Kulinarische Genüsse
8 Ağustos 2023, İtalya ⋅ 🌙 14 °C
Es wird Zeit, über die kulinarischen Genüsse der bisherigen Regionen zu sprechen. Für mich ist es ja nicht nur eine spirituelle Pilgerreise, sondern ich schätze es genauso, mir auch Land und Leute und eben auch die Küche genau anzuschauen und zu testen... Klar könnte ich jeden Tag Nudeln mit Tomatensauce selber kochen, aber wann bekommt man Gelegenheit, durch verschiedene Regionen und kleinste Orte zu kommen, wo es nur dort dies und jenes gibt?
Ich werde jede Region einzeln behandeln.
Schweiz: Kanton Waadt und Kanton Wallis.
Ja, in der Schweiz habe ich mich jetzt nicht so ausgetobt, da es ja recht teuer war. Aber trotzdem, in Erinnerung bleiben: das Roastbeef in Aigle, das Rumpsteak mit Estragon-Senfsauce in St. Maurice, das Känguruh Steak in Martigny, das Käsefondue in Bourg-Saint-Pierre.
Italien:
Aosta-Tal
Ich musste jetzt gerade wirklich nachlesen, was es da so für Spezialitäten gibt. Käse-und Wurstwaren und eine Brotsuppe mit Kohl, eher was für den Winter oder auch Fondue (hier Fonduta genannt). Wir haben jedenfalls unsere Erinnerungen mit eigenartigen Omas als Köchinnen gemacht, wobei wir die einzigen Gäste waren und uns wie bei der Hexe von Hänsel und Gretel gefühlt haben. Produkte aus Kastanien -ich hatte zweimal Kastanien-Ravioli oder Risotto mit Steinpilzen. Pizza war auch dabei.
Piemont
Hier habe ich nur Agnolitti (wie Ravioli) mit einer gemischten Fleischmischung, Spinat und interessanten Gewürzen probiert. Hier isst man sonst noch Trüffel. Und natürlich aufgrund des Reisanbaugebietes Risotto.
Lombardei
Auch hier Risotto. Ich habe einen geräucherten Scamorza mit Tomatensauce gegessen. Auch Bandnudeln mit Wildfleisch gab es. Und leckere Fleischspieße, spiadine.
Emilia-Romagna
Ja, da kommt der Parmesan her und natürlich wie in jeder Region besondere Schinkensorten wie hier der Parmaschinken. Piacenza ist mir in Erinnerung geblieben mit dem Bohneneintopf mit kleinen Gnocchi und dem Pferde-Tartar. Lasagne kommt von hier und auch der vitello tonnato ein Klassiker. Auch typisch sind frittierte Säckchen ohne Inhalt, ähnlich wie Fried Jack, das zu Schinken und Salami und Käse als Antipasti serviert wird.
Ich glaube, am meisten habe ich in Emilia- Romagna ausprobiert und somit ich es bisher mein Favorit in Italien.Okumaya devam et
32. Etappe-Pontremoli-Aulla
8 Ağustos 2023, İtalya ⋅ ☀️ 13 °C
Gestern Abend wollte ich noch meine neuen Innensohlen zuschneiden und ausprobieren, ob es in den Schuh passt. Leider sind hinten die Sohlen viel zu dick, so dass der Schuh kleiner ist. Mist, ich Idiot, hätte ich doch wissen müssen! Sicher probiere ich es trotzdem aus, zurück geben wäre nicht möglich gewesen, aber nicht bei einer Etappe von über 30km... Und auch die neuen Socken warten lieber auf den übernächsten Tag.
Vielleicht an dieser Stelle mein Tagesablauf: Ich stehe meistens um halb sieben auf und gehe um sieben los. Das erste, was ich tue ist eine Bar aufsuchen, um meinen obligatorischen Kaffee und ein Croissant zu mir zu nehmen. Evtl, wenn es sich in den ersten zwei Stunden ergibt, noch einen zweiten Kaffee. Je nach Dauer der Etappe gehe ich mittags unterwegs Mittagessen und trinke dazu ein frisches Bier, am liebsten gezapft. Oder ich komme in dem Ort an und trinke dann Bier und Sprudel. Dann checke ich in der Unterkunft ein, wenn diese aber später aufmacht, gehe ich Mittagessen und checke dann ein. Bezahlen, Pilgerausweis stempeln, ausweisen, und dann beziehe ich das Bett und gehe unter die Dusche. Ich wasche anschließend meine Wäsche, zumindest immer mein Shirt, da ich ja nur eins habe und bis gestern meine Socken. Dann gehe ich nach evtl kurzer Ausruhzeit in die Stadt und schaue sie mir an, trinke ein Aperol Spritz und gehe abends essen.
Nun weiter zum heutigen Tag. Erstmal ging es ein paar Kilometer durch Industrie an der Straße entlang, dann durch schöne Feldwege, wo ich mich mit zwei an meiner Reise interessierten Herren unterhielt, schöne Aussicht auf die umliegenden Berge (Apuanische Alpen), durch sehr alte , unheimlich schnuckelige Dörfer, die ich mir genau angeschaut habe, und schließlich sehr viel durch den Wald. Während ich für die ersten 10 Kilometer eine halbe Ewigkeit gebraucht hatte, waren die letzten, da durch den Wald wenig Ablenkung war, zügiger. Trotzdem haben meine Füße diese ca 32km mit einigen Steigungen gemerkt.
Die Herberge ist auf der anderen Seite der Stadt. Ich bin also durch die ganze Stadt gelaufen und erinnere mich nicht mehr daran, wann ich das letzte Mal eine hässlichere Stadt gesehen habe. Aber kein Wunder, alles Blockhäuser der Nachkriegszeit, da diese im zweiten Weltkrieg zerbombt wurde. Auch die Abtei hat noch einige alte Reste aus dem 10. Jh. zu bieten, aber auch hier muss man im Untergrund gucken. 2010 erlitt die Stadt zudem eine Überflutung. Ich bin trotzdem nochmal rein gelaufen, aber habe mich dann für den Döner entschieden (mäßig gut), auf die Öffnung des Meeresfrüchte -Restaurants hätte ich noch eine weitere Stunde warten müssen. Und mittags hatte ich unterwegs bereits ein Menü gegessen, Tortellini mit Salbeibutter, Hühnchen mit Kartoffeln, Bier, Wasser, Kaffee- für unschlagbare 12€! Da habe ich mich aber gefreut, nicht immer muss es so teuer sein!Okumaya devam et
33. Etappe-Aulla-Sarzana
9 Ağustos 2023, İtalya ⋅ ⛅ 17 °C
Zum gestrigen Tag uns Tagesablauf möchte ich noch etwas ergänzen: Begonia hatte mich vor den vielen Hunden gewarnt. Aus Spaß zählte ich alle Hunde, die mich direkt am Zaun anbellten und die Schrotpatronenhülsen. Hä? Ja, immer wieder sehe ich Schrothülsen seit der Po-Ebene. Und da ich schon das Hundegebäll zählte, habe ich auch diese gezählt. Gewonnen haben die 21 Hunde. Einer ist zu mir bellend gekommen, da war kein Zaun. Ich bin jetzt kein Hundeexperte, aber ich sprach freundlich mit dem Hund und blieb stehen. Entfernte ich mich von ihm, lief er mir nach. Endlich kam der Besitzer aus dem Haus und pfiff ihn zurück. Ja, man weiß eben nicht genau, ob er nicht in die Wade gekniffen hätte, hätte man den Blick abgewendet und wäre weiter gelaufen. Kurze Zeit später waren mindestens fünf große Hunde auf einem großen Grundstück.
Nachtrag zu dem Tagesablauf: Fußpflege ist beim Pilgern unglaublich wichtig-ich mache täglich eine Fußmassage, vorher habe ich meine Blasen versorgt, oder/und ich mache eine kurze Yoga-Einheit für den Rücken und damit wieder für die Füße.
Heute morgen ging es schnell über den Fluss raus aus der Stadt den Berg herauf in den Wald. Lange und stetig berghoch, ich nahm mir aber die Zeit. Später war da noch ein Örtchen auf dem Berg mit einer Ruine, die ich mir auch noch anschaute, um einen fantastischen Blick über die Umgebung zu bekommen. Auch hier habe ich sehr lange für die ersten 10km gebraucht. Man konnte von hier oben das erste Mal das Meer erblicken! Dann ging ich zu dem letzten Ort in den Bergen und machte dort die Runde einmal um das Dorf herum, eine Panoramaumrundung. Ich nahm dann leider den Talweg statt den eigentlichen Weg, ich hatte aber keine Lust unten an der Straße entlang zu laufen. Also versuchte ich quer einen anderen Weg zu laufen, um wieder auf den Bergweg zu kommen und kam in der richtigen Richtung an. Der Fahrradweg führte unten in die Stadt, wie ich dachte, an der Straße entlang. Ich stieg an einer anderen Stelle wieder den Berg hinauf, um an den richtigen Weg anzuschließen. Nur kurz folgte ich ihm, da er wieder hinunter führte. Kurze Zeit später bemerkte ich, dass es unten einen Fußweg am Fluss gab, den ich hätte, einmal unten, entspannt folgen können. Zusätzliche Kilometer, zusätzliche Höhenmeter, Fehlentscheidungen noch und nöcher. So kam es, dass ich erst um halb zwei ankam. Ich entschied zunächst essen zu gehen, also in die Stadt, die Herberge war etwas außerhalb. Ich wusste nicht, wann diese aufmacht und wollte noch Mittagessen gehen. Focaccia scheint hier die Spezialität zu sein und ich entschied mich dafür und gegen die Ravioli - wieder die falsche Entscheidung, wie sich später herausstellen sollte. Mit Gedeck 2€, Bier 7€ und Kaffee 2€ lag ich mit dem kleinen Imbiss bei 18€. In der Herberge war niemand, ich erreichte keinen. Also trank ich mein Aperol Spritz in der Bar nebenan und aß noch ein Eis-was ich selten tue. Erst um kurz nach vier sah ich einen weiteren Pilger, der meinte,es käme wohl gleich jemand. Ein weiterer Pilger kam und später noch einer. Linus ist von England, Canterbury gestartet, läuft also den kompletten Weg nach Rom. Mit Zelt, ohne Geld, sehr beeindruckend, der junge 23-jährige Engländer! Nur zweimal hatte er nichts zu essen und wurde sonst viel eingeladen. Und der Franzose hat auch ein Zelt. Zu viert sind wir in die Stadt, da war mächtig was los, da Künstlermarkt war. In dem Pub gab es nur Focaccia. Also zweimal Focaccia. Sehr netter Abend mit sehr interessanten Leuten, mit denen ich gleich einen guten Draht hatte.Okumaya devam et
Sarzana
9 Ağustos 2023, İtalya ⋅ ☁️ 25 °C
34. Etappe-Sarzana-Massa
10 Ağustos 2023, İtalya ⋅ ☀️ 19 °C
Die Jungs sind heute vor sechs schon los, ich bin nochmal eingeschlafen, nachdem ich Linus um fünf mein Buch in die Hand drückte, damit er etwas für mich rein schreibt. Das Buch habe ich seit Lateinamerika und es schreiben Leute rein, die ich mochte. Leider habe ich es oft vergessen, so dass viele Leute fehlen. Aber jetzt denke ich meistens daran.
Der heutige Morgen war voll von Momenten, die mich rührten bzw tief berührten. Ich las also die schönen Worte von Linus, ich hörte und sah einen besonderen Specht aus dem Fenster und stellte kurz danach fest, dass es sich nicht um einen Specht, sondern um einen Wiedehopf handelt. Wow! Wieder ein Vogel, der im Kaiserstuhl vorkommt, aber ich nie gesehen habe. Nach dem Bienenfresser der zweite Vogel, den ich schon immer mal sehen wollte! Er pickte einfach in der Wiese herum und ich beobachtete ihn lange. Dann bekam ich eine Nachricht von meiner lieben Nichte, welche mich auch sehr freute.
Nachdem ich Sarzana endgültig verlassen hatte (mit Kaffee, Dombesichtigung und einer extra Runde durch die Stadt), ging es den Berg hoch und ich lief weiter hoch zur Festung, auch, um einen schönen Panoramablick zu bekommen.
Danach lief der Weg entlang des Kanals, wie gestern am Ende der Strecke und durch zahlreiche uninteressante Dörfer. Ich sah eine Nutria-Familie, sie ließen sich so von der Strömung treiben.
Irgendwie bin ich nicht durch das römische Dorf gelaufen, wie ich später erfuhr. Bin ich vielleicht den Fahrradweg gelaufen, ohne es zu merken? Jedenfalls habe ich wenigstens das Amphitheater angeschaut. Und nach einem Cappuccino entschieden, weder den Weg morgen an der Küste zu laufen statt über Massa, noch in Avenza den heutigen Tag zu beenden. Weise Entscheidungen. Ich war um eins in Avenza, ich weiß nicht einmal, wo da die Innenstadt war. Dort habe ich in einem Familien-Restaurant sehr leckere grüne Pasta mit Ragout gegessen. Und um zwei ging ich weiter, der Weg war oberhalb der Stadt, ich sah die ganze Zeit die Stadt und das Meer und die umliegenden Weinberge. Wirklich ein lohnenswerter Weg! Um fünf war ich bereits in Massa, den Dom anschauen und endlich, endlich (!) konnte ich meine gesamte Wäsche in einer Waschmaschine waschen! Welch Freuden als Pilger man doch hat! Zu Hause ist das selbstverständlich, auch eine warme Dusche ist wirklich ein Luxus. Das hatte ich zwei Monate in Lateinamerika überhaupt nicht.
Danach bin ich mit zwei italienischen Pilgern einen Aperitif trinken gegangen und sie hatten die tolle Idee, etwas zu kochen. Sie kauften ein und einer kochte, während ich mich mit der Übertragung der Filme von meiner Kamera aufs Handy beschäftigt war. Ich filme jeden Tag kurze Sequenzen, die ich am Ende zu einem Film zusammen schneiden werde. Auch habe ich fast täglich ein Tagebuchvideo gemacht. Nur habe ich am Anfang eine zu große Auflösung gewählt und der Speicher ist sehr schnell voll. Jeden Tag muss ich nun alle Videos nach und nach herunterladen, was nie problemlos läuft, sehr sehr nervig. Das bringt mich fürchterlich auf die Palme-nicht funktionierende oder langsame technische Geräte-da werde ich ganz schlimm aggressiv wie sonst nie. Wie oft habe ich in der Arbeit auf die Tastatur gehauen und wie oft fast das Handy durch den Raum geschmissen?
Also zurück zum schönen Abend-wir aßen leckere Pasta mit Tomatensauce, Oliven, Zwiebeln und Speck. Einfach, aber der Fahrradpilger hat das gut gekocht.
Alles wirklich rührend heute. Schöner Tag, Füße sind auch zufrieden, haben schon gemeckert, dass ich sie zwei Tage nicht massiert habe.Okumaya devam et
Massa
10 Ağustos 2023, İtalya ⋅ ☀️ 27 °C
35. Etappe-Massa-Pietrasanta
11 Ağustos 2023, İtalya ⋅ ☀️ 21 °C
Heute morgen bin ich mit Massimiliano los und habe mit ihm Kaffee und Croissant gefrühstückt, dann den Berg hoch und über Straßen. Ich hatte eigentlich eher Lust alleine zu laufen und so trennten wir uns eine Zeit lang. Ich war nicht so gut drauf und wollte niemanden damit belästigen, außerdem hat er mich getriggert, schlechte Kombination. Der Weg war anstrengend.
Vor Pietrasanta waren so Eisenträger auf Schienen, die für die schweren Marmorblöcke als Transportmittel dienen. Hier nämlich, in den benachbarten Apuanischen Alpen, wird der Duft Michelangelo berühmte und auch viel in Rom schon von den Römern verwendete Carrara-Marmor abgebaut.
Später haben wir einen weiteren Pilger getroffen und liefen zu dritt, und schließlich haben wir in Pietrasanta den italienischen Pilger von vorgestern getroffen. Wir aßen Focaccia zu Mittag und sie gingen weiter bis Cammiore. Ich wollte ja unbedingt an den Strand, meine einzige Möglichkeit im Sommer noch im Meer zu baden.
Also fuhr ich nach einer kurzen Pause mit dem Bus eine halbe Stunde ans Meer. Am wenigen Stellen darf man mit seinem Handtuch da liegen, ansonsten gibt es nur Liegestühle, die man bezahlen muss. Leider waren überall rot-braune Algen, so dass ich nicht einmal hinein gehen wollte. Ich entschied mich deswegen für einen Spaziergang am Meer bis zu einer Stelle ohne Algen. Bestimmt 2km weiter sah ich Leute mit Handtüchern ohne Liegestühle und dort gab es auch sehr wenige Algen. Was für ein toller Zufall, dass gerade hier der Fluss ins Meer floss und für etwas kühleres Wasser sorgte. Denn es ist flach und viel zu warm für mich. Keine Erfrischung. Baden, kurz sitzen und in die Bar ein kühles Bier trinken, schön! Der Bus hatte leider Verspätung, aber ich war kurz nach sechs wieder zurück. Den Schlüssel bekam ich endlich dann auch. Mit dem Franzosen aus dem Zimmer schaute ich mir kurz die Stadt an, eine Künstlerstadt mit vielen Skulpturen, sehr cool mit fantastischer Atmosphäre. Und es gab in einem Restaurant ein Pilgermenü mit Meeresfrüchten, super, denn das war eh heute auf meiner Agenda.
Morgen geh ich noch nicht nach Lucca, denn für diese Stadt möchte ich etwas länger Zeit haben und früh ankommen.Okumaya devam et
Pietrasanta -Meer
11 Ağustos 2023, İtalya ⋅ ☀️ 29 °C
Pietrasanta
11 Ağustos 2023, İtalya ⋅ ☀️ 30 °C
36. Etappe-Pietrasanta-Lucca
12 Ağustos 2023, İtalya ⋅ ☀️ 19 °C
Heute Nacht konnte ich extrem schlecht schlafen-kurz nach dem zu Bett gehen stellte ich fest, dass der vermeintliche Hof ein öffentlicher Durchgang war und jeder jederzeit herein spazieren und herein klettern konnte. Deswegen musste ich die Läden schließen und es war so heiß! Irgendwann gingen mir die Moskitos auch so sehr auf die Nerven, dass ich mich doch einsprühen musste. Bis mindestens ein Uhr nachts war ich wach und hörte den Franzosen um fünf aufstehen.
Um sieben ging ich Kaffee und Croissant frühstücken und mit der Idee, nur knapp 19km zu laufen los. Viel Asphalt und es war sehr früh sehr heiß. Durch den Wald über Bambus und dunkle Lössgassen bergauf. Nach dem zweiten langen Aufstieg war ich in dem Ort, in dem ich übernachten wollte, Valpromaro. Ich hatte nicht reserviert und es sah zwar nett aus, aber ich entschied vorher schon nach Lucca zu laufen und so suchte ich die Bar auf, dort gab es nur Panini und Mikrowellenpasta und ich aß Panini und trank Bier. Es gab noch eine letzte Steigung von insgesamt drei Steigungen. Danach ging es eine lange Straße entlang und ich sah Giovanni, den Italiener und Pietro. Und wir gingen die letzten acht Kilometer zusammen. Ich hatte sie eingeholt, waren sie doch von Cammaiore los gelaufen. Am Ende waren es 40km und der Bierdurst war groß. Wir kamen an einem der Hauptplätze an und Massimiliano kam auch noch dazu. Eine wahre Freude den Abend mit allen zu verbringen, ehe unsere Wege auch wieder trennten. Abends waren wir noch zusammen essen. Morgens habe ich noch mit Pietro gefrühstückt und hab mich nochmal schlafen gelegt.Okumaya devam et
Via Francigena - Wegzeichen
13 Ağustos 2023, İtalya ⋅ ☀️ 32 °C
Die offiziellen Wegzeichen der Via Francigena - Rückblick
Via Francigena - kunstvolle Wegzeichen
13 Ağustos 2023, İtalya ⋅ ☀️ 32 °C
Viele Wegzeichen, aber manche sind individueller gestaltet und kommen einmalig vor
Lucca
13 Ağustos 2023, İtalya ⋅ ☀️ 34 °C
Lucca-einen Zwischenstopp wert oder zumindest kann man einen ganzen Tag hier herum schlendern -entweder oberhalb der Stadt auf den Festungswällen aus dem 16. und 17. Jh. oder sich in den vielen Gassen verirren (jaaaa, da bin ich Meister!). Neben den Hauptattraktionen, den mit Carrara Marmor erbauten romanischen Kirchen gibt es den sehr beliebten Torre Guinigi, benannt nach der Banker-Familie Guinigi, die den Turm als Prestigeobjekt im 14. Jh. haben erbauen lassen. Er ist der einzige aus dem Mittelalter erhaltene Turm von damals einst 250. Wie früher wachsen hier Steineichen auf der Turmplattform.
Die wichtigsten Kirchen sind der Dom und die Kirche San Michele aus dem 12. Jh.
Alle Plätze, auch der Platz des damaligen Amphitheaters haben eine fantastische Atmosphäre. Außerdem organisiert Lucca die zweitgrößte und wichtigste Comic-und Game Messe der Welt.
Früher war die Stadt bekannt für feine Textilien wie Seide und ist heute noch in der Papierindustrie für die Wirtschaft von enormer Bedeutung. Und es die Geburtsstadt des Opernkomponisten Puccini. Hier findet auch eines der wichtigsten Sommer -Festivals mit bekannten Musikgrößen wie die Rolling Stones, Bob Dylan oder Ennio Morricone statt.
Ich bin mit einem leichten Kater und einem späten gesunden Toastfrühstück zur Sightseeing Tour gestartet. Insgesamt bin ich zwei Glockentürme und den Guinigi Turm hoch gestiefelt und einen Teil der Festungswälle abgelaufen. Abends gab es in der anderen Pilgerunterkunft nach der religiösen Fußwaschung einen spartanische Pasta mit einem Klecks Tomatensauce, für meinen großen Hunger zu wenig, aber klar, auf Spendenbasis.Okumaya devam et
Lucca-Kirchen
13 Ağustos 2023, İtalya ⋅ ☀️ 33 °C
37. (1.) Etappe-Lucca-Pescia
14 Ağustos 2023, İtalya ⋅ 🌙 21 °C
Heute habe ich die Via Francigena endgültig verlassen und bin die erste Etappe des Jakobsweges nach Pescia gelaufen. Kurz durch Lucca, über eines der Stadttore,an einem Fluss entlang über verschiedene Dörfer, durch Olivenhaine mit nervigen Fliegen. Hoch über der Ebene mit schönen Ausblicken nach Pescia. Ich hatte wirklich Hunger und war um kurz nach 13 Uhr zum Mittagessen, Entrecote mit Waldpilzen, in Pescia. Danach habe ich mir die Stadt angeschaut und habe die Zeit mit Aperol verbracht, bis ich entschloss nicht den privaten Shuttle nach oben auf den Berg zu nehmen, sondern zu laufen. Ja bei 37 Grad vielleicht nicht die weiseste Entscheidung, aber ich habe es gemacht, die 2,6 km berghoch. Und hier oben ist es herrlich ruhig, eine leichte Brise macht die Hitze erträglich. Nur die Moskitos sind seit Tagen wieder wirklich schlimm, ohne Spray geht am Nachmittag nichts. Ich war nur kurz die Wäsche aufhängen und ich wurde attackiert.
Das Abendbrot war super. Da die andere Pilgerin Vegetarierin ist, gab es leckeres Gemüse. Endlich! Wie lange habe ich keinen Salat mehr gegessen? Es gab Bruschetta mit Tomaten aus dem Garten und selbst gemachten Olivenöl von den Bäumen vor der Haustür. Bestes Olivenöl, das ich je gegessen habe! Danach Pasta mit Tomatensauce und Kartoffelwürfel aus dem Backofen mit Rosmarin und Caprese, danach Honigmelone. Endlich war ich pappsatt und endlich hat es sich gelohnt, Geld auszugeben. Die andere Pilgerin ist aus Belgien, wohnt seit 15 Jahren auf Rėunion, sie spricht italienisch, weil ihre Mutter Italienerin ist. Sehr nett! Aber sie läuft in die andere Richtung, wir konnten uns aber gegenseitig gute Tipps für die Übernachtung geben.Okumaya devam et
Pescia
14 Ağustos 2023, İtalya ⋅ ☀️ 34 °C
38. (2.) Etappe-Pescia-Pistoia
15 Ağustos 2023, İtalya ⋅ ☀️ 21 °C
Heute morgen gab es an diesem fantastischen Ort selbstgemachte Marmelade, Joghurt (ah,Joghurt!) und Obst, was man sich auch mitnehmen konnte (was sehr wichtig war, wie sich später ergab). Sehr gerne war ich hier. Kurz nach sieben stieg ich nach Pescia runter, was schon über 3km sind, die Kathedrale war natürlich noch zu, und es ging den ersten langen Anstieg hoch zu einem Dorf. Es war nicht einmal neun Uhr, und mir tropfte der Schweiß von der Stirn herunter. Ich erinnere mich nicht mehr daran, wann ich das letzte Mal so geschwitzt hätte, außer in der Sauna. Der ganze Tag war fürchterlich heiß und sehr schwül. Das machte zusätzlich sehr viel Mühe. Insgesamt drei von den schönen toskanischen Bergdörfern mußte ich erklimmen, rauf und runter, bisschen verlaufen und zusätzliche Kilometer und Höhenmeter... Bis ich im großen Kurort Montecatini Terme ankam, waren vier Stunden vergangen und ich war nicht Mal bei Kilometer 10, nicht mitgezählt der Abstieg von der Herberge. Ich trank Kaffee und lief lange durch die touristische Stadt. Auch hier verlief ich mich trotz GPS track, die Wegzeichen sind in einem großen Ort sowieso sehr schwer zu finden.
Mehrere Kilometer durch diesen und zwei daran angrenzende Städte, immer wieder waren Hügel hochzulaufen. Wasserspender gab es gehäuft an einem Ort kurz hintereinander und dann lange gar nicht. Ich füllte meine Flasche immer auf, hatte aber großen Durst und konnte nicht immer so viel trinken wie ich gerne hätte, da ich nie wusste, wann ich wieder eine Quelle haben werde. Nachdem ich diese dritte Stadt verlassen hatte, ging der Weg auf einem 7 Meter hohen Grat zwischen Fluss und Feldern durch Pfahlrohr. Als Kind hätte ich das lustig gefunden, aber in der Hitze mit dem Rucksack überhaupt nicht. Und die Strecke war 1,5 km lang, ich musste mich Stück für Stück hindurch kämpfen, es war alles zugewachsen, ich verletzte mich am Anfang und musste danach auf die aus dem Boden abgebrochenen, harten Pfahlrohre achten. Der Weg ging danach sehr anstrengend über eine Straße an der Autobahn entlang, mal rechts und mal links, immer in der Sonne. Ich war froh, als ich die Autobahn hinter mir ließ und dann gab es wieder einen Aufstieg zu einer Burgruine. Danach über Wälder und Pfade viel auf und ab, immer wenn ich dachte, es wäre der letzte Aufstieg, gab es noch einen und noch einen, zuletzt hatte ich weder Wasser noch was zu essen und ich war sehr erschöpft von Hunger, Durst, der schwülen Hitze, die sich durch den Regenguss über den angrenzenden Bergen noch verschlimmert hatte. Kurz: auch wenn es nicht die längste aber mit 35km eine ausreichend lange Tour mit vielen Aufstiegen war, für mich war sie die Anstrengendste. Auch waren die letzten Nächte so heiß und mückenreich, dass ich auch einen gewissen Schlafmangel habe. Unterwegs gab es nichts zu essen oder zu trinken, so dass ich, erst als ich schon über 2km in Pistoia kurz vor fünf Uhr eingelaufen war, ein offenes Restaurant fand. Denn es ist heute hier Feiertag und vieles hat zu oder in Betriebsferien.
Es gab neben meinem leckeren gezapften Bier (es schmeckt so viel besser als aus der Flasche) afrikanisches Essen. Eine lustige Kombination aus Spinat mit Sprotten und Rindfleisch, mit einem großen weißen Kloß Teig und scharfer Sauce. Das Essen war schon sehr scharf! Um kurz nach sechs hatte ich knapp Stunde Stunde Zeit mir die Stadt anzuschauen, leider war auch im Dom gerade Messe und die Kirche war danach zu. Eine sehr beeindruckende Stadt, die Nähe zu Florenz ist sichtbar...
Um kurz nach sieben war wieder Fußwaschung in der Herberge, mit Kerzenschein und einer langen Einleitung, wirklich schön hat der Jakobsbruder das gemacht. Danach gab es Pasta mit Tomatensauce und Zucchini, Tomaten mit Mozzarella und Gurken und Paprika -jaaaaa, endlich Gemüse!Okumaya devam et
Pistoia
15 Ağustos 2023, İtalya ⋅ ☀️ 32 °C
39. (3.) Etappe-Pistoia-Prato
16 Ağustos 2023, İtalya ⋅ ☀️ 21 °C
Der nette Jakobsbruder hat mir heute um sechs Uhr Kaffee gemacht. Ein großes Herz! Der Weg ging kurz aus der Stadt heraus und entlang des Flusses, so viel Wasser haben die nicht und sehr viele Reiher tummeln sich hier herum. Pistoia ist vor allem eins: führend in der Baumzucht, so dass die ersten Kilometer gesäumt waren von Baumschulen und verschiedenen Baumarten, die hier für den Verkauf herangezüchtet werden. Ja, die Flora, bekannt in der Toskana sind neben den Pinienbäumen die Zypressen und die Olivenbäume.
Später ging es den Berg hinauf in den Wald, was zwar mit der Hitze anstrengend, aber sehr schön und ruhig war. Nur gerne hätte ich mich Mal ausgeruht, um Wasser zu trinken, was aber mit dem um den Kopf herum schwirrenden Fliegen und Mücken selten möglich war, da komme ich mit immer vor wie eine arme Kuh auf der Weide, die immerzu von allen Insekten nonstop belästigt wird
Immer wieder ging es hoch und runter, aber nicht mehr so lange und so viele Anstiege wie gestern. Es ist mir bis auf die Füße, die einfach noch von gestern müde waren und weh taten, doch gut gegangen. Am Ende noch durch die Vororte von Prato, nochmal hoch in den Wald und runter nach Prato, am Fluss entlang. Ich konnte den ganzen Tag die Herberge nicht erreichen. Ich entschied erstmal in der Stadt was essen zu gehen und plötzlich war ich schon ab der Kathedrale, schaute kurz hinein und ging dann richtig essen, Pasta mit Ragout und gegrilltem Gemüse.
Danach war ich im Dommuseum (ich musste meinen Rucksack aufbehalten) und habe mir die mittelalterlichen Fresken im Dom angeschaut. Es war so heiß und ich hatte keine Lust auf mehr Sightseeing. Ich wollte doch auch wissen, wohin ich muss und wo ich übernachten kann. Also setzte ich mich in eine Bar und versuchte irgendeine andere Herberge zu finden. Endlich nahm jemand das Telefon ab und ich hatte einen Platz, musste aber mit dem Bus hinfahren. Genau dann rief der Mann von der anderen Herberge, die viel näher war, an, ich wollte aber nicht so unhöflich sein und der gerade zugesagten Herberge wurde absagen. Das Ticket für den Bus wollte ich im Bus lösen, der Busfahrer sagte,es gäbe hier keine und ich stieg an der nächsten Bushaltestelle wieder aus, um mir dort ein Ticket für den nächsten Bus zu kaufen ..
Die Herberge ist nur ein Dachboden und unten ist ein Abstellraum und Dusche und WC. Aber ich habe das beste draus gemacht, ein Sandwich geholt und warmes Bier und Körniger Frischkäse, ja den habe ich echt vermisst.
Ich schwitze wie ein Schwein im Liegen, mal gucken ob ich schlafen kann, die Mücken haben sich auch sofort gemeldet.Okumaya devam et
40. (4.) Etappe-Prato-Florenz
17 Ağustos 2023, İtalya ⋅ 🌙 20 °C
Das war wohl nichts mit Schlafen heute Nacht. Es war nicht nur sehr heiß, obwohl später eine kühle Brise von draußen kam, sondern immer, wenn ich gerade am Einschlafen war, hörte ich eine Mücke neben meinem Ohr. Grausam! Dann fand ich diese und erschlug sie, dachte, so, jetzt kann ich endlich schlafen, aber dann war da noch eine und noch eine-insgesamt erwischte ich sieben. Und als der Wecker eh 30 min später klingeln sollte, stand ich auf, die Mücke überlebte und ich gab auf. Um sechs war ich dann schon mit dem Bus in der Stadt zurück angekommen. Keine Bar hatte offen. Kaffee musste es irgendwann unterwegs geben. Der Weg ging am Fluss entlang und schließlich steil hoch, ich lief über den hässlichen Vororten. Wieder runter, an Olivenhainen vorbei, rauf zum nächsten alten Dorf mit Festung und runter -nach 10km endlich Kaffee und Croissant! Nochmal hoch und 20km Asphalt, also neue Blasen. Asphalt. Müde Füße. Und dann sah ich sie. Umgeben von Bergen, im Dunst der Sonne. Ist sie es wirklich? Ja! Da ist die Kathedrale, der Dom von Florenz! Mein Ziel, mein erstes Ziel sah ich da! Mir kamen die Tränen, ein sehr emotionaler Moment, der noch lange anhielt. Wie jemand, der wochenlang auf hoher See ist und dann Land sieht.
Der Ausblick blieb aber nur ein kurzes Vergnügen, denn es ging zwar oberhalb der häuslichen Vororte durch kleinere Ortschaften hindurch, aber diese waren von hohen Mauern umgeben, so dass man leider gar keine Aussichten mehr hatte. Kurz vor der Innenstadt dann endlich der Blick von einem Park aus, in dem ich Pinsa aß und mein Gezapftes bestellen konnte.
Ich beschloss erstmal einzuchecken, zu duschen und mich hinzulegen. Nicht einmal zur Kathedrale bin ich los gestürmt, ich war wirklich hundemüde und wollte es ausgeruht genießen können.
Oh ja, im Zimmer gibt es eine Klimaanlage, bei 37 Grad keine so schlechte Sache. Ich legte mich hin und als ich eindöste, hörte ich eine Mücke. Oh nein! Vielleicht hab ich das nur aus der vergangenen Nacht aus meinem Traum mitgebracht? Aber es war wirklich eine...
Dann ging ich in die Küche und lernte einen Amerikaner kennen,der in Guatemala und Südafrika aufgewachsen war. Sehr offener Typ, der gleich anbot,am Abend mit mir essen gehen zu wollen. Im Zimmer war ein Franzose, ein Mediziner, der gerade seinen Abschluss gemacht hatte.
Endlich ging ich zum Dom, da kamen mir auch fast die Tränen, wow, bisher kannte ich Florenz nur von Bildern, aber kein Vergleich, wenn man vor diesem riesigen Gebäudekomplex steht. Das ist eine der schönsten Kirchen, die ich je gesehen habe und ich habe sehr sehr viele gesehen. Ich schlenderte durch die Straßen, holte meine Museumskarte für die folgenden drei Tage ab und lief über die eine Brücke, um die berühmte Ponte Vecchio zu sehen, und lief diese wieder zurück in die Altstadt. Hier gibt es sehr viele alte Juweliere. Über die Piazza della Signora mit dem Palazzo Vecchio und zurück zum Hostel. Da ich hier ein paar Tage verbringen werde, werde ich thematisch die einzelnen Museen und Plätze behandeln.
Ich fragte Louis, ob er mich und Solares zum Essen begleiten würde. Das Restaurant sollte um die Ecke sein, Solares blieb bei jedem zweiten Restaurant, Hotel oder Bar stehen und begrüßte alle, als würde er der Medici in Person sein. Kurze Zeit später wollte ein Barbesitzer ihn nicht begrüßen und schrie, er solle endlich seine Rechnung bezahlen! Er erklärte uns, dass er vor paar Tagen hier für sehr viel Geld mit anderen Wein trinken war und man nur Bar bezahlen könne. Außerdem wäre er im Hostel beklaut worden und sah einen Tag später in einem stehenden Auto seinen Rucksack und bekam alles wieder zurück. So gingen seine Geschichten munter weiter, ich bin überzeugt, da er auch jeden Tag Party bis in die Puppen macht, dass er Koks nimmt, so wie er sich gibt und redet jedenfalls. Dann hat er uns noch eine über 1000€ Restaurant oder Bar Rechnung gezeigt, die er kürzlich hier ausgegeben hat...kurzum war dieser Mensch unheimlich anstrengend, hat dann in dem Restaurant draußen ein junges Mädchen aufgegabelt und hat sich nicht zu uns, sondern zu ihr gesetzt und wir waren froh, den Abend für uns zu haben. Endlich konnte ich, da wir zu zweit waren, die Bistecca Fiorentina ausprobieren. Ein T-Bone Steak mit mindestens 1kg, das sehr kurz auf den Grill kommt. Das war das leckerste Rind, das ich in Europa gegessen habe! Bisher habe ich nur besseres Fleisch in Namibia gegessen. Dafür muss es sehr gut abgehangen sein, damit es butterweich und nicht zäh ist.
Wir hatten einen schönen Abend und gingen still an Solares vorbei. Nachts konnte ich wieder nicht gut schlafen, da ich trotz Klimaanlage so sehr geschwitzt habe und der Mann unter mir im Etagenbett ständig seine Nase hochgezogen hat.Okumaya devam et
Florenz-Medici-Kapellen
18 Ağustos 2023, İtalya ⋅ ☀️ 23 °C
Während die Urlauber hier länger schlafen, stehe ich früh auf, um meine tolle Museumskarte optimal ausnutzen zu können, von acht bis acht idealerweise...wer hier von Ausruhen in Florenz spricht, der irrt gewaltig. Ich bin ja schließlich nicht zum Spaß hier-ja, natürlich, aber mit Inhalt. Meine gebuchte Tour in den Uffizien ging erst um 10:30 los, vielleicht schaffe ich zwei Museen vorher?! Ich ging zu den Medici-Kapellen, den Grabkapellen des Fürstengeschlechts der Medici-Bankerfamilie (vorher Textilhandel), die zwischen dem 15.-18.Jh. einer der reichsten und einflussreichsten Dynastien Europas waren, woraus auch drei Päpste, Großherzöge und drei Königinnen Frankreichs hervorgingen. Hier dreht sich eigentlich das meiste um diese Familie.
1520 hat der Medici-Papst Leo X. den Bau der Kapellen in Auftrag gegeben. Kein anderer als Michelangelo hat die Architektur und die Skulpturen geschaffen, ist aber vor der Vollendung endgültig nach Rom gezogen.
Die späteren Familienangehörigen der Medici wurden ab 1605 nicht mehr in der alten und neuen Sakristei der Basilika bestattet, sondern in der von Buontalenti gestalteten Fürstenkapelle. Die gesamte, riesige Halle besteht aus Marmorintarsien und ist ein Meisterwerk der Steinschneidekunst.
Das letzte Bild zeigt Anna Maria Luisa de'Medici, die letzte Medici-Angehörige, die der Stadt Florenz die gesamte Kunstsammlung vererbte, die heute den Großteil der bedeutendsten Werke darstellt.Okumaya devam et
Florenz-Palazzo Medici Ricardi
18 Ağustos 2023, İtalya ⋅ ☀️ 25 °C
Der Palazzo der Medici, den Cosimo I. Mitte der 1450er hat erbauen lassen, war die erste florentinische Residenz der Medici. Sie beherbergt eine private Kapelle, etwas Rares in einem privaten Palast, dafür hat Cosimo sich die päpstliche Erlaubnis geholt. Dort wurde nicht nur gebetet, sondern war gleichzeitig ein Prestige-Objekt, in welchem hochrangige Gäste empfangen wurden (kann ich mir irgendwie nicht so vorstellen, weil es sehr klein ist). Mit seinen Fresken für mich ein Highlight dieses Palastes, diese sind von Benozzo Gonzoli. Im 17. Jh. wurde der Palast an die adlige Bankiers-Familie der Riccardi deutscher Herkunft verkauft und wurde vergrößert. Aus dieser Zeit stammt der prachtvolle barocke Saal von Luca Giordano (1685).Okumaya devam et
Florenz-Uffizien
18 Ağustos 2023, İtalya ⋅ ☀️ 30 °C
Die Uffizien zählen zu den meist besuchten Kunstmuseen der Welt, auf Platz 12 in Europa und in Italien Nummer 1 der besuchten Kulturorte. So wie der Name schon sagt, waren hier zwischen 1560-1580 Ministerien und Ämter von Florenz untergebracht, und immer schon dienten die Räume auch für die Unterbringung der großen Kunstsammlung und war der Öffentlichkeit zugänglich.
Schwer hier nur 10 Fotos auszusuchen, da schaue ich wie Caravaggio's Medusa! Ich werde bekannte Werke, Werke, die mir persönlich gefallen haben, entweder der Ausdruck, die Farben, Emotionen, weil es lustig war oder sonst wie aufgefallen ist, und der Räumlichkeiten vorstellen. Das Video zeigt die Tribuna mit der mediceischen Venus, die im 17. Jh. in der Villa von Hadrian gefunden wurde, und andere Kunstwerke. Von hier stammt das Wort Galerie für eine Gemäldesammlung und auch hier wurde das moderne Klavier aus dem Cembalo heraus entwickelt, in den Werkstätten der Uffizien, von Bartolomeo Cristofori.
Foto 1: die u-förmige Galerie (!), die zu den Sälen führt, von Georgio Vasari (Erbauungszeit)
Foto 2: Primavera (Frühling) von Sandro Botticelli (138 Pflanzenarten wurden bisher identifiziert). Auch hier im Museum: die Geburt der Venus von Botticelli
Foto 3: Madonna mit dem Stieglitz von Raffael Santi (Jesus, der den Blick zu Johannes richtet : "Ja, chill mal, Johannes, ist nur ein Vogel!")
Foto 4: Verkündigung an Maria von Andrea del Verrocchio und Leonardo da Vinci
Foto 5: Eleonora von Toledo und ihr Sohn Giovanni von Agnoli Bronzino (großartige detailtreue Darstellung des Brokat-und Perlenschmucks)
Foto 6: Allegorie der Tugend von Jacopo Ligozzi (unbekannt, aber ich mochte die rechte Figur mit der Kopfbedeckung)
Foto 7: Großer Kalvarienberg von Jan Brueghel der Ältere (ich mag hier die Farben und die vielen Figuren)
Foto 8: Medusa von Michelangelo Merisi da Caravaggio auf einem Holzschild (ausdrucksstarkes Entsetzen)
Foto 9: Bacchus von Caravaggio (der ist so auf sein Carpe Diem konzentriert, dass die Früchte in der Schale schon schlecht sind, und er sollte sich mal den Dreck unter den Fingernägeln entfernen!)
Foto 10: Thronende Madonna, Hl. Zacharias, Hl. Johannes der Täufer und Hl. Maria Magdalena von Parmigianino (ich mag die Haare und die liebe Zuwendung des Johannes an Jesus)
Video: Die TribunaOkumaya devam et
Florenz-Santa Croce
18 Ağustos 2023, İtalya ⋅ ☀️ 35 °C
Es gibt viele Kirchen in Florenz, doch einige sind besonders wichtig. Santa Croce ist die größte und einer der bedeutendsten Franziskaner-Kirchen in Italien. Der Legende nach soll der heilige Franz von Assisi die Grundsteinlegung vorgenommen haben. Hier sind die Grabmäler von Michelangelo, Galileo Galilei und Gioachino Rossini zu finden. Zu sehen sind Fresken von Giotto und Taddeo Gaddi, und Brunelleschi entwarf die Capella dei Pazzi am Kreuzgang.Okumaya devam et
Florenz-Cameos
18 Ağustos 2023, İtalya ⋅ ☀️ 29 °C
Das Wort cameo ist ein Wort, das ich aus den Filmen von Hitchcock kenne. Aus Mangel an Statisten hat er sich oft selbst im Hintergrund platziert, es gibt geradezu cameo-Jäger, die alle Filme nach dem persönlichen Auftritt in seinen Filmen durchsuchen. Ich bin so frei und benutze dieses Wort für meinen "Auftritt" in Florenz, ich habe erst aus der Situation heraus und dann gezielt Spiegel und ähnliches gesucht, die mich in verschiedenen "Szenen" in Florenz zeigen, manchmal muss man genau hingucken. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und oft lachte ich laut in einem leeren Museumsraum, den sonst niemanden interessierte. Manchmal kamen dann Aufseher und wunderten sich, was ich da in dem Raum so lange mache...Okumaya devam et











































































































































































































































































