Italien

October 2016
A short but fine adventure by Granny meets the world Read more
  • 12footprints
  • 1countries
  • 6days
  • 63photos
  • 0videos
  • 727kilometers
  • Day 7

    At the end...

    October 13, 2016 in Italy ⋅ 🌙 9 °C

    Heute Morgen habe ich mir noch ein kleines Frühstück in einer Bar mit Blick auf das Kunstwerk von Keith Haring gegönnt. Ich bin viel entspannter als am Anfang meiner Reise. Beim Kaffee wusste ich noch nicht genau, wo der Bus zum Airport abfährt und wo genau ich das Ticket dafür lösen muss. Ich war mir sicher das wird sich finden. Hat es auch, war am Bahnhof super ausgeschildert, einem Pfeil mit der Aufschrift Aeroporto verstehe auch ich und Ticket kann man auch noch beim Fahrer lösen.
    Man muss nicht alles haarklein vorbereiten, du bist viel flexibler, wenn du spontaner planst.
    Beim nächsten mal würde ich einiges anders machen, aber diese Erfahrung muss man erstmal machen. Ich hatte alles durchgeplant, weil da auch ein wenig die Sorge war, sich allein und unmotiviert zu fühlen. Deshalb waren auch meine Tage so voll und es gab so viele Orte, die ich auf der Agenda hatte. Es waren zu viele (für Florenz hätte ich mir definitiv mehr Zeit gewünscht). Ich hatte mir Filme auf mein Tablet geladen, um die Abendstunden füllen zu können, ich habe nicht ein einziges Mal auf „Play“ gedrückt, war immer sehr spät in meiner Herberge. Das Leben draußen ist einfach spannender. Ich hatte witzige, interessante, kuriose und spannende Begegnungen, mit Menschen, die ich sicher nie wieder treffen werde, die mir aber Erinnerungen und Erlebnisse beschert haben. Ups, jetzt wird es ja fast sentimental.
    Ich werde es definitiv wieder tun. Ich bin gut klar gekommen mit meiner Gesellschaft. Man sollte eben immer mit jemanden verreisen, den man mag 😌und offen sein für Menschen die einem begegnen (Ausnahme – plumpe Anmache der italienischen Gigolos).
    Ganz ehrlich, der nächste Flug ist schon lange
    gebucht ☺, Silvester werde ich in der Stadt von Gaudi verbringen.
    Mit fast zwei Stunden Verspätung bin ich wieder in Hahn gelandet. Es ist furchtbar kalt in Deutschland. Heute morgen noch im Straßencafé gefrühstückt und jetzt hocke ich mit Tee und Decke da.
    Ab morgen hat mich der Alltag wieder...obwohl ich gerade das Gefühl habe, als wäre ich ewig und nicht nur 10 Tage weg gewesen. Liegt wahrscheinlich auch an der Menge der Eindrücke.
    Read more

  • Day 6

    ...einfach noch ein paar Fotos

    October 12, 2016 in Italy ⋅ 🌙 11 °C
  • Day 6

    Meer, Strand und Sonne...

    October 12, 2016 in Italy ⋅ 🌙 12 °C

    Sehr früh aufstehen, hieß es heute. Mein Zug nach Riomaggiore ging vor 8.
    Riomaggiore ist einer der fünf Orte der Cinque Terre. Das ist ein etwa 12 km langer Küstenstreifen an der italienischen Riviera, an dem sich die fünf Orte an der sehr steil abfallenden Küste entlang reihen.
    Sehr malerisch, aber bei weitem kein Geheimtipp mehr.
    Der Plan war, von Riomaggiore nach Manarola oder Corniglia zu laufen. Der Wanderweg führt direkt an der Felswand entlang und das Stück von Riomaggiore nach Manarola soll das schönste sein. Nennt sich Via dell’Amore.
    Ich habe mir zuerst Riomaggiore angesehen, so romantisch wie das Örtchen ist, die Einwohner sind nicht zu beneiden. Was da zum Teil für Höhenunterschiede zurückgelegt werden müssen und das Auto kannst du auch nicht vor der Tür parken.
    Man hat sich zumindest preislich auf die vielen Touri’s eingestellt.
    Ich habe mich auch bis an den höchsten Punkt gequält. Toller Blick auf das Meer.
    Als ich dann zum Via dell’Amore kam, stand dort ein großer Zaun und ein Schild „The Via dell’Amore is closed“. Ich konnte also nicht den Weg der Liebe gehen ❤(Achtung Wortspiel 😉). Ich bin dann in den nördlichsten Ort der fünf, Monterossa, gefahren. Der einzige mit Strand. Frau hat immer ein Plan B und lässt sich nicht durch solche Kleinigkeiten den Tag versauen. Ich sehe das positiv, wird es kein Wandertag, sondern ein Strandtag. Das Mittelmeer ist noch richtig warm.
    Die Bahnhöfe sind hier schon spektakulär, du steigst aus dem Zug und blickst einfach nur auf Wasser.
    In Riomaggiore hatte ich noch ein witziges Erlebnis. Ich habe dort ganz oben auf einer Bank in der Sonne gesessen, als ein sehr alter Herr zu mir kam und in mehreren Sprachen fragte, welche denn meine sei. Als wir das geklärt hatten, wollte er wissen, wo in Deutschland ich lebe und ob ich nicht ein Foto von mir und ihm machen könnte, welches, ich ihm dann per Post, also "Oldschool“ zu sende. Er erzählte mir, dass er früher selbst viel gereist ist und auch den Osten von Deutschland nach dem Mauerfall bereist hat. Er sprach danach noch einige Leute genauso an, er spricht nicht nur deutsch, sondern hat sich auch in französische und englisch unterhalten.
    Er wohnt in Riomaggiore, ist zu alt zum Reisen und holt sich mit den vielen Touri’s auf diese Art einfach ein Stück der Welt nach Hause. Wäre mal spannend zu wissen, wie viele Fotos er geschickt bekommt.
    Auf dem Rückweg durfte ich dann noch feststellen, das die italienische Bahn der DB in nichts nachsteht, eine Stunde Verspätung 😳. Dafür gab es in der Fußgängerzone von Pisa noch ein Livekonzert mit Klavier. Straßenkünstler haben da echt ein Klavier hingeschoben.
    Nichts spektakuläres heute, einfach nur ein toller Tag am Meer. Ich sagte ja schon, dass wir allgemein viel zu wenig und selten am Strand sitzen.
    Die letzte Pasta und Vino gab es an der Strandpromenade von Monterossa und auch mein Eis, da denke ich, gibt es morgen noch eine Gelegenheit für ein allerletztes Eis auf dem Weg zum Airport...
    Read more

  • Day 5

    Buongiorno Pisa...

    October 11, 2016 in Italy ⋅ 🌙 9 °C

    ...ich bin gut angekommen. Der Weg vom Bahnhof zu meiner Herberge war nicht weit. Ich wohne direkt am Fluss (Arno, den kenne ich ja schon aus Florenz). Spannung versprach das Einchecken in meinem Hotel. Das sollte völlig ohne Personal funktionieren. Ich hatte im Vorfeld eine eMail erhalten, natürlich nicht in meiner Muttersprache, in der erläutert wurde, wie ich in mein Hotelzimmer komme. Das passiert alles mit technischen Tricks und Zahlencode's. In den Hotelbewertungen hatte ich gelesen, dass der Fahrstuhl nicht immer funktioniert. Das kannte ich ja schon von Verona. Kleiner Unterschied, in Verona habe ich in der dritten Etage gewohnt. Dieses B&B Hotel befand sich in der siebenten Etage. Ich stellte mich moralisch auf den worst case ein. In der Hoffnung, dass in meinem Zimmer dann ein Sauerstoffzelt steht. Hat alles super funktioniert. Der Fahrstuhl ist etwas sensibel, hat aber gemacht was er sollte.
    Mein Zimmer hat keinen Blick auf den Fluss, aber einen Blick auf das schiefe Türmchen 😃. Perfekt!
    Also auf zum Türmchen...
    Der ist wirklich voll schief, das kommt auf Fotos garnicht so rüber. Aber schön ist er, aus weißen Marmor, ein richtiger Hingucker.
    Der schiefe Turm ist der Glockenturm des Dom's von Pisa. Der Bau des Turms begann erst 100 Jahre nach der Fertigstellung des Doms. Der Turm sollte 100 m hoch werden. Nach zwölf Jahren Bauzeit, man hatte bis dahin drei Etagen fertig gestellt, stellte man fest, dass der Turm sich neigt.
    Pfusch am Bau und das im 13. Jahrhundert. Der Untergrund bestand aus Sand und Lehm. Das hohe Gewicht des Turms sorgte dafür dass der Boden sich senkte. Kein Bodengutachten eingeholt!?
    Man ließ dem Bau erst mal 100 Jahre ruhen. ... 1372, fast 200 Jahre nach der Grundsteinlegung, wurde der Turm vollendet. Von Anfang an schief, mit einer Neigung von knapp 4 Grad und statt der geplanten 100m, war er nur 50 m hoch.
    Ich habe mir die Besichtigung gespart. Es dauert ewig. Es dürfen immer nur 20 Menschen für 30 Minuten hoch. Und Höhenangst und dann das schiefe Ding.
    Es war aber sehr amüsant zuzusehen, wie alle an ihrem perfekten Foto gebastelt haben.
    Und sonst so – Pisa-!? Der Dom ist sehenswert, ich habe einen gefallenen Engel gefunden und Streetart von Keith Haring, am Fluß ist es schön, das Eis ist lecker... Aber ohne diesen Pfusch am Bau hätte Pisa eine ganze Menge weniger Touri’s.
    Morgen soll die liebe Sonne wieder alles geben, ich will an's Meer...
    Read more

  • Day 5

    Abenteuer mit Bus und Bahn

    October 11, 2016 in Italy ⋅ ⛅ 11 °C

    Abschied von Verona, hieß es heute. Ich werde wiederkommen und habe auch schon einen Plan im Kopf. Ich will unbedingt Aida in der Arena sehen, vielleicht in Verbindung mit Mailand oder Gardasee.
    Von Verona bin ich mit dem italienischen ICE erstmal wieder bis Florenz gefahren. Wenn man das rechtzeitig bucht, gibt es das auch für kleines Geld inclusive Sitzplatzreservierung. Neben mir sahs eine italienische Oma (das ich immer so den Bezug zur Realität verliere, bin ja selbst ne Oma) oder drücken wir es so aus, eine italienische Dame um die 70. Sie hat versucht, sich mit mir zu unterhalten, auch als ich ihr sagte „no italiano“, versuchte sie es immer wieder. Wir haben es dann mit dem Translater versucht, sie kam aber mit dem Tippen nicht klar und ihr Einsatz beim Sprechen war entweder zu früh oder zu spät. Wir haben uns nicht wirklich unterhalten, aber hatten Spaß und die Fahrt war sehr kurzweilig. Als wir beide in Florenz ausstiegen, winkte sie mir ganz aufgeregt hinterher.
    Florenz hat zwei große Bahnhöfe, der Schnellzug hielt am Bahnhof „Campo di Marte“ mein Bus nach Pisa sollte am Bahnhof im Zentrum „Santa Maria Novella“ abfahren. Das sind 35 Minuten zu Fuß, ich hatte aber genügend Zeit und hab mich gefreut, noch mal durch die Stadt zu laufen.
    Die Gesellschaft, bei der ich das Ticket gelöst hatte, vertreibt innerhalb von Europa Busverbindungen. Ich hatte mit denen schon auf dem Hinweg mein Erlebnis vom Airport Pisa nach Florenz. Hab ich euch überhaupt nicht erzählt.
    Ich hatte diese Fahrt auch Online gebucht, man hatte mir bereits vorher schon per Mail mitgeteilt, dass mein gebuchter Bus nicht fährt, dass ich aber auf einen früheren oder späteren mit meinem Ticket ausweichen kann. Nach der Landung bin ich zu deren Serviceschalter, um zu fragen, wo der Bus abfährt. Aussage dort „Today all buses are canceled“. Prima! Null Hilfe oder Aussagen zu Alternativen, die habe ich dann selbst gefunden. Andere Gesellschaft, Abfahrt sofort.
    Heute nun die gebuchte Fahrt zurück nach Pisa. Keine eMail, da wird der Bus wohl fahren...
    Mein Unterbewusstsein hat mir schon signalisiert „das klappt nie“- selbsterfüllende Prophezeiung- natürlich hat es nicht geklappt. Alle möglichen Busse kamen, nur keiner nach Pisa. 🤔
    Also mal wieder Plan B. Ich stand ja schon am Bahnhof und Google sagte mir – Regionalbahn nach Pisa geht in 8 Minuten. 8 Minuten um ein Ticket zu lösen und den Bahnsteig zu finden sollte doch machbar sein. Also zackzack Frau Töpleb! Ticket lösen war easy, der Automat spricht meine Sprache, nur meine Kreditkarte wollte er nicht. Vorgang wiederholt... geklappt.
    Wo ist nur der Bahnsteig 1A? Ganz schlechte Beschilderung auf dem Bahnhof in Florenz.
    Gefunden 😄- was sehe ich, die Rücklichter des Zuges 👏. Der ist aber so was von pünktlich gefahren.
    Zeit für einen Kaffee...Espresso, ist hier oberlecker, so richtig dickflüssig. Die haben hier überall diese tollen Siebträgermaschinen.
    Der nächste Zug fuhr 30 Minuten später (ist zwei Minuten zu spät abgefahren).
    Jetzt sitze ich im Zug und bin kurz vor Pisa. Mal sehen, was es noch so aufregendes gibt in dieser Stadt. Die Check In Mail meiner heutigen Herberge klingt auch spannend. Ich bin tiefenentspannt, weil ich weiß, es gibt für alles eine Lösung.
    Read more

  • Day 4

    Reizüberflutung?

    October 10, 2016 in Italy ⋅ ⛅ 12 °C

    Heute war ich faul. Keine Ahnung warum, hatte heute morgen keine Lust die Stadt zu Fuß zu erobern und mir alle Highlights zu erlesen. Keine Lust auf Museen oder Kirchen. Wahrscheinlich waren das in den letzten Tagen zu viele Highlights, Tourihotspots, Kirchen und Museen - Reizüberflutung 🤔
    Dafür gibt es Alternativen. Ich habe mir ein Ticket für einen Hop on/ hop off Bus gekauft, mich gemütlich durch die Stadt schaukeln lassen und mir alle Fakten vom Audioguide erklären lassen, in deutsch natürlich, sollte ja nicht so anstrengend sein. Hab ja Urlaub.
    Es gibt zwei Runden a 45 Minuten. Die Strategie, die ich dabei verfolge, erstmal alles zeigen lassen und dann in der zweiten Runde da aussteigen, wo es interessant/ schön ist. Also bin gut eineinhalb Stunden mit dem Bus, natürlich Cabriostyle, durch die Stadtgefahren.
    Nicht nur die Arena zeugt in der Stadt von den Spuren der Römer, es lassen sich noch andere Spuren finden, die fast 2000 Jahre alt sind.
    Und Verona ist Mamor Stadt, der wird hier um die Ecke gewonnen und man zeigt es auch gern. Ganze Bürgersteige und Fußgängerzonen sind mit Mamor, statt mit Pflaster, belegt.
    Einige Ziele der Rundtouren kann man nicht mit dem Bus ansteuern, weil die Gassen zu eng oder es verkehrsfreie Zonen sind, es gibt dann einen Haltepunkt in der Nähe.
    Ich war dann wieder motiviert.
    Auf der Piazza delle Erbe wurde ich Zeuge eines mittelalterlichen Spektakels. Hier wurde eine Hochzeit nachgestellt, wessen, keine Ahnung. Romeo und Julia können es nicht sein, die durften sich nicht lieben und wie das Drama ausging... wissen wir ja alle.
    Der schönste Ort war oberhalb von Verona. Kein offizieller Busstop, man hält dort nur für ein paar Minuten an, damit alle ein Foto von dem tollen Blick auf die Stadt machen können.
    Kein offizieller Stopp...aber meiner 😉. Ich habe in der ersten Runde schon entschieden, dass wird mein finaler Ausstiegspunkt, auch wenn ich dann drei Kilometer ins Zentrum laufen muss. War ja nur abwärts.
    Ganz oben steht eine Festung, jedenfalls war sie das mal, militärische Kaserne, zum Schutz der Stadt, danach wurde sie als militärisches und politisches Gefängnis genutzt und heute ist es eine Wallfahrtskirche- das ist ja mal eine interessante Entwicklung.
    Auf dem Weg nach unten bin ich über ein nettes Lokal gestolpert und habe eine Trinkpause eingelegt. Kleiner Cocktail mit perfekter Aussicht auf die Stadt.
    Nach dem abendlichen Bummel durch versteckte Gasse musste es natürlich noch das Betthupferl- mein Eis sein 😃. Das gibt es auch noch um Mitternacht und ich hatte das jetzt jeden Abend, wir wollen ja nicht, dass sich hier Entzugserscheinungen einstellen.
    Eigentlich bin ich ja so der Schoki, Nuss und Karamell Eisfan, das Fruchteis ist aber so lecker, dass ich gerade die Front wechsele.
    Wie ich zu Hause mit den Eis- Entzugserscheinungen umgehe... keine Ahnung, am besten in einer Klinik... in Italien 😂.
    Read more

  • Day 3

    Ciao Verona

    October 9, 2016 in Italy ⋅ ⛅ 13 °C

    Arrivederci Florenz hieß es heute. Ich habe die Zeit bis zu meiner Abreise in der Sonne, auf der Dachterrasse meiner Herberge, mit einem grandiosen Blick auf die Kathedrale verbracht.
    Dann bin ich mit dem Flixbus (gibt es auch in Italien) für 5€ nach Verona gefahren. Zur Wirtschaftlichkeit des Unternehmens hab ich da heute sicher nicht beigetragen, wenn man bedenkt, dass es über 200 km sind und die Autobahn auch Maut kostet. Dafür aber zur Schonung meines Budgets 😃.
    Ciao Verona, erstmal Herberge finden und Rucksack los werden. Die Herberge, gebucht über Airbnb, war schnell gefunden, es öffnete aber niemand🤔. Ein älterer Herr ließ mich ins Haus. An der Wohnung geklingelt, keiner öffnet. Na dann rufen wir doch mal an...
    Und wieder ein erstes Mal, mein erstes Telefonat in einer Sprache, die nicht meine Muttersprache ist. Aber die Kommunikation mit Menschen, die ein genauso schlechtes/ gutes Englisch sprechen wie ich, klappt super. Zwei Minuten später kam der Herbergsvater angesprintet. Er wohnt im selben Haus in einer anderen Wohnung.
    Die Bude ist richtig edel, alles neu, sehr stylisch und das Beste, du „fällst“ aus der Tür und stehst direkt vor der Arena.
    Verona ist so ganz anders als Florenz, es wirkt auf mich viel edler und eleganter. Schon die Römer haben hier ihre Spuren hinterlassen. Die Arena ist so ein Zeugnis. Ist sogar älter als das Kolosseum in Rom. Heute finden dort im Sommer Theatervorstellung o.ä. statt. Leider nur bis Ende September. Da bin ich wohl zu spät.
    Und was muss man in Verona gesehen haben?
    Casa di Giulietta, das vermeintliche Familienhaus der Julia aus Shakespeare’s berühmten Drama „Romeo und Julia“.
    Nicht spektakulär dieser Ort, nur das, was die Menschen daraus machen. Dort werden heute Botschaften in Form von Briefen im Mauerwerk oder Klebis auf Wänden hinterlassen, die sich um Liebe oder Liebeskummer drehen. Es gibt sogar einen ehrenamtlichen Club, der diese, sind sie mit Absender versehen, im Namen von Julia beantwortet.
    Eine Skulptur von Julia steht dort seit 1972 und es soll Glück bringen (wohl in der Liebe), die rechte Brust von Julia zu berühren. Mmmh... hab ich nicht getan... und nun? Ich fand den Ort jetzt auch nicht besonders romantisch, zu viele Menschen in dem kleine Innenhof, die es alle auf die Brust von Julia abgesehen haben, ist schon ganz abgegriffen...
    Ich bin noch ein wenig durch die Gassen geschlendert, natürlich nicht, ohne mir meine tägliche Portion italienisches Eis zu gönnen.
    Das blöde im Oktober, es ist zwar noch Sommer hier, aber es wird ziemlich früh dunkel. Für Fotos ist das nicht so schön. Also verschieben wir die auf morgen.
    Read more

  • Day 2

    Versuchungen...

    October 8, 2016 in Italy ⋅ ⛅ 13 °C

    ...der süßen Art locken an jeder Ecke. Ab und an muss sich Frau da auch mal verführen lassen. Das Eis ist einfach soooo lecker.

    Während ich das gerade schreibe, sitze ich in einer Café Bar, hab einen Kaffee Latte und nen Muffin vor mir. An der Theke steht eine Dame im Fitness Outfit und bestellt sich nen O-Saft, natürlich frisch gepresst und macht am Tresen Dehnungsübungen 🙄. Muss ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben... Nö, jeder hat seine eigene Art, sich Glücksmomente zu schaffen...☺️Read more

  • Day 2

    Den Blick nach oben...

    October 8, 2016 in Italy ⋅ ⛅ 14 °C

    ...sollte man bei all den vielen alten Bildern und Skulpturen nicht vergessen. Beeindruckende Deckengestaltungen. Ok, bei einer Raumhöhe von 2,60m wirkt das jetzt nicht. Diese Arbeiten sind bewundernswert, Wochen/ Monate/ Jahre so filigran über Kopf zu arbeiten. Respekt. Ich bin schon genervt, wenn ich eine Decke weißen muss 🙄.Read more

  • Day 2

    Übersättigt von alten Meistern

    October 8, 2016 in Italy ⋅ ⛅ 15 °C

    Heute habe ich mich schon sehr früh auf den Weg gemacht. Nach einem schnellen italienischen Frühstück (Kaffee + süßem Teilchen), ging es zuerst in die Accademia di Belle Arti, Europas erste Akademie für Malerei, im Jahre 1563 gegründet.
    Neben Gemälden, die über 500 Jahre alt sind, wohnt dort seit 1863 David, die original Statue von Michelangelo. Man hat ihm dort Unterschlupf gewärmt, um ihn vor Umwelteinflüsse und Vogelkot zu schützen. Die Suche nach einem neuen zu Hause für ihn soll dreißig Jahre gedauert haben. Dafür wurde dann extra für ihn ein Kuppelraum errichtet, in dem man ihn jetzt bewundern kann. Für seine über 500 Jahre sieht er echt noch gut aus. An seinem alten Platz steht heute nur eine Kopie von ihm, die gab es gestern schon bei meinem nächtlichen Streifzug zu bewundern. Ein paar weitere Werke Michelangelo’s Bildhauerkunst sind in der Akademie auch noch zu bestaunen.
    Weil ich noch nicht genug von alten „Schinken“ hatte, ging es dann weiter in die Galleria degli Uffizi.
    Das Gebäude wurde im Auftrag der Familie de'Medici (die hatten über mehrere Generationen mal echt was zu sagen in dieser Stadt) 1559-81 erbaut, um die Ämter des Staates aufzunehmen.
    Inzwischen beherbergt die Galleria degli Uffizi in mehreren Sälen eine der reichhaltigsten und berühmtesten Gemäldesammlungen der Welt.
    Ich habe mich in beiden Häuser mit einem Audioguide ausstatten lassen, denn alle Beschreibung zu den Werken sind in Italienisch oder englisch. Wenn ich das alles in englisch lesen und verstehen muss, platzt mir der Schädel.
    Schon beeindruckend, was da vor mehreren Hundert Jahren geschaffen wurde und heute noch so viele Menschen anzieht.
    Ich war eher für die Portraits zu begeistern und Werke in kräftigen Farben. Die düsteren biblischen Werke sind nicht so meins. Auch jede Menge nackte Herr-lichkeiten aus Stein, Mamor oder Bronze, die Damenwelt ist da fast garnicht vertreten und wenn, sehen sie immer so leidend aus. Außerdem gab es aus der Galleria degli Uffiz noch einen tollen Blick auf den Ponte Vecchio um festzustellen, dass Florenz gerade im Gewitterregen untergeht.
    Dann reichte es aber auch mit den Alten Meistern. Den Gewitterguss habe ich dann erstmal bei Pizza und Vino Rosso ausgesessen. Kann man mal machen, am Nachmittag.
    Als Kontrastprogramm zu den vielen alten Meistern habe ich dann einen Abstecher in die Modewelt gemacht – Gucci Museum. Vom Kofferdesigner zum Modedesigner. Zum Teil erschreckend, was man so in den 70er getragen hat.
    Am Abend war ich verabredet. Bevor hier spekuliert wird, meine Verabredung war weiblich, 54 Jahre alt und reist seit fast 10 Jahren allein durch die Welt. Wir sind beim warten am Ticketschalter für die Galerie (und wir mussten lange warten) ins Gespräch gekommen und haben uns dann für den Abend zum alleinreisenden Erfahrungsaustausch auf ein Glas Wein verabredet. Wobei mein Beitrag da mehr aus staunen bestand. Und es wurde mehr als ein Glas Wein und das letzte ist wie immer schlecht gewesen, ihr kennt das...
    Read more