Colombia
Leticia

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Top 10 Travel Destinations Leticia
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Travelers at this place
  • Day32

    SANTA ROSA DE YAVARI

    June 7 in Peru ⋅ ⛅ 24 °C

    PERU für wenige Stunden, aber es ist nur ein Steinwurf, oder besser nur ein Paddelschlag, entfernt. Es sind keine Grenzformalitäten zu erledigen, aber der Planet brennt schon wieder auf den Pelz. Die Bootsanlegestellen sind fast vor der Tür.
    Santa Rosa liegt auf einer Insel und außer der verkehrsgünstigen Lage ist der Bretterbudenort auch schön übersichtlich. Einmal den Modderweg hoch und runter, dann aber schnell zurück zum "Flußhafen".
    PERU werden wir später wohl besser vom Landesinneren in Augenschein nehmen.
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    D.O.T

    Sieht nach Abenteuer aus - gut so ☺️☺️☺️!

    6/10/22Reply
    Reisefan

    Peru lohnt sich!

    6/11/22Reply
     
  • Day49

    Amazonas

    February 15, 2020 in Colombia ⋅ ☁️ 27 °C

    Weltpremieren für uns!
    Wir haben nicht nur das erste Mal den Amazonas - Regenwald gesehen und sind in dieser braunen Brühe baden gegangen, wir befinden uns auch das erste Mal auf der Südhalbkugel, feiern also Äquatorüberquerung 🎉

    Nach anfänglichem Klimaschock (über 30°C und 1000% Luftfeuchtigkeit) bestiegen wir in Leticia eine Fähre, die uns in eine indigenen Kommune brachte.
    Dort betreiben Manuel und seine Frau Maria mit dem "La Ceiba" ein wunderschönes, selbst aus Holz gebautes Hostel inkl. Aussichtsturm.
    Der Name bezieht sich auf einen benachbarten großen Baum, auf dem man viele Vögel in hängenden Nestern beim Brüten beobachten kann und der in der Geschichte der Indigenen als 'Lebensbaum' angesehen wird.
    Also wahrscheinlich wie bei Avatar nur ohne blaue Menschen.
    Diese Baumart ist eine von drei Riesenbäumen, die hier sehr häufig anzutreffen sind.

    Die Kommune Mocagua hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Regenwald Mithilfe von Tourismus zu schützen.
    Jeder der 800 Einwohner arbeitet entweder direkt oder indirekt für verschiedene Projekte und so kann die Zukunft ihrer Kinder gewährleistet werden.
    Wir spürten bei jeder unserer Touren mit ihnen, wie sehr die Menschen mit der Natur im Einklang stehen.
    So wurden z.B. die Gruppen dabei beispielsweise recht klein gehalten, damit man unterwegs nicht zu viel Lärm macht und die Tiere verjagt.
    Unsere Guides wussten dabei über jeden Baum, jede Pflanze und jedes Tier Bescheid.
    Alles muss im Gleichgewicht stehen, um den Kreislauf des Lebens aufrecht zu erhalten.
    Der Regenwald und der Amazonas sind ihre Heimat, er schenkt ihnen Nahrung, Medizin und einen Platz zum Leben und das wollen sie bewahren.
    Sie nehmen nie von ihm mehr als sie brauchen und achten darauf, dass der Wald gesund bleibt,man sieht nirgendwo Müll oder Abfall.
    Natürlich hat auch die Neuzeit Einzug gehalten und Grundnahrungsmittel, Kleidung oder Technik werden aus benachbarten Städten eingekauft.
    WLAN gab es aber natürlich keins und Strom nur von 15 bis 23 Uhr 😅
    In unserem Hostel gab es einen kleinen Kiosk, in dem die Einwohner Dinge des täglichen Lebens einkaufen können und wir haben nie jemanden bezahlen sehen.
    Das Geld, was mit den Touristen eingenommen wird, kommt hier wirklich allen zu Gute und der Zusammenhalt zum Wohle der Natur war immer spürbar.
    In Zeiten eines brasilianischen Präsidenten, der den Regenwald offiziell als wirtschaftliche Einnahmequelle eröffnet hat und keine Rücksicht auf niemanden nimmt, schenken diese Menschen Hoffnung.

    Gleich am Ankunftstag fuhren wir ca. eine halbe Stunde zu einem Nebenarm des Flusses und konnten die im Amazonas Süßwasser- Delfine sehen, diese sind anfangs grau sind und werden im Alter rosa, sind jedoch so schnell, dass kein vernünftiges Bild zustande gekommen ist 😅

    Wir haben außerdem ein Rescue- Center für Affen besucht, wo Findelkinder oder verletzte Affen aufgezogen und später wieder ausgewildert werden.
    Leider gibt es immer noch Wilderer, die illegalerweise für Nachschub an Haus- oder Zootieren sorgen.
    Der Besitzer erzählte uns, dass es um die Jahrtausendwende einen regelrechten Boom der Nachfrage gab und deshalb dieses Center gegründet wurde.
    Die Tiere sehen zwar schon ausgewachsen aus, sind allerdings eigentlich noch Kinder und sind deshalb sehr anhänglich und kamen auch mal freiwillig zum Kuscheln. Ein Wahnsinnserlebnis einem solchen Tier so nah zu sein zu dürfen.
    Ein nicht untypischer Platzregen verschaffte uns dort ein bisschen mehr Zeit und wir genossen jede Sekunde 😍

    Außerdem sollte auch das Abenteuer nicht zu kurz kommen und wir gingen nachts auf eine Wander- und eine Kanutour.
    Dort sahen wir nachtaktive Tiere wie Kaimane, ein Faultier, Fledermäuse, Stabheuschrecken, Giftfrösche, Vogelspinnen und allerhand anderes Getier.
    Dafür hätten wir aber auch gar nicht so weit gehen müssen, denn eine Vogelspinne entdeckten wir auch mal abends beim Zähne putzen 😅
    Die Geräuschkulisse ist nachts noch eindrucksvoller und wir haben dank wolkenloser Nacht den schönsten Sternenhimmel unseres Lebens betrachten können, der auch nicht auf einem Foto festgehalten werden konnte, aber den wir trotzdem nie vergessen werden.

    Am letzten Tag vor der Abreise wanderten wir durch den Regenwald und unser Guide erzählte uns viel über die verschiedenen Baume und Pflanzen und wie sie genutzt werden können.
    Wir fanden eine Termitenart, die zerrieben als natürliches Repellent genutzt werden kann und das hat auch wirklich funktioniert 😅
    Wir erahnten ein Tapir im Gestrüpp, was natürlich nur unser Guide sehen konnte, unsere Augen sahen einfach nur Pflanzen 😂
    Wir ließen uns von Affen mit Früchten bewerfen und sahen einen 1a Haribo- Toukan.

    Unser Vorrat an Deet (was einem irgendwann gefühlt die Haut wegbrennt) ist hier erheblich geschrumpft, jedoch waren die Moskitos gar nicht so schlimm und zahlreich wie erwartet.
    Nur ein wenig größer 😅
    Prinzipiell ist hier eigentlich alles größer, egal ob riesige Libellen, Schmetterlinge, Spinnen oder eben Riesenbäume bis 70m.

    Alles in allem waren wir vom Regenwald mehr als begeistert, auch wenn man am Boden natürlich von der Artenvielfalt nur einen Bruchteil mitbekommt.
    Wer sich noch ein bisschen an den Geografie- Unterricht erinnern kann, der weiß vielleicht noch, dass sich das eigentliche Leben weiter oben abspielt.
    Die meisten Tiere und Insekten wohnen in den Baumwipfeln und die Pflanzen versuchen so schnell wie möglich zu wachsen um ans Licht zu kommen, sonst gehen sie durch das mangelnde Sonnenlicht ein.
    Doch dann sind ihre abgestorbenen Blätter wieder Dünger für die anderen Pflanzen.

    Circle of life und so.
    🌱
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  • Day13

    Puerto Nariño, un écovillage en Colombie

    September 23, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 30 °C

    Nous avons passé une nuit à Leticia, qui a permis à Matthieu de se faire de nouveaux amis : après les moustiques, les puces qui l'ont amoureusement accompagné durant sa nuit dans un petit hôtel bien sympa mais donc habité par quelques squatteurs.

    Le lendemain, nous avons pris un bateau rapide pour parcourir en 2h30 les 70 km qui nous séparaient de Puerto Nariño, un écovillage situé au bord du fleuve. La communauté qui vit là a fait le choix d'un développement raisonné, contrôlé et social : pas mal d'écotouristes donc, mais aucun véhicule à moteur, des rues pavées très jolies et entretenues avec amour (photo 3) des systèmes de récupération de l'eau de pluie partout et un recyclage des déchets très poussé (photos 4 et 5). Il y a ainsi de nombreuses infrastructures dans ce petit village : un hôpital, plusieurs écoles, des stades de foot (qui est une religion ici), ou encore un programme spécial avec des activités sportives pour les 55 personnes âgées du village (photo 6).

    Là encore, la jungle est luxuriante, avec quantité de petits singes et d'oiseaux qui assurent un fond sonore seulement troublé par les baffles géantes des cafés et restaurants : les Colombiens sont très friands de musique, surtout si elle est poussée à plein volume...
    La célébrité locale est le piralucu, un drôle de poisson géant. Il dispose de branchies, mais aussi de poumons pour respirer hors de l'eau quand il n'y a pas assez d'oxygène dans l'eau des lacs dans lesquels il vit. Sa langue en os lui permet de manger pratiquement tout ce qui lui tombe sous le nez. C'est le père qui élève sur son dos les jusqu'à 300 petits par portée, en cas de danger il les prend dans sa bouche pour les protéger.
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    c'est magnifique tout ça,c'est cool on voyage avec vous on vous embrasse

    10/2/19Reply
    Fabienne Vermorel

    😍

    10/4/19Reply
    Fabienne Vermorel

    Superbe ce village 😊

    10/4/19Reply
     
  • Day52

    Adios colombia!

    February 18, 2020 in Colombia ⋅ 🌧 31 °C

    Es ist soweit, wir verlassen Kolumbien 😢
    Wir danken diesem wunderschönen Land mit seinen herzlichen Menschen für die unbeschreibliche Zeit.
    Und eigentlich haben wir nur einen kleinen Bruchteil gesehen, denn dieses riesige Land hat noch so viel mehr zu bieten.
    Besonders in Kopf und Herz wird uns Minca, Jardín, die Tatacoa- Wüste und der unfassbar eindrucksvolle Regenwald bleiben.
    So ein wenig befürchten wir auch, dass die nächsten Länder ein wenig abstinken werden 😅

    Zum Anschluss fühlten wir uns hier gleich noch ein wenig heimeliger, denn um von Leticia nach Peru weiter reisen zu können, mussten wir uns durch einen Bürokratiedschungel kämpfen:
    Erst die Ausreise aus Kolumbien bestätigen lassen und dann mit einem Boot auf die andere Flussseite nach Peru, um nach 1km Marsch einen Einreisestempel beim zuständigen Amt zu bekommen (nicht dass neben dem Stempelbeamten in Leticia auch ein peruanisches Büro ist, aber dort ist man nicht für Einreisen zuständig 🙄)
    Zuvor mussten wir allerdings nach Brasilien laufen um Tickets für die Fähre zu bekommen.
    Klingt kompliziert, ist es aber eigentlich nicht, denn diese drei Länder liegen hier direkt nebeneinander und es gibt im Umkreis von ca. 30km auch keine Grenzkontrollen.
    Man merkt quasi gar nicht so richtig, dass man plötzlich in Brasilien ist, hier im Grenzgebiet kann auch jeder spanisch.
    Und um auch wirklich behaupten zu können, dass wir in Brasilien waren, haben wir dort landestypisch gegessen und ein Bier getrunken.
    Und natürlich noch einen Caipirinha als Dessert 😜
    So haben wir uns also an einem Tag von kolumbianischen, peruanischen und brasilianischen Mücken stechen lassen, die sich in ihrer Qualität kaum unterscheiden...

    Und nun heißt es Abschied nehmen...
    Hasta luego colombia, te queremos! ❤️
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  • Day56

    On part où ... au Pérou

    April 23 in Peru ⋅ ☁️ 31 °C

    Aujourd'hui, c'est pirogue à la rame dans la mangrove Amazonienne du côté Péruvien !

    On commence par traverser le fleuve Amazonie pour rejoindre le Pérou.
    On arrive dans un minuscule village indigène d'où on doit prendre une petite pirogue pour aller explorer la forêt !

    Petit point hostilité :
    Déjà, Daniel (notre guide) nous a bien prévenu que traverser l'Amazonie avec une petite embarcation, c'est risqué, car il y a énormément de courant.
    Quand on nous donne les instructions avant de partir en pirogue ... on se prend la mesure de l'hostilité du lieu !
    Il faut faire attention car il y a des mygales, des scorpions, des anacondas, ... Et on nous explique que seules les noires (valable pour tous les insectes et animaux ici) sont venimeux ... Il faut faire super attention 😵😑.

    La balade est incroyable, c'est vraiment beau, mais surtout, on entend tous les bruits de la forêt !
    On avait anticipé les moustiques, mais pas le soleil de plomb qui nous a cramés littéralement 🥵.

    On peut dire que Pia a vaincu sa peur des insectes !!! 👏
    Par contre, Côme et Till se paieront la peur de leur vie (dixit Côme ) lorsque notre pirogue se coince dans un arbre et qu'on se retrouve nez à nez avec une énorme tarentule !!! (Photo prise sur internet, c'est la même ... 15cm de diamètre 😱)

    On mange ensuite dans un petit restau dans le village et on discute avec les locaux qui nous racontent l'histoire (récente) du village: ils ont crée ce village en 2009 suite à un glissement de terrain qui a emporté leur maisons. L'état leur a donné un nouveau terrain top pour eux car en grande partie plat ... et pour cause ... c'était une ancienne piste d'atterrissage des avions de Pablo Escobar 😳.

    On revient à l'hôtel, trempés de sueur, ravis, fiers de nous (et vivants 😬) ! Le chemin de retour n'est pas reposant, on croise un Anaconda (noir ... le plus dangereux bien sûr) dans l'eau et notre chauffeur manque de retourner notre embarcation sur une souche d'arbre !!!

    Après midi piscine bien méritée !!!
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  • Day4

    Ankunft im Paradies

    June 4 in Colombia ⋅ 🌧 26 °C

    Nun ging es endlich richtig in den Regenwald. Dazu fuhr ich zunächst per öffentlichem Boot von Letícia zum Anleger von Santa Sofia, wo ich am Ufer bereits von der Mitgastgeberin Anna und dem indigenen Guide Ismail empfangen wurde. Anna ist selbst deutsche und betreibt die Reserva derzeit gemeinsam mit dem Gründer James. Das war mehr als super, da Anna mich nicht nur bei allen Aktivitäten als Übersetzerin begleitet hat, sondern auch viel mit deutscher Brille über das Leben vor Ort in der indigenen Gemeinschaft berichten konnte. Ismail kommt aus einer nahegelegenen indigenen Kommune und ist Schamane seines Clans, der zum Stamm der Ticuna gehört.
    Nach der Registrierung bei der Polizei und einem kurzen Stop in der indigenen Kleinstadt Santa Sofia, ging es mit dem kleinen Motorboot durch überschwemmten Regenwald zur etwa 10 Minuten entfernten Reserva. Eine gute Gelegenheit einen ersten Eindruck von der atemberaubenden Landschaft und der Abgelegenheit von der Zivilisation zu gewinnen. Zudem gab es direkt ein Faultier zu sehen. Tatsächlich war ich über den ganzen Zeitraum der einzige Gast in der Reserva. Ein großer Dank an das ganze Team, dass sie mir dieses tolle Erlebnis trotz des verhältnismäßig großen Aufwands für eine Person möglich gemacht haben.
    Nach einer kleinen Stärkung und einer Führung über das Gelände, startete auch direkt die erste Aktion: eine erste Wanderung durch den Regenwald. Gleich zu Beginn wurde mit Ismails Hilfe der Regenwald um Erlaubnis zum Betreten für die nächsten Tage gebeten. Durch den frühen Einbruch der Dunkelheit, wurde die Aktion schnell zur Nachtwanderung. Auf dem Weg kamen wir an diversen sehr interessanten Pflanzen und Bäumen vorbei, über deren medizinische Bedeutung ich von den beiden Begleitern aufgeklärt wurde.
    Auch einige Tiere waren zu beobachten. Darunter verschiedene Vögel, Frösche, handgroße Grasshüpfer und viele Taranteln. Letztere wurden von Ismail mit einem kleinen Stock aus ihren Höhlen gelockt. Dabei waren auch einmal eine Familie mit vielen kleinen Taranteln und eine ganze "Stadt" von Tarantelhöhlen.
    Ziel der Tour war eine Ceiba, ein rießiger von den Ticunas als heilig verehrter Baum. Diese faszinierenden Pflanzen werden über 30 m hoch, überragen die restliche Vegetation und sind mit ihrem Umfang von mehreren Metern vermutlich teilweise über 500 Jahre alt. Zwischen den Ausläufern des Baumes führte Ismail zudem ein indigenes Ritual mit mir durch.
    Im Anschluss ging es direkt weiter auf nächtliche Kanu-Tour durch den überschwemmten Regenwald. Im Gegensatz zum derzeitigen Wasserstand von einigen Metern, ist dieser Teil am Ende der Trockenzeit Anfang Herbst komplett trocken. Diese Aktion hatte fast etwas meditatives, bei kompletter Stille zwischen den Bäumen in völliger Dunkelheit durchzugleiten. Von den Bäumen glitzerte es aus allen Richtungen, wenn man mit der Lampe um sich herum leuchtete. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um reflektierende Spinnenaugen. Zweimal waren auch mäuseähnliche Säugetiere zu sehen, die durch die Büsche huschten, sowie erneut ein Faultier und Nachtaffen waren in den Kronen der Bäume zu erahnen.
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    Thien Tam Nguyen

    Der war bestimmt freundlich gesinnt 😅

    6/10/22Reply
    Thien Tam Nguyen

    Coole Bilder!

    6/10/22Reply
     
  • Day9

    Tabatinga 🇧🇷 / Leticia 🇨🇴

    July 11 in Colombia ⋅ ⛅ 25 °C

    Rückblick:
    Am letzten Tag in der Dschungellodge sind zwei junge Mädels aus Russland inkl. eigenem Guide eingetroffen.

    Der Guide heißt Jossoaiue (oder so ähnlich), ca 25 Jahre alt und hat nebenbei seine Familiengeschichte erzählt, die mich sehr berührt hat.

    Angefangen hat seine Geschichte mit einem kleinen Nebensatz: „ich bin eigentlich katholisch, war aber auch schon Moslem gewesen.“ Hääh???

    Jossoaiue ist in Nordbrasilien, an der Grenze zu Britisch-Guayana, aufgewachsen. Er entstammt einem lokalen Indianerstamm und ist eines von insgesamt 10 Kindern. Der Vater saß zeitweise im Gefängnis und die Mutter musste die Kinder irgendwie alleine durchbringen.

    Die Familie ist superarm und hatte Probleme die Kinder zu ernähren. Aber im Ort gab es eine islamische Schule und nach dem Gebet gab es für die moslemischen Kinder etwas zu essen.

    Das Leben seiner Kindheit beschreibt er als eintönig. Je nach Jahreszeit wird in dem Landesteil in der Landwirtschaft gearbeitet oder gejagt. Einige Anwohner finden Arbeit in der Goldmine, die von einer kanadischen Firma betrieben wird. Das „Betriebsklima“ in den Goldminen ist rau. Menschen mit wenig Bildung und kriminellen Vorgeschichten arbeiten in den Minen. Die Mutter wurde mit einem Jobangebot in das Goldgräbercamp gelockt. Vor Ort stellte sich dann heraus, dass Sie als Prostituierte arbeiten sollte. Die Mutter hat es geschafft mit einem der Mitarbeiter des Managements zu sprechen und Ihre Situation -alleinerziehend mit 10 Kindern- geschildert.

    Anschließend hat sie einen „richtigen Job“ als Taucherin in der Mine erhalten. Diese Arbeit gehört übrigens zu den gefährlichsten in den Minen. Mit einem Sauger wird Erdreich aufgesaugt. Es gibt fast keine Sicht du unten. Die Tauchausrüstung ist primitiv und es kommt regelmäßig zu Störungen. Gero unser Agenturinhaber hatte ebenfalls erzählt, dass er als Goldtaucher im Amazonas gearbeitet hat und dabei viele Freunde verloren hat. Der aufgesaugte Schlamm wird anschließend gefiltert und der Goldstaub bleibt letztlich in Matten hängen.

    Wir sollten uns in Deutschland regelmäßig vor Augen halten, wie gut es uns geht.

    Übrigens hat Jossoaiues Mutter ihm verboten eine Frau aus dem Stamm zu heiraten. Die Hoffnung auf ein besseres Leben liegt für diese Kinder außerhalb der Heimat.

    Zum Abschluss der ersten Dschungeltour ging es mit dem Boot tiefer in die überfluteteten Wälder.

    Die Anzahl der Tierbeobachtungen hält sich schwer in Grenzen. Einen Affen konnten wir in den Baumwipfeln ausmachen. Auch eine Gruppe von Aras ist majestätisch über uns hinweg geflogen.
    Und dann gab es noch „Florentina“. Unser Bootsführer lebt ganz in der Nähe der Lodge. Vor seinem Haus schwimmt regelmäßig ein großer Kaiman „Florentina“. Er konnte das Tier fast rufen, wie bei uns einen Hund. Wenn so ein großer Kaiman auf ein kleines Boot zugeschworen kommt, dann wird einem schnell anders. Nein der tut nichts - der will doch nur spielen 🐊

    In Manaus habe ich den „freien Tag“ zum Wäschewaschen und eine wenig Stadt anschauen genutzt. Mein Husten hält sich seit einer Woche hartnäckig, aber insgesamt gehts mir besser.

    Und dann noch eine sehr gute Nachricht :)
    Die Hotelrezeption in Manaus hat mich heute Nacht um 0.20 Uhr aus dem Schlaf geklingelt. An der Rezeption steht ein Bote und möchte einen Rucksack abliefern.
    Damit hätte ich niemals mehr gerechnet - 12 Stunden später wäre ich mit dem Flieger weg gewesen. Bei der Aktion war mehr Glück als Verstand im Spiel gewesen. Ich sollte der Lufthansa an eine deutsche E-Mailadresse mein Hotel übermitteln. Und denen habe ich klar mitgeteilt, dass es genau zwei Tage Manaus gibt, wo eine Übergabe möglich ist. Anschließend bin ich nicht mehr greifbar. Am Donnerstag erreichte mich eine Mail vom „Zeugwart des Flughafen Sao Paulo“ dass mein Gepäck jetzt in Sao Paulo angekommen wäre und wohin er es senden soll. Glücklicherweise hatte ich Internet im Camp und habe meine Mail mit den Gepäckinstruktionen von der Lufthansa durch den Übersetzer laufen lassen und unverzüglich nach Sao Paolo geantwortet. Irgendwer muss es letztlich gut gemeint haben. Die wussten, dass ich am nächsten Mittag verschwunden bin und haben wirklich mitten in der Nacht noch einen Boten zu mir ins Hotel geschickt - Danke!

    Heute bin ich dann endlich nach Tabatinga geflogen. Ohne die Zwischenfälle bei der Lufthansa wäre ich bereits am ersten Tag hier angekommen.

    Jetzt befinde ich mich im Dreiländereck Brasilien/ Kolumbien/ Peru. Der Flug von Manaus nach Tabatinga war wirklich beeindruckend. Aus der Luft konnten ich das Treffen der Wasser „Encontro das Aguas“ gut erkennen.

    Der größte Fluss der Erde (Amazonas) trifft hier mit dem zweitgrößten Nebenfluss der Erde (Rio Negro) zusammen. Die bräunlich-gelbe Wasserfarbe des Amazonas (Rio Solimões) trifft auf die schwarzen Wasser des Rio Negro. Über elf Kilometer fließen die Wassermassen nebeneinander her, bevor sich die Ströme langsam vermischen.

    Hintergrund für dieses Naturphänomen sind unterschiedliche Wassertemperaturen, Fließgeschwindigkeiten, Sedimentgehalte etc.
    Wer etwas ähnliches in der Heimat erleben möchte, fährt nach Passau. Beim Zusammenfluss Donau/ Inn ist ähnliches zu beobachten.

    Der Flug führte knapp zwei Stunden über die endlosen Regenwälder des Amazonas.
    Angekommen in Tabatinga/ Brasilien habe ich das Taxi auf die kolumbianische Seite Leticia genommen.

    Eigentlich handelt es sich bei Tabatinga/ Leticia um eine große Stadt. Brasilien und Kolumbien teilen sich jeweils eine Hälfte. Da es keine Straßenverbindung hierher gibt, kann man die Grenzen dieser Länder ohne jegliche Kontrolle überqueren. Auch die jeweilige Währung des anderen Landes wird hier akzeptiert.

    Also gelandet bin ich heute in Brasilien. Mein Hotel für die Nacht befindet sich in Kolumbien. Und morgen früh geht es auf eine dreitägige Tour in die „Zacambu Rainforest Lodge“, die sich auf peruanischem Staatsgebiet befindet.

    Bis dahin - Hasta luego 😘
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    Andre Müller

    "Encontro das Aguas" - Treffen der Wasser

    7/11/22Reply
    Andre Müller

    Samba-Nacht vor dem „Teatro Amazonas“

    7/11/22Reply
    Andre Müller

    Bacurí - eine VitaminC-Bombe für kränkliche Touristen aus dem Regenwald

    7/11/22Reply
    7 more comments
     
  • Day95

    6 Tage Amazonas

    January 21, 2020 in Colombia ⋅ ⛅ 24 °C

    Ich bin nun endlich in Leticia (die Stadt ist zweigeteilt. Auf der brasilianischen Seite heißt sie tabatinga und auf der kolumbianischen Leticia). Die Schiffsreise war schön, aber auch sehr anstrengend. Eine "once in a lifetime" Erfahrung, weil ich es so nicht nochmal machen würde. 6 Tage sind dann schon verdammt lang Wenn's nichts zu tun gibt.
    Die Natur war natürlich atemberaubend. Endloses Grün, unterbrochen nur von ein paar Siedlungen. Riesige Bäume von denen Papageienschwärme aufsteigen. Atemberaubende Sonnenauf- und untergänge. Delfine die den Fluss hochschwimmen. Und noch viel mehr, was man gar nicht in Worte fassen kann. Leider war das Schiff weniger spektakulär. Ich habe, wie alle anderen auch, in einer Hängematte auf Deck geschlafen. Insgesamt waren glaub ich knapp 200 Leute auf dem Boot auf zwei Ebenen verteilt. Das heißt wenig Privatsphäre, hoher Geräuschpegel, vor allem weil auch viele kleinere Kinder dabei waren die total gelangweilt waren und dementsprechend auch rambazamba gemacht haben. Im "Aufenthaltsraum " lief den ganzen Tag viel zu laut viel zu schlechte Musik oder der Fernseher, was auch sehr an meinen Nerven gezerrt hat. Das Essen war jeden Tag das selbe. Reiß, leicht verkochte Spagetti und irgendein nicht wirklich vertrauenswürdiges fleich, was ich deshalb nicht angerührt habe. Nach wenigen Tagen hatten viele Leute aufgrund des Essens oder dem Wasser Bauchkrämpfe und Ähnliches.
    Alles in allem war es dennoch eine schöne Reise und ich bin froh dass ich das auf mich genommen habe. Aber nächstes mal, falls es ein nächstes mal gibt, nur flussabwärts oder mit dem Express.
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    Peter Hebblethwaite

    Klasse Nico. Sounds great in spite of the crowded boat and suspicious food... Have fun and take a lot of care in Columbia.! 😎👍

    1/21/20Reply
    Uli Schneider

    Wie war das? Nur wer gegen den Strom schwimmt kommt an die Quelle... 🤔🌈🐬

    1/21/20Reply

    Deine Beiträge sind immer so schön zu lesen,lieber Nico und auch wenn mal was nicht so läuft klingt es immer so positiv und danach, dass Du das Beste rausholst und für Dich mitnimmst!weiter so👏Bin stolz auf Dich😘

    1/22/20Reply
    2 more comments
     
  • Day7

    Zurück in die "Zivilisation"

    June 7 in Colombia ⋅ ⛅ 29 °C

    Zum Abschiedsfrühstück gesellte sich heute noch ein weiterer Gast: eine friedliche Schlange, die wohl in der Nähe der Reserva ihr zu Hause hat und vermutlich Nahrung im Aufenthaltsgebäude suchte. Als letzte Aktion bekamen Anna und ich ein temporäres Tattoo verpasst. Ich entschied mich für die Symbole verschiedener Ticuna Clans, die in der Regel Tier- oder Pflanzennamen tragen. Nachdem Francois mit einem Halm als Pinsel die Farbe aufgetragen hatte, war zunächst kaum etwas davon zu sehen, aber nach wenigen Stunden verwandelte sich die Zeichnung in ein tiefschwarzes Tattoo.
    Gewappnet mit diesen Zeichen für Stärke, Glück, etc. hieß es nun leider zurück zum Bootsanleger von Santa Sofia und Abschiednehmen von der tollen Truppe.

    Mein Fazit von der Zeit in der Reserva Natural Tucuchira: Meine Erwartungen wurden weit übertroffen! In dem Aktionsplan - Tucuchira Aventura - den ich vorher gewählt hatte, jagte eine Highlight das nächste. Bei keinem der Aktionen würde ich sagen, dass man auf diese hätte verzichten können oder wollen. Mit diesem Kleinod hat James ein wahres Paradies Mitten im Regenwald erschaffen, das einem wirklich authentische Einblicke in das Leben der Ticunas und ins nachhaltigen Zusammenleben mit dem Regenwald gewährt, fern ab von den üblichen Touristenrouten. Das riesige Engagement, die vielen Erklärungen und die Freude dabei, mit der mir die Guides die Zeit zu einem unvergesslichen Erlebnis machten, ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass ich der einzige Gast war, was bei vielen Veranstaltern sicher zu einem abgespeckten Programm geführt hätte. Hier hatte ich den Eindruck, dass sich alle erst Recht ins Zeug legen. Ein besonders großer Dank gilt dabei Anna, die nicht nur eine tolle Übersetzerin war, sondern auch Fotografin, Kulturerklärerin, Organisatorin,....

    Zurück in Letícia hieß es nun die Formalitäten für die Weiterreise nach Brasilien zu klären. In den Zwillingsstädten Letícia (Col) und Tabatinga (Bra) kann man sich ungehindert bewegen, egal in welchem Land man gerade gemeldet ist. Um auf das Schiff nach Manaus in Tabatinga zu kommen, ist es jedoch nötig zunächst aus Kolumbien auszureisen und dann in Brasilien einzureisen. Zum Glück hatte ich einen kompetenten Motocarro-Fahrer, der wusste wo was zu besorgen war. Zunächst ging es dafür an den Flughafen von Letícia für den Ausreisestempel, dann wieder ca. 5-10 km nach Tabatinga, um am anderen Ende der Stadt den brasilianischen Einreisestempel zu bekommen, bevor es wieder zurück nach Letícia ging. Für den Abend und nach diesem Prozedere a lá Asterix und Obelix Passierschein 42A, blieb für den Abend nur noch alle elektrische Geräte wieder aufzuladen, den Rucksack neu zu organisieren und das beste aus dem sehr schlechten Internetempfang (immerhin der erste seit 4 Tagen) zu machen, bevor es am folgenden Tag in das nächste riesen Funkloch ging, das selbst die ländlichen Regionen in Deutschland als Highspeed Internetregionen erscheinen lässt.
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    Hahaha wer hätte gedacht, dass du dich mal tätowieren lässt 😜😃 [x]

    6/15/22Reply
    Lukas Brown

    ist ja nur temporär 😄

    6/15/22Reply
     
  • Day70

    Jungel 3, back to leticia

    March 14, 2020 in Colombia ⋅ ⛅ 31 °C

    Nachere ruhige nacht under em mugenetz hani en duschi gno. De simmer all zäme go zmorge neh. Vo dem chline dörfli mit öppe 50 lüt simmer de weder zrug uf puerto nariño gfahre.

    Vo det us simmer de go fuultier aluege, zu de iguanas gfahre und denn bim delfin beobachte nomal is wasser ghüpft.

    In puerto nariño heds de zmittag geh und mer sind no ines hostel i de nöchi mitemene halb zahme äffli go fötteli mache.

    Nach dem isch euses jungelabentür leider scho weder verbi gsie und mer sind zrug uf leticia.
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You might also know this place by the following names:

Leticia

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