Sommer - Sonnenschock
15. maj, Norge ⋅ ☀️ 12 °C
Nach einem langen Spätwinter geht es jetzt mit Siebenmeilen Stiefeln dem Sommer entgegen. Ich kann zuschauen, wie die Natur hier explodiert, jeden Tag wird es grüner und die Schmetterlinge schießen schon mit 80kmh an mir vorbei. Irgendwie sind sie hier noch scheuer als zu Hause. Und bei mir auf der Heide haben sie guten Rückenwind 😅. Bin vorhin ein paar Bläulingen und Kleinem Fuchs hinterher gerannt, vergeblich.
Bei Lila im Garten gab es aber ein paar Brombeer Zipfelfalter. Gehören auch zu den Bläulingen, aber bei ihr im Garten kommt man nah ran. Als sie mir Bescheid gab bin ich gleich hingeflitzt und konnte tolle Fotos machen.
Nachmittags rumpelte es dann auf der Terrasse, und als ich raus bin, stand ein Mann dort, der sich als Erbauer meiner Hütte vorstellte. Er wohnt in Kirkenes, und hat sie vor Jahren an Ruth verkauft, weil es ihm zu weit war, immer hier herunter zu fahren. Auch eine nette Begegnung.
Abends wollte ich noch mal Elche in Gimsøy suchen, aber ich habe weder Elche, noch einen Abend gefunden. ...
Die Sonne geht zwar noch für 2h unter, aber da kriecht sie so dicht unterm Horizont lang, das es quasi nicht mehr dunkel wird. Und auf Gimsøy waren um Mitternacht noch Golfspieler auf dem Platz, ein Bauer rumpelte mit seinem Trecker vorbei, mehrere Sportwagen rasten die kleine Hauptstr entlang und der Campingplatz und diverse Parkbuchten waren plötzlich voll mit Wohnmobilen 🫣. Die beschauliche Zeit hat ein Ende, und die Elche ziehen sich dann in die entlegenen Ecken zurück, wo keine Menschen hin kommen.
Das macht mir zumindest das Abschied nehmen dann ein bisschen leichter...Læs mere
Im Walparadies
13. maj, Norge ⋅ ☁️ 8 °C
Heute durfte ich noch mal mit auf Walsafari, weil ich beim letzten Mal leer ausgegangen bin. Ein Tag wie aus dem Bilderbuch, traumhaftes Wetter und das Meer glatt wie ein Kinderpopo, was will man mehr.
Ribboot ist für mich ja durch meinen 1. Wirbelbruch traumatisch belastet, aber hier musste ich nicht mal Angst haben, und konnte die Fahrt in vollen Zügen genießen. Habe mich trotzdem ganz nach Hinten gesetzt, da sind die Schläge nicht so stark, wenn es über eine Welle knallt. Sicher ist sicher.
Nach der Sichtung eines Zwergwals ging es zügig in den Fjord hinter Svolvær und tatsächlich haben wir sie da nach kurzer Zeit gefunden.
Eine Orcafamilie, die bereits seit über 20 Jahren ihren Sommer auf den Lofoten verbringt. Ich habe einer Walforscherin, die hier gelebt hat Fotos geschickt und sie konnte sie zweifelsfrei identifizieren.
Mitglieder ungefähr 6. Ich konnte sie nie richtig zählen, denn einer ist immer Unterwasser. Gefolgt wurden sie von 2 großen Orca Männchen, ich vermute, die waren auf Brautschau, denn gefreit wird bei den Orcas prinzipiell außerhalb der Familie.
Im Winter in Skjervøy waren zwar viel mehr Wale, aber dafür auch ein riesen Rummel, während wir hier ganz alleine waren im Fjord, das Boot ausschalten konnten und einfach nur die Wale beobachten. Das war wirklich magisch und sehr persönlich. Manche Wale schwammen auch zu uns, um das Boot zu begutachten, dabei wurden sie so groß, das sie gar nicht mehr ins Teleobjektiv passten.
Wir konnten ihnen beim jagen und fressen zuschauen, denn dabei machen sie ziemlich viel Wellen und Krach, um die Fische zu verwirren.
Kräftiges mit dem Schwanz schlagen, Bauchplatscher und Rückenrolle, alle Register wurden gezogen und das meiste davon konnte ich sogar fotografieren.
Heike von Oceansound war so begeistert von meinen Fotos, das sie alle (2000!) haben möchte, da es ihr bei der Erforschung dieser Gruppe dient.
Mindestens 1,2h verbrachten wir bei den Walen. Es war so schön, am liebsten würde ich noch mal auf Tour gehen, aber ein bisschen muss ich ja auch mein Geld zusammen halten.
Auf dem Rückweg noch mal bei Lila angehalten und den Rest vom Geburtstagskuchen verspeist.
Da musste ich auch gleich über mein tolles Erlebnis berichten, denn ich war soo aufgedreht 😅. Das war schon wieder ein tolles Highlight.Læs mere

RejsendeWir haben sie auch schon mehrmals in Norwegen gesehen - immer wieder faszinierend. Bei uns war zum Glück wenig Raummel in Skjervøy

RejsendeIch habe 2015 in Skjervøy 50 Buckelwale beobachtet, mit einem privaten Boot von Freunden, damals waren die Touren alle noch in Kvaloya, ich bin ein bisschen verwöhnt 😅

RejsendeIch will nächste Woche mein Glück noch mal versuchen, glaube ich bin Wal-süchtig 😂
Geburtstagsfeier
12. maj, Norge ⋅ ☁️ 7 °C
Alle meine Lofoten Freunde waren da, um mit mir meinen Geburtstag zu feiern. Ich habe zwar nur 6, aber für einen Winter in der Fremde ist das doch schon gar nicht so schlecht und der Kuchen hat allen gut geschmeckt.
Nach dem Essen haben wir noch einen kleinen Spaziergang zum Bootssteg gemacht, da war ich auch lange nicht mehr... Seit es kein Polarlicht mehr gibt, um genau zu sein.
Und die Krönung war noch, das Katie aus Henningsvær eine SMS geschrieben hat und mich eingeladen hat auf eine Walsafari am nächsten TagLæs mere
Schon wieder welche, Elche ...
9. maj, Norge ⋅ 🌧 6 °C
... oder warum ich es nie schaffe mir ein Eis zu kaufen. Eis ist meine große Leidenschaft, aber zu Hause, Abends auf dem Sofa, um den Tag mit Genuss ausklingen zu lassen. Doch liegt ja immer, literarisch gesprochen, eine halbe Tagesreise zwischen dem Supermarkt und meinem zu Hause. Denn um das Auto ökonomisch zu nutzen, wird die Einkaufstour dann auch noch in einem Ausflug umgewandelt. Und da weiß man ja nie, wie lange man unterwegs ist. Und bis ich zu Hause bin, ist das Eis dann geschmolzen...
Und wenn man unterwegs auch noch Elche trifft, wird die Zeitplanung gleich unberechenbar. Schon auf dem Hinweg kam eine SMS von Eric rein: Orcas vor Kabelvåg. Also noch mal in die Pedale treten, damit ich die noch mitbekomme... Dann kurz hinter der Gimsøy Brücke traute ich meinen Augen nicht: 2 Elche standen direkt an der Hauptstraße und grasten in Allerseelenruhe die Schlüsselblumen am Straßenrand ab. Da war ich mit meinem Teleobjektiv völlig überfordert. Machte erstmal ein paar Handyfotos. Mitten auf der Hauptverkehrsstraße zu stehen ist ziemlich doof, und dann habe ich erstmal gewendet, Kamera rausgeholt und passend eingestellt und bin wieder vorbei gefahren und dann noch mal zurück, denn immer wenn Verkehr kam musste ich weiter. Zum Glück gab's 50m weiter eine breitere Einfahrt, dort habe ich dann gehalten, und noch ein paar Fotos gemacht.
Das Muttertier mochte das gar nicht gerne, obwohl ich richtig weit weg war. Vom fließenden Verkehr hat sie sich nicht stören lassen. Meine Vermutung ist, das sie noch Erinnerungen an die Jagdsaison hat. Das verschreckt und vergrämt nämlich alle Tiere, und so eine lange Telelinse hat ja auch irgendwie Ähnlichkeiten mit einem Jagdgewehr.
Sie wechselte die Straßenseite und verschwand im Wald. Das Jungtier mit den überlangen Beinen war noch am Fressen und ließ sich von mir gar nicht stören. Es war einfach zu drollig, wie es da herumstakste, da musste ich noch eine ganze Serie machen. Es kam dann noch eine japanische Wandergruppe vorbei, die hocherfreut über den Elch waren, und ein riesiger Reisebus hielt mit quietschenden Reifen. Da wurde es ihm aber auch zu unruhig und er sprang (nicht ohne auf den Verkehr zu achten), auch auf die andere Straßenseite und in den Wald. Und ich konnte hoch beglückt meine Einkaufstour fortsetzen.
Die Wale fand ich natürlich nicht mehr in Kabelvåg, aber ich hatte ja nen guten Ausgleich...
In Svolvær schnell noch Katzenfutter geholt, 10min später und der einzige Petstore der Lofoten wäre zu gewesen. Dann noch mal ein bisschen Obst und Gemüse für mich und dann ging es schon zurück. Auf dem Rückweg habe ich noch die ganzen Seitentäler nach Elchen abgeklappert, aber keine gefunden, auch nicht im Olderdal, wo ich neulich einen gefunden habe. Dann war ich natürlich kurz vor dem alten Platz ganz besonders aufmerksam und jawoll, gerade sah ich noch ein Hinterteil hinter dem Hügel zum Meer hin verschwinden. Super, denn ich kannte einen Weg, der mich auf die andere Seite des Hügels führte, und da sah ich die beiden auch und machte noch ein paar Fotos. Dann schickte ich Eric den Standort, denn ich wußte, er ist auf Wildlife Tour mit Touristen, und dankbar für jeden Tipp. Und 10 min später war er auch schon da, und überglücklich, dann er hatte den ganzen Tag lang keine Elche gefunden. Und obwohl sowas natürlich nicht seine Schuld ist, ist es doch eine schlechte Reputation für die Firma, denn viele Touristen schreiben dann gleich eine schlechte Bewertung.
Ich bin dann weiter gefahren, glücklich, ihm auch mal zu helfen.
Auf Gimsøy begrüßte mich die Fast-Mitternachtssonne, noch um 22.30 steht sie jetzt im Norden über dem Strand. Ein Angler stand kniehoch im Wasser, das sah glatt nach Karibik Feeling aus, nicht nach mitten in der Nacht im Nordmeer.
Habe leider keine Elche mehr gefunden, aber trotzdem war es wieder ein praller Tag.
Nur das Essen ist schon wieder zu kurz gekommen, so dass es dann ein Mitternachtssnack wurde.Læs mere

RejsendeDort habe ich immer mal das Polarlicht mit Spiegelungen eingefangen. Ein Lieblingsplatz von mir 🤗

RejsendeWenn man viel Zeit hat, kennt man sich irgendwann richtig aus und weiß wo man hinmuss. Beneidenswert. Das muss man genießen.

RejsendeIch habe immer Zeitdruck und muss zurück. Aber irgendwann habe ich auch unendlich Zeit. Dann mache ich das genauso.

RejsendeJa, ist blöd. Aber ich konnte zum Glück mein ganzes Leben lange Reisen und Beruf gut kombinieren 🤗

RejsendeDas ist perfekt. Ich kann aber auch nicht meckern. Nur leider kann ich außer im Sommer immer höchstens 2 Wochen unterwegs sein.
Schnee und Schlafmangel
3. maj, Norge ⋅ ☁️ 4 °C
Zum 3. Mal hat jetzt Acky die Henne ums Haus verfolgt. Nein heißt nein auch bei den Hühnern, aber er checked es einfach nicht, das sie noch nicht paarungsbereit ist. Und ganz ehrlich, bei dem Wetter würde ich mir auch noch Zeit lassen, denn es schneit schon wieder ununterbrochen..
Nach meiner Elchjagd bin ich wieder erst nach Mitternacht ins Bett gekommen, und da es mittlerweile schon um 3 glockenhell ist, kämpfe ich ab spätestens 4 mit dem weiterschlafen und bin wieder viel zu früh aufgestanden. Meine innere Uhr geht einfach nach dem Licht.
Und ich will unbedingt Ermine sehen, bevor der Fellwechsel ganz abgeschlossen ist, und mir ihren Bauch anschauen, und so vertreibe ich mir die Zeit am Fenster, statt mich noch mal aufs Ohr zu legen..
Und als ich mich dann doch noch mal aufs Sofa lege, weil mir die Augen zufallen, gibt's gleich ein riesen Geschrei und der Hahn jagt wieder der Henne hinterher. Kein Wunder, wenn sich Ermine nicht blicken lässt.
So finde ich keine Ruhe und setze mich wieder ans Fenster und juhu, eine halbe Stunde später kommt tatsächlich Ermine vorbei. Und ich staune, denn das Sommerfell ist jetzt fast komplett. Die Lücke am Hals hat sich geschlossen, nur noch ein paar weisse Haare sind übrig. Lustigerweise ist der Schwanz noch weiß. In sie den vergessen hat?
Der Hahn vertreibt sie erst noch mal und als sie zurück kommt ist sie sehr scheu und hektisch. Ich traue mich nicht, das Fenster aufzumachen, und da Licht seitlich auf die Scheiben fällt, werden manche Bilder nix. Aber ein paar Beweisfotos habe ich ja bekommen, und das ist die Hauptsache.
Beim Kaffee kochen sehe ich, das der Hahn jetzt hinten im Garten schläft, so süß. Und die Lady sitzt auf der anderen Hausseite vor der Sauna und macht sich schön, bevor auch sie ihr Mittagsschläfchen hält. Eigentlich könnte ich mich ja jetzt in Ruhe hinlegen, aber jetzt bin ich natürlich wach.
Also mach ich schnell noch ein Hühnershooting, so schön freigestellt kriege ich Schneenichtmehrweisschen selten.
So kann man sich auch ablenken lassen von allen möglichen Pflichten, aber das genieße ich hier so, das ich mir diese Freiheit einfach nehmen kann, und niemand drängelt.Læs mere
Regen, Sturm und Elche
2. maj, Norge ⋅ 🌬 4 °C
Musste mal wieder einkaufen. Bei stürmischem Wetter ist das immer abwechslungsreich, und da fahre ich gerne mal den ein oder anderen Schlenker. Noch mal zum Kaffee bei den Fellners, und zur Rückrunde noch mal bei Kvalnes am Strand entlang, Sturmwellen gucken.
Abends bin ich noch mal nach Gimsøy, die Elche suchen, und ich hatte Glück, denn ich sah von weitem den letzten gerade noch die Straße kreuzen. An einer Straße, die zugewachsen war mit Gebüsch wieder eine große Herausforderung, aber schlussendlich fand ich eine Stelle, bei denen ich sie für einen kurzen Moment gegen den Sonnenuntergang beobachten konnte. Sicherlich kann ich mit Photoshop noch was rausholen aus den Bildern. Es war wieder ein magischer Abend und ich war total glücklich, sie noch mal zu sehen. Und auch das Lieblingsmoor stellte mir noch ein paar schöne Farben zur Verfügung 🤗.Læs mere

RejsendeMomentan ist das hier auch wie im November, heute haben wir nun 6 Grad, Nebel und Nieselregen. Da hatten wir gestern Glück mit dem Ausflug nach Wolfen. Sicherlich für dich auch interessant das Filmmuseum wo die AGFA/ORWO Filme hergestellt wurden: https://findpenguins.com/gmsfotos/footprint/69f…

RejsendeOh es wird schon frühlingshaft so langsam. 6° hier fühlen sich anders an, als 6° in Deutschland, wo es nur an der Küste Wetter gibt

RejsendeIch fahre hier Ende Mai los, dann geht's aber erstmal in den Norden und nach Finnland, und erst dann über Norwegen zurück.
Sturmpause mit Ermine
1. maj, Norge ⋅ ☁️ 5 °C
Gestern hat es den ganzen Tag und auch die Nacht gestürmt, das Meer ist dann manchmal richtig laut. Auch am Morgen hat noch alles gewackelt. Hab weiter gemacht mit meiner Räum Aktion und einen leckeren Blätterteig-Quark-Kuchen im Airfryer gebacken. Abends gab's dann eine riesen Schüssel Heringssalat mit den leckeren alten Kartoffelsorten von Lila.
Ich gebe mir hier viel mehr Mühe mit der Ernährung als zu Hause.
War wieder den ganzen Tag mit Futter nachlegen beschäftigt, denn Ermy war bis jetzt schon 4x da! Normalerweise füttere ich ja nicht so oft, aber ich wollte unbedingt eine Chance haben, Ermine zu sehen, und wenn da nichts liegt, ist sie schon weg, bevor ich sie überhaupt gesehen habe. Ich kann ja nicht den ganzen Tag nur aus dem Fenster starren.
Und hurra, um 16 Uhr kam sie tatsächlich vorbei! Die Hälfte der Suchstellen hatte sie schon durch, in den restlichen 2 Minuten Gewusel habe ich fast nur unscharfe Fotos hinbekommen, aber wenigstens 1 schönes war dabei. In erster Linie wollte ich ja ihren Fellwechsel sehen, und was sie da in nur 3 Tagen hinbekommen hat, hat mich echt sprachlos gemacht. Zu schade, das sie 2 Tage ausgelassen hat, die Zwischenschritte waren bestimmt interessant. Jetzt hat sie noch schneller gewechselt als Ermy!
Sie ist zwar noch nicht perfekt, aber ich sage mal der Rest ist einfach Formsache ...
Noch mal ein Offtopic zur Hermelin Schwangerschaft, denn die Frage ob sie jetzt schwanger ist oder noch nicht stand ja schon mehrfach im Raum.
Das spannende: Die Paarung erfolgt bereits im Spätsommer. Das Weibchen lagert dann die befruchteten Eier über den Winter ein und beginnt erst im Frühjahr mit der Schwangerschaft. D.h. sie kann selbst wählen, wann der richtige Zeitpunkt ist. Eine faszinierende Eigenschaft, finde ich. Daher ist es nicht wirklich möglich eine Trächtigkeit abzuschätzen, außer man sieht ihren dicken Bauch. Und ob der jetzt wächst, oder alles nur Einbildung war, wird sich hoffentlich in den nächsten Wochen herausstellen.Læs mere

RejsendeAlso ich finde auch das sie ein Bäuchlein bekommen hat ….bin mal gespannt ob du noch ihre Babys vor die Linse bekommst …das wäre natürlich „das Ereignis“ ❤️
Haustag mit Haustieren
29. april, Norge ⋅ ☁️ 7 °C
Die Hermeline ärgern mich wieder. Sie haben einfach kein System 🤷. Manchmal kommen beide 3x am Tag, manchmal gar nicht. Wie will man sie da erwischen... Ich sitze hier manchmal stundenlang am Fenster und kaum gehe ich mir was zu essen machen kommt einer.
Ermy hat seinen Fellwechsel abgeschlossen, ist jetzt ein schmucker Kurzschwanz Wieselmann geworden, von dem ich auch schon tolle Fotos habe. Ich interessiere mich aber aktuell mehr für Ermine, denn die steckt mitten im Fellwechsel und da kann man jeden Tag neue Veränderungen sehen. Aber die macht sich gerade wieder rar, war nur einmal in der Nacht hier...
Da es mal wieder geregnet hat konnte ich genug Wasser sammeln, um Wäsche zu waschen, und im Sturm ist sie dann schnell getrocknet.
Habe dann den Flur sauber gemacht, Teppiche ausgeklopft und mal ein bisschen aufgeräumt und sortiert. Ich muss mich langsam aufs Ausziehen vorbereiten, damit der Übergang nicht so hart wird...
Meine Beobachtungen zu den Hermelinen - nur für wen das interessiert:
Ermy hat sein Revier wohl wieder hier in die Nähe verlegt, kommt manchmal nach 1h nochmal: d.h. er fängt hier mit seiner Runde an und kommt danach noch mal , bevor er sich wieder für 4 Stunden schlafen legt. Vielleicht dann, wenn er keinen Jagderfolg hatte.
Habe jetzt auch wiederholt beobachtet, das er sich auf den gleichen Stein im Garten stellt, um von da runterzukacken. Ist das Revierverhalten oder einfach nur das lokale Ermyklo?
Beim Fressen ist mir aufgefallen, das sie alles gut durchkauen, nicht runterschlingen, wie die Hunde.
Dabei futtert Ermine die kleineren Brocken Vorort oder auf der geschützten Veranda, die größeren Stücke nimmt sie mit hinter den Blumenkübel. Ich sehe dann nur noch ihre Schwanzspitze rauslugen.
Ermy macht es ähnlich, nur springt er mit einem großen Brocken von der Veranda und versteckt sich im Gebüsch. Er hat auch ein System, das er erst alle potentiellen Futterplätze durchstöbert, und sich die dicksten Brocken für den Schluss aufhebt. Dann schnappt er diese und gibt Gas.
Es macht mir großen Spaß, aus Beobachtungen mehr über das Verhalten der Tiere zu lernen, das ist so ganz anders, als wenn man ein Buch darüber liest.Læs mere
Wetterwechsel
28. april, Norge ⋅ ☁️ 4 °C
Nachdem der Nordwind die letzten Tage immer wieder schönen Schnee gebracht hat, war es heute recht windstill. Und als ich Abends noch mal nach Gimsøy fuhr konnte ich den letzten freien Streifen am Horizont verabschieden, den von Süden rückt jetzt eine warme Front mit viel Regen an. Da komme ich vielleicht mal zum Arbeiten...
Nachmittags mal den Hermelin Fun Park ein bisschen umgebaut mit einem neuen Ast, den ich bei Lila gefunden habe, und Ermy kam auch gleich zum Probesitzen.
Davor war Ermine da. Sie sieht gerade maximal scheußlich aus mit den zerstückelten Fellfarben. Mein kleines weißes Mädchen, ich werds nie wieder sehen 🤷.
Heute habe ich mich aber wirklich gefragt, ob sie jetzt vielleicht schwanger ist, den ich finde das Bäuchlein schon recht dick. Was meint ihr?Læs mere
Geister im Schnee
27. april, Norge ⋅ ☁️ 3 °C
Regenwetter ist im Anmarsch, da musste ich Abends noch mal los, den letzten Schneezauber einfangen ... Und ich hatte noch ein anderes Ziel, wagte aber kaum zu hoffen, das ich das erreichen kann... Elche, denn ich wußte jetzt, das es gerade welche auf Gimsøy gibt, Eric hat sie beim Straßenüberqueren gesehen und nach Sonnenuntergang sind die Chancen nicht schlecht...
Blöd nur, das die Sonne mittlerweile erst kurz vor 22 Uhr untergeht, der einzige Vorteil, zu dem Zeitpunkt ist niemand mehr unterwegs, v.a. keine Touristen.
Nachmittags bei Lila zum Kaffee trinken und danach noch die Lämmchen fotografiert. Sind schon stabiler und frecher jetzt. Bin schon sehr gespannt, in den nächsten Tagen werden noch ca 20 erwartet 🤗...
Auch ein Kranichpaar sollte es aktuell auf Gimsøy geben, eine Rarität auf den Lofoten... Also erstmal die bekannten Wege abgefahren, nach den Kranichen gesucht und noch auf ein bisschen Sonnenuntergang gehofft. Leider fing es wieder heftig an zu schneien, so das ich die Hoffnung schnell begrub. Doch dann bin ich auf dem Rückweg noch mal in eine kleine Nebenstraße gefahren, die auch durch Wald ging, so wie ihn die Elche lieben. Und da, im vorbei fahren sehe ich im Unterholz gerade noch ein paar Beine und einen riesigen dunklen Körper. Habe sofort angehalten, war an diesem Elch natürlich schon vorbei, doch stand ich dann direkt vor dem nächsten. Ein riesiger Bulle, der mich mit seinen ernsten Augen durch das Unterholz fixierte. Er kam dann sogar raus und ein Stück weit auf mich zu, ohne mich dabei aus den Augen zu lassen... Ohne Auto hätte ich mir vor Angst in die Hose gemacht, er war so riesig und absolut furchtlos. Er stand ein bisschen oberhalb von mir eingehüllt in den treibenden Schnee, wie ein Geist von einer anderen Welt. Gerade habe ich es noch geschafft, ein paar Fotos von ihm zu machen, mit dem Schnee und 6400 ISO war das recht anspruchsvoll. Dann wand er sich ab und ging zurück in den Wald. Dann fuhr ich zu einem Wendepunkt und dann die Straße im Schritttempo zurück. Beide Elche waren so vom Wald verschluckt, als hätte es sie nie gegeben... Und ich war total glücklich, fühlte mich so reich beschenkt. Dann riß auch noch der Himmel auf und bescherte mir eine Sonnenuntergangsstimmung vom Feinsten - und das mitten im Schneegestöber.
Als ich langsam wieder auf die Hauptstraße fuhr schaute ich natürlich weiter, und sah dann ganz hinten am Hang eine winzige Figur, die kein Fels war. Angehalten, rangezoomt: jawohl, noch ein Elch! Ich freute mich riesig, machte ein paar Bilder und fuhr dann langsam weiter in seine Richtung. Und dann sah ich sie, 2, 4 nein insgesamt 6 Elche ästen da am Hang, ich hatte die Herde gefunden! Passenderweise gab es sogar eine Haltebucht, in der ich in angemessener Entfernung parken konnte. Ich machte eine Serie von Aufnahmen, und dann lehnte ich mich einfach zurück und genoß den Anblick. Ich war weit genug weg, das sie sich nicht gestört fühlten und konnte trotzdem gut beobachten, wie sie die Asttriebe fraßen, denn das Grasland war ja wieder von Schnee bedeckt. Was ein tolles Erlebnis! Als sich die Elche wieder langsam den Hang hoch bewegten, fuhr ich nach Hause. Noch völlig im Glücksrausch dauerte es wieder lange, bis ich endlich ins Bett gehen konnte.Læs mere
April Wetter
25. april, Norge ⋅ 🌬 2 °C
Heute morgen war wieder alles weiss und der Schnee glitzerte in der Sonne. Die begann alsbald ihn abzuschmelzen. Und zack kamen die nächsten Schneewolken und alles war wieder weiß. So ging es im Prinzip den ganzen Tag, denn der Nordwind trieb die kalten Wolken heran, während der Untergrund eigentlich eher so 2-4° hat. Drum bin ich auch in den kurzen Wolkenlücken morgens und nachmittags eine Runde gefahren, um noch mal ein bisschen Schnee Stimmung einzufangen ...
Am Morgen war Ermy kurz da und ich konnte ein paar Fotos machen. Er hat in kürzester Zeit jetzt diesen schönen braunen Pelz bekommen, nur noch wenige weiße Haare sind im Rückenfell vorhanden.Læs mere

RejsendeUnser Frühling zieht sich auch noch hin. Teilweise noch Nachtfröste und momentan ein eiskalter Nordostwind. Frühstück in der Sonne ging bis jetzt noch nicht. Andere Jahre war das schon längst möglich...😀
Wenn der Hahn kräht auf dem Saunadach...
20. april, Norge ⋅ ☀️ 8 °C
... dann ändert sich das Wetter, oder es bleibt wie es ist. Oder es kommt ein Hermelin vorbei, oder ich habe es gewagt ein Fenster aufzumachen, oder eine Möve fliegt vorbei...
Heute mal ein Offtopic: Die schnelle Metamorphose der Schneehühner, faszinierend zu beobachten.
Ich habe ein Hühner Pärchen (Acky und Schneeweißchen), welches mein Grundstück als sein Revier erkoren hat, und noch ein weiteres (Hinnek und Gesine), welches hier überwintert hat, aber jetzt zunehmend vertrieben wird, denn bald beginnt die Brut. So schade, das ich die Küken wohl nicht mehr erleben werde....
Die Hühner ernähren sich überwiegend von Knospen, jungen Blättern und Samen. Auch im Winter, wo sie unter der tiefen Schneedecke wühlen müssen. Daher sind sie dann auch quasi unsichtbar, da sie fast immer "unterirdisch" unterwegs sind. Nur das Gemecker habe ich bereits da gehört. Vor allem, wenn ich Nachts von meiner Polarlicht Runde heimkam, fühlten sie sich gestört und meckerten..
Auf Malnes gibt es relativ viele Schneehühner, drum sehe ich auch ständig welche, wenn ich hier rein und raus fahre ... Rings um Lilas Haus gibt es eine Truppe von 10 Stück. Alle sind jetzt im Federwechsel, und so sieht es hier ein bisschen aus, als hätte jemand ein Federkissen über der Landschaft ausgeschüttet.
Wenn Sturm ist, dann flüchten sie sich oft in den Straßengraben, von wo sie dann natürlich flüchten (mit Geschrei), wenn ich mit dem Auto vorbei fahre. Bei schönem Wetter dagegen warten sie gerne so lange am Straßenrand, bis ich in der Nähe bin, um dann direkt vor mir über die Straße zu rennen. Verstehe einer die Hühner, dabei können sie recht gut fliegen, auch wenn sie dabei immer ein bisschen aussehen wie eine Möwe mit Adipositas.
Da mein Stammpärchen gerne seine Runden um mein Haus dreht, verschafft das mir dann die Möglichkeit, sie aus nächster Nähe aus dem Küchen-, Klo- und Wohnzimmerfenster zu fotografieren, und sie manchmal sogar auf der Terrasse zu erwischen.
So ist hier immer was los, auch wenn ich mir einen faulen Tag mache. 🤗Læs mere
Noch ein Allerletztes Mal 🤓
18. april, Norge ⋅ 🌙 8 °C
Hab ich schon gesagt, das ich süchtig nach Aurora bin? 😅 Es war noch ein Sonnensturm voraus gesagt, und da musste ich einfach mein Glück probieren... Es ist mittlerweile echt schwer, da man bis Mitternacht warten muss, um überhaupt eine Chance zu haben, und eigentlich bin ich eher ein Frühaufsteher 🤷.
Aber es hat noch mal geklappt. Richtig gut konnte man nur die kurzen heftigen Explosionen sehen, und da war ich nie am richtigen Ort, aber macht nichts. Genossen habe ich es trotzdem 🤗Læs mere

RejsendeDiese sind ja eher unspektakulär. Musst du noch ein bisschen nach unten scrollen, für die guten.😅 Aber bei soo vielen Ländern und dann noch kein Polarlicht, das ist ja echt ne Bildungslücke 😂 Das müsst ihr ändern!

RejsendeIch weiß, die Grünen sind toll. In die skandinavischen Länder hat es mich noch nicht verschlagen. Kommt auch noch irgendwann. Dann schließe ich die Bildungslücke. 😁
Nachwuchs die Zweiten
18. april, Norge ⋅ 🌙 9 °C
Hedda hat jetzt auch ihre Lämmer bekommen. Musste ich noch schnell rüber flitzen und die fotografieren 🤗
Ich glaube mich Tritt ein Elch
17. april, Norge ⋅ ☀️ 13 °C
Ich habe auf einer kleinen Mole gegenüber von Sortland geschlafen. Man hörte zwar die Hauptstraße im Hintergrund, aber von 3 Seiten Meer und Fernsicht, was will man mehr...
Aber um 2.40 aufstehen, das war richtig hart... Zumal ich ja eher noch im Polarlicht Modus bin 🤷. Aber ich habe mich zu einer Elchsafari angemeldet, und die startete um 3.45 Uhr!
Und ich habe es so geschickt gemacht, das ich alleine war auf der Tour, sozusagen eine Exklusiv Tour zum Gruppentarif. Und das bei schönstem Wetter!
Jens kennt sich wirklich gut aus, er ist fast täglich hier unterwegs und weiß, wo er die Elche finden kann . Und vor allem auch wann! Um diese frühe Urzeit ist nämlich noch niemand unterwegs und man kann leicht einfach mal am Straßenrand stehen bleiben. 12 Elche haben wir bekommen, 3 davon sogar 2x! Das sind genau 11 mehr, als ich im letzten halben Jahr. Und mir ist auch klar geworden, warum ich so wenige gesehen habe. Zum einen die Uhrzeit. Am besten sieht man sie in der Dämmerung, v.a. morgens. Als Polarlichteule war ich allerdings immer nur nachts und bestenfalls noch Mittags, also zu den ungünstigsten Zeiten unterwegs...
Und dann die Mimikry! Das ist wirklich unglaublich. Das Fell ist braungrau und stumpf, es schluckt sämtliche Lichtreflexe. Und verschmilzt völlig mit der Farbe der Bäume und des Landes. Schon wenige dünne Stämmchen reichen, um ihn fast unsichtbar zu machen. Dazu kommt, das das chanchierende Weissgrau der Beine den Birkenstämmen und Erlen nachempfunden ist, und sie zusätzlich tarnen.
Wenn sie nicht gefunden werden wollen, dann findet man sie nicht, und wenn man noch so lange ins Gebüsch starrt. - Außer Jens Birkeland, der hat die Elche im Blut und auch die unsichtbarsten Kandidaten noch erspäht!
Die Tour hat wirklich Spaß gemacht und wir haben nebenbei noch Schneehasen, einen Birkhahn und sogar einen Otter gesehen.
Und das beste war, es war noch keine 9 als wir zurück waren, und ich hatte dann noch den ganzen Tag vor mir.🤗Læs mere
Es wird Frühling
15. april, Norge ⋅ ☁️ 8 °C
Obwohl es eigentlich noch zu früh ist für die Lofoten, setzt sich jetzt der Frühling durch. Die Frühblüher sind draußen, die Knospen an den Bäumen schwellen an, meine Ermys sind im Farbwechsel (Ermine hat erst angefangen) und bei Lila kamen gestern die ersten Lämmchen.
Auch die Schneehühner werden immer dunkler und die ganze Landschaft sieht aus, als hätte hier jemand die Daunenfüllung von einem Federbett verteilt.Læs mere

RejsendeAuf den Lofoten gibt es keine Osterlämmer. Da ist ja normal noch tiefer Schnee 😂
Schafshooting 2
14. april, Norge ⋅ ☁️ 9 °C
Heute war ich noch mal bei Lila Kaffee trinken und wir haben dann auch noch ein kleines Schafshooting gemacht. Gerade rechtzeitig, bevor das große Lammen losgeht
Südwärts
12. april, Norge ⋅ ⛅ 10 °C
Die 2. kurze Nacht... Morgens bin ich natürlich auch immer früher wach, denn spätestens ab 5, wenn es draußen hell ist, schmeißt mein Körper die Melatonin Produktion an, egal wann ich schlafen gegangen bin.
Das heißt aber nicht, das ich um 8 Uhr schon wach bin, selbst wenn ich da schon Kaffee trinke.
Ich beschließe, einfach nach Hause zu fahren, und zu schauen, wie weit ich heute komme. Bin ja stressbefreit...
Mein erster Stopp ist die Vogelbeobachtungshütte bei Marmelkroken, Bø. Irgendwas muss ich da aber missverstanden haben, denn ich dachte ja, ich könnte dort Vögel beobachten...
Aber eigentlich war es genau umgekehrt. Die Vögel (das ganze Ufergebiet war voll) beobachteten die Hütte, und als ich näher kam, erhoben sie ein großes Geschrei, warnten sich gegenseitig und machten sich dann davon. Einzig ein paar Möven blieben auf ihren Steinen im Wasser sitzen.
Und die Hütte hatte eine eigenartige Form: Eine verglaste Scheibe Richtung Meer und eine verglaste Scheibe in der Mitte der Hütte, sitzen konnte man dann auf der rechten oder linken Seite. Toll als verglaster Windschutz, aber die Vögel kamen nicht zurück, solange ich da saß...
Nachdem die Vögel die Hütte lang genug beobachtet hatten, ging ich zurück und fuhr weiter.
Ich traf Frank noch mal auf einem Parkplatz und hielt noch mal an für einen Plausch. Er war auch schon wieder auf dem Rückweg, denn er wußte nicht, das die Fähre von Andoya nach Senja nur im Sommer fährt und war entsprechend enttäuscht.
Ich gondelte mit kleinen Zwischenstopps die Küste hinunter. Klar hätte ich es noch bis nach Hause schaffen können, aber ich wollte einfach gemütlich machen und noch mal draußen schlafen, hab schon fast vergessen, wie schön das sein kann.
Ich suchte mir einen schönen Schlafplatz auf Hadseløya, der 3. Insel des Tages, und nur noch 3 Inseln von meiner Hütte entfernt.
Auch den kenne ich noch vom August, an einer Nebenstraße gelegen und mit herrlichem Meeresblick, südlich auch auf die schneebedeckten Berge der Lofoten.
Und natürlich spekulierte ich - zumindest ein winziges bisschen auf Polarlicht. Nach über 7 Monaten Aurorahunting ist das in Fleisch und Blut übergegangen, sobald es klar ist in den Himmel zu schauen.
Entsprechend saß ich auch noch nach Mitternacht auf meinem Sessel, aber es wurde und wurde einfach nicht dunkel, und das Magnetfeld zeigte keine Störungen an... Also ging ich ins Bett. Es wird wohl noch eine ganze Zeit lang dauern, bis ich das Aurora suchen lassen kann...Læs mere
Noch mal zum Abgewöhnen ...
11. april, Norge ⋅ ☀️ 8 °C
Hab mir einen anderen Stellplatz gesucht. An dem Strand, der im Sommer soo beliebt ist, war rein gar nichts los. Da konnte ich mich vor tollen Plätzen kaum entscheiden.
Den Vormittag habe ich am Strand verbracht. Gummistiefel an und GoPro eingepackt, wollte ein bisschen mit den Wellen spielen. Es war richtig toll, am Strand herumzulaufen, einzig meine GoPro Ideen haben nicht funktioniert. Wenn die Sonne direkt auf die Strandline fällt, ist es mit einem Superweitwinkel einfach nicht möglich, einen Film zu machen, oder das der Schatten von mir oder zumindest der Kamera mit ins Bild kommt. Bei meinen seitlich im Wellensaum stehenden Versuchen hat eine tückische, unauffällige Welle dann meinen Stand unterspült, so daß ich plötzlich 10cm im Sand eingegraben war, und mir ist dann ganz sacht eine Schippe Wasser in die Stiefel gekippt.
Ich bin dann trotzdem noch weiter, denn im vollen Sonnenschein war es einfach soo herrlich, doch die GoPro hatte ihren schlechten Tag. Sie widersetzte sich der Sprachsteuerung, so das ich jetzt lauter kleine Filme habe, an deren Ende ich GoPro Stop und GroPro aufhören brülle. Diese kann ich mir nicht mal mit Ton auf der Kamera anhören, denn die GoPro schaltet sofort ab, wenn sie das hört 😂.
Das Salzwasser hat wohl auch dem Stick geschadet. Ich kann die Kamera nicht mehr in alle Richtungen drehen, das nervt auch, so kann ich nicht mal mehr gescheite Unterwasser Aufnahmen machen. Wahrscheinlich ist die Mechanik angerostet.
Beim Versuch die schönen Sandstrukturen in den Prielen zu fotografieren, ist mir dann auch noch das Handy aus der Brusttasche (wo ich es sonst nie hinstecke) ins 10cm tiefe Wasser gefallen.
Schnell aus der Hülle schälen und alles abtrocknen. Zum Glück, es funktioniert noch. Einzig bei der Ladebuchse hatte ich Bedenken, denn die saß voll mit Sand. Zum Glück konnte ich den mit Nadel und Klopapier wieder soweit entfernen, das es funktioniert. 🙈
Na ja, nach nur 3h Schlaf bin ich irgendwie kein ganzer Mensch.
Drum hab ich auch keine großen Sprünge gemacht, Nachmittags noch ein bisschen durch Andenes gebummelt, an der Küste ein paar Seevögel fotografiert, beim Extra an der Salatbar zugeschlagen - das gönne ich mir manchmal, aus so viel Zutaten könnte ich mir selbst keinen Salat mixen - und dann abends zurück an den Strand.
Der Sonnenuntergang war herrlich, der Himmel glasklar, ob ich noch ein bisschen Aurora erhaschen kann?Læs mere
Ausflug auf die Vesteralen
10. april, Norge ⋅ ☀️ 9 °C
Zum Glück war schon alles vorbereitet, trotzdem dauert es seine Zeit, alles ins Auto zu verstauen, und dann noch den ganzen Müll zusammen zu packen, den will ich dann gleich mit entsorgen...
Eigentlich hätte ich ja noch eine n Arzttermin gehabt, um Tabletten nachzubestellen. Dann hatte ich ich aber ausgerechnet, das sie bis nach Hause reichen, konnte den Termin aber nicht mehr stornieren...
Und dann ruft doch tatsächlich der Arzt an, ob es mir gut geht, er hätte sich Sorgen gemacht, das ich nicht gekommen bin! Sowas sollte es in D mal geben!
Um 11 bin ich endlich losgekommen, strahlend blauer Himmel, so ein richtiges Urlaubswetter 🌞. Mit super Laune bin ich unterwegs, fahre gemütlich, denn ich habe Zeit und muss außerdem meine Radlager schonen. Habe schon gemerkt, das ich bei Spurrillen schnell die Kontrolle über das Fahrzeug verliere, wenn ich einschlagen muss.
Und dann winkt mich doch 15km hinter Svolvær ein Polizist auf den Parkplatz. Ich wäre in einer 50ger Zone 6km/h zu schnell gefahren ...
Also mit den Geschwindigkeiten hier ist echt ein Kreuz, es stehen ständig kleine Häuschen am Straßenrand, mal mehr, mal weniger. Die Geschwindigkeit ist dann mal bei 60, mal bei 70 oder 80 und ganz manchmal für ein kurzes Stück auch auf 50. So eins muss ich erwischt haben, ich habe das Schild definitiv nicht gesehen, und ich gebe mir richtig Mühe, nicht zu schnell zu fahren... Wisst ihr was der Spaß mich jetzt kostet? 3000Kronen, fast 280!
Da habe ich lange gebraucht, das zu verdauen, um meine Laune wieder halbwegs hoch zu bekommen. Denn es nützt ja nichts, so ein Geldverlust und dann noch schlechte Laune, da kann ich gleich ganz einpacken...
Als ich in Fiskebøl auf die Fähre fuhr, ging es mir gleich ein bisschen besser, da kommt dann doch Urlaubsfeeling auf, wenn man auf Deck steht und sich den Wind um die Nase wehen lässt.
Die Fahrt über die vielen Inseln, verbunden über große Brücken war herrlich, anfangs immer noch die schneebedeckten Berge der Lofoten zur Rechten, vorne am Fjord viele alte, malerische Bootsschuppen. Und jede Menge Seevögel, die in den Marschen unterwegs waren. Aaaaber: mal wieder nirgendwo Haltebuchten, damit man mal ein Foto machen kann... Und die Hauptstraße recht befahren.
Später ging es dann durchs Inland. Auch ein phantastischer Weg, durch tolle Moorlandschaften, Krüppelbirken, immer wieder eingeschnittene Fjorde... Und nur gelegentlich mal eine Haltebucht.
An einer, an der ich angehalten habe, lernte ich Frank kennen.
Er sah schon recht verwegen aus, mit seinen eingewohnten Klamotten und dem 28 Tage Bart. Aber das war kein Wunder. Er war mit seinem Liegefahrrad unterwegs, jetzt seit 1,5 Jahren und hat den Winter in Nordnorwegen verbracht. Dabei hat er jede Nacht in der Natur geschlafen, auch bei Temperaturen unter -30°Grad. Respekt, kann ich da nur sagen.
Frank kommt aus der Schweiz, ist 30 Jahre alt und hat genug Geld verdient, um 3 Jahre frei zu machen. In der Zeit macht er eine Europatour.
Das liebe ich so am Reisen, man lernt immer mal abgefahrene Leute kennen.
Die Strecke bis in den Norden Andoyas zog sich ganz gut, eigentlich "nur" 280 km ungefähr, aber verteilt über 7 Inseln, auf kleinen Wegen, auch wenn sich manche von denen Hauptstraße nennen.
Warum ich so gehetzt bin? Ich wollte unbedingt die potentiell letzte Aurora Nacht in Blaik am Strand verbringen. Hier habe ich am 31. August mein 1. der Saison fotografiert, so wollte ich den Kreis dann schließen.
...
Fortsetzung im nächsten FootprintLæs mere

RejsendeWow dat war aber teuer - für 6km/h 280 Glocken. Da würde ich mich gar nicht mehr beruhigen können. Dann weiß ich ja bescheid, lieber noch langsamer mit dem Gespann durch Norwegen zu fahren. Wir werden vorraussichtlich Anfang Mai rüber kommen. Da aktuell die Fahrkosten für uns zu teuer sind fahren wir weniger Strecke und Norwegen sind die Spritpreise noch höher als hier. Kurze Frage: Was ist das für eine Rakete auf dem Foto?
Ein grandioses Finale
10. april, Norge ⋅ 🌙 6 °C
Am 29. August habe ich hier mein 1. Polarlicht fotografieren können, zum Beobachten war es noch zu Lichtschwach. Damals habe ich mir vorgenommen, wieder zu kommen, wenn es dunkel genug ist, und es noch mal zu probieren.
Und so schließt sich hier der Kreis: Eine stabile Wetterlage und ein angekündigter G1 Sonnensturm schafften gute Vorraussetzungen, die lange Fahrt zu wagen...
Gegen 18 Uhr beschleunigte der Sonnenwind deutlich, der Sturm war da, juhu. Doch wird er durchhalten, bis es dunkel ist?
Dunkel wurde hier von Tag zu Tag relativer, denn die Sonne geht immer nördlicher unter und kriecht dann nur noch unter dem Horizont entlang . In der App konnte ich sehen, das die Aurora Aktivität hoch sein musste, aber der Himmel zeigte nur dunkel blau... Erst nach 23.20 ließen sich erste Strukturen erkennen.
Also rein in die Klamotten und raus in die Kälte.
Was soll ich sagen: es war eine grandiose Auroranacht. Noch ein Quäntchen Mond, um die Landschaft zu beleuchten und es wäre perfekt gewesen.
Aber da der Platz gut gewählt war, mit dem markanten Vogelfelsen und dem schäumenden Meer ließen sich auch so schöne Stimmungen einfangen.
Während ich immer wieder ein bisschen den Standort wechselte, und auch mal versuchte die Bergseite mit einzufangen kroch die Sonne stetig unter dem Horizont entlang in Richtung Osten, und schon um 2 verblassten die bunten Lichter, und das Morgengrauen kündigte sich an.Læs mere
Vorbereitung zum Abheben
9. april, Norge ⋅ ☁️ 8 °C
Ob 2 Tage, oder für einen Monat, die Vorbereitung ist immer gleich groß, für so ne kleine Caddy Tour mit voller Kameraauarüstung und Winterschlaf-Zubehör... Sonst wäre ich sicher öfters mal weggefahren...
Da bleibt nicht viel vom Tag ...Læs mere
Fulminantes Finale
3. april, Norge ⋅ ⛅ 3 °C
Ich bin immer noch völlig neben der Spur.. Habe von 22.30 bis 2 Uhr Polarlicht fotografiert, es wollte gar nicht mehr aufhören...
Ein neuer CMS ist gelandet, schon um 18 Uhr beschleunigte der Sonnenwind, und alle Werte waren am durchdrehen... Leider scheint da noch munter die Sonne. Ich hoffte, das er noch ein bisschen Energie behält, und bin zu meiner Spezialmole nach Kvalnes gefahren.
Es war noch nicht dunkel, aber ich konnte schon bevor ich da war die grünen Streifen am Himmel leuchten sehen. Musste ich erstmal neben dem Bagger anhalten und eine Runde in alle Richtungen schießen. Es war wieder so dynamisch, da kann man sich gar nicht entscheiden...
Dann bin ich aber doch weiter zu meinem Plätzchen gefahren, hier habe ich mehr Bewegungsfreiheit in alle Richtungen, denn man weiß ja nie, was als nächstes kommt. Es war allerdings ein recht anspruchsvolles fotografieren, mit vielen Widrigkeiten.
Für den Ostblick ging ich bis an die Wassergrenze runter. Die weichen Graspolster, auf denen ich stand, boten leider dem Stativ keinen Widerstand, so das ich beim Fotografieren die Kamera in Richtung Boden drücken musste, damit es nicht wackelt. Da der Boden nachgab, habe ich aber dennoch eine Reihe an verwackelten Fotos.
Nach einer Zeit stellte ich fest, das auch meine Füße schon eingesunken waren. Meine Schuhe waren bereits 1/2 unter Wasser, und die Socken naß.
Letzteres habe ich aber erst zu Hause festgestellt, denn das Adrenalin hilt mich warm...
Mittlerweile entwickelte sich aber eine Struktur im Osten. Dafür musste/durfte ich raus aus dem Sumpf und hoch auf die Mole. Auch hier war es schwer, das Stativ zu verankern, denn ich musste es mitten zwischen die Steinquader quetschen, da die mir sonst den Blick aufs Wasser genommen hätten.
Da hatte der Wind leichtes Spiel, und wieder gab es einen Haufen Ausschuss. Na ja, man kann nicht alles haben... Andere nutzen ein super schweres Stativ und nehmen sich Stunden Zeit, das optimal einzurichten. In der Zeit habe ich dann schon 100 (unverwackelte) Aufnahmen gemacht.
Und auch über mir explodierte die Corona. Mit rot, lila, blau zwischen dem grün war das gesamte Farbspektrum vorhanden. Einmal mehr habe ich mich geärgert, keinen anderen Stativkopf zu haben. Ein Kugelkopf ist zwar recht flexibel für den Normalgebrauch, aber um das schnelle und unberechenbare Nordlicht zu positionieren, und flexibel zwischen Querformat und Hochkant zu wechseln hätte ich anderes Gerät gebraucht...
Ich war richtig froh, als gegen Mitternacht die Aktivität nachließ, und fuhr dann Richtung Heimat, nicht ohne zwischendrin immer mal für Probefotos anzuhalten.
An einem meiner Lieblingsspots mit tollen Reflektionen hatte ich Glück und ich erwischte den nächsten Schub. Hier hatte ich nur einen 150° Winkel, die andere Seite war mit Strommasten und Bäumen verstellt, aber es hat auch so gereicht. Das war dann der 1 Uhr Ausbruch. Und auch den um 2 konnte ich noch mal an einer schönen Stelle festhalten.
Jetzt wurde es allerdings schon anspruchsvoll, und ich hoffte auf Wolken, oder zumindest das Ende der Aktivitäten, denn ich lief langsam schon auf dem Zahnfleisch... Vor 20 Jahren hätte ich das noch besser wegstecken gekonnt.
Zum Glück blieb der Himmel ruhig, nur ein bisschen flackerte noch, als ich das Auto abstellte, aber ich beschloss wegzusehen, und zum Haus zu stapfen. Brauchte sowieso noch eine gute Stunde, um runterzukommen und mich aufzuwärmen...
Dabei hatte der Tag ganz harmlos angefangen...
Da ich ja Milch brauchte, bin ich noch mal schnell nach Gimsøy gefahren. Dort gibt es einen 24h Laden, inden man sich mit Kreditkarte einlässt, und dann selbst seine Waren einscannen kann. Davor noch mal eine kleine Runde gefahren, abseits meiner Standarttour und einen Hafenspaziergang gemacht. Hier soll es Otter geben, habe aber keine gefunden. Dafür waren die Wolken und die Wellen herrlich.
Nachmittags habe ich mich ein bisschen geschont, denn ich wollte ja in der Nacht mein Glück mit den Polarlichtern versuchen, denn es war sternklar und ein kleiner Sonnensturm angesagt. Mittlerweile ist es selbst um 22 Uhr noch zu hell, um Polarlicht zu kriegen. Das Zeitfenster zieht sich zu. Insofern war ich rundum glücklich mit meiner 54. Polarlicht Nacht. Vielleicht war es die letzte.Læs mere

RejsendePuh das hört sich total anstrengend an ….danke das du uns immer wieder an diesen einmaligen fantastischen Bildern teilnehmen lässt ! Traumhaft ❤️

RejsendeJa, das war es auch 😅 Aber diese Anstrengung liebe ich einfach. So ein herrliches Polarlicht 🤗💚. ... Gerne doch, ich komme nur oft einfach nicht hinterher mit den Tagen...
Ganz plötzlich Ostern
2. april, Norge ⋅ 🌧 3 °C
Heute morgen war wieder alles überzuckert und der Himmel wolkenverhangen. Da bin ich immer froh, mal wieder ohne schlechtes Gewissen durchhängen zu können. Nach so stressigen Sturm-Fototagen tut das gut.
Aber ich bin gerade so was von aus der Zeit gefallen, das ich Ostern total vergessen habe.
Hier gibt's auch keinen Osterkonsumterror in den Läden, der einem daran erinnert ...
Ist ja auch alles bestens, nur: ich wollte ja am Freitag meinen Einkauf machen und Trinkwasser holen. Das fällt jetzt flach 🤷. Verhungern werde ich nicht, mein Gefrierschrank ist gut gefüllt, es fehlt nur Milch, alles andere wäre nur nice to have ...Læs mere
Stürmische Küste
1. april, Norge ⋅ 🌬 4 °C
Sturm, Aprilwetter und gelegentlich Sonnenschein, ist die perfekte Kombination für einen Tag am Meer.
Bin erst nach Gimsøy gefahren. Habe ja halb gehofft ich könnte meinen Merino Schal hier wieder finden, den mir der letzte Sturm hier vom Kopf geweht hat. Aber bei diesem starken Sturm musste ich schnell passen, er könnte mittlerweile genauso gut schon in Vestvargøya gelandet sein 🤷. Bei Sturmflut am Strand war trotzdem spannend, und ich habe Eric getroffen, der hier eine Tour führte.
Dann ab Richtung Henningsvær, da gibt's ein paar Stellen, wo man wunderbar die Gewalt der Wellen beobachten und fotografieren kann.
Stundenlang könnte ich mich da hinstellen und zusehen.Læs mere


















































































































































































































































































































































































































RejsendeSo schön 🤩
RejsendeJa mal was ganz anderes 🤗