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My home is my car

Unser Leben im Wohnmobil Leggi altro
  • Am Wegesrand

    12 gennaio 2021, Italia ⋅ 🌧 12 °C

    Gestern sind wir bei unserer Wanderung auf diese tollen Steine getroffen, die ein Steinmetz ganz unspektakulär in einer Ecke behauen hat. Wir finden, sie verdienen es gezeigt zu werden ☺

    Ansonsten ist bei uns alles im grünen, respektive orangen Bereich😉 Ein Wirrwarr der gefühlt täglich ändernden Verordnungen. So wie es aussieht, werden wir wohl bis Ende Januar hier "festsitzen", mit mehr oder weniger strengen Massnahmen. So mutieren wir langsam zu "Überwinterern"😂 Aber: wir sind gesund, das Wetter ist gut, wir haben Sicht auf Dünen und Meer und feiern jeden Abend den Sonnenuntergang🌅Leggi altro

  • Ein Tag in der "zona rossa"

    20 gennaio 2021, Italia ⋅ ⛅ 13 °C

    Ein Tag im Leben der Müllers in der "roten" Corona-Zone in Sizilien.
    Also, es ist Mittwoch, der 20. Januar im 1. Jahr nach Covid-19.
    Nach dem Frühstück um ca. 9 Uhr machen wir uns ganz gemütlich zu einer Velotour bereit.
    Nun gut, es wird 12 Uhr bis wir starten. Es sind die diversen Gespräche mit unseren lieben Mitcampern, die Zeit brauchen, aber auch einfach schön und interessant sind.
    Um 12 Uhr geht's dann wirklich los. Akkus sind aufgeladen, Mundschutz ist dabei. In der roten Zone darf man 30 km vom Haus für sportliche Zwecke sich im Freien bewegen. Das hat sich zum lockdown Feb./Mrz. geändert. Damals galt in ganz Italien ein generelles Ausgangsverbot. Aber auch Regierungen lernen dazu. Essentiell für den Mensch für Psyche und Gesundheit sind Bewegung und das möglichst in der freien Natur.
    Während ca. 4 Stunden radeln haben wir die schönste Natur gesehen, der Frühling ist da, die Vögel zwitschern. Einfach nur schön.
    Daneben aber Müllberge am Strassenrand (Foto), dass ich mir denke: "die Sizilianer sind so hilfsbereite und sehr freundliche Leute, aber leider sind sie bei der Abfallentsorgung auf dem Niveau einer Erbse stehen geblieben".
    Bei der Rückfahrt gab's dann auch noch ein Eis. Take-away😂
    Nach dem Nachtessen kam dann das obligate, gefühlte 650zigste Skip-Bo Spiel. Halt ganz sportlich, so wie wir sind...
    Wir haben jedenfalls unser Rezept gegen Covid-19 gefunden:
    Bewegung, durchschnittlich 8 Stunden in der freien Natur, nette Gespräche (selbstverständlich immer mit genügend Abstand und draussen😉), Humor, Lebensfreue, gutes Essen, reichlich Wein und Gelati.
    In diesem Sinne: Prost
    (Beat)
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  • Arrividerci Agricampeggio Capo Scalambri

    8 febbraio 2021, Italia ⋅ 🌬 14 °C

    Nach nunmehr fast zwei Monaten🙈 ziehen auch wir weiter. Es war für uns eine völlig neue Erfahrung, so lange an einem Ort zu sein. Der Campingplatz ist uns ein bisschen Heimat geworden. Ein riesiges Gelände. Keine parzellierten Plätze, vorn am Meer eigentlich wie "Freistehen mit Service". (fast wie Wohnen im Alter😂) und Solar- Freiluftduschen - jaaa, da war der richtige Zeitpunkt zum Duschen ganz entscheidend😂 Die Katzenfamilie vom Campingplatz wurde gefüttert und ein Hund aus der Nachbarschaft hat uns auf Spaziergängen begleitet. Wir hatten viel Wind, schaukelnde, stürmische Nächte, herrliche windstille Tage (wärmer als der Schweizer Sommer😉) und gefühlte 100 wunderbare Sonnenuntergänge. Wir haben Strandwanderungen gemacht und sind mit den E-Bikes jedes Tal im Hinterland abgefahren. Wenn man mal aus dem "Treibhaus-Ghetto" raus ist (Punta Secca ist nicht nur die "Heimat" von Commissario Montalbano, sondern auch ein Eldorado für Auberginen😉), erlebt man das Frühlingserwachen in wunderbarer Natur.
    (Anke)
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  • Terrazza dei Sogni

    13 febbraio 2021, Italia ⋅ 🌧 14 °C

    Tja, die Auto-Wartung macht auch auf einer längeren Reise keine Pause. So mussten wir den schon länger fälligen Zahnriemen ersetzen lassen und machten in einer Fiat-Garage einen Termin ab. Doch - oh Schreck - sie brauchen das Auto 2 Tage, wegen technischer Prüfungen. Also was tun? In der Werkstatt übernachten? Irgendwie unheimlich😲 So haben wir uns entschieden, uns in der Barockstadt Ragusa den Luxus eines B&B zu gönnen😊 Mit unseren E-Bikes fuhren wir durch Gassen, in die man nicht mit dem Wohnmobil geraten möchte. Vorbei an barokken Kirchen und Palazzi bis zu unserem B&B "Terrazza dei Sogni". Das machte seinem Namen alle Ehre. Eine wirklich traumhafte Terrasse über den Dächern von - nein, nicht Nizza😉 - sondern Ragusa Ibla. So schön, das wir den Rest des Nachmittags bis zum Eindunkeln dort verbrachten. Und ja, es hatte auch einen Haken. Der Stadtteil Ragusa Ibla war wie ausgestorben - high noon🤠 - man hatte das Gefühl, das hier gar keine Menschen leben, sondern alles ausschliesslich auf Tourismus ausgerichtet ist. Was in den Wintermonaten, gepaart mit den Covid-Einschränkungen zur Folge hatte, das nichts, aber auch gar nichts offen hatte. Zum Glück hat uns unser netter B&B Besitzer für den Abend eine Pizza bestellt, sonst wären wir auf dieser schönen Terrasse elendiglich verhungert😭 (Anke)Leggi altro

  • Tal der Tempel, Capo Bianco

    19 febbraio 2021, Italia ⋅ 🌙 11 °C

    Wir sind wieder richtig auf Tour mit unserem Womo.
    Nach drei kalten Nächten und Tagen (nachts so um 5 Grad, tagsüber ca. 12 Grad) lacht die Sonne wieder kräftig und die Natur explodiert.
    In Agrigento sind wir auf den Spuren von Zeus, Herakles und wie sie sonst noch geheissen haben, gewandelt. Toll und imposant sind diese Sakralbauten, wenn man bedenkt, dass diese um 400 v.Chr. erbaut wurden.
    Heute stehen wir 'mausbeinallein'. Nach einer Wanderung zu den weissen Felsen, dem Meer entlang, wir mir wieder bewusst: nichts ist so faszinierend wie die Natur.
    (Beat)
    Wir sind ja eigentlich nicht so "alte-Steine-Freaks" aber das Valle dei Templi war schon sehr beeindruckend. Wir haben hier den ganzen Nachmittag bis zum Eindunkeln verbracht und trotzdem nicht alles gesehen. Ein riesiges Gelände mit Resten von Stadtvierteln, Nekropolen und sicher acht mehr oder weniger gut erhaltenen Tempeln. Die Anlagen haben gerade erst wieder geöffnet (Corona) und wir waren fast allein. Ein wirklich mystisches Erlebnis. Und.....die neu gewonnene Reisefreiheit - seit letzter Woche ist Sizilien wieder gelbe Zone und wir nutzen es🚐😁 Die Massnahmen können sich jederzeit wieder ändern - und das dann manchmal fast über Nacht. (Anke)
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  • Mare e Monti

    3 marzo 2021, Italia ⋅ ⛅ 13 °C

    Nach Kletterpartien in weissen Felsen kommen wir zum "weissen Gold", den Salzfeldern von Marsala und Trapani. Die "Goldgräberzeit" ist aber längst vorbei und die Salzgewinnung spielt nur noch eine kleine wirtschaftliche Rolle in der Region. Wir staunen über die flache Landschaft und kommen uns fast vor wie in Holland. Übernachtet haben wir aber nicht bei Frau Antje sondern bei Mamma Colette, die im Winter ein paar Plätze für Vans vermietet. Die Lagunen sind mit ihrem Wind nämlich ein Paradies für Kite-Surfer....und....ihr ahnt es - die Hölle für Velofahrer🤣 Dafür hatten wir in den nicht vermieteten B&B Zimmern ein Badezimmer für uns allein und sassen mit glücklichen Surfern am gedeckten Frühstückstisch - Luxus pur😎 Weiter gings zum Monte Cófano, der sofort unser Herz erobert hat💓 Wir entdeckten die Grotte Mangiapane, in der bis 1945 noch Menschen gelebt und ein kleines Dorf mit Handwerksstätten und Ställen in den Schutz der Grotte gebaut haben. Eigentlich waren die Tore geschlossen, aber drei Männer gaben uns eine anschauliche Privatführung. So interessant, dass ich glatt vergessen habe, Fotos zu machen. Wir schliefen am Fusse des Berges mit dem üblichen Hundegebell, diesesmal noch verstärkt von Esel, Gans und Pfau aus dem "Dorfgarten" der Grotte. Am nächsten Tag gingen wir wandern! Von 0 auf 250 Meter!😂 Aber die Ausblicke und die Natur, einfach traumhaft. Eine kleine Kuhherde mit Glocken weckte Heimatgefühle🇨🇭 und beim "Abstieg" wurden CH-Liedli gsunge: "Gang rüef de Bruune" (Anke)Leggi altro

  • Freud und Leid

    16 marzo 2021, Italia ⋅ ⛅ 11 °C

    ...des Camperlebens....

    -bei der Platzsuche wieder nur auf die super Aussicht geachtet und erst nach der Regennacht bemerkt, dass man in einer Mulde steht🤔
    -kaum lässt man sich am Abend auf dem WC nieder, geht das Licht aus. Man hampelt wie blöde rum um den Bewegungsmelder zu animieren, was leider nichts nutzt. Also "Geschäft" im Dunkeln abschliessen und sich vorsichtig bis zur Eingangstür vortasten wo dann wie von Zauberhand das Licht wieder angeht...logisch...💡
    -Duschen mit Jeton...egal wie lange die Dusche läuft....es ist IMMER zu kurz😬
    -Camperservice für Frauen-die Zauberwaage.😁...ok, die Hosen sitzen eindeutig lockerer, aber sooo dolle abgenommen hab ich ja dann doch nicht
    -Hängemattentage...unser ebenfalls "openend-Reisenachbar" hat es auf den Punkt gebracht: wir sind "Zeitmillionäre".....herrlich...⏰ (Anke)

    - Samstagabend ist logisch die Zeit für die Sportschau. Knopf 'on' an der Fernbedienung, Schüssel dreht und dreht, findet aber nix.
    Ich drücke mal mit meinem Verständnis für Elektronik auf alle möglichen Tasten, die Schüssel dreht sich den Wolf. Ärgern. Ist die jetzt defekt oder sind die Berge im Weg?
    Ich sage mir: Dortmund verliert sowieso gegen Bayern, was soll's. Nach einer Woche:" Schatz, wir sollten mal den Standort vom Womo wechseln, wegen der doofen Schüssel.
    Warum nur haben wir uns das teure Ding angeschafft???
    - Abwasch: der jetzige Campinplatz ist traumhaft, hat aber zwei kleine Nachteile: der Abwasch hat nur kaltes Wasser und kein Licht.
    Also bin ich mit Stirnlampe unterwegs, weil auch der ganze Weg unbeleuchtet ist. Von den Spülhänden ganz zu schweigen...
    -Grillieren: Anke kocht, ich grilliere; so entsprechen wir wenigstens einem Cliché.
    Letzthin habe ich einen Flammenkuchen hingezaubert. Lecker. (Beat)
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  • Lockdown-Tage II

    23 marzo 2021, Italia ⋅ ⛅ 10 °C

    Jaaa, seit einer guten Woche sind wir wieder mal im Teil-Lockdown - orange Zone. Italien hat nachgebessert, es gibt keine gelben Zonen mehr, sogar Sardinien rutschte nach zwei Wochen sorgenfreiem "Weiss" zurück auf orange. Ostern dann in ganz Italien ROT😯 Aber damit sind wir ja nicht allein in Europa... Mittlerweile haben wir bereits Lockdown-Erfahrung und gehen das ganz entspannt an. Wir stehen wieder mal in absoluter Ruhe (wenn man vom Wellenrauschen absieht🤣) und traumhafter Natur auf dem CP "El Bahira" in San Vito lo Capo. Umgeben von Kletterbergen oder "Climbing-Spots" wie man wohl sagt. Wir haben uns vorgenommen, in der Lockdownzeit zu Gipfelstürmern zu werden. Wir wollen all die Fünfhunderter und Siebenhunderter um uns rum besteigen😂 Angefangen haben wir mit dem Monte Monaco. Dann wurden wir doch tatsächlich von einem Kälteeinbruch mit ein paar Regentagen gestoppt😣 Heute haben wir uns wieder rausgewagt. Zwischenzeitlich ist die Schafherde auf unserem "Einkaufsweg" gelandet. Mit einem Hütehund, der seine Aufgabe seeehr ernst nimmt und sich auch durch Wegzoll in Form von Hundebisquits nur kurz ablenken liess, bevor er Beat sehr deutlich zeigte, was er von seiner Anwesenheit in der Schafherde hielt. Die Zähne waren verdächtig nah an Beats Waden😨 Auch wenn wir eigentlich keine Angst vor Hunden haben, war das doch eine beeindruckende Demonstration von "Arbeitseifer"... Auf dem Rückweg war die Herde zum Glück ein paar Meter weitergezogen und wir wurden nicht mehr beachtet...puuh...😥 Mittlerweile hat der Wind die Wolken vertrieben und der Himmel erstrahlt wieder in seinem gewohnten Blau. Den nächsten Bergtouren steht also nichts mehr im Weg⛰ (Anke)Leggi altro

  • San Vito lo Capo

    12 aprile 2021, Italia ⋅ ☁️ 19 °C

    Sehnsuchtsort 😍
    So eine wundervolle Landschaft - Meer, Berge, Sandstrand, kleine Felsenbuchten, Kletterfelsen, Höhlen - Natur pur
    Alle Gipfel haben wir nicht geschafft, am Siebenhunderter "Monte Cofano" sind wir kurz vorm Ziel "gescheitert" Dank roter Wegpunkte und unserem "Bergführer" Hansruedi war die Kletterpartie über die Felsen kein Problem. Nur nicht runterschauen🙈Den letzten Felssporn musste man mit einer Strickleiter bewältigen und genau hier lag der Casus knacksus. Starker Wind gepaart mit Höhenangst ist keine gute Kombination😉 So haben wir die Aussicht etwas unterhalb des Gipfels genossen und ich habe mein Ego ein paar Tage später an einem kleineren Gipfelkreuz wieder aufgebaut😂 Unsere Tage verbringen wir - meistens recht unspektakulär - in den Bergen, kleinen Buchten, Karibikstrand und Pool. (Anke)

    Morgen soll's weitergehen und ich kontrolliere mal kurz die Sat-Anlage. Einfach mal so, könnte ja sein, dass wir irgendwann mal wieder Empfang haben. Also das elektrische funktioniert, sie dreht sich, bleibt stehen und ich glaub es nicht: die Tagesschausprecherin spricht zu mir. Ich habe am letzten Tag hier Empfang!
    Aber 42 Tage ohne TV sind in dieser Gegend kein Beinbruch. Fussball ohne Zuschauer ist sowieso öde, Tagesschau kennt nur noch ein Thema und beim Tatort tippe ich meist auf den falschen Übeltäter. (Beat)
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  • Camping El Bahira

    12 aprile 2021, Italia ⋅ ⛅ 18 °C

    Beim Einchecken sagten wir grosspurig "solo per due o tre notti" - beim Auschecken waren es dann 42 😂
    Die Zeit verging wiedermal wie im Flug. Mit Wanderungen, Veloausflügen, Besuchen bei Reisefreunden, nachbarlichen Plaudereien, Zusammensitzen bei einem Gläschen Wein oder Kaffee, Baden im Pool, Sünnele, Faulenzen, Spaziergängen über den liebevoll gestalteten Campingplatz mit so vielen kleinen hübschen Details...und...42 Sonnenuntergängen!
    Wir sind Zeitmillionäre - kann man reicher sein?
    (Anke)
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  • Zufälle

    19 aprile 2021, Italia ⋅ ⛅ 9 °C

    Zufall oder glückliche Fügung? Unsere Reisefreunde waren ganz in der Nähe unseres Übernachtungsplatzes und so haben wir spontan für ein paar Tage "zusammengespannt" und sind ins Landesinnere gefahren😁 Die Panoramastrassen wurden immer enger und enger, aber die Einheimischen sind zuversichtlich...Vai...Vai...Sisi, parcheggio...niente problema... Naja - sagen wir mal so - den Parkplatz gab's😂 Und die Wanderung von hier aus fing auch sehr gut an....rot-weiss markiert! Leider verlief sie sich wie so oft in Sizilien im Nirwana. Aber es war wunderschön und die Womos haben wir auch wiedergefunden😉 Weiter gings durch enge Dörfer, aber es hat noch immer knapp gepasst. Die grössten Sorgen in den engen Gassen machen uns die Balkone und das, was da noch in fröhlicher Heimwerkermanier drunterhängt wurde - Abflussrohre, Klimaanlagen, Wäscheleinen...
    An den schönsten Plätzen haben wir übernachtet, die schönsten Dörfer haben wir angeschaut und die schönste Natur erwandert. Eifach schö gse - Uf Wiederluege Erika und Hansruedi - bis zum nächsten Mal 🙋‍♂️🙋‍♀️
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  • On the road again

    28 aprile 2021, Italia ⋅ ⛅ 22 °C

    Nach dem langen "Stillstehen" hat uns die Reiselust wieder gepackt. Unterwegs sein. Übernachten an den unterschiedlichsten Orten. Manchmal auf wunderschönen Campingplätzen, manchmal einfach irgendwo. Mal ruhig und abgeschieden, mal am Fischerhafen von hektischer Betriebsamkeit umgeben. Mal auf "normalen" (was man in Sizilien normal nennen kann😉) Strassen zu erreichen, mal nur über nicht enden wollende "Buckelpisten". Alles hat Platz. Alles kann - nichts muss (Anke)Leggi altro

  • Neun Monate im Womo

    30 aprile 2021, Italia ⋅ ☁️ 21 °C

    Wir leben jetzt seit 9 Monaten in unserem Wohnmobil und hier ein paar Gedanken dazu:

    das einfache Leben ist faszinierend, wir kommen mit einem Minimum aus und es fehlt doch an nichts. Ich habe gelernt: jedes Kleidungsstück hat seinen Platz im Womo, sonst herrscht das Chaos. Und es funktioniert, ich bin also noch lernfähig.

    Ich vermisse ein festes Zuhause im Moment zu etwa 0.000000000001 Promille und liebe dafür die Freiheit dorthin zu reisen, wo ich (wir) will (wollen) zu 100 Prozent.

    Die unberühte, wilde Natur, die Sonnenuntergänge, die unendliche Weite des Meeres sind einmalig und dann die Begegnungen mit Aussteigern, Frühpensionierten, Eltern mit Kindern in der Elternzeit (in D möglich bis zu 1 Jahr), digitalen Nomaden, Freaks... macht das Reisen einfach auch so spannend. Die Gespräche über Gott, Corona und die Welt sind einfach bereichernd.

    Eine kleine Anektode zum günstigen Reisen in Italien:

    Im Tessin ist unsre kleine CH-Gasflasche leer. An der Kasse: Macht 48 Franken. Ich erkläre: "Nein, nur Gastausch, die Flasche gehört uns. Ja  klar, das macht 48 Franken." 

    In Sizilien. Wir müssen eine grosse italienische Gasflasche auf dem Campingplatz kaufen. Der Campingbesitzer: " kostet 18 €". Anke:" nein, nicht nur das Gas, wir haben keine Umtauschflasche". Besitzer:"ja, das passt, 18 €". Ich zu ihm:"wir nix Flasche haben". Er: "18 €". 

    Im Moment campieren wir auf einem Reiterhof und einem Hundedurchgangsheim (siehe 1. Bild), und nein, wir haben noch keinen Hund.

    Morgen planen wir mit der Fähre nach Kalabrien überzusetzen. Brauchen wir dazu ein Test? Keiner weiss hier Bescheid. Wird schon klappen... (Beat)
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  • Nationalparks Sizilien

    30 aprile 2021, Italia ⋅ ⛅ 20 °C

    Es gibt sie - und es gibt viele.
    .....wunderbare....aufregende....einzigartige....
    ABER - bei vielen standen wir vor verschlossenen Toren oder Verbotsschildern😞
    ...ein Brand letzten August...ein Steinschlag letztes Jahr...Arbeiten an der Felswand von Sept-Nov 2020...Covid🤔 Aber die Italiener klettern fröhlich über Absperrungen, bauen aus Kisten eine Treppe über das geschlossene Tor oder schlüpfen vor und nach den Öffnungszeiten des Billetthäuschens rein - es gab tatsächlich ein Billetthäuschen, in dem von 9.00-16.00 Uhr ZWEI! Leute sassen, um uns mitzuteilen, dass der Park geschlossen ist🤦‍♀️
    So sind wir ziemlich schnell über unseren Schweizer Schatten gesprungen und haben es den Italienern nachgemacht😁 Und es hat sich gelohnt. Gefährlich war gar nix, die gesperrten Badestellen in der Schlucht von ganzen Clans bevölkert und die Natur wunderschön und unberührt. Interessanterweise war der Ätna-Nationalpark trotz anhaltender Eruptionen geöffnet, zumindest bis ca. 2'500m. Wir waren zum ersten Mal in der Nähe eines Vulkans und das war schon sehr eindrücklich. "Aschemaden" am Strassenrand, wie bei uns im Winter Schneemaden. Bis weit über den Ätna hinaus haben wir die Eruptionen gespürt, aber die spektakulären Ausbrüche haben wir leider verpasst. Wir haben nur eine kleine Rauchwolke gesehen, dafür blieb uns und unserem Womo aber auch der Ascheregen erspart. (Anke)
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  • Sizilien - Impressionen

    5 maggio 2021, Italia ⋅ ☁️ 16 °C

    Fünf Monate - eine lange Zeit
    Vom 06.12.20 - 01.05.21

    Eigentlich wollten wir gar nicht nach Sizilien. Zu kalt, nichts los....wie die meisten, die wir getroffen haben. Aber es war völlig anders als erwartet, wir haben uns in die Insel verliebt. Ein paar Impressionen:

    Die Menschen: Nirgendwo sonst haben wir solche Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft erlebt. Sei es eine der letzten drei "Callas" Blumen, die ich geschenkt bekomme, weil ich den Garten bewundere, oder die Handvoll "Nespole" Früchte, weil ich frage, wie der Baum heisst. Die Zitrusfrüchte und das Gemüse, das uns der CP/SP Besitzer schenkt, die Zugaben auf dem Markt. Das Lächeln, die Frage wo wir herkommen und ob uns Sizilien gefällt. Oder einfach das Winken aus der Ferne. Sogar die Rennvelofahrer haben uns E-Bike-Touris immer mit einem freundlichen "Salve" gegrüsst.
    Die Landschaft: So abwechslungsreich. Meer, Sandstrand, Felsenküste, Sonnenuntergänge vom Feinsten, Berge, Schluchten...
    Das "Freistehen": Wenig Verbotsschilder, fast überall konnten wir stehen und fühlten uns sicher und aufgehoben
    Die Campingplätze und Sosta Camper: Ganz viele waren offen und es hatte immer ein paar wenige Camper darauf. So haben wir viele Reisefreundschaften geschlossen - und wer weiss, vielleicht trifft man sich ja irgendwann und irgendwo wieder.
    Exoten: Sind wir gar nicht - ganz viele Leute, alt und jung haben sich für das gleiche Lebensmodell entschieden
    Die Strassen: Wo soll ich da nur anfangen...vielleicht eine Beschreibung der Mentalität. Grosse Schlaglöcher, fehlender Kanaldeckel=Verkehrshütchen drauf. Die halbe Strasse weggebrochen=Netz um den Abbruch. Grob gewellte Strasse=20iger Tafel und "Buckelpistenzeichen" an den Rand. Auch hier haben wir mit der Zeit unsere Schweizer Scham abgelegt und sind den Italienern durch Absperrungs- und Durchfahrtsverbotszeichen gefolgt. Ausser in den klitzekleinen alten Bergdörfern, in denen die Strassen unter den Balkonen noch für den Fiat500 und nicht für Wohnmobile gebaut wurden. Da kam es dann schon mal vor, dass ich vorausgelaufen bin, um die Lage zu checken😅 (Anke)
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  • Kulturschock

    9 maggio 2021, Italia ⋅ ⛅ 17 °C

    Wir waren noch nie an der Adria. Also - spontaner Entschluss - durch die Abruzzen an den "Teutonengrill"😂 Die Abruzzen waren noch im Winterschlaf und auf den Bergen lag noch Schnee. Da war die Nacht auf 1'300m doch ungewohnt frisch. Nach dieser grossartigen Landschaft war der "Aufprall" an der Küste zwischen Ancona und Venedig hart. Hier ist es sehr sauber, der Strand wird für den Lido-Start in eine "Skipiste" verwandelt, die Sonnenschirme sind schon parat. Aber irgendwie seelenlos, ohne Flair. Vielleicht ist es im Sommer anders, vielleicht sind wir aber auch nicht die richtigen Menschen für diese Küste....Obwohl - das Po-Delta ist wirklich schön. Und es hat Top-Radwege. Wir kamen uns manchmal vor wie in Schleswig Holstein. Auch die Städtchen sind hübsch, wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Rimini uns so gut gefällt. Der Einkauf in der Markthalle war ein Genuss (aber fast doppelt so teuer wie in Sizilien😲) Davon müssen wir uns erstmal bei einem Cappuccino erholen😅 Endlich wieder vor einem Cafe sitzen und aus "richtigen" Tassen trinken, das haben wir in der orangen Zone vermisst. Es sind wenig Wohnmobile unterwegs und seit wir auf dem Festland sind, sind wir die einzigen ausländischen Touristen. Am Muttertags-Wochenende war es dann vorbei mit der Beschaulichkeit. Die italienische weisse Armada lief auf dem Campingplatz ein. Mit Bambini...Nonna...Nonno...Hund...Katze...
    Gern zwei bis drei Wohnmobile zusammen, mit viel Palaver - Huch - soviel Betrieb sind wir uns gar nicht mehr gewöhnt🙊 Am Sonntagabend war der "Spuk" vorbei und nun stehen wir gemütlich zu Dritt an einem der vielen kleinen Häfen im Po-Delta und werden von einer Nachtigall in den Schlaf gesungen. (Anke)
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  • Venedig

    18 maggio 2021, Italia ⋅ ⛅ 17 °C

    Beim letzten CP hatten wir freie Sicht auf Venedig und vor allem: hier fuhren die riesigen Lastkäne praktisch an unserem Womo vorbei. Anke konnte es kaum fassen. Nachts raschelte es, Rollo hoch, Blick raus, staunen. Ich kehrte mich und und hab gedacht: "was haben diese ollen Pötte, was ich nicht habe..."

    Wir haben dann nochmals den CP gewechselt um unkomplizierter nach Venedig zu gelangen. Auf diesem Campingplatz können 3000 Womos oder Wohnwagen (im Moment ca. 100) stehen. Eine kleine Stadt mit Shops, Restaurants, riesigem Schwimmpark, alles straff durchorganisiert. Um Venedig anzuschauen ist das ja ok, aber eigentlich lieben wir kleine, schnuggelige Stell- oder Campingplätze. Aber hier haben wir endlich den soviel gepriesenen "Adria-Strand" gefunden. Wirklich schön und nicht mit Lidos zugepflastert.

    Ich war halb so alt wie jetzt, als Anke und ich Venedig das erste Mal besucht haben. Die Frage drängt sich auf: wo, nur wo sind die Jahre geblieben?
    In Venedig lebe ich in einer anderen Zeit.
    Ist es Vivaldi oder sind es einfach diese grandiosen Bauwerke, die nur von Wasser und Brücken umgeben sind, die mich gefangen nehmen? (Beat)
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  • Gegensätze

    30 maggio 2021, Italia ⋅ ⛅ 4 °C

    Weiter geht's zum Gardasee, wo es erwartungsgemäss voll, um nicht zu sagen seeehr voll war😉 Zum Glück tummelten sich alle in den Dörfern am See, so dass wir nahezu freie Velofahrt ins Hinterland hatten. Am "Abfluss" vom Gardasee entlang fuhren wir ins Hinterland und besuchten "i borghi più belli d'Italia", ein paar der schönsten Dörfer Italiens abseits vom Touristenstrom. Nach ein paar "Sommersonnenbadetagen" am Lago d'Iseo sind wir nun auf dem 1'883m hohen Passo del Tonale in den Dolomiten, wo es entsprechend frisch ist. Bei Nachttemperaturen von -1 Grad😨 gibt es die Premiere für unser langärmliges Pyji, das sein Dasein bis jetzt in der hintersten Schrankecke fristete. Aber wir sehen nach fast eineinhalb Jahren wieder mal Schnee und freuen uns an Wanderungen in der Bergwelt. (Anke)Leggi altro

  • Tour de Suisse 🚐🇨🇭

    2 luglio 2021, Svizzera ⋅ ☀️ 11 °C

    "Oh wie schön ist Panama" oder in diesem Fall Switzerland. Gestartet sind wir in unserer alten Heimat, dem Appenzellerland☺ Da wir in den letzten zwei Wochen allerdings mehr Regen hatten als in den ganzen zehn Monaten unserer Reise, haben wir unser Reiseziel dem Wetter angepasst. Im Wallis sollte es am schönsten sein - und tatsächlich wurden wir mit einem fantastischen Matterhornblick belohnt. Auf der 494m langen Kuonen-Hängebrücke auf dem Europawanderweg nach Zermatt musste ich dann meine Höhenangst überwinden. Man läuft 10 Minuten über die Brücke, ich habe es sicher in 5 geschafft😂 1a Konfrontationstherapie, hat mich mein "Soz-Päd" Sohn gelobt😉 Nach einer SUP/Kajakfahrt auf dem Rhein bis nach Schaffhausen sind wir nun wieder für ein paar Tage auf dem CP in Arbon - der Kreis schliesst sich. Wir haben Freunde und Freundinnen besucht und uns durch unsere Heimatgemeinde "gefressen und geschlafen" Ganz lieben Dank an alle, die uns Kost und Logis gewährt und angeboten haben👃
    Unzählige behördlicheTermine und versicherungstechnische Abklärungen haben uns manchmal den letzten Nerv gekostet - aber - nun sind wir hochoffiziell als "Globetrotter" unterwegs - unsere Reise geht weiter😁
    (Anke)
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  • Im hohen Norden

    12 agosto 2021, Germania ⋅ ☀️ 22 °C

    ....von Deutschland...
    Wieder einmal sind wir begeistert von Norddeutschland - ein ideales Rad- und Wasserwanderland. In Preetz haben wir unsere Böötli aufgeblasen und sind nach einer Fahrt durch wunderschöne Natur schlussendlich schier in der Entengrütze steckengeblieben - man hätte vermutlich fast eher darüber laufen können als durchzupaddeln😂 Beim Radfahren freie Sicht bis zum Horizont, ein völlig neuer Blickwinkel für uns Schweizer. Dass wir natürlich wieder Gegenwind hatten, versteht sich von selber. Darum wohl auch die vielen Windparks, schon beeindruckend wie riesig die Windräder aus der Nähe sind. Mit Familienbesuchen, Treffen mit "alten" deutschen Freundinnen und Auffrischen der sizilianischen Reisebekanntschaft verging die Zeit wie im Flug. Und dann....??? Wir waren schon fast auf dem Weg nach Frankreich, aber mein Zahn wollte da wohl noch nicht hin😞 So sind wir immer noch in Deutschland und warten auf das Ende der Zahnbehandlung...😣 Tja - auch das gehört zum Reiseleben...
    (Anke)
    Und dann waren wir noch in Papenburg, dem Ort der 'Aidawerft'. Stolz lag die AIDA Cosma, Kosten ca. 1 Milliarde Euro, vor der riesigen Halle. Hunderte Arbeiter geben ihr noch den letzten Schliff, bevor sie im Oktober alle Wiesen des relativ kleinen Flusses auf dem Weg zu ihrem Bestimmungshafen überflutet, um dann die circa 5000 Menschen in sich aufzunehmen.
    Spektakel ja, sinnvoll eher nein (ist aber nur meine Meinung). Immerhin wird dieser Koloss neu mit Gas und nicht mehr mit billigstem Dreckdiesel betrieben.
    (Beat)
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  • Ein Jahr unterwegs

    27 agosto 2021, Germania ⋅ ☁️ 18 °C

    Seit einem Jahr sind wir nun in unserem rollenden Zuhause unterwegs. Von Nord nach Süd, von grossartigen Erlebnissen bis zum "eifach sii". Wir haben die Freiheit, so zu leben, wie es für den bestimmten Moment passt🌝

    ▪17'150km mit dem Wohnmobil, 3'215km mit dem E-Bike und ungezählte km zu Fuss
    ▪meistgebraucht = Korkenzieher🍷
    ▪am meisten gehasst = WC leeren. Da der Mann ja generell fürs "Grobe" zuständig ist, erledigt auch Beat (zusammen mit 99% der männlichen Camper) die Entsorgung des Chemieklos in der auf Stell- und Campingplätzen dafür vorgesehenen "Kammer des Grauens"
    ▪Mythos Wäschetrennung: Unnötig! Alles zusammen rein und "heiss" oder "warm" eingestellt. Die Maschinen im Süden sind da eher rudimentär😅
    ▪Erkenntnis: tägliches Duschen wird überbewertet. Höchste Zeit ist es, wenn die Nachbarn auf Abstand gehen und die Haare in alle Richtungen stehen😉
    ▪Platz: Kein Problem, wir leben grösstenteils in unserem "Garten"
    ▪Minimalismus: Es ist erstaunlich wie wenig man braucht um glücklich und zufrieden zu sein
    ▪"Mitbringsel": So viel Platz war dann doch nicht - ich durfte meine schönen Fundstücke nicht mitnehmen😉
    ▪Zweisamkeit: Erstaunlicherweise brauchen wir gar nicht so viel Freiraum wie gedacht. Nach so vielen von Toleranz geprägten Ehejahren passt es immer noch😍
    ▪Sicherheit: Wir haben uns nie unwohl oder gar bedroht gefühlt. Im Gegenteil, viele freundliche und hilfsbereite Menschen haben unsere Reise bereichert
    ▪Regentage: Hatten wir tatsächlich die meisten im CH und DE Sommer 21, aber doch nicht so viele, dass uns die Decke auf den Kopf fiel
    ▪Corona: In der Nebensaison kein grosses Thema, wir fühlten uns wie in einer Camper-Parallelwelt. Restaurantbesuch haben wir nicht vermisst und die Ausgangssperre ab 22.00 war toll - keine Autos und keine Partygänger🤣
    ▪Schattenseiten: Klar, auch die gibt es. Wenn man z. B. abends noch händeringend ein sicheres Schlafplätzli sucht, weil ein Gewittersturm im Anzug ist. Volle Stellplätze wie im Sommer 21 in der Bodenseeregion. Zahnarztbesuche im Ausland sind auch nicht so toll, vor allem wenn es länger geht😣
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  • "Nostalgie-Tour"

    30 settembre 2021, Francia ⋅ 🌙 15 °C

    An der französischen Atlantikküste waren wir ganz oft mit unseren Kindern und meinen Eltern unterwegs. Ein paar Orte haben wir nochmals besucht, ein paar neue entdeckt. So fühlte es sich fast an wie Ferien😂 In Biarritz liegen die Surfer wie Haie im Meer und warten auf die perfekte Welle. An Land sitzt das "Publikum", schaut ehrfürchtig zu und kommentiert...Sehen und gesehen werden.... In Arcachon geht es gemütlicher zu. Drückt die Flut in das Becken, kommen die "Aqua-Jogger". Ohne Witz, mehrere Gruppen von Menschen schieben sich mit den Armen rudernd durchs Wasser, sieht irgendwie schräg aus🤣 Bei Ebbe liegen die Schiffe auf dem Trockenen und in den "cabanes" werden Austern direkt vom Züchter serviert. Irgendwie blöd jetzt, wenn man keine mag😄 Und natürlich, nicht zu vergessen, ist jeder Sonnenuntergang am Meer ein Event. (Anke)Leggi altro

  • Navarra

    5 ottobre 2021, Spagna ⋅ ☀️ 26 °C

    Nach den traumhaften, kilometerlangen Sandstränden der Atlantikküste überqueren wir die Grenze nach Spanien. Nachdem wir eine spanische Gasflasche samt Gasregler erstanden haben😁, gehts weiter nach Pamplona. Die Stadt mit den engen Gassen und den Bodegas mit kulinarisch verschiedensten, feinen Tapas gefällt uns ausnehmend gut. Wenn wir schon hier sind, wollen wir uns auch literarisch weiterbilden und lesen Hemingway's "Fiesta". Aber weder der Stierlauf noch der hochgelobte Roman erschliesst sich uns wirklich. Einzige positive Erkenntnis aus dem Roman: unser Weinkonsum ist im Gegensatz zu den Protagonisten minimalst😂 (Beat)

    Nach der Stadt gehts in die Halbwüste Bardenas Reales - Naturpark und Biosphärenreservat, 415 km2. Ein wirklich riesiges Naturschutzgebiet durch das man auf vorgegebenen Routen fahren darf. Am Informationszentrum eine Karte geholt...und "si, claro" auch mit dem Wohnmobil😁 Auf Schotterpisten sind wir ein Stück der Hauptroute gefahren. Zum Glück hat es schon länger nicht mehr geregnet, sonst wären wir garantiert an ein paar Stellen stecken geblieben. So hat es uns und unseren "Adi" nur tüchtig durchgeschüttelt. Eigentlich fast wie Kopfsteinpflaster in Ostdeutschland🤣 Aber das muss man mal erlebt haben. Am nächsten Tag waren wir mit den E-Bikes unterwegs und am übernächsten ein Stück zu Fuss. Es scheint nicht sehr bekannt zu sein, und es waren nur wenig Touristen unterwegs, wir waren auf weiten Strecken ganz allein. Die Geier kreisten über uns und wir fühlten uns teilweise wie in einem Westernfilm🤠 Eine traumhafte Gegend, die man mit Worten und Bildern kaum beschreiben kann. Die Geier entstammen übrigens nicht meinem überhitzen Hirn😉 Gänsegeier haben hier ihre Kolonien und begleiteten uns auf unserem Weg, ein Geschenk, diesen grossen Vögeln zusehen zu dürfen. Zum Glück hatten wir unser Fernglas mit😊 (Anke)
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  • Vindage - Weinernte

    16 ottobre 2021, Francia ⋅ ⛅ 16 °C

    Wie kommt der Wein in die Flasche? Kurzentschlossen haben wir uns zu einer Weinernte über workaway gemeldet. In Frankreich, im Béarn Gebiet nahe der spanischen Grenze, wo der wunderbar süffige Juraçon Weisswein hergestellt wird🥂 Zusammen mit uns und drei jungen workawayerInnen aus Deutschland und Ungarn zogen Freunde und Familie der Weinbauern ins Feld. Alle waren dabei - von der 20jährigen Nichte bis zur 90jährigen Grossmutter. Und die war unheimlich flink, wir nannten sie insgeheim "die Frau mit dem Scherenhänden" und hatten manchmal Angst um unsere Finger🤣 Am Mittag wurden wir bekocht und sassen jeweils mit 12-14 Personen am Tisch. Wir haben gegessen wie "Gott in Frankreich" und sicher wieder 1kg zugenommen... Dummerweise war das im Profil angegebene Englisch rudimentär und wurde nicht verwendet😄 Den Unterhaltungen im Béarn-Dialekt zu folgen war anstrengender als die Weinernte. Aber wir haben profitiert und unseren Französisch-Wortschatz aufpoliert☺ Ein grosses Dankeschön an Mylène und Jean Paul💖 (Anke)
    'Lucette a un plume; le ciel est bleu; la gomme est ici' vor 50 Jahre mal gelernt, einige Sätze via
    französisch-app reicht definitiv nicht für eine Konversation. So konnte ich mich ganz auf die
    Atmosphäre beim Ernten und Essen konzentrieren. Ich genoss ein völlig lockeres Zusammensein geprägt von Humor und dem einfachen, lockeren Leben. Mit Nachahmen und nach 10 Tagen verstand ich doch einiges.(Beat)
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