Norway
Vang

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Travelers at this place
    • Day 28

      Ruhetag

      June 27, 2023 in Norway ⋅ ☀️ 13 °C

      Heute mal nur kurz. Es ist heute ein richtiger Ruhetag. Tyinkrysset besteht aus einer Tankstelle, der Zimmervermietung, wo ich untergekommen bin, einem Supermarkt und einem Intersport. Bis auf die Tankstelle versorge ich hier alle mit meinem Geld. Im Intersport gibt‘s 100g Backupgas, ein neues paar Wandersocken und zusätzliche Trekkingnahrung. Im Supermarkt kaufe ich für die kommenden 6 Tage ein. Müsliriegel, Müsli, Nussmischung, „Kaffee“.

      Mein Fuß macht mir heute wieder Sorge. Das Problem ist nicht weg, es ist mit den neuen Schuhen einfach besser gebettet. Aber am Morgen schmerzt der Fuß bei jedem Auftreten. Mit etwas Bewegung wird es besser aber ich habe große Sorge, dass dieses Problem meine Reise frühzeitig beenden könnte. Am Abend massiere ich die Fußsohle ausgiebig und es fühlt sich gleich besser an. Aber bei allem, was ich zu Metatarsalgie finde, ist die Hauptlösung, dass man die Belastung maximal zurückfährt, auf maximal weichen Sohlen läuft und einen Podologen aufsucht. Mit meinem Schuhwechsel und den Einlagen habe ich schon viel richtig gemacht. Die Lösung wird es aber wahrscheinlich nicht sein. So lange ich so wie in dem vergangenen vier Tagen unterwegs sein kann, gehe ich weiter. Aber ich bin skeptisch, da etwas mehr als 3/4 meiner Reise noch vor mir liegen. Das drückt die Stimmung etwas.

      Bis zum frühen Nachmittag hat es hier geregnet. Die Auszeit war gut getimed. Morgen geht es erst ein paar Kilometer über Asphalt und dann 20 Kilometer über eine Schotterstrasse. Das wird ein weiterer Fußtest. Morgen abend oder übermorgen früh geht es dann ins richtige Jotunheimen. Hier gibt es wieder einige potenzielle Schlüsselstellen.

      Geschlafen habe ich die letzte Nacht schon besser. Aber der Mittagsschlaf heute war einfach sensationell! In diesem Sinne, gute Nacht!
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    • Day 74

      Tag 73 & 74

      August 4, 2022 in Norway ⋅ ⛅ 4 °C

      An Tag 73 regnete es morgens genauso wie am letzen Tag. Ich stellte mich darauf ein dass es den ganzen Tag regnen würde. Es war aber wärmer geworden. Als ich los ging waren es 8 Grad. Ich ging erstmal weiter über Geröllfelder mit großen Felsen. Danach entspannte sich der Weg und auch der Regen. Es wurde sogar so warm dass ich zum Teil im Hemd lief. Ab und zu ein kleiner Schauer. Ich stieg ab auf 1000m über N.n. um dann wieder hoch zu steigen 😅 Als ich wieder oben war, sah ich irgendwelche Tiere. Sie waren zu weit entfernt um genau erkennen zu können was es war. Aber ich vermutete Rentiere. Denn Schafe sehe ich hier so gut wie jeden Tag. Die erkenne ich schon von weitem. Ein paar mal erschreckten mich die Schneehühner ein bisschen. Die sind so gut getarnt zwischen den Steinen und erst wenn ich 2-3m an ihnen dran war, bemerkte ich sie erst weil sie dann abhauen. Ich ging an schönen Bergen vorbei, darunter der Masseringsnosi (1741m) und Bleia (1821m), von dem ich nicht weit entfernt mein Zelt aufstellte. Etwa eine halbe Stunde davor musste ich zwei mal durch den selben Fluss waten. Zum Abendessen kochte ich mir rote Linsen, die hat jemand an einer Hütte gelassen. Eine ganze Packung 500g Bio, aus einem deutschen Supermarkt. Schmecken echt gut und haben viel Eiweiß.

      Der Regen machte seine Arbeit wieder gut an Tag 74. Immer wieder gab es Schauer. Die Steine waren zum Teil sehr rutschig. Also ganz vorsichtig. Mein Profil von den Schuhen ist auch schon mehr abgelaufen als von den letzten und das bei weniger Kilometern. Vorallem in dem Mittelfuß Bereich, der Rest geht noch. Ich sah ein komisches Tier. Nur etwa 5-6 Sekunden. Es sah etwas ähnlich aus wie ein Eichhörnchen, von der Farbe sehr passend. War aber kleiner, so ein kleines Eichhörnchen habe ich noch nie gesehen. Und sehr flink unterwegs. Ich weiß nicht was es war, ich muss mal recherchieren. Wenn ich es sehe würde ich es wieder erkennen. Ich glaube nicht das es hier in den Bergen Eichhörnchen gibt, oder doch? Dann kam eine Stelle wo sich ein Fluss gabelt und da musste ich wieder durch waten. Die erste Gabelung konnte ich über die Steine hüpfen dann war ein kleines Stück Land zwischen dem Wasser. Ich schaute nach einer Stelle um die nächste Gabelung trocken zu überqueren, doch die gab es nicht. Dabei sah ich, dass sich in meinem Blickwinkel was bewegt und war erstaunt als ich Rentiere sah. Wo kamen die denn auf einmal her? Ich setzte mich auf einen Stein und bewegte mich nicht um sie nicht zu verschrecken und sie zu beobachten. Sie haben mich natürlich wahrgenommen und hatten mich genau in Auge. Ein paar Rentiere zogen noch zu der Herde nach und dann machten sie sich davon. Es waren so ca. 40 Stück. Ich war voll froh die gesehen zu haben. Dann kam ich zu einer Selbstversorger Hütte. Dort machte ich etwa 1 Stunde Essenspause. Als ich weiter lief, sah ich später noch ein paar Rentiere. Ein Typ kam mir entgegen. Ich sagte ihm "Keep your eyes open, here are a lot of reindeers". Wir kamen ins Gespräch. Er erzählte er sei seit 25 Tagen unterwegs. Er kommt hier aus Norwegen, ist in Trondheim gestartet und läuft nach Stavanger. Er gab mir einige gute Tipps für meinen weiteren Wegverlauf. Ich stieg wieder ab auf etwa 1000m. Um eine Straße zu überqueren und dann wieder Steil nach oben aufzusteigen. Genau wie gestern. Man war das warm dort unten, machen 500m schon so viel aus? Oder lag es daran, das es dort fast Windstill war. Auf dem Weg nach oben sah ich Moltebeeren, die leider noch nicht reif waren. Schade, die sollen sehr gut schmecken hat mir Gunnar erzählt.

      Liebe Grüße, Gena
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    • Day 6

      Weiterreise

      July 6, 2022 in Norway ⋅ ☁️ 9 °C

      Wir reisen weiter.
      Haben wieder mal viel zu lange geschlafen. Haben wieder mal zu lange geduscht.
      Haben viel zu lange gefrühstückt.
      Haben ......... Moment mal, das hört und fühlt sich nach Urlaub an.
      Bulli mit Wasser aufgefüllt und los.
      Heute sollten wir das Hochgebirge von Norwegen 🇳🇴 verlassen und hoffen auf besseres Wetter.
      Ela fährt heute 😳
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    • Day 5

      Stellplatz für die Nacht

      July 5, 2022 in Norway ⋅ ⛅ 10 °C

      Eigentlich wollten wir bis Lohm, das wären noch 2 Std. Fahrzeit.
      Kurzerhand sind wir hier eingekehrte.
      Heute habe ich zum 1. mal in Norwegen getankt, hatte Glück 🍀 und habe im Gebirge ne Preisgünstige erwischt.
      2,56 €/ Liter.
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    • Day 29

      Tyinkrysset - Fondsbu

      June 28, 2023 in Norway ⋅ ☁️ 13 °C

      Wieder habe ich am Abend meine Probleme, einzuschlafen. Aber gegen Mitternacht kommt die schwere Müdigkeit und ich schlafe tief und fest. Ich werde zur einmal um kurz nach vier und einmal um kurz nach sechs wach, drehe mich aber um und schlafe direkt weiter. Das ist etwas, was ich normalerweise nicht so gut kann.

      Um 7:30 Uhr werde ich wach. Am liebsten würde ich noch Stunden im Bett liegen bleiben. Ich habe mir zwar vorgenommen, mich heute Morgen nicht zu Stressen, aber zu spät möchte ich auch nicht los. Ich mache mir einen Cappuccino, hole meine Wäsche von der Wäscheleine im Waschraum und packe meinen Rucksack. Auch für eine heiße Dusche ist noch Zeit. Mental spüre ich einen seltsamen Mix aus Skepsis, ob mein Fuß das alles mitmachen wird und Vorfreude auf einen sonnigen Tag. Der Fuß fühlt sich heute Morgen wieder nicht gut an, aber ich denke, wenn es nicht schlimmer wird als in den letzten Tagen, kann ich meine Route gut fortsetzen.

      Pessimismus und Zweifel werden mir nicht weiterhelfen. Das ist immer leicht gesagt. Aber heute entscheide ich mich ganz bewusst, optimistisch zu sein und positiv auf die kommenden Tage zu schauen. Beim zweiten Cappuccino ist daher etwas Zeit für eine musikalische mentale Stärkung. „Why worry? There should be laughter after pain,
      There should be sunshine after rain,
      These things have always been the same. Why worry now?“, Dire Straits.

      Ich rufe bei den Inhabern der Unterkunft an, um Bescheid zu geben, dass ich bezahlen möchte. Der Mann vom Intersport kommt rüber und wir unterhalten uns noch eine halbe Stunde übers Wandern, unter anderem körperliche Probleme, wie meine Fußschmerzen, über das Leben in den Bergen und was es bedeutet, dort wirklich im Moment zu sein. Der Mann vom Intersport heißt übrigens Sven. Er selbst hat zwei Jahre nur hier in den Bergen gelebt, ohne einen festen Wohnsitz zu haben. Alles, was er sagt, wirkt sehr überlegt und scheint Hand und Fuß zu haben. Er selbst hat mehrere Jahre als Fotograf gearbeitet. Mit Social Media geht es ihm wie mir. Sie nehmen sich ständig vor, ihre Unterkunft und ihr Freizeitangebot mehr zu pushen, verlieren aber schon nach kurzer Zeit die Motivation weiter zu machen. Er unterscheidet auch zwischen Arbeit und Freizeit in den Bergen. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, gehen sie angeln, um Fisch für den Winter zu haben und auch zwei oder drei Rentiere werden gejagt. Wenn er aber nach Feierabend mit der Angel loszieht, geht es um Freude am Fischen und das Hobby selbst.

      Ich frage ihn, ob die vielen Hütten, die überall im Tal verteilt stehen (bestimmt hunderte) bewohnt sind oder ob es Ferienhäuser sind. Das seien alles Ferienhäuser. Im Umkreis von 4 km würden nicht mehr als 30 Menschen leben. Ich frage, ob das dann hier die Innenstadt sei. „That‘s the shit“, sagt er lachend! Ich bezahle die zwei Nächte für mein Zimmer. Ich sage ihm, dass ich auch die Waschmaschine genutzt hätte. Das interessiert ihn aber nicht. Er berechnet nur die beiden Nächte.

      Um 9:30 Uhr mache ich mich auf den Weg. Der Rucksack ist wieder deutlich schwerer, da ich Lebensmittel für sieben Tage dabei habe. Zur Not könnte ich auch immer was auf den Hütten zwischendurch bekommen, aber grundsätzlich habe ich mir angewöhnt, Essen für einen Tag mehr mitzunehmen. Wer weiß, wann der große Hunger einsetzt. Viereinhalb Kilometer geht es über eine Straße allmählich nach oben bis ich an einen riesigen See komme. Hier geht eine Schotterstraße rechts ab. Diese wird heute einen Großteil meiner Route ausmachen. Nach fünfeinhalb Kilometern mache ich meine erste Pause. Die Füße fühlen sich bisher gut an. Das Problem ist da und spürbar, aber nicht schmerzhaft, dass es mich einschränkt. Trotzdem nutze ich die Pause, um Schuhe und Socken auszuziehen. Hier gibt es jetzt mein verspätetes Frühstück. Einen halben Laib Brot und den Rest der Fleischwurst von gestern.

      Dann geht es immer am Seeufer entlang weiter. Das Gehen hier ist zwar recht monoton, dafür komme ich aber schnell voran und habe einen schönen Ausblick auf See und Berge dahinter. Alle 6 km mache ich eine Pause, ziehe Schuhe und Socken aus und dehne die Füße ein wenig. Bei Kilometer 18 mache ich eine längere Pause. Es ist gerade einmal 14:00 Uhr. Als ich weiter gehe, wird es zunehmend dunkler. Aus den Schäfchenwolken sind mittlerweile große dunkle Wolken geworden. Ich würde es nicht wundern, wenn es heute noch ein paar Tropfen regnet. Auch ein ziemlich penetranter Mückenschwarm begleitet mich jetzt dauerhaft. Es ist irgendeine ziemlich ungeschickte, aber dafür umso nervigere Mückenart. Immer wieder fliegen mir die Viecher ins Gesicht. Nach 21 km lasse ich den See hinter mir und erreiche wieder eine Art Hüttendorf. Unzählige, dafür gut verteilte kleine Hütten mit Grasdach bilden hier eine Art Siedlung. Ein paar Kilometer weiter komme ich an die DNT-Hütte Fondsbu, direkt neben dem scheinbar ungenutzten Eidsbugarden Hotel. Beides liegt an einem weiteren großen See. Mein linker Fuß schmerzt inzwischen. Ich krümme den Fuß, um die Belastung vom Fußballen zu nehmen. 24 km Straße scheinen also wortwörtlich die Schmerzgrenze zu sein. Wieder mache ich eine Pause und befreie die Füße von Socken und Schuhen.

      Mein heutiges Etappenziel ist nur noch 3 km entfernt. Ich gönne dem Fuß noch etwas Pause und mach mich dann wieder auf den Weg. Tatsächlich sind die ersten Schritte deutlich leichter als die letzten schmerzenden vor der Pause. Und nach 100 m geht es auf einem Pfad weiter am See entlang, was für die Füße auch eine willkommene Abwechslung ist. An einem der Bäche, die Links von der steilen Talwand herunter kommen, fülle ich meine Wasserflasche. Ein paar 100 m später sehe ich rechts des Weges eine Erhöhung, welche ein idealer Zeltplatz sein könnte. Zu meinem Etappenziel fehlt mir allerdings noch ein knapper Kilometer. Die Chancen, hier unten am See weitere gute Plätze für ein Zelt zu finden, sind eher gering. Wenn ich hier keinen Platz finde, stehen noch zusätzliche 3 km und mindestens 300 Höhenmeter an. Ich verlasse meinen Weg querfeldein zu der Erhöhung. Der Platz ist ideal. Wie es aussieht haben hier schon Leute vor mir gezeltet. Beim Zelt aufbauen finde ich einen alten Hering im Boden.

      Als ich hier ankomme ist es erst 16.30 Uhr. Kraft und Ausdauer hätte ich noch gehabt, um noch weiter zu gehen. Aber heute fühlt es sich einfach nur vernünftig an, auf meinen Fuß zu hören. Außerdem ist es schön, mein Zelt nicht komplett ausgepowert aufbauen zu müssen. Bei den letzten Etappen bin ich jeden Tag ein bisschen weiter gelaufen als geplant und habe mir dadurch einen freien Tag erarbeitet. Für die aktuelle Etappe nehme ich mir vor, keine Extrakilometer zu machen und in der geplanten Zeit zu bleiben. Oft sind es die wenigen Kilometer am Ende, die einem die letzte Kraft rauben. Hier will ich mich nicht mehr zu sehr hetzen.

      Als das Zelt steht, gehe ich noch einmal ein paar 100 m zurück zu meinem Bach, um meine Lagervorräte zu füllen. Als ich zurück bin, schnappe ich mir meinen Waschlappen und Handtuch und gehe die 50 m runter zum See. Das Wasser ist wieder eiskalt, aber da muss ich durch. Heute fällt es mir ein wenig leichter, da ich nicht komplett ausgepowert bin. Aber die Mücken hier sind nicht ohne. In der kurzen Zeit, wo ich im See stehe und mich wasche, kassiere ich bestimmt vier Mückenstiche auf dem Rücken. Daher geht es, obwohl es immer noch sehr früh ist, direkt ins Zelt. Die Türen, lasse ich auf, aber der Mückenschutz wird zugemacht.

      Ich liege etwas im Zelt und genieße das nichts tun. Dann mache ich mein Abendessen. Ich vermisse jetzt schon die Dunkelheit meines Zimmers der letzten zwei Nächte. Heute werde ich mir die Mütze wieder tief über die Augen ziehen müssen.
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    • Day 21

      Wilde rendieren gespot!

      July 3, 2023 in Norway ⋅ ☁️ 9 °C

      Het nood-stop-sein wist ik niet meer, maar op het moment dat ik uitsprak wat ik dacht te zien en Matthijs bevestigde met "Ja, verdomd!!", wisten we allebei dat we snel moesten handelen. We hadden alleen een ander idee over de manier van handelen. Matthijs stopte direct en gooide zijn fiets in de berm, want hij moest z'n telelens uit z'n frametas peuteren. Ik daarentegen had geen telelens bij me, dus ik rolde nog een eindje door om toch iets dichterbij de beesten te kunnen komen met mijn zoomlens. Zo'n 50 meter verderop legde ik ook mijn fiets in de berm en pakte ik mijn camera en lichtgewicht zoomlensje om ook een paar plaatjes te schieten. Wat een leuke beesten zag ik door die lens. En ik zag er steeds meer, het bleek een hele kudde die zich snel voortbewoog door de begroeiing. De individuen met het grootste gewei voorop, en dan hier en daar een kalf dat er wat onbeholpen tussen liep. Of rende eigenlijk, want ze zetten er flink de pas in. Er werd niet gegraasd, de kudde was echt on the move, op weg naar sappiger korstmossen?

      Over mijn foto's was ik totaal niet tevreden. Ik had geen interessante voorgrond hier dus breedhoekfoto's werden eigenlijk heel saai, en op 150mm was ik nog steeds veel te ver van de dieren verwijderd om echt mooie close-ups te kunnen maken. Het was vlees noch vis, zeg maar. Ik had de GoPro echter nog in mijn fietstas, dus ik kon me op een andere manier nuttig maken. Namelijk door te gaan filmen hoe Matthijs wél mooie close-ups van de rendieren aan het maken was. Dat zou vast leuke beelden opleveren voor onze film.

      Ik liep terug met de GoPro en trof daar mixed feelings aan: Matthijs was enerzijds superblij dat hij die dieren nu eindelijk zag, maar tegelijkertijd was hij koortsachtig bezig met zijn camera waar iets niet goed mee leek te gaan. De kudde rendieren bewoog zich snel dus hij moest zijn kans pakken, maar de camera wilde niet scherp stellen, of er was iets met de lens? Na enkele minuten klooien, waarin tevens geagiteerd werd opgemerkt dat de dieren zich zo snel verplaatsten omdat ze vast waren geschrokken van die ene fietser die iets verder was gereden, was het probleem duidelijk: de lens was vochtig en aan de binnenkant beslagen. Dus nog steeds enigszins gejaagd poetste hij de lens om nog een paar laatste plaatjes te maken van de dieren in de verte, maar hij vreesde het ergste: waarschijnlijk had hij alleen maar onscherpe foto's van achterwerken van rendieren. En toen was de kudde alweer over de heuvel uit het zicht verdween.
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    • Day 64

      Heute war (fast) alles dabei

      July 13, 2023 in Norway ⋅ ☁️ 12 °C

      Boah was für ein Tag.

      Wir wollen noch mal auf die FV55.
      Hier hat Ingrid ihren geheimen Seelenort ☺️

      Aber das sind noch ein paar Meilen.

      Unsere Nacht im Dovrefjell war zumindest für einen von uns erholsam.
      Ingrid hat nicht ganz so gut geschlafen 😴

      Aber es wird Nachts zumindest wieder so etwas wie annähernd dämmrig.
      Das lässt hoffen das sich bei uns wieder ein Tag- Nachtrhythmus einspielt.

      Unsere heutige Reise war lang, anstrengend aber sehr abwechslungsreich.
      Von Bergen zu den Fjorden, von Elchen und Rentieren bis lecker Pfannkuchen war alles dabei.

      Nachdem wir hier nur 10 Bilder einstellen können, ist hier nicht alles abgebildet.

      Jetzt haben wir einen schönen Platz am Sognefjord gefunden.

      Zeit ist gworn (19:16Uhr)
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    • Day 27

      Energielos nach Tyinkrysset

      June 26, 2023 in Norway ⋅ 🌬 18 °C

      Schlaf wird so langsam ein echtes Problem. Normalerweise bin ich ein guter Zeltschläfer. Aber in den letzten Tagen schlafe ich schlecht und wenig. Auch in der vergangenen Nacht hab ich mich viel hin und her gedreht. Heute morgen werde ich mit zusätzlichen Verspannungskopfschmerzen wach. Es ist kurz nach 6:00 Uhr und während ich aufstehe, gehen mit Gedanken durch den Kopf, ob ich das ganze hier nicht auf zwei Jahre hätte aufteilen sollen. Dann hätte ich bald wenigstens die Hälfte geschafft. Kurz danach wird mir aber auch klar, dass die aktuelle Situation, körperlich platt, Kopfschmerzen und unausgeschlafen, vielleicht nicht die beste ist, um sich über die weitere Reise Gedanken zu machen. Ich beschließe, in Tyinkrysset einen weiteren Ruhetag zu machen, wenn der Campingplatz nicht zu schrecklich ist. Im Internet finde ich keine Webseite und keine aussagekräftigen Bilder. Nur eine Telefonnummer.

      Der Wind hat in den Morgenstunden voll zugelegt und am Zelt gerüttelt. Ich bin froh, dass ich am Abend noch die Zeltleinen abgespannt hatte. Als ich diese heute morgen löse, biegt sich das Zelt schon ganz ordentlich. Beim Abbau muss ich echt aufpassen, dass mir das Zelt nicht einfach davon fliegt.

      Um 08.00 Uhr mache ich mich auf den Weg. Die ersten Schneefelder, die ich kreuze, sind noch fest und ich sinke gar nicht ein. Der Weg zieht sich durch ein weitgehend grünes, jedoch baum- und strauchfreies Hochtal. Ein Bach, den ich queren muss, ist grenzwertig breit. Ich finde eine Stelle, an der ich mir einen Sprung zutraue. Von Stein zu Stein. Das ist wichtig für den Grip beim Absprung und beim Aufkommen. Ich kann meine Sprungweite eigentlich gut einschätzen, möchte an dieser Stelle hier aber keinen Fehler machen. Außerdem habe ich zu viele Katzenvideos auf YouTube gesehen, wo diese eleganten, sportlichen Tiere ihr Sprungziel anvisieren, ausrutschen und gestreckt wie ein Basejumper mit Jumpsuite schon nach einigen Zentimetern Richtung Boden fallen. Bestes Beispiel hier: https://youtube.com/shorts/b0eF2xCKPZg?feature=… (ganz anschauen). Aber der Sprung gelingt mir und ich setze meine Wanderung trocken fort.

      Nach deutlich mehr als einer Stunde mache ich eine Pause. Ich bin total platt. Der Blick auf die Karte zeigt, dass ich erst knapp 4,5 Kilometer geschafft habe. Der Tag heute wird zäh. Ich spüre den fehlenden Schlaf, den gestrigen anstrengenden Tag und die leichten Kopfschmerzen. Beim Weitergehen entschließe ich mich, die Kopfhörer aus dem Rucksack zu holen. Bruce muss es heute richten. Ich höre wieder „The River“ und es dauert nicht lange, bis ich heulend durch dieses Hochtal laufe. Aber diesmal sind es nicht diese Tränen vor Freude und Überwältigung, dass alles so schön ist. Diesmal bin ich einfach komplett durch. Ich bin mental und körperlich richtig platt! Ich muss immer wieder mal kurz anhalten, weil der Weg vor meinen Augen verschwimmt. Nach ein paar Minuten geht es aber wieder und ich fühle mich doch etwas besser. In der Ferne an den steilen Hängen entdecke ich ein paar Rentiere. Viel weiter weg als beim letzten Mal, aber ich freue mich trotzdem und es lenkt mich eine Zeit ab.

      Als ich gerade meinen Tritt gefunden habe und das Gefühl habe, etwas schneller voranzukommen, komme ich an einen Fluss. Ich muss furten und schon ist der Rhythmus dahin. Das Wasser ist wieder schmerzend kalt. Auf der anderen Seite wieder Schuhwechsel und weiter geht’s an dem See entlang, aus dem der soeben gefurtete Fluss fließt. Nach ein paar hundert Metern komme ich an eine Stelle, wo ein Fluss in den See hineinfließt. Ich muss schon wieder furten. Das kostet jedes Mal Zeit und Energie, von der ich heute reichlich wenig habe.

      Der Weg wird von nun an wieder anspruchsvoller. Es geht bergauf und ich quere immer mehr Geröllabschnitte. An einem Bach mache ich Pause. 9,5 Kilometer. Ich lehne mich an einen Fels und versuche etwas zu schlafen. Leider erfolglos. Also gehe ich weiter bis ich bald den höchsten Punkt des Tages erreiche. Die nächsten zwei Kilometer geht es durch viel Geröll, dafür weitestgehend bergab in eine andere Hochebene mit grossem See. Energielos und unmotiviert arbeite ich mich runter in diese Ebene. Und wieder komme ich an einen Fluss, den ich furten muss. Auf der anderen Seite angekommen mache ich wieder eine Pause. 14,5 Kilometer. 27 Kilometer stehen auf dem Programm heute. Aber ich habe große Hoffnung, dass der Weg ab jetzt etwas einfacher wird. Während ich an einen Stein gelehnt dort sitze, verschwindet plötzlich der Sonnenschein. Große, dunkelgraue Wolken haben sich vor die Sonne geschoben. Das angekündigte schlechte Wetter schiebt nun aus Süden herein. Ich beende meine Pause umgehend.

      Die nächsten sechs Kilometer geht es noch teilweise bergauf, in Summe aber allmählich weiter bergab. Bei jedem kleinen Anstieg fühle ich mich wie bei einer Everestbesteigung. Ich bilde mir sogar ein, dass die Luft hier oben in den letzten Tagen wirklich dünner ist. Vermutlich ist es nur meine Erschöpfung. Als der Pfad zunehmend bergab führt, kommt mir eine Frau mit zwei Hunden entgegen. Sie ist der erste Mensch, der mir heute begegnet. Sonst ist es immer nett, kurz stehen zu bleiben und sich auszutauschen. Wo man herkommt, wo es hingeht und so weiter. Das ist mir heute aber alles sowas von scheiß egal. Ein kurzes „Hi“ und ich gehe weiter.

      Dann komme ich an die Geländekante und sehe unten im Tal einen See. Nach einer weiteren Pause, noch kommt die Sonne immer wieder mal vereinzelt durch, geht es an die letzten 7 Kilometer. Ich steige den Pfad ab, der irgendwann an einer Schotterstrasse herauskommt. Diese führt um den See herum. Nicht weit von mir sehe ich schon die ersten Regenschauer und es dauert nicht lange, bis mir kalter Wind und Regengeruch entgegenschlagen. Ich halte an und mache meinen Rucksack regensicher. Bis das Solarpanel abgebaut ist, dauert es doch immer ein wenig. Das will ich nicht erst in einem kräftigen Schauer machen. Als ich weitergehe, spüre ich die ersten Tropfen. Schnell wird es mehr und ich stelle mich am Vordach einer Hütte unter. Ich möchte aber weiter und ziehe auch die Regenhose an. Der Supermarkt schliesst um 18.00 Uhr, da möchte ich vorher unbedingt noch einkaufen.

      So geht es in voller Regenmontur weiter und es dauert nicht lange, da kommt die Sonne wieder raus. Also wieder raus aus der warmen Regenhose. Der restliche Weg zieht sich und zum allerersten mal höre ich einen Podcast, damit die Zeit schneller vergeht. Lustigerweise erzählt hier Tommi Schmitt von seinem Moment als er weinen musste, weil er emotional überwältigt war. „Watt bis denn Du für‘n Mann? Grill doch mal!“, ist Felix Lobrechts ironische Antwort darauf. Herrlich!

      Es geht irgendwann auf die Hauptstraße und dann noch ein paar hundert Meter Wanderweg entlang. Dann ist es endlich geschafft. Ich gehe an dem Gebäude vorbei, in dem Supermarkt und Intersport untergebracht sind. Dahinter soll der Campingplatz sein.

      Als ich den „Campingplatz“ erreiche, sehe ich einen grossen Schotterparkplatz direkt neben der Strasse. Zwei Wohnmobile stehen hier und am Rand des Platzes stehen Pfeiler mit Steckdosen. Alles sieht irgendwie verwahrlost aus. Ich schaue mich um, ob ich eine Rezeption finde oder einen Eingang, der ggf. zu dem eigentlichen Campingplatz führt. Ich finde nichts. Ich rufe die Nummer an, die bei Google hingelegt ist. Niemand geht dran. Im Intersport erklärt mir der Mann, dass da mal ein Campingplatz war aber der Grund verkauft worden wäre und niemand weiss, was aktuell dort geplant sei.

      Zum Glück kann man neben dem Intersport Zimmer und Ferienwohnungen mieten. Der nette Inhaber vom Intersport ist auch hier der Inhaber. Eine Nacht kostet 60 EUR. Das ist wieder 5 x soviel wie geplant. Aber es hilft nichts. Ich frage, ob es ok ist, wenn ich morgen entscheiden kann, ob ich eine weitere Nacht bleiben kann. Das sei kein Problem. Es haut zwar wieder richtig ins Budget aber ich muss einen Tag Pause machen. Opplev File Fjell heisst die Unterkunft hier. Alles ist liebevoll eingerichtet, es gibt einen grossen Gemeinschaftsraum mit Küche und Wohnzimmerfeeling. Das Zimmer ist nicht groß, aber sauber und stilvoll. Ich lege mein Zeug hier ab und gehe dann einkaufen. Dann telefoniere ich noch ein Stündchen mit Nicole.
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    • Day 7

      Von Schneeriesen umzingelt

      May 19, 2023 in Norway ⋅ ⛅ 8 °C

      Heute früh konnten wir unseren Platz vollständig genießen und endlich Mal entspannt Frühstück.
      Dann ging es auf Fahrbahnen, die sich eigentlich nicht Straßen nennen dürften und dennoch bezahlte Mautstraßen waren Hoch und runter, zwischen Schneefelder und zugefrorene Seen bis hoch nach Mittel-Norwegen (wir müssen also den Titel unserer Route ändern).
      Heute heißt es Mal Campingplatz, aber mit nur 4 Mitcampern ist dieser Recht entspannt 👍
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    • Day 9

      Bygdin-Gjende Tour

      July 26, 2023 in Norway ⋅ ☁️ 11 °C

      Tour mit Zelt Übernachtung von Bygdin mit der Fähre über den See Bygdin, 4km Tour bis zum Regenbedingten Zeltplatz, am nächsten Tag 13km weiter durch Schlamm und Stein bis zum Gjende See, mit der Fähre und Bus zurück zum HotelRead more

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    Vang

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