Serbia
Vojvodina

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48 travelers at this place

  • Day27

    E23 - Nijemci-Ruma

    September 20, 2020 in Serbia ⋅ ⛅ 25 °C

    In Nijemci wurde ich altmodisch vom krähenden Hahn geweckt. Dieser machte nämlich pünktlich um 05:15 im Hühnerstall nebenan Radau. So wirklich Lust zum weiterfahren habe ich nicht. Das unbequeme Sofa bot aber auch keine Argumente um noch weiter liegen zu bleiben.
    Ich erstelle also die Packung und pedalliere um 07:00 in den Dorfkern. Dort hoffte ich auf einen Kaffee, welcher nicht mit Nespresso-Konzentrat hergestellt wurde. In einer Bar wurde ich dann auch glücklich gestellt und teilte mir einen grossen Tisch mit einem Lastwagenfahrer, welcher bereits sein erstes Bier genoss.

    Um acht Uhr nahm ich dann die ersten 20km bis an den Grenzübergang zu Serbien auf mich.
    Der Verkehr war nicht wirklich präsent. Ich hatte eine Art Dejavu als ich die lange, gerade Strasse entlang fahre und einfach die einzige Person weit und breit bin. Hat etwas von Freiheit, bei einem Grenzübergang während einer Pandemie kann dies aber auch ein sehr schlechtes Zeichen sein. Vor dem Übergang liegt noch ein kleines Dorf mit dem obligatorischen Tankstellen/Alkoholladen. Ich halte an um mein Wasservorrat wieder aufzufüllen und erfahre beiläufig, dass der Zoll in Betrieb ist, aber erst um 13:00 öffnet.
    Schöne Sache, da sitze ich also 3h auf einem wackligen Plastikcampingstuhl und beobachte herumlaufende Hühner.

    Endlich stand der Zeiger kurz vor der 1 und ich machte mich auf vor die Schranke. Pünktlich wurden die Schranken dann auch gehoben und ich gelange an ein Häusschen in welchem 3 serbische Beamte sich den Platz streitig machten. Das Fensterchen wurde von einer Dame geöffnet, welche vor sich auf dem Schreibtisch die Pistole und ein belegtes Brötchen positioniert hatte. Nachdem ich mein Anliegen an die Dame geäussert hatte, begann erneut eine hitzige Diskussion mit den anderen Zollbeamten. Das Gespräch hörte sich jedoch zunehmend schlechter an und irgendwann hiess es, dass ich nicht einreisen dürfte, da ich mehr als 2 Tage in Kroatien war. Wenig später wurde aber dann das Gespräch noch einmal angeregt, da es plötzlich eventuell doch wieder funktioniert, wenn ich einen negativen Covid19 Test vorlegen könne. Dies konnte ich natürlich auch nicht. Die Frau hatte scheinbar wirklich Verbarmen mit mir und tätigte ein Telefonat. Anschliessend teilte Sie mir mit, dass ich passieren dürfte, wenn ich nicht in Serbien einreise, sondern lediglich Serbien als Durchreise verwende. Die Durchreise sei auf 24h begrenzt. Ich schaute sie dann ironisch an und zeigte auf mein Fahrrad. Sie lachte nur und meinte "This is your new challenge" und zwinkerte mir lachend zu.
    Ich nahm die Geste dankend an und radelte neben einer Kolonne von wartenden LKW vorbei Richtung Sid, das erste grössere Dorf in Serbien. An einer Tankstelle gönnte ich mir dann eine Dose Cola. Die Bezahlung nahm ich mit einer 2€ Münze vor und bekam dafür 10 Stück Dinar-Banknoten als Wechselgeld zurück. Ach ja, schon wieder eine neue Währung.

    Etwas nach Sid wurde dann ein Campingplatz an einem See ausgeschildert. Ich nutzte die Gelegenheit und begnügte mich dafür heute mit einer kurzen Tour (46km).
    Ich wurde nicht enttäuscht. Ein wunderschöner Campingplatz und herrliches Wetter. Leider keine Sanitären Anlagen, dafür mit Anwohner, welche scheinbar schlechte Erfahrungen mit den Campinggästen gemacht haben. Dies bekam meine Packtasche zu spüre, denn diese wurde von einem sichtlich genervten Anwohner gleich einmal durch die Gegend gekickt.
    Als ich ihn dann darauf ansprechen und die Situation entschärfen wollte, stiess ich schnell an meine Handlungsgrenzen. Der ältere Mann war extrem aggressiv und konnte kein Wort Englisch. Irgendwann stampfte der Herr dann weg und schrie andere Campinggäste an. Ich war immer noch perplex, fing dann aber trotzdem an mein Abendessen zuzubereiten. Dann tauchte plötzlich Ivan auf. Er ist Serbe und reist jedes Jahr 6000-8000km mit seinem Tourenrad umher. Er erklärte mir dann, dass der ältere Mann ein bekannter Chaot, zertifizierter Griesgram und Alkoholiker hier in der Gegend sei.
    Wir haben länger miteinander gesprochen und er konnte mir sehr viele Tipps für die Reise in Serbien mitgeben. Die Tour nach Istanbul ist er selbst auch schon mehrmals gefahren.
    Anschliessend verkroch ich mich dann auch schon ins Zelt.

    Heute Morgen genehmigte ich mir etwas mehr Zeit im Schlafsack. Ich wusste, dass ich nur knapp 60km nach Ruma vor mir hatte. Dies bereute ich schon früh, da ein stetiger Gegenwind mir die 60km wie 100km vorkommen lies. In Ruma angekommen, konnte ich seit längerer Zeit wieder eine Art von Luxus erkennen. Die Bewohner hatten wieder Markenkleider an, fuhren Elektrofahrräder und auch die Autos klangen nicht mehr wie Traktoren. Ich sah sogar auch einen recht neuen BWM, welcher an einer Kreuzung ein Burnout vollführte - natürlich mit Schweizer Nummernschild. In Ruma genehmigte ich mir dann ein neues 4 Sterne Hotel, wurde dann aber mit einem Raucherzimmer ausgestattet. Als ich das Zimmer dann nicht annehmen wollte, wurde mir gesagt, dass dies in Serbien ein Luxus sei, wenn man im Bett rauchen könne.
    Ich stellte dann klar, dass ich gerne in die rauchfreie Holzklasse wechseln würde.
    Die nette Dame konnte dies kaum verstehen, gab mir aber ein neues Zimmer, welches prompt die hälfte kostete. Komisches Land =)

    Morgen geht es weiter, noch ein letztes Mal über Hauptstrassen, bis nach Belgrad. Endlich, endlich, endlich treffe ich die Donau an.

    Ride on
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  • Day19

    Backa Palanka, backa Palanka

    July 19, 2019 in Serbia ⋅ ⛅ 27 °C

    Wir schälten uns heute morgen aus dem von der Nacht nassen Zelt..ich habe vom Regen nicht wirklich viel mitbekommen..Maria schon..der hielt sie davon ab sich die Ohropax zu holen..sagen wir mal es war nicht der Beste Morgen..😅..glücklicherweise ist Maria nicht nur wie ein Eichhörnchen, welches kostbare Dinge versteckt und sich dann nicht mehr erinnern kann wo genau sie liegen..sondern sie ist auch wie eine Solarzelle..Heute waren 30°C..Maria brauchte keine Stunde um wieder voll dabei zu sein..ich bin bei der Hitze ja eher so ein Kopfsalat..mit steter Stunde in der Hitze welker..😂..
    Wir haben heute nach knapp 100km Kroatien und die regelmäßig auf uns herabschauenden gekreuzigten nackten Männer vorerst hinter uns gelassen..aber wir kommen ja auf dem Rückweg wieder..Tatsächlich hat uns Kroatien nochmal ein willkommene Abwechslung beschert und zum krönenden Abschluss ein paar Wellen in die Landschaft gebaut..die 8% Steigung über längere Strecke sind schon deutlich angenehmer zu fahren als am Anfang..vor allem bergab..😁..
    Serbien hingegen hat nicht unbedingt den besten ersten Eindruck hinterlassen..bei dem ersten Ortsnamen "Backa Palanka" dudelte das Lied "la cucaracha" in meinem Kopf..ein kleines Donau Dschungeldorf mit Ananasbar am Traumstrand tat sich in meiner Vorstellung auf..Nunja..Wie soll ich sagen..offensichtlich machen die Leute hier nicht viel anderes als zu sterben..solch einen großen und zugleich schäbigen Friedhof hab ich lange nicht mehr gesehen..ob das was mit dem Fahrstil auf den engen Hauptstrassen oder der riesigen Fabrik gleich in der Stadt zu tun hat..oder vielleicht doch an dem nicht trinkbaren Leitungswasser oder den Müllbergen entlang des Weges..🤔..
    Ein paar Kilometer später war Serbien dann aber schonwieder gütig zu uns..wir schlafen im Garten hinter einem Restaurant und uns wurde sogar noch Mückenspray angereicht..das Hupen signalisiert Freude und keine Aggression und generell sind die Einheimischen ultra nett..
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  • Day21

    Autobahn & Wiesenweg

    July 21, 2019 in Serbia ⋅ ☀️ 31 °C

    Heute morgen aus dem wundervollen Haus loszufahren fiel uns schwer..der Weg nach Belgrad führte uns durch den wundervollen Vorort Zemun, wo wir von einem kopfsteingepflasterten Berg den ersten Blick auf die Stadt werfen konnten..wir waren beide schonmal hier, also haben wir nur kurz gestoppt für ein Essen und eine Full Body Massage..und dann ging es quasi über eine Autobahnbrücke sehr schnell wieder raus aus der Stadt..tatsächlich mussten wir nur via Feldweg zwei Straßen überspringen und waren bereits im ländlichsten Dorf..Staub, Abgas und wilder Verkehr waren schnell vergessen, als der Wegweiser auf zwei Bretter zeigte, die uns sicher über einen kleinen Moddergraben geleiten sollten..Hat glücklicherweise funktioniert..es schlossen sich zehn Kilometer Wiesenweg mit Schafkontakt an..Großartigerweise war grade frisch gemäht..und hier gibt es ihn endlich..den Donaudschungel..jedenfalls eine sehr faszinierende Sumpflandschaft..auf die Ananasbar warte ich jedoch vergeblich..
    In der nächsten Stadt endet grade ein Festival..wir stellen unser Zelt einfach zwischen die letzten Gäste..fällt garnicht auf..😁..

    Zu den Serben bleibt zu sagen - sehr nettes Völkchen..Nehmen aber auch kein Blatt vor den Mund..Gespräche mit interessierten Einheimischen, die der Meinung seien - die Fahrradreise tue meiner Figur sicher gut, sind jedenfalls keine Seltenheit..😅..
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  • Day54

    Ecocamp

    August 10, 2019 in Serbia ⋅ ☀️ 29 °C

    ...unsere Nacht war dann doch recht laut mit wenig Schlaf. Gestern Abend hatten wir uns entschlossen das wir heute fahren wollten....dementsprechend sind wir zeitig ins Bett gegangen. Unsere serbischen und bulgarischen Nachbarn hatten schon den ganzen Tag dem Rakija und Bier zugesprochen, was aber eine schöne und ausgelassene Stimmung mitbrachte...laute Musik, tanzen und viel Lachen...eigentlich dachten wir die Bande wäre dann früh k.o., aber weit gefehlt...gegen 22 Uhr ging es mit wankenden Schritten ins Dorf, ab zur richtigen Party...

    ...wir legten uns aufs Ohr...bis 24 Uhr, dann wurden wir durch ein lautes Feuerwerk geweckt und danach drehte Guca noch mal sanft am Lautstärkeregler...gegen 1 Uhr kamen dann der erste Teil der Bande zurück...nicht nüchterner und nicht leiser...aber man muss och jönne könne...alles gut

    Plötzlich merken wir das unser LKW wackelt..."wat is dat "...jemand benötigte unsere Schaufel die am Dach befestigt ist...normal 😂...wir konntem dem Kollegen aber mit einem Klappspaten aushelfen...die Party nebenan ging dann bis etwa halb drei...

    Pünktlich um 7 Uhr wecken drei Donnerschläge das Partyvolk, soll ja kein Spaß hier sein...danach stimmte der Nachbarshund wie jeden Morgen sein Gebell an...also aufstehen...etwas übermüdet, aber trotzdem gute Laune

    Das war ein sehr schönes Fest...laut, bunt, voller Leben...mit vielen verschiedenen Gerüchen und Gerichten...neuen faszinierenden Eindrücken und toller Musik...es war schön das wir hier waren...vielleicht bis demnächst

    ....wir fuhren Richtung Novi Sad, ca 250 km....kleiner Stopp am Wegesrand zum Einkaufen...sofort kommt ein jüngerer Kerl auf uns zu und quatscht mit uns...da wir zufällig vor einem Cafe stehen werden wir auf einen Espresso eingeladen....da ist es schon wieder...Gastfreundschaft pur...

    Kurz vor Novi Sad hatten wir uns ein kleines Ecocamp ausgesucht...schön auf einer Lichtung, heiße Duschen und Waschmaschine...und das alles umsonst

    ...die Ruhe können wir gebrauchen
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  • Day54

    Outside EU: Welcome in Serbia

    June 28, 2018 in Serbia ⋅ 🌧 19 °C

    We crossed the boarder to Serbia! Now, we have to get used to the cyrillic letters to find our way. At least language is almost the same as in Croatia. We ate lunch for ~4€ (~480 Dinar) both and two kids were begging. It felt like another world.

    On the way to Novi Sad, the rain was pooring for ten minutes so we had to make use of or plastic folia, hide and wait. :D it worked out!

    In Novi Sad, we visited a warmshower family who received a package from Germany from us that we could pick up at their place. We had a great chat with them, a juice and they even gave us a prepaid sim card!

    The city Novi Sad was astonishing! Young people everywhere on the streets drinking and chatting and we only made it to drink one wine because we were so tired. But it is an awesome city for all type of activities. Also, it could have been a part of Berlin or some other cool Western city ;) Wi loved the place immediately.

    We realized that we need to cycle ~100km per day for the next days that Jo catches his flight from Sofia. So, we keep going now! (wi)
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  • Day39

    Ruhe, Sombor, Apatin, Bač & Ruhe

    August 15, 2019 in Serbia ⋅ ⛅ 22 °C

    In Serbien lasse ich es ruhig angehen. Es war Gewitter für die Nacht und Regen für den Tag angesagt, also verlängerte ich mein Zimmer in Bezdan um einen Tag. Bei Kaffee und einer regionalen Tortenspezialität ging das auch ganz fein. Wlan und ein gemütliches Bett halfen natürlich auch.
    Am nächsten Morgen wollte ich schon früher los ins über 90km entfernte Bač. Das Hamburger Pärchen hatte auch einen Tag verlängert und sprach mich auf dem Weg nach draußen an: "ey, du hast nen Platten." Nicht schon wieder. Nach einem Cappucino sah ich mir die Sache an. Mit all der Übung war der Schlauch in Rekordzeit freigelegt. Wieder ein kleines Loch außen. Ich schaute mir alle Komponenten gründlich an und kam zu dem Schluss, dass der Reifen von innen kleine Risse hat, die die Schläuche beschädigten. Diesmal flickte ich den Schlauch. Dann ist die Stelle schonmal geschützt.
    Ich kaufte mir bei der Pekara (Bäckerei) Essen für den Tag und machte mich auf nach Sombor. Es ging über mäßig befahrene Landstraßen und ein Stück Damm. Links und rechts waren Felder, Sträucher, Bäume und ab und zu ein kleines Dorf. Bienenstöcke und Sonnenblumen sah ich massig.
    In der größeren Stadt Sombor brauchte ich nichts, also rollte ich nur durch die renovierte Innenstadt. Es sah wirklich nett und ordentlich aus, normal, könnte man sagen. Raus aus der Stadt verlief ein guter Radweg, dem ich aber zu lange folgte. Irgendwo war der Donauradweg abgebogen. Ich landete in einer Sackgasse. Ein kleiner Trampelpfad führte aber weiter. Ein Blick auf Googlemaps zeigte einen Weg, der wieder auf den rechten Pfad führen sollte. Ich war frisch drauf und lies mich auf das Abenteuer ein. Ich verbrachte anderthalb Stunden auf zugewachsenen Pfaden, Feldwegen und überquerte eine Eisenbahnbrücke, eine schöne Abwechslung.
    In der ebenfalls aufgeräumten Stadt Apatin kühlte ich mich mit einem Radler ab, bevor der letzte Schlag nach Bač über Borojevo auf Landstraßen folgte.
    Die kleine, rustikale Pension dort wird von einer Donauschwabin betrieben, die mich auf Deutsch empfing. Im Restaurant um die Ecke bekam ich eine tolle Grillplatte. Die Beine waren nach der langen Etappe durch und für den nächsten Tag war Regen angesagt, also verlängerte ich nochmal um eine Nacht. Morgen geht es dann nach Novi Sad.
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  • Day41

    Landflucht nach Novi Sad

    August 17, 2019 in Serbia ⋅ ⛅ 24 °C

    Vor meiner Abfahrt aus Bač (Batsch ausgesprochen) luden mich die Gastgeber noch auf einen türkischen Kaffee ein. Das alte Paar ist seit 48 Jahren zusammen und sie, die Donauschwabin, feiert morgen ihren 71ten Geburtstag. Die Vorbereitungen waren mir aufgefallen, so kamen wir ins Gespräch. Wie die meisten jungen Leute, sind ihre zwei Söhne in die Großstadt Novi Sad gezogen. Auf dem Land bleiben die Alten zurück. Es gibt aber auch Junge in der Kleinstadt Bač. Eine fröhliche Hochzeit mit Livemusik und Stretchlimousine konnte ich beobachten.
    In einer größeren Nachbarstadt hat auch der Automobilriese Magna ein Werk, das viele aus der Bevölkerung angezogen hat.
    Auf Empfehlung schaue ich mir vor der Abfahrt noch die Festung Bač an, oder besser gesagt, die Ruine. Ich las die Tafel mit all den wechselnden Herren: Römer, Barbaren, Ungarn, Mongolen, Serben, Türken. Hier war viel los. Wenn ich da an die deutsche Burg Eltz denke, die seit 800 Jahren in der Hand einer Familie ist, wird die Unruhe in der Balkanregion deutlich. Ein Franziskanerkloster mit bedeutender Bibliothek und das erste Krankenhaus der Region, gab es auch in dieser dörflich wirkenden, ehemaligen Königsstadt.
    Der Weg nach Novi Sad führt über Palanka (Plankenburg). Hier finde ich ein leichtes Mittagessen mit Salat und Hühnerfilet. Die Stadt ist aufgeräumt und lebhaft. Außerhalb der Stadt- und Dorfzentren werden die Unterschiede zur reichen Mitte Europas deutlich. Bei jedem Ort gibt es ein paar Feldwege, wo der Müll abgeladen wird. Straßenhunde sieht man hier auch öfters. Einige habe ich auch schon überfahren am Straßenrand gesehen. Ich habe sowieso schon einen halben Zoo mit Reifenspuren darauf gesehen: Echsen, Schlangen, Fretchen, Fuchs, Reh, Vögel und mehr.
    Die Etappe führte erst über die üblichen Landstraßen zwischen Feldern parallel zur Donau und dann über eine Straße auf dem Damm. Hier sah ich auch mal wieder den Fluss, der hier schnell und weniger breit fließt. Vor Novi Sad wohnen die Wohlhabenden am Ufer. Villen, Tennisplätze und Yachtclubs ziehen an mir vorbei. Der ein oder andere Bau zerrt am guten Geschmack; eine zusammengeschusterte Rieddach-Villa fängt meinen Blick im Vorbeifahren.
    Nach etwas Suche finde ich mein Apartmentzimmer in Novisad. Die Türbeschriftung nebenan und die Innenausstattung werfen die Frage auf, ob das Gebäude mal ein Puff war. Das Zimmer ist aber ordentlich und günstig. Morgen schaue ich mir die Stadt an.
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  • Day42

    Novi Sad City

    August 18, 2019 in Serbia ⋅ ⛅ 29 °C

    Die Innenstadt wurde auch in Novi Sad schön hergerichtet. Restaurierte Fassaden, neuer Pflastersteinboden. Viele Restaurants und Cafés mit hochwertigen Sitzgelegenheiten in der Fußgängerzone. In den etwas versteckten Hinterhöfen sind weitere Lokale und Läden.
    Es waren einige Touristen unterwegs, Kleingruppen von Chinesen natürlich auch. Passend dazu, gab es Souvenirläden und -stände.
    In einem Restaurant mit Dachterasse aß ich Cevapi mit Bratkartoffel und Salat. Unten Auf dem Platz spülte ich noch einen Eiskaffee nach.
    Sonst war bei mir nicht viel los in der Stadt. Ich brauchte nur etwas neuen Proviant und nutzte noch den Wäscheservice in der Pension. Von der Idee mit dem Friseur hatte ich mich wieder abgewandt. Die Matte ist ein guter Schutz gegen die Sonne, denn ich will keinen Hut tragen.
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  • Day379

    Abschied von Apatin

    August 20, 2020 in Serbia ⋅ ☀️ 26 °C

    Heute sind wir also um 8.15 gestartet und wir wollen zusammen fahren und irgendwo ankern. Nach einigen Kilometern Fahrt kommen die beiden längsseits und fragen ob sie mal bei mir mitfahren dürfen. Na klar und so wechselt erst Christoph das Schiff. Er schaut sich alles an, macht ein paar Fotos und Videos und wir unterhalten uns über das Segeln. Ich zeige ihm die Navigationsgeräte und das Funkgerät. Dann frage ich ihn ob er das Schiff mal steuern will und so übernimmt er die Pinne. Es macht ihm sichtlich Spaß.
    Nach einer Weile winken wir Juri heran und die beiden wechseln die Schiffe. Auch Juri übernimmt mit viel Freude die Pinne und auch hier drehen sich die Gespräche natürlich um das Segeln. Die beiden planen nach ihrer Rückkehr ein größeres Segelschiff zu kaufen und da sie ja aus Überlingen vom Bodensee kommen, ist das bestimmt keine schlechte Idee.
    Dann geht auch Juri wieder zurück auf sein Schiff und nach einigen weiteren Kilometern beginne ich einen passenden Ankerplatz für uns zu suchen. Nach knapp 80 km finden wir bei Sotin einen geeigneten Platz in einer geschützten Bucht und weit außerhalb der Fahrrinne.
    Gegen den Strom fahre ich das Ankermanöver und dann heißt es Fallen Anker. Danach fahren die beiden ihr Manöver und legen längsseits an.
    Nun wird erst einmal ne Runde geschwommen, immer mit ner Halteleine, denn die Strömung ist noch recht stark.
    So erfrischt, laden die beiden mich zum Essen ein und kochen für uns. Es gibt chinesisches, Reis mit Gemüse, Ei, Sojasosse und Curry. Ich spendiere noch ne Flasche Rotwein dazu und wir essen auf der Black Mermaid, weil hier etwas mehr Platz ist. Danach sitzen wir noch in der Plicht beim Licht der Petroleumlampe und Mückenfackeln. Die sind echt nötig, denn die Mücken sind hier sehr zahlreich und vor allem sehr aggressiv. So lassen wir den Abend gemütlich ausklingen, bis wir schlafen gehen.
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  • Day380

    Ankerplatz

    August 21, 2020 in Serbia ⋅ ☀️ 28 °C

    Wir starten um 9 Uhr und wollen uns wieder einen Ankerplatz suchen. Allerdings erst in ca. 100 km, weil wir es dann nicht mehr so weit haben bis Belgrad. Ich finde, die Donau wird immer schöner und vor allem an vielen Stellen sehr breit, fast wie ein See. Das ist wohl auch der Grund, weshalb wir immer häufiger Segelbooten begegnen. Die haben aber fast alle den Mast gestellt...... 😁
    Wir fahren durch Novi Sad, in der man noch einige Kriegsschäden sehen kann. Die Festung, zu der eine Brücke führte, von der aber nur noch die Pfeiler stehen und dann auch eine riesige Brücke, neben der das Schiff von Christoph und Juri wie ein Spielzeugschiff aussieht. Irgendwie finde ich diese Stadt bedrückend, vielleicht wegen der so offensichtlichen Kriegsschäden?
    Später gegen 17 Uhr finden wir einen wunderbaren Ankerplatz an einer sehr breiten Stelle. Wir fahren zwischen Buhnen ein, wo ich sehr nah ans Ufer fahren kann. Es werden die gleichen Manöver gefahren wie gestern und die Anker fallen gelassen. Zusätzlich bereite ich den 2. Anker für den Notfall vor. Sicher ist sicher.
    Dann gehen wir wieder ausgiebig schwimmen und anschließend revanchiere ich mich und koche für uns. Nur was einfaches, denn es ist schon relativ spät. Es gibt Nudeln und Tomatensoße und frisch geriebenen Parmesan, danach sitzen wir wieder in der Plicht und die beiden erzählen mir, dass sie einen Youtube Channel haben, auf dem sie ihre Fahrt dokumentieren. Also Leute besucht sie doch einfach dort und vor allem liked sie. Er heißt "Bootsbube" und die beiden werden sich sicher freuen, wenn ihr dort auch was schreibt.
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