France
Port-Saint-Louis-du-Rhône

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6 travelers at this place:

  • Day28

    Man glaubt es kaum, aber wir sind wirklich am Mittelmeer!

    Heute gegen 10 Uhr sind wir in Port Saint-Louis angekommen....zusammen mit einem Mega-Unwetter!

    28 Tage waren wir jetzt unterwegs. Auf dem Rhein, der Mosel, dem Vogesenkanal, der Saone und der Rhone. 28 Tage hatten wir jeden Tag bestes Wetter bei über 30 Grad und Sonnenschein, 28 Tage haben wir uns auf diesen einen Moment gefreut, endlich im Mittelmeer anzukommen....

    ...und dann geht alles schief! Schon auf der Rhone ist der Wellengang so ungewöhnlich heftig, dass nicht nur Shippy komplett überspült wird, sondern auch Gregor und ich klitschnass sind. Auf den letzten Metern bis zur Schleuse, schwankt der Mast samt Mastträger bedrohlich und gibt beunruhigende Geräusche von sich, so dass Gregor und ich ihn vorsichtshalber zusätzlich festhalten. An der 'Schleuse' (die eigentlich mehr ein Portal zum Hafen von Saint-Louis ist, es geht nämlich maximal 10cm bergab) angekommen, wähnen wir uns in Sicherheit, müssen aber leider 20 Minuten warten und beobachten dabei nicht weit entfernt von uns einen regelrechten Tornado (s. Video).

    Direkt hinter der Schleuse liegt der erste Hafen von Saint-Louis, bei dem wir direkt anlegen wollen. Das stellt sich jedoch als sehr kompliziert heraus, bedingt durch Wind, Wellengang und Strömung. Immer wenn Gregor versucht den Steg anzusteuern, werden wir so stark abgetrieben, dass wir fast die anderen Boote rammen. Beim dritten Versuch, spring ich frühzeitig mit Leine in der Hand vom Bug auf den Steg - doch während ich uns noch an der Klampe befestigen will, driftet das Heck ab - und zwar so stark, dass Gregor gezwungen ist, den Rückwärtsgang einzulegen und mir zuruft, ich solle das Seil loslassen, bevor ich reingezogen werde. Das mache ich dann auch.

    Toll! So stehe ich also alleine am Steg, während Gregor versucht, Shippy an den anderen Booten vorbeizumanövrieren. Als er den Gang rausnimmt, springe ich ins Wasser und schwimme zum Boot. Zu meiner Überraschung ist das Wasser hier schon salzig. Juppie, d.h. wir sind tatsächlich am Meer.

    Wieder an Bord tropft leider Wasser von meiner Schwimmweste (die ich nicht nur vorbildlich beim Schleusen, sondern auch bei meiner spontanen Schwimmsession getragen habe) in Shippys Innenraum - und zwar genau auf unsere Steckdosenleiste. Das findet Gregor gar nicht witzig, da es sich ja auch noch um Salzwasser handelt, das offenbar besonders leitfähig ist (Ich hatte ja keine Ahnung, hab ich wohl in Physik Karten gespielt).
    Unglücklicherweise höre ich auch direkt ein verdächtiges Knistern aus der Steckdose. "Ähm, Gregor, kann es sein, dass die Leiste gerade durch...." BOOM! Frage beantwortet.

    Die Leiste ist kaputt und schmorrt noch ein bisschen vor sich hin. Gregor und mir ist zum Glück nichts passiert, obwohl Gregor gerade in dem Moment nachsehen wollte, "ob er da noch was machen kann".

    Inzwischen hat es sich so richtig schön eingeregnet. Seit 13 Uhr hocken wir in Shippys Kajüte und wenn ich nach draußen schaue, denke ich, ich wäre in Hamburg: Grauer Himmel, viiiel Regen, Wasser und Schiffe. Da kommen Heimatgefühle auf. Zu allem Überfluss haben wir nachmittags auch noch festgestellt, dass wir eine undichte Stelle am Bug haben, ungefähr auf der Höhe unserer Matraze, so dass diese jetzt ein 'bisschen' nass ist, nachdem die Wellen morgens so richtig schön über uns drüber gerollt sind.

    Tja, das war definitiv nicht so unser Tag heute, aber was soll's: Morgen ist ein neuer Tag, um 11 Uhr soll der Mast gestellt werden und auch wieder die Sonne scheinen. Drückt uns die Daumen;-)

    Die 3 Top-Learnings von heute:

    1. Anlegen mit Wind und Wellen ist gar nicht so einfach
    2. Port Saint-Louis sieht aus wie Hamburg
    3. Salzwasser leitet (wer hätt's gedacht?)
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  • Day34

    Tag 34 - Gestrandet!

    August 15 in France

    Der Schlimmste aller Tage ist nun fast 1 Woche her und das bedeutet wir sind nun schon fast eine Woche in Port-Saint-Louis. Ja, richtig, wir sind immer noch hier. Wir sind gestrandet!

    Hier ein kleiner Überblick, was bisher geschah:

    Freitag, 10.08.2018: Um 11 Uhr sind wir bei Navy Service um den Mast stellen zu lassen. Die Mitarbeiter dort sind super freundlich und kompetent, aber leider passt unser Mast nicht, so dass sie 'Serge' anrufen müssen, einen Spezialisten. Serge kommt zusammen mit Serge Junior und die gute Nachricht ist: Sie können uns helfen und die freundlichen Leute vom Navy Service wollen nichts für den Mastaufbau haben. Anscheinend taten wir ihnen leid, weil Gregor und ich ziemlich down waren, nachdem der Segeltraum vorerst geplatzt ist.

    Samstag, 11.08.2018: Wir haben vor Sea-Tex angelegt, dem Spezialgeschäft von Serge , und kriegen einen Kostenvoranschlag, der uns umhaut: knapp 1.900,-€ soll uns der Mastaufbau kosten. Das ist ein Scherz, oder? Ich würde am liebsten ohne Mast weiterfahren, Segeln wird eh überbewertet...;) Gregor erklärt mir aber, dass wir dann nicht nach Sardinien können, weil die Strecke zu lang ist und es an Selbstmord grenzen würde, die Überfahrt von Nizza nach Korsika nur mit einem über 40 Jahre alten Motor zu bestreiten und sich darauf zu verlassen, dass er nicht abkackt. Das muss sogar ich einsehen und finde die Idee mit dem Segeln jetzt doch wieder ganz gut.
    Zum Glück lassen sich Serge und sein Sohn Benoit auf einen Deal ein: Wir zahlen ihnen die Materialkosten und 5 Arbeitsstunden, dafür erklären sie uns, was zu tun ist und wir machen die erforderlichen Arbeiten am Mast und an Shippy selber.
    Am Nachmittag bohrt Gregor 10 Löcher an Shippys Stahldeck. Randnotiz: Für das erste Loch brauchte er eine Stunde und nachdem er den Bohrer scharfgeschliffen hat, eine weitere halbe Stunde für die restlichen 9 Löcher.
    Samstag Abend hat Shippy 5 brandneue Halterungen für die Stahlseile des Mastes und ich beschließe Joggen zu gehen. Ich will endlich das Meer sehen. Die Strecke zum Mittelmeer ist nur leider länger als gedacht: Um 20:30 Uhr und nach 10 gejoggten Kilometern erreiche ich endlich den Strand und freue mich wie ein kleines Kind, das ich endlich am Meer bin. Blöd nur, dass ich die 10km wieder zurückzogen muss und die Sonne schon langsam untergeht. Aber auch das Krieg ich noch hin.

    Sonntag, 12.08.2018: Wir stehen immer noch bei Sea-Tex, aber heute hat der Laden geschlossen, also gibt es keine Instruktionen und auch keine Arbeit für uns. Ich schreibe stattdessen an meiner Bachelorarbeit weiter und werde sogar fertig:-)

    Montag, 13.08.2018: Immer noch bei Sea-Tex, der Laden hat wieder auf, aber Serge und Sohn haben zuviel zu tun, also wieder keine Zeit und keine Arbeit für uns.

    Dienstag, 14.08.2018: Sea-Tex, Tag 4, auf einem anderen Segelboot wird der Mast gestellt, keine Instruktionen für uns. Laut Benoit sind wir aber voll im Zeitplan (Wie das?! Wir haben 3 Tage lang nichts am Mast gemacht!)

    Der Schlimmste aller Tage ist nun fast 1 Woche her und das bedeutet wir sind nun schon fast eine Woche in Port-Saint-Louis. Ja, richtig, wir sind immer noch hier. Wir sind gestrandet!

    Hier ein kleiner Überblick, was bisher geschah:

    Freitag, 10.08.2018: Um 11 Uhr sind wir bei Navy Service um den Mast stellen zu lassen. Die Mitarbeiter dort sind super freundlich und kompetent, aber leider passt unser Mast nicht, so dass sie 'Serge' anrufen müssen, einen Spezialisten. Serge kommt zusammen mit Serge Junior und die gute Nachricht ist: Sie können uns helfen und die freundlichen Leute vom Navy Service wollen nichts für den Mastaufbau haben. Anscheinend taten wir ihnen leid, weil Gregor und ich ziemlich down waren, nachdem der Segeltraum vorerst geplatzt ist.

    Samstag, 11.08.2018: Wir haben vor Sea-Tex angelegt, dem Spezialgeschäft von Serge , und kriegen einen Kostenvoranschlag, der uns umhaut: knapp 1.900,-€ soll uns der Mastaufbau kosten. Das ist ein Scherz, oder? Ich würde am liebsten ohne Mast weiterfahren, Segeln wird eh überbewertet...;) Gregor erklärt mir aber, dass wir dann nicht nach Sardinien können, weil die Strecke zu lang ist und es an Selbstmord grenzen würde, die Überfahrt von Nizza nach Korsika nur mit einem über 40 Jahre alten Motor zu bestreiten und sich darauf zu verlassen, dass er nicht abkackt. Das muss sogar ich einsehen und finde die Idee mit dem Segeln jetzt doch wieder ganz gut.
    Zum Glück lassen sich Serge und sein Sohn Benoit auf einen Deal ein: Wir zahlen ihnen die Materialkosten und 5 Arbeitsstunden, dafür erklären sie uns, was zu tun ist und wir machen die erforderlichen Arbeiten am Mast und an Shippy selber.
    Am Nachmittag bohrt Gregor 10 Löcher an Shippys Stahldeck. Randnotiz: Für das erste Loch brauchte er eine Stunde und nachdem er den Bohrer scharfgeschliffen hat, eine weitere halbe Stunde für die restlichen 9 Löcher.
    Samstag Abend hat Shippy 5 brandneue Halterungen für die Stahlseile des Mastes und ich beschließe Joggen zu gehen. Ich will endlich das Meer sehen. Die Strecke zum Mittelmeer ist nur leider länger als gedacht: Um 20:30 Uhr und nach 10 gejoggten Kilometern erreiche ich endlich den Strand und freue mich wie ein kleines Kind, das ich endlich am Meer bin. Blöd nur, dass ich die 10km wieder zurückjoggen muss und die Sonne schon langsam untergeht. Aber auch das krieg ich noch hin.

    Sonntag, 12.08.2018: Wir stehen immer noch bei Sea-Tex, aber heute hat der Laden geschlossen, also gibt es keine Instruktionen und auch keine Arbeit für uns. Ich schreibe stattdessen an meiner Bachelorarbeit weiter und werde sogar fertig:-)

    Montag, 13.08.2018: Immer noch bei Sea-Tex, der Laden hat wieder auf, aber Serge und Sohn haben zuviel zu tun, also wieder keine Zeit und keine Arbeit für uns.

    Dienstag, 14.08.2018: Sea-Tex, Tag 4, auf einem anderen Segelboot wird der Mast gestellt, Serge vermisst Shippy, um die Länge der neuen Stahlseile zu berechnen, wir sollen den Mast komplett von den alten Seilen, etc. frei machen, aber keine weiteren Instruktionen für uns. Laut Benoit sind wir aber voll im Zeitplan (Wie das?! Wir haben 3 Tage lang nichts am Mast gemacht!)
    Nächste Woche Dienstag soll der Mast stehen. What?!?!?!? Da wollte ich schon längst in St. Tropez sein!

    Mittwoch, 15.08.2018 / Heute: Sea-Tex, Tag 5, Benoit ist im Urlaub, Serge redet nicht mit uns, obwohl wir ihm einen Brief geschrieben haben, in dem wir ihn um eine Stunde seiner Zeit bitten, damit wir weiterarbeiten können und endlich hier wegkommen.

    Ich habe eine Geduld-Meditation angefangen, ich kann aus dieser Situation bestimmt etwas Wertvolles mitnehmen, meine Gedanken schweifen ab, ich schreib wohl besser meinen Blog.
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You might also know this place by the following names:

Port-Saint-Louis-du-Rhône, Port-Saint-Louis-du-Rhone

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