Fisch River Canyon
12. juni 2025, Namibia ⋅ ☀️ 23 °C
Am Abend finden wir einen traumhaften Wildcampingplatz, ganz allein irgendwo südlich des Fish River Canyons. Die Landschaft liegt still, die Sonne taucht alles in Gold. Wir machen ein Lagerfeuer und backen sogar Kuchen im Dutch Oven – erstaunlich gut gelungen. Der Duft mischt sich mit der trockenen Wüstenluft. Es fühlt sich richtig an.
Doch später wird es unheimlich. Plötzlich hören wir Rascheln. Wir sehen nichts, es ist stockfinster. Also schnell rein in den Camper. Der Mond geht langsam auf, Vollmond. Wir leuchten mit der Taschenlampe, entdecken aber nichts. James geht nochmal raus, es riecht tierisch – doch wir bleiben ohne Sichtung. Die Nacht wird danach ruhig und wunderschön still.
Früh am Morgen, kurz nach sieben, brechen wir auf. Die Luft ist noch kühl. Auf dem Weg zum Canyon sieht Regina eine große Katze in der Ferne – schlank, elegant, vermutlich ein Gepard. Kein Foto, aber große Freude.
Nach einer rumpeligen Piste von etwa 13 Kilometern erreichen wir den Eingang zum Fish River Canyon. Eintritt zahlen, weiter geht’s. Wir tragen Mützen, der Wind weht frisch. Der erste Ausblick raubt uns fast den Atem: ein gigantischer Erdspalt. Über 160 Kilometer lang, bis 27 Kilometer breit und stellenweise 500 Meter tief – gewaltig. Vielleicht der zweitgrößte Canyon der Welt.
Wir besuchen mehrere Aussichtspunkte, jedes Mal wirkt der Canyon anders. Die Sonne steigt, das Licht verändert sich. Wir machen Frühstück mit Blick in die Tiefe, kochen Kaffee. Die Mützen wandern zurück in den Rucksack, wir genießen die Wärme.
Später versuchen wir einen 4x4-Track, doch der wird bald zu holprig. Also umkehren. Gegen Mittag erreichen wir einen Wanderstartpunkt, essen kurz und machen uns dann bereit. Marie zieht ihre Wanderschuhe an, wir folgen einem Wanderweg mit bunten Fußabdrücken. Marie zählt, sucht, springt – und läuft tatsächlich die ganze Tour allein.
Bei Abdruck 300 kommt ein Tief. Wir erfinden „Energie-Steine“, und weiter geht’s. Der Weg führt durch Bachbetten, über Hügel, mit schönen Ausblicken. Kurz vor dem „Loch“ machen wir Pause, essen, trinken, sammeln Kraft. Auf dem Rückweg läuft ein Schakal an uns vorbei.
Nach knapp drei Stunden sind wir zurück. Marie hat über sechs Kilometer geschafft – ganz allein. Es gibt ein Eis, viel Lob und ein breites Grinsen. Ein Tag voller Wildnis, Weite und Stolz am Fish River Canyon.Les mer
Kolmanskop - Diamanten-Geisterstadt
9. juni 2025, Namibia ⋅ 🌬 19 °C
Heute besuchen wir Kolmanskuppe, die berühmte Geisterstadt nahe Lüderitz in der Namib-Wüste. Schon bei der Anfahrt weht uns feiner Sand entgegen, und am Horizont tauchen die ersten verfallenen Häuser auf – ein faszinierender Anblick.
Kolmanskuppe war Anfang des 20. Jahrhunderts eine der reichsten Städte Afrikas. Nach dem Fund großer Diamantenvorkommen entstand hier eine deutsche Siedlung mit Kasino, Krankenhaus, Kegelbahn und sogar einer Eisfabrik. Doch als die Diamantenfunde nachließen und neue Felder erschlossen wurden, verließen die Menschen den Ort. Seit den 1950er Jahren erobert die Wüste die Stadt zurück.
Eigentlich wollten wir an einer Führung teilnehmen, kommen aber zu spät. Stattdessen nutzen wir die praktische Audiotour aufs Smartphone. So erkunden wir die Ruinen in unserem eigenen Tempo – mit spannenden Infos zu jedem Haus direkt aufs Ohr.
Der Sand hat sich durch Türen und Fenster gedrückt, ganze Räume stehen kniehoch unter feinen Dünen. Marie stapft neugierig durch den Sand, spielt Entdeckerin und lauscht mit uns den Geschichten über das frühere Leben hier.
Zum Schluss genießen wir den Ausblick vom Hügel hinter der Stadt. Kolmanskuppe liegt still und verlassen im goldenen Nachmittagslicht – ein Ort voller Geschichte und Staunen.
Fazit: Die Audiotour ist eine tolle Alternative zur Führung. Kolmanskuppe beeindruckt durch seine Stille, seine Geschichte – und den Zauber der langsam versinkenden Häuser.Les mer
Lüderitz
5.–9. jun. 2025, Namibia ⋅ 🌬 18 °C
Wir erreichen Lüderitz, die kleine Hafenstadt im Südwesten Namibias. Jens kennt den Ort noch aus alten Windsurfmagazinen – hier wurden Weltrekorde aufgestellt, in einem eigens angelegten Kanal in der Lagune. Keine Windwellen, maximale Geschwindigkeit von über 100 Km/h. Heute wirkt Lüderitz etwas heruntergekommen. Einige Häuser erinnern noch an die deutsche Kolonialzeit, der Hafen ist klein. Für Marie finden wir einen Spielplatz, während wir zu Fuß die Stadt erkunden. Viel gibt es nicht zu sehen.
Wir übernachten in einem Backpackers Hotel mit einfachem Campground auf der Rückseite. Zwar ohne Meerblick und nicht besonders idyllisch, aber dafür zentral gelegen. Schön ist das Wiedersehen mit Marvin, seiner Freundin und seinem Land Rover – wir verbringen gemeinsam einen geselligen Abend im Restaurant. Das Essen überrascht positiv. Besonders schön: ein Restaurant direkt an der Lagune. Während wir essen, taucht die Sonne die Landschaft in goldenes Licht – ein perfekter Moment.
Das eigentliche Highlight ist das Umland. Die Wüste reicht bis ans Meer, und spannende Offroad-Strecken warten. Jens und Marie wollen im Sprinter Regina beim Joggen begleiten, doch der Trail wird so unwegsam, dass sich die Rollen umkehren: Regina hilft dem Sprinter beim kniffligen Abstieg. An einer Stelle schaufeln wir Sand in tiefe Auswaschungen, um wieder zur Piste zu gelangen – das Ganze halten wir in einem kurzen Video fest.
Auch der Wind spielt mit: Jens geht in der Lagune hinter dem Speed-Kanal kitesurfen. Der Neuner-Schirm steht gut, und er ist ganz allein auf dem Wasser – nur ein paar Vögel leisten Gesellschaft.
Lüderitz selbst bleibt hinter unseren Erwartungen zurück. Aber die wilde Landschaft, die Offroad-Abenteuer und die besondere Atmosphäre machen den Aufenthalt lohnenswert. Und: Wir treffen unsere Reisebekanntschaften Michael und Barbara wieder, die wir zuletzt in Luanda in Angola gesehen haben. Auch sie sind mit einem Mercedes Sprinter unterwegs. An zwei Abenden sitzen wir gemeinsam am Lagerfeuer, tauschen Geschichten aus – solche Begegnungen machen das Reisen besonders.Les mer
Unterwegs nach Lüderitz
4. juni 2025, Namibia ⋅ ☀️ 26 °C
Auf dem Weg nach Lüderitz übernachten wir irgendwo direkt an der Piste. Überall ist das Land eingezäunt, so dass wir nicht einfach links oder rechts in die Natur fahren können. Zum Glück ist hier so wenig Verkehr, dass nicht einmal ein Auto vorbei fuhr. Für uns Großstädter unvorstellbar.Les mer
Sossusvlei - vertrocknete alte Bäume
4. juni 2025, Namibia ⋅ ☀️ 28 °C
Sossusvlei steht heute auf dem Programm – ein Highlight unserer Namibia-Reise. Schon am Vorabend machen wir uns auf den Weg. Die Anfahrt ist holprig: Schotterpisten, Wellblech, Staub. Der Sprinter klappert, drinnen legt sich eine feine rote Sandschicht über alles.
Am Straßenrand finden wir ein Springbok-Geweih – Regina ist begeistert. Ein kleines, symbolisches Safari-Mitbringsel.
Am Parkeingang wollen wir Tickets für den nächsten Morgen kaufen, doch ein Mitarbeiter sagt, das sei auch spontan am nächsten Tag möglich. Klingt unkompliziert, also fahren wir zum Stellplatz. Während Regina kocht, recherchiert Jens – und findet heraus, dass es besser wäre, die Tickets vorab zu besorgen. Regina fährt nochmal zurück. Zunächst läuft alles gut, doch ein Vorgesetzter entscheidet: „Nein, das geht nicht.“ Nach einer Diskussion bleibt es dabei. Etwas frustriert kehrt Regina zurück. Wir essen, genießen den Sonnenuntergang, sitzen am Lagerfeuer.
Am nächsten Morgen stehen wir früh am Gate. Zehn Autos sind schon da. Um halb acht wird geöffnet. Regina fragt sicherheitshalber nochmal – und erfährt: Man hätte am Vorabend kaufen können. Naja. Weiter geht’s.
Die Fahrt nach Sossusvlei ist atemberaubend. Die Sonne geht auf, Oryxantilopen und Springböcke ziehen vorbei, am Horizont steigen Heißluftballons auf. Ein surreales Bild. Wir halten, machen Fotos. Nach 30 Kilometern endet der Asphalt. Ab hier dürfen nur Allradfahrzeuge weiter. Wir fahren los, bleiben im Tiefsand stecken, lassen Luft ab – und kommen dann problemlos durch.
Am Parkplatz frühstücken wir. Danach geht es zu Fuß weiter ins Deadvlei: eine ausgetrocknete Seebett mit über 500 Jahre alten, abgestorbenen Kameldornbäumen. Durch das trockene Klima sind sie nie verwest – sie stehen wie schwarze Skulpturen in dem weißen Bett, umgeben von roten Dünen. Ein bizarrer, schöner Ort. Es wirkt surreal. Wir wandern eine der hohen Dünen hinauf. Von oben haben wir einen großartigen Blick über die Landschaft. Der Abstieg wird zur Sandrutschbahn – Marie hat riesigen Spaß. Drei Stunden verbringen wir hier – ein echtes Naturwunder. Und Marie ist alles alleine gelaufen! Ehrlich gesagt wundern wir uns ein bisschen, wie viel Trubel um ein paar alte, abgestorbene Bäume gemacht wird. Klar, Deadvlei ist fotogen – aber dass hier so viele Touristen aus aller Welt anreisen, wirkt auf uns fast ein wenig übertrieben. Ein bisschen viel Tohuwabohu für so viel Stille. Aber, wir sind ja auch hier.
Zurück am Stellplatz wird es heiß. Marie bekommt zur Belohnung ein Eis – der perfekte Abschluss für einen eindrucksvollen Tag voller Staub und Dünen.Les mer
Hoch oben auf dem Gamsbergpass
2. juni 2025, Namibia ⋅ ☀️ 23 °C
Heute fahren wir durch einige der schönsten Landschaften Namibias – atemberaubend weit, einsam, aber leider auch nur über Schotterpiste erreichbar.
Wir erreichen den Gamsbergpass, eine spektakuläre Passstraße, die uns auf über 1800 Meter über dem Meeresspiegel führt. Der Pass gilt als einer der höchsten und eindrucksvollsten in Namibia, mit grandiosen Aussichten auf das Khomas-Hochland und das darunterliegende Namib-Tal.
Am späten Nachmittag finden wir einen traumhaften Stellplatz mit Panoramablick über die Region – ein echter Geheimtipp. Von hier aus sehen wir den Gamsberg in voller Pracht. Wir genießen den Moment, bestaunen das weite Land und den eindrucksvollen Tafelberg, dessen Plateau auch als beliebter Ort für astronomische Forschung gilt.
Am Abend wird gegrillt. Wir machen ein kleines Lagerfeuer, sitzen gemütlich beisammen und schauen zu, wie die Sonne langsam hinter den Bergen versinkt. Die Nacht ist ruhig, klar, und der Sternenhimmel über uns ist unbeschreiblich.
Am nächsten Morgen wollen wir eigentlich noch auf den Gipfel fahren – doch leider ist die Straße gesperrt. Das Max-Planck-Institut für Astronomie betreibt hier oben eine Forschungsstation, und der Zugang ist nur mit besonderer Genehmigung erlaubt.
Also brechen wir auf und setzen unsere Fahrt fort – wieder über staubige, einsame Pisten. Wir fahren weiter in Richtung Sossusvlei und freuen uns auf neue Abenteuer in den roten Dünen der Namib.Les mer
Abenteuer zum Brandberg
30. mai–1. jun. 2025, Namibia ⋅ ☀️ 29 °C
Gemeinsam mit unseren Freunden Carmen, Sandro und dem kleinen Theo machen wir uns auf den Weg zum Brandberg – dem höchsten Berg Namibias. Die Anfahrt ist spektakulär: Rote Pisten schlängeln sich durch die karge Landschaft, vorbei an Felsen und weiten Ebenen. Wir entdecken sogar die seltenen, faszinierende Pflanzen Namibias: die Welwitschia mirabilis. Diese urzeitliche Pflanze wächst ausschließlich in der Namib-Wüste und kann über 2.000 Jahre alt werden. Sie besteht aus bandartigen Blättern, die mit der Zeit ausfransen und sich am Boden ausbreiten. Trotz der extremen Trockenheit überlebt die Welwitschia durch Nebel und tiefe Wurzeln.
Am Nachmittag finden wir einen traumhaften Übernachtungsplatz mitten im Messum-Krater - eine gewaltige, rund 20 Kilometer breite Caldera, die vor über 130 Millionen Jahren im Zuge gewaltiger vulkanischer Aktivitäten entstand. Was heute bleibt, ist eine atemberaubende, fast surreale Landschaft aus Basaltflüssen, uralten Gesteinsformationen und weiter, stiller Leere. Es ist angenehm mild. Wir steigen auf einen kleinen Berg und genießen die Aussicht. Am Abend sitzen wir zusammen und genießen den vorerst letzten gemeinsamen Abend.
Am nächsten Tag fahren wir noch ein Stück gemeinsam in Richtung Brandberg weiter, bevor sich unsere Wege trennen. Unsere Freunde fahren in den Norden und wir bleiben noch eine Nacht am Brandberg an einen abgelegenen, traumhaften Platz in einer Schlucht. Auch dieser Abend ist ruhig und mild. Wir sitzen am Lagerfeuer bis plötzlich intensive Tiergerüche, unter dem funkelnden Sternenhimmel Afrikas, in der Luft liegen. Mit der Taschenlampe sehen wir nichts, doch wir ziehen uns lieber ins Fahrzeug zurück und schlafen bald ein.Les mer
Maries 4. Geburtstag
29. mai 2025, Namibia ⋅ 🌙 18 °C
Heute ist ein ganz besonderer Tag. Marie wird vier Jahre alt. Und als sie heute früh im Sprinter aufwacht, hängt da plötzlich eine Geburtstagsgirlande. Die Sonne scheint durch die Fenster und Marie reibt sich die Augen. Dann flüstert sie ganz aufgeregt:
„Papa… hab ich heute Geburtstag?“
„Ja, mein Schatz, du hast heute Geburtstag! Alles, alles Liebe!“ Regina und Jens nehmen sie in den Arm. Glückwünsche, Umarmungen, Küsse – so beginnt dieser Tag voller Freude. Auf dem Tisch steht schon eine Tüte mit Geburtstagsüberraschungen! Marie reißt aufgeregt das erste Geschenk auf – ein Paw Patrol-Auto! Dann noch eins! Sie kann es kaum fassen. Ihre Augen leuchten.
Sie reißt die Schiebetür auf und ruft laut in den blauen Morgenhimmel: „Ich hab Geburtstag heute!“
Sandro, Carmen und Theo kommen zu ihr: „Herzlichen Glückwunsch, Marie!“ Sie lacht und hüpft vor Freude. Bald sitzen wir alle zusammen draußen – Regina hat Pancakes gebacken, Maries Lieblingsfrühstück. Oben drauf brennen vier kleine Kerzen. Marie pustet sie mit einem kräftigen „Huuuuuuh!“ aus, alle klatschen. Es ist warm, der Himmel ist strahlend blau, und wir genießen ein gemütliches Geburtstagsfrühstück unter Namibias Sonne.
Danach spielen die Kinder natürlich sofort mit den neuen Paw Patrol-Fahrzeugen. Chase und Marshall. Theo ist begeistert. Die beiden tauchen komplett ein in ihre eigene kleine Abenteuerwelt.
Gegen späten Vormittag machen wir uns auf den Weg – ein Ausflug zum Indoor-Spielplatz im „The Dome“ ist geplant. Regina hatte extra gestern angerufen, alles war abgesprochen. Marie und Theo wechseln sich auf dem Weg ab – mal mit dem Fahrrad/Laufrad, mal mit dem Roller. Es ist ein schöner Spaziergang. Doch als wir ankommen: der Indoor-Spielplatz hat zu. Ausgerechnet heute. Das ist Afrika.
Zum Glück entdecken wir draußen eine große Hüpfburgenlandschaft. Die Kinder juchzen, vergessen sofort den geplatzten Plan. Sie hüpfen, toben, lachen sie. Als die Kinder irgendwann müde und glücklich sind, nehmen wir uns ein Taxi zurück zum Campingplatz. Die Rückfahrt ist eng, aber lustig – alle quetschen sich rein, alle sind bester Laune. Zurück am Platz zaubert Regina Muffins – frisch gebacken, herrlich duftend. Vom Vortag haben wir sogar noch Apfelstrudel und eine selbstgemachte Eissplittertorte - Jens Lieblingstorte. Und so feiern wir weiter – Kaffee, Kuchen, Kinderlieder und Kinderlachen.
Marie bekommt noch mehr Geschenke – ein wunderschönes Buch, einen Herzstein, Gummibärchen von Theo. Dann telefonieren wir mit Oma und Opa - Marie bekommt noch mehr Paw-Patrol Figuren. Sogar ein Paket von ihrem Kita-Freund Leonas bekommt Marie – extra mitgebracht von Reginas Eltern. Marie packt es aus, während wir per Videotelefonie mit Leonas verbunden sind. Ihre Augen werden immer größer: alles von Paw Patrol - ein T-Shirt, ein Sonnenhut, kleine Figuren, ein Malbuch, sogar der Hubschrauber mit Skye! Alles so liebevoll ausgesucht. Marie ist überglücklich.
Am Abend dann das große Finale: Wir gehen ins SPUR, ein Restaurant mit einem riesigen Indoor-Spielplatz. Es ist laut, wuselig, typisch Familienrestaurant – aber die Kinder sind im Himmel. Kletterturm, Rutschen, Bauklötze, Malstation, sogar virtuelle Bewegungsspiele. Marie bekommt noch eine Maske und ein kleines Gummitierchen geschenkt.
Wir hätten sogar sagen können, dass sie Geburtstag hat – dann hätten die Angestellten für sie gesungen. Aber heute war alles schon perfekt. Wir essen, wir lachen, wir genießen. Am späten Abend kehren wir zurück. Die Kinder sind aufgedreht, voller Eindrücke. Doch kaum im Bett, schläft Marie ein – mit einem Lächeln im Gesicht.
Es war ein ganz, ganz wunderbarer Geburtstag. Für Marie. Für uns alle. Ein Tag voller Sonne, Freude, Abenteuer und Liebe – mitten in Namibia.Les mer
Mit Freunden in Swakopmund
23. mai 2025, Namibia ⋅ ☀️ 27 °C
Wir fahren nach Swakopmund – und freuen uns riesig, denn hier treffen wir endlich wieder unsere Schweizer Freunde: Carmen, Sandro und Theo. Wir haben uns im Desert Sky Backpackers verabredet. Die drei sind schon seit ein paar Tagen hier. Die Freude über das Wiedersehen ist groß – besonders Marie freut sich ganz doll, Theo endlich wiederzusehen. Als die beiden sich entdecken, umarmen sie sich sofort und fangen direkt an zu spielen, als hätten sie sich nie getrennt.
Auch wir Erwachsenen genießen das Wiedersehen. Wir tauschen uns aus über unsere Erlebnisse seit dem letzten Treffen und merken, wie gut es tut, vertraute Gesichter wieder um sich zu haben.
Fast eine Woche verbringen wir gemeinsam in Swakopmund – mit Spaziergängen in der Stadt, gemeinsamen Abendessen, Kaffee und Kuchen und vielen kleinen, schönen Momenten. Regina kann hier mal wieder joggen gehen, auch mal mit Jens, und macht Übungen auf der Matte.
Die Kinder spielen begeistert miteinander, bauen Sandburgen, matschen mit Wasser oder flitzen mit dem Roller umher. Theo entdeckt Maries Roller für sich und lernt in dieser Woche sogar das Rollerfahren. Marie hatte beim letzten Mal noch gezögert, mit Pedalen Fahrrad zu fahren, also nehmen wir sie zunächst ab. Das Fahrrad als Laufrad klappt super, bald kommen die Pedalen wieder dran – und sie saust fröhlich los.
Swakopmund macht das alles möglich. Die Stadt wirkt sehr europäisch – mit Promenaden, Bordsteinen und Radwegen. Perfekt also für Roller- und Fahrradabenteuer.
Diese Woche mit unseren lieben Schweizer Freunden ist ein echtes Geschenk. Wir genießen die gemeinsame Zeit, lassen es uns gut gehen – und spüren, wie wertvoll solche Begegnungen auf Reisen sind.Les mer
Treffen und Wanderung im Elisenheim
22. mai 2025, Namibia ⋅ ☀️ 22 °C
Nach unserem Aufenthalt in Windhoek zieht es uns wieder etwas in die Natur nach Elisenheim, außerhalb der Stadt. Hier waren wir bereits vor drei Wochen und haben unseren Quirl vom Milchschäumer vergessen. Dieser wartet nun auf uns und wir können wieder tollen Kaffee mit Milchschaum machen - hmmm lecker!
Am nächsten Morgen zieht es uns in die Natur. Wir machen eine kleine Wanderung hinauf auf einen Hügel hinter dem Camp. Der Weg ist steinig, die Sonne warm – und unser persönliches Highlight: Marie läuft die ganze Strecke von über anderthalb Stunden und knapp 500 Höhenunterschied, selbst! Mit ein wenig Fantasie und jeder Menge Paw-Patrol-Spielszenen, die wir am Vorabend beim gemeinsamen Film geschaut hatten, machen wir aus dem Aufstieg eine geheime Mission: Der Sendemast, auf demGipfel des Hügels wird zur versteckten Paw-Patrol-Zentrale, unterwegs entdecken wir magische Meteoritensteine, die uns Superkräfte verleihen. Marie ist ganz in ihrer Rolle – mutig, entschlossen, voller Energie. Oben angekommen genießen wir die Aussicht auf Windhoek in der Ferne – stolz, verschwitzt und ziemlich glücklich.
Der Abstieg verlangt dann doch ein wenig elterliche Muskelkraft: Marie ist platt und darf getragen werden. Nach wenigen Minuten schläft sie in der Kraxe ein. Ein schöner Ausflug mit garantiertem Muskelkater am nächsten Tag.
Am Nachmittag kommt Marvin, ein Reisebekannter, in der Guestfarm an. Am Abend sitzen wir gemeinsam im bayrischen Restaurant und essen sehr gutes Cordon blue mit Kroketten und Salat, trinken Bier, tauschen unsere Reiseerlebnisse aus und genießen das Wiedersehen.
Nach nur einer Nacht geht es für uns am nächsten Morgen auch schon wieder weiter. Aber wir werden Marvin bestimmt noch mal wiedersehen.Les mer
Werksattbesuch in Windhoek
20. mai 2025, Namibia ⋅ ☀️ 18 °C
Nachdem wir Gestern Regina's Eltern am Flughafen verabschiedet haben übernachteten wir in einem Guesthous in Windhoek. Die namibische Hauptstadt empfängt uns heute mit angenehmem Trubel und europäisch-afrikanischem Flair. Wir haben einiges zu erledigen: Großeinkauf, Kleidung besorgen – und vor allem steht eine wichtige Reparatur an unserem Sprinter an.
Schon seit einiger Zeit begleitet uns ein nerviges Quietschen vom Antriebsstrang. Genauer gesagt: von der Kardanwelle, die das Getriebe mit der Hinterachse verbindet. Besonders das hinterste Kreuzgelenk, direkt vor der Hinterachse, macht Probleme. Dort setzt Sand, Wasser und Dreck dem Bauteil besonders zu – Verschleiß ist da fast vorprogrammiert. Jens hatte das Gelenk schon einmal ausgebaut und wieder gängig gemacht. Damals hörte das Quietschen zwar auf, aber das Gelenk hatte schon deutliches Spiel. Der Effekt hielt nicht lange. Nun ist es endgültig Zeit für eine professionelle Lösung.
Nach einigem Hin und Her finden wir schließlich eine Spezialwerkstatt, die sich genau auf solche Fälle spezialisiert hat: Instandsetzung von Kardanwellen – nichts anderes. Der Betrieb ist deutschsprachig, familiär geführt und sehr gut ausgestattet. Die Mitarbeiter sind ausgesprochen freundlich und kompetent. Nach kurzer Rücksprache mit dem Chef baut Jens die Welle auf dem Werkstatthof aus und begleitet anschließend den gesamten Instandsetzungsprozess in der Halle – ein spannender und lehrreicher Einblick in die Technik.
Die Reparatur dauert insgesamt sechs Stunden. Das liegt nicht nur am Austausch des Gelenks – auch Teile der Welle, in die das Gelenk verpresst ist, müssen ersetzt werden. Dazu kommt ein neues Mittellager, das sich im ausgebauten Zustand gleich mitwechseln lässt. Die Qualität der verbauten Ersatzteile ist beeindruckend, und besonders das präzise Auswuchten der Welle wird mehrfach wiederholt. Der Chef ist Perfektionist und will auch die kleinsten Vibrationen ausschließen – das bringt zusätzliche Arbeit, zahlt sich aber aus.
Am Ende ist die Welle sogar neu lackiert – ein schöner Bonus. Beim Einbau hilft ein Mitarbeiter tatkräftig mit, sodass alles schnell und reibungslos vonstattengeht. Der Preis? Für die geleistete Arbeit und die hohe Qualität der Teile absolut fair.
Nach getaner Arbeit gönnen wir uns einen Großeinkauf in einem Supermarkt, der sogar deutsche Produkte im Regal führt – was für ein Fest! Am nächsten Tag geht’s noch in eine Shopping Mall: Wir decken uns mit warmen Jacken und Schuhen ein. Der Herbst kommt, und auf der Westseite Südafrikas kann es nun öfter regnen. Morgens liegen die Temperaturen teilweise nur noch bei 10 Grad oder darunter – da ist warme Kleidung ein Muss.
Windhoek – eine Stadt voller Kontraste, hilfreicher Hände und einer perfekt instandgesetzten Kardanwelle. Wir sind bereit für die Weiterreise Richtung Süden!Les mer
Ein emotionaler Abschied in Windhoek
19. mai 2025, Namibia ⋅ ☁️ 24 °C
Unser letzter gemeinsamer Morgen beginnt ruhig in der Lodge. Das Frühstück ist üppig: frisches Obst, Joghurt, Wildaufschnitt, Brot und Eier. Wir genießen die letzten Stunden mit Maria und Peter in aller Ruhe.
Danach brechen wir zum Flughafen in Windhoek auf. Der Flug geht erst am Abend, also bleibt genug Zeit. Gegen frühen Nachmmittag kommen wir an und essen noch einmal gemeinsam im Flughafen-Restaurant. Es ist eine schöne Gelegenheit, um die Reise Revue passieren zu lassen.
Dann geben Reginas Eltern ihr Mietauto zurück – alles läuft reibungslos. Schließlich kommt der Moment des Abschieds. Regina fällt es besonders schwer. Drei intensive Wochen liegen hinter uns, voller schöner Erinnerungen. Sie umarmt ihre Eltern feste. Regina bleibt noch lange stehen und winkt, bis ihre Eltern durch in der Sicherheitskontrolle verschwunden sind und nicht mehr zu sehen sind. Erst dann kann sie sich losreißen. Danach fahren wir – nun nur noch zu dritt – weiter nach Windhoek. In unseren Gedanken klingt der Abschied noch lange nach. Es war ein wunderschönes Kapitel dieser Reise. Bis zum nächsten Mal.Les mer
Zurück in Namibia
16. mai 2025, Namibia ⋅ ⛅ 24 °C
Die Grenze von Botswana nach Namibia zieht sich ganz schön – nach etwa zweieinhalb Stunden sind wir endlich durch. Kaum wieder in Namibia, laufen uns schon die ersten Paviane über den Weg. Ein schöner Empfang!
Unser erster Stopp ist ein Campingplatz, der gemäß unserer Camperapp Leoparden und ein Nashorn beherbergen soll – doch beide sind inzwischen nicht mehr da. Der Platz wirkt etwas in die Jahre gekommen und ist recht teuer, aber da es schon Nachmittag ist, bleiben wir eine Nacht hier. Das Frühstück am nächsten Morgen ist leider enttäuschend.
Weiter geht’s – wir halten in der nächsten Stadt zum Einkaufen und fahren dann zur West Nest Lodge. Eine tolle Anlage mit weitem Gelände, Spielplatz, Minigolf und Tieren wie Zebras, Pfauen, Antilopen und sogar Giraffen. Leider ist wegen einer Veranstaltung kein Zimmer mehr frei, also schlafen Maria und Peter wieder im Dachzelt – inzwischen Routine. Am Nachmittag genießen wir den Indoor-Pool, Marie übt fleißig Schwimmen, Regina erkundet mit ihr das Gelände, und abends sitzen wir gemütlich zusammen.
Am nächsten Tag geht es weiter – mit einem Stopp im Farmershop, wo wir leckeres Wildfleisch und Pies kaufen. Der nächste Campingplatz ist einfach, aber sauber. Zwar stehen wir auf Sand, doch es gibt einen eigenen Waschraum mit heißem Wasser und Zugang zu einem grünen Garten. Die Zimmer hier sehen super aus und sind sehr günstig.
Wir bleiben zwei Nächte, genießen ein reichhaltiges Frühstück und ein fantastisches Abendessen: frischer Salat und als Hauptgang ein zartes Oryx-Steak. So verbringen wir die letzten Tage mit Maria und Peter – entspannt, naturnah und rundum schön.Les mer
Botswana am Okavango River
13.–15. mai 2025, Botswana ⋅ ⛅ 27 °C
Nach der Fahrt von Namibia nach Botswana verändert sich die Landschaft – und mit ihr die Tierwelt: Wo zuvor Elefanten, Giraffen, Antilopen und Strauße unseren Weg kreuzten, begegnen uns nun Kühe, Esel und Hühner. Unser Ziel ist die Shakawe River Lodge, malerisch direkt am Okavango gelegen.
Regina, Jens und Marie übernachten auf dem Campingplatz auf, während Maria und Peter eine Lodge beziehen – direkt nebeneinander, was ideal ist. Die Lodge liegt ruhig am Fluss, wir sind die einzigen Gäste. Beim Frühstück beobachten wir ein Krokodil im Wasser, und Marie spielt begeistert mit dem Sohn des Managers, der sogar mit uns zu Abend isst – Blumenkohl ist sein Favorit!
Uns gefällt es so gut, dass wir spontan eine zweite Nacht bleiben. Botswana ist teuer (150 € für die Lodge, 40 € für den Campingplatz), aber Regina verhandelt einen guten Preis. Den Abend verbringen wir am Lagerfeuer, während Marie weiter mit ihrem neuen Freund spielt. Am nächsten Morgen sehen wir sogar ein Krokodil an Land.
Die Weiterfahrt wird durch Hochwasser am Okavango erschwert – die geplante Route ist unpassierbar. Kurz vor Sonnenuntergang finden wir einen Wildcampplatz. Inzwischen sind auch Maria und Peter geübt im Zelten. Wieder genießen wir ein gemeinsames Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel.
Am nächsten Tag kehren wir mittags in ein kleines Café ein, bevor wir einen Campingplatz auf 1700 m Höhe erreichen – es ist kühl, aber am Feuer angenehm warm. Maria und Peter wollten ein Zimmer, doch zunächst ist alles ausgebucht. Wir bekommen einen schönen Stellplatz mit Überdachung, Tisch und Stühlen. Später wird doch ein Zimmer frei, aber sie bleiben im Dachzelt.
Die Nacht ist ruhig – abgesehen von einem nächtlichen Grunzen, vermutlich ein Warzenschwein. Am Morgen frühstücken wir wieder gemeinsam, dann geht’s weiter Richtung Namibia.Les mer
Mahango Nationalpark
11. mai 2025, Namibia ⋅ ☀️ 29 °C
Heute verlassen wir Divundu und fahren in Richtung Süden. Ursprünglich wollten wir den Caprivi-Streifen bis ganz nach Osten durchqueren, dann über den Schobern-Nationalpark in Pozzuola nach Maun und schließlich zurück nach Windhoek. Doch diese Route wäre gut 1200 Kilometer länger – und wir müssen am 19. Mai zurück in Windhoek sein, weil Reginas Eltern dann ihren Rückflug haben. Also entscheiden wir uns für eine kürzere, gemütlichere Strecke, die uns mehr Zeit zum Entspannen lässt.
Unsere Reise beginnt allerdings holprig, denn unser Mietwagen macht wieder Probleme. Die Batterie ist weiterhin unzuverlässig. Schon zum dritten Mal müssen wir Starthilfe geben. Reginas Eltern haben mittlerweile den Ablauf verinnerlicht: Kaum ist der Motor abgestellt, wird sofort die Kühlbox vom Strom getrennt – sonst zieht sie die Batterie leer. Wir haben den Vermieter bereits kontaktiert, doch bislang gibt es keine wirkliche Lösung.
Schließlich schaffen wir es in den Mohange-Nationalpark. Direkt beim Einfahren machen wir eine Mittagspause. Doch als wir weiterfahren wollen, springt das Auto wieder nicht an. Wieder geht es ans Telefon – der Vermieter versichert uns, die Batterie sei neu und die Spannung sei in Ordnung. Trotzdem bleibt ein mulmiges Gefühl.
Dann werden wir für die Mühe belohnt: Gleich zu Beginn sehen wir Giraffen und Zebras in der Savanne. Paviane turnen zwischen den Bäumen, und am anderen Ufer des Okavango entdecken wir sogar Wasserbüffel. Ein Stück weiter stehen über zehn Elefanten am Flussrand, majestätisch und beeindruckend. Wir sehen auch Warzenschweine, Weißkopfseeadler und verschiedene Antilopenarten – die Tierwelt hier ist unglaublich lebendig.
Am Abend entscheiden wir, noch nicht nach Botswana zu fahren, sondern am Parkeingang auf einem Wildcamp-Spot die Nacht zu verbringen. Reginas Eltern sind etwas nervös – es ist ihr erstes Wildcamping-Erlebnis. Doch wir machen ein Lagerfeuer, kochen unser Abendessen und lassen den Tag entspannt ausklingen. Später, in der Dämmerung, sehen wir noch eine Warzenschweinfamilie, die durch einen Sumpf zieht, bevor die Nacht über uns hereinbricht.
Am Morgen genießen wir ein gemeinsames Frühstück, bevor wir erneut in den Park aufbrechen. Eigentlich wollen wir nach Botswana weiterfahren – der direkte Weg wäre kostenlos, aber wir entscheiden uns spontan, noch einmal eine kleine Straße am Fluss entlang zu erkunden. Doch kaum sind wir abgebogen, taucht ein Ranger-Fahrzeug hinter uns auf. Wir müssen umkehren und erneut Eintritt zahlen, weil wir den Park offiziell wieder betreten haben.
Trotz der Pannen und Umwege verbringen wir den ganzen Vormittag und Mittag noch einmal im Park. Später am Tag geht es dann wirklich Richtung Botswana, doch die Probleme mit dem Auto begleiten uns weiter.
Der Tag war lang, aufregend und voller tierischer Begegnungen – genau das, was wir uns von unserer Afrika-Reise erhofft hatten. Auch wenn das Auto uns immer wieder fordert, lassen wir uns die Freude an diesem Abenteuer nicht nehmen. Morgen geht es weiter, und wer weiß, welche Überraschungen Botswana für uns bereithält.Les mer
Luschies Adieu
10.–13. mai 2025, Namibia ⋅ ☀️ 29 °C
Wir fahren nach Rundu – über 400 Kilometer liegen vor uns. Die Strecke zieht sich, aber zum Sonnenuntergang erreichen wir den Campingplatz. Er liegt wunderschön, direkt am Fluss, der hier die Grenze zu Angola bildet. Alles ist sehr naturbelassen, das Rauschen des Wassers und die Rufe der Vögel füllen die Luft. Wir bauen unser Zelt auf, Reginas Eltern richten sich in ihrem Dachzelt ein, und wir lassen den Abend gemütlich ausklingen. Die Nacht verläuft ruhig – nur die Geräusche der Natur umgeben uns.
Am nächsten Morgen begrüßt uns die afrikanische Wildnis mit zwitschernden Vögeln und frischer Morgenluft. Nach dem Frühstück geht es weiter zu einem anderen Camp, ebenfalls direkt am Fluss, aber etwas weitläufiger. Dort treffen wir wieder auf Alexandra und David, die es aus der Werkstatt geschafft haben – alles ist repariert. Die Freude ist groß, dass wir uns wiedersehen! Wir grillen zusammen, sitzen lange beisammen und genießen die gemeinsame Zeit.
Am nächsten Morgen klingelt der Wecker früh – um 5 Uhr sind wir schon auf den Beinen. Um halb 6 brechen wir auf zum Buffalo Nationalpark. Das Tor steht offen, aber niemand ist da, also fahren wir einfach hinein. Noch in der Dunkelheit sehen wir die ersten Tiere – ein Elefant im Busch, dann viele Antilopen. Wenig später stoßen wir auf eine Elefantenherde, die majestätisch zwischen den Bäumen auftaucht. Die schmalen, sandigen Straßen verstärken das Gefühl von Abenteuer.
Wir halten an einem Picknickplatz für unser Frühstück. Plötzlich hören wir das tiefe Fauchen eines Löwen, ganz nah. Peter, Reginas Vater, steht ein Stück entfernt, zieht sich gerade im Busch um und entdeckt etwa 50 Meter entfernt eine Löwin, die eine Antilope jagt. Wir springen auf, aber im dichten, hohen Gras können wir die Löwin nicht mehr entdecken – nur die verletzte Antilope läuft noch durch die Büsche.
Nach diesem aufregenden Moment setzen wir unsere Fahrt durch den Park fort, genießen die wilde Landschaft und verbringen den gesamten Vormittag in dieser unberührten Natur. Am Nachmittag kehren wir zurück ins Camp. Diesmal nehmen Reginas Eltern ein Zimmer, während wir wieder auf dem Campingplatz übernachten. Der Abend wird gemütlich – wir backen Brot im Feuer, machen ein schönes Lagerfeuer und sitzen noch lange zusammen. Es ist wahrscheinlich unser letzter gemeinsamer Abend mit Alexandra und David für eine Weile. Die beiden ziehen weiter Richtung Osten im Capri i Streifen, während wir Richtung Süden aufbrechen – durch den Mahango-Nationalpark, weiter nach Botswana, um nicht so viele Kilometer mit Reginas Eltern fahren zu müssen.
Wir haben Alexandra und David zuerst in der Elfenbeinküste am Strand kurz vor Weihnachten getroffen. Dann haben wir uns in Benin verabredet, um eigentlich nur Nigeria zusammen zu fahren. Aber wir haben uns so gut verstanden, dass wir nun fast 4 Monate zusammen gereist sind. Nun müssen wir unseren in Herz geschlossenen lieben Luschis verabschieden - was uns allen sehr schwer fällt.
Bevor uns unsere Wege trenne, frühstücken wir am nächsten Morgen noch alle schön zusammen. Anschließend tanzt Marie noch mit Alexandra und David den „Baby Boogie Tanz“. Dann heißt es auf Wiedersehen zu sagen. Wir umarmen wir uns alle fest und wünschen uns eine gute Weiterreise. Wir hoffen, dass wir uns bald wiedersehen! Tschüß Luschis!Les mer

ReisendeWir haben uns selbst die Luschis genannt, weil wir alle immer so frühmüde sind und ins Bett gehen (20 Uhr) und morgens spät aufgestanden sind (8 Uhr) und uns sportlich wenig betätigt haben. 😅
Friends @ Sachsenheim
6.–8. mai 2025, Namibia ⋅ ☀️ 28 °C
Wir fahren zum Camping Sachsenheim. Der Name klingt sehr deutsch – und tatsächlich: Es ist ein deutscher Familienbetrieb. Die Chefin spricht deutsch. Der Campingplatz sieht schön aus, wenn auch die Preise etwas gehoben sind. Reginas Eltern haben sich diesmal ein Zimmer gegönnt – nach vielen Nächten im Dachzelt wollten sie mal wieder ein festes, warmes Bett. Der Zimmerpreis von 145 Euro ist zwar ordentlich, aber der Komfort scheint es wert zu sein. Marie sollte zunächst den vollen Campingpreis zahlen, aber Regina handelte geschickt, sodass es bei 5 Euro blieb. Einziger Wermutstropfen: Am ersten Abend gab es nur kaltes Wasser auf dem Platz, sodass Regina zum Duschen auf das warme Wasser im Zimmer ihrer Eltern ausweichen musste, während Alexandra und David tapfer die kalte Dusche nahmen.
Am Platz angekommen, treffen wir Sandro, Carmen und Theo wieder – Freunde, die wir das letzte Mal in der Elfenbeinküste gesehen haben, wo wir gemeinsam Weihnachten und Silvester gefeiert haben. Ein herzliches Wiedersehen! Theo und Marie sind sofort losgezogen und haben ausgelassen gespielt.
Am ersten Abend gehen wir gemeinsam ins Restaurant des Campingplatzes. Es gibt ein Buffet, sogar mit Wild, das wirklich lecker war. Wir sitzen alle zusammen an einer großen Tafel, genießen das gute Essen und die Gesellschaft. Später sitzen wir noch lange bei den Autos zusammen, lachen viel und genießen den Abend.
Der nächste Tag ist ebenfalls herrlich entspannt. Wir springen alle zusammen in den Pool, und die Kinder spielen den ganzen Tag ausgelassen miteinander. Alexandra und David müssen kurz in die Werkstatt, bringen auf dem Rückweg aber Grillfleisch mit. Abends grillen wir gemeinsam, lassen den Tag bei kühlen Getränken ausklingen und genießen die Zeit in vollen Zügen.
Am nächsten Morgen trennen sich unsere Wege wieder. Alexandra und David fahren in die nächste Stadt zur Werkstatt, während wir langsam zusammenpacken, einkaufen und schließlich Richtung Caprivi weiterziehen.Les mer
Etosha Nationalpark
4.–6. mai 2025, Namibia ⋅ ☀️ 29 °C
Wir fahren über staubige Sandpisten zum westlichen Gate des Etosha-Nationalparks. Am Tor müssen wir Formulare ausfüllen, der Kühlschrank wird kontrolliert, Parkgebühren bezahlt – und dann sind wir endlich drin.
Unsere erste Station ist das Okaukuejo Camp. Schon auf dem Weg dorthin sehen wir Zebras und Antilopen. Der Campingplatz selbst ist für den Preis leider enttäuschend – ein Rollsplittplatz in der prallen Sonne, ohne Schatten. Aber im Nationalpark darf man nur auf den offiziellen Plätzen übernachten, also bleibt uns nichts anderes übrig.
Der Vorteil des Okaukuejo Camps: Es hat ein Wasserloch, an dem oft Tiere auftauchen. Wegen der Regenzeit sind es weniger als sonst, aber wir sehen trotzdem einige Zebras und Antilopen.
Als ich gerade mit Regina und Marie zum Pool gehen will, ruft jemand: „Elefanten am Wasserloch!“ Wir drehen sofort um, holen die anderen – und schaffen es gerade noch, eine Elefantenherde zu sehen, die sich langsam entfernt. Ein echter Gänsehautmoment.
Danach geht Regina mit Marie doch noch zum Pool. Das Wasser ist eiskalt, aber Marie will gar nicht mehr raus – sie genießt es in vollen Zügen.
Kurz vor dem Abendessen dann die nächste Überraschung: Plötzlich stehen Eva und Dani vor uns! Wir wussten, dass sie aus Angola nach Namibia unterwegs sind, aber dass wir uns hier treffen, ist ein riesiger Zufall. Nach vier Monaten Wiedersehen ist die Freude groß. Wir verabreden uns, in Kontakt zu bleiben, und freuen uns schon auf ein baldiges Wiedersehen.
Am nächsten Morgen frühstücken wir zusammen. Marie spielt viel mit Eva und hat richtig Spaß. Dann geht es weiter auf Safari-Tour in den Norden des Parks. Wir sehen riesige Herden von Gnus und Zebras, Antilopen und seltene Vögel wie Marabus und Trappen.
Am Abend erreichen wir das Halali Camp, unser nächster Übernachtungsplatz. Auch hier gibt es ein Wasserloch, aber diesmal bleibt es ruhig – keine Tiere in Sicht.
Am nächsten Morgen starten wir früh, um 7 Uhr, und sehen Elefanten, Giraffen, Gnus und Eland-Antilopen – Etosha von seiner besten Seite.
Nach knapp drei Tagen voller Abenteuer und unvergesslicher Tierbegegnungen geht es für uns wieder raus aus dem Park.Les mer
Mount Etjo – Safari-Abenteuer
2.–4. mai 2025, Namibia ⋅ ☀️ 25 °C
Heute beginnt ein echtes Abenteuer. Wir sind in Namibia, einem Land voller Kontraste und wilder Natur. Unser Ziel: die Mount Etjo Lodge, 1.600 Meter hoch gelegen, umgeben von atemberaubender Landschaft und wilden Tieren.
Auf der holprigen Piste zur Lodge sehen wir die ersten Giraffen – für uns alle ein magischer Moment. Wir halten an, springen aus den Autos und greifen zu den Kameras. Neben den Giraffen entdecken wir auch Antilopen, die uns neugierig beobachten.
Die Lodge selbst ist schick, aber unser Campingplatz liegt drei Kilometer weiter, mitten im Nirgendwo. Dort angekommen, merken wir, dass der Platz für unsere drei Autos zu klein ist – obwohl wir das extra so gebucht hatten. Nebenan liegt ein größerer, leerer Platz, aber der sei angeblich reserviert. Also arrangieren wir uns irgendwie, machen ein schönes Feuer und genießen den Abend. Die Ausstattung ist top – Küche mit warmem Wasser, Duschen drinnen und draußen, Toilette – alles da.
Am nächsten Morgen stellen wir fest, dass der Nachbarplatz immer noch frei ist. Auf Nachfrage dürfen wir dann beide Plätze nutzen – eine kleine Entschädigung, die uns freut.
Später nutzen wir die Lodge und ihren Pool – der allerdings eiskalt ist. Nur Marie und Regina trauen sich rein, während wir anderen die Tierwelt am angrenzenden Wasser beobachten: ein Nilpferd und Flamingos stolzieren am Ufer entlang.
Am Nachmittag starten wir zu einer Safari. Unser Guide Gimmi ist aufmerksam und witzig. Zuerst sehen wir Antilopen und viele Giraffen. Dann entdeckt Regina ein Nashorn – wir beobachten es in aller Ruhe. Später sehen wir sogar ein junges Nashorn mit seiner Mutter, die sich etwas scheuer im Gebüsch halten. Der Höhepunkt kommt am Wasserloch, wo wir eine ganze Elefantenfamilie entdecken – bis zu acht Tiere, darunter auch kleine Elefanten. Sie kommen über einen Damm direkt auf uns zu und ziehen direkt an uns vorbei, keine fünf Meter entfernt. Anschließend sxhwimmt ein Nilpferd direkt auf uns zu. Wir müssen alle ins Auto steigen. Gimmy, unser Guide ma ht laute Geräusche, um es zu vertreiben. Es scheint, als es für uns extra posiert u d reißt das Maul mehrere Male direkt vor uns weit auf – ein Moment, den wir nie vergessen werden.
Auf dem Rückweg wird es dunkel. Wir müssen noch einem anderen Safari-Auto mit zwei Plattenreifen helfen. Unser Guide wechselt die Reifen routiniert, und wir kommen schließlich alle sicher zurück ins Camp.
Zurück am Campingplatz lassen wir den Abend am Feuer ausklingen – die Geräusche der afrikanischen Nacht um uns herum und über uns der funkelnde Sternenhimmel.Les mer
Ein freudiges Wiedersehen
29. april 2025, Namibia ⋅ ☁️ 23 °C
Wir sind zurück in Windhoek – diesmal aus einem besonderen Grund: Wir erwarten Besuch! Unser Lager schlagen wir auf dem charmanten Campingplatz Elisenheim im Norden der Stadt auf. Der Platz wird liebevoll betrieben von einem Deutschen und einer deutschsprachigen Namibierin. Es ist ruhig, gepflegt, herzlich – wir fühlen uns sofort wohl. Auch Alexandra und David sind mit dabei. Gemeinsam freuen wir uns auf den morgigen Tag: Reginas Eltern kommen!
Früh am nächsten Morgen geht es los – voller Vorfreude. Doch schnell merken wir: Es gibt zwei Flughäfen in Windhoek. Und natürlich landen Maria und Peter am internationalen Flughafen – über eine Stunde außerhalb der Stadt. Wir kommen leicht verspätet an, aber das macht nichts. Die beiden sitzen entspannt in einem Café und frühstücken. Die Wiedersehensfreude ist groß. Wir setzen uns dazu und genießen den Moment: Gemeinsam, in Namibia!
In den kommenden drei Wochen steht eine Rundreise mit dem Mietcamper durch Namibia und Botswana an. Alexandra und David begleiten uns, und bevor es richtig losgeht, verbringen wir zwei Tage in Windhoek. Maria und Peter haben sich ein kleines Gästehaus gemietet.
Am ersten Abend feiern wir unser Wiedersehen gemeinsam mit Alexandra und David in einem bekannten Gasthaus: Joe’s Bierhaus. Zwischen afrikanischem Flair, kaltem Bier und gutem Essen stoßen wir an – auf das Wiedersehen, das Abenteuer und das Leben!
Marie übernachtet die nächste Nacht bei Oma und Opa - und das klappt wunderbar! Sie kuschelt sich glücklich ins Bett. Am nächsten Morgen hüpft sie freudestrahlend auf den Betten. Nach dem Frühstück holen wir alle zusammen dann den Mietcamper ab – bereit für wilde Landschaften, neue Erfahrungen und unvergessliche Momente. Namibia und Botswana – wir kommen!Les mer
Das Matterhorn Namibias
26. april 2025, Namibia ⋅ 🌙 23 °C
Heute führt uns unsere Reise zur beeindruckenden Spitzkoppe – auch bekannt als das „Matterhorn Namibias“. Diese markante Granitformation ragt rund 700 Meter aus der Ebene und entstand vor etwa 120 Millionen Jahren. Sie zählt zu den ikonischsten Landschaften des Landes.
Wir fahren nicht in den offiziellen Park, sondern folgen einer Piste hinter das Massiv. Dort finden wir einen traumhaften Stellplatz – ruhig, einsam, direkt an einem großen Granitfelsen. Die warme Nachmittagssonne taucht alles in goldenes Licht. Natürlich klettern wir hinauf – auch Marie ist mit dabei – und genießen die Aussicht über das weite Land.
Bald entdecken wir am Horizont eine aufziehende Gewitterfront. Noch ist alles ruhig, doch dann überrascht uns eine heftige Windböe. Unsere Markise hebt ab – ein Gelenk bricht. Zum Glück ist Jens schnell zur Stelle: Mit Geschick und ein wenig Improvisation repariert er den Schaden. Danach ist alles wieder in Ordnung.
Erst jetzt wird es richtig gemütlich. Wir entzünden unser Lagerfeuer, sitzen zusammen, schauen in die Glut. Das Gewitter zieht in der Ferne vorbei – der Regen bleibt uns erspart. Dafür erleben wir ein spektakuläres Naturschauspiel: dramatische Wolkenformationen, zuckende Blitze am Horizont und ein unvergesslicher Sonnenuntergang.
Wir verbringen eine ruhige, schöne Nacht an diesem besonderen Ort – ein Moment voller Natur, Abenteuer und Stille. Am nächsten Morgen geht es weiter, doch dieser Platz wird uns lange in Erinnerung bleiben.Les mer
SUP-Abenteuer mit neugierigen Robben
24. april 2025, Namibia ⋅ ☀️ 18 °C
Am nächsten Tag fahren wir nach Walvis Bay und weiter zur Pelican Point. Als der Sand beginnt, lassen wir den Reifendruck auf etwa ein Bar ab – diesmal klappt alles problemlos, und wir schaffen es bis zu den Robbenkolonien. Hier leben etwa 60.000 bis 80.000 Robben in mehreren Gruppen. Wir fahren eine Weile zwischen ihnen herum – es ist faszinierend, aber auch intensiv: Der Geruch von toten Robben und Urin liegt deutlich in der Luft.
Nach einer kleinen Pause treffen wir zwei Arbeiter vom Leuchtturmhotel. Wir kommen ins Gespräch und fragen sie, ob wir mit den Robben schwimmen dürfen. "Klar, kein Problem", sagen sie. Gesagt, getan – wir fahren schnell zurück zum Auto, ziehen unsere Wetsuits an und gehen ins Wasser. Auf dem Rückweg sehen wir sogar zwei Schakale, die friedlich am Strand schlafen.
Kaum sind wir im Wasser, kommen die ersten neugierigen Robben angeschwommen. Leider dämmert es schon, deshalb bleibt es bei einem kurzen Erlebnis. Wir beschließen, die Nacht hier zu verbringen, um am nächsten Morgen mit dem SUP aufs Wasser zu gehen.
Früh am nächsten Morgen pumpt Regina das SUP auf, und zusammen mit Marie geht es direkt vor dem Frühstück aufs Wasser. Marie ist begeistert – sie strahlt übers ganze Gesicht, will gar nicht mehr vom SUP herunter. Die Robben sind unglaublich neugierig, schnuppern am Paddel, tauchen unter dem Board durch und zeigen kleine Kunststücke: Sie winken mit der Flosse oder strecken die Schwanzflosse in die Luft. Einige kommen sogar ganz nah heran und riechen an unseren Händen – ein wunderschönes Erlebnis.
Später gehen auch Jens und David ins Wasser. Vorher hatte David allerdings einen jungen Seehund am Strand erschreckt. Als er dann ins Wasser geht, schwimmt genau dieser Seehund auf ihn zu und beißt ihn ins Knie – so heftig, dass David sogar blutet. Jens, der direkt daneben steht, bleibt verschont. David läuft zurück zum Strand, versorgt seine Wunde, während Jens zu Regina und Marie aufs SUP steigt, und gemeinsam beobachten sie weiter die verspielten Robben.
Anschließend wagen sich auch Alexander und David noch einmal aufs SUP und genießen die besondere Stimmung auf dem Wasser.
Nach dem Frühstück fahren David und Alexander ins Krankenhaus in Walvis Bay. David bekommt sicherheitshalber eine Tollwut- und Tetanus-Impfung – zum Glück ohne weitere Probleme.Les mer
Sandboarden Swakopmund
19. april 2025, Namibia ⋅ ☀️ 19 °C
Heute geht es früh los: Wir haben eine Sandboarding-Tour gebucht und starten direkt am Morgen. Vor uns liegt ein beeindruckendes Panorama aus goldgelben Dünen – endlos weit und atemberaubend schön.
Die freundlichen Guides begrüßen uns gut gelaunt und geben eine kurze Einweisung. Dann bekommen wir Boards, Helme und dünne MDF-Platten fürs Bauchrodeln. Der erste Aufstieg ist noch leicht, aber mit jedem weiteren Durchgang spüren wir die Anstrengung deutlich mehr.
Wir werden in Anfänger und Erfahrene aufgeteilt. Jens nutzt seine alten Snowboard-Skills und gleitet souverän den Hang hinab. Auch Regina meistert die erste Abfahrt erstaunlich gut – und hat sofort Spaß daran.
Insgesamt fahren wir sechsmal die Düne hinunter – mal auf dem Board, mal auf dem Bauch. Beim Rodeln erreichen wir über 60 km/h – Adrenalin pur! Unsere Tochter Marie wird liebevoll betreut, darf rutschen und läuft den Hang tapfer hinauf, auch wenn das nicht ihr Lieblingsteil ist.
Zum Abschluss genießen wir ein einfaches, leckeres Picknick mit belegten Sandwiches, Softdrinks und Bier. Es gibt T-Shirts als Andenken – und vom mitgereisten Fotografen bekommen wir tolle Fotos und Videos. Ein perfekter Vormittag in der namibischen Wüste!Les mer
Westlicher Kontrast an Namibias Küste
18. april 2025, Namibia ⋅ ☀️ 18 °C
Swakopmund – der Name allein weckt Neugier. Die Stadt wurde Ende des 19. Jahrhunderts von deutschen Siedlern gegründet, als Namibia noch Deutsch-Südwestafrika hieß. Damals suchte man einen geeigneten Hafen am Atlantik, um Waren und Menschen sicher an Land zu bringen. Mitten zwischen Wüste und Ozean entstand eine kleine, europäisch geprägte Stadt. Bis heute erinnern die Kolonialbauten, die Straßenschilder und sogar einige Bäckereien an diese Zeit.
Als wir nach Swakopmund hineinfahren, spüren wir sofort: Hier ist alles anders. Die Stadt überrascht uns – und zwar gewaltig. Nach den weiten, staubigen Landschaften und den kleinen, oft improvisierten Orten im Inland stehen wir plötzlich in einer Umgebung, die sehr geordnet und westlich wirkt. Die Straßen sind sauber, kein Müll liegt herum. Große, gepflegte Häuser säumen die Alleen, die Vorgärten sind grün und sorgfältig angelegt. Es fühlt sich fast an, als wären wir in Europa oder Amerika gelandet – nur dass die Wüste direkt hinter der Stadt beginnt und der kalte Atlantik vor uns liegt.
Wir machen uns auf die Suche nach einem Platz zum Übernachten. Unser erster Halt ist ein Campingplatz, doch der ist leider voll belegt. Also ziehen wir weiter – zum Glück finden wir wenig später ein Backpacker Hostal mot Campingmöglichkeit. Der Platz gefällt uns auf Anhieb: Er ist sauber, liebevoll gestaltet und die Duschen sind top! Auch eine Gemeins haftsküche mit jeder Menge Kochutensilien gibt es. Wir richten uns ein und spüren sofort: Hier bleiben wir gern. Schon am ersten Abend treffen wir interessante Menschen. Christian zum Beispiel. Er stammt aus der französischsprachigen Schweiz und ist ein echter Weltenbummler. Gerade kommt er aus Indien, wo er längere Zeit verbracht hat, und jetzt erkundet er Afrika. Auch James lernen wir kennen. Er kommt aus den USA, hat sich in Swakopmund verliebt und beschlossen, hier den Rest seines Lebens zu verbringen. Gerade sucht er eine eigene Wohnung, doch solange lebt er im Backpacker. Hier treffen wir auch eine holländische Familie: Rob, Inge und ihre zwei Jungs, acht und zehn Jahre alt. Marie ist sofort begeistert – sie versteht sich super mit den beiden und spielt von morgens bis abends. Auch die Jungs freuen sich jedes Mal riesig auf das gemeinsame Spielen. Rob und Inge sind genauso entspannt und nett. Sie haben ihre Jobs pausiert und reisen jetzt elf Monate lang durch Afrika.
Am nächsten Tag machen wir uns auf, um Swakopmund richtig kennenzulernen. Wir schlendern durch die hübschen Straßen mit den bunten Häusern und den vielen kleinen Läden. Anschließend zieht es uns hinunter zur Strandpromenade. Marie fährt mit ihrem Fahhrad. Der Atlantik rauscht leise, die Luft ist frisch und klar. Fast fühlt es sich an wie an der Ostsee – sogar ein Pier ragt hinaus ins Meer. Wir entdecken ein Strandbad mit einem gepflegten Sandstrand.
Angrenzend gibt es einen Spielplatz Dort tobt sich Marie glücklich aus. Ein Stück weiter an der Promenade entdecken wir dann einen Bereich voller riesiger Hüpfburgen – ein Paradies für Kinder. Marie strahlt über das ganze Gesicht und springt unermüdlich. Direkt nebenan gibt es eine kleine Fischbude – und sie entpuppt sich als wahres Juwel. Regina probiert den frischen Fisch und ist begeistert: Es ist der beste Backfisch, den sie je gegessen hat. Nebenan gibt es einen kleinen Eisstand. Jens gönnt sich ein Eis. Während wir entspannt am Rand sitzen, die Sonne genießen, hüpft Marie unentwegt umher.
Am darauffolgenden Morgen zieht es uns erneut in die Stadt. Wir finden ein kleines, uriges Café, das uns sofort an die Wohnzimmer unserer Großeltern erinnert. Die Einrichtung ist altmodisch, die Atmosphäre heimelig. Um uns herum sitzen vor allem ältere Menschen, viele weiße Namibier, die hier ihren Kaffee und Kuchen genießen. Auch wir lassen uns verschiedene Sorten köstlichen Kuchen schmecken und trinken dazu frisch gebrühten Kaffee. Danach schlendern wir weiter durch die ruhigen Straßen Swakopmunds – eine Stadt, die mit ihrem Charme und ihrer besonderen Stimmung auf ganz eigene Weise verzaubert.Les mer
Skeleton Nationalpark
17. april 2025, Namibia ⋅ ☀️ 29 °C
Wir übernachten in Palmwag – eigentlich hatten wir dort eine Wanderung geplant, aber die war uns dann doch zu teuer. Schade, denn die Gegend ist wirklich wunderschön. Sanfte Hügel, offene Weite, und diese friedliche Stille. Und, wie wir später feststellen, gibt es hier Giraffen. Statt zu wandern, fahren wir weiter – vorbei an Springböcken, die über die Straße hüpfen und wir sehen das erste Mal Zebras. Wir freuen uns riesig. So stellen wir uns Afrika vor.
Unser Weg führt uns Richtung Skelettküste, doch bevor wir den Nationalpark erreichen, biegen wir ab, weit hinein in die Landschaft. Wir finden einen Stellplatz hinter einer Düne – abgeschieden, ruhig, mitten in der Natur. Das Gras steht hoch, weht weich im Wind. Wegen der Regenzeit ist alles grün – ein seltener Anblick hier, und einfach wunderschön.
Wir verbringen den Nachmittag gemütlich: Marie schaukelt an ihrer kleinen Schaukel, wir backen Muffins im Topf über dem Feuer. Abends lodert ein großes Lagerfeuer, und über uns spannt sich ein klarer, beeindruckender Sternenhimmel. Ein perfekter Tag.
Am nächsten Morgen geht's weiter – hinein in den Skelettküsten-Nationalpark. 200 Kilometer Sandpiste liegen vor uns. Übernachten dürfen wir hier nicht, also fahren wir die Strecke am Stück. Die Landschaft verändert sich dramatisch: Von saftig grüner Steppe gleiten wir in eine trockene, graue Sandwüste. Es ist faszinierend, wie abrupt der Übergang ist.
An der Küste erreichen wir schließlich Cape Cross. Dort gibt es einen kleinen Campingplatz, wo David noch Diesel nachtankt. Und dann – eine Überraschung: Wir treffen Marvin wieder! Ein kurzes, nettes Gespräch, dann fahren wir weiter zum Wildcampspot direkt am Meer.
Dort lassen wir den Tag ausklingen: ein weiteres Lagerfeuer, Brot backen im Topf, Meeresrauschen im Hintergrund. Einfach sein. Es ist einer dieser Abende, an die man sich noch lange erinnern wird.Les mer




















































































































































































































































































































































































































































































Reisende
Wieder sehr tolle Aufnahmen. 👍 Danke fürs Teilen.