden den Campingplatz als Stadtplatz gut. Mit dem Bus sind wir in einer Stunde in der Altstadt ohne umzusteigen. Nun müssen wir uns nur noch ans Grundrauschen der vielbefahrenen Strassen um uns herum gewöhnen. Zum Glück habe ich mit meinem Handy die Ruhe der vergangenen Tage aufgenommen und wenn hier zu dolle wird, drehe ich sie volle Pulle auf.Read more

  • Camping Lisboa

    April 13, 2024 in Portugal ⋅ ☀️ 28 °C

    Eine Polonaise zeigt uns den Weg zur Bushaltestelle. Die 714 bringt uns schnell, unser Busfahrer ist ein verhinderter Rennfahrer, zur Endhaltestelle " Cais Sodrè", dem Eingang der Altstadt Lissabons. In dem Metrobahnhof sollte eigentlich ein 24h Ticket gezogen werden. Jedoch weitere ellenlange Polonaisen vor den überforderten Maschinen halten uns davon ab. Zum Glück, wir hätten das falsche Ticket ergattert. Wie mein Guide im Internet recherchierte, gibt's zwei unterschiedliche 24h Tickets. Eins für die Züge und ein Anderes für Bus, Metro, Aufzüge und Standseilbahn. Also an alle: Die Grünen Automaten sind die verkehrten. BLAUE Automaten müssen es sein.
    Es ist Samstag und brechend voll. Es ist warm und die jungen Mädels müssen ihr mit spärlichen Kleidung Tribut zollen. Was wiederum ein Gewinde in meinem Hals zur Folge hat. Ich bin eben nur ein Mann. Wir schieben uns durch die mit Menschen spalierten Gassen. Schirmtragende Touristenguides fliegen gleich einem Kometen mit einem Ameurtouristenschweif durch die Strassen.
    Trotz alledem genießen wir die quirlige Stadt. Ein von "Komoot" herunter geladener Stadtrundgang führt uns entlang aller Sehenswürdigkeiten. Auf dem Platz "Largo do Carmo" erfuhren wir, dass die Diktatur Portugals am 25.04.1974 endete. Just an dem Tag, als auch ich die Schule verließ. Gemeinsamkeiten sind unverkennbar.
    Wir erkunden die Stadt zu Fuss. Es geht hoch und wieder runter. Ich hab den besten Guide der Welt, natürlich ohne Schirm, bei mir, dem zu jeder Attraktion ein paar interessante Sätze einfallen. Schließlich landen wir in dem Haushaltsgeschäft "Pollux". Ein Geheimtip ist es, in dem Restaurant der Dachterasse ein Getränk mit grandiosem Blick über Lissabon zu genießen. Vor uns schraubt sich der wohl bekannteste aller Aufzüge in die Höhe. Der "Elevador da Justa". Gebaut 1902 von einem Schüler "Eiffels". Auch das "Castel", hoch über der Stadt, lassen wir nicht aus. Eine Fahrt mit der Standseilbahn 28 klemmen wir uns, da eine Sardine in ihrem eigenen Saft mehr Platz hat.
    Schlussendlich stehen wir vor unserem, inzwischen arbeitslosen, Ticketautomaten und erstehen das falsche Ticket. Statt für zwei Personen spuckt er eins für zwei Tage aus. Ein freundlicher Mitarbeiter am Ticketschalter wechselt es gegen zwei Einzelne und alles ist wieder gut.
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