• just.lidi
  • Paul Prieß
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  • Paul Prieß

APAC 24 / 25

Mit einem Rucksack voller Vorfreude und einem Herzen, das nach Freiheit schlägt, brechen wir auf. Jede Kurve, jede Begegnung verspricht ein Stück Abenteuer - ich kann es kaum erwarten, was die Welt für uns bereithält! Lue lisää
  • Matkan aloitus
    11. joulukuuta 2024

    Wir packen die Rucksäcke & nehmen mit

    11. joulukuuta 2024, Saksa ⋅ ☁️ 2 °C

    Wir sind startklar!! 🎒 Die Rucksäcke bleiben unter 15 kg – trotz Laptops, Wolle und Backgammon 🫠 Packen für 6 Monate ist eine echte Herausforderung: Wie entscheidet man, was wirklich wichtig ist? Obwohl ich kein Neuling im Minimalismus bin, habe ich vermutlich doch zu viel eingepackt. Mal sehen, was am Ende wirklich mit auf die Reise geht – und was zurückbleibt 😅Lue lisää

  • Willkommen in Vietnam

    12. joulukuuta 2024, Vietnam ⋅ ☁️ 17 °C

    Angekommen in Hanoi! 🇻🇳 Der Flug verlief entspannt mit einem kurzen Zwischenstopp in Doha. Am Hamburger Flughafen gab es allerdings einen kleinen Schreckmoment: Uns wurde gesagt, dass wir ohne Rück- oder Weiterflugticket eventuell nicht nach Vietnam einreisen dürfen. Nach einigem Überlegen haben wir dann spontan einen Weiterflug nach Chiang Mai gebucht – der Plan stand ohnehin im Raum, da das Wetter in Hanoi aktuell recht frisch ist.

    In Hanoi angekommen, ging es zur Passkontrolle – und was soll ich sagen: Noch nie habe ich eine so unkomplizierte Einreise erlebt! Pass vorzeigen, kein einziges Wort sprechen, Stempel – und das war’s. Willkommen in Vietnam! 🇻🇳

    Unser Hotel liegt mitten im Old Quarter, also mitten im pulsierenden Leben. Der erste Eindruck von Hanoi: wuselig, lebendig, aber überraschend weniger laut, als erwartet. Alles wirkt kleinteilig und auf eine eigenwillige Art charmant. Es fühlt sich an, als ob diese Stadt eine ganz eigene Sprache spricht, die wir in den nächsten Tagen erkunden werden.
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  • Hanoi Tag 1: laut, wuselig & lecker

    13. joulukuuta 2024, Vietnam ⋅ ☁️ 18 °C

    Erster Tag in Hanoi: Ich habe erstaunlich gut geschlafen, Paul eher weniger – scheint, als könnte ich auch in einem Maschinenraum schlafen 😅 Und ja, Korrektur zu gestern - Hanoi ist wirklich laut 🫠!

    Der Morgen - wenn man nach der deutschen Zeit geht, hier aber auch Mittag genannt 😅 - startete mit einem guten Kaffee. Die Kaffeekultur hier ist echt beeindruckend, an jeder Ecke gibt’s kleine süße Cafés. Danach gab’s die erste Pho – war lecker, keine Frage, aber die beste Pho müssen wir definitiv noch finden. Damit war der Tag jedenfalls schon mal gut gestartet.

    Den Rest des Tages haben wir uns einfach treiben lassen. Irgendwo sind wir in eine Kunstgalerie reingestolpert und haben uns schlappgelacht, als wir ein Bild mit Olaf Scholz entdeckt haben – was für ein Zufall! Später ging’s dann noch zur berühmten Train Street. Anfangs wirkte das alles richtig spannend: Cafés direkt an den Gleisen, alle stehen erwartungsvoll rum. Aber als der Zug dann endlich kam, war’s irgendwie weniger spektakulär – ein paar Sekunden Zug und jede Menge Drumherum. Trotzdem, kann man mal mitnehmen.

    Fazit nach Tag 1: Hanoi ist laut, wuselig, das Street Food ist superlecker und günstig, und das Wetter? Könnte wärmer sein 😅 Aber irgendwie mögen wir’s!
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  • Fazit zu Hanoi

    14.–17. jouluk. 2024, Vietnam ⋅ ☁️ 16 °C

    Hanoi – 5 Tage voller Farben, Geräusche und Geschmack! Die ersten drei Nächte haben wir mitten im Old Quarter gewohnt, direkt im Herzen des Trubels. Laut, wuselig, ein bisschen chaotisch – aber auf seine eigene Art charmant. Die Leute sind zurückhaltend, aber freundlich, und auch ohne Vietnamesisch-Kenntnisse kommt man irgendwie klar – mit Händen, Füßen und einem Lächeln.

    Beim Essen sind wir schnell bei Banh Mi und Pho gelandet. Beides lecker, auch wenn mein Magen nach der Pho noch ein bisschen gebraucht hat 🫠. Eine richtige Anleitung von einem Einheimischen wäre manchmal Gold wert, denn bei vielen Gerichten hat man einfach keine Ahnung, was einen erwartet.

    Nach drei Tagen brauchten wir eine Pause vom Trubel und haben uns ein ruhiges Appartement etwas außerhalb genommen – 50 qm für unter 30€ pro Nacht 👌🏼 Hier war alles entspannter, und wir waren gefühlt die einzigen Europäer weit und breit. Allerdings war die Verständigung auf Englisch noch schwieriger, aber irgendwie klappte es am Ende immer.

    Die letzten Tage haben wir zum Arbeiten genutzt und den Jetlag einfach gewähren lassen – lange geschlafen und bis spät in die Nacht am Laptop gesessen. Heute früh wollten wir noch etwas Kultur mitnehmen und sind ins National Nature Museum gelaufen. Die Überraschung war groß, als wir feststellten: Das „Museum“ bestand aus genau einem Raum! Aus dem geplanten zweistündigen Kulturprogramm wurden am Ende 15 Minuten und ein gemütlicher Spaziergang zurück 😌.

    Unser Fazit: Hanoi ist definitiv einen Abstecher wert – laut, bunt und auf seine ganz eigene Art besonders.

    Jetzt sitzen wir am Flughafen voller Vorfreude. In einer Stunde geht’s weiter nach Chiang Mai – Zeit für Sonne, lecker Thai Curry und das nächste Abenteuer!
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  • Chiang Mai

    17. joulukuuta 2024, Thaimaa ⋅ ☀️ 22 °C

    In Chiang Mai angekommen! 🇹🇭 Die Einreise lief – wie schon in Vietnam – wortlos und entspannt. Ein 60-Tage-Stempel, Pass zurück, fertig. Raus aus dem Flughafen, rein ins warme Wetter – endlich nur im T-Shirt draußen sitzen und unser traditionelles Ankommen-Bierchen genießen: Check ☑️.

    Mit dem Taxi ging’s zur Unterkunft, kontaktloser Check-in – herrlich unkompliziert. Das Appartement ist groß und hat mehr als wir für die nächsten paar Tage brauchen. Es fühlt sich gut an, wieder in Thailand zu sein. 🤍

    Jetzt heißt es erstmal ankommen, durchatmen und genießen, dass wir wieder im Land des Lächelns sind.
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  • Sommerlaune und Rollersuche

    18. joulukuuta 2024, Thaimaa ⋅ ☀️ 27 °C

    Der Jetlag lässt langsam nach, und wir kommen jeden Tag etwas früher aus den Federn. Nach dem Duschen griffen wir heute zum ersten Mal zur Sonnenmilch – der Geruch allein fühlt sich nach Urlaub an! ☀️ Temperaturen um die 30 Grad und endlich Sommerfeeling – ich liebs 😌

    Unser Appartement liegt etwas außerhalb der Altstadt von Chiang Mai, aber 1,5 Stunden Fußmarsch sind ja für Deutsche quasi „um die Ecke“ 😄. Also machten wir uns auf den Weg. Nach der Hälfte hielt ein TukTuk an, und nach ein bisschen Verhandeln fuhren wir bequem den Rest der Strecke.

    Die Altstadt hat uns echt überrascht: Sauber, entspannt und mit unglaublich vielen schönen Tempelanlagen. Nach einer kleinen Mittagsstärkung machten wir uns auf die Suche nach Rollerverleiher. Aber das war gar nicht so einfach, denn die meisten Roller haben entweder zu wenig Power oder sind durch Touristen schon weg, die auch den Mae Hong Son Loop machen.

    Nach zwei erfolglosen Versuchen und mehreren Telefonaten dachten wir schon, es wird nichts mehr. Aber dann, um die nächste Ecke, entdeckten wir einen großen Rollerverleih mit eigener Werkstatt – Jackpot! Dort hatten wir Glück: Noch zwei ziemlich neue 125ccm Roller, die vor dem Ausleihen gründlich durchgecheckt wurden. Gepäckträger montiert, Seile zum Festmachen mitgegeben und sogar richtig gute Helme – das ist in Thailand echt nicht selbstverständlich.

    Und so rollten wir nach Hause, mit den neuen Rollern und großer Vorfreude auf die nächsten drei Wochen voller Fahrspaß und Abenteuer!
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  • Mae Hong Son Loop - Tag 1

    20. joulukuuta 2024, Thaimaa ⋅ ☀️ 26 °C

    Von Kurvenspaß zu Off-road Abenteuer

    Heute ging’s endlich los: Mit unseren Rollern starteten wir den Mae Hong Son Loop – im Uhrzeigersinn. Über 200 km standen auf dem Plan, und schon nach den ersten 80 km war eine Pause dringend nötig. Es gab eine superleckere Nudelsuppe, die so schnell verputzt war, dass ich nur noch die leeren Teller fotografieren konnte. Bestellen war allerdings ein Abenteuer – ohne Englischkenntnisse und mit Übersetzungshilfe eines netten Thai-Gastes bekam ich am Ende trotzdem die falschen Nudeln 😅

    Weiter ging’s zum Wachirathan-Wasserfall im Nationalpark. Ein echter Touri-Stopp, beeindruckend, aber schnell abgehakt. Dafür entschädigten die Straßen im Park: neu, kurvig und ein echter Fahrspaß! Mit unseren Honda Clicks hatten wir riesigen Spaß – obwohl Paul bei manchen Anstiegen gerne mehr Power gehabt hätte (ich war schon kurz davor, ihn anzuschieben 😄).

    Dann wurde es abenteuerlich: die asphaltierte Straße endete plötzlich, und wir fanden uns auf einem Lehmpfad mitten in der Natur wieder. Was wir für eine kurze Offroad-Strecke hielten, zog sich über eine Stunde – abenteuerlich und witzig, aber auch super anstrengend.

    Durch die Extrazeit auf dem Offroad-Abschnitt wurde es dunkel, kalt und irgendwann echt ungemütlich. 15 km vor unserem Ziel kamen wir plötzlich in ein Tal – warm, stickig, 80% Luftfeuchtigkeit. Ein Dampfbad auf zwei Rädern! So kamen wir halb durchgewärmt und erschöpft an der Unterkunft an.

    Fazit: Unsere Roller machen richtig Laune, und die meisten Straßen sind ein absoluter Traum. Aber 8 Stunden auf dem Roller mit nur kurzen Stopps sind einfach zu viel – nächstes Mal planen wir kürzere Etappen, um mehr Zeit für die schöne Landschaft und kleine Abenteuer zu haben. 😊
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  • Mae Hong Son Loop - Tag 2

    21. joulukuuta 2024, Thaimaa ⋅ ☀️ 26 °C

    Kurven, Höhenmeter und ein verschlafenes Städtchen 🛵

    Heute Vormittag ging’s weiter mit unserer Tour auf dem Mae Hong Son Loop. Diesmal standen etwa 100 km auf dem Plan – und wir waren schlauer als gestern: wärmere Sachen waren parat, denn die Route führte uns wieder ordentlich hoch in die Berge. Die Höhenmeter brachten zwar schattige Abschnitte, aber auch unglaublich schöne Ausblicke – und Fahrspaß ohne Ende!

    Die Hauptstraße des Loops ist hervorragend ausgebaut, die Kurven machen einfach Laune, und die Strecke ist in einem super Zustand. Abenteuerlicher wurde es, als wir von der Route abfuhren, um ein paar Spots abseits der Strecke anzufahren. Da wird die Fahrt gleich nochmal spannender, mit kleinen Herausforderungen auf weniger perfekten Straßen.

    Am Nachmittag erreichten wir unser Tagesziel: Khun Yuam, ein verschlafenes Städtchen mit einer einzigen Hauptstraße. Hier wird an einem Samstagabend so früh „zugemacht“, dass wir uns fragten, ob die Bürgersteige überhaupt je ausgeklappt waren 🫠. Trotzdem hatte die Stadt ihren Charme: die Locals waren superfreundlich, haben uns angelächelt und gegrüßt, und das Essen war günstig und richtig gut – perfekt für einen Zwischenstopp auf der Durchreise.

    Morgen früh geht’s für uns weiter, und wir sind gespannt, welche Abenteuer und Eindrücke der nächste Tag bringen wird!
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  • Mae Hong Son Loop - Tag 3&4

    22.–23. jouluk. 2024, Thaimaa ⋅ ☀️ 25 °C

    Noch mehr Kurven, Idylle und eine Schlammpackung

    Obwohl das verschlafene Khun Yuam so ruhig wirkte, war unser Hotel überraschend hellhörig. Die Nacht war alles andere als erholsam – mehrmals wach geworden, und früh am Morgen war’s dann durchgehend laut. Der Vorteil? Wir waren früh wach und bereit zur Weiterreise! Also Rucksäcke an die Roller geschnallt und los ging’s, weiter durch die Kurven des Mae Hong Son Loops.

    Heute standen 90 km auf dem Plan. Unsere erste Pause machten wir an einem Aussichtspunkt mit einem schnuckeligen Biker-Café. Bei einem guten Kaffee und einem fantastischen Blick auf die Berge konnten wir den Moment genießen, bevor es weiterging nach Mae Hong Son Stadt. Dort hielten wir an einem kleinen See, um Mittagspause zu machen, und wurden kulinarisch richtig verwöhnt: das bisher beste Thai Red Curry, eine unfassbar leckere Tom Yam Soup und dazu ein erfrischender Wassermelonen-Shake – mehr kann man sich nicht wünschen.

    Nach der Pause ging’s zur nächsten Unterkunft: ein kleines Dörfchen direkt am Flussufer. Die Anlage bestand aus zwei Stelzen-Bungalows und einem süßen Café mit schattigen Sitzmöglichkeiten – und das Beste: Wir hatten alles komplett für uns allein! Die Ruhe und Idylle waren so beeindruckend, dass wir spontan entschieden, eine weitere Nacht zu bleiben. Am Nachmittag nutzten wir die Zeit, um ein bisschen zu arbeiten und den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.

    Am nächsten Tag gönnten wir uns eine ganz besondere Pause im Phu Klon Mud Spa, einer der Top-Wellness-Spots in Thailand. Hier wird schwarzer Mineralschlamm aus heißen Quellen gewonnen, der reich an Mineralien ist und die Haut pflegt. Für uns gab’s das volle Programm: 3,5 Stunden in einem privaten Raum mit Gesicht- und Körper-Schlammpackungen, sanftem Peeling, einem Bad im Jacuzzi mit warmem Phu Klon Wasser und Blick auf Berge und Reisfelder. Zum krönenden Abschluss gab es eine entspannende Ganzkörpermassage. Diese kleine Auszeit war die perfekte Gelegenheit, nach den letzten Tagen auf dem Roller abzuschalten, die Eindrücke sacken zu lassen und Körper und Seele baumeln zu lassen.
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  • Mae Hong Son Loop - Tag 5

    24. joulukuuta 2024, Thaimaa ⋅ ☀️ 22 °C

    Weihnachten am Lagerfeuer 🎄🔥

    Weihnachten mal anders: Nach einem Kaffee und kurzem Packen ging’s wieder auf die Straße – diesmal eine kurze Etappe von nur 15 km weiter hoch in die Berge. Eine halbe Stunde später erreichten wir unsere Unterkunft: ein kleines, einfaches Bungalow direkt am Flussufer. Nichts Luxuriöses, aber für uns genau richtig.

    Zum Mittagessen hatten wir ein besonderes Ziel: Ban Rak Thai, ein kleines Dorf ganz oben in den Bergen, direkt an der Grenze zu Myanmar. Das Dorf wurde ursprünglich von chinesischen Kuomintang-Soldaten gegründet, die sich nach dem chinesischen Bürgerkrieg hier niederließen. Heute ist es bekannt für seine Teefelder, traditionelle chinesische Architektur und die idyllische Lage an einem kleinen See.

    Nach einem leckeren Lunch parkten wir die Roller am Dorfsee und machten uns auf zu einem Spaziergang rund um das Wasser. Der See ist in etwa so groß wie die Binnenalster in Hamburg und von einer malerischen Kulisse umgeben. Auf einer Terrasse einer noch unbelegten Unterkunft machten wir es uns kurz bequem und überlegten, ob es im Dorf noch Unterkünfte gibt, die man nicht online findet. Wir zogen los und fragten hier und da nach freien Zimmern, aber die schönsten Unterkünfte waren für den Abend alle schon ausgebucht. Also ließen wir den Gedanken wieder los und genossen stattdessen den gemütlichen Spaziergang.

    Anschließend fuhren wir weiter, machten einen kleinen Abstecher in einen Nationalpark und drehten dort eine entspannte Runde zu Fuß, bevor es zurück zu unserem Bungalow ging. Dort wartete der perfekte Ort auf uns: Decken und Kissen am Flussufer, Sonne im Gesicht und eine Feuerstelle direkt nebenan.

    Die Idee für den Abend war schnell geboren: ein Lagerfeuer! Vor dem Dinner sammelte Paul Holz, und sobald wir gegessen haben, entfachten wir unser Weihnachtsfeuer. Mit Musik, ein paar Drinks und sogar ein paar Dancemoves um die Flammen herum wurde unser Weihnachtsabend unvergesslich. Kein Baum, keine Geschenke, aber ein Abend, der sich ganz besonders angefühlt hat. 🎄
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  • Mae Hong Son Loop - Tag 6&7

    25.–27. jouluk. 2024, Thaimaa ⋅ ☀️ 20 °C

    Pai: Kurven, Idylle und neue Begegnungen

    Am Morgen ging’s auf die Straße – 114 km voller Kurven durch die beeindruckende Landschaft Richtung Pai. Die Strecke war ein Traum: wenig Verkehr, wunderschöne Ausblicke und dennoch voller Überraschungen. Denn hinter jeder Kurve könnten Wasserbüffel auf der Straße stehen – und während Autos sich mit einem Hupen Platz verschaffen, hatten wir auf unseren Rollern doch etwas mehr Respekt vor den Hörnern 😅.

    Etwa auf halber Strecke hielten wir für einen Lunch in einem kleinen Straßencafé. Einfach, günstig und unglaublich lecker – typisch Thailand eben! Am Nachmittag erreichten wir unsere Unterkunft, die einem kleinen Paradies glich. Ein wunderschön angelegter Garten mit Teichen, Baumstammsitzplätzen und blühenden Pflanzen – und als Begrüßung ein einmonatiger Welpe namens Lio, der uns direkt um den Finger wickelte. Wir waren so begeistert, dass wir spontan eine weitere Nacht buchten.

    Am Abend ging’s in die Stadt zur berühmten Pai Walking Street. Nach der Ruhe der letzten Tage war das ein krasser Kontrast: bunt, lebendig und mit einem Hauch Hippie-Vibes. Viele kommen für ein paar Tage, bleiben aber oft Wochen oder sogar Monate. Das Essen war fantastisch, und wir haben uns an den vielen Street-Food-Ständen durchprobiert.

    Der nächste Morgen begann neblig, die Berge waren kaum zu sehen, und die Temperaturen lagen bei frischen 16 Grad. Eingekuschelt in Decken genossen wir die Ruhe auf der Terrasse, bevor es gegen 11 Uhr losging.

    Unser erster Stopp war die Kho Ku So Bamboo Bridge, die sich elegant über Reisfelder windet. Ursprünglich von Mönchen erbaut, um einen Tempel besser zu erreichen, ist die Brücke heute ein Highlight für Besucher und bietet einen entspannten Spaziergang durch eine einmalige Kulisse. Auf dem Weg dorthin machten wir einen Stopp in einem kleinen Straßencafé und genossen ein leckeres Lunch – günstig und unglaublich frisch.

    Nach der Bamboo Bridge ging’s in die Berge: steile Anstiege, holprige Straßen und wilde Natur pur begleiteten uns auf dem Weg nach Doi Miang und später weiter nach Doi Mae Yan. Die Herausforderung der Strecke wurde mit spektakulären Ausblicken belohnt – von ganz oben konnte man die Stadt Pai und die umliegenden Berge sehen. Ein echtes Highlight der Tour!

    Zum Sonnenuntergang führte uns die Route schließlich zum Pai Canyon. Der Spot ist zwar ein beliebtes Touristenziel und entsprechend gut besucht, aber wir fanden trotzdem ein ruhiges Plätzchen, um den Moment zu genießen. Die schmalen, bizarren Felsformationen, kombiniert mit dem Blick auf die untergehende Sonne hinter den Bergen, waren einfach magisch. Ein absoluter Wow-Moment, der die Schönheit dieser Region perfekt einfängt!

    Zum Abschluss des Tages ging’s zum Dinner in ein kleines Thai-Restaurant, nur einen kurzen Spaziergang von unserer Unterkunft entfernt. Das Essen war phänomenal: drei Gerichte, die uns umgehauen haben – und das Ganze für nur 95 Baht (ca. 3 Euro). Im Restaurant kamen wir mit einem Pärchen ins Gespräch: eine Kanadierin und ein Engländer, beide Mathe-Lehrer, die früher in Bangkok lebten und jetzt für den Urlaub nach Thailand zurückgekehrt sind. Sie erzählten von ihrer Liebe zu diesem Land, das für sie wie eine zweite Heimat ist. Ein wunderschöner Abschluss für zwei erlebnisreiche Tage in Pai!
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  • Mae Hong Son Loop Adé - Tag 8&9

    27.–29. jouluk. 2024, Thaimaa ⋅ ☀️ 29 °C

    Vom Mae Hong Son Loop zur Entspannung am Pool☀️

    Wie immer startete unser Morgen mit Kaffee auf der Terrasse – ein kleines Ritual, das uns gut in den Tag bringt. Danach hieß es schnell packen. Ich muss sagen, wir feiern unsere Rucksäcke: praktisch, gut organisiert und dabei noch leicht und stylisch. Das Packen ist jedes Mal ein Kinderspiel – alles hat seinen Platz, dank cleverer, teilweise versteckter Fächer. Die lange und aufreibende Suche nach dem perfekten Rucksack zahlt sich aus 👌🏼

    Rucksäcke geschnallt, ging’s los – 111 km lagen vor uns. Doch anders als die bisherigen Etappen war heute viel Verkehr auf der Strecke. Nach wohl heftigen Regenfällen in den letzten Tagen in der Region gab es außerdem frische Erdrutsche und viele Baustellen, was mit dem hohen Verkehrsaufkommen zu einigen Staus führte. Nach der Hälfte der Strecke waren wir ziemlich müde und legten eine Mittagspause ein. Wie immer suchten wir uns ein authentisches Thai-Lokal am Straßenrand aus, wo nur Einheimische saßen. Und wieder einmal war’s ein Volltreffer: leckeres Essen zu unschlagbaren Preisen.

    Nach dem Lunch war die Hauptverkehrszeit vorbei, und die Straße leerte sich spürbar. Ab hier konnten wir die Fahrt wieder genießen. 20 km vor unserem Ziel verließen wir schließlich den Mae Hong Son Loop – ein kleines wehmütiges Gefühl, denn dieser Abschnitt unserer Reise war ein echtes Abenteuer. Doch wir freuen uns auf den nächsten Reiseabschnitt.

    Unsere Unterkunft? Ein verstecktes Juwel: eine wilde Gartenanlage mit süßen kleinen Bungalows, die mitten im Grünen liegen. Und – zum ersten Mal – ein Pool! Ein perfekter Ort, um die Seele baumeln zu lassen und ein bisschen Urlaubsfeeling aufkommen zu lassen.

    Badeshorts und Bikini an, Sonnencreme aufgetragen, und ab a den Pool. Das war genau das, was wir nach den letzten Tagen gebraucht haben: Sonne tanken, abschalten und den Kopf freibekommen.

    Am Nachmittag wurde es dann etwas aktiver – zumindest im Kopf: wir holten das Backgammon raus und zockten ein paar Runden. Am Ende ging ich als Siegerin des Abends raus, was den Tag perfekt abrundete 😅 Zumindest für mich 🫠

    Der nächste Tag stand ganz im Zeichen des Nichtstuns. Wir sonnten uns, Paul vertiefte sich in sein Buch, und ich holte nach längerer Pause mein Strickzeug raus. Es fühlte sich so gut an, einfach mal die Zeit zu haben, an einem neuen Design zu tüfteln. Die Entschleunigung setzte nach und nach ein, und wir genossen die Ruhe dieses kleinen Paradieses.
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  • Ein Hauch von Kolonialstil: Maekok

    29.–30. jouluk. 2024, Thaimaa ⋅ ☀️ 26 °C

    Nach einem entspannten Tag am Pool hatten wir Lust auf mehr „Urlaub“. Also gönnten wir uns etwas Besonderes und buchten eine Unterkunft mit einem wunderschönen Pool, großzügigem Zimmer und hoteleigenem Restaurant für die kommenden Tage. Ein bisschen Luxus nach drei Wochen spartanischem Reisen, um so richtig abzuschalten.

    Statt den direkten Weg auf der Autobahn zu nehmen, entschieden wir uns für einen Umweg – und es war eine gute Entscheidung! 175 km, die uns durch eine fast leere Straße führten, vorbei an endlosen Kurven, viel Natur und unzähligen Tempelanlagen. Je weiter wir in nordöstliche Richtung kamen, desto mehr häuften sich die Tempel, die wie an einer Perlenschnur aneinandergereiht schienen – von kleinen versteckten Schreinen bis zu imposanten, großen Anlagen.

    Das Highlight der Strecke? Ein Warnschild mit Affen. Natürlich hielten wir die Augen offen – und wurden belohnt. Ein paar Affen tummelten sich am Straßenrand! Aber typisch für uns: Bis wir das Handy zückten, waren sie schon wieder verschwunden. Immerhin schafften wir es, einen flüchtenden Affen einzufangen – naja, zumindest auf einem unscharfen Foto 🐒

    Mittags legten wir eine Pause in einem kleinen Thai-Lokal ein. Nur ein Tisch war besetzt, von ein paar Männern, die ihren Sonntag mit gutem Essen und reichlich Getränken feierten – und das kurz vor zwölf 😄. Sie fanden uns in ihrem Stammlokal natürlich hochinteressant, besonders Pauls Größe. So kam es, dass er für ein paar Erinnerungsfotos posieren durfte – ein lustiger Zwischenstopp, bevor es weiterging.

    Am frühen Nachmittag erreichten wir dann unsere Unterkunft – und waren einfach nur begeistert! Die Anlage wirkt wie ein kleines Juwel aus einer anderen Zeit. Ein betagtes britisches Ehepaar führt diese Unterkunft mit Herz, und der koloniale Stil prägt das gesamte Ambiente. Hohe, luftige Räume mit schlichten Holzelementen, filigrane Geländer aus dunklem Holz und geschmackvolle, minimalistische Dekorationen, die der gesamten Anlage einen eleganten, aber entspannten Charakter verleihen. Der Garten ist unglaublich gepflegt, mit üppigem Grün, großem Teich und Wegen, die zum Erkunden einladen.

    Unser Zimmer ist einfach perfekt: großzügig, gemütlich und mit einem Balkon, der ins Grüne zeigt. Mit seinen Bambusmöbeln und dem Blick auf den Garten ist es der ideale Ort, um die Füße hochzulegen und die letzten Wochen Revue passieren zu lassen. Besonders abends, wenn die Lichter angehen und der Garten in warmes Licht getaucht wird, ist die Atmosphäre einfach magisch.

    Nach all den abenteuerlichen Tagen auf dem Mae Hong Son Loop ist das hier genau das, was wir brauchen: ein Ort, der uns Ruhe schenkt und gleichzeitig inspiriert. Wir freuen uns auf die nächsten Tage – und darauf, hier ganz entspannt ins neue Jahr 2025 zu starten.
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  • Maekok River Village Resort

    30. jouluk.–5. tammik. 2025, Thaimaa ⋅ ☀️ 20 °C

    Die letzten sechs Tage standen ganz im Zeichen des Müßiggangs: Sonne tanken am Pool, ausgedehnte Schwimmrunden, viele Partien Backgammon und jede Menge Strickstunden. Es tat so gut, einfach mal die Seele baumeln zu lassen und die Eindrücke der letzten Wochen sacken zu lassen. Klar, hier und da haben wir doch ein wenig gearbeitet – aber der Fokus lag eindeutig auf Erholung.

    Silvesterabend: Erwartungen vs. Realität
    Unser Silvesterabend war… sagen wir, anders als geplant. Paul hatte ein paar Raketen organisiert, aber ehrlich gesagt, war der Tag so entspannt, dass wir gegen 22 Uhr einfach eingeschlafen sind. Gegen Mitternacht weckte mich plötzlich lautes Knallen – Feuerwerk! Ich sprang auf, raus auf den Balkon, überall bunte Lichter am Himmel. Schnell zurück ins Zimmer, Paul wecken, das Handy suchen… aber als ich um 00:01 die Kamera an hatte, war der Zauber auch schon vorbei 😂 Es knallte hier und da noch ein wenig, aber ich konnte nichts mehr einfangen. Happy New Year!

    Am nächsten Abend beschlossen wir, unsere Raketen nachzuholen. Die Vorstellung eines kleinen privaten Feuerwerks klang so schön, doch die Realität sah anders aus – die Raketen verpufften schneller als wir “Happy New Year” sagen konnten. Aber hey, wir haben herzlich gelacht, und das zählt doch am meisten, oder?

    Fun Fact: In den umliegenden Bergregionen feiern die Völker Silvester nicht nur am 31. Dezember, sondern in einer Art Festivalmodus von Mitte Dezember bis Mitte Januar. Es gibt keine festgelegte Nacht; stattdessen knallt es immer wieder – morgens, mittags und abends. Diese Tradition steht im Zusammenhang mit alten Erntefesten und dem Übergang ins neue Jahr, der hier viel flexibler gesehen wird als bei uns.

    Am zweiten Abend des neuen Jahres waren wir in einem kleinen, charmanten Lokal gleich um die Ecke essen. Am großen Tisch feierte eine große thailändische Familie. Noch während wir aufs Essen warteten, kam der Familienvater zu uns, legte uns eine Tüte gesalzener Erdnüsse auf den Tisch und wünschte uns ein herzliches “Happy New Year”. Dieser Moment hat uns so berührt. Die Freundlichkeit und Wärme der Thais ist einfach unfassbar schön.

    Ein weiterer herzerwärmender Moment folgte kurz darauf: Eine ältere Frau kam mit Tüten voller Mandarinen vorbei. Mandarinen sind hier übrigens etwas ganz Besonderes – die Region ist bekannt für ihre großen Plantagen, und die süßen, saftigen Früchte werden frisch an Straßenständen verkauft. Sie überreichte mir eine Tüte mit den Worten: „For you, Happy New Year!“ Und tatsächlich, die Mandarinen waren ein Traum – so süß und frisch, als hätte man die Sonne mitgegessen 😊
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  • Zurück nach Chiang Mai

    5.–7. tammik. 2025, Thaimaa ⋅ ☀️ 23 °C

    Nach einigen Überlegungen beschlossen wir, die Strecke nach Chiang Mai in zwei Etappen aufzuteilen. Unser Zwischenziel: Chiang Dao, ein kleines Städtchen, das ziemlich genau auf halber Strecke liegt. Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir uns auf den Weg und erreichten gegen Mittag unsere Unterkunft – ein kleines Zimmer im Retro-Stil der 90er Jahre. Für gerade einmal 10 € pro Nacht war es als Zwischenstopp absolut ausreichend.

    Draußen vor unserem Zimmer fanden wir eine kleine Sitzecke. Viel zu sehen gab es in Chiang Dao nämlich nicht. Doch dann tauchte ein südkoreanischer Mann auf und setzte sich zu uns. Sein Begrüßungssatz: „Also ich weiß auch nicht, was es hier sonst so gibt. Ich bin das erste Mal in Chiang Dao, und viel ist hier ja wirklich nicht.“ Das brach sofort das Eis, und wir lachten uns durch ein Gespräch, das skurriler nicht hätte sein können.

    Der Mann erzählte uns, dass er in Südkorea eine Weinfarm betreibt, aber – wie er selbst zugab – keinen wirklich guten Wein herstellen kann. „Nur süß, nur süß!“ sagte er lachend. Besonders schwierig sei die Herstellung von Weinmarmelade, da die Gelatine-Dosierung oft misslingt: mal zu viel, dann ist die Marmelade ein einziger Klumpen, mal zu wenig, dann wird sie zu flüssig. Sein trockener Humor und die ehrliche Selbstironie machten den Nachmittag sehr kurzweilig und so ging der Tag schneller vorbei, als wir erwartet hätten.

    Am nächsten Morgen starteten wir unsere Weiterreise nach Chiang Mai. Auf dem Weg machten wir einen kurzen Zwischenstopp in einem künstlich angelegten Naturpark. Der war wirklich hübsch gestaltet, aber nach etwa einer Stunde hatten wir alles gesehen und machten uns wieder auf den Weg. Kurz nach eins erreichten wir schließlich unser Ziel: Chiang Mai.

    Unsere Unterkunft war perfekt gelegen, direkt in der Old City und nur wenige Schritte von unserem Rollerverleiher entfernt. Das Zimmer war wunderschön und bot genau die richtige Atmosphäre, um unseren letzten Tag in Thailand zu genießen. Nachdem wir uns kurz erholt hatten, verabschiedeten wir uns von unseren Rollern – drei Wochen voller 2-Rad-Abenteuer gingen damit zu Ende.

    Der Rest des Tages gehörte Chiang Mai: Wir schlenderten durch die Straßen, genossen das lebhafte Treiben, und am Abend besuchten wir den Night Bazaar. Dort probierten wir uns durch die vielen Marktstände, von herzhaften Snacks bis zu süßen Leckereien. Es war der perfekte Abschluss unseres Thailand-Abenteuers.

    Nach einer erholsamen Nacht heißt es jetzt Abschied nehmen. Mit einem wehmütigen Blick zurück und viel Vorfreude auf das, was kommt, geht es heute zum Flughafen. Nächstes Kapitel: Kuala Lumpur – wir kommen! 🌏

    Thailand, du warst wunderbar – von der atemberaubenden Natur bis zu den herzlichen Menschen. Wir nehmen all die kleinen und großen Abenteuer mit, die uns für immer in Erinnerung bleiben werden.
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  • Die ersten Eindrücke aus Kuala Lumpur

    7.–8. tammik. 2025, Malesia ⋅ ☁️ 26 °C

    Holpriger Start, tropischer Empfang

    Manchmal kommt es anders, als man plant – die Ankunft in Kuala Lumpur war genau so ein Moment. Bereits mittags machte sich ein leichtes Unwohlsein bemerkbar: kein Appetit, Kopfschmerzen – nichts Großes, dachte ich. Doch während des Flugs wurde aus diesem leichten Ziehen eine unangenehme Migräne. Drei Stunden können ziemlich lang vorkommen, wenn der Kopf pocht – aber hey, durchbeißen und weitermachen!

    Am Flughafen lief zum Glück alles glatt. Die Passkontrolle war schnell und unkompliziert – zack, ein neuer Stempel im Pass. Check. Und dann raus an die frische Luft – naja, an die feuchte Luft. „Frisch“ ist hier definitiv Definitionssache, bei Luftfeuchtigkeit zwischen 91 und 98 Prozent. Es fühlt sich an wie ein kostenloses Dampfbad, das man nicht gebucht hat 😂

    Mit Grab fuhren wir dann zu unserem Apartment. Während der Fahrt waren wir beeindruckt von der guten Infrastruktur – breite, gepflegte Straßen, die durchaus an Europa erinnerten. Unser erster Eindruck von Kuala Lumpur: modern, aufgeräumt und einladend.

    Unser Apartment liegt in einem riesigen Gebäudekomplex mit allem, was man braucht – Geschäfte, Restaurants, sogar ein Kino. Da wir recht spät ankamen, blieb am Abend nicht mehr viel Zeit für die Erkundung des Dachterrassenbereichs mit Infinity Pool, Whirlpools, Gym, Sauna und Dampfbad, und es ging direkt ins Apartment. Das Apartment selbst erstreckt sich über zwei Ebenen – unten ein offener Koch-, Ess- und Wohnbereich, oben das Schlafzimmer. Perfekt, um es sich gemütlich zu machen.

    Nach einer schnellen Orientierung fielen wir müde ins Bett. Der nächste Morgen begann für mich unerwartet früh, obwohl ich mich immer noch etwas matschig von der Migräne am Vortag fühlte. Trotzdem wurde der Tag produktiv: ein bisschen Arbeit, ein bisschen Ankommen. Es tat gut, sich langsam in den neuen Rhythmus einzufinden.

    Zum Abendessen gab’s dann etwas, worauf ich mich schon gefreut hatte: Paul hat sein berühmtes Chili gekocht! Genau das, was ich nach diesem etwas zähen Start gebraucht habe. Essen, Füße hoch und einfach ankommen.

    Fazit: Trotz etwas holprigem Start bin ich froh, hier zu sein. Kuala Lumpur fühlt sich direkt spannend und aufregend an – ich bin gespannt, was die nächsten Tage bringen!
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  • KL - die ersten Tage

    9.–13. tammik. 2025, Malesia ⋅ ☁️ 33 °C

    Zwischen Infekt, Dampfbad und Stadterkundung

    Die ersten Tage in Kuala Lumpur rasten nur so an uns vorbei – und waren alles andere als entspannt. Wie sich herausstellte, hatte ich wohl doch einen Infekt aus Thailand mitgebracht. Ein „Souvenir“, auf das ich gut und gerne hätte verzichten können. Kopfschmerzen und Erbrechen begleiteten mich, und die Luftfeuchtigkeit machte es nicht gerade besser. Eigentlich liebe ich es warm und wohlig bei 30 Grad und 70–80 % Luftfeuchte. Aber über 90 %? Da musste auch ich kapitulieren und mich regelmäßig in klimatisierte Räume zurückziehen.

    Am Wochenende stand schließlich die Erkundung der Stadt auf dem Programm. Von unserem Apartment aus führte uns der Weg durch eine Mall – klimatisiert, versteht sich – zur Metrostation. Die Metro in Kuala Lumpur ist beeindruckend: modern, sauber und perfekt organisiert. Nach ein paar Stationen erreichten wir das Zentrum und liefen zu den berühmten Petronas Twin Towers.

    Die Straßen, gesäumt von glitzernden Wolkenkratzern mit Glasfassaden, sind zugleich von einem satten Grün umgeben, das wie aus einer anderen Welt wirkt. Die hohe Luftfeuchtigkeit, die uns Menschen so zusetzt, scheint für die Pflanzenwelt ein wahres Paradies zu sein. So ein intensives Grün habe ich selten gesehen.

    Die Petronas Twin Towers, einst die höchsten Gebäude der Welt, wirken inzwischen fast etwas verloren zwischen den vielen neuen Wolkenkratzern. Mit 452 Metern und 88 Stockwerken waren sie von 1998 bis 2004 das höchste Gebäude der Welt und sind heute immer noch die höchsten Zwillingstürme. Die Skybridge, die die beiden Türme verbindet, ist die höchste ihrer Art weltweit. Nach dem kurzen Stopp bei den Türmen und einer Abkühlung in der Mall – 1,5 Kilometer Fußweg bei dieser Luftfeuchte waren einfach keine gute Idee – beschlossen wir, die Stadt mit einem Hop-on-Hop-off-Bus weiter zu erkunden.

    Nach ein paar Stationen stiegen wir bei einem Night Market aus. Leider waren wir etwas zu früh dran, und viele Marktstände waren noch im Aufbau. Weiter ging’s also Richtung Chinatown, diesmal zu Fuß. Nach einem kurzen Spaziergang schlenderten wir durch den Markt, waren aber schon nach etwa 20 Minuten wieder durch – der Stadtteil ist kleiner, als ich dachte.

    Als nächstes wollten wir Little India erkunden. Der Fußweg von 50 Minuten erschien uns dann aber doch zu lang, und wir nahmen die Bahn. Little India ist tatsächlich „little“: Eine bunte Straße mit indischen Architekturdetails, Gemüseständen, Restaurants und lauter Bollywood-Musik – charmant, aber überschaubar.

    Auf dem Rückweg entschieden wir uns, nochmal beim Night Market vorbeizuschauen. Die Luft war inzwischen etwas kühler, also wagten wir den Fußmarsch – ein großer Fehler. Den Weg unterschätzt, uns überschätzt, fanden wir uns irgendwann völlig erschöpft irgendwo mitten in Kuala Lumpur wieder. Keine Bahnstation weit und breit, und es wurde immer dunkler. Zum Glück gibt es Grab – unsere Rettung nach einem langen Tag!

    Am nächsten Tag hielten wir es einfacher: Mit dem Hop-on-Hop-off-Bus machten wir eine komplette Runde durch die Stadt – ohne große Experimente. Insgesamt wirkt Kuala Lumpur auf den ersten Blick groß und aufregend, doch beim zweiten Hinsehen merkt man, dass es gar nicht so viel zu entdecken gibt. Die Stadt zu Fuß zu erkunden, ist eine echte Herausforderung. Die hohe Luftfeuchtigkeit und die schlecht verbundenen Fußwege zwischen den Stadtteilen machen es schwer, sich treiben zu lassen.

    Trotzdem hat Kuala Lumpur seinen eigenen Reiz – die Mischung aus moderner Architektur, sattgrüner Natur und kultureller Vielfalt macht die Stadt einzigartig. Vielleicht braucht es nur ein bisschen mehr Zeit, um sich richtig einzufühlen. 😊
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  • Kuala Lumpur

    13.–22. tammik. 2025, Malesia ⋅ ☁️ 25 °C

    Müdigkeit, Enttäuschung und der Blick nach vorn.

    Die weiteren Tage in Kuala Lumpur verliefen ziemlich eintönig. Ich weiß nicht, ob es an der unerträglichen Luftfeuchtigkeit lag oder daran, dass wir uns fast 24 Stunden am Tag im Inneren aufgehalten haben, aber die Müdigkeit schien uns ständig zu begleiten. Die anfängliche Euphorie über unser schickes Apartment ließ von Tag zu Tag nach. Irgendwann zählten wir nur noch die Tage, bis wir Kuala Lumpur – und Malaysia – wieder verlassen konnten.

    Ein Lichtblick war der Besuch im Zoo Negara, dem Nationalzoo von Malaysia, der etwa 5 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegt. Der Zoo ist riesig und beherbergt über 400 Tierarten, darunter Elefanten, Giraffen und verschiedene Raubkatzen. Mein persönliches Highlight? Ganz klar die Pandas! Auch wenn sie nur geschlafen haben, war es ein schöner Moment, sie in ihrer typisch gemütlichen Art zu beobachten – ein paar Mal haben sie sich im Schlaf gereckt, was uns trotzdem zum Lächeln brachte.

    Witzig fand ich auch die Monkeys, die im Zoo frei herumlaufen und überall neugierig nach Futter suchen. Es gibt fast keine Ecke, wo einem nicht plötzlich ein Affe begegnet – sie gehören hier wohl einfach zum Erlebnis dazu. Trotz des „Dampfbad-Feelings“ war der Besuch im Zoo einer der besseren Tage in Kuala Lumpur.

    Leider war unser nächster Versuch, die Nachbarschaft zu erkunden, deutlich weniger erfolgreich. Wie schon zuvor erwähnt, gibt es in Kuala Lumpur kaum Fußwege. Man hat ständig das Gefühl, auf einer Schnellstraße unterwegs zu sein, was weder entspannend noch schön ist. Nach diesem ernüchternden Erlebnis gaben wir es auf, weitere Orte in der Stadt zu entdecken, und verbrachten die restliche Zeit nur noch in unserem Gebäudekomplex. Das wurde auf Dauer ziemlich öde und nervenaufreibend.

    Die Situation frustrierte uns irgendwann so sehr, dass wir beschlossen, unseren ursprünglichen Plan, Malaysia weiter zu erkunden, über Bord zu werfen. Weder hatten wir Lust, nach Thailand zurückzukehren, noch fühlten wir uns bereit für den Trubel in Vietnam. Stattdessen richteten wir unseren Fokus auf die nächste Etappe: Australien – konkret die Suche nach einem Camper.

    Vorher wollten wir jedoch noch einen Zwischenstopp auf Bali einlegen. Je nachdem, wie uns Indonesien gefällt, überlegen wir, den Aufenthalt dort zu verlängern, um die Reise wieder in entspannteres Fahrwasser zu lenken.

    Wir hatten große Erwartungen an Kuala Lumpur und waren voller Vorfreude auf die Stadt. Ja, sie hat zweifellos ihre spannenden Ecken und bietet bestimmt viel zu entdecken – für uns persönlich war der Aufenthalt aber im Großen und Ganzen einfach nur anstrengend und zermürbend.

    Kuala Lumpur, wir werden dich nicht vermissen.
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  • Abreise aus Kuala Lumpur:

    22.–23. tammik. 2025, Indonesia ⋅ ☁️ 29 °C

    Chaos, Checkpoints und ein nervenaufreibender Start auf Bali.

    Endlich! Die Rucksäcke gepackt, auf geht’s zum Flughafen. Die erste Benachrichtigung: der Flug verspätet sich um eine halbe Stunde. Kein Problem, dachten wir. Also entspannt zum Flughafen, Gepäck abgeben, ein Rucksack eingecheckt. Alles lief wie geschmiert – bis zum Security Check.

    An den Eingängen wartete die erste Überraschung: Waagen. Neben jedem Eingang stand Flughafenpersonal und wollte das Handgepäck wiegen. Maximal 7 kg pro Person. Ich? 10 kg. Mist. Beim Packen hatte ich wohl falsch kalkuliert: zu viel im Handgepäck, zu wenig im aufgegebenen Gepäck.

    Also zurück, Sachen umpacken. Einiges landete bei Paul, der Rest blieb bei mir. Neuer Versuch. Doch jetzt war Pauls Handgepäck auch zu schwer. Also nochmal zurück. Zum Glück hatten wir durch die Flugverspätung Zeit. Nach kurzer Verzweiflung buchten wir online Zusatz-Handgepäck für 15 €, verteilten die Sachen auf drei Taschen, jede knapp 7 kg, und versuchten es erneut.

    Anderer Durchgang, andere Dame. Wir zeigten unser Ticket mit dem zugebuchten Gepäck. Die Dame? Winkt uns einfach durch – ohne Gewichtscheck! Warum nicht gleich so?! Atmen. Kann ja nur noch besser werden, oder?

    Im Flieger war die Stimmung dann besser: Strand, Meer und ein Tapetenwechsel riefen. Bali, wir kommen! Die Einreisebedingungen waren uns bekannt, aber ein Detail ließ uns - vor allem mich - kurz nervös werden: Ein Rück- oder Weiterflugticket wird verlangt. Wir hatten keins. Egal, wir riskierten es.

    Nach der Landung ging der Einreiseprozess erstaunlich einfach los: Am Counter vor der Passkontrolle kurz anstehen, 35 $ pro Person zahlen, und schon hatten wir ein 30-Tage-Visum. Der nächste Schritt war dann weniger glatt: die Passkontrolle.

    Es gab zwei Optionen: eine lange Schlange für die manuelle Kontrolle oder die automatischen Scanpoints. Natürlich entschieden wir uns für die automatischen. Paul marschierte durch, ich leider nicht. Der Computer sagte „NEIN“. Neuer Versuch. Und noch einer. Und noch einer. Nach drölfzig Malen gab ich auf und reihte mich irgendwo dazwischen in die überlange Schlange für die manuelle Kontrolle ein und hoffte, dass niemand protestierte und mich nach ganz hinten schickte 😬

    Während ich mich im Schneckentempo meinem Einreisestempel näherte, erledigte Paul fast alles: Gepäck holen, SIM-Karten kaufen und sich die Füße in den Bauch stehen.

    Kurz nach 16 Uhr hatte ich endlich meinen Stempel. Jetzt aber raus? - Nein, vorher musste noch ein Online-Zollformular ausgefüllt und abgeschickt werden. Die Nerven lagen blank. Kurz nach halb fünf waren wir endlich draußen. Die letzte Fähre zu unserer gebuchten Unterkunft legte um 17 Uhr ab. Also gar kein Zeitdruck sozusagen 🫠

    Am Taxistand schüttelten die Fahrer nur den Kopf – unmöglich, das noch zu schaffen. Also Plan B: wir suchten uns eine Unterkunft in Hafennähe, buchten eine Nacht und informierten unsere ursprüngliche Unterkunft über die verspätete Anreise. Sie reagierten entspannt und buchten uns die Nacht gut. Na immerhin etwas.
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  • Nusa Lembongan

    23.–25. tammik. 2025, Indonesia ⋅ 🌧 28 °C

    Früh morgens nach einem Kaffee, ging es zur Fähre. Alles lief wie geschmiert: nach etwa 20 Minuten waren wir auf dem Boot Richtung Nusa Lembongan. Die Überfahrt war ruhig, das Meer glitzerte im Morgenlicht, und ich konnte endlich mal tief durchatmen. Es fühlte sich an, als würden wir gerade die Hektik der letzten Tage ein wenig hinter uns lassen. Die Hoffnung keimte auf.

    Die Nusa Islands haben einen ganz eigenen Zauber. Sie bestehen aus drei kleinen Inseln: Nusa Lembongan, der entspannten Basis für viele Reisende, Nusa Ceningan, die durch eine ikonische gelbe Brücke verbunden ist, und Nusa Penida, die abenteuerliche Schwester mit ihren berühmten Klippen und Tauchspots. Es heißt, auf den Nusa Islands ist die Zeit stehen geblieben – hier gibt es keine Hektik, nur kleine Straßen, Fischerboote und das einfache Leben.

    Mitten in meinen Gedanken unterbrach Paul plötzlich: “Delfine!” Und tatsächlich – dort waren sie, die ersten Delfine, die ich jemals in freier Natur gesehen habe. Sie waren zwar etwas weit weg, aber dieser Moment bleibt für mich unvergesslich.

    Ich hätte stundenlang einfach nur aufs Meer schauen können, doch schon nach 30 Minuten legten wir an der Mushroom Bay an. Während ich noch versuchte, meinen Rucksack zu schultern, hatte Paul bereits zwei Roller organisiert – die Anbieter schwirrten zwar um uns herum, aber in einer sehr angenehmen, entspannten Art.

    Die Verhandlungen liefen so unkompliziert wie noch nie: keine Papiere, keine Kaution, einfach ein bisschen Vertrauen. Schon tuckerten wir los – ein herrliches Gefühl von Freiheit.

    An unserer Unterkunft angekommen, wurden wir herzlich begrüßt. Schon am Tor empfing uns ein freundliches Lächeln, und beim Check-in gab es frisch gepressten Orangensaft – eisgekühlt. Die Unterkunft, eine grüne Oase mit nur 11 Bungalows, eingebettet in einen wunderschönen Garten mit Pool. Perfekt, um nach den letzten Tagen abzuschalten.

    Auch das Drumherum machte direkt einen guten Eindruck: fußläufig nette Restaurants, die sogar in der Nebensaison lange geöffnet haben, und mit dem Roller liegt uns die ganze Insel zu Füßen. Alles deutet darauf hin, dass es hier einiges zu entdecken gibt.

    Der erste Eindruck von Nusa Lembongan fühlt sich genau richtig an – entspannt, ein bisschen abenteuerlich und genau das, was wir gebraucht haben 🌴
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  • Nusa Lembongan - Tage im Paradies

    25.–29. tammik. 2025, Indonesia ⋅ ☁️ 29 °C

    Die letzten Tage fühlten sich an wie ein wahrgewordener Traum. Wir haben geschlafen wie auf Wolken, köstlich gegessen, in der Sonne gelegen, gelesen und uns stundenlang im Pool treiben lassen. Einfach nur himmlisch.

    Pauls Highlight war sein Manta-Tauchgang. An einem der Tage machte er sich frühmorgens auf den Weg und kam am späten Nachmittag mit einem breiten Grinsen zurück. Zwei Tauchgänge an zwei Spots, und direkt beim ersten hatte er das Glück, mit den sanften Riesen des Ozeans zu schwimmen. Manta Rochen, die sich majestätisch durchs Wasser bewegen, fast schwerelos. Die Crew und die anderen Taucher an Bord waren durchweg sympathisch, und das Wetter hätte nicht besser sein können: strahlend blauer Himmel, kaum Wölkchen – Sonne pur.

    Dass es während der Regenzeit in Indonesien pausenlos regnen soll, können wir bis jetzt überhaupt nicht bestätigen. Abgesehen von einem einzigen grauen Regentag hatten wir größtenteils sonniges Wetter. Die kurzen tropischen Schauer kommen meist früh morgens oder abends, ziehen schnell vorbei und hinterlassen nichts als frische, klare Luft. Die Wetter-App hingegen scheint hier in ihrer ganz eigenen Welt zu leben – sie sagt fast täglich Starkregen voraus, während wir unter klarem Himmel am Pool liegen.

    Weder Paul noch ich waren vorher in Indonesien, und wir kamen ohne große Erwartungen hierher. Vielleicht ist es genau das, was die Erfahrung so besonders macht – Tag für Tag verliebe ich mich ein bisschen mehr in dieses Land. Es gibt hier eine Grundentspanntheit, die einfach ansteckend ist.

    Die Menschen sind freundlich, hilfsbereit und sprechen meistens gut Englisch. Es gibt keine Marktschreier, die einem etwas aufdrängen wollen – nur eine natürliche, lockere Herzlichkeit.

    Kulinarisch bin ich im Himmel. So viel frischen Fisch habe ich noch nie in meinem Leben gegessen, und er ist einfach unglaublich lecker. Die Salate sind knackig, die frischen Shakes eine Wohltat. Paul vermisst hier und da ein gutes Curry oder die deftigen Suppen aus den thailändischen Straßenküchen, aber langsam entdeckt auch er die indonesische Küche für sich 🙃

    Heute sind wir in eine neue Unterkunft umgezogen, etwas mehr ins „Geschehen“ hinein – wobei, so richtig trubelig wird es auf Nusa Lembongan ja ohnehin nicht. Die neue Anlage ist ähnlich aufgebaut wie unsere letzte: nur 9 Bungalows, ein Pool und eine etwas überschaubarere Gartenanlage. Man sieht, dass die Anlage schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, aber insgesamt ist sie doch ganz schön.

    Hätten wir nicht gerade in einem kleinen Paradies gewohnt, würden uns die Kleinigkeiten hier vermutlich gar nicht auffallen. Aber der Kontrast ist spürbar. Trotzdem freuen wir uns auf die nächsten Tage – vor allem, weil Surfen aufm Programm steht 🤙🏼

    Ich bin schon ganz hibbelig und kann es kaum erwarten, es auszuprobieren. Ich werde berichten … 🌊🏄‍♀️
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  • Erster Surfversuch auf Nusa Lembongan

    30. tammik.–1. helmik. 2025, Indonesia ⋅ 🌧 27 °C

    Glücksgefühle und garantierter Muskelkater

    Der Tag gestern startete mit einem tiefgrauen Himmel und sintflutartigem Regen. Bali, das war so nicht abgesprochen! Bis jetzt hatten wir kaum etwas von der Regenzeit mitbekommen, doch heute ließ der Himmel keinen Zweifel daran, dass es diese Jahreszeit wirklich gibt. Surfen also gestrichen, Planänderung: Kaffee, Laptop, produktiv sein.

    Heute sah die Welt schon wieder ganz anders aus – zwar kein blauer Himmel, aber trocken. Wir buchten eine Surfing Lesson und nach einer kurzen Einführung am Strand, bei der uns die Basics gezeigt wurden, ging es für eine kleine Balanceübung ins flache Wasser. Danach ließen wir den Strand hinter uns und fuhren mit dem Boot zu einem Surfspot, der nur fünf Minuten entfernt lag.

    Dort angekommen, stiegen wir direkt ins Wasser. Paul machte den Anfang und surfte seine erste Welle mit einer beeindruckenden Leichtigkeit. Er stand stabil, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Die Latte lag also hoch, der Ehrgeiz war geweckt.

    Dann war ich dran. Auf die Welle warten, in Position bringen, paddeln, den Moment abpassen, hochdrücken, Balance finden – und stehen! Ein paar Sekunden pure Euphorie, bis mich die Welle schließlich vom Board holte. Aber das Adrenalin, das Glücksgefühl – einfach unglaublich!

    Die nächsten zwei Stunden waren ein Wechselspiel aus Konzentration, Versuchen, Erfolgsmomenten und Lachern, wenn wir wieder ins Wasser stürzten. Es war anstrengend, aber jede einzelne Welle wert. Ich bin mir sicher, dass wir morgen Muskelkater an Stellen haben werden, von denen wir nicht mal wussten, dass sie existieren, aber das ist ein Problem für später.

    Morgen nehmen wir die Fähre nach Nusa Penida, eine Insel, die für ihre spektakulären, teils unwirklich schönen Landschaften bekannt ist.

    Die Insel gilt als weniger touristisch erschlossen als Lembongan, dafür aber als umso beeindruckender – wenn man bereit ist, sich auf holprige Straßen und steile Wege einzulassen. Manche sagen, dass man hier einige der schönsten Ausblicke Indonesiens findet, andere warnen vor den anspruchsvollen Fahrbedingungen. Wir sind gespannt, ob Nusa Penida wirklich so unberührt und spektakulär ist, wie es auf den Bildern aussieht, oder ob uns die Insel vielleicht doch überrascht – auf welche Weise auch immer.
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  • Pitschnass nach Penida

    1. helmikuuta 2025, Indonesia ⋅ ☁️ 29 °C

    Der Tag begann entspannt. Trockenes Wetter, kein strahlender Sonnenschein, aber angenehm. Wir tranken gemütlich unseren Kaffee, frühstückten in Ruhe, packten die Rucksäcke – Paul spielte noch eine Runde Schach, ich strickte ein wenig. Ein entspannter Start, bevor es gegen halb zwölf Richtung Hafen ging.

    Die Fähre sollte um zwölf Uhr ablegen, also ließen wir uns mit einem TukTuk zum Port bringen. Die Strecke nur zwei Kilometer. Doch nach dem ersten Kilometer verdunkelte sich der Himmel, der Wind wurde stärker. Und als wir am Hafen ankamen, fielen die ersten Regentropfen.

    Fünf Minuten später verwandelte sich der leichte Nieselregen in ein komplettes Unwetter. Der Wind peitschte durch den Hafen, Regen prasselte in Strömen vom Himmel, und alles, was nicht niet- und nagelfest war, flog durch die Luft. Jetzt auf die Fähre?!

    Kurz vor zwölf flaute das Unwetter genauso abrupt wieder ab, wie es gekommen war. Der Wind legte sich, der Regen wurde schwächer, und dann tauchten die Transportveranstalter auf, die zu den Booten am Wasser liefen.

    Und genau in diesem Moment wurde mir klar, mit was für einer “Fähre” wir nach Nusa Penida fahren würden. Mein Herz hoffte noch kurz, dass das nur ein Missverständnis war und gleich eine richtige Fähre um die Ecke biegen würde. Mein Verstand hatte längst aufgegeben.

    Also gut, keine Wahl. Rauf auf die Schüssel und los geht’s. Zum Glück dauerte die Überfahrt nur 15 Minuten – aber das reichte aus, um einmal komplett im Salzwasser zu baden. Pitschnass in Nusa Penida angekommen, hatten die Taxifahrer am Hafen leichtes Spiel. Wir waren durchnässt und wollten nur noch ins Trockene – also keine großen Verhandlungen. Erstes Taxi, rein und ab zur Unterkunft.

    Bitte, bitte, das Zimmer soll fertig sein. Und diesmal bitte keine Dusche unter freiem Himmel.

    Und tatsächlich: Manifestation hat funktioniert. 😄 Unser Zimmer war bezugsfertig, die Dusche war geschlossen, hatte guten Wasserdruck und sogar heißes Wasser. Absolute Herrlichkeit!

    Trocken und warm aus der Dusche sah die Welt schon wieder ganz anders aus. Der Regen hatte aufgehört, und die Sonne warf vorsichtig ein paar Strahlen durch die Wolkendecke. Dry January ist auch offiziell vorbei, also wurde der Überfahrt-Schrecken mit einem gut gekühlten Prosecco begossen.

    Cheers, Penida – auf bessere (und trockenere) Abenteuer! 🥂
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  • Erster Erkundungstag auf Nusa Penida

    2. helmikuuta 2025, Indonesia ⋅ ☁️ 30 °C

    Der Sonntag begrüßte uns mit strahlend blauem Himmel – perfekte Bedingungen für eine kleine Inselerkundung und eine Runde Schnorcheln. Während des Frühstücks schmiedeten wir den Plan, erstmal den nächstgelegenen Strand auszukundschaften, bevor es weitergeht.

    Nur 100 Meter vom Hotel entfernt und trotzdem keine Liebe auf den ersten Blick. Der Strand wirkte auf uns irgendwie trist, also drehten wir wieder um. Vielleicht geben wir ihm in den nächsten Tagen noch eine Chance, mal sehen. Stattdessen schnappten wir uns einen Roller direkt an der Unterkunft und rollten los.

    Nächster Stopp: Crystal Bay, einer der bekanntesten Strände auf Nusa Penida. 13 Kilometer – 40 Minuten Fahrt. Klingt nicht nach einem lockeren Trip.

    Wir hatten ja schon gehört, dass die Straßenverhältnisse auf der Insel „herausfordernd“ sein sollen – eine gewaltige Untertreibung. Kaputte Straßen, enge Kurven, plötzlich tiefe Schlaglöcher, Abschnitte, die eher nach Offroad-Strecke als nach Straße aussehen – Spaß war das keiner. Dafür aber pure Erleichterung, als wir endlich ankamen.

    5.000 Rupiah (ca. 30 Cent) für die Zufahrt mit dem Roller gezahlt, geparkt, und dann lag sie vor uns: Crystal Bay. Der mittelgroße Strand hat einen Bereich mit Sonnenliegen und Schirmen, die man mieten kann, aber da wir keine Ahnung hatten, wie lange wir bleiben würden, entschieden wir uns für die einfache Variante: Handtuch auf Sand, fertig.

    Crystal Bay ist einer der Top-Spots zum Schnorcheln und Tauchen auf der Insel, was man sofort merkte – das Wasser war voll mit Booten, die Touristen zu den besten Stellen brachten. Angeblich ist Crystal Bay auch einer der wenigen Orte, an denen man Mola Molas (Mondfische) sehen kann – allerdings nur in den richtigen Monaten und nicht direkt vom Strand aus.

    Der Sand war angenehm fein, das Wasser klar, und Paul ließ sich nicht lange bitten: Schnorchel auf, ab ins Wasser. Er kam zurück mit dem Bericht: viele bunte Fische und starke Strömung, aber keine Schildkröten. Zwei Stunden später machten wir uns wieder auf den Weg – das nächste Ziel: Kelingking Beach.

    Weitere 15 Kilometer, 50 Minuten Fahrt, diesmal noch anstrengender. Zusätzlich zu den kaputten Straßen kam jetzt viel Verkehr und die pralle Mittagshitze. Entspannt ist anders.

    Als wir schließlich an einem gut besuchten Lokal vorbeikamen, das fast bis auf den letzten Tisch voll war, entschieden wir uns für eine Mittagspause. Während wir auf unser Essen warteten, fiel uns etwas Seltsames auf: nur Touristen, die in Gruppen kamen und gingen. Keine Preise auf der Speisekarte, niemand zahlte.

    Theorie: Eine der klassischen Inseltouren, bei denen das Mittagessen mit inkludiert ist.

    Also witzelten wir darüber, uns unter die Menge zu mischen und zu gehen. Doch das schlechte Gewissen meldete sich dann doch – also winkten wir eine Kellnerin heran, um zu bezahlen. Ihre Antwort:

    “Pay? Oh, it’s for free! It is included.”

    Ähm, okay?! Dann soll es wohl so sein. Keiner soll sagen, wir hätten es nicht versucht! 😄 Also schlichen wir uns leicht verwirrt, aber satt und amüsiert aus dem Lokal. Tagesbudget für Roller und Strandzugang wieder drin.

    Die letzten Kilometer führten uns zur berühmtesten Sehenswürdigkeit der Insel: Kelingking Beach. Bereits auf dem Parkplatz zeigte sich das ganze Ausmaß des Tourismus hier – Reihen über Reihen von Autos und Rollern, ein unüberschaubares Meer aus Besuchern.

    Doch dann der Blick nach unten. Sprachlos.

    Die Aussicht auf die leuchtend blaue Bucht, die gewaltigen Felsen und den goldenen Sandstrand war einfach unwirklich schön. Die berühmte Klippe, die aussieht wie ein T-Rex, ist nicht umsonst eines der meistfotografierten Motive Indonesiens.

    Den Weg nach unten schenkten wir uns aber. Zig Treppenstufen hinab – und dann in der Hitze wieder hoch? Nein, danke. Außerdem bedeutete die Masse an Autos da oben auch eine Menschenflut da unten. Stattdessen genossen wir die Aussicht, ließen den Moment auf uns wirken und machten uns schließlich wieder auf den Rückweg.

    Die Straßen waren jetzt etwas leerer, was die Fahrt entspannter machte. Aber als wir schließlich zurück in unserer Unterkunft ankamen, waren wir mehr als froh, wieder dort zu sein.

    Ob wir hier nochmal mit dem Roller losziehen? 🤔
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  • Ein kleines Paradies auf Lombok

    3.–7. helmik. 2025, Indonesia ⋅ ☁️ 29 °C

    Die Straßenzustände auf der Insel haben uns doch ziemlich abgeschreckt – und dabei sind wir Einiges gewöhnt. Also haben wir unsere Insel Erkundungspläne schnell verworfen und die meiste Zeit am Pool verbracht. Klingt entspannt? War es auch, zumindest bis wir versucht haben zu arbeiten. Das WLAN brach ständig ab und als wäre das nicht genug, lag unser Inselabschnitt auch noch komplett im Funkloch. Kein mobiles Internet, keine Ausweichmöglichkeit. Wir haben uns also im Schneckentempo durch unsere To-Do-Listen gekämpft.

    Was lernen wir daraus? Auf Reisen besser keine Unterkünfte direkt für mehr als zwei Nächte buchen. Verlängern ist meistens kein Problem, aber wenn man früher raus will, wird’s kompliziert.

    Zwischendurch hatte der kleine Sohn des Besitzers Spaß daran, uns Gesellschaft zu leisten. Ganz süß, keine Frage, aber eigentlich waren wir nicht als Babysitter gebucht.

    Das Wetter hat dafür alles wettgemacht. Strahlender Sonnenschein, warme Temperaturen und trotz LSF 50 und viel Zeit im Schatten haben wir ordentlich Farbe bekommen. Unglaublich, wie viel da noch geht. Nach sechs Tagen war ich dann aber doch froh, die Insel zu verlassen. Ich bin sicher, es gibt dort noch viele schöne Ecken, die wir nicht gesehen haben – vielleicht kommen wir in ein paar Jahren nochmal zurück. Bis dahin sind die Straßen ja vielleicht besser ausgebaut 😅. Es wird jedenfalls überall gebaut und neue Unterkünfte entstehen gefühlt im Minutentakt.

    Mit dem Taxi ging’s zum Pier und von dort auf eine diesmal größere Speedfähre Richtung Lombok. Die Überfahrt sollte 2,5 Stunden dauern, mit einer halben Stunde Verspätung legten wir schließlich ab. Anfangs war alles entspannt – wir saßen unten im geschlossenen Bereich, leichte Brise wehte durch die offenen Fenster. Aber je weiter wir kamen, desto höher wurden die Wellen. Das Wasser spritzte ins Boot, die Fenster wurden nach und nach geschlossen. Die Luft wurde stickig, die See rauer. Mein Magen fing langsam an sich zu melden – und ich war nicht die Einzige. Gespräche verstummten, alle wurden still. Die nächste Stunde war zäh. Aber auch das ging vorbei.

    Nach zwei kurzen Stopps an den Gili Islands legten wir endlich in Lombok an. Frische Luft, endlich! Kurz hinsetzen, durchatmen und dann die Frage: Roller oder Taxi? Nach der Überfahrt war die Entscheidung schnell gefallen – wir nahmen das Taxi.

    Unsere Unterkunft in Lombok? Eine kleine private Villa mit eigenem Pool und Außenbereich. Absolute Ruhe – wenn man den Gebetsgesang fünfmal am Tag außer Acht lässt 😉 Aber das gehört hier eben dazu. Viel Platz, eine entspannte Atmosphäre und das alles für knapp 50€ die Nacht. Ein kleines Paradies, perfekt zum Abschalten. Surfen? Erstmal zweitrangig. Wir lassen es uns einfach gutgehen und genießen die Zeit in unserem kleinen Luxus in vollen Zügen 👌🏼

    Fan fact am Rande: Während ich diesen Beitrag schrieb, wurde Paul von einem Gecko angeschissen 😅 Natur pur hier. Leider ohne Beweisfotos 🤷🏻‍♀️
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