Canada
Nova Scotia

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85 travelers at this place:

  • Day20

    Nova scotia

    March 22 in Canada ⋅ 🌧 3 °C

    Angekommen, eingekauft und essen gewesen. Ganz romantisch im Ikea 😂😂
    Nico hat eine außergewöhnliche Wirkung auf Hunde das ist jetzt schon der vierte Hund in Kanada der nicht mehr von Nico ablässt 🌚🌚
    Der gute nutzt jede Möglichkeit Nico anzugucken und will auch unser Zimmer nicht mehr verlassen 😂
    Es ist sehr nebelig hier, wir machen heute nichts mehr sind mega platt 🙄

    So langsam merken wir dass wir frei haben 🤘🏼💘🥰

    Ps: am Ende hat er es doch aufs Bett geschafft 😂😂
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  • Day21

    halifax 1.0

    March 23 in Canada ⋅ ☁️ 3 °C

    heute sind wir ganz früh gestartet - um halb 1 😂😂

    wir sind zu peggys cove gefahren, einem bekannten Leuchtturm, und danach haben wir die Umgebung erkundet.

    Als Abschluss haben wir uns die sehr winzige Innenstadt von Halifax angesehen und gleich gibts essen- Nudeln 🌚

    Unsere Gastgeber sind heute auf einer Party, also konnten wir ganz entspannt kochen und die Chance nutzen um Wäsche zu waschen 😂😂 saubere majtochy haben noch niemandem geschadet ! 😂😂😂

    Die lovestory zwischen Nico und dem Hund geht übrigens weiter 🖖🏼😂
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  • Day29

    Yesterday

    March 6 in Canada ⋅ ⛅ -7 °C

    Es ist nun schon ein paar Tage her, dass ich von meinem wahnsinnig spannenden Leben hier in Kanada berichtet habe ;-) Wie geht es wohl "Kung-Fu-Chicken"? 

    Heute ist tatsächlich mal was sehr aufregendes passiert. Also für mich aufregend, da ich meinen Lieblingstieren bei ihren Streifzügen zusehen konnte und sie aus der Nähe beobachten - Adlern. Als Kevin mich fragt, ob ich gerne Adler beobachte, meine ich nur: "ja, manchmal schon", an Steinadler und Mäusebussarde denkend. Als ich dann aus dem Gewächshaus komme, kann ich meinen Augen nicht trauen, sitzen da tatsächlich zwei riesige Weißkopfseeadler in den Bäumen! Was für majestätische Wesen!!! Ich gehe auf einen zu, damit der sich in die Lüfte erhebt und wahnsinn, was für einen Flügelspannweite!! 

    Ansonsten fühle ich mich endlich angekommen in Kanada, habe Vormittags meine Routine im Hühnerstall gefunden. Ich beschütze weiterhin "Kung-fu-Chick", die mittlerweile überhaupt keine Angst mehr vor mir hat und die ich sehr in mein Herz geschlossen hab. Ich mache auch immer mehr im Gewächshaus. Wobei mir das jetzt nicht soooo viel Freude bereitet, wie anderen Leuten. Als ich an einem Tag mit Shane, einem Helfer, die Ernte für den folgenden Samstag erledige, ist er total in seinem Element: "Ich könnte das den ganzen Tag machen." Ich habe schon nach 5 Minuten keine Lust mehr :-D Also im kleinen Rahmen, wie in unserem Schrebergarten stelle ich mir das toll vor. Aber kommerziell? Einpflanzen und Ansähen macht mir übrigens mindestens genauso viel Spaß wie ernten (hehe). Mit guter Kizomba-Musik und meinem Hörbuch in den Ohren lässt es sich aber im 30° warmen Gewächshaus bei den Minustemperaturen, die draußen vorherrschen ganz gut aushalten. 

    Damit ich fit bleibe geh ich 2-3x die Woche joggen und hab über den Hof verteilt verschiedene Orte gefunden, die ich als Trainingsgeräte nutzen kann. Außerdem mach ich für 3 Wochen eine Yoga-Challenge. Es gibt also keine Ausreden, wenn ich beim Spartan Race im Juli, für den ich mich endlich angemeldet hab, nicht fit bin ;-)

    Die Wochenenden, die ich normalerweise frei habe, möchte ich nutzen, um die Gegend zu erwandern. Eines der Autos der Familie darf ich dafür nutzen. Bisher gab es jedoch immer Sturmwarnungen. Dann begleite ich Al auf den Markt in Wolfville. 

    Letzten Samstag Abend gehts dann zu Nachbarn auf eine Geburtstagsfeier. Als ich nach dem Abendessen die 15 Minuten die Straße lang laufe ist mir irgendwie mulmig. Hier gibt es doch Kojoten! Und letztes Jahr wurde offenbar eine Frau angegriffen und getötet. Und da war auch dieser Jogger, der in den USA von einem Puma angegriffen worden ist und diesen mit seinen bloßen Händen tötete. Ich denke an meine Zeit in Südamerika zurück, als ich mich auf den Straßen in Quito (sogar tagsüber) unsicher gefühlt hab, weil dort Überfälle auf der Tagesordnung stehen. Wie sicher es doch im reichen Deutschland ist, in dem wir alle wilden Tiere ausgerottet haben.

    Ich erreiche das Haus aber ohne Zwischenfälle, lerne die halbe Nachbarschaft kennen und  treffe auf das Spiel, das mir Kevin letzte Woche bereits beigebracht hat: Crokinole. Mich erinnert das Spiel sehr stark an Curling(bzw. Eisstockschießen), daher wundert es mich nicht, dass hier alle verrückt danach sind. Irgendwie macht es schon Spaß. Ist halt nicht unbedingt ein Reisespiel bei einem Durchmesser des Spielbretts von 66cm.  

    Am Sonntag lasse ich mich dann von Al und Linda (Al's Frau) mit in die Kirche schleifen. Ich lerne viele nette und interessante Leute älteren Semesters kennen und einen Gottesdienst, wie er unkonventioneller nicht sein könnte. Der 30jährige "Minister" tanzt mit den Kindern und rennt mit seinem Mikro wie ein Comedian durch die Kirche. Danach gibt es Kaffee und Kekse. Beim anschließenden Essen sprechen wir über Politik und Neufundland. Ich bekomme viele Tipps für mein nächstes Reiseziel. Nach einem Nickerchen (der Geburtstag hatte sich doch etwas in die Länge gezogen) gehe ich zum Strand joggen und schon ist wieder ein Wochenende vorüber. 

    Ich bin nun genau seit einem Monat hier in Kanada. Mir gefällt mein Farmleben sehr, auch wenn ich es besser fände, weniger Tiere versorgen zu müssen. Nicht wegen der anfallenden Arbeit, sondern damit es den Hühnern besser ginge. Es ist keine Massentierhaltung per Definition, die Tiere haben genug Platz, können scharren und haben Rückzugsmöglichkeiten. Aber es sind dennoch zu viele. 

    Insgesamt sind die Hühner ruhiger geworden seit ich das erste Mal den Stall betrat. Das liegt nicht daran, dass sie in meiner Obhut sterben. Bisher hab ich erst 2 tote Hühner aus dem Stall entfernt. Eines ist an Altersschwäche gestorben, das andere leider nicht. Dann freuen sich die Wildtiere über einen Kadaver (und nachdem ich heute die Adler gesehen hab, hoffe ich, dass der Schnee bald schmilzt, ich die alten Hühner aus dem Stall lassen kann und die Adler vielleicht das ein oder andere als Futterquelle nutzen können, nachdem es davor noch ein paar schöne Tage in Freiheit hatte). Ich denke, die Hühner haben sich an mich gewöhnt. Neuerdings singe ich immer für sie. Warum ich mit "Yesterday" von den Beatles angefangen hab, weiß ich nicht (wir haben das immer in der Schule gesungen).

    Auf jeden Fall ist es spannend, die Tiere zu beobachten und ich bin froh, dass ich im Winter hier bin, und nicht so viel zu tun ist, dass ich mir nicht die Zeit dafür nehmen könnte.

    Meine Planungen für die Weiterreise sind nun auch fast abgeschlossen. Ab 1. April werde ich in Neufundland mein Unwesen treiben. Und auch ab Juli hab ich schon eine feste Stelle, auf die ich mich besonders freue :-) Ob ich bis dahin mit dem Auto reise, mit dem Zug, Fähre, trampe - das steht alles noch in den Sternen...
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  • Day33

    Die Welt ist ein Dorf...

    March 10 in Canada ⋅ ❄️ -3 °C

    ... und ich bin nur noch 4 Stunden weg von daheim

    Zeitumstellung in Nova Scotia (NS - falls sich mal jemand wundert, wenn ich diese Abkürzung verwende). Jetzt ist der Unterschied nach Deutschland nochmal ne Stunde weniger :-)

    Halbzeit für mich und mein Leben auf der Farm im wunderschönen Nova Scotia. Letzte Woche bin ich zum ersten Mal in meinem Leben Traktor gefahren. Toll war es! Und ich weiß, wie ich damit die Kühe füttere. Kevin ist nächste Woche nochmal zwei Tage unterwegs und läßt die Farm in meiner Obhut. Das gibt mir die Möglichkeit, das Erlernte anzuwenden und ihm zu zeigen, dass ich das (in meinen Augen) riesige Gefährt in die viel zu kleine Garage befördern kann ;-)

    Heute Abend sind wir zum Essen eingeladen - Irish Stew und Kuchen. Himmlisch! Zudem kann ich wieder hinter einem Lenkrad sitzen, einem VW Jetta. Kindheitserinnerungen werden wach, auch wenn es ein neueres Modell ist.

    Nach dem Essen gehts nach Wolfville. Ich bekomme Besuch, den ich am Bus abholen will. Vor zwei Jahren in Neuseeland in einem kleinen Kaff auf der Südinsel kennengelernt, sehen wir uns nun hier in Kanada wieder. Sie, Französin, arbeitet auf einer Farm in Truro, etwa zwei Stunden von mir entfernt. Auf dem Weg zurück nach Montréal kommt sie 2 Tage hier vorbei. Alles Zufälle, denn eigentlich hatte sie gar nicht geplant, nach Nova Scotia zu kommen.

    Und noch jemanden lerne ich hier kennen, eine Deutsche aus dem Raum Berlin. Sie ist gerade auf einem Projekt in "Ross Creek - Centre for the Arts", das nicht weit von unserer Farm entfernt ist. Nach einer Weile stellt sich heraus, dass sie die Cousine einer Freundin aus München ist - jetzt braucht mir keiner mehr sagen, dass die Welt nicht ein winziges Dörfchen ist!

    Ich bin in "Ross Creek" zu einem "torchlight snow shoe hike" und da mein Besuch dort schon lange überfällig ist, schließe ich mich diesem kostenlosen Event an. Ich bin eigentlich nicht so der Schneeschuhwanderer - geht doch auch mit Barfußschuhen. Klar, man sinkt bei jedem Schritt ein, wenn man Pech hat bis zur Hüfte. Aber macht doch nichts, oder? Der Hund, der mitläuft steckt auch nach jedem Schritt bis zum Bauch im Schnee, aber es scheint ihm Spaß zu machen. Die Fackeln wehen leider nach 10 Sekunden immer wieder aus. Aber hey! Der Sonnenuntergang ist spektakulär und mit 40 Menschen im Entenmarsch durch den Schnee stapfen - wer will das nicht? :-D Also war wirklich lustig und danach gibts noch selbstgemachte Suppe, Kekse und heiße Schokolade. Kathleen macht ihre Sache hier wirklich toll!!

    Ich war tagsüber auch schon beim Wandern. Als ich mit Linda & Al wie üblich zum Wolfville Farmers Market fahre, bietet George (Herr älteren Semesters) mir an, mich nach Cape Split oder Blomidon zu fahren. Warum nicht. Schneeschuhe lassen wir im Auto und wandern den Hügel hinauf. Meine Schuhe, Socken und Füße sind nach kurzer Zeit durch den teilweise schmelzenden Schnee pitschnass - ich kenn es ja nicht anders. Die Wanderung selbst die Teerstraße entlang ist nicht so spektakulär, aber der Ausblick ist traumhaft und das Wetter macht ohnehin alles wett. Danach fährt mich George noch zu 2 Aussichtspunkten, bevor es zurück zur Farm und weiter nach Ross Creek geht. Fast schon stressig ist das heute! ;-)

    Und weil es sicher alle mächtig interessiert: Kung-fu-chick macht sich prächtig. Neuerdings verbinde ich meine Aufenthalte bei ihr mit Yogapositionen. Man kann super in der Malasana-Pose (also in der Hocke) ausharren und als ich rechts von mir ein Ei im Stroh entdecke, gibt das eine spitzen Dehnung ab. Als Kung-fu-Chick anschließend für ein Foto posiert - bisher wollte sie nie stillhalten - in das Körbchen klettern will, mit dem ich die Eier einsammel und neben mir herläuft, damit ich sie zu ihrem Platz geleiten kann, auf dem Sie sicher vor den anderen Hühnern ist, ist es komplett um mich geschehen - sie ist das süßeste Huhn aller Zeiten! Die nehm ich mit!
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  • Day35

    3 Kats go wild - Cape Split

    March 12 in Canada ⋅ ⛅ 1 °C

    Cape Split Trail ist ein mittelschwerer, häufig begangener Wanderweg in der Nähe von Kings, Nova Scotia

    Distanz: 12,9 km
    Höhenmeter: 519 m
    Anreise: eigener Pkw
    Schuhwerk: Barfußschuhe (und Lammfellschuhe)

    Etwas früher als sonst klingelt der Wecker, wobei ich ohnehin wie immer gegen 6:50 aufwache. Ich schiebe meine Yoga-Einheit vors Frühstück, und bin um 9 Uhr im Hühnerstall, Eier klauben und waschen. Katell hilft und mit 4 Händen läuft es quasi im handumdrehen. Das Wetter sieht nicht sehr vielversprechend aus, es ist kalt (wenn auch etwa 2° im Plusbereich) und bewölkt. Ich überlege, ob die beiden Mädels mir wohl sauer sein werden, wenn ich kurzfristig absage, um mich mit einem Buch ins Gewächshaus zu setzen. Ich behalte meine Gedanken für mich, wir belegen unsere Brote von der "German Bakery" und um 11:30 sind wir schon aus der Tür. Unterwegs sammeln wir noch Kathleen ein, die in "Ross Creek" wohnt. Hätte ich bedacht, dass nur eine Dirt Road zur Ross Creek führt, ich hätte Kathleen daheim gelassen. Bisher kannte ich die Straße nur unter Schneemassen und aus der Beifahrerperspektive. Durch die warmen Temperaturen der letzten Tage hat sich die Straße zu einer roten Rutschpiste entwickelt. Seit meinem Unfall vor 10 Jahren in Argentinien hab ich panische Angst, solche Straßen zu befahren. Wir sind mit dem Bus unterwegs, der Gott sei Dank Allradantrieb hat. Ich atme tief durch und fahre (bzw. schlittere) mit 30 km/h die Piste entlang. Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit, bis wir endlich am Ziel sind und ich überlege, ob wir nicht lieber den ganzen Tag hier abhängen sollten. Aber nein. Ich bin ein Verfechter der Konfrontationstherapie. Ich sage Kathleen, dass ich sie später an der Straße rauswerfe, und sie die letzten 3 km dann zu Fuß laufen muss. Sie lacht (ich glaube sie erkennt den Ernst der Lage nicht!)

    Als ich auch den Rückweg irgendwie hinter mich bringe, fahren wir die ansonsten malerische Straße Richtung Cape Split. Da die Scheune und der komplette Garten heute Morgen unter Wasser standen, habe ich 3 Paar Schuhe im Gepäck: ein paar Barfußschuhe, meine Lammfellschuhe und 5 Nummern zu große Gummistiefel. Keine davon scheinen für den heutigen Tag brauchbar. Als wir den Startpunkt erreichen, entscheide ich mich für meine Barfußschuhe. Wird schon schiefgehen! 

    Wir wandern los. Nach etwa 15 Minuten drehe ich um. Ich will sicherheitshalber meine Lammfelschuhe einstecken. Ich möchte nicht nach 2 Stunden mit kalten Füßen und der Angst, meine Zehen auf dem Rückweg zu verlieren unser Ziel erreichen. Also jogge ich zurück zum Auto. Der Weg ist super zum Laufen! Also die Mädels finden das nicht und fragen mich, wie ich überhaupt mit solchen Schuhen dort rennen kann. Und in der Tat mag es für viele Leute nicht das richtige Schuhwerk sein: es liegt überall Schnee, nur die Spuren im Schnee, die sind vereist. In denen rennt es sich jedoch prima! 

    Ich packe also meine Lammfellschuhe und ein paar frischer (Merino-)Socken in den Rucksack und laufe den Mädels hinterher. Nach 2 km hole ich sie ein und entledige mich erst mal meiner Jacke. Mann, ist mir heiß! Ich setze die Wanderung rennend fort, denn a) macht es unglaublich Spaß und b) ist mir das langsame laufen zu kalt und dauert (vielleicht) auch zu lang.

    Die Wanderung ist wunderschön, über uns blauer Himmel. Nach etwa 1,5 Stunden erreiche ich das Ende der Wanderung und bin erleichtert, dass dort der Schnee schon weggeschmolzen ist. Es ist - abgesehen von dem fiesen Wind - fast schon warm. Leider hat sich die Sonne hinter den Wolken versteckt, und da bleibt sie auch. Als die beiden anderen Kat's eintreffen, wird der Wind plötzlich so kalt, dass uns allen in kurzer Zeit die Finger (und mir auch die Zehen) einfrieren. Noch ein paar Bildchen schießen und schon sind wir auf dem Rückweg. Sehr schade, denn etwa 20 Minuten später reißt der Himmel auf, es ist strahlender Sonnenschein und wohin die Wolken plötzlich verschwunden sind, weiß ich nicht. Zurück will ich aber nicht nochmal und entscheide nach kurzer Zeit sogar, sicherheitshalber meine Füße in den Lammfellschuhen aufzuwärmen. Es dauert keine 10 Minuten und meine Füße sind mollig warm, fast schon so warm, dass ich die Schuhe wieder tausche. Aber dafür bin ich jetzt zu faul. 

    Ich genieße den Rückweg, die Sonne, die zwischen den Bäumen durchscheint und die Ruhe auf dem Weg. Im Sommer ist hier die Hölle los, heute schleichen nur 3 kleine Kats (Katell, Kathleen, Katharina) den schmalen Pfad entlang.

    Zurück am Parkplatz packe ich meine Brotzeit aus und warte, die Sonnenstrahlen einsaugend auf die beiden anderen. 

    Als wir die Heimreise antreten wollen, bemerkt Katell, dass sie einen Handschuh verloren hat. Kurzerhand schlüpfe ich zurück in meine komplett nassen Merinosocken und Barfußschuhe und renne 2 km den Weg zurück. Leider ohne Erfolg. Aber der kleine Sprint tut nochmal richtig gut! :-) 

    Gut gelaunt nach der wunderschönen Tour, bringe ich Kathleen am Ende doch noch nach Hause und falle daheim ausgepowert ins Bett.
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  • Day40

    St. Patrick's Day run to Paddys Island

    March 17 in Canada ⋅ 🌬 0 °C

    WOW!!! Warum wurde mir so lange verschwiegen, dass es diesen faszinierenden Ort gibt?? "Rock with a hole", davon war schon ein- oder zweimal die Rede. Aber wer will schon nen Stein mit einem Loch sehen? Kevin muss definitiv an seinem Verkaufstalent arbeiten. Erst die Geschichte mit den Adlern und nun das. Ich hätte schon mind. 10x an diesem Ort sein können.

    Es ist super windig, den ganzen Tag schon. Ich schlafe aus, frühstücke Bananenpancakes mit dem guten Ahornsirup aus Nachbars Garten, backe Kuchen, der mir wieder misslingt (ich weiß nicht, ob es das Mehl ist, oder der Butter, der Farenheit-Ofen oder alles zusammen - NICHTS gelingt mir hier, nicht der einfachste Sandkuchen!)

    Um 16 Uhr mach ich mich dann auf den Weg Richtung Paddys Island. Gestern hatte ich noch recherchiert, wann low tide ist, damit ich auch zur Insel und zum Loch im Felsen laufen kann. Ab etwa 15 Uhr. 30 Minuten später erreiche ich mein Ziel. Es ist noch schöner, als auf den Fotos im Internet.

    Manchmal frage ich mich, womit ich es verdient habe, solche tollen & faszinierenden Orte besuchen zu dürfen!

    Wenn nur der Wind mir die -1° kalte Luft nicht so um die Ohren hauen würde - das würde meinen Aufenthalt noch toller machen. Aber mir ist es im Moment egal, dass ich meine Zehen und Finger nicht mehr spüre. Nach der Fotosession unten am Strand setze ich mich nochmal gemütlich auf den Aussichtspunkt oberhalb von "Paddys Island" und dem "Rock with hole" und genieße die Aussicht. Keine Menschenseele weit und breit. Und die Farben! Vielleicht kann Kanada Neuseeland tatsächlich das Wasser reichen...
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  • Day43

    "Barfuß" durch Nova Scotia

    March 20 in Canada ⋅ 🌙 1 °C

    Ein weiterer sonniger Tag mit immerhin schon 5° im Plusbereich neigt sich dem Ende. Es ist Vollmond und ein kräftiger dazu. Das heißt auch Gezeitenwechsel. Also, unbedingt nochmal am Strand joggen gehen am Abend. 

    Am Morgen büchst mir KFC aus. Also nicht wirklich. Als ich in den Stall komme, flattert sie wie üblich herunter, rennt aber statt zum Futter, um das noch viele Hennen gescharrt sind an mir vorbei zur Tür hinaus. Ich werde kurz von einer Panik erfasst, bis mir einfällt, dass dieses Huhn ohnehin draußen besser aufgehoben ist. Es bleibt aber gleich stehen und sieht mich an. Ich fordere es auf, doch hereinzukommen und es trottet tatsächlich zurück. Verrückt! Allerdings bringt mich das auf eine Idee. Während ich die Eier vor dem Gehege einsammel, nehme ich KFC einfach mit. Sie läuft mir fröhlich hinterher. Und so lasse ich sie einfach erstmal dort. Ich will sie später mit nach draußen nehmen, dass ist ihr aber nicht so geheuer. Morgen ist auch noch ein Tag! Gegen später kommt sie jedenfalls brav mit in den Stall. Schon irgendwie süß!

    Ansonsten säe ich etwas Salat an und hab den restlichen Nachmittag frei. Super für eine erneute Runde zu Paddys Island. Unterwegs begegnet mir ein Fischotter. Der ist vielleicht süß! Bisher hab ich sowas nur in Dokus gesehen und freu mich wie ein Kind darüber, was ich hier alles zu sehen bekomme. 

    An der Bay of Fundy angekommen, laufe ich gleich zum Strand runter und jogge zu Paddys Island. An den meisten Stellen ist der Sand fest, aber hin und wieder sinke ich fast bis zum Knöchel ein. Wie gut, dass ich meine Leguanos trage, da macht es mir nichts aus, wenn sie nass oder sandig werden. Meine Füße haben sich nach fast 4 Jahren in Barfußschuhen mittlerweile an die Kälte gewöhnt.

    Die Insel hat auch ein Fenster. Scheint hier gang und gebe zu sein, denn ein Blick über den Strand zeigt weitere ähnliche Gebilde. Mir ist etwas mulmig zumute. Ich hab nicht nachgesehen, wann die Flut wieder hereinbricht und schon einige Geschichten gehört über Leute, die nicht rechtzeitig zurückgekommen sind. In der Bay of Fundy gibt es bekanntlich die höchsten Bewegungen. Naja, ich werde schon schnell genug rennen können im Notfall! 

    Dazu kommt es aber nicht. Heute ist es sehr windstill am Strand und ich genieße die Ruhe. Als ich dort stehe und aufs Wasser hinausblicke, bemerke ich, dass kein einziger Laut zu hören ist. So eine Stille hat man wirklich selten. 

    Ich sammel noch eine große Muschel - meine neue Seifenschale - auf und mache mich auf den Heimweg. Was mir hier sehr positiv auffällt ist, wie wenig Müll hier ist. Also eigentlich gar keiner. Ich hatte angenommen, dass hier relativ viel angeschwemmt wird.

    2 Rennradfahrer & 2 Walker (also schnell gehende Menschen, nicht Horrorgestalten aus GOT) begegnen mir auf dem Weg zurück und während meines einstündigen Laufs vielleicht ne Handvoll Autos. 

    Was mir an Nova Scotia und speziell an der Region um Wolfville gefällt ist, dass es so grün (politisch gesehen) und sportlich ist. Ich war immer der Auffassung, dass Kanadier ähnlich den Amerikanern sind. Und wenn ich an Amerikaner denke, stecke ich sie in die Schublade "kein Sport, große Autos, Fast Food". Aber hier sehe ich eigentlich fast ausschließlich sportliche Menschen, die ihre Kaffeebecher mitbringen und ungespritzte Sachen kaufen wollen. Nur die vielen Hühnerfarmen passen nicht ins Bild.
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  • Day36

    2 Kats on the Road - Digby

    March 13 in Canada ⋅ ⛅ 1 °C

    Digby / Annapolis Royal

    Nach unserer gestrigen Wandertour folgt eine Autotour durch Nova Scotia. Katell will zurück nach Montréal, und hierzu bietet sich eine Überfahrt mit der Fähre nach New Brunswick an. In der Gegend habe ich ein paar schöne Wanderwege entdeckt, daher reizt es mich, sie zu fahren. Das Wetter ist vielversprechend, die Distanzen hingegen nicht. Um 16 Uhr geht die Fähre, die Fahrt einfach beträgt etwa 1,5 Stunden und Donnerstag und Freitag kann ich nicht so gut freimachen, da alle Hände für die Vorbereitungen auf den Markt gebraucht werden. 

    Wir starten um 10:30, nachdem die Hühner, Kühe & Gewächshäuser versorgt sind. Diesmal sind wir wieder im VW Jetta unterwegs. 

    Ich erinnere mich noch gut, dass ich vor 15 Jahren spontan die +/- 20 Stunden von Vancouver nach LA in 3 oder 4 Tagen runtergefahren bin. Stopps gab es in Portland, um dem Hoobastank-Konzert beizuwohnen und in San Francisco im Supermarkt, ansonsten saß ich nur hinterm Steuer - und ich hatte Spaß dabei.

    Und heute sitze ich im Auto und merke schon nach 20 Minuten, dass mir Autofahren nicht mehr so viel Spaß macht. Vielleicht kommt das aber auch wieder. 

    Kevin gibt uns den Tipp, in Annapolis Royal Halt zu machen. Annapolis Royal, früher Port Royal, war Schauplatz unzähliger Auseinandersetzungen zwischen den Briten und den Franzosen und war früher die Hauptstadt von Nova Scotia. Überhaupt ist Nova Scotia sehr geschichtsträchtig, und ständig wechselten die Ländereien ihren Besitz: von den Ureinwohnern, den Mi'kmaq zu den Franzosen, die von den Briten vertrieben wurden, teilweise zurück in die Hände der Franzosen (die den Briten halfen, die harten Winter zu überstehen). 

    Warum Annapolis Royal als Stützpunkt dienen sollte ist uns sofort klar: es ist ein wunderschönes Stück Land und Katell und ich sind beide begeistert! Im Moment haben die Museen noch geschlossen, daher schlendern wir über die im Moment restauriert werdende "Port-Royal National Historic Site", das alte Fort und durch die Stadt, in der wir uns eine fair-trade organic hot chocolate gönnen, bevor wir uns weiter zur Fähre aufmachen. 

    Eine Stunde vor Abfahrt, um 15 Uhr liefere ich Katell bei der Fähre ab und ich mache mich auf in Richtung "balancing rock". Leider meint es die Zeit nicht gut mit mir, und da ich mich nicht tiefer eingelesen habe, komme ich nach über 1 Stunde Fahrt am Ende einer Landzunge an, von der gerade eine kleine Fähre ablegt. Die nächste geht in 25 Minuten. Ich überlege tatsächlich kurz, zu warten. Das Wetter ist einfach zu schön heute. Aber mit einem Heimweg von über 2 Stunden rentiert es sich wahrlich nicht, eine Fähre um 17 Uhr noch weiter weg von daheim zu nehmen. 

    Trotz der langen Fahrt, war es ein erfolgreicher Tagestripp und landschaftlich wunderschön.
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  • Day41

    KFC

    March 18 in Canada ⋅ 🌙 -4 °C

    Heute gibt es lediglich eine Chicken-Story

    Wie jeden Morgen komme ich in den Hühnerstall, in dem mich KFC (Kung-Fu-Chick, nicht Kentucky Fried Chicken! Mir ist das gar nicht aufgefallen, bis mich jemand im Chat gefragt hat "Wie geht es denn KFC?" Ich bin abgebrochen vor lachen. Genau an diesem Tag hatte ich mir auch "Green Book" angesehen und die 2 Herren haben doch tatsächlich bei Kentucky Fried Chicken Chicken Wings geholt) flatternd begrüßt. Irgendwie bin ich mit meinen Gedanken woanders, zumindest verpasse ich - obwohl ich in der Hocke neben KFC auf dem Boden kauere - als zwei wütende Hennen auf sie einhacken. In Panik flattert sie auf meinen Oberschenkel und weiter auf meinen Arm. Sie will partout nicht mehr runter. Ich weiß nicht genau, was ich machen soll und entschließe mich, erst mal die Eier einsammeln zu gehen. Mit dem Huhn auf dem Arm (es ist Gott sei Dank der linke, der braucht ohnehin etwas mehr Training) und dem Korb in der Hand laufe ich durch das Gehege und sammel - das Huhn balancierend - die Eier ein. Man sieht: ich trainiere fleißig! (Und ich werde doch noch Bäuerin!)Read more

  • Day42

    Auf nach Lüneburg

    March 19 in Canada ⋅ ☀️ -2 °C

    Das die Deutschen überall ihre Zelte aufschlagen ist weithin bekannt. Und auch hier in Nova Scotia dürfen sie nicht fehlen. Nicht nur, dass ich hier Dieter's Honig esse und Pumpernickel-Brot (natürlich kein Vergleich zu unserem Hofpfister-Brot). Auch Wiener liegen hier oft im Kühlschrank.

    Heute machen wir uns auf Richtung Peggy's Cove und: nach Lüneburg, also Lunenburg, seit 1995 eine UNESCO World Heritage Site. 

    Die Fahrt nach Peggy's Cove beträgt etwa 2 Stunden. Wir unterbrechen sie mit einem Stopp in einem Kaffeemuseum. Dort gönne ich mir einen äußerst geschmackvollen Blueberry Muffin und einen richtig guten Café Latte, organic und fairtrade - natürlich in meinem Silikonkaffeebecher. 11,72 C$ (= 7,75€) für einen Café Latte, einen Filterkaffee und 2 Muffins.

    Unser erster Stopp ist Peggy's Cove. Man sieht sofort, warum dieser Ort im Sommer von Touristen wimmelt. Es ist wunderschön hier draußen! Die geplante Wanderung zu Polly's Cove lasse ich sein. Kevin hatte mir angeboten, mich zu fahren. Er ist über 70 und ich möchte ihn nicht so lang alleine rumstehen lassen. Zudem sind es nochmal 1,5 Stunden nach Lunenburg. 

    Wir machen kurz Halt an der Swissair Memorial Site, die in Erinnerung an die 229 Opfer des am 2. Septeber 1998 abgestürzten Fluges 111 errichtet wurde.

    Die Fahrt nach Lunenburg geht vorbei an zahlreichen mit Eis überzogenen Seen. Nova Scotia ist wirklich wunderschön! 

    Lunenburg selbst ist wie eine Geisterstadt. Die bunten Häuschen und der Hafen bilden eine wunderschöne Kulisse. Im Moment erholt sich die Stadt von den Menschenmassen, die im Sommer in die Stadt einfallen.
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You might also know this place by the following names:

Nova Scotia, NS, Nīwe Scotland, نوفا سكوشا, ܢܘܒܐ ܣܩܘܛܝܐ, Nueva Escocia, Yeni Şotlandiya, Правінцыя Новая Шатландыя, Нова Скотия, Skos Nevez, Nova Škotska, Шэнэ Шотланд, Nova Escòcia, Nové Skotsko, İskoçyay Newey, Νέα Σκωτία, Nov-Skotio, Eskozia Berria, نوا اسکوشیا, Nouvelle-Écosse, Nij-Skotlân, Albain Nua, Alba Nuadh, Nova Escocia, Nalbin Noa, נובה סקוטיה, Új-Skócia, Նոր Շոտլանդիա, Nova Skotia, Nýja-Skotland, Nuova Scozia, ノバスコシア州, ახალი შოტლანდია, 노바스코샤 주, Alban Nowydh, Neuva Scossia, Naujoji Škotija, Jaunskotija, Нова Шкотска, Нова Скоша, नोव्हा स्कॉशिया, နိုဗာစကိုးရှားပြည်နယ်, Yancuic Escocia, Nòva Escòcia, Ног Шотланди, ਨੋਵਾ ਸਕੋਸ਼ਾ, Nei-Schottland, Nowa Szkocja, Neuva Scòssia, نوا سکوٹیا, Nova Escócia, Nova Scotia pruwinsya, Noua Scoție, Новая Шотландия, Naujuojė Škuotėjė, Nové Škótsko, Skocia e Re, நோவா ஸ்கோசியா, รัฐโนวาสโกเชีย, Yeni İskoçya, Nowa Skotiye Ölkisi, Нова Шотландія, نووا سکوشیا, Yangi Shotlandiya, נאווע סקאשע, 諾華斯高沙, 新斯科舍

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