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Weltreise ab 2022

●Ikigai●
Ikigai kommt aus dem japanischen und beschäftigt sich mit dem Sinn des Lebens und wofür es sich lohnt, morgens in den Tag zu starten. Nun folgen wir unserer Passion dem Reisen und haben dafür unseren Rucksack gepackt. Auf gehts.
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  • Die Teufelsnase

    5. november 2022, Ecuador ⋅ ☁️ 12 °C

    In der kleinen Stadt Alausi wollten wir mit einem alten Zug eine malerische Strecke durch die Täler fahren. 🚂
    Züge sind in Ecuador eine Rarität, da hier alles und jeder über private Busunternehmen transportiert wird.
    In Alausi leben übrigens sehr viele indigene Leute, welche fast alle eine schöne Tracht inkl. Hut und Pfauenfeder tragen. 🦚
    Sie schienen an uns noch interessierter zu sein, als wir an ihnen. An keinem anderen Ort unserer Reise wurden wir so sehr begutachtet und unverhohlen angestarrt. 😅

    Am Bahnhof angekommen, erfuhren wir von einem kleinen Jungen, der am Fussball spielen war, dass der Zug seit der Pandemie nicht mehr fährt.
    So planten wir eine Wanderung und liefen früh los. 🥾
    Wir wanderten am Hang eines Hügels entlang in Richtung Teufelsnase und waren überrascht, wie staubtrocken die Umgebung ist.
    Wir versanken teilweise bis zum Knöchel im Geröll, der zügige Wind panierte uns mit Sand und selbst die Kakteen sahen vertrocknet aus. 🌵
    Das alles tat der Schönheit jedoch keinen Abbruch und wir genossen die Aussicht auf die phänomenale Landschaft.
    Nachdem wir die Aussicht genossen haben, entschieden wir uns die Wanderung auszudehnen und suchten uns einen Weg ins Tal. Wir versuchten uns einen Weg durch die steil am Hang gebauten Felder zu bahnen, wobei wir irgendwann an einer Felswand nicht mehr weiterkamen.
    Dann zeigte uns ein lieber Bauer den Weg und so kamen wir doch noch unverletzt im Tal und den Zuggleisen an.
    Dies war Versuch Nummer drei, bei den ersten zwei Malen mussten wir jeweils wieder hochsteigen. So kamen noch einige Höhenmeter dazu.
    Wir liefen an den Gleisen entlang bis zum Städtchen, wobei wir einen jungen Einheimischen kennengelernt haben, dessen Hund uns wohl gerne zerfleischt hätte. 🦴
    So kamen wir ins Gespräch und er erklärte uns, dass der Zug nächstes Jahr wieder fahren wird. 👍

    Nach den zurückgelegten 24 Kilometern gönnten wir uns eine Familienpizza to go und ein Bier. 🥰
    Auf YouTube kam heute endlich die zweite Staffel von 7 vs. Wild heraus und so machten wir es uns im Bett gemütlich.

    Kurze Erklärung: 7 vs. Wild ist eine Survival Sendung von Fritz Meinecke, wo sieben Leute für sieben Tage ausgesetzt werden und ist die weitreichendste deutsche YouTube Serie.
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  • Der Sonne so nah

    3. november 2022, Ecuador ⋅ ⛅ 6 °C

    Next stop: Riobamba. Gestärkt von einem Tagesmenu in einer Markthalle, liefen wir durch die Strassen und landeten in einem Kaffee. Dort bekamen wir einen gemixten, gar nicht mal so leckeren, Cappuccino. ☕
    Die nette Kellnerin hat zwei Mal nachgefragt ob wir den Kaffee mögen würden. «Si, muy rico». 🤥
    So planten wir ausnahmsweise die kommenden drei Wochen komplett durch und stiegen dann aufs Teetrinken um. 🍵
    Am nächsten Tag liefen wir zum Busbahnhof und fuhren nach einer Stunde Warten zum Nationalpark Chimborazo. 🗻
    Der Vulkan versteckte sich leider hinter den Wolken, dafür begrüssten uns die Vikunja, aus der Familie der Kamelen. 🦙
    Wir begannen unseren Aufstieg auf 4200 m. ü. M. und wanderten durch die schöne Landschaft, welche auf den Bildern leider nicht ganz zur Geltung kommt. Als wir bei der ersten Schutzhütte ankamen, war die Luft schon sehr dünn und wir legten eine kurze Pause ein.
    Der steile Weg zur zweiten Schutzhütte auf 5000 m. ü. M. war wegen der dünnen Luft besonders für Chantal ein kleiner Kampf und Kopfschmerzen stellten sich ein.
    Wir liessen jedoch bald die zweite Schutzhütte hinter uns und wanderten noch ein wenig höher, bis wir im Schnee standen. ⛄
    So standen wir auf 5164 m. ü. M, näher an der Sonne werden wir uns ausserhalb eines Flugzeuges wohl nie mehr befinden. ☀️
    Da die Erde nicht kugelrund ist und der Vulkan Chimborazo nahe am Äquator liegt, ist er der Sonne näher (und dem Erdkern ferner) als der Himalaya.
    Lange blieben wir nicht in der Kälte, sondern rutschten den Hang runter. Mittlerweile mit starken Kopfschmerzen, liefen wir zurück zum Nationalparkeingang, wo wir uns an den Strassenrand setzten und auf den Bus warteten. 🚍
    Und warteten.
    Die Kopfschmerzen wurden sogar noch schlimmer, es begann zu nieseln und wir waren bis auf die Knochen durchgefroren. 🧟‍♀️🧟‍♂️
    Nach zwei Stunden tauchte dann endlich der Bus auf. 🙏
    In Ecuador läuft übrigens in jedem Bus ein Spielfilm, in unserem Fall ohrenbetäubend laut. 🙉
    Eine Stunde später kamen wir endlich an und liefen zielstrebig in eine Apotheke, um schnellstmöglich an Tabletten zu kommen. 💊 Den Abend verbrachten wir mit einer Familienpackung Chips im Bett. 😊
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  • Auf und Ab

    29. oktober 2022, Ecuador ⋅ ⛅ 17 °C

    Die Stadt Baños liegt am Fuss eines schönen Vulkans und ist besonders für seine heissen Quellen bekannt. 🗻
    Hostelhündin Canela („Zimt“) erwartete uns und wir fühlten uns im Hostel und der kleinen Stadt mit seinen warmen Temperaturen gleich wohl. 🐕‍🦺
    An unserem ersten Tag liefen wir hoch hinaus zum kleinen Park „la Casa del Arbol“. Von dort aus hatten wir einen schönen Ausblick auf den Vulkan Tungurahua und schaukelten auf den Schaukeln mit dem Blick über das Tal. 😊
    Zu Mittag assen wir landestypisch Almuerzo (Mittagessen-Tagesmenu) in der Markthalle für 2.50$. Dies besteht aus einer Suppe, meistens mit einem Stück Fleisch, gefolgt von einem Teller mit Reis, Salat, Kartoffelpuffer und nochmals Fleisch. Dazu ein Saft.🍴🥣
    Am zweiten Tag liehen wir uns Bikes, Helme, eine Fahrradpumpe, ein Reparaturkit und ein riesiges Vorhängeschloss. 🚵‍♀🚵 Zwei aus unserem Hostel haben uns die Fahrradtour entlang an einigen Wasserfällen empfohlen und so radelten wir super ausgerüstet drauf los. 🚲
    Der Weg führte leider grösstenteils an der Hauptstrasse entlang, wo wir von sehr vielen farbenfrohen Touristenbussen überholt wurden.
    Die Wasserfälle sind von grossen Aussichtsplatformen inkl. Abenteuerparks umgeben und wo noch keiner steht, wird gerade einer gebaut.
    Irgendwie haben wir uns das anders und irgendwie idyllischer/natürlicher vorgestellt. Der letzte Wasserfall war sehr beeindruckend und so hat sich die Radtour doch gelohnt.

    Der dritte Tag haben wir zum Planungstag erklärt und uns in ein Kaffee gesetzt. ☕

    Unseren letzten Tag wollten wir mit Gleitschirmfliegen verbringen. So fuhren wir mit einem anderen Pärchen aus Irland eine knappe Stunde zum Startplatz. 🚙Dort erwartete uns eine tolle Aussicht auf den Vulkan und ein kräftiger, eiskalter Wind.
    Unsere zwei Piloten erklärten uns, dass es noch zu windig sei, um zu fliegen und so warteten wir.
    Wir warteten fast drei Stunden. So lernten wir zumindest die zwei Iren gut kennen und tauschten uns über unsere Reisepläne aus. Dann war es soweit und Philipp wurde am Schirm angemacht, während uns der Wind mit 35km/h immer noch ins Gesicht peitschte. 🌬️
    Sein Flug war dann gar nicht schön, sie trudelten mit angelegten Segelohren durch die Turbulenzen und er war sichtlich froh wieder am Boden zu sein.
    Als es dann eindunkelte flogen die beiden Iren noch fünf Minuten dem Abendrot entgegen.
    "Schnell, du kannst auch noch fliegen", rief der eine Pilot Chantal entgegen, den sie wegen der Dunkelheit kaum noch sehen konnte und wegen dem Wind kaum hören konnte.
    Nein Danke.
    So fuhren wir mit einem unguten Gefühl wieder nach Hause.
    Baños war toll, aber auf den letzten Tag hätten wir besser verzichtet. 👩‍❤️‍👨
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  • Quito

    25. oktober 2022, Ecuador ⋅ ☁️ 17 °C

    In der vierten Hauptstadt unserer Reise angekommen, fuhren wir in die Altstadt.
    Schon auf dieser Fahrt wurde uns bewusst, wie langgezogen diese Stadt ist.
    Quito in Zahlen: 60 Kilometer lang, 4 Kilometer breit und liegt auf 2850 m. ü. M. 🏞️
    Im Hostel haben wir in unserem Schnäppchenzimmer eingecheckt und entdeckt, dass unsere Wände nicht bis oben hin zugemauert sind, sondern einen „Luftschlitz“ von etwa 30cm haben. Bei 5°C in der Nacht ziemlich erfrischend. ⛄
    Unsere Badezimmertür war sowohl niedrig, als auch auf einem Podest erbaut, so dass wir uns täglich die Köpfe (blutig) schlugen. Trotz der Beulen haben wir ziemlich lange gebraucht, um zu lernen uns zu ducken. 🤦‍♀️🤦‍♂️😅
    Am einem Vormittag versuchten wir von der südlich gelegenen Altstadt bis zum Norden zu gelangen und liefen dazu zu einer grösseren Bushaltestelle. 🚏 Diese liegt in der Mitte einer sechsspurigen Strasse und wir waren wegen den vielen verschiedenen Busse ziemlich verwirrt. Nach etwa zehn Minuten verständnislosem Zuschauens haben wir uns dann in einen Bus gesetzt. 🚍
    Irgendwann mussten wir aussteigen, da wir nicht vom Fleck kamen und auch noch in Richtung Osten abgedreht sind. 🧭
    Dann haben wir uns geschlagen gegeben, ein Uber bestellt und fuhren weitere 30 Minuten zum Park „La Mitad del Mundo“ – „Die Mitte der Welt“.
    Dort haben wir uns um eine Banane gestritten und dann den Park besucht, wo Charles Marie de La Condamine mit einer französischen Expedition im Jahr 1736 als erster Europäer eine genaue Position des Äquators bestimmte. Er erreichte eine Genauigkeit von circa 240 Meter. 👨‍🏫
    Wir spazierten über die Nord- und Südhalbkugel und sprangen über die gelbmarkierte Linie, welche den Äquator darstellt. 🧭
    Die Rückreise klappte dann sogar mit dem Bus. 😊
    Wir haben ausserdem die Altstadt und die vielen Kirchen erkundet, Pizza gegessen und sind auf einen nahen Hügel spaziert. ⛪🍕🥾
    Unsere täglichen Versuche, den Hausberg Pichincha mit der Gondelbahn zu besuchen, haben wir jeweils wegen der niedrigen Wolkendecke abgebrochen. ☁️
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  • Ecuador Otavalo

    22. oktober 2022, Ecuador ⋅ ☁️ 16 °C

    Tschüss schönes Kolumbien. 👋🇨🇴
    Die zwei Monate mit dir waren fantastisch. Deine Einwohner waren sehr freundlich, dein Essen lecker (wenn auch sehr frittiert), die Preise unschlagbar und entführt wurden wir auch nicht. 😉 Du wirst uns in toller Erinnerung bleiben. ❤️

    Wir fuhren mit einem Sammeltaxi zu der Grenze und stürmten gleich in ein Gebäude rein, streckten dem Grenzbeamten unsere Pässe entgegen und warteten auf den Stempel. 🛂 „Ihr braucht zuerst einen Ausreisestempel aus Kolumbien“. ☝️
    Aha. Der Fahrer fuhr uns also direkt über den Fluss nach Ecuador, hoppla.🙈
    So liefen wir also noch hin und her, kamen dann doch noch zu unseren zwei Stempeln und tauschen unsere kolumbianischen Pesos gegen US-Dollar. 💵
    Die Flaggen von Kolumbien und Ecuador sehen übrigens fast gleich aus. 🇪🇨🇨🇴

    Unser erstes Ziel in Ecuador war Otavalo. Die Stadt mit 50‘000 Einwohnern liegt auf 2‘532 m. ü. M. und überraschte uns durch seine hohe Anzahl an indigenen Einwohnern.
    Wir hatten ein schönes Hotelzimmer mit ganzen fünf Betten. 😂🛏️🛏️🛏️🛏️🛏️
    Wir liefen zum Peguche Wasserfall, welcher den Namen Wasserfall wirklich verdient hat, was in Südamerika nicht immer der Fall ist. 😉
    Wir dehnten den Ausflug zu einer kleinen Wanderung aus, in der Hoffnung am See einen Ausblick auf einen Vulkan zu erhaschen, doch der versteckte sich leider in den Wolken. ☁️

    Am zweiten Tag wanderten wir um die Cuicocha-Lagune, zu deutsch Meerschweinchenlagune. Meerschweinchen haben wir bisher leider nur geröstet an einem Spiess gesehen und auch unterwegs keine entdeckt. 🤷‍♀️🤷‍♂️
    Die 12.5 km lange Wanderung führte hoch und runter um die schöne Lagune herum. Die Wanderung war ein wenig anstrengend, aber die Luft ist auf 3‘250 m ü. M. auch ziemlich dünn.
    Die Aussicht auf die spiegelglatte Lagune war jedoch fantastisch und die Anstrengung wert. 🥰
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  • Ipiales

    20. oktober 2022, Colombia ⋅ ☁️ 12 °C

    Nach einer sehr langen Fahrt kamen wir abends an der Grenzstadt Ipiales an. 🚐
    Dort checkten wir in unser Hotel direkt beim Busbahnhof ein, wir waren hungrig und genervt. 🙄
    So suchten wir uns etwas zu essen und fühlten uns auf dem Weg zu einem Restaurant nicht gerade wohl. Die Gegend hatte ausser dunklen, heruntergekommenen Gassen nicht viel zu bieten und so liefen wir rasch zu einem Restaurant in der Nähe. 🍴🏃
    Am folgenden Tag besuchten wir die Kirche „Santuario de Nuestra Señora de las Lajas». ⛪ Diese stammt ursprünglich aus dem 17. Jahrhundert, die neugotische Kirche wurde aber erst 1949 fertiggestellt.
    Die Kirche und die dazugehörige Brücke wurden über eine Schlucht gebaut und erreicht eine Höhe von 100 Meter über dem Flussbett.
    So spazierten wir durch das Tal und sahen uns die Kirche an. Das ganze Gelände ist sehr touristisch, beeindruckend war es trotzdem. 😊
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  • Popayan

    18. oktober 2022, Colombia ⋅ 🌧 19 °C

    Wir waren hier weil Ruedi gesagt hat, dass es hier so schön sei. Nein, Spass bei Seite. 😉
    Popayan war für uns ein Zwischenstopp in Richtung Süden Kolumbiens.
    Popayan wird auch „die weisse Stadt“ genannt, für uns wird sie als „die verregnete Stadt“ in die Geschichte eingehen. 🌧️ Bis auf etwa zwei Stunden, in denen wir einen Spaziergang ausserhalb der Stadt unternahmen, hat es pausenlos geregnet. Dementsprechend haben wir auch nur sagenhafte acht Fotos gemacht und können euch auch nicht viel erzählen. 🙈
    Dazu war noch ein Feiertag, wir fanden zuerst fast nichts zu essen und anschliessend nichts zu trinken, weil fast alle Geschäfte geschlossen waren.
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  • San Augustin

    16. oktober 2022, Colombia ⋅ ☁️ 21 °C

    In der Kleinstadt San Augustin liefen wir zu dem archäologischen Park, wo wir als erstes durch ein kleines Museum schlenderten. ℹ️
    Dort sahen wir uns die verschiedenen Infotafeln und kleinere Skulpturen an. 🪨
    💡Kaum bekannte Kulturen schufen vor vielen hundert Jahren in San Agustin detailgetreue menschliche Statuen aus Vulkangestein, die der Wissenschaft bis heute ein Rätsel sind. Die Steinskulpturen zeigen wohl Götter und Dämonen und stammen aus dem Zeitraum zwischen 200 bis 700 n. Chr. 💡
    Ein langer Rundweg führte uns schliesslich zu grossen Grabanlagen und zahlreichen Steinskulpturen im Wald.
    Die Figuren sahen in unseren Augen ziemlich skurril aus und waren sehr unterhaltsam. 😊
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  • Tatacoawüste

    13. oktober 2022, Colombia ⋅ ☁️ 28 °C

    Nach einem langem Reisetag kamen wir in Villavieja an, wo wir auf Matilde antrafen, der Besitzerin des kleines Hotels mit nur drei Zimmern. Sie ist eine unglaublich herzliche Frau, welche uns an unsere Mamis erinnerte, welche wir doch schon lange nicht mehr gesehen haben. 💛
    Bei ihrem Mann Carlos (denkt Chantal) oder Sohn Carlos (denkt Philipp) haben wir eine Tour in die Tatacoawüste gebucht.
    Zu unserem Erstaunen hat es am Morgen geregnet und so fuhren wir erst um neun Uhr los. 🕘
    Carlos und sein Freund fuhren uns auf ihren Motorrädern in die Wüste und führten uns zuerst durch die sogenannte «rote Wüste». 🌵
    Streng genommen sei es keine echte Wüste, sondern ein Trockenwald, erklärte uns Carlos. Vor langer Zeit war der Ort ein riesiger See und die rote Farbe kommt von den verschiedenen Mineralien. Plötzlich fragte Carlos Philipp, ob er denn seine Schwiegermutter mögen würde. Er hat natürlich bejaht. 😉 «Ah gut, sonst kannst du sie da rein werfen» hat Carlos lachend gesagt und zeigte uns den «Schwiegermuttergraben», eine besonders tiefe Schlucht. 🙈😅

    Carlos zeigte uns verholzte Kakteen, überredete uns Kakteenbeeren zu essen und machte kolumbientypisch unzählige Fotos von uns. 😅
    Weiter ging es dann für uns in die «graue Wüste», welche dem Namen entsprechend grau ist und wo aufgrund ihrer Bodenbeschaffenheit keine Kakteen mehr wachsen.
    Nach einigen Stunden in der Wüste ging es für uns in höllischem Tempo auf den Motorrädern zurück ins Dorf, wo wir eine Siesta einlegten. 😴 Um 18:45 wurden wir auch schon wieder abgeholt, unser neues kolumbianisches Mutti gab uns zwei Kissen mit und so fuhren wir wieder in die Wüste. 🏍️
    Dort zahlten wir je zwei Franken Eintritt und gingen in das astronomische Observatorium.
    Wir haben uns vorher eigentlich keine grosse Vorstellung über das Observatorium gemacht, haben aber irgendwie beide gedacht, dass wir in einer grossen weissen Kuppel landen würden.
    Das Observatorium stellte sich dann jedoch als Feld mit vielen Isoliermatten am Boden raus. 😂 Dort legten wir uns mit den Kissen zu den vielen Kolumbianern auf den Boden und bestaunten den Sternenhimmel. Wir konnten sogar die Milchstrasse und Sternschnuppen sehen. 💫 Eine grosse erhabene Stimmung wollte sich dann irgendwie nicht einstellen, da um uns rum mit Taschenlampen geleuchtet, laut geschnattert und mit Blitz fotografiert wurde. Dann begann der Vortrag von einem Astrophysiker, bei welchem man gleich gespürt hat, dass er seinen Job liebt. 🥰
    Total enthusiastisch hat er mit seiner riesigen Taschenlampe zu den Sternen geleuchtet und sein Publikum mit einbezogen, indem er immer wieder «Kontrollfragen» eingeworfen hat. Die wurden dann immer laut im Chor beantwortet und es hat sich eine lustige begeisterte Stimmung eingestellt. 😊
    Zwischendurch durften wir durch zwei Teleskope gucken, wo wir den Jupiter und den Saturn sehen konnten. Das Bild, das man durch das Teleskop dann sah, erinnerte uns ein wenig an eine Schwarzweissabbildung aus einem uralten Schulbuch, war aber trotzdem sehr schön. So einen Planetenring sieht man schliesslich nicht jeden Tag. 😉
    Von dem Vortrag in spanisch verstanden wir ziemlich viel, aber er hielt dann für zwei Belgier und uns noch eine kurze Zusammenfassung auf englisch.
    Wir hatten einen fantastischen Tag in der (Fast)wüste. 🌵
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  • Über Palmen, Kaffee und Schiesspulver

    10. oktober 2022, Colombia ⋅ ⛅ 20 °C

    Nach unserer ersten kalten Nacht im Dorf Salento, welches 1895 m.ü.M liegt, liefen wir zu den Wasserfällen Santa Rita. 💧 Dort gingen wir eine Runde spazieren und versüssten uns den Nachmittag mit Kaffee und Kuchen. 🥮☕
    Am folgenden Tag standen wir um halb sechs Uhr auf, liefen zum Park und stiegen ins Willy ein. 🛻
    Ein Willy ist ein Sammeljeep und dieser fuhr uns schnell und holprig ins Cocora-Tal. Dort bezahlten wir je zwei CHF Eintritt und machten uns zu unserer Wanderung auf. Bei Sonnenschein liefen wir durch das Tal, über verlotterte Brücken und schliesslich bergaufwärts. ⛰️ Oben angelangt, liefen wir durch einen Nadelwald und kamen schliesslich an verschiedenen Aussichtspunkten an, wo wir einen tollen Blick auf die Wachspalmen hatten. 🌴Die schwanken über das ganze Tal verteilt vor sich hin und sehen wirklich toll aus. Sie werden bis zu 60 Meter hoch und sind somit die höchsten der Welt.

    An unserem letzten Tag in Salento wollte sich Chantal ihren Traum verwirklichen: An einer Kaffeetour teilnehmen. ☺️☕
    Trotz unzähligen Gelegenheiten in den letzten Monaten hat es irgendwie nie so richtig gepasst und so machten wir uns dann doch auf den Weg und liefen zu einer Kaffeefinca.
    So sassen wir kurz darauf mit fünf anderen vor unserem Führer Davide, welcher uns eine kurze Instruktion gab. ☝️
    Dann schnallten wir uns alle ein traditionelles Körbchen um die Hüfte, kämpften uns durch die Büsche und begannen die roten und gelben Beeren zu pflücken. Dann quetschten wir die Bohnen raus und Davide ermunterte uns, das Fruchtfleisch um die Bohne herum zu probieren, was ziemlich süss ist. Eine aus der Gruppe hat dann unwissend die Bohne zerkaut, was ziemlich lustig war. 😂
    Davide zeigte uns die verschiedenen Arbeitsschritte und servierte uns schlussendlich eine Tasse Kaffee. ☕
    Unterwegs hat er uns erklärt, dass nur Bohnen von schlechter Qualität stark geröstet werden und sie deshalb bei ihnen nur mittelstark gerösteten Kaffee anbieten. Das haben wir bei der Degustation dann auch geschmeckt. Der Kaffee hat uns eher an einen Tee erinnert und hatte mit unserem (oder italienischem) Kaffee nicht viel gemeinsam. 🙂Interessant war es trotzdem und wir werden Kaffee nun bestimmt mit anderen Augen sehen. 🥰

    Am Abend gingen wir in eine Bar um ein bekanntes kolumbianisches Spiel zu spielen: Tejo.
    Beim Tejo wirft man einen flachen Stein auf einen Lehmhügel. Je nach dem, wo der Stein landet, kriegt man Punkte. Das Besondere dabei ist, dass mitten im Lehm ein Eisenring liegt, auf dem mit Schiesspulver gefüllte Briefchen liegen. Wenn der Stein dann auf das Schiesspulver trifft, knallt und raucht es und man kriegt drei Punkte. 💥💣
    Wir spielten mit vier Niederländerinnen in zwei Dreierteams und gewannen schliesslich mit 21 zu 20 Punkten. 🥳
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  • In der Hauptstadt

    3. oktober 2022, Colombia ⋅ ⛅ 15 °C

    Enger eingequetscht als in einem Flugzeug, fuhren wir nach Bogota.
    Die Haupstadt liegt auf 2'640 m.ü.M und ist unter Reisenden nicht gerade für seine Schönheit bekannt, was wir hier auch nicht widerlegen können.
    Doch dort erfreuten wir uns riesig an unserem Airbnb. Mit warmem Wasser, Sofa, Küche und Esstisch fühlten wir uns wie zu Hause. Diesen Luxus genossen wir sehr. 🥰

    Philipp's langen Hosen gingen in der letzten Wäsche leider kaputt. Souverän hätte er für Weight Watchers Werbung machen können, so weit waren sie ausgeleiert. Deswegen besuchten wir wieder einmal ein Einkaufszentrum, wo er schnell fündig wurde. Am Abend gab es Dank einer guten Raffel Rösti mit Spiegeleiern zum Abendessen.

    Schnipp Schnapp Haare ab: Für Chantal war wieder ein neuer Haarschnitt fällig und so schauten wir uns noch schnell ein Youtubevideo an. Dann schnitt Philipp munter darauf los. Das Ergebnis sah gut aus und wir waren beide zufrieden.

    In der Altstadt besuchten wir das Goldmuseum, sowie das Museo Botero. Fernando Botero ist der erfolgreichste kolumbianische Maler, von dem man denken könnte, dass er einfach alles "fett" malt. Das ist jedoch falsch, wie uns das Internet lehrt. Botero spielt mit dem Volumen. Grosszügigkeit und Üppigkeit stehen für ihn in enger Verbindung mit der Sinnlichkeit. 💡
    Wir mochten das grosse Museum sehr und freuten uns über den kostenlosen Eintritt.
    Wir spazierten durch die Altstadt, wobei uns dann wieder ein Gewitter überraschte. Da Bogota so hoch liegt, wurde es dann ganz schnell ganz kalt und als die Fingernägel langsam blau anliefen gingen wir nach Hause. 🥶
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  • Die Polizei - Dein Freund und Helfer

    2. oktober 2022, Colombia ⋅ ⛅ 20 °C

    Wir standen früh auf, für uns ging es weiter nach Villa de Leyva. So fuhren wir acht Stunden nach Tunja, wo wir umsteigen mussten. 🚐 Gemeinsam mit einem Paar aus den Niederlanden standen wir irgendwo in der Stadt, auf der Suche nach dem richtigen Bus. Wir fragten ein paar Leute nach dem Weg, welche es aber auch nicht so richtig wussten und uns in unterschiedliche Richtungen schickten. 💁‍♀️💁‍♂️ So liefen wir ein bisschen rum und landeten schliesslich verwirrt wieder am Ausgangspunkt. Dann sind plötzlich vier Polizisten aufgetaucht und haben uns gefragt was wir denn hier machen würden. Wir erklärten unsere Situation, worauf sie uns dann per Funk ein Taxi bestellten. Sie erklärten uns, dass es hier keine sichere Gegend sei, was uns rückblickend vielleicht hätte auffallen können. 🫢
    So quetschten wir uns zu viert in ein winziges Taxi, der Fahrer musste der Polizei seine Daten angeben und dann fuhr er uns zum Busbahnhof. 🚖
    Dort hätten wir uns wieder bei der Polizei melden sollen, um zu bestätigen, dass wir sicher angekommen sind und um dann gemeinsam ein Ticket zu kaufen. 🙃
    Angekommen, konnten wir keine Polizei entdecken und schafften es selbstständig auf den Bus nach Villa de Leyva. 😉
    Wir sind bei strömendem Regen im Städtchen angekommen und haben uns auf den Weg ins Hotel gemacht. 🌧️
    Wir haben ein Zimmer mit Gemeinschaftsbadezimmer gebucht, was im ersten Moment auch alles gut aussah.
    Dann haben wir gemerkt, dass unser Fenster direkt in die Waschküche führt, wo auch eine Matratze am Boden lag, die ganze Zeit jemand rumgelaufen ist und dabei immer in unser Zimmer gegafft hat.
    Wenn wir einen Vorhang gehabt hätten, wäre es auch kein Problem gewesen, doch offensichtlich ist die Vorhangstange aus dem Verputz gebrochen und so hat sich ein bigbrotherfeeling eingestellt. 👀😅
    Wir haben dann ganz höflich nach einem anderen Zimmer gefragt und sogar ohne Aufpreis eines mit Badezimmer und Vorhang gekriegt. 💪
    Etwas ausserhalb der Stadt haben wir das Casa Terracota besucht, ein 500 Quadratmeter grosses Lehmhaus, welches der Architekt Octavio Mendoza erbaut hat. Es besteht komplett aus 400 Tonnen Lehm und wurde sehr aufwändig, während rund 13 Jahren gebaut.
    Es hat Spass gemacht durch das Haus zulaufen und durch das gratis Wlan und den Information-QR-Codes waren wir auch bestens informiert. 🛖
    Am folgenden Tag starteten wir eine kleine Wanderung auf eine Hügelkette. Die Bewegung tat uns gut und der steile Aufstieg hat sich gelohnt, da wir uns oben zu einem netten Esel setzen konnten.
    Der schien ziemlich interessiert an uns zu sein und so sassen wir eine Weile friedlich zusammen. Beim zweiten Esel hatten wir weniger Glück, nach anfänglichem Kennenlernen mussten wir die Beine in die Hand nehmen und wegspringen, da er Anstalten machte uns über den Haufen zu rennen. 🏃‍♀🏃
    Wir liefen die Hügelkette entlang, als plötzlich drei Hunde auf uns zu rannten.
    Die stellten sich zum Glück als sehr freundlich heraus und begleiteten uns unermüdlich während der ganzen Wanderung. 🐶
    Ansonsten verbrachten wir viel Zeit auf dem riesigen Dorfplatz und in einem schönen Kaffee assen wir sehr viel Kuchen. 🥧
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  • Ein Dorf an der Klippe

    28. september 2022, Colombia ⋅ ☁️ 24 °C

    Die Kleinstadt Barichara gilt als die schönste Stadt Kolumbiens und die wollten wir uns ansehen. ☀️ So buchten wir zwei Nächte in einem kleinem Hostel, das von einer kleinen Familie betrieben wird. Die Abuela (Grossmutter) hat sich im Gemeinschaftsraum oft Telenovelas angesehen, während die Mama das Administrative erledigt hat. Die etwa 2-jährige Tochter hat sich offensichtlich in Philipp verknallt und ihn eher erfolglos zum Spielen aufgefordert. Für Chantal hatte sie jeweils nur ein kaltes, lautes „no“ übrig. 🧒🏽

    Das koloniale Städtchen thront auf einer Klippe mit Blick auf das Tal des Suarez-Flusses und bietet so eine schöne Aussicht auf die umliegende Natur. 🏞️
    So erkundeten wir das ruhige Städtchen schlendernd über die gepflasterten Strassen und genossen die Ruhe. Die weissgetünchten Kolonialhäuser, die Kirchen und die schönen Gassen waren wirklich sehr charmant. Die schönste Stadt in Kolumbien wird für uns Jardín bleiben, doch Barichara war auch sehr schön. 💛
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  • Wir haben's wieder getan

    25. september 2022, Colombia ⋅ ☁️ 23 °C

    Wir standen früh morgens um 05:00 auf und schon trafen wir unseren lieben Gastgeber mit Kaffee an. ❤️☕ Wir verabschiedeten uns und eine lange Busfahrt führte uns nach San Gil. Die Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für allerlei Aktivitäten und so landeten wir in einem Hostel mit Pingpongtisch. 🥰🏓
    Unser Zimmer hatte leider kein Fenster und beim Versuch mittels der Tür zu lüften, rannte jeweils der Hostelhund rein und versteckte sich unter dem Bett. 🐩
    Um ihn wieder rauszukriegen mussten wir immer an der Eingangstür klingeln, worauf er bellend rausgerannt kam. 😅

    Wir machten uns mit dem öffentlichen Bus zum Chicamocha Canyon auf, welchen wir schon bei der Hinfahrt bewundert haben. 😊 Dort wanderten wir ein wenig rum und fuhren mittels einer Gondelbahn auf die andere Seite des Canyons. Eine Fahrt dauerte eine Halbestunde, aber wir waren durch die schöne Aussicht und eine Passagierin mit Höhenangst gut unterhalten. 😉
    Am Nachmittag wollten wir uns auf den Rückweg machen und standen an die Hauptstrasse, um einen öffentlichen Bus rauszuwinken. 👋 Die haben leider alle abgwunken und auf den Park gedeutet. So haben wir erfahren, dass wir 90 Minuten auf den Bus warten müssen. 🙄 So sahen wir uns gezwungen ein Bier trinken zu gehen. 😉🍻
    Am Montag erwachten wir euphorisch, denn wir wollten mit dem Gleitschirm wieder hoch hinaus. 🪁
    Auf Grund der Wetterbedingungen gab es eine Zeitverzögerung und so wurden wir etwas später von einer Fahrerin und einem Piloten abgeholt. 🧑‍✈️👨‍✈️Zu toller Musik fuhren wir zum Canyon und genossen etwa eine Stunde die Aussicht auf dem Startplatz, da die Bedingungen zum Fliegen nicht optimal waren und unsere Piloten noch warten wollten, während andere bereits in die Luft hoben.
    Plötzlich ging dann alles ganz schnell und es ging los. Diesmal lief beim Start alles gut und wir kreisten durch die Luft, 1300 Meter über dem Boden. 😇 Das war beeindruckend und die Aussicht über den Canyon war fantastisch! Das Warten hat sich gelohnt, wir kreisten mit den Vögeln in der Thermik nach oben und konnten so an verschiedene Orte des Canyons fliegen, was bei den Anderen nicht möglich war. 🦅
    Unsere Piloten haben uns gefragt ob wir Lust auf ein Paar Tricks haben und so kreisten wir im engen Radius um die eigene Achse durch die Luft. Das hat Spass gemacht, aber über einen Passagier, der mit einer vollgefüllten Plastiktüte gelandet ist, haben wir uns nicht besonders gewundert. 🤮😅
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  • Zapatoca, Foodprint Nr.100

    23. september 2022, Colombia ⋅ ⛅ 22 °C

    Das kleine, hübsche Zapatoca liegt versteckt in den Bergen und wir waren die einzigen Gringos weit und breit. 👩‍❤️‍👨 Wir wohnten in einem kleinem Homestay eines alten, ganz herzlichen Kolumbianers.
    Der war so nett, da waren die Mäuse in den Wänden und die Tatsache, dass man unsere Zimmertür weder von aussen, noch von innen abschliessen konnte, schon fast nebensächlich. 😉
    Nach Zapatoca lockte uns der Canyon und die Landschaft, und so machten wir uns zu einem Aussichtspunkt auf. Unterhalten wurden wir dabei von verschiedenen Wissenspodcasts. ℹ️ Als wir oben waren, begrüsste uns schon die Nebelsuppe und so warteten wir etwa eine Stunde, mit dem Nebel vor der Nase, ab. Irgendwann lichtete sich der Nebel und wir sahen für fünf Minuten ins Tal. 😅

    Am darauffolgenden Tag besuchten wir eine Höhle, welche nur mit Guide betreten werden darf. So füllten wir ein langes Kontaktformular aus (inkl. Blutgruppe 🤔) und machten uns alleine mit Julia auf den Weg. Julia war toll, sie erzählte uns begeistert in rasend schnellem spanisch einiges über die Höhle, wobei wir ehrlich gesagt nicht sehr viel verstanden haben. 😗
    Doch der Kern der Guidetour war sowieso weniger die Höhle, sondern das Fotografieren der Besucher. 📸
    Seit knapp sieben Monaten beobachten wir nun schon, dass bei Touristenatraktionen das Foto von sich selbst wichtiger scheint, als sich die Höhle/Kirche/Aussicht etc. überhaupt anzusehen.
    Julia war auch in dieser Hinsicht ein guter Guide und so steckte sie sich gleich Chantals Smartphone ein, platzierte uns an verschiedenen Orte der Höhle und knipste ein Foto ums andere. «Steh dort hin, steck deinen Kopf durch das Loch da, stell deine Stirnlampe ab, dreh dich um». Und so weiter. 😂Da waren wir schon ziemlich perplex, es war aber lustig und irgendwie eine interessantere Erfahrung als die Höhle an sich. Wer uns nicht kennt: Wir posieren nicht übermässig gerne und oft für Fotos. ☺️
    Sie hat sich auch gerne die verschiedenen Spinnen an einem Bein geschnappt und sie uns von ganz nah gezeigt. 🕸️
    Am letzten Tag wanderten wir zu einem schönen Wasserfall und auch ganz schnell wieder zurück, da sich schon wieder Regen ankündigte.
    Wir gingen wie jeden Abend in Begleitung von zwei Strassenhunden Pizza essen. 🍕
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  • Zwischenstopp

    20. september 2022, Colombia ⋅ ⛅ 25 °C

    Eine 11-stündige Reise führte uns in die Hauptstadt des Departements Santander, nach Bucaramanga.
    Die grosse Stadt diente uns lediglich als Zwischenstopp und irgendwie waren wir am folgenden Tag auch dementsprechend motiviert. 💁‍♀️💁‍♂️
    Wir gestanden uns das auch kurzum ein und verzichteten auf grosses Sightseeing, sondern schlenderten durch unser Quartier und drehten eine Runde durch ein Einkaufszentrum. 😅
    Dort hingen wir sehr begeistert im Decathlon rum, wo sich Chantal einen neuen Pulli gekauft hat.
    Zu unserer Überraschung haben wir unterwegs das Kaffee "Berna" entdeckt, wohl in Schweizerhand, es sah jedenfalls dementsprechend innen so aus.
    Die Schweizer waren leider nicht Zuhause, aber wir haben sie fleissig mit Kuchenessen unterstützt. Sonst verbrachten wir die Zeit im Hostel mit Kochen und Pingpong spielen mit einem Kolumbianer und einem Belgier. 🏓👩‍🍳👨‍🍳🏓
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  • Tage am Stausee

    17. september 2022, Colombia ⋅ ⛅ 15 °C

    In der farbenfrohen, touristischen Stadt Guatape verbrachten wir drei Nächte. 🌛
    Guatape lag vor Jahrzehnten noch in den Bergen, heute jedoch an der Küste an einem der grössten Stauseen Südamerikas. 😯 Der Stausee wurde in den 1970er Jahren zur Stromerzeugung errichtet und es dauerte zehn Jahre bis der Rio Nare den Stausee endlich gefüllt hatte, welchem etliche Dörfer zum Opfer gefallen sind.
    Am ersten Tag besuchten wir den über 200 Meter hohen und rund 70 Millionen Jahre alten Fels von Guatapé. Er ist ein echter Koloss und ragt, schon von Weitem sichtbar, aus der Landschaft Kolumbiens. 🇨🇴
    Wir standen früh auf, um als Erste und ohne Gedränge den Fels zu erklimmen. Pünktlich um acht Uhr liefen wir die Treppe mit ihren knapp 700 Stufen im Zickzack hoch und wurden oben mit einem tollen Ausblick über die Hügel und den Stausee belohnt.

    Unseren zweiten Tag haben wir der Planung verschrieben und uns dazu in ein schönes Kaffee gesetzt, wo wir auch einen tollen Ausblick über die Touristrasse hatten.
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  • Jardín zum Dritten

    14. september 2022, Colombia ⋅ ⛅ 16 °C

    Wir hatten einen gemütlichen Tag vor uns und trafen schon früh auf einen neuen Freund, welcher uns den ganzen Tag begleitete: einen älteren Vierbeiner.🐶 Zu dritt liefen wir zu einer alten Gondelstation, als wir einstiegen mogelte sich der Hund auch in die kleine Kabine. Die klapprige Alubüchse sah nicht sehr vertrauenswürdig aus, fuhr uns jedoch tapfer kämpfend zum Aussichtspunkt. 💪Dort tranken wir einen Kaffee und genossen die Aussicht, während sich der Hund unter unserem Tisch ausruhte.
    Anschliessend liefen wir zurück ins Dorf.
    Den Hund haben wir später im Supermarkt aus den Augen verloren und ihn erst am nächsten Tag bei einer anderen Wandertruppe angetroffen. Wie jeden Abend, gingen wir Pizza essen, welche die Beste unserer bisherigen Reise war. 🍕

    Der Wecker klingelte früh und wir lauschten erst mal nach dem Regen. Einen Blick nach draussen bestätigte uns, dass der Regen sich heute nicht bei uns austobte und so machten wir uns zu unserer Wanderung auf.
    Pünktlich um 08:30 standen wir bei der „Cueva del Esplendor“. Die Höhle darf nur mit einem Guide betreten werden und so machten wir uns mit einem schweigsamen, jungem Kolumbianer auf den Weg, steil runter über Stock, Stein und Fluss. 👨‍🌾
    Wir waren wie geplant die Ersten und Einzigen in der kleinen Höhle und fanden es sehr schön. Durch die Decke der Höhle hat sich ein Fluss seinen Weg gebahnt, was wir so auch noch nie gesehen haben.
    Wir bestaunten den Wasserfall und die umliegende Natur, dann machten wir ein paar Bilder und schon ging unser Rundweg weiter. ☺️
    Der „Weg“ auf MapsMe führte uns über eine Kuhweide. Der „Weg“ war jedoch nur digital ersichtlich und so liefen wir einfach querfeldein, was wir ja aus der Schweiz auch so kennen.
    Die Weide war dank der Regenzeit und den Kühen eher ein Moor aus Schei***, durch die wir eine Stunde lang hüpften, ständig auf der Suche nach einem trockenem Fleck. Wer sich verkalkulierte, sank bis zu den Knöcheln ein, während der andere was zum Lachen hatte.
    Irgendwann fanden wir dann endlich einen echten Weg und schafften es runter bis ins Dorf, wo wir unsere Schuhe gründlich im Fluss wuschen. 🥾
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  • Jardín zum Zweiten

    13. september 2022, Colombia ⋅ ⛅ 18 °C

    Wo wir uns in Jardín sonst noch so rumgetrieben haben? In der Luft! 🌬️
    Wir haben uns fürs Tandemfliegen angemeldet und liefen mit Schmetterlingen im Bauch zum Büro. 🦋
    Dort bezahlten wir je 29CHF und wurden mit unseren zwei Piloten mit einem 4x4 die Hügel hochgefahren. 🏞️
    Da es für uns beide das erste Mal war, waren wir schon ein bisschen aufgeregt und durch die vielen Schlaglöcher fiel uns das ruhige ein -und ausatmen etwas schwer. 😉
    Wir parkierten auf einer grossen Grünfläche und wurden von unseren Piloten instruiert. 👨‍✈
    Philipp wurde David zugeteilt, Chantal flog mit Jorge und kam gleich als erstes ran.
    Jorge erklärte Chantal alles auf spanisch, was gut verständlich war. „Es muy fácil“ (es ist einfach) hat er oft gesagt. 👍
    Dann wurden wir angeschnallt, warteten auf eine gute Thermik und dann ging es für Chantal und Jorge los. „Correr, correr, correr“ (lauf, lauf, lauf) hat er ganz oft gerufen. Chantal hat sich gegen den Widerstand des Schirmes gestemmt und hat alles gegeben.
    Wohl nicht genug, denn wir sind schon über die Gerade gelaufen, ein Stück den Hügel runtergesprintet und immer noch nicht abgehoben. 🤦‍♀️ Das „correr, correr, correr“ ist verstummt, wir mussten abbremsen und wieder hochlaufen. So muy fácil war es dann irgendwie doch nicht. 🙈
    Beim zweiten Mal hat es geklappt, wir stiegen in die Luft und flogen an einem steilen Waldstück entlang.
    Kurz darauf folgte Philipp, bei dessen Start alles einwandfrei lief, und so flogen wir einige Male aneinander vorbei, wobei wir uns vorsichtig zugewinkt haben. 👋
    Die Thermik war perfekt und so kreisten wir gemeinsam mit den Vögeln himmelwärts. 🦅
    Wir flogen über die grünen Wälder, entlang von Kaffee-, Avocado-, und Bananenplantagen.
    Zum grossen Finale flogen wir über das Städtchen, wo wir viele Innenhöfe entdeckten. Irgendwann fiel uns auf, dass sie uns nichts über die Landung erzählt haben, wir mussten jedoch nur die Beine ausstrecken und landeten dann auf dem Po auf einer Pferdekoppel. 🐎
    Wir fanden es beide so toll, dass wir beide auch nach der Landung ein doofes Dauergrinsen drauf hatten. 😁
    Das werden wir bestimmt wiederholen. 🥰
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  • Jardín zum Ersten

    11. september 2022, Colombia ⋅ 🌧 21 °C

    Eine vierstündige, holprige Busfahrt brachte uns nach Jardín, was übersetzt „Garten“ heisst. 🌳
    Wir waren von Anfang an begeistert. Die kleine, ruhige Kolonialstadt ist von Hügeln umgeben, die Kopfsteinpflaster führen an den bunten Häusern vorbei und enden auf dem grossen Hauptplatz, an dessen Ende eine grosse Kirche thront. ⛪
    Der Park ist von vielen, kleinen Kaffees umsäumt, was sehr passend ist, da Jardín von vielen Kaffeplantagen umgeben ist. Von den einheimischen Herren waren wir am Meisten angetan. Die verbrachten gefühlt den ganzen Tag im Park, eine Art Cowboyhut auf dem Kopf und den Kaffee in der Hand.
    Das Dorf sah wie aus dem Bilderbuch aus und wir fühlten uns so wohl, dass wir gleich zwei Nächte in unserer Unterkunft verlängerten. 🛌
    An einem Abend machten wir uns auf die Suche nach dem Gallitos de Rocas, alias Felsenhahnvogel. 👀
    Dazu bezahlten wir ein wenig Eintritt, um zu einem nahen Waldgebiet zu gelangen, wo sich die Vögel abends gerne aufhalten. Dort trafen wir eine Gruppe Fotografen mit gigantischen Tarnteleobjektiven an. Doch auch mit unserer Kompaktkamera konnten wir die lustigen, überraschend grossen Vögel fotografieren. 📷🥰

    Am Tag darauf machten wir uns bei schönem Wetter zu einer kleinen Wanderung in Richtung Aussichtspunkt auf. Auch nach mehreren Monaten Regenzeit haben wir offenbar nichts gelernt, keine Regenjacke eingepackt und aus heiterem Himmel tauchte es auf: das Gewitter.
    Der kalte Regen durchnässte uns bis auf die Knochen, wir machten uns auf den Rückweg und Chantal fiel bäuchlings hin (in den steinigen Weg, der sich langsam zum Bach entwickelte). Als dann ganz nah bei uns ein Blitz einschlug, so dass uns die Ohren schmerzten, mussten wir nur noch lachen. ⚡😂 Als wir nach über einer Stunden Zuhause ankamen, duschten wir so heiss wie möglich (lauwarm) und gingen dann dick eingepackt Kaffee trinken und Kuchen essen. ☕
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  • Bienvenido a Medellín

    10. september 2022, Colombia ⋅ ⛅ 26 °C

    Wir entschieden uns gegen eine 16-stündige Busfahrt, die Vorteile des Fliegens überwogen: kürzer, günstiger, sicherer. ✈️
    So landeten wir in der zweitgrössten Stadt Kolumbiens und checkten in unserem Hostel ein, wo wir in einem 10er-Dorm übernachteten. 🛌
    Spoiler: Wir haben schlecht geschlafen. Vielleicht war es eine doofe Idee in einem Hostel im Partyviertel El Poblado zu übernachten.
    Dafür hatte es einen Pingpongtisch, wo wir uns ausgetobt haben. 🏓

    Den ersten Tag verbrachten wir in der Altstadt, in einem Park und in einem botanischen Garten, wo gerade eine Büchermesse stattfand. 📖
    Den Nachmittag verbrachten wir im «Parque Explora», einer grossen Ausstellung mit allerlei interaktiven Elementen. So konnten wir zum Beispiel an verschiedenen Stationen gegeneinander spielen oder uns im Erinnerungsvermögen messen. 👫
    Ziemlich aufgeputscht fuhren wir mit der Metro nach Hause und setzten uns dann mit einem (sehr schlecht gerolltem) Dürüm in einen Park. ⛲
    Dort fand eine Demo gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Erwachsenen statt, ein bekanntes Problem Medellíns. ⛔
    Wir trafen auf den Strassen oft Sextouristen an, in Begleitung von (ziemlich sicher) minderjährigen Mädchen, kommuniziert wird über Googletranslate.

    Am folgenden Tag nahmen wir an einer Freewalkingtour in die Comuna 13 teil. 🏃🏃‍♀

    💡Über die Comuna 13, ein Zusammenschnitt aus dem Internet und unserer Tour:
    Die Comuna 13 ist eines der 16 Comunas (Stadtquartiere) in Medellín. Das Armenviertel befindet sich grösstenteils an steilen Hängen, wo sich die kleinen, illegal gebauten Häuser dicht an dicht aneinander schmiegen.
    Das Medellín Kartell hatte früher großen Einfluss auf die Comuna 13 und regelmäßig fanden Straßenschlachten zwischen dem Kartell, der Polizei oder dem Militär statt. 🪖🚔💊💉🗡️

    Durch ihre Lage war die Comuna 13 ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt. Egal was geschmuggelt wurde, es kam über die Comuna 13.
    Durch den Zugang zu der Hauptroute, die zu den Häfen im Pazifik führt, war die Comuna 13 Gold wert – egal ob für den Drogen- oder Waffenhandel. Es scheint also nicht verwunderlich, dass das Viertel unter den Drogenkartellen beliebt und umkämpft war.
    Die Comuna 13 war ein Kriegsgebiet und gehörte lange zu den gefährlichsten Vierteln der Welt. ✋

    2002 war die Comuna 13 in ganz Kolumbien das letzte Stadtviertel, wo die Guerillas noch präsent waren. Dies führte dazu, dass der frischgewählte Präsident Kolumbiens, Álvaro Uribe Vélez, die Comuna mit Hubschraubern und Panzern angreifen ließ. 🚁

    Die sogenannte Operation Orion forderte zahlreich Opfer, auch in der Zivilbevölkerung. Die Kämpfe hielten über vier Tage an. Heute erinnern einige der Graffitis an diese schrecklichen Tage der Gewalt.
    Die Comuna 13 hat sich verändert und ist von einem der gefährlichsten Viertel der Welt zu einem Viertel im Aufschwung geworden.
    Die Stadt hat viel investiert, so wurde 2010 die erste Freiluftrolltreppe Kolumbiens eröffnet.
    Mit den Rolltreppen dauert die 384 Meter lange Fahrt nur noch rund sechs Minuten. Vorher hatten die Bewohner einen Aufstieg von umgerechnet 28 Stockwerken zu bewältigen. Nun sind sie besser an die Stadt und somit an den Arbeitsmarkt angeschlossen.
    Es wurden ebenfalls neue Schulen, Bibliotheken und Jugendzentren gebaut. 🏫📚🔤
    Laut unserer Führerin Júlia fanden auch viele Gespräche und Verhandlungen zwischen den Kartellen und der Regierung statt, was zum Frieden beigetragen hat. 🕊️ 💡

    Unsere Führerin Júlia ist selber dort aufgewachsen und wohnt auch immer noch dort. Während knapp drei Stunden führte sie uns durch das Quartier und erzählte uns einiges über die Geschichte, das Leben und die Kultur. 🎶

    2018 fand in der Comuna 13 die bis dahin längste Downhillabfahrt der Welt statt. 🚴‍♀
    Wer sich die ansehen will, wird hier fündig:

    https://youtu.be/xOU5qif6uzg

    Unsere Tour endete auf der Hauptstrasse der Comuna 13, wo wir zu zweit noch etwas Zeit verbrachten. Diese Strasse ist zu einer wahren Touristenattraktion mutiert, inklusive Bars, Essensständen, Souveniershops und Selfiespots. 🩴🌭📸
    Abgesehen von dieser einen Strasse erschien uns das Quartier immer noch arm, dieser Kontrast hat bei uns gemischte Gefühle ausgelöst, obwohl uns Júlia versicherte, dass der Tourismus wichtig für die Comuna ist. 🤷‍♂️🤷‍♀️
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  • Tayrona Nationalpark

    7. september 2022, Colombia ⋅ 🌧 29 °C

    Mit dem Bus fuhren wir zurück Richtung Santa Marta, jedoch stiegen wir auf halber Strecke beim Tayrona Nationalpark aus und quartierten uns im La Perla Tayrona ein.🚌 Die Perle wurden aber schon von vielen benutzt und der Glanz von einst ist verblichen, dafür kam der Duft der tausend Socken dazu. 🧦
    Aber eigentlich war die Unterkunft ganz witzig, überall entdeckten wir versteckte Zimmer und versteckte Sitzgelegenheiten.
    Wir hatten einen ganzen Stock mit zwei Badezimmer für uns alleine.🛁

    Am nächsten Tag, während des Sonnenaufgangs, machten wir uns mit Hilfe des Busses auf zum Hintereingang des Tayrona Nationalparks, nach Calabazo. 🌅
    Nach Bezahlung des Eintrittes, der Sicherheitsabgabe und sonst noch irgendetwas, durften wir uns zum Warten hinsetzen, denn es war noch nicht sieben Uhr und der Park war noch geschlossen.
    So sassen wir auf der Steinmauer und schauten den Leuten zu, die durch den imaginären Eingang liefen und Motorräder, die ihn durchquerten.🏍
    Kurz vor sieben durften wir dann auch die Strasse entlanglaufen.
    Die unbefestigte Strasse verläuft durch den Wald, immer in Richtung Meer. Der erste Abschnitt war nicht besonders schön, denn es waren auch viele Motorräder unterwegs, welche die idyllische Vorstellung eines Nationalparks etwas trügen.
    Auf halber Strecke kann man gegen Geld einen Aussichtspunkt erklimmen, welcher wirklich eine schöne Aussicht auf den umliegenden, sehr grünen Wald, samt den Hügeln bietet. ⛰
    Ab hier wurde der Weg schmaler und schlechter, aber bedeutend schöner, bis es nur noch steil zum ersten Strand hinunter ging.
    Verschwitzt erreichten wir den wunderschönen, fast menschenleeren Nudist Beach. Gut gelaunt stürzten wir uns ins Meer und bestaunten die Landschaft, den natürlichen Sandstrand, eingebettet von Hügeln, welche mit Bäumen und Palmen bestückt sind.
    Aber auch das Meer war einzigartig, es war glasklar, umher schwirrten kleine Goldplättchen, welche das Licht in alle Richtungen reflektierten. Es war magisch.🌴

    Wir sassen auf einem Baumstamm, assen dort zu Mittag und genossen das Meer noch einmal.🫕
    Von dort aus liefen wir alles der Küste entlang in Richtung Osten, an vielen weiteren Stränden vorbei, wobei wir erst am Schluss merken werden, dass uns der Erste am besten gefallen hätte.
    Nichtsdestotrotz waren die anderen Strände auch nett zu sehen, wir liefen weiter Richtung Hauptausgang, mal am Strand entlang, dann durch den Wald, über Steine, Schlamm, Holzbrücken und schliesslich Asphalt.

    Nach einer schönen kalten Dusche gab es eine herrliche Pizza zu Abend und ein paar Kapitel zu lesen vor dem Einschlafen. 😴
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  • Faulenzertage

    6. september 2022, Colombia ⋅ ⛅ 30 °C

    Palomino ist ein kleiner Ort an der Küste und dort verbrachten wir vier Nächte. 🌤️ Da wir bereits wussten, dass das Meer nicht viel zu bieten hat, buchten wir eine Unterkunft mit Pool, wo wir auch die meiste Zeit verbracht haben. Wir plantschten wie kleine Kinder und versuchten verschiedene Schwimmstiele, unter anderem den Delfin. Das sah lustig aus und fühlte sich auch so an. 🏊🐬
    Zwei Abende verbrachten wir mit einer Schweizerin, welche wir in Minca kennengelernt haben. Wir futterten uns durch die Gassen, landeten in einer Bar mit schrecklichen Livemusik und sahen uns die unzähligen Blitze an, welche nachts über das Meer huschten. ⚡ Sonst ist eigentlich nichts nennenswertes passiert. 😉
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  • Traumhaftes Minca im Nebel

    1. september 2022, Colombia ⋅ ⛅ 19 °C

    Auf kurvigen Strassen fuhren wir bis nach Minca, welches am Fusse des höchsten Küstengebirges der Welt liegt. ⛰️
    Wir haben fünf Nächte im höher gelegenen Masaya Hostel gebucht und so erwartete uns ein Allradfahrzeug, um uns abzuholen. 🛻
    Der Transport war ziemlich teuer und zu Beginn der Fahrt belächelten wir noch den 4x4, welchen man angeblichen benötigt um hoch zu kommen. 🤭 So hat es uns das Hostel zumindest mitgeteilt.
    Das Lächeln blieb uns dann jedoch schnell im Halse stecken, die Strasse war steil, holprig, voller Schlaglöcher und unbefestigt. Wir liessen uns von der traditionellen kolumbianischen Musik beschallen und genossen die Fahrt, bis wir bei einem Erdrutsch ankamen. 😬 Der Fahrer wendete auf der einspurigen Strasse und lud uns aus.
    Es warteten schon drei Jungs, welche den Transporter wieder nach unten gebucht hatten, auf unserer Seite des Erdrutsches. Sie trugen Badeschlappen an den Füssen, die voller Matsch waren und so wussten wir schon was uns erwartet.
    So liefen wir noch zehn Minuten zu Fuss über Stock, Stein und Schlamm und kamen mit viel Dreck an den Schuhen in dem wunderschönem, abgelegenem Hostel an.
    Wir bezogen unser Stockbett im Achterschlafsaal, inklusive einer superlauten quietschenden Badezimmertür. Wer hatte wohl das Bett neben der Tür? 😉
    Wir genossen die Zeit hier sehr. Der Ausblick ins Tal und die Berge war toll, der Pool leicht beheizt, das Bier aus einer Brauerei in Sichtweite und das Essen sehr lecker. 🧡
    Am ersten Tag liefen wir los Richtung Reserva El Dorado, zu einem hoch gelegen Punkt von wo aus die Aussicht sehr schön sein soll.
    Wir brachen unserer Wanderung etwa in der Hälfte ab, da es immer nebliger wurde und was will man an einem Aussichtspunkt ohne Aussicht?
    Ein paar hundert Meter vor dem Hostel fing es zu regnen an und dann schüttete es wie aus Kübeln.
    Am zweiten Tag nahmen wir an einer Wasserfallwanderung teil. Der ziemlich matschige Weg führte unsere kleine Gruppe durch den schönen Wald und zu einem eiskalten Wasserfall.
    Die letzten 200 Höhenmeter sprangen wir den Berg hoch, denn wie jeden Tag begann es Nachmittags sintflutartig zu regnen an. ☂️
    An den folgenden Tagen war das Wetter leider auch nicht besser. Dafür sahen wir immer sehr viele Vögel, direkt vom trockenen Aufenthaltsbereich aus.
    Die Abende verbrachten wir in der Bar, bei Happy Hour Bier (wieder mal ein IPA) und Hostelunterhaltung.🎉
    So versuchten wir uns beim Salsatanzen (wenig erfolreich) und Limbotanzen (wo zumindest Philipp die ersten zwei Höhen von drei gemeistert hat).
    Beim Nägel einschlagen am Holzklotz verschaffte sich Philipp von allen Männern Respekt. Die Nägel versanken mit einem Schlag im Holz, was mit Applaus und Schulterklopfen quittiert wurde.🔨👏🏼
    Wir plapperten mit anderen Reisenden über das Reisen.
    Die Gesprächsthemen sind jedoch immer dieselben und bleiben oft sehr oberflächlich: Wie lange, von wo, wohin, Highlight, wie lange noch, welche Länder bis jetzt, Ziel der Reise usw.
    Wir haben so oft über dasselbe gesprochen, dass es bisschen ermüdend wird. Wenn sich mal ein Gespräch anders entwickelt erfreuen wir uns immer sehr daran, so auch mit zwei Landsleuten, mit denen wir zwei Abende verbracht haben. Mit ihnen haben wir auch wieder mal Brändidog gespielt, wobei wir leider seeehr knapp verloren haben. ♠️
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  • Santa Marta

    28. august 2022, Colombia ⋅ 🌧 29 °C

    Mit einem sehr bequemen Bus ging es weiter nach Santa Marta, so verschliefen wir die halbe Fahrt. 😴
    Die Stadt entsprach etwa unseren Vorstellungen, es gibt nichts Besonderes zu sehen oder zu erleben. 🤷‍♀️
    Es gibt eine Partystrasse mit lauter Musik und vielen Happy-Hour-Angeboten.
    Wir assen Pizza zu Mittag und Burger zu Abend, in der Zwischenzeit liefen wir in der Stadt umher besichtigten den Strand und den anliegenden Frachthafen. 🍔🍕🚢
    Wir hatten ein tolles Hotel für zwei Nächte mit dazugehörigem Frühstück.
    Am nächsten Tag gingen wir zu dem lokalen Gemüse-, Fleisch- und Fischmarkt, wo wir anschliessend auch assen. 😊
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