Bolivia
La Paz

Here you’ll find travel reports about La Paz. Discover travel destinations in Bolivia of travelers writing a travel blog on FindPenguins.

126 travelers at this place:

  • Day29

    La Paz III

    November 5 in Bolivia

    Heute konnten wir als letztes Mal die Stadt erkunden - gleichzeitig auch das erste Mal an einem ganz normalen Wochentag. Der Unterschied war enorm! Überall waren mind doppelt so viele Menschen und Autos unterwegs. Dafür gab es auch doppelt so viele Essensmöglichkeiten die wir ausgiebig nutzen konnten. Neben unserem geliebten Avokado Brötchen (ein Bild zeigt die „Küche“ dafür) genossen wir noch etwas mehr bolivianische Küche (3 Gänge für 9€ mit Gruß aus der Küche 👌 - die Namen haben wir schon wieder vergessen u.A. gab es Lama und Quinoa Käse Risotto). Damit haben wir uns auch schon wieder von La Paz verabschiedet und sind jetzt mit dem Nachtbus unterwegs nach Sucre.Read more

  • Day28

    La Paz II

    November 4 in Bolivia

    Die Erkundungstour in La Paz geht weiter. Zunächst probierten wir als leckeres zweites Frühstück Salteñas (Bolivianische Spezialität, süßer Teig mit herzhafter Füllung aus Fleisch und Gemüse) und waren ganz begeistert 😋 Danach ging es mit einer Walking Tour durch die Stadt und wir lernten vieles über die Geschichte, Bräuche und Politik von Bolivien und La Paz. Auf dem Hexenmarkt kann man beispielsweise getrocknete Lamababys kaufen um sie vor einem Hausbau als Opfergabe an Pachamama (Mutter Erde) zu übergeben. Wir lernten auch einiges über das sehr verrückte Gefängnis der Stadt in dem jeder Insasse Geld verdienen muss um seine Zelle zu mieten in der er teilweise mit seiner Familie lebt. Wir haben heute so viele verrückte Geschichten gehört wir könnten Seiten füllen 😅 Um den Tag noch verrückter zu machen waren wir abends mit Arne und Charlotte beim Cholita Wrestling - Frauen die sich „verprügeln“. Die Bilder sagen mehr als tausend Worte.Read more

  • Day656

    La Paz - The odds

    October 25 in Bolivia

    Time travels differently in Bolivia since President Morales changed the public clocks. Patchamama claims baby lamas or humans to bless new buildings. And the most popular prison in Bolivia (pink building) is sponsored by Coca Cola, run by its inmates and hosts not only luxury apartments but also the biggest cocaine production in the country. We were “lucky“ to watch a delivery of raw materials in an eco waste vehicle guarded by at least 10 police officers...Read more

  • Day52

    La Paz, 2-Millionen-Metropole auf über 3’500m. Eine andere Welt. Die Luft ist dünn. Der Nachtbus wie auch unser Hostel sind aber definitiv von dieser Welt und unerwartet erstklassig. Wir werden um 06:00 und für die Uhrzeit äusserst freundlich empfangen, umgehend in ein geräumiges Doppelzimmer einquartiert und eingeladen, uns nach einem 2h-Power-Nap noch am Frühstücksbuffet vom dazugehörigen Hotel gütlich tun. Und das zum Preis von umgerechnet zwei Bananen und drei Tafeln Schokolade. Ok, gekauft im Globus. Wir absolvieren als erstes eine dieser allseits beliebten, informativen und unterhaltsamen City-Walking-Tours, auf welcher wir ua erfahren, dass ein Grossteil der regionalen Kokain-Produktion im städtischen Gefängnis erfolgt, welches direkt im Stadtzentrum liegt, von den Insassen selbst verwaltet wird und zu welchem auch die Frauen und Kinder der Insassen freien Zugang haben. Führungen gibt es leider keine mehr, nachdem zwei Touristen unfreundlich abgestochen wurden. Schade wie ich finde. Sue teilt das Bedauern nicht.

    Die für die Produktion notwendigen Chemikalien werden ganz unspektakulär in grossen Lastwagen angeliefert, das Endprodukt in Windeln verpackt etwas spektakulärer und für alle sichtbar jeweils vom Dach geworfen. Aufheben sei nicht ratsam, wie uns versichert wird. Lustige Welt. Wie wir im Anschluss an die Tour beim zweiten Betreten unseres Hostel-Zimmers wenig begeistert feststellen, ist die vorherrschende Temperatur ca. 10 Grad - gefühlt 0 Grad. Heizung? Nope. War ja klar, dass das mit dem Schoggi/Bananen-Preis einen Haken haben musste. Uns bleibt also nichts anderes übrig, als uns im Pub um die Ecke an Kelchen voller Hauswein aufzuwärmen. Das klappte aber aufgrund der einschlägigen Erfahrung auch in dieser Welt erwartungsgemäss ganz gut.

    Und dann waren wir ja noch mit unseren 4x4-Companieros zu Dinner und Party verabredet. Da die ca. 20 Minuten zu Fuss zum Restaurant nachts „not save“ wären - als ob sich jemand trauen würde, zwei MMA-Fighter ähnliche Gestalten wie uns anzugehen -, lässt man sich eben ein Taxi rufen, mit welchem der Transfer alles in allem und dank unendlich verstopfter Strassen 50 Minuten dauert. Wer mich kennt, weiss, „I was not amused“. Spiele ich eben Samschtig-Jass. Und verliere. Scheiss Leben. Ein Bier später war die Lebensfreude wieder da und der Abend entwickelte sich prächtig. Sogar Hangover-Alan versucht ein paar Worte Englisch mit mir zu reden. Leider nichts was ich verstanden hätte. Also lächle ich, bestelle ihm noch einen Whiskey-Cola und hoffe die Situation damit zu entschärfen. Auch das klappte ganz gut.

    Die Menschen hier und wahrscheinlich in ganz Bolivien sind überaus freundlich und zuvorkommend. Zumindest zu uns. Zu Recht wie ich finde. Das liegt wohl auch an den Coca-Blättern die hier Tag ein Tag aus gekaut und als Tee geschlürft werden. Das Zeug schmeckt allerdings grässlich und wurde umgehend von meinem Speise- und Snackplan gestrichen. Wobei die versammelte Snus-Fraktion in unseren Breitengraden - zu der ich nicht gehöre - die jeweils durch Kontakt mit Speichel entstehende braune Kack-Grütze ja auch nicht stört, wenn man(n) sich einen Stinkbeutel nach dem anderen unter die ausgehöhlte Oberlippe schiebt und das sonst sympathische Lächeln in ein grenz-debiles Grinsen verwandelt. Jaja, auf der ganzen Welt der gleiche Scheiss. Wobei die Abfalllastwagen, welche die Strassen - eigentlich ein einziger grosser Markt - neben dem müffeligen Gestank mit lauter Klaviermusik eindecken, kennen wir in unserer Welt noch nicht. Die Idee gefällt aber!

    Unser nächster Reiseschritt nennt sich Peru-Hop. Eine Busreise in mehreren Etappen von La Paz nach Lima. Grösster Halt wird mit 6 Tagen Cusco sein, von wo aus wir den 5-tägigen und wohl ziemlich anstrengenden Salkantay-Trek zum Machu Picchu absolvieren werden. Gejammer vorprogrammiert. Mal schauen von wem. Ich freu mich.
    Read more

  • Day64

    La Paz - Cholitas Wrestling

    March 5, 2017 in Bolivia

    Der heutige Tag hatte mehrere Highlights!
    Nach einem letzten grandiosen Frühstück im KulturBerlin in Sucre sind wir zum Airport gefahren. Auf dem Weg dorthin wieder mehrmals über, neben oder direkt unter den Wolken gewesen.
    Der Airport ist total klein und wir waren fix eingecheckt.
    Dann stand auch gleich das Flugzeug dort und ab gings nach La Paz. Siehe Foto auf dem Vorfeld.
    Naja fast. In Reihe 16 saß nämlich schon jemand, den wir freundlich gebeten haben uns das Ticket zu zeigen.
    Es stellte sich heraus, das zur gleichen Zeit am gleichen Gate auch das Flugzeug nach Santa Cruz ging in dem wir uns selbstsicher aber doch vollkommen falsch befanden. Wir also wieder raus. Konnten gut über uns lachen.
    Der richtige Flug nach La Paz ging dann gleich danach los. Airport auf 4100 m. Erneut leichte Höhenkrankheit.
    Im Minibus mit Rucksack auf dem Dach für 80 Cent in die Stadt mit atemberaubendem Blick über die in ein Tal gebaute Millionenstadt und im Hostel bereits von Thies begrüßt worden. Zweites Highlight!
    Nach einem sehr käsigen Essen und der Erkenntnis, dass das Cholitas Wrestling tatsächlich nur Donnerstag und Sonntag um 16:00 Uhr stattfindet (heute ist Sonntag und wir waren 15:50 aus dem Restaurant) haben wir dann direkt vor der Tür auf der Straße die Tickets gezogen, 2 min später in den Bus, wieder in die Nähe des Airports und ab zur Show. Cholitas sind die älteren Damen, die hier in Bolivien in den traditionellen Gewändern meist an den Straßen zu finden sind. Wir haben sie dabei beobachtet, wie sie sich gegenseitig auf die Schnauze hauen.
    Ein herrliches Spektakel.
    Die Einheimischen rasten dabei völlig aus und bewerfen die Protagonisten mit vollen 1,5 l PET Flaschen (!!), Essen und Rasierschaum.
    Vollkommen unfassbar. Am Ende war auch das Publikum nass. Danach schnell zurück, denn nach Sonnenuntergang will man als Gringo in El Alto nicht mehr sein.
    Nun ab ins Abendprogramm.
    Read more

  • Day9

    Angekommen in La Paz

    December 1, 2017 in Bolivia

    Endlich angekommen. Sogar 1 Stunde eher als geplant. Aber kein wunder, so wie der Busfahrer gefahren ist. Wir haben gefühlt 50 Busse und Autos überholt, selbst wenn man überhaupt nicht sehen konnte ob irgendwelche Autos entgegen kommen, da die Straßen so eng und kurvig waren. Von unserem Sitzplatz in der oberen Etage mit Panoramablick haben wir einen super Ausblick auf die Landschaft und auf die gefährlichen Überholmanöver gehabt.Read more

  • Day74

    So schön unsere Reise auch ist und so tolle Ausflüge wir machen bzw. wunderbare Leute kennenlernen…. Wir wollen in diesem Bericht auch ein paar Punkte ansprechen, die die andere Seite der Medaille in diesem und wahrscheinlich weiteren südamerikanischen Ländern aufzeigen.

    Wir informieren uns meist wenig über die Gegebenheiten einer Stadt , wenn wir in eine Neue fahren. Meist reisen wir nur auf Empfehlungen oder besuchen eine Stadt weil sie auf der Strecke liegt.
    So werden kaum bis keine Erwartungen gebrochen noch sind wir voreingenommen.
    Also setzen wir uns regelmäßig erst ein mal in einen Bus, egal welcher Linie oder Richtung und fahren erst ein paar mal die Stadt hoch und runter um uns ein besseres Bild zu machen. Die Busse sind alle offen, also kann man ganz leicht rein und rausspringen ohne Haltestellen. Außerdem wird man als Ausländer von den einheimischen auch immer angequatscht. Alle denken wir haben uns verlaufen oder man will sich nur nach uns erkundigen hahhaah xD das ist auch schön ;)
    Nur nicht in Sucre..
    Sucre, die konstitutionelle Hauptstadt, nicht La Paz wie viele denken, ist jedoch so gemütlich und schön, dass wir hier lieber laufen als fahren. Bis auf die Ausnahme von einem einzigen Gebäude ist die Stadt wirklich einheitlich in weißen Häusern mit roten Dächern erbaut und die Kirchen und Staatsgebäude sind alle im Kolonialstil gehalten. Der Plaza Municipal ist wie in den meisten Orten ein runder, mit Palmen und Springbrunnen bestückter Platz, der ziemlich im Zentrum liegt. Von dort aus erreicht man fast alles gut zu Fuß.
    Sucre liegt Gott sei dank nur auf rund 2800 m, weswegen es temperaturmäßig gut auszuhalten war.
    Die Stadt zählt durch ihre gepflegten Plätzen und Parkanlagen sogar als eine der schönsten Städte Südamerikas. Wir haben zwar noch nicht alle gesehen, können uns das aber gut vorstellen.
    Insbesondere die Altstadt von Sucre gilt als eine der am besten erhaltenen Beispiele einer Kolonialstadt in Südamerika, welche in einem typischen Schachbrettmuster angelegt ist und wurde sogar UNESCO Weltkulturerbe. Wow.

    Unsere neue Freundin aus Potosi, die uns spontan begleitete und schon mal in Sucre war, zeigte uns erstmal die wichtigsten Gegebenheiten hier. Natürlich gehörte dazu erstmal der Markt, auf dem man zahlreiche Fressbuden, Obst- und Gemüsestände als auch ein nach dem anderen Fruchtshakestand finden kann. Aber auch vieles Weiteres.
    Ein 600ml Fruchtshake, egal welcher Sorte auch gemischter Sorten gibt es hier für unter einem Euro. Da mussten wir natürlich täglich zuschlagen, um unsere Portion Vitamine abzuholen. ;)

    Weiter besuchten wir hier ebenfalls gemeinsam den cementerio, welcher eindrucksvoll groß und sauber mit Mausoleen, kleinen Gräbern mit Fenstern für die Urnen und sogar einem Bereich nur für Juden versehen war.
    Scheinbar schenkt man den Toten hier noch jede Menge Alkohol für den symbolischen Abschied. Ob das der neue Ablassbrief ist?! Aber der Friedhof in Buenos Aires war eindrucksvoller. Dennoch sehr sehenswert. Viel schöner als die wir in Deutschland kennen.

    Ebenfalls gibt es hier einen Dinopark den man besuchen kann. Soll ein Highlight sein, in dem es angeblich viele Dinoskulpturen und sogar echte Skelette geben soll. Aber besonders berühmt ist der Park für seine Dinofüßabdrücke. Diese sind sogar offizielles UNESCO Kulturerbe geworden. Jedoch haben wir uns den Park geschenkt, da wir das auf Torotoro verschoben haben. Also können wir das nicht verifizieren.

    Weiter in der Stadtführung, schleifte unsere neue Freundin uns nach dem Markt in ein Museum, in welches wir von alleine wahrscheinlich nicht gegangen wären. Doch letzten Endes freuten wir uns darüber, denn es war den Besuch wert. Es war ein Museum für indigene Kunst.
    Hier durften wir live miterleben wie eine Indianern einen dieser kunstvoll anspruchsvollen Teppiche webte . Für 2qm brauch sie etwa 3 Monate. Es ist Wahnsinn, wie detailgenau sie Farben und Muster beherrscht und wie schön die Resultate sind. Wie der Name indigene Kunst schon sagt, zeigte das Museum auf wie die Ureinwohner von Bolivien in ihre verschiedenen (36) Stämme aufgeteilt sind, wie und was Kleidung, Musik, Tanz, Hierarchie, Farben und Muster oder verschiedene Rauschzustände, in die sie sich regelmäßig bringen/brachten, bei ihnen zu bedeuten haben.
    Wir wollen uns nicht anmaßen zu sagen was richtig oder falsch ist. Jedoch leben sie komplett anders als unsere westlich geprägte Kultur es kennt. Und das ist faszinierend. Wir vermuten sie nehmen vieles ganz anders wahr. Auch heute noch.
    So haben sie nach unseren Verständnis nach einfach eine andere Wahrnehmungsfrequenz als wir. Uns bleiben somit einige Ansichten und Wahrnehmungen einfach verborgen, da wir anders erzogen und trainiert wurden. Wäre sicherlich spannend das mal genauer zu beleuchten und mehr darüber zu erfahren. Doch ehe wir alles sehen konnten schloss das Museum schon wieder. Aber irgendwo bekommen wir die fehlenden Infos noch her ^^
    Weiter sind wir in Sucre auf den berühmten einheimischen Tarabuco Markt gefahren, welcher etwa 60 km weiter in den Anden lag. Der Markt, der jeden Sonntag abgehalten wird, ist das Fundament des Wochenendes für die Einheimischen hier - entweder ausschlaggebend für ihr Einkommen oder das Zentrum für Familien, um die meisten ihrer Einkäufe für die Woche von den unzähligen Ständen entlang der Straßen zu machen - und Hunderte kommen aus der umliegende Landschaft, um ihre Waren zu verkaufen oder Waren einzukaufen. Viele dieser Gemeinschaften stammen aus verschiedenen indigenen Gruppen. Also nur eine handvoll Touristen, sonst sind hier nur traditionell Einheimische vorzufinden. Das zeigt sich schon ganz schnell an deren Eselparkplatz. Sehr witziger Anblick! Anstatt mit den BMWs vorzufahren, stellt man hier eben seinen Esel ab. Übrigens an meine ex Kollegen… die einzigen Luxuskarren die man sich hier leistet sind BMWs. Kein Porsche, Mercedes oder ähnliches ist hierzu finden, wenn man denn mal „Luxuskarren“ sieht. Und auch nur Huawei, Samsung und Sony wird hier verkauft. Wer ein iPhone hat, findet kein Ersatzladegerät oder eine Displayreparatur…

    naja zurück zum Markt. -

    Er gehört zu den größten in Bolivien und ist durch die riesige Anzahl von Einheimischen sicherlich sehr sehenswert.
    Die Leute sind auch sehr aufrichtig hier. So haben wir unsere Einkaufstasche zum Beispiel im Getümmel vergessen, doch bevor wir wirklich zurücklaufen konnten um sie zu holen, wurde sie uns schon hinterher getragen. Das hat uns wirklich beeindruckt, wo man sonst jeden Cent hier ergattern möchte.
    Diese traditionellen Decken mit den bunten Farben, die manche von euch vielleicht kennen und die man hier überall zu sehen bekommt, werden hier wirklich zum Transport von allem benutzt. Aber hauptsächlich als „Kinderwagen“. So ist es wirklich immer witzig mitanzusehen wie die kleinen Würmer in den bunten Taschen getragen werden. Leider manchmal etwas unsaft, aber das ist wohl die harte Schule durch die alle durch müssen hier.

    Zurück in der Stadt, in einem der Parks von Sucre ist sogar der Eifelturm vorzufinden. Das hat uns kurz zum Schmunzeln gebracht . Also musste der auch gleich bestiegen werden.
    Denn der Eifelturm steht nicht nur in Paris, sondern auch hier in Sucre. Mit knapp 63 Stufen ist er eher der kleine kleine Bruder, aber dennoch ist er ein echter Eifelturm ^^. Doch von oben kann man leider nicht mal über die ganze Stadt sehen. Also hat sich der Aufstieg kaum gelohnt 

    In dem Hostel in dem wir wohnten , war wirklich was los. Das erste mal sogar mit live Shows und am WE mit Party, sogar für die ganze Stadtbevölkerung. Es war eins der Größten in Sucre und wohl mit dem besten Frühstück in SA. Das lag vermutlich daran, dass der Besitzer Deutscher ist. Der Claus…. Nach einem Gespräch mit Claus wussten wir schon einiges mehr über die Stadt. Interessant war aber auch, dass er noch nach einem Partner sucht, der in La Paz ein Hostel aufziehen möchte. Er bot uns gleich seine Expertise und Partnerschaft an, falls wir Interesse haben. Klang nicht schlecht. Oder falls einer von euch Interesse hat ??? !

    Jetzt kommen wir jedoch leider auch zu ein paar unschöneren Details aus Bolivien.
    Claus zum Beispiel lässt sein Kind nicht mal alleine über die Straße gehen, da hier täglich mehrere Kinder verschleppt werden. So sahen wir auch bei der Polizei eine ganze Wand voll Vermisstenanzeigen. Kinder scheinen nicht viel wert zu sein und oft für Arbeit oder sexuellen Missbrauch ausgenutzt zu werden. Auch ein Verkauf unter der Hand ist scheinbar keine Seltenheit.
    So sahen wir nicht nur Kinder die arbeiten mussten, sondern auch einige Kinder die wirklich krank oder behindert aussahen. Wir dachten uns, das kann kein Zufall sein. Bei genauerem Nachfragen fanden wir raus das ebenfalls Inzucht keine Seltenheit hier ist. Etwas verstörend wie wir finden.
    Und den Zeitungen zu entnehmen, werden auch um Morde kein Geheimnis gemacht. So sieht man regelmäßig verbrannte oder verstümmelte Leichen auf den Titelbildern der Zeitungen…. Hier geht’s öffentlich wild zu…
    Ein anderer Claus in dem Hotel der sein halbes Leben in SA verbrachte klärte uns auch auf, dass es nur eine armen und eine reichen Schicht in SA gibt. Und eine Mittelschicht gewollt unterdrückt wird. Auch keine Zustand den wir begrüßen.
    Aber auch Tiere müssen leiden. Viele Hunde humpeln hier zu Beispiel. Kein Wunder, die Menschen gehen hier sehr unsachte mit den Tieren um und treten sie gerne oder werfen Steine nach ihnen. Wir verhindern dass, wenn wir es mitbekommen. Da fragt man sich echt, ob die Leute nichts besseres zu tun haben und nix im Kopf haben.
    Wir fanden auch raus, dass viele Leute hier ihre Zähne verlieren, da die Kombination aus Höhe, kein Zahnarzt und vor allem Coca die Zähne ausfallen lässt.
    Ich will an der Stelle noch mal klarstellen, dass Coca kein Kokain ist. Aus 10 Kilo Coca werden vielleicht ein Gramm Kokain später hergestellt, aber das ist bei weitem nicht das gleiche. Außerdem nutzen wir kein Coca mehr. Das war nur gegen die Höhe! Auch wenn auf den Taxis irritierender Weise überall truffi Taxi steht, hat das nichts mit dem Coca zu tun.

    Erschreckend mussten wir weiter feststellen, dass die meisten dieser Menschen (Einheimische) über Jahrzehnte hinweg (jahrhundertelang, wenn man den spanischen Kolonialismus mit einbezieht) kaum von ihrer eigenen Regierung anerkannt wurden, von niemandem vernünftig repräsentiert wurden und oft sogar grundlegende Menschenrechte nicht hatten. Erst 2005, als Evo Morales zum ersten indigenen Präsidenten Boliviens gewählt wurde, galt das Leben von zwei Dritteln der Bevölkerung als verbesserungswürdig.
    Seit dem er an der Macht ist, gibt es scheinbar ein Wiederaufleben der indigenen Sprache, es ist noch nicht perfekt, aber es ist ein deutlicher Fortschritt.
    Aber lieber spät als nie...

    Nach Sucre sind wir dann zum Einen auf Empfehlung zum Anderen, weil es auf dem Weg lag nach Cochabamba gefahren.
    Cochabamba ist von der Größe gar nicht zu unterschätzen. Mit 630k Einwohner kommt es schon sehr nah an Frankfurt ran, wenn auch nicht die schönste Stadt die wir bislang hier gesehen haben. Der Kolonialstil ist nur noch teilweise vorzufinden und sonst ist die Stadt eher etwas schmuddelig und mit einigen Hochhäuser versehen.
    Das Wahrzeichen von Cochabamba ist die größte Christusfigur der Welt, welche anlässlich zum Besuch von Johannes Paul II erbaut wurde. Finden wir etwas übertrieben, aber nun gut. Das erfuhren wir auch erst seit dem wir hier waren. Sie steht ebenfalls wie in Rio auf einem Berg und breitet die Arme aus. Da wir uns eine derartig einmalige Chance nicht entgehen lassen konnten, mussten wir natürlich auf den Cerro de San Pedro rauf, um uns vom Nahen ein Bild zu machen. Die Seilbahn war leider lahmgelegt, ( sehr zum Leid von Luca ) war ja nicht anders zu erwarten…., was bedeutete wir mussten die Treppen selbst hoch laufen. Wir vermuten es waren mehr Stufen als der Eifelturm hat. Es war jedenfalls wirklich anstrengend…. Oben angekommen, trafen wir drei Mädels die wir aus dem Hostel in Sucre kannten. Die Eine hatte ein DJI Drohne dabei, mit der sie eindrucksvoll um und über die Statue flog. Die Bilder auf ihrer Kamera waren natürlich unübertroffen, aber so eine Drohne liegt leider nicht in unserem Budget. Dennoch genial für solche Aufnahmen. Und so konnten wir einen Blick von Kopf der Statue und höher erhaschen.
    Noch ein wow.

    Ebenfalls waren wir einige Male auf dem Markt La Cancha. Meine Güte, man verläuft sich wirklich leicht da drin.
    Es gibt vermutlich nichts was man dort nicht findet. Es ist der größte Straßenmarkt Südamerikas. Und ein reines Chaos wie man vermuten kann. Wenigstens ist der Markt halbwegs in Sektionen aufgeteilt. Eine der weniger appetitlichen Sektionen war der Fleischbereich , in dem man so ziemlich alles vom Tier findet. Auch vieles das man wahrscheinlich lieber nicht gesehen hätte. So gibt es auch eine Opfergabensektion, in der kleine Lämmer mit und ohne Fell am Hals aufgehängt und getrocknet werden und man diese scheinbar mit ein paar Kerzen und Weihrauch oder Jesusbildern gemeinsam kaufen kann. Die Opfergabenrituale hier sind etwas gewöhnungsbedürftig und auch an strengen Glauben gebunden, aber jedem das Seine.

    Unterm Strich , die Stadt pulsiert regelrecht. Ob auf dem Markt oder auf den vollen Straßen. Keiner ist Zuhause, alle sind sie draußen beschäftigt.
    Sogar die kleinen Kinder. So sind auch hier leider dreijährige unterwegs die Kaugummis oder Blumen auf den Straßen verkaufen oder Toiletten schrubben. Ob die überhaupt die Münzen zählen können ??? Was soll aus denen nur mal werden?
    Es ist wirklich nicht schön mit anzusehen. Schulen haben wir ebenfalls kaum gesehen. Vermutlich ist das mit der Schulpflicht hier nicht so… selbst die Erwachsenen haben Probleme zu lesen oder einfache Beträge zusammenzurechnen. Das deckt sich mit unseren oben genannten Erkenntnissen .

    Wenn mal nicht an die Arbeit gedacht wird, gibt es seit dem wir hier sind an jeder Ecke kleine Karnevalsfeiern. Das scheint hier über einen Monat hinweg von allen sehr angesehen celebriert zu werden. Kleine Gruppen von Blaskapellen mit etwas Farbe und Schmuck bestückt laufen sie hier durch sie Straßen und feiern sich selbst. Aber auch große Paraden gibt es hier. Wahrscheinlich die Größte die wir je gesehen haben, lief Stunden lang vor unserem Balkon entlang. Da haben wir uns den Spaß gegönnt und die Leute vom Balkon aus nass gemacht. Das wurde sofort mit Wasserbomben bestraft Hahaha. Aber die Leute haben einen Haufen Spaß! Und wir auch. Jeden Tag…. Übrigens ist für die Mienenarbeiter in Potosi Karneval die wichtigste Jahreszeit im Jahr. Den Grund haben wir leider vergessen. :/
    Wenn wir schon beim Feiern sind… Es gibt hier ebenfalls einen „Park der Familien“ in dem Abends schöne Springbrunnen mit Lichtershows betrieben wird. Wirklich anschaulich und ordentlich gemacht. Da ist für Jung und Alt für alle was dabei. Simone ist sogar durch einen der kleineren Springbrunnen durchgerannt. Für alle Zweifler, wir haben’s auf Video ;) also hier kann auch schöne Abende verbringen.

    Und zum Abschluss noch kurz ein kleiner Hinweis, für alle die mal was verschicken wollen.
    Als wir ein Paket nach Deutschland schicken wollten, dachten wir wirklich trifft der Schlag.
    Habt ihr eine Vorstellung was 4 Kilo nach Deutschland, im günstigsten Fall kosten ?
    Das ist bald ein halbes Monatsgehalt von den Leute hier. DHL ist übrigens bei weitem der teuerste Anbieter den man finden kann. Keine Empfehlung also. Und in den alten Büros der Versandladies läuft alles noch wie vor 20 Jahren in Deutschland. Die Uhren sind im wahrsten Sinne des Wortes stehen geblieben. Aber das Paket ist raus...
    Also wir hoffen nun, dass das Paket ankommt, denn der Preis ist keine Garantie hier, wenn man den Blogeinträgen der Leute vertraut. Cross Fingers ^^

    Nach dem wir vermutlich die ganze Stadt zu Fuß durchgelaufen sind inklusive Berg bestiegen, können wir sagen Cochabamba ist ebenfalls eher was für den kurzen Besuch, als für einen längeren Aufenthalt gut. Sucre dagegen kann man sich auch gemütlich etwas länger anschauen.
    Nächste Station ist Torotoro….ein wunderschöner Nationalpark. Im nächsten Eintrag mehr dazu.

    Liebe Grüße aus den dem Land der Indianer
    Read more

  • Day12

    La Paz

    March 21, 2017 in Bolivia

    Aller Anfang ist schwer. Nach gut 10 Stunden Busfahrt im Luxusliner, die überraschend schnell umgingen, bahnten wir uns den Weg durch die erwachende Großstadt. Das allein war eigentlich schon genug. Das Hostel (York B&B) konnten wir natürlich auch noch nicht beziehen, aber wir wollten wenigstens die Sachen abstellen. Das konnten wir - in einem 2qm-Raum, in dem sich bis zum Mittag die Backpacks in 3 Etagen stapelten. Um 12 sollte das Zimmer fertig sein, also gingen wir frühstücken und später unsere Wäsche abgeben und gleich unsere Tour für die Death Road buchen. Denn wir waren uns schnell einig, dass das Hostel mies und unsere Lust auf Großstadt sehr begrenzt ist. Nach ewigem warten in der Rezeption kamen wir halb 2 endlich ins Zimmer. Ohne Fenster und muffig. Yeah. Wenigstens 2 Sachen wollten wir nach einer kurzen Dusche noch unternehmen und diese entschädigten dann etwas für den Vormittag. Erst ins Valle de la luna und dann mit dem Taxi zum Aussichtspunkt Killi Killi. Fantastischer Ausblick über die so einmalige Stadt in knapp 4000m Höhe. Das soll es aber auch gewesen sein. Morgen (Mittwoch) geht es 60km bergab durch 4 Klimazonen mit dem Mountainbike. Von -5 grad am Gipfel bis 30 im Amazonastal. Wir sind voller Vorfreude. Auch wenn es die nächsten 2 Wochen regnen soll. Hoffentlich meint es der Sonnengott besser mit uns. Denn wir wollen erstmal im Urwald in Coroico bleiben. Die spannende Auflösung, ob wir die Death Road überlebt haben, gibt es also erst in ein paar Tagen ;)Read more

  • Day188

    La Paz

    March 28, 2017 in Bolivia

    La Paz is de grootste stad van Bolivia en tevens de politieke macht is hier gevestigd. Het feit dat Sucre de officiële hoofdstad is, komt voort uit een burgeroorlog uit het verleden. De oplossing voor de oorlog was om Sucre de officiële hoofdstad te maken en La Paz de politieke macht te geven.

    Onze bus kwam laat aan, maar de binnenkomst was spectaculair. La Paz ligt op 4000 meter hoogte en de stad ligt in een dal met bergen rondom. Als het donker is, dan zie je dus een groot dal vol met lichten voor je opdoemen. De volgende ochtend hebben we de stad verder per voet verkent. Wat opvalt is dat overal wel markt is en echt van alles verkocht wordt. Van heel veel verschillende soorten aardappelen tot aan lama foetussen en van koeientongen tot aan overspel-poeder. Welkom op de heksenmarkt van La Paz! Maar helaas moeten zowel wij als alle marktlui de rest van de middag schuilen voor de kleine 'tropische' bui die over La Paz gaat.

    Op zondag is er een hele grote markt in een wijk die boven op de heuvel ligt en te bereiken is met een heuse skilift. Bij aankomst bij het dalstation blijkt dit een populaire zondagbesteding, want we hebben voor het laatst in de Efteling zolang in een rij moeten wachten. Gelukkig valt de wachttijd mee en al snel zijn we boven. Alleen had het hostel ons wel even mogen zeggen dat het de vrijmarkt was. Nooit meer hoeven we in Nederland iets weg te gooien, want je kan het gewoon in Bolivia nog verkopen. Misschien wel een goed idee om hier langer te kunnen blijven... Waar het hostel ons wel voor gewaarschuwd had, was het boevengilde. Robert kreeg uit het niets een klodder in zijn nek gelegd, want zo hoog kunnen de kleine Boliviaantjes niet spugen. Als natuurlijke reactie draai je je natuurlijk om en op dat moment gaan er verschillende handen naar je zakken aan de voorkant van je broek. Gelukkig kwam het niet zo ver, want Ellen liep achter en zag het gebeurde dus riep hard 'pas op je zakken' en dat hadden de boefjes niet verwacht. Alleen hadden ze Robert dan wel even een servetje mogen geven om zijn nek droog te maken. Dat was ook gelijk het einde van ons bezoek aan de markt, maar niet voordat we een mierzoet gelei drankje met melk-eiwit schuim hadden opgepeuzeld.

    Einde van de middag werden we opgehaald voor misschien wel de bizarste show van Zuid-Amerika, nl. cholita worstelen. Cholita is de bijnaam voor de marktvrouwen in Bolivia. Zij zijn traditioneel gekleed met bolhoed en wijde rok. Dat zij dan gaan worstelen slaat natuurlijk nergens op, maar zorgt wel voor vermaak. De show zelf was eigenlijk zo slecht dat het weer leuk was. Cholita's die worden aangekondigd en niet klaar staan, een straathond die gewoon lekker onder het podium loopt en mannelijke scheidsrechters die ook met de cholita's gaan worstelen. Zelfs het stalletje met de taarten werd benut tijdens het gevecht. Nu liep de show iets uit, maar blijkbaar was het merendeel van de toeristen helemaal klaar met de show, want stipt op de normale eindtijd stond een groot deel op en liep al richting de bus. Het paste perfect bij de avond.

    De maandag hebben gebruikt om langs de touroperators te gaan voor wat tours rondom La Paz. Aan het einde dag hadden we het plan klaar om eerst een mountainbike tocht te gaan doen en daarna een paar dagen in Coroico te blijven om vervolgens per boot door de jungle naar Rurrenabaque te gaan. Snel dinsdag ochtend alles bevestigen en nog even wat extra shirts met lange mouwen halen voor in de jungle voordat we in de middag Bolivia gaan aanmoedigen tijdens de voetbalwedstrijd Bolivia - Argentinië. Sandra en Jens (het Duitse stel dat we eerder al hadden ontmoet) waren zo aardig om ook voor ons eerder al in de rij te staan dus we konden zo aansluiten. Eindelijk zouden we Messi in real life kunnen bewonderen, maar net voor de wedstrijd heeft hij te horen gekregen dat hij 4 wedstrijden geschorst is voor schelden op de grensrechter in de vorige wedstrijd. Of Argentinië hierdoor van slag was, of misschien toch door voetballen op deze hoogte, we zullen het nooit echt weten, maar Bolivia won wel met 2-0 en dat mag een sensatie worden genoemd. Of toch niet? Want het stadion ontplofte niet na het laatste fluitsignaal en het was ook geen groot feest tijdens of na de wedstrijd. Vol verbazing gaan we met z'n vieren dan nog maar een laatste biertje samen drinken. Wat leuk was, was dat Colin en Wessel (Nederlanders die we in Argentinië hadden ontmoet) ook net weer terug kwamen in La Paz van hun jungle tocht dus snel konden we nog even bijkletsen voordat we aan ons volgende avontuur gaan beginnen op één van de gevaarlijkste wegen ter wereld, namelijk de death road.
    Read more

You might also know this place by the following names:

La Paz, ላፓዝ, لاباز, Chukiyawu, La Pas, Горад Ла-Пас, Ла Пас, লা পাজ, لاپاز, Λα Πας, La-Pazo, A Paz, לה פאס, ला पास, Լա Պաս, LPB, ラパス, ლა-პასი, Ла-Пас, 라파스, Ла-Пас шаары, Pax, La Pasas, Lapasa, Ла Паз, ലാ പാസ്, ला पाझ, ଲାପାଜ, ਲਾ ਪਾਸ, Chuqiyapu, லா பாஸ், ลาปาซ, La-Pas, لا پاز, לא פאז, 拉巴斯

Join us:

FindPenguins for iOS FindPenguins for Android

Sign up now