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Weltweit

August 2019
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  • Day184

    Tapiche Reserve -die Vorbereitung

    March 1 in Peru ⋅ 🌧 30 °C

    Wir machten uns nach dem Frühstück auf, um noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen, Vorbereitungen für unsere 5 tägige Tour in den Dschungel zu tätigen.
    Daher hatten wir uns einen Tag vorher Luft gelassen. Ja, und wir wollten doch noch gern ein wenig die Stadt erkunden bevor wir dann die Tage untertauchen.

    Unser Vorsatz war gut, die Umsetzung war nicht so einfach. Wir waren geschockt über die Straßen, den Dreck , der unfassbare Lärm. Ein wichtiges Kommunikationsmittel der Motorradtaxis ist die Hupe, fraglich wichtiger als die Bremse 😬🙉🙉
    Erst dachte ich, wir wären im schlechten Teil der Stadt gelandet, doch wie sich später herausstellte, sieht es hier überall so aus.
    Nun, wir sind bis zum täglichen Obst und -Gemüsemarkt gekommen. Uns brummte schon dort der Schädel, doch wollten wir eine Kleinigkeit einkaufen, das wäre auf jeden Fall der günstigste Ort dafür.
    NIEMALS hätten wir auch nur etwas angefasst, geschweige davon, etwas zu kaufen.... wir hatten alles was an Wert hat, im Hostel gelassen, nur ein wenig Geld eingepackt, denn einem der andern Gäste wurde gestern sein Handy "entwendet".
    Ich kann es kaum in Worten fassen, was wir erblickten.... und vor allem, gerochen haben !!
    Mit jedem Schritt zwischen den "Verkaufsständen" wurde der Geruch von Verwesung und Gammel schlimmer. 😷Der Untergrund, auf dem wir uns fortbewegten 🤢 glitschig und ekelig, wo wir doch wirklich nicht empfindlich sind !
    Ein Graus zu sehen, dass hier selbstverständlich auch kleine Kinder herulaufen, mein Gott, die sind bestimmt mega abgehärtet,
    Corona wird hier kehrt machen, dem Virus wird es zu schmutzig sein.
    Alte Frauen, die undefinierbare Fleischklümpchen grillten, das was ich erkennen konnte, war ein kleiner Kaiman, och neeeee, das wollten wir nicht. Doch der Hammer waren die riesen Geier, die von den Dächern herunterflogen, um sich die Fleisch unf Fischreste zu sichern. .... das war echt krass😬
    Wir schafften eine Gasse und sind dann aber fluchs zurück auf die "Hauptstraße", wo sich der etwas andere Schmutz als gar nicht mehr so schlimm darstellte.

    Morgen geht es ins Tapiche Reservat, wir haben unseren kleinen Rucksack gepackt, mehr als 40 Liter dürfen /sollten wir nicht mitnehmen.
    Am Abend sind wir mit Ryan und Erik zur "Promenade" gegangen. Dort hat Ryan uns an einen kleinen Stand geführt, es gab für sehr kleines Geld gutes Essen.
    Lecker war es, es gab Rinderherz gegrillt mit den landestypischen braunen Bohnen und Reis. Ich hatte Hühnchen und probierte ein Stück Herz.... wenn man nicht weiß, was man isst, war es ganz lecker.....
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  • Day183

    von der Wüste in den Dschungel

    February 29 in Peru ⋅ ☁️ 29 °C

    Heute war großer Reisetag, wir sind von Calama nach Santiago dann nach Lima und von Lima nach Iquitos geflogen. Also diese Buisinessleute, die ständig fliegen, oh nein, das wäre nichts für uns. Ein etwas unwohles Gefühl ist beim Fliegen immer dabei. Nun denn, wir haben es geschafft und wurden am Flughafen von unserem Fahrer schon erwartet. Es war mittlerweile 23 Uhr, wir bekamen einen kleinen Vorgeschmack auf Iquitos und der war extrem !
    Es war laut, es gibt 1000sende von Motorradtaxis, die Luftfeuchtigkeit ist bei ca 80% , das Leben pulsiert.
    Für uns sah es in etwa aus wie Thailand vor 25 Jahren, aber dann noch etwas schlimmer !

    Iquitos ist mit 144 463 Einwohnern und 377 609 Einwohnern im Ballungsraum die größte Stadt im tropischen Regenwald von Peru. Die Stadt ist nur über den Luftweg oder per Boot über den Amazonas zu erreichen. Per Straße ist sie von der Außemwelt abgeschnitten,
    Die Stadt wurde um 1750 als Mission der Jesuiten gegründet. Ursprünglich war sie eine Verteidigungsbastion gegen Indios, die sich der Bekehrung wiedersetzten.
    Zwischen 1870 und 1880 entwickelte sich der Kautschukboom, die Wirtschaft florierte und Iquitos gald in den folgenden 30 Jahren als Zentrum der
    Kautschukgewinnung und des -handels.
    Dieser Boom endete, als es dem Briten Henry Wickham gelang, Samen der Kautschukpflanze aus Brasilien nach Asien zu schmuggeln.
    Das ist nur ein kleiner Einblick.....

    Wir wurden im green Track Hostal von Ryan empfangen, er arbeitet jetzt schon seit 2 Monaten hier, ist Deutscher. Daher war die Kommunikation problemlos.
    Unser SEHR einfaches Zimmer befand sich in der 3 Etage, dort war die Aussicht prima und es wehte ein laues Lüftchen. Wir hatten als einzigen Luxus tatsächlich eine Klimaanlage, dafür aber keine Tür oder Handwaschbecken im Bad 🙈
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  • Day181

    Geiser del Tatio und die Panflöte

    February 27 in Chile ⋅ 🌧 27 °C

    Oh je, dieser Ausflug startete ganz früh, wir mussten um 4:30 aufstehen, denn unsere Fahrt ging heute zu den Geyser del Tatio. Der Grund warum wir so früh starteten war, es ist ja morgens sehr kalt, die Geiser befinden sich auf 4350 Metern Höhe. Durch den Wärmeunterschied sollen sie wunderbar zur Geltung kommen. Dafür stehen wir doch gerne früh auf, ist ja fast wie arbeiten gehen😉
    Wieder wurden wir in unserer Unterkunft abgeholt, müde kletterten wir in den Minibus und ab gings. Unsere Gruppe war diesmal nur 7 Personan stark und wir waren 2 davon. Sehr angenehm... und die anderen kamen aus Brasilien (!) und Italien.

    Am Anfang waren wir etwas irritiert, denn unser Guide sprach kein Englisch.... als wir am ersten Ziel angekommen waren, stellte sich heraus, dass er nur ganz wenig Englisch kann und ihm nicht gesagt wurde, dass er ein Paar dabei hat, welches die Landessprache nicht spricht Er konnte sich nicht darauf vorbereiten und entschuldigte sich dafür. Dann holte er ein kleines Buch hervor und erklärte uns anhand seiner Notizen was vor sich ging.
    Wir fanden ihn so symphatisch und lieb. Er hatte offensichtlich viel Spaß dabei, sein Englisch anzuwenden, das war irgendwie süß.

    Die Geiser waren tatsächlich nicht so spektakulär wie wir uns das vorgestellt hatten, aber trotzdem schön, als wir dann zum Frühstück Halt machten, war dort ein angelegtes Thermalbecken in dem sich schon einige Leute tummelten.
    Und es war richtig kalt ! Wir hatten Schal um und kleine Taschenwärmer in der Jacke.... für mich bedeutete Wüste nur Hitze, ich finde es immer noch komisch, dass es nicht so ist.

    Nach dem Frühstück fuhren wir weiter zu einem Bergsee in dem sich ein paar Flamingos und Enten tummelten, sowie wieder Vicunas..
    ach ich liebe diese Tiere🦙

    Danach gab es einen kleinen Stop in einem Dorf mit einer wieder sehr alten Kirche...

    Aber das eigendliche Highlight war, als wir am Kaktuskanyon angekommen waren, spielte unser Guide Manuel uns auf seiner Panflöte vor....
    wir sind von den Guides dieser Agentur wirklich angetan, sie waren mit echten Intusiasmus bei der Sache und es schien nicht aufgesetzt.
    Wir hatten den Eindruck, dass ihnen die Arbeit Spaß macht und die Begeisterung von Natur und Tieren war nicht gespielt.
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  • Day179

    Valle de la Luna

    February 25 in Chile ⋅ ⛅ 21 °C

    Valle de la Luna.... das Mondtal

    hier sagt man, sieht es dem Mond am ähnlichsten.....

    Wieder mit der gleichen Agentur fuhren wir diesmal mit Andre, einem sehr chilenisch aussehendem Deutschen (deutscher Vater, chilenische Mutter) in die Mondlandschaft.
    Es war ganz schön, denn Andre spricht sehr gut Deutsch, Schwäbisch, Schweitzerdeutsch, Englisch, Spanisch und Französich👍 beneidenswert.
    Wir hatten in der Gruppe eine super fite, ältere Schweitzerin ( 70+) mit der wir uns gut unterhalten haben.
    Sie reist einen Monat allein durch Chile, wir fanden diese Frau super !

    Diese Mondkraterlandschaft war schon oft Schauplatz in Filmen, u.A. James Bond mit Daniel Craig (Casino Royal)

    Danch ging es zu einer große Düne, die wir auch hinaufkletterten und später zum Sonnenuntergang in den Kojote Canyon, Piedra del Coyote

    Bilder sprechen mehr als Worte..........
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  • Day178

    Piedras Rojas - wenn die Luft dünn wird

    February 24 in Chile ⋅ 🌙 4 °C

    Nachdem wir gestern einige Stunden erfolglos versucht hatten, die Agentur unserer Wahl wiederzufinden, (es ist hier einfach ein unglaubliches Gewusel und alles sieht gleich aus ) sind wir kurzhand zu einer Anderen gegangen und haben unsere Wunschziele gebucht.

    Heute wurden wir um 7 Uhr früh abgeholt, die Fahrt ging zu den schönen Bergseen, für die diese Gegend bekannt ist. Diese liegen teilweise auf 4500 Metern über dem Meeresspiegel.
    Wir waren froh, den Ratschlag von Mauritio angenommen zu haben, dass wir uns ersteinmal etwas Zeit lassen, damit wir uns an die Höhe hier gewöhnen.
    San Pedro liegt schließlich auch auf 2500 Metern Höhe.
    Unsere Reiseleitung heißt Renata, sie ist eine sehr motivierte junge Frau, die sehr gut Englisch spricht und uns alles sehr gut übersetzen und erklären konnte. Wir erfuhren über Land, Leute und Tiere.
    An unserem ersten Stopp an der Laguna Miniques bemerkten wir erstmals wie anstrengend es war, so dünne Luft einzuatmen. Walter und ich haben ja in den letzten Monaten gut Kondition aufgebaut und sind viel gewandert. Meistens waren wir dijenigen, die am schnaufen waren. Hier haben alle geschnauft... uns war richtig schwindelig und jeder Schritt war anstrengend. Ich kam ins Gespräch mit einer Bralilianerin, doch allein das langsame Gehen und dabei reden viel uns sehr schwer.

    Wir haben mittlerweile so viele schöne Dinge gesehen, doch es überrascht uns immer wieder aufs Neue, dass die Schönheit gar nicht aufhört. Wieder ist es die schier unendliche Weite, dann die Berge gefolgt von den sich öffnenden Tälern, wo sich dann auf einmal ein See befindet. Da ist man doch erst für eine
    kurze Zeit sprachlos.
    Unsere Gruppe bestand aus Brasilianern, die jetzt, da in Brasilien ja Karneval ist, frei haben. Die Atacama Wüste ist ein sehr beliebtes Reiseziel für Brasilianer.
    VSie stehen als Urlauber hier an erster Stelle gefolgt von Franzosen, erzählte Renata.

    Auch hier gibt es wilde Lamas, sie heißen Vicuna sehen noch hübscher aus als die Guanakos in Patagonien. Sie sind zarter gebaut und haben ein hübsches helles Gesicht. Das Fell ist sehr begehrt, denn es hat eine sehr große Dichte mit einer Art "Luftpolster" daher sind sie in der Lage, in über 3000 Metern Höhe zu leben.
    So lieb sie auch aussehen, es heißt, dass sie sehr agressiv (ihren Artgenossen gegenüber) sind. Die Männchen sind "Machos", so nennt man die wirklich. Wenn ein junges Männchen geschlechtsreif wird, kommt es zu Kämpfen. Der Leithengst beißt dem anderen Männchen die Hoden ab😱
    Als Renata das erzählte, ging ein Raunen von den Männern durch den Bus...
    Ein anderes kleines Tier was wir entdeckten war ein Viscacha, das ist ein lustiger kleiner Nager. So eine Mischung aus Hase (lange Ohren), Kangeru (hüpft) und Chinhilla (Fell). Es hat einen leicht eingerollten Schwanz und ist echt sehr flink. Als wir ihn entdeckten, war dieses Exemplar tiefenentspannt und schlief.

    Zur Tour gehörte auch Frühstück und Mittagessen.... es war ein wirklich schöner Tag mit super netten Leuten und einer tollen "Reiseleitung".
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  • Day176

    San Pedro und der kleine Karneval

    February 22 in Chile ⋅ ☀️ 25 °C

    Das mit dem Frühstück ist schon ganz schön.... unser Kühlschrank war bestückt mit Butter, Milch, Marmelade und einer 6 Liter Flasche Wasser. Außerdem gab es Kaffee und Tee, prima.
    Mauritio brachte uns frische Brötchen und 4 Eier mit den Worten, vorsicht ist noch heiß. Ok... er spricht nur sehr wenig englisch, aber das sollte es wohl heißen..
    Als Walter mit Schwung ein Ei aufklopfte, welches nicht heiß war, stellten wir fest, sie waren noch gar nicht gekocht.... da mussten wir lachen...

    Das Städchen hat eine Post, eine Polizeidiensststelle, ein Gemeindehaus und wir konnten in einem Hinterhof 3 Krankenwagen sehen...
    Im Stadtzentrum befindet sich eine sehr schöne Kirche, diese ist aus dem 17 Jahrhundert und wurde während der spanischen Kolonialzeit erbaut.
    Die Iglesia de San Pedro de Atacama steht am Platz de Armas.
    Die Besonderheit dieser Kirche ist das Dach. Es besteht aus Kaktusholz welches mit Sehnen verbunden ist.

    San Pedro, das wussten wir, ist stark geprägt vom Tourismus. Jährlich besuchen ca 50000 Wüsten-Touristen die Oase . Das Örtchen befindet
    sich auf 2450 Metern Höhe am nördlichen Rand des Salar de Atacama. Hier leben ca 1938 Einwohner in ca 690 Häusern und ist damit die bevölkerungsreichste in der Kommune.
    Wie wir nachher herausgefunden haben, leben die aber nicht in der Stadt.
    Da gibt es ausschließlich Touristen. Aber wir waren nicht auf diese Massen vorbereitet. Der Hammer... jedes Haus in der Innenstadt besteht aus Touristenbüros, die Touren verkaufen, Soveniergeschäfte, die auch alle die gleichen Dinge im Regal haben und Restaurants.
    Die Menschenmassen echt krass. Fast nur Backpacker, Individualtouristen auch ein paar Reisegruppen und extrem viele freilaufende Hunde.
    Wir bemerkten viele französisch sprechende Menschen....
    Die Atmosphäre ist aber trotz allem sehr entspannt, vielleicht liegt es an der Sonne, an den staubigen "Straßen" oder einfach daran, dass ja alle in Urlaubsstimmung sind oder dass die Chilenen ein sehr freundliches, entspanntes Volk sind.👍

    Wir schlenderten durch den Ort mit dem Plan auch Touren zu buchen, doch wir waren hilflos überfordert von diesem Angebot. Hatten keinen Plan, wo denn nun anfangen ....
    Schließlich holten wir uns 3 Angebote, wollten am nächsten Tag buchen um dann die erste Sehenswürdigkeit anzusteuern. Wir hatten ja ausreichend Zeit.
    Als wir über den Placa de Armas schlenderten, bemerkten wir bunt gekleidete Menschen, viele Stände, die Schmuck und ähnliches verkauften und laute Musik.

    Neugierig geworden, waren wir auf einmal mitten in einer Feierlichkeit, die, wie sich herausstellte, Karneval war.🥳
    Verschiedene Gruppen wurden (sehr) laut über Lautsprecher angesagt und diese gaben Tanzaufführungen zum Besten.
    Es war spannend, vor allem war es offensichtlich, das war nichts, was hier für die Urlauber veranstalltet wurde, das war Tradition. Ich wurde, weil ich als kleiner Mensch gern vorn stehe, damit ich etwas sehen kann, direkt "Opfer" einer älteren Dame, die mich zum Tanzen aufforderte, tja, da kann man nicht nein sagen. Solchen unfreiwilligen Aktivitäten habe ich schon öfters ins Auge schauen müssen🙈
    Tapfer versuchte ich, nachdem ich mit Luftschlangen und Konfetti verschönert worden war, die Schritte mitzumachen.
    Ein bischen habe ich mich geschämt, aber es war doch toll so mittendrin. Walter hatte sich dezent im Hintergrund gehalten😎
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  • Day175

    San Pedro de Atacama

    February 21 in Chile ⋅ ☀️ 21 °C

    Nachdem wir Punta Arenas verlassen hatten, und das schöne Patagonien, landeten wir um 21:30 auf dem Flughafen in Calama. Wie fast immer, empfinden wir die Reisetage als recht anstrengend. Wir sind von Punta Arenas über Santiago geflogen, wo wir einen Aufenthalt von 4 Stunden hatten.
    Da gammelt man auf dem Flughafen herum, nirgends ist es wirklich bequem und etwas unter Spannung steht man ja auch, der Gedanke, man schläft womöglich leicht auf einem Sessel ein und verpasst den Flieger🙉

    Wir waren froh, als wir landeten, die Fahrt bis nach San Pedro dauerte auch nocheinmal eine Stunde mit dem Minibus. Die anderen Gäste hatten alle Hotels gebucht (wir wieder Airbnb) und wurden zuerst abgesetzt. Als wir im Dunkeln durch die Straßen fuhren, bot sich ein für uns ungewöhnliches Bild. Die Häuser sind teilweise mit Lehmputz verputzt und es gibt keine befestigten Straßen. Die Wege sind aus festgefahrener Asche, uneben und huckelig. Es gibt hier keine Straßennamen, daher wollte unser englischsprechende (!) Fahrer uns gern zuletzt "ausliefern", so hatte er mehr Zeit um das Haus zu suchen.
    San Pedro ist nicht so groß, unser Haus liegt nicht in der Innenstadt. Da unser Fahrer sich nicht sicher war, ob er es gefunden hatte, telefonierte er noch schnell mit unserem Gastgeber, und, vor uns öffnete sich eine Tür, wir standen tatsächlich schon vor dem Haus😊 Top !
    Ich musste im nachhinein etwas schmunzeln, denn der Fahrer verabschiedete sich von uns wie ein alter Freund, ich bekam ein Küschen auf die Wange und Walter einen kräftigen Klopfer auf die Schulter🙃 Der Gedanke schlich sich bei mir ein, wie komisch, wenn bei uns der Taxifahrer dich mit einem Kuss zur Tür bringen würde🤣🤣

    Wir wurden sehr lieb von Mauritio in Empfang genommen, uns wurde kurz alles gezeigt, die Frühstückszeit besprochen, denn hier bekommen wir das Frühstück an die Tür gebracht 👍 , danach konnten wir zur Ruhe kommen....
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  • Day172

    Königspinguine und der Sturm

    February 18 in Chile ⋅ ⛅ 28 °C

    Wir machten uns auf den Rückweg, wir würden Feuerland verlassen und wieder aufs Festland zurückkehren.
    Allerdings hatten wir noch ein besonderes Ziel, Bahia Inutil, dort haben sich vor ein paar Jahren eine Königspinguinkollonie angesiedelt.
    Wir mussten eine lange Schotterstraße fahren und wichtig, vorab ein Ticket reservieren. Es sind nur eine bestimmte Anzahl von Besuchern am Tag gestattet, um die Tiere nicht zu stören.

    Es war unfassbar windig und wir mussten tatsächlich das erste Mal eine dicke Jacke, Mütze und Schal anziehen... die Handschuhe hatten wir dummerweise im Rucksack gelassen...
    Nach einer informativen Einführung über die dort lebenden Pinguine konnten wir zum etwas windgeschützten Beobachtungspunkt laufen. Dort gab es große Ferngläser damit man auch wirklich viel sehen konnte. Der Zeitpunkt war gut, denn wir sahen auch ganz kleine Babys, die sich an ihre Eltern schmiegten... einfach süüß🐧🐧

    Aber der Wind hatte sich verstärkt und Walter hatte Mühe überhaupt Bilder zu machen, so doll hat es gewackelt, die Kamera still zu halten war richtig schwierig.
    Es sind trotz allem ein paar schöne Fotos entstanden... wir haben es einfach genossen, diese Tiere so nah in freier Natur zu beobachten, die schönsten Bilder sind eh im Kopf.

    Danch fuhren wir zur Fähre über den Grenzübergang San Sebastian Chile, nach Punta del Gada um die Magellanstraße zu überqueren.
    Primera Angostura ist die erste Engstelle der Meeresenge, dort benötigt die Fähre nur 25 Minuten für die Überfahrt.
    Wir hatten an der Grenze natürlich wieder dafür gesort, dass wir keine Lebensmittel dabei hatten, ist ja verboten.
    Am Hafen angekommen gab es schon eine lange Schlange von Autos in der wir uns schon einmal anstellten. Da die Fähre ja regelmäßig übersetzt waren wir verwundert, dass es irgendwie so lange dauerte.
    Doch da es immer noch extrem windig war, dachten wir , na gut, die werden wohl etwäs länger benötigen... doch dann stellten wir fest, sie fuhren gar nicht.
    Es war schlichtweg zu stürmisch, die Fähre lag in Sichtweite aber sie konnte nicht anlegen😬
    Mittlerweile waren wir etwas hungrig geworden, es sah auch so aus, als wenn es sich noch Stunden hinziehen würde. Ich ging zum Kiosk, der auch sehr leckere warme Sandwiches verkaufte, nur alles seeeeehr langsam. Ich stellte mich in die Schlange mit 17 Leuten vor mir, nach 1,5 Stunden war ich zurück am Auto, Walter hatte schon vermutet, dass ich rübergeschwommen war....
    Doch mit einem Liter Cola, warmen Sandwiches und ein paar Chips konnten wir die Zeit ganz gut überbrücken. Als sich nach 8,5 Stunden immer noch nichts bewegte, wir einige Male der Autoschlange entlangspaziert waren, bzw uns durch den Sturm gekämpft hatten, beschlossen wir, uns im Auto für die Nacht häuslich einzurichten🙃 Bequem in den Sitz gekuschelt, ne zweite Hose und Hemd angezogen, ausgerüstet mit Schal und Mütze wollten wir schlafen.
    Das Auto war mittlerweile richtig ausgekühlt...
    Auf einmal kam Bewegung in die Schlange.... Bewegung, geil ! Langsam setzte der Korso sich in Fahrt und wir haben tatsächlich die 2 Fähre bekommen und konnten unseren Weg fortsetzen.
    Als wir um 1 Uhr morgens in unserer gemieteten Wohnung ankamen, wurden wir sehr herzlich von der Vermieterin und ihrem Mann begrüßt. Wieder war es sprachlich nicht möglich, doch Gesten und viel Gelächter machten uns schnell klar, was für uns in der Wohnung wichtig war.
    Erschöpft fielen wir ins Bett....
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  • Day170

    Martial Glacier

    February 16 in Argentina ⋅ ⛅ 3 °C

    Lass uns doch mal die Schlängelstraße hochfahren, da oben gibt es Kondore....
    das war Walters Vorschlag für den Tag😊
    Wir hatten gestern einen Ausruh-Gammel-Tag, ich hatte viel geschrieben, und jetzt wollte ich auch wieder an die frische Luft.
    Der Weg zum Ex-Sessellift des Gletschers führte uns erst über eine 7 km lange Serpentinenstraße aus dem Ort heraus. Zum laufen nicht so schön, sie führt erst etwas durch die Stadt und dann würde man nur Straße laufen, also total ok mit dem Wagen zu fahren.

    Wie schon so oft, war auch das Wetter auf unserer Seite, strahlender Sonnenschein. Der Hauptweg ist die ehemalige Skipiste, die, wenn kein Schnee liegt, ein breiter Schotterweg ist. Und es geht hier schon sehr steil bergauf!
    Es war uns tatsächlich vorher nicht bewusst, wie weit und vor allem, wie steil dieser Weg werden würde. Immer wieder schauten wir über die Schulter zurück und hatten einen genialen Blick auf die Stadt Ushuaia, den Beagle Kanal und den letzten Ausläufern der Anden.
    Je höher wir kletterten, umso kälter wurde es, tatsächlich gab es auch ein paar Schneeflocken ❄ , gefroren haben wir aber nicht.

    Nach ca 1.5 Stunden kamen wir ans Ziel (es waren wirklich viele Leute unterwegs). Der Gletscher war nicht so spektakulär wie der Perito Moreno,
    sah eher aus wie eine große Eisscholle, aber die Begeisterung der Anderen Mitstreiter war herrlich.
    Leider haben wir keine Andenkondore gesehen 🙃 Doch es gibt ja auch welche in Peru, vielleicht klappt es dann...
    Mit zittriegen Beinen ging es wieder bergab.... wir waren aber froh, dass wir diesen Aufstieg gemacht hatten, allein die klare Luft ist wie ein Geschenk.

    Wir hatten vor ein paar Tagen festgestellt, dass die meisten Restaurants hier Königskrabben als Spezialität anbieten. OK, das Meer vor der Tür, bietet sich wohl an.
    Heute, am letzten Abend wollten wir uns mal so ein Menü bestellen. Unsere Gastgeberin hatte uns ein Lokal empfolen, dort soll es am frischesten und preiswertesten sein.
    Der Laden macht um 19 Uhr auf, um 19:30 standen die Menschen schon auf der Straße Schlange. Wir bekamen eine Nr mit der Aufforderung in einer Stunde wieder zu kommen.
    Gesagt-getan... doch die Schlange war nicht kürzer geworden. Dank der Nr die wir ja bekommen hatten, bekamen wir recht schnell unseren Tisch. Unser kleines Problem war nur - wie isst man diese Krabben überhaupt? Wir sahen, wie am Nachbartisch die Beine des Tieres mit Scheren aufgeschnitten wurde, dann gab es ein gepuhle und ( für mich unappetitliches) geknibbel...
    Wir hatten uns schon gedacht, dass da nicht viel Fleisch dran sein kann, daher gab es vorab eine Suppe.... zum Glück..
    Als unsere Krabbe dann serviert wurde, fand ich es irgendwie gar nicht mehr so schön. Aber wer nicht probiert kann auch nicht sagen dass es nicht schmeckt.
    Tapfer ein Beinchen abgebrochen (die haben Stacheln !) dann mit der Schere zweimal daran entlang geschnitten, den Panzer entfernen und das Fleisch herauslösen.....
    Leider muss ich gestehen, ich fand den Geschmack nicht wirklich lecker....🤢 das Schnibbeln war ok. Also hatte Walter das Fleisch und ich das Beilagenbrot und die Tomatenscheiben bekommen.
    Das Beste war die Eisdiele auf dem Rückweg.... Wir haben in Patagonien das Weltbeste Eis gegessen! Es gibt immer eine doppelwandige Waffel, die lässt nichts durchtröpfeln und das Eis wird hineingelöffelt. Krass... sahnig und mit leckeren Geschmacksrichtungen. Für Walter gab es Whiskyeis 🥃

    Morgen haben wir wieder einen Reisetag, es geht langsam zurück nach Punta Arenas...
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  • Day168

    Beagle Kanal

    February 14 in Argentina ⋅ ☁️ 10 °C

    Von unserer Vermieterin empfolen machten wir eine Bootstour auf dem Beagle Kanal.
    Wir würden Komorane sehen, sowie den Leuchtturm von Ushuaia und eine kleine Insel auf der 3 verschiedene Arten von Pinguinen leben.

    Warm eingepackt ging es aufs Boot. Der Kanal war sehr ruhig, kein Wind oder irgendetwas anderes, was mir Übelkeit verursachen würde, jeah
    Die Insel " Isla Alicia" , wird von vielen Komoranen bewohnt, von weiten sehen sie aus wie Pinguine, ich war ja in Neuseeland schon einmal darauf
    hereingefallen😊
    Etwas weiter liegt die Insel " Isla de Los Pajaros", dort findet man eine Kolonie von Pelzrobben. Dahinter liegt der Leuchtturm, auch auf seiner eigenen Insel.
    Nach einer weiteren kurzen Fahrt kamen wir zur Pinguinkolonie, sie leben auf der Insel " Isla Martillo". Es sind 3 verschiedene Pinguinrassen vertreten,
    Königspinguine, Magellanpinguin und wenn wir richtig geschaut haben, Eselspinguine. Süüüüß🐧🐧🐧🐧

    Was noch richtig genial war, auf dem Weg dorthin sahen wir 2 Buckelwahle, die immer wieder auftauchten und ein Schwarm Delphine. Was für ein entschleunigter (durch das Boot fahren) tierreicher Tag !

    Wir hatten außerdem erfahren, dass man sich einen Stempel vom Ende der Welt in seinen Reisepass machen lassen kann. Das hätte man auch gestern im Postamt erledigen können, doch dort kostet es 3 USD, außerdem war uns der Stempel viel zu groß. Im Touristeninformationszentrum war der Stempel klein und umsonst.
    Was will man mehr.....😎
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