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My home is my car

Unser Leben im Wohnmobil Read more
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    🇪🇸 Níjar, Spanien

    Nach dem Sturm 🌪🌬

    February 14 in Spain ⋅ 🌬 16 °C

    ...ist vor dem Sturm...
    Das scheint unser diesjähriges Wintermotto zu sein🤪

    Die Zeit bis zur Wohnmobil-Reparatur verbringen wir auf einem schön gelegenen Stellplatz im Hinterland von Almeria. Das Wetter hat am nächsten Tag ein Einsehen, nur ein kleiner Schauer ist geplant🤪 Also rutschen wir runter ins trockene Flussbett...weniger elegant als es unser "Plattencover" vermuten liesse😅...und wandern zum Drehort einiger "Spaghetti-Western". Die Mini Westernstadt ist billig gemacht. Aber man muss ja auch keinen Eintritt zahlen. Die steht hier einfach so rum. Genau wie die Wohnmobile. Ich glaube, John Wayne wäre heute sicher auch mit dem Wohnmobil anstatt mit dem Pferd gekommen.🤣

    Nach der Wohnmobil-Reparatur entscheiden wir uns, dem Wind zu entfliehen. An der Almeria-Küste sind wieder 90kmh gemeldet und die Katastrophenmeldungen im spanischen Fernseher, der in der Cafeteria in Endlosschleife läuft, tragen auch nicht zu unserem Wohlbefinden bei. So fahren wir etwa 100km weiter nach Osten auf den Stellplatz der Gemeinde Cuevas del Almanzora. Hier stehen wir nicht schön, aber es hat fast keinen Wind. Und sind überrascht von den tollen Wandermöglichkeiten. Wie der Ortsname vermuten lässt gibt es hier Höhlen. Wohnhöhlen. Jetzt verlassen, aber Informationstafeln zeigen, wie die Menschen hier früher gewohnt haben. Sehr interessant. Am nächsten Tag geht's wieder mal durch ein trockenes Flussbett runter und auf der anderen Seite wieder rauf. Dank der schrägen Betonmauer aber deutlich eleganter als beim letzten Fluss😉 In kurzer Zeit finden wir uns in einer fast surrealen Landschaft wieder. Und das, wie so oft, völlig allein. Herrlich. An alten Minen-Ruinen und Kalkbrennöfen vorbei geht es durch Zitronenhaine wieder zurück.

    An der Küste hat sich das Wetter wieder einigermassen beruhigt und so entscheiden wir uns, noch eine Woche am Cabo de Gata zu bleiben. Das Wetter ist nicht so windstill wie angekündigt (wieder ein paar Tage 90kmh) aber immerhin stehen wir windgeschützt, der Himmel ist blau und es regnet nicht. Man wird bescheiden diesen Winter😜 (Anke)
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  • Werkstatt-Odyssee

    February 5 in Spain ⋅ ⛅ 12 °C

    Es ist Montag (Logbuch der Enterprise😅) Wir verlieren Kühlwasser und brauchen also wieder mal eine Werkstatt. Auf Reisen kann man bei Problemen leider nicht einfach schnell die Werkstatt seines Vertrauens anrufen und einen Termin abmachen. So heisst es wieder mal recherchieren und Rezensionen lesen. Wir schauen immer, ob dort auch schonmal Wohnmobile "behandelt" wurden, schliesslich muss das Womo ja in die Halle passen. Um Almeria hat es viele Werkstätten und so beginnt unsere Odyssee🙄

    Werkstatt Nr. 1
    Ein deutscher Mechaniker, den wir wegen der Sprache gewählt haben😉
    Dunkle, dreckige Werkstatt in der hintersten vermüllten Strasse eines Industriegebiets. Wir könnten am Donnerstagmorgen um 6.00 Uhr vor Ort sein und viiiel Zeit mitbringen, seeehr viel Zeit. Und der Motor müsse kalt sein, was heisst, dass wir wieder in einem runtergekommenen, vermüllten Industriegebiet übernachten müssten. (Anmerkung der Redaktion: Am Mittwoch kommt das neue Sturmtief mit Starkregen und Windböen bis 90 kmh) Also Neiiin...Wer weiss, was uns hier bei dem Sturm nachts um die Ohren, resp. ans Wohnmobil fliegen würde😱

    Werkstatt Nr. 2
    Eine chice Fiat-Werkstatt an der Hauptstrasse mit grosszügiger Parkmöglichkeit. Der nette Mechaniker spricht sogar englisch: Klar machen sie das, aber wir müssten erst zu Manuel ins Büro. Auch Manuel spricht selbstverständlich englisch und teilt uns freundlich mit, dass wir einen Termin Ende Feb/Anfang März haben könnten...Autsch... Ich frage, ob er uns einen andere Werkstatt empfehlen könnte...und ja, kann er. Gar nicht weit weg.

    Werkstatt Nr. 3
    Von der Hauptstrasse biegen wir in eine enge, zugeparkte Strasse wo wir knapp durchpassen. Parken müssen wir mitten auf der Strasse vor der kleinen Werkstatt. Der Besitzer kommt raus, winkt uns auf die andere Strassenseite, und zeigt uns eine Garage in der ca. 20 Autos stehen. Lamentierend gibt er uns auf spanisch zu verstehen, dass er die alle "abarbeiten" müsse und also keine Zeit für uns habe. Aber in der Werkstatt unten an der Hauptstrasse, gleich vis à vis hätten wir vielleicht Glück. Er rufe dort schnell an. Ja, wir sollen dort hinfahren und sagen Juan Antonio schicke uns. Ich hätte den Mann umarmen können. Aber erst mal die enge Strasse rauf, oben in gefühlt 20 Zügen wenden und zurück auf die Hauptstrasse.

    Werkstatt Nr. 4
    Wir parken und laufen in die riesige, saubere Werkstatthalle zur Reception. Dort erkläre ich dem Mann auf spanisch, dass wir die mit dem Wohnmobil sind und von Juan Antonio kommen. Ein angedeutetes Nicken und er steht auf und geht an mir vorbei. Ich wie ein Hündchen hinterher zu einem PKW, den er mit Taschenlampe akribisch unter die Lupe nimmt und sich nicht mehr um mich kümmert. Ich denke, ok, da kommt sicher gleich ein Mechaniker zu uns. Der Wind frischt auf und wir warten schlotternd auf ein Zeichen. Nach etwa 15 Min geht der Herr zu einem Schrank und nimmt einen Regencape und ein Blatt Papier raus. Ich denke, jetzt geht's los, aber er geht wieder...ganz gemächlich...zu dem PKW und legt den vermeintlichen Regencape auf den Fahrersitz. Das war eine Schutzhülle für den dreckigen Mechanikerpopo😅 Ein Mechaniker kommt und sie schauen gemeinsam auf die Papiere und in den Computer. Eigentlich würden wir bei soviel Ignoranz am liebsten gehen, aber wir brauchen ja Hilfe. Also gehe ich nochmal unterwürfig zum Tresen und frage in meinem besten Migros-Klubschul-Spanisch ob er denn keine Zeit für uns hätte. Doch natürlich, er mache nur schnell den PKW fertig, dann komme er. Warum konnte er uns das nicht am Anfang schon mitteilen? Na egal. Wir frieren uns also noch weitere 10 Min. den A... ab, dann gibt er mir ein Zeichen, dass ich das Wohnmobil in die heiligen Hallen fahren darf. Sofort kommt ein Mechaniker, dann ein Zweiter und sie meinen, ein Schlauch müsse ausgewechselt werden, wir sollen solange in der Cafeteria des Mazda-Showroom Platz nehmen. Eine Cafeteria...? Und das erfahren wir erst jetzt...? Nach weiteren 10 Min Wartezeit müssen wir wieder an den Tresen, dürfen jetzt aber zusammen mit dem Herrn hinter der Plexiglaswand zum Schutz gegen den Wind stehen. Dort erklärt er uns, dass der Schlauch bestellt werden muss und was es kostet. Es dauere etwa 48 Stunden bis er da wäre und sie uns dann per WhatsApp informieren. Alles sehr freundlich und uns zugewandt...geht doch...😜 Und...Überraschung...das whatsapp kommt bereits am nächsten Nachmittag, wir können am Mittwochmorgen zum Einbau kommen...Hallelujah...🕺💃 (Anke)
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  • Disco-Time 🕺💃

    February 1 in Spain ⋅ ☁️ 16 °C

    Mit Liz und Thomas treffen wir uns in "La Linea", vor dem Felsen von Gibraltar. Das Wetter ist immer noch ausbaufähig und so machen wir uns chic für die Disco...
    Disco...? Neeein, natürlich nicht😅 Wir verbringen die Abende gemütlich zusammen im Wohnmobil und vertreiben uns die Zeit mit Quatschen und Spielen. Das dabei entstandene Foto hat Liz mit Chat GPT bearbeiten lassen und siehe da...wir sehen um Jaaahre jünger aus und irgendwie parat für die Disconacht🤣

    Nach dem Sturm ist vor dem Sturm🌬 Wir fahren heute weiter nach Nerja und geniessen noch einen windstillen, sonnigen Tag in dem hübschen Dorf. Dann stehen uns gemäss Wetterbericht wieder ein paar regnerische, stürmische Tage bevor, bis wir es dann Ende Woche durchgestanden haben...Inshallah...🙏 Zumindest am Cabo de Gata, was unser nächstes Ziel ist. Zwischen Tarifa und Portugal will es einfach nicht wärmer werden, darum "flüchten" wir nun in wärmere und trockenere Gefilde. Mal schaun, ob der Plan aufgeht😉 (Anke)
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  • Wetterkapriolen 🌤🌦🌬

    January 27 in Spain ⋅ 🌬 15 °C

    An Benalmádena fahren wir immer vorbei und sehen die buddhistische Stupa nur immer von der Autobahn aus. Dieses Mal wollen wir sie anschauen und übernachten ruhig am Ende einer Strasse wie man sie in Spanien (und allen südlichen Ländern) so oft findet. Voll erschlossen, mit Trottoir, Strom- und Wasseranschlüssen. Am Rande der Stadt, bereit für eine neue Siedlung. Und das vermutlich seit Jahren, was man daran sieht, dass der Trottoir bereits wieder wegbröckelt und das Unkraut sich auf den Wegen ausbreitet. Nicht schön, aber praktisch für eine schnelle Übernachtung. Aber die Stupa ist wegen starkem Wind geschlossen, das Castillo de Colomares hat Ruhetag. Na das war ja ein voller Erfolg. Dafür noch nette Gespräche mit den schweizer und polnischen Nachbarn.

    In Chipiona treffen wir uns mit Erika und Hansruedi, die wir in unserem ersten Winter auf Sizilien kennen gelernt haben. Auch so eine wertvolle Reisebekanntschaft, die sich im Laufe der Jahre zu einer Freundschaft entwickelt hat. Mit Strandläufen, gemeinsamen Grillen, Brett- und Kartenspielen vergeht die Zeit wie im Flug. Nach 10 Tagen juckt es uns aber und wir fahren weiter. Trotz sehr unbeständigen Wetteraussichten😏

    Auf einem unserer Lieblingsplätze bleiben wir bis die WC-Kassette voll und der Wassertank leer ist😅 Der endlose Sandstrand ist deutlich schmaler geworden und übersät mit Hausrat/-Müll. Beim Spaziergang auf der langen Promenade wird klar woher das kommt. Ein Unwetter hat Anfang Januar einen Teil der Promenade weggerissen und einige Strandbars zerstört. Daher also die Stühle, Kühltruhen und Wellblechdächer am ganzen Strand. Die Aufräumarbeiten sind in vollem Gange🫣

    Ein Blick in die Wetterkarte zeigt, dass hier im Westen noch am ehesten mit Sonne zu rechnen ist, also fahren wir nach Ayamonte am Grenzfluss zu Portugal. Wir sind seeehr unentschieden wie es weiter gehen soll. Nach Portugal? Nochmal Rota? Tarifa? Oder ans Mittelmeer wo es eindeutig wärmer und sonniger, aber auch voller ist. Zumal jetzt auch noch die "Wetterflüchtlinge" vom Atlantik dazu kommen😆

    Heute Nacht wurden wir wach, weil wir dachten, wir wären auf hoher See. Das Wohnmobil schaukelte und ruckelte. Ein Blick auf die Wetterapp zeigt: ⚠️Sturmwarnung. Böen bis 100 kmh. Na super, warum gab es die Warnung nicht schon gestern? Zum Glück haben wir alles unbeschadet überstanden. Aber unser Nachbar vis à vis dachte er ist clever und stellt sich in den Windschatten von dem umgebauten LKW. Leider ist bei dem LKW am Morgen das Solarpanel abgerissen und ihm aufs Dach geknallt. Dachfenster kaputt und Loch im Dach🥴 Da sind schwimmende Croqs ja noch das kleinere Problem😅

    Das erleichtert uns nun aber schlussendlich auch die Entscheidung. Wir haben genug vom windigen, unbeständigen Wetter und fahren nun doch schon zur Mittelmeerküste. Dieses Jahr ist irgendwie der Wurm drin. Der Wetterwurm. Von wegen: "Die Sonne scheint bei Tag und Nacht...Eviva España". Wir brauchen unsere Winterkleider einschliesslich Mütze so oft wie noch nie in unseren Reisejahren. Bei den Fotos mag man das ja kaum glauben, aber man fotografiert ja auch immer nur bei schönem Wetter. Das schlechte Wetter sitzt man still vor sich hinleidend aus🤪 (Anke)
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  • Happy new Year

    January 4 in Spain ⋅ 🌧 9 °C

    Der Werkstattbesuch war kurz und schmerzlos, fast schon etwas peinlich🫣 Der Mechaniker würdigte den Elektroblock keines Blickes sondern "grub" in den Tiefen des Kabelsalats und förderte einen dicken Strang mit mehreren Kabeln zu Tage, die nirgendwo angeschlossen waren sondern einfach so endeten. Nein, natürlich nicht einfach so...das Ende war mit einer "Kappe" verschlossen unter der...Oh Wunder...drei Sicherungen waren. Eine davon durchgeschmort🤔 Oookay...buchen wir unter "wieder was gelernt" ab😅

    Also auf Richtung Torre del Mar, wo Beats Bruder im Hinterland eine Finca gemietet hat. Im Nachbarort hat es einen sehr schönen Stellplatz, den wir samt Mietauto wieder für ein paar Tage beziehen. Wenn auch nachts sehr kalt, ist das Wetter deutlich besser als die Prognose und wir machen wunderbare Wanderungen in den Bergen und am Meer. Das Mietauto ist eine gute Investition, da hier alles ziemlich steil und ausserhalb der Hauptstrassen auch ziemlich eng ist. Die Fincas sind aussichtsreich in den Hang gebaut und die Zufahrtsstrasse ist ein schmaler Teerstreifen geradeaus rauf oder runter. Das gibt einem beim Hochfahren das Gefühl jetzt gleich einen Looping zu machen. Dementsprechend ruhig war aber auch der Silvesterabend in der Finca. Keine Böllerei, die Hunde waren tiefenentspannt🥰 Vielen Dank für die schöne Zeit mit euch, wir haben es sehr genossen. Nona vermisst das Hunderudel, allen voran natürlich Mukki🐕‍🦺🐕

    Die Spanier sprechen vom nassesten und kältesten Winter seit 15 Jahren. Obwohl wir weitgehend vom Regen verschont blieben (zur rechten Zeit am rechten Ort😉) finden wir es doch auch ziemlich kalt. Sogar am Meer hat es nachts oft max 5 Grad und es wird erst gegen 11.00 Uhr wärmer, wenn die Sonne ihre Kraft entfaltet. Somit ist das Hinterland momentan für uns keine Option, dort sind nachts sogar oft Minusgrade🥶 Ihr erinnert euch...Warmduscher...🤪

    Aber das ist Jammern auf hohem Niveau und so geht's nun husch weiter nach Chipiona, wo wir uns mit Reisefreunden treffen😁 (Anke)
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  • Ausgebremst

    December 18, 2025 in Spain ⋅ ☀️ 17 °C

    Zwischendurch brauchen wir immer wieder mal ein paar (oder mehr😉) Tage auf einem Camping- oder Stellplatz. Dort steht man zwar selten mit Traumblick und schon gar nicht allein, aber man kann mal das ganze "Equipment" draussen lassen, was wir beim Freistehen grundsätzlich nicht machen. Dort nehmen wir je nach Situation höchstens mal einen Stuhl raus, der nach dem Sitzen wieder im Womo verschwindet.

    So verbringen wir gemütliche Tage auf dem Camping "Los Escullos" am Cabo de Gata. Immer wieder eine faszinierende Landschaft. Während rundherum ein Unwetter mit viel Regen tobt, bleiben wir zum Glück verschont. Obwohl auch wir eine Warnmeldung von ES-Alert auf unser Handy bekommen bleibt es überwiegend sonnig, die 2-3 Regentropfen sind nicht der Rede wert.

    Hier treffen wir uns auch wieder mit Coni und Thorsten mit ihrem Hund Mike, die sich dieses Jahr eine schicke Ferienwohnung gemietet haben. Da sie mit ihrem Auto hier sind, kommen wir in den Genuss eines Ausflugs zu einer schönen Wanderung mit anschliessendem Apéro und Tapas. Toll war's...und den Sonnenuntergang in La Fabriquilla holen wir nach🫡

    Irgendwann wollen wir dann doch weiter und machen uns auf nach Tabernas um uns das Gold der Wüste zu holen. Bei der Ölmühle "Oro del Desierto" wandern zwei Kanister unseres Lieblingsöls ins Wohnmobil. Eigentlich wollten wir an der Westernstadt übernachten und zur Oase von Lawrence von Arabien wandern...aber...

    Aber...unterwegs hören wir sehr komische Geräusche irgendwo aus dem Wohnmobil.
    ...eine neue Unwetterwarnung?
    ...unser altersschwacher Kühlschrank?
    Wir halten auf einem Parkplatz und gehen auf die Suche. Bei abgestelltem Motor...nichts🤔 Beim Motorstart hören wir es wieder, räumen das Fach mit den Pfannen aus, schrauben die Abdeckung ab und...die Geräusche kommen von unserem Elektroblock. Und zwar nur bei laufendem Motor. Also zurück nach Almería, wo wir im Industriegebiet eine Werkstatt finden, die das Problem am nächsten Morgen um 8.00 Uhr anschauen will. Wir richten uns ein paar km entfernt in einer einsamen Sackgasse zum Übernachten ein und können auf dem Bedienungspanel zuschauen, wie die Starterbatterie auf einmal in den roten Bereich abfällt. Wir starten fast panisch das Wohnmobil. Hier in der Gasse kommt garantiert niemand vorbei, der uns Starthilfe geben könnte🫣 Also stellen wir uns sicherheitshalber direkt vor die Werkstatt im dreckigen, runtergekommenen Industriegebiet. Das war die absolut schlimmste Nacht meines Lebens. Direkt neben uns brettern die ganze Nacht Lastwagen vorbei, dass das Wohnmobil nur so wackelt. Wir haben dementsprechend schlecht und wenig geschlafen🥱

    Das Problem kann von dieser und der nächsten Werkstatt natürlich nicht behoben werden. Wäre ja auch zu einfach gewesen, wenn es auf Anhieb klappt😏 Aber sie haben herausgefunden, dass unsere Starterbatterie völlig i.O. ist. Und siehe da...trotz Warnmelding können wir problemlos starten...Immerhin...
    Wir werden zu einer weiteren, grösseren Werkstatt geschickt und hier kann uns wohl geholfen werden. Aaaber...erst am 29.12...immerhin 2025😜

    So ein Mist, da fallen unsere Weihnachtspläne mit Beat's Bruder ins Wasser. Die drei Stunden Fahrt bis zu ihrer Finca in den Bergen trauen wir uns, resp. dem Wohnmobil nicht zu. Wir haben also erst mal unser bereits reserviertes Mietauto abgesagt und begeben uns auf Stellplatzsuche, weil unser Elektroblock spinnt und wir Strom brauchen. Zum Glück bleibt Beat's Bruder länger in Spanien, sodass wir unseren Besuch auf Silvester verschoben haben. Ganz im Vertrauen, dass unser Problem am 29.12. behoben werden kann...Inshallah...💫 (Anke)
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  • Schreibfaulheit

    December 4, 2025 in Spain ⋅ ⛅ 16 °C

    Jaaa...okay...
    Auf den Wunsch vieler Freunde und -Innen😉 raffe mich auf und gebe frohe Kunde...Auch hier weihnachtet es...🎄

    Allerdings geht das ein bisschen an uns vorbei, da wir ja selten in Städten unterwegs sind. Obwohl es ein Stück kälter ist als letztes Jahr, ist es immer noch meist sonnig, wenn auch oft mit einem kühlen, unangenehmen Wind. Wir bleiben also in Küstenähe, im Hinterland sind zum Teil einstellige Temperaturen und das ist uns dann doch zu kalt🥶 Jaaa...wir sind bekennende Warmduscher🚿

    Ein bisschen bergig muss es aber schon noch werden. Von Denia geht's über den Hügel nach Benidorm. Wir suchen uns einen Picknickplatz aus, auf dem Campen sogar ausdrücklich erlaubt ist und stehen dort wieder mal "musbeiallei". Die kleine Passstrasse dorthin sah auf der Strassenkarte aber irgendwie grösser aus🫣 Die Kleinlaster begegnen einem ja grundsätzlich immer an der engsten Stelle. Also Spiegel einklappen, mit Hilfe des Beifahrers soweit wie möglich an die Felswand mit herausstehenden Steinen oben und unten...passt...Lastwagenfahrer winkt freundlich und weiter geht's. In solchen Situationen bin ich doch immer froh, wenn wir auf der Bergseite sind🤪

    Benidorms Skyline fasziniert und wir sind wieder überrascht, wie schön man hier wandern kann. Allerdings reichen uns 2xBenidorm glaub für den Rest unseres Lebens🤣

    Nach so viel Trubel brauchen wir wieder Erholung. Auf dem Parkplatz am kleinen Stausee oberhalb von Elche "sichern" wir uns ein Plätzli in einer Nische und machen eine wunderbare Wanderung entlang alter Wasserkanäle und neu instand gesetzten kleinen Aquädukten. Teilweise erinnert uns die Landschaft hier wieder sehr an Marokko🌴🐪

    Und noch ein Traumplatz bei den roten Felsen irgendwo in der "Walachei" Klein aber fein...und allein...😁

    Dann brauchen wir wieder mal Strom und fahren zur uns schon bekannten Finca Allegria bei Cartagena. Hier haben wir vor 3.5 Jahren darauf gewartet, dass Nona "adoptionsfein" gemacht wurde. Unsere kleine Signorita ist ja aus der Gegend von Murcía und kennt hier quasi jeden Hasen🐰😂 Aber mal ehrlich, wer wundert sich da noch über ihr Temperament...?💃

    Damit ihr nun nicht das Gefühl habt, dass wir immer nur super schön stehen, am Schluss noch ein Foto von unserem Platz am Strassenrand in Roquetas de Mar. Nicht schön aber praktisch. 100m vom Strand entfernt und in Laufnähe zum grossen lebendigen Markt...und dem dazugehörigen Churros-Stand😋

    Man sieht auf dem Satellitenbild sehr gut die Ausmasse des "mar de plastico", die Treibhäuser, die sich über hunderte km erstrecken und die man wohl sogar vom Mond aus sehen kann. Die Problematik ist hinreichend bekannt und doch bezieht ein grosser Teil Europas Gemüse und Früchte von hier. Es tut eigentlich gut, das mal zu sehen und sich seine Gedanken darüber zu machen, nachzulesen, und das eigene Einkaufsverhalten anzuschauen. Wir bemühen uns, immer regionale und saisonale Produkte einzukaufen. Aber was heisst das hier...? (Anke)
    https://www.agrarraum.info/lexikon/mar_de_plastico
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  • Endlich

    November 15, 2025 in Spain ⋅ ☁️ 18 °C

    Geht es los...🌞

    Wir entfliehen soeben dem erneuten Regen, der uns bei Aix-les-Bains dann aber doch noch einholt. Aber wie bei fast jeder Reise nach Südfrankreich wird es kurz vor Valence heller, wärmer, sonnig. Gibt es so etwas wie eine Wetterscheide? Dann ist sie hier, zwischen Grenoble und Valence🌞

    Oberhalb der Ardèche übernachten wir in Aiguèze, einem der schönsten Dörfer Frankreichs..."les plus beaux villages de france"...man gönnt sich ja sonst nichts😉 Noch eine kleine, feine Wanderung und schon ist es Abend und wir stehen im prächtigsten Sonnenuntergang🌄

    Aber dann zieht es uns weiter ans Meer, weil wärmer...und wir wollen ja auch irgendwann mal in Spanien ankommen... In Carro, westlich von Marseille stehen wir gern, aber nur wenn es einen Platz in der 1. Reihe gibt. Hier steht man nämlich seehr eng...aber...man sitzt mit Blick aufs Meer vorm Wohnmobil und ist schnell in Kontakt mit den überwiegend französischen Nachbarn. Der Ort ist bekannt für seine Seeigel und am Wochenende ist Fischmarkt. Sozusagen frisch vom Kutter. Dieses Wochenende ist die Schonzeit für Seeigel vorbei und die Franzosen sitzen plaudern vorm Wohnmobil und geniessen diese bizarre Spezialität🤔

    Wir gönnen uns stattdessen eine ordentliche Grippe die sich schlussendlich fast 2 Wochen hinzieht🥳

    So langsam geht es wieder besser und wir verlassen unseren Platz am Plage Napoléon, wohin wir uns verkrochen haben um still vor uns hinzuleiden...immerhin mit Top Ausblick🤪

    In Aigues-Mortes treffen wir uns mit Eike, die im Moment nicht mit Günther und Hobbyline unterwegs ist, sondern allein in ihrem selbst ausgebauten kleinen "Turtle"...chapeau👒 Wir bestaunen die intakten Stadtmauern und schlendern durch die nette Altstadt, die sich aber schon ziemlich parat für den Winterschlaf gemacht hat. Am Morgen frühstücken wir noch gemütlich in unserem Wohnmobil, bevor es weitergeht. Eike Richtung Norden und wir der Sonne entgegen. Wir schaffen es tatsächlich bis Palamòs, nicht ohne vorher einen Waschsalon für Bett- und Frotteewäsche aufzusuchen. Praktischerweise neben einem intermarché, in dem wir uns noch mit Käse eindecken, den finden wir in Spanien nämlich nicht so dolle.

    Uns geht es langsam besser. Wir husten schon in einer anderen Tonlage und nicht mehr so oft und auch der Tempo-Tücher-Verbrauch reduziert sich😅 (Anke)
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  • Nein...

    November 1, 2025 in Germany ⋅ 🌧 12 °C

    Natürlich sind wir nicht mehr in Regensburg...schon lang nicht mehr...😜

    Aber irgendwie habe ich so gaaar keine Lust zum Blog-schreiben gehabt. Wieder mal eine "Schreib-Blogade"😂
    Aber das Schöne ist ja - ich bin keine Influencerin - ich hatte nur eine Influenza...doch davon im nächsten Blog mehr🤧

    Wir tingeln also von Bayern in die Seitentäler von Domodossola. Nach deftigem bayrischen Charme und Essen nun also Italianità con vino, pasta e pizza🍷🍝🍕

    Ich wandere, immer noch oft allein mit Nona, auf der Sbrinz-Route. Bei kleinen Wanderungen kommt Beat bereits wieder mit. Die spontan gekauften Wanderstöcke entlasten das Knie😘 Wunderschön ist es hier, und vor allem nicht so voll wie im Tessin. Aber es ist Maroni-Zeit und diese stacheligen kleinen Dinger pflastern mehr oder weniger unseren Weg. Zum Glück ist Nona keine Susi und ich muss sie nur über wirklich extrem stachelige Stellen tragen😄

    Ende Oktober steht noch eine für uns wichtige Versammlung unserer Wohn-Genossenschaft an, der eigentliche Grund, warum wir noch in der Kälte rumdümpeln. Und es ist wirklich grottiges Wetter🌧🌫🌬☔️ Aber wenn wir schon mal in der 🇨🇭 sind, stehen natürlich auch wieder Besuche bei Freunden und Familie an. Die erwärmen Körper und Seele🫶
    ...Und gern auch wieder ein Besuch in der Womo-Werkstatt. Wieder mal ist ein Zahnrad unserer Aufbautür kaputt, das, wie wir jetzt lernen, Schwungrad heisst. Wir brauchen im Schnitt jedes Jahr eins. Andere legen ihr Geld in Gold an, wir in Schwungrädern😬 Immerhin war gerade ein Pack an Lager und so nehmen wir das zweite als Ersatz mit. Zum Abschluss des "Heimaturlaubs" überraschen wir dann noch unseren Sohn zu seinem 40. Geburtstag in seinem Wellnesshotel im Schwarzwald und lassen es uns bei einem gediegenen z'Nacht gut gehen🥳

    Das Wetter ist richtig herbstlich schön geworden und so bleiben wir noch eine Nacht hier und wandern etwas im Blätterbunten Schwarzwald. Am Abend klopft es auf einmal laut an der Wohnmobiltür...🤔 Eine Schar Kinder steht kostümiert davor und schreit..."Süsses oder Saures"🤣 Das hatten wir ja gar nicht auf dem Plan und so schwinden unsere "Naschi-Vorräte" dahin... Irgendwann kehrt dann aber Ruhe ein. Die Kinder müssen wohl ins Bett.

    Und wir...
    fahren nach diesen schönen aber kalten Herbsttagen endlich der Sonne entgegen🚐 🌅 (Anke)
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  • Hurra...

    September 25, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 13 °C

    ...wir leben noch 🤪

    Unser gesetztes Ziel "Dresden" haben wir erreicht✔️
    Nein...natürlich nicht einfach nur abgehakt. Angeguckt, jeder für sich im Rahmen einer 2-stündigen Radtour. Die bewegte Geschichte Dresdens berührt und wir sind tief beeindruckt von "Deutschlands schönstem Altstadtensemble" Wir haben so viel angeschaut, dass wir es gar nicht aufzählen wollen, die Fotoauswahl fiel schwer.

    Und dann liegt Dresden ja quasi am Tor des Elbsandsteingebirges. Das wollten wir uns eigentlich mit einer Mehrtagestour erwandern. Eigentlich...aber Mann hat "Knie"🦵 und möchte es schonen, nachdem Frau ihn auf eine 1.5 stündige Wanderung gescheucht hat um zu schauen, was es leiden mag😜 Ooookaaay aus 1.5 Stunden wurden 2.5, das war wohl kontraproduktiv. So wandere ich die ersten 3 Etappen des berühmten Malerweg zusammen mit dem Hund von Baskerville. Hier ist in den öffentlichen Verkehrsmitteln Maulkorbpflicht und die Hundedame von Welt trägt das Modell Baskerville😉

    Wir sind erstaunlicherweise fast allein unterwegs, bis...ja bis wir zur berühmten Basteibrücke kommen, die man auf allen Fotos des Elbsandsteingebirges sieht. Dummerweise hat es oben einen Busparkplatz und ich war gemeinsam mit halb Tschechien dort😅 Und dummerweise geht der Wanderweg über die Brücke...mittendurch...😱 Also Hund auf den Arm...Augen zu...und durch. An ein Foto ist gar nicht zu denken. Beat hat eines von unten, von seiner Velotour gemacht. Eigentlich viel schöner als wenn man mitten drauf ist. Eine halbe Wanderstunde später war der Spuk vorbei und ich bin wieder fast allein unterwegs. Noch "ein paar" Treppen runter und wir sind in unserer Wanderunterkunft. Jetzt erst mal die Füsse hochgelegt. Sogar Nona ist geschafft und das will was heissen.

    Weiter geht's nach Tschechien, wo wir in Pilsen die Brauerei besichtigen. Das geht sogar "mit Knie", da lockte wohl das Pils😉 Übernachtet haben wir am schönen Schloss Königswart des Fürst von Metternich, den kannte ich bisher nur als Sekt😅

    Wieder in Deutschland machen wir uns auf den Weg Richtung Passau. Unterwegs machen Nona und ich dann noch ein paar Goldsteig-Wandertouren mit Womo-Shuttle-Service. In der Nähe von Passau besuchen wir Katrin und Jürgen, Reisefreunde der ersten Stunde und machen uns dann auf nach Bad Füssing zum Wellnessen. Weil es regnet...und weil Mann immer noch Knie hat und meint, dass ein bisschen warmes Wasser und Sauna ihm guttäte...zusammen mit vielen anderen "Silberpüdelchen"🤭 Da fühlen wir uns doch wieder blutjung😅

    Da wir die Hälfte unseres Hausrats bei den Reisefreunden vergessen haben, geht es von Passau aus nochmals zurück und dann noch ein bisschen Bayrischer Wald. Frau und Hund wandern🥾🐕 Mann fährt Velo🚴‍♂️

    Als Winterziel haben wir nun Spanien angepeilt, aber ganz gemütlich, das Knie braucht Ruhe...😝 (Anke)
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  • 5 Jahre unterwegs

    August 27, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 22 °C

    .. und ich schaffe es immer noch nicht, einen footprint zeitnah zu schreiben.. 😜🤔

    16'147km sind wir in diesem Reisejahr gefahren. Ein paar Pleiten...Pech und Pannen waren auch wieder dabei, aber nichts Weltbewegendes, nichts Bedrohliches gehörte dazu. Unser Navi führt uns immer noch ab und zu in die engsten Strassen, hier im Osten auch gern über km-lange Kopfsteinpflasterstrrrrassen😝
    Immer noch reisen wir in der Überzeugung, dass die Menschen gut sind, immer noch finden wir die unterschiedlichen Lebensweisen und Mentalitäten bereichernd. Sogar mit "Kuschelcampern" sind wir schon in ein nettes Gespräch gekommen😅

    Zum ersten Mal kommt der Wunsch nach Sesshaftigkeit auf, nach regelmässiger Teilhabe an einem sozialen Leben. Danach, Freunden und Familie nicht zu sagen "bis nächstes Jahr", sondern einfach nur "Tschau, man sieht sich". Unser Wohnprojekt zieht sich hin, der Einzug in die im Bau befindliche Mehrgenerationen - Wohngenossenschaft hat sich ein weiteres Mal verschoben. Definitiver Bezugstermin ist nun Sommer 2026...Inshallah...😝

    Umso mehr freuen wir uns über die Begegnungen mit lieb gewonnenen Reisefreunden, die wir immer wieder unterwegs treffen oder daheim besuchen. Wir sind ja "Wohn - mobil" und haben unser Bett immer dabei😁
    Stellvertretend für alle hier ein paar Fotos der letzten Begegnungen.

    Mittlerweile sind wir bei
    "Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland" (Ein Birnbaum in seinem Garten stand...)
    Viele werden das Gedicht von Theodor Fontane sicher auch noch aus ihrer Kindheit kennen. Es gibt den Ort Ribbeck und den Birnbaum (mittlerweile in 2. Generation) tatsächlich. Und auch den im Gedicht beschriebenen Gutsherrn soll es hier gegeben haben. Man kann einen Rundgang durch das alte Dorf mit einem sehr schön renovierter Gutshof mit einer alten Brennerei und einem Schulhaus machen. Ein quasi ostdeutsches Bullerbü😅

    Wir wagen uns noch weiter in den Osten vor, unsere Planung reicht bis Dresden😂 Evtl durch Tschechien nach Bayern und dann Richtung Süden🧭
    Welcher Süden...?🤷‍♀️ Wir wissen es noch nicht. Wir freuen uns aber auf einen Winter in wärmeren Gefilden. Unser wahrscheinlich letztes Jahr in absoluter Freiheit sozusagen🤭 (Anke)
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  • Back to the roots

    August 25, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 21 °C

    Na immerhin zu meinen Wurzeln. Denn ich bin ja tatsächlich ein Ruhrpottkind. Mein Vater hat in meiner Kindheit noch als Elektriker auf einer Zeche gearbeitet, ich bin also quasi auf Steinkohle geboren😜

    Nun haben wir es endlich auch mal in den Landschaftspark Duisburg geschafft. Ein Paradies für "Lost Places-Fans". Obwohl hier alles gepflegt und instand gehalten wird, beeindruckt die Industriekulisse des Thyssen Hüttenwerks. Wegen der weltweiten Stahlkrise wurden Anfang der 80'er Jahre zwei Hochöfen stillgelegt, gleichzeitig aber in den Bau eines modernen neuen Hochofen investiert. Aber trotz aller Hoffnungen war am 04. April 1985 "Schicht im Schacht".
    Was tut man mit rostenden Stahlgiganten und einer 200 Hektar großen belasteten Industriebrache? Da der Abriss teurer geworden wäre als die Instandhaltung wurde ein grosses Projekt verfolgt, was nicht nur das mittlerweile unter Denkmalschutz stehende Hüttenwerk einschloss, sondern auch die Landschaft drumherum integrierte. Mehr unter: www.landschaftspark.de
    Die Besichtigung und Begehung der Anlagen ist übrigens gratis. Erstaunlich, wie mir ein Engländer sehr beeindruckt mitteilte. Den Hochofen Nummer 5 kann man 24h lang besteigen. Auf anschaulichen Tafeln wird einem dabei der Hochofenprozess erklärt, und von der Aussichtsplattform in 70m Höhe hat man einen fantastischen Blick über einen Teil des Ruhrgebiets...sagt man...sagt auch Beat... Ich hingegen kämpfte mit meiner Höhenangst und den Stahltreppen mit Durchblick. Etwa nach 2/3 habe ich mit Pudding in den Beinen aufgegeben. Wer bitteschön geht denn da wohl nachts rauf? Tatsächlich haben wir aber am Abend ein paar Taschen- oder Stirnlampenlichter gesehen🔦🕯

    1985 lebte ich bereits in der Schweiz und habe die Umnutzung gar nicht mitbekommen. Und da wir im Ruhrgebiet eigentlich immer "nur" meine Eltern besucht haben (an dieser Stelle wieder mal einen herzlichen Dank für den "all inclusive" Stellplatz vor der Türe😉), mussten wir von Freunden darauf aufmerksam gemacht werden...Schande über uns...🙈 Nach diesem fulminanten Start ist uns aber klar, dass wir die Industriekultur-Route des Ruhrgebiets sukzessive "abarbeiten" werden.

    Von Industriekultur zum Heide-Naturpark. Nahezu mittendrin finden wir einen Stellplatz und werden spontan von den Landfrauen Bispingen zu einer Lesung mittendrin eingeladen. Und zwar wirklich mittendrin, mit Klappstuhl in den Heidekräutern🤪 Ein ganz spezielles Sonnenuntergangserlebnis🌅 (Anke)
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  • Fiesta

    August 21, 2025 in Switzerland ⋅ 🌧 16 °C

    Prall gefüllte, intensive Tage mit Familie und Freunden liegen hinter uns. Der Höhepunkt war natürlich Beat's Geburtstagsfeier. Es stand ziemlich schnell fest, dass er seinen runden Geburtstag zusammen mit der Familie und den "alten" Freunden feiern wollte. Es brauchte einiges an Organisationstalent um von unterwegs alles zu organisieren, aber mit Hilfe unserer Söhne haben wir es geschafft und es wurde ein wunderschönes Fest - wir sind glücklich und fühlen uns privilegiert so treue Freunde zu haben. Von der Familie ganz zu schweigen. Alle nehmen sich spontan Zeit, wenn wir in der alten Heimat sind. Dafür an dieser Stelle nochmal herzlichen Dank❣️

    Jaaa...es gab auch lästige Termine. Allen voran wieder mal ein Besuch in der Wohnmobilwerkstatt. Unterwegs tropfte doch bei Starkregen immer wieder mal Wasser aus der Verkleidung des Panoramafensters auf uns. Nicht gut😝 Es wurde festgestellt, dass die Dichtungsmasse in den Fugen total porös ist. Tja, 5 Jahre in Sonne , Wind und Meeresnähe fordern ihren Tribut. Nicht nur beim Wohnmobil, auch bei uns. Mein Hautarzt hat prophylaktisch ein paar kleine Hautveränderungen im Gesicht "vereist". Am Tag vorm Geburtstagsfest🙈 Es bildet sich nämlich erst mal eine hässliche Kruste und Beat musste mehrfach beteuern, dass er mich wirklich nicht geschlagen hat🥴
    Mittlerweile ist meine Haut aber wieder sanft und rein wie ein Babypopo😅 (Anke)
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  • Quer durch

    July 23, 2025 in Switzerland ⋅ ⛅ 21 °C

    Es ist heiss🥵
    Wir nehmen es gemütlich und folgen ein gutes Stück dem Fluss "Lot". Hier waren wir vor laaanger Zeit als Familie mit dem Hausboot unterwegs und wir schwelgen in Erinnerungen😘
    Von Bouziers aus machen wir eine kleine Wanderung auf den alten, in den Fels gehauenen Treidelpfaden. Wir beobachten die Schleusenfahrt der Hausboote...und der Ausflugsboote mit Piratencharakter, von wo aus mit Wasserpistolen auf uns geschossen wird. Erst dachten wir, es wäre eine Schulklasse, aber beim Näherkommen sind wir überrascht. Erwachsene mit Piratenhut und Plastiksäbel sitzen im Boot😂
    Der Weg hierher war spektakulär. Schmale bis seehr schmale Strassen, die kleine Brücke bis 3.5t zugelassen. Wieder einmal sind wir froh, kein grosses Wohnmobil zu haben🤭
    Die grosse Wiese beim Parkplatz ist offiziell für Wohnmobile zugelassen und so stehen wir, fast allein, im Schatten direkt am Fluss. Als Schweizer sind wir immer wieder überrascht über den zwanglosen und selbstverständlichen Umgang anderer Länder mit den Wohnmobilen. Da hat die Schweiz noch grosses Potenzial😉
    Vom Lot geht's weiter an die Célé, wo wir einen kleinen feinen "Municipal-Campingplatz" finden. Mit aufgestautem Badebecken und Livemusik im gemütlichen Restaurant. Als einzige Ausländer kommen wir uns vor wie in den Anfangszeiten unserer Campingurlaube. Die französischen Chansons werden inbrünstig mitgesungen, Kinder rennen spielend und unbeaufsichtigt bis Mitternacht über den Platz🥰
    Über den "Canal du Rhône au Rhin" geht's dann "heimwärts" dem üblichen "Termin-Marathon" entgegen😜 (Anke)
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  • Ausgeruht

    July 14, 2025 in France ⋅ ☁️ 24 °C

    Vier Wochen am Meer 🌊

    Sonnentage🏖
    Markttage🍉🍒🍅
    Strandtage🏖
    Badetage🏊‍♂️

    ...die Wellen waren nicht so hoch, wie wir sie in Erinnerung hatten, aber das trügt im Alter vielleicht auch😜 (früher war mehr Lametta😉) Aber es reichte doch für ein paar ordentliche Nasen- und Ohrenspülungen🤣

    Bevor wir Richtung Schweiz aufbrechen gibt es einen letzten Sonnenuntergang mit "Fotosession" am Strand. So gegen 21.00/21.30 Uhr bewegt sich immer eine kleine Karawane zum Strand. Mit Wein und manchmal sogar Pizza sitzt man einträchtig nebeneinander und wartet auf das abendliche Spektakel. Eine coole Stimmung😍 (Anke)
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  • Sommerpause 🏖

    June 24, 2025 in France ⋅ ☀️ 27 °C

    Wir geniessen Sonne und Mee(h)r ✌️

    ...aber kann mir mal jemand sagen, warum der "blöde Köter" am Meer nass und sandpaniert auf meinem Strandtuch liegt...und am Wohnmobil IMMER direkt neben dem Teppich (extra für sie angeschafft) im Dreck liegt...?🤣Read more

  • Hasta la vista España 🇪🇸

    June 9, 2025 in France ⋅ ☀️ 25 °C

    Bienvenue la France 🇨🇵

    Eigentlich wollten wir ja noch nach Bilbao, aber alle Wohnmobilplätze waren heillos überfüllt. Mit Warteschlangen vor den Einfahrten🫣 Und da in mehreren Stadtteilen neue Umweltzonen gelten, wollten wir es nicht riskieren, einfach irgendwo einen Parkplatz zu suchen. So muss Bilbao halt warten🤷‍♀️ Man braucht ja auch noch Ziele für ein nächstes Mal😉

    Also ab ins Rioja Gebiet. In Haro übernachten wir ziemlich hässlich, aber etwa 200m vom Platz ist ein Park mit eingezäunter Hundewiese und wir sind ruckzuck im netten Städtli, das sich die heimliche Hauptstadt des Rioja nennt. Hier ist schon am Mittag viel los. Wir schieben uns durch die Gassen und geniessen Tapas und Wein...Tapas y Vino...mmmhh😋
    Zwischendurch etwas wandern und dann im dasselbe in Logroño. Erst die "Pflicht" (Sightseeing) und dann die "Kür" (Tapasyvino😋).

    Nach Elciego wollte ich wegen der speziellen Architektur der Bodega Marques de Riscal. Entworfen von Frank Gehry und hochgelobt. Aber wie schon oft, bei hochgepriesenen Sehenswürdigkeiten waren wir doch etwas enttäuscht. Mag sein, dass es am wolkenverhangenen Wetter lag, oder dass man nicht näher ran kam (Ruhetag😏) Für uns sah es eher nach Vorstadtslum aus...🤷‍♀️

    Vorbei an Pamplona und Pilgerorten wie Roncesvalles (haben wir schon vor 3 Jahren besucht) fahren wir über die Passtrasse Richtung Frankreich. Kurz vor der Grenze übernachten wir etwas versteckt auf der Passhöhe. Nebel zieht auf und es wird nochmal empfindlich kühl. Ich dachte, das hätten wir hinter uns😝 So fällt uns der Abschied von Spanien nicht ganz so schwer...hasta pronto...🤗

    In Frankreich bleiben wir in Saint-Jean-Pied-de-Port "hängen". Von hier starten die meisten Pilger und es herrscht eine spezielle Stimmung. Am nächsten Morgen sehen wir Kleinbusse für Gepäck- und Personentransport bis zur Passhöhe, den aber nur wenige in Anspruch nehmen. Diese "erste" Etappe hat es wohl in sich. Hut ab vor der Leistung der Pilger.

    Wir überlegen, etwas kleiner...ookaay, etwas viel kleiner...😅 eine 3-Tageswanderung an der Küste zu machen. Recherchieren Busfahrpläne und Unterkünfte und dann...wird es 30 Grad🥵 So wird aus der 3-Tageswanderung eine 3-Stundenwanderung von Anglet nach Biarritz😉

    Nach einem Abstecher zum See von Léon, dem Ort vieler Sommerurlaube mit unseren kleinen Kindern und meinen Eltern, entscheiden wir uns dann spontan für Strandtage und suchen einen Campingplatz unter Pinienbäumen😁 (Anke)
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  • Quer durch

    May 31, 2025 in Spain ⋅ ☁️ 17 °C

    In Lugo begeben wir uns noch auf eines der letzten Abenteuer in Europa: Den Coiffeurbesuch! Wer je versucht hat mit Google Translater einen guten Haarschnitt zu bekommen weiss, wovon ich rede🤣

    Frisch geföhnt fahren wir auf kleinen, in unserem Strassenatlas grün, also als besonders aussichtsreich eingezeichneten Strassen weiter durchs Hinterland. Wir haben ja keine Eile. Und wie so oft entdecken wir die tollsten Orte, die noch nicht so überlaufen sind. Hier scheint nämlich langsam die Hauptreisezeit zu beginnen und wir treffen erstaunlich viele Schweizer🇨🇭

    Als erstes geht es nach Las Medulas in der Nähe von Ponferrada. Was wie ein Naturphänomen aussieht, sind aber in der Tat alte Goldminen, die vor etwa 2.000 Jahren von den Römern betrieben wurden. Jetzt im Frühling sieht das mit den vielen Maronibäumen fantastisch aus. Wir wandern...nein, nicht den Panoramarundweg wie alle andern...sondern schweisstreibend bergauf🥵 Dafür werden wir mit unglaublichen Aussichten belohnt.

    Weiter geht's durch gefühlt sämtliche Natur- und Biosphärenreservate Nordspaniens bis zu den Picos de Europa. Wir fahren nie lang und haben so immer noch Zeit für mehr oder weniger ausgedehnte Wanderungen. Hier sind wir wieder "muusbeiallei" unterwegs. Tummeln sich wohl alle auf den Touristenrouten😜

    Unterwegs haben wir traumhaftes Wetter, die Sonne und das frische Frühlingsgrün setzten die Stauseen so richtig in Szene. Je näher wir den Picos kommen, desto wolkenverhangener wird es. Auf einem Stellplatz in Potes werden wir dann von der Touristenwirklichkeit eingeholt. Ein sehr schönes Dorf, dass aber tagsüber von Reisebussen überschwemmt wird. Entsprechend gross ist die Souvenirshop- und Restaurantdichte😉

    Nun lockt uns aber wieder das Meer und wir richten uns ein paar Tage auf einem Campingplatz in der Nähe von Bilbao ein und... waschen. Eigentlich immer unsere erste Tat auf Campingplätzen😜 All die Wäsche, die ich nicht im Waschsalon tumblern möchte, hat sich angesammelt. Mit unseren Wäscheleinen könnten wir wieder Waschmittelwerbung machen🤣

    Hier treffen wir ein CH Paar, das vom Rheintal aus den Jakobsweg läuft. Von Saint-Jean-Pied-de-Port aus sind sie auf den camino norte ausgewichen. Der camino franchese, den auch Hape Kerkeling gemacht hat, war wohl extrem überlaufen. Sie haben ein Zelt dabei und sind somit zum Glück nicht auf die vollen Herbergen angewiesen. Sie haben "nur" etwa 2 Monate gebraucht bis hierher, für uns eine Meisterleistung💪 Wir verbringen den Abend mit spannenden "Sonnenuntergangsgesprächen". War cool, euch kennengelernt zu haben🤗

    Am nächsten Tag plaudern wir mit einem CH Paar aus ZH und stellen auf einmal fest, dass er der Bruder von unserem Freund ist. Wir haben schon viel voneinander gehört, kannten uns aber nicht. Wie gross ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns hier treffen. Sachen gibt's🤔

    Für uns geht es frisch rasiert (Beat😉) und geduscht und mit einem Schrank voll wohlduftender Wäsche ins Rioja Gebiet. Wir wollen doch mal schaun wo unser Lieblingswein herkommt 😘 (Anke)
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  • Galicien

    May 20, 2025 in Spain ⋅ ☁️ 12 °C

    ...empfängt uns mit offenen Armen - und einem (endlich!) stabilen Hochdruckgebiet😍

    Die "zerfranste" Küste ist ein Traum, man könnte locker ein paar Wochen oder gar Monate an dieser Küste verbringen. Vor etwa 3.5 Jahren waren wir schon mal hier. Damals war am Cabo Fisterra Nieselregen und Nebel angesagt, sodass wir es ausliessen. Aber dieses Mal...besser geht nicht...🫶 Wie fast überall in Galicien dürfen wir auch hier in erster Reihe stehen. Die Wohnmobilschwemme ist hier noch nicht so gross und es werden an vielen Stränden sogar extra Möglichkeiten für Wohnmobile geschaffen. Wir wähnen uns im 7. Wohnmobilhimmel🤩

    Oberhalb der kleinen Kirche am Cabo de Muxia steht ein grosser Granitblock mit einem Riss in der Mitte. Ein Mahnmal zur Erinnerung an das Tankerunglück der Prestige am 13. November 2002, direkt hier an der Costa de la Muerte. 77.000 Tonnen Schweröl - hochgiftiger, klebriger Überrest von der Erdölherstellung - verseuchen 3'000 Küstenkilometer. 250'000 Seevögel verenden, unzählige Familien stehen vor dem Ruin. An der galicischen Küste leben viele Familien vom Fischfang, der Muschelzucht, dem Sammeln der berühmten Entenmuscheln und nicht zuletzt von der Arbeit in den zahlreichen Fischfabriken. Wir haben natürlich davon gehört, darüber gelesen. Aber wenn man hier an diesem Punkt, dieser wunderbaren Küste steht, wird einem das Ausmass der Katastrophe noch bewusster😟

    Mit der ältesten galicischen Stadt "Lugo" beschliessen wir unsere Galicien-Rundreise. Schade, dass wir uns nicht wie geplant mit unserer Freundin, die ihre Wurzeln und sicher auch ein Stück ihres Herzens hier in Galicien hat, treffen konnten.
    Mari Carmen tu pais natal es preciosa💓 (Anke)
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  • Lebenszeichen

    May 6, 2025 in Spain ⋅ ☀️ 18 °C

    Jaaa...ich bin etwas schreibfaul...🥱

    Am Wetter kann es nicht liegen...
    Das ist nach einer SommerSonnenWoche mit unseren Söhnen nämlich wieder gewohnt Aprilmässig. Lasst euch nicht von den Bildern täuschen, die werden in den regenfreien Stunden gemacht😆
    Es wäre also Zeit genug gewesen, aber so ein Wetter macht ja auch irgendwie faul...

    Wir fahren von Lissabon Richtung Porto. Mal mit mehr, mal mit weniger Regen. In Porto treffen wir für ein paar Tage meine Freundin und erleben mit ihr den flächendeckenden Stromausfall. Das war schon spooky. Vor allem, weil auch das Internet ausfiel. Ein paar wenige Informationen hatte unser englischer Nachbar, der ganz am Anfang (als wir noch dachten es wäre ein Problem des Campingplatzes😜) noch ins Internet kam.
    Wir hatten zu fünft ein Restaurant reserviert...aaaaber...kein Strom = keine Herdplatte...kein Licht...keine Kasse...noch nicht mal einen Kaffee... Also entscheiden wir, in unserem Womo zu kochen (der Gasversorgung sei Dank) und wollen noch rasch was einkaufen. Aaaber...kein Strom = kein Licht...keine Kühlung...keine Kasse...keine Schiebetür... Uns wird bewusst, was da alles dran hängt🫣 Wir plündern also unsere Wohnmobil-Vorräte und werden satt. So gegen 22.00 Uhr gehen dann nach 10 Stunden die Lichter wieder an und in den umliegenden Häusern auch die Fernseher😉 Das wird von allen rundherum frenetisch bejubelt🥳

    Zum Glück hatten wir mit unserer Freundin auch Sommerwetter und nehmen nach ihrem Abflug wieder den Aprilregen auf uns😖 Wir verwerfen unseren Plan, dem Duoro entlang zu fahren, weil das bei Nieselregen und Nebel keinen Sinn macht und fahren mal grob Richtung Ourense, dort soll es heisse Thermalquellen haben🤪
    Und wie so oft bei "planloser" Fahrt entdecken wir die schönsten Strecken und Orte. In Soajo parken wir direkt neben einer Ansammlung von 24 gut erhaltenen Kornspeichern aus dem 18. Jahrhundert, in denen die Dorfgemeinschaft früher ihre Ernte, vor allem Mais aufbewahrte. Wanderungen führen uns durch das alte verwinkelte Dorf, vorbei an moosbedeckten alten Steinmauern (wen wundert's😂) und vielen Bächen, in denen auch schon mal die Wanderwege verschwinden.

    Weiter geht es nach "Os Baños", ein kleiner Ort mit öffentlichen Thermalbecken, nun bereits auf spanischer Seite. Die Becken sind da, die Spanier auch. Es ist Wochenende und die Menschen sitzen Schulter an Schulter in dem heissen Wasser. Irgendwas läuft mit unserer Planung falsch😆

    Dafür stossen wir per Zufall auf einen wirklich coolen Lost Place. "A Escusalla", ein Herrschaftshaus, das der ansässige Abt etwa 1730 für sich hat bauen lassen. Der "Zehnte" der umliegenden Dorfbewohner hat wohl ganz entscheidend zu seinem Reichtum beigetragen. Die Bauarbeiter ermordete er anschliessend um sie nicht bezahlen zu müssen. Ob die Geschichte so stimmt🤷‍♀️ Aber es macht die Besichtigung noch ein kleines bisschen unheimlicher. Zumal wir hier wieder allein unterwegs sind😱

    Ourense lassen wir schlussendlich rechts liegen und fahren nach Pontevedra. Bereits vor 26 Jahren wurden die Autos aus dem Stadtzentrum verbannt, was eine Besichtigung natürlich ausserordentlich attraktiv macht. Für uns ist dieser Pilgerort auch "das Tor" zu Galicien. (Anke)
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  • Comporta

    April 4, 2025 in Portugal ⋅ 🌬 16 °C

    Die Menschen leb(t)en vom Fischfang, vom Reis- und Weinanbau; in jüngerer Geschichte zunehmend vom Tourismus, seit gigantische Ländereien, die zuvor im Privatbesitz einer portugiesischen Bankiers-Familie waren, verkauft und in Bauland umgewandelt wurden.
    Seitdem ist Comporta weltweit auf dem Radar. Angezogen von der Abgeschiedenheit am Atlantik und der wilden Natur kamen erst Künstler und Kreative, Surfer und Stilsichere. Mittlerweile kommen immer mehr Makler und Baufirmen. Die für die Region typischen traditionellen Cabanas mit Strohdächern, in denen Fischer und Farmer lebten, sind heute begehrte Sommerhäuser im „rustic chic look“. In den Pinienhainen und Dünenlandschaften werden mehr und mehr Baufelder abgesteckt; auch wenn die Bauverordnungen im Naturschutzgebiet angeblich streng sind. Neue Beachhäuser, Privatclubs und luxuriöse "Eco-Resorts" sollen hier entstehen; hochklassig, hochpreisig und – so die Versprechen auf den Schildern – auch nachhaltig und architektonisch spannend. Moderner Minimalismus hinter hohen Mauern.
    „Die Immobilienpreise haben sich in den letzten drei Jahren mehr als verdreifacht“, sagt eine Maklerin, die mit Anfragen aus aller Welt überhäuft wird. (Auszug aus dem Internet "reisereporter.de")

    Wir sind hin- und hergerissen. Der Stellplatz, ein hässlicher aber zweckmäßiger Schotterplatz. Nah an dem nun "hippen" Dorfteil mit überteuerten Boutiquen und Restaurants🤑 Ein sehr schöner Spazierweg durch Reisfelder und auf Holzbohlen zum menschenleeren Strand. Eine längere Wanderung zu dem allseits gepriesenen kleinen Hafen auf Stelzen, der idyllisch an der Flussmündung liegt. Wie lange die Idylle wohl noch so bleibt? Eine breite Strasse ist im Bau, wo vorher ein Feldweg war. Die alten Stege sind teilweise neu gemacht und auch an den alten Fischerhäuschen wird gewerkelt, einige sind bereits in Kioske umgewandelt. Der "Socialmedia-Hype" wird wohl in absehbarer Zeit vorbei sein, weil die Authentizität unweigerlich verloren geht. Aber...schlussendlich sind ja auch wir über das Internet auf diese Region aufmerksam geworden😏 (Anke)
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  • Ein Stück vom Glück

    April 3, 2025 in Portugal ⋅ 🌬 17 °C

    ...des Fisherman-Trails oder der "Rota Vicentina", wie es hier heisst 👣

    Die 🌞 hat uns wieder gefunden
    und wir wandern... Den Fisherman's Trail rauf und runter. Immer einen Abschnitt bis etwa zur Hälfte und wieder zurück zum Womo.

    Dann die spontane Idee doch noch ein paar Tage zusammenhängend zu wandern. Vom Ort würde uns ein Bus zum Ausgangspunkt 3 Etappen weiter bringen. Schnell bei der Campingplatz-Reception nachfragen, ob die Abfahrtszeiten aus dem Internet stimmen und...Wir werden an das erste Café im Ort verwiesen, dort könne man auch die Billette kaufen...Im Café werden die Abfahrtszeiten bestätigt, auch Billette können wir haben, aber der Hund...ob der mit darf...? Wir werden zur Touri-Info weitergeleitet... Mmmh...Hund...das komme wahrscheinlich auf den Busfahrer an, aber wir sollen doch im Café neben der Bushaltestelle fragen...🤔 Hier meinen sie "Nein"...Aber wir sollen doch besser noch den Busfahrer fragen...🥳
    Wir schlendern also durchs Dorf zum Strand, bis gemäss Internet und Café-Auskunft (Fahrpläne gibt's hier nämlich nicht😆) der nächste Bus kommt. Der Busfahrer spricht selbstverständlich nur portugiesisch und zeigt mit seinen Händen etwas missmutig aber ganz unmissverständlich eine Box, was google translater dann auch bestätigt.
    ...und unser Traum einer Mehrtageswanderung löst sich in Luft auf... Immerhin in warme, sonnige Luft...😅
    Zurück am Camping recherchieren wir und überlegen, ob wir uns ein sündhaft teures Taxi leisten sollen💰 Checken aber noch die Übernachtungsmöglichkeiten im internet... und siehe da...überall Hundeverbot...🫤 Das müsste man also alles wohl von längerer Hand vorbereiten...🤷‍♀️

    Kommt also Plan B zum Zuge:
    Auf den letzten zwei Etappen läuft nun Einer mit Hund die Tagestour und wird am Ende vom Andern mit dem Wohnmobil empfangen😊 Am nächsten Tag umgekehrt, nur der "arme" Hund muss immer laufen😉 Aber Nona geniesst es sichtlich und pendelt sich relativ schnell in einen Laufrhytmus ohne Eskapaden im wohlriechenden Umfeld ein. Wir sind wohl die einzigen mit Hund (wen wundert's bei diesen miserablen Voraussetzungen😏) und ernten somit viele "Jööh's" und "Wow's" 😅 (Anke)
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  • Rägä tröpfli es rägnät uf mis köpfli

    March 23, 2025 in Portugal ⋅ 🌬 14 °C

    Seit etwa drei Wochen verspricht der Wetterbericht, in 3-4 Tagen erreicht uns ein Hoch. Pustekuchen. Starkregen, dazwischen vielleicht ein Hauch Sonne, dann polnischer Landregen, Nieselregen,  Regen mit Starkböen... 

    Als 'mein Ort' könnte man im Wetterbericht auch Usbekistan eingeben, die Trefferquote wäre vermutlich dieselbe.

    Das hatten wir doch bereits letzten Sommer in Norwegen. Also gleiche Geschichte, nur andere Fotos.

    Ich klage natürlich auf hohem Niveau. Bis dahin war's ein guter Winter und auch jetzt können wir täglich unseren Spaziergang machen. Dabei werden wir immer mal kräftig durchgeschüttelt, abwechselungsweise nass, aber:
    1. Unser Womo hat den härtesten Dichtigkeitstest bestanden. 💪
    2. Nona ist bei geschätzter Windstärke von 100 kmh an der Küste nicht davongeflogen.

    Aber ab Montag soll's schön werden...🤪 (Beat)
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