Argentina
El Chaltén

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146 travelers at this place:

  • Day115

    El Chalten und der Fitz Roy

    February 2 in Argentina ⋅ ☀️ 19 °C

    Unser nächstes Ziel heißt El Chalten am Fuße des Fitz Roy Massivs. Und wir haben Glück auf dem Weg dorthin: keine Schotterstraße, keine Windböen, kein Regen! ☺️ Nur beste Aussicht auf die berühmten Gipfel, denen wir entgegenfahren. Wir wollen vier Nächte hier bleiben und uns die Gegend mal wieder „erwandern“.

    El Chalten ist ein reiner Bergtourismus-Ort. Man kann hier jeden erdenklichen Outdoor-Kram kaufen, sich nach den Wanderungen in unzähligen Restaurants und Bars stärken oder sein Geld in Souvenirs oder geführte Touren investieren. Trotzdem stört der ganze Trubel nicht, denn der Ort kommt immer noch gemütlich daher. Die Leute sind entspannt, niemand drängt sich auf und die Natur rund um El Chalten steht definitiv im Mittelpunkt. Wir parken auf einem schönen Campingplatz mit Ausblick auf die Berge und den Fluss (und zur großen Freude von Pit mit Feuerstellen zum Grillen 😉).

    Am nächsten Tag geht es zur Laguna Torre, einem Gletschersee vor herrlichem Bergpanorama. Von der Nationalpark-Info erfahren wir, dass der Weg dorthin 10 km lang ist, bei nur 250 Metern Höhenunterschied. Außerdem gehört die Wanderung zu den beiden Highlights, die man rund um El Chalten gesehen haben sollte. Klingt alles ein bisschen nach rolatorbefestigten Wegen und Touristenmassen.
    Gott sei Dank täuschen wir uns aber und nachdem wir die letzten Sonntagsspaziergänger 😉 hinter uns gelassen haben, verteilen sich die Leute gut auf der Strecke und wir wandern meistens zu zweit durch ein ehemaliges Gletschertal. Kurz vor der Laguna erhebt sich vor uns der Cerro Torre, ein bzw. mehrere Nachbargipfel des Fitz Roy, und bei unserer Ankunft am See spiegelt sich darin das Massiv zwischen Resten von Eisbergen. Was für ein toller Auftakt unserer Zeit in El Chalten!
    Nach vielen Fotos und einer Brotzeit geht’s die 10 km wieder zurück und die Sonne brennt mittlerweile ganz schön runter. Die Tour ist doch nicht zu unterschätzen - da haben wir uns die Eisbecher bei der Ankunft echt verdient. 😬

    Tags drauf packen wir dann die nächsten 20 Kilometer an und steigen zur Laguna de los Tres am Fuße der Fitz Roy - Gipfel hoch. Endlich geht’s also zur Hauptattraktion und schon der Weg dorthin lässt kaum Wünsche offen. Wir merken nicht sehr viel von den ganzen Touristen, die das gleiche Ziel haben wie wir und die Wanderung macht wirklich Spaß. Es geht abwechselnd durch Wald oder einen Fluss entlang und immer wieder zeigt sich ein Wahnsinns Gipfelpanorama. Wir sind jetzt schon tief beeindruckt; wie wird das erst sein, wenn wir oben sind? Die letzte Stunde wandern wir auf einem steilen Pfad und in der prallen Sonne und als wir dann vor der Laguna und dem Fitz Roy Massiv stehen, können wir kaum fassen wie schön es hier ist! 😍 Auch das Wetter hält und keine einzige Wolke verdeckt die Aussicht auf die Gipfel. Wow!

    Jetzt hätten wir noch einen Tag in El Chalten zum Wandern übrig, aber von unseren zwei Touren sind wir doch ganz schön geschafft. Wir legen eine Pause ein, kümmern uns mal ein bisschen um den Blog, machen klar Schiff im Camper und verstecken uns vor dem jetzt wieder starken Wind in unserer Schachtel. 😉 Außerdem testen wir, ob die Argentinier das mit den Steaks wirklich so gut drauf haben, wie alle sagen. Jaaaa, das können sie. 😂

    Morgen geht’s dann schon wieder weiter... die Zeit fliegt!
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  • Day294

    El Chalten

    February 12 in Argentina ⋅ ⛅ 15 °C

    Well, what can I say?! El Chalten is the home of the most famous piece of rock in Patagonia. Fitz Roy! I saw a climbing film a few years ago about the first travers across all 7 peaks of the range and I was intrigued ever since.
    The town itself is pure here because of the mountain, so it’s a climbing and trekking Mecca. With loads of walking tails for day hike and beyond, it’s a very cool place and I scored the weather!!
    I only stayed two nights, but the first full day i had here, I did two day hikes back to back, around 45km and 10 hours with a stop to take the views! Fitz Roy was amazing, truly unbelievable when I first saw it properly just after 7am. I think I laughed for an hour! There’s a big old lake up under the range which was a great place to chill for an hour and get some photos. I got up the 4/5 hour hike in 2.5 hours, so I was feeling very smug coming down meeting the people is past on the way up!
    Once I was down form the lake, I was heading home to see what else I could do, but then I saw a sign for Lago Torre, checked the map and went with it! Another 10km later, I found myself at another lake, this time with a glacier at one end and a Hugh tower of rock next to it. I did not expect that! I chilled for a bit more then headed back into town for a well deserved local beer!
    Next day, I got up a little later, but then headed out to another view point. I realised that when I got there, there was another peak to climb, so I did, it was steep! Especially with a bit of leg ache from the day before. I’m glad I did though as it was an awesome 360 view of the area, peaks and lakes! I was leaving later in the day, so I got myself down in quick time.
    Both days had millions of caterpillars on the trail, and I mean millions! I’d lobe to see the place in a week or so as there would be millions of butterflies. It was like a plague! Walking through the forest, it took me a while to figure out the the sound I could hear, which sounded like rain through trees, was in fact far caterpillars falling from the trees onto the floor. I really can’t explain how many there were, but maybe like looking at the stars on a really clear night. Caterpillars!! Everywhere!!!!
    I left at 6pm to go to El Cafaete
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  • Day255

    El Chalten

    January 16, 2018 in Argentina ⋅ ☀️ 63 °F

    On the bus ride here – about 3 hours – we stopped at a small café with a sign saying it was a historical site. Not initially aware what the historical significance was, Christy hunted around and found out that this was where Butch Cassidy and the Sundance Kid hid out for a month back in 1905 while on the run after a series of bank robberies. John’s dad would have absolutely loved this place. We’ll be stopping here on the way back to Calafate so will try and look at the small museum next to the café.
    We’ve found this town, situated in a wide canyon bordered by two rivers running from the mountains and merging at the town’s entrance and offering great views to the mountains, to be much more charming. There’s great access to Glaciers National Park and many of the trails start just a few minute’s walk out of town. Surprisingly, there are no park fees. The only downside is the hiking trails are absolutely packed with people – more than any other place we’ve ever hiked except maybe Mount Fuji in Japan.
    This seems to be not only a busy tourist town for casual hikers like us, but also a center for serious mountaineers and rock-climbers with the trails and town full of folks carrying serious climbing gear up towards the rock faces and snow.
    We’ve experienced the ever-present Patagonian wind and totally unpredictable weather, but this is all well worth it. We’re lucky to be able to spend a few days exploring these Patagonian towns as it seems most tourists spend just one or two days in each place before moving on.
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  • Day225

    El Chaltén

    March 13 in Argentina ⋅ ☀️ 11 °C

    Nachdem wir vom Huemul Trek zurück waren, belohnten wir uns am selben Abend mit einem leckeren Essen in unserer Liebligskneipe Pangea. Zuerst gab es noch das Happy Hour Special, Bier mit selbst gemachten Chips sowie Rotwein mit Käse und Oliven. Zum Hauptgang wurde dann leckeres argentinisches Rindersteak serviert. Dazu gab es „Papas Fritas a la Foster“ - Pommes mit Schinken und Käse überbacken, wirklich Lecker!!! Nur Caro konnte das Essen nicht richtig genießen, ihr war anscheinend mein dick gekochter Haferbrei (wegen der Mäuse 🐁) nicht so gut bekommen. Für die verbleibenden zwei Tage in El Chaltén hatten wir noch große Pläne. Wir wollten in zwei Tagestouren jeweils den Cerro Torre und den Monte Fitz Roy, die eindrucksvollsten Berge der Region, besichtigen. Am nächsten morgen machte sich dann aber das wahre Ausmaß der letzten 2 Wochen wandern bemerkbar. Wir kamen nur gemächlich in die Gänge und so nahmen wir uns „nur die kürzeren 20km“ zum Cerro Torre vor. Die Strecke lief sich mit leichtem Gepäck gut und so war es eigentlich nur eine längere Halbtagestour. Caro war immer noch angeschlagen und so ließen wir zwei uns etwas mehr Zeit. Trotzdem waren wir zum späten Nachmittag zurück und probierten heute mal die Mojito-Happy Hour in einem anderen Lokal. Hier galt das ganze nur pro Person, aber ich konnte auch ganz gut zwei Mojitos verkraften.
    Am nächsten Morgen war das Tal wolkenverhangen und es nieselte immer mal wieder. Dieser Umstand und unser lang anhaltendes Frühstück veranlasste uns, die Tour zum Fitz Roy abzusagen und stattdessen den Tag im Ort zu verbringen. Ich hatte mich bereit erklärt zum Frühstück Pancakes zu backen und da die Küchenausstattung (Herd und Pfanne) nicht besonders gut war, dauerte dieses Vorhaben für 6 Leute entsprechend lang. Zusätzlich wurde trotzdem noch eine Menge Brot gegessen.
    Anschließend beräumten wir unsere Zimmer und machten einen kurzen Ausflug zum Denkmal an den achtlosen Wanderer, der durch einen Zigarettenstummel einen Brand auslöste. Als Mahnmal standen hier noch die Überreste eines abgebrannten Baumes. Auf dem Weg zurück ins Dorf schlenderten wir noch durch das eine und andere Geschäft und kauften Souvenirs, die wir glücklicherweise meinen Eltern gleich mit auf den Heimweg geben konnten (neben den anderen 5 Kilo Sachen). Den restlichen Tag entspannten wir in El Chaltén bevor wir um 19 Uhr mit dem Bus zurück nach El Calafate fuhren. Unsere Unterkunft dort war ziemlich trostlos aber günstig, nah zum Busbahnhof und hatte ein Frühstück im Angebot. Den letzten Abend verbrachten wir im völlig überhitzten Gemeinschaftsraum bei ein paar Gläsern Wasser und den Resten der 1 Kilo Tafel Nuss-Schokolade. Am nächsten Morgen frühstückten wir in aller Frühe bevor wir meine Familie verabschiedeten und wir uns nochmal für ein paar Minuten ins Bett legten. Für meine Eltern und Geschwister stand jetzt die 1 tägige Busfahrt nach Punta Arenas an und von da am nächsten Tag der lange Rückflug nach Deutschland 🇩🇪

    Rückblickend können wir sagen, dass wir 3 richtig schöne Wochen zusammen verbracht haben. Unsere beiden großen Wanderungen waren sehr schön, aber auch ganz schön anstrengend. Dafür wurden wir mit 3 Wochen gutem Wetter und tollen Ausblicken belohnt.
    Konrad
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  • Day16

    El Chalten D4 Corrillo del Salto

    January 14 in Argentina ⋅ ⛅ 12 °C

    Final sunrise attempt to see Fitz Roy covered in red. No luck but at least the sunrise was lovely.

    Completed the day with a walk to the waterfall Corrillo del Salto

  • Day15

    Camping mit Alex. Und Robin.

    January 31, 2018 in Argentina ⋅ ⛅ 21 °C

    Wir nehmen also den Bus nach El Chalten, eine Stadt die erst 1985 ihren Anfang nahm und sich seither zu einem der Trekking-Mekkas Patagoniens entwickelt hat. Wie könnte es anders sein? Nach 5 Minuten Fahrt muss schon das erste Frauenzimmer aufs Klo, wobei „Wohnung“ es schon eher trifft. Das tut hier aber wirklich nichts zur Sache und darf durchaus als unnötig diffamierend verurteilt werden. Kurze Zeit später hat es bereits eine Schlange vor dem Kabäuschen (aka Scheisshäuschen). Und noch ein wenig später muss dann auch Sue. Tss, was ist nur mit diesen Mädels los. Doch dann, auf einmal und ohne Vorwarnung, kommt dieses untrügliche Gefühl in mir auf. Ich muss auch. So eine Scheisse. Also nicht ganz, aber nahe dran. Ich lasse mir nichts anmerken und bleibe sitzen.

    Und dann wäre da noch der Fahrer. Schon kurz nach Beginn der Fahrt meint Sue noch, dass sie gar nicht gern auf Plätzen sitzt, von denen man den Fahrer sieht (wir sehen zwar nur seinen rechten Arm, aber das scheint zu reichen). Als eben dieser rechte Arm unaufhörlich zu gestikulieren und rumzufuchteln anfängt, anstelle sicher das Lenkrad zu umklammern, weiss ich was sie meint. Wir sind uns nicht sicher, ob Ramon ewig am Telefon hängt oder wie Bob schon zu viele Beeren gefuttert und darum einen an der Waffel hat. Keine der Optionen gefällt uns. Nicht zuletzt weil das Busfahren, wie schon der Landeanflug, aufgrund der starken und böigen Winde in dieser Region, ständiges Intervenieren des Fahrers benötigt, um nicht neben der Strasse oder im Gegenverkehr zu landen. Ich schliesse die Augen, verschränke die Arme, massiere leicht die verbliebene und hartnäckige Speckrolle und konzentriere mich auf das einzige was zählt im Leben, den Moment. Solange er noch ist.

    Und wieder haben alle überlebt und niemand ist ernsthaft zu schaden gekommen. Ramon scheint seine Defizite ja auch schon vorher gehabt zu haben und trotzdem hat er es geschafft, uns sicher nach El Chalten zu chauffieren. Der Wind bläst, die Frisur sitzt. Meine zumindest. Handy-Empfang in dieser Gemeinde? Fehlanzeige. So werden wir die nächsten Tage also ohne direkte und konstante Verbindung zu Freunden, Familie und dem belanglosen Restlärm des Internets auskommen müssen. Vielleicht mal reden miteinander. Oder mehr schlafen. Hoffentlich wird das Internet uns auch vermissen.

    Nun zum Campingplatz, der war sehr einfach. Einfach sehr einfach. So auch die zur Verfügung gestellten Refugios (eine Art Küche bzw Kochhütte, schau Foto). Licht und Duschen gibts nur zwischen 7 und 10 abends. Mehr braucht es aber auch nicht. Wlan? Genau. Wir hatten uns bereits im Vorfeld für die günstige Variante eines Doms entschieden, eine einfach Plastikhülle in der ein durchaus vernünftiges Bett steht. Das ganze auf Pfeilern über einem kleinen Teich bzw Sumpf gebaut. So gesehen ganz idyllisch. Als kleiner Bonus streifen die umliegenden Büsche schon bei minimalem Wind mit ihren Ästen an der vergilbten Hülle, was aus dem Inneren betrachtet an kleine Kinderhände und einige Szenen aus Blair Witch Project erinnert. Gemütliches Camping eben, insbesondere wenn es stürmt und trotz undichtem Eingang wie aus Eimern schüttet. Last but not least, eisig kalt war es auch, also frieren wir uns trotz zusätzlicher Decke den eingeschüchterten Arsch ab. Wie ich mich auf unser Penthouse freue. Aber hey, am nächsten Morgen soll es dann mit Hiking los gehen. Raus in die Natur und so. 

    Und siehe da, geweckt von Sonnenstrahlen (ja der Dom hatte auch ein vergilbtes Fenster) und Vogelgezwitscher, raus aus dem Skianzug und ab ins T-Shirt, warmer Wind bläst und die Sonne scheint. Ziel ist die Laguna de Los Tres, am Fusse des Mount Fitz Roy mit atemberaubender Aussicht. Näher kommt man dem Matterhorn Patagoniens ohne Kletterausrüstung nicht, doch der letzte Aufstieg hat es in sich (scheisse war das steil). Kaum auf der Strasse auf dem Weg zum 3km entfernten Anfang des Hiking Trails, hält auch schon das erste Auto von sich aus und fragt, ob es uns denn mitnehmen könne. Claro Amigo! Patagonien kann also auch anders.

    So waren, um es vornweg zu nehmen, die folgenden Tage auf dem Camping dank vielen herzlichen und interessanten Menschen ein richtiges Highlight. Besonders erwähnenswert ist Alex, ein Argentinier in seinen mid-Vierzigern der ganz vernünftig Englisch spricht und öfters mit uns abhängt. Er teilt sein Zelt mit seinem etwa 10-jährigen Sohn und freut sich schon, bis Frau und Tochter in ein paar Tagen dazu stossen. Da er mit seinem Pick-up unterwegs ist, können wir ihn mehrmals als Mitfahrgelegenheit nutzen. Irgendwie erinnert mich Alex an meinen alten Freund Thorsten. Das einzige Problem mit ihm ist sein Sohn. Der knuffige Junge ist anständig, süss, vital und ganz offensichtlich ein tolles Kind. Und sein Name? Ramon. Ach du Scheisse. Echt jetzt? Wieso?! Der arme Junge. Ich kann das nicht und gehe dem Kind wann immer möglich aus dem Weg. Und wenn er mich denn doch mal erwischt und anlächelt, so nenne ich ihn innerlich einfach Robin, was es einigermassen erträglich macht. Einigermassen.

    Aber zurück zur eigentlichen Geschichte. Nach der erst-abendlichen Schlotterpartie (aufgrund der Temperatur und der um Hilfe flehenden Kinderhände) wurde am Morgen nach dem Zwiebelprinzip eingekleidet, man weiss ja nie welche Wetterkapriolen (oder Kinder fressende Hexen) einen noch erwarten in diesem verrückten Patagonien. Doch schon nach 10 Minuten verschwanden dank brennender Morgensonne die meisten Schichten im Rucksack und nach etwa 30 Minuten waren wir beide schon leicht durchgeschwitzt beim untersten Long-Sleeve angekommen. Und für einen Moment steht die Erde still. Unglaublich aber wahr, wir hätten kein identischeres Outfit aus unseren Rucksäcken zaubern können. Man könnte denken (nein, man muss bei dem Anblick davon ausgehen, schau Foto), dass wir uns bewusst so gekleidet haben oder zumindest beim Anziehen den Umstand billigend in Kauf genommen haben. Dem war aber aus bereits bekannter und tief verankerter intrinsischer Abneigung gewiss nicht so. Nachdem ich den unvermittelt einsetzenden Brechreiz durch dem Hyperventilieren ähnliche Atemübungen überwunden hatte, blieb lediglich dieses leicht beklemmende Gefühl der Scham. Und da sich die schöne Sue nervte, dass es mich nervte, hatten wir schon zwei Dinge gemeinsam an diesem sonst so wunderschönen Tag.

    Zur Landschaft will ich wirklich nichts schreiben, Sue‘s Fotos erzählen das viel besser. Wobei man wohl nie in Fotos festhalten kann, wie unglaublich eindrücklich die Welt hier ist. So trage ich denn auch unsere kleine Drohne immer tapfer mit, man weiss ja nie wann und wo sich eine passende Gelegenheit bietet. Allerdings scheinen die unstetigen und ungestümen Winde hier den Einsatz sehr bewusst zu verhindern. Wohl aus Angst die Bilder würden noch mehr Touristen anlocken. Und dann sind da noch die Drohnen-Verbotsschilder, die hängen auch bei jedem Nationalpark-Eingang. Wir lassen unsere Spark die Tage also als zusätzliches Trainingsgewicht im Rucksack. Aus Respekt vor dem Wind. 

    Als nächstes „Highlight“ wartet nun der Nachtbus auf uns, 11h nach Los Antiguos. So sparen wir auch gleich eine Übernachtung, was wir ziemlich sicher mit entsprechend viel Rotwein belohnen werden. Melatonin und Ohrenstöpsel liegen für die Fahrt bereit und wir hoffen insgeheim, dass Crazy-Ramon heute frei hat. Meinem Rucksack-Odor nach zu urteilen, wäre ein Waschtag in Los Antiguos angebracht. Yay, und schon wieder eine Aufgabe, Mission accepted!
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  • Day16

    ...doch noch was geschafft...

    March 19, 2018 in Argentina ⋅ 🌙 22 °C

    Tag 3 in El Chaltén.
    Tag 2 kann man getrost auslassen...denn das Wetter war ekelig. Sehr windig und Regen. Ich bin von Cafe zu Restaurant, zu Eisdiele, zum Bett "gewandert".
    Tag 3 war dann umso schöner und umso anstrengender.

    Fröhlich, mit reichlich Proviant im Rucksack sollte es zur Laguna Torre gehen.
    Ich wollte mir eigentlich noch podcast folgen für die Wanderung runterladen, aber das Internet hatte auch nen sehr schlechten Tag.

    Statt zur Laguna de los tres waren es hier nur 9 statt 10 km Weg (one way) und das Ende hat weniger Steigung.
    Ich persönlich fand jetzt den Einstieg in diese Wanderung auch recht anstrengend!! Meine Beine waren noch nicht warm gelaufen...
    Auf dem Weg traf ich auch noch 2 alte Bekannte aus Chile wieder. Sie fragten, ob ich mit Ihnen wandern will 😂😂😂 was die wandern nennen, nenne ich Joggen!!!!
    ich brauche mein eigenes Schneckentempo.
    Die Wanderung ist wunderschön. Viele flache Stücke.
    Frustrierenderweise fehlte das 8 km Schild und ich fragte mich echt, wie lange sind bitte km 7 und 8...ich war schon ewig unterwegs...
    Schwupp, da kam der letzte Anstieg zur Lagune Torre.
    Die ist leider grau und nicht so blau wie die Los Tres (die ich ja am 1 tag nicht erreicht habe) aber ich war trotzdem sehr glücklich und stolz auf meine Leistung.
    Ich hatte sogar das Glück und habe ein Huemul gesehen! Eine bedrohte Hirschart. Nicht jeder hat so ein Glück!!
    Ja gut, zurück musste ich auch noch...ich hab mit den letzten 3 Kilometern gut gekämpft. Ausserdem wurde es eisig kalt.
    Zum letzten Sonnenstrahl traf ich im Restaurant ein, wo ich prompt wieder sehr nette Tischnachbarn hatte, Joe und Linda aus Palm Beach, Florida. Weitgereiste und weltoffene Amerikaner. Der Abend endete mit dem ein oder anderen Trump Witz.
    Morgen fährt mein Bus nach Calafate um 8.
    Hier endet also erstmal meine Bergsteigerkarriere!!! 😂
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  • Day45

    El Chalten - Fitzroy

    December 21, 2018 in Argentina ⋅ ⛅ 15 °C

    Man könnte meinen, sich irgendwo inmitten der Walliser Alpen zu befinden. Ein kleines Dorf, umgeben von Bergen, wo Menschen aus aller Welt herkommen um zu wandern und den Fitzroy zu bestaunen.
    In der ersten Nacht machen wir uns morgens um 3h20 mit einem Einheimischen und etwa 20 weiteren Nachtmenschen auf den Weg zur Laguna Capri. Die Wolken hangen tief am Himmel und wir sind skeptisch, ob es sich wirklich gelohnt hat, wertvollem Morgenschlaf gegen Nachwanderung einzutauschen. Knappe zwei Stunden später erreichen wir die Lagune und finden die Antwort im nun wolkenlosen Himmel. Wie nehmen am Ufer Platz und warten bis das Farbspektakel losgeht: Die ersten Sonnenstrahlen klatschen mit voller Wucht gegen den Fitzroy, welcher in feuerigen Rottönen erleuchtet und mit der spiegelnden Lagune um die Wette strahlt.
    Einige der anderen Nachtwanderer entscheiden sich anschliessend für die Rückkehr ins Bett, wir drei jedoch wandern weiter. Rund zwei Stunden später erreichen wir nach einem steilen Aufstieg endlich unser Ziel: La Laguna de los Tres. Ein herrlicher Anblick! Nur einen See trennt und vom Fitzi! Fühlt sich schon toll an, um 8h02 Uhr bereits den "Gipfel" erreicht zu haben. Und noch mehr Spass macht es, beim Rückweg in all die schwitzenden Gesichter zu schauen, die den steilen Aufstieg noch vor sich haben:-) Die Nummer 1 Wanderung von El Chalten scheint eine Volkswanderung zu sein. So freuen wir uns, alt bekannte Gesichter wieder zu sehen wie der Typ von unserer Free Walking Tour in Buenos Aires, die Deutschen vom Pinguin Trip in Ushuaia, die Franzosen vom Hostel in El Calafate, die Tschechinnen sowie Gin aus Korea von unserem aktuellen Hostel.
    Die nächsten 4 Tage verbringen wir mit weiteren längeren und kürzeren Wanderungen und meine Beine kommen langsam richtig in Form! Auf einer der längeren Wanderungen freunden wir uns mit dem Argentinier Julian und seiner albanischen Freundin Mimosa an, welche in Affoltern wohnen, keine 15 Minuten von unserem Zuhause entfernt! Die Wanderzeit mit ihnen vergeht wie im Flug, das ist auch gut so, denn Silvan möchte pünkltich zur Happy Hour zurück sein. Bei Wein und Bier und Hamburger lassen wir den Abend zu fünft gemütlich ausklingen.
    Am nächsten Tag vor dem Supermarkt lernen wir eine Schweizer Familie aus Nänikon kennen und tauschen uns über das bereits erlebte in El Chalten aus. Die zwei Buben, 7 und 8 jährig freuen sich sehr, endlich wieder mal etwas zu verstehen wenn die Eltern mit anderen Touristen quatschen.
    Unser Hostel ist etwas ab vom Schuss und es gibt nur noch ein Apartment-Hotel, welches noch hinter unserem ist. Und wen treffen wir am Abend vor unserem Hostel? Die Schweizer Familie auf dem Heimweg zu diesem Apartment-Hotel:-) Kurzerhand verabreden wir uns für den nächsten Abend zum Znachtässe und alle freuts, wieder einmal einen ganzen Abend mit neuen Bekanntschaften Schweizerdeutsch zu schwätzen! Unseren letzten Tag in El Chalten und auch der letzte mit Silvan verbringen wir mit unseren Schweizer Nachbarn beim Spiele spielen!
    Und schon sind die 3 tollen Wochen mit Silvan vorbei. Ein letztes Abendessen mit ihm und den Schweizern und es heisst Goodbye, den unser Nachtbus fährt kurz vor 22 Uhr los nach Los Antiguos!
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  • Day14

    FitzRoy und die Einsamkeit

    March 17, 2018 in Argentina ⋅ ⛅ 30 °C

    Heute war einer dieser komischen Tage mit schönem Ausgang.
    Ich bin in ElChalten, ein Bergsteigerdorf in Patagonien. Es wimmelt hier von backpackenden Bergsteigern, Kletterern und...Paaren!! Also GENAU mein Klientel.😂
    Wlan gibt es nur über Satellit, kein Handyempfang.
    Aber gut. 3 Tage...
    Gestern war Ankunftstag und ich bin gleich losgestiefelt, den Weg zurück aus dem Dorf raus, denn das Panorama bei der Einfahrt mit dem Bus war sooo toll. Bin 4 km gelaufen, hab auf den Sonnenuntergang gewartet und bin dann in den Ort zurück getrampt.
    Hat super geklappt. Dann war ich Essen und habe 2 sehr nette Belgier beim Essen am Nebentisch kennen gelernt.
    Heute hab ich ausgeschlafen und bin zum Wanderweg zum Monte Fitz Roy gegangen. Ich konnte mir fast denken, dass wenn ich um halb 12 los laufe, ich die 10 km zur Lagune und zurück nicht schaffe. Die ersten 2 km hatten einen sehr sehr guten Anstieg und nach 6 km bin ich dann umgedreht und über den See zurück gelaufen.
    Heute war einer der Tage, voller Selbstzweifel, Einsamkeit, Langeweile...und so hatte ich auch von vorn herein keine Motivation 20 km alleine zu laufen und zu klettern. Mir fehlte der zweite Antrieb, ein Gespräch, jmd der an der Ecke auf mich wartet.
    Trotz dessen habe ich 12 km geschafft und wurde auch so mit einer tollen Aussicht belohnt.
    Am Abend im Restaurant kam ich mir alleine auch voll blöd vor. überall nur Gruppen und Paare.
    egal, Durchgezogen.
    Der Tag nahm im Hostal eine unerwartete Wendung, als ich mit Isabel und Sabrina (Mutter und Tochter aus Chemnitz) ins Gespräch kam, wir Bier teilten und einen sehr netten Abend verbrachten.
    Wer immer nur geile Bilder von mir zu sehen bekommt, der sollte doch auch von den Entbehrungen des allein reisens wissen! Manchmal ist es eben auch schwer.
    Gute N8!
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  • Day25

    Cerro Torre en de Huemul gletsjer

    December 6, 2018 in Argentina

    Tussen alle wandelingen door genieten we van de vele bars en restaurants in het dorp. Vé begint hier zelfs bier te drinken. Vooral donkere biertjes, van wie zou ze dat geleerd hebben. Er zijn hier enkele lekkere plaatselijke brouwsels, zelfs met chocolade en framboossmaak.

    Na 3 dagen verhuizen we naar camping El Refugio. Niet dat ons hostel slecht was, maar we willen wat geld besparen want Argentinië is toch een stuk duurder dan we gedacht hadden. De eigenaar is nergens te bespeuren dus zetten we onze tent op in de buurt van een hoge omheining om wat beschut te zijn van de sterke wind. Net voor we de camping willen verlaten voor een wandeling duikt de uitbater dan toch op. Een relaxte gringo met lang zwart haar en een baardje die ons slechts €15 voor 2 nachten vraagt.

    Daarna halen we wat brood en water in de supermarkt en beginnen we aan de tocht naar Cerro Torre. Het is zo’n 3u enkele richting, iets minder lang dan de tocht naar Fitz Roy. Het eerste uur is het wel weer stevig klimmen tot we zicht krijgen op de 3 spitse pieken waar we naartoe gaan. De topjes zitten helaas in de wolken en zouden de rest van de dag niet meer tevoorschijn komen. De volgende 2 uur is het vrij vlak en genieten we van de zon die regelmatig door de wolken komt piepen. Ze brandt hier enorm. We passeren onderweg een paar kreeften die zich duidelijk niet genoeg ingesmeerd hebben.

    We bereiken Lago Torre, het gletsjermeer dat ons scheidt van het Torre gebergte. Enkele ijsschotsen drijven in het grijze water en een condor huppelt op zijn gemakje rond tussen de toeristen. Zoals gezegd zijn de topjes van de bergen niet te zien maar desondanks kijken we weer onze ogen uit. Het is hier gelukkig niet zo druk als aan Fitz Roy, er zitten hooguit 30 andere toeristen verspreid rond het meer. Nadat onze beentjes wat gerust hebben, schiet Vé haar turbo in gang op de terugweg en op een dikke 2 uur tijd staan we al terug in El Chaltén.

    Een laatste uitstap brengt ons naar de Huemul gletsjer. Een minibus ons komt ophalen om naar Lago Del Desierto te rijden. Het wordt een hobbelige rit van anderhalf uur met 2 korte stops aan een waterval en een uitzichtpunt over de omringende bergen. Onderweg komen we ook te weten dat El Chaltén pas ontstaan is in 1985. Het werd destijds halsoverkop gebouwd om de regio te bevolken en zo een grensdispuut tussen Chili en Argentinië te winnen.

    De bus dropt ons aan de rand van het meer en van daar wandelen we op een uurtje naar de Huemul gletsjer. Een pittige klim met enkele kleine watervallen onderweg waar we kunnen stoppen om wat foto’s te nemen en te rusten. Uiteindelijk komen we aan de voet van de gletsjer waar een prachtig turquoise meer ligt te schitteren in de zon. We halen er onze picknick boven en genieten op ons gemak van al dat moois. Na de afdaling worden we teruggevoerd voor een laatste nacht in El Chaltén.
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You might also know this place by the following names:

El Chaltén, El Chalten, El Čaltenas, Эль-Чалтен, Эль Чалтен

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