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Camino Francés 2019

Niemand weiß, wie weit seine Kräfte gehen, bis er sie versucht hat.
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  • Day39

    Die zwei Pilger auf dem Monte do Gozo

    June 29 in Spain ⋅ ⛅ 14 °C

    Gestern war ich dann nochmal auf dem Monte do Gozo. Das ist eigentlich die letzte Steigung auf dem Camino Francés, bevor es dann hinunter in das Tal von Santiago de Compostela geht.

    Hier gibt es die Statuen der beiden Pilger, die von dort zum ersten Mal das lang ersehnte Ziel Santiago de Compostela und die 3 Spitzen der Kathedrale von Fernem erblicken. Ich hatte mich schon total auf diesen Anblick und Ausblick gefreut, doch leider laeuft der offizielle Pilgerweg etwa 500 Meter entfernt davon. Ich wusste das zwar, aber leider war der Weg zu den Statuen nirgendwo zu finden.

    Das ging nicht nur mir so, also haben wir uns nochmal aufgemacht, um die Statuen zu finden. Es ist ein wunderschoener Ausblick, auch wenn wir nochmal den ganzen Berg hochlaufen mussten ..., es hat sich gelohnt.

    Es ist ein toller Ausblick, den wohl jeder Pilgeer diesem komischen Monument (sieht man auf dem erstern Bild am PC zwischen den beiden Pilgern, ganz in der Ferne am Horizont, bevor der Himmel anfaengt) , an dem der Pilgerweg vorbei fuehrt - das zu irgendeinem Papstbesuch in SdC aufgestellt wurde - vorziehen wuerde, nach so einem langen Weg.
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  • Day39

    Mal wieder ein update ...

    June 29 in Spain ⋅ ⛅ 17 °C

    Jetzt sind schon wieder drei Tage vergangen, seit ich hier in Santiago de Compostela bin und allmaehlich gewoehne ich mich an die faulen Tage - ich schreibe hier in der Albergue auf einem spanischen PC, da gibt es keine Umlaute und esszet, aber es ist erheblich angenehmer mit einer funktionierenden Tastatur nach ueber 6 Wochen mal wieder zu schreiben!

    Ja, die Ankunft hier kann ich immer noch nicht so richtig in Worte fassen, vielleicht aber so viel sagen, dass auf den letzten Kilometern nach Santiago rein, der Unterschied zwischen wandern und pilgern offensichtlich wurde. Lange habe ich mich wie auf einem langen Wanderweg gefuehlt, Etappe und Etappe, aber das gemeinschaftliche Erlebnis mit wildfremden Menschen anzukommen und sich darueber gemeinsam zu freuen, war schon etwas Besonderes, was das pilgern ausmacht.

    Und ich habe einige wiedergetroffen, die ich unterwegs kennengelernt habe, unter anderem Sergio, die Amerikaner. Einzig May mit ihrem Hund Kaya hab ich noch nicht gesehen, ich wuerde mich sehr freuen, wenn das noch klappen wuerde.

    Der Abend wurde recht lang, aber irgendwann war ich dann doch recht muede und wollte nur noch schlafen. Allerdings wurde es eine sehr unruhige Nacht und ich wusste dann auch, warum mir die letzten Tage das Laufen so schwer gefallen ist. Ich bekam wechselweise Fieber mit Schuettelfrost. Die Tage zuvor hatte ich wegen meinem Ruecken Paracetamol genommen, das wohl gleichzeitig das Fieber gedrueckt hat und ich so nicht bemerkt hatte, dass da was im Anmarsch war.

    Daher lag ich die naechsten beiden Tage ziemlich viel im Bett und hab dann erst mal meinen Aufenthalt in Santiago verlaengert. Lola, die fuer die Albergue zustaendig ist, wusste Bescheid und war fuer mich 24-Stunden erreichbar, echt toll. Es hat sich aber inzwischen wieder alles beruhigt und ich bin wieder fit.

    Gestern war ich dann im Pilgrim House, eine Einrichtung fuer Pilger, wenn sie im Trubel von Santiago nach all der Ruhe beim Laufen mal ein Plaetzchen brauchen, um sich zurueckzuziehen. Ich hatte ausserdem Glueck, dass an dem Abend ein Fest fuer Pilger veranstaltet wurde, zu dem ich eingeladen wurde. Dort hab ich dann noch einige andere Pilger kennengelernt, es war ein sehr schoener gemeinsamer Abend.
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  • Day36

    Km 0

    June 26 in Spain ⋅ ⛅ 18 °C

    Heute war es also endlich soweit …

    Irgendwie lässt sich das gerade noch sehr schwer in Worte fassen, wie es war, das erste Mal die Turmspitze der Kathedrale von der Ferne zu entdecken, die letzten 1 ½ Kilometer zu laufen, die sich zogen und gleichzeitig doch so unendlich schnell vergingen.

    Als dann ganz leise der Dudelsack erstmals zu hören war, merkte man genau, an den Reaktionen um einen herum, wer Pilger war und wer Tourist. Denn der Dudelsackspieler steht in einem schmalen Gang, dem einzigen Zugang vom Camino aus betrachtet, wie man auf den großen Platz gelangt und spielt für die ankommenden Pilger.

    Tja, und dann stehst Du da, vor der Kathedrale: vor km 0!
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  • Day34

    Die Strecken werden kürzer ...

    June 24 in Spain ⋅ ⛅ 15 °C

    Gestern und heute waren an sich schöne Tage zum Laufen, ich hab mich inzwischen auch mit den Steigungen abgefunden 😏, irgendwann bin ich auch oben. Die Pilgermengen treten inzwischen wellenförmig auf, sodass ich die ruhigeren Zeiten genießen kann, allerdings merke ich gerade eine zunehmende körperliche Müdigkeit. Ich merk es auch beim Schreiben des Blogs, es fällt mir abends immer schwerer noch wirklich auf den Tag einzugehen.

    Die Strecken, die ich mir vornehme, werden wieder kürzer, ich brauche mehr Schlaf. Wenn ich in der Albergue ankomme, leg ich meist erst am, für eine Stunde hin. Phasenweise bin ich zu müde zum Essen, sodass ich jetzt die letzten drei Tage abends meine erste Mahlzeit hatte. Es wird Zeit, dass ich Santiago erreiche.
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  • Day34

    St. Juan, Sardinen und reichlich Rotwein

    June 24 in Spain ⋅ ⛅ 16 °C

    So, jetzt komm ich zur späten Stunde noch dazu, von den Festivitäten an St. Juan – Johannistag – zu berichten, der hier in Spanien groß gefeiert wird. Im Landesinneren mit Lagerfeuer, gegrillten Sardinen und reichlich Rotwein.

    Wir Pilger wurden ja alle eingeladen, leider nahmen nur wenige daran teil, denn die Familie und Freunde der Albergue-Inhaber gaben sich sehr viel Mühe uns alles zu erklären, zu zeigen und uns mit einzubeziehen – was aufgrund der diversen Sprachen sich nicht ganz einfach gestaltete.

    Die Feier dauerte bis spät in die Nacht, ich hab mich dann gegen zehn verabschiedet. Andere, die schon gegen acht zum Schlafen gingen, waren immer noch hellwach, weil es ihnen zu laut war. Zwei mussten sich besonders aufregen, leider muss ich sagen, es waren Deutsche, die irgendwann runter gehen wollten, um den Festivitäten ein Ende zu setzen …. Ein Belgier mit guten Deutschkenntnissen und ich konnten sie mit vereinten Kräften zum Glück davon abhalten. Ich hab ihnen dann meine Ohropax geschenkt, die ich bis jetzt noch nicht gebraucht hatte. Ich konnte bis jetzt immer problemlos einschlafen, ein Paar hab ich noch für den Notfall übrig. Aber zurzeit werd ich die wohl eher nicht brauchen, ich leg mich gerade hin und bin fast sofort weg.
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  • Day32

    Eukalytuswälder und St. Juan

    June 22 in Spain ⋅ ⛅ 18 °C

    Heute war ein recht schöner Tag zum Laufen, die Menschenmassen hielten sich in Grenzen, das Wetter war sonnig bis bewölkt, ab und zu kamen ein paar Regentropfen herunter. Bin heute durch Eukalyptuswälder gelaufen, der Duft war unglaublich, nur schöne Fotos konnte ich keine machen, da die Baumkronen so weit oben sind, dass man da nichts sieht. Ich werde morgen mein Glück erneut versuchen.

    Einziger Meckergrund heute: Ich wollte nur um die 10 km laufen, also habe ich eine Strecke mit 7,5 km gewählt, da die Streckenberechnungen hier eher großzügig sind. Heute wurde eine schöne Alternativstrecke angeboten, allerdings war die dann 14 km lang, das waren mir mit Rucksack dann doch 2 bis 3 km zu viel, am Schluss bin ich echt nur noch gekrochen.

    Heute wird es auch nichts mit dem früh ins Bett gehen, denn es wird St. Juan gefeiert, bis in die Nacht, mit Böller und vielen gegrillten Sardinen, Rotwein und überhaupt. Wir Pilger sind von der Dorfgemeinschaft A Calle eingeladen worden, bin echt gespannt und werde morgen berichten.
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  • Day31

    Heute nur Bilder ...

    June 21 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    ... hab noch keine Entscheidung getroffen.

  • Day30

    Stau auf dem Camino Frances

    June 20 in Spain ⋅ ☁️ 12 °C

    So, heute gibt es zumindest einen Kurzbericht. Ich weiß nicht warum, aber gerade ist bei mir ziemlich die Luft raus. Ein Grund sind sicher die Menschenmengen, die seit Sarria auf dem Camino unterwegs sind – ab Sarria sind es noch gut 100 km bis nach Santiago de Compostela und die muss man mindestens laufen, um eine Compostela zu erhalten. Also laufen viele den möglichst kürzesten Weg und hier staut es sich – siehe Bilder -, wie sonst an einem schönen Sonntagnachmittag in der Wilhelma oder am Bärenschlössle (für Nicht-Stuttgarter: das sind beliebte Ausflugsziele in der hiesigen Gegend).

    Ich bin daher ernsthaft am Überlegen, ob ich einen Sprung nach A Coruna mit dem Bus mache und von dort nach SdC laufe, das wäre der sogenannte englische Jakobsweg, der bei weitem nicht so überlaufen ist, da vielen gar nicht bekannt. Mal schaun, wie ich mich entscheiden werde.
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  • Day28

    Dringend benötigte Pause

    June 18 in Spain ⋅ ⛅ 14 °C

    Heute gibt es nur einen Kurzbericht, der heutige Pausentag war mehr als dringend nötig und zudem gut gewählt, da heute der erste Regentag während meines Caminos war. Also verließ ich morgens die Albergue, die erste, bei der ich wirklich froh war, sie verlassen zu können.

    Das lag zum einen an den Pilgern, sehr viele, die erst am Vortag angefangen hatten, entsprechend fit waren und a Abend nicht zur Ruhe kamen. Es war ein ständiges Kommen und Gehen. Ich hab normalerweise ja keine Schlafprobleme, aber letzte Nacht war es schwer in Schlaf zu finden. Außerdem waren die sanitären Anlagen ein Graus. Als eine duschte, wurde der komplette Sanitärbereich samt Toiletten unter Wasser gesetzt, das Wasser kondensierte an allen Wänden, das Klopapier war dadurch feucht … Einfach unangenehm.

    Dafür ist mein jetziges Einzelzimmer um so gemütlicher, sodass ich hier auch noch eine zweite Nacht bleibe. Heute habe ich viel geschlafen, bin lediglich zweimal durch den gesamten Ort gelaufen, auch wieder schön hoch und runter, langsam gewöhn ich mich tatsächlich daran. Hier merkt man, dass der Ort schon auf sogenannte Tourigrinos ausgerichtet ist, also eine Kombination aus Touristen und Peregrinos (Pilger). Viele sind nicht mehr nur mit dem Rucksack und zwei Kleidergarnituren unterwegs, sondern mit Koffern, in denen reichlich Wechselklamotten vorhanden ist, da muss dann auch nicht mehr Wäsche gewaschen werden.

    Ist ganz interessant, man kann das rein optisch sehr schnell unterscheiden, wer schon länger unterwegs ist – manchmal auch olfaktorisch 😀. Davon sind dann speziell Jacken und Schlafsäcke betroffen 😉.

    Wie auch immer, ich komm vom Thema ab, hier gibt es daher auch ein paar nette Geschäfte, und wenn ich nicht noch einige Kilometer vor mir hätte, wäre heute eine Paella-Pfanne meins gewesen. Aber, selbst wenn ich in Santiago de Compostela eine so schöne finde, weiß ich noch nicht, wie ich die nach D bekomme. Die ist leider ziemlich groß … Vielleicht fällt mir ja noch eine Lösung ein.

    Essen war ich heute nicht, habe die Reservierung auf morgen verschoben, hatte heute irgendwie nicht so recht Appetit. Die Bilder von heute, sind noch die von gestern, morgen kommen dann die von Portomarin – hoffentlich im Sonnenschein.
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  • Day27

    Nur die Harten kommen in Garten

    June 17 in Spain ⋅ ⛅ 17 °C

    Geplant war heute ein 13-k -Tag, nur abwärts ü, also eigentlich gut machbar. Gestern jatte ich zwar schon erste Zweifel, ob das so eine gute Idee ist, weil ich ziemlich müde war. Auch machten sich meine Muskeln bemerkbar. Ei Pausentag nach sechs oder sieben Tage Laufen wäre wohl, auch sinnvoll gewesen, aber die Auberge und der Ort verführteN nicht gerade dazu.

    Also ging es heute Morgen los, aber schon sehr schleppend. Jede Sitzgelegenheit wurde dankbar in Anspruch genommen. Als ich nach der Hälfte der Strecke dann in einem Café auf der Wegstrecke meinen Kakao trank, merkte ich, dass heute nicht mehr viel gehen würde. Mir ging es einfach nicht gut.

    Also beschloss ich ein Taxi zu rufen (lassen). Das war dann recht schnell da, aber spannend waren vor allem die Reaktionen vieler Pilger in dem Café, als ich durch die vielen Tische zum Ausgang lief, vom Taxifahrer begleitet, und in das Taxieinstieg. Blankes Unverständnis von vielen, das auch laut geäußert wurde. Konnte ich gut hören und verstehen. Weil, so was macht man wohl als Pilger nicht. Nur die Harten kommen in Garten …

    Ich war jedenfalls froh, dass ich es gemacht habe, denn in der Herberge legte ich mich erst mal, auf die Pritsche und schlief von 12 Uhr bis u. 16:30 Uhr durch. Dann beschloss ich morgen auf jeden Fall einen Pausentag in einem Einzelzimmer einzulegen – ich fand um die späte Uhrzeit keines mehr für heute. Die zehn Euro für die Herberge wären mir in dem Fall egal gewesen. Außerdem hab ich für Morgen einen Tisch reserviert, wo es ausgezeichneten Fisch und vor allem viel Gemüse geben soll, Letzteres ist echt Mangelware hier. Ich schätze. Ich werde den halben Gemüseladen leer kaufen, wenn ich wieder zurück nach D komm.

    Zum Tagesabschluss gab es noch zwei Bier und jetzt geht es ins Bett. Morgen.kommen.dann noch mehr Fotos vom.heutigenTag.
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