Bolivia
Museo Santa CLara

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12 travelers at this place:

  • Day28

    Sucre / Spanischschule

    November 18, 2018 in Bolivia ⋅ 🌧 14 °C

    Hallo aus dem Nachtbus von Sucre nach La Paz 🙋🏽‍♀️

    Ich habe jetzt erstmal 12h reinen Spaß vor mir 😅 Aber ich spare eine Übernachtung 🤷🏽‍♀️

    Ich bin Sonntagabend in Sucre angekommen und habe am Montag direkt mit Spanischunterricht begonnen. Es ist wirklich schön, mal eine Woche Routine zu haben. Jeden Morgen aufstehen, frühstücken, arbeiten und lernen und dann ab Mittags bis Abends in die Schule. Nicht dauernd wieder packen, einen Bus oder Flug erwischen und wieder einchecken usw...

    Am ersten Tag habe ich gleich ein Lieblingscafé gefunden, in das ich mich ab und zu mal eine Stunde verkrümelt habe. Meine Unterkunft war wirklich riesig, hatte ein so ausgewogenes Frühstück, mit tausenden Früchten, Joghurts, Cerealien und und und 😍

    Totaler Luxus. 😍 Aber auch immer voller Leute und laut. 🙈

    Ich habe dann auf der walking Tour am 2‘ten Tag, gleich zwei Schweizer, eine Österreicherin, eine Argentinierin und unseren Guide einen echten Bolivianer kennen gelernt. Wir waren eine super Truppe und haben jeden Abend etwas gemeinsam unternommen.

    Die Schweizer haben ihren Flug umgebucht und wir sind zufällig ab morgen in La Paz wieder im gleichen Hostel. 🤗

    Die Schule war wirklich sehr anstrengend. Spanisch haut einen einfach total von den Socken. Die Sprache ist mit unserer nicht zu vergleichen und da ich alles auf englisch erklärt bekommen habe, war es für mich oft sehr kompliziert. Mein Kopf übersetzt dann die Fragen erst von ENG nach DE und dann denke ich über das Wort in spanisch nach. 🤦🏽‍♀️

    Verrückt und sehr viel für eine Woche. Versuche einfach viele Vokabeln zu lernen und in meinem Umfeld zu schauen, ob ich ein wenig zuordnen oder verstehen kann. 🙈

    Sucre liegt hoch in den Anden, im Herzen Boliviens, und gehört zu einer der schönsten Städte des Landes. Das Stadtbild ist von weißen Häusern, erholsamen Parks, engen malerischen Gassen und vielen religiösen Bauten aus den Zeiten der spanischen Kolonialherrschaft bestimmt. Wegen der vielen weißen Häuserfassaden wird Sucre auch „die weiße Stadt“ genannt. Seit 1991 gehört die Altstadt von Sucre außerdem zum UNESCO-Weltkulturerbe.

    Francis unser Guide hat uns die schönsten Parks und Aussichtspunkte der Stadt gezeigt, uns auf genau den Glockenturm hoch gebracht, der auf dem 100‘er Schein von Bolivien abgebildet ist, den Eifelturm von Sucre präsentiert und uns abends in echte bolivianische Kneipen gebracht. Wir sind quasi einfach durch sowas wie eine Gartentür gegangen, die zu einem Hinterhof führte, in denen noch die Wäsche der Anwohner hing und plötzlich saßen dort in einem Raum 15-20
    Bolivianer, es hab eine Jukebox und Bier. 🍻

    Dort haben wir dann stundenlang „Sapo“ gespielt. Es ist ein Trinkspiel bei den Bolivianern (ich glaube es heißt so)? Man hat so etwas wie einen alten Grill auf dem ein Frosch ist und drum herum Löcher mit verschiedenen Zahlen. Dort wirft man dann Coins rein und wer die wenigsten Punkte hat, trinkt. Ganz simple aber es hat uns Stunden voller Spaß gebracht. 😅

    Die anderen Abende waren wir bei Tanzshows oder haben selbst bei Salsa Kursen mal rein geschaut. Abends nach der Schule haben wir auf den einheimischen Märkten frische und unbekannte Früchte und Gewürze probiert. Halt einfach die Kultur und das Essen genossen. 🤗

    La Paz ist die höchste Stadt Boliviens bis zu 4.100 Meter. 😳 Ich wollte eigentlich von dort in den Amazonas starten, schaffe es dieses Mal aber zeitlich wieder nicht. In Brasilien sollte es auch nicht sein. 🤷🏽‍♀️ Aber das ist ein Grund zurück zu kommen. 😍 Versuche in den nächsten Tagen den Titicacasee von hier zu organisieren und melde mich dann mit neuen Eindrücken zurück.

    Liebe Grüße und haltet die Ohren steif 🙋🏽‍♀️

    Angi
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  • Day39

    Weiberfastnacht in Sucre

    February 8, 2018 in Bolivia ⋅ ⛅ 0 °C

    Matthias hat es in seinem Kommentar schon genau richtig erkannt: In Sucre sind die närrischen Frauen los. Kleine Tanztruppen, von marching bands begleitet, marodieren durch die Stadt. Ihre musikalischen und tänzerischen Darbietungen sind überschaubar, aber laut. Nota bene: Wir sind nicht in Rio. Bemerkenswerter ist fast, dass sich alle mit großer Freude gegenseitig mit Sprühschaum aus der Dose vollspritzen ... und das beginnt schon bei den Kleinsten. Wie auch immer sich die Feiergepflogenheiten hier darstellen, mit Katrin, Martin, Marc und mir (hört, hört!) findet sich eine kleine deutsche Karnevalstruppe zusammen. Die gastronomischen Angebote im Joy Ride und später im Bibliocafe überzeugen, unser zwischenzeitlicher Versuch, ins Florin zu gelangen, scheitert allerdings: heute nur für Mädels. Insbesondere die Happy Hour im Bibliocafe, die bis 24 Uhr dauert, löst die Stimmung und wir kommen ins Gespräch mit einer gemischten Backpackergruppe. Nomi aus der Nähe von Tel Aviv hat "make up artist" gelernt, reist jetzt aber erst einmal, zumindestens solange, bis das Geld alle ist. Und ein deutscher FH-Absolvent (Wirtschaftsingenieur) teilt uns mit, dass sein Hostel umgerechnet 4,50 Euro kostet und er mit 10 Euro am Tag auskommt. Wir schauen etwas verschämt zu Boden und erteilen gute Ratschläge für das weitere Leben, so wie es junge Leute mit Anfang zwanzig gerne haben.

    Zu diesem späten Zeitpunkt am Tag rückt bereits in den Hintergrund, dass wir beim Start in Cochabamba im Frühstücksraum erfahren, dass in unmittelbarer Nähe eine Schlammlawine Menschenleben gekostet hat. Auf den nächtlichen Starkregen folgen zahlreiche Erdrutsche, und auch wir sind auf unserer fast 400 km langen Fahrt mehrfach davon betroffen. Zum Glück ist an keiner Stelle die Straße so stark blockiert, das wir nicht weiterkönnen, nur einmal müssen wir ein paar Minuten warten, als ein Bagger und ein LKW die Straße versperren, um die Strecke von Geröll und Schlamm zu befreien. By the way: Noch habe ich in ganz Südamerika keinen Fluß mit klarem Wasser gesehen; vielmehr sind sie - durch die mitgeführten Gesteinsmassen - meist braun gefärbt, breit und reißend.

    http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/panorama/verheerende-ueberschwemmungen-in-bolivien

    In Sucre angekommen, wohnen wir in einem für den (weißgetünchten) Kolonialstil typischen, vor allem aber stimmungsvollen alten Haus mit Patio. Eine Besichtigung der Kathedrale ist über das sich an die Kathedrale anschließende Museo möglich, aber nicht wirklich ergiebig. Simon Bolivars Anhänger haben nach der Befreiung von den Kolonialherren die einstmals vermutlich prächtige Barockkirche in eine nüchterne Standardkirche umgewandelt, die von außen weit schöner anzusehen ist als von innen. Und obwohl aus der bolivianischen Hauptstadt vieles nach La Paz abgewandert ist: Einen Erzbischof gibt es dort noch.
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  • Day65

    Über den Wolken und in den Bergen

    February 2, 2018 in Bolivia ⋅ ⛅ 30 °C

    Also von Tarija gings jetzt nach Uyuni...

    Uyuni ist eine historisch sehr bedeutende Stadt für Bolivien gewesen, da sie ein zentraler Punkt für den Lieferverkehr zwischen allen großen Staaten hier darstellte. Ich glaube zu wissen, dass es sogar die einzigen Züge und Schienen in SA hat bzw hatte. Die Letzten wurden jedoch vor ca. 30 Jahren eingestellt. Heute wirkt das kleine Dorf, mitten in der Wüste, allerdings eher wie eine Geisterstadt.
    Mehr als einen Tag sollte man hier auch nicht verbringen. Außer ein paar kleinen Souvenirshops und Essgelegenheiten bietet der Ort nichts. Sonst könnte man meinen es sei hier unbewohnt. Die Souvenirs jedoch reichen von Stiften und Taschen, über die bunten peruanischen Decken, über Alpaca Pullis und Jacken zu allen möglichen warmhaltenden Sachen , die im bolivanisch buntem Stil gehalten sind. Alle Frauen würden hier verrückt werden! Der Stil gefällt uns natürlich auch sehr gut. Also haben wir erste Einkäufe, sehr günstig versteht sich, schon getätigt und sind glücklich damit.
    Jedenfalls sind wir dort hingefahren , weil es eine sehr bekannte Tour von dort aus gibt, nicht weil die Stadt so toll ist.
    Wir entschieden uns für eine 3 Tages-Tour durch die Salar de Uyuni über die Anden bis nach Chile und zurück.
    Um es vorweg zu sagen, es war für uns beide wahrscheinlich eine der schönsten, wenn nicht sogar der schönste Ausflug den wir je gemacht haben. Seht selbst..
    Allein der Weg nach Uyuni führte über zahlreiche Serpentienen mit wunderschönen Naturausblicken die es in Europa auf jeden Fall so nicht gibt.
    Überall im Mitten vom Nichts, sind irgendwelche Dörfer, von denen keiner so recht weiß wie die Menschen dort überhaupt hinkommen, geschweige denn wie sie dort leben und überleben.
    Hinterher erfuhren wir von einem Anthropologen den wir zufällig kennenlernten, dass es dort kaum regnet ( nur 2 Monate im Jahr) und die Menschen es wirklich schwer haben auf über 4000 M.ü.M. überhaupt etwas anzubauen. Etwas Vieh haben sie noch, ansonsten leben sie sehr sparsam und überschaubar. Doch witzig fanden wir, dass egal wie weit man in der Pampa ist und egal wie wenig oder keine Häuser es gab, ein Fußballfeld wurde an die abstrusesten Orte hingestellt. Ob da jemand spielt ? Wir wissen es nicht.
    In den Bergen scheinen jedenfalls die Hunde das Sagen zu haben. Überall sieht man Streuner. Auch wunderlich wie die dort überhaupt hinkommen wie die wohl überleben. Und man sieht einige Hirten die Ihre Lamas oder Alpacas treiben. Das ist immer wieder ein echter Hingucker. Riesen große Felder und tausende von freilaufenden Vierbeinern. Zu gerne hätten wir ein Alpaca mitgenommen hahah
    Auf der ganzen Reise haben wir sicherlich 10 tausende von den Tieren gesehene, wenn’s langt.
    Die Landschaft auf den Weg nach Uyuni kann man vielleicht mit dem Nationalpark Zion aus der USA vergleichen. Doch hier muss man etwas beten, dass einem die Karre nicht den verreckt, sonst steht man wirklich erstmal ganzschön gelackmeiert da. Aber wir hatten immer Glück mit den Fahrern;)
    Traumhafte Ausblicke jedenfalls und das war nur der Hinweg zu dem Ort wo wir eigentlich hin wollten.
    In Uyuni angekommen, fiel es uns leicht aus den tausenden von Touranbietern die es dort gibt uns zu entscheiden, da wir kurz zuvor von einem deutschen Pärchen in Tarija einen Tip bekommen haben, mit dem sie sehr zufrieden waren. Wir übrigens auch im Nachhinein. Auf deutsche Beurteilungen kann man sich meist mehr verlassen, als auf südamerikanische.
    Allein die Zeitangaben sind hier immer ziemlich willkürlich. Ein und die selbe Strecke kann bei verschiedenen Personen mehrere Stunden Unterschied ausmachen. Und nie stimmt auch nur eine. Hahaha

    Aber zu unser Tour und unserer Gruppe…
    Ein bolivanischer Tourguide ( Daniel) , ein brasilianisches Pärchen in unserem Alter und ein amerikanisches Pärchen Mitte 50… wir haben uns Gott sei Dank von Anfang an sehr gut miteinander verstanden. Immerhin mussten wir 3 Tage in einem Jeep und in 2 Unterkünften miteinander auskommen. Es war wirklich unterhaltsam, lehrreich und spannend, was man wieder alles gelernt hat. Aber das jetzt zu erzählen würde es zu sehr ausreizen… daher zurück zur Tour.
    Das Gepäck aufs Dach geschnallt, Proviant im Rucksack verstaut, angeschnallt und los gings.
    Allein der erste Stop, kurz nach der Stadtgrenze ist schon ein echtes Highlight.
    El Cementerio de los trenes. Der Zugfriedhof. Abgestellte Gleise und veraltete und verrostete Lokomotiven, die seit 30 Jahren nicht mehr im Betrieb sind. Die Eisenbahnstrecke diente vor allem zum Transport von Rohstoffen wie Zink, Silber und Gold aus den Mienen bis zum Pazifik.
    Es sind bis zu 100 Züge dort abgestellt und die ältesten sind über 100 Jahre alt.
    Alle sind ausgestiegen und sind auf die Züge geklettert. Es sah wirklich toll aus wie so alte Fahrzeuge mitten in der Wüste abgestellt wurden und hinter ihnen ein scheinbar unendliches und flaches Wüstenpanorama sich erstreckte. Es hört sich vielleicht banal an, ist aber wirklich ein besonderer Ort. Wir haben zu viele Bilder, wer mehr sehen möchte, bitte anfragen …
    Von dem Ort aus sind wir weiter zu einem der absoluten Highlights gefahren.
    Wer noch nicht dort war, der hat sowas noch NIE gesehen!
    Eine riesen Fläche von 10.000q km. Das ist mehr als Niederbayern groß ist. Ein ausgetrockneter See, der eine riesige Salzfläche hinterlassen hat. Die Salzkruste ist 30 Meter dick, mindestens. Und zur Regenzeit, wie jetzt grade, gibt es eine dünne Schicht Wasser die es zurücklässt.
    Das Ergebnis ist, dass mit etwas Sonne der Boden zum Spiegel wird. Man kann zwischen Himmel und Erde nicht mehr unterscheiden. Die Berge scheinen zu fliegen und die Wolken sind unter den Füßen verschwunden.
    Es ist ein Naturspektakel wie kein Zweites.
    Die tollsten Bilder sind dort möglich. Immer wieder überraschend wie kreativ manche Leute mit den Bildern dort seien können. Da man den Bezug zur Distanz komplett verliert, kann man schöne Perspktivtricks anwenden. So kann ein Spielzeugdino zur echten Gefahr mutieren. Und die Orientierung verliert man ebenfalls komplett. Im Regen kann man sich weder fortbewegen, noch weiß man wo man ist. Also kann man nur dort durchfahren, wenn es nicht regnet.
    Zu Mittag wurde natürlich in einem Haus aus puren Salz gegessen, genauso wie unsere Unterkunft aus puren Salz bestand. Es kann nicht schimmeln und sieht wirklich eindrucksvoll aus. Aber keine Sorge die Salzhäuser sind genauso stabil wie herkömmliche. Der Nachteil, es war wirklich kalt in der Nacht. Also ohne fette Alpacawolldecken ist es nachts echt frostig. Aber ist bei der Höhe nicht anders zu erwarten.
    Wenn man jedoch draußen in die Ferne schaut, mag man meinen Petrus wartet an der Himmelspforte auf einen, um einen ins Reich Gotte zulassen. So stell ich mir das jedenfalls vor.
    Wir vermuten auch, dass eine Szene aus Fluch der Karibik hier gedreht wurde. Teil 4 ? Wir prüfen das noch mal. Es sieht zumindest genauso aus.
    Wir hatten das Glück, dass unser Wegbegleiter Mike aus den USA, seine Profikamera dabei hatte. Später, wenn er seine Bilder etwas bearbeitet hat, bekommen wir einen Link. Den leiten wir dann auch weiter. Mit der Handykamera ist es gar nicht zu vergleichen. Seine Bilder sind nämlich komplett abgefahren.
    Nach der Salar de Uyuni, die wir gar nicht verlassen wollten, ging es weiter durch zahlreiche Berglandschaften auf fast 5000 M.ü.M., rote, grüne, weiße und blaue Lagunen, Wüstensteppen, Hotsprings, Geysirs mit riesen Sulfatfontänen, Vulkane oder heilige Indianer Steine, die wir verbotenerweise bestiegen und alles was Muttererde noch so zu bieten hat. Die Berge gehen hier auf über 6000 Meter hoch. Am Fuße sind sie wie Wüste, in der Mitte bekommen sie bunte Farben und an der Krone sind sie mit Schnee bedeckt. Die meisten sind spitz wie die Tublarone und mit einem Wolkenkranz umrundet. Da fallen einem fast die Augen aus bei dieser Natur.
    Das Einzige was man wirklich beachten muss, ist dass die Höhe einem ganz schön zu schaffen machen kann. Kopfschmerzen oder Müdigkeit sind hier keine Seltenheit. Dafür gibt es jedoch jede Menge Stevia und Coca, was einem durch den Tag hilft.
    Übrigens, wenn jemand die Tour mal machen möchte, der Anbieter „Cordiellera“ , ist sehr zu empfehlen. Bei den anderen hört man unschöne Geschichten, wie dass die Fahrer betrunken seien und ähnliches. Aber hier war alles tiptop.
    Auf der Weiterreise bis nach Chile haben wir Alpacas, Lamas, Antilopen, Flamingos, Wüstenfüchse, Wildhasen mit komischen Schwänzen und deformierten Gesichtern gesehen, die waren aber sehr süß und einige noch nie zuvor gesehene Vögel. Einige der Tiere konnten wir sogar von ganz nahen betrachten und sie mit Äpfeln füttern. Aber man riet uns ab sie anzufassen oder ihnen zu nah zu kommen, da sie keine Menschen gewohnt sind und eklig reagieren könnten.
    Es war einfach nur mindblowing.
    Daniel erklärte uns auf spanisch regelmäßig irgendwelche Details über die Tiere, über die Klimazonen, die Vulkane, die Früchte und Sträucher die hier wachsen oder was er schon alles hier erlebte.
    Es wurde dadurch zu keiner Zeit langweilig. Wir können diesen Ausflug wirklich jeden Naturliebhaber nur wärmstens empfehlen.
    Uns fehlen etwas die Worte, um die Reise ausreichender zu beschreiben. Ich denke die Bilder geben einen ganz guten Eindruck.
    Als der Trip zu Ende war, mussten wir uns von unseren Gefährten verabschieden, da sie alle weiter nach Chile reinfuhren und wir aber Richtung Norden zurück wollten.
    Also gab es den ganzen Trip im Schnelldurchgang noch ein zweites Mal für uns.^^
    Wir entschieden uns aber nach der Rückkehr weiter nach Potosi zu fahren…

    Potosi fasse ich kurz zusammen, ist aber auch sehr sehenswert gewesen.
    Das ist heute wie damals eine historisch und geografisch sehr interessante Stadt. Die Stadt liegt in ein Bergtal eingebaut und ist wegen Ihrer Mienen und deren Rohstoffen damals zu einer der bedeutendsten und reichsten Städte der Welt herangewachsen. Die Stadt selbst liegt auf 4000 Metern, was die Luft wieder dünn und sie zu einer der höchstgelegenen Städte der Welt macht. Jedenfalls, gibt es hier Mienen die damals eine riesen Silber und Zink Inflation verursachte, da es hier einer der größten Silberanteile der Welt gab.
    Die Stadt ist sehr verwinkelt, ähnlich wie In Ibla Italien und die Häuser sind entweder in Ziegelstein Design halbfertig erbaut oder sehen sehr eindrucksvoll von der Kolonialzeit geprägt aus.
    Es ist die einzige Stadt auf der Welt, auf der man auf dem Markt legal Dynamit kaufen kann. Auch noch sehr günstig. Die Leute witzeln und sagen das sei für die Schwiegereltern bestimmt.
    Ebenso gibt es hier 96% Alkohol zu kaufen. Hilft bei der Höhe zum Atmen bzw brauch man, um in den Mienen die Götter zu besänftigen.
    Genauso gibt es Zigaretten die mit Tabak, Orangenhaut und Zimt gestopft sind, damit es unterirdisch keine Explosionen mit dem Dynamit gibt. Also ein sehr interessanter Markt…
    Wir sind hauptsächlich wegen den Mienen und der Architektur gekommen.
    Also haben wir uns einer Gruppe angeschlossen und haben eine Halbtagstour durch die Mienen gemacht.
    Voll ausgerüstet mit Klamotten, Lampe, Maske und Coca sind wir also hinab in die Tiefen gestiegen.
    700 Meter gehen die Mienen tief und sind teilweise super eng und auch mit Schlamm gefüllt. Wirklich nicht für jeder Mann etwas. Auch nicht ganz ungefährlich muss ich im Nachhinein gestehen.
    Es gibt Schienen zum Abtransport von den Rohstoffen. Wenn ein Wagen erstmal rollt, dann wiegt er eine Tonne und kann nicht bremsen. Also müssen alle schnell in die Ecken springen. Glaube nicht, dass das immer gut geht .Auch die Luft kann ganz schön dünn werden da unten. Ich bin ebenso froh, dass kein Stein aus der Wand abbrach und uns verschüttete. Wir stellten uns das etwas Touristen geeigneter vor.

    In den letzten 500 Jahren sind dort 8 Mio Menschen umgekommen, aber das scheint niemanden zu interessieren. Es wird weiter gearbeitet.
    Zugleich der Silberanteil von 96% auf 20% sank.
    Kinderarbeit ist seit 15 Jahren nicht mehr erlaubt. Immerhin. Es wurde uns schon etwas mulmig da drin. Der Sauerstoff wurde dünn und Orientierung ist auch sehr schwierig.
    So gibt es zahlreiche Teufelsfiguren in den Mienen, die mit Alkohol, Lametta , Coca und Zigaretten ausgestattet werden. Denn in den Mienen, also in der Hölle, dort herrscht der Teufel. Der muss also befriedigt werden, damit es einem dort unten gut geht und nichts passiert. Da haben die Spanier den Bolivianern schön Angst eingeredet. Wir fanden dies eher lächerlich, aber wir möchten niemanden seinen Glauben nehmen.

    Die Mienenarbeiter arbeiten in 10 Stundenschichten und verlieren leicht ihr Zeitgefühl dort unten. Dafür nehmen sie eine Beutel Coca mit. Den einen Teil morgens den anderen Abends. Nach 4-5 Stunden ist das Coca leer gelutscht, was den Arbeitern sagt, dass es Halbzeit bzw Feierabend ist. Eine Uhr wäre auch zu einfach.
    Wegen der schlechten Bedingungen dort unten verdienen die Arbeiter durchschnittlich 3 mal so viel wie herkömmliche Leute hier, aber der Betrag ist immer noch sehr gering.
    Es war ein besonderes Abenteuer, aber ich denke wir brauchen es kein zweites Mal.
    Aber auch oberirdisch gibt es viele Sachen zu sehen, die diese Stadt zu einer Attraktion machen. Jedoch sollten hier 3 Tage ausreichen.
    Die Spanier haben ihre Signatur deutlich hinterlassen. Sehr viele eindrucksvolle Kirchen und Regierungsgebäude gibt es hier. Die Kolonialzeit scheint hier fast noch immer zu herrschen in manchen Straßen, könnte man meinen.
    Wir genossen vor allem die Märkte.
    Es ist immer wieder erstaunlich was man alles sieht und wie günstig man etwas ergattern kann.
    So haben wir zu zweit für einen Euro zu Mittag gegessen und es ist sogar noch etwas übrig geblieben.
    Ja hier hält man es schon etwas aus.

    So genug für heute… ^^

    Wir vermissen euch und sind in Gedanken bei euch.
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  • Day60

    Sucre - KulturBerlin Hostel

    March 1, 2017 in Bolivia ⋅ 🌙 26 °C

    Nach eher ruhigen letzten Tagen in Uyuni und einer Nachtbusfahrt ohne Schlaf sind wir um 5:45 Uhr im Hostel angekommen. Zum Glück haben sie uns schon mal ins Zimmer gelassen. 6 Stunden pennen und dann aufwachen mit Blick auf Bäume (seit über 12 Tagen nicht mehr gesehen)! Hostel ist total geil und es gab gerade Kürbissuppe zum Mittag/Frühstück. Da steigt die Laune bei Lukas, Julia und David.
    Auf dem Bild mit dem Ausblick unseres Balkons bitte den Herren beachten, der ein Gerüst benutzt um eine Palme zu schneiden.

    Kleine Zusammenfassung der ersten 2 Monate:
    - 20:45 Stunden in Flugzeugen (Davids Freude)
    - 138 Stunden in Bussen (Julias Tod)
    - unzählige Tagesausflüge deren Stunden wir nicht mitzählen, aber auch in Sprintern, LandCruisern oder auf Booten verbracht haben
    - 5 Taxifahrten (ca 2,5 Stunden)
    - 1 Fährfahrt (30 min)
    - ca 2,5 Stunden Metro (BA und Santiago)
    - viel gelatscht
    - gereiste Kilometer bitte der App Übersicht entnehmen

    03.03.2017
    Heute gab es eine top Stadtführung mit Franz, einem Lehrer von der Universität in Sucre. Super netter Kerl, vermutlich muss er nur leider für 8 Jahre ins Gefängnis, da er für den Studentenaufstand von 2007 mitverantwortlich gemacht wurde. Hoffen wir das Beste für ihn. Der Trip mit ihm war super, haben die ganze Stadt von oben gesehen und viel geschichtliches erfahren. Danach gab es die zweite Halbzeit von Liverpool gegen Arsenal in einem Irish Pub mit lecker isotonischem Bierchen. Zum Abschluss des Abends waren wir für 4 Euro pro Nase im - laut Oscars - besten Film des Jahres "Moonlight". Lässt sich drüber streiten, aber war gut.
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  • Day173

    Sucre

    March 13, 2017 in Bolivia ⋅ ⛅ 5 °C

    Sucre is de hoofdstad van Bolvia en staat tevens bekend als de mooiste stad van het land. Unesco is het hier mee eens en bekroond de stad tot Unesco erfgoed waardoor het oude centrum goed wordt onderhouden. Alle gebouwen in het centrum zijn namelijk wit en dienen elk jaar ook weer gewit te worden. Zonnebril op dus!
    Het is sowieso een verademing als we in deze stad zijn, want we zitten nu nog maar op 2100 meter hoogte. Daarnaast kent men in Bolvia nog niet de filters voor de uitlaatgassen van de auto's en bussen. Door de hoogte, bijvoorbeeld in Potosi, kan je door de kleine hoeveelheid zuurstof bijna op deze uitlaatgassen kauwen. In Sucre is het dus iets 'schoner', lekker licht en zijn de mensen ook een stuk vriendelijker. Er zijn vele leuke restaurantje en een grote markt waar we voor weinig kunnen lunchen dus wij vermaken ons wel.

    Behalve het mooie centrum heb je net buiten de stad ook genoeg bezienswaardigheden en we boeken een tour om hier zoveel mogelijk van te zien. We beginnen de dag lekker vroeg met een wandeling over de Inca trail. De Inca's hebben twee wandelsnelwegen aangelegd vanaf Columbia tot aan Argentinië/Chili, namelijk eentje aan de kust en de andere door de Andes. Wij liepen nu een stukje over de Andesnelweg met een prachtig uitzicht op de bergen en een 'krater'. Deze krater is in feite een verschuiving van de aardplaten (net als hoe een berg wordt gevormd) alleen nu lijkt het op een krater. Helemaal omdat er in het midden rode klei ligt. Hier ligt ook een dorpje wat bekend staat om de traditionele weefproductie. Helaas waren de weefdames net een dagje weg naar de markt om boodschappen te doen, dus de weefcursus houden we nog tegoed.

    Deel 3 van de tour is toch wel het meest interessant, want we treden letterlijk in de voetsporen van dinosaurussen! Na een hike dwars door een weiland, moestuin en rotslandschap komen we aan bij de metersgrote voetstappen. Erg onwerkelijk om te zien dat de dino's hier echt hebben gelopen. Nog onwerkelijker is, is dat er geen hek, toezicht of iets is. We betalen 20 Bolivianos aan een jongeman van ongeveer tien jaar oud, maar dat is dan ook het enige toezicht wat er is. "De voetsporen zijn versteend én men denkt dat er nog veel meer voetsporen tevoorschijn zullen komen na heftige regenval of iets dergelijks. Dus als deze voetsporen wegslijten slijten is dat allemaal niet zo erg..". Aldus de gids. Al met al was het wel een interessante tour!

    Tijdens deze tour leren we ook twee Noren kennen waar we savonds nog even mee gaan eten, en ook de volgende dag gaan we met hen op pad. Men (lees de toerist) is vaak nogal bang voor het eten in Bolivia en ook de Noren hadden nog niets 'lokaals' gegeten. Op naar de markt dus! Als echte locals hebben wij hen ontgroend met een traditionele mani soep (pinda soep) evenals salteñas (gevulde pastijbroodje), de coca bladeren en een verse fruit shake! Wellicht kunnen we wel een culinaire tourorganisatie gaan beginnen?

    Op ons laatste dag in Sucre en besluiten om in de ochtend nog iets meer te leren over de dino's. Net op het randje van de stad zit een cementfabriek, en met opgravingen hebben zij nog veel meer dinosaurus voetafdrukken gevonden. Deze bevinden zich op een grote muur net naast de fabriek en hier is een museum bij gemaakt met levensgrote dino's.
    Even nog een korte aardrijkskunde les; door de verschuiving van de aardlagen hier en door de verschuiving van vele andere gebergtes, heeft het kunnen gebeuren dat de bodem van een meer als een 'V' omhoog is komen te staan. Hierdoor staat er nu een grote muur vol met dinosaurus voetsporen. Een beetje onwerkelijk, maar we hebben dit echt mogen aanschouwen. Men is hier al iets meer bewust van deze bijzondere vondst en wil dit ook ook laten beschermen door Unesco. Dat lijkt ons in ieder geval geen slecht plan.

    Vanavond vertrekken we naar Samapaita, waar ook een bijzondere vondst is gedaan én welke waarschijnlijk wel iets beter wordt bewaard.
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  • Day14

    Sucre, Central Highlands, Bolivia

    May 4, 2015 in Bolivia ⋅ ⛅ 17 °C

    Heute einen faulen Tag zur Akklimatisierung an die Höhe eingelegt - Stadtbummel (Zebras erklären den Einwohnern die neuen Zebrastreifen) - Spaziergang zum Markt - Busfahrkarten nach Uyuni gekauft (bei 30 Verkaufsschaltern nicht einfach, den richtigen zu finden, wir heissen jetzt Jurjen und Busjitte) - Kirchen (auf das Dach gestiegen) und Friedhöfe (nur Urnengräber) besichtigt - zum Abendessen typisches Hostelfood (Burger).Read more

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Museo Santa CLara

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