Bolivia
La Paz

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223 travelers at this place

  • Day98

    La Paz II

    June 15, 2019 in Bolivia ⋅ ⛅ 8 °C

    Ich kehre nochmal nach La Paz zurück, hauptsächlich weil an dem Wochenende das Gran Poder Festival ist. Das Festival hat seinen Ursprung in der Verehrung eines Jesusgemäldes und ist gemischt mit Aymara (die indigene Bevölkerung in La Paz) Traditionen. Der Höhepunkt des Festivals ist eine riesige Parade durch La Paz (mehr als 12 Stunden) gefüllt mit Tänzern in extravaganten Kostümen aller Art (von riesigen tortenartigen Kostümen über Stiere und Cowboys, typische Cholitakleider mit riesigen Röcken, schreckliche Teufelmasken bis zu extravagantem Federschmuck und Inkagottheiten). Begleitet wird das ganze von jeder Menge Blaskapellen. Tatsächlich ging die Parade um 8 Uhr morgens los und die letzten waren noch Nachts um 1:30 Uhr unterwegs. Neben der gesamten Route waren Tribünen und Stühle aufgebaut und überall wurde Bier und essen verkauft. Ein super bunter Tag!
    Eine andere Aktivität habe ich in La Paz noch offen: „Death Road“ oder „The World‘s Most Dangerous Road“. Death Road ist eine Straße die La Paz mit den Yungas (dem Tiefland) verbindet. Die Schotterstraße überwindet bei nur 64km 3.600 Höhenmeter. Wegen ihrer vielen engen Kurven und da sie sehr schmal ist gab es hier früher sehr viele tödliche Unfälle. Inzwischen gibt es eine neue Straße und Death Road wird hauptsächlich von Radfahrern für eine Tagestour Downhill Mountainbiking genutzt. Da die Straße wirklich schön ist und ohne viel Verkehr auch weitaus weniger gefährlich mache ich so eine Tour auch mit. Es war zwar ein sehr schöner Tag, aber ich glaube Mountainbiking ist nichts für mich, ich habe die Bremse fast nie losgelassen :D.

    I return to La Paz one more time mainly for the festival of Gran Poder that is happening on the weekend. The festival has its roots in the worship of a Jesus painting and is mixed with Aymara (the indigenous people of La Paz) traditions. The highlight of the festival is a parade through the streets of La Paz (more than 12 hours) that is packed with costumed dancers. The costumes range from giant cake like, bulls and cowboys, typical Cholita dresses with massive skirts, terrifying devils masks, impressive feather headdresses and Inca gods. The dancers are accompanied by a huge number of marching bands. The parade started at 8 am and continued on well into the night (at least 1:30am). Next to the entire route chairs and stadium seating was set up and there were beer and food stalls everywhere. A super colorful and exciting day!
    Another La Paz activity I was missing was Death Road or the worlds most dangerous road. Death Road connects La Paz to the Yungas (low lands). The gravel road is only 64km long but loses 3,600m in altitude in that length. Because of its many sharp turns and because it is so narrow deadly accidents used to occur here frequently. Now that a new road has been build this one is mainly used by cyclists for day tours of downhill mountain biking. Because the road is really beautiful and a lot less dangerous without much oncoming traffic I decided to try out my mountain biking skills. It was a very cool day but in the end I have to admit that mountain biking is not for me. My arms hurt and most of the time I was gripping the breaks way too hard :D.
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  • Day27

    Ropeways La Paz

    July 8, 2019 in Bolivia ⋅ ☀️ 16 °C

    Nach einer unerfreulichen Nacht (Michi hatte Lebensmittelvergiftung) haben wir heute relativ wenig gemacht. Ein bisschen Frühstück in einem Cafe direkt beim Hexenmarkt (wobei Markt ein kleine Übertreibung ist, da es sich hierbei um eine kleine Straße mit Ständen handelt), wo getrocknete Alpaca-Babys als Opfergabe verkauft werden. Dann sind wir noch ein wenig rumlaufen und haben am Nachmittag nochmal 2 Stunden mit der Seilbahn das Reichenviertel von La paz besucht. Die Häuser dort sind wirklich beeindruckend. Mit Blick über die Stadt gebaute Paläste, die so gar nicht zum Rest der Stadt passen. Nach etwas ausruhen im Hostel ging es mit dem Taxi zum Busbahnhof. Durch den wahnsinnigen Verkehr hatten wir schon Angst, unseren Bus nach Sucre zu verpassen. Zumal auf dem Ticket 19:45 stand (jetzt ist es 20:15 und wir sind immer noch im Terminal). Die Busqualität ist auf den ersten Blick etwas weniger gut als in Peru, aber letztendlich nicht groß anders.Read more

  • Day83

    La Paz - Silvester, Seilbahn, Stufen

    January 1, 2019 in Bolivia ⋅ ⛅ 15 °C

    Am 30. Dezember fahren wir mit dem Bus vom Titicacasee nach La Paz, der Quasi-Hauptstadt Boliviens (laut Verfassung ist es eigentlich Sucre).
    Obwohl, das ist nicht ganz richtig: wir fahren mit Bus UND Boot. 😬 Eine knappe Stunde nach dem Start heißt es nämlich aussteigen, ab auf eine kleine Fähre und über einen Arm des Sees. Unser Bus wird separat auf einem mehr als wackeligen Floß mit einem kleinen Außenbordmotor hinterher transportiert. Es sieht nicht so aus, aber er kommt unbeschadet an und wir setzen unsere Reise fort.

    Angekommen in La Paz beziehen wir das schöne LOKI Boutique Hotel. Neu, modern und was Preis-Leistung angeht, unschlagbar. Was wir dort erst erfahren: das Hotel gehört zu einer Kette von südamerikanischen Hostels und es gibt noch eine Unterkunft in der Nähe, in der an Silvester eine große Party stattfindet. Da wir eh noch nicht so recht wissen, wie wir ins neue Jahr feiern sollen, schauen wir uns die Bar dort gleich mal an. Sie befindet sich im obersten Stockwerk, hat einen hervorragenden Blick über La Paz, die Drinks sind günstig, die Leute freundlich - dieses Jahr gibt’s also Silvester im Partyhostel. 🎊

    Und das macht seinem Namen alle Ehre: einen Tag später finden sich dort feierwütige Leute aus der ganzen Welt. Ab 9 Uhr morgens (!) wird jede Stunde das neue Jahr in anderen Ländern mit kostenlosen Shots begrüßt. Keine Angst, wir schauen uns unter Tags die Stadt an und steigen erst gegen 19 Uhr in die Feierei ein. Später abends gibt es dann gute Musik vom DJ und es wird viel getanzt. Es fällt fast gar nicht auf, dass wir zwei wahrscheinlich 10 Jahre älter als der Durchschnitt sind. 😂 Um 12 erwarten wir dann ein Feuerwerk-Inferno über La Paz. Denn eins haben wir auf unserer Reise schon gelernt: Feuerwerk ist wichtig in Südamerika. Dabei geht’s auch nicht unbedingt um die Schönheit - laut muss es sein!
    Aber das Geballere hält sich sogar in Grenzen und wir schauen uns von unserer Hostel-Bar aus ein paar nette Feuerwerke über der Stadt an. Gut, dass Pit da ein bisschen nachhilft. 😬 Auf dem Nachhauseweg haben immer noch Marktstände in den Straßen offen und verkaufen richtig dicke Silvesterraketen. Da müssen ein paar her („¿tu tienes bsssscccchhhhhh boooommmm 🙌?“)! Der Alkohol hat das übliche Sicherheitsbedenken beiseite gewischt und die Streichhölzer zünden dann auch nach dem dreißigsten Versuch. Um 2 Uhr früh erhellen Pits Raketen nochmal La Paz‘ Silvesterhimmel. 😂

    Damit die Kultur nicht zu kurz kommt, machen wir an Neujahr eine Walking Tour durch die Stadt. Bei den vielen Bergen und Stufen müssen wir ab und an ganz schön schwer atmen. Wir sind ja auch im höchstgelegenen Regierungssitz der Welt.
    Unsere beste Führung auf der bisherigen Reise übrigens. Marie-Sol erzählt uns wirklich interessante Geschichten über La Paz und bei so manch einer urbanen Legende bzw. Tatsache bleibt einem schon der Mund offen stehen. Oder wusstet ihr, dass:
    - es hier einen Hexenmarkt gibt, auf dem man getrocknete Lama-Föten kaufen kann, die man Pachamama (Mutter Erde) opfert, wenn man z.B. um Glück oder Reichtum bittet oder ein Haus bauen will? (Tatsache)
    - dass sich Pachamama bei größeren Projekten, wie einem Hochhaus, nicht mehr mit einem Babylama zufrieden gibt und aaaangeblich schon mal ein bewusstloser Obdachloser vom Schamanen im Fundament eingemauert wird? (Wohl eher Legende)
    - dass, wenn kein Obdachloser „zur Hand“ ist, es auch eine Blondine tut? 😳
    - dass bei den indigenen Damen kräftige Waden als Sexsymbol gelten?
    - dass das San Pedro Gefängnis in La Paz als Stadt in der Stadt gilt, in der der Drogenhandel (auch mit ausländischen Touristen) blüht und Insassen dafür zahlen, dort untergebracht zu sein? (Lest unbedingt das Buch „Marching Powder“ von Rusty Young!!!)

    Ach übrigens: Wir steigen nie wieder in eine U-Bahn. 😉 In La Paz fährt man nämlich mit der Seilbahn. Es macht mega Spaß, geht relativ schnell und ist das beste Fortbewegungsmittel in dieser unglaublich bergigen Stadt. Außerdem sieht man aus der Vogelperspektive so viele interessante Sachen wenn man über Wohnviertel, durch Häuserschluchten und weit über der Skyline hochfährt. Dabei kostet eine Fahrt nur 3 Bolivianos (knappe 40 Cent). Was für eine wunderbare Beschäftigung, bei der man auch mal begreift, wie vielfältig und verschachtelt diese Stadt doch ist. 🚠

    La Paz hat uns wirklich gut gefallen. Es ist weit, unübersichtlich, gutes einheimisches Essen ist nicht so leicht zu finden, kein Mensch kann sich anständig anstellen, die Temperaturen schwanken im Minutentakt und jeden Tag regnet es nachmittags was runter geht.
    Aber trotzdem: La Paz hat Charme, ist wunderbar unperfekt, es gibt tolle alternative Geschäfte, die Leute sind charmant, alles wirkt ein bisschen gelassener als in anderen Hauptstädten und wahrscheinlich bekommt man nirgends auf der Welt so viel für sein Geld.
    Und hey: ich bin nicht als blondes Opfer an Pachmama geendet, Pit hat seinen zweiten Friseurbesuch auf der Reise mehr als gut überlebt und: es gibt Seilbahnen. 😍
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  • Day129

    Wahrsagung auf über 4000 Metern

    May 6, 2019 in Bolivia ⋅ ⛅ 15 °C

    Die ältere Schamanin grinst mich mit ihrem Metallgebiss an. Dann greift sie in eine Tüte, nimmt ein Bündel Coca-Blätter heraus und wirft diese schwungvoll auf den Tisch. Anschließend schiebt sie einige Blätter nicht nachvollziehbar hin und her und betrachtet jedes einzelne Blatt kritisch. Während die Schamanin ihr Ritual verfolgt, werde ich von zwei dekorierten Totenköpfen aus einem Regal angeschaut. Schließlich haben die Coca-Blätter gesprochen, meine Zukunft wird bestimmt durch einige vertrocknete, angeknabberte Blätter. Die Schamanin lässt mich wissen, dass ich in nächster Zeit umziehen werde und meine Arbeit wechsele (tut mir leid Kollegen, aber so steht es in den Coca-Blättern 😂), und ich werde sehr zufrieden sein. Ich werde Susi heiraten und mit ihr sehr glücklich werden. „Meine Zukunft könnte schlechter aussehen“, denke ich. Ich verlasse recht zufrieden den kleinen Container der Wahrsagerin und kehre auf die Straßen von El Alto zurück. Meine Investition für diese Wahrsagung (10 Bolivianos = 1,50 Euro) hat sich gelohnt 😉

    Ich befinde mich auf über 4000 m im Stadtteil El Alto des höchsten Regierungssitzes der Welt. Eigentlich wollte ich La Paz nur durchreisen, nicht einmal einen Tag verbringen, da mein Bedarf an Großstadtatmosphäre erst einmal gedeckt ist. Letztlich hatte ich mich dazu entschieden, zumindest eine Nacht in La Paz zu verbringen, auszuschlafen und Energie für die nächste große Busreise Richtung Cusco zu sammeln. Da ich den Morgen bereits effektiv für meine weitere Reiseplanung genutzt habe, blieb mir noch ein freier Nachmittag, um zumindest einen kleinen Eindruck dieser außergewöhnlichen Metropole zu sammeln. Als ich mich von meinem Hostel auf die Straße begebe, bin ich sofort von der Lebhaftigkeit und dem schönen Ausblick positiv überrascht. Auf den Straßen wimmelt es von Fußgängern, die Straßen scheinen ein einziger großer Markt zu sein. Vor fast jedem Gebäude befindet sich ein Verkaufsstand mit den unterschiedlichsten Artikeln (Lebensmittel, Kleidung, Elektronik, Werkzeug, usw.), meist besetzt von einer recht korpulent wirkenden Bolivianerin in traditioneller bolivianischer Tracht mit typischem Zylinder (der Eindruck der etwas korpulenten Figur kann aber auch der weiten, aufgeblasenen Kleidung geschuldet sein 😊). Durch die überwiegend engen Gassen lässt sich immer wieder ein Blick auf die steilen Hänge von La Paz und die dahinterliegenden hohen Anden erhaschen. Über mir bewegen sich in schwindelerregender Höhe die farbigen Gondolas, die das Stadtbild so charakteristisch prägen. Diese Gondeln wurden seit 2014 in La Paz etabliert, um dem zunehmenden Verkehr durch die engen Straßen Herr zu werden und ersetzen hier praktisch die Metro in anderen Großstädten. Mehr als 10000 Menschen werden stündlich durch dieses Verkehrssystem transportiert.

    Um es mir leicht zu machen und um nicht im Großstadtdschungel verloren zu gehen, habe ich für heute Nachmittag eine Red Cap Walking Tour gebucht. Wir hatten in Valparaiso mit der Stadttour bereits eine gute Erfahrung gemacht und es erscheint mir als optimale Art und Weise in kurzer Zeit eine fremde Stadt zu erkunden. Auf unserer Route für heute steht ein Besuch des Friedhofs La Paz, eine Fahrt mit der Gondel zum Aussichtspunkt und Stadtteil El Alto (wo mir auch die Coca-Blätter meine Zukunft offenbaren), ein Besuch des Witches Markets (Hexenmarkt), sowie eine Einführung in die richtige Verwendung der Coca-Blätter. Unsere beiden Guides David und Roberto sind aufgeschlossen, freundlich und sehr informativ. Am Friedhof angekommen, erzählt uns David eine Menge über die Traditionen, Rituale und den Umgang mit dem Tod in Bolivien. Denn obwohl Bolivien überwiegend streng katholisch ist, vermischen sich die uns bekannten Bräuche mit den uralten Traditionen der indigenen Stämme. So erfahren wir, dass alle 5 Jahre die Grabstätte gewechselt werden muss, um Platz zu schaffen. Aus dem ursprünglich großen Sargophag werden dann vom Bestatter die Gebeine entnommen, zerkleinert und in einen kleineren Sargophag überführt. Bei dieser Handlung ist es zwingend empfohlen, dass der Vorgang von einem Angehörigen überwacht wird, denn allzugerne werden bei diesem Zeitpunkt Schädel entnommen, die dann gewinnbringend auf dem nächsten Markt verkauft werden. Schädel spielen in der Kultur eine wichtige Rolle. Die Tradition sieht vor, dass jede Familie einen Schädel bei sich zu Hause hat. Der Schädel repräsentiert den Geist, der über die Familie wachen soll. Für die schutzbringenden Dienste erweist man dem Schädel Gefälligkeiten, indem man ihn entsprechend schmückt. Der Schädel teilt übrigens dem Familienoberhaupt direkt mit, wie er geschmückt werden möchte (meine persönlich Vermutung ist, dass die Stimmen nur durch den übermäßigen Verzehr von Coca-Blättern hörbar werden 😉) . So findet man Schädel mit Perrücken, Hüten, Sonnenbrillen, Ketten, usw.. Es ist zwingend aufzupassen, dass man den Schädel nicht verärgert oder neidisch macht, indem man zum Beispiel seinen Kindern mehr Aufmerksamkeit widmet als dem Schädel selbst. Tritt eine solche Situation einmal ein, so muss man schnell zusehen, den Schädel wieder loszuwerden. Aus diesem Grund wird sicherheitshalber einmal jährlich der Schädel in einen Tempel zurückgebracht und gegen einen neuen getauscht. Verrückte und gespenstische Sache!!!

    Eine weitere angsteinflößende Geschichte erzählt uns David dann später auf dem Witches Market. Hier hängen an Buden ausgestopfte Baby-Lamas, Mumien, Knochen und andere okkulte Gegenstände, die man sich wahrscheinlich eher nicht ins Schlafzimmer stellen würde. David lässt uns wissen, dass es Brauch in Bolivien ist, vor dem Bau eines neuen Gebäudes ein Opfer zu erbringen und ein totes Baby-Lama im Fundament zu vergraben. Die erforderliche Größe des Baby-Lamas richtet sich dabei nach der Größe des Gebäudes. Eine (zum Glück nicht bestätigte) Legende besagt, dass für sehr große Bauten ein lebender Mensch im Fundament zu begraben ist, in der Regel ein Obdachloser von der Straße, der mittels Alkohol betäubt wird. Ich bin froh, dass es sich hierbei nur um eine Legende handelt (aber manches Mal ist ja auch ein Stückchen Wahrheit an jeder Legende...)

    Zum Abschluss unserer Tour bekommen wir dann noch einige Informationen zum Verzehr von Coca-Blättern. Diese werden hier für Pfennigpreise an jeder Straßenecke verkauft und von den Einheimischen in rauhen Mengen in Form eines Tees getrunken oder direkt gekaut. Sie sollen eine entspannende und zugleich aufputschende Wirkung haben. Ihre volle Wirkung entfalten sie allerdings nur durch die Zugabe einer kleinen schwarzen Wurzel, welche in Verbindung mit dem Speichel als Katalysator wirkt. David zeigt uns, wie wir aus den Coca-Blättern zusammen mit der kleinen schwarzen Wurzel eine Art Kaugummi bauen, welches wir dann anschließend leicht kauend in unserem Mund lutschen. Schmeckt gar nicht mal so schlecht, ein bisschen nach Spearmint. Eine große Wirkung spüre ich zwar nicht, finde aber diesen Gebrauch auch nicht unangenehm. Soll ja auch der Höhenkrankheit vorbeugen 😊

    Mein Tag in La Paz neigt sich dem Ende. Am Abend hole ich mir noch einen lokalen Snack zum Abendessen (eine Art Currywurst mit Pommes für etwa 1,50 Euro) und kehre zufrieden in mein Hostal zurück, um zu entspannen und mich auf die morgige Busfahrt vorzubereiten. Als ich auf meinem Zimmer bin, höre ich allerdings immer und immer wieder ein lautes Rumsen als ob hier ständig jemand auf den Boden knallt. Ich gehe auf Entdeckungstour und sehe schließlich aus meinem Treppenhaus, dass sich im Stockwerk unterhalb meines Zimmers eine Volleyball-Halle befindet, in der intensiv trainiert wird. Verrückte Sachen gibt es... Zum Glück endet das Trainingsprogramm gegen 20 Uhr und ich kann meine Nachtruhe ungestört genießen.

    La Paz wird mir in guter Erinnerung bleiben, insbesondere weil ich ohne jegliche Erwartungen und Vorurteile in die Stadt gekommen bin. Sicherlich eine Stadt, in der man auch mehrere Tage bequem verbringen könnte, ohne sich zu langweilen. Ich bin froh, zumindest diesen eintägigen Zwischenstopp eingelegt zu haben 🙂
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  • Day23

    Primer día en La Paz

    October 30, 2019 in Bolivia ⋅ ☀️ 19 °C

    Frst day in the highest capital city of the world!
    Markets, colourful houses and views from the teleferico (the Bolivians use cable cars here as public transport).
    I met Sarah and Millie (from Canada and England), who I got to know on Isla del Sol, for a walking tour to get more insights of the city. We also passed by some protests due to the presidential elections that took place some days before.Read more

  • Day20

    La Paz.

    June 5, 2019 in Bolivia ⋅ ☀️ 16 °C

    Wowee so strange to be thrown back into an enormous city after seeing hardly anything man made for the past few days! Day 1 here was a treat! We stumbled off the overnight bus from Uyuni and into our hostel. A top brekky at a lovely spot nearby and then Chris hooked us up with the loveliest local guide ever, Laura (some friend of a friend of a brother and a sister). She took us all around and pointed out all the best spots and got us onto the cable cars that carry you above and beyond the city. An excellent way to see the city and skip the chaos down below. After a giant pizza for dinner, we’re ready to hit the hay.
    Day 2 in La Paz consisted of a 7am start. Our Altitude Tours bus picked us up from our hostel and we jumped into a van en route to the infamous Death Road. What an absolute blast. After getting to know our downhill bikes we barrelled down a busy bitumen road before stopping for a quick snack at the start of the death road. With twists and turns, bumps and rocks and tight corners it’s no surprise many have fallen here. On your left is a sheer drop off, often times 100ft drop to the bottom of the valley. On the right, an enormous steep incline that sometimes has waterfalls right onto the track that we rode under. The flora is lush and green, a welcome sight after it seems like months spent in the desert. Plummeting from 4,700m high to 1,300m the weather became warm and dry. A quick $14 surprise zip line halfway down gave us another quick shot of adrenaline as we ventured on to our final stop and the end of the death road. Gee whiz, what a brilliant day. Glad they told us at the end that 28 have died biking this road in 10 years (same odds as shark attack??). But man so worth it.
    Day 3 consisted of a bit of housekeeping. Washing clothes and organising back packs. Sadly Tallara had a spell of food poisoning so she was out for the day!
    Tabby & I were awarded quite a few free drinks from the Dutch owner of the cafe ‘Local Dish.’ Apparently that’s what happens when your card fails....two cards... twice.
    Onto the local markets and a few purchases later we’re back at ze hostel ready for a spell.
    Let’s get out of this hustle and bustle. Onto the Bolivia Hop bus and off to Peru via Copacabana. 🇵🇪
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  • Day92

    Stadtbesuch in La Paz

    January 9, 2019 in Bolivia ⋅ ⛅ 17 °C

    La Paz gilt als inoffizielle Hauptstadt von Bolivien. Mit 1,6 Mio. Einwohnern ist sie die größte Stadt des Landes. Das Bild der Stadt ist von kleinen, einfachen roten Ziegelsteinhäuschen geprägt, die sich zwischen den Bergen von 3500 bis 4000 Metern Höhe im bolivianischen Hochgebirge ansiedeln. Surreal wirken die modernen, aus den Alpen stammenden, Seilbahnen, mit denen hier dem Verkehrschaos entgegengewirkt wird. Dies ist für uns jedoch nicht spürbar. Die Fahrt durch die Stadt ist eine echte Herausforderung. Regeln gelten hier scheinbar nicht. So drängeln sich Unmengen an personenbefördernden Kleinbussen durch die Stadt und fahren auch gerne mal entgegengesetzt in Kreisverkehre ein oder über Rot. Überall und ständig halten die Fahrzeuge auf den Fahrbahnen, um Personen ein und aussteigen zu lassen. Zu Schäden kommt es aber erstaunlicher Weise nicht. Die zumeist asiatischen Kleinbusse haben ihre Blütezeit hinter sich und werden überall an den Straßenrändern repariert bzw. zusammengeflickt. Die Straßen sind hier teilweise so Steil, dass wir Mühe mit dem anfahren haben. Wir wundern uns darüber, dass die Kleinbusse sowie die größeren Stadtbusse anscheinend nicht solche Probleme haben. Auch parkieren gestaltet sich sehr schwierig. An nahezu allen Straßen in der Innenstadt ist es verboten. Wir entkommen nur knapp einer Parkkralle, die ein eifriger Gesetzeshüter schon an unserem Sprinty montiert hat. Zum Glück sieht Regina den Schutzmann an unserem Sprinter aus der Wäscherei heraus, in der wir gerade unsere Wäsche waschen. Wir stürmen hinaus und eilen quer über die stark befahrene Straße, fast wie in einem Actionfilm. Schließlich überreden wir den unfreundlichen Beamten die Kralle wieder abzunehmen. Puh nochmal Glück gehabt!

    Wir schaffen es citynah einen kostenlosen Parkplatz zu ergattern, laufen etwas durch die Innenstadt und
    fahren mit der Gondelbahn zur „Hochstadt“. Von hier aus genießen wir das Panorama der einzigartigen Stadt und fahren nur einige Blocks weiter wieder in das Stadtzentrum ins Tal zurück.
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  • Day154

    La Paz

    February 3 in Bolivia ⋅ ☁️ 12 °C

    Nach einer weiteren Nachtfahrt kommen wir am Morgen in La Paz an und gönnen uns ein schönes großes Frühstück bevor wir dann bei einer Stadtführung mitmachen.
    Dabei kommen wir am sogenannten Hexenmarkt vorbei, wo man unter anderem auch Lama-Föten kaufen kann. 🦙 Diese werden zusammen mit Coca-Blättern als Opfergabe für Pachamam (Mutter Erde) verbannt und anschließend als Fundament benutzt. Dadurch soll das Haus lange halten und vor Bösem geschützt werden.
    m nächsten Tag geht es für mich früh raus, denn ich fahre heute die Death Road mit dem Mountainbike runter. Diese Straße hat bis 1994 jedes Jahr zwischen 300 und 500 Menschen das Leben gekostet und galt als die gefährlichste Straße der Welt. Heute stirbt im Durchschnitt nur noch ein Mensch pro Jahr (meistens ein Tourist auf dem Fahrrad) 😳
    Die Tour startet auf 4.500 Metern und endet auf 1.200 Metern. Die Landschaft entlang der 64 km langen Strecke ist atemberaubend und am Ende kommen alle lebend an 😅
    Am nächsten Tag gehts zum Cholita Wrestling, bei dem zwei Frauen in traditionellen Kleidern gegeneinander Kämpfen. Dieser Sport wurde durch den amerikanischen WWF und mexikanischen Lucha Libre inspiriert und bietet Frauen die Möglichkeit sich in der männerdominierten Welt zu behaupten. 🤼‍♀️
    Bevor wir die nächste Reise antreten nutzen wir das höchste Gondelsystem der Welt um von der höchsten Verwaltungshauptstadt nach El Alto zu fahren, wo wir den größten Markt Boliviens besuchen. Dieser erstreckt sich über 5 Quadratkilometer und bietet Militärklamotten, Schuhe, Fahrräder und allerlei Autoteile an 😄
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  • Day24

    Segundo día en La Paz

    October 31, 2019 in Bolivia ⋅ ⛅ 15 °C

    Mercado de brujas, ir de compras y ir a la peluquería - no hice nada más hoy. Con las protestas no mala idea, pareció un poco intimidante.

    PS. Los peluquerías aquí parecen no saber que un cobre rubio es, ahora soy roja jajaja 🙈

  • Day52

    Wo man Koks noch von Dächern schmeisst

    March 9, 2018 in Bolivia ⋅ ⛅ 14 °C

    La Paz, 2-Millionen-Metropole auf über 3’500m. Eine andere Welt. Die Luft ist dünn. Der Nachtbus wie auch unser Hostel sind aber definitiv von dieser Welt und unerwartet erstklassig. Wir werden um 06:00 und für die Uhrzeit äusserst freundlich empfangen, umgehend in ein geräumiges Doppelzimmer einquartiert und eingeladen, uns nach einem 2h-Power-Nap noch am Frühstücksbuffet vom dazugehörigen Hotel gütlich tun. Und das zum Preis von umgerechnet zwei Bananen und drei Tafeln Schokolade. Ok, gekauft im Globus. Wir absolvieren als erstes eine dieser allseits beliebten, informativen und unterhaltsamen City-Walking-Tours, auf welcher wir ua erfahren, dass ein Grossteil der regionalen Kokain-Produktion im städtischen Gefängnis erfolgt, welches direkt im Stadtzentrum liegt, von den Insassen selbst verwaltet wird und zu welchem auch die Frauen und Kinder der Insassen freien Zugang haben. Führungen gibt es leider keine mehr, nachdem zwei Touristen unfreundlich abgestochen wurden. Schade wie ich finde. Sue teilt das Bedauern nicht.

    Die für die Produktion notwendigen Chemikalien werden ganz unspektakulär in grossen Lastwagen angeliefert, das Endprodukt in Windeln verpackt etwas spektakulärer und für alle sichtbar jeweils vom Dach geworfen. Aufheben sei nicht ratsam, wie uns versichert wird. Lustige Welt. Wie wir im Anschluss an die Tour beim zweiten Betreten unseres Hostel-Zimmers wenig begeistert feststellen, ist die vorherrschende Temperatur ca. 10 Grad - gefühlt 0 Grad. Heizung? Nope. War ja klar, dass das mit dem Schoggi/Bananen-Preis einen Haken haben musste. Uns bleibt also nichts anderes übrig, als uns im Pub um die Ecke an Kelchen voller Hauswein aufzuwärmen. Das klappte aber aufgrund der einschlägigen Erfahrung auch in dieser Welt erwartungsgemäss ganz gut.

    Und dann waren wir ja noch mit unseren 4x4-Companieros zu Dinner und Party verabredet. Da die ca. 20 Minuten zu Fuss zum Restaurant nachts „not save“ wären - als ob sich jemand trauen würde, zwei MMA-Fighter ähnliche Gestalten wie uns anzugehen -, lässt man sich eben ein Taxi rufen, mit welchem der Transfer alles in allem und dank unendlich verstopfter Strassen 50 Minuten dauert. Wer mich kennt, weiss, „I was not amused“. Spiele ich eben Samschtig-Jass. Und verliere. Scheiss Leben. Ein Bier später war die Lebensfreude wieder da und der Abend entwickelte sich prächtig. Sogar Hangover-Alan versucht ein paar Worte Englisch mit mir zu reden. Leider nichts was ich verstanden hätte. Also lächle ich, bestelle ihm noch einen Whiskey-Cola und hoffe die Situation damit zu entschärfen. Auch das klappte ganz gut.

    Die Menschen hier und wahrscheinlich in ganz Bolivien sind überaus freundlich und zuvorkommend. Zumindest zu uns. Zu Recht wie ich finde. Das liegt wohl auch an den Coca-Blättern die hier Tag ein Tag aus gekaut und als Tee geschlürft werden. Das Zeug schmeckt allerdings grässlich und wurde umgehend von meinem Speise- und Snackplan gestrichen. Wobei die versammelte Snus-Fraktion in unseren Breitengraden - zu der ich nicht gehöre - die jeweils durch Kontakt mit Speichel entstehende braune Kack-Grütze ja auch nicht stört, wenn man(n) sich einen Stinkbeutel nach dem anderen unter die ausgehöhlte Oberlippe schiebt und das sonst sympathische Lächeln in ein grenz-debiles Grinsen verwandelt. Jaja, auf der ganzen Welt der gleiche Scheiss. Wobei die Abfalllastwagen, welche die Strassen - eigentlich ein einziger grosser Markt - neben dem müffeligen Gestank mit lauter Klaviermusik eindecken, kennen wir in unserer Welt noch nicht. Die Idee gefällt aber!

    Unser nächster Reiseschritt nennt sich Peru-Hop. Eine Busreise in mehreren Etappen von La Paz nach Lima. Grösster Halt wird mit 6 Tagen Cusco sein, von wo aus wir den 5-tägigen und wohl ziemlich anstrengenden Salkantay-Trek zum Machu Picchu absolvieren werden. Gejammer vorprogrammiert. Mal schauen von wem. Ich freu mich.
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You might also know this place by the following names:

La Paz, ላፓዝ, لاباز, Chukiyawu, La Pas, Горад Ла-Пас, Ла Пас, লা পাজ, لاپاز, Λα Πας, La-Pazo, A Paz, לה פאס, ला पास, Լա Պաս, LPB, ラパス, ლა-პასი, Ла-Пас, 라파스, Ла-Пас шаары, Pax, La Pasas, Lapasa, Ла Паз, ലാ പാസ്, ला पाझ, ଲାପାଜ, ਲਾ ਪਾਸ, Chuqiyapu, லா பாஸ், ลาปาซ, La-Pas, لا پاز, לא פאז, 拉巴斯

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