• Phoenix-on-Tour
nov. – dec. 2024

Japan

Vorfreude auf die Reise nach Japan erfüllt uns mit Begeisterung! Wir freuen uns auf die herzliche Gastfreundschaft und die kulturellen Schätze, die Japan zu bieten hat – ein unvergesslicher Urlaub erwartet uns! Meer informatie
  • Het begin van de reis
    16 november 2024

    Reise nach Japan

    16–17 nov. 2024, Zwitserland ⋅ ⛅ 2 °C

    Morgenerwachen mit Vorfreude
Der Tag beginnt früh um 5:30 Uhr mit einer Mischung aus Aufregung und Vorfreude. Die Reise nach Japan steht bevor, und die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Der Koffer ist gepackt, der Rucksack bereit - das Abenteuer kann beginnen.

    Die Reise von Zürich nach Tokio dauert etwa 13 Stunden. Mit einem Zeitunterschied von 8 Stunden wird der Tag auf 24 Stunden verlängert. Wir sind jedoch gut vorbereitet: Lycopodium complexe und Lactibiane Voyage unterstützen unseren Körper bei der Anpassung an die neue Zeitzone.

    Tokio wartet mit einer faszinierenden Mischung aus Tradition und Moderne - vom Kaiserpalast bis zum Tokyo Tower. Ein unvergessliches Abenteuer liegt vor mir!
    Meer informatie

  • Ankunft in Tokyo

    17–18 nov. 2024, Japan ⋅ ☁️ 21 °C

    Um 10:10 Uhr Ortszeit (02:00 Uhr in der Schweiz) sind wir endlich in Tokio gelandet! Nach einer kurzen, aber spannenden Zollkontrolle mit elektronischer Fingerabdruck- und Gesichtserkennung – bei der wir unser erstes Formular ausfüllen durften – ging es weiter zur Gepäckausgabe. Der Flughafen hat etwa die gleiche Größe wie Zürich, strahlt jedoch den Charme eines Krankenhauses aus: kühl und nüchtern.
    Unser Gepäck tauchte wie aus dem Nichts auf, und wir waren schon bereit für das nächste Formular, um durch den Zoll zu kommen. Überraschenderweise ging alles zügig vonstatten – und voilà, wir waren durch!
    Da das WLAN hier eine echte Katastrophe ist und mobile Daten unbezahlbar sind, hatten wir uns im Vorfeld entschieden, ein mobiles WLAN-Gerät zu mieten. Schließlich brauchen wir Google Maps und den Fahrplan, um uns in dieser aufregenden Stadt zurechtzufinden. Nach einigem Suchen fanden wir schließlich unseren Abholort in Terminal 3 – wie praktisch, wenn man am Terminal 1 angekommen ist! Also hieß es für uns: ab in den Bus nach Terminal 3!

    Mit dem Shuttlebus ging’s zum Terminal 3, um unser WLAN-Gerät abzuholen. Eine Sache von Sekunden, und schwups – war auch das erledigt! Noch schnell einen Pipigang auf die Toilette, bevor es in die Stadt geht.
    Erste Herausforderung: Die Toilette sieht aus wie ein Raumschiff-Cockpit mit gefühlten 10’000 Knöpfen – alles auf Japanisch! Wo zum Teufel drückt man, um zu spülen? Egal, ich drücke munter drauf los – Abenteuer Toilette, hier komme ich!
    Knopf eins: Plötzlich erklingt Musik – bin ich jetzt in einer Karaoke-Box? Knopf zwei: Ein seltsames Gurgeln, als würde ein kleiner Drache erwachen. Schnell weiter! Nächster Knopf: Eine Wasserdüse schießt hervor – Überraschung!
    Nach einem wilden Knopf-Roulette finde ich endlich den Spülknopf. Erleichterung macht sich breit – sowohl im übertragenen als auch im wörtlichen Sinne! Willkommen in Japan, wo selbst die Toiletten eine Heldenreise sind!

    Nach meinem Toiletten-Abenteuer kehre ich lachend zu Claudia zurück, die geduldig in der Halle wartet. Unser nächstes Ziel: Terminal 2, da Züge und Busse ab diesem Terminal fahren.
    Mit der Japan-App in der Hand starten wir unsere kleine Terminalsafari. Shuttlebus, here we come! Nach einer kurzen Busfahrt erreichen wir Terminal 2 und beschließen, den Zug zu nehmen. Der Bahnhof entpuppt sich als reinster Jahrmarkt der Verkehrsmittel! Überall blinkende Schilder, kreischende Werbeplakate und eine Menschenmenge, die aussieht, als hätte jemand einen Ameisenhaufen umgekippt. Ein Schweizer Ordnungsfanatiker wie ich steht hier völlig neben sich: Wo zum Teufel soll man hier nur den richtigen Zug finden?
    Claudia grinst nur – typisch Schweizer Gelassenheit in diesem japanischen Verkehrschaos!

    Wir beschließen, einfach nachzufragen! Man schickt uns zum nächsten Schalter, um die Suica-Karte zu besorgen. Also stürzen wir uns ins Getümmel zum nächsten Anbieter. Dort erklärt man uns in holprigem Englisch: “Card automat, hier nix kaufen,” und zeigt auf fünf rote Automaten.
    Na gut, Herausforderung angenommen! Wir kämpfen uns durch die englischen Menüs des Automaten, und nach einigem Hin und Her spuckt er endlich unsere Karte aus. Halleluja!
    Mit der Karte in der Hand finden wir den Bahnsteig und kämpfen uns durch die Schranken, die partout nicht aufgehen wollen (am Ende zwänge ich mich einfach durch). Mit der Rolltreppe geht’s abwärts, nur um zu erfahren, dass wir ohne Sitzplatzreservierung nicht weit kommen. Also wieder hoch ins Gewühl, beim Skyliner-Schalter anstehen, Ticket kaufen und erneut runter, dieses mal klappts auch mit der Schranke. Lol.
    Die Zugfahrt dauert eine halbe Stunde bis Nippori. Dort steigen wir um in den JY-Zug – nur um nach der ersten Station festzustellen, dass wir in die falsche Richtung fahren. Endlich, um 14:15 Uhr, erreichen wir Shinjuku Station. Nach einem langen Hin und Her finden wir den Ausgang aus der Metrostation und stehen mitten in Shinjuku… Abenteuer pur!

    Google sei Dank, navigiert uns durch das Straßenlabyrinth von Shinjuku zu unserem Hotel - oder besser gesagt, zu EINEM APA Hotel. Denn oh Wunder, es gibt hier mehr APA Hotels als Sushi-Restaurants!
    Der freundliche Rezeptionist schickt uns auf eine kleine Odyssee. Müde und zerzaust erreichen wir um 14:45 Uhr endlich unser Ziel. Die Lobby? Ein Tollhaus! Gäste wuseln durcheinander wie aufgescheuchte Hühner - hier warten etliche zum check ein, dort sucht jemand sein Gepäck, überall lagern Koffern; das es aussieht, als hätte ein Tornado es verteilt.
    Nach 30 Minuten Wartemarathon dürfen wir an einem Automaten einchecken. Geschafft! Unser Zimmer? Eine charmante Schuhschachtel mit Wohnmobil-Badezimmer-Charme. Das Badezimmer könnte glatt als Kulisse für einen Camping-Werbespot herhalten.
    Der Zeitunterschied von 8 Stunden macht uns zu Zombies. Einräumen? Fehlanzeige - kein Schrank weit und breit! Also ab nach Shinjuku, wo es blinkt, leuchtet und Musik erklimgt wie Weihnachten auf Steroiden.
    Ein Restaurant jagt das nächste. Wir stürzen uns ins erste Lokal, schlingen was runter und fallen um 19 Uhr ins Bett. 30 Stunden wach? Unmöglich! Ich schlafe durch bis 7 Uhr morgens.
    Neuer Tag, neues Abenteuer - Japan, here we come!
    Meer informatie

  • Tag 2 - Tokyo

    18–20 nov. 2024, Japan ⋅ ☀️ 14 °C

    Erfrischt und voller Tatendrang springen wir aus dem Bett, bereit für das Abenteuer namens Frühstück. Wir haben uns für das Hotelbuffet entschieden und lassen uns überraschen – schließlich ist der Morgen die beste Zeit für kulinarische Experimente! An der Rezeption herrscht bereits ein munteres Durcheinander, die Angestellten tanzen einen fröhlichen Schuhplattler um den Empfangstresen. Wir jedoch schlängeln uns elegant vorbei, auf direktem Weg ins Restaurant. Oder sollten wir sagen: in den Frühstücks-Schuhkarton?
    Der Raum ist so klein, dass man fast glaubt, er sei ein japanisches Origami-Kunstwerk. Einige Gäste haben es schon an die Tische geschafft – kein Wunder, es ist ja auch schon 9:30 Uhr, quasi mitten in der Nacht für Urlauber. Wir werden an einen Tisch im hinteren Bereich geführt, mit exklusivem Blick in die Küche. Ein Blick auf die Sauberkeit dort, lässt mich allerdings denken, dass ich meine Augen besser auf dem Teller lasse.
    Das Frühstücksangebot ist typisch japanisch: Misosuppe, weißer Reis, Sushi und Fisch. Doch siehe da, zwischen all dem entdecke ich tatsächlich Brot, Butter und Marmelade – ein kleines Wunder der westlichen Zivilisation! Wir stürzen uns darauf wie Entdecker auf neues Land. Das Croissant schmeckt zwar leicht nach Fisch – na ja, Augen zu und durch! Der Kaffee hingegen ist ein echter Genuss.
    Der Raum selbst ist eine Ode an den asiatischen Stil und duftet entsprechend exotisch. Ein Erlebnis für alle Sinne!

    Nach dem Frühstück, bei dem wir uns wie Eroberer des japanischen Frühstücksbuffets fühlen, machen wir uns auf zur Tokioter Entdeckungstour. Unser Plan: Hop on, Hop off - oder wie wir es nennen, “Zufallstouristik mit Stil”.
    Die Metro wird zum ersten Schlachtfeld unserer urbanen Expedition. Und seht her, Damen und Herren: Wir finden nicht nur den richtigen Eingang, nein, wir gleiten auch noch elegant durch die Schranken - ohne Bestechungsgelder oder akrobatische Einlagen! In der U-Bahn ergattert meine Wenigkeit sogar einen Sitzplatz. Applaus, stille Post!
    20 Minuten später landen wir am Bahnhof Tokio. Google wird zu unserem persönlichen Navigationsirrgarten und jagt uns quer durch die Stadt. Die Hop-on-Hop-off-Station? Ein Phantom! Nach einer Irrfahrt, die einem Krimi würdig wäre, fallen wir buchstäblich auf die Bushaltestelle. Juhuu gefunden!

    Okay, es ist nicht der rote Bus unserer Träume (wir wollten die rote Linie nehmen), sondern der blaue Bus der Realität - aber hey, Hauptsache, wir sind unterwegs! Google, du kannst uns mal!

    Die Bustour der schrägen Hoffnungen!
    Der Audioguide rattert los wie ein übermotivierter Geschichtenerzähler, während ich - gelinde gesagt - eine Mischung aus Verwirrung und Belustigung durchlebe. Seine Worte tanzen einen wilden Tanz zwischen Realität und Fantasie: Er spricht von einem historischen Gebäude links, während nur eine Wand oder ein Parkplatz zu sehen ist.
    “Damen und Herren”, denke ich bei mir, “das ist keine Stadttour, das ist pure Improvisation!”
    Als endlich das magische Wort “Tempel” fällt, tauschen Claudia und ich vielsagende Blicke aus. Beschluss gefasst: Wir steigen aus! Nicht weil wir den Tempel wirklich gesehen haben, sondern weil unsere touristische Neugier größer ist als unsere Verständnislosigkeit.
    Motto des Tages: Wo Verwirrung ist, ist auch Abenteuer! 🏯😂

    Etwas ratlos stehen wir in der Gegend herum und suchen verzweifelt den Tempel. Hinter dem Parkplatz erspähen wir ein kleines historisches Gebäude. “Der Takisan-ji Tempel?”, fragen wir uns ungläubig. “Das soll er sein? Echt jetzt?” Google muss es richten, also befragen wir unseren digitalen Orakel. Und siehe da, es gibt noch mehr zu entdecken!
    Wir machen uns auf den Weg und stolpern schließlich über den Zojo-ji Tempel. Dieser beeindruckende Ort diente während der Edo-Periode dem Tokugawa-Clan als Familientempel und liegt malerisch neben dem Tokyo Tower. Der Zojoji Tempel (増上寺, Zōjōji) diente während der Edo-Periode (1603-1868) dem Samurai-Clan der Tokugawa als Familientempel. Er ist vor allem für seine Grabanlagen und schönen Bauten bekannt und steht direkt neben dem berühmten Tokyo Tower und dem Shiba-Park. Zojoji wurde im Jahre 1393 in Hibiya (Tokio) gegründet und 1598 von Shogun Tokugawa Ieyasu an seine heutige Position gesetzt, dazu auserkoren, als Familientempel der Tokugawa zu fungieren. Insgesamt gehörten damals 48 Untertempel dazu. Zur Blütezeit lebten unglaubliche 3.000 Priester und Novizen auf dem Gelände. Schon von weitem sehen wir die Sentaiko sodate jizo bosatsu mit den roten Mützen, Lätzchen und Windrädern. Diese Mönchsfiguren stehen zum einen für das sichere Aufwachsen von Kindern. Zum anderen geleiten die auch Kinderseelen heil ins Jenseits.

    Wir betreten den Tempel und sind sowohl von der Geschichte als auch von der Architektur so beeindruckt, dass wir fast vergessen, zu atmen. Wir stehen da, als wären wir in einem Geschichtsbuch gelandet – nur dass wir die Kapitel nicht lesen können, weil wir zu sehr mit Staunen beschäftigt sind! Nach diesem kulturellen Hochgenuss schlendern wir in ein Café – schließlich haben wir uns eine Belohnung verdient!
    Dort gönnen wir uns einen Kaffee und ein Tiramisu à la Green Tea. Ja, richtig gehört! Auch wir sind baff, dass es so etwas gibt, und wollen das unbedingt ausprobieren. Und was soll ich sagen? Es ist ein wahrer Traum! Wer hätte gedacht, dass Matcha und Mascarpone so gut harmonieren können? Ein Hoch auf die kulinarische Kreativität Japans!

    Nach unserem kulinarischen Hochgenuss machen wir uns auf den Weg zurück zur Hop-on-Hop-off-Station. Japan ist ja bekannt für seine Pünktlichkeit, also sind auch wir pünktlich am Ort – schließlich wollen wir nicht als die Touristen in die Geschichtsbücher eingehen, die den Bus verpasst haben! Während wir warten, überlegen wir uns: Wenn dieser Bus bei diesem Verkehr pünktlich ist, verbeugen wir uns tief und nennen ihn den neuen Shogun der Straßen!
    Aber wie das so ist im Leben: Im Buch steht viel, in der realen Welt läuft es nicht immer so. Also stehen wir da und bestaunen die Hochhäuser um uns herum. Es ist bereits dunkel, aber trotzdem hell – die Bürolichter leuchten wie übermotivierte Discokugeln. Der Tokyo Tower strahlt in voller Pracht und sieht aus, als hätte er sich für einen Auftritt für die nächste Weihnachtsfeier herausgeputzt!

    Unser Bus kommt mit ein bisschen Verspätung um die Ecke angerast. Wir steigen ein und genießen die nächtliche Fahrt durch den Wald der Hochhäuser Tokio‘s. Bevor wir auf die Autobahn abbiegen, ertönt aus dem Lautsprecher: „Schnallen Sie sich an, es wird gefährlich! Halten Sie Ihre Wertsachen fest, damit sie nicht wegfliegen, und bleiben Sie sitzen.“
    Ich dachte mir: „Oh, jetzt verspüre ich plötzlich den Drang, eine Bollywood-Einlage im Bus vorzuführen!“ Claudia und ich schauen uns grinsend an – wenn das mal nicht nach einem Abenteuer klingt! Mit einem schelmischen Lächeln fügt sie hinzu:
    „Wenn das Toupet jetzt abhebt, ist das nicht nur ein Verlust für mich, sondern ein potenzieller Luftangriff auf die Passagiere hinter mir!“ Genau mein Humor.

    Zig Haltestellen später steigen wir aus und steuern auf einen süßen kleinen Laden zu. Was genau er verkauft, bleibt ein Rätsel, denn alles steht nur auf Japanisch – aber hübsch sieht’s aus! Claudia entscheidet sich für eine lustige Tasse, doch bevor sie zuschlagen kann, kommt die Verkäuferin wie ein Blitz angerannt und ruft: „No sale, no sale!“ Tja, das war’s dann mit der Tasse!
    Wir nehmen an, dass es hier wirklich nur um die Süßigkeiten geht. Also bezahlen wir für unsere Leckereien und verlassen den Laden. Ich meine, wer braucht schon eine Tasse, wenn man mit einem Sack voller Süßigkeiten nach Hause gehen kann, insbesondere wenn man nicht weiss ob es sich wirklich um Süsses handelt. Lol! Die Tasse, die nicht sein durfte: Ein dramatisches Ende!

    Wir haben Hunger und stolpern in ein kleines, gut besuchtes Lokal. Wer behauptet, Japaner seien leise und zurückhaltend, war wohl noch nie hier! Der Lärmpegel könnte mit einem Rockkonzert mithalten.

    Der Kellner führt uns zu einem Tisch und reicht uns eine Speisekarte, die aussieht wie ein Geheimcode. Ich frage nach einer englischen Version, und der junge Mann lächelt charmant: „Only Japanese!” Toll, ich fühle mich wie in einer kulinarischen Escape Room-Challenge!
    Dann zaubert er einen QR-Code hervor – mein digitaler Retter in der Not. Ich scanne ihn und plötzlich öffnet sich eine Bilderwelt mit japanischen Untertiteln. Claudia und ich spielen nun „Erraten Sie das Gericht” – Google Translate wird unser Teamkapitän!
    Nach einem wilden Übersetzungs-Abenteuer entscheide ich mich für gebratenen Camembert mit Schinken und Mango, Claudia für Spaghetti. Der zweite Gang? Süßkartoffeln mit Kürbis, Rosinen, Walnüssen und Sauerrahm – ein Gericht, das klingt, als hätte es einen Identitätswechsel hinter sich!
    Himmel, das schmeckt – wer hätte gedacht, dass Speisekarten-Roulette so lecker sein kann?!

    Die Heimfahrt läuft wie geschmiert, und wir fühlen uns schon am ersten Tag wie echte Verkehrsprofis – wer hätte das gedacht? Selbst hier in der Metro hat jeder sein Handy fest im Griff! Da sitzen sie, wie hypnotisierte Zombies, und starren in dieses kleine Kästchen. Es ist ein einheitliches Bild: Die ganze U-Bahn sieht aus wie eine große Versammlung von Smartphone-Verehrern.

    Als wir in unsere Straße einbiegen, trifft uns der Anblick wie ein Blitz: Tagsüber eine brave Einkaufsstraße, aber nachts verwandelt sich die Gegend in ein pulsierendes Spektakel.

    Überall stehen auffällig viele junge Männer herum, die Frauen im gleichen Alter ansprechen. Wir schauen uns an und sind fasziniert und verwirrt zugleich. Es ist Montagabend, aber es sieht aus, als hätte die gesamte Jungmannschaft von Shinjuku hierher gefunden. Es wuselt und flirtet, dass selbst Amor einen Herzinfarkt bekommen würde. Himmel, haben wir versehentlich den Eingang zu einer Reality-Dating-Show entdeckt? Wo sind wir hier nur gelandet? Ich hoffe, das ist nicht die nächste Staffel von „Der Bachelor: Nachts in Shinjuku“

    Später hab ich folgendes rausgefunden:
    Unser Bezirk Kabukicho ist der wilde Westen Tokios. In Kabukicho, dem berühmten Rotlichtviertel, wird es besonders spannend. Hier stehen überlebensgroße Plakate von Hostessen und Hosts, die versuchen, dich in ihre Clubs zu locken. Es ist wie ein riesiges Spiel von „Fang mich, wenn du kannst“ – nur dass die Preise für die Drinks oft den Preis für einen Flug nach Tokio übersteigen!

    Typisch für uns, ein Hotel hier zu buchen! Aber hey, wer nicht wagt, der kann auch gleich zu Hause bleiben und sich die Netflix-Serien anschauen! Schließlich ist das Leben zu kurz für langweilige Übernachtungen!
    Meer informatie

  • Tag 3 - Ruhetag

    19–22 nov. 2024, Japan ⋅ ☁️ 12 °C

    Heute haben wir uns entschieden, den Tag ganz gelassen anzugehen – ganz nach dem Motto: „Langsam ist das neue Schnell!“ Wir lassen die Decke noch ein wenig über uns liegen und machen uns dann auf den Weg zur Bäckerei um die Ecke, die uns mit ihrem verführerischen Duft von frischen Brötchen und süßen Teilchen schon beim Betreten in den Bann zieht.
    Die Auswahl dort ist wie ein Schlaraffenland für Feinschmecker! Nach einigem Überlegen entscheiden wir uns für eine der Leckereien, die so köstlich aussieht, dass sie fast um Hilfe schreit. Dazu bestellen wir einen Café au Lait – der perfekte Begleiter für unser Frühstücks-Abenteuer!
    Ich hatte eigentlich auf einen Cappuccino gehofft, aber das Schicksal hatte andere Pläne. „Cappuccino? Was ist das?“, schien die Bäckereifachkraft zu denken. Stattdessen bekomme ich… einen Cappuccino alias Café au Lait! Ein bisschen wie ein Geheimagent unter falscher Identität – der schmeckt zwar gut, aber ich kann nicht anders, als zu schmunzeln.
    So starten wir also in den Tag – mit einem köstlichen Frühstück und einem Lächeln über die kleinen Überraschungen des Lebens. Wer braucht schon einen perfekten Cappuccino, wenn man einen undercover Café au Lait haben kann?

    Nach dem köstlichen Frühstück machen sich zwei neugierige Entdecker auf den Weg zur Metro – zumindest war das unser Plan.
    Doch plötzlich bemerke ich, wie Claudia von einem charmanten Geschäfte angezogen wird. Ihre Augen beginnen zu leuchten, als hätte sie einen Schatz entdeckt. Ich lächle in mich hinein, denn ich weiss, dass es noch eine Weile dauern wird, bis wir unseren Weg fortsetzen werden. Eine Stunde später – und um einige Einkäufe reicher – steigen wir schließlich in die Metro ein.
    Ich bin stolz auf uns, denn wir haben uns schnell an die verwobenen Netze aus Straßen und Schienen gewöhnt. Mit jedem Tag werden wir geschickter darin, die Geheimnisse zu erkunden. Unsere nächste Station? Der majestätische Skytree Tower, ein Ort, der die kühnsten Träume übertrifft.

    Der Skytree Tower erstrahlt groß und majestätisch vor uns – wow, was für ein beeindruckender Koloss! „Schau dir diesen Giganten an!“, rufe ich begeistert und kann kaum den Blick abwenden. Wir stürzen uns die wenigen Treppen zum Einkaufszentrum hinauf, als wären wir auf einer Mission, das japanische Shopping-Paradies zu erobern.
    Kaum sind wir drin, werden wir von einem bunten Treiben empfangen: Menschen, die durch die Geschäfte flitzen, der verlockende Duft von frisch zubereitetem Sushi und das fröhliche Lachen von Kindern. Staunend durchqueren wir die Shopping-Malls, während wir versuchen, den Eingang zum Tower zu finden.
    Die Rolltreppe führt uns in den 4. Stock – und ich kann es kaum erwarten, die Aussicht zu genießen. „Hoffentlich gibt’s oben nicht nur Wolken, sondern auch ein paar leckere Snacks!“, grinse ich und mache mich bereit für das nächste Abenteuer!

    Da wir unsere Tickets bereits in der Tasche haben, dürfen wir vortreten – endlich geht’s los! Ich halte der Empfangsdame stolz den QR-Code unter die Nase. Das Scanner-Gerät pipst beim Einscannen, und ich fühle mich wie ein VIP. Doch dann schaut sie auf, seufzt tief und sagt: „Your ticket is not available today.“
    Ich blinzele überrascht. „Pardon me?“ frage ich, als wäre ich in einem schlechten Film. Sie schaut mich an, als hätte ich gerade einen Witz erzählt, den niemand versteht. „Your ticket is available tomorrow, not today.“
    Na bravo! Da haben wir zwei schlauen Hühner wohl etwas durcheinandergebracht. Ich schüttle den Kopf und kann mir ein Lachen nicht verkneifen. „Okay, dann kommen wir morgen halt wieder! Immerhin haben wir jetzt einen Grund, uns auf das nächste Abenteuer zu freuen!“
    Mit einem Kopfschütteln machen wir uns auf den Weg – vielleicht gibt es ja in der Nähe ein paar leckere Snacks zur Ablenkung!

    Da wir nun schon mal hier sind, beschließen wir, das Einkaufszentrum auf eigene Faust zu erkunden. Und wow, es ist riesig! Wir schlendern durch die endlosen Gänge und lassen uns von den bunten Schaufenstern und verlockenden Angeboten mitreißen. Doch bald geht uns die Luft aus – die Beine fühlen sich an wie Pudding.
    „Okay, Zeit für eine Essenspause!“, sage ich und schaue auf die Uhr. Es ist schon 17 Uhr, und wir haben bisher kaum etwas gegessen. Im 6. Stock entdecken wir unter hundert anderen Restaurants eines, das uns anspricht – ein kleines japanisches Juwel, das nach köstlichem Essen duftet.
    Wir setzen uns und genießen ein herrliches Abendessen, das unsere Geschmacksknospen zum Tanzen bringt. Nach dieser kulinarischen Explosion machen wir uns auf den Rückweg ins Hotel. Irgendwie sind wir beide doch etwas müde geworden – vielleicht liegt es an der ganzen Aufregung oder an den vielen Eindrücken im 8 stöckige, Einkaufszentrum!
    Im Hotel angekommen, schlüpfen wir in unsere gemütlichen Klamotten und genießen die Ruhe in unserem Mini-Zimmer. Bei einer Tasse Kaffee oder Tee und Lindorkugeln lassen wir den Tag entspannt ausklingen. „Das war ein lustiger Tag!“, sage ich mit einem Lächeln, während wir uns zurücklehnen und die Erlebnisse des Tages Revue passieren lassen.
    Meer informatie

  • Tag 4 - Skytree Tokio

    20–24 nov. 2024, Japan ⋅ 🌧 8 °C

    Und täglich grüßt das Murmeltier – oder besser gesagt, wir! Heute sind wir früher auf den Beinen als gestern, frisch angezogen und mit einer Energie, die selbst einen Energydrink wie einen müden Rentner aussehen lässt. Doch was sehen meine Augen? Die Bäckerei hat die Tore fest verschlossen und öffnet erst um 11 Uhr. Na toll, der Jackpot des Missgeschicks! Das Murmeltier hat ausgegrüsst!
    Also schlendern wir zur Metrostation – irgendwo muss es doch ein Café geben, das uns nicht verhungern lässt! Aber Pustekuchen! Die Japaner scheinen morgens nicht viel von Kaffee und Brot zu halten. Stattdessen gibt’s ihr typisches warmes Frühstück mit Reis und Miso-Suppe – so appetitlich wie ein Schuhputztuch zum Frühstück.
    Was bleibt uns also anderes übrig, als in das nächste Starbucks zu stürmen? Ich gönne mir einen schokoladigen Scone – einfach himmlisch wie ein Engel mit Zuckerwatte! Während Claudia sich für eine Waffel zum Kaffee entscheidet. Wenn schon kein Brot, dann wenigstens ein süßer Aufstand der Geschmacksknospen!

    Wir machen uns auf zum Skytree. Zum zweiten mal!
    Was macht man, wenn der Himmel über Tokio so grau ist wie ein alter Fernseher? Richtig, man macht sich auf zum Tokyo Skytree! Schließlich gibt es keinen besseren Ort, um die Wolken zu ignorieren, als in einem der höchsten Gebäude der Welt.
    Mit einem Regenschirm in der einen und einem Ticket in der anderen Hand, stürzen wir uns ins Adventure. Der Aufzug bringt uns in 60 Sek. in schwindelerregende Höhen – und ja, ich schwöre, ich habe das Gefühl, dass die Aufzüge schneller sind als mein Verstand beim Aufstehen am Morgen!

    Oben angekommen, bietet sich mir ein Blick, der selbst den Mount Fuji vor Neid erblassen lässt. Ich habe sogar überlegt, ob ich hier oben einen neuen Lebensstil als „Sky-Observer“ anfangen soll. Aber dann fiel mir ein, dass ich dafür auch eine bessere Frisur bräuchte – die Windböen sind nicht ohne! Quatsch, es ist alles verglast, und eher heiss statt kalt, somit bleibt meine Frisur wie sie ist.

    Trotz des trüben Wetters gibt es hier oben einige Highlights. Im 340. Stock gibt es einen kleinen verglasten Boden – perfekt für alle Mutigen und solche, die ihre Höhenangst testen wollen. Ich habe es gewagt und stand da wie ein Hase auf einem heißen Blechdach.

    Das Beste am Skytree? Im Restaurant auf der Plattform kannst du nicht nur schlemmen, sondern auch die Stadt aus der Vogelperspektive bewundern – vorausgesetzt, die Sonne spielt nicht Verstecken! Wir haben uns das „Sky-high Sushi“ verkniffen, denn die Aussicht war so grau, dass ich fast dachte, ich bin in einem alten Schwarz-Weiß-Film gefangen. Aber hey, wenn du schon mal oben bist, warum nicht gleich die Wolken abgrasen? Schließlich ist das der einzige Ort, wo du über den Wolken schwebst und dabei auch noch ein paar fluffige Wolken-Sushi zaubern kannst! Lass den grauen Himmel nicht dein Festmahl verderben – hier oben wird selbst das Wetter zur Beilage!

    Der Tokyo Skytree ist nicht nur ein Turm; er ist ein Erlebnis! Wenn du also das nächste Mal in Tokio bist und das Gefühl hast, dass dir die Decke auf den Kopf fällt, dann mach dich auf den Weg zum Skytree. Es ist der einzige Ort, an dem du hoch hinaus kannst und trotzdem mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Tatsachen bleibst – zumindest bis zur nächsten Welle von Touristen!

    Fazit: Ein Besuch auf dem Tokyo Skytree bei schlechtem Wetter ist wie ein Blind Date mit einer Wolke – nicht ganz das, was man sich erhofft hat, aber trotzdem voller Überraschungen und Lacher!

    Fakten und Daten zum Skytree

    Der Tokyo Skytree erhielt seinen Namen durch eine öffentliche Umfrage, die 2008 durchgeführt wurde. Der Name „Skytree“ wurde gewählt, weil er die Höhe und die Aussicht des Turms betont, während er gleichzeitig einen modernen und einprägsamen Klang hat. Die Höhe von 634 Metern wurde gewählt, um leicht zu merken zu sein; die Zahlen 6 (mu), 3 (sa) und 4 (shi) stehen für „Musashi“, einen historischen Namen für die Region, in der der Turm steht. Der Name spiegelt somit sowohl die geografische als auch die architektonische Bedeutung des Turms wider.

    Der Tokyo Skytree ist mit 634 Metern der höchste Fernsehturm der Welt und ein ikonisches Wahrzeichen in Tokio. Er wurde 2012 eröffnet und dient nicht nur als Rundfunkturm, sondern auch als beliebte Aussichtsplattform mit zwei Hauptdecks: dem Tembo Deck auf 350 Metern und der Tembo Galleria auf 450 Metern.
    Highlights des Skytree:

    Aussichtsplattformen: Das Tembo Deck bietet atemberaubende 360-Grad-Blicke auf Tokio, während die Tembo Galleria als „höchster Skywalk der Welt“ gilt und spiralförmig um den Turm führt.
    - Essen und Trinken: Im Restaurant Musashi Sky auf dem Tembo Deck kannst du französisch-japanische Küche genießen, aber Reservierungen sind erforderlich. Für Snacks und Getränke gibt es auch das Skytree Café.
    - Einkaufszentrum: Am Fuße des Skytree befindet sich das Tokyo Solamachi, ein großes Einkaufs- und Unterhaltungszentrum mit Geschäften, Restaurants und sogar einem Aquarium.
    Besondere Merkmale:
    - Der Turm ist so konstruiert, dass er starken Erdbeben standhält und kombiniert traditionelle japanische Architektur mit modernem Design.
    - Bei gutem Wetter kannst du bis zum Mount Fuji sehen, während bei schlechtem Wetter VR-Geräte zur Verfügung stehen, um die Aussicht zu simulieren.

    Der Skytree ist nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein Erlebnis für alle Sinne – ein Muss für jeden Tokio-Besucher!
    Meer informatie

  • Tag 5 - Kaiserpalast

    21–26 nov. 2024, Japan ⋅ ☁️ 10 °C

    Claudia und ich hatten einen Plan, der so präzise war wie eine japanische Bahnfahrplan-App:
    13 Uhr Starbucks, dann Kaiserpalast-Führung! Doch das Schicksal grinst schelmisch: Bis 11 Uhr liegen wir wie zwei eingewickelte Sushi-Rollen in unserem Bett. Plötzlich schießen wir hoch, als wären wir von einem unsichtbaren Wecker mit einem Kaffeekick gepackt worden, und machen uns in Windeseile bereit. Auf dem Weg zur Metro fühlen wir uns wie koffeinfreie Zombies auf einem Wagnistrip – taumelnd und orientierungslos, aber fest entschlossen, unser Ziel zu erreichen!

    Die Metrofahrt entwickelte sich zum Überlebenskampf. Ich schwöre, selbst die U-Bahn-Anzeigen hatten mehr Energie als wir! Kurz dachte ich ernsthaft darüber nach, einem ahnungslosen Fahrgast seinen Energydrink zu klauen.

    40 Minuten vor dem Termin landen wir im Starbucks – wie Schiffbrüchige auf einer Kaffee-Insel, gerettet von Joghurt und Bagel (kein bellender Begleiter, Ehrenwort!). Die Suche nach unserer Reisegruppe entwickelt sich zu einem spannenden Krimi, bei dem Sherlock Holmes vor Neid erblassen würde! Der Kaiserpalast entpuppt sich als Kinderspiel im Vergleich zu dieser Detektiv-Mission, oder auch nicht. Denn bis heute habe ich ihn noch nicht entdeckt.. Ich verbringe definitiv mehr Zeit mit der Gruppensuche als ein Kaffeetrinker mit seinem Lieblingsgetränk – und das will wirklich etwas heißen!

    Wir finden schließlich unsere Gruppe: einen Schweizer, ein deutsches Pärchen und zwei Russinnen. Claudia und ich sind die „Weisen“ unter ihnen! Wie ein Schiff, das in den Hafen einläuft, betreten wir den Eingang, wo unser Gepäck auf Herz und Nieren geprüft wird. Alle sind sauber – die Reise kann beginnen! Natsumi entfaltet die Geschichten von Shogun und Kaiser wie einen bunten Teppich, der uns in die Vergangenheit entführt.
    Wir durchstreifen Wärterhäuser, Waffenlager und Musikgebäude, während die Parkanlage uns mit offenen Armen empfängt. Doch wo zum Henker versteckt sich der Kaiserpalast?

    Ach, der Kaiserpalast – ein Ort so geheimnisvoll, dass selbst die Schatten dort einen eigenen Pass brauchen! Während das einfache Volk draußen bleibt, als wäre es in einem exklusiven Club ohne Eintritt, wird der Palast zum schimmernden Mythos. Wer braucht schon den Kaiser, wenn man stattdessen die majestätischen Bäume und Hecken bewundern kann?
    Wir müssen uns mit Geschichten über Shogune und Samurai begnügen, während der Kaiser selbst hinter Mauern versteckt ist, als würde er ein geheimes Leben als Superheld führen. Und während wir uns auf die Suche nach dem Kaiser machen, wird die Enttäuschung schnell zur Realität: Statt einer Teestunde mit dem Monarchen erwartet uns nur eine schicke Gartenlandschaft. Aber hey, vielleicht ist das Geheimnis des Palastes ja einfach, dass er uns lehrt, die Schönheit im Verborgenen zu schätzen, denn die atemberaubenden Abendstimmung über Tokio belohnt uns vollends.

    Fakten zum Kaiserpalast

    Der Kaiserpalast Tokio, bekannt als Kōkyo (皇居), ist die offizielle Residenz des japanischen Kaisers und liegt im Herzen der Hauptstadt. Er wurde auf dem Gelände der ehemaligen Burg Edo errichtet, die einst Sitz des Tokugawa-Shogunats war. Der Palast ist von einer beeindruckenden Mauer und einem breiten Wassergraben umgeben, was ihm eine majestätische Ausstrahlung verleiht.

    Geschichte und Architektur
    Nach der Meiji-Restauration 1868 wurde die Residenz von Kyoto nach Edo verlegt, das fortan Tokio genannt wurde. Der Kaiser machte die Burg zu seinem Sitz und benannte sie in Kōjō (Kaiserliche Burg) um. Im Laufe der Jahre wurde der Palast mehrfach beschädigt – durch Brände, Erdbeben und im Zweiten Weltkrieg. Der heutige Palastkomplex wurde 1968 in modernem Stil wieder aufgebaut und vereint traditionelle japanische Architektur mit westlichen Elementen.

    Der Palast und seine Gärten
    Das Gelände des Kaiserpalastes erstreckt sich über 110.000 Quadratmeter und umfasst mehrere Gebäude, darunter den Empfangssaal Chōwaden und die kaiserlichen Residenzen. Der östliche Teil des Geländes, bekannt als Higashi Gyoen (Ostgarten), ist für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet eine malerische Parklandschaft mit alten Befestigungsanlagen, Teichen und Kirschbäumen.

    Der Kitanomaru Park im Norden des Palastes ist ebenfalls ein beliebter Ort, besonders während der Kirschblüte im Frühling. Hier können Besucher Boote mieten und auf den von Kirschbäumen gesäumten Wassergräben fahren.

    Besuchsmöglichkeiten
    Der Zugang zum inneren Palastgelände ist für die Öffentlichkeit eingeschränkt. Führungen sind nur mit Voranmeldung möglich, wobei die Touren etwa 75 Minuten dauern und auf Englisch sowie Japanisch angeboten werden. An besonderen Tagen wie dem Geburtstag des Kaisers (23. Februar) oder Neujahr (2. Januar) öffnet der Palast seine Tore für Besucher ohne Voranmeldung.

    Fazit
    Der Kaiserpalast Tokio ist nicht nur ein bedeutendes historisches Wahrzeichen, sondern auch ein Ort der Ruhe inmitten der pulsierenden Metropole. Seine Gärten laden zum Verweilen ein und bieten einen faszinierenden Einblick in die kaiserliche Geschichte Japans. Ein Besuch hier ist ein Muss für jeden Reisenden, der die kulturelle Tiefe und Schönheit Japans erleben möchte.
    Meer informatie

  • Tag 6 - Shinkansen

    22–28 nov. 2024, Japan ⋅ ☀️ 17 °C

    Wir reisen weiter von Tokio nach Kyoto

    Die Ticket-Odyssee: Ein Abenteuer in der Automaten-Welt
    Stell dir vor: Wir haben die Tickets online gekauft – alles ganz modern und digital, wie es sich für die Technik-Nerds von heute gehört. Doch dann kommt die grosse Wende: Wir müssen die Tickets noch an einem Automaten ausdrucken! Das klingt ja zunächst so einfach wie das Zubereiten von Instant-Nudeln. Aber ohne den heiligen QR-Code? Das ist, als würde man versuchen, einen Kühlschrank ohne Strom zu öffnen! Wir stehen also vor dem Automaten, als wären wir auf einer Schatzsuche, nur dass der Schatz ein Stück Papier ist und der Automat unser fieser Widersacher. Eine Bestätigung ohne QR-Code ist wie ein Kuchen ohne Sahne – einfach nicht vollständig und wir brauchen diesen verflixten QR Code. Die App hilft uns auch nicht weiter.

    Die Ticket-Odyssee beginnt mit dem fehlenden QR-Code auf unserer Reservierung – als hätten wir den Schlüssel zu einem geheimen Clubhaus verloren. Ergo, wir fragen am Schalter nach. Wir stehen in der Schlange am falschen Schalter, anderer Anbieter, ergo nicht unser Problem (das erfahren wir erst nach 30 Min. anstehen), während die Uhr tickt wie bei einem Countdown in einem Actionfilm. Der Mann am Schalter schickt uns mithilfe von Googletranslater zum Automat, am anderen Ende des Bahnhofs. (Tokio wohlgemerkt, nicht Bern!) Also bewegen wir uns verzweifelt dahin. Doch die Flut an Automaten ist so überwältigend, dass ich mich fühle wie ein Schaf im Casino, das verzweifelt nach dem richtigen Slot sucht, während die Lichter blitzen und die Geräusche der Gewinnmaschinen mir ins Ohr flüstern: „Wähle weise, mein Freund!“.

    Die verzweifelte Suche nach dem richtigen Automaten fühlt sich an wie eine Episode von „Versteckte Kamera“, bei der wir die unfreiwilligen Hauptdarsteller sind. Jeder Automat, den wir finden, ist wie eine mysteriöse Sphinx, die uns mit Rätseln statt Tickets versorgt. Keiner spuckt unser Ticket aus! Hilfe am Automat gibts nur - ja wer ahnt es - in japanisch! Juhee…
    Bevor ich mich in Hulk verwandle, (Claudia bleibt erstaunlicherweise ruhig, oder tut einfach so als wäre das ein Kinderspielplatz für Erwachse) beschließe ich eine WhatsApp-Nachricht an den Anbieter zu senden – unser digitaler Flaschenpostversuch, uns aus diesem Labyrinth zu befreien. Es ist, als würden wir einen SOS-Ruf an einen unsichtbaren Retter senden, in der Hoffnung, dass er uns aus diesem digitalen Dschungel herausführt. Und siehe da, wenig später erhalten wir das Mail mit den Tickets UND dem QR Code zugeschickt. Halleluja! Himmel, ich fühle mich wie der erste Sonnenstrahl nach einem langen Winter, der die kalte Dunkelheit vertreib.

    Es ist ein Abenteuer voller unerwarteter Wendungen, wie eine Achterbahnfahrt ohne Sicherheitsbügel, und eine Lektion in Geduld und Improvisation – denn manchmal ist der Weg zum Ziel eben nicht nur steinig, sondern auch ziemlich unterhaltsam!

    Ich scanne den QR-Code, und wie durch einen Zauber entfalten sich die Tickets – eines auf Englisch, das andere auf Japanisch. Wir schauen uns an und lachen: Claudias Ticket spricht Japanisch, meines Englisch. Sie hat ihren Platz im Wagen 14, während ich meinem im Wagen 15 habe. Um 12:45 Uhr rollt der Shinkansen an, ein schickes Teil, das aussieht, als könnte es gleich einen Schönheitspreis gewinnen. Die Türen öffnen sich wie die Vorhänge eines Theaters, Menschen strömen heraus und die Türen gleiten wieder zu. Das Reinigungspersonal fegt mit Besen durch den Zug und dreht die Sitze in Fahrtrichtung – eine Art Sitz-Polonaise! Beeindruckend! Um 12:55 dürfen wir einsteigen. Claudia und ich trennen uns wie zwei Sterne am Himmel.

    Die Reise beginnt! Hui, was für ein Adrenalinkick, im schnellsten Zug der Welt zu sitzen! Der Shinkansen schnurrt pünktlich um 13.00 Uhr los und beschleunigt wie ein Rennwagen auf der Autobahn. Die Landschaft fliegt an mir vorbei, als wäre sie ein Film, der in Zeitraffer abgespielt wird.
    Die Fahrt von Tokio nach Kyoto ist ein unvergessliches Abenteuer – ein wahrer Ritt durch die japanische Seele! Während wir mit bis zu 320 km/h durch die Gegend sausen, kann ich durch die großen Fenster die malerischen Ausblicke genießen: von den glitzernden Wolkenkratzern Tokios bis hin zu sanften Hügeln und Reisfeldern, die im Wind wie Wellen tanzen. Es ist, als würde ich in einem lebendigen Gemälde reisen, das sich ständig verändert! Schneller als erwünscht treffen wir in Kyoto ein.

    Die Pünktlichkeit des Shinkansen ist legendär, und die Fahrt selbst fühlt sich eher wie Fliegen als Bahnfahren an. Insgesamt ist der Shinkansen eine hervorragende Wahl für Reisende, die Japan effizient erkunden möchten.
    Einfach; Das Lösen eines Tickets gleicht einem kleinen Adrenalinkick, bei dem Geduld und Gelassenheit die besten Begleiter sind. Es ist wie das Zubereiten eines feinen Gerichts: Man muss die Zutaten sorgfältig auswählen und sich Zeit nehmen, um das perfekte Ergebnis zu erzielen. In dieser hektischen Welt ist es manchmal notwendig, einen Schritt zurückzutreten und die Ruhe zu finden, um den richtigen Weg zu wählen.

    Fakten:
    Der Shinkansen, auch als Bullet Train bekannt, ist das Herzstück des japanischen Hochgeschwindigkeitsverkehrs und bietet eine unvergleichliche Reiseerfahrung. Seit seiner Einführung im Jahr 1964 hat sich das Netz auf über 2.900 Kilometer ausgeweitet und verbindet die meisten großen Städte Japans.

    Geschwindigkeit und Technologie
    Die Züge erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 320 km/h (200 mph) auf den Hauptstrecken, wobei Testfahrten sogar bis zu 603 km/h (375 mph) erreichten. Diese beeindruckenden Geschwindigkeiten werden durch fortschrittliche Technologien wie aerodynamisches Design und spezielle Gleise ermöglicht, die den Luftwiderstand minimieren und eine sichere Fahrt garantieren.

    Sicherheit und Pünktlichkeit
    Ein herausragendes Merkmal des Shinkansen ist die Sicherheit. Seit seiner Einführung gab es keine tödlichen Unfälle, was ihn zu einer der sichersten Reisemöglichkeiten der Welt macht. Die Züge sind mit einem speziellen Erdbebenwarnsystem ausgestattet, das sie bei seismischen Aktivitäten automatisch stoppt.
    Komfort und Annehmlichkeiten
    Die Züge bieten eine Vielzahl von Komfortoptionen, darunter Standard- und Green Class-Wagen (vergleichbar mit der ersten Klasse), sowie Bordverpflegung. Die Sitze sind ergonomisch gestaltet und bieten ausreichend Platz, sodass Passagiere während der Fahrt entspannen oder arbeiten können
    Meer informatie

  • Tag 7 - Nijojo Castle & Kinkaku Tempel

    23–30 nov. 2024, Japan ⋅ ☁️ 12 °C

    Wie Detektive, die einen Schatz direkt unter der Nase haben, steuern wir unser APA Hotel in Kyoto an. Während Tokio noch wie ein aufgescheuchter Ameisenhaufen wirkte, präsentiert sich Kyoto als sanfter Zen-Garten der Hotelkunst. Die Lobby empfängt uns wie ein wohltemperierter Teeraum - kein Lärm, kein Chaos, nur pure Eleganz!
    Unser Hotel findet uns schneller, als wir es finden können - ein Tanz der Präzision, bei dem unsere Füße keine Schmerzenssymphonie aufführen. Das Hotel ist wie ein kultivierter Bruder seines Tokioter Pendants: eine Spur aristokratischer, eine Nuance gelassener. Wo Tokio noch wild gestikulierte, flüstert Kyoto elegant - ein Meisterwerk der Gastfreundschaft, serviert mit der Ruhe eines Samurai!

    Unser Zimmer ist immer noch eine Schuhschachtel aber mit einem extra Zentimeter Platz – ein kleines Upgrade, das uns wie Könige fühlen lässt! Die Einrichtung ist ein Déjà-vu-Erlebnis, als hätte unser Zimmer in Tokio einen Klon geschickt. Man fühlt sich sofort wie zu Hause, als hätte man seinen Lieblingspulli angezogen.
    Das Bad hat immer noch den Charme eines Wohnmobils – kompakt und abenteuerlich. Der Raumgewinn von 1-2 Quadratmetern ist wie ein unerwarteter Bonus im Überraschungsei. Die Aussicht? Nun, sie bietet die faszinierende Sicht auf eine braune Hauswand mit einem vergitterten Fenster – perfekt für alle, die sich nach urbaner Kunst sehnen!

    Aber hey, wir sind schließlich nicht hier, um unsere Zeit im Zimmer zu verbringen – wir sind auf einer Entdeckungsreise! Das Zimmer ist nur unser Ausgangspunkt, der uns mit einem kleinen Schubs in die aufregende Welt von Kyoto katapultiert. Die Stadt wartet darauf, erkundet zu werden, und wir sind bereit, uns ins Abenteuer zu stürzen! Schließlich gibt es draußen viel mehr zu sehen als eine braune Hauswand – und das echte Leben pulsiert direkt vor der Tür!

    Nach einer erholsamen Nacht, die uns wie ein sanfter Kokon umhüllt hat, brechen wir auf zu Kaffee und Frühstück. Wir entdecken ein charmantes Café, das uns mit offenen Armen empfängt. Der erste Schluck Cappuccino ist wie ein Kuss der Sonne am Morgen, und dazu gönnen wir uns ein Stück Kuchen, das wie ein kleines Kunstwerk auf dem Teller thront.
    Brot? Hier kaum zu finden – das ist wie der verschwundene Schatz in einem Abenteuerfilm! Aber habe ich schon erwähnt, wie meisterhaft die Küche hier in Japan ist? Sowohl süße als auch salzige Köstlichkeiten sind einfach herausragend – sie tanzen förmlich auf der Zunge! Ich liebe es!

    Gestärkt wie ein frisch gebrühter Kaffee machen wir uns auf den Weg zum Nijo-jo Castle, als wären wir mutige Ritter auf einer Queste. Die Sonne strahlt uns an, während wir durch die Straßen mit dem Bus fahren.
    Das Schloss erwartet uns mit offenen Toren, bereit, seine Geheimnisse zu enthüllen. Wir sind gespannt, die Mauern zu erkunden, die einst Shogune schützten und Geschichten von Macht und Intrigen flüstern. Es ist, als würden wir in eine andere Zeit eintauchen – ein Abenteuer voller Samurai-Geist und kaiserlicher Eleganz! Wir ziehen unsere Schuhe aus und betreten den Tempel.

    Ein Besuch des Nijo-jo Castles ist wie der Eintritt in ein lebendiges Geschichtsbuch, das mit jeder Seite neue Überraschungen bereithält. Man schreitet durch die Tore und fühlt sich sofort wie ein Samurai auf der Suche nach Ruhm und Ehre – oder zumindest nach dem besten Platz für ein Selfie!
    Die Nachtigallenböden sind der heimliche Star der Show: Sie quietschen so laut, dass selbst ein Ninja, der sich anschleicht, sich verraten würde. Es ist, als würden die Böden ihre eigenen Geschichten erzählen – „Hier kommt der Shogun, und ich bin nicht leise!“

    Diese Böden sind das ultimative Alarmsystem: Ein Schritt und schon singen sie wie ein Chor von Vögeln, die den Shogun vor ungebetenen Gästen warnen. Man könnte meinen, die Böden hätten eine eigene Persönlichkeit, die sich über jeden Versuch lustig macht, unbemerkt zu bleiben. Und während die Leibwächter in ihren versteckten Ecken darauf warten, ihre Fähigkeiten zu zeigen, bleibt die Frage: Wer hat mehr Spaß – die Wächter oder die Böden?

    Wir tanzen einen akustischen Tango mit dem berühmten Nachtigallenboden - unsere Socken gleiten wie Eisläufer auf einer Konzertbühne, während wir verzweifelt versuchen, leiser als Mäuse zu sein. Doch die Illusion der Stille zerplatzt schneller als eine Seifenblase! Dutzende Touristen haben die gleiche brillante Idee, sodass der Boden ein symphonisches Konzert aufführt - mal quietschend wie eine überraschte Maus, mal krächzend wie ein alter Klavierstuhl.
    Unser heimlicher Plan, wie Ninja durch die Burg zu schleichen, verwandelt sich in eine kollektive Geräusch-Orgie. Jeder Schritt ist ein musikalischer Beweis unserer Anwesenheit - der Boden singt in Tonlagen, von denen selbst ein Chor nur träumen könnte. Willkommen im akustischen Abenteuerland Nijo-jo, wo Stille ein Fremdwort ist und jeder Tritt eine Konzerteinlage!

    Die Gärten sind so schön, dass man fast vergisst, dass man nicht in einem Märchenbuch gelandet ist. Man könnte meinen, die Kiefern haben sich extra für uns herausgeputzt! Und während wir durch die Anlage schlendern, wird klar: Hier gibt es mehr Geschichte als in einem ganzen Staffel einer Seifenoper – inklusive Intrigen, Machtspiele und jede Menge Drama!

    Und die drei Verteidigungsringe? Das ist wie ein übertriebenes Sicherheitssystem für einen VIP-Besuch. Man könnte fast meinen, dass der Shogun einen roten Teppich für seine Feinde ausrollt, nur um sie dann mit einem Wassergraben und einer Mauer zu begrüßen.
    Insgesamt ist die Nijo-jo Burg ein Ort, an dem man sich nicht nur vor Eindringlingen schützt, sondern auch eine gute Portion Humor im Sicherheitskonzept hat – denn wer sagt, dass Verteidigung nicht auch Spaß machen kann?

    Fakten:
    Die Burg Nijo-jo in Kyoto ist ein bedeutendes historisches Bauwerk, das 1603 von Tokugawa Ieyasu, dem ersten Shogun der Edo-Zeit, erbaut wurde. Sie diente als Residenz des Shoguns in Kyoto und ist heute ein UNESCO-Weltkulturerbe.

    Die Burg besteht aus zwei Hauptbereichen: dem Honmaru und dem Ninomaru, die von Wassergräben und Steinmauern umgeben sind.
    Der Ninomaru-Palast ist besonders bekannt für seine Nachtigallenböden, die beim Betreten quietschen und so als Sicherheitsmaßnahme gegen Eindringlinge dienten. Der Palast ist reich mit kunstvollen Gemälden und Schnitzereien verziert und diente als Residenz und Büro des Shoguns während seiner Besuche in Kyoto.

    Die Gärten der Burg, darunter der Ninomaru-Garten, bieten eine beeindruckende Landschaft mit Kirsch- und Pflaumenbäumen, die besonders während der Blütezeit im Frühling beliebt sind. Die Burg war Schauplatz wichtiger historischer Ereignisse, wie der Rückgabe der Macht an den Kaiser durch den letzten Tokugawa-Shogun im Jahr 1867.
    Meer informatie

  • Tag 7 - Kinkaku-ji Tempel

    23–30 nov. 2024, Japan ⋅ ☁️ 10 °C

    Nach dem sehenswerten Schloss fahren wir weiter zum Kinkaku-ji Tempel, als wären wir auf einer kulturellen Schnitzeljagd. Kaum steigen wir aus, merken wir: Wir sind nicht allein! Gemeinsam mit einer bunten Karawane internationaler Touristen pilgern wir zum goldenen Pavillon. Es ist fast so, als ob der Tempel ein Magnet wäre und wir alle kleine Metallspäne, die unwiderstehlich angezogen werden.

    Kaum angekommen, eilen wir wie eine Herde neugieriger Entdecker zur Toilette, die im Vergleich zu unserem Hightech-Erlebnis am Morgen eher an ein Relikt aus der Zeit des Tempels erinnert – charmant und historisch, aber definitiv nicht futuristisch. Mit erleichtertem Gemüt schlendern wir den Pfad entlang, der uns wie ein lebendiges Gemälde in die Welt des Kinkaku-ji entführt. Die Gärten sind so atemberaubend, ,dass sie uns glatt die Kinnlade herunterklappen lassen – ein wahres Fest für die Sinne! Der Anblick des goldenen Pavillons spiegelt sich majestätisch im Kyoko-chi-Teich wider und zieht uns in seinen Bann.

    Als wir schließlich beim Tempel ankommen, hören wir das kollektive Staunen und Bewundern der anderen Touristen. Es ist, als ob Kinkaku-ji einen Chor von Bewunderung dirigiert – jeder „Wow“ und „Oh“ ist eine Note in dieser symphonischen Ode an die Schönheit. Wir stimmen in den Chorgesang ein und schießen Fotos mit den anderen um die Wette. Die Landschaft ist in leuchtende Herbstfarben getaucht und bietet eine traumhafte Kulisse. Ich bin völlig begeistert und schwärme Claudia die Ohren voll über diesen magischen Ort.

    Wie ein wunderbarer Zufall begegnen wir Frauen in Kimonos, die durch die Straßen gleiten wie lebendige Gemälde, die gerade aus einem Kunstmuseum entflogen sind. Während ich das Rücken-Kissen (Obi-makura) als chaotisches Accessoire belächele – fast so, als hätte jemand einen Kissenbezug mit einem Kunstwerk verwechselt – schaut Claudia mich an, als hätte ich gerade die Mona Lisa mit einem Filzstift verunstaltet.
    Mit einem schelmischen Grinsen erklärt sie mich zur Kunstbanause, während sie von der raffinierten Kimono-Kunst schwärmt. Ich hingegen bin mehr der Fan von schlichten Modellen ohne das ganze Gedöns am Rücken. Es ist ein klassisches Duell: Claudia sieht die Pracht der Tradition, ich den Komfort der Bequemlichkeit – eine humorvolle Kollision zwischen Kunstliebhaberin und pragmatischem Genießer!

    Fakten:
    Kinkaku-ji, auch bekannt als der Goldene Pavillon, ist ein berühmter Zen-Buddhistischer Tempel in Kyoto, Japan. Hier sind einige wichtige Fakten über Kinkaku-ji:

    Geschichte
    - Gründung: Kinkaku-ji wurde 1397 als Rückzugsort für den Shogun Ashikaga Yoshimitsu erbaut und später nach seinem Tod 1408 in einen Zen-Tempel umgewandelt.
    - Wiederaufbau: Der Tempel wurde mehrfach zerstört, darunter 1950 durch einen Brand, der von einem unzufriedenen Mönch gelegt wurde. Der aktuelle Bau wurde 1955 wiederhergestellt und 1987 mit zusätzlichem Blattgold verziert.

    Architektur
    - Goldene Fassade: Die oberen beiden Stockwerke des Tempels sind mit Blattgold bedeckt, was ihn zu einem der ikonischsten Gebäude Japans macht.
    - Stil: Kinkaku-ji kombiniert verschiedene architektonische Stile, darunter Shinden-Stil (Heian-Zeit), Samurai-Stil (Buke-zukuri) und Zen-Stil.

    Umgebung
    - Gärten: Die Tempelanlage umfasst wunderschöne Gärten und einen Teich namens Kyoko-chi (Spiegelteich), der die goldene Reflexion des Pavillons einfängt.
    - ist ein UNESCO-Weltkulturerbe.
    Meer informatie

  • Tag 8 - Arashiyama

    24 nov.–1 dec. 2024, Japan ⋅ ☁️ 9 °C

    EIN SONNTAGSSPAZIERGANG AUF JAPANISCH

    Wir haben uns entschlossen, nach Arashiyama zu düsen, um den angeblich magischen Bambuswald zu erkunden.

    Nach unserem Billet-Fiasko im Bahnhof in Tokyo, das uns wie ein verwundeter Phönix zurückließ, beschließen wir, Kyotos Umgebung zu erobern. Unser Ziel ist der Bambuswald von Arashiyama - ein grünes Märchen, das wie ein sanfter Siren-Gesang unsere Reisesehnsucht lockt. Wir sind Entdecker auf einem Expedition ins Unbekannte, mit Abenteuerlust als Kompass und Neugier als Treibstoff.

    Der Bahnhof Kyoto ist ein lebendiger Organismus, ein Bienenstock voller menschlicher Energie.
    Wir dachten, der Bahnhof wäre eine Oase der Ruhe, doch stattdessen befinden wir uns im Auge eines Sturms wieder.

    Kyotos Bahnhof ist ein beeindruckendes Beispiel futuristischer Architektur. Mit seiner riesigen Glasfassade und dem stählernen Skelett wirkt er wie ein Raumschiff, das inmitten der traditionellen Stadt gelandet ist. Der Bau des Architekten Hiroshi Hara ist ein Monument der Moderne und steht im faszinierenden Kontrast zu Kyotos historischen Tempeln und Schreinen. Das Gebäude erstreckt sich über 15 Stockwerke und bietet unter einem Dach eine Vielzahl von Funktionen und Erlebnissen.

    Weltenbummler schwirren wie aufgescheuchte Kolibris, Geschäftsleute gleiten wie Schatten durch die Menge. Koffer von Fernwehgeplagten tanzen einen wilden Tanz, als würden sie eine chaotische Choreographie aufführen. Jeder Quadratmeter pulsiert wie das Herz einer schlaflosen Stadt. Es ist ein brodelnder Hexenkessel.
    Wie in einen Bienenstock surrt und summt es, während die Rolltreppen wie Fließbänder einer gigantischen Maschine arbeiten. Die Hauptkonkurrenzhalle, bekannt als “The Matrix”, beeindruckt mit ihrem offenen Dach und den gewaltigen Stahlträgern, die an das Gittermuster von Kyotos Straßennetz erinnern.

    Claudia und ich werfen uns einen entschlossenen Blick zu und rufen: „Auf in den Kampf!“ Ich steuere auf einen uniformierten Burschen zu und frage frech: „Excuse me, where can I buy a ticket? We want to go to Arashiyama!“ Dabei halte ich meine Suica-Karte hoch wie ein Siegesbanner.
    Der Uniformierte zeigt auf die Schranke und murmelt etwas von „240“, bevor er sich wieder anderen Reisehungrigen zuwendet. Bei vielen Japanern fühlt es sich an, als müsste ich zuerst einen Dechiffriercode knacken, um ihre Mischung aus Englisch und Japanisch zu verstehen. Alles klar, Schranke und 240 habe ich auf dem Schirm, also marschieren wir entschlossen zur Schranke. Was das 240 bedeutet, bleibt allerdings ein Rätsel, das wir noch nicht gelöst haben.

    Die Schranke und ich sind wie zwei Magneten mit gleicher Polarität – wir stoßen uns ab. Kaum lege ich meine Suica-Karte auf den Scanner, bricht ein Alarm los, der so laut ist, als hätte ich den Feueralarm ausgelöst. Der ganze Bahnhof weiß nun, dass mein Ticket so gültig ist wie ein Loch in einem Eimer. Rote Lichter blitzen auf wie Warnsignale auf hoher See. Natürlich, was hätte auch sonst passieren sollen? Soll ich jetzt die Schranke stürmen oder brav stehenbleiben?
    Da ich am Vorabend schon mit einem Schrankenwärter aneinandergeraten bin – als ich ohne Ticket einfach durchmarschierte, um ein Restaurant zu erreichen – bin ich diesmal vorsichtiger. Ein Schrankenwärter nähert sich und erklärt mir freundlich, aber bestimmt, dass die Suica-Karte hier nicht reicht; wir brauchen ein echtes Ticket. Während die Menschenmassen um mich herum wie ein unaufhaltsamer Fluss weiterströmen und mich ignorieren, bleibt uns nichts anderes übrig, als zurück zum Anfang zu gehen.

    Wo in diesem Labyrinth aus Gängen und Gleisen bekommt man ein Ticket? Kein Schalter in Sicht, also steuere ich auf die Informationsinsel zu, wie ein Schiff auf der Suche nach einem Leuchtturm. Die freundliche Dame dort weist mich darauf hin, dass wir unser Glück bei einem Automaten versuchen sollen. AUTOMAT! Dieses Wort verfolgt mich wie ein hartnäckiger Ohrwurm.
    Vor uns stehen sie in Reih und Glied: rote, blaue, grüne, gelbe und violette Maschinen, als wären sie ein Regenbogen aus Rätseln. Für uns soll der blaue Automat der Schlüssel zum Erfolg sein. Also reihen wir uns in die Schlange ein, die glücklicherweise so kurz ist wie ein Katzensprung.
    Nach wenigen Minuten sind wir an der Reihe. Ich tippe entschlossen auf Englisch, und die Maschine präsentiert mir eine Benutzeroberfläche in vertrauter Sprache. Wir wählen „Ticket kaufen“, doch das Ding lässt sich Zeit wie ein alter Computer beim Hochfahren. Schließlich fragt es nach der Zahlungsart. Suica-Karte? Ja, bitte!
    Dann erscheinen etwa 20 verschiedene Preise auf dem Bildschirm. Es ist wie ein Ratespiel: Ene mene muh – welcher Preis ist wohl der richtige? Während wir normalerweise mit Zielen arbeiten, läuft das hier über Zahlen. Ich erinnere mich an die mysteriöse 240 und tippe sie ein.
    Und schwups – das mechanische Monster spuckt zwei winzige Tickets aus, kaum größer als Briefmarken. Sie erinnern mich an die alten Kartonbillette von früher – nostalgisch und doch rätselhaft. Ob das nun korrekt war? Keine Ahnung! Aber solange wir durch die vermaledeite Schranke kommen, ist uns alles recht.
    Und siehe da: Die Schranke öffnet sich gnädig vor uns. Triumphierend schreiten wir hindurch und fühlen uns wie Helden nach einer erfolgreichen Quest. Mann, sind wir gut!

    Die erste Hürde ist genommen, aber nun stehen wir vor der nächsten Herausforderung in diesem verworrenen Labyrinth aus Gleisen und Gängen. Wir müssen den richtigen Weg finden, um den Zug zu erwischen, der uns zu unserem Ziel bringt. Claudia, die unerschrockene Pfadfinderin, hat während meines Duells mit der Schranke und dem Automaten bereits ihre Fühler ausgestreckt. Sie lotst uns durch das Gewirr aus Menschen und Schildern, als wäre sie ein erfahrener Kapitän auf stürmischer See.
    Auf und ab, querfeldein – mal hierhin, mal dorthin – zwischendurch wieder zurück, lol, laufen wir durch die Gänge des Labyrinths. Nach einer Weile lichtet sich der Nebel des Unbekannten, und wir finden den richtigen Weg zum Zug. Es fühlt sich an, als hätten wir den Minotaurus im Labyrinth besiegt und den Faden gefunden, der uns sicher ans Ziel führt.

    Die Zugfahrt selbst ist ein Erlebnis für sich. Während der Zug durch die malerische Landschaft gleitet, wechseln sich moderne Städte und traditionelle Dörfer ab. Heute ist offensichtlich Waschtag in der Nachbarschaft. Überall hängen frisch gewaschene Unterwäsche auf den Balkonen, als wären sie kleine Fahnen, die den Sieg über den Schmutz verkünden. Die bunten Teile flattern im Wind wie fröhliche Wimpel, die Geschichten von Sauberkeit und Frische erzählen.
    Die beeindruckenden Stromleitungen in Kyoto ziehen sich wie filigrane Spinnennetze durch die Stadt und verbinden die Häuser miteinander. Sie wirken, als hätte eine riesige Spinne ihr Meisterwerk aus Draht und Energie gewebt, das über den Dächern schwebt. Diese elektrischen Fäden scheinen das pulsierende Herz der Metropole zu sein, das die Lebensadern der Stadt mit Energie versorgt. So tragen sie zur einzigartigen Atmosphäre der japanischen Städte bei – eine Mischung aus Tradition und Moderne. Bei uns undenkbar!

    Die Vorfreude steigt mit jedem Kilometer, der uns näher an unser Ziel bringt. Die japanische Landschaft bietet eine beruhigende Kulisse, die perfekt zu unserer inneren Aufregung passt.

    Wir treffen am Bahnhof Arashiyama ein und folgen den japanischen Schildern wie einem geheimen Pfad, der uns in eine andere Welt führt und tun so, als würden wir jedes Wort verstehen. Hey, immerhin haben wir Godzilla den Automaten und King Kong die Schranke besiegt! Sind wir nicht grossartig…
    Google Maps sei Dank, wir wären ohne den Meister verloren, er ist unser heiliger Gral in diesem Land. Unser Retter in Not, unser Kompass und Lichtbringer. Auch wenn er uns zwischendurch in die Irre führt – es sei ihm verziehen, denn wer sonst würde uns so charmant zeigen, dass der Weg zum Ziel auch mal über die nächste Gelassenheits-Oase führen kann!

    Wir machen uns auf den Weg zum Bambuswald, und was als romantischer Spaziergang unter schattenspendenden Bambusstangen geplant war, wird schnell zur chaotischen Pilgerreise. Umgeben von gefühlten 10.000 anderen Entdeckern und Eroberer fühlt sich die Idylle an wie ein überfüllter Jahrmarkt, wo Romantik und Frieden wie eine alte Socke im Strudel der Menschen verschwinden. Die majestätischen Bambusrohre stehen da wie stumme Wächter, die uns an die vergängliche Schönheit des Augenblicks erinnern, während wir uns durch die Massen schieben – ein Abenteuer, das mehr nach Komödie als nach Poesie riecht!

    Nichtsdestotrotz ist die Umgebung mit den Tempeln einfach atemberaubend. Der Herbst entfaltet seine Farbenpracht wie ein Künstler, der mit leuchtenden Rot- und Goldtönen auf einer Leinwand zaubert. Trotz der Menschenmassen genießen wir unseren Spaziergang in vollen Zügen. Jeder Schritt durch das raschelnde Laub wird von der friedlichen Aura der Tempel begleitet, die wie stille Zeugen der Zeit wirken. Es ist, als ob die Natur und die Kultur in einem harmonischen Tanz vereint sind, und wir lassen uns von dieser magischen Atmosphäre mitreißen. Ein genussreicher Nachmittag, der uns zeigt, dass selbst im Trubel die Schönheit des Moments immer noch strahlt! Spaziergang auf Japanisch halt.
    Meer informatie

  • Vor der Verwandlung

    Tag 9 - In die Fußstapfen der Geishas

    25 nov.–4 dec. 2024, Japan ⋅ ☁️ 8 °C

    In Kyoto, wo die Zeit stillzustehen scheint und die Traditionen wie kostbare Schätze aufbewahrt werden, wagen wir das Unmögliche: ein Makeover zur Geisha! Wir stellen uns vor, durch die Straßen zu schweben, während unsere Kimonos im Wind flattern und wir alle mit unserem Charme verzaubern. Spoiler: Es stellt sich heraus, dass wir mehr wie überdimensionierte Schmetterlinge wirken, die in einem viel zu engen Kokon versuchen zu tanzen – oder wie eingerollte Sushi-Rollen, die sich nicht entscheiden können, ob sie serviert oder gegessen werden wollen!

    Als Claudia und ich uns in Kyoto entschließen, zur Geisha zu werden, ahnen wir noch nicht, welches epische Abenteuer uns erwartet. Der Tag beginnt mit einer herzlichen Begrüßung im Studio Shiki, wo wir uns sofort in die faszinierende Welt der Geishas entführen lassen.

    Zuerst ziehen wir uns bis auf die Unterwäsche um und legen einen dünnen weißen Kimono an – ein sogenanntes Unterhemd. Claudia und ich tauschen einen letzten Blick aus, bevor wir in getrennte Make-up-Kabinen geführt werden. Dort verliere ich sie aus den Augen, während die Maskenbildner mit dem ikonischen weißen Make-up beginnen. Es fühlt sich an, als stünde ich mitten in einem Puderzuckerregen – das Weiß ist so intensiv, dass ich fast im Dunkeln leuchte. Als die roten Lippen aufgetragen werden, fühle ich mich wie ein schüchterner Clown – elegant, aber irgendwie komisch. Die Augen werden rot bemalt und mit falschen Wimpern betont, sodass ich mich langsam vom Landmädchen in eine Geisha verwandle. „Ich sehe aus wie eine Mischung aus Porzellanpuppe und Manga-Figur!“, denke ich bei mir. Dennoch, während die Pinsel über mein Gesicht gleiten, fühle ich mich wie ein zartes Origami-Kunstwerk, das gerade entfaltet wird – bereit, die Welt mit seiner Schönheit zu überraschen.

    Die Perücke wird mir aufgesetzt, und ich kann nicht anders, als fasziniert zuzusehen, wie die Verwandlung in vollem Gange ist. Bis jetzt hat nur mein Gesicht den großen Auftritt hingelegt, aber jetzt übernehmen die Haare das Zepter – und ich muss sagen, sie sind bereit für die Oscar-Verleihung! Mit ihrem geflochtenen Meisterwerk aus tiefschwarzen Haaren könnte sie selbst Van Gogh neidisch machen – ich meine, wenn der gute alte Vincent nicht schon mit seinen Sonnenblumen beschäftigt wäre. Wenn Haare Kunst sind, dann bin ich jetzt ein lebendiges Picasso-Gemälde – asymmetrisch und voller Überraschungen!

    Nach und nach verschwinde ich nicht mehr einfach als Virginie in der Menge; ich werde zur Geisha des Abendlandes, der neuesten Sensation im Haar-Hochglanz-Magazin. Es ist, als würde ich in einen glamourösen Kokon schlüpfen, der mich in eine elegante Schmetterlingsversion meiner selbst verwandelt. „Schau her, ich bin nicht mehr nur ein einfaches Mädchen – ich bin jetzt ein lebendiges Kunstwerk mit einer Frisur, die mehr Volumen hat als meine gesamte Persönlichkeit an einem schlechten Tag!“
    Mit jedem neuen Strang, der auf meinen Kopf gesetzt wird, fühle ich mich mehr wie eine Hauptdarstellerin in einem übertriebenen Drama – und nicht wie ein Mensch, der gerade versucht, seine Schlüssel zu finden. Ich frage mich ernsthaft, ob ich gleich einen Vertrag mit einer Haarpflegemarke unterschreiben sollte. Schließlich bin ich jetzt nicht nur Virginie; ich bin die Geisha mit dem Haar, das selbst Rapunzel vor Neid erblassen lassen würde!

    Dann geht’s ab zur Auswahl des Kimonos – ein wahres Farbenfeuerwerk! Rote, blaue, grüne und schwarze Kimonos prangen vor mir wie ein Regenbogen, der beschlossen hat, sich für eine Modenschau zu verkleiden. Beim wühlen stoße ich wieder auf Claudia, die ich erst beim zweiten Hinsehen erkenne. UPS…

    Ich wähle einen traumhaft schönen schwarz-roten Kimono mit goldenen Akzenten, dem es an Eleganz nicht fehlt, sodass ich fast befürchte, gleich wird mir einen roten Teppich unter meinen Füßen ausgerollt. Claudia hingegen hat sich in einen pastellfarbenen Traum entschieden, der sie aussehen lässt, als wäre sie aus einem riesigen Mochi-Kuchen geschlüpft – süß und unwiderstehlich, wie ein zarter Reiskeks, der darauf wartet, vernascht zu werden!

    Das Anziehen des Kimonos wird zum wahren Spektakel – ein schillerndes Schauspiel, das selbst die besten Broadway-Produktionen in den Schatten stellt! Es fühlt sich an, als würde meine Anzieh-Helferin versuchen, einen überdimensionierten Sushi-Roll in eine viel zu enge Folie zu wickeln – die Herausforderung ist real! Sie zieht an verschiedenen Schnüren um meine Taille und Brust und ich; ich fühle mich wie ein kunstvoll verpacktes Geschenk.
    Mit jeder Schicht Stoff, die sie drapiert, fühle ich mich mehr wie eine Presswurst auf dem Weg zur nächsten Grillparty – und ich habe das Gefühl, dass ich gleich platzen könnte! Ich kann kaum noch atmen und frage mich, ob ich irgendwann einen Kimonoschnellkurs belegen sollte, um diesem Chaos Herr zu werden. Wenn das hier ein Wettbewerb im Kimono-Anziehen wäre, hätte ich schon jetzt den ersten Platz für das größte Verheddern gewonnen – und das mit einem breiten Grinsen und einem Hauch von Panik!

    Während ich in meinem Kimono stehe und mich im Spiegel betrachte, fühle ich mich wie eine majestätische Kirschblüte im Frühling, die bereit ist, ihre Schönheit zur Schau zu stellen – oder vielleicht eher wie ein überambitioniertes Blumengesteck, das viel zu viel Aufmerksamkeit auf sich zieht! Fertig angezogen, juhuu, hier bin ich – die Königin der Kimonos, bereit, die Straßen von Kyoto mit meinem Glanz zu erhellen.

    Na, ganz so weit werden wir nicht gehen – nur ein Stockwerk tiefer ins Fotostudio. So umwerfend sind wir jetzt auch nicht, oder ich zumindest. Ich meine, es reicht völlig, wenn wir nur einen Raum erobern! Die ganze Welt muss nicht gleich in Ohnmacht fallen, nur weil wir einen Kimono tragen. Wir sind schließlich bescheiden, wie zwei Kraniche, die sich mit einem kleinen Teich zufriedengeben, anstatt gleich den Ozean zu durchqueren. Ein bisschen Glanz und Glamour im kleinen Rahmen – das ist unser Motto! Schließlich wollen wir nicht übertreiben; wer weiß, was passiert, wenn wir die ganze Welt in Staunen versetzen – vielleicht gibt’s dann kein Zurück mehr!

    Also, hop hop ins Studio! Wir trippeln die Treppe hinunter, so elegant wie zwei frisch gebackene Sushi-Rollen, die versuchen, nicht zu zerfallen. Kaum angekommen, lassen wir uns in Pose setzen – mal so, Kopf hoch, Hände da, wo sie sein sollten (oder auch nicht), Füße zusammen und bitte nicht lachen! Es fühlt sich an wie ein Wettkampf im ‘Wer kann am ernsthaftesten gucken?’
    Die Anweisungen fliegen durch den Raum, und wir gehorchen brav wie zwei gut erzogene Kätzchen, die darauf warten, dass ihr Besitzer ihnen ein Leckerli zuwirft. Ich meine, wir sind schließlich hier, um zu glänzen – auch wenn wir dabei aussehen wie zwei übermotivierte Geishas auf dem Weg zur nächsten Teezeremonie! Wer hätte gedacht, dass das Posieren so viel Konzentration erfordert? Aber hey, wenn das der Preis für ein paar glamouröse Fotos ist, dann nehmen wir ihn gerne in Kauf.

    Also, jetzt doch noch auf ins Freie! Wir schlüpfen in unsere Okobos, diese cleveren Dinger, die uns im Handumdrehen den Boden küssen lassen, wenn wir nicht aufpassen – eine wahre Herausforderung für unsere Koordination! Diese Holzsandalen sind wie schaukelnde Stühle für die Füße und sorgen dafür, dass ich mich fühle, als würde ich auf einem schwankenden Schiff stehen.
    Claudia und ich stolpern umher wie zwei übermotivierte Kraniche, die versuchen, auf einem Bein zu balancieren. Wir geben unser Bestes, um eine gute Figur zu machen – was gar nicht so einfach ist, wenn man gleichzeitig versucht, nicht über seine eigenen Füße zu fallen! „Ich schwöre, diese Dinger haben ein Eigenleben“, lache ich, während ich versuche, nicht wie ein frisch gebackenes Mochi zu zerplatzen. Wer hätte gedacht, dass das Anziehen von Holzsandalen so viel Geschicklichkeit erfordert? Nun dann, wenn wir schon mal hier sind, können wir auch gleich die Gartenparty eröffnen – mit einem kleinen Tänzchen der unbeholfenen Eleganz!

    Nach dem Shooting geht’s wieder nach oben in den ersten Stock, wo die Ausziehhilfe schon bereitsteht, um uns beim Ablegen der Kimonos zu helfen. Wir fühlen uns wie Zwiebeln, die geschält werden – jede Schicht, die sie uns abnimmt, bringt eine wahre Erleichterung für unsere Atmung! Es ist fast so, als würden wir nach einem langen Tag in unseren Wintermänteln endlich in einen warmen Raum eintreten.
    Endlich ist alles ausgezogen, und als die Perücken abgenommen werden, fühlen wir uns wie Schmetterlinge, die sich aus ihren Kokons befreien. Übrig bleibt nur noch unser echtes Ich – das wir langsam wieder zurückgewinnen. Nach und nach verwandeln wir uns zurück in die Menschen, die wir heute sind. Ich kann fast hören, wie unsere Seelen applaudieren und sagen: „Willkommen zurück! Wir haben euch vermisst
    Meer informatie

  • Tag 9 - Higashiyama

    26 nov.–5 dec. 2024, Japan ⋅ 🌧 15 °C

    Nach dem Fotoshooting sind wir jetzt unterwegs und erklimmen den Kiyomizu-dera Tempel, der wie ein Märchenberg vor uns aufragt. Der Aufstieg ist zwar schweißtreibend, aber die Aussicht belohnt jede Anstrengung.
    In Gion schlängelt sich Hanamikoji durch die Gegenwart, als wäre sie ein Band aus Geschichte. Touristen tanzen zwischen den traditionellen Holzhäusern und den überfüllten Souvenirshops. Die Straßen sind so eng wie ein Kimono und voller Leben. Leider bleibt uns oft der volle Blick auf diese Schönheit verwehrt, ähnlich dem von uns besuchten Bambuswald.

    Wir kämpfen uns durch das menschliche Labyrinth, schlängeln uns wie Ninja durch die Touristenmassen und ignorieren die Läden - zumindest versuchen wir es mit heroischer Selbstdisziplin. Jeder Schritt ist ein kleiner Eroberungszug, bei dem wir die Versuchungen rechts und links gekonnt ausblenden.
    Nach einem Ringkampf mit Schwerkraft, Menschenmengen und unseren eigenen Erschöpfungsgrenzen erreichen wir endlich unser Ziel. Und dann: BAM! Das Tor des Kiyomizu-dera Tempels erschlägt uns mit seiner majestätischen Präsenz.
    Ein kollektives “Wow!” entweicht unseren Mündern - dieses Tor ist nicht einfach nur ein Eingang, es ist eine Pforte in eine andere Dimension. Der Kampf war nicht umsonst, wir haben gewonnen! Unsere Beine mögen zittern, unsere Lungen nach Luft ringen, aber unsere Seelen jubeln.
    Die Belohnung? Ein Ausblick, der jede Muskelzelle und jeden Schweißtropfen wert ist.

    Wir stürzen uns in den Wettkampf der Fotografie und knipsen drauflos, als gäbe es kein Morgen. Dabei jonglieren wir mit der Herausforderung, möglichst wenig Menschen vor der Linse zu haben. Habt ihr schon mal versucht, Tetris mit Ivanov, Petrov und Sidorov zu spielen? Es ist, als würde man versuchen, Spaghetti ohne Gabel zu essen – chaotisch und frustrierend! Jeder dieser menschlichen Tetris-Steine bewegt sich unberechenbar, während ich verzweifelt versuche, das perfekte Foto zu schießen.
    Es ist ein Spiel der Geduld und Geschicklichkeit, bei dem man ständig kurz vor dem Verzweifeln steht. Der Wunsch nach dem besten Foto wird zum wahren Drahtseilakt, bei dem jeder Klick ein Balanceakt zwischen Hoffnung und Resignation ist.

    Nun gut, wir nehmen, was wir kriegen können – schließlich sind wir keine Zauberer, die die Menschenmassen einfach weghexen können. Es ist wie in einem riesigen Aquarium, einem Teich voller bunter Fische, die alle ihre eigene Show abziehen.
    Da schwimmen traditionsbewusste in Kimonos elegant vorbei, gefolgt von Möchtegern-Geishas, die sich in Pose werfen. Modebanausen flanieren mit ihrem ganz eigenen Stil, während blauäugiger Entdecker wie verwirrte Goldfische umherschwimmen. Ein wahrhaft lebendiges Spektakel!

    In der Haupthalle thront die berühmte Terrasse von Kiyomizudera, das Kronjuwel des Tempels, wie ein schwebender Zaubertrick aus Holz, der ohne einen einzigen Nagel auskommt. Sie schwebt 13 Meter über dem Boden, als hätte sie Höhenangst nie gekannt. Wir stellen uns auf diese luftige Bühne, die vollgepackt ist mit Besuchern – ein wahrer Menschenstau, der sich lohnt! Mit einem Klick fangen wir die Stadt Kyoto im Hintergrund ein. Einfach fantastisch! Ein Schnappschuss, der mehr wert ist als ein ganzes Album voller Selfies!
    Anschließend schlendern wir zum Otowa-Wasserfall, der am Fuße der Haupthalle wie ein magischer Quell des Lebens plätschert. Das Wasser fließt durch eine kleine, geheimnisvolle Grotte und teilt sich dann in drei sprudelnde Bäche. Besucher jonglieren mit langen Kellen, um einen Schluck aus diesen verheißungsvollen Strömen zu ergattern.
    Wir hingegen tauchen nur unsere Hände ins Wasser – wer weiß, vielleicht reicht das schon aus, um die angeblichen Wunderkräfte zu spüren. Schließlich verspricht das Wasser Gesundheit, Langlebigkeit und Erfolg im Studium. Ein bisschen Wellness für die Hände kann ja nie schaden!

    Auf dem Gelände entdecken wir den Jishu-jinja-Schrein, wo ein Gebet angeblich den perfekten Liebespartner herbeizaubert. Hier kann man die Liebessuchenden beobachten, die mit geschlossenen Augen zwischen zwei markanten Steinen hindurchtapsen – eine Art romantisches Slalomfahren! Wenn sie den Weg allein meistern, gilt das als Zeichen, dass die Liebe auf sie wartet. Wer jedoch beim Überqueren Hilfe braucht, der muss sich einen „Liebesvermittler“ suchen – vielleicht einen Dating-Coach im Shinto-Stil?
    Claudia und ich lassen diesen ganzen Liebesquatsch mal aus, denn wer glaubt schon an solche Märchen? Wir sind eher für die „Liebes-Streichelzoo“-Variante – einfach mal die Hände ins Wasser tauchen und hoffen, dass das Wasser uns mit etwas Glück beschenkt! Schließlich könnte ein bisschen „Wassertherapie“ ja auch nicht schaden!

    Der Tempel zieht Besucher wie ein Magnet an und hat eine fröhliche Festivalatmosphäre, die zum Feiern einlädt. Überall tummeln sich Verkäufer, die Talismane, Räucherstäbchen und „omikuji“ (Glückspapiere) anbieten – das ist wie ein Markt für Glücksbringer!
    Ernsthafte Pilger beten mit der Hingabe von Zen-Meistern, während junge Leute auf der Suche nach der großen Liebe zwischen den Ständen umherstreifen. Die Sehenswürdigkeiten sind wie ein riesiges Schaufenster, das alle in den Bann des zeitlosen Tempels von Kyoto zieht. Hier wird jeder zum Teil eines lebendigen Spektakels, bei dem man nicht nur die Augen, sondern auch das Herz öffnet!
    Meer informatie

  • Tag 10 - Kamigamo- jinja

    26 november 2024, Japan ⋅ 🌧 15 °C

    Eigentlich wollten wir uns auf den Weg zum Fushimi Inari-Taisha machen, um den ausgetretenen Pfaden zu entkommen – eine kleine Wanderung durch die schimmernden, orangen Torbögen. Doch das Schicksal hat uns mit einem unerwarteten Umweg überrascht und uns zum Kamigamo Motoyama Tempel geleitet. Ich schiebe jetzt einfach mal die Schuld auf Google, dass wir woanders gelandet sind – schließlich ist das Schicksal manchmal ein bisschen wie ein GPS, das einen auf Umwege schickt! Aber hey, wir sind mit dem Bus in den Himmel der Reisenden eingestiegen: Der richtige Bus bringt uns direkt zu den Wolken der Freude und Abenteuer. Egal wo auch immer das ist. Was will Frau mehr? Ein bisschen Abenteuer und eine Portion Glück – das ist wie das Sahnehäubchen auf dem Kuchen des Reisens!

    Hier stehen wir nun, als wären wir in einem spirituellen Vergnügungspark gelandet! Der Tempel strahlt eine Atmosphäre aus, die an ein Festival erinnert, und die Besucher strömen wie Konfetti umher. Die Luft ist erfüllt von dem Duft der Räucherstäbchen und dem Klang der Gebete, während wir uns fragen, ob das Universum uns einen Wink gegeben hat – oder ob wir einfach nur einen sehr langen Umweg genommen haben!

    Jetzt wird uns klar, warum der Bus so leer ist und kaum Reiselustige unterwegs sind. Wir haben das Wetter dafür verantwortlich gemacht – schließlich sind nur die Verrückten wie wir auf Achse! Abenteurer im fahrenden Zeltlager: Die Reisenden sind wie ein mobiles Zeltlager, das mit Geschichten, Lachen und Erlebnissen gefüllt ist, während sie durch die Landschaft ziehen.

    Es ist zwar nicht kalt mit 16 Grad, aber der Regen fällt wie ein unerwarteter Wasserfall aus dem Himmel. Trotzdem sind wir überglücklich, fast allein auf weiter Flur zu sein. Es fühlt sich an, als hätten wir die geheime Eintrittskarte zu einem exklusiven Abenteuerclub, wo die einzigen anderen Mitglieder ein paar mutige Entdecker sind, die sich nicht von ein paar Tropfen abschrecken lassen. Wer braucht schon Sonnenschein, wenn man die Welt für sich allein haben kann?

    Jetzt stehen wir also an einem der heiligsten Orte Kyotos, dem Kamigamo-jinja-Schrein, der wie ein spirituelles Zentrum pulsiert. Etwa dreieinhalb Kilometer flussaufwärts vom benachbarten Shimogamo-Schrein erwartet uns sein weitläufiges Gelände in einer ruhigen Umgebung, bereit, von uns erkundet zu werden.
    Wir treten durch ein großes Tor ein und müssen uns entscheiden, ob wir links oder rechts laufen – schließlich marschieren die Götter in der Mitte! Sofort zieht uns der Garten in seinen Bann, als wäre er ein magischer Ort aus einem Märchen. Es ist ruhig und friedlich hier, fast so, als würde die Zeit selbst eine Pause einlegen, um die Schönheit um uns herum zu genießen. Ein wahrhaft himmlisches Erlebnis!

    Im Hosodono, dem historischen Herzstück des Schreins, wird ein Pärchen auf die große Trauung vorbereitet. In ihren traditionellen Gewändern sehen sie aus wie lebende Gemälde, die aus einer anderen Zeit stammen. Hochzeiten im Kamigamo-jinja sind wie ein Sprung in die Vergangenheit, geprägt von tiefen Traditionen und authentischen Shintō-Zeremonien. Wir werfen einen kurzen Blick auf das romantische Treiben, doch dann zieht es uns weiter.
    Wir betreten den Tadasu-no-Mori Wald, ein uralter Dschungel um den Shimogamo-Schrein, wo Bäume stehen, die älter sind als so mancher Geschichtsbuch-Eintrag – über 600 Jahre alt!
    Man könnte sagen, diese Bäume sind die „weisen Alten“ des Waldes – immer bereit, ihre Geheimnisse mit denjenigen zu teilen, die bereit sind zuzuhören.

    Die beiden Schreine sind durch markante Torii verbunden, diese traditionellen japanischen Torbögen, die wie heilige Eingangsschilder wirken und eine spirituelle Verbindung schaffen.
    Ehrfürchtig schreiten wir durch diese Tore und fühlen uns wie Abenteurer auf einer Schatzsuche, fasziniert von der Magie dieses Ortes und begeistert von der Geschichte, die in der Luft schwebt.

    Der Pfad schlängelt sich durch den Wald und lädt uns ein, die Vielfalt der Bäume und glasklaren Bäche zu entdecken. Es ist so ruhig und friedlich hier, dass wir uns fast wie in einem Natur-Märchenbuch fühlen – und wir genießen jeden Moment in vollen Zügen!
    Dieser Weg ist wie eine Schatzkarte voller Überraschungen, gespickt mit kleinen Schreinen, die wie versteckte Juwelen am Wegesrand funkeln. Die Flora ist ein echtes „Botanik-Buffet“ mit Zelkoven, Ulmen, Ahorn und vielen anderen Pflanzen, die sich um uns herum drängen, als wollten sie uns ihre Geschichten erzählen. Ein perfekter Ort für Entdecker und Naturliebhaber!

    Der Garten des Schreins ist ein malerisches Paradies, das in einer ruhigen, natürlichen Umgebung eingebettet ist. Umgeben von Wäldern und sanften Hügeln fühlt man sich hier wie in einem lebendigen Gemälde, das die perfekte Harmonie mit der Natur verkörpert.
    Trotz des trüben Wetters lassen wir uns nicht die Laune verderben – wir entspannen uns und genießen die spontanen Begegnungen, die wie kleine Überraschungen im Garten auftauchen. Es ist, als ob der Garten selbst ein Gastgeber ist, der uns mit offenen Armen empfängt und uns einlädt, die Schönheit seiner geheimen Ecken zu entdecken. Ein wahrhaft traumhafter Ort, wo selbst der Regen eine romantische Note hat!

    Obwohl wir nicht genau dort sind, wo wir ursprünglich hinwollten, hat uns das Universum einen Umweg geschenkt!: Manchmal führt uns das Schicksal auf einen unerwarteten „Schlemmerweg“, der uns mit neuen Erlebnissen verwöhnt

    Wir sind dankbar und überglücklich, dass wir diesen Ort genießen und erleben dürfen.
    Auf der Schatzsuche des Lebens: Wir haben einen verborgenen Schatz entdeckt, der uns zeigt, dass die besten Abenteuer oft nicht auf der Karte stehen.
    Meer informatie

  • Tag 12 - Fushimi Inari Taisha

    27 nov.–9 dec. 2024, Japan ⋅ ☁️ 14 °C

    Nach dem Frühstück stürzen wir uns in das Abenteuer, das sich “Höhle des Löwens für ahnungslose Touristen” nennt – den Bahnhof. Um nach Inari zu gelangen, müssen wir die Eisenbahn besteigen, also rüsten wir uns für den Kampf. Wir navigieren zu den blauen Automaten, drücken eine Symphonie von Knöpfen und voilà, der Automat, oder “the Machine”, wie die Japaner betiteln, spuckt unsere Tickets aus. Wir finden unser Abfahrtsgleis im Handumdrehen und sind mächtig stolz. Claudia ist so begeistert, dass sie vorschlägt, hier als Reisebegleiterin zu arbeiten. Lach! Sie hat eine Vision! Sie will nicht einfach nur Reiseleitung spielen, sondern eine Heldin der verwirrten Touristen werden. Ihre geheime Waffe? Ein unerschütterliches Lächeln und die Fähigkeit, Bahnhofsautomaten zu zähmen.
    Einsatzgebiet: Labyrinth der Gleise
    • Ziel: Ahnungslose Reisende vor dem Wahnsinn der Wegfindung zu retten
    • Spezialausrüstung: Navigationstalent und Humor
    • Kampfslogan: „Auf in die Schlacht gegen das Unbekannte!”
    Mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks und der Coolness eines Reise-Ninjas wird sie Touristen durch das Verkehrs-Chaos führen. Bahnhöfe, zittert! Claudia kommt!
    Motto: Kein Automat ist zu kompliziert, keine Wegbeschreibung zu verschlungen für die Heldin der Reisenden!

    Wir stehen brav wie Soldaten der Ordnung, eingefügt in die menschliche Parkettformation. Kein Chaos, keine Ellbogen-Attacke wie im wilden Schweizer Bahnhofs-Wrestling - hier herrscht Präzision!
    Der Zug rollt heran, ein metallisches Ungetüm, das sanft in die Station gleitet. Die Sicherheitsschranke tanzt elegant nach oben, ein mechanischer Vorhang, der die Bühne für unseren Einmarsch freigibt. Die Passagiere strömen wie disziplinierte Ameisen in ihre Positionen.
    Und wir? Wir sind die glücklichen Gewinner im Sitzplatz-Lotterie! Trotz Vollbesetzung ergattert unser Duo einen Platz - als hätte uns der Bahnhofs-Engel persönlich begünstigt.
    10 Minuten bis Inari - eine Zeitreise im japanischen Präzisions-Express!

    In Inari folgen wir dem Menschenstrom wie fröhliche Flussfische auf dem Weg zum Eingangstor – einem prachtvollen Torii, das mit einem sprunghaften Fuchs als Wächter prangt. Wir schlängeln uns durch die Menge, als wären wir Teil eines lebendigen Schlangentanzes, und treten ein in die magische Welt der 10.000 Torii. Hier verwandeln sich die roten Tore in einen endlosen Tunnel aus Glück und Abenteuer, der uns in eine andere Dimension katapultiert – eine wahre Torii-Extravaganz!

    Am Fushimi Inari-Taisha tanzen fünf Kami auf der Bühne der Verehrung. Über 30.000 Schreine in Japan sind Inari-Kami gewidmet, die sich wie versteckte Schätze auf Firmengeländen, Gebäudedächern und manchmal sogar auf Privatgrundstücken verstecken. Der Fushimi Inari-Taisha ist ein Schrein für das Volk und den kaiserlichen Hof, wo einst Kaiser ihre Spenden hinterließen. Beim ersten orangenen Tor posieren Reisende wie Paparazzi, um den orangenen Tunnel zu knipsen. Ich finde das Bild amüsant und fotografiere statt der Torii die Menschen. Ein Schnappschuss mit Lachgarantie!

    Der Aufstieg auf den Berg Inari ist wie ein Wettlauf gegen die Zeit – und gegen die Schwerkraft! Wir watscheln im Entenmarsch durch die orangefarbenen Torii, während wir uns wie Touristen auf einem Selfie-Safari fühlen. Jeder Schritt wird zur Herausforderung, denn die Leute halten ständig an, um ihre besten „Ich stehe vor einem Torii“-Posen zu knipsen.
    233 Meter? Das ist für uns Schweizer ein kleiner Hügel, den wir im Schlaf erklimmen könnten! Wir sind hier, um die Treppen zu bezwingen, als wären sie ein Laufsteg für Bergziegen. Mit jedem Schritt fühlen wir uns wie die Champions der Höhenmeter – und wenn wir am Ziel sind, gibt’s ein großes „Hütten-Hurra!“ für unsere schweißtreibende Leistung!

    Claudia und ich sind Abenteurer! Wir werfen unseren Wandergeist in die Höhe und attackieren die Treppenstufen. Bergauf geht’s, mit dem Mut von Inari-Füchsen und der Ausdauer von Bergziegen! Der Aufstieg auf den Berg Inari ist wie ein Abenteuerpark für die Beine! Mit jedem Schritt kämpfen wir uns durch die Herausforderungen, die wie kleine Monster auf uns lauern. Die Treppen sind unsere Gegner, und wir sind die mutigen Helden, die sich nicht unterkriegen lassen.
    Je höher wir kommen, desto weniger Menschen begegnen uns – als ob wir in ein geheimes Land der Einsamkeit eintauchen. Die meisten bleiben unten und genießen das „Torii-Tunnel-Feeling“, während wir uns tapfer den steilen Stufen stellen.
    Unterwegs winken uns japanische Restaurants und Souvenirläden zu, die wie kleine Belohnungen auf dem Weg zum Ziel leuchten. Und wenn wir eine Pause einlegen, um die süßen Leckereien zu probieren, fühlen wir uns wie echte Sieger im Wettlauf gegen die Schwerkraft! Diese Treppen sind wie ein endloses Buffet – man denkt, man ist fast fertig, aber da kommt schon die nächste Runde!

    Keuchend wie Dampfloks erreichen wir die Aussichtsplattform. “Juhuuu, geschafft!”, jubeln wir und machen ein Sieges-Selfie, das Instagram vor Neid erblassen lassen würde. Wir drehen ein Heldenvideo, um unseren Triumph zu dokumentieren - Schweizer Steinböcke haben es mal wieder geschafft!
    Pustekuchen!
    Eine Wegweisertafel lauert wie ein böser Scherz etwas versteckt hinter einem Busch und verkündet in Riesenlettern: “TOP - 30 Min.” mit einem Pfeil nach rechts. WAS? Weitere Treppen? Weitere Tore? Weitere Schreine?! Wir stöhnen dramatisch, als hätten wir gerade einen Marathon überlebt, und folgen trotzdem tapfer dem Wegweiser. Unsere Beine protestieren, unser Ego will aber unbedingt siegen. Bergauf geht’s weiter - koste es, was es wolle!

    Die letzte Etappe ist ein echter Brocken – steil und scheinbar endlos, als ob wir uns durch einen Treppen-Dschungel kämpfen. Die Aussicht will hart erarbeitet sein, wie der Schatz am Ende des Filmes von « Der Herr der Ringe ».
    Doch wo versteckt sich die grandiose Aussicht? Ich sehe sie nicht! Stattdessen blicken wir auf Steine und Füchse – aber keine Spur von Panorama. Stattdessen begrüßt uns der heiligste aller Schreine, als ob er sagen würde: “Willkommen im Club der Aussichtslosen!”
    Wir machen eine Ehrenrunde um den Schrein, ohne wirklich zu wissen, warum. Vielleicht ist das ein geheimes Ritual für erschöpfte Wanderer, die nach all den Treppen einfach einen Grund zum Schmunzeln suchen – oder vielleicht hoffen wir, dass sich beim dritten Mal die Aussicht doch noch zeigt! Wer weiß, vielleicht bringt uns das Umrunden ja Glück – oder zumindest ein paar zusätzliche Schritte auf unserem Fitnesskonto!

    Wir starten den Abstieg und nach 20 Minuten erreichen wir die Aussichtsplattform. Dort gönnen wir uns in einem fantastischen Restaurant eine erfrischende Auszeit und ein köstliches Eis – schließlich haben wir uns das verdient!
    Danach geht’s weiter bergab ins Tal. Der Abstieg ist wie ein Fitnessprogramm: Du denkst, es wird einfacher, aber deine Beine sagen dir etwas anderes! Unten angekommen gratulieren wir uns gegenseitig, als hätten wir gerade einen Marathon gewonnen: 2.140 Treppenstufen gemeistert! Wir jubeln uns gegenseitig zu: „Schau mal, wir haben die Treppen gemeistert – jetzt sind wir offizielle Treppen-Champions!“

    Wir schlendern wie Schnäppchenjäger durch die Gassen der Souvenirläden und sammeln Erinnerungsstücke ein. Hier ein Andenken, dort ein kleines Mitbringsel - unsere Einkaufstaschen füllen sich wie von Zauberhand.
    Am Bahnhof angekommen, lösen wir profimäßig unsere Tickets - echte Reise-Profis eben! Brav reihen wir uns ein, genau wie am Morgen. Die Japaner sind Meister des geordneten Reisens - eine Symphonie der Disziplin!
    Es ist eine wahre Wohltat, so respektvoll und ruhig zu reisen. Kein Gedränge, kein Gedrängel - nur eine perfekt choreografierte Reise-Performance. Wir fühlen uns wie in einem zen-artigen Reise-Ballett, wo jeder Handgriff sitzt und jede Bewegung Harmonie atmet!

    Jeder neue Ort ist wie ein Blind Date – manchmal wird es Liebe auf den ersten Blick, manchmal möchte ich einfach nur schnell wieder gehen!

    Im Bahnhof Kyoto nehmen wir den Ausgang ins Abenteuerland und landen im Isetan Kaufhaus der Superlative – ein Wolkenkratzer voller Einkaufsmöglichkeiten! Wenn der Bahnhof unser erster Anlaufpunkt ist, ist das Isetan Kaufhaus die Fashion-Disco – hier tanzen die Preise im Takt der neuesten Trends und ich bin der ungeschickte Tänzer in Flip-Flops!

    Der Besuch im Kaufhaus wird zu einem echten Abenteuer durch die Stockwerke! Wir betreten das Isetan und fühlen uns wie Entdecker in einem modischen Dschungel, wo jede Etage neue Schätze birgt.
    Im ersten Stock sind wir umgeben von Damenbekleidung, die so schick ist, dass selbst die Mannequins neidisch werden könnten. Es ist, als würden wir in ein Mode-Märchen eintauchen, wo jeder Kleiderschrank ein Geheimnis hat!
    Die Rolltreppe nach oben ist unser Aufzug in die nächste Dimension – wir schweben förmlich in die Welt der Designerlabels. Im zweiten Stock begegnen uns Schuhe und Accessoires, die funkeln wie Goldstücke auf einer Schatzkarte. Hier könnte ich mich verlieren – und mein Budget gleich mit!
    Im dritten Stock finden wir Bürokleidung, die uns das Gefühl gibt, gleich den nächsten CEO-Job zu ergattern. Die vierte Etage ist wie ein exklusiver Club für modebewusste Damen ab 40 – hier wird Stil großgeschrieben!
    Schließlich erreichen wir die fünfte Etage, wo junge Damenmode und Dessous auf uns warten. Claudia und ich schlucken schwer – das Abenteuer hat seinen Preis! Irgendwann müssen wir jedoch einsehen: Dieses Kaufhaus ist ein modisches Labyrinth, das unsere Geldbeutel zum Weinen bringt. Also schnell weiter. Die 6. Etage wird der Herrenwelt präsentiert – hier wird jeder Mann zum Fashionista! Im 7. Stock erwartet uns das Museum Eki Kyoto, wo Kunstwerke aus verschiedenen Epochen auf uns warten, als ob sie sagen: „Komm, mach eine Pause vom Shoppen!“
    Die oberen 5 Etagen bieten eine Fülle an Wohnaccessoires, Schmuck und Souvenirs – perfekt für alle, die ihren Stil aufpeppen wollen. Besonders spannend sind die beiden unterirdischen Etagen mit lebhaften Lebensmittelmärkten, wo man von frischem Sushi bis zu traditionellen Süßigkeiten alles findet. Hier kann man sich schnell stärken, bevor das nächste Modeabenteuer beginnt!
    Das Kaufhaus bietet zudem zahlreiche Services für internationale Kunden, darunter einen Steuer-Rückerstattungsservice und Währungswechselautomaten – ideal für alle, die beim Shoppen nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Steuern achten wollen.
    Je höher wir kommen, desto mehr wird der Abstieg in die Realität spürbar: Die Preise steigen schneller als unsere Herzfrequenz! Schließlich erreichen wir die oberste Etage und müssen einsehen: Diese Modewelt ist ein schillerndes Labyrinth, in dem wir zwar viele Schätze finden, aber auch unser Budget auf eine harte Probe stellen!

    Erstaunlicherweise finden wir beide doch etwas Preiswertes und bekommen eine Gästekarte, die ganze 5 Jahre gültig ist (nur in Japan, wohlgemerkt)! Plötzlich gehören wir zur Eliteeinheit der Schnäppchenjäger – obwohl wir das gar nicht geplant hatten. Aber wer würde schon „Nein“ sagen, wenn man beim Steuerrückerstattungs-Deal noch zusätzlich 5 % Rabatt abstauben kann?
    Von jetzt an dürfen wir uns „von“ nennen – klingt fast wie ein geheimnisvoller Club, in dem die Mitglieder immer die besten Angebote erhalten!

    Das Beste kommt zum Schluss: Punkt 20:00 Uhr ertönt die Durchsage, dass das Kaufhaus schließt. Um 20:02 Uhr ist es leergefegt wie ein Kühlschrank nach einer Party – nur wir und ein paar orientierungslose Europäer, die den Ausgang suchen, sind noch da. Wir staunen, wie blitzschnell das Kaufhaus geräumt wird, und das ganz ohne Sicherheitskräfte, die die Türen bewachen!
    Also machen wir uns auf den Weg durch das leere Kaufhaus zum Ausgang in den 1. Stock. An jedem Stand, an dem wir vorbeikommen, verbeugen sich die Angestellten vor uns, als wären wir Weltstars.. Vor dem Ausgang stehen links und rechts Mitarbeiter in ihren Business-Outfits, die sich alle gleichzeitig verbeugen, als wir vorbeigehen.
    Was soll ich sagen? Ich kann der Versuchung nicht widerstehen und verbeuge mich ebenfalls – und so verlasse ich das Kaufhaus wie eine Königin auf dem Weg zu ihrem Thron. Ich fühle mich wie die Queen von Switzerland!
    Meer informatie

  • Tag 13 - Kobé

    28 nov.–11 dec. 2024, Japan ⋅ 🌬 13 °C

    Claudia und ich machen uns auf den Weg nach Kobe, dem geheimen Star unter den Städten! Wir lassen das Stadtleben hinter uns und steuern direkt auf die Küste zu – raus aus dem Dschungel der Betonmonster! Wir umschiffen Osaka wie ein Kapitän, der einen Sturm meidet, und wählen stattdessen unseren kleinen Hafen.

    Überraschung, oh Überraschung! Kobe ist wie ein unerwarteter Gast auf einer Party – größer als die meisten anderen Städte! Diese Stadt ist so groß, dass sie sich glatt in eine andere Liga einreihen könnte, während die anderen Städte noch ihre Hausaufgaben machen. Wer hätte gedacht, dass Kobe sich heimlich zum Riesen entwickelt hat? Es ist, als würde man einen kleinen Keks in einen riesigen Keks verwandeln – und plötzlich ist er der Hauptdarsteller im Plätzchenuniversum! Wenn wir uns besser informiert hätten, wären wir vielleicht nicht so überrascht gewesen. Tja, das Leben ist voller unerwarteter Wendungen!

    Kobe, die pulsierende Hafenstadt Japans, funkelt wie ein Juwel in der Sonne und begeistert mit einer bunten Mischung aus Kultur, Geschichte und Natur, die einem den Atem raubt. Eingeklemmt zwischen dem glitzernden Meer und den majestätischen Rokko-Bergen, präsentiert sich Kobe mit einer malerischen Skyline und ist berühmt für ihr köstliches Kobe-Rindfleisch – das ist Fleisch, das selbst die Kühe neidisch macht!
    Wir schlendern fröhlich in Richtung Hafen, unser Ziel: das Meer! Der beeindruckende Kobe Port Tower ragt vor uns auf wie ein überdimensionierter Kaffeebecher, der einen spektakulären Blick auf den Hafen bietet. Nur einen kurzen Spaziergang entfernt warten der Meriken Park und das Kobe Maritime Museum darauf, erkundet zu werden.
    Wir sind ganz aus dem Häuschen – es gefällt uns hier so gut! Es ist ruhig, sauber und einfach wunderschön. Wir fahren hoch in den Turm und bewundern die Aussicht von oben. Wow, einfach beeindruckend! Oben genehmigen wir uns Kaffee und Kuchen – hmmm, so lecker, dass selbst die Kalorien einen Urlaub hier machen wollen!
    Kein Besuch in Kobe ist komplett ohne einen Abstecher nach Nankinmachi, dem lebhaften Chinatown. Wir schlendern durch das Viertel und erkunden die Geschäfte – es ist wie ein Schaufensterbummel durch ein lebendiges Gemälde!
    Meer informatie

  • Tag 14 - architektonisches Herzstück

    29 november 2024, Japan ⋅ 🌬 14 °C

    Der letzte Tag in Kyōto ist wie ein fröhlicher Abschiedstanz. Wir versuchen, auszuschlafen, aber der Putzservice wirft uns um 11 Uhr aus dem Zimmer, als wäre er der unerbittliche Gastgeber einer chaotischen Party. Warum sie nicht bis morgen warten können (da checken wir aus), bleibt uns ein Rätsel – vielleicht haben sie einen geheimen Pakt mit der Putzteufel?
    Nach dem Frühstück in unserem Lieblingscafé, wo der Kaffee wie flüssiges Gold schmeckt, machen wir uns auf zum Bahnhof.

    Im Bahnhof kämpfen wir uns zum Billettschalter durch. Nach dem Stress mit dem Online-Ticket in Tokyo beschließen wir, es auf die gute alte Art zu versuchen – ganz nach dem Motto: „Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?“ Ausländer stehen links, Einheimische rechts, also reihen wir uns brav ein wie zwei Touristen im Schlangensalat.
    Überraschenderweise geht es schneller als gedacht, und bald sind wir an der Reihe. Wir sichern uns zwei Tickets nach Tokyo für morgen um 12 Uhr – inklusive Sitzplatzreservierung, denn die Erfahrung hat uns gelehrt: Wer reserviert, sitzt besser! So verlassen wir den Bahnhof mit einem breiten Grinsen und dem Gefühl, den Ticketkampf gewonnen zu haben.

    Nach dem erfolgreichen Billettkauf beschließen wir, das „Schienen-Schmuckstück“ Kyoto Bahnhof zu erkunden. Dieser Bahnhof ist nicht nur ein Verkehrsknotenpunkt, sondern das moderne Gesicht der alten Kaiserstadt – ein echter „Zug-Zauberer“. Täglich strömen über 200.000 Reisende hierher, ehrlich, da kann der Bahnhof Bern mit seiner Welle einpacken!
    Wir stehen staunend vor der Größe und dem futuristischen Design des 1997 eröffneten Gebäudes, das wie ein „Glas-Gigant“ in der Stadt thront. Der Bahnhof ist ein lebendiges Zentrum voller Geschäfte und Restaurants – eine echte „Einkaufs-Extravaganz“.

    Auf der 2F- und 9F-Etage des Kyoto Bahnhofs finden Reisende in den Touristeninformationen Hilfe in verschiedenen Sprachen – sogar „Deutsch-Spezialisten“ stehen bereit, um mit einer kostenlosen Busübersichtskarte den „Bus-Dschungel“ zu erobern. Im Kellergeschoss verstecken sich Schließfächer wie geheime Schatzkammern und Gepäcklieferdienste als „Koffer-Kobolde“.
    Auf der 10F-Etage serviert die „Ramen-Rallye“ Nudelsuppen aus ganz Japan, wobei lange Schlangen zu Stoßzeiten wie „Nudel-Nattern“ auftreten können. Das Isetan-Kaufhaus erstreckt sich über 10 Etagen und bietet eine „kulinarische Klettertour“ auf der 10F und 11F-Etage. Das Porta Kaufhaus ist ein unterirdisches Shopping-Paradies mit über 100 Läden – ein „Einkaufs-Eldorado“, verbunden mit der Karasuma Subway Line.
    Im Erdgeschoss lockt das Cube Einkaufszentrum mit Souvenirs, japanischen Süßigkeiten und Bentos – ein „Mitbringsel-Mekka“. Es ist so riesig, dass man sich darin verirren könnte und erst Tage später den Weg nach draußen findet.

    Die kostenlose Aussichtsterrasse des Kyoto Bahnhofs bietet einen „Panorama-Palast“ mit Blick auf Kyoto und den Kyoto Tower – ein Paradies für „Blickfang-Fotografen“. Zugänglich über lange Rolltreppen auf der Karasuma-Seite, ist die Terrasse rund um die Uhr geöffnet. Wir sind begeistert! Schon die riesige Treppe wirkt wie ein „Stufen-Spektakel“. Natürlich nehmen wir die Rolltreppe, denn wir sind „faul wie ein Panda“. Die Rolltreppen im Kyoto Bahnhof sind die ultimativen „Blickfang-Fotografen-Treppen“, die wie schimmernde „Lichtleiter“ in den Himmel führen. Sie sind nicht nur ein praktisches Fortbewegungsmittel, sondern auch eine Bühne für das faszinierende Lichterspiel, das die Besucher in seinen Bann zieht. Wenn man die Treppe hinauffährt, fühlt es sich an, als würde man auf einer „Himmelsleiter“ zum Paradies der Fotomöglichkeiten emporsteigen.

    Jede Stufe ist ein neuer Blickwinkel auf die beeindruckende Architektur und die pulsierende Atmosphäre des Bahnhofs. Bei Nacht verwandeln sich diese Rolltreppen in glitzernde „Lichtstraßen“, die den Weg zu den besten Fotospots weisen. Egal, ob man ein Profi oder ein Hobbyfotograf ist, hier wird jeder zum „Lichtfänger“ und kann unvergessliche Erinnerungen festhalten.
    Der Skyway-Tunnel auf der 11F-Etage ist ein „Himmelsweg für Höhenflieger“, der 45 Meter über der Haupthalle entlangführt und die beste Aussicht auf den Kyoto Tower bietet. Dieser Tunnel ist einfach genial – ein „Glas-Gang für Genießer“. Klar, dass wir ihn durchqueren und die Aussicht genießen. Der Kyoto Bahnhof ist mehr als nur ein Bahnhof; er ist ein „Architektur-Abenteuer“, das bestaunt werden muss. Bei Nacht verwandeln sich die Treppen in eine leuchtende Show – ein echtes „Lichter-Feuerwerk“. Der Skyway bietet eine Lichtershow, die man nicht verpassen sollte – wo sonst bekommt man so etwas zu sehen?

    Nach der Besichtigung des futuristischen Bahnhofs schlendern wir durch Kyoto und entdecken den Higashi Honganji-Tempel – ein architektonischer Zeitsprung, der wie ein ehrwürdiger Großvater neben dem modernen „Zug-Zauberer” Bahnhof steht.
    Während der Bahnhof eine glitzernde Glaskathedrale der Moderne ist, wirkt der Tempel wie ein holzgeschnitztes Zeitkapsel-Gedächtnis Japans. Jeder Balken und jede Säule erzählen Geschichten von Jahrhunderten, die im krassen Kontrast zur futuristischen Stahlarchitektur des Bahnhofs stehen.
    Es ist, als würde ein alter Samurai neben einem Hightech-Roboter stehen – traditionelle Würde trifft auf urbane Dynamik. Der Tempel atmet Geschichte, während der Bahnhof die Zukunft umarmt. Ein magischer Moment der Zeitreise mitten in Kyoto!

    Da es zu regnen beginnt, suchen wir Zuflucht im Kyoto Tower Sando. Wir sausen mit dem Aufzug nach oben und genießen den „Hochhaus-Horizont“ von Kyoto, der sich wie ein glitzerndes Teppichmuster unter uns ausbreitet. Die Stadt sieht aus wie ein riesiges Puzzle, das darauf wartet, zusammengesetzt zu werden!
    Während wir die beeindruckende Aussicht bestaunen, fühlen wir uns wie Könige über einem „Reich aus Dächern“. Hier oben ist der Regen nur ein sanftes Plätschern, während wir die „Stadt der tausend Tempel“ unter uns beobachten. Der Kyoto Tower strahlt wie ein Leuchtturm inmitten des urbanen Ozeans – ein perfekter Ort, um die Schönheit der Stadt zu entdecken, auch wenn die Wolken ihre Schleusen öffnen!

    Morgen geht es zurück nach Tokyo, aber der Geist Kyotos wird uns begleiten – ein ständiger „Reisebegleiter“ in unseren Gedanken.
    Der Abschied von Kyoto fühlt sich an wie ein „Abschied von einer anderen Welt“, als würden wir aus einem magischen Märchen in die Realität zurückkehren. Während wir uns von den verwunschenen Tempeln und den leuchtenden Lichtern des Bahnhofs verabschieden, scheint die Stadt uns mit einem letzten, sanften Winken zu sagen: „Komm bald wieder!“
    Es ist, als würden wir einen geheimen Garten hinter uns lassen, der voller Farben und Geschichten ist, und uns wieder in die graue Alltagswelt begeben. Jeder Schritt weg von Kyoto fühlt sich an wie das Schließen eines Buches, dessen Seiten voller zauberhafter Erinnerungen sind. Doch während wir uns auf den Weg machen, wissen wir, dass diese andere Welt immer in unseren Herzen bleibt – ein kostbarer Schatz, auf den wir jederzeit zurückgreifen können.
    Meer informatie

  • Unser Gepäck hat sich vergrößertZürich Flughafen - wir sind todmüde

    Tag 15 - Rückreise nach Tokyo & Schweiz

    30 nov.–15 dec. 2024, Japan ⋅ ⛅ 15 °C

    Wir reisen zurück nach Tokio, während unsere Ferien wie ein leckeres Eis in der Sonne dahinschmelzen. Um 8 Uhr morgens hüpfen wir aus den Federn, denn um 12 Uhr schnurrt unser Zug los. Gemütlich frühstücken wir noch, ohne uns in den Stresskessel zu werfen. Mit einem Hauch Melancholie schlendern wir um 11 Uhr Richtung Shinkansen, denn dieser Bahnhof ist ein Labyrinth, das selbst den besten Pfadfinder herausfordert. Wir wissen nun, dass es dreimal länger dauert als in der Schweiz, und so machen wir uns auf den Weg zu Gleis 10.

    Es ist Samstag, und der Kyoto Bahnhof scheint heute Ausgang zu haben. Menschen mit Koffern wuseln umher wie Ameisen auf Zuckersuche. Uns fällt auf, dass es viel mehr sind als unter der Woche. Während die Japaner gelassen und rücksichtsvoll durch die Menge gleiten, sind die ausländischen Besucher das pure Gegenteil: Hier wird gerempelt und geschubst, als gäbe es eine Goldmedaille für den Schnellsten. Die Stressigkeit der Ausländer im Kyoto Bahnhof im Vergleich zu den Japanern lässt sich wohl durch kulturelle Unterschiede erklären. Während Japaner oft gelassen und rücksichtsvoll agieren, scheinen viele Ausländer in der Hektik des Reisens gefangen zu sein. Sie drängen sich vor, als wäre jeder Zug der letzte Zug der Welt. Japaner hingegen sind an die langsame, respektvolle Art des Reisens gewöhnt und erwarten von Ausländern oft, dass sie die kulturellen Gepflogenheiten nicht kennen, was zu einem gewissen Nachsehen führt. Diese Unterschiede führen zu einem chaotischen Bild, wenn internationale Touristen auf die ruhigen Einheimischen treffen.

    Wir bahnen uns mit unserem Gepäck den Weg durch die Gänge, als wären wir auf einer Abenteuerreise, rauf auf die Rolltreppe, runter mit dem Lift. Endlich stehen wir auf dem Bahnsteig, wo die Shinkansen im Takt eines Herzschlags alle 6-7 Minuten vorbeirauschen. Ein unglaubliches Tempo für den öffentlichen Verkehr, und alles läuft wie am Schnürchen. Keine Verspätungen, alles pünktlich – wir sind beeindruckt! Mit ihrem System sind Schwarzfahrer so selten wie ein Schneemann in der Wüste. Schwarzfahrer sind bei den Shinkansen-Zügen in Japan selten, weil das System strikte Kontrollen durchführt. Jeder Bahnhof ist mit “Kaisatsu” Schranken ausgestattet, die nur mit einem gültigen Ticket passiert werden können. Sensoren in den Schranken erkennen, ob jemand ohne Ticket hindurchgehen will, und lösen Alarm aus. Zudem sind die Bahnhöfe gut überwacht, was das Schwarzfahren zusätzlich erschwert. Die Effizienz und Disziplin des Systems tragen dazu bei, dass Schwarzfahren nahezu unmöglich ist. Ich liebe dieses System.

    Für alle, die noch nie in Japan waren: Es ist ratsam, die Tickets am Schalter zu lösen, denn online sind sie so teuer wie ein goldener Sushi-Roll – ganze 20 CHF mehr! Wir Schlaumeier haben das natürlich erst später herausgefunden. Pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk steigen wir ein und sitzen diesmal nebeneinander. Anders als in der Schweiz herrscht im Zug eine stille Harmonie: Lautes Essen, Telefonieren oder Trinken sowie das Putzen der Nase im Zug sind verpönt. Es wird Wert auf eine ruhige Atmosphäre gelegt, um andere Passagiere nicht zu stören Hier genießt man die Fahrt in Ruhe, als ob man in einem fahrenden Zen-Garten sitzt.

    Die Fahrt dauert einen Wimpernschlag von 2¼ Stunden. Claudia sinkt in Träumen wie in einer Wattewolke, während ich bei der Swiss einchecke und mich dann ebenfalls ins Reich der Fantasie verabschiede. Wie im Flug gleiten wir nach Tokyo, dieser pulsierenden Metropole der tausend Gesichter. Wer diese Stadt noch nie erlebt hat, dem entgeht mehr als nur eine Reise - es ist, als hätte man ein ganzes Universum übersehen! Tokyo ist kein Ort, den man besucht - Tokyo ist eine Erfahrung, die man verschlingt, atmet und in sich aufnimmt.

    Obwohl ich normalerweise alles finde, komme ich beim Tokyo Bahnhof ins Schwitzen – das ist wie ein Fitnessstudio für Orientierungssinn! Dieser Bahnhof ist eine Herausforderung für sich, ein Irrgarten hoch drei, wo selbst Minotauren die Orientierung verlieren würden. Mit seinen unzähligen Gleisen und Gängen fühlt man sich wie in einem riesigen Schachspiel, bei dem man ständig die Figuren neu anordnen muss. Die Tokyo Station ist das Disneyland für Reisende – aufregend, überwältigend und man weiß nie, wo man landet!

    Wir sind auf der Suche nach unserem Zug, dem Narita Airport Express, und durchforsten die Anzeigen wie zwei Schatzsucher in einem chaotischen Antiquitätengeschäft. Nach einer gefühlten Ewigkeit entdecken wir ihn schließlich – klein und unauffällig, wie ein Ninja, der sich im Schatten versteckt. Mühselig kämpfen wir uns durch die Menschenmenge, die am Samstag wie ein Schwarm hungriger Reise-Monster auf Tokyo zustürmt.
    Es dauert 25 Minuten, bis wir zum Gleis gelangen und uns wohlweislich daran erinnern, dass wir die Tickets besser in der Haupthalle hätten besorgen sollen. Oh je, unser Gedächtnis ist wie ein Sieb! Denn ohne Ticket kommste da nicht rein. Also lasse ich Claudia und das Gepäck stehen und mache mich auf zur Ticketmaschine, die eine Halle höher und ganz hinten hinter einer geheimnisvollen Wand verborgen ist. Man braucht schon einen Kompass, um den zu finden! Aber ich hab ihn gefunden, Harry Potter lässt grüßen!
    Ich tippe zuerst auf Englisch und merke schnell, dass wieder nur die Hälfte übersetzt ist – Japan geht offenbar davon aus, dass jeder ein Sprachgenie ist. Schließlich löse ich zwei Narita-Tickets ohne Sitzplatzreservierung und mache mich auf den Rückweg zu Claudia. Unten angekommen, zeigt die Anzeige: “Narita Express keine freien Plätze mehr – voll!” Das gleiche Spiel beim nächsten Zug. Also steigen wir in den Rapidzug ein – der braucht zwar länger, hat aber das gleiche Ziel: den Flughafen!

    Langsam aber sicher überkommt uns die Müdigkeit – wir sind jetzt seit 5 Stunden unterwegs und freuen uns darauf, bald unser Hotel zu erreichen. Die Metro ist anfangs so voll, dass wir fast wie Sardinen in der Dose kleben, aber je näher wir dem Flughafen kommen, wird es allmählich luftiger. Endlich sind wir da!

    Als wir schließlich am Terminal 3 ankommen, geben wir unser mobiles WLAN-Gerät (einen treuen Begleiter in den letzten Wochen – ohne ihn wären wir wie Piraten ohne Schatzkarte gewesen) am Schalter wieder ab! Der kleine Snack in der Flughafen-Kantine ist unser Energie-Booster für die nächste Etappe, auch wenn der Charme des Ortes eher an eine Schulcafeteria erinnert.
    Nach dem Essen, entscheiden wir uns für das Taxi – denn nach all den Abenteuern sind wir bereit für eine kleine Auszeit im Komfort. Die Fahrt ist wie eine gemütliche Bootsfahrt auf einem ruhigen Fluss, und für nur CHF 10 bekommen wir das Gefühl, dass wir gerade einen kleinen Schatz gefunden haben. Jede Etappe dieser Reise ist ein neues Kapitel voller Überraschungen und unvergesslicher Erlebnisse!

    Als wir das Tokyo Inn betreten, erwartet uns eine Empfangstheke mit vier Eincheck-Monitoren – ein bisschen wie in einem futuristischen Raumschiff, nur ohne die coolen Aliens. Die Dame hinter dem Tresen begrüßt uns auf Japanisch und zeigt auf die Monitore. Wie nett! Einchecken im japanischen Stil – die Freundlichkeit ist so überwältigend, dass sie uns fast zu tränen rührt.

    Die Anweisungen für das Einchecken am Monitor sind wie eine komplizierte Rezeptur für ein Gericht, das selbst ein Sternekoch ins Schwitzen bringen würde. Zuerst steht auf der Liste: „Wählen Sie Ihre Sprache.“ Das ist wie der erste Schritt in einem Rezept, wo man sich fragt, ob man jetzt die süße oder die salzige Variante machen möchte.
    Dann kommt der nächste Schritt: „Geben Sie Ihre Buchungsnummer ein.“ Hier fühlt man sich wie ein Chemiker, der die perfekte Mischung aus Zutaten abmessen muss – nur dass ich keine Ahnung habe, ob ich das richtige Maß gefunden habe oder ob ich gleich eine Explosion auslösen werde!
    Die Anweisungen sind so klar formuliert wie die Anleitung für einen IKEA-Schrank – man muss schon ein bisschen herumprobieren, um herauszufinden, welche Schraube wohin gehört. Nach gefühlten Ewigkeiten und dem ständigen Wechseln zwischen den Bildoberfläche fühle ich mich wie ein verzweifelter Koch, der versucht, ein soufflé zum Aufgehen zu bringen, während es einfach nicht klappen will.
    Und schließlich, nach einem nervenaufreibenden Prozess voller „Klicken Sie hier“ und „Bestätigen Sie dort“, erhalte ich die Quittung – das letzte Puzzlestück in dieser kulinarischen Herausforderung. Ich frage mich nur, ob ich dafür auch einen Michelin-Stern bekomme!

    Wir finden unser Zimmer beinahe am Ende des langen Gangs und treten ein. Halleluja! Es ist mindestens zwei Schuhschachteln größer als das im APA-Hotel. Allerdings gibt es auch hier keinen Schrank – es ist auch spartanischer eingerichtet. Und das Badezimmer? Immer noch mit dem altbekannten Womo-Charme, der einem das Gefühl gibt, man sei auf einem Campingausflug. Aber egal, Hauptsache ein Bett!. UND für lockere CHF56 (für 2 Personen) darf man nicht meckern.

    Am nächsten Morgen quälen wir uns mit einem Stöhnen aus dem Bett. Die Matratze ist so hart, dass sie als neue Trainingsbank im Fitnessstudio durchgehen könnte! Von himmlischem Schlaf kann also keine Rede sein – eher von einem nächtlichen Sparring mit einem Betonklotz! Aber hey, wir müssen sowieso zum Flughafen – also schnappen wir uns unsere sieben Sachen und machen uns auf zur nächsten Etappe.

    Unser Heimflug zieht sich über 14¼ Stunden – ein echter Luft-Marathon! Aber, es ist ein ruhiger Flug. Die Fensterläden sind ab dem Abflug heruntergezogen, sodass wir uns fühlen, als würden wir in einem gemütlichen Keller sitzen, der von einem besonders kreativen Innenarchitekten entworfen wurde. Wir heben um 12:00 Uhr ab, reisen durch die Zeit um 8 Stunden zurück und landen um 19:00 Uhr in Zürich – Zeitreisen leicht gemacht!
    Beim Aussteigen verläuft alles noch diszipliniert, selbst beim Anstehen für die Skymetro ins andere Terminal. Doch kaum sind wir draußen, bricht das Chaos aus! Wo ist die Rücksichtnahme geblieben? Ach, wie schön war es in Japan, wo Wertschätzung und respektvoller Umgang wie ein heiliges Gebot gelten – hier hingegen scheint es, als hätten alle ihre Manieren im Handgepäck vergessen!

    Unser Gepäck lässt auf sich warten und wir stehen da wie zwei Statisten in einem schlechten Drama. Typisch Schweiz – alles läuft hier so langsam, dass man denken könnte, die Koffer machen gerade eine Kaffeepause! Nach einer gefühlten Ewigkeit von ½ Stunde kommt unser Gepäck endlich an. Leider verpassen wir dadurch unseren Zug und müssen nun 45 Minuten auf den nächsten warten. Und wie könnte es anders sein? Der kommt mit 10 Minuten Verspätung – herzlich willkommen in der Schweiz, wo die Uhren zwar präzise ticken, aber die Züge sich gerne mal eine Auszeit gönnen!
    Als wir schließlich in Bern ankommen, müssen wir sprinten, um unseren Anschlusszug zu erwischen. In letzter Sekunde springen wir auf den Zug auf – ein wahrer Olympiasieg! Völlig übermüdet freuen wir uns auf unser Zuhause. In Kerzers verabschieden wir uns, ich werde von meinem Sohn abgeholt und sie macht sich auf den Heimweg. Es waren geniale, supertolle Ferien! Danke, Claudia, für die wirklich tolle Zeit – beste Freundinnen sind Gold wert!
    Meer informatie

    Het einde van de reis
    1 december 2024