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Panamericana Thomas Claudia

Unsere Reise durch die USA und über die Panamericana - als Auftakt fahren wir die ersten sechs Monate quer durch die USA. Von dort aus geht es dann weiter über die Panamericana ... Meer informatie
  • Clark Fork River und Bison Range

    20 juli 2024, Verenigde Staten ⋅ ☀️ 37 °C

    Nach einer wunderschön ruhigen Nacht alleine am Campingplatz machen wir unsere morgendlichen Hantelübungen und duschen uns nochmal im Flüsschen ab. Dann geht es weiter den Clark Fork River entlang bis zur Bison Range. Diese hatte uns die Rangerin gestern empfohlen. Es ist ein Indianergebiet, in dem die Indianer die Bisons wieder angesiedelt haben. Wir bezahlen also unseren Eintritt und können eine etwa zweistündige Runde quer durch den Park fahren. Es soll neben den Bison Herden ebenfalls Pronghorns, Hirschwild und Bären geben. Wenn sie uns da mal keinen Bären aufgebunden haben. Die hügelige Landschaft ist mit ausgetrockneten Gras bedeckt. Nur hier und da sind kleine Baumgruppen zu sehen. Sonst ist alles sehr trocken. Was soll hier ein Bär? Wir fahren einem winzig kleinen Bach entlang und vor uns stoppt ein Auto. Und da: tatsächlich läuft ein Bär mitten über die Straße. Ohne Witz, was hat sich der Bär dabei gedacht in eine dermaßen trocken und heiße Gegend zu begeben. Also stimmte die Ankündigung doch. Wir fahren weiter, sehen einige einsame Büffelbullen, Weißwedelhische und auch Pronghorn-Antilopen. Auf die höchste Erhebung des Parks wandern wir zu Fuß. Diese ist fast 1900 Meter hoch und bietet eine tolle Aussicht über die umliegenden Berge, welche teilweise noch Schneefelder haben. Auf dem Rückweg sehen wir noch riesige Büffelherden mit hunderten Tieren. Wirklich beeindruckend und die Bison Range war wirklich einen Besuch wert. Wir wollen noch in die Nähe von Missoula, der zweitgrößten Stadt Montanas. Da es heiß ist, am liebsten an den Clark Fork River. Wir fahren zu einer Angelstelle, doch diese ist völlig überlaufen und der Parkplatz wird abends mit einer Schranke geschlossen. Also nichts für uns. Google sagt, die Haper’s Bridge als den nächsten nahegelegenen Bootseinstieg in den Clark Fork River an. Also fahren wir dahin, und tatsächlich eignet sich die Stelle, um auch über Nacht stehen zu bleiben. Am Ende der Straße parken wir frontal vor dem Fluß und haben eine herrliche Aussicht über diesen schönen Gebirgsfluß. Vielleicht ist auch hier der Film „In der Mitte entspringt ein Fluß“ von Robert Redford gedreht worden. Sieht jedenfalls so aus und in der Nähe von Missoula wurde der Film tatsächlich gedreht. Wir kühlen uns kurz im Fluß ab, richtig schwimmen kann man aufgrund der reißenden Strömung nicht. Zwei völlig übergewichtige Amerikanerinnen haben es sich dennoch im Fluß gemütlich gemacht und trinken ein Bierchen nach dem anderen. Oben rein, unten raus, sie sitzen ja im Fluß und giggeln um die Wette. Wir sind nach kurzem Untertauchen wieder raus aber die beiden vergnügen sich da drin mehr als 1,5 Stunden. Wenn das mal gesund ist. Wir genießen noch ein Gläschen Wein beim Sonnenuntergang. Der Mond ist heute Nacht Vollmond und blutrot. So intensiv habe ich es bisher noch nicht gesehen.Meer informatie

  • Thompson Falls und Clark Memorial

    19 juli 2024, Verenigde Staten ⋅ ⛅ 34 °C

    Nach einer mückigen Nacht mit unzähligen Mückenstichen haben wir ein schönes Frühstück am Flußdelta ohne jegliche Mücken. Zum Glück haben wir Empfang und ich kann meinem Vater zum 91. Geburtstag gratulieren. Weiter geht es jetzt das Bergtal den Clark Forck River hinauf, wieder nach Montana rein. Der Fluß ist an verschiedenen Stellen zu kleinen Seen aufgestaut. An einem dieser Seen lesen wir an der Bootsanlegestelle von dem Befall von Parasiten im Wasser, welche „Swimmers Itch“ hervorrufen. Also besser doch kein Bad im See. Wir fahren weiter und erkundigen uns an einer Rangerstation, ob das wirklich aktuell sei. Die Rangerin meint ja, sagt aber auch, die Parasiten würden sich vorwiegend im schlammigen und schilfigen Uferbereich aufhalten, wo es Schnecken gibt, die deren Wirte sind und wo Gänse herumschwimmen, welche sie verbreiten. Wenn wir von einer Bootsanlegestelle ins tiefe Wasser springen würden, wären wir immer auf der sicheren Seite. Na hoffentlich. Wir haben vor Thompson Falls einen schönen Golfplatz am Flußufer gefunden und beschließen eine Runde zu Golfen. Unser neuer Spaß. Es ist allerdings sehr heiß und sonnig und erst der letzte Teil des Parcours liegt im Schatten hoher Bäume. Aber es macht trotzdem sehr viel Spaß. Danach fahren wir nach Thompson Falls. Wir suchen uns einen Picknicktisch im Schatten am Fluß und essen zu Abend. Da tönt Musik von der naheliegenden Kneipe zu uns rüber und wir beschließen, dort noch ein Bierchen zu trinken. Vorher hüpft Thomas nochmal in den Fluß, an dem mehrere Familien mit Kindern baden. Kann da also nicht so schlimm sein mit den Parasiten. Danach setzen wir uns in die Kneipe, welche eine Lifeband im Garten am Fluß hat, die ausgezeichnete Countrymusik spielt. Wir genießen ein kühles Bierchen, die schöne Musik und den herrlichen Blick über den abendlichen Fluß. Was für ein schönes Land. Danach fahren wir zum nächsten Campingplatz in einem kleinen verwunschenen Seitental mit einem schönen kristallklaren Gebirgsbach. Und was ein Wunder, auf dem Campingplatz sind nur 4 Stellplätze und alle sind frei. Wir belegen die Nummer 1, direkt am Flüsschen mit wunderschönen funkelnagelneuen Picknicktisch und Grill. Es sieht super gepflegt aus, und dazu ist er – wie alle Forest-Campingplätze – kostenlos. Glückliches Amerika.Meer informatie

  • Lake Pend Oreille

    18 juli 2024, Verenigde Staten ⋅ ⛅ 32 °C

    Nach einer ruhigen Nacht und einem gemütlichen Frühstück verlassen wir Montana und fahren in Idaho an den Lake Pend Orreile. Zunächst steuern wir die kleine Stadt Sandpoint im Westen an. Wie der Name schon sagt, hat der Ort einen schönen sandigen Badestrand mit ausreichend Parkmöglichkeiten davor und das in der Hochsaison. Davon können wir in Europa nur träumen. Wir parken im Schatten und gehen an den Strand. Der See ist türkisfarben und glasklar. Auf der gegenüberliegenden Seite erhebt sich eine wunderschöne Bergkulisse. Wir hüpfen in das kühle Nass, denn der See – wie die meisten Seen – ist nicht so eiskalt wie die Flüsse. Nach dieser Erfrischung wandern wir an der Promenade entlang ins Örtchen und gönnen uns einen Cappuccino mit sehr leckeren Croissants. Danach fahren wir die Südseite des Sees entlang. Hier soll es noch schöne unberührte Badestrände geben, habe ich im Google gesehen. Wir finden auch ein schönes Plätzchen, parken unser Buschen am Straßenrand und nehmen unsere Stühle mit an den kleinen Strand. Wir springen in das herrlich kühle Nass und genießen eine entspannte Zeit am See. Dann fahren wir weiter um den See rum und finden eine schöne Picknickstelle an der wir zu Abend essen und dann natürlich nochmal ins Wasser springen. Wir fahren am See entlang, so weit wir kommen und finden an der Mündung des Clark Fork Rivers einen schönen Stellplatz für die Nacht. Thomas springt noch in das viel kühlere Wasser des Flusses und wir genießen den herrlichen Sommerabend am Schilf. Doch dann ganz plötzlich, die Sonne ist fast untergegangen, fallen die Mücken im Schwarm über uns her. Wir flüchten ins Buschen, aber über den Mückengittern der offenen Dachfenster surrt es wie verrückt. Wir machen schnell das Licht aus und gehen schlafen. Ich träume schon von Mücken und tatsächlich sind wir am nächsten Morgen total verstochen. Die Mückennetze waren bei diesen Schwärmen anscheinend doch nicht dicht.Meer informatie

  • Bonner's Ferry und MurtleFalls

    17 juli 2024, Verenigde Staten ⋅ ⛅ 36 °C

    Nach einer kühlen und erholsamen Nacht fahren wir weiter. Zunächst einmal fahren wir bis zu der Kreuzung von gestern Abend. Da hatten wir Internetempfang und so können wir nach drei Tagen die Eltern wieder mal anrufen. Weiter geht es über Troy, wo wir eine Mausefalle erwerben. Ich habe es vorne rechts nämlich im Motor rascheln hören. Weiter geht es Richtung Landesgrenze nach Idaho. In Bonner’s Ferry, einem süßen kleinen Örtchen, gönnen wir uns einen guten Cappuccino und fahren dann in das Kootenai Wildlife Refuge. Es ist eine große Seen- und Auenlandschaft, ideal für Mücken und ohne jeglichen Schatten. Es ist jedoch heiß und so ziehen wir eine kurze Wanderung im Wald zu den Murtle Falls vor. Hier stürzt sich ein kleiner Bergbach tief und malerisch hinunter. Vom hochgelegenen Aussichtspunkt sehen wir am Fuße des Wasserfalls auch Leute. Da müssen wir auch hin. Die müssen durch den Bergbach hochgelaufen sein. An der Brücke finden wir einen Einstieg runter an den Bach. Wir tasten uns über die glitschigen Steine auf die andere Uferseite, können dort ein paar Meter am Rand entlanggehen und müssen dann den Bach wieder queren. Das Wasser ist eiskalt und sehr reißend. Das wird uns doch zu viel, wenn wir irgendwie ausrutschen und uns verletzen, ist das den Spaß nicht wert. Wir gehen wieder zurück und Thomas taucht auch nochmal in den eiskalten Bergbach unter, um sich abzukühlen. Danach fahren wir quer durch die Auenlandschaft. Aber es ist noch zu heiß, um Tiere zu beobachten. Wir suchen einen Wanderparkplatz und essen im Schatten der Bäume. Danach versuchen wir nochmal unser Tierbeobachtungsglück. Und tatsächlich sichten wir einige Weißwedelhirsche. Auch eine Weißwedelhirschkuh mit ihrem Jungen, was noch ganz niedlich gescheckt ist. Dazu noch viele Vögel und Enten. Wir beschließen den Abend bei einem Bierchen in der Brauerei von Bonner’s Ferry ausklingen zu lassen. Sie versuchen sich an deutschem Starkbier, Kölsch und Pils. Das Starkbier haben sie ganz gut getroffen, den Rest weniger. Danach begeben wir uns zu unserem Stellplatz an der Bootsrampe von Bonner’s Ferry. Kaum haben wir an einem schönen Plätzchen mit Picknick-Tisch geparkt, begrüßt uns Jim, welcher in seinem Auto – einem dreißig Jahre alten 5er BMW – auch heute Abend dort übernachten will. Er erzählt uns freundlich von der Gegend und noch einiges mehr. Mir ist der Fluß zu kalt zum baden, aber Thomas will sich nochmal abkühlen. Auf dem Weg zum Fluß springt ihn Jims Hund aggressiv kläffend an. Jim ruft ihn zurück und sperrt ihn im Auto ein. Was ein Glück, dass mir das nicht passiert ist. Da hätte ich einen Herzschlag bekommen. Wir genießen den Sonnenuntergang über dem Fluß und flüchten dann ins Buschen, als zu viele Mücken um uns herumschwirren.Meer informatie

  • Kootenai Falls und Spar Lake

    16 juli 2024, Verenigde Staten ⋅ ⛅ 29 °C

    Morgens fahren wir los und reißen uns von dem wunderschönen Lake Ashley los. Ein letzter kühler Sprung in den See und es geht weiter Richtung Westen. Für heute haben wir uns die Wasserfälle im Kootenai Forest vorgenommen. Wir fahren etwa 100 km durch ein fruchtbares und schönes Bergtal immer einem schönen Bergfluß entlang. Zwischendurch halten wir nochmal an einer Library. Hier haben wir immer WIFI und können ins Internet. Der Empfang in diesen abgelegenen Gebieten Montanas ist ansonsten meist gleich Null. Fast wären wir an dem Parkplatz der Wasserfälle vorbeigefahren. Thomas stoppt und dreht und dann wandern wir zunächst zu der Hängebrücke, welche hoch über den schäumenden Bergfluß gespannt ist. Wir genießen die Aussicht und wandern dann zu den Wasserfällen selber. Sie sind nicht sehr hoch, aber große Wassermassen stürzen sich über die gesamte Breite des Flusses hinab. Wir genießen die Kühle der Wassergischt und laufen zurück zum Parkplatz. Wir hatten gar nicht den Parkplatz verfehlt, der eigentliche Parkplatz ist noch etwas weiter. Wir haben am Overflow Parkplatz geparkt. Also halten wir nochmal am eigentlichen Parkplatz und genehmigen uns ein gutes Eis. Huckleberry und Schoko mit Peanut Butter. Sehr lecker und erfrischend bei der Hitze. Wir beschließen, nicht ganz so weit zu fahren und ich suche einen kleinen Campingplatz an einem kleinen Bergsee der Spar Lake heißt. Wir fahren etwa 24 km von der Hauptstraße ab. Zunächst ist die Straße asphaltiert, dann geht sie in Gravel über, um kurz vor dem See mitten im Wald wieder asphaltiert zu sein. Das soll einer verstehen. Der Campingplatz liegt tief im schattigen Wald von hohen Waldpinien, welche super duften und schönen Schatten spenden. Zum kleinen Bergsee müssen wir etwas vorlaufen. Der See ist natürlich und hat ein flaches Ufer, welches nur allmählich abfällt, so dass man ziemlich lange waten muss, bevor das Wasser Schwimmtiefe erreicht. Thomas hüpft noch zur Abkühlung ins Wasser, ich bereite das Abendessen vor, und so lassen wir den Tag gemütlich ausklingen.Meer informatie

  • Ashley Lake der schönste See in Montana

    14 juli 2024, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 30 °C

    Wir fahren nach einem schönen Erdbeerfrühstück heute nach Kalispel, einer Kleinstadt, welche auf unserem Weg liegt und gehen in die katholische Kirche. Die Kirche ist groß und voll. Noch nie habe ich so junge Familien mit so vielen Kindern gesehen. Sie haben mindestens 4 Kinder, die meisten aber 6 oder 7. Das nenne ich mal reichen Nachwuchs. Der Pfarrer scheint seinem Akzent nach Pole zu sein und es ist ein schöner Gottesdienst. Danach wollen wir in ein Café. Wir landen in einem Drive Thru, gönnen uns einen Cappuccino einen Americano und einen süßen klebrigen Donut. Dazu setzen wir uns in den schönen Stadtpark vor die Fontäne. Wir telefonieren noch lange mit den Kindern, fahren zum Walmart und decken uns ein und dann weiter zum Lake Ashley. Dort habe ich einen Campingplatz entdeckt der schön sein muß. Wir kommen an dem kleinen Bergsee an und bekommen spontan den besten Platz direkt am türkisfarbenen See unter schön schattigen Bäumen. Wir sind begeistert. Der Host begrüßt uns freundlich und wir hüpfen gleich mal ins Wasser. Danach macht Thomas Feuer und wir genießen ein gutes Steak mit dem Salat vom Bauern gestern und mit Maiskolben. Das war super und zum Abschluß noch einen kühlen Weißwein vor der wunderschönen Kulisse. Hier bleiben wir morgen, beschließen wir.Meer informatie

  • Flathead Lake

    13 juli 2024, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 29 °C

    Da wir gestern wieder keinen Internetepfang hatten, konnten wir auch nicht pünktlich abends um 7 unser Permit für diesen Tag für den Glacier Park ergattern. Also belassen wir es dabei und verabschieden uns vom Glacier Park. Kurz außerhalb der Parkgrenze parken wir an einem Wanderweg, welcher an dem Middle Fork Fleadhead River liegt. Wir laufen den Fluß entlang und gehen an einer Stelle runter, wo eine flache Kieselbank an den rauschenden Fluß rangeht. Es kommen haufenweise Rafter mit den unterschiedlichsten Gefährten an uns vorbei. Thomas taucht kurz in dem eiskalten Fluß unter. Das ist kein Vergleich zu dem See. Dann lassen wir endgültig den Glacier Park hinter uns. Die Berge hören abrupt auf und wir kommen in eine hügelige Voralpenlandschaft. An einer Farm halten wir an. Die hatten wir in Google gefunden und wollen diesmal frisches Obst und Gemüse vom Bauern kaufen. Doch leider ist schon alles ausverkauft. Wir können aber Erdbeeren auf dem Feld selber pflücken. Phantastisch, wie bei uns daheim. Wir lassen uns zwei Platikschalen geben und ziehen los. Die Erdbeeren sind am Anfang sehr ausgesucht, werden dann aber etwas voller. Sie sind klein und super aromatisch. Erdbeeren im Juli, da ist die Natur schon etwas langsamer als bei uns zu Hause. Wir bekommen noch etwas Pflücksalat und Tomaten zu kaufen und fahren mit vollen Erdbeerbäuchen weiter. Am Flathead Lake angekommen, springen wir erst mal ins Wasser. Der See ist wärmer als der im Glacier Park, aber genauso klar. Vor uns liegen einige bewaldete Inselchen und die türkisfarbene Wasserfläche. Ein echter Traum. Doch auch viele Einheimische sind hier am Wochenende und so fahren wir noch etwa 15 km weiter zu einem kleineren See. Der soll nicht so voll sein. Aber leider hat er nur zwei öffentlich zugängliche Stellen. Der Rest des Sees ist in privater Hand inklusive des malerischen Inselchens. Wir hüpfen auch nur kurz ins schöne saubere Wasser und fahren wieder zum Flathead und gehen zu Abend in einem typischen amerikanischen Restaurant essen. Das Essen ist reichlich und wir probieren den Hirsch, welcher heute im Angebot ist und natürlich wieder ein gesmoktes Brisket. Der Wirt ist ein ehemaliger Veteran und war mehrere Jahre in Deutschland stationiert. Er freut sich, dass wir da sind und verwickelt uns gleich in ein nettes Gespräch. Nach einem guten Essen beschließen wir, noch etwas am See entlang zu promenieren. Doch leider heißt die Straße zwar Seepromenade, ist aber keine. Es gibt einen kleinen Park mit Seezugang und eine Straße am See entlang, welche jedoch von Privathäusern gesäumt ist, welche alle einen exklusiven Seezugang haben. Wir fahren zu unseren heutigen Stellplatz eine kleine Forststraße hoch und stehen in einer Parkbucht mit schöner Sicht über den See und die dahinter liegenden Glacier Berge.Meer informatie

  • Glacier National Park

    12 juli 2024, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 28 °C

    Nach einer ruhigen Nacht auf dem voll belegten Campingplatz mitten im dichten Wald geht es los. Zunächst rufen wir am Visitor Center die Eltern und die Kinder an. Für einen Anruf bei meinen Eltern ist es leider schon zu spät. Aber im ganzen Nationalpark gibt es keinen Internetempfang. Das ist wirklich lästig. Danach versuchen wir die ‚Going zu the Sun Road‘ wieder hochzufahren um unsere Highlinewanderung zu machen. Aber wir müssen einen Checkpoint passieren und die Dame erklärt uns, dass unsere Übernachtung am Campingplatz uns nicht für doe „Going to th Sun Road“ berechtigt. Wir benötigen ein extra Permit, welches es für heute nicht gibt. Vielleicht morgen. Ab 15:00 Uhr könnten wir aber frei reinfahren. Das ist zu spät für die Wanderung. So ein Mist. Aber vielleicht ist es ein Zeichen, dass wir uns nach drei Tagen Wanderung in Folge einmal eine Pause verdient haben. Also fahren wir an den McDonald Lake, wandern bis zum Red Rock und von dort noch ein Stück, bis wir ein gemütliches Plätzchen am Seerand mit Blick auf die Schneegipfel gefunden haben. Ich spanne meine Hängematte auf, wir hüpfen ins Wasser und genießen den Tag. Auf dem Rückweg machen wir am roten Felsen noch eine kleinen Schwimmstop. Das Wasser ist herrlich klar, aber leider auch sehr kalt. Heute Abend übernachten wir außerhalb des Parks, an einem kleinen Forstweg an dem wir einen abgelegen kurzen Weg rein finden, der in einer Sackgasse mit Feuerstelle mündet. Das untrügliche Zeichen, dass hier ein freier Stellplatz ist. Wir genießen die warme Abendsonne beim Abendessen, werden aber dann von den Mücken in das Buschen vertrieben.Meer informatie

  • Glacier National Park - Going to the Sun

    11 juli 2024, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 27 °C

    Nach einem gemütlichen Frühstück mit Besuch von zwei Weißwedelhirschen geht es wieder Richtung Logan Pass, diesmal von Westen. Auf halber Höhe halten wir wieder und laufen diesmal zum Granit Peak Chalet. Der Aufstieg ist heute nochmal steiler und die Sonne brennt erbarmungslos. Der größte Teil des Weges liegt unbeschattet, da der Wald hier vor einigen Jahren abgebrannt ist und die neuen Büsche und Bäume erst anfangen zu wachsen. Oben hatten wir uns eine verlassene Steinhütte erwartet, werden aber überrascht, dass das Chalet tatsächlich bewirtschaftet wird und Übernachtungsmöglichkeiten anbietet. Leider nicht viel zu essen. Wir erwerben ein Jerky und essen dies zu unserem mitgebrachten Reiscurry von gestern. Diesmal wollen wir nicht so hungrig sein wie gestern Abend. Wir genießen wieder die herrliche Landschaft und machen uns auf den Rückweg. Unten angekommen, kurz vor der Straße, nimmt Thomas noch ein kurzes Bad in dem Bergbach, den wir hier auf einer Brücke überqueren müssen. Es ist nicht sehr tief, aber man kann sich das kalte Bachwasser über Kopf und Schultern laufen lassen, sehr erfrischend. Wir wollen heute nochmal hoch zum Pass, da es uns gestern so gut gefallen hat. Und tatsächlich sehen wir, dass sie den Highline Wanderweg geöffnet haben. Er war noch bis gestern als nicht passierbar geschlossen. Das ist ja ein Ding, dann können wir ja versuchen ihn morgen zu gehen. Auf dem Chalet waren wir schön auf der Höhe und hätten einfach nur zum Logan Pass queren müssen. Wenn wir das gewußt hätten. Aber wir beschließen, das morgen zu wandern. Wieder essen wir auf dem Runterweg unser Abendessen am Rande der unvergleichlichen Paßstraße und fahren diesmal zum Fish Creek Campground im Westen, der am Rande des McDonald Sees liegt.Meer informatie

  • Glacier National Park - Piegan Pass

    10 juli 2024, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 27 °C

    Heute geht es los auf der Hauptstraße, der sogenannten ‚Going to the Sun Road‘, durch den Glacier Nationalpark. Zunächst fahren wir den kurzen Stich von Many Gaciers zurück auf die Hauptstraße und aus dem Park heraus und bei St. Mary wieder in den Park hinein. Wir befahren die Straße von Ost nach West. Am Visitor Center am Eingang empfiehlt man uns mehrere Wanderungen. Die geplante Highline Strecke ist leider zur Zeit noch wegen der Schneefelder gesperrt. Also laufen wir heute hoch zum Piegan Pass. Auf etwa der halben Höhe der Straße zum Logan Pass parken wir unser Buschen und laufen los. Die Wanderung ist heute steiler und anstrengender als gestern. Erst geht es an einem reißenden Bergbach entlang, dann hoch durch dichten Wald bis an die Baumgrenze. Nachdem wir diese verlassen haben, eröffnet sich ein unglaublicher Blick auf die umliegenden eisbedeckten Berge. Wir wandern über Geröllfelder und Schneefelder bis zur Passhöhe. Hier ist es erheblich kühler als unten und der Wind pfeift heftig. Wir gönnen uns unsere Kekse und das mitgebrachte Wasser und machen uns wieder auf den Rückweg, die Bergblicke und vereisten Berggipfel immer vor Augen. Als wir wieder in den Wald eintauchen, haben wir eine kurze Begegnung mit einem etwa fuchsgroßen Tier, welches uns auf dem kleinen Bergpfad entgegenkommt. Es hat scheinbar keine Angst und so klettern wir auf einen danebenliegenden Felsen, damit dieses Tierchen passieren kann. Das hat es jedoch irgendwie erschreckt und der kleine Kerl kehrt doch wieder um und läuft ins Gebüsch und davon. Was war das für ein Tier. Wir haben einige Photos gemacht, die wir nachfolgenden Wanderern zeigen. Diese meinen das sei ein Vielfraß gewesen, welcher sehr selten sei. Am Buschen zurück fahren wir hoch zum Logan Pass. Die Straße führt weiter hoch direkt ins Eis. Wildes Wasser stürzt die Felswände entlang der Straße herab. Ein Blick ist schöner als der andere. Oben am Pass angekommen zeigen wir die Photos von dem Tier den beiden Rangern im Visitor Center. Die junge Frau meint, dies sei ein Marder und der ältere Ranger ist sich ziemlich sicher, dass dies ein kleiner Braunbär sei. Na gut, das uns da die große Mutter nicht erwischt hat. Wir laufen noch Richtung Schneefelder des Hidden Lakes und machen uns dann aber auf den Runterweg Richtung Westen zum Avalanche Campground. Doch die Straße zieht uns auch runter in ihren Bann und wir halten am Straßenrand an um bei dieser atemberaubenden Aussicht zu Abend zu essen. In unserem Buschen haben wir ja immer alles dabei. Kurz vor dem Dunkelwerden kommen wir am Campingplatz an und schlafen auch schon bald müde ein.Meer informatie

  • Glacier National Park - Iceberg Lake

    9 juli 2024, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 23 °C

    Morgens verlassen wir unser kleines Paradies an dem See mit den Rindern und der Bergkette der Rocky Mountains am Horizont. Wir fahren den kürzeren Weg, den uns Google angegeben hat und der sich als besser erweist als der offizielle Weg mit seinem Waschbrett. Vorbei an kleinen Farmen und winzigen Ortschaften stoppen wir in Browning, um Add Blue zu kaufen und nachzutanken. Wir suchen auch noch einen Propangas-Refill und finden ein Geschäft in dem wir die Flasche auffüllen lassen. Es passt aber nur eine knappe Galone rein. Unser Verbrauch ist wirklich sehr niedrig, seitdem wir nicht mehr heizen müssen. Weiter geht es Richtung Rocky Mountains an den Rand des Glacier-Nationalparks. Für heute Nacht haben wir den Many Glacier Campground im Nordosten buchen können. Von hier führt eine kleine Stichstraße in den Park. An dessen Ende liegt ein See, an dem die große Lodge und der Campground liegt. Da wir heute Abend keinen Tisch vorbestellen können, fahren wir zum Campground, stellen uns auf unseren Stellplatz und wandern los. Wir wollen noch zu dem Iceberg Lake. Die Wanderung ist moderat und so stehen wir nach etwa 2,5 Stunden vor dem türkisfarbenen kleinen See, welcher mit vielen kleinen Eisbergen bedeckt ist und in den ein Gletscherrest von den Bergen hinein ragt. Der See ist in einem Halbkreis von imposanten grauen Steinwänden umgeben. Der Anblick ist schon einzigartig. Umso trauriger ist es, dass dies der letzte Überrest eines gewaltigen Gletschers ist. Man schätzt, dass bereits in fünf Jahren davon nichts mehr zu sehen ist. Das scheint wirklich so zu sein, denn es gibt nur noch weniges ewiges Eis. Wir genießen die Aussicht und machen uns ganz beschwingt von dem märchenhaften See auf den Rückweg. Die Wanderung hat sich wirklich gelohnt. Ein Highlight des Glacier Nationalparks. Nach knapp zwei Stunden sind wir wieder am Campingplatz. Wir duschen und fahren zur Lodge zum Abendessen. Wenn es dunkel wird, wollen wir nicht noch um den See wandern müssen. Wir haben Glück und müssen nur 45 Minuten auf einen Tisch warten. Daher gönnen wir uns noch einen guten Drink als Aperitif auf der Terrasse der Lodge mit Blick auf den See und die eisbedeckten Berge dahinter. Das Abendessen mit demselben Blick ist ganz gut, aber nichts Besonderes. Danach promenieren wir noch am See entlang und beobachten die Sonne, wie sie hinter den Bergen untergeht. Wir fahren zurück zum Campingplatz und fallen müde in unsere Betten.Meer informatie

  • Gates of the Mountains

    7 juli 2024, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 25 °C

    Nach einer ruhigen Nacht frühstücken wir in der Sonne vor unserem Buschen und den Blick auf den Stausee. Da kommen die Besitzer der Wohnwagen an. Warum man morgens zu seinem Wohnwagen kommt ist uns schleierhaft, aber wir fahren nach Helena. Dort gehen wir in die Kathedrale und machen einen schönen, feierlichen und sehr vollen Gottesdienst mit. Danach suchen wir eine Tankstelle zum Ver- und Entsorgen. Alles funktioniert und wir fahren eine halbe Stunde nördlich von Helena an den Missouri um die Bootstour zum Gate of the Mountains mitzumachen, welche wir schon vorgestern für zwei Uhr Nachmittag gebucht hatten. Heute haben wir wirklich Glück mit dem Wetter. Bei strahlendem Sonnenschein setzen wir uns in das Boot. Wir fahren in einen tiefen Canyon durch den der Missouri fließt. Die Bootsführerin erzählt viel und sehr interessant. Sie macht uns auf Adlerhorste aufmerksam und beschreibt die noch immer ursprünglich erhaltene Canyon-Landschaft mit den leidenschaftlichsten Geschichten. So wie es heute aussieht, sah es bereits zu Zeiten von Lewis und Clark aus. Also noch eine Urlandschaft. Der Canyon hat steile Kalkfelsen, welche bizarr geformt sind und auch offene Fensterbögen bilden. Am Ende des Canyons gibt es ein Perspektivwechsel, bei dem die Felswände des Canyons sich wie ein Tor schließen und wieder öffnen. Ein sehr interessanter Effekt. Wir halten noch an einem Picknickplatz und können die Füße in den eiskalten Missouri stecken, dann ist die zweistündige Fahrt auch schon vorbei, welche sich aber sehr gelohnt hat. Wir fahren weiter über die Weiten Montanas Richtung Glacier Park. Die Hügel werden immer trockener und das Gras darauf immer brauner. Auf einmal piepst unsere Add Blue Anzeige. In der Tankstelle des nächstgelegenen größeren Örtchens gibt es kein Add Blue dafür aber eine Eisdiele mit hervorragendem Eis. Wir fahren zu einem kleinen Wasserreservoir am Fuße der Rocky Mointains. Eine mehr als 5 Meilen lange Waschbrettstraße bringt uns fast zur Verzweiflung, aber dann liegt dieser schon merklich geschrumpfte See vor uns und sieht mit den dahinter gelegenen Rocky Mountains einfach umwerfend schön und friedlich aus. Es gibt fünf Stellplätze. Kein Mensch ist da, nur jede Menge Rindviecher, welche am See trinken gehen und überall herumstehen. Wir suchen nach einem halbwegs ebenen Plätzchen und finden sogar noch Feuerholz für unsere Steaks zum Grillen. Was will man mehr. Ein richtig kleines Paradies. Wir genießen den Sonnenuntergang über dem See und den Rockys und wissen, warum wir dieses weite Land so ins Herz geschlossen haben.Meer informatie

  • Helena

    6 juli 2024, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 24 °C

    Heute fahren wir in die Hauptstadt Montanas nach Helena, welche immerhin 32.000 Einwohner hat. Das Kapitol steht schön gepflegt in einer weitläufigen Parkanlage. Wir gehen es besichtigen. Wieder ist alles offen, nur die Begrüßung durch die Security Dame ist bei Weitem nicht so freundlich wie in Cheyenne in Wyoming. Das Kapitol ist wie fast alle anderen eine Nachbildung des Kapitols in Washington, hier mit der Freiheitsstatue von New York auf der Kuppel. Nach der Besichtigung laufen wir zum historischen Haus des Governeurs. Wir warten ein paar Minuten und machen eine einstündige Tour durch das dreistöckige Haus. Sehr hübsch, aber nichts Besonderes. Danach gehen wir in die große Kathedrale von Helena und sehen noch das Foto-Shooting einer Hochzeit mit lauter adipösen Amerikanern. Wirklich erschreckend. Weiter geht es durch die kleine Innenstadt, welche aber immerhin eine Fußgängerzone hat, welche mit einem kleinen durchfließenden Bächlein wirklich schön angelegt ist. Zurück durch das beschauliche Wohnviertel laufen wir wieder zu unserem Buschen am Kapitol. Wir essen noch unsere Zimt-Buns von gestern aus dem Restaurant und fahren raus zum Stausee, wo wir heute Nacht stehen wollen. Da wir an einem Walmart vorbeikommen, stoppen wir und kaufen noch mal ein. Wir bekommen sogar ein Zelt in der Campingabteilung. Das ist gut, denn das brauchen wir, wenn die Kinder kommen. Am super schönen Stausee angekommen ist der Campingplatz voll, den wir angesteuert hatten. Also fahren wir nach hinten Richtung Berge einen Forstweg entlang. Da muß es doch Stellplätze geben. Und tatsächlich am Ende der Straße vor dem Wanderschild stehen bereits zwei Wohnwagen. Wir suchen uns eine halbwegs ebene Stelle und stellen uns dazu. Der Blick über den Stausee und die Berge ist wirklich phantastisch. Die Wohnwagen stehen da, aber kein Mensch ist zu sehen. Auch abends kommt keiner und so gehen wir ins Bett.Meer informatie

  • Golfen in White Sulphur Springs

    5 juli 2024, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 21 °C

    Wir frühstücken bei blauem Himmel und Sonnenschein. So ein Pech mit dem Wetter gestern beim Independence Day. Weiter geht es durch den Schwarzwald Montanas. Die Hügel werden waldiger. Zumeist Tannennadelbäume und tiefe Täler mit reißenden Bergbächen. Wir halten an schroffen steilen Felsen an und laufen den Memorial Trail zu einem kleinen Wasserfall hoch. Dahinter gibt es noch einen zweiten und danach geht es noch weiter. Irgendwann beschließen wir, einfach umzukehren, genug Wald und Bergbach. Aber auf dem Rückweg erwischt uns doch noch ein feuchter Regenschauer. Die Temperaturen sind auch gleich mal auf 13 Grad abgesunken. Wir fahren aus der waldigen Landschaft raus und kommen über begrünte Hügel nach White Sulfur City. Der Ort hat fast 300 Einwohner und bietet unter anderem einen Golfplatz. Das wollten wir die ganze Zeit schon mal machen und so beschließen wir, in diesem wunderschönen Bergpanorama eine Runde zu golfen. Thomas hat schon mal gespielt und kennt die Regeln und die Schlägertypen. Ich habe das Golfen bisher ein einziges Mal in Neuseeland ausprobiert und erinnere mich an ein mittleres Desaster mit viel umgepflügtem Rasen. Doch heute scheint die Sonne und Thomas hat alles gut erklärt und so klappt es tatsächlich. Schläger Nr. 1 für den Abschlag und danach Schläger Nummer 9, passt bei mir. Wir brauchen zwar beide unglaublich viel Schläge für jede Bahn. Donald und Joe wären bestimmt besser und auch 50 Meter Schläge schaffen wir nicht. Aber es ist der Beginn einer Hobbygolfer-Karriere. Uns macht es wirklich Spaß, obwohl uns zwischendurch immer wieder kurze Schauer erwischen. Am Ende haben wir stolz den 9 Loch-Parcours geschafft, also einen Halb-Parcours. Aber es hat echt Spaß gemacht. Danach genehmigen wir uns noch ein ordentliches Brisket in dem Restaurant des Ortes und fahren an einen schönen See um dort stehen zu bleiben und den Abend zu genießen.Meer informatie

  • Independence Day in Lewistown

    4 juli 2024, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 18 °C

    Kein Bauer hat uns fortgejagt und so fahren wir ohne Frühstück von unserem schönen Stellplatz nach Lewistown. Im Ort müssen wir nur nach dem Pancake-Frühstück der Stadt suchen. In dem Park wo es angekündigt war, findet es nicht statt. Wir fahren um den Park rum und dann durch die Hauptstraße des Städtchens. Die Hauptstraße ist mit unzähligen Flaggen für den Unabhängigkeitstag geschmückt. Und auch das Schild was das Pancake-Frühstück zeigt, finden wir. In einer großen Festhalle wird dies abgehalten. Wir zahlen vorne jeder 10 Dollar und können uns bedienen. Es gibt Pancakes, Würstchen, Rührei und Sirup und Butter. Dazu einen dünnen amerikanischen Kaffee. Wir setzen uns neben ältere Leute, kommen allerdings nicht ins Gespräch, da die Bauer hier in Montana schon abweisender sind. Das Frühstück ist kein Hochgenuß, macht aber satt. Wir haben jetzt noch etwas Zeit bis zur Parade und kehren in ein Café ein um einen ordentlichen Kaffee zu trinken. Dabei können wir auch nochmal nach Hause telefonieren. Das Wetter ist kühl und regnerisch. Schlecht für die Parade. Thomas holt sich noch eine dickere Jacke und dann gehen wir die Hauptstraße hoch, bis zum Beginn der Parade. Wir reihen uns in die Zuschauer ein und los geht es. Unter Parade verstehen die Amerikaner alle Fahrzeuge des Ortes, welche nacheinander durch die Stadt fahren und die Fahnen schwenken. Vom Feuerwehrfahrzeug angefangen über die Ambulanz, bis hin zu den einzelnen Geschäftsautos und Oldtimern von Privatleuten. Aber auch Gruppen wie das Theater, Schulen oder Bauernverbände ziehen in selbstgebauten Wagen vorbei und werfen Süßigkeiten für Kinder, wie bei uns am Fastnachtsumzug. Das Wetter hat ein Einsehen und klart auf. Die Stimmung ist fröhlich, aber Musik gibt es auf dieser Parade nicht, außer die Blaskapelle zu Beginn und der Sängerin von der Theatergruppe, welche die Nationalhymne und das Lied von Montana trällert. Wir können die ganze Hauptstraße runter schauen und so laufen wir am Ende des Zuges nochmal hinterher. Die Menge verläuft sich, aber im Park soll ja noch Programm geboten werden. Wir laufen dorthin. Viele Menschen sitzen im Park und auf Picknickbänken und essen mitgebrachtes. Am örtlichen Museum gibt es kostenloses Eis. Wir besuchen kurz das Museum und essen ein Eis. Dann schauen wir uns einige ausgestellte Oldtimer an und kommen mit den Leuten ins Gespräch. Sie meinen, es werde heute keine Livemusik und das sonstige Kuchenprogramm stattfinden, da das Wetter heute regnerisch angesagt ist. Nach einem netten Gespräch fahren sie mit ihren Oldtimern schnell nach Hause um den Regen zu entgehen. Uns erwischt er noch auf dem Weg zurück zum Buschen. Wir kehren in eine Brauerei ein, wo es vorhin so gut geduftet hat, müssen aber feststellen, dass diese ab zwei geschlossen hat. Wir können gerade noch ein lokal gebrautes Bier bestellen und setzen uns draußen auf die überdachte Terrasse. Da wird es aber auch mit dem kühlen Bierchen schnell zu kühl. Wir beschließen etwas durch den Park in den Norden der Stadt zu laufen. Doch der Regen treibt uns wieder ins Buschen. Nach dem Schauer laufen wir los und landen im Viehauktionsbereich der Stadt. Hier wird dreimal in der Woche Vieh verkauft. Riesige Gatter und Zäune, in denen normalerweise die Rindviecher verkauft werden. Heute sind nur ein paar vereinzelte Rinder auf der Koppel, welche aus festem Lehmboden besteht und nichts zum Fressen bietet. Daneben gibt es einen fahrenden Wagen, welcher Feuerwerkskörper zum Kauf anbietet, wie bei uns an Silvester. Vor einer Bar steht der nächste Wagen. Wir gehen in die Bar und bestellen ein Bier. Es ist heiß und stickig und die Leute haben alle schon ordentlich gebechert. Wir gehen raus, werden aber vom Regen wieder reingetrieben. Dort verwickelt uns ein Rinderfarmer in ein Gespräch. Er ist schon ordentlich angetrunken und zeigt uns Fotos von einem selbst erlegten Puma, welcher angeblich sein Vieh fressen wollte. Seine Frau zieht ihn dann aus der Bar und wir verlassen diese auch. Zurück am Buschen, laufen wir nochmal durch die Hauptstraße des Ortes um ein Restaurant zum Essen zu finden. Aber die Stadt ist ausgestorben. Nicht ein einziges Restaurant hat auf und kein Mensch ist unterwegs. So also wird der Unabhängigkeitstag in einer Kleinstadt in Montana gefeiert. Wir fahren auf dem am Ortsrand gelegenen Campingplatz und machen uns unser eigenes Essen. Der Platz liegt etwas oberhalb des Ortes und so können wir abends noch schön das Feuerwerk über der Stadt betrachten. Das ist wirklich sehr ordentlich und auch viele Private knallen wie wild. Das ist wie in den besten Tagen Silvester bei uns daheim.Meer informatie

  • Durch die Prärie in Montana

    3 juli 2024, Verenigde Staten ⋅ ☀️ 21 °C

    Wir fahren am nächsten Morgen noch über die Grenze nach North Dakota, nachdem wir die interessante Stahlkonstruktion der Eisenbahnbrücke bewundert haben. Am Zusammenfluß des Missouri mit dem Yellowstone River ist eine Touristeninformation. Hier haben wir Internet und versuchen herauszufinden, wo morgen am Independence Day etwas los ist. Thomas möchte diesen Tag zusammen mit Amerikanern feiern und nicht draußen alleine in der Wildnis sein. Nur hier sind wir in der Wildnis. Die weit verstreuten Ortschaften im Osten von Montana bringen es meist nichtmals auf 100 Einwohner. Das Mädchen an der Info kommt aus dem angrenzenden Dorf in North Dakota. Hier würde der Nationalfeiertag mit einem Autorennen und Picknick im Park gefeiert, erzählt sie uns mit leuchtenden Augen. Wir googeln weiter und finden eine Stadt mit Namen Lewistown, welche auf unserem Weg Richtung Glacier Park liegt und ein Programm für den Unabhängigkeitstag bietet. Erst Pancake-Frühstück, dann Parade, danach Livemusik im Park und Abends Feuerwerk. Klingt gut, also machen wir uns dahin auf. Auch der Osten von Montana ist genauso wie der Westen von North Dakota weites hügeliges grünes Land, mit einigen kleinen Ortschaften und Farmen dazwischen. Ansonsten nur Weideland, Rinder und ein endloser Himmel. Doch leider ziehen an diesem Himmel immer wieder Gewitter auf. Es wird so richtig Dunkel und dann pladdert es los. Wir kommen gerade an dem winzigen Ort Richy vorbei, halten vor dem Saloon und springen über den Wasserfluß, der sich am Bordsteinrand gebildet hat, in die Kneipe. Wir wollten eigentlich einen Hamburger essen, aber hier riecht es nicht nach Essen und es sitzen ein paar Leute an der Bar und trinken. Wir gesellen uns also dazu und bestellen ein Bierchen um den Regen abzuwarten. Wir kommen schnell mit der Barkeeperin ins Gespräch und auch mit dem Mann links neben uns. Er stammt aus einer Farm in der Nähe und war sogar schon mal in Grand Teton, aber beruflich. Weiter ist er noch nicht rausgekommen, erzählt aber von seiner Großmutter, welche aus Deutschland kam und so gutes Essen gekocht hat. Wir erzählen vom dicht besiedelten Deutschland, woraufhin er fragt ob es bei uns dann alle 10 bis 15 Meilen einen Ort gäbe. Wir müssen innerlich lachen – wenn das für den Mann dicht besiedelt ist, kann er sich Deutschland auch nicht ansatzweise vorstellen. Der Regen hat aufgehört und wir fahren weiter durch die riesige Weite und wirklich absolut nichts. Nach etwa 50 Meilen kommt der nächste Ort. Wir halten an und tatsächlich gibt es diesmal im Saloon auch einen Hamburger zu essen. Natürlich nehmen wir die Gelegenheit wahr und fahren nun nicht mehr hungrig weiter Richtung Lewistown. Etwa eine halbe Stunde davon entfernt meint Thomas, wir können uns auch einen Schlafplatz suchen und morgen dann eine halbe Stunde bis Lewistown fahren. Die nächste öffentliche Straße fahren wir rein, einen Hügel hoch durch ein paar lichte Bäume und finden ober vor einem Viehgatter einen schönen waagrechten Platz auf den wir uns für die Nacht hinstellen. Die Sicht ist einmalig über die weiten Hügel von Montana und der Abend verabschiedet sich mit einem herrlichen Sonnenuntergang darüber.Meer informatie

  • Zum Missouri und nach Montana

    2 juli 2024, Verenigde Staten ⋅ 🌬 22 °C

    Wir fahren im Roosevelt Nationalpark los zunächst zum nächst größeren Ort um etwas einzukaufen. Am Eingang von Watford City versuchen wir es mit dem Family Dollar, der jedoch keinerlei frische Lebensmittel hat. Dann suchen wir uns die örtliche Grocery, decken uns ein und gehen in die Library. Thomas lädt unsere Fotos hoch in den Blog und ich nehme die Gelegenheit wahr, etwas zu telefonieren. Wir fahren gerade aus dem Ort raus, als uns die Kinder anrufen. Wir halten an, solange wir noch Empfang haben. Wir planen ihre Tage hier in den USA und sie buchen die Flüge. Das freut uns sehr. Philipp kommt in drei Wochen nach Bozeman und wir fahren mit ihm nach San Francisco. Dort wird Rebekka zu uns stoßen, wir verbringen noch ein paar Familientage und bringen Philipp wieder zurück. Rebekka kommt dann mit uns zusammen bis nach Phoenix, von wo wir alle zusammen nach Deutschland zurückfliegen. Das freut uns sehr. Wir fahren weiter durch die weiten grünen Hügel von North Dakota. Alles ist hier saftig grün. Der Blick ist weit und der Himmel auch. Hin und wieder regnet es. Wir fahren kurz über die Grenze nach Montana und übernachten direkt am Missouri an einem kleinen Picknickplatz. Super idyllisch. Aber wenn wir rausgehen, werden wir von einem Heer von Mücken angefallen. Also genießen wir den Sonnenuntergang über den Missouri von innen.Meer informatie

  • Roosevelt NP im Regen

    1 juli 2024, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 19 °C

    Wir wachen vom strahlenden Sonnenschein auf und beschließen, heute einen gemütlichen Tag an diesem schönen Campingplatz zu verbringen. Die Fluß-Pelikane sind auch schon da und so frühstücken wir gemütlich, machen etwas Frühsport, was auf unserer Reise doch etwas zu kurz kommt und lesen. Dann wollen wir noch einen Spaziergang machen. Die Wolken ziehen schon dunkel heran. Wir nehmen vorsichtshalber die Schirme mit und gehen los. Doch schon nach etwa 1,5 km beginnt es zu regnen. Wir gehen zurück und verbringen den Nachmittag chillend im Buschen. So naß hatten wir uns das nicht vorgestellt. Trotzdem ist es mal ganz angenehm, nichts zu tun und der Tag verabschiedet sich noch mit einem wolkenlosen und strahlendem Sonnenuntergang über den Missouri.Meer informatie

  • Roosevelt NP Nordseite

    30 juni 2024, Verenigde Staten ⋅ 🌬 25 °C

    Nach einer ruhigen Nacht auf dem Parkplatz und einem gemütlichen Frühstück mit Blick über die North Dakota Badlands, fahren wir weiter nach Norden zum nördlichen Teil des Roosevelt Parks. Wir stoppen in Belfield und besuchen einen lutherischen Gottesdienst. Die Pfarrerin ist eine Frau, welche eine schöne Predigt hält. Sie lädt zum Erstkommunions-Unterricht ein und hält die Messe nach dem katholischen Ritus. Das ist interessant. Das nenne ich mal Ökumene. Danach gibt es leider kein Come-Together, ein älterer Mann hält uns noch im Buschen kurz vor dem wegfahren auf und verwickelt uns in ein nettes Gespräch. Danach fahren wir etwa zwei Stunden bis zum nördlichen Teil des Nationalparks. Der Campingplatz hätte noch viel frei, versichert uns die nette Rangerin und so fahren wir gleich mal hin. Wir können uns einen schönen Stellplatz direkt am Missouri sichern. Danach machen wir den Scenic Drive mit den Aussichtspunkten und einer kleinen Wanderung. Der Teil des Parks ist weniger besucht und nicht so touristisch. Zurück am Campingplatz machen wir ein kleines Feuer aus gesammelten Tannenzapfen auf denen wir unser Steak grillen. Das war sehr gut und hat zum Schluß sogar noch für gegrillte Marshmallows gereicht. Da hören wir Stimmen vom Fluß und tatsächlich badet da eine amerikanische Familie. Da hält es Thomas auch nicht mehr und er springt in den schlammigen Missouri, der ihn gerade bis zum Bauch geht. Danach noch ein Sonnenuntergangsbierchen und der Tag ist perfekt.Meer informatie

  • Roosevelt NP South und Medora Musical

    29 juni 2024, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 18 °C

    Nach einer ruhigen Nacht auf dem Wanderparkplatz und einem Frühstück im Buschen, da es draußen ziemlich kühl ist, geht es heute in den Roosevelt Nationalpark Süd. Wir fahren die 14 Meilen lange Aussichtsstraße ab, von der leider wegen Straßenbauarbeiten die letzten 5 Meilen gesperrt sind. Wie immer gibt es schöne Aussichtspunkte. Wir sehen Präriehunde und Büffel. Beim Abendessen mit den Präriehunden buchen wir zwei Tickets für das Musical Open Air in Medora. Wir hatten so lange gewartet, weil wir nicht wußten wie sich das unbeständige Wetter entwickelt. Aber der Abend wird schön sonnig und so fahren wir in das Open Air Gelände des Musicals. Es liegt einzigartig mitten in der hügeligen Landschaft dieser Badlands. Die Besuchertribüne ist an einen Hügel gebaut. Man hat eine tolle Aussicht auf die Bühne und die dahinterliegenden Hügel, welche von der untergehenden Sonne angestrahlt werden. Da Musical beginnt, die Handlung ist in drei Worten zusammen zu fassen. Theodor Roosevelt besucht Medora, ist erstaunt über die tolle Entwicklung der Stadt, gibt einige richtungsweisende amerikanische Weisheiten an das Publikum mit und verlässt mit großem Pomp wieder die Stadt. Die Musik ist aus allen Bereichen zusammengeschnitten. Country Music, neuste Pophits und amerikanische Evergreeens. Das Publikum ist begeistert, Amerika wird gepriesen und North Dakota wird in den Himmel gehoben. Trotzdem ist es ein schönes wirklich amerikanisches Erlebnis. Wir besuchen noch den Giftshop und erwerben zwei schöne Hoodies mit North Dakota Print und übernachten zusammen mit einem anderen Wohnmobil auf dem riesigen Parkplatz des Musicals.Meer informatie

  • Roosevelt NP - Painted Canyon

    28 juni 2024, Verenigde Staten ⋅ 🌬 20 °C

    Wir hatten wieder eine angenehm ruhige Nacht und fahren nun über die weite hügelige und grüne Prärie nach North Dakota Richtung Roosevelt Nationalpark. Unser erster Stopp nach mehrstündiger Fahrt ist der Painted Canyon, welcher schon zum Nationalpark gehört. Wir steigen aus. Es ist windig und kühl und der Himmel zieht sich wieder dunkel zusammen. Dennoch laufen wir die Meile runter in den Canyon. Wir sehen einen Büffel, der sich schnell verkrümelt und einen weiter unten auf der Wiese. Wir machen Fotos und da beginnt es zu regnen. Auf dem Weg nach oben kommen wir ganz nahe an einem Büffel vorbei. So zu Fuß sind die Tiere noch eindrucksvoller, wir warnen einen Vater mit drei Söhnen vor dem Büffel. Aber sie gehen offensichtlich zu nahe ran und werden richtiggehend von ihm gejagt, wir sehen das aus sicherer Entfernung von oben. Das sind wilde Tiere, da sollte man schon vorsichtig sein. Wir fahren weiter nach Medora. Die Stadt ist total touristisch. Wir steigen aus, hören ein kleines Country Konzert am Marktplatz und schlendern an den Restaurants und Shops vorbei, bis wir zu unserem geplanten Campingplatz rausfahren. Doch wir finden einen Wanderparkplatz mit wunderschöner Aussicht sehr viel einladender und bleiben da.Meer informatie

  • Devils Tower und die Presidential Debate

    27 juni 2024, Verenigde Staten ⋅ ☀️ 33 °C

    Wir haben eine schöne Nacht und erwachen morgen mit einem wunderschönen Blick über die Black Hills. Wir stellen unser Tischchen raus und frühstücken im warmen Sonnenschein. Dann wandern wir zum Roosevelt Tower. Ein kleiner Steinturm wie der Kellerskopf. Wir steigen hoch und haben eine schöne Aussicht über die Black Hills. Weiter geht es Richtung Devil‘s Tower. Nach knapp zwei Stunden Fahrt sind wir angekommen. Der Devil‘s Tower ist ein erloschener Vulkan, von dem nur noch die senkrechten Wände des Schlots stehengeblieben sind. Dieser erhebt sich weit sichtbar über eine hügelige Landschaft. Die Felswände sind senkrecht und mit senkrechten tiefen Furchen gemasert. Das ist schon einzigartig. Wir lassen unser Buschen am Fuße des Towers stehen und wandern zunächst die kleine Runde immer nahe am Fuß entlang. Wir haben wunderschöne Aussichtspunkte. Man sieht an einigen Stellen noch Leitern, welche Menschen zur Besteigung genutzt haben. Heute ist der Tower ein Klettereldorado. Doch gerade im Moment brüten die Greifvögel und das Gebiet ist für Kletterer gesperrt. In gut 1,5 Stunden ist der Devil‘s Tower umrundet und Thomas hat noch Lust die etwas weitere Runde, welche etwas entfernter um ihn herumgeht, zu machen. Von dort hat man noch Aussichten, welche man so nahe am Fuß nicht hat. Wir laufen also los. Es ist drückend heiß und weit über dreißig Grad. Der Weg bietet so gut wie keinen Schatten und so wird diese Wanderung echt anstrengend. Trotz der herrlichen Blicke auf und um den Tower, sind wir froh, wieder zurück am Devil’s Tower und am Buschen anzukommen. Wir fahren zur Picnic Area und Thomas überholt noch einen Ranger, welcher langsam im Caddy vor uns herzockelt. Das gibt dann einen Mega-Anschiss, nicht etwa wegen der Geschwindigkeit, wie ich gedacht hatte, sondern wegen der durchgezogenen Linie, welche Thomas überfahren hat. Wir essen und gönnen uns eine Dusche. Dann setzen wir uns entspannt auf unsere Stühle in den Schatten der Bäume mit Blick auf den Devil’s Tower. Das hält aber nicht lange, da kommen stürmische Böen an und kündigen ein starkes Gewitter an. Wir packen schnell zusammen und fahren aus den Park raus. Eine Tanne hat der Sturm schon umgeknickt und sie liegt quer auf der Straße, Wir kommen noch so knapp vorbei und fahren durch das stürmische Gewitter bis Hulett. Dort habe ich eine Rodeo Kneipe im Google gefunden, in welcher wir hoffen, das Fernsehduell zwischen Biden und Trump life ansehen zu können. Die Bar ist urig, es sitzen etwa 10 alte Cowboys um die Bar, sowie zwei jüngere Frauen. Wir setzen uns dazu und ordern von der freundlichen Bardame zwei eiskalte Biere. So, da wären wir nun und auf den beiden Mattscheiben läuft Rodeo ohne Ton. Thomas meint, das klappt ja super, aber eine Debatte ohne Ton geht wohl nicht. Wir warten ab. Es gibt kein Anzeichen, dass die Debatte dort läuft. Es ist sieben Uhr und noch immer Rodeo. Dan ganz plötzlich, etwa fünf Minuten später, wechselt die Bardame auf CNN und die Debatte geht los, mit Ton. Alle hören zu und machen sich erstaunlicher Weise über beide Kandidaten lustig. Wir dachten in diesem Kaff in Wyoming seien alle stramm republikanisch. Dem ist aber nicht so. Sie halten die beiden Präsidentenkandidaten für Witzfiguren. Nach der ersten Hälfte kommen wir mit der jungen Frau neben uns ins Gespräch. Sie ist sehr offen und meint, dass sei alles nur Show. In Wahrheit würde Amerika von den Großkonzernen und der Finanzindustrie beherrscht. Über das wirklich interessante Gespräch verpassen wir den zweien Teil der Debatte. Das ist aber nicht so schlimm, da passiert inhaltlich sowieso nichts. Das Stimmungsbild im Saloon war da schon viel interessanter. Armes Amerika, und die Auswirkungen auf den Rest der Welt gehen bei den Amerikanern selber völlig unter. Wir verlassen den Saloon und fahren noch ein paar Kilometer weiter um auf einem ruhigen Platz im Wald zu nächtigen.Meer informatie

  • Deadwood City

    26 juni 2024, Verenigde Staten ⋅ ☀️ 25 °C

    Nach einer ruhigen Nacht und einem schönen Frühstück mit Blick, fahren wir heute nach Rapid City um einen Haushaltstag einzulegen. Unsere Wäschekiste ist voll und wir müssen einen Waschsalon zum Waschen aufsuchen und auch unser Kühlschrank ist leer. Wir steuern also einen Laundromaten an, befüllen zwei Waschmaschinen und Thomas bleibt mit seinem Laptop dabei sitzen. Ich gehe zwischenzeitig daneben im Supermarkt einkaufen. Diesmal kein Walmart, dafür aber echt super teuer und auch nicht besser. Als ich fertig bin, ist Thomas beim Trockner. Die Wäscherei ist etwas knickrig und es gib noch nicht mal eine Steckdose, um den Laptop aufzuladen. Aber zum Schluß ist alles sauber und der Kühlschrank wieder gut befüllt und so geht es weiter. Wir suchen einen Metzger der laut Google Büffelfleisch anbietet, aber an dieser Stelle ist nichts – ein Passant meint, es seien schon öfters Leute wegen des Büffelfleischs hier gewesen, aber da sei Google falsch. Dafür suchen wir eine normale Metzgerei auf und erwerben gute Hamburger Pattys und zwei gute Steaks. Wir fahren noch zur Stadt der Outlaws, welche in vielen Western die Kulisse stellte, nach Deadwood. Am Visitor Center finden wir einen guten Parkplatz und bereiten uns unsere Hamburger zu. Sind echt spitze, besser als aus dem Restaurant. Danach geht es in die Stadt. Schüsse empfangen uns und tatsächlich wird mitten auf der Hauptstraße eine Schießerei aus den alten Westernzeiten nachgestellt. Wir fotografieren die Revolverhelden und landen im legendären Saloon #10. Dort spielte der legendäre Outlaw-Sheriff Wild Bill Hickok und wurde am Spieltisch von hinten erschossen. Wir bestellen 2 Bier und freuen uns über die nun ruhigeren Zeiten. Am Dorfplatz gibt es noch ein Open-Air-Konzert mit einer drittklassigen Band und einem Sänger, der lieber eine Frau wäre. Wir halten es nicht lange aus, gehen zurück und schauen noch mal beim Saloon #10 auf ein Bier rein. Danach fahren wir in den angrenzenden Forest und finden noch kurz vor Beginn der Dunkelheit ein schönes Plätzchen oben auf einer Bergkuppe mit schöner Aussicht.Meer informatie