Bolivia
Museo Santa CLara

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17 travelers at this place

  • Day29

    Essen in Sucre

    July 10, 2019 in Bolivia ⋅ ☀️ 19 °C

    Während der Reise braucht man immer mal wieder Tage, an denen man die nächsten Schritte plant. Wir waren heute (mehr oder weniger erfolgreich) daran, die nächsten paar Tage zu planen und haben ansonsten nicht viel gemacht. Essen natürlich. Besonderes Highlight waren die venezoelanischen Arepas, Maisfladen gefüllt mit Fleisch, Käse und Gemüse. Hinterher gab's noch ein Eis und jetzt ab ins Bett.Read more

  • Day28

    Sucre / Spanischschule

    November 18, 2018 in Bolivia ⋅ 🌧 14 °C

    Hallo aus dem Nachtbus von Sucre nach La Paz 🙋🏽‍♀️

    Ich habe jetzt erstmal 12h reinen Spaß vor mir 😅 Aber ich spare eine Übernachtung 🤷🏽‍♀️

    Ich bin Sonntagabend in Sucre angekommen und habe am Montag direkt mit Spanischunterricht begonnen. Es ist wirklich schön, mal eine Woche Routine zu haben. Jeden Morgen aufstehen, frühstücken, arbeiten und lernen und dann ab Mittags bis Abends in die Schule. Nicht dauernd wieder packen, einen Bus oder Flug erwischen und wieder einchecken usw...

    Am ersten Tag habe ich gleich ein Lieblingscafé gefunden, in das ich mich ab und zu mal eine Stunde verkrümelt habe. Meine Unterkunft war wirklich riesig, hatte ein so ausgewogenes Frühstück, mit tausenden Früchten, Joghurts, Cerealien und und und 😍

    Totaler Luxus. 😍 Aber auch immer voller Leute und laut. 🙈

    Ich habe dann auf der walking Tour am 2‘ten Tag, gleich zwei Schweizer, eine Österreicherin, eine Argentinierin und unseren Guide einen echten Bolivianer kennen gelernt. Wir waren eine super Truppe und haben jeden Abend etwas gemeinsam unternommen.

    Die Schweizer haben ihren Flug umgebucht und wir sind zufällig ab morgen in La Paz wieder im gleichen Hostel. 🤗

    Die Schule war wirklich sehr anstrengend. Spanisch haut einen einfach total von den Socken. Die Sprache ist mit unserer nicht zu vergleichen und da ich alles auf englisch erklärt bekommen habe, war es für mich oft sehr kompliziert. Mein Kopf übersetzt dann die Fragen erst von ENG nach DE und dann denke ich über das Wort in spanisch nach. 🤦🏽‍♀️

    Verrückt und sehr viel für eine Woche. Versuche einfach viele Vokabeln zu lernen und in meinem Umfeld zu schauen, ob ich ein wenig zuordnen oder verstehen kann. 🙈

    Sucre liegt hoch in den Anden, im Herzen Boliviens, und gehört zu einer der schönsten Städte des Landes. Das Stadtbild ist von weißen Häusern, erholsamen Parks, engen malerischen Gassen und vielen religiösen Bauten aus den Zeiten der spanischen Kolonialherrschaft bestimmt. Wegen der vielen weißen Häuserfassaden wird Sucre auch „die weiße Stadt“ genannt. Seit 1991 gehört die Altstadt von Sucre außerdem zum UNESCO-Weltkulturerbe.

    Francis unser Guide hat uns die schönsten Parks und Aussichtspunkte der Stadt gezeigt, uns auf genau den Glockenturm hoch gebracht, der auf dem 100‘er Schein von Bolivien abgebildet ist, den Eifelturm von Sucre präsentiert und uns abends in echte bolivianische Kneipen gebracht. Wir sind quasi einfach durch sowas wie eine Gartentür gegangen, die zu einem Hinterhof führte, in denen noch die Wäsche der Anwohner hing und plötzlich saßen dort in einem Raum 15-20
    Bolivianer, es hab eine Jukebox und Bier. 🍻

    Dort haben wir dann stundenlang „Sapo“ gespielt. Es ist ein Trinkspiel bei den Bolivianern (ich glaube es heißt so)? Man hat so etwas wie einen alten Grill auf dem ein Frosch ist und drum herum Löcher mit verschiedenen Zahlen. Dort wirft man dann Coins rein und wer die wenigsten Punkte hat, trinkt. Ganz simple aber es hat uns Stunden voller Spaß gebracht. 😅

    Die anderen Abende waren wir bei Tanzshows oder haben selbst bei Salsa Kursen mal rein geschaut. Abends nach der Schule haben wir auf den einheimischen Märkten frische und unbekannte Früchte und Gewürze probiert. Halt einfach die Kultur und das Essen genossen. 🤗

    La Paz ist die höchste Stadt Boliviens bis zu 4.100 Meter. 😳 Ich wollte eigentlich von dort in den Amazonas starten, schaffe es dieses Mal aber zeitlich wieder nicht. In Brasilien sollte es auch nicht sein. 🤷🏽‍♀️ Aber das ist ein Grund zurück zu kommen. 😍 Versuche in den nächsten Tagen den Titicacasee von hier zu organisieren und melde mich dann mit neuen Eindrücken zurück.

    Liebe Grüße und haltet die Ohren steif 🙋🏽‍♀️

    Angi
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  • Day39

    Weiberfastnacht in Sucre

    February 8, 2018 in Bolivia ⋅ ⛅ 0 °C

    Matthias hat es in seinem Kommentar schon genau richtig erkannt: In Sucre sind die närrischen Frauen los. Kleine Tanztruppen, von marching bands begleitet, marodieren durch die Stadt. Ihre musikalischen und tänzerischen Darbietungen sind überschaubar, aber laut. Nota bene: Wir sind nicht in Rio. Bemerkenswerter ist fast, dass sich alle mit großer Freude gegenseitig mit Sprühschaum aus der Dose vollspritzen ... und das beginnt schon bei den Kleinsten. Wie auch immer sich die Feiergepflogenheiten hier darstellen, mit Katrin, Martin, Marc und mir (hört, hört!) findet sich eine kleine deutsche Karnevalstruppe zusammen. Die gastronomischen Angebote im Joy Ride und später im Bibliocafe überzeugen, unser zwischenzeitlicher Versuch, ins Florin zu gelangen, scheitert allerdings: heute nur für Mädels. Insbesondere die Happy Hour im Bibliocafe, die bis 24 Uhr dauert, löst die Stimmung und wir kommen ins Gespräch mit einer gemischten Backpackergruppe. Nomi aus der Nähe von Tel Aviv hat "make up artist" gelernt, reist jetzt aber erst einmal, zumindestens solange, bis das Geld alle ist. Und ein deutscher FH-Absolvent (Wirtschaftsingenieur) teilt uns mit, dass sein Hostel umgerechnet 4,50 Euro kostet und er mit 10 Euro am Tag auskommt. Wir schauen etwas verschämt zu Boden und erteilen gute Ratschläge für das weitere Leben, so wie es junge Leute mit Anfang zwanzig gerne haben.

    Zu diesem späten Zeitpunkt am Tag rückt bereits in den Hintergrund, dass wir beim Start in Cochabamba im Frühstücksraum erfahren, dass in unmittelbarer Nähe eine Schlammlawine Menschenleben gekostet hat. Auf den nächtlichen Starkregen folgen zahlreiche Erdrutsche, und auch wir sind auf unserer fast 400 km langen Fahrt mehrfach davon betroffen. Zum Glück ist an keiner Stelle die Straße so stark blockiert, das wir nicht weiterkönnen, nur einmal müssen wir ein paar Minuten warten, als ein Bagger und ein LKW die Straße versperren, um die Strecke von Geröll und Schlamm zu befreien. By the way: Noch habe ich in ganz Südamerika keinen Fluß mit klarem Wasser gesehen; vielmehr sind sie - durch die mitgeführten Gesteinsmassen - meist braun gefärbt, breit und reißend.

    http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/panorama/verheerende-ueberschwemmungen-in-bolivien

    In Sucre angekommen, wohnen wir in einem für den (weißgetünchten) Kolonialstil typischen, vor allem aber stimmungsvollen alten Haus mit Patio. Eine Besichtigung der Kathedrale ist über das sich an die Kathedrale anschließende Museo möglich, aber nicht wirklich ergiebig. Simon Bolivars Anhänger haben nach der Befreiung von den Kolonialherren die einstmals vermutlich prächtige Barockkirche in eine nüchterne Standardkirche umgewandelt, die von außen weit schöner anzusehen ist als von innen. Und obwohl aus der bolivianischen Hauptstadt vieles nach La Paz abgewandert ist: Einen Erzbischof gibt es dort noch.
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  • Day65

    Über den Wolken und in den Bergen

    February 2, 2018 in Bolivia ⋅ ⛅ 30 °C

    Also von Tarija gings jetzt nach Uyuni...

    Uyuni ist eine historisch sehr bedeutende Stadt für Bolivien gewesen, da sie ein zentraler Punkt für den Lieferverkehr zwischen allen großen Staaten hier darstellte. Ich glaube zu wissen, dass es sogar die einzigen Züge und Schienen in SA hat bzw hatte. Die Letzten wurden jedoch vor ca. 30 Jahren eingestellt. Heute wirkt das kleine Dorf, mitten in der Wüste, allerdings eher wie eine Geisterstadt.
    Mehr als einen Tag sollte man hier auch nicht verbringen. Außer ein paar kleinen Souvenirshops und Essgelegenheiten bietet der Ort nichts. Sonst könnte man meinen es sei hier unbewohnt. Die Souvenirs jedoch reichen von Stiften und Taschen, über die bunten peruanischen Decken, über Alpaca Pullis und Jacken zu allen möglichen warmhaltenden Sachen , die im bolivanisch buntem Stil gehalten sind. Alle Frauen würden hier verrückt werden! Der Stil gefällt uns natürlich auch sehr gut. Also haben wir erste Einkäufe, sehr günstig versteht sich, schon getätigt und sind glücklich damit.
    Jedenfalls sind wir dort hingefahren , weil es eine sehr bekannte Tour von dort aus gibt, nicht weil die Stadt so toll ist.
    Wir entschieden uns für eine 3 Tages-Tour durch die Salar de Uyuni über die Anden bis nach Chile und zurück.
    Um es vorweg zu sagen, es war für uns beide wahrscheinlich eine der schönsten, wenn nicht sogar der schönste Ausflug den wir je gemacht haben. Seht selbst..
    Allein der Weg nach Uyuni führte über zahlreiche Serpentienen mit wunderschönen Naturausblicken die es in Europa auf jeden Fall so nicht gibt.
    Überall im Mitten vom Nichts, sind irgendwelche Dörfer, von denen keiner so recht weiß wie die Menschen dort überhaupt hinkommen, geschweige denn wie sie dort leben und überleben.
    Hinterher erfuhren wir von einem Anthropologen den wir zufällig kennenlernten, dass es dort kaum regnet ( nur 2 Monate im Jahr) und die Menschen es wirklich schwer haben auf über 4000 M.ü.M. überhaupt etwas anzubauen. Etwas Vieh haben sie noch, ansonsten leben sie sehr sparsam und überschaubar. Doch witzig fanden wir, dass egal wie weit man in der Pampa ist und egal wie wenig oder keine Häuser es gab, ein Fußballfeld wurde an die abstrusesten Orte hingestellt. Ob da jemand spielt ? Wir wissen es nicht.
    In den Bergen scheinen jedenfalls die Hunde das Sagen zu haben. Überall sieht man Streuner. Auch wunderlich wie die dort überhaupt hinkommen wie die wohl überleben. Und man sieht einige Hirten die Ihre Lamas oder Alpacas treiben. Das ist immer wieder ein echter Hingucker. Riesen große Felder und tausende von freilaufenden Vierbeinern. Zu gerne hätten wir ein Alpaca mitgenommen hahah
    Auf der ganzen Reise haben wir sicherlich 10 tausende von den Tieren gesehene, wenn’s langt.
    Die Landschaft auf den Weg nach Uyuni kann man vielleicht mit dem Nationalpark Zion aus der USA vergleichen. Doch hier muss man etwas beten, dass einem die Karre nicht den verreckt, sonst steht man wirklich erstmal ganzschön gelackmeiert da. Aber wir hatten immer Glück mit den Fahrern;)
    Traumhafte Ausblicke jedenfalls und das war nur der Hinweg zu dem Ort wo wir eigentlich hin wollten.
    In Uyuni angekommen, fiel es uns leicht aus den tausenden von Touranbietern die es dort gibt uns zu entscheiden, da wir kurz zuvor von einem deutschen Pärchen in Tarija einen Tip bekommen haben, mit dem sie sehr zufrieden waren. Wir übrigens auch im Nachhinein. Auf deutsche Beurteilungen kann man sich meist mehr verlassen, als auf südamerikanische.
    Allein die Zeitangaben sind hier immer ziemlich willkürlich. Ein und die selbe Strecke kann bei verschiedenen Personen mehrere Stunden Unterschied ausmachen. Und nie stimmt auch nur eine. Hahaha

    Aber zu unser Tour und unserer Gruppe…
    Ein bolivanischer Tourguide ( Daniel) , ein brasilianisches Pärchen in unserem Alter und ein amerikanisches Pärchen Mitte 50… wir haben uns Gott sei Dank von Anfang an sehr gut miteinander verstanden. Immerhin mussten wir 3 Tage in einem Jeep und in 2 Unterkünften miteinander auskommen. Es war wirklich unterhaltsam, lehrreich und spannend, was man wieder alles gelernt hat. Aber das jetzt zu erzählen würde es zu sehr ausreizen… daher zurück zur Tour.
    Das Gepäck aufs Dach geschnallt, Proviant im Rucksack verstaut, angeschnallt und los gings.
    Allein der erste Stop, kurz nach der Stadtgrenze ist schon ein echtes Highlight.
    El Cementerio de los trenes. Der Zugfriedhof. Abgestellte Gleise und veraltete und verrostete Lokomotiven, die seit 30 Jahren nicht mehr im Betrieb sind. Die Eisenbahnstrecke diente vor allem zum Transport von Rohstoffen wie Zink, Silber und Gold aus den Mienen bis zum Pazifik.
    Es sind bis zu 100 Züge dort abgestellt und die ältesten sind über 100 Jahre alt.
    Alle sind ausgestiegen und sind auf die Züge geklettert. Es sah wirklich toll aus wie so alte Fahrzeuge mitten in der Wüste abgestellt wurden und hinter ihnen ein scheinbar unendliches und flaches Wüstenpanorama sich erstreckte. Es hört sich vielleicht banal an, ist aber wirklich ein besonderer Ort. Wir haben zu viele Bilder, wer mehr sehen möchte, bitte anfragen …
    Von dem Ort aus sind wir weiter zu einem der absoluten Highlights gefahren.
    Wer noch nicht dort war, der hat sowas noch NIE gesehen!
    Eine riesen Fläche von 10.000q km. Das ist mehr als Niederbayern groß ist. Ein ausgetrockneter See, der eine riesige Salzfläche hinterlassen hat. Die Salzkruste ist 30 Meter dick, mindestens. Und zur Regenzeit, wie jetzt grade, gibt es eine dünne Schicht Wasser die es zurücklässt.
    Das Ergebnis ist, dass mit etwas Sonne der Boden zum Spiegel wird. Man kann zwischen Himmel und Erde nicht mehr unterscheiden. Die Berge scheinen zu fliegen und die Wolken sind unter den Füßen verschwunden.
    Es ist ein Naturspektakel wie kein Zweites.
    Die tollsten Bilder sind dort möglich. Immer wieder überraschend wie kreativ manche Leute mit den Bildern dort seien können. Da man den Bezug zur Distanz komplett verliert, kann man schöne Perspktivtricks anwenden. So kann ein Spielzeugdino zur echten Gefahr mutieren. Und die Orientierung verliert man ebenfalls komplett. Im Regen kann man sich weder fortbewegen, noch weiß man wo man ist. Also kann man nur dort durchfahren, wenn es nicht regnet.
    Zu Mittag wurde natürlich in einem Haus aus puren Salz gegessen, genauso wie unsere Unterkunft aus puren Salz bestand. Es kann nicht schimmeln und sieht wirklich eindrucksvoll aus. Aber keine Sorge die Salzhäuser sind genauso stabil wie herkömmliche. Der Nachteil, es war wirklich kalt in der Nacht. Also ohne fette Alpacawolldecken ist es nachts echt frostig. Aber ist bei der Höhe nicht anders zu erwarten.
    Wenn man jedoch draußen in die Ferne schaut, mag man meinen Petrus wartet an der Himmelspforte auf einen, um einen ins Reich Gotte zulassen. So stell ich mir das jedenfalls vor.
    Wir vermuten auch, dass eine Szene aus Fluch der Karibik hier gedreht wurde. Teil 4 ? Wir prüfen das noch mal. Es sieht zumindest genauso aus.
    Wir hatten das Glück, dass unser Wegbegleiter Mike aus den USA, seine Profikamera dabei hatte. Später, wenn er seine Bilder etwas bearbeitet hat, bekommen wir einen Link. Den leiten wir dann auch weiter. Mit der Handykamera ist es gar nicht zu vergleichen. Seine Bilder sind nämlich komplett abgefahren.
    Nach der Salar de Uyuni, die wir gar nicht verlassen wollten, ging es weiter durch zahlreiche Berglandschaften auf fast 5000 M.ü.M., rote, grüne, weiße und blaue Lagunen, Wüstensteppen, Hotsprings, Geysirs mit riesen Sulfatfontänen, Vulkane oder heilige Indianer Steine, die wir verbotenerweise bestiegen und alles was Muttererde noch so zu bieten hat. Die Berge gehen hier auf über 6000 Meter hoch. Am Fuße sind sie wie Wüste, in der Mitte bekommen sie bunte Farben und an der Krone sind sie mit Schnee bedeckt. Die meisten sind spitz wie die Tublarone und mit einem Wolkenkranz umrundet. Da fallen einem fast die Augen aus bei dieser Natur.
    Das Einzige was man wirklich beachten muss, ist dass die Höhe einem ganz schön zu schaffen machen kann. Kopfschmerzen oder Müdigkeit sind hier keine Seltenheit. Dafür gibt es jedoch jede Menge Stevia und Coca, was einem durch den Tag hilft.
    Übrigens, wenn jemand die Tour mal machen möchte, der Anbieter „Cordiellera“ , ist sehr zu empfehlen. Bei den anderen hört man unschöne Geschichten, wie dass die Fahrer betrunken seien und ähnliches. Aber hier war alles tiptop.
    Auf der Weiterreise bis nach Chile haben wir Alpacas, Lamas, Antilopen, Flamingos, Wüstenfüchse, Wildhasen mit komischen Schwänzen und deformierten Gesichtern gesehen, die waren aber sehr süß und einige noch nie zuvor gesehene Vögel. Einige der Tiere konnten wir sogar von ganz nahen betrachten und sie mit Äpfeln füttern. Aber man riet uns ab sie anzufassen oder ihnen zu nah zu kommen, da sie keine Menschen gewohnt sind und eklig reagieren könnten.
    Es war einfach nur mindblowing.
    Daniel erklärte uns auf spanisch regelmäßig irgendwelche Details über die Tiere, über die Klimazonen, die Vulkane, die Früchte und Sträucher die hier wachsen oder was er schon alles hier erlebte.
    Es wurde dadurch zu keiner Zeit langweilig. Wir können diesen Ausflug wirklich jeden Naturliebhaber nur wärmstens empfehlen.
    Uns fehlen etwas die Worte, um die Reise ausreichender zu beschreiben. Ich denke die Bilder geben einen ganz guten Eindruck.
    Als der Trip zu Ende war, mussten wir uns von unseren Gefährten verabschieden, da sie alle weiter nach Chile reinfuhren und wir aber Richtung Norden zurück wollten.
    Also gab es den ganzen Trip im Schnelldurchgang noch ein zweites Mal für uns.^^
    Wir entschieden uns aber nach der Rückkehr weiter nach Potosi zu fahren…

    Potosi fasse ich kurz zusammen, ist aber auch sehr sehenswert gewesen.
    Das ist heute wie damals eine historisch und geografisch sehr interessante Stadt. Die Stadt liegt in ein Bergtal eingebaut und ist wegen Ihrer Mienen und deren Rohstoffen damals zu einer der bedeutendsten und reichsten Städte der Welt herangewachsen. Die Stadt selbst liegt auf 4000 Metern, was die Luft wieder dünn und sie zu einer der höchstgelegenen Städte der Welt macht. Jedenfalls, gibt es hier Mienen die damals eine riesen Silber und Zink Inflation verursachte, da es hier einer der größten Silberanteile der Welt gab.
    Die Stadt ist sehr verwinkelt, ähnlich wie In Ibla Italien und die Häuser sind entweder in Ziegelstein Design halbfertig erbaut oder sehen sehr eindrucksvoll von der Kolonialzeit geprägt aus.
    Es ist die einzige Stadt auf der Welt, auf der man auf dem Markt legal Dynamit kaufen kann. Auch noch sehr günstig. Die Leute witzeln und sagen das sei für die Schwiegereltern bestimmt.
    Ebenso gibt es hier 96% Alkohol zu kaufen. Hilft bei der Höhe zum Atmen bzw brauch man, um in den Mienen die Götter zu besänftigen.
    Genauso gibt es Zigaretten die mit Tabak, Orangenhaut und Zimt gestopft sind, damit es unterirdisch keine Explosionen mit dem Dynamit gibt. Also ein sehr interessanter Markt…
    Wir sind hauptsächlich wegen den Mienen und der Architektur gekommen.
    Also haben wir uns einer Gruppe angeschlossen und haben eine Halbtagstour durch die Mienen gemacht.
    Voll ausgerüstet mit Klamotten, Lampe, Maske und Coca sind wir also hinab in die Tiefen gestiegen.
    700 Meter gehen die Mienen tief und sind teilweise super eng und auch mit Schlamm gefüllt. Wirklich nicht für jeder Mann etwas. Auch nicht ganz ungefährlich muss ich im Nachhinein gestehen.
    Es gibt Schienen zum Abtransport von den Rohstoffen. Wenn ein Wagen erstmal rollt, dann wiegt er eine Tonne und kann nicht bremsen. Also müssen alle schnell in die Ecken springen. Glaube nicht, dass das immer gut geht .Auch die Luft kann ganz schön dünn werden da unten. Ich bin ebenso froh, dass kein Stein aus der Wand abbrach und uns verschüttete. Wir stellten uns das etwas Touristen geeigneter vor.

    In den letzten 500 Jahren sind dort 8 Mio Menschen umgekommen, aber das scheint niemanden zu interessieren. Es wird weiter gearbeitet.
    Zugleich der Silberanteil von 96% auf 20% sank.
    Kinderarbeit ist seit 15 Jahren nicht mehr erlaubt. Immerhin. Es wurde uns schon etwas mulmig da drin. Der Sauerstoff wurde dünn und Orientierung ist auch sehr schwierig.
    So gibt es zahlreiche Teufelsfiguren in den Mienen, die mit Alkohol, Lametta , Coca und Zigaretten ausgestattet werden. Denn in den Mienen, also in der Hölle, dort herrscht der Teufel. Der muss also befriedigt werden, damit es einem dort unten gut geht und nichts passiert. Da haben die Spanier den Bolivianern schön Angst eingeredet. Wir fanden dies eher lächerlich, aber wir möchten niemanden seinen Glauben nehmen.

    Die Mienenarbeiter arbeiten in 10 Stundenschichten und verlieren leicht ihr Zeitgefühl dort unten. Dafür nehmen sie eine Beutel Coca mit. Den einen Teil morgens den anderen Abends. Nach 4-5 Stunden ist das Coca leer gelutscht, was den Arbeitern sagt, dass es Halbzeit bzw Feierabend ist. Eine Uhr wäre auch zu einfach.
    Wegen der schlechten Bedingungen dort unten verdienen die Arbeiter durchschnittlich 3 mal so viel wie herkömmliche Leute hier, aber der Betrag ist immer noch sehr gering.
    Es war ein besonderes Abenteuer, aber ich denke wir brauchen es kein zweites Mal.
    Aber auch oberirdisch gibt es viele Sachen zu sehen, die diese Stadt zu einer Attraktion machen. Jedoch sollten hier 3 Tage ausreichen.
    Die Spanier haben ihre Signatur deutlich hinterlassen. Sehr viele eindrucksvolle Kirchen und Regierungsgebäude gibt es hier. Die Kolonialzeit scheint hier fast noch immer zu herrschen in manchen Straßen, könnte man meinen.
    Wir genossen vor allem die Märkte.
    Es ist immer wieder erstaunlich was man alles sieht und wie günstig man etwas ergattern kann.
    So haben wir zu zweit für einen Euro zu Mittag gegessen und es ist sogar noch etwas übrig geblieben.
    Ja hier hält man es schon etwas aus.

    So genug für heute… ^^

    Wir vermissen euch und sind in Gedanken bei euch.
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  • Day60

    Sucre - KulturBerlin Hostel

    March 1, 2017 in Bolivia ⋅ 🌙 26 °C

    Nach eher ruhigen letzten Tagen in Uyuni und einer Nachtbusfahrt ohne Schlaf sind wir um 5:45 Uhr im Hostel angekommen. Zum Glück haben sie uns schon mal ins Zimmer gelassen. 6 Stunden pennen und dann aufwachen mit Blick auf Bäume (seit über 12 Tagen nicht mehr gesehen)! Hostel ist total geil und es gab gerade Kürbissuppe zum Mittag/Frühstück. Da steigt die Laune bei Lukas, Julia und David.
    Auf dem Bild mit dem Ausblick unseres Balkons bitte den Herren beachten, der ein Gerüst benutzt um eine Palme zu schneiden.

    Kleine Zusammenfassung der ersten 2 Monate:
    - 20:45 Stunden in Flugzeugen (Davids Freude)
    - 138 Stunden in Bussen (Julias Tod)
    - unzählige Tagesausflüge deren Stunden wir nicht mitzählen, aber auch in Sprintern, LandCruisern oder auf Booten verbracht haben
    - 5 Taxifahrten (ca 2,5 Stunden)
    - 1 Fährfahrt (30 min)
    - ca 2,5 Stunden Metro (BA und Santiago)
    - viel gelatscht
    - gereiste Kilometer bitte der App Übersicht entnehmen

    03.03.2017
    Heute gab es eine top Stadtführung mit Franz, einem Lehrer von der Universität in Sucre. Super netter Kerl, vermutlich muss er nur leider für 8 Jahre ins Gefängnis, da er für den Studentenaufstand von 2007 mitverantwortlich gemacht wurde. Hoffen wir das Beste für ihn. Der Trip mit ihm war super, haben die ganze Stadt von oben gesehen und viel geschichtliches erfahren. Danach gab es die zweite Halbzeit von Liverpool gegen Arsenal in einem Irish Pub mit lecker isotonischem Bierchen. Zum Abschluss des Abends waren wir für 4 Euro pro Nase im - laut Oscars - besten Film des Jahres "Moonlight". Lässt sich drüber streiten, aber war gut.
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  • Day14

    Sucre, Central Highlands, Bolivia

    May 4, 2015 in Bolivia ⋅ ⛅ 17 °C

    Heute einen faulen Tag zur Akklimatisierung an die Höhe eingelegt - Stadtbummel (Zebras erklären den Einwohnern die neuen Zebrastreifen) - Spaziergang zum Markt - Busfahrkarten nach Uyuni gekauft (bei 30 Verkaufsschaltern nicht einfach, den richtigen zu finden, wir heissen jetzt Jurjen und Busjitte) - Kirchen (auf das Dach gestiegen) und Friedhöfe (nur Urnengräber) besichtigt - zum Abendessen typisches Hostelfood (Burger).Read more

  • Day10

    Sucre - die weiße Stadt

    July 18, 2019 in Bolivia ⋅ ⛅ 11 °C

    Heute bin ich ziemlich müde, denn ich habe viele, viele Kilometer zurückgelegt um einige der wichtigsten Attraktionen der Stadt zu besichtigen.

    Nach einem ordentlichen Frühstück mache ich mich auf zum Reisebüro "Condortrekkers", die jeden Tag um 10.00 und um 15.00 Stadttouren anbieten. Als ich um kurz vor 10 eintreffe, steht noch keiner auf der Liste für die heutige Tour und ich befürchte schon, sie findet nicht statt. Aber schon ein wenig später füllt sich das Büro und schlußendlich sind es 13 Teilnehmer. Wir werden in 2 Gruppen geteilt und legen los.
    Als erstes machen wir in einem Geschäft für Handarbeitsartikel einen Stopp. Unser Guide, dessen Namen ich leider vergessen habe,erzählt uns viel über die Tradition des Webens, die einen großen Stellenwert in dieser Gegend Boliviens hat.

    Anschliessend gehen wir in ein Schokoladengeschäft, Para Ti, denn Sucre ist auch für die Herstellung von Schokolade im ganzen Land berühmt. Wir dürfen uns eine der vielen Köstlichkeiten als Kostprobe aussuchen, ich wähle Milchschokolade mit Pistazie. Muy rico!

    So gestärkt geht die Tour weiter zur Plaza 25 de Mayo,wo wir die umstehenden Gebäude (Kathedrale, Casa de la Liberdad, Justizgebäude) erklärt bekommen und auch einiges über die Geschichte Boliviens erfahren. Auf dem Weg zum Hauptplatz sind uns als Zebra und Dino verkleidete Personen aufgefallen. Diese, so wird uns erklärt, sind von der Regierung angestellt um die Bolivianer auf lustige Art und Weise die Straßenverordnung und Verkehrsregeln beizubringen, denn in diesem Land legt kaum wer Wert auf Sicherheit im Straßenverkehr!! Eine wirklich gute Aktion finde ich und den Sucrenses gefällt es offensichtlich auch.

    Nachdem wir den Hauptplatz umrundet haben, statten wir dem Mercado Central einen Besuch ab. Ein typischer südamerikanischer Markt, der aber einen sehr gepflegten Eindruck macht. Wir stürzen uns ins Getümmel, vorbei an Fleisch, Obst und Gemüse und verkosten Chicharron, ein quasi Sandwich mit bolivianischer Salsicha-Wurst, eingelegten Zwiebeln, Salat, Tomaten und Mayonnaise. Das schmeckt wirklich gut!

    Dann verlassen wir den Markt auch schon wieder und marschieren in Richtung Park Simon Bolivar, dem größten und schönsten Park in Sucre. Dort befindet sich eine quasi Nachbildung des Eiffelturms. Das Replika ist rot, sieht ein bisschen aus wie eine Rakete, hat in meinen Augen wenig mit dem Original gemein, wurde aber tatsächlich von Gustav Eiffel errichtet.

    Da nur 2 Blocks vom Park entfernt ein Jahrmarkt stattfindet, ist dies unser letzter Programmpunkt der Citytour. Noch ist wenig los, aber einige Stände haben doch offen und von Süßigkeiten und Fahrgeschäften über Losbuden ist hier alles zu finden, was das Jahrmarktbesucherherz höher schlagen lässt! Auch mal lässig, so was zu sehen!!

    Gegen 14.15 bin ich wieder zurück im Hotel, wo ich eine kurze Pause zum Verschnaufen einlege. So weite Strecken in der Höhe zurücklegen ist schon anstrengend. Eine halbe Stunde später mache ich mich aber wieder auf, bergauf zum Aussichtspunkt La Recoleta. Ich schnaufe ordentlich als ich nach einer Viertelstunde ziemlich steil bergauf oben ankomme, aber der Ausblick ist traumhaft und auch der kleine Marktplatz lädt dazu ein, ein wenig zu Verweilen.

    Ich erkunde die Umgebung, schaue mir noch das Museum De Arte Indigena an und schlendere dann wieder retour Richtung Hauptplatz, wo ich erstmal eine Kleinigkeit esse.

    Dann, gegen 17.00 beschließe ich noch das Convento San Felipe Neri zu besichtigen, denn vom Mirador des Klosters soll man einen tollen Überblick über die Stadt haben. Ich werde nicht enttäuscht und der Besuch des Konvents lohnt sich zu 100%. Schönes Gebäude und die Aussicht vom Dach ist einfach herrlich! Besonders der Sonnenuntergang ist wunderschön von da oben anzusehen (da lasse ich die Bilder sprechen).
    Ich halte mich fast 1,5 Stunden im Kloster auf, dann gehts, nach einem kurzen Zwischenstopp am Hauptplatz, zurück ins Hotel, wo ich heute todmüde, aber voller toller Eindrücke ins Bett falle.
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  • Day12

    Sucre - Auf den Spuren der Dinosaurier

    July 20, 2019 in Bolivia ⋅ ⛅ 10 °C

    5 Kilometer von Sucre entfernt befindet sich ein wahrer Sensationsfund. Auf dem Gelände des Zementwerks der Firma Fancesa entdeckte man beim Abtragen einer weiteren Gesteinsschicht in den 1990ern ca.5000 Fußabdrücke (größte Sammlung von Dinosaurier-Fußabdrücken weltweit) von 5 verschiedenen Dinosaurierarten.

    Die Dinosaurier gingen und liefen da, wo sich heute die sogenannte Cal Orck'o Klippe (eine 1,2 Kilometer lange Steilwand aus Kalkstein) befindet, vor 68 Millionen Jahren durch den Morast.

    Im Laufe der Jahre und zahlreiche tektonische Verschiebungen des heutigen südamerikanischen Kontinents später, verschob sich der Grund des damaligen Morasts zu einer Steilwand, auf der heute die Fußabdrücke zu bewundern sind. Die beeindruckensten Spuren sind die Spuren eines Tyrannosaurus Rex Babys bekannt als “Johnny Walker”, der einen 347 m langen Trail im damaligen Morast hinterließ. Momentan ist der Park in einem Prozess, UNESCO Weltkulturerbe zu werden. Dies würde das nötige Geld bringen, die Fußabdrücke so zu konservieren, dass sie nicht mehr der Witterung ausgesetzt sind und eines Tages verblassen würden. Ich hoffe, sie bekommen den Status des Weltkulturerbes, denn es wäre ewig schade, würde solch ein Zeugnis millionenjahre alter Geschichte für immer verschwinden.

    Wirklich nah an die Wand kommt man nur, wenn man den Dinosaurier Park (Parque Cretácico), zwischen 12.00 und 13.00 Uhr besucht, denn da machen die Arbeiter des Zementwerks Mittagspause und diese nutzen die Betreiber des Dinoparks um Besuchern die Steilwand aus nächster Nähe zu zeigen.

    Und genau das ist mein Plan für heute. Vor der Kathedrale in Sucre fährt 4x täglich der Dinobus, ein Doppeldeckebus mit Dinosaurierprints, ab. Da ich erst den um 11.00 nehme, mache ich vorher noch einen Spaziergang zum Friedhof (wurde mir mehrfach ans Herz gelegt, diesen zu besuchen) und esse eine Salteña con carne in dem dafür besten Restaurant der Stadt, dem El Patio. So gestärkt treffe ich dann um kurz vor 11.00 bei der Bushaltestelle vor der Kathedrale ein und schon wenig später darauf kommt der Dinobus angefahren. Ich ergattere oben einen Platz und komme während der halbstündigen Fahrt schnell ins Gespräch mit zwei Australiern (Christin und Graham) und einer Deutschen (Louisa). Wir verstehen uns recht gut und so beschließen wir gleich, das Abenteuer Dinospuren gemeinsam anzugehen.

    Beim Park angekommen kann man gleich vom Parkplatz aus die Steilwand sehen und von der Ferne schon einen ersten Eindruck auf die gut sichtbaren Fußabdrücke erhaschen. Nach dem Zahlen des Eintritts (der Eintritt inkl. Hin- und Rückfahrt kostet 45 Bolivianos (=ca.6 €)) können wir uns gleich einer Tour in Englisch anschließen. Im Park stehen Modelle verschiedenster Dinosaurier und der Guide erklärt zu jedem ein bisschen was. Die Modelle basieren auf Skelettfunden aus der Region, nur die Farbe der Modelldinos sei frei gewählt, denn diese konnte man nicht rausfinden.

    Obwohl ich kein großer Dinofan bin, ist auch dieser Teil der Führung schon recht interessant, aber das Highlight, der Besuch der Steilwand, wartet ja noch auf uns. Punkt 12 bekommt die englischsprachige Gruppe rote Sicherheitshelme aufgesetzt (wozu die sind, weiß ich nicht so genau, denn sollte sich mal ein Felsbrocken lösen, ist der rote Plastikhelm vermutlich auch umsonst 😊. Aber gut, Vorschrift ist Vorschrift!) und wir gehen einen teilweise steilen Weg nach unten zur Cal Orck'o. Je näher man den Fußspuren kommt, umso spannender wird es. Kurz noch ein Stopp bei einer Infotafel, wo uns unser Guide die verschiedenen Formen der Fußabdrücke zeigt und uns noch erklärt, welcher Fußabdruck zu welchem Dino gehörte. Dann dürfen wir ganz nah ran an die Steilwand. Es ist wahnsinnig faszinierend wie gut man die Fußabdrücke erkennen kann und man kann förmlich spüren, wie hier die Dinos vor 68 Millionen Jahren durch den Morast liefen. Ich bin tief beeindruckt!!
    Knapp 1 Stunde später, in der wir noch viel von Guide Juan erklärt bekommen haben und unzählige Fotos geknipst wurden, sind wir wieder zurück in dem Teil des Parkes, wo die Dinomodelle stehen. Um halb 2 nehmen wir dann den Bus zurück nach Sucre. Ein Ausflug der sich total gelohnt hat!

    Zurück in Sucre suche ich erstmal gemeinsam mit Louisa eine Reiseagentur auf, denn sie will morgen auch die Tarabucotour, die ich gebucht habe, machen. Nach dem Buchen trennen sich unsere Wege erstmal, wir sehen uns aber morgen wieder.

    Ich gehe Mittagessen, genieße ein wenig die Sonne auf dem Balkon des Restaurants und hole meine gewaschene Wäsche ab. Anschließend statte ich noch dem sehr interessanten Museum der Kathedrale einen Besuch ab. Hier werden wunderschöne Monstranzen und anderer Prunk, den die Kirche zu bieten hat, ausgestellt. Ein gut aufbereitetes Museum, in dem man aber leider nicht fotografieren darf.

    Bevor ich Abendessen gehe und zurück ins Hotel setze ich mich noch auf den Hauptplatz, um wie jeden Tag das dort quirrlige Leben zu beobachten. Was mir bis jetzt sehr positiv aufgefallen ist, ist, dass kaum ein Bolivianer (zumindest in der Öffentlichkeit) raucht. In den knapp 2 Wochen, die ich schon hier bin, habe ich erst einen beim Rauchen gesehen. Thumbs up!
    Was mich allerdings traurig stimmt, sind die vielen, teilweise noch sehr kleinen Kinder, die hier am und rund um den Platz arbeiten müssen. Sie müssen Schuhe putzen, Vogelfutter verkaufen oder Autos waschen, um so ihr und wahrscheinlich auch das Leben ihrer Familien finanzieren zu können. Während bei uns zuhause die meisten Kinder viel zu viel haben, verbringen viele Kinder hier ihre Kindheit arbeitend, ohne Ausbildung und Chancen auf ein besseres Leben.
    Irgendwie weiß man es ja, dass dies der Fall ist in 3. Welt Ländern, aber wenn man es dann so hautnah sieht, kann man die Augen definitiv nicht mehr davor verschließen.

    Einem der Schuhputzjungen, der mir besonders leid tut, gebe ich ein bisschen Geld, in der Hoffnung, dass er wenigstens heute Abend was zu essen kaufen kann. Sein schüchternes Lächeln und sein leises "muchas gracias" freuen mich sehr und so kann ich halbwegs beruhigt zurück ins Hotel gehen.
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  • Day13

    Puka Puka und Tarabuco

    July 21, 2019 in Bolivia ⋅ 🌙 10 °C

    Heute habe ich einen Ausflug in zwei Dörfer, etwa 60 km von Sucre entfernt, gemacht. Um kurz vor halb 9 treffe ich mich mit Louisa vor der Kathedrale, von wo der Bus nach Tarabuco abfährt. Im Bus kommen wir noch gleich ins Gespräch mit Nils, einem Niederländer, der auch alleine durch Bolivien reist und schnell steht fest, dass wir am heutigen Tag ein Dreiergespann sind 😊.

    Die Fahrt nach Puka Puka, das Dorf, welches wir zuerst besuchen dauert etwa 1 Stunde und 30 Minuten. Kaum steigen wir aus dem Bus werden wir auch schon vom Dorfoberhaupt herzlich begrüßt und ins Dorf geführt.
    Dort warten schon andere Bewohner auf uns, die uns gleich mal traditionelle Tänze vortanzen und Musik dazu spielen. Alle tragen die Sonntagskleidung, eine schöne, farbenfrohe Tracht und verschiedene Kopfbedeckungen (abhängig davon, ob man verheiratet ist oder nicht).
    Nach dem Begrüßungsritual werden wir durchs Dorf geführt. Es wird uns der Dorfalltag und die Lebensweise der Einwohner präsentiert, die sich doch sehr stark von meinem Leben unterscheidet. Weben, Stricken und die Landwirtschaft sind die Hauptbeschäftigung dieser Menschen. Sie scheinen nicht viel zu haben, aber es scheint ihnen zum Leben zu reichen. Keiner hier wirkt unglücklich oder unzufrieden! Nach der Dorfbesichtigung gibt es ein sehr leckeres Mittagessen, nur mit Produkten, die in Puka Puka angebaut werden. Die Hauptzutat sind Kartoffeln, die auf verschiedenste Arten zubereitet werden. Das Essen erscheint zwar einfach, aber es schmeckt vorzüglich!

    Gut gesättigt verabschieden wir uns anschließend von den Dorfbewohnern und fahren nach Tarabuco. Der farbenfrohe Markt rund um den Hauptplatz des Dorfes, bietet für jeden Geschmack etwas. Gemütlich schlendern wir an den vielen Marktständen vorbei und natürlich erstehe ich mir auch einen Pullover, auch wenn ich vorhatte, nichts zu kaufen 😊.

    Gegen halb 3 treten wir dann den Rückweg nach Sucre an. Louisa, Nils und ich gönnen uns noch eine kurze Auszeit auf dem Hauptplatz mit Popcorn und frischgepresstem Orangensaft. Dann trennen sich unsere Wege wieder, den Nils fährt noch heute weiter nach Uyuni und ich treffe mich noch mit einer Bekannten aus Salzburg. Zufällig sind wir zur selben Zeit am selben Ort und das muss man natürlich für ein Treffen ausnutzen!!

    Der Abend mit Babsi war noch sehr nett mit tollen Gesprächen und gutem Essen im Metro Cafe! Jetzt bin ich wieder einmal sehr müde und freue mich auf mein Bett.
    Morgen verlasse ich Sucre schon wieder und reisex weiter ins auf über 4000 m hoch gelegene Potosi.
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You might also know this place by the following names:

Museo Santa CLara

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