Albania
Qarku i Shkodrës

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    • Day 100

      Albanien und der Klemptner

      May 17, 2022 in Albania ⋅ ☀️ 25 °C

      Es ist nun an der Zeit, Hallo Albanien, Hallo neue Welt. Ich bin jetzt 100 Tage unterwegs, irre was alles passiert ist und es fühlt sich so an, als wäre man ganz schön weit weg von zu Hause. Wir haben nun 4 Wochen Montenegro erkundet und kennenlernen dürfen, jetzt ist Albanien dran. Mit vielen schönen Tipps, Erfahrungsberichten von Freunden und jede Menge Vorfreude geht es über die Grenze, entgegen den Erwartungen diesmal echt easy. Wir fahren nördlich um den Skutarisee herum, weil wir uns einfach noch nicht richtig trennen können. Traumkulissen eröffnen sich vor uns und wir finden, wie immer, einen traumhaften Stellplatz am See. Es kommt mir so vor, als würde man hier in ein Land fahren, das noch (!) als Geheimtipp zählen kann. Aber klar, vor 10 Jahren wäre es noch überhaupt nicht denkbar gewesen. Was ein Glück, dass wir nun die Möglichkeit und Zeit haben.
      Wie so oft füllen wir unseren Wassertank vorher und nutzen die Gelegenheit, ihn mal ganz zu entleeren, um den Boden des Tanks zu säubern. Leider war ich dabei etwas zu enthusiastisch und hab die Wasserpumpe trocken laufen lassen, ergo ging sie Abends nicht mehr. In dem Moment war ich dann doch leicht genervt, immer diese Lernprozesse, alles einmal angefasst haben und irgendwas, was nicht geht und ich nicht verstehe 😅 Ein Internetspot und mehrere Anrufe bei meinem Papa sorgen dafür, tief in die Materie einzusteigen. Wir bauen alles nacheinander aus, probieren die Fehlerquelle zu finden und der Pumpe Wasser zuzuführen. Leider ohne Erfolg. Ein Pärchen, dass nebenan mit einem ähnlich alten Campermodell geparkt hat, macht mir Hoffnung, Werkstätten in der Nähe zu wissen oder wo man Hilfe bekommen könnte. Die erste Antwort von dem Mädel Gina war, dass man sich abschminken könnte, in Albanien so jemanden zu finden, es sei denn man hat Kontakte. Aber ihr Kollege Daniel hätte wohl etwas Ahnung. Sie fragte ihn und er wusste wohl sofort Bescheid, da die so ein ähnliches Problem hatten. Er wiederum ging nun völlig enthusiastisch an die Pumpe heran. Abgeschraubt, Druckwasserding aus einer Plastikflasche gebaut, Wasser eingefüllt, Drähte kurz an die Autobatterie gehalten, um Funktionalität zu prüfen und zack ging die Pumpe nach 15min wieder. Völlig begeistert konnten wir nur zusehen, lernen und höchstgradig dankbar sein. Wir bedankten uns mit einem Drink bei den beiden, auf einer Terrasse mit sensationellem Blick über den See. Sie erzählten uns (beide 27), dass sie im Auftrag der Regierung arbeiten und zu den verschiedensten Familien fahren, um deren analoge Fotografien zu digitalisieren. Dazu bekommen sie natürlich immer die Geschichten der Personen erzählt und steigen tief in ihre eigene albanische Geschichte und Herkunft ein. Ein paar von den Stories teilen sie mit uns und wir erfahren mehr über das Land. Es zieht sie jedoch auch weg, da die Perspektiven in Albanien so miserabel sind. Wieder einmal eine fantastische und bereichernde Begegnung. Zur Krönung gibt es noch einen Traum Sonnenuntergang, den wir auf dem Fahrrad und mit den Inlineskates genießen.

      Wir fahren weiter zum Koman Lake, der in der Schlucht Malgun liegt. Er ist einer von mehreren Stauseen des Flusses Drin und versorgt das Land mit Strom. Auf der Strecke von Shkodra nach Koman kann man nur ca. 10 km/h fahren, weil ein Schlagloch auf das nächste folgt. Es bleibt also genug Zeit, um sich voll der Natur zu widmen, denn man braucht für 53km ca. 4h. Der klare, türkisblaue Fluss lädt zum Baden ein, also stoppen wir da, wo auch Kühe im Wasser stehen und hängen mit ihnen rum. Eine ist auch zum Kuscheln bereit, ein herrliches Gefühl der Natur so nah zu sein und eine willkommene Abkühlung bei Traumpanorama gibts oben drauf. Sowas kann man sich nirgendwo kaufen…
      Unser Stellplatz in Koman ist ebenfalls von den besonderen Bergformationen umgeben und der Fluss eröffnet sich weit vor den Fenstern des BamMobils. An diesem Ort ist unser Ziel, die 2,5 stündige Fähre über den Koman Stausee bis nach Fierzë zu nehmen, um durch die atemberaubenden Schluchten zu fahren. Wir informieren uns daher bei den Betreibern, um vielleicht hier oder da noch einen Rabatt zu bekommen, denn dieser schöner Ausflug soll recht kostspielig sein. Nachdem wir nochmal einen naheliegender Berg bei Koman besteigen und ein phänomenales Panorama erleben, ist es völlig klar, dass wir uns diese Landschaft nicht entgehen lassen können. Und dem war auch so! Schon alleine das morgendliche Starten war ein Highlight. Angekommen an einer winzigen Anlegestelle, versuchen junge Einweiser alle Autos per Tetris System auf die 2 Fähren zu bekommen. Alles dreht und wendet sich, es ist ein Treiben wie auf einem Jahrmarkt. Das BamMobil passte nach gezieltem zurück manövrieren mit 5cm Platz rechts und links gerade noch auf die Fähre und so hatten wir den Premiumplatz an vorderster Stelle. Die dreistündige Fahrt ist dann der absolute Wahnsinn und ich kann gar nicht sagen, wie froh ich bin, dass wir das gemacht haben. Es sieht aus wie im Märchen, grüne Felswände, schroffe Abgänge, unglaublich schöne Farben, enge Schluchten und ein malerischer Fluss. Diese Fahrt, lohnt sich in jedem Falle!
      Bei bestem Wetter geht es weiter zum nächsten Highlight, in das Tal, in die Albanischen Alpen zum Wandern.
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    • Day 15

      Zurück im Allgäu 🏕

      May 27, 2022 in Albania ⋅ ☀️ 30 °C

      Heute Morgen haben wir zusammengepackt und sind vor der Abreise noch einmal zur Abkühlung in den See gesprungen. Das war super! 👙wie schön wäre es solch einen See im Garten zu haben 💭

      Nun sind wir in der Nähe von Shkodra angekommen. Auf dem Campingplatz habe ich bereits mit Philipp vor einigen Tagen eine Nacht verbracht.
      In einer der Online-Bewertungen wurde kritisiert, dass der Campingplatz keinen albanischen Charme habe und man auch im Allgäu sein könnte. 😁
      Nici und mir wurde der Campingplatz jedoch auf unserer Reise unabhängig voneinander mehrfach empfohlen. Der ist auch sehr schön, aber könnte halt auch im Allgäu sein 😁

      Heute ist es ultimativ warm! Aber dafür konnte ich diesmal endlich in den Skutarisee springen! Das letzte mal war es doch etwas zu kühl. 🧊
      Den restlichen Tag faulenzen wir zwei nur noch und morgen geht es dann in den Nationalpark 🏞
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    • Day 11

      Dusche und Kekse in Albanien

      August 30, 2019 in Albania ⋅ ⛅ 33 °C

      Danke euch Sponsoren.
      Nach einer noch anstrengenderen Rückfahrt vom Campingplatz (gefühlte 80% Steigung, die Flori und Fahrer Ralf super gefahren sind und trotz des katastrophalen Fahrstils von Seiten der Albaner) sind wir auf dem Weg zur 2. Party.
      Leider war nur die Lage des Campingplatzes toll. Der war unsauber und unsere zuckersüße Jana hätten wir fast in der Dusche verloren. Das Schloss war defekt, aber natürlich konnte Flori sie retten.
      Die Reisedusche funktioniert super 🥰 und jetzt sitze ich auf der Rückbank und esse Kekse 😍.
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    • Day 48

      Tag 48 - Shkodra

      August 31, 2019 in Albania ⋅ ⛅ 34 °C

      60 km / 2420 km - 6 / 223 Stunden

      Ausgaben:

      0 € / 28 € Transport (Fähre, etc.)
      6 € / 521,5 € Lebensmittel
      8,5 € / 353,5 € Unterkunft
      0 € / 98 € Eintrittspreise
      0 € / 12 € Anschaffungen
      0 € / 8 € Ersatzteile

      14,5 € / 1021 € Gesamt

      An Podgorica ist mir irgendwie nichts gelegen.
      So recht wollte sich mir die Schönheit, oder das besondere an der Hauptstadt Montenegros nicht zeigen.

      So breche ich heute recht früh auf und gebe nochmal dem Tageslicht die Chance, etwas zu enthüllen und mir ein paar Fotos zu ermöglichen.
      Danach geht es auf die einzige Überlandstraße Richtung Albanien.

      Der Verkehr ist brechenden voll. Viele Autos, Lastwägen und Busse überholen mich. Bis sich das sortiert und aufgelockert hat, vergeht fast die komplette Strecke bis zur Grenze.
      Hier ist alles voll. Es erstaunt mich, wie viele Leute nach Albanien wollen, oder auch zurück.

      Nach der Grenze nutze ich die Zeit für einen Kaffee und das WLAN um Freunde zu kontaktieren, mit denen ich mich die Tage noch treffen möchte.
      Danach läuft es auf der Straße bis nach Shkodra perfekt langhin.
      Es gibt sogar einen Randstreifen und wenige Löcher in der Straße. So verfliegen die Kilometer im Winde.

      In Shkodra angekommen bleibt nicht mehr viel zu tun, als Geld zu holen, ins Hostel einzuchecken und dann noch mit den beiden Leipzigern zu kochen, die man hier zufällig getroffen hat.
      Danach wird noch mit ein paar einheimischen Leuten eine Bar aufgesucht.

      Song des Tages:
      Into the Void - Black Sabbath
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    • Day 49

      Tag 49 - Shkodra

      September 1, 2019 in Albania ⋅ ⛅ 31 °C

      10 km / 2430 km - 2 / 225 Stunden

      Ausgaben:

      0 € / 28 € Transport (Fähre, etc.)
      16,5 € / 538 € Lebensmittel
      8,5 € / 362 € Unterkunft
      0 € / 98 € Eintrittspreise
      0 € / 12 € Anschaffungen
      0 € / 8 € Ersatzteile

      25 € / 1046 € Gesamt

      Heute nehme ich mir wieder Zeit für die Fotos und die Dokumentation.
      Das bedeutet: Frühstück, Netflix, Bilder sichern, Netflix, das Programm öffnen, Netflix und dann, solange die Sonne noch über dem Horizont steht, die Stadt besichtigen.

      Also nichts mit Dokumentation.
      Wohlan. Ich muss sowieso noch einkaufen und mal zum Frisör.
      Eigentlich bestand die Idee darin, dass ich mir einen Trimmer kaufe. Aber warum darf ich nicht mal faul sein. Und das, was der Frisör gezaubert hat, sieht auch noch gut aus.

      Zurück im Hostel hat sich ein neuer Radreisender aus Deutschland hinzu gesellt.
      Des guten Freddys (*) Idee war es, mal auf ein paar Bier und Abendessen in die Stadt zu gehen.
      Bis hierhin eine gute Idee.

      (*) Namen redaktionell geändert.

      Song des Tages:
      The Contract - Purson
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    • Day 63

      Tag 63 - Koman

      September 15, 2019 in Albania ⋅ ☀️ 27 °C

      50 km / 2745 km - 8 / 267 Stunden

      Ausgaben:

      0 € / 29 € Transport (Fähre, etc.)
      14 € / 611 € Lebensmittel
      2 € / 466 € Unterkunft
      0 € / 117 € Eintrittspreise
      0 € / 12 € Anschaffungen
      0 € / 8 € Ersatzteile

      16 € / 1243 € Gesamt

      Meine geplante Route bestand schon länger daraus, mit dem Fahrrad zum Koman See zu fahren und dann dort auf mit der Fähre nach Firzë zu fahren.
      Als ich Mandy das vor einigen Tagen so erzählt habe, meinte sie, das ist eine gute Idee und sie und Nancy haben dasselbe vor. Also haben wir schon zu der Zeit den Plan geschmiedet zusammen dorthin zu fahren. Umso schöner dass wir jetzt nicht nur zu dritt sondern gar zu fünft.

      So verlasse ich Shkodra auf demselben Weg, wie ich ihn nun schon zum dritten Mal fahre. Einmal hinaus, wieder hinein und jetzt wieder hinaus. Die Strecke wurde nicht langweilig. Sie hat immer wieder etwas zum Sehen gegeben.

      Der erste Teil der Strecke zum Koman See war schon eine gewisse Herausforderung an die Räder. Zwar waren noch nicht ganz so viele Schlaglöcher und Unebenheiten in der Straße, wie sie uns später noch erwarteten. Aber es hat uns bei den Bergabfahrten doch schon recht stark verlangsamt.

      Also wir eine Mittagspause einlegten, musste ich mich erstmal an die neue mittägige Nahrungsaufnahme gewöhnen. Es scheint als haben alle beiden Zweiergruppen immer eine ausgiebige Mittagspause eingelegt und auch auf das Vorbeiziehen der Mittagssonne gewartet. Für mich ist das etwas völlig neues, da ich Mittags meist nur fahre und höchstens ein paar Minuten Pause mache, in denen ich mir ein paar Kekse und Früchte einverleibe. Meist jedoch habe ich erst gar keinen Hunger. Aber die Gruppendynamik lässt es zu, dass ich mich heute gepflegt zu Brot mit Käse und Tomaten hinreißen lassen. Und ich muss sagen, es gefällt mir gut.

      Nach einer Weile kam eine Gruppe von fünf Rennradfahrern aus dem Kosovo die Strecke uns entgegen. Sie wunderten sich, ob wir es denn heute noch bis zu der Fähre schaffen wollten. Aber wir hatten vor, die Fähre am nächsten Morgen zu nehmen. Daraufhin meinten sie, dass wir wohl ein Weilchen für die Strecke brauchen würden. Denn sie sei voll mit Schlaglöchern und schlechten Fahrbahnbelag gefühlt aus den 60er Jahren.

      Und sie sollten Recht behalten. Die Straße wurde zunehmend schlechter und unsere Fahrt dadurch sehr verlangsamt. Aber dafür war die Natur ringsherum sehr schön und wir haben auch noch ein tolles Café gefunden in dem wir uns eine halbe Stunde niedergelassen haben.

      Gegen Abend erreichen wir dann den Zeltplatz am Fuße des Koman Sees. Was komisch klingt, ist dennoch richtig. Der Koman See ist tatsächlich ein Stausee und wir lagen am Fuße der Staumauer. Ich habe zwar angefangen, mein Zelt aufzubauen, werde es aber heute nicht brauchen. Wir haben alle nebeneinander auf der Wiese unsere Schlafsäcken aufgereiht und den Sternen beim vorbeiziehen zugeschaut. So sanken wir heute alle fünf zufrieden und glücklich in einen geselligen Schlaf.

      Song des Tages
      Drive - R.E.M.
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    • Day 64

      Tag 64 - Schule

      September 16, 2019 in Albania ⋅ ☀️ 26 °C

      0 km / 2745 km - 0 / 267 Stunden

      Ausgaben:

      10 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
      4 € / 612 € Lebensmittel
      0 € / 466 € Unterkunft
      0 € / 117 € Eintrittspreise
      0 € / 12 € Anschaffungen
      0 € / 8 € Ersatzteile

      11 € / 1254 € Gesamt

      Heute Morgen mussten wir zeitig starten. Die Fähre sollte gegen 9 Uhr am Morgen ablegen und wir wollten rechtzeitig vorher da sein. Das bedeutet kein Frühstück für uns auf dem Zeltplatz. Das wollten wir uns auf der Fähre genehmigen.

      Als wir am Fähranleger angekommen sind, herrschte natürlich erwartungsgemäß großes Chaos. Es gab keinen Platz mehr und keine Möglichkeit, um die Fahrräder noch nach hinten in der Schiff zu bewegen, wo sie nicht nur sicher gestanden hätten, sondern auch Platz gehabt hätten.

      Wieder einmal frage ich mich, zu was es ein Buchungssystem gibt und die Leute auch wissen mit welchen Fahrzeugen sie zu rechnen haben. Am Ende fährt sogar noch ein Transporter auf die Auffahrrampe, welche für ihn extra unten gelassen wird und fährt in dieser Position mit über den See. In Deutschland völlig undenkbar. Aber der Erfolg hat ihnen Recht gegeben.
      Auch unsere Fahrräder bekommen noch einen hinreichend sicheren Stellplatz und kommen wohlbehalten auf der anderen Seite des Sees an.

      Die Überfahrt dauerte eine gewisse Zeit, die wir damit verbrachten, uns Frühstück auf dem Schiff zu kochen, Schach zu spielen und die wunderschöne Natur zu genießen.
      Vor allem das Zubereiten einer warmen morgendlichen Mahlzeit führte zu viel Erstaunen unter den anderen Fahrgästen, welche sich aber über unsere Art und unsere Art zu reisen freuten und uns in Ruhe ließen. So kamen einige nette Gespräche und sehr viel Informationsaustausch zustande. Viele waren sehr daran interessiert, was wir so erlebt haben und welche Geschichten wir zu erzählen hätten.

      Am Fähranleger auf der anderen Seite wartete neben einigen Reisebussen, welche schon die Fußgänger abholen wollten, auch noch ein nettes Café auf uns.
      Hier stand das erste Mal für die Gruppe eine gewisse Planung der Reiseroute und eine kleine Zerreißprobe an.
      Von diesem Ort aus gab es drei mögliche Routen für unsere Gruppe. Die eine Route, für die wir uns dann entschlossen haben, barg auch ein kleines Stück Autobahn in sich. Dies ließ sich nicht vermeiden, weil es keinerlei Umgehung der Autobahn gegeben hätte, außer einen sehr weiten Umweg in Kauf zu nehmen.

      Einer der Kellner kam zu uns und wollte uns mit der Routenplanung helfen. Wir legten ihm die albanische Karte vor und er wunderte sich ob dies den wirklich Albanien soll. Und als wir dann meinten, dass dies Albanien ist, meinte er, er habe noch nie eine Karte von Albanien gesehen. aber da fragten ihn dann noch ob es denn eine gute Idee oder überhaupt möglich wäre, mit dem Fahrrad über die Autobahn zu fahren.
      Ich glaube er hat nicht den Hintergrund unserer Frage verstanden und antwortete damit, dass es natürlich in Albanien möglich ist mit dem Fahrrad auf der Autobahn zu fahren und es ja überhaupt keinen störe.

      Nachdem wir unsere Kaffee ausgetrunken hatten, fuhren wir weiter in die nächste Stadt hinein um noch ein paar Vorräte einzukaufen. Hier begegnen wir dem "Camping Klaus". Ein Bayer, welcher nach Albanien hier in die Gegend gezogen ist um seinen eigenen Campingplatz und seine Ideen in der Tourismusbranche umzusetzen. Ich denke die Möglichkeiten sind gegeben und kann seinen Gedanken durchaus nachvollziehen. Aber es schien mir nicht so, als würde gerade sehr viel Erfolg dahinter stehen. Er meinte zu uns, dass die Gegend leider doch immer mehr verfallen würde, weil die Leute nicht gewillt seien zu arbeiten und ihre Gegend aufzubauen.

      Neben dem Camping Klaus begegnen wir noch einer Asiatin welche uns mit den immer gleichen Worten und Gestiken und versucht irgendetwas klarzumachen, was wir aber einfach nicht verstehen können. Auch hatte sie drei Hunde mit sich im Schlepptau geführt, welche sie begleiteten. so lief sie dann aus der Stadt hinaus und wir fragten uns wo sie denn hin wandern wollte.
      Wenig später sahen wir ein Auto an uns vorbei fahren, in welchem die Asiaten saß. Die Umstände und das Ziel der Reise blieben aber weiterhin unbekannt.

      Mit Einbruch der Dunkelheit haben wir dann die südlichen Hänge der Schlucht erreicht und finden zwei verlassene Gebäude, welche sich dafür anbieten, in ihnen die Nacht zu verbringen.
      Genau genommen war es nur ein Gebäude, in welchem die Nacht verbringen wollten. Das andere nämlich war eine vermeintliche medizinische Veterinärstation, welche einen sehr unheimlichen Eindruck erweckte.
      So entschlossen wir uns für das andere Gebäude, bei welchem es sich um eine verlassene Schule gehandelt haben muss, wie wir uns dachten.

      Die Außentür war verschlossen und wir stiegen durch ein kaputtes Fenster in die Schule hinein. Neben diesem gab es nur noch einen weiteren Eingang, und zwar dort, wo die ehemaligen Toiletten gewesen waren. Alle Türen im Gebäude waren verschlossen oder nicht mehr vorhanden. Somit war das Nachtlager relativ schnell aufgebaut und abgesichert.

      Während wir noch das Lager aufgebaut haben und anfangen wollten zu kochen, kam ein Mann zu uns und stellte sich einfach nur hin und schaute uns zu. Wie das oft so ist bei solchen Begegnung, kommt keinerlei wirkliches Gespräch zustande, sondern man hat immer nur einen stillen Beobachter, welcher sich ruhig verhält, aber aus welchem man auch nicht schlau wird.

      Als wir dann mit Kochen und Essen fertig waren, setzte ich mich noch einmal zu ihm und meinte dann, dass es jetzt Zeit wäre für uns schlafen zu gehen. Daraufhin verabschiedete er sich auch und trottete von dannen.
      Dies aber nicht ohne noch ein paar letzte Worte zu verlieren und mir klarzumachen dass dies seine Schule gewesen war. Und dann machte er noch ein paar Gesten und sprach Worte, aus denen ich nicht schlau wurde, welche sich aber mit dem Gerlkritzel an den Türen in der Schule zu einem relativ unheimlichen Bild formte.

      So nutzte ich noch kurz vor dem Schlafen gehen alle vorhandenen Möglichkeiten, um unser Schlafplatz abzusichern und ging dann auch schlafen.
      Die Nacht war ruhig und entspannt. Man fühlt sich doch sehr wohl und geborgen in einer Gruppe.

      Song des Tages
      Mmm Mmm Mmm Mmm - Crash Test Dummies
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    • Day 65

      Tag 65 - Scheideweg

      September 17, 2019 in Albania ⋅ ☀️ 25 °C

      50 km / 2795 km - 8 / 275 Stunden

      Ausgaben:

      0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
      3 € / 615 € Lebensmittel
      0 € / 466 € Unterkunft
      0 € / 117 € Eintrittspreise
      0 € / 12 € Anschaffungen
      0 € / 8 € Ersatzteile

      3 € / 1257 € Gesamt

      Heutige Morgen hatte für viele Leute in und um unserem Unterschlupf eine ganz besondere Note.
      Mein Tag begann damit, dass ich dadurch wach geworden bin dass mich Tom gefragt hat was ich da am Fenster stehe. Er konnte ohne seine Brille nicht sehen dass ich noch zwei Schlafplätze neben ihm liege. Ich bin dadurch wach geworden dass ich meinen Namen gehörte und habe meine Ohrstöpsel aus dem Ohr gezogen.

      Mandy war schon auf und hatte den Unterschlupf schon verlassen. Sie schilderte die Geschehnisse die davor passierten wie folgt:
      sie wurde wach durch das Klingeln von Glöckchen einer Herde. Nach einer Weile tauchte dann die Herde und der dazugehörige Schäfer auf, welcher sogleich durch das Fenster hinein schaute. Das war dann der Mann, welchen Tom fälschlicherweise für mich hielt.

      Aus Richtung des Haupteingangs der Schule hörte man eine Frau telefonieren und noch andere Stimmen miteinander sprechen. Wir haben uns da keine weiteren Gedanken und rumgemacht, bis wir ein Klappern der Kette hörten, welche den Haupteingang verschlossen hielt.
      Eben in diesem Moment wurde der Rest der Meute schlagartig wach und saß auf ihren Betten. Eine Frage stand im Raum, welche sich sofort mit ja beantwortete. der Haupteingang der Schule war geöffnet die Kinder und die Lehrer stritten herein und der Schultag war eröffnet.
      Für die Kinder war es mehr ein interessanter Anblick und ein ungewohnter neuer aufregender Morgen uns dort so zu sehen aber vielmehr Notiz Namen sie zunächst auch nicht von uns.
      Daraufhin kamen zwei Lehrer zur Tür herein und fragten in unseren Raum hinein was wir da machen, dies see eine Schule. Mandy, welche am Fenster von außen das ganze beobachtete, antwortete den Lehrerin in einem morgendlichen Tran folgendes: "Ach das ist aber interessant, wir haben auch Lehrer dabei. "

      Im Nachhinein betrachtet haben wahrscheinlich in diesem Moment alle unsere Hirne zeitgleich angefangen zu arbeiten und sich gefragt, wie unsere nicht durchdachte Antwort wohl bei den Lehrern angekommen sein muss.
      Aber sonst Namen keiner weiter Notiz von uns und der Schultag hat begonnen. Unser Tag begann dann wie immer mit dem Aufräumen und dem Zubereiten des Frühstücks. Tom unternahm indes einen Gang zu dem anderen Mann, welcher noch vor dem Haupteingang saß. Ein kurzes Gespräch mit ihm brachte zur Klarheit, dass dieser wohl der hiesige Schuldirektor sei. Selbiger fand unsere Aktion und auch unsere Reise so toll, das er überhaupt keinen Anlass hatte, und sind irgendeiner Weise böse zu sein.

      Nach dem Frühstück gingen wir noch durch die Schule, spielten mit den Kindern welche gerade Pause hatten und hätten gerne mal dem Unterricht beigewohnt. Vor allem der Lehrerin in unserer Gruppe wäre dies sehr recht gewesen. Nachdem wir gefahren waren, sagten wir alle zu uns, dass wir gerne noch länger geblieben wären und mit den Kindern gespielt hätten. Sie waren so fröhlich und freundlich und in dem was sie spielten und worüber sie gesprochen haben, den Kindern meiner Heimat nicht unähnlich.

      Aber vor allem stimmten wir alle überein, dass wir unser Bild von einem "verlassenen Gebäude" neu überdenken müssen.

      Der restliche Tag war ein üblicher Fahrradtag. Die Strecke war ruhig und angenehm, die Straße wie zu erwarten nicht die beste, aber gut fahrbar und der Verkehr eben nahezu nicht vorhanden, da aus dieser Richtung nur der Fährverkehr zu erwarten war.

      Auch begegneten wir wieder der Asiatin aus Firzë. Abermals hier wurden wir aus ihr nicht schlau. Saß sie doch gestern in einem Auto und wurde einige mit unbekanntem Ziel mitgenommen. Jedoch war zwischen Firzë und dem Punkt, an welchem wir ihr jetzt begegneten, keinerlei Siedlung, zu welcher hätte jemand fahren wollen und sie bis dorthin mitnehmen können.
      Jetzt hatte sie noch zwei Hunde bei sich und ist zu Fuß unterwegs.

      paar Kilometer weiter hatten wir gerade angehalten und neben uns hielt ein Auto mit zwei jungen Leuten. Wir befragten diese beiden, ob sie wüssten, was es mit der Asiatin auf sich hat. Er stellte sich heraus, dass diese in einem Hotel in den Bergen versucht hatte, mit Falschgeld zu bezahlen und dann von der Polizei vernommen, aber nicht in Gewahrsam genommen worden war. Welchen weiteren Weg die Frau einschlagen wollte, bleibt uns bis heute unklar. Es war das letzte Mal, an dem wir ihr begegnet sind.

      Unser Nachtlager schlagen wir an einem dieser Überlandmasten auf, an welchem ich schon Tage vorher auf meinem Weg nach Shkodra halten wollte. Deser war auch nicht ganz so weit von dem entfernt, an welchem ich vorbei kam. Es war wieder einer dieser sternenklaren Nächte, an dem wir gut unser Universum betrachten konnten.

      Song des Tages
      Man in the Silver Mountain - Rainbow
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    • Day 54

      Berge Albaniens

      May 24, 2022 in Albania ⋅ ☀️ 20 °C

      Wer nach Albanien reist, sollte nicht vergessen die Berge zu erkunden. In Theth lässt sich das am Besten machen. Von Shkodër ging es mit dem Minibus nach Theth. Eine Nacht im Rupa Guesthouse und dann noch zwei Nächte bei ihnen im Garten. Wir haben den Wasserfall erkunden, sind zum Blue Eye gewandert und haben den Pass Richtung Valbona erklommen. Allerdings haben wir denselben Weg wieder retour genommen. Es war etwas unklar ob der Weg leicht passierbar sein wird oder nicht. Drum haben wir uns gegen die Überquerung entschieden. Der Anblick von dort oben ist jedenfalls sehr schön.Read more

    • Day 16

      Nationalpark Theth 🏞

      May 28, 2022 in Albania ⋅ ☁️ 20 °C

      Heute waren wir im Nationalpark Theth. Wir sind durch den Nationalpark gewandert und waren am Wasserfall.
      Wir wären natürlich nicht wir, wenn wir uns nicht kurzzeitig verlaufen hätten 😁 aber schnell waren wir wieder auf Kurs 🧭🥾
      Also an unsere Familien: ihr müsst euch keine Sorgen machen! 😅

      Immerhin sind wir so ein paar süßen Schläfchen begegnet 🐑

      Nun sind wir wieder am Campingplatz von letzter Nacht angekommen. Trotz Reservierung haben wir leider keinen Platz mehr bekommen.. gute Organisation gibt es anscheinend doch nur in good old Germany 🇩🇪

      Naja jetzt stehen wir auf einem Parkplatz nebenan mit noch anderen „obdachlosen“ Campern. Hoffentlich wird die Nacht trotzdem erholsam 🌜
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    You might also know this place by the following names:

    Qarku i Shkodrës, Qarku i Shkodres

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