Momenteel aan het reizen
  • Pia Heidrich

Canada

Een 246-daags avontuur van Pia Meer informatie
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    🇨🇦 Guelph, Canada

    Last weeks in Guelph

    Gisteren, Canada ⋅ ☁️ -4 °C

    Der Schnee ist zurück und damit steigt auch die Vorfreude auf Weihnachten immer mehr. Eigentlich geht das bei mir erst frühstens Anfang Dezember los, aber das Gefühl ist ansteckend. So viele Häuser sind schon mit übermäßig vielen Lichtern geschmückt, ich habe den Adventskalender für Fin fertiggestellt und meine liebe Freundin Eva schickt mir schon fleißig weihnachtliche Aktivitäten für unseren gemeinsamen Dezember.

    Die letzten Wochen waren vor allem von Arbeit geprägt. Am 1. Dezember schreiben unseren Studierenden ihre Klausur und daher waren diese Woche die letzten Seminare. Außerdem standen Aufgaben an wie z.B. die Klausur zusammenstellen- eine Aufgabe, die ganz neu war und die man sich aufjedenfall einfacher vorstellt, als sie ist. Vor allem war diese Woche aber geprägt vom Abschied nehmen. Das klingt total dramatisch, aber das Verlassen meiner letzten Seminare ist mir wirklich schwer gefallen. Einige Studierende werden auch den nächsten Deutschkurs belegen, aber eben nicht alle. Erst dann habe ich gemerkt, was ich doch für eine Beziehung zu den Studierenden aufgebaut habe in den letzten 12 Wochen. Sie teilen durch verschiedene Text total viel Persönliches, man kann ihren Prozess beobachten, merkt wie einige immer weiter auftauen, wie sich Freundschaften in den Klassen bilden usw. Und dann sind sie auch alle noch so süß und bedanken sich für den Kurs, sagen was für ein gutes Semester es war usw. Das ist aufjedenfall ein Aspekt des Lehrpersonendaseins, den ich vorher noch nicht erleben durfte und jetzt total dankbar dafür bin.

    Ansonsten gibt es garnicht all zu viele Bilder der letzten Wochen. Ihr könnt meine erste Bingo-Nacht mit Fin sehen, mich bei einem Karaoke Abend der verschiedenen Sprachkurse & ein Ausschnitt aus einem Video der Studierenden, die über ihren Alltag gesprochen haben.

    Nächste Woche ist meine letzte Woche in Guelph bevor es für 4 Wochen auf Reisen geht.
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  • First snow in Guelph

    16 november, Canada ⋅ 🌬 3 °C

    Ich bin am 9. November aufgewacht und konnte es garnicht glauben - die Welt draußen war auf einmal weiß. Erst den Tag davor haben wir einen Spaziergang durch den Wald gemacht und ich habe erwähnt, was für ein schönes Herbstwetter es ist. Ich hatte noch nicht so früh mit Schnee gerechnet und es schien auch noch niemand anders dafür vorbereitet gewesen zu sein - es sind noch bunte Blätter von den Bäumen gefallen, Kollegen hatten noch nicht ihre Winterreifen aufgelegt usw. Aber der Schnee ist trotzdem für fast eine Woche geblieben und hat dabei etwas Weihnachtsstimmung in meinem Herzen verstreut. Für mich, die normalerweise nie vor dem ersten Dezember auch nur einen Gedanken an Weihnachten verschwendet, war das ganz schön besonders.

    Während wir in Deutschland am 11. November St. Martin feiern und die fünfte Jahreszeit anstimmen, wird in Kanada an die gefallenen Soldaten erinnert. Dazu wird schon die gesamte Woche davor eine Mohnblume an der Kleidung getragen und ich war beeindruckt, wie viele Menschen dies wirklich getan haben. Für mich hat dies eine Einheit symbolisiert, die was sehr Kraft gebendes hatte.

    Ansonsten gibt es in Guelph keine Woche an der nicht irgendein Event stattfindet. Ich war auf dem Film Festival, in der Kunstgallerie, bei einem Theaterstück, beim Lichterfest und gestern noch mit Freundinnen beim Ton bemalen. Ich habe aber auch einiges verpasst, wie zB die Kneipentour in Bananenkostümen. Man hat wirklich das Gefühl, dass jeder versucht die Stadt zu beleben und dabei ein großer Fokus auf Lokalität gesetzt wird. Ich erfahre von den Events immer über Poster in der Stadt und versuche an so vielen Sachen wie möglich teilzunehmen- zum Einen um das Beste aus meiner Zeit hier zu machen, aber zum Anderen um alle Beteiligten auch darin zu stärken weiter so viele Events zu organisieren und damit so viel für Guelph zu tun. Ich verstehe meine Mama jetzt ein bisschen besser, die zu jedem kleinen Event in unserer Heimatstadt geht nur “um es zu unterstützen”.
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  • Canadian and German Culture

    7 november, Canada ⋅ ☁️ 7 °C

    Es gibt mal wieder ein kleines Update aus meinem Alltag in Guelph. Ich habe das Gefühl, dass es dieses mal etwas schwieriger ist aufregende Posts zu schreiben, weil ich hier wirklich einfach einen normalen Alltag habe. Ich arbeite von Montag bis Donnerstag & nach der Arbeit passiert meist auch nicht mehr so viel. Und die Wochenenden genieße ich gerade eher mit einem Buch im Bett, als auf großen Abenteuertouren. Das ist aber auch total okay so.

    Die letzten zwei Wochen habe ich aber sowohl die kanadische als auch die deutsche Kultur etwas genossen. Am 31. Oktober war Halloween und in Kanada wird sich da schon seit Ende September drauf vorbereitet. Und am Wochenende selbst sind alle mindestens zwei Tage verkleidet und am Feiern. Ich habe zumindest in kleinen Teilen mitgefeiert. Am 31ten selbst habe ich mit Joanne und Pauline einen Film bei Ihnen geschaut und am 1ten haben wir alle eine große Halloween Party gefeiert. Da in dieser Nacht die Uhren umgestellt wurden, hatten wir sogar eine Stunde mehr und die wurde ordentlich genutzt. Ich war die Queen of Hearts von Alice im Wunderland und habe mir dazu ein Kleid aus Spielkarten gebastelt. Sehr viel Arbeit, aber ich war schon etwas stolz.

    Gestern haben wir dann versucht unseren Studierenden etwas die deutsche Kultur näher zu bringen- wir waren im Concordia Club in Kitchner essen. Kitchner ist circa dreißig Minuten entfernt und bekannt für seine deutsche Geschichte. Deutsche Familien haben sich dort im 19. Jahrhundert niedergelassen und es zuerst Berlin getauft. Heutzutage hat es eine der größten deutsch-kanadischen Gemeinschaften und trägt unteranderem jährlich das größte kanadische Oktoberfest aus. Dieses hatte ich (leider) durch meine Reise nach Algonquin verpasst, aber gestern habe ich mir die Kartoffelpuffer wirklich schmecken lassen. Es war natürlich etwas anders als gewohnt - was machen zB so viele Zwiebeln auf den Puffern- aber trotzdem war es schön den Studierenden ein bisschen die Kultur näher zu bringen und einfach ein bisschen was zu erzählen.

    Es gibt auf jedenfall einige Unterschiede zwischen der deutschen und der kanadischen Kultur. Diese sammele ich aber noch auf einer Liste und dazu wird es spätestens am Ende meiner Reise noch etwas Genaueres geben.
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  • Autumn in Guelph

    26 oktober, Canada ⋅ ☀️ 9 °C

    Der Herbst ist nun so richtig in Guelph eingetroffen - die Bäume sind rot und immer kahler, überall wird die Halloween Dekoration aufgebaut und ich musste mein Stirnband und die Handschuhe rausholen. Ich muss aber sagen, dass ich das gerade sehr genieße! Schlechteres Wetter macht mir weniger Druck viel zu unternehmen und ich zelebriere den Herbst richtig- sei es mit Tee und einem Buch, der Candlelightnight in Elora oder dem Pumpkin Patch auf der Strom’s Farm.

    Im Rahmen des Monstermonths hat sich das kleine Städtchen Elora in Venedig 1630 verwandelt. Überall waren Kerzen aufgebaut, Leute trugen Kostüme und die Geschäfte hatten besondere Angebote. Wir haben uns einfach durch die Gassen treiben lassen und ich werde aufjedenfall in dieses wunderschöne Städtchen zurückkehren.

    Außerdem ging es auf einen Pumpkin Patch- das Ziel eines solchen Events ist das Aussuchen des perfekten Kürbis für die Halloween Vorbereitung. Das haben wir ehrlich gesagt nicht gemacht, aber wir haben das Korn Labyrinth, die Seifenblasen und all die anderen Spiele genossen. Außerdem gab es noch einen traditionellen Buttertart- unglaublich süß, aber unglaublich lecker.

    Das war es von meiner Seite mit einem kleinen Update. Wie geht es Euch?
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  • Friendsgiving in Algonquin Park

    10–14 okt., Canada ⋅ ☀️ 15 °C

    Am 13. Oktober wird in Kanada Thanksgiving gefeiert und ich habe mit den französischen Fremdsprachenassistenzkräften das verlängerte Wochenende für einen Roadtrip in den Algonquin Nationalpark genutzt. Uns haben mehr als 7.635 Quadratkilometer Wald, Seen und Flüsse erwartet.

    Am Freitag ging es direkt los nachdem Pauline fertig war mit der Arbeit. Mit Joanne am Steuer ging es circa 5 Stunden in Richtung Nord-Osten und nach dem Check-in in unseren separaten Hostels ging es dann eigentlich nur direkt ins Bett. Ich hatte ehrlich gesagt etwas Sorge bezüglich meines Hostels, da es vergleichsweise sehr günstig war und die Bewertungen eher so mittelmäßig. Die Sorgen waren aber unberechtigt- es war nicht die schönste Unterkunft, aber ich habe nette Menschen kennengelernt und hatte drei gute Nächte.

    Am Samstag haben wir uns um 9 Uhr getroffen und sind zum Centennial Ridges Trail gefahren. Schon die Fahrt über den Highway 60, umgeben von bunten Bäumen und Seen, war wunderschön. Die 10,4km durch den farbenfrohen Wald, die weiten Blicke an den Lookouts und die vielen Tiere waren dann aber doch nochmal etwas besser. Zum Beine austreten ging es dann noch 1,5km über zwei Moore (Spruce Bog Boardwalk). Das Wetter war an dem Tag leider noch etwas bewölkt, aber zumindest hat es nur kurz geregnet und es hat der ganzen Herbststimmung nochmal etwas mystisches verpasst.

    Am Sonntag hatten wir leider kein Ticket für den Nationalpark bekommen- die gingen nämlich schneller weg als Taylor Swift-Konzertkarten. Also wurde sich einfach mal ins Auto gesetzt und die Gegend erkundet. Mein persönliches Highlight an dem Tag war Tom’s Scenic Lookout. Circa 1,5h zu der schönsten Aussicht, die ich dieses Wochenende gesehen habe. Die kleine Wanderung, der Besuch verschiedener Seen und der Sonnenuntergang am Lake St Peter haben den Tag auch außerhalb des Parks perfekt gemacht .

    Am Montag ging es über den Highway 60 dann in Richtung unserer zweiten Unterkunft in Bracebridge. Auf dem Weg sind wir noch den Lookout Trail (2,1km) und den Track and Tower Trail (7,5km) gelaufen. Den Tag haben wir mit einer Pizza und einer Romanze ausklingen lassen und damit unser Friendsgiving Wochenende perfekt angerundet.

    Über die drei Tage hinweg haben wir Otter, Bieber, Streifenhörnchen, Hühner, Eichhörnchen, Spechte, Frösche und noch viel mehr Tiere von Nahem erleben dürfen. Auf eine Begegnung mit einem Elch haben wir aber leider umsonst gehofft. Insgesamt war es aber wirklich ein wunderschönes Wochenende. Die Zeit in der Natur hat mir unglaublich gut getan und ich habe es geschafft mein Kopf mal etwas auszustellen. Außerdem hat es mir ermöglicht Joanne und Pauline etwas besser kennenzulernen und ich glaube dieses Wochenende hat das Fundament für einige zukünftige Trips gelegt- sie sind wirklich richtig toll.

    PS: Credits für die Fotos gehen an Pauline und Joanne :)
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  • Update

    10 oktober, Canada ⋅ ☀️ 17 °C

    Auch letzte Woche haben wir Guelph weiter erkundet. Wir haben ein neues Café und ein neues Restaurant ausprobiert, waren auf einem Antique Markt in der Nähe und haben uns auch so einfach treiben lassen. Außerdem habe ich versucht Omas Apfelkuchen für den Deutsch Club zu backen und die ersten schriftlichen Ausarbeitungen der Studierenden zu bewerten. An die Benotung in meinem zukünftigen Job muss ich mich wirklich noch gewöhnen…

    Ansonsten habe ich die letzte Woche etwas damit gekämpft, dass alle in meinem Umfeld mehr zu reisen, sehen und machen scheinen. Überschwemmt mit Fotos und Erzählungen aus Kanada, während ich nach der Arbeit häufig immer noch sehr erschöpft ins Bett falle.
    Erstmal bin ich mir natürlich darüber bewusst, dass das sehr viel in meinem Kopf ist und meine Reise allein natürlich schon nicht die Norm ist. Trotzdem habe ich mir sehr viel Druck gemacht, dass ich die acht Monate bestmöglich genießen muss und das heißt viel sehen, viel Aktivität und wenig Ruhe. Das ging so weit, dass ich am Sonntag total erschöpft, am kränkeln und weinend auf dem Markt stand, weil ich mir einfach zu viel zugemutet habe. Und dann kam die Realisation, die Fin schon seit Wochen versucht in mir zu wecken. Sich zu vergleichen bringt nichts und führt einfach nur dazu, dass man das was man macht nicht wirklich genießt, sondern einfach nur im Außen ist. Es ist meine Zeit hier und ich werde das Beste aus dieser Zeit machen und wenn das heißt, dass ich ein ganzes Wochenende einfach mal nur im Bett liege, dann ist das auch okay. Ich habe vergleichsweise vielleicht noch nicht so viel von Kanada gesehen, aber dafür habe ich schon ein sehr gutes Gefühl für meinen Heimatort, kleine wöchentliche Routinen und eine kleine Freundesgruppe, die ich regelmäßig sehe. Es ist meine Zeit und ich kann die gestalten, wie ich möchte. Das klingt vielleicht profan, aber für mich war das wirklich wichtig zu verstehen und wahrscheinlich müssen mich die Menschen in meinem Umfeld auch noch in der Zukunft immer mal daran erinnern.

    Und wie das Leben so spielt ging es mit der Realisation, dass mir Ruhe gut tut und ich nicht alles von Kanada sehen muss, dann auf den ersten richtigen Roadtrip…
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  • Update

    5 oktober, Canada ⋅ ☀️ 27 °C

    Diese Woche war irgendwie verrückt. Alles schien schief zu gehen, die Zeit scheint verflogen zu sein und die To-Do Liste hat sich endlos angefühlt. Neben langen Arbeitstagen, einem kaputten Computer und ganz vielen anderen Kleinigkeiten, sind aber auch ein paar gute Sachen passiert..

    Am Montag habe ich das erste Mal benotet. Die Studierenden sollten ein Video erstellen in dem sie sich vorstellen und meine Professorin und ich haben diese gemeinsam bewertet. Ich habe direkt gemerkt wie schwer es ist angemessene Erwartungen zu haben, objektiv zu sein und versuchen alle von Anfang an gleich zu bewerten. Ich war ziemlich froh noch eine erfahrene Zweitmeinung gehabt zu haben. Sie haben das aber alle ziemlich gut gemacht und das ist auch ein richtig schönes Gefühl, wenn man bedenkt, dass sie vor 4 Wochen noch kein Wort Deutsch sprechen konnten. Insgesamt merke ich, dass mir diese Erfahrung wie erhofft ermöglicht auch die anderen Seiten des Lehrens kennenzulernen - Benotung, zwischenmenschliche Beziehungen, gemeinsame Erfolge..

    Ansonsten haben Eva und ich am Mittwoch ein Housesitting fix gemacht. Über Weihnachten werden wir also auf ein Haus, einen Hund und eine Katze in Ottawa aufpassen. Davor und danach werden noch ein paar Städte im Osten Kanadas erkundet. Darauf freue ich mich schon sehr!

    Durch Marta, eine andere Fremdsprachenassistentin, haben wir uns hier außerdem schon eine kleine Freundesgruppe aufgebaut. Dienstag ging es wieder zum Kreativabend und gestern wurden wir zum großen persischen Mittagessen eingeladen. Danach sind wir dann noch mit meiner Professorin nach Toronto gedüst. Der Plan war es das Kunstfestival Nuit Blanche zu besuchen, was von 19 Uhr bis 7 Uhr morgens überall in der Stadt stattfand. Die Menschenmengen haben uns aber alle drei ziemlich überfordert und es ziemlich schwer gemacht sich auf die eigentliche Kunst zu konzentrieren. Wir haben uns dann einfach irgendwann für eine Jazz Bar entschieden und die war wirklich ziemlich cool!!

    Nächste Woche geht es auf meinen ersten Wochenendtrip- bleibt also gespannt!
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  • First month in Canada

    28 september, Canada ⋅ ☀️ 24 °C

    Heute gibt es einige weitere Einblicke aus meinem ersten Monat in Kanada.

    1 Monat von insgesamt 8 Monaten sind schon vergangen und wie immer fühlt es sich total verrückt an. Diesmal würde ich aber sagen es ist mehr ein “erst” als “schon”. Ich bin die letzten Wochen wirklich angekommen hier in Guelph und fühle mich unglaublich wohl in meinem neuen Zuhause. Vor allem das Einrichten der Wohnung aber auch jegliche Aktivitäten neben der Arbeit haben dazu beigetragen. Wir haben die letzten Wochen viele Bars & Wanderwege in Guelph ausprobiert, haben unseren ersten Roadtrip gemacht, die ersten Routinen etabliert, kanadischen Studierenden die deutsche Kultur näher gebracht und ein bisschen die wunderschöne Natur Kanadas erkundet. All das könnt ihr auf den Bilder und Videos sehen.

    Langsam werden die Pläne für meine freie Zeit im Dezember etwas konkreter. Wenn aber jemand Empfehlungen aus irgendwelchen Dokumentationen hat oder doch noch in ein Flugzeug steigen möchte, sagt Bescheid! 🧡
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  • Update

    18 september, Canada ⋅ ☀️ 23 °C

    Long time no see..

    Erstmal das Wichtigste: Mir geht es gut. Mir geht es sogar besser als beim letzten Update. Die zweite Arbeitswoche ist fast vorbei und es fühlt sich schon unglaublich routiniert an.

    Unterricht vorbereiten macht mir total Spaß und ich werde langsam auch etwas kreativer und traue mich von den Vorschlägen abzuweichen. Ich bin garnicht mehr aufgeregt vor den Klassen und habe schon das Gefühl ich baue langsam eine Verbindung zu einigen auf- es waren sogar 12 Personen bei meinem ersten Treffen des “Deutsch-Clubs”. Ich fühle mich außerdem langsam bereit meine Zeit hier auch übers Arbeiten hinaus zu planen. Und auch die Wohnung füllt sich langsam aber sicher und damit auch mein Gefühl des Zuhauseseins. Obwohl ich sagen muss, dass es sich hier in Kanada von Anfang an nicht nach einem großen Schritt bzw. nach einer großen Veränderung angefühlt hat.

    Einige Dinge sind dann aber doch etwas anders. Hier eine erste kleine Sammlung:
    1) Es ist wirklich alles darauf ausgelegt, dass man mit dem Auto unterwegs ist. Riesen große Parkplätze vor wirklich jedem Geschäft.
    2) Es ist sowieso alles größer - Autos, Shops, Lebensmittel..
    3) Man kauft hier Milch in Plastikbeuteln.
    4) Es gibt unglaublich viele Eich- und Streifenhörnchen!
    5) Alle Preisangaben sind ohne Steuern (super nervig)
    6) Studierende sind irgendwie viel interessierter - es bleiben so viele immer nach den Stunden noch länger, um sich einfach mit mir zu unterhalten.
    7) Bananen kauft man hier grün, das heißt man kann sie für mindestens ne Woche nach dem Kauf noch nicht Essen (warum?)
    8) Trinken ist ab 19 & die Outfits der Feiernden lassen mich jederzeit underdressed fühlen
    9) Kanadisch und Lokalität wird bei Produkten großgeschrieben (literally)
    10) Craft Beer ist ein großes Ding hier & Guelph hat mindestens fünf Brauereien, die es herstellen

    Wahrscheinlich wird die Liste noch etwas länger, aber fürs Erste wollte ich einfach mal ein Update und einen kleinen Einblick verfassen.
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  • First week in Guelph

    1–7 sep., Canada ⋅ ☀️ 24 °C

    Die erste Woche in Guelph ist tatsächlich schon um und ich habe sowohl schlechte als auch gute Nachrichten.

    Gute Nachricht: Wir haben eine Wohnung! Es brauchte eine kleine Putzaktion, einen Klempner für die Dusche und noch etwas Zeit um eingerichtet zu werden. Aber die Lage ist super, es ist tatsächlich recht groß und ich glaube ich kann mich hier wirklich wohlfühlen. Vor allem weil ich schon mein neues Lieblingskaffe nur 3min von mir entfernt gefunden habe.

    Schlechte Nachricht: Wirklich viel kann ich von der Woche noch garnicht berichten. Ich bin gerade noch im To-Do-Listen-Abarbeiten-Modus und versuche nicht krank zu werden. Wir haben ein paar “Möbel” gekauft und sie im strömenden Regen mit einem Uber heimgefahren, wir waren das erste mal einkaufen, haben ein paar Bars ausgecheckt und waren auf dem Farmer’s Market. Außerdem war ich schon für ein paar erste organisatorische Treffen in der Uni. Alle Leute dort sind super lieb und vor allem mit der Professorin mit der ich dieses Semester hauptsächlich arbeiten werde verstehe ich mich total gut! Sie hat schon angeboten auch über die Arbeit hinaus mal ein paar Ausflüge zu machen und Fin und ihr Ehemann verstehen sich auch super- das kann also nur gut werden!

    Morgen geht es dann in die erste Vorlesung und ich leite mein erstes Seminar. Ich bin unglaublich aufgeregt, aber versuche einfach in mich und meine Kenntnisse zu vertrauen. Ansonsten habe ich mir vorgenommen Guelph nächste Woche noch etwas weiter zu erkunden, das gute Wetter noch zu nutzen und vor allem etwas aus dem Funktionier-Modus herauszukommen und richtig anzufangen zu genießen.
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  • Arrival in Toronto

    28 aug.–1 sep., Canada ⋅ ☀️ 26 °C

    Jetzt bin ich also wirklich hier.. Was sich bis jetzt noch nach einem Wochenendstrip anfühlt ist der Start eines 8-monatigen Abenteuers in Kanada.

    Mit 23,6kg im Koffer und zwei Rücksäcken auf dem Rücken ging es am 28.08. für mich von Lissabon über Amsterdam nach Toronto. Das erste Wochenende habe ich dann erstmal dort verbracht. Ich war unglaublich froh, als ich am Donnerstag Abend endlich in meinem Hostel angekommen war und offiziell ein Visa bis Ende April hatte. Noch viel erleichterter war ich, als auch Fin dann am Freitag Mittag durch die Tür des Flughafens kam. Wirklich Zeit zum Durchschnauben und Realisieren haben wir uns aber nicht gegeben. Stattdessen wurde von Freitag bis Sonntag die Stadt erkundet- Kensington Market, Chinatown, Finance District, Old Town, Distillery District, Toronto Islands. Die Stadt hat sich unglaublich lebendig, gemischt und trotzdem sicher angefühlt. So viele unterschiedliche Kulturen (Little Italy, Chinatown, Korea District..), Sprachen, Sexualitäten und auch finanzielle Möglichkeiten (Wohnungslosigkeit vs. Finance District). Und all das sehr durchmischt in einer bunten, musikreichen und stylischen Stadt. Eine schöne Abwechslung zum hektischen Stadtleben war die “Natur” auf den Toronto Islands- es waren trotzdem viele Leute unterwegs, aber auf einer Wiese zu liegen und zumindest ein bisschen Vogelgezwitscher durch das Gemisch menschlicher Geräusche zu hören hat sich angefühlt wie eine kurze Pause.

    Es tat gut mal wieder andere Eindrücke zu bekommen, aber trotzdem war es auch sehr anstrengend. Vor allem das Hostel Leben hat uns beiden überraschend zugesetzt und deshalb freuen wir uns jetzt, dass wir auf dem Weg in unsere eigene Wohnung im Guelph sind. Mit einer Luftmatratze im Gepäck sitzen wir im 2,5h Bus in unser neues Zuhause. Daumen drücken, dass dort gleich jemand aufmacht!
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    Het begin van de reis
    28 augustus 2025