Bolivia
La Paz

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155 travelers at this place:

  • Day401

    Die Stadt der Seilbahnen

    March 13 in Bolivia ⋅ 🌧 12 °C

    La Paz ist der Regierungssitz Boliviens und mit 3'640 M.ü.M. sogar der höchstgelegenste der Welt. Hier haben wir die letzten 5 Tage verbracht. Zu entdecken gibt es einiges in dieser quirrligen Stadt. Wir starten mit einer Stadtführung in La Paz. Für einmal sind wir nur zu dritt und haben so fast eine private Führung. Es geht vom Parlamentsgebäude, wo wir interessante Informationen über die Vergangenheit Boliviens erfahren, an verschiedenen Kirchen vorbei zum Markt. Dort haben wir die Möglichkeit uns zu stärken. Wir entscheiden uns für ein riesiges Glas frischgepressten Saft (das hier nur CHF 1.50 kostet). Weiter gehts zum modernen Hexenmarkt bevor unsere Stadttour vor dem weltberühmten Gefängnis San Pedro endet. Das Gefängnis, welches mitten in der Stadt steht, wurde für 600 Häftlinge ausgelegt. Heute leben dort rund 3'000 Häftlinge. Das spezielle jedoch ist, dass es im Innern keine Wärter gibt. Die Polizei bewacht das Gefängnis nur von aussen, innen verwalten die Häftlinge alles selber. Gefängniszellen werden gemietet oder sogar gekauft und auch die Familie lebt teilweise mit den Häftlingen zusammen. Es gibt sogar zwei Kindergarten. Lange wussten die Einheimischen nicht, was im Innern des Gefängnisses abging, die Touristen jedoch schon, da jahrelang Touren durchs Gefängnis angeboten wurden. Wer mehr über diese kuriose Anstalt erfahren möchte, dem empfehlen wir bei Youtube das Video "Galileo Gefängnisstadt San Pedro" anzuschauen.

    Nach einem kurzen bolivianischen Mittagessen ging es weiter mit unserer Entdeckungstour. Mit dem Minibus ging es zur roten Seilbahnstation. 10 Minuten später sind wir in El Alto, 4'095 M.ü.M. Hier findet heute der riesige Black Market statt. Es ist der zweitgrösste Markt Südamerikas und es würde Tage brauchen, bis man sich alles angeschaut hat. Wir laufen einmal quer durch und den Rest schauen wir uns von der blauen Seilbahn aus an. Wir schweben über die Dächer und haben einen genialen Ausblick über die Stadt. Beim Hexenmarkt ist unser nächster Halt. Die meisten Bolivianer sind zwar heute Christen, aber doch glauben sie noch an Hexenrituale und so muss auch heute noch manches Babylama als Opfer herhalten. Zum Abschluss dieses spannenden Tages haben wir uns noch fürs Cholita Wrestling angemeldet. Cholitas sind die traditionellen Bolivianerinnen in ihren Trachten. Und da sie als sehr stark gelten, beweisen sie sich nun auch im Wrestling. Die Show kann uns jedoch nicht wirklich überzeugen...😏

    Die darauffolgenden zwei Tage widmen wir uns den Seilbahnen. Die erste Linie wurde 2014 eröffnet und mittlerweile gibt es ein ganzes Netz mit 10 Linien. Da hat die österreichische Firma Doppelmayer einen guten Auftrag an Land gezogen. Aber auch die Schweizer gingen nicht leer aus: die Firma CWA durfte die Kabinen herstellen. Die Seilbahn hilft nicht nur den Verkehr zu entlasten, wir sind uns sicher, dass sie in ein paar Jahren zur Touristenattraktion wird. Wo sonst kann man eine Seilbahntour mitten über eine Millionenmetropole machen? Und dann noch der unschlagbare Preis von 45 Rappen pro Fahrt (ca. 10 Min Fahrzeit).

    Während sich Manu mit Carl zusammen, mit dem wir bereits die Citytouren gemacht haben, auf die gefährlichste Strasse der Welt wagt, geniesst Leandra einen ruhigen Tag in La Paz. Manuels Bericht über die Death Road folgt in Kürze...
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  • Day180

    La Paz

    January 30 in Bolivia ⋅ 🌧 11 °C

    Ja ich bi im Momänt sehr schnell unterwägs 😅. Ich sött ja schliesslich ih 5 Täg z Santiago sii! In La Paz verbring ich drom nor ei Tag und d hälfti vo dem Tag rägneds jetzt leider :/

    Ich bi am Morge chli dord Stadt gloffe. Ha de Plaza san Francisco und de Plaza Murillo ahgluegt. Denn hani am lokale Märt öbbis gässe und bi no ah Häxemärt. Uf ehm zrugwäg is Hostel bin ich ah eh Umzug häre gloffe. Ich ha kei Ahnig för was de Umzug gsii esch aber de Lüüt ih ihrne traditionelle Chleider bim Tanze zuezluege esch natürlich immer schön!

    Am Nomittag wär ich eigentlich no gärn zu ehmene Ussichtspunkt gloffe, aber da das bi Räge ja werklich nüt bringt bin ich chli im Hostel blube und ha mini wiiteri Reis organisiert. Wo de Räge denn chli nochegloh hed bin ich no mit de Seilbahn überd Stadt go fahre und ha au so ehn sehr schöni Ussicht chönne gnüsse. 😊
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  • Day83

    La Paz - Silvester, Seilbahn, Stufen

    January 1 in Bolivia ⋅ ⛅ 15 °C

    Am 30. Dezember fahren wir mit dem Bus vom Titicacasee nach La Paz, der Quasi-Hauptstadt Boliviens (laut Verfassung ist es eigentlich Sucre).
    Obwohl, das ist nicht ganz richtig: wir fahren mit Bus UND Boot. 😬 Eine knappe Stunde nach dem Start heißt es nämlich aussteigen, ab auf eine kleine Fähre und über einen Arm des Sees. Unser Bus wird separat auf einem mehr als wackeligen Floß mit einem kleinen Außenbordmotor hinterher transportiert. Es sieht nicht so aus, aber er kommt unbeschadet an und wir setzen unsere Reise fort.

    Angekommen in La Paz beziehen wir das schöne LOKI Boutique Hotel. Neu, modern und was Preis-Leistung angeht, unschlagbar. Was wir dort erst erfahren: das Hotel gehört zu einer Kette von südamerikanischen Hostels und es gibt noch eine Unterkunft in der Nähe, in der an Silvester eine große Party stattfindet. Da wir eh noch nicht so recht wissen, wie wir ins neue Jahr feiern sollen, schauen wir uns die Bar dort gleich mal an. Sie befindet sich im obersten Stockwerk, hat einen hervorragenden Blick über La Paz, die Drinks sind günstig, die Leute freundlich - dieses Jahr gibt’s also Silvester im Partyhostel. 🎊

    Und das macht seinem Namen alle Ehre: einen Tag später finden sich dort feierwütige Leute aus der ganzen Welt. Ab 9 Uhr morgens (!) wird jede Stunde das neue Jahr in anderen Ländern mit kostenlosen Shots begrüßt. Keine Angst, wir schauen uns unter Tags die Stadt an und steigen erst gegen 19 Uhr in die Feierei ein. Später abends gibt es dann gute Musik vom DJ und es wird viel getanzt. Es fällt fast gar nicht auf, dass wir zwei wahrscheinlich 10 Jahre älter als der Durchschnitt sind. 😂 Um 12 erwarten wir dann ein Feuerwerk-Inferno über La Paz. Denn eins haben wir auf unserer Reise schon gelernt: Feuerwerk ist wichtig in Südamerika. Dabei geht’s auch nicht unbedingt um die Schönheit - laut muss es sein!
    Aber das Geballere hält sich sogar in Grenzen und wir schauen uns von unserer Hostel-Bar aus ein paar nette Feuerwerke über der Stadt an. Gut, dass Pit da ein bisschen nachhilft. 😬 Auf dem Nachhauseweg haben immer noch Marktstände in den Straßen offen und verkaufen richtig dicke Silvesterraketen. Da müssen ein paar her („¿tu tienes bsssscccchhhhhh boooommmm 🙌?“)! Der Alkohol hat das übliche Sicherheitsbedenken beiseite gewischt und die Streichhölzer zünden dann auch nach dem dreißigsten Versuch. Um 2 Uhr früh erhellen Pits Raketen nochmal La Paz‘ Silvesterhimmel. 😂

    Damit die Kultur nicht zu kurz kommt, machen wir an Neujahr eine Walking Tour durch die Stadt. Bei den vielen Bergen und Stufen müssen wir ab und an ganz schön schwer atmen. Wir sind ja auch im höchstgelegenen Regierungssitz der Welt.
    Unsere beste Führung auf der bisherigen Reise übrigens. Marie-Sol erzählt uns wirklich interessante Geschichten über La Paz und bei so manch einer urbanen Legende bzw. Tatsache bleibt einem schon der Mund offen stehen. Oder wusstet ihr, dass:
    - es hier einen Hexenmarkt gibt, auf dem man getrocknete Lama-Föten kaufen kann, die man Pachamama (Mutter Erde) opfert, wenn man z.B. um Glück oder Reichtum bittet oder ein Haus bauen will? (Tatsache)
    - dass sich Pachamama bei größeren Projekten, wie einem Hochhaus, nicht mehr mit einem Babylama zufrieden gibt und aaaangeblich schon mal ein bewusstloser Obdachloser vom Schamanen im Fundament eingemauert wird? (Wohl eher Legende)
    - dass, wenn kein Obdachloser „zur Hand“ ist, es auch eine Blondine tut? 😳
    - dass bei den indigenen Damen kräftige Waden als Sexsymbol gelten?
    - dass das San Pedro Gefängnis in La Paz als Stadt in der Stadt gilt, in der der Drogenhandel (auch mit ausländischen Touristen) blüht und Insassen dafür zahlen, dort untergebracht zu sein? (Lest unbedingt das Buch „Marching Powder“ von Rusty Young!!!)

    Ach übrigens: Wir steigen nie wieder in eine U-Bahn. 😉 In La Paz fährt man nämlich mit der Seilbahn. Es macht mega Spaß, geht relativ schnell und ist das beste Fortbewegungsmittel in dieser unglaublich bergigen Stadt. Außerdem sieht man aus der Vogelperspektive so viele interessante Sachen wenn man über Wohnviertel, durch Häuserschluchten und weit über der Skyline hochfährt. Dabei kostet eine Fahrt nur 3 Bolivianos (knappe 40 Cent). Was für eine wunderbare Beschäftigung, bei der man auch mal begreift, wie vielfältig und verschachtelt diese Stadt doch ist. 🚠

    La Paz hat uns wirklich gut gefallen. Es ist weit, unübersichtlich, gutes einheimisches Essen ist nicht so leicht zu finden, kein Mensch kann sich anständig anstellen, die Temperaturen schwanken im Minutentakt und jeden Tag regnet es nachmittags was runter geht.
    Aber trotzdem: La Paz hat Charme, ist wunderbar unperfekt, es gibt tolle alternative Geschäfte, die Leute sind charmant, alles wirkt ein bisschen gelassener als in anderen Hauptstädten und wahrscheinlich bekommt man nirgends auf der Welt so viel für sein Geld.
    Und hey: ich bin nicht als blondes Opfer an Pachmama geendet, Pit hat seinen zweiten Friseurbesuch auf der Reise mehr als gut überlebt und: es gibt Seilbahnen. 😍
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  • Day92

    Stadtbesuch in La Paz

    January 9 in Bolivia ⋅ ⛅ 17 °C

    La Paz gilt als inoffizielle Hauptstadt von Bolivien. Mit 1,6 Mio. Einwohnern ist sie die größte Stadt des Landes. Das Bild der Stadt ist von kleinen, einfachen roten Ziegelsteinhäuschen geprägt, die sich zwischen den Bergen von 3500 bis 4000 Metern Höhe im bolivianischen Hochgebirge ansiedeln. Surreal wirken die modernen, aus den Alpen stammenden, Seilbahnen, mit denen hier dem Verkehrschaos entgegengewirkt wird. Dies ist für uns jedoch nicht spürbar. Die Fahrt durch die Stadt ist eine echte Herausforderung. Regeln gelten hier scheinbar nicht. So drängeln sich Unmengen an personenbefördernden Kleinbussen durch die Stadt und fahren auch gerne mal entgegengesetzt in Kreisverkehre ein oder über Rot. Überall und ständig halten die Fahrzeuge auf den Fahrbahnen, um Personen ein und aussteigen zu lassen. Zu Schäden kommt es aber erstaunlicher Weise nicht. Die zumeist asiatischen Kleinbusse haben ihre Blütezeit hinter sich und werden überall an den Straßenrändern repariert bzw. zusammengeflickt. Die Straßen sind hier teilweise so Steil, dass wir Mühe mit dem anfahren haben. Wir wundern uns darüber, dass die Kleinbusse sowie die größeren Stadtbusse anscheinend nicht solche Probleme haben. Auch parkieren gestaltet sich sehr schwierig. An nahezu allen Straßen in der Innenstadt ist es verboten. Wir entkommen nur knapp einer Parkkralle, die ein eifriger Gesetzeshüter schon an unserem Sprinty montiert hat. Zum Glück sieht Regina den Schutzmann an unserem Sprinter aus der Wäscherei heraus, in der wir gerade unsere Wäsche waschen. Wir stürmen hinaus und eilen quer über die stark befahrene Straße, fast wie in einem Actionfilm. Schließlich überreden wir den unfreundlichen Beamten die Kralle wieder abzunehmen. Puh nochmal Glück gehabt!

    Wir schaffen es citynah einen kostenlosen Parkplatz zu ergattern, laufen etwas durch die Innenstadt und
    fahren mit der Gondelbahn zur „Hochstadt“. Von hier aus genießen wir das Panorama der einzigartigen Stadt und fahren nur einige Blocks weiter wieder in das Stadtzentrum ins Tal zurück.
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  • Day52

    Wo man Koks noch von Dächern schmeisst

    March 9, 2018 in Bolivia ⋅ ⛅ 14 °C

    La Paz, 2-Millionen-Metropole auf über 3’500m. Eine andere Welt. Die Luft ist dünn. Der Nachtbus wie auch unser Hostel sind aber definitiv von dieser Welt und unerwartet erstklassig. Wir werden um 06:00 und für die Uhrzeit äusserst freundlich empfangen, umgehend in ein geräumiges Doppelzimmer einquartiert und eingeladen, uns nach einem 2h-Power-Nap noch am Frühstücksbuffet vom dazugehörigen Hotel gütlich tun. Und das zum Preis von umgerechnet zwei Bananen und drei Tafeln Schokolade. Ok, gekauft im Globus. Wir absolvieren als erstes eine dieser allseits beliebten, informativen und unterhaltsamen City-Walking-Tours, auf welcher wir ua erfahren, dass ein Grossteil der regionalen Kokain-Produktion im städtischen Gefängnis erfolgt, welches direkt im Stadtzentrum liegt, von den Insassen selbst verwaltet wird und zu welchem auch die Frauen und Kinder der Insassen freien Zugang haben. Führungen gibt es leider keine mehr, nachdem zwei Touristen unfreundlich abgestochen wurden. Schade wie ich finde. Sue teilt das Bedauern nicht.

    Die für die Produktion notwendigen Chemikalien werden ganz unspektakulär in grossen Lastwagen angeliefert, das Endprodukt in Windeln verpackt etwas spektakulärer und für alle sichtbar jeweils vom Dach geworfen. Aufheben sei nicht ratsam, wie uns versichert wird. Lustige Welt. Wie wir im Anschluss an die Tour beim zweiten Betreten unseres Hostel-Zimmers wenig begeistert feststellen, ist die vorherrschende Temperatur ca. 10 Grad - gefühlt 0 Grad. Heizung? Nope. War ja klar, dass das mit dem Schoggi/Bananen-Preis einen Haken haben musste. Uns bleibt also nichts anderes übrig, als uns im Pub um die Ecke an Kelchen voller Hauswein aufzuwärmen. Das klappte aber aufgrund der einschlägigen Erfahrung auch in dieser Welt erwartungsgemäss ganz gut.

    Und dann waren wir ja noch mit unseren 4x4-Companieros zu Dinner und Party verabredet. Da die ca. 20 Minuten zu Fuss zum Restaurant nachts „not save“ wären - als ob sich jemand trauen würde, zwei MMA-Fighter ähnliche Gestalten wie uns anzugehen -, lässt man sich eben ein Taxi rufen, mit welchem der Transfer alles in allem und dank unendlich verstopfter Strassen 50 Minuten dauert. Wer mich kennt, weiss, „I was not amused“. Spiele ich eben Samschtig-Jass. Und verliere. Scheiss Leben. Ein Bier später war die Lebensfreude wieder da und der Abend entwickelte sich prächtig. Sogar Hangover-Alan versucht ein paar Worte Englisch mit mir zu reden. Leider nichts was ich verstanden hätte. Also lächle ich, bestelle ihm noch einen Whiskey-Cola und hoffe die Situation damit zu entschärfen. Auch das klappte ganz gut.

    Die Menschen hier und wahrscheinlich in ganz Bolivien sind überaus freundlich und zuvorkommend. Zumindest zu uns. Zu Recht wie ich finde. Das liegt wohl auch an den Coca-Blättern die hier Tag ein Tag aus gekaut und als Tee geschlürft werden. Das Zeug schmeckt allerdings grässlich und wurde umgehend von meinem Speise- und Snackplan gestrichen. Wobei die versammelte Snus-Fraktion in unseren Breitengraden - zu der ich nicht gehöre - die jeweils durch Kontakt mit Speichel entstehende braune Kack-Grütze ja auch nicht stört, wenn man(n) sich einen Stinkbeutel nach dem anderen unter die ausgehöhlte Oberlippe schiebt und das sonst sympathische Lächeln in ein grenz-debiles Grinsen verwandelt. Jaja, auf der ganzen Welt der gleiche Scheiss. Wobei die Abfalllastwagen, welche die Strassen - eigentlich ein einziger grosser Markt - neben dem müffeligen Gestank mit lauter Klaviermusik eindecken, kennen wir in unserer Welt noch nicht. Die Idee gefällt aber!

    Unser nächster Reiseschritt nennt sich Peru-Hop. Eine Busreise in mehreren Etappen von La Paz nach Lima. Grösster Halt wird mit 6 Tagen Cusco sein, von wo aus wir den 5-tägigen und wohl ziemlich anstrengenden Salkantay-Trek zum Machu Picchu absolvieren werden. Gejammer vorprogrammiert. Mal schauen von wem. Ich freu mich.
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  • Oct10

    La Paz

    October 10, 2018 in Bolivia ⋅ ☀️ 15 °C

    Nouvelle étape, nouveau pays, nous voilà en Bolivie !
    Après avoir passé le poste de douane péruvien pour sortir du pays et le poste de douane bolivien pour y entrer, nous voici arrivés dans la capitale la plus haute du monde : La Paz.
    A 3660 mètre d'altitude, cette véritable fourmilière semble dévorer la montagne.

    Entre le marché aux sorcières où on peut trouver toutes sortes d'ingrédients étranges (foetus de lamas, becs de toucans séchés...), la surpopulation des rues, les klaxons permanents et la pollution étouffante, La Paz est déboussolante.
    Ceci n'a en aucun cas affaibli la soif débordante de shopping de Marion qui a trouvé son bonheur entre petits souvenirs boliviens et bonnet, châle, gants en alpaga pour affronter le froid bolivien.

    Nous avons eu l'occasion de prendre le téléphérique qui nous mène tout en haut de la ville pour avoir une vue d'ensemble. De là, nous avons pu nous rendre compte de la démesure de la ville et du spectacle contradictoire entre le réseau téléphérique ultra moderne le plus long du monde et les bidonvilles boliviens.

    En bref, La Paz ne nous laisse pas vraiment le choix de nous adapter à son rythme effréné. Nous sommes contents d'y être passés car c'était intéressant mais nous nous réjouissons de passer à la prochaine étape.
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  • Day68

    Crazy La Paz

    November 8, 2016 in Bolivia ⋅ ⛅ 9 °C

    Hallo meine Freunde,

    Heute berichte ich euch ein bisschen über die eine Hauptstadt Boliviens neben Sucre - La Paz!

    Zunächst sind Alina und ich dort alleine angereist und sind insgesamt 1h auf und ab die Strasse entlang gegangen mit unseren Backpacks, bis wir dann auch mal das Hostel entdeckt hatten.. Obwohl es eigentlich nur 5 Minuten vom Terminal entfernt war!
    Naja, letztendlich haben wir es dann ja doch geschafft!
    Wir kamen am Abend an & haben diesen dann auch direkt genutzt, um mal ein paar neue Bekanntschaften zu machen. Es war ein sehr verrückter Abend!
    Die nächsten beiden Tage haben wir ein wenig La Paz erkundet, die "Valle de La Luna", ein Mondtal, erkundet und eine Gondelfahrt über ganz La Paz gemacht, die wirklich super cool war! La Paz liegt nämlich wie in einem Tal zwischen Bergen und wirkt dadurch umso größer! Außerdem haben wir, wie uns erst später erzählt wurde, den größten Flohmarkt Südamerikas besucht!
    Als dann Lina & Andy wieder zu uns gestoßen sind, ging es ein weiteres Mal ins Partyhostel Loki! Die Wiedervereinigung musste ja gefeiert werden. :-)
    So machten wir zusammen eine Walking Tour durch La Paz, trafen den ehemaligen Gefangenen des berühmten Gefängnisses in LP, der uns über seine Zeit erzählte, aßen Dessert-Pizza (neues Rezept für zu Hause!!!) und buchten schließlich die Mountain-Bike Tour über die Death Road - die gefährlichste Straße der Welt!
    Und es war unbeschreiblich! In voller Montur ging es auf unseren Rädern los, enge und steinige Passagen direkt am Abgrund herunter. Kein Wunder, dass so viele dort gestorben sind... Teilweise reichten die Straßen nicht mal für einen Bus aus!
    Ich bin das erste mal Mountain Biken gewesen und na klar hätte man mal seine Momente, in denen man etwas wegrutscht oder ähnliches, aber dadurch, dass diese Strecke fast ausschliesslich bergab ist, macht es riesigen Spaß! Und die Aussicht ist fantastisch, voller Grün und Wasserfälle.
    Der nächste Tag wurde entspannt ausgeklungen und mit einem leckeren marokkanischen Essen beendet. Dann hieß es für uns Abschied nehmen..
    Wir sind nun knapp 1 Monat mit den beiden zusammen gereist, da ist es schon komisch, wenn man auf einmal nur noch zu zweit ist.
    Aber wir werden uns sicherlich Wiedersehen - Wenn nicht in SA, dann in der eigenen Heimat!

    XX, Jojo
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  • Day74

    Es ist nicht alles Gold was glänzt

    February 11, 2018 in Bolivia ⋅ ⛅ 10 °C

    So schön unsere Reise auch ist und so tolle Ausflüge wir machen bzw. wunderbare Leute kennenlernen…. Wir wollen in diesem Bericht auch ein paar Punkte ansprechen, die die andere Seite der Medaille in diesem und wahrscheinlich weiteren südamerikanischen Ländern aufzeigen.

    Wir informieren uns meist wenig über die Gegebenheiten einer Stadt , wenn wir in eine Neue fahren. Meist reisen wir nur auf Empfehlungen oder besuchen eine Stadt weil sie auf der Strecke liegt.
    So werden kaum bis keine Erwartungen gebrochen noch sind wir voreingenommen.
    Also setzen wir uns regelmäßig erst ein mal in einen Bus, egal welcher Linie oder Richtung und fahren erst ein paar mal die Stadt hoch und runter um uns ein besseres Bild zu machen. Die Busse sind alle offen, also kann man ganz leicht rein und rausspringen ohne Haltestellen. Außerdem wird man als Ausländer von den einheimischen auch immer angequatscht. Alle denken wir haben uns verlaufen oder man will sich nur nach uns erkundigen hahhaah xD das ist auch schön ;)
    Nur nicht in Sucre..
    Sucre, die konstitutionelle Hauptstadt, nicht La Paz wie viele denken, ist jedoch so gemütlich und schön, dass wir hier lieber laufen als fahren. Bis auf die Ausnahme von einem einzigen Gebäude ist die Stadt wirklich einheitlich in weißen Häusern mit roten Dächern erbaut und die Kirchen und Staatsgebäude sind alle im Kolonialstil gehalten. Der Plaza Municipal ist wie in den meisten Orten ein runder, mit Palmen und Springbrunnen bestückter Platz, der ziemlich im Zentrum liegt. Von dort aus erreicht man fast alles gut zu Fuß.
    Sucre liegt Gott sei dank nur auf rund 2800 m, weswegen es temperaturmäßig gut auszuhalten war.
    Die Stadt zählt durch ihre gepflegten Plätzen und Parkanlagen sogar als eine der schönsten Städte Südamerikas. Wir haben zwar noch nicht alle gesehen, können uns das aber gut vorstellen.
    Insbesondere die Altstadt von Sucre gilt als eine der am besten erhaltenen Beispiele einer Kolonialstadt in Südamerika, welche in einem typischen Schachbrettmuster angelegt ist und wurde sogar UNESCO Weltkulturerbe. Wow.

    Unsere neue Freundin aus Potosi, die uns spontan begleitete und schon mal in Sucre war, zeigte uns erstmal die wichtigsten Gegebenheiten hier. Natürlich gehörte dazu erstmal der Markt, auf dem man zahlreiche Fressbuden, Obst- und Gemüsestände als auch ein nach dem anderen Fruchtshakestand finden kann. Aber auch vieles Weiteres.
    Ein 600ml Fruchtshake, egal welcher Sorte auch gemischter Sorten gibt es hier für unter einem Euro. Da mussten wir natürlich täglich zuschlagen, um unsere Portion Vitamine abzuholen. ;)

    Weiter besuchten wir hier ebenfalls gemeinsam den cementerio, welcher eindrucksvoll groß und sauber mit Mausoleen, kleinen Gräbern mit Fenstern für die Urnen und sogar einem Bereich nur für Juden versehen war.
    Scheinbar schenkt man den Toten hier noch jede Menge Alkohol für den symbolischen Abschied. Ob das der neue Ablassbrief ist?! Aber der Friedhof in Buenos Aires war eindrucksvoller. Dennoch sehr sehenswert. Viel schöner als die wir in Deutschland kennen.

    Ebenfalls gibt es hier einen Dinopark den man besuchen kann. Soll ein Highlight sein, in dem es angeblich viele Dinoskulpturen und sogar echte Skelette geben soll. Aber besonders berühmt ist der Park für seine Dinofüßabdrücke. Diese sind sogar offizielles UNESCO Kulturerbe geworden. Jedoch haben wir uns den Park geschenkt, da wir das auf Torotoro verschoben haben. Also können wir das nicht verifizieren.

    Weiter in der Stadtführung, schleifte unsere neue Freundin uns nach dem Markt in ein Museum, in welches wir von alleine wahrscheinlich nicht gegangen wären. Doch letzten Endes freuten wir uns darüber, denn es war den Besuch wert. Es war ein Museum für indigene Kunst.
    Hier durften wir live miterleben wie eine Indianern einen dieser kunstvoll anspruchsvollen Teppiche webte . Für 2qm brauch sie etwa 3 Monate. Es ist Wahnsinn, wie detailgenau sie Farben und Muster beherrscht und wie schön die Resultate sind. Wie der Name indigene Kunst schon sagt, zeigte das Museum auf wie die Ureinwohner von Bolivien in ihre verschiedenen (36) Stämme aufgeteilt sind, wie und was Kleidung, Musik, Tanz, Hierarchie, Farben und Muster oder verschiedene Rauschzustände, in die sie sich regelmäßig bringen/brachten, bei ihnen zu bedeuten haben.
    Wir wollen uns nicht anmaßen zu sagen was richtig oder falsch ist. Jedoch leben sie komplett anders als unsere westlich geprägte Kultur es kennt. Und das ist faszinierend. Wir vermuten sie nehmen vieles ganz anders wahr. Auch heute noch.
    So haben sie nach unseren Verständnis nach einfach eine andere Wahrnehmungsfrequenz als wir. Uns bleiben somit einige Ansichten und Wahrnehmungen einfach verborgen, da wir anders erzogen und trainiert wurden. Wäre sicherlich spannend das mal genauer zu beleuchten und mehr darüber zu erfahren. Doch ehe wir alles sehen konnten schloss das Museum schon wieder. Aber irgendwo bekommen wir die fehlenden Infos noch her ^^
    Weiter sind wir in Sucre auf den berühmten einheimischen Tarabuco Markt gefahren, welcher etwa 60 km weiter in den Anden lag. Der Markt, der jeden Sonntag abgehalten wird, ist das Fundament des Wochenendes für die Einheimischen hier - entweder ausschlaggebend für ihr Einkommen oder das Zentrum für Familien, um die meisten ihrer Einkäufe für die Woche von den unzähligen Ständen entlang der Straßen zu machen - und Hunderte kommen aus der umliegende Landschaft, um ihre Waren zu verkaufen oder Waren einzukaufen. Viele dieser Gemeinschaften stammen aus verschiedenen indigenen Gruppen. Also nur eine handvoll Touristen, sonst sind hier nur traditionell Einheimische vorzufinden. Das zeigt sich schon ganz schnell an deren Eselparkplatz. Sehr witziger Anblick! Anstatt mit den BMWs vorzufahren, stellt man hier eben seinen Esel ab. Übrigens an meine ex Kollegen… die einzigen Luxuskarren die man sich hier leistet sind BMWs. Kein Porsche, Mercedes oder ähnliches ist hierzu finden, wenn man denn mal „Luxuskarren“ sieht. Und auch nur Huawei, Samsung und Sony wird hier verkauft. Wer ein iPhone hat, findet kein Ersatzladegerät oder eine Displayreparatur…

    naja zurück zum Markt. -

    Er gehört zu den größten in Bolivien und ist durch die riesige Anzahl von Einheimischen sicherlich sehr sehenswert.
    Die Leute sind auch sehr aufrichtig hier. So haben wir unsere Einkaufstasche zum Beispiel im Getümmel vergessen, doch bevor wir wirklich zurücklaufen konnten um sie zu holen, wurde sie uns schon hinterher getragen. Das hat uns wirklich beeindruckt, wo man sonst jeden Cent hier ergattern möchte.
    Diese traditionellen Decken mit den bunten Farben, die manche von euch vielleicht kennen und die man hier überall zu sehen bekommt, werden hier wirklich zum Transport von allem benutzt. Aber hauptsächlich als „Kinderwagen“. So ist es wirklich immer witzig mitanzusehen wie die kleinen Würmer in den bunten Taschen getragen werden. Leider manchmal etwas unsaft, aber das ist wohl die harte Schule durch die alle durch müssen hier.

    Zurück in der Stadt, in einem der Parks von Sucre ist sogar der Eifelturm vorzufinden. Das hat uns kurz zum Schmunzeln gebracht . Also musste der auch gleich bestiegen werden.
    Denn der Eifelturm steht nicht nur in Paris, sondern auch hier in Sucre. Mit knapp 63 Stufen ist er eher der kleine kleine Bruder, aber dennoch ist er ein echter Eifelturm ^^. Doch von oben kann man leider nicht mal über die ganze Stadt sehen. Also hat sich der Aufstieg kaum gelohnt 

    In dem Hostel in dem wir wohnten , war wirklich was los. Das erste mal sogar mit live Shows und am WE mit Party, sogar für die ganze Stadtbevölkerung. Es war eins der Größten in Sucre und wohl mit dem besten Frühstück in SA. Das lag vermutlich daran, dass der Besitzer Deutscher ist. Der Claus…. Nach einem Gespräch mit Claus wussten wir schon einiges mehr über die Stadt. Interessant war aber auch, dass er noch nach einem Partner sucht, der in La Paz ein Hostel aufziehen möchte. Er bot uns gleich seine Expertise und Partnerschaft an, falls wir Interesse haben. Klang nicht schlecht. Oder falls einer von euch Interesse hat ??? !

    Jetzt kommen wir jedoch leider auch zu ein paar unschöneren Details aus Bolivien.
    Claus zum Beispiel lässt sein Kind nicht mal alleine über die Straße gehen, da hier täglich mehrere Kinder verschleppt werden. So sahen wir auch bei der Polizei eine ganze Wand voll Vermisstenanzeigen. Kinder scheinen nicht viel wert zu sein und oft für Arbeit oder sexuellen Missbrauch ausgenutzt zu werden. Auch ein Verkauf unter der Hand ist scheinbar keine Seltenheit.
    So sahen wir nicht nur Kinder die arbeiten mussten, sondern auch einige Kinder die wirklich krank oder behindert aussahen. Wir dachten uns, das kann kein Zufall sein. Bei genauerem Nachfragen fanden wir raus das ebenfalls Inzucht keine Seltenheit hier ist. Etwas verstörend wie wir finden.
    Und den Zeitungen zu entnehmen, werden auch um Morde kein Geheimnis gemacht. So sieht man regelmäßig verbrannte oder verstümmelte Leichen auf den Titelbildern der Zeitungen…. Hier geht’s öffentlich wild zu…
    Ein anderer Claus in dem Hotel der sein halbes Leben in SA verbrachte klärte uns auch auf, dass es nur eine armen und eine reichen Schicht in SA gibt. Und eine Mittelschicht gewollt unterdrückt wird. Auch keine Zustand den wir begrüßen.
    Aber auch Tiere müssen leiden. Viele Hunde humpeln hier zu Beispiel. Kein Wunder, die Menschen gehen hier sehr unsachte mit den Tieren um und treten sie gerne oder werfen Steine nach ihnen. Wir verhindern dass, wenn wir es mitbekommen. Da fragt man sich echt, ob die Leute nichts besseres zu tun haben und nix im Kopf haben.
    Wir fanden auch raus, dass viele Leute hier ihre Zähne verlieren, da die Kombination aus Höhe, kein Zahnarzt und vor allem Coca die Zähne ausfallen lässt.
    Ich will an der Stelle noch mal klarstellen, dass Coca kein Kokain ist. Aus 10 Kilo Coca werden vielleicht ein Gramm Kokain später hergestellt, aber das ist bei weitem nicht das gleiche. Außerdem nutzen wir kein Coca mehr. Das war nur gegen die Höhe! Auch wenn auf den Taxis irritierender Weise überall truffi Taxi steht, hat das nichts mit dem Coca zu tun.

    Erschreckend mussten wir weiter feststellen, dass die meisten dieser Menschen (Einheimische) über Jahrzehnte hinweg (jahrhundertelang, wenn man den spanischen Kolonialismus mit einbezieht) kaum von ihrer eigenen Regierung anerkannt wurden, von niemandem vernünftig repräsentiert wurden und oft sogar grundlegende Menschenrechte nicht hatten. Erst 2005, als Evo Morales zum ersten indigenen Präsidenten Boliviens gewählt wurde, galt das Leben von zwei Dritteln der Bevölkerung als verbesserungswürdig.
    Seit dem er an der Macht ist, gibt es scheinbar ein Wiederaufleben der indigenen Sprache, es ist noch nicht perfekt, aber es ist ein deutlicher Fortschritt.
    Aber lieber spät als nie...

    Nach Sucre sind wir dann zum Einen auf Empfehlung zum Anderen, weil es auf dem Weg lag nach Cochabamba gefahren.
    Cochabamba ist von der Größe gar nicht zu unterschätzen. Mit 630k Einwohner kommt es schon sehr nah an Frankfurt ran, wenn auch nicht die schönste Stadt die wir bislang hier gesehen haben. Der Kolonialstil ist nur noch teilweise vorzufinden und sonst ist die Stadt eher etwas schmuddelig und mit einigen Hochhäuser versehen.
    Das Wahrzeichen von Cochabamba ist die größte Christusfigur der Welt, welche anlässlich zum Besuch von Johannes Paul II erbaut wurde. Finden wir etwas übertrieben, aber nun gut. Das erfuhren wir auch erst seit dem wir hier waren. Sie steht ebenfalls wie in Rio auf einem Berg und breitet die Arme aus. Da wir uns eine derartig einmalige Chance nicht entgehen lassen konnten, mussten wir natürlich auf den Cerro de San Pedro rauf, um uns vom Nahen ein Bild zu machen. Die Seilbahn war leider lahmgelegt, ( sehr zum Leid von Luca ) war ja nicht anders zu erwarten…., was bedeutete wir mussten die Treppen selbst hoch laufen. Wir vermuten es waren mehr Stufen als der Eifelturm hat. Es war jedenfalls wirklich anstrengend…. Oben angekommen, trafen wir drei Mädels die wir aus dem Hostel in Sucre kannten. Die Eine hatte ein DJI Drohne dabei, mit der sie eindrucksvoll um und über die Statue flog. Die Bilder auf ihrer Kamera waren natürlich unübertroffen, aber so eine Drohne liegt leider nicht in unserem Budget. Dennoch genial für solche Aufnahmen. Und so konnten wir einen Blick von Kopf der Statue und höher erhaschen.
    Noch ein wow.

    Ebenfalls waren wir einige Male auf dem Markt La Cancha. Meine Güte, man verläuft sich wirklich leicht da drin.
    Es gibt vermutlich nichts was man dort nicht findet. Es ist der größte Straßenmarkt Südamerikas. Und ein reines Chaos wie man vermuten kann. Wenigstens ist der Markt halbwegs in Sektionen aufgeteilt. Eine der weniger appetitlichen Sektionen war der Fleischbereich , in dem man so ziemlich alles vom Tier findet. Auch vieles das man wahrscheinlich lieber nicht gesehen hätte. So gibt es auch eine Opfergabensektion, in der kleine Lämmer mit und ohne Fell am Hals aufgehängt und getrocknet werden und man diese scheinbar mit ein paar Kerzen und Weihrauch oder Jesusbildern gemeinsam kaufen kann. Die Opfergabenrituale hier sind etwas gewöhnungsbedürftig und auch an strengen Glauben gebunden, aber jedem das Seine.

    Unterm Strich , die Stadt pulsiert regelrecht. Ob auf dem Markt oder auf den vollen Straßen. Keiner ist Zuhause, alle sind sie draußen beschäftigt.
    Sogar die kleinen Kinder. So sind auch hier leider dreijährige unterwegs die Kaugummis oder Blumen auf den Straßen verkaufen oder Toiletten schrubben. Ob die überhaupt die Münzen zählen können ??? Was soll aus denen nur mal werden?
    Es ist wirklich nicht schön mit anzusehen. Schulen haben wir ebenfalls kaum gesehen. Vermutlich ist das mit der Schulpflicht hier nicht so… selbst die Erwachsenen haben Probleme zu lesen oder einfache Beträge zusammenzurechnen. Das deckt sich mit unseren oben genannten Erkenntnissen .

    Wenn mal nicht an die Arbeit gedacht wird, gibt es seit dem wir hier sind an jeder Ecke kleine Karnevalsfeiern. Das scheint hier über einen Monat hinweg von allen sehr angesehen celebriert zu werden. Kleine Gruppen von Blaskapellen mit etwas Farbe und Schmuck bestückt laufen sie hier durch sie Straßen und feiern sich selbst. Aber auch große Paraden gibt es hier. Wahrscheinlich die Größte die wir je gesehen haben, lief Stunden lang vor unserem Balkon entlang. Da haben wir uns den Spaß gegönnt und die Leute vom Balkon aus nass gemacht. Das wurde sofort mit Wasserbomben bestraft Hahaha. Aber die Leute haben einen Haufen Spaß! Und wir auch. Jeden Tag…. Übrigens ist für die Mienenarbeiter in Potosi Karneval die wichtigste Jahreszeit im Jahr. Den Grund haben wir leider vergessen. :/
    Wenn wir schon beim Feiern sind… Es gibt hier ebenfalls einen „Park der Familien“ in dem Abends schöne Springbrunnen mit Lichtershows betrieben wird. Wirklich anschaulich und ordentlich gemacht. Da ist für Jung und Alt für alle was dabei. Simone ist sogar durch einen der kleineren Springbrunnen durchgerannt. Für alle Zweifler, wir haben’s auf Video ;) also hier kann auch schöne Abende verbringen.

    Und zum Abschluss noch kurz ein kleiner Hinweis, für alle die mal was verschicken wollen.
    Als wir ein Paket nach Deutschland schicken wollten, dachten wir wirklich trifft der Schlag.
    Habt ihr eine Vorstellung was 4 Kilo nach Deutschland, im günstigsten Fall kosten ?
    Das ist bald ein halbes Monatsgehalt von den Leute hier. DHL ist übrigens bei weitem der teuerste Anbieter den man finden kann. Keine Empfehlung also. Und in den alten Büros der Versandladies läuft alles noch wie vor 20 Jahren in Deutschland. Die Uhren sind im wahrsten Sinne des Wortes stehen geblieben. Aber das Paket ist raus...
    Also wir hoffen nun, dass das Paket ankommt, denn der Preis ist keine Garantie hier, wenn man den Blogeinträgen der Leute vertraut. Cross Fingers ^^

    Nach dem wir vermutlich die ganze Stadt zu Fuß durchgelaufen sind inklusive Berg bestiegen, können wir sagen Cochabamba ist ebenfalls eher was für den kurzen Besuch, als für einen längeren Aufenthalt gut. Sucre dagegen kann man sich auch gemütlich etwas länger anschauen.
    Nächste Station ist Torotoro….ein wunderschöner Nationalpark. Im nächsten Eintrag mehr dazu.

    Liebe Grüße aus den dem Land der Indianer
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  • Day12

    La Paz

    March 21, 2017 in Bolivia ⋅ ⛅ 9 °C

    Aller Anfang ist schwer. Nach gut 10 Stunden Busfahrt im Luxusliner, die überraschend schnell umgingen, bahnten wir uns den Weg durch die erwachende Großstadt. Das allein war eigentlich schon genug. Das Hostel (York B&B) konnten wir natürlich auch noch nicht beziehen, aber wir wollten wenigstens die Sachen abstellen. Das konnten wir - in einem 2qm-Raum, in dem sich bis zum Mittag die Backpacks in 3 Etagen stapelten. Um 12 sollte das Zimmer fertig sein, also gingen wir frühstücken und später unsere Wäsche abgeben und gleich unsere Tour für die Death Road buchen. Denn wir waren uns schnell einig, dass das Hostel mies und unsere Lust auf Großstadt sehr begrenzt ist. Nach ewigem warten in der Rezeption kamen wir halb 2 endlich ins Zimmer. Ohne Fenster und muffig. Yeah. Wenigstens 2 Sachen wollten wir nach einer kurzen Dusche noch unternehmen und diese entschädigten dann etwas für den Vormittag. Erst ins Valle de la luna und dann mit dem Taxi zum Aussichtspunkt Killi Killi. Fantastischer Ausblick über die so einmalige Stadt in knapp 4000m Höhe. Das soll es aber auch gewesen sein. Morgen (Mittwoch) geht es 60km bergab durch 4 Klimazonen mit dem Mountainbike. Von -5 grad am Gipfel bis 30 im Amazonastal. Wir sind voller Vorfreude. Auch wenn es die nächsten 2 Wochen regnen soll. Hoffentlich meint es der Sonnengott besser mit uns. Denn wir wollen erstmal im Urwald in Coroico bleiben. Die spannende Auflösung, ob wir die Death Road überlebt haben, gibt es also erst in ein paar Tagen ;)Read more

  • Day83

    La Paz

    January 1 in Bolivia ⋅ ⛅ 7 °C

    Aus der höchstgelegenen Hauptstadt der Welt wünschen wir allen unserer Followern und Besuchern ein frohes und gesundes Feliz Año Nuevo 2019.

    Silvester verläuft hier in La Paz wenig spektakulär. Dafür wird Neujahr mit reichlich Alkohol umso mehr gefeiert...

You might also know this place by the following names:

La Paz, ላፓዝ, لاباز, Chukiyawu, La Pas, Горад Ла-Пас, Ла Пас, লা পাজ, لاپاز, Λα Πας, La-Pazo, A Paz, לה פאס, ला पास, Լա Պաս, LPB, ラパス, ლა-პასი, Ла-Пас, 라파스, Ла-Пас шаары, Pax, La Pasas, Lapasa, Ла Паз, ലാ പാസ്, ला पाझ, ଲାପାଜ, ਲਾ ਪਾਸ, Chuqiyapu, லா பாஸ், ลาปาซ, La-Pas, لا پاز, לא פאז, 拉巴斯

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