Venabygd
12. august, Norge ⋅ ☁️ 11 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 46
12/08/2026
Rondane Nationalpark,
Norwegen
Trappel trappel düdelüt dadelat dodelot trilleri trillera hechel hechel graben graben puuh puuh puuh trappel trappel mäh mäh mäh mampf mampf schnarch schnarch.
Was würden uns die Schafe im Nationalpark Rondane erzählen.
Dass der Schlafplatz ein anderer ist als der, an dem sie sich den Tag über wohlfühlen.
Die meisten Autofahrer rucksichtsvoll sind, sie aber immer mal Angst haben.
Dass sie die Menschen kennen, die in den Bergen leben.
Und manchmal auch Kühe hier weiden und die leckersten Pflänzlein mit großen Fladen belegen.
Dass die Nächte auch im Sommer kalt sein können, und die Tage im Winter nicht so viel Licht mit sich tragen.
Und wen interessiert, was sie denken. Und ob sie uns in Erinnerung behalten.
Trappel trappel mäh mäh mampf mampf schnarch schnarch.
"Der Rondane - Nationalpark ist der älteste Nationalpark Norwegens. In ihm gibt es zehn Berggipfel, die höher als 2.000 m sind. Der höchste Berggipfel des Nationalparks ist Rondslottet mit 2.178 m. Der Nationalpark ist ein wichtiger Lebensraum für Herden wilder Rentiere. Er liegt in der Nähe der Stadt Otta und wurde am 21. Dezember 1962 gegründet und 2003 um 383 km² auf eine Fläche von 963 km² erweitert." (Wikipedia)
Die Straße Nummer 27 von Ringebu nach Enden verläuft am Rande des Parks, wo keine Rentiere im Sommer durchziehen. Hier sind wir unterwegs.
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SCANDINAVIA TOUR
Day 46
August 12, 2026
Rondane National Park,
Norway
Pitter-patter, toot-toot, trill-trill, pant-pant, dig-dig, huff-puff, pitter-patter, baa-baa, munch-munch, snore-snore.
What would the sheep in Rondane National Park tell us?
That their sleeping spot is different from the place where they feel comfortable during the day.
That most drivers are considerate, though they do get scared now and then.
That they know the people who live in the mountains.
And that cows sometimes graze here too, covering the tastiest little plants with big cowpats.
That nights can be cold even in summer, and winter days don't bring much light.
And who cares what they think? Or whether they’ll remember us?
Pitter-patter, baa-baa, munch-munch, snore-snore.
"Rondane National Park is Norway's oldest national park. It contains ten mountain peaks exceeding 2,000 meters in height. The park's highest peak is Rondslottet, at 2,178 meters. The national park is a vital habitat for herds of wild reindeer. Located near the town of Otta, it was established on December 21, 1962, and expanded by 383 km² in 2003, reaching a total area of 963 km²." (Wikipedia)
Road 27, running from Ringebu to Enden, skirts the edge of the park—an area where reindeer do not migrate during the summer. This is the route we are taking.Les mer
Sörsjön
13. august, Sverige ⋅ ☁️ 18 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 47
13/08/2026
Sörsjön, Schweden
Tüdelidüh tüdelidah piep piep flatter flatter.
Stille.
Nur das Motorengeräusch und der schwingende Bus auf einer unebenen Straße. Bis auf den "Schnellweg" Nummer drei, der uns zwanzig dreißig Kilometer quält, sind wir im norwegischen Hinterland unterwegs.
Eine Straße und eine Bahnlinie. Als der Zug vorbeirauscht, kann ich den Lärm erst gar nicht zuordnen.
Rechts und links Häuser, manche Menschen wohnen im Tal beim Fluss hinter der Bahnlinie. Ihre Mülltonnen stehen an der Straße. Heute ist die Müllabfuhr unterwegs.
An der Kirche von Evenstad steht ein Camper. Stühle rausgestellt. Zur anderen Seite hin der Friedhof. Probesitzen.
Der gelbe Bahnhof von Stai bringt mir einen Ohrwurm zurück. Jackson Browne's "Stay a little longer..."
https://youtu.be/scsJZ67ssDY?is=t-cmUXCK8aE07luO
Treibt mir die Tränen in die Augen. Wie lang das schon her ist. Grade Tee getrunken, die Beutelchen sind Geschichte, jetzt gibt es den Bergland Nonnengruss aus einem Hofladen, wo ich vor Jahren mal übernachtet habe. So kommt Edmund's Outdoorkanne auch mal wieder in Benutzung.
Kurz vor der schwedischen Grenze ein rotes Haus an einem Fluss. Dann kommt das Hundsfjällat, das Winterreservat touristischer Aktivitäten, der Skibus fährt aktuell nicht. Das schließt aber nicht aus, dass hier auch im Sommer viel los ist.
Sälen. Der südliche Beginn der 311, gepriesen als Vildmarksvägen. Ich versuche, auf dem Parkplatz vom Vasalauf zu übernachten, aber hier ist Kirmes an diesem Wochenende ohne Fahrgeschäfte, aber mit viel Bauchbelastung.
Kurz hinter dem Ort, wo ich tanke, beginnt der Wald. In Sörsjön ein netter Stellplatz für zehn Euro inklusive Trinkwasser, ich beuge mich der Uhrzeit und Hilde's Bedürfnissen. Ein freundliches, dänisches Ehepaar, mit dem ich ins Gespräch komme.
Und die Mücken sind auch wieder da. Bisschen kleiner, trotzdem nervig.
Am Morgen geht die Sonne früh auf. Wir schlafen noch ein bisschen, ich habe mir gestern an einer aufgeplatzten Niete an meiner Hose den Daumen aufgeschlitzt. Bin gerade nicht gut auf die Welt zu sprechen.
Viel Verkehr am Morgen, ziemlich deutschlastig die Gegend. Onkel Tom's Hütten und Bosse's Huskyfarm. Kurz danach biegt ein Schotterweg zum Nationalpark ab, wo der höchste Wasserfall Schwedens ist und der älteste Baum Europas.
Als das Wasser heiß ist, mache ich Frühstück. Hilde ist schon satt. Die Sonne kommt raus.
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SCANDINAVIA TOUR
Day 47
13/08/2026
Sörsjön, Sweden
Tra-la-la, tweet-tweet, flutter-flutter.
Silence.
Just the sound of the engine and the swaying of the bus on an uneven road. Except for "Expressway" Number Three—which torments us for twenty or thirty kilometers—we are traveling through the Norwegian backcountry.
A road and a railway line. When the train rushes past, I can't even place the noise at first.
Houses on the right and left; some people live in the valley by the river, beyond the railway tracks. Their trash cans are lined up by the road. It’s trash collection day.
There’s a camper parked by the church in Evenstad. Chairs set out. The cemetery is on the other side. Trying out the seats.
The yellow train station at Stai brings back an earworm: Jackson Browne's "Stay a little longer..."
https://youtu.be/scsJZ67ssDY?is=t-cmUXCK8aE07luO
It brings tears to my eyes. It’s been so long. I just finished a cup of tea—the little bags are history; now I’m having "Bergland Nonnengruss" herbal tea from a farm shop where I spent the night years ago. It’s a chance to put Edmund’s outdoor teapot to use again, too.
Just before the Swedish border, there’s a red house by a river. Then comes Hundsfjällat—a winter hub for tourist activities; the ski bus isn't running right now. That doesn't mean it isn't busy here in the summer, though.
Sälen. The southern start of Route 311, hailed as the *Vildmarksvägen* (Wilderness Road). I try to spend the night in the Vasaloppet parking lot, but there’s a fair on this weekend—no rides, but plenty of heavy eating.
The forest begins just past the town where I fill up the tank. In Sörsjön, there’s a nice parking spot for ten euros, including drinking water; I defer to the time of day and Hilde’s needs. I strike up a conversation with a friendly Danish couple.
And the mosquitoes are back, too. A bit smaller, but annoying nonetheless.
The sun rises early in the morning. We sleep in a little; I’d sliced my thumb open yesterday on a loose rivet on my trousers. I’m not exactly in the best mood right now.
Heavy traffic in the morning; the area has a distinctly German feel—"Uncle Tom’s Cabins" and "Bosse’s Husky Farm." Shortly after, a gravel road turns off toward the national park, home to Sweden’s highest waterfall and Europe’s oldest tree.
Once the water is hot, I make breakfast. Hilde has already had her fill. The sun comes out.Les mer
Tänndalens Badplats
14. august, Sverige ⋅ ☁️ 18 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 48
14/08/2026
Tänndalens Badplats, Schweden
Ich bin sehr neugierig, was für Geräusche Rentiere machen, außer mampf mampf. Also mal nachgefragt.
https://youtu.be/5G8CDeJHXJY?feature=shared
Aus dem Bus heraus sind sie stumm, begeistern mich aber immer wieder mit ihrer Art der Bewegung, des Abwartens und des Abgangs, der aber nur selten einer Flucht gleichkommt.
Ihre Brunftrufe sind sehr viel emotionaler, aber unterschiedlich in den Tonlagen, so hoch dass es völlig überrascht.
https://youtube.com/shorts/bMDJlJdT8zI?is=QB-Dt…
Ich liebe es, die Tiere anzuschauen, wir sind gerade in ihrer Heimat unterwegs, und haben dadurch viele Begegnungen.
Die 311 wird vielleicht dreißig Kilometer nördlich von Särna wirklich interessant, einsam und abwechslungsreich.
Es gibt Orte, die ich wiedererkenne, eine Vielzahl von interessanten Schlafplätzen am Fluss.
Mir fehlt die Begeisterung für einsame Schlafplätze, zu zweit würde mir das schon gefallen. Das mag den ein oder anderen verwundern, der glaubt, ich sei der einsame Wolf.
Aber machen wir uns nichts vor, die Nacht ist ganz anders als der Tag. Wer sich da gerne mal näher mit beschäftigen will, dem empfehle ich das Buch von Alvah Simon "Nördlich der Nacht", das nur noch im Antiquariat zu kaufen ist.
Es geht mir nicht nur um die Angst vor realen Gefahren, sondern um längst vergangene Erlebnisse, die nachts aufzutauchen belieben. Tatsächlich habe ich zu meiner Kindheit nahezu keinen Bezug, lediglich kurze Sequenzen aus den ersten zehn Lebensjahren sind noch vorhanden.
Jetzt unterwegs und mit zunehmendem Alter wird das immer deutlicher.
Am Ende stehen wir an der Straße zwischen zwei Campern. In der Nacht regnet es sehr heftig, wovon ich nichts mitbekommen habe. Auch das ist sehr merkwürdig.
Früh überqueren wir die norwegische Grenze im Sonnenschein und finden nach fünfzig Kilometern einen schönen Platz am Aursunden, einem riesigen See zwischen Brekken und Glåmos.
In Sakrisvolden, nördlich des Sees, ist der einzige Ort in Skandinavien, wo die Aster Sibiricus wächst.
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SCANDINAVIA TOUR
Day 48
14/08/2026
Tänndalens Badplats, Sweden
I’m really curious about what kind of sounds reindeer make—aside from the sound of munching. So, I decided to find out.
https://youtu.be/5G8CDeJHXJY?feature=shared
From inside the bus, they seem silent, yet they constantly fascinate me with the way they move, wait, and eventually leave—though their departure rarely amounts to a panicked flight.
Their rutting calls are far more emotional and vary greatly in pitch; some are so high-pitched that they come as a complete surprise.
https://youtube.com/shorts/bMDJlJdT8zI?is=QB-Dt…
I love watching these animals; we’re traveling through their home territory right now, so we have plenty of encounters with them.
About thirty kilometers north of Särna, Route 311 becomes truly interesting—remote and full of variety.
There are places I recognize, and a multitude of interesting spots to camp by the river.
I lack the enthusiasm for solitary campsites; if I were traveling with someone else, I think I’d enjoy it. That might surprise some people who think of me as a lone wolf.
But let’s be honest: the night is a completely different world from the day. If you’re interested in exploring this further, I recommend Alvah Simon’s book *North to the Night* (German title: *Nördlich der Nacht*), though it’s now only available through used book dealers.
It’s not just about the fear of real dangers, but about long-past experiences that choose to resurface at night. In fact, I have almost no connection to my childhood; only brief fragments from the first ten years of my life remain.
Now that I’m on the road and getting older, this is becoming increasingly apparent.
We end up parked by the roadside, sandwiched between two other campers. It rains heavily during the night, though I slept right through it. That, too, is very strange
We cross the Norwegian border early in the sunshine and, after fifty kilometers, find a lovely spot by Aursunden—a vast lake situated between Brekken and Glåmos.
Sakrisvolden, located north of the lake, is the only place in Scandinavia where *Aster sibiricus* grows.Les mer
Støren
15. august, Norge ⋅ 🌧 19 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 49
15/08/2026
Støren, Norwegen
Kurz nachdem eine Wespe gestern Abend in den blauen Bus fliegt und ihn stressfrei durch die Seitentür wieder verlässt, beginnt es zu regnen. Heftig und dauerhaft.
Wir stehen auf einem Rastplatz neben einer unvollendeten Passstraße hoch über der E6 und dem Ort Størlet, Endpunkt unserer Fahrt von der schwedischen Grenze aus.
Zwei Nachbarn, ein älteres deutsches Ehepaar in Vollzeitfreizeit, die auf ein frühes Nordlicht hoffen, und eine junge Schweizerin mit ihrem kleinen Hund, die mich nachdenklich zurücklässt.
Sie parkt neben uns, begrüßt Hilde und antwortet auf meine Frage nach der Reiserichtung mit den Worten, ich möge sie erstmal ankommen lassen, sie sei sechs Stunden gefahren.
Danach verschwindet sie in ihren Bus. Nun mag ich ja kein adäquater Gesprächspartner für eine junge Frau sein, aber für einen Smalltalk hat es bisher immer noch gereicht.
Intensiver wurden solche Gespräche tatsächlich, wenn das Gegenüber nicht so viel eigenen Wert auf Social Media äußerte.
Und hier komme ich zu meiner These, dass viele Menschen ständig mit ihren Freunden virtuell verbunden sind, sodass der Ort ihres aktuellen Lebens dabei keine Rolle spielt. Und dann braucht der Mensch auch keine persönlichen Gesprächspartner, die fast störend wirken.
Die Landesstraße 30 ist über weite Strecken nach dem Aursunden langweilig. Bäume, Hügel, Häuser und Wasser. Erst etwa dreißig Kilometer vor Støren wird es dadurch spektakulärer, das sich Straße und Fluss zwischen den Felsen winden, während wir aus knapp achthundert Metern talwärts fahren.
Auch hier regnet es mal zwischendurch so heftig, dass Wasserlachen auf dem Asphalt verbleiben.
Am Morgen steht der Schlafplatz unter Wasser, wir brechen früh auf bis zur Korporalsbrücke aus dem Jahr 1902, die 1990 umgebaut wurde und bis zum Ende des letzten Jahrtausend Teil der E6 war.
Hier haben wir schon mal übernachtet, heute geht Hilde in einer Regenpause spazieren. Kurze Zeit danach parken wir neben einer Birke auf einem Rastplatz zum Frühstück. Ich muss heute unbedingt einkaufen, die Schränke sind leer.
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SCANDINAVIA TOUR
Day 49
15/08/2026
Støren, Norway
Shortly after a wasp flies into the blue bus yesterday evening—and leaves again through the side door without causing any fuss—it starts to rain. Heavily and continuously.
We are parked at a rest area next to an unfinished mountain pass road, high above the E6 highway and the town of Støren—the final stop of our drive from the Swedish border.
We have two sets of neighbors: an older German couple enjoying their retirement and hoping to catch an early glimpse of the Northern Lights, and a young Swiss woman with a small dog who leaves me with some food for thought.
She parks next to us, greets Hilde, and—when I ask which way she’s headed—replies by saying she needs a moment to settle in first, having just driven for six hours.
After that, she disappears into her bus. Now, I may not be the ideal conversation partner for a young woman, but I’ve always managed to hold my own in small talk before.
In fact, conversations tended to be more meaningful when the person I was talking to didn't place such a high value on social media.
This brings me to my theory: so many people are constantly connected to their friends virtually that their physical location doesn't really matter. Consequently, they have no need for face-to-face conversation partners, who can actually feel like an intrusion.
For long stretches after passing Lake Aursunden, Route 30 is monotonous—just trees, hills, houses, and water. It only becomes spectacular about thirty kilometers before Støren, where the road and river wind between the cliffs as we descend from an altitude of nearly eight hundred meters.
Here, too, the rain occasionally comes down so hard that puddles form on the asphalt. In the morning, our sleeping spot is underwater; we set off early for the Korporalsbrücke—a bridge built in 1902, modified in 1990, and part of the E6 until the end of the last millennium.
We have spent the night here before; today, Hilde goes for a walk during a break in the rain. Shortly after, we park next to a birch tree at a rest area for breakfast. I really need to go shopping today; the cupboards are empty.Les mer
Kongvoll
15.–16. aug., Norge ⋅ ☁️ 17 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 50
15/08/2026
Kongvoll, Norwegen
Vielleicht können wir auf dem Dovrefjell übernachten. So eine kleine Erinnerung an den Polarkreis mit seiner kargen Landschaft, die ich so sehr mag. Das würde mir gefallen.
Nun ja, weder einsam noch karg ist die Landschaft, und der Schlafplatz ist auch gut besetzt mit anderen Campern. Aber wir lernen ein freundlichfröhliches Paar aus Hamburg kennen, das für Hilde und mich zu einer Art "daily gift" wird.
Wir kommen ins Gespräch über ein humpelndes Schaf, das mit zwei Genossen über den Platz grast. Es könne einen Stein zwischen den Zehen haben, oder ernsthaft am Fuß verletzt sein. Sie würden gerne helfen, aber sehen keine Möglichkeit.
Aber - sie nehmen ein Gespräch mit mir wahr, sind so lebendig wach und aufmerksam, dass mir das Herz aufgeht.
Und. Sie würden gerne mit Hilde einen Spaziergang machen, wenn sie ihr damit einen Gefallen tun können. Und ob! So wandern sie mit ihr durchs Gelände am Fluss, sodass Hilde voll von lauter Gerüchen später ganz tief einschläft.
Auf der E6 ist Samstagsverkehr, besonders in nördlicher Richtung, was mir immer noch einen kleinen Stich versetzt. Aber ich finde so langsam meinen Frieden.
Der Regen löst sich vom Himmel, Wolken decken die Bergspitzen ab, Wasserfälle stürzen sich talwärts, blauer Himmel bringt neue Perspektiven.
Ab und an halten wir an, um Hilde ein bisschen Freude zu bereiten, ein paar Aufnahmen zu machen.
Dann finden wir unseren Schlafplatz.
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SCANDINAVIA TOUR
Day 50
15/08/2026
Kongvoll, Norway
Perhaps we can spend the night at Dovrefjell. It would be a little reminder of the Arctic Circle and the barren landscape I love so much. I’d like that.
Well, the landscape turns out to be neither lonely nor barren, and the camping spot is already well-populated with other campers. But we meet a cheerful, friendly couple from Hamburg who become a sort of "daily gift" for Hilde and me.
We strike up a conversation about a limping sheep grazing on the grounds with two companions. It might have a stone stuck between its toes, or a serious foot injury. They would love to help but see no way to do so.
But—they engage in conversation with me; they are so lively, alert, and attentive that my heart swells.
And... they offer to take Hilde for a walk, if that would be a treat for her. And how! So they wander with her through the terrain by the river, and later, filled with a multitude of scents, Hilde falls into a deep sleep.
There is Saturday traffic on the E6, especially heading north—something that still gives me a little pang of emotion. But I am slowly finding my peace.
Rain falls from the sky, clouds shroud the mountain peaks, waterfalls cascade down into the valley, and patches of blue sky reveal new perspectives.
Every now and then, we stop to bring Hilde a little joy and take a few photos.
Then, we find our place to sleep.Les mer
Innerdalen
17.–18. aug., Norge ⋅ 🌧 8 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 52
17/08/2026
Innerdalen, Norwegen
Nach einem letzten Spaziergang, den Hilde mit unseren lieben Nachbarn machen kann, brechen wir in den Süden auf.
Zehn Kilometer weiter sehe ich links zwei junge Frauen an einer ungünstigen Stelle nach Norden trampen. Ob ich ihnen helfen kann.
Ich fahre erstmal auf einen Parkplatz bei dem roten Haus und sehe voller Erstaunen Neuschnee auf den Bergen unweit unseres Schlafplatzes. Die Nacht auf über neunhundert Meter war mit vier Grad im Regen schon kalt,da ist Schnee in den Bergen die logische Folge.
Also sammeln wir die beiden jungen Niederländerinnen, von denen eine den schönen französischen Namen der Blume trägt, erstmal ein.
Sie wollen nach Innerdalen. Das habe ich doch heute schon mal gehört. Und tatsächlich stehen die Hamburger noch auf dem Parkplatz und nehmen die Beiden auch mit.
Vielleicht ist das ja ein Zeichen des Himmels, dass ich mir dieses ominöse Tal auch mal anschaue. Und so treffen wir uns tatsächlich spät am Abend wieder auf dem Parkplatz, von dem die Wanderer in die Berge aufbrechen.
Unser Weg dorthin führt über Berkåk durch eine Landschaft, die einen Mix von Niedersachsen mit dem Allgäu bietet, also in der Kombination ziemlich langweilig wirkt, zumal es jetzt auch noch anfängt zu regnen.
Aber dafür dürfen wir Fähre fahren statt den über sieben Kilometer langen Tunnel zu benutzen, über den der Weg von Oppdal deutlich kürzer ist.
Kurz nach unserer Ankunft schüttet es, die Berge verschwinden im Nebel, die Temperatur im Keller. Als wir im Bus sitzen und ich schon mal das Abendessen aus dem Kühlschrank hole, schaut Hilde traurig aus dem Fenster. Da ist doch noch was, das fehlt.
Und so ist ihre Begeisterung groß, als die jungen Leute plötzlich auftauchen und Hilde mit ihnen spazieren gehen darf.
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SCANDINAVIA TOUR
Day 52
17/08/2026
Innerdalen, Norway
After one last walk that Hilde gets to take with our lovely neighbors, we set off heading south.
Ten kilometers down the road, I spot two young women hitchhiking north from a rather poor location. I wonder if I can help them out.
I pull into a parking lot by the red house and am astonished to see fresh snow on the mountains not far from where we spent the night. The night at over nine hundred meters was already cold—four degrees and rainy—so snow in the mountains makes perfect sense.
So, we pick up the two young Dutch women—one of whom bears the beautiful French name of a flower.
They want to go to Innerdalen. That’s a name I’ve heard before today. Sure enough, the folks from Hamburg are still in the parking lot and end up taking the pair along as well.
Perhaps it’s a sign from above that I should check out this mysterious valley myself. And so, late that evening, we meet up again at the parking lot where hikers set off into the mountains.
Our route there takes us via Berkåk through a landscape that feels like a mix of Lower Saxony and the Allgäu—a combination that comes across as rather dull, especially since it’s starting to rain now, too.
On the upside, we get to take a ferry instead of using the seven-kilometer-long tunnel that offers a much shorter route from Oppdal.
Shortly after we arrive, it starts pouring; the mountains vanish into the mist, and the temperature plummets. As we sit in the bus and I’m getting dinner out of the fridge, Hilde gazes sadly out the window. Something is missing.
Her excitement is huge, then, when the young people suddenly appear and Hilde gets to go for a walk with them.Les mer
Flå
18.–19. aug., Norge ⋅ ☁️ 9 °C
(English Version Below)
3.700 TAGE AUF UNSERER
LEBENSREISE IM
BLAUEN BUS
18/08/2026
Innerdalen, Norwegen
Zwei Spots. Zwei Geschichten.
"Das schönste Gebirgstal von Norwegen – Innerdalen – liegt im Landschaftsschutzgebiet Trollheimen in Sunndal und zeichnet sich durch tiefe Täler, steile Berghänge und eine fruchtbare Landschaft aus.
Das Innerdalen ist bekannt für seine schöne Natur und bietet zahlreiche gute Wandermöglichkeiten. Besonders bekannt ist der Berg Innerdalstårnet, der mit seiner 1.394 Meter hohen, natürlichen Spitze wie eine Kathedrale im Tal thront. Unten im Tal glitzert das kristallklare Wasser, und aus den Gletschern plätschern Bäche und kleine Flüsse herunter.
https://share.google/PN2LrpGSRu0uph6hz
"Flåøya bietet eine interessante Kulturlandschaft mit Spuren menschlicher Aktivitäten von der Steinzeit bis heute. Während der Eisenzeit war Flå zentral im Sunndalsfjord gelegen, und es gibt zahlreiche Gräber auf der Insel aus der Völkerwanderungszeit bis zur Wikingerzeit. Viele dieser Gräber enthalten Grabbeigaben.
In diesem Bereich befinden sich auch die jüngsten Gräber der Insel aus der Wikingerzeit. Auf den höchsten Gipfeln der Insel liegen die ältesten Gräber auf Flåøya mit Funden aus der Völkerwanderungszeit. Es gibt auch hervorragende Aussichtspunkte mit Blick sowohl auf das Meer als auch ins Landesinnere Richtung Fjord."
https://share.google/xLz3kEVYBXttVRRSB
Heute bleibt mir nicht viel Zeit zum Schreiben. Also nehme ich Dich mit unseren Bildern dorthin, wo wir diesen besonderen Reisetag verbracht haben.
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3,700 DAYS ON OUR
JOURNEY THROUGH LIFE IN THE
BLUE BUS
August 18, 2026
Innerdalen, Norway
Two spots. Two stories.
"Norway’s most beautiful mountain valley—Innerdalen—is located within the Trollheimen Landscape Protection Area in Sunndal and is characterized by deep valleys, steep mountain slopes, and a fertile landscape.
Innerdalen is renowned for its stunning natural beauty and offers excellent hiking opportunities. The mountain Innerdalstårnet is particularly famous; with its natural 1,394-meter peak, it towers over the valley like a cathedral. Down in the valley, crystal-clear water sparkles, while streams and small rivers trickle down from the glaciers.
https://share.google/PN2LrpGSRu0uph6hz
"Flåøya offers a fascinating cultural landscape featuring traces of human activity spanning from the Stone Age to the present day. During the Iron Age, Flå held a central position in the Sunndalsfjord, and the island is home to numerous graves dating from the Migration Period through the Viking Age. Many of these graves contain grave goods.
This area also contains the island's most recent graves, dating from the Viking Age. The oldest graves on Flåøya—containing artifacts from the Migration Period—are situated on the island's highest peaks. There are also outstanding viewpoints offering vistas of both the sea and the inland landscape towards the fjord."
https://share.google/xLz3kEVYBXttVRRSB
I don't have much time to write today. So, through our photos, I’m taking you along to the place where we spent this special day of our journey.Les mer
Åskevågen
19.–20. aug., Norge ⋅ ⛅ 13 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 54
18/08/2026
Åskevågen, Norwegen
Seitdem wir die lieben Hamburger Menschen getroffen haben, und mit ihnen ein bisschen durchs Land streunen, haben nicht nur unsere Herzen einen Luftsprung gemacht, sondern auch das Wetter hat sich dem fröhlichen Treiben angepasst.
Wenngleich die Luft weiterhin den kalten Norden durchs Land treibt, hat die Sonne schon längst unser Herz erreicht. In Åskevågen haben wir schon in letzten Jahr schöne Tage erlebt.
Wen also wundert es, dass uns dies auch dieses Mal widerfährt.
Die Stellung der untergehenden Sonne zaubert wunderschöne Bilder, wie die Aufnahmen unserer Nachbarn zeigen. Überhaupt ist es schön, mal auf Reisen begleitet zu werden, wie die kleinen Videos von unserem blauen Bus unterwegs zeigen.
Ich liebe diese Momente mit lieben Menschen, die ein Herzensgeschenk fürs Leben sind, und in den eisigsten Wintertagen noch immer einen warmen Schluck Erinnerung in unsere Seelen ausgießen.
Am Mittag Abschied aus dem Tal der Berge, die uns aber auch ans Meer begleiten, und hinterm Sandstrand in Farstadsanden uns wiedersehen. Ein Spaziergang ans Wasser, auf der Linie des festen Sandes am Wasser kann ich auch ohne Stock gehen, was ohne die liebe Hamburger Begleitung allerdings nicht möglich gewesen wäre.
Es ist schon gut, wenn es einen starken Arm gibt, auf den ich mich aufstützen kann, und eine weiche Frauenstimme sich um Hilde sorgt.
Am Abend fahren die Schiffe am Horizont entlang und werfen lange Wellen, die die Felsen lecken. In der Nacht die Lichter der schaukelnden Boote, in denen die Fischer versuchen das schwimmende Volk davon zu überzeugen, ihr Leben herzugeben.
Der Morgen weckt uns mit Regen, dieses weiche, fast zärtliche Nieseln eines Tages, an dem wir Abschied nehmen.
Hilde genießt den Spaziergang ohne feste Führung, und tändelt verträumt sich durch den Morgen schnüffelnd. Wir begegnen einem jungen Paar aus Österreich mit diesem weichen Akzent in der Sprache, die mich an den Orient-Express erinnert, der zum türkischen Tee durchs Land sich wiegt.
Ein faszinierendes Bild im kühlen Norden. Bye bye, my friend, it's a good time to go.
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SCANDINAVIA TOUR
Day 54
18/08/2026
Åskevågen, Norway
Ever since we met those lovely folks from Hamburg and started wandering the countryside with them, not only have our hearts leapt for joy, but the weather has also joined in the cheerful spirit.
Although the air still carries the chill of the north across the land, the sun has long since warmed our hearts. We enjoyed wonderful days in Åskevågen last year, too.
So, it is no surprise that the same is happening to us this time around.
The position of the setting sun conjures up beautiful images, as the photos taken by our neighbors show. It is lovely to have company on our travels—something captured in the short videos of our blue bus on the road.
I cherish these moments with dear friends; they are a heartfelt gift for a lifetime, ready to pour a warm sip of memory into our souls even on the iciest winter days.
At midday, we bid farewell to the valley of mountains—though they accompany us to the sea, meeting us again behind the sandy beach at Farstadsanden. A walk down to the water: along the line of firm sand by the shore, I can walk without my cane—something that wouldn't have been possible without the kind company of our Hamburg friends.
It is good to have a strong arm to lean on and a gentle female voice looking out for Hilde.
In the evening, ships sail along the horizon, casting long waves that lap against the rocks. At night, we see the lights of bobbing boats where fishermen try to convince the swimming folk to give up their lives.
Morning wakes us with rain—that soft, almost tender drizzle typical of a day when we must say goodbye.
Hilde enjoys the walk without being kept on a tight leash, wandering dreamily through the morning, sniffing as she goes. We meet a young couple from Austria with that soft accent—a way of speaking that reminds me of the Orient Express swaying across the countryside, bound for Turkish tea.
A fascinating image in the cool North. Bye-bye, my friend; it’s a good time to go.Les mer
Molde
20.–21. aug., Norge ⋅ 🌧 12 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 55
20/08/2026
Molde
Vor acht Wochen sind wir ganz oben an der russischen Grenze gestartet und haben in Alta den nördlichen Part beenden können.
Nun fehlt noch die Strecke bis runter nach Stavanger, die eine besondere Herausforderung darstellt mit ihren Tunneln und Fähren. Denn ich muss eine für mich fahrbare Route finden.
Und das beginnt dann auch gleich. Erstmal sind wir auf Festland und umfahren diese letzte Halbinsel von Åskevågen aus Richtung Bud. Dass Droga eine Insel ist, fällt nicht sonderlich auf, dafür bietet sie aber auch ganz viele schöne Bilder, vom Traktor angefangen bis zu diesem merkwürdigen Schiff im kleinen Hafen.
Im 16. und 17. Jh. war Bud der größte Handelsplatz zwischen Bergen und Trondheim. Hier wurde im Jahre 1533 unter Leitung des Erzbischofs Olav Engelbrektsson das letzte von Dänemark unabhängige Reichstreffen in Norwegen abgehalten. Heute ist Bud ein aktives und charmantes Fischerdorf mit mehreren guten Fischrestaurant, erzählt uns Visit Norway, und so gehe ich auf die Suche nach jenem alten Viertel, was natürlich modernisiert ist. Den Möwen ist es egal. Sie machen Lärm wie sonst auch.
In Elnesvågen machen wir Rast am Harøyfjord, aus dessen Richtung der Regen uns peitscht auf dem Spaziergang. Auf der Straße hinter uns radelt ein Kind von der Schule nach Hause, vom Wetter verprügelt.
Auf Sylte ist Bauernland, aber zur Kaffeezeit sitzen sie gerne am Ufer des Flusses, um dem Fließen des Wassers nachzudenken.
Auf Lagøya steht eine weiße Kirche, der Friedhof blickt auf den Fjord, der sein Wasser ans Land plätschern lässt.
In Jendem wohnt die Nachtigall und da es schon spät nachmittags ist, will ich in Molde den Tag beenden, weil ich dort auch morgen früh meine Wasserflaschen auffüllen kann.
Ein riesiger Parkplatz, zwei Dutzend Camper, eine Reihe Mülltonnen, unmengen Pfützen, und so ein bisschen Grünzeug drum herum, dass Hilde auch noch ein bisschen Vergnügen findet.
Am nächsten Morgen ist solch ein Wolkenbruch, dass das Schnüffeln eine untergeordnete Rolle spielt, wollen wir nicht wegschwimmen. Bei den Mülltonnen sammeln sich alle Kinder von Molde und Umgebung für einen Wandertag, um den 407 Meter hohen Varden zu umwandeln.
Der junge Türke, der mir bergrunter entgegen kommt, hat zwar eine schicke Winterjacke an, aber sich ansonsten im Kleiderschrank vergriffen.
Wie eilen zur Fähre auf die nächste Insel und müssen erstmal warten, bis dafür die richtige Zeit ist.
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SCANDINAVIA TOUR
Day 55
20/08/2026
Molde
We started way up north at the Russian border eight weeks ago and managed to complete the northern leg in Alta.
Now, only the stretch down to Stavanger remains—a route that poses a unique challenge due to its tunnels and ferries. I need to find a path that is actually navigable for me.
And that starts right away. We are on the mainland to begin with, driving around the final peninsula from Åskevågen towards Bud. You hardly notice that Droga is an island, but it offers plenty of beautiful sights—from a tractor to a peculiar ship in the small harbor.
In the 16th and 17th centuries, Bud was the largest trading hub between Bergen and Trondheim. It was here, in 1533, that the last national assembly independent of Denmark was held under the leadership of Archbishop Olav Engelbrektsson. Today, Bud is a lively and charming fishing village with several good seafood restaurants—or so Visit Norway tells us—so I go looking for the old quarter, which has, of course, been modernized. The seagulls don't care; they make just as much noise as ever.
In Elnesvågen, we take a break by the Harøyfjord; the rain lashes at us from that direction as we walk. On the road behind us, a child cycles home from school, battered by the weather.
Sylte is farming country, but come coffee time, people like to sit by the riverbank and contemplate the flowing water.
A white church stands on Lagøya; the cemetery overlooks the fjord, where the water laps gently against the shore.
The nightingale makes its home in Jendem, and since it is already late afternoon, I decide to end the day in Molde—a place where I can also refill my water bottles tomorrow morning. A huge parking lot, two dozen campers, a row of trash cans, countless puddles, and just enough greenery around the edges for Hilde to find a bit of enjoyment, too.
The next morning brings such a torrential downpour that sniffing takes a back seat—unless we want to get washed away. All the children from Molde and the surrounding area are gathering by the trash cans for a hiking trip to trek around Varden, a 407-meter-high peak.
The young Turkish man coming toward me downhill is wearing a stylish winter jacket, but otherwise, he clearly picked the wrong outfit from his wardrobe.
We hurry to the ferry bound for the next island, only to find we have to wait for the right time to depart.Les mer
Bolsøya
22.–23. aug., Norge ⋅ 🌧 12 °C
SKANDINAVIEN TURN
Day 57
22/08/2026
Bolsøybruan, Norwegen
(English Version Below)
Hin und zurück. Und gleich noch ein Stückchen weiter gefahren. Landschaftlich ist der erste Tag interessant, auch wenn es reichlich nass ist. Das bleibt am zweiten Tag ebenso, wobei die Landschaft hinter einer weißen Wolkendecke weitgehend verschwunden ist. Den Rest besorgt der Regen.
Die sonnigen Momentaufnahmen sind wirklich kurze, oft überraschende Augenblicke. In der Nacht schlafen wir an der Fähre, denn eigentlich ist der Plan, am nächsten Tag nach Volda weiterzufahren.
Die Nacht ist ruhig, der Regen tut sein übriges für die Stimmung und morgens ist der Entschluss gefasst. Wir drehen um.
Die Streckenführung unter meinen besonderen Umständen - also keine langen Fähren, keine längeren Tunnel - ist so kompliziert, weil ich im Westen Norwegens weniger Möglichkeiten habe. Hier haben sich die Tunnelbauer reichlich ausgetobt.
Aber das ist nicht der einzige Grund, auch nicht das schlechte Wetter. Ich bin skandinavienmüde. Nach acht Wochen habe ich Verlangen nach ein bisschen mehr Sonne. Und ich möchte zeitnah mit Hilde zum Tierarzt, weil ich mich um sie sorge.
Zuletzt habe ich Lust auf die Kinder und Enkel. Und möchte gerne ein paar lieben Einladungen folgen, ein wenig durch Deutschland tingeln, bevor die nächste Weite ruft.
Rechts der Straße steht ein Bunnpris mit dem Rücken an eine Wand. Hier ist wenig los, das passt mir gut.
Am Fuß der Brücke zur kleinen Insel Bolsøya gibt es einen Rastplatz, der schon am Nachmittag gut von Schlafgästen besucht wird. Eine norwegische Familie osteuropäischer Abstammung in drei Generationen hat ihr Zelt aufgebaut und kocht ihr Essen.
Juris, ein Lastwagenfahrer aus Litauen, übernachtet ebenfalls hier. Wir haben die Wiese am rechten Rand neben uns. Und da wir zur Ausfahrt hin parken, kann uns keiner die Sicht verstellen.
Für Hilde waren die beiden Tage sehr unruhig. Sie schläft an den Pedalen. Bald gibt es Abendessen, dann schauen wir nochmal raus, und schlafen uns aus.
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SCANDINAVIA TOUR
Day 57
August 22, 2026
Bolsøybrua, Norway
There and back again. And then driving just a little bit further. Scenically, the first day is interesting, even though it is incredibly wet. The same holds true for the second day, though the landscape has largely vanished behind a blanket of white clouds. The rain takes care of the rest.
The sunny snapshots are truly brief, often surprising moments. We spend the night by the ferry, as the plan was actually to continue to Volda the next day.
The night is quiet; the rain sets the mood, and by morning, the decision is made. We are turning back.
Planning the route under my specific constraints—no long ferry crossings, no long tunnels—is complicated because I have fewer options in western Norway. Tunnel builders have really gone wild here.
But that isn't the only reason, nor is the bad weather. I’m tired of Scandinavia. After eight weeks, I’m longing for a bit more sun. And I want to take Hilde to the vet soon because I’m worried about her.
To the right of the road stands a Bunnpris supermarket, its back against a wall. It’s quiet here, which suits me well.
At the foot of the bridge to the small island of Bolsøya, there is a rest area that is already attracting plenty of overnight visitors by the afternoon. A three-generation Norwegian family of Eastern European descent has set up their tent and is cooking a meal.
Juris, a truck driver from Lithuania, is spending the night here too. We have the grassy area to our right. And since we’re parked facing the exit, no one can block our view.
The last two days have been very unsettled for Hilde. She’s dozing off at the pedals. Dinner is coming up soon; then we’ll take another look outside and get some sleep.Les mer

ReisendeHeute ist wieder ein guter Tag. Es ist schwer einzuschätzen, warum sie wann mehr trinkt, obwohl es nicht heiß ist. Ich muss das jetzt mal vernünftig messen, um überhaupt zu sehen, wie viel mehr das ist
Dovreskogen
23.–24. aug., Norge ⋅ ☀️ 15 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 58
23/08/2026
Dovreskogen, Norwegen
Vom Parkplatz über die Fähre nach Åndalnes, um dort auf dem Stellplatz, wo wir vor zwei Jahren die Küstentour durch Norwegen gestartet haben, in der Sonne am Fjord zu frühstücken.
Neben uns fängt der männliche Teil einer finnischen Familie einen Fisch, den die Frau gleich ausnimmt und in der Pfanne brät. Auf der anderen Seite sitzt ein Pole an seinem kleinen Herd auf der Parkbank neben seinem Pkw und bereitet sein Mittagessen vor.
In der Mitte parkt ein Wohnwagengespann, die Mutter filmt ihre kleine Tochter, der Vater folgt seinem Jungen zum Wasser, wo er sich mit seinem Handy beschäftigt.
Hilde und ich machen einen Spaziergang, sie zieht mich von hier nach da, bis sie endlich zufrieden ist.
Aus der Stadt heraus wird die Landschaft spektakulär. Hohe Berge, weite Wasserfälle, fliegende Wolken, nasse Felswände, ein in der Sonne glitzernder Fluss.
Dann kommt viel Wald, das Tal weitet sich. Bestimmt ein dutzend Mal bin ich diese Straße in beiden Richtungen gefahren. Der Verkehr nimmt deutlich ab und ich langweile mich.
In Dombås gibt es emsiges Tun. Die Geschäfte sind geöffnet, die Parkplätze sind gefüllt. Eine Viertelstunde später ist linkerhand ein schöner Rastplatz an der E6.
Wiese mit Sitzgelegenheiten im Halbschatten, eine große Feuerstelle. Ein langer asphaltierter Platz, der sich oberhalb vom Ufer des Flusses Lågen ausbreitet.
"Der Gudbrandsdalen - Lågen im Fylke Innlandet ist einer der beiden Abflüsse des Sees Lesjaskogsvatnet. Er durchströmt das Gudbrandstal und bildet den See Losna und fließt, nachdem er die Nebenflüsse Otta, Vinstra und andere aufgenommen hat, bei Lillehammer in den See Mjøsa." (Wikipedia)
Da der Fluss auch wegen seines Fischreichtums bekannt ist, wundert es mich nicht, als plötzlich ein Norweger an uns vorbeigeht. Mit Angel und Netz hat er was vor.
Keine zehn Minuten später kommt er zurück, das Handy am Ohr macht er sich auf den Heimweg. Das tut mir leid für ihn.
Außer ihm hält nur selten hier jemand, was bei dem schönen Platz überraschend ist. Auch die letzte Eintragung in Park4Night aus 2025 macht mich nachdenklich, zumal es noch zwei andere Plätze in der Nähe gibt, mit zahlreichen Einträgen.
Da ich noch Wasser kochen muss, werde ich nach dem nächsten Spaziergang mit Hilde mal in der Umgebung herumfahren.
Und tatsächlich finden wir einen besseren Platz mit anderen Campern. Vielleicht ein bisschen lauter, aber dass stört mich nie.
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SCANDINAVIA TOUR
Day 58
August 23, 2026
Dovreskogen, Norway
From the parking area, we take the ferry to Åndalsnes to have breakfast in the sunshine by the fjord—at the very same spot where we started our coastal tour of Norway two years ago.
Next to us, the father of a Finnish family catches a fish; the mother immediately guts it and fries it in a pan. On the other side, a Polish man sits at a small stove on a park bench next to his car, preparing his lunch.
In the middle, a car-and-caravan rig is parked; the mother is filming her young daughter, while the father follows his son down to the water, where the boy is occupied with his mobile phone.
Hilde and I go for a walk; she pulls me this way and that until she is finally satisfied.
Leaving the town behind, the landscape becomes spectacular: towering mountains, sweeping waterfalls, scudding clouds, wet rock faces, and a river glittering in the sunlight.
Then comes a stretch of dense forest, and the valley widens. I must have driven this road in both directions a dozen times. Traffic thins out significantly, and I find myself getting bored.
There is a hive of activity in Dombås. Shops are open, and the parking lots are full. Fifteen minutes later, a lovely rest area appears on the left side of the E6.
It features a grassy area with semi-shaded seating and a large fire pit. A long, paved area stretches out above the banks of the Lågen River.
"The Lågen River in the Gudbrandsdalen valley (Innlandet County) is one of two outlets for Lake Lesjaskogsvatnet. It flows through the Gudbrandsdalen valley, forms Lake Losna, and—after being joined by tributaries such as the Otta and Vinstra—empties into Lake Mjøsa at Lillehammer." (Wikipedia)
Since the river is also known for its abundance of fish, I’m not surprised when a Norwegian suddenly walks past us. He’s clearly got a plan, carrying a fishing rod and a net.
Less than ten minutes later, he’s on his way back home, talking on his mobile phone. I feel sorry for him.
Aside from him, hardly anyone ever stops here—which is surprising, given what a lovely spot it is. The most recent entry on Park4Night (from 2025) also gives me pause, especially since there are two other nearby locations with numerous entries.
Since I still need to boil some water, I plan to drive around the area a bit after my next walk with Hilde.
And sure enough, we find a better spot where other campers are parked. It might be a little noisier, but that never bothers me.Les mer
Valdresflya
24.–25. aug., Norge ⋅ ☁️ 14 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 59
24/08/2026
Valdresflya, Norwegen
(1351 m Höhe)
Von Null auf Hundert. Am Morgen fülle ich Wasser auf und tanke voll, denn ich möchte nochmal in die Berge fahren.
Dann folgen wir einem grünen Fluss, biegen an einem blauen See links ab, und fahren bergauf. In eine Landschaft, die schöner und schöner wird, obwohl ich sie natürlich schon kenne.
Und im Gegensatz zu den Städten verändern sich Landschaften viel langsamer. Als ich an einem schieferfarbenen See anhalte, dessen Wasser Hilde überraschenderweise nicht sonderlich erfrischend findet, komme ich mit einer Norwegerin ins Gespräch.
Oft das gleiche Thema, wie schön das Land ist und wie wohl wir uns hier fühlen. Wir verdrängen nicht die Probleme, denn davon ist Norwegen auch nicht frei, aber wir wissen, was uns gut tut.
Irgendwann erreichen wir eine Hochebene, auf der ein nordischer Troll mit großen Steinen Werfen geübt hat. Sie erinnert mich an den Polarkreis, doch im Gegensatz zu dessen Höhe von knapp achthundert Meter sind wir fast doppelt so hoch.
Gestern Nacht waren es drei Grad Celsius, so tief fällt das Thermometer heute nicht. Obwohl die Luft sich immer kälter anfühlt, selbst im Sonnenschein.
Wir haben einen schönen Blick auf die schneebefleckten Berge, hinter denen die Sonne untergegangen ist. Auf einer Schneefläche ist eine Art schwarze Abbruchkante. Selbst mit den Fernglas kann ich nicht erkennen, was dort passiert ist.
Es sieht aus, als habe ein Riese mit einem schwarzen Stift hin und her gerieben. Aber es könnte auch sein, als stehen dort Figuren.
Schräg links unterhalb steigt Rauch von einem Lagerfeuer auf. Vermutlich haben dort ein paar Wanderer ihr Nachtlager aufgeschlagen.
Hilde hat sich schon auf der Reisetasche ausgestreckt. Auf dem Platz hinter uns stehen noch einige Camper, der Himmel spielt mit den Wolken und dem letzten Licht des Tages.
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SCANDINAVIA TOUR
Day 59
August 24, 2026
Valdresflya, Norway
(1,351 m altitude)
From zero to a hundred. In the morning, I top up the water and fill the tank, as I want to head into the mountains again.
Then we follow a green river, turn left at a blue lake, and drive uphill—into a landscape that grows increasingly beautiful, even though I am, of course, already familiar with it.
And unlike cities, landscapes change much more slowly. When I stop by a slate-colored lake—whose water Hilde, surprisingly, doesn't find particularly refreshing—I strike up a conversation with a Norwegian woman.
The topic is often the same: how beautiful the country is and how at ease we feel here. We don't ignore the problems—Norway isn't free of them, after all—but we know what does us good.
Eventually, we reach a high plateau that looks as if a Nordic troll had been practicing throwing large stones. It reminds me of the Arctic Circle, yet unlike that area’s elevation of just under eight hundred meters, we are at nearly double that height.
Last night, the temperature dropped to three degrees Celsius; it won't go that low today, though the air feels increasingly cold, even in the sunshine.
We have a lovely view of the snow-flecked mountains, behind which the sun has set. On a patch of snow, there is a sort of black break-line. Even with binoculars, I can't make out what happened there.
It looks as though a giant had rubbed a black pencil back and forth. But it could also look like figures standing there.
Diagonally to the left below, smoke rises from a campfire. Presumably, a few hikers have set up camp there for the night.
Hilde has already stretched out on the travel bag. There are a few other campers parked in the area behind us, and the sky is playing with the clouds and the last light of the day.Les mer
Eidsvoll
25.–26. aug., Norge ⋅ ☀️ 21 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 60
25/08/2026
Eidsvoll/Norwegen
Nach dieser spektakulären Nacht, was den Himmel angeht, nicht meine fehlende Möglichkeit, wieder einzuschlafen, kommt der Morgen um fünf Uhr viel zu früh.
Stützstrümpfe an, Bild gemacht, nochmal ein bisschen träumen. Beim Morgenspaziergang stehen die Silhouetten einer kleinen Herde Rentiere am Ufer des Sees, von dem sie sich in der klaren Luft deutlich abzeichnen.
Frühstück auf einem Plateau unterhalb des Bitihorn mit zwei hübschen Französinnen, die dort übernachtet haben, und ein kleines Gespräch mir schenken, bevor ich mich in meine Ecke zurückziehe.
"Die Besteigung des Bitihorns (1607m) ist eine mittelschwere Bergwanderung mit großartiger Aussicht zu Jotunheimens südlichen Zweitausendern und großen Teilen des nördlichen Valdres."
Bis Fagernes bleibt die Landschaft noch einigermaßen wild und abwechslungsreich, wobei sich die Hegge Stabkirche oben auf dem Berg hervorhebt.
"Die Stabkirche von Hegge wurde 1216 erbaut und feierte 2016 Jahr ihr 800jähriges Jubiläum. Sie ist noch immer als Gemeindekirche in Gebrauch. Ihre geschnitzten Portale stammen aus dem Mittelalter. Der klebersteinerne Taufstein ist aus dem 12. Jahrhundert. Ganz oben in den Säulen sind Gesichtsmasken eingeschnitzt, und eine Säule (Stab) besitzt eine Runeninschrift. Auch die Altartafel hat eine besondere Geschichte."
(Beide Zitate aus Visit Norway)
Dann biegt die Straße Richtung Oslo ab, mit grünem Wald und blauen Seen durchaus interessant. Aber der Verkehr ist eilig und es bleibt wenig Zeit, um in Ruhe alles betrachten zu können.
Zudem steigt die Temperatur auf 24°C, was im blauen Bus nur mit Kühlung für uns zu ertragen ist.
In Eidsvoll, am Fluss Vorma, gibt es einen kostenlosen Stellplatz, auf dem wir die Nacht mit einigen Campern verbringen. Die Luft kühlt ab und wir können entspannen. Der letzte Abend in Norwegen.
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SCANDINAVIA TOUR
Day 60
August 25, 2026
Eidsvoll, Norway
After a spectacular night—spectacular in terms of the sky, that is, not my inability to fall back asleep—five o'clock in the morning arrives far too soon.
Compression stockings on, a photo taken, and a bit more time to dream. During my morning walk, the silhouettes of a small herd of reindeer stand on the lakeshore, standing out sharply against the clear air.
Breakfast on a plateau below Bitihorn with two lovely French women who spent the night there; they share a brief conversation with me before I retreat to my own corner.
"The ascent of Bitihorn (1,607 m) is a moderately difficult mountain hike offering magnificent views of Jotunheimen’s southern peaks over 2,000 meters and large parts of northern Valdres."
The landscape remains somewhat wild and varied as far as Fagernes, with the Hegge Stave Church standing out prominently atop the hill.
"Hegge Stave Church was built in 1216 and celebrated its 800th anniversary in 2016. It is still in use as a parish church. Its carved portals date back to the Middle Ages. The soapstone baptismal font is from the 12th century. Face masks are carved into the tops of the columns, and one column (stave) bears a runic inscription. The altarpiece also has a special history."
(Both quotes from Visit Norway)
Then the road turns toward Oslo; the route—featuring green forests and blue lakes—is certainly interesting. However, the traffic is hurried, leaving little time to take it all in at a leisurely pace.
On top of that, the temperature climbs to 24°C, making it bearable inside the blue bus only with the cooling system running. In Eidsvoll, by the Vorma River, there is a free parking area where we spend the night alongside a few other campers. The air cools down, and we are able to relax. Our last evening in Norway.Les mer
Saltkällan
26.–27. aug., Sverige ⋅ 🌙 16 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 61
26/08/2026
Saltkällan, Schweden
Ein Grenzübergang, ein Reisetag, ein Sonnentag, ein Mittwoch, ein langer Tag, eine gute Fahrt.
Am Anfang steht ein letzter Einkauf bei Rema 1000, am Ende übernachten wir auf einem versteckten Parkplatz unweit der E6.
Zwischendurch war viel Wald im Grenzgebiet zwischen Norwegen und Schweden. Viel norwegische Polizei innerhalb von einer Stunde, während ich in Schweden überhaupt kaum einen Streifenwagen gesehen habe.
Hin und wieder ein blauer See, sonst nur grüne Wälder und blauer Himmel. Parkplätze am Wegesrand. Hin und wieder Autos, manchmal ein eiliger Lastwagen. Wir weichen immer aus, wenn es möglich ist.
Das ist unsere Art.
Abends tun die Knie weh und Hilde ist sehr müde.
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SCANDINAVIA TRIP
Day 61
26/08/2026
Saltkällan, Sweden
A border crossing, a day of travel, a sunny day, a Wednesday, a long day, a good drive.
It begins with a final shopping stop at Rema 1000; it ends with us spending the night at a secluded parking area not far from the E6.
In between, there was plenty of forest in the border region between Norway and Sweden. Lots of Norwegian police within the span of an hour, whereas I hardly saw a single patrol car in Sweden.
A blue lake here and there; otherwise, just green forests and blue sky. Roadside parking areas. Cars every now and then, sometimes a truck in a hurry. We always pull over whenever possible.
That’s our way.
By evening, our knees ache and Hilde is very tired.Les mer
Laholm
27.–28. aug., Sverige ⋅ ☁️ 16 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 62
27/08/2026
Laholm, Schweden
Der erste Tag wie der letzte am See Storesjö, gegenüber von Laholm.
Mit einem grandiosen Sonnenuntergang nach Westen überm Wasser und ein Wahnsinnsmond gegenüber, der regelrecht im Wasser baden gegangen ist.
Den Tag über besuchen wir unsere lieben schwedischen Freunde, die uns auch heute wieder verwöhnen, genauso wie beim Besuch vor acht Wochen.
Vom Gefühl her bin ich damals in die Wildnis abgetaucht und heute daraus auferstanden. Die erste Maschine Wäsche hängt im Wind, warmes Essen steht auf dem Tisch, gute Gespräche im Sonnenschein.
Und zum Abschied die Frage, wann wir wieder kommen. Das ist ein spannender Gedanke, den ich mir oft unterwegs stelle. Werden wir uns wiedersehen. Das macht den Abschied nochmal ganz besonders.
Hilde ist völlig erschöpft, als wir abends noch ein wenig weiterfahren. Sieben Stunden im Sonnenschein, frei durch den Garten streunen, das Haus bewachen, die Hühner begrüßen, mit den Menschen Freundschaft teilen.
Knapp zweihundert Kilometer später sind wir nicht mehr weit von der Fähre entfernt, die Nacht ist ruhig geworden, im Bus ist es heimelig schön. Wir sind hier Zuhause. Fahren nicht zurück, sondern einfach nur weiter nach Deutschland.
Zu den nächsten Abenteuern, denn nichts anderes ist das Leben, als ein großes Abenteuer mit ungewissem Ausgang, aber voller kleiner Höhepunkte, die den Tiefen in keinster Weise nachstehen.
Und eine Zeit voller Hoffnung, die stärker wird, je mehr wir uns auf sie einlassen. Trotz aller Unsicherheiten, oder gerade gegen sie. Ich bin sehr dankbar. Tag für Tag. Nacht für Nacht.
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SCANDINAVIA TOUR
Day 62
27/08/2026
Laholm, Sweden
The first day feels just like the last one spent at Lake Storesjö, near Laholm.
It features a magnificent sunset to the west over the water and an incredible moon opposite, looking as if it were taking a dip in the lake.
We spend the day visiting our dear Swedish friends, who spoil us once again—just as they did during our visit eight weeks ago.
It feels as though I had plunged into the wilderness back then and have now emerged from it. The first load of laundry is drying in the breeze, a hot meal is on the table, and we’re sharing good conversation in the sunshine.
And as we say goodbye, the question arises: when will we be back? It’s an intriguing thought—one that often crosses my mind while on the road. Will we see each other again? That makes the farewell feel truly special.
Hilde is completely exhausted when we drive a little further that evening. Seven hours spent basking in the sunshine, roaming freely through the garden, guarding the house, greeting the chickens, and sharing friendship with people.
Barely two hundred kilometers later, we aren't far from the ferry; the night has grown quiet, and the van feels wonderfully cozy. We are home here. We aren't driving back, but simply continuing on to Germany.
Onward to the next adventures—for what is life if not one grand adventure with an uncertain outcome, yet filled with small highlights that are in no way inferior to the low points?
It is a time filled with hope—hope that grows stronger the more we embrace it. Despite all uncertainties, or perhaps precisely in defiance of them. I am deeply grateful. Day by day. Night by night.Les mer
























































































































































































































































































































































































Reisende
Die grasbewachsenen Dächer sind toll und die Landschaft sowieso…