Flughafen Wien Schwechat
11. november 2024, Østerrike ⋅ ☁️ 1 °C
Abschied von Annemarie und Ferdy (stellvertretend für alle 4 Fellnasen)
Los geht's über Zürich nach Delhi 💫
My head is dizzy with Dehli
12. november 2024, India ⋅ ☀️ 27 °C
Wonderful Mahindra guided me safely through some of Delhi's different corners and showed me where he gets his favourite dishes, how they are prepared, how the history shows in the havelis, how to get around, and where one can find recovery from the noise of the nuzzling city center.Les mer
Visiting the Sikh Tempel
12. november 2024, India ⋅ ☀️ 31 °C
Heute habe ich in einer sozialen Großküche eines Sikh Tempels, wo täglich an die 2000 Essen gratis ausgegeben werden, eine Einschulung ins Chapatimachen bekommen.
Es steht jeder Person unabhängig von Religion, Herkunft und sozialem Stand frei, sich zum Essen in den riesigen Speisesaal zu setzen. Dort bekommt man so lange Essen angeboten, bis man satt ist.
Das sind soo liebe Menschen! Die allermeisten machen es ehrenamtlich, für gutes Karma im nächsten Leben 😉Les mer
Good vibes only in Shimla
13. november 2024, India ⋅ ☀️ 11 °C
Had a very early start today in Delhi. Taxi pick up at 4:30 a.m., flight to Shimla 7:05. But everything went super smoothly, including gorgeous sunshiny weather after leaving the city fog behind us.
In Shimla I started the day with a visit at Kali Bari Tempel where I was surprised by upwelling tears, which I interpreted as letting go of something old, opening for transformation of useless patterns of the past to make room for whatever new wants to sprout🌱. A trickster monkey made me laugh as he tried to steal from the offerings for the deity and poured over the red colour for the blessing in his attempt when the temple guard shooed him away.
Then a stroll through Mall Road and along the famous Ridge visiting the Christ Church there, before heading up for Jakhu Tempel of Lord Hanuman at 2455m. On my way up I was interviewed and filmed by a group of 15 year old girl students from Punjab on their school trip.
Then Siddhartha came along overhearing me coming from Austria and enrolling me in a multitopic philosophical conservation which was to be continued all the way up, through chai, back down and into a most delicious local lunch of Mandyali Dham Thali lunch. Such a wonderful encounter, spiced with helpful tips for my onward journey!
Topped the day off with a visit at the State Museum and local stuffed potato patties, tikkis, for supper on my way home.
Everything felt easier in this smaller, cooler and beautiful mountainous city today 😇
On a side note: I walked over 16,5 km and more than 500 vertical meters today on my stroll through Shimla 😉Les mer
"Preis für 2 Augenblicke Unachtsamkeit
14. november 2024, India ⋅ ⛅ 9 °C
Nimm dir ein bisschen Zeit für diesen Text heute und lasse dich von mir nach Shimla, an den Morgen meines Ausbruchs nach Dharamsala entführen:
Als ich heute morgen mein kleines Zimmer, wo ich genächtigt hatte verließ,war ich bestens organisiert. Zeitgerecht erwacht, mit dem am Vorabend gepackten Rucksäcke, lief ich den vorab erkundeten Weg zur alten Busstation hinunter. Die Sonne schien, die Luft war frisch,ich hatte ein Lächeln im Gesicht. Dort angekommen lehnte ich freundlich die Taxi Angebote ab und fragte mich zum Bus zum ISBT terminal durch. Gefunden, eingestiegen, berieten mich die jungendlichen in Schuluniform, dass die Fahrt nur 10 Rp kostete. Während ich ihre Fragen beantwortete, dass ich mit dem 09.40 Bus nach Dharamsala fahren würde, legte ich mein Gepäck ab, um mein Geld aus der Bauchtasche zu holen, als mir plötzlich heiß und kalt zugleich wurde und die Zeit für einen Augenblick still zu stehen schien. Die Bauchtasche lag noch unter dem Kopf Polster im Quartier. Ich hatte sie nicht umgelegt. Schock. Scheiße. Ich legte meinen Packrucksack um und stürzte aus dem Bus. Den Schülern erklärend: "I left my passport at the room!"
Ich laufe aus der Busstation. Doch nach den ersten Schritten fühlt sich etwas ganz komisch an. Ich laufe zu leicht und unbeschwert, etwas stimmt nicht. Mir fehlt mein kleiner Tagesrucksack, den ich vorne dran haben sollte!!! In meinem überhasteten Aufbruch habe ich ihn im Shuttlebus zurückgelassen. Was ist nur los mit mir!?! Ich laufe zurück durch den Morgentrubel der Busstation, Leute sprechen mich an, doch ich suche nur voller Panik den mittelgroßen grün-weißen Bus mit dem ISBT-Schild im Fenster. Vergeblich. Ich drehe mich im Kreis, frage nach dem ISBT-Bus, ein junger Mann deutet nach vorne und ich sehe ihn gerade noch aus der Station fahren. Panik steigt in mir auf. Was mache ich nun? Hier stehe ich also mit nichts als meiner Kleidung, Toiletartikeln und Wasseraufbereitung, alles Geld, Reiseunterlagen und Pass befunden sich - sagen wir einmal "räumlich getrennt von mir", hoffentlich noch greifbar. Aber wie stelle ich es am besten an, beides zurück zu bekommen? Kann ich den Shuttlebus mit einem Taxi einholen? Ich laufe zu den wartenden Taxis zurück und versuche völlig außer Atem und mit Angst in den Augen, den Fahrern dort mein Problem zu erklären. Sie verstehen nur Bruchstücke und sagen mir, um 350 Rp bringt man mich ganz schnell zur Busstation. Ob wir den Bus dann überholen und abfangen können und ich so wieder an meinen Rucksack komme? Dann wieder zurück ins Quartier, um den Pass zu holen und wieder zur Busstation mit dem Risiko, dass die Zeit zu knapp wird, um den 9:40 gebuchten Bus zu erwischen. Oder doch lieber zuerst den Pass und die Bankkarte aus dem Nachtquartier holen, dann zur Busstation fahren und hoffen, dass die Studenten es bemerkt haben und meinen kleinen Rucksack dort vielleicht am Busschalter abgegeben hätten?
Ich entscheide mich für Pass & Geld, weil es einfach höhere Priorität hat und schicke ein Gebet ans Universum, mir meinen Rucksack aufzubewahren.
So lasse ich mich von Taxi so nahe als möglich zu meinen Guesthouse bringen, denn die Wohngegend im Zentrum Shimlas ist nicht mit dem Auto zugänglich und ein Labyrinth aus kleinen, gewundenen Gassen und Stiegenauf- &abgängen. Ich schnappe mir meinen großen Rucksack, weil ich es psychisch nicht schaffe, ihn im Taxi zu lassen mit der Ungewissheit, in er auch wirklich auf mich warten würde, und laufe bergauf, wo ich mein Quartier vermute. Doch es sieht anders aus, als in meiner Erinnerung. Mist. Ich frage zwei junge Männer, dich sie schütteln freundlich lächelnd den Kopf, weil sie mich nicht verstehen. Der nächste kennt das Guesthouse nicht. Ich spüre einen Anflug von Verzweiflung aufsteigen, die Zeit scheint mir davon zu laufen. Mittlerweile scheint die Sonne warm auf uns herunter und Schweiß rinnt in kleinen Bächen an meinem Brustkorb und Schläfen hinab. Ich drehe wieder um Richtung Taxi, um mich neu zu orientieren. Raffe mich nocheinmal auf, einen business-style gekleideten Mann anzusprechen, ja, er kennt die Unterkunft, sein Hotel ist gleich daneben. Halleluja! Ich folge ihm ein paar 100m und siehe da, ich kenn mich wieder aus. Bedanke mich herzlich und laufe wieder los, so schnell es mir bergauf mit Packrucksack auf 2.100m Seehöhe möglich ist.
Ich erreiche sie Unterkunft, mein Zimmer ist offen. Das Bett ist frisch gemacht, die Bauchtasche nicht mehr unter dem Polster.
Ich klopfe an die Privattüre der Vermieter. Nichts. Ich läute an der froßen Kupferglocke neben der Türe. Jetzt höre ich Schritte und als die Junge Frau ganz in schwarz mir die Türe öffnet, sagt sie noch bevor ich sprechen kann: "Ma'm, you forgot your documents. Sorry, we had no phone number to contact you." Ich bedanke mich herzlich viele Male und laufe -diesmal zum Glück bergab und ohne Verirrungen- zurück zum Taxi. Der Fahrer begrüßt mich schon von weitem mit Lichthupe und kommt mit entgegen. 1. Schritt geschafft!!
Flotten Tempos und laut hupend reiht er sich in den fließenden Verkehr aus dem Zentrum hinaus ein. Dann biegt er in einen kleinen Weg ab, der steiler aussieht, als alles, wo ich bisher mit einem Auto hinunter gefahren bin und GSD haben wir nur Mopeds als Gegenverkehr! 🙏
Zur Busstation hin wird es wieder lauter und der Verkehr dichter. Er weist mir den Weg zu meinem Terminal und wünscht mir alles Gute für die Reise. Ich lege 50 Rps auf die vereinbarten 350 drauf und bedanke mich herzlich bei ihm für seine Hilfe!
Wie könnte ich nun hier meinen kleinen Rucksack finden??? Ich marschiere zu den wartenden Kleinbussen, doch erkenne keinen wieder. Es gibt auch kein Office irgendwo, also gehe ich zum Langstreckenterminal und erzähle am Ticketschalter meine Geschichte. Nein, hier sei kein Rucksack abgegeben worden. Ich solle es bei dem "Jockey" dort drüben versuchen. Nach zwei weiteren Runden über den Busbahnhof ist es kurz vor 9:00 und ich gehe im Geiste die Dinge aus meinem Rucksack durch, von denen ich mich nun verabschieden darf:
* Wasserflasche & Thermoskanne - schade, aber ersetzbar
• Ausdrucke von Visum, Pass und Tickets - nervig, aber über einen printshop wieder zu bekommen
• Geldbörse mit restlichen Euros und Kreditkarte - autsch, das tut weh und ist mühsam
• Technik-Tascherl mit Stecker, Ladekabel und Powerbank - auch lästig, aber zu ersetzen
• mein Nordindienreiseführer, wo das Busticket drinnen steckt - Mist, hoffentlich bekomme ich noch einen Sitz in diesem Bus um 9:40!
Ich lasse nun zwar geistig von alldem los, habe aber dennoch das absurde Gefühl, dass ich ihn irgendwie zurück bekommen könnte.
In einem letzten Versuch schreibe ich noch Siddharta, meine neue Bekanntschaft von gestern an, ob ihm etwas einfällt. Er ist prompt mit guten Ratschlägen online und meint, ich müsse zumindest das Ticket wiederbekommen, da es im System vermerkt sein müsste, solange ich meine sitznummer wüsste. OMG, war es 6? Oder 15? Ein Fenstersitz links, das weiß ich noch... Also zurück zum ticketschalter, der Mann kennt mich ja schon. Wir diskutieren hin und her, wenn es nicht online sein, ginge es nicht, meint er. Aber ob er nicht beim Schalter in Shimla anrufen können, die wüssten doch, dass ich gestern dort war. Er ist nett und will mir helfen, ich merke es. Aber der andere Mann blickt streng und schüttelt immerzu den Kopf. Ich drücke noch eins drauf und meine, dass der Verlust meines Rucksacks schon so traurig sei, in sie mir nicht bitte diesen Gefallen tun könnten. Da fragt der nette Mann, ob ich ihn nicht zurück bekommen hätte? Ich verneine traurig. Nun kommt er aus seinem Büro hervor und deutet mir mitzukommen. Eiligen Schrittes läuft er voraus, ich schurle hinterher in die Richtung, in die er mich vorab geschickt hatte. Plötzlich stehen wir vor einem Police Irgendwas und ich denke, na bravo, wenn wir jetzt noch eine Anzeige aufgeben müssen, dass ich ein neues Ticket bekomme, geht sich das alles nie im Leben mehr aus. Da meint er zu mir: "Is this your bag?" Ich sehe eine schwarze Aktentasche am Tisch und schüttle meine Kopf. Da deutet er in die Ecke auf eines Stuhl gleich neben der Türe. 🤩🤩 Da liegt mein vermisster kleiner schwarz grüner Edelrid Rucksack, als würde er lächelnd nur auf mich gewartet haben die ganze Zeit!!
Ich bin ungläubig überglücklich und strahle in aus vollem Herzen an. Dass das Policehäuschen unbesetzt ist, macht nichts. Nach einem kurzen Telefonat öffnet er die mit einen einfachen Schieberiegel verschlossene Türe und überreicht mir lächelnd meinen Rucksack.
Als ich ihm 200 Rp zum Dank geben will, weicht er die Hände zum Namaste gefaltet zurück und lehnt vehement ab. Am Weg zurück zum Schalter krame ich eine Mannerschnitte, für bettelnde Kinder griffbereit, aus dem wieder gewonnenen Rucksack und überreiche sie ihm. Dies kann er dankend annehmen.
Ich gehe überglücklich zu meiner Abfahrtsbucht und habe sogar noch Zeit auf dem Weg meine Thermoskanne mit Chai zu befüllen und 2 Aloo Paratha, mit Kartoffeln gefüllte Fladenbrote, zum Frühstück zu besorgen. Die Welt ist gut.
Wieder ein Beweis, dass es die einzelnen Menschen sind, die zählen. Mögen es mein gutes Karma, mein Optimus oder einfach die freundlichen Inder per se sein, die dazu beigetragen haben, dass mein Augenblick der Unachtsamkeit heute Morgen, gefolgt von einem überstürzten Aufbruch mit einer zweiten Unachtsamkeit, letztendlich gut ausgegangen sind. Eine weitere deutliche Lektion in Achtsamkeit und gegenseitiger Verbundenheit, über deren guten Ausgang ich sehr, sehr dankbar bin.
Danke an die Jugendlichen im Bus, den Taxifahrer, den Mann auf der Straße, der mir den Weg gewiesen hat, die junge Frau, die meine Tasche bewahrt hat, ohne etwas zu entnehmen, Siddhartha, der mich nochmal zum Schalter geschickt hat, den Mann am Busschalter, der mit mir zum Polizeihäuschen rüber gegangen ist.
Und an den Busfahrer, der mich und die andren Passagiere in guten 10h von Shimla nach Dharamsala gebracht hat, die 2 jungen Leute, mit denen ich das Taxi nach McLeod Ganj teilte und die hilfsbereite Frau, die mich das letzte Stück des Weges zum Ram Yogahaus begleitete 🙏🙏
Als ich dort ankam, wurde ich bereits mit einem ausgezeichnet duftenden Abendessen erwartet 🍀🌸
Was für ein Tag!Les mer

ReisendeMeine Güte, was für eine Geschichte 🙏🏻 mit vielen Botschaften für unseren Alltag ☺️ Danke 🙏🏻 Namaste 🙏🏻💗

ReisendeSchön, dass du sie zu Ende gelesen hast und es auch so siehst, wie ich: mit Erkenntnissen für unseren Weg. Drück dich!

Da erinnere ich mich doch gleich an Avalon und deine vergessene Geldtasche und Führerschein. Irgendwie irgendwo ... bin ich froh, dass nicht nur mir solche Dinge passieren ;-) [Sonia Emilia]

ReisendeHahaha, ja, es gibt bestimmt Menschen, denen würde so etwas nie passieren, doch die haben dann andere Herausforderungen 😉
Waking up in McLeod Ganj
15.–17. nov. 2024, India ⋅ ⛅ 12 °C
After a long and exciting journey from Shimla to Dharamsala and further to McLeod Ganj, exile home to the Dalai Lama and his people, I settled in Ram Yoga House last night and woke up to this most amazingly beautiful view today 🤩☀️
Started the day with a rooftop yoga class dedicated to today's full moon and am just about to have delicious porridge for breakfast.
Thank you life! 🤗💕Les mer
Vollmond Puja, Hunde& regionale Specials
15. november 2024, India ⋅ ⛅ 17 °C
Da heute Vollmond ist, wurde von einem Hindu Priester in meinem Hostel am Dach eine Puja, also eine indische Feuerzeremonie zu Ehren de Mondenergie abgehalten und wir alle eingeladen daran teilzunehmen. Zur Vorbereitung bekamen wir ein Armband um, ein gelbes Band auf den Kopf und einen roten Punkt auf unsere Stirn. In mehreren Runden wurden Gottheiten zum Schutz für uns und unseren Familien und für den Frieden auf der Welt eingeladen. Wir *opferten" dafür Reis, Blüten und eine köstlich und wunderschön bunt aussehende Mischung aus 108 Gewürzen und Süßigkeiten in das Feuer in de Mitte unseres Kreises. Dazwischen wurde auch immer wieder segnend Wasser über uns alle gespritzt und wir sangen gemeinsam -zumindest den Refrain davin- Sanskrit Mantren. Abschließend bekamen wir noch ein zweites Armband umgelegt, um zu zeigen, dass wir gesegnet waren. So glaube ich 😉
Am Nachmittag schlenderte ich durch das Örtchen, wovon ich euch einige Eindrücke fest gehalten habe. Die Streunerhunde sehen grundsätzlich ganz gut aus. Sie werden nicht vertrieben, schlafen allerorts friedlich und bekommen immer wieder Reste oder Cracker zum Fressen. Immerhin, auch wenn es natürlich gesünderes Futter gäbe und sauberere Schlafplätze.
Apropos Essen: ich habe mich heute für köstliche tibetische Teigtascherl mit Gemüse, genannt Momos, zum Abendessen entschieden und für Zuhause zum Knabbern frisch geröstete Erdnüsse und Kichererbsen mitgenommen. Mmmhhhhh
Und dazwischen noch eine Runde um den Tempel gedreht, um die Gebetsmühlen anzustupsen:
"Om Mani Padme Hum"Les mer
Los geht's zum Indrahar Pass!
16. november 2024, India ⋅ ⛅ 13 °C
Nach einem stillen Morgen mit Meditation zum Sonnenaufgang und einem nährenden Frühstück, treffe ich mich heute um 9;00 mit meinem Guide, um den 3tägigen Trek zum Indrahar Pass zu beginnen.
Die Aufregung steigt!Les mer
Day 1, über Triund zum Snowline Camp
16. november 2024, India ⋅ ☀️ 6 °C
Wie soll ich all die Eindrücke und Erlebnisse in Worte fassen, die das transportieren, was ich gefühlt habe...
Vor allem weiter oben werde ich einfach die Bilder sprechen lassen.
Der 21jährige Akshit, ein ausgebildeter Mountain Guide ist mein Begleiter. Wir starten morgens um 9:15 aus dem geschäftigen McLeod Ganj Richtung Dharmakot. Es geht zunächst über einen steinernen Pfad durch einen lichten Wald, vorbei am Gullu Tempel und vielen Teeshops. Wir marschieren in einem guten Tempo dahin, doch es fällt mir sehr leicht, die Natur ist wunderschön, die Sonne scheint, ich bin kurzärmelig und komme ins Schwitzen. Einzig nervig sind die vielen Musikboxen, die die indischen Wanderer mit sich tragen und alle entlang des Weges damit zwangsbeschallen. Ich erfahre, dass es ein verlängertes Feiertags-Wochenende ist hier und deshalb besonders viele Touris unterwegs sind. Naja, so ist es halt eine sehr authentische Erfahrung 😉. Akshit versichert mir jedoch auch, dass die alle nur bis Triund gehen werden und unser Camp noch Mal 300 HM höher liegt und wir dort Ruhe vor den partymachenden Wochenend-Touris haben werden.
Bei der Hälfte ca genehmigen wir uns klassischen Chai mit toller Aussicht. Oh mein Gott, ist der süß 😝 - das "no sugar please", kam wohl nicht an.
Nach ca 3 h erreichen wir Triund, wo wir neben wunderschöner Aussicht auch ein köstliches Mittagessen und 1h Rast bekommen. :-)
Die letzte Etappe sind nochmal ca 330 HM zu unserem Camp auf 3180m. Ein entzückender junger Mann betreut es und verstrickt mich sogleich in ein tief philosophisches Gespräch, kein Wunder, heißt er doch "Dharma", was Wissen bedeutet. Ich bekomme Popcorn und Gemüsesuppe als Snack, genieße die eindrucksvolle Abendstimmung mit Blick auf den Pass, unser Ziel für morgen.
Vor dem Abendessen spielen wir zu dritt noch eine Runde Rommy nach indischen Regeln.
Nach leckerem Reis mit Dhal und einem Packerl Mannerschnitten für die Jungs geht es früh ins Bett, denn morgen ist 4.30 Tagwache und um 5:00 wollen wir unseren Anstieg starten.
Da wir zwei die einzigen Gäste heute Nacht sind, bieten sie mir anstelle des Zeltes, einen Platz im "Haus", einer sehr schlichten, überdachten steinernen Befestigung, aber immerhin mit Ofen zum Kochen, wodurch es doch etwas wärmer ist, als in Zelt.
Solarlicht aus um 20:30, es ist so finster, dass ich keinen Unterschied merke, ob meine Augen offen oder zu sind! Nur die Uhr tickt unendlich laut die Sekunden ab, sodass ich gefühlt ewig brauche, um einzuschlagen. Oder ist es doch die Aufregung für morgen? Oder die Höhenluft? Oder dass ich mit voller Montur im Schlafsack stecke mit 2 Decken noch oben drüber? Egal, irgendwann döse ich weg und dann ruft Akshit schon "Good morning, it's time to get ready!"Les mer
Day 2, Snowline to Indrahar Pass
17. november 2024, India ⋅ ☀️ 1 °C
Die beinahe noch kugelrunde Mondin leuchtet so hell, dass wir gar keine Stirnlampen brauchen, als wir in die Nacht hinein mit unserem Anstieg auf den Pass beginnen. Bis auf das leise Knirschen von Reif oder Sand unter unseren Schritten ist es mucksmäuschen still. Als wir das Laka Camp passieren, das hier auf der Sandpiste steht, wo bis zum letzten Jahr noch Gletscher war (auch hier gibt es Zeichen des Klimawandels), gehen in den Zelten dort einzelne Lichter an und gedämpft Stimmen dringen an unsere Ohren, doch außer uns ist noch niemand unterwegs. Nun wird es ein wenig steiler. Ich ziehe meine Jacke aus, um nicht zu stark zu schwitzen, doch meine Finger sind noch klamm.
Akshit schreitet ähnlich flott dahin wie gestern. Doch es ist 5:30 in der Früh, wir sind mittlerweile bei ca. 3.500 Hm und ich habe gefühlt kaum geschlafen - ich schalte einen Gang zurück, sonst zieh ich das nicht durch bis zu unserem Gipfel. Hinter uns schließt ein einzelner Mann zu uns auf. Ich will mir natürlich keine Blöße geben, finde einen Atemrhythmus, der mir hilft unser Tempo zu halten und meinen Puls ein wenig zu beruhigen- auf 1 & 2 ein, dann forciertes Ausatmen auf 1 und gleich wieder ein auf 2. So habe ich das Gefühl genug Sauerstoff in meine Lungen zu bekommen, welches mein fleißiges Herzerl, das heute ganz schön ordentlich pumpen darf, mit Priorität wohl in meine Beine sendet. Ich hätte jetzt gerne ein Pulsoximeter, um meine Sättigung zu messen! Irgendwann frage ich Akshit, wie viel Prozent des Anstiegs wir bereits bewältigt haben, die Antwort "35-40%" ist ernüchternd. Wir machen eine kurze Trinkpause und er fragt mich, ob ich den Trek genieße. Ich bin ehrlich: "I'm a bit cold and it's hard work, but yes, I am indeed enjoying it."
Beständig klettern wir höher. Ich stelle fest, dass ich dickere Handschuhe mitnehmen hätte sollen. Abwechselnd stecke ich eine Hand in die Tasche meiner Weste, um meine Finger wieder beweglicher zu bekommen, während die andere den Stecken hält, mit dem ich mein Emporklettern und das Gleichgewicht unterstütze. Fullbodyworkout sozusagen.
Jeder Schritt bringt uns dem Pass näher und ich entdecke einen zarten orangeroten Streifen am östlichen Horizont und erste Vögel erheben ihre Stimme, um den nahenden Morgen zu begrüßen - welch Freude!!
Diese Motivation ist sehr willkommen, um die raumfordernden Gefühle von kalt, müde und hungrig (in dieser Reihenfolge) abzufangen. Nie im Leben möchte ich mich auf einen 8000er quälen müssen, denke ich mir so im Dahinsteigen, wobei mein Körper routiniert und scheinbar automatisch die notwendigen Bewegungen vollführt. Die Konzentration darf trotz allem nicht nachlassen, denn jeder Schritt muss hier achtsam gesetzt sein. Es wird nochmal richtig steil, sodass ich immer wieder einmal auch eine Hand zum Abstützen dazu nehmen muss. Jetzt kann es nicht mehr weit sein. Dann die erfreuliche Ankündigung: "30, maximal 40 min and we'll be at the top!" Jupiduhh!
Wenig später erreichen auch die ersten Sonnenstrahlen die Spitze des Grats und als wir höher steigen, kann ich erkennen, wie die Sonne den Shiva Schrein erleuchtet und sich als glühende Scheibe links davon über den Mun Peak erhebt. Während ihre ersten Strahlen mein Gesicht erhellen, sind meine Finger beinahe zu stark gefroren, um den Augenblick fotografisch festzuhalten. Nach einigen Versuchen gelingt es mir dann doch, mein Handy für ein erstes Bild zu entsperren, bevor ich mich dann voller Freude und Demut einfach still hinsetze und den Augenblick auf mich wirken lasse.
Danke, dass meine Beine, meine Lungen, mein Herz, meine Willenskraft so tüchtig sind, mir diesen Augenblick zu ermöglichen. ❤️🙏
In nicht ganz 3,5h sind wir also die ca.1260 Hm auf 4.340 m hinaufgesteigen. " You have a good pace. Very strong", sagt Akshit noch und ich denke mir, wie gut, dass ich so brav für den Halbmarathon trainiert habe! 😅
Eine gute Stunde genießen wir zu dritt den Gipfel und den Ausblick über die ersten schneebedeckten Gipfel des Himalayas ganz für uns alleine. Ich lutsche einen beinahe tiefgefrorenen Riegel, versuche alles, um meine steifen Finger aufzutauen und bedauere sehr, keinen Tee mit zu haben. Wo ist er, der Chai, wenn man mal wirklich einen braucht?
Dann fällt mir der Handwärmer ein, den mir Annemarie noch mitgegeben hat und endlich beginnt es in den Fingern zu kribbeln.
So wunderschön es hier oben auch ist, vom Stillsitzen wird es hier auch in der Sonne nicht wärmer, meine Beine versuchen mich schon warm zu zittern und als Akshit zum Aufbruch bläst, bin ich bereit für den Abstieg.
Hinunter im Sonnenschein geht es leichtfüßig und nach kurzer Zeit können die Jacken bereits wieder in den Rucksack wandern. Im letzten Viertel meldet sich mein linkes Knie, doch mit ein bisschen mehr Achtsamkeit und Stockeinsatz beim Steigen komme ich gegen 12 wieder gut im Base Camp an der Snowline an.
Ich bin total froh, meine naßgeschwitzte Kleidung gegen trockene (nicht frische! 😉) tauschen zu können und auf einer Isomatte in der Sonne zu warten, bis mir mein Mittagessen serviert wird. Das nenne ich Service!
Ein kleines Nickerchen nach dem Essen tut auch extrem gut, bevor wir uns von Dharma verabschieden und weiter nach Triund zu unserem Quartier für heute Nacht absteigen.
Im Teeshop dort gönne ich mir ein Gatorade und von Akshit bekomme ich frisch frittierte Potatoe Sticks mit Tomatensuppe als Snack. Das tut gut!
Da es bereits beginnt abzukühlen, richte ich es mir vor dem Abendessen in meinem Zelt für heute Nacht gemütlich ein. Obwohl Sonntag ist, ist noch einiges los hier im Camp. Wir sind zu 10. beim Abendessen, plaudern nett und danach gibt es sogar noch ein Lagerfeuer. Ich wärme mir noch ein bisschen Finger und Zehen für die Nacht, gehe Pipi ins Klozelt (4 Wände um ein Loch in der Erde, das regelmäßig weiter wandert) und verkrieche mich in meinem Matratzen-, Schlafsack-, Decken-Bau für die Nacht. Müde, warm, satt und voll mit unvergesslichen Eindrücken.Les mer
Tag 3, Zurück nach McLeod Ganj
18. november 2024, India ⋅ ☁️ 10 °C
Nach einer kuschelig warmen Nacht in einem Nest aus 2 Schlafsäcken und einer warmen Decke stecke ich gerade rechtzeitig zum Sonnenaufgang um 7:00 meinen Kopf aus dem Zelt. Atemberaubende Kulisse !!
Es gibt Paratha, also gefüllte Chapati und Chai zum Frühstück. Mmhhh 😋
Dann heißt es Abschied nehmen von den Bergen und zusammenpacken für den Abstieg. Ich bitte noch um einen großen Müllsack, denn ich habe vor, auf dem Abstieg, ein bisserl mitzunehmen, was entlang des Weges so alles liegt.
Diesmal geht es über Bhagsu ins Tal, vorbei am Wasserfall und dem Nag Tempel, Shivas Schlangengefährtin. Es geht immer noch leichtfüßig dahin, der Muskelkater kommt wohl erst morgen ;-). Bei einer Rast mit Zitronentee -ohne Zucker!! - fragt mich ein junger Bursche, was ich denn aufsammeln würde entlang des Weges. Mit einem Lächeln erkläre ich: "Garbage. We try to keep our Austrian mountains clean, and I'm helping you to do the same here." Mit großen Augen sieht er mich an: "You are an inspiration for me, Mam."
Ziel erreicht. ❤️
Nach Verabschiedung und Einchecken im neuen Hotel, da das Ram House leider nichts mehr frei hatte, gehe ich noch eine Runde um den Dalai Lama Tempel, trinke einen heißen Ingwer Zitronen Tee und lasse mit Momos zum Abendessen den Tag ausklingen.Les mer
Abtauchen in die Stille
19.–29. nov. 2024, India ⋅ ☀️ 15 °C
Heute in 1 h beginnt mein 10tägiger Kurs "Introduction to Buddhism" I'm Tushita Meditation Center hier in McLeod Ganj.
Das Handy werde ich abgeben, es wird geschwiegen und viel meditiert. Ich freue mich auf die Stille und was sie mir zeigen wird.
Bis dann, am 28.11.!
🌸🫶🏯🪷🧘🏻♀️Les mer

Viel Spaß beim meditieren. Klingt alle ziemlich aufregend. Lg Patchi [Patchi]

mega spannend, freu mich auf deinen Bericht liebe Heidi. LG Moni (OS Puchberg) [Monika Heissenberger]
Taking the Eight Mahayana Precepts
27. nov.–6. des. 2024, India ⋅ 🌙 10 °C
Was erzählt man der Außenwelt von einem inneren Rückzug in Meditation und Schweigen, von dem Eintauchen in die jahrtausendealten Weisheiten des tibetischen Buddhismus?
So eine Erfahrung berührt die eigene Essenz tief in einem drinnen. Holt Erinnerungen hervor, von denen man nicht wusste, dass sie da waren. Eröffnet Perspektiven, das eigene Leben zu betrachten, die möglicherweise neu sind oder auch nur verdrängt waren. Es ist wie das Durchatmen am Gipfel eines Berges, wo Herzschlag und Atem zur Ruhe kommen, der Blick in riesige Weiten sich eröffnet. So kommen auf einem solchen Retreat deine Gedanken zur Ruhe und du erhaschst einen Blick auf deine Seele, deinen inneren Kern.
Mit den buddhistischen Lehren wird man unweigerlich mit der Vergänglichkeit von Allem und Jedem konfrontiert. Das kann zunächst traurig machen, doch letztlich macht es uns vor allem eines: frei! Frei von Anhaftung und Erwartungen, frei von Enttäuschung und Verlangen. Wenn! Ja wenn wir es denn umsetzen können. ;-)
Die täglichen Routinen des Meditieren vor dem immer gleichen Frühstück von Porridge und Weckerl, Butter, Honig und Erdnussbutter, die Vorlesung, das für mich köstliche indisch vegetarische Mittagessen, wieder Vorlesung, Pause, Meditation, Suppe und Abendmeditation, dazwischen der Beitrag zum Alltag in Form kleiner Arbeiten, genannt Karmajobs und ein bisschen Yoga in der Sonne am Tempeldach zum Dehnen nach dem vielen Sitzen am Boden, kreieren einen Alltag, in den ich mich sehr gut und gerne einfügen kann.
Die Acht Mahayana Gelübde abzulegen war eine freiwillige Sache für den letzten vollen Tag der Meditationen. Zusätzlich zu den 5 Gelübden für den ganzen Aufenthalt:
* Jedes Leben zu achten (auch das der kleinsten Insekten)
* Nichts zu nehmen, was dir nicht gegeben wird
* Keine Unwahrheiten zu sprechen
* Keine Sexualität zu vollziehen
* Keine Rausch- & Suchtmittel zu konsumieren
kommen hinzu:
* Nicht zu unrechten Zeiten zu essen (also nur 1 Mahlzeit vor 12:00 zu sich zu nehmen)
* Nicht auf hohen, weichen Betten zu schlafen (die Betten hier waren ohnehin alle ohne Lattenroste und mit super schlichten Matratzen 😉)
* Sich nicht mit Schmuck, Düften oder Girlanden zu zieren, zu singen oder zu tanzen)
Es führt einen noch weiter weg vom Materiellen, Körperlichen in die Weiten des eigenen Geistes. Ich glaube mich an Zeiten zurück zu erinnern, in denen ich als Mönch oder Nonne genau diesen Dingen nachgegangen bin.
Am allermeisten hat mich die abschließende Lichterzeremonie am Abend des 9. Tages berührt. Unser Lehrer Ven. Wangdu, gebürtiger Salzburger ohne Scherz!, das hatte übrigens den riesigen Vorteil, dass er super gutes, bestens verständliches English sprach und weiß, wie die westlichen Gehirne ticken, als unser lieber Wangdu hat sein Licht, das Symbol der Weisheit entzündet und es an uns Reihe um Reihe weitergegeben, bis alle 106 Lampen brannten. Dann stimmte er das Mantra für Weisheit und Mitgefühl "OM MANI PADME HUM" an und gemeinsam singend verließen wir den Tempel, unrundeten ihn und gingen zur Stupa von Lama Yeshe, dem Gedenkstempel des tibetischen Gründers dieser Ordensreihe hier im Westen. Diesen unrundeten wir ebenfalls und stellten unsere Lichter rund um seine Stupa ab. Am Ende standen 107 Menschen aus 27 Nationen beisammen, sangen dieses Mantra mit dem innigen Wünsch mehr Weisheit, Glück, Frieden und Mitgefühl in die Welt zu bringen. Das hat mich so zu Tränen gerührt, dass mir oft die Stimme versagt hat.
Lange stand ich noch in der kühlen Nacht und blickte voller Hoffnung auf die vielen Lichter um die heilige Stupa.
Mögen alle fühlenden Wesen frei sein von Leiden und den Ursachen für Leiden,
Mögen alle fühlenden Wesen glücklich sein und in Frieden leben dürfen.
❤️🪷🫶🌱
Am nächsten Tag um 13:00 endete der Kurs. Der entbrannte Lärm durch das Geschnattter so vieler zum Schweigen verordneter Münder, war mir fast zu viel. Nachdem ich mit 2, 3 Leuten Kontakte ausgetauscht hatte, entfloh ich in den naheliegenden Wald, wo sich Buddhisten für sehr lange Retreats, 5, 10, 15 Jahre bis hin zu lebenslang zurückziehen. Er ist geschmückt mit Unmengen von Gebetsfahnen und die Energie dort ist sehr hoch und lichtvoll. Von dort stammen die letzten Bilder und Videos.
Erst langsam war ich bereit, wieder in den Trubel des Ortes einzutauchen, wo ich mich in erster Linie auf ein Gespräch mit meinem Schatz freute. 🌸Les mer
Heartwarming encounters
29. november 2024, India ⋅ ☀️ 10 °C
At the retreat up in Tushita we had a few stray dogs hanging around the center, sleeping at the gompa's doormat and waiting patiently around the dining area for some leftovers. Understandingly we were asked not to feed them. 💔Heartbreaking for me. So I made a promise to bring them a treat once the retreat was over.
So yesterday morning I went scouting for dog food in town, found some pedigree treats and a chicken butcher. Loaded with my gifts I climbed back up the hill to look for my sweethearts. I found them infront of the gompa and invited them to follow me down the stairs where I opened my chicken parcel. After some initial hesitation they endeavoured in their treat and I gave them a heartful goodbye. Also I've contacted the local vet taking care of the strays to see if there was anything in spefic she could need support in.
A bit further up the street Kanwar was waiting for me. We had chatted earlier walking up the road and he had invited me to his place for chai. He is an Ayurvedic practitioner from Shimla. Now living here in McLeod Ganj after his divorce. We talked about life and spiritual practice for some time before I continued back down into town. What a kind and humble man. I split the leftover chicken among his four dogs in return for my chai 😉
Back in town I had two more errands to run: finding a specific Tibetan ointment for a friend back home and visiting Marleen in her Thangka shop. We have had a very inspiring chat when I had first arrived and I had promised to pop back in after the retreat. I wanted to exchange experiences and see if I would find a nice Thangka that would speak to me. I did 💕 A beautiful handpainted image of Chenrezig, the Buddha of love & compassion will be coming home with me. ☺️
On my way I spotted a few familiar faces from Tushita - so nice to exchange a warm hug with new friends in a country far away from home 🩷.
Then it was time to fetch my bag and head for the taxi stand. Despite my big load I couldn't resist handing out some treats to all the dogs along the way, it was such a pleasure for me to see them munching away. :-)
Kanwar had instructed me where to find the shuttle jeeps for Dharamsala that took only 20 Rps for the ride instead of 200,- for a taxi. Even if it's not for the money, I always enjoy authentic experiences! I was reminded of my travels through South America when we squeezed 12 people in the jeep and had the luggage riding ontop in the roof rack . Best way to get to know your seat neighbors! Until we had arrived at our destination I knew that Hassan was a motivated young Indian Muslim trying to make ends meet caring for his kidney insufficient mother without health insurance and working as a sports manager for field hockey in tribal communities. He chose to follow this path rather than going for the big money and was here in McLeod Tank to seek guided meditation to help him with the inner challenges he is facing. In the end he offered me one of his apples and I was happy to present him with a package of Manners in return. He even was so kind to walk me to my bus to make sure I'd be all right before he continued his own journey to Delhi. I sincerely hope things turn to the best for him and his mother!
While waiting for my bus to open the doors, a very shy, limping female dog appeared on the scene. I coaxed her to come closer and after eating two hands full of food she was ready for some petting and really enjoyed the back rub I gave her. And my hands were black from her dust and ready for a washing! 😅
Once in the bus the young lady in front of me whom I asked how to decline my seat chatted me up for at least 30 min giving me a detailed insight on a few topics of "India today". On the career options of young Indians it's basically IT or low income. No wonder 99% of the young people I meet traveling are into IT! Asking her if she liked it, she just laughed and said that it wasn't a question of interest, but a question if you wanted to be able to support your family. Interesting viewpoint was that she absolutely defended arranged marriage! She was 32 and said she's sincerely being asking her father to find a match for her because she didn't have time to do so, being so busy with work. I thought she was joking at first, but she was serious about it.
Ok, Yoga lesson is starting shortly so I will leave it at that. More on my journey to Rishikesh in tomorrow's footprint.
Be well everyone! 🪷🩷🌸Les mer
Auf in neue Abenteuer!
30. november 2024, India ⋅ 🌙 11 °C
Als ich es mir in dem bequemen Sitz des Volvo Nachtbusses bequem gemacht hatte, war ich noch überzeugt davon, ein paar gute Stunden Schlaf finden zu können. Aber selbst als ich mir gegen die Kälte beim nächsten Stop mein warmes Wolltuch aus dem Packrucksack geholt hatte, ließen die kurvigen Straßen mit ihren Schlaglöchern und der Tumult beim Aus- & Einsteigen an den diversen Haltestellen, kaum mehr als ein temporäres Wegdösen zu.
Ziemlich übernachtig, packte ich also auf geheiß des Busbegleiters mein Zeug zusammen, als es hieß: "Next stop Dehradun, Ma'am." Es war kurz nach 6 Uhr früh. Kaum auf der Straße, im Bemühen gerade meinen Rucksack aus seiner Schutzhülle zu schälen, fragte mich die quirlige junge Inderin vom Sitz vor mir, ob ich schon ein Ticket nach Rishikesh hätte. Als ich verneinte, sprach sie kurz in Hindi mit ein paar umstehenden Menschen und deutete gleich darauf auf einen lila Bus am gegenüberliegenden Straßenrand. "There, take that purple one. It goes to Rishikesh. Not the most comfortable, but it's cheap. Have a good trip!"
Ich schnappte meinen Packrucksack so wie er war und kletterte in den ausgewiesenen Bus, mich nochmals versichernd, ob er auch wirklich nach Rishikesh führe. Der Fahrer nickte, ich winkte ihr dankend aus dem Bus zu und kurz darauf setzten wir uns in Bewegung. Na das hatte ja bestens geklappt. So viel Freundlichkeit findet man bei uns selten. Und wie nach jeder Reise nehme ich mir fest vor, Touristen zuhause mit mehr Hilfsbereitschaft zu begegnen.
Mit vielen Halten zuckeln und rasen wir abwechselnd im Sonnenaufgang dieses neuen Tages meinem nächsten Aufenthalt entgegen.
Noch immer keine Ziege im Autobus, es ist wohl zu früh für sie 😉.
Da mir bei der Ankunft am Busbahnhof von Rishikesh jede Orientierung fehlt und ich 1. sehr gerädert bin und 2. schon dringend mal Pipi muss, nehme ich den erstbesten Tucktuckfahrer und bitte ihn, mich nach Parmarth Niketan zu bringen. Allerdings nicht ohne zumindest vorher nach dem Preis gefragt und verhandelt zu haben. Kaum sind wir auf der Hauptstraße draußen, fragt er mich, ob ich Hasch möchte, während er an seinem Joint zieht. Na großartig! Es ist mir egal, er wird wohl wissen, wie fahrtüchtig er ist, denke ich mir und vertraue meinen Schutzengeln 😇. Vor der großen Brücke über den Ganges, die nur von Mopeds und Fahrrädern befahren werden darf, lässt er mich aussteigen, ich gebe ihm den vereinbarten Betrag, vermutlich immer noch deutlich zu viel für die kurze Strecke und lehne es ab, seine Nummer zu notieren. Letzte Etappe also zu Fuß. Der Wind bläst heftig und ich finde es ganz schön frisch. Aber mit Rucksack und flottem Schritt wird mir bald warm, als ich durch die eben erwachenden Gassen zwischen Kühen und ersten Marktstandlern am Ganges entlang zum Ashram gehe.
Kaum bin ich durch den prunkvollen Eingang geschritten, offenbart sich eine ganz andere Welt: sauber, gepflegt, sehr grün und noch recht still präsentiert sich der Innenhof des Ashrams, welcher Zimmer für 1000 Gäste hat! Während ich mich noch orientierend umblicke, nähert sich mir ein Mann, wie sich herausstellt selber Gast hier, und weist mich zur Rezeption. Die ist erst ab 8:30 besetzt, aber es gibt Toiletten und einen Platz, wo ich alles abstellen und mich hinsetzen kann, um die restlichen 20min zu warten. Alles ist gut. Ich bin angekommen.
Ich bin sehr glücklich, schon einchecken zu können und meine erste Aktion hier ist es, dass ich mich mal für ein paar Stunden hinlege, um wieder klarer denken zu können. Die Zeiten, wo ich Nächte unbeschwert durchmachen konnte, sind lang vorüber 😅
Als ich gegen Mittags erwache, mache ich mich frisch und suche zuerst die Kantine auf, wo ich das satvische Mittagsmenü teste. Den Rest des Tages verbringe ich in Erkundung des Ashrams und kurz vor 17:00 schlendere ich hinunter zum Ganges, um mich für das tägliche Spektakel des Aarti einzufinden. Dies ist ein hinduistisches Ritual, wo synonym zum lebensspendenden Licht der Sonne, der Maha Ganga (Mutter Ganges) zu Sonnenuntergang ein Lichtopfer dargebracht wird. Es gibt Livemusik, mit der alle Teilnehmer über massive Lautsprecher dröhnend beschallt werden. Zahlreiche Kinder laufen mit großen Schalen herum und verkaufen Blumenspenden oder stempeln einem gegen eine kleine Spende Shivas Dreizack in rot auf die Stirn. Es wird zunehmend enger, als mit dem Eintreten der Dunkelheit mehr und mehr Menschen herbei strömen.
Die jungen gelb-rot gekleideten Buben des Ashrams laufen eifrig herum, bringen Lichter, Teller und assistieren dem Hindu Priester beim Zelebrieren des Rituals. Es ist der Leitung des Rituals anzurechnen, dass sie bitten, keine Lichter tatsächlich in den Fluss zu geben, im Sinne des Umweltschutzes, um Maha Ganga gesund und rein zu halten. Im Anschluss gibt es dennnoch zahlreiche Inder, die diese Blumenschiffchen mit Kerze und Räucherstäbchen bestückt ins Wasser setzen und sich mit dem heiligen Nass dann Gesicht und Kopf segnen. Solche Bräuche sitzen eben tief und Aussehen tut es ja auch schön. ...
Fun fact: für dieses Ritual zieht man seine Schuhe am Eingangsbereich aus und auf wundersame Weise habe ich sie trotz all der Menschen jedesmal wieder aufgefunden! 😅
Gleich anschließend geht es für Interessierte weiter zum Satsang, einer gemeinsamen Singveranstalung mit der Möglichkeit danach Fragen zu stellen. Wieder mit schmerzhaft tösenden Lautsprechern - unglaublich die müssen alle Gehörschäden haben...
Nach einer Gemüsesuppe, die leider ganz anders war, als ich es erwartet hatte, aber mit zum Glück leckerem Naanbrot, fiel ich dann erschöpft in mein Bett, sehr froh, ein Zimmer für mich zu haben.Les mer
Spontan zum Neelkanth Shiva Tempel hoch
1. desember 2024, India ⋅ 🌙 13 °C
Beim Frühstück nach dem Yoga bin ich heute mit einem Pärchen aus dem Süden ins Gespräch gekommen. Sie wollten wissen, was ich schon gesehen hatte und ich berichtete, von Dehli , Shimla, Trekking und Meditation. Sie selbst sind spontan für einen Wochenend-Trip her geflogen und haben mir erzählt, dass sie sich heute den Neelkanth Tempel, einen von Indiens wichtigsten Heiligstätten des Lord Shiva ansehen wollten. Sie würden aus Zeitgründen mit dem Motorrad hinfahren, aber man könnte auch eine "Trekkingtour" machen, meinten sie, wenn mir so etwas gefiel, ca. 3,5-4h. Lachend meinte ich, das sei mir heute etwas zu viel, aber bedankte mich für den Tip.
Naja, ein bisschen Gehen und Bergpanorama wären natürlich schon fein... Google Maps berechnete 2h 40 für den Anstieg. Es war 9:45. Ich packte kurz den Rucksack um, tauschte Flipflops gegen Trekkingschuhe und marschierte los Richtung Westen und bergwärts.
Zunächst vorbei an den fruhstückenden Sadhus, dem Ved Nikatan Ashram, entlang dem Ganges bis zur Beatles Street und dann hoch durch den Rajaji National Park / Tiger Reserve. Dank meiner e-sim Karte ist die Navigation kein Problem! 🙏
Es entpuppte sich als wunder-, wunderschöne Wanderung über steile gepflasterte Wege, durch sehr ursprüngliche Landschaft, vorbei an verlassenen oder eingewinterten Tee-shops, und anderen, sich ausruhenden männlichen Pilgern. Der Pfad war gesäumt von verlorenen und kaputten Flipflops (nicht alle waren wohl so schlau wie ich, ihr Schuhwerk dem Weg anzupassen😉), Unmengen an glitzernden Staniolverpackungen und PET-Flaschendeckeln und spielenden Affen. Nach ca 2 Stunden Anstieg war die Anhöhe erreicht und es gab Gelegenheit zu essen. Aber ich hab stattdessen lieber eine arme Hundeseele gefüttert. Diese Dame war wirklich schwer bedient und ich wünschte, ich hatte ihr neben Futter und Wasser auch Medizin für ihre Hauptprobleme geben können 😥. Schweren Herzens zog ich weiter. Näher zum Tempel hatte ich Begleitung von einem jungen Burschen, der mich gleich nach meinem Insta Account fragte und mir erzählte, was für ein gläubiger Hindu er nicht sei.
Falls ich gedacht hatte, da geh ich schnell mal rein und seh' mich um - falsch gedacht! Es wurden immer mehr Menschen und ich stand fast 40 min in einer Schlange zum Eingang. Immerhin mit Opfergaben ausgerüstet und baren Fußes, wie es sich hier gehört, wenn man heilige Stätten betritt.
Gesegnet mit Shivas Dreizack und der heiligen Asche auf der Stirn und ein Armband und einen Wunsch, der mir erfüllt wird, reicher, fing es an den Rückweg. Voller Motivation wählte ich auf der Alpenvereinskarte eine Route, die meine Wanderung zu einem Rundweg machen würde, anstatt denselben Weg wieder zurück zu gehen. Sie führte mich durch winzige bunte Bergdörfer, wo mir die Menschen zwar überrascht, aber durchwegs freundlich begegneten. Ich genoss jeden Schritt, jeden Höhenmeter, jede Begegnung und jeden Ausblick nach der nächsten Kehre 🤩
Meine Schritte setzte ich jedoch stets mit Achtsamkeit und Bedacht, war ich mir doch sehr bewusst, dass ein Fehltritt hier in der dünn besiedelten Landschaft unangenehme Folgen haben könnte... So kam ich auch nach ca 7 h und 21,4 km mit 1.300 Hm glücklich und wohlbehalten, rechtzeitig zum abendlichen Aarti wieder am Ganges beim Parmarth Niketan Ashram am.
Die Fotos, die ich hier hochladen darf, sind auf 20 begrenzt, die Auswahl fiel mir heute noch schwerer als sonst. Zuhause gibt es dann mehr zu sehen 😘Les mer

Reisende
Ob Donau oder Ganges, was macht es schon 😉 Wasser, Berge, Natur - da hüpft jedes Herz vor Freude, nicht?
Exploring Tapovan
2. desember 2024, India ⋅ ☀️ 23 °C
After a good night's rest it was time to check out of Parmarth Niketan. I still enjoyed the sheltered atmosphere of the Ashram's courtyard while journaling when I was asked to pose for a selfie with three young Indian ladies. It turns out they are here for their sister's wedding and spontaneously invited me to join them on this 5 day long lasting event. I've heard this is quite common in India, let's see if I can make it on Wednesday 😉.
It's around noon when I finally head out towards Laxman Jhula where there is one of the three bridges spanning the Ganges here in Rishikesh, since Tapovan, the district where I will spend the next three nights here, is on the West side of the river. It is quite warm and my two backpacks are heavy enough so I accept the offer of a moped taxi driver to give me a ride to the bridge. And I am even more grateful as I realise how far it actually is along our ride. It does take some core work though to keep nice and upright on the bike with my big backpack pulling me back 😅
Having reached my destination I learn that the bridge is under construction and can't be used to cross the river!! What to do?
Well, luckily there is a boat doing shuttle service for 40 Rps. Yeah, let's take a boat ride instead!
But the hardest part is yet to come! Tapovan is all uphill! So during the 15 min walk I break into a proper sweat and after the long hike yesterday I am in for another good workout for my thighs 🦵🏻💪🏻.
Room is clean, cozy and spacious compared to the Ashram. And I don't even mind that the water in the bucket shower was not quite hot yet as it gives me a good refreshment.
The rest of the day I spend with Katalin, a lovely Hungarian lady I met at Tushita. She has been to Rishikesh for two months during her yoga teacher training earlier this year so she knows her way around and shares her experiences with me. We have yummy lunch, feed a mommy cat with her gorgeous little kitten with the pouch of cat food I am carrying around with me since McLeod Ganj, walk along the Ganges river banks and overlook the sunset with chai at a good vibed, cozy restaurant called TAT, where Jade, another Tushita Co-meditator, comes to join us for a lovely evening.
What a nourishing day 🙏🏻💖🪷Les mer
Another day in Rishikesh
3. desember 2024, India ⋅ ☀️ 20 °C
Heute ganz gemütlich mit einer Morgenmeditation und anschließendem zweistündigen Yoga in den Tag gestartet. Mittra hat eine sehr sanfte Praxis, mit ganz viel Achtsamkeit, aber nicht unanstrengend, da sie richtig tief geht. Frühstück gab es auch gleich bei ihm, bzw. Brunch, da es mittlerweile fast 11 Uhr war. Ganz frisch gemachte typisch indische Aloo Paratha mit Joghurt. Mmmhhhhh, drei Stück davon sättigen bis abends! 😅
Dann stand eine Besorgung für einen Freund am Plan. So typische Metalltellerchen, die hier häufig für's Essen verwendet werden, da quasi unzerstörbar. Aber dafür musste ich in's Zentrum von Rishikesh, zu Fuß eine gute Stunde entlang der Hauptstraße - nicht einladend. Also nahm ich mir wieder ein Moped - Taxi, das gefällt mir und erinnert mich an zuhause, wenn Annemarie und ich durch Wien kurven. Gut, bisserl weniger Gehupe in Wien, aber sonst... 😉
Der kundige Fahrer setzt mich auch gleich am richtigen Eck ab und ich werde rasch fündig.
Dann mache ich meinen Weg hinunter zum Triveni Ghat, einer weiteren Stelle am Ganges, wo abends groß das Aarti gefeiert wird. Man kann fein am Wasser entlang spazieren und es ist so viel ruhiger als am Markt! Aber dort sitzen auch viele Menschen, mit denen es das Leben nicht ganz so gut gemeint hat. Zu viele, um allen etwas geben zu können. Das macht mein Herz immer schwer. Ich versuche allen zumindest ein warmes Lächeln zu schenken und nicht einfach an ihnen vorbei zu sehen, was manchmal gar nicht so leicht ist.
Am Schwierigsten finde ich jene Frauen, die meist mit kleinen Kindern im Schlepptau, richtig aufdringlich neben mir herlaufen, und fast schon an meinen Kleidern ziehen, auch wenn ich signalisiere, dass ich gerade nichts geben möchte oder kann. Irgendwann ist eben das Kleingeld zu Ende, das ich mir immer für diese Zwecke aufhebe. Es ist auch schon vorgekommen, dass sie mit der Höhe meiner Spende nicht zufrieden sind und fordernd, ja beinahe verärgert ihre Hand für mehr ausstrecken. Diese Energie finde ich leider sehr abstoßend und es fällt mir schwer, mein Herz hier offen zu halten.❤️
Ebenfalls sehr belastend für mich, sind die vielen Kühe in der Stadt. Scheinbar gab es eine Gesetzesänderung, die den zuvor schon illegalen Export von Rindfleisch komplett unterbindet, und nun werden die Kühe einfach sich selbst überlassen. Die finden in der Stadt natürlich nur bedingt Futter, das für sie geeignet ist, weshalb vor allem viele Kälber aber auch ältere Kühe für meine Begriffe ungesund aufgebläht und abgemagert aussehen und teilweise auch stark verrotzt sind, was mich einfach ganz arg traurig macht. Vor allem angesichts der Hilflosigkeit gegenüber dieser Situation.
Aber das sind die Kontraste mit denen man in diesem Land konfrontiert wird. Es gehört mit zur Polarität unseres Planeten Erde. Leid und Kummer existieren an so vielen Stellen dieser Welt, egal ob wir persönlich ZeugIn davon werden oder nicht. Wir können alleine und augenblicklich nicht alle Probleme lösen, jedoch unser Mitgefühl entwickeln und in unserer Lebenshaltung und unseren Handlungen zum Ausdruck bringen und so Stück für Stück unseren Beitrag leisten.
Om Shanti Shanti Om 🙏🫶🌸Les mer
A day filled with emotions
4. desember 2024, India ⋅ 🌙 13 °C
Be aware, today's post and some of the fotos may be a bit disturbing if you are a sensitive soul like me. 🌱🩷
After morning yoga I met Katalin for brunch in the lovely secret garden cafe. What a green oasis of peace in this town full of concrete and construction! And the menu serves every taste from traditional Indian and Ayurvedic dishes to classic continental or vegan options. A place in the sun or shade at one's own choice. Perfect! After a delicious vegan Rainbow Platter I made my way up to the book store which also offers to ship parcels as I wanted to lighten my weight a bit, making room for more souvenir and gift shopping 😇
After this being done I felt like stopping by at the wedding where I had received an invitation to at the Ashram. Kata decided to come along for part of the way to do some Christmas shopping on the other side of the Ganga. So off we set. The first part of the way until Ram Jhula, the bridge to cross the river, is along the main road again. Horrible! Soo much traffic and pollution and beggars and taxis to decline - I was very glad to reach the bridge! Only to find more people all wanting something from me.😟 Luckily it got better on the other side. 🙏
Only until I ran into this young calf. It was sucking on a plastic bag, had a neck as skinny as my pinky finger and a severely bloated belly behind a chest showing every single rib. My eyes instantly filled with tears for it being all in its own in such an unnatural calf-hostile environment. Even now writing about it, my heart is filled with sadness and I have to blink away the tears. In my desperation wanting to help I walked into the next general store I could spot and bought a litre of milk in a plastic bag. Hurrying back down the street I could still find the poor thing and started my attempt feeding it by cutting off the corner of the bag and offering it to suck on it. Didn't work too well. A kind shop owner across the street saw my efforts and brought me a little plastic dish to use. Now I could see why it hadn't worked. I bought curd instead of milk!!! 🫤 I squeezed some out into the bowl and diluted it with my water and the poor thing eagerly drank it all. I proceeded with the entire bag and luckily found a tap to wash my hands afterwards as they were covered in curd 😅. I noticed some passer-bys taking pictures, probably thinking I was crazy. I didn't care. At least I had the feeling to have relieved it's suffering for a tiny bit.
When I reached the Ashram shortly after I sat down to relax and recollect myself a bit. It felt like a safe heaven in that peaceful, green and tidy courtyard surrounded by gentle souls. Walking around a bit I could notice preparations for a big event and many people in festive clothes. But it was obvious to only start later today. I decided to head back since I didn't want to travel back to upper Tapovan alone from here by night.
Strolling along the Ganga towards Laxman Jhula I tried to rebalance myself after all these impressions. How can anyone say cows are sacred here if this is how they treat them??
The next lonely malnourished calve got the remaining roasted chickpeas I had in my bag, and at the boat dock I handed out some dog biscuits to the strays, then there was nothing left to give.
Suddenly I noticed a lady talking on her phone and checking if the dogs here were neutered or not. I approached her to ask if she was anyhow involved in animal welfare. She was!! Turns out her name is LuzMa Gomez and she runs animal welfare projects here in Rishikesh and her home country Mexico. I ask her about the cows and she explains, that milk is a huge industry here (all the Chai and deserts they love so much!) but they don't need the meat so they impregnate the cows for the milk and abandon the calves all over the place, even tie them to trees in the jungle as live food for the wild animals. I am shocked. We exchange contacts and I promise to be of help how ever I can in the future. Hope arises.
The universe has it's magical ways 🙏💫
She seems are very kind and wonderful lady! You can check out her efforts at
https://www.instagram.com/ggluzma/profilecard/?…
https://www.facebook.com/share/12CxghKYDww/
For the evening we had planned to visit a Bhakti Kirtan. I was hoping for some comfort for my aching heart. At the second mantra my tears again started flowing for all those abandoned and helpless innocent creatures here and every where else. I sat there observing my emotions, happy I am still a feeling and compassionate living being. And this way we are able to make a change in the world.
Thank you for listening, may we all be grateful for the opportunities we have. ❤️Les mer
Ein Reisetag mit Abenteuern
5. desember 2024, India ⋅ 🌙 16 °C
Von Rishikesh nach Delhi
Zuerst: Auschecken und leckeres Ayurvedisches Porridge zum Frühstück in Ira's Kitchen
Dann Reisebeginn mit Fußmarsch:
1. Stop: zurück zum Book store, weil er die Absenderadresse nicht gut genug lesen kann.
2. Etappe: runter zur Kreuzung mit der Hauptstraße und zum Scooter Service, Moped-Taxi zum Busbahnhof im Zentrum von Rishikesh.
3. Regionalbus nach Haridwar, Hauptbahnhof: kurzweilige Fahrt von ca 50 min, Ankunft gleich gegenüber des Bahnhofs. Und stark befahrene Straßen zu überqueren, hab ich schon gelernt.👍🏻
4. Zugfahrt nach Delhi, Nizamuddin
Sehr angenehm! Nette Sitznachbarn, die letzten erzählen mir von der Hochzeit, auf der sie gerade waren: 4 Tage lang voller Zeremonien. Die kleineren im Kreis von ca 400 Leuten, die großen um die 1.000!! Guckst du!! Und soo schöne Kleider!! Ich hab gebeten, Fotos sehen zu dürfen. 😉
Während der Zugfahrt hatte ich etwas zu spät eine sehr schlaue Idee. Warum nicht ein Hotel am Flughafen nehmen, wenn es eh gleich morgen früh weiter geht, statt mindestens 1 h in die Stadt hinein zufahren und um 5:00 früh wieder zurück?!? (Ursprünglich hätten wir 1 Tag Aufenthalt in Delhi gehabt, aber den haben wir gestrichen.)
Ich befrage also booking.com nach Airporthotels und bekomme einige sehr gute Angebote, wovon ich das mit der höchsten Bewertung auswähle. Das gibt uns fast 1,5 h mehr Schlaf! Und kostet weniger, als das Taxi durch die ganze Stadt hin und zurück. Ich freu mich!
5. Vom Bahnhof zum Hotel am Flughafen:
Es gibt eine gute Öffi Verbindung mit der Metro. Metro-fahren hab ich an meinem 1. Dehli Tag mit Mahindra gelernt, also los geht's! Ich frage mich am Bahnhof tapfer durch Richtung Metro und lehne die zahlreichen "Taxi, Taxi, Ma'am, need Taxi?" Angebote fast alle höflich lächelnd ab. Draußen mach ich mich groß, reihe mich in den Strom der Menschen ein und navigiere "Google Maps sei Dank" gut die paar 100m zur Metro. Bin trotzdem froh, von der so dichten und lauten nächtlichen Straße, hinunter in die sauberen, hellen und sicheren Hallen der Metro abzutauchen! Da wird sogar jedes Mal das gesamte Gepäck gescannt, wie am Flughafen!
6. Umsteigen in den Bus: ich finde die Station, und sehe viele Busse vorbeifahren, die Passanten winken die ausgewählten zum Einsteigen herbei. Nur meine Nummer taucht irgendwie nicht auf. Als ich eine ebenfalls wartende Dame anspreche, lädt sie mich ein, mit ihr zu kommen, weil sie auch zur Aerocity muss. Sie spricht wenig Englisch, ist aber super hilfsbereit. So ein Glück!
7. Letzte Etappe: da wir einen anderen Bus genommen haben, sind es laut Google Maps nun 17min zu gehen, anstatt von 3min. Es tut ihr sehr leid, sie deutet mir mitzukommen und plötzlich stehen wir vor einem Mann mit Motorrad, mit dem sie ausführlich Wegbeschreibungen austauscht und ihm dann auf meinem Handy das Hotel zeigt. Sie deutet mir aufzusteigen und erklärt, ihr Mann führe mich jetzt hin, da dies sicherer sei als zu gehen! "Aber ich könne doch ein Tucktuck nehmen!", wird energisch abgewunken.
Und wie sehr ich für diesen freundlichen Mann dankbar bin, stellt sich in den nächsten 45 min heraus, in denen wir auf der Suche nach diesem Hotel gefühlt alle Straßen und Gassen dieses Viertels abfahren, mit zahlreichen Menschen sprechen und dennoch erfolglos bleiben. Die angegebene Nummer stimmt auch nicht und an der Adresse befindet sich einfach ein anderes Hotel. Tja, Sachen gibt's....😳 Gut, dass es nur vor Ort zu bezahlen war. Werde trotzdem versuchen, dem nachzugehen!!
8. Es ist mittlerweile nach 21:00, ich bin ziemlich erledigt und will nur mehr in ein sauberes Zimmer und unter eine heiße Dusche. So bitte ich meinen tapferen Fahrer, mich beim nächstbesten ordentlich aussehenden Hotel abzusetzen. Er kommt sogar noch mit hinein, um zu sehen, ob alles passt und seine Frau erkundigt sich am Telefon, ob ich "safe" sei und wünscht mir alles Gute. Natürlich lehnt er meinen Versuch, ihm Spritgeld zu geben, ab und mir bleibt nur, mich von Herzen für diesen gelebten Akt von Hilfsbereitschaft zu bedanken. ❤️
Wieder einmal hat mich mein Karma - oder meine Schutzengel - gut behütet durch eine kleine Reise-Herausforderung gebracht. 🙏🏻 😉
Im Hotel bekomme ich sogar noch warmes Essen! Das kompensiert für die nur mittelprächtige Dusche. Aber alles gut, denn in einer Stunde holen wir Annemarie vom Flughafen ab. Die Vorfreude verdrängt meine Müdigkeit und wir schaffen ein perfektes Timing bei unserem Wiedersehen 💕
Ende gut, alles gut.
Morgen startet unsere Reise durch Rajasthan ...Les mer
Good morning Rajasthan 🌞
6. desember 2024, India ⋅ ⛅ 17 °C
Heute beginnt unsere von Chalo Indien Reisen https://chalo-reisen.de/ueber-uns/unsere-reisen/
organisierte, von uns gemeinsam zusammengestellte "Baustein-Reise" durch Rajasthan, mit dem frühmorgendlichen Flug von Dehli nach Udaipur. Die Nacht war sehr kurz, doch bin ich bereits kurz vor dem Wecker hellwach und unser erneuter Aufbruch Richtung Flughafen, sowie der Flug selbst klappen reibungslos. Auch ein flottes Frühstück geht sich auf dem Weg zum Boarding aus.
Im überschaubaren Flughafen von Udaipur werden wir von unserem Guide Kishan und unserem Fahrer Navin mit Blumenketten willkommen geheißen. Es wird deutlich spürbar: nun beginnt ein neuer Reiseabschnitt für mich 😉. Schluss mit autarkem, abenteuerlichem und teilweise auch anstrengendem Alleingang, hin zu einem geführten und geborgenen Begleitetwerden.
Wir werden im wunderschönen Haveli Hotel Panorama mit Blick auf den See einquartiert und bekommen ein bisschen Zeit, uns noch einmal auszurasten, bevor uns unser heutiger Guide Deepak um 14:00 zur Stadtführung abholt. Sehr fachkundig klärt er uns über die historisch wichtigen Ereignisse und die vielen beeindruckenden Details des riesigen Stadtpalastes auf. Die anschließende Bootsfahrt über den Pichola See war perfekt getimed, um auf der Jagmandir Insel den Sonnenuntergang genießen zu können! 🤩
Dann widmeten wir uns einem Thema, wofür Udaipur weltberühmt ist: der Miniaturmalerei! Wir bekamen in einem Gemeinschaftsatelier von einem anwesenden Künstler eine kurze Einführung in diese Kunst, erfuhren unter anderem, dass die Pinsel aus den Wimpern von (verstorbenen!) Kamelen oder einem einzelnen Haar aus einem Eichkatzerlschweif gefertigt und alle Farben auf traditionellem Weg selbst hergestellt werden. An Annemarie's Fingernagel demonstrierte er uns dann sein Können!
Bei einer abendlichen Puja klang dann im wörtlichsten Sinne der Tag für uns mit sehr lauten Glockengeläut aus.
🔔🔔🔔Les mer
Auf die Räder, fertig, los!!
7. desember 2024, India ⋅ 🌙 15 °C
Nach köstlichen Aloo Parathas und Poha in der Morgensonne auf dem Dach unseres Havelis, geht es um 8:30 mit der Motor-Rikscha wieder zurück zu unserem Navin und dem für indische Verhältnisse sehr großen und jungfräulichen Toyota. Er bringt uns ein bisschen raus aus der Stadt, bevor wir uns dann voll Freude in die Fahrradsättel schwingen. Vorbei am Fateh Sagar See, machen wir einen ersten Chai-Stop bei Kishan zuhause, wo uns seine Frau Tee zubereitet und zeigt, wie man einen Sari anlegt.
Wir radeln fröhlich durch die überraschend grüne und wasserreiche Landschaft, halten bei einem Bauern, der uns seine Felder und Ochsen zeigt, winken den vielen Kindern lachend zurück, die uns wie Celebrities anstrahlen und freudig "Hello und Good bye!" zurufen. Ich genieße die Fahrt in vollsten Zügen! Nicht nur, dass es wirklich Spaß macht, wieder einmal mit dem Mountainbike unterwegs zu sein, sondern auch, weil ich mich auf dem Fahrrad den Menschen und ihrem Leben so viel näher fühle, als wenn ich durch Scheiben und Geschwindigkeit von ihnen getrennt, in Auto oder Bus die Straße entlang fahre.
Nach ca. 41 km und rund 250 Hm packen wir für heute die Räder in unsern kleinen Begleit-LKW und legen den Rest der Strecke nach Kumbhalgarh im Auto zurück. Immerhin wird es langsam Zeit für's Mittagessen und das Fort wollen wir auch noch besichtigen. Dazwischen geht sich sogar noch eine kleine Runde in Pool aus. Sehr erfrischend! Vergleichbar mit dem Fischauer Freibad, würde ich meinen, wenn überhaupt 😉. Hab ich schon erwähnt, dass das Essen ausgezeichnet war? Eine Komposition aus Dal, Aloo Gobi, Paneer, gewürztem Reis, Roti und Naan Brot!! Danach noch Chai und Halwa, ein Desert aus Grieß, Cashews und Ghee mit Safran und Kardamon - mmmhhhhh...
Das Fort ist tatsächlich sehr beeindruckend. Die umgrenzende Befestigungsmauer ist 36 km lang und somit die zweitgrößte der Welt (nach der chinesischen). Auf unserem ca. einstündigen Rundgang, der uns über seeehr viele Stufen führt , erfahren wir von den zahlreichen strategischen Raffinessen, die dafür gesorgt haben, dass die Mogulen trotz aller Bemühungen nie ins Innerste vordringen konnten und es tatsächlich die einzige Festung ist, die nie erobert worden ist.
Erneut erleben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang und danach eine Puja im großen Shiva Tempel hier (einer von insgesamt 360 in der gesamten Anlage!).
Mit soo vielen wundervollen Eindrücken und gutem Essen gesegnet, ziehen wir uns rundum gesättigt ins Bett zurück (auch weil es außerhalb der Tuchent schon empfindlich kühl geworden ist) und wünschen eine gute Nacht. 💫Les mer
Gastfreundschaft und Sensationsgier
8. desember 2024, India ⋅ 🌙 17 °C
Der zweite Tag am Rad war ein heiteres Auf und Ab 😅. Weil es morgens noch sehr knackig frisch war, kamen wir bei den Aufwärtsmetern kaum ins Schwitzen und bergab froren mir sogar die Fingerl ab. Entlang des Weges begegnen uns die Menschen in ihren morgendlichen Routinen, die Kinder stets fröhlich winkend mit "Hello" und "Bye Bye!"
Eine knappe Stunde später, wenn die Sonne auf uns Radfahrer trifft, können wir dann schon die Weste ausziehen und freuen uns über die Kühlung im Fahrtwind. Nichts ist so gewiss, wie die Veränderung!
Nach einer Teepause stoppen wir in einer Nebengasse in einem kleinen Ort und betreten einen schlichten Hof mit allerlei Tonfabrikaten und einem kleinen Kälbchen. Wenige Minuten später erscheint der Chef des Hauses und demonstriert uns seine Kunst. Im Nu schwingt die Töpferscheibe und unter seinen erfahrenen Händen wächst ein schmuckes Häferl hervor. Dann dürfen sogar wir Hand anlegen! Für's erste Mal, gar nicht so übel, lesen wir uns seinem Gesicht. Seine Frau zeigt uns noch, wie sie am Mahlstein Maismehl herstellt und ich bin begeistert, wie toll diese Steine schwingen.
Wir bedanken uns für ihre Zeit & Freundlichkeit mit einem Packerl Mannerschnitten und einem kleinen Trinkgeld.
Weiter geht es noch einige Serpentinen hinauf und hinunter durch wunderschöne Berglandschaft bis wir bei Sadri am Ranakpur Jain Tempel ankommen. Hier werden sie Räder für heute verladen und wir besichtigen mit Audioguide dieses imposante und einmalige Baukunstwerk. Allein die Restaurierung hat 11 Jahre gedauert! (Alle anderen Zahlen, hab ich leider bereits wieder vergessen, sind aber bestimmt nachzulesen.) Das Spiel aus Licht und Schatten, sowie die Feinheiten und der Bildhauerei laden zum Verweilen und Flanieren ein, wäre es nicht für die wiederkehrende Trillerpfeifen der Aufseher.
Am Parkplatz drücke ich drei Kindern noch ein Packerl Feuchtfutter für die ausgemergelte laktierende Mutterhündin in die Hand, bevor uns Nevin, unser achtsamer Fahrer nach Bijapur zu unserem Homestay bringt. Wir kurven durch immer enger werdenden Gassen, wo unser Auto gefühlt kaum mehr durch passt. Schließlich sind wir da! Zwei junge Burschen tauchen wie aus dem Nichts auf und schnappen unser Gepäck, während wir von Himmat, dem Hausherren begrüßt werden. Der Empfang, der uns nun geboten wird, gibt uns das Gefühl entweder Indiens neue Celebrities oder zumindest Ehrengäste des Hauses zu sein!!! Wir werden mit Blumengirlanden behängt, bekommen eine Segnung und ein Tuch, um unsere Hände zu waschen. Dann werden wir in unser Zimmer gebracht und bekommen Chai serviert. Wooooow!! 🤩
https://travelindiawithhimmat.com/
Nach einer kurzen Rast werden wir von einem Jeep abgeholt. Nächster Programmpunkt: Leoparden-Safari!
Die Fahrt und die Landschaft allein sind es schon wert, mit einer Leopardensichtung rechne ich nicht. Vor allem nachdem wir sehen, wie viele Jeeps hier leider herum kurven. Also genießen wir den wunderschönen Sonnenuntergang mit Blick auf den Jawai Bandh Stausee, einen riesigen Wasserspeicher für die umliegenden Dörfer für Trinkwasser und Landwirtschaft.
Danach möchte Himmat noch kurz dorthin zurückkehren, wo das junge Leopardenmännchen zuvor gesichtet worden ist. Es ist schon recht finster und die Jeeps werden immer mehr. Eigentlich haben wir gar keine Lust mehr hier zu sein. Dann schreit plötzlich jemand auf, Scheinwerfer leuchten in die Dunkelheit und tatsächlich huscht dort oben an Hügel ein gedeckter Schatten durchs Strauchwerk! Unglaublich! Eine Aufregung geht durch die wartende Menge, Autos rangieren, jeder Fahrer möchte seine Position optimieren, während sie versuchen die Bewegung des Tieres vorherzusehen. Reicht es nicht, dass wir ihn gesehen haben? Ich zähle 24 (!) Fahrzeuge! Es stinkt nach Abgasen, es ist laut von den laufenden Motoren, irgendwo oberhalb sitzt eine arme Raubkatze, die vielleicht gerne auf die Jagd für ihr Abendessen gehen möchte, und wird von sensationsgierigen Zuschauen und Jeepfahrern, die das Gefühl haben "abliefern zu müssen", eingekesselt. Die Situation gefällt mir ganz und gar nicht. Ich teile meine Bedenken mit Himmat und er ist verständnisvoll,deswegen hat er selber auch nie Scheinwerfer dabei. Nur sitzen wir in der Kolonne fest und können nicht aus. Erneut geht eine Welle der Aufregung durch die Runde, und plötzlich ist er ganz nahe bei uns! Ich sehe ihn ca 6 - 8 m vor uns im Gebüsch sitzen. Dann steht er auf und geht Richtung Auto-Karawane, dreht wieder um, ist sichtlich nervös und angespannt. Menschen aus den hinteren Fahrzeugen beginnen auf einmal auszusteigen und vorzulaufen, strahlen mit den riesigen Lichtern in seine empfindlichen Augen. Haben sie sie nicht mehr alle??! Auf einmal macht die Katze einen Satz und springt zwischen den wartenden Autos durch auf die andere Seite!!
Bitte, lasst ihn doch einfach in Ruhe, wünsche ich mir. Autos weiter hinten beginnen zu hupen, die Stimmung ist angeheizt - wie absurd. Da taucht er noch einmal auf, sitzt in nur mehr 4 - 5 m Entfernung von uns und mir kommt vor, er beobachtet seinerseits die ganze Situation. Endlich dreht er sich um und verschwindet im Dickicht der Nacht.
Langsam löst sich nun endlich die Kolonne auf und wir können aufbrechen.
Ich schäme mich für uns Menschen, wie wir dieses wunderschöne scheue Tier mit Jeeps und Scheinwerfern jagen und einkreisen.
Wieder etwas gelernt.
Hoffentlich provozieren sie nicht irgendwann eine gefährliche Situation hervor, wo er sich in die Enge getrieben fühlt und das Ganze eskaliert. 🙏🏻
So gibt es wieder viel zu verarbeiten heute Nacht! Und morgen geht es weiter Richtung Jodhpur.Les mer
Radln Tag 3, Ankunft in der blauen Stadt
9. desember 2024, India ⋅ ☀️ 23 °C
Nach einem köstlichen Roof-top Frühstück und herzlicher Verabschiedung unserer Gastgeberfamilie starten wir in den 3. Radfahrtag!
Am besten gefällt mir der Teil durch die natürliche Landschaft um Jawai herum, wo wir gestern die Safari gemacht haben. Wir begegnen vielen Kindern auf dem Weg zur Schule und Hirten in ihrer traditionellen weißen Kleidung mit dem roten Turban, der sie vor der Sonne schützt.
Heute bekommen wir unseren obligaten Chai in traditionellen Tongefäßen. Viel ökologischer, erklärt uns Kishan, da sie wieder zu Erde werden, wenn man sie entsorgt, und Lehm gibt es hier wohl genug, denn wir kommen an mehreren Ziegelwerken vorbei. Bei einem davon machen wir halt und lassen uns den Produktionsablauf zeigen. Viele Frauen, denn ihre Arbeitskraft ist hier immer noch deutlich weniger wert, als die der Männer.
Dann kommt der Zeitpunkt, unsere Räder endgültig zu verladen, den Rest der Strecke nach Jodhpur legen wir auf der Autobahn zurück.
Der Stadtgürtel ist laut, dreckig und von Industrie geprägt, wie überall 😉. Weiter innen ist es dann laut, dreckig und voll mit Geschäften. Am berühmten Uhrturm mitten im Marktplatz steigen wir auf eine Rikscha um, die uns in unser Hotel für die nächsten zwei Nächte in der Altstadt, am Fuße des Forts, bringt.
Hier heißt es nun auch von Kishan Abschied nehmen, der uns die letzten drei Tage so großartig begleitet hat! ❤️🙏🏻
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Eintauchen in den Adel & indisch kochen
10. desember 2024, India ⋅ ☀️ 20 °C
Heute war der erste Morgen ohne Programm, d.h.: Ausschlafen!!! 😇 So gut es in einer indischen Stadt halt eben möglich ist. Wir genießen einen gemütlichen Morgen und ein ausgedehntes Frühstück im Dachterrassenrestaurant unseres Haveli-Hotels.
Dann machten wir uns auf, die angeblich größte Befestigungsanlage Indiens zu erkunden. Das Mehrangarh Fort befindet sich auf einer Höhe von 123 Metern auf einem Einzelfelsen und überragt von dort die gesamte Stadt. Wir ließen uns durch die kleinen Gassen mit den vielen blauen Hauswänden, die Jodhpur den Beinamen "the blue city" verleihen, treiben und kamen auf unserem Weg beim großen Monument von Rao Jodha Ji, dem Gründer des Forts und somit der Stadt Jodhpur, vorbei.
Der Eintritt beinhaltet einen Audio Guide und die sehr gute Aufbereitung führt in ca. 2 Stunden durch die gesamte Anlage, inklusive der als Museen gestalteten Räume mit Elefantensätteln, Sänften, Kinderwiegen, Malkunstwerken und Waffen.
Mit dem Bau der Anlage wurde im Jahr 1459 begonnen, aber weite Teile der bis heute erhaltenen Bausubstanz stammen aus der Periode des Maharadschas Jaswant Singh (1638–1678). Bis 1943 wohnte die fürstliche Familie noch in der Festung, der aktuelle Maharaja hat seit der Unabhängigkeit Indiens jedoch keinen gehobenen Status mehr und verwaltet das Fort gemeinsam mit einer Stiftung im Sinne des Denkmalschutzes.
Der Eingang des Forts führt durch sieben Tore. Dazu gehören u.a. das Jai Pol („Siegestor“), 1806 vom Maharadscha Man Singh gebaut, um einen Sieg gegen Jaipur und Bikaner zu feiern.
Einprägsam wirkt das Loha Pol („Eisentor“) auf uns, denn es trägt die Handabdrücke von sechs Königinnen, die 1843 als Witwen des Maharadschas Man Singh, mit ihm gemeinsam im Totenfeuer verbrannt wurden. Angeblich still schweigend, in tiefer Meditation. Dies war - Göttin sei Dank - das letzte offizielle Sati Ritual dieser Art in Indien.
Zurück hinunter in die Stadt nehmen wir den kürzeren Weg über die Treppen und kehren auf einen Chai in ein familiäres Rooftop Restaurant ein. Zunächst vermuteten wir, falsch zu sein, weil die sehr schmalen und dunklen Stufen quasi an privaten Räumlichkeiten wie Schlafzimmer und Küche vorbeiführten, doch es nickten uns unterwegs diverse Menschen ermutigend zu, also stiegen wir ganz hoch und tatsächlich standen dort am tylischen Flachdach 4 Tische auf denen sogar Speisekarten lagen. Der sehr freundliche Gastwirt war auch zugleich zur Stelle und pries das gute Essen seiner Frau an. Also nahmen wir noch ein Karottenhalwa dazu. Alles wurde ganz frisch zubereitet, denn es dauerte überraschend lange und dann stieg uns ein köstlich süßer Duft in die Nasen. (Nur für alljene von euch, die von unserer 1-jährigen Zuckerkarenz wissen: diese wird in Indien bedingt ausgesetzt, da das Reisen sonst zu stark erschwert bis unmöglich wird 😉. Und: wer weiß, wann wir wieder einmal die Gelegenheit haben, diese regionalen Gerichte zu probieren...). Das Angebot eines Henna Tattoos an den Händen lehnten wir dankend ab, da wir bereits zu unserem Kochkurs aufbrechen mussten.
In einer Motor-Rikscha ging es ca 20 min durch Jodhpurs dichten Verkehr, bevor wir in einer ruhigeren Wohngegend im 2. Stock von Reka und Rishi empfangen wurden. Die super organisierte Reka zeigte uns in knapp 2.5h , wie man Pakhora und Lassie zubereitet und zauberte mit uns 3 verschiedene Curries, Rotis, ein Koriander-Minz Chutney und extrem leckere Kokosladdus, welche wir dann auf der eigens vorbereiteten Dachterrasse verspeisen durften. Dazwischen gab es noch Safran Tee.
Wir bekommen noch die Rezepte und dann freut euch drauf, von uns mal bekocht zu werden!!Les mer

ja toll macht ihr das, nicht so tiuristisch wie wir...haben täglich neue stadt konsumiert, um nix ???? zu versäumen..🙃 [rosmarin]



































































































































































































































































































































































































































































































Reisende🫶🏻 so lieb, ihr zwei 💗
ReisendeDanke 😘
Ihr seid so ein schönes sympathisches Paar! [Sonia Emilia]
Reisendevorerst das beste foto: ferdi versucht beim küssen mitzuhalten