December 2018
  • Day8

    Aged, it seems better to be a pet.....!

    December 21, 2018 in Turkey ⋅ ⛅ 6 °C

    Mit dreißig Minuten Verspätung startet Flug TK 1703 vom Atatürk International Airport nach Stuttgart. Die zweite Reise in die Metropole war inspirierend und brachte neben tollen Erlebnissen....., wieder einmal neue ( oder besser gesagt "alte-neue") Erkenntnisse - in der Schule des Lebens ist immer Unterricht!

    Da sind zum Ersten die "langjährigen, guten Freunde" aus Kaş, von denen einige in Istanbul leben - keiner davon, nahm sich einmal Zeit für ein kurzes Treffen auf einen Çay! Nicht, das ich diesbezüglich mit irgendeiner Erwartungshaltung an den Bosporus gereist wäre, oder gar vergessen hätte, das Urlaubszeit und Alltag die Menschen unterschiedlich zeigen, aber wer wäre ich bitte, hätte ich mich über ein Wiedersehen nicht gefreut!?

    Da gelebte Entscheidungen immer auf einem Fundament von Gründen stehen, werden wohl diesbezüglich einige Überlegungen meinerseits folgen! Vielleicht, daß muss ich mir eingestehen, habe ich einfach bei einigen "Freundschaften" etwas zuviel hinein interpretiert - Menschen sind für mich definitiv die seltsamsten Lebewesen auf diesem Planeten!

    Zur Untermauerung meiner Ansicht eine interessante Kurzgeschichte: In den Gassen der Basare Istanbuls, sind natürlich auch alte, bettelnde Menschen unterwegs. Gestern Abend konnte ich in dem Pide-Restaurant sitzend beobachten, wie eine betagte, offensichtlich obdachlose Frau nach einer kleinen Flasche Wasser und etwas zu Essen fragte und darauf hin rüde verscheucht wurde. Sicherlich wie blanker Hohn für die alte Frau, stehen doch zeitgleich in den Basargassen für die unzähligen, frei laufenden Katzen, gefühlt alle zehn Meter gefüllte Wasser- und Futternäpfe am Boden. Zudem werden reichlich Kisten mit Decken zur Verfügung gestellt, in denen sich die gut genährten Samtpfoten nach einer Mahlzeit zur Ruhe betten können.

    Fast erscheint der Eindruck, die Menschen wetteifern diesbezüglich untereinander und buhlen um die Gunst der "Straßentiger"! Wahrlich....., es gibt schlimmere Schicksale, als eine freilaufende Katze in Istanbul zu sein - offensichtlich!

    Jajaja, ich höre es schon laut und deutlich schallen, wie mir all die Katzenfreunde on Earth völlig empört über diesen Vergleich, die Worte "ist eben Tierliebe, Tierliebe....." entgegen rufen! Sehr schön, ganz toll - morgens die große Tierliebe, mittags Kalbsschnitzel und abends Wurstplatte.....passt alles ganz wunderbar!!

    Ich nenne es schlicht Prioritätenverschiebung und antworte ( nicht empört, sondern traurig ), daß unsere Wohlstandsgesellschaft diesbezüglich schon lange das gesunde Maß verloren hat und Tierliebe oft überhaupt keine ist, sondern meines Erachtens nach, höchstens eine selektive, rassenorientierte Form von Selbiger, oder noch viel eher das "Verliebt sein" in ein ganz bestimmtes, in "sein" Tier! Das Wort "Liebe" wird in diesem Kontext eh viel zu häufig in den Mund genommen - dazu eine Frage: "Was ist den anstelle von "Tierliebe" eigentlich mit gelebter "Nächstenliebe"?

    An all jene, die in diesem Zusammenhang ihr Gewissen mit einer für diese Jahreszeit so beliebten, anonymen Spende beruhigen ( die dann bei der Steuererklärung auch noch abgesetzt wird ), appelliere ich: "Interessiert euch stattdessen doch einmal, auch wenn dies deutlich "unbequemer" ist, für die älteren Menschen in eurem Umfeld. Ihr müsst nicht zwingend für beispielweise hungernde Kinder in Ostafrika spenden, wo eh nur ein lächerlicher Bruchteil des Geldes bei den Bedürftigen ankommt - genügend Rentner in eurer Nachbarschaft hungern auch und würden sich über Ansprache und soziale Wärme freuen"!

    Besonders eindrücklich hat mir das gestern Abend noch einmal "Erbek" der Schuhputzer verdeutlicht. Muss ein 79jähriger Mann wirklich im Winter nachts auf der Straße sitzen, um für "Klimpergeld" fremden Menschen die Schuhe zu reinigen? Mir hat dieser Anblick Tränen in die Augen getrieben und die halbe Nacht wach gehalten. Wo ist nur seine Familie, wo die Freunde, Verwandten oder Nachbarn des alten Mannes? Hätte "Erbek" große Kulleraugen, oder käme miauend mit einem weichen Fell daher, würde es ihm definitiv besser gehen - ob das dem alten Mann auch schon einmal in den Sinn kam?

    "Tierliebe" vs. "Nächstenliebe"! Ich werde mich zurück daheim, einfach zeitnah am Monatsende vor einen Discounter oder die "Bruchsaler Tafel" stellen und die Augen offen halten. Es wird sich zeigen, welchem alten Menschen ich da mit etwas Hilfe, dauerhaft auf seinem letzten Lebensabschnitt ein wenig zur Seite stehen kann! Nicht weil aktuell Weihnachten vor der Tür steht, sondern weil ich schon viel zu lange die Idee mit mir herum trage und diese entsozialisierte, prioritätenverschobene Gesellschaft nicht mehr ertrage!

    Mein Statement mag sich bestimmt für einige Leser etwas übertrieben wütend anhören - was soll ich sagen.....? Vielleicht lebt in mir der "Zorn des Gerechten", vielleicht sehe ich manche Dinge einfach nur klarer, vielleicht sollte ich beginnen, jedliches Handeln der Menschen grundsätzlich zu akzeptieren - ist doch sehr viel bequemer, oder?! Nein....., daß kommt überhaupt nicht in Frage!

    Pünktlich um 13.50 Uhr erfolgt der "Touchdown" in Stuttgart. Der letzte Flug dieses Jahres war ruhig und ich hatte mit einer ganzen Sitzreihe für mich wieder großes Glück. Übrigens....., heute gab's noch einmal leckeres Tavuk ( Hähnchen )! Wäre ich ein Anhänger des Zynismus, würde ich noch ergänzend hinzufügen: "Ich mag Tiere eben sehr"! Jedoch, ich sehe mich bei diesem Thema eher an der Seite des irischen Schriftstellers Oskar Wilde: "Ein Zyniker ist ein Mensch, der von jedem Ding den Preis, aber von keinem den Wert erkennt"!

    Nach einer Reise ist vor einer Reise :-)!
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day7

    Let myself drift one last time!

    December 20, 2018 in Turkey ⋅ ⛅ 4 °C

    Die Regenfront ist weitergezogen - am letzten Tag in Istanbul lasse ich mich vormittags noch einmal durch das Viertel "Kadıköy" in Richtung "Taksim Platz" treiben.

    In der verkehrsberuhigten, kilometerlangen Einkaufsstraße dorthin, reihen sich die seelenlosen Labels, welche weltweit die "Shoppingmeilen" beherrschen, aneinander - wer's mag! Ich nicht wirklich - die lebhaften Gassen der Basare reizen mich viel mehr, daher kehre ich nach ungefähr einen Kilometer wieder um und bummle zurück zum "Marmara Guesthouse".

    Gegen 17.00 Uhr wird's dann Zeit für einen letzten Abendspaziergang. Nach dem "Ägyptischen Basar", hat mich sogleich das Basarviertel "verschluckt" - mein Ziel für's bescheidene Dinner, ist ein letztes Mal die Pide-Bäckerei meines Vertrauens, "Mavi Haliç Pidecisi"!

    Jetzt gerade sitze ich wieder umgeben von UNESCO gelisteten Prachtbauten - in wenigen Minuten beginnt der abendliche "Wettstreit" der Muezzine. Danach noch ein kurzer Plausch mit "Erbek" dem Schuhputzer - es wartet eine neue Hörspielproduktion der "Schatzinsel" auf mich :-)!
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  • Day7

    Fastfood at the Bosphorus

    December 20, 2018 in Turkey ⋅ ⛅ 4 °C

    In der zweitgrößten Metropole Europas muss niemand verhungern! Gefühlt überall und zu jeder Tageszeit brodelt, köchelt und dampft es aus unzähligen Restaurants, kleinen Garküchen und mobilen Verkaufsständen.

    Müsste der "Nicht-Türkei-Reisende" typisches "Fastfood" für Istanbul benennen, würde ihm spontan sicherlich "Döner Kebab" als Erstes einfallen. Die in Deutschland äußerst beliebte Zwischenmahlzeit, ist jedoch in der Türkei nicht zwingend ( mit Ausnahme von touristisch stark frequentierten Gebieten ) Fastfood. Eher eine im Vergleich teure Mahlzeit, da beim Originaldöner qualitativ hochwertiges Lammfleisch verwendet wird und kein "Fleischrestemix" wie wir es in Deutschland kennen! Auch wird das Dönerfleisch in der Türkei überlicherweise nicht in ein Brötchen gezwängt, sondern auf einem Teller serviert!

    Unangefochtener Fastfood-Spitzenreiter ist definitiv der Simit - ein ( wenn frisch ) äußerst leckerer Sesamkringel, ohne den das öffentliche Leben am Bosporus zweifelsohne in Anarchie versinken würde! Sicherlich gehen jeden Tag allein in Istanbul Millionen ( für umgerechnet 0,30 € / Stk.) davon über die Ladentheken und mobilen Verkaufsstände, die wiederum gefühlt, alle 100 Meter auf Kundschaft warten. Ganz in der Nähe des "Ägyptischen Basars" hat man dem beliebten Kringel sogar eine Bronzeskulptur gewidmet - das sagt ja wohl alles!

    Fast genauso oft sind kleine Verkaufswägen zu sehen, an denen Maiskolben ( in Milchwasser gekocht oder vom Grill ) und geröstete Maronen erhältlich sind. Sehr beliebt sind auch süße Waffeln oder "Kumpir" - große Folienkartoffeln mit den unterschiedlichsten Dipps dazu! Frische Miesmuscheln mit etwas Zitronensaft und die ( vor allem an der Galata-Brücke ) angebotenen Fischbrötchen mit gegrillten Sardinenfilets, sind natürlich auch der Lage unmittelbar am Meer geschuldet.

    Gesunde Sachen sind tatsächlich auch zu bekommen! Die Locals zeigen große Begeisterung bei frischgeprässten Säften und so ist es nicht verwunderlich, daß überdurchschnittlich viele Fruchtpressen im Einsatz sind. Auch habe ich immer wieder Mal als gesunden Snack zwischendurch, bereits gepulte Granatapfel-Kerne entdeckt - sehr lecker und.....es erspart das mühsame Entkernen der Früchte, welches bedingt durch den stark färbenden Fruchtsaft, im günstigen Fall nackt unter der Dusche erledigt werden sollte!

    Zweifelsohne eine Kuriosität und sicherlich nicht Jedermanns Geschmack, ist Kokoreç! Gegrillte und gewürzte Lammdärme, werden zerhäckselt im "Baguette" mit Kräutern und Gemüse als Snack zwischendurch, oder auf einem Teller angerichtet, als Hauptmahlzeit verzehrt. Eine bei den Osmanen sehr beliebte Speise, die jedoch bis jetzt überhaupt nicht mein Interesse wecken konnte :-)!
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  • Day6

    The simplest things are most the best!

    December 19, 2018 in Turkey ⋅ 🌧 2 °C

    Die Mittagszeit bringt weiteren Regen und..... Appetit auf etwas Warmes!

    Wie gut, daß das winzige Restaurant von "Meşhur Üsküp" ganz in der Nähe vom "Großen Basar" liegt. Die Anzahl der angebotenen Speisen ist sehr, sehr übersichtlich, dennoch verdient der kleine gastronomische Betrieb, meiner Meinung nach allein aufgrund seines herzhaft gewürzten Eintopfs mit weißen Bohnen einen "Michelin Stern"! Ohne Übertreibung.....dieser ist mit Abstand das Schmackhafteste, was ich bis dato aus Hülsenfrüchten zubereitet verkosten durfte.

    Das Restaurant entdeckte ich bereits letztes Jahr rein zufällig, als mir beim Vorbeischlendern der riesige Tontopf mit dem appetitlichen Inhalt aufgefallen ist. Etwas Glück ist schon nötig, um bei Meşhur einen Sitzplatz zu bekommen! Im Untergeschoss befinden sich neben dem Küchenbereich gerade einmal drei Sitzplätze ( wenn ich selbst Platz nehme, maximal zwei ), im ersten Stock sind es nur wenige mehr.

    Ich muss schon seit etlichen Jahren immer wieder schmunzeln, welch unglaublich hohe Rechnungen viele Restaurantbesucher am Ende bezahlen und danach "wieder einmal" enttäuscht von ihrem Essen sind. Mit sehr wenigen Ausnahmen ( dazu gehört für mich das "Brunnenstüble" in Möglingen - Gruß an Alle und "Daumen hoch" für den leckeren Kartoffelsalat ), habe ich selbst aus genau diesem Grund, überhaupt kein Verlangen mehr "Essen zu gehen".

    Doch von Zeit zur Zeit, wenn auch sehr selten, sitze ich auf meinen Reisen vor einem Teller "Geschmackserlebnis" ( meist in einer winzigen Garküche, oder Vergleichbares ) und muss dann feststellen, daß es immer die ganz einfachen, bodenständigen Gerichte sind, die mir besonders gut schmecken und mich nachhaltig begeistern.

    Angenehmer Nebeneffekt dabei sind die oftmals winzigen Preise - der heutige Teller "Gourmet-Bohneneintopf" beispielsweise kostet umgerechnet 1,50 € :-)!

    Nach dem Essen zieht es mich noch nicht zurück ins Gästehaus. Auf dem Weg dorthin, befindet sich ein lohnenswertes Ausflugsziel, vor allem bei unfreundlichem Wetter - die "Cisterna Basilica"! Über eines der wichtigsten Sehenswürdigkeiten am Bosporus, hatte ich ja ebenfalls schon letztes Jahr ausführlich berichtet - ein Besuch lohnt definitiv, auch beim zweiten Mal!
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    Daniela W.

    Danke für das Lob. 😊😊 Brunnenstüble grüßt zurück 🍴🍗🍴🍺🍴🍷🍴 (Finde leider kein Bild für Rostbraten😆)

    2/17/19Reply
    D.O.T

    Gerne.....was wahr ist, darf man(n) immer sagen 😊😊😊!

    2/17/19Reply
     
  • Day6

    A city in the city!

    December 19, 2018 in Turkey ⋅ 🌧 3 °C

    Es ist kalt geworden! Seit gestern Abend bestimmt ein Sturmtief aus dem Westen kommend das Wetter. Die starken Winde lassen gerade etwas nach, der Regen leider nicht - eindeutig ein Tag für "Indoor-Aktivitäten"! Im Gästehaus zu bleiben, kommt aber definitiv nicht für mich in Frage, Kultur auf UNESCO-Welterbe Niveau war gestern - für heute soll es Shopping im "Großen Basar", bzw. in den unzähligen Gassen drum herum werden.

    Den überdachten "Kapalı Çarşı" selbst, kann man mit seinen rund 4000 Geschäften, getrost als kleine Stadt innerhalb Istanbuls bezeichnen - erst Recht, wenn dabei die unzähligen Geschäftsstraßen bis hinunter zum "Ägyptischen Basar" berücksichtigt werden. Da ich bereits letztes Jahr ausführlich über den "Großen Basar" berichtet habe, verzichte ich heute auf weitere Informationen darüber und möchte stattdessen über ein sehr kleines, ganz besonderes Geschäft innerhalb erzählen!

    Auf "Satre" bin ich 2015 durch die vierteilige Dokumentation-Reihe "Basare der Welt" in der ARD aufmerksam geworden. Der Inhaber Emrah Ertaş hat sich mit seinem kleinen Geschäft, das bereits seit dem Jahre 1861 familiengeführt direkt am Eingangstor Nr. 14 des überdachten Marktes liegt, einen sehr guten Namen gemacht. Das angebotene Sortiment besteht vor allem aus "Peştemals" ( traditionelle, türkische Hamamtücher ) und Decken.

    Während überall in Istanbul immer wieder die gleichen, endlos kopierten Tücher verramscht werden, entwirft der sicherlich 75 jährige die traditionellen Muster und Stoffe seiner Ware, einer uralten Familientradition folgend, selbst und lässt diese dann patentieren! Die Familie Ertaş ist durch ihre fundierten Kenntnisse bezüglich Stoffe und orientalisches Design, auch immer wieder als Ratgeber und Ausstatter für diverse TV- und Kinoproduktionen gefragt, wie beispielsweise für den Hollywood-Erfolg "Troja" mit Brad Pitt und Orlando Bloom!

    Was mir besonders gut gefällt wenn man das Geschäft betritt, ist die höfliche Distanz die ein Kunde dort erwarten darf. Ein freundlicher Gruß, aber ansonsten keine basarüblichen Ansprachen oder ständiges Nachfragen, ermöglichen dem Interessierten sich in aller Ruhe, auf Wunsch gerne mit einem Glas Çay in der Hand, umzuschauen!

    Natürlich habe auch ich mir wieder etwas Kleines gegönnt - eben einer dieser besonderen "Peştemals"! Auf meine Frage, welches seine liebsten Hamamtücher sind, zeigt der Chef des Hauses auf ein Hochregal neben der Eingangstür. "Nach meinen Kindern, mein bestes Produkt" scherzt Emrah - na, wenn das keine Empfehlung ist :-)! "Sie waren schon einmal bei mir?!" meint sich der sympathische Herr am Ende zu erinnern - "Ja, letztes Jahr um die gleiche Zeit" antworte ich und bekomme frohe Weihnachten gewünscht! "Und ich wünsche Ihnen weiterhin Gesundheit" bedanke ich mich. "Stimmt....., Sie haben Recht, daß ist das wichtigste überhaupt"!

    Wie das kleine Geschäft zielgerichtet zu finden ist? Keine Ahnung :-)....., sich einfach durch den "Kapalı Çarşı" treiben lassen und immer Mal wieder kurz nach oben schauen! Dort an der Decke des Basars hängen abundzu Wegweiser, auf denen auch die Eingangstore vermerkt sind. Irgendwann ist dann sicherlich einmal "Gate 14" zu lesen..... Inşhalla!
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  • Day5

    "As long as the world exists.....

    December 18, 2018 in Turkey ⋅ ⛅ 10 °C

    .....this mosque will stands too", versprach der selbstbewusste Architekt "Mimar Sinan" dem damaligen Sultan Süleyman, bei der offiziellen Übergabe des monumentalen Bauwerks im Jahre 1557.

    Nun, die Chancen das es vielleicht so kommt, stehen nicht schlecht - unter dem talentiertesten osmanischen Architekt aller Zeiten, sind einzigartige Bauten entstanden, die trotz mehrfacher Erdbeben, die letzten knapp 500 Jahre ohne nennenswerte Schäden überstanden haben.

    Blickt man von der Galata-Brücke auf die gewaltige "Süleymaniye-Moschee" mit ihren vier Minaretten, so scheint diese ganz nah. Aber, es kostet schon ein wenig Mühe von dort aus hinzugelangen, denn das UNESCO-Welterbe thront majestätisch auf einem der sieben Hügel Istanbuls - es geht "bergauf"! Das Innere des muslimischen Gebetshauses, besticht allein durch seine Räumlichkeit und der gewaltigen, fünfzig Meter hohen Hauptkuppel. Verglichen mit dem oft "protzigen" Interieur christlicher Kathedralen, wirkt alles sehr bescheiden.

    Etwas ganz besonders Kurioses ist jedoch zu entdecken, wenn man seinen Blick sehr aufmerksam auf die riesigen, hängenden "Beleuchtungskörper" richtet - nach exakt jeder vierten Lampe, kommt ein.....Straußenei! Diese dienen als biologische Insektenabwehr und werden in einer besonderen Gewürz-/Kräutermischung gekocht, so daß der dadurch entstehende Geruch, langfristig Spinnen vertreiben soll - outstanding :-)!

    Da sich der Himmel heute regnerisch grau zeigt, passend dazu die Außenaufnahmen in Schwarz-weiß!

    Im Übrigen sehe ich eine Besichtigung der "Süleymaniye-Moschee als wunderbare Alternative zur "Sultanahmet-Moschee". Von innen sind sich die Bauwerke sehr ähnlich, jedoch ist Erstere nicht ansatzweise so stark besucht!
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  • Day4

    My daily evening walk

    December 17, 2018 in Turkey ⋅ ⛅ 10 °C

    Gegen 18.00 Uhr wird es Zeit für den liebgewonnen Abendspaziergang.

    Dank der perfekten Lage meiner Unterkunft, sind es nur wenige Gehminuten bis zur Hagia Sophia. Der kolossale Prachtbau ist nachts wunderbar illuminiert und beeindruckt mich jedes Mal. Rechts um die ehemals größte Kirche des Christentums herum, geht es "bergab" in Richtung des Fährhafens von Eminönü - dort lässt sich Istanbul wirklich mit allen Sinnen erleben! Noch ein kurzer Besuch bei den unzähligen Anglern auf der belebten Galata-Brücke und manchmal auch auf ein "Balık-Ekmek" ( Fischbrötchen mit gegrillten Sardinenfilets ) darunter!

    Es wird Zeit, zurück in den Park zwischen der Hagia Sophia und der Sultanahmet-Moschee zu gehen - kurz nach 19.00 Uhr beginnen die Muezzine mit ihrem akustischen "Wettstreit" zum Aufruf für das Abendgebet. Meistens lausche ich den mittlerweile wohlbekannten Strophen, während ich inmitten des Parks auf einer Bank sitze und einen Çay trinke, den hier "fliegende" Verkäufer anbieten - was für eine großartige Kulisse für das täglich stattfindende, religiöse "Konzert"!

    Danach geht's zurück zum "Marmara Guesthouse" - der Weg führt bei "Erbek" dem Schuhputzer vorbei. Der 79jährige sitzt jeden Abend an der gleichen Stelle, reicht mir seine Hand zu Gruß und bietet mit einem freundlichen Lächeln seine Dienstleistung an. "Çok teşekkür ederim Abi, bugün değil - yarın..... Inşhalla" vertröste ich ihn.

    Wenige Meter und einige Treppenstufen später, komme ich am Meşala-Café vorbei, bleibe kurz stehen und schaue einige Minuten lang dem tanzenden Derwisch zu, der hier jeden Abend bei traditioneller Musik, beinahe schwebend so scheint es, seine unzähligen Kreise dreht. Es folgt ein kurzer Gang in den winzigen Supermarkt gleich daneben, um noch Getränke für die Nacht zu kaufen!

    In einiger Entfernung entdecke ich bereits den Rentner Ali, der mit seinem mobilen Obststand und einer Fruchtpresse, abends zum "Vitaminetanken" einlädt. "Bir tane Nar-Suyu lütfen" lautet meine übliche Bestellung. Noch ein kurzer Plausch über das Wohlbefinden ( uns beiden geht's gut, Allaha şükür.....Ali blickt dankbar nach ganz oben ) - der Granatapfel-Saft schmeckt prima! Meist betrete ich gegen 20.00 Uhr wieder "mein Zuhause".

    In zwei Stunden kann man einen Spielfilm im Fernsehen anschauen, oder alternativ das eben Geschilderte erleben :-)!
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  • Day3

    A morning in Istanbul.....with Jessi 2.0

    December 16, 2018 in Turkey ⋅ ☁️ 14 °C

    In Anlehnung an die fiktive "orientalische" Weihnachtsgeschichte "Ein Vormittag in Istanbul.....mit Jessi" vom Dezember letzten Jahres, nachfolgend die völlig frei erfundene ( aber durchaus realistische ) Fortsetzung - 2.0!

    Mein Blick aus den Fenstern des Frühstücksraums im Dachgeschoss unseres Gästehauses, verliert sich im grauen Himmel über dem Bosporus. Wir haben Glück, das Wetter zeigt sich auch am dritten Tag in Istanbul stabil - soll heißen: milde Temperaturen um die 14 Grad, kein Regen und sehr wenig Sonne. Trotzdem überhaupt kein Grund zu meckern finde ich - daheim fällt Schnee und es ist rund zehn Grad kälter.

    Der Plan des Tages sieht Shopping auf dem "Großen Basar" vor - Jessi befindet sich gefühlt seit gestern in vorfreudiger Stimmung und ist deshalb letzte Nacht "extra" sehr früh zu Bett gegangen. Apropos Doser....., langsam könnte sich die junge Dame einmal sehen lassen - es ist 9.30 Uhr! Ein Stockwerk tiefer klopfe ich leise an die Türe von Zimmer 302!

    "Doooser lebsch noch?" Keine Antwort! Also nochmal....."Doooooooser"! Geräusche....., die Türe öffnet sich! "Hab noch de Laafi gmacht" antwortet eine mir völlig unbekannte Person und hüpft "leichtfüßig" wie ein asiatischer Wasserbüffel zurück ins Bett! "Doooser", bisch du's"? "Hab' dich gar net erkannt mit der Frise"! Über meinen Witz muss ich allerdings alleine lachen - macht nix!

    Eine halbe Stunde später zeigt sich Jessi aufbruchsbereit - Freude schöner Götterfunke! Den Weg zum "Kapalı Çarşı", legen wir mit für diese Tageszeit überlicherweise sehr kurzen, sinnfreien Dialogen in wenigen Minuten zurück und erreichen überrascht, die völlig ausgestorbenen Straßen rund um das Shoppingparadies. "Tja....., hat heut' wohl zu der Basar" meine ich - "Ja Klasse.....ich krieg de Raff", lautet Jessis erster vollständiger Satz des Tages! "Jetzt chill dich Mal, ist doch net schlimm! Wir sind im Urlaub, dann gehen wir eben Morgen nochmal hierher" versuche ich zu trösten - wie sich fast jeder denken kann, bleibt es bei dem Versuch!

    Mir kommt eine Idee: Der "Ägyptische Basar" müsste geöffnet haben - also los! Und tatsächlich....., wenige Minuten später beginnen blaue Augen neben mir zu glänzen - Geschäfte sind geöffnet, Tochter ist zurück im Leben!

    Eine sogleich erspähte Handtasche ist das Objekt ihrer Begierde. Die Verhandlungen können erfahrungsgemäß dauern und deshalb entscheide ich mich kurzerhand, in der Zwischenzeit wenige Meter weiter, Oliven einzukaufen! Als ich erfolgreich von der "Jagd" zurück komme, haben sich die Preisverhandlungen nicht wirklich weiter entwickelt. Fairerweise muss gesagt werden, daß Jessi neben Beharrlichkeit durchaus Verhandlungstalent besitzt - heute anscheinend jedoch nicht! "Und wie läuft's mit der Tasche"? "Gar net" kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen - "Grieg glei der Raff" ( Raff 2.0 )!

    Als guter Vater sollte man sein Kind in einer solch verzweifelten Situation natürlich trösten und ablenken - auf den Trost verzichte ich heute jedoch! "Schau", starte ich mein Ablenkungsmanöver - "Gleich da vorne habe ich zufällig die "Rüstüm-Pascha-Moschee" entdeckt. "Soll toll sein, lass uns doch Mal kurz rein gehen" - was soll ich sagen..... Manöver fehlgeschlagen, Beigeisterung sieht anders aus! Jessi trottet mir mit verdrehten Augen hinterher! Der Eingang der kleinen Moschee liegt gut versteckt in den angrenzenden, verwinkelten Basarstraßen rechts vom Gewürzbasar und ist ohne Nachfragen bei den Eingeborenen kaum zu finden. Doch.....Allah'a büjük.....wir laufen direkt darauf zu! Aber nur um festzustellen, daß das 450 Jahre alte Gotteshaus zur Zeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen ist! Jessi reagiert darauf überraschend erwachsen: "Ich grieg de Raff" ( Raff 3.0 ), ist alles was ich rechts von mir höre!

    Soviel "Enttäuschungen" kurz hintereinander müssen natürlich erst einmal verarbeitet werden - ein kleiner "Pide-Bäcker" an dem wir zufällig vorbei laufen, soll's richten! Wir bestellen zwei gefüllte Teigtaschen und ein Glas Ayran für mich obendrauf - lecker!

    Eine Stunde später zurück im Gästehaus, ist es an der Zeit für einen kleinen Mittagssnack auf der Dachterrasse. Simit, Schafkäse, Tomaten und die heute gekauften Oliven. Als Jessi selbige entdeckt, geht der Vorhang auf für.....richtig....., Raff 4.0! Ich finde die großen Oliven besonders lecker - die junge Dame überhaupt nicht und verabschiedet sich deshalb brabbelnd, von wegen "haben da wohl nen unterschiedlichen Olivengeschmack" oder so ähnlich, zur Mittagsruhe!

    Und so sitze ich eben alleine beim mediterranen Lunch und verliere mich wieder im grauen Himmel über dem Bosporus. Manchmal läuft's nicht ganz so gut, aber halb so wild, morgen ist ja auch noch ein Tag 😅😅😅!
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    D. and D.

    😍😍😍😍😍😍😍😍 immer wieder erstaunlich wie gut du mich doch kennst 😂😂😂😂😘😘😘😘😘

    12/16/18Reply
    D. and D.

    Schlechte doser🙄🙄🙄

    12/16/18Reply
    D.O.T

    😍😍😍😎!

    12/16/18Reply
    D.O.T

    😧😧😧😞!

    12/16/18Reply
     
  • Day3

    Don't miss "Hafiz Mustafa"!

    December 16, 2018 in Turkey ⋅ ⛅ 14 °C

    Wer im hektischen Großstadtgetümmel Istanbuls einen stilvollen Ort der Ruhe sucht, der sollte unbedingt das Café / Patisserie von "Hafiz Mustafa" besuchen.

    Was "Dallmayr" ( wenn auch doppelt so lange ) in München, ist das im Jahre 1864 gegründete Traditionshaus am Bosporus. Direkt an der Metrolinie, nur einen Katzensprung von der Sultanahmet Moschee entfernt, betritt man als gefühlt Zeitreisender, eine andere Welt.

    Zurückversetzt in ein Ambiente längst vergangener Tage - allerdings ohne den Staub der Jahrhunderte - findet der Genußmensch hier im Stil alter Café-Häuser, einer Platz zum Verweilen und jede Menge Kalorien. Zuckerjunkies bekommen beim ersten Blick auf das riesige süße Sortiment große Augen und Schnappatmung - die sanfte traditionelle, türkische LaLa-Musik im Hintergrund, normalisiert den Puls aber wieder auf ein akzeptables Maß, so daß einer Bestellung beim orientalischen Zuckerbäcker nichts mehr im Wege steht.

    Für die zwei Kalorienbomben meiner Wahl und ein Glas Çay ( türkischer Schwarztee ) durfte ich am Ende überschaubare 5,50 € bezahlen - gut investierstes Geld! Für die gefutterten Kalorien jedoch, muß ich heute noch mindestens zehn Extrakilometer laufen ;-)!
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    Marilyn Lemke

    Schaut ja unfassbar gut aus😊da lässt es sich gemütlich verweilen 🤗

    12/16/18Reply
    D.O.T

    Stimmt wohl, aber besser nicht zu oft 😂😂😂!

    12/16/18Reply
    Susanne Stoof

    Schmeckiiii....oje,gewogen wird erst wieder im Juni 😜

    12/16/18Reply
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  • Day2

    On tour.....

    December 15, 2018 in Turkey ⋅ ⛅ 14 °C

    Part 2: Stroll through "Karaköy"

    Um die Mittagszeit besteige ich die nächste Fähre in den Stadtteil "Beşiktaş", um von dort aus ungefähr 6 Km zurück zum "Marmara Guesthouse" ( meiner Unterkunft ) zu laufen.

    Das was ich unterwegs von "Beşiktaş" sehe, begeistert mich nicht, aber schon bald zeigt sich in der Ferne der "Galata Tower" - im nächsten Stadtteil "Karaköy"! Hier hat es mir schon letztes Jahr gut gefallen. Das Viertel ist "hipp" und kreativ, hat viele ( auch außergewöhnliche ) Geschäfte, Künstler-Galerien und hübsche Cafés - durch "Karaköy" zu bummeln macht Spaß! Für das lebendige Treiben rund um den "Galata-Tower" sollte man unbedingt gutes, rutschfestes Schuhwerk anhaben - die steilen Kopfsteinpflaster-Straßen sind selbst bei trockener Witterung rutschig! Der 1500 Jahre alte Turm ist ein beliebtes Ausflugsziel der Großstädter und bietet einen tollen Blick über den Bosporus bis hin zur Altstadt "Sultanahmet" mit seinen weltbekannten Bauwerken - vorausgesetzt man(n) bringt genügend Geduld für's Anstehen mit.

    Über die "Galata-Brücke" ist das dritte Stadtviertel für heute erreicht - "Eminönü"! Am Ausgangspunkt für die Fähre heute morgen, wimmelt es nur so von Menschen - Stau auf den Gehwegen! Noch ein kurzer Besuch des Bahnhofs "Sirkeci" - der liegt direkt auf meinem Heimweg und weckt Erinnerungen an den historischen Bahnhof von Porto. "Orient-Express" Atmosphäre kommt auf, denn die alte Station war tatsächlich der Endbahnhof von Selbigem, beherbergt heute ein Restaurant und dient immer wieder als Filmkulisse ( z.B in der ARD-Krimireihe "Mordkommission Istanbul" )!
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