United States
Washington County

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Travelers at this place
    • Day 4

      Fahrtag nach Vermont, USA

      September 24, 2023 in the United States ⋅ ☁️ 14 °C

      Sonntag,24.09.
      Guten Morgen, in 3 Monaten ist bereits Weihnachten. :-)

      Da wir nach dem Frühstück noch genug Zeit bis zum Check-Out um 11 Uhr hatten, gingen wir noch zu Fuß zum nahegelegenen St.-Josephs-Oratorium. Es ist eine römisch-katholische Basilika. Die repräsentative Kuppelkirche liegt an exponierter Stelle südwestlich des Mont Royal und bildet den höchsten Punkt der Stadt (sagt Wikipedia). Ein Shuttle Bus brachte uns gemeinsam mit anderen Besuchern den Hügel rauf. Wir sahen uns ein bisschen um und stellen fest, dass wir den Altersschnitt doch ziemlich senkten. Innen gab es auch eine Cafeteria und Souvenirstände. Den Weg zurück ins Tal bewältigten wir per pedes und checkten dann pünktlich kurz vor 11 aus.

      Mit 2x Metro und Bus 747 begaben wir uns zum Flughafen, um das Mietauto abzuholen, das für 13 Uhr reserviert war. Blöderweise war der Bus überfüllt und wir bekamen nur noch Stehplätze. Die Fahrt dauerte doch ca. 30 Minuten, aber gut. In der Garage des Flughafens fanden wir die Mietwagen-Schalter und stellten uns bei Alamo an. Vor uns war zum Glück nur ein Ehepaar. Sie brauchten zwar ewig, aber dann waren wir an der Reihe und konnten bald danach einen schwarzen Hyundai Elantra übernehmen. Diesmal hatten wir die Kategorie Midsize gebucht. Wir luden unsere Koffer ein und Werner übernahm das Steuer.

      Die erste Etappe brachte uns bis zur Grenze im Norden von Vermont. Wir hatten uns für einen äußerst kleinen Grenzübergang auf einer Nebenstraße entschieden und waren dann auch tatsächlich weit und breit die Einzigen, die des Weges kamen. Wahrscheinlich haben die beiden Beamten dort in ihrem Häuschen wenig zu tun. Unsere Pässe wurden gescannt und Fotos sowie Fingerabdrücke mussten wir auch abliefern. Tja, die paranoiden Amis halt. Die Beamten waren aber sehr freundlich und nach Bezahlung von je 6$ (für die Landeinreise, zusätzlich zu ESTA) konnten wir weiterfahren.

      Wir fuhren nun mehr oder minder immer entlang des großen Lake Champlain. Zwischendurch machten wir eine kurze Kekspause und hielten dann in Burlington, der mit ca. 45.000 Einwohnern größten Stadt des Bundesstaates Vermont. Wir schlenderten vorbei an der City Hall und durch die nette Fußgängerzone. Das Oktoberfest hatten wir leider um einen Tag verpasst. Beim Ben&Jerry's Eisladen gönnten wir uns zwei Tütchen zum exklusiven Preis von 16$. War aber wirklich seeeehr lecker. Der Laden schien zu brummen. Anschließend erkundeten wir noch die Supermärkte Target und Hannaford, wo wir ein paar Teile kauften. Nach ca. 45 Minuten weiterer Fahrt erreichten wir unser Tagesziel in Barre bei Montpelier. Dort hatten wir ein Airbnb gebucht. Die Suite war sehr geräumig, bestimmt über 70 m² groß. Inzwischen war es schon dunkel geworden, sodass wir nicht mehr sehen konnten, in welcher Umgebung wir hier gelandet waren. Auf jeden Fall war es eine reine Wohngegend am Berg. Morgen lassen wir uns überraschen. Viele Restaurants gab es im direkten Umkreis nicht, das nächste war ein McDonald's. Da wir noch etwas essen wollten, ging es eben dort hin. In etwa 5 Minuten waren wir über einen Schleichweg unten. Vor Ort eine kuriose Situation: Ein Schild besagte, dass die Lobby (so nennen sie hier wohl den Essbereich eines Lokals) wegen Personalmangels geschlossen ist. Nur der McDrive war geöffnet. Also gut, stellten wir uns ganz typisch amerikanisch in der Autoschlange an. Immerhin waren nur 2 andere vor uns. Wir bestellten 2 Menüs für satte 22$ und fuhren zurück in die Wohnung. Dort aßen wir in unserer Küche die McMenüs. Wie die Amis das eben so machen. 😄
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    • Day 121

      Herbstlich. Herbstlicher. Vermont. 🍁🍄

      October 1, 2023 in the United States ⋅ ☀️ 23 °C

      Nach den Erlebnissen der letzten Tage in und um Boston zieht es uns jetzt noch einmal zurück in den Norden, genauer nach Vermont. Hier sind wir nach den Niagarafällen schon durchgefahren und waren direkt verliebt in die hügelige, dicht bewaldete Landschaft und die skandinavisch anmutenden Holzhäuser mit ihren liebevoll gestalteten Vorgärten. Die 300 Kilometer Highway führen uns durch New Hampshire in den Norden Vermonts, genauer in den New Discovery State Park. Abends auf dem Campground angekommen bauen wir wie üblich unser Lager auf (was im Wesentlichen daraus besteht, die solarbetriebene Lichterkette möglichst schlau zwischen zwei Bäumen aufzuspannen, ohne sich dabei gegenseitig an die Gurgel zu gehen). Danach soll es Mac and Cheese geben - die Instant-Variante zum einrühren von ‘Kraft’, $1,50 pro Packung -. Draußen regnet es, deswegen schließen wir den Campingkocher also Option aus. Strom gibts nur im Sanitärgebäude. Also bauen wir unser elektrisches Kochfeld ohne zu zögern im Klo auf…nach vier Monaten ‘on the road’ sind wir mittlerweile abgebrühte Vollprofis. Während das Wasser langsam zu kochen beginnt fällt uns ein orangener Aushang ins Auge, auf dem Herbstmärkte in der Region beworben werden: Demnach findet ab morgen jeden Tag in einem anderen Dorf ein Markt mit regionalen Speisen, Kunsthandwerk, Musik und vielem mehr statt. Wir sind begeistert, denn so bekommen wir die ultimative Vermont-Herbst-Experience, für die der Nordosten Amerikas so berühmt ist. Unsere Elchjagd-Pläne, die wir kurzeitig ausgetüftelt haben werfen wir wieder über Bord. Erntedankfeste, wir kommen!

      Am nächsten Morgen - es ist Samstag - ist das Wetter hervorragend. Nach dem Frühstück machen wir uns auf nach Cabot. Das 1500-Einwohner Nest ist nur etwa 15 Minuten von Zeltplatz entfernt. Auf der großen Wiese gegenüber der kleinen weißen Holzkirche direkt im Dorfzentrum herrscht reges Treiben. Halbfertige Stände, Pferde die angeleint rumstehen, ein Pizzaofen wird angeheizt, vor der Bühne werden Stühle aufgebaut (kennt man ja schon aus Nebraska). Es herrscht geschäftiges Treiben. Wir sind skeptisch und fahren in unserem schwarzen Van mit runtergekurbelten Scheiben extrem langsam durch die Dorfmitte, „sollen wir jetzt aussteigen und uns ins Getümmel stürzen oder ist uns das alles nicht Geheuer?“. Langsam rollen wir an der Wiese vorbei und verschwinden im Schatten der Kirche. „Man bereut immer die Dinge, die man nicht gemacht hat!“. Mit einem scharfen Rechtsschwenk fahren wir auf den Parkplatz der Grundschule. Vorsichtig laufen wir über das Festgelände. Am Stand des ‚Orga-Teams‘ kommen wir mit den beiden Damen ins Gespräch. Sie weisen uns darauf hin, dass gerade noch aufgebaut wird und es um 12 Uhr los geht. „Are you guys from Germany?“, fragen sie uns noch. Unser Akzent hat uns mal wieder verraten, macht aber nichts, denn die beiden zeigen auf ein paar kleine Stände am Ende der Straße, „there you should find Sarah, she’s from Germany as well“.

      Sarah ist eine Münsteranerin um 40, die mit ihren zwei Jungs in Cabot in einen alternativen Bauernhof-Projekt lebt. Vor einem halben Jahr hat sie sich von ihrem amerikanischen Mann scheiden lassen. An ihrem Stand filzt sie kleine Halloween-Kürbisse und verkauft sie. Sie ist so gerührt, auf ein paar Deutsche hier im abgeschiedenen Nordosten der Staaten zu treffen, dass sie uns direkt umarmt. Wir quatschten aufgeweckt über dieses und jenes und verabredeten uns direkt zu 17 Uhr vor der Bühne, weil die Band echt gut sein soll.

      Für den Moment verabschieden wir uns und es geht erstmal zu einem Wanderweg ein paar Meilen entfernt. Der ist letztlich kaum der Rede wert und ist derart kurz, dass er eher einer Hundegassirunde gleicht. Wir nehmen alle Abzweigungen und Umwege die wir finden können um wenigstens ein paar zusätzliche Meter zu machen. War trotzdem schön, ne halbe Stunde durch den bunten Herbstwald Vermonts zu laufen. Es ist kurz nach 13 Uhr, in Cabot sind die Festivitäten seit einer Stunde in vollem Gange. Zu früh für uns. Auf einem Flyer, den man uns zugesteckt hat, wird Burtt’s Apple Orchard empfohlen. Das muss eine Obstplantage sein. Sie läd zum Erntedank. Etwa 10 Meilen von hier. Also los. Die kleine Landstraße schlängelt sich in engen Kurven durch den herbstlichen Wald. Immer wieder mal ein Gehöfft oder eine Koppel. Zarte Wölkchen am sonst blauen Himmel. Malerisch. Und auf einmal stehen wir mitten im Getümmel: ein große kastanienrot gestrichene Scheune hat ihre Tore geöffnet. Davor und drinnen lebendiges Treiben. Kürbisse in allen denkbaren Farben, Formen und Größen liegen gestapelt auf der Wiese und in Holzkisten. Auf dem Parkplatz - es ist der Acker vor der Scheune - ergattern wir eine Lücke. In der Scheune gibt es ‘Apple Cider’ (frisch gepresster, naturtrüber Apfelsaft) in den Varianten ‘frozen’ und gekühlt im Glas (12Oz) bis zum Kanister (1 Gallone = 3,7 Liter), dazu frisch gebackene Zimt-Donuts, Apfelessig, verschiedenste Marmeladen, Marple-Sirup, Kuchen…es ist ein Paradies. Mit frozen Apple-Cider und lauwarmen Donuts setzen wir uns draußen auf eine der Bänke. Kinder toben durch ein kleines Maislabyrinth und hinter uns in den Reihen der Apfelplantage pflücken die Besucher kiloweise Äpfel.

      Nachdem auch wir einen kurzen Ausflug ins Labyrinth gemacht haben (was ehrlich gesagt jetzt nicht sonderlich anspruchsvoll war) rüsten wir uns mit einem Apfelpflücker aus und laufen die Baumreihen ab. Auf einem Plan ist zu sehen welche Sorten wo gepflanzt sind und welche gerade jetzt reif sind. Wir fassen den Entschluss einen Apfelkuchen zu backen in der nächsten Ferienwohnung und suchen entsprechende Sorten heraus, die besonders gut zum Backen geeignet sind. Zwischendurch genehmigen wir uns noch den ein oder anderen ‘Apfel to Go’ zur Stärkung. Das Erspähen und Pflücken macht richtig Spaß und wir sind erstaunt von der Vielfalt der verschiedenen Apfelsorten. Die älteste Sorte ist von 1830 und sieht mit ihrer rauen und braunen Schale nicht wie die üblichen Hochglanz-Äpfel aus dem Supermarkt aus. Ist auch ein bisschen sauer. Schmeckt trotzdem! Die paar gepfückten Äpfel werden in der roten Scheune gewogen und kosten ‘nen Appel und’n Ei’, dazu noch eine halbe Galleon Apfelmost und so fahren wir glücklich in apfeliger Herbstlaune wieder zurück nach Cabot. Grade rechtzeitig zur 17-Uhr-Band. Und vor allem zum Turkey essen (Truthahn). Der wird von der Kirchengemeinde für wenige Dollar mit Kürbis- und Kartoffelpüree samt Bratensauce an die Besucher des Herbstfests ausgegeben. Schon wieder lecker. Sarah kommt mit ihren Jungs (der eine 7, der andere 4 Jahre alt) wie verabredet auch noch mit dazu und so wippen wir in geselliger Runde zu Countryklängen mit den Beinen (es ist denke ich klar, dass vor der Bühne in klassisch amerikanischer Manier gesessen wird). Als die Band schon beim Abbau ist, die Dämmerung langsam einsetzt und die Jungs anfangen übermütig zu werden, verabschieden wir uns. Und verabreden uns für den nächsten Morgen zur Kürbisernte auf Sarahs Hof. Herbstlicher geht es ja wohl kaum!

      Es ist Sonntag Morgen und wir fahren auf den Bauernhof, auf dem Sarah mit ihren Kids wohnt. Die drei stehen schon erwartungsvoll in der Einfahrt. Auf dem Elektrobuggy fahren wir fünf - Johannes und ich auf der Ladefläche zwischen den Erntekisten - die letzten Meter zum Kürbisfeld. Und dann wird ohne große Umschweife mit dem Ernten begonnen: “erntet einfach alles was ihr finden könnt, die Ausbeute dürfte dieses Jahr wegen des vielen Regens eher dürftig ausfallen”, sagt Sarah und drückt uns jedem eine Rosenschere in die Hand. Die beiden Jungs stürmen begeistert vor und präsentieren uns immer wieder stolz ihre neuesten Kürbisse. Es macht riesig Spaß, schnell haben wir 5 Kisten verschiedenster Kürbisse zusammen und das kleine Feld ist abgeernteten. Wieder zurück auf dem Hof schälen wir Mais der zum Trocknen ausliegt, um Platz zu schaffen für unsere Kürbisse - zum Nachreifen, wie wir lernen -. Dann gibts von den beiden Kleinen noch eine Führung durch die alte Scheune und ihren Dachboden bevor wir mit Sarah noch ein Glas frischen Apfelsaft in der Küche trinken. Wir reden viel über ihre Zeit in Amerika und ihr altes Leben in Münster. Sie scheint es zu genießen, mal Leute aus der Heimat zu Besuch zu haben und wir sind ihr dankbar für die Arbeit auf dem Feld. Feldarbeit ist voll unser Ding! Gegen Mittag ist es dann aber Zeit weiter zu ziehen. Zur Verabschiedung umarmen wir uns alle herzlich.

      Wir steuern gezielt das nächste Herbstfest in der Region an. Diesmal ist es in Marshfield, gleich bei Cabot. Es soll einen Chilli-Contest geben - kennt man von den Simpsons -. Und tatsächlich: Das halbe Dorf ist angetreten, jeder hat sein eigenes Chili gekocht. Für 8 Dollar darf man als Testesser antreten. Und als Testesser darf man sich satt essen am dunkelroten Barbecue-Chilli, dem gelblichen Curry-Chilli, dem rauchigen Chipotle-Chilli oder dem vegetarischen Bohnen-Chilli, um nur einige zu nennen. Satt gegessen haben sich auch wirklich alle. Und da wir spät dran sind, bleiben für uns nur klägliche Reste. Wir kratzen zusammen was zusammenzukratzen ist! Und jedes einzelne Chilli ist so lecker. Eine Countryband spielt auf der Bühne. Es gibt eine Bücherauktion, Holzhandwerk und Kerzen. Und für uns selbst gebackene Cookies zum Nachtisch. Köstlich! Der Sieg geht an das vegetarische Chili und für uns geht es weiter nach Stowe (gesprochen: Stou). Das Städtchen gilt in der Region als eines der schönsten. Schon die Anfahrt nach Stowe ist einfach traumhaft. Über kleinere und größere Hügel schlängelt sich die kurvige Landstraße durch die farbenfrohe Landschaft. Silhouettenhaft ragen Bergketten in der Ferne auf. Stowe besteht im wesentlichen aus einer zentralen Durchfahrtsstraße mit breiten Gehwegen, auf denen ganzschön was los ist. Über allem ragt die weiße Holzkirche mit ihrem elegant spitz zulaufenden Turm. Viele kleine Cafés, Tourishops und Boutiquen säumen die Straße. Alles sieht einfach nett aus, gepflegt. Vielleicht ist das der Grund warum Stowe ein beliebtes Ziel für Tagesbesucher ist. Wir ergattern einen Tisch auf der Terrasse eines kleinen Cafés und beobachten von hier das Treiben bei Kaffee und warmem Apfelcider mit Milch und Zimt (soo lecker!) und frischem Bananen- bzw. Kürbisbrot. So lässts sichs leben. Es ist mittlerweile später nachmittag. Ein Abenteuer könnten wir also ruhig noch erleben heute. Auf dem Weg nach Stowe sind wir an der Ben & Jerry’s Ice Cream Factory vorbei gefahren. „Da fahren wir nochmal kurz ran, ein kleines Eis geht immer“. Es dämmert bereits, als wir das Betriebsgelände getreten. Eisbegeisterte rennen kreuz und quer. Auf einem Wegweiser steht „Flavor Graveyard“ (Friedhof der Geschmacksrichtungen). Das finden wir rattenscharf. Strammen Schrittes gehts den kleinen Hügel hoch und dann stehen wir mitten auf einen Friedhof. Um uns herum Grabsteine, und jeder markiert eine vergangene, zu Grabe getragene Eissorte, die nicht mehr länger im Ben & Jerry‘s Kosmos weilt, aber in unseren Herzen weiterlebt. Das ist so schrill. Etwas betreten aber vor allem sehr belustigt stellen wir uns in die 100 Meter lange Schlange und holen uns zum krönenden Abschluss dieses abwechslungsreichen Tages noch eine riesige Waffel mit den Sorten Chunky Monkey (banana ice cream with fudge chunks and walnuts), Americone Dream (vanilla ice cream with fudge-cover waffle cone pieces and a caramel swirl) und Coconut Seven Layer Bar (coconut non-dairy frozen dessert with fudge chunks, walnuts, & swirls of graham cracker & caramel). Das ist die ultimative amerikanische ‚ice cream experience‘: Irgendwie pervers, aber auf eine sehr gute Art und Weise. Im Dunkeln gehts dann zurück auf unseren Zeltplatz mitten im Wald, wo wir erschöpft ein letztes Mal schlafen bevor es morgen weiter geht nach Süd-Vermont.

      Die nächsten Tage verbringen wir im zwei Autostunden entfernten Putney. Hier haben wir uns für 4 Nächte in ein altes Signalhäuschen der Bahn eingemietet. Es ist so geschmackvoll eingerichtet, dass wir uns sofort wahnsinnig wohl fühlen. Es gibt einen großen Garten, ein nette Terrasse, einen verglasten Erker mit eingelassener Sitzecke und bequeme Sessel und Sofas. Die Küche ist geräumig, mit einen großen Herd samt Backofen, an den Wänden hängen Bilder, Gemälde und Plakate von vergangen Kunstaustellungen in New York. Die folgenden Tage sind schnell zusammengefast: wir verlassen unsere Unterkunft fast garnicht und verbringen die Tage mit Kochen (Hähnchen auf Couscous mit Tzatziki, Bratkartoffeln, Pizza) und Backen (Apple Pie mit den selbst geernteten Äpfeln), Lesen, Zocken, Telefonieren und Schreiben von Postkarten und unserem Blog. Die Planung für New York wird für die Dauer unseres Aufenthaltes der geistig anspruchsvollste Teil. Zwischendurch spielen wir mal Monopoly oder es wird ein Mittagschläfchen gemacht, das höchste der Gefühle ist ein Ausflug zu Aldi (gibts hier, begeistert uns total). Es sind wundervolle Tage.

      Insgesamt sind wir von Vermont mehr als begeistert. Richtige Fans, könnte man sagen. Soviel Herbst, so nette Menschen, so viel Schönes und Schöngeistiges. Wir konnten richtig Kraft tanken, die Seele baumeln lassen.

      Aber es warten schon neue Abenteuer entlang der Ostküste auf uns und dafür sind wir jetzt bereit! (R)
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    • Day 22

      NEBDR SEKTION 5

      July 1, 2023 in the United States ⋅ ☁️ 21 °C

      Kerstin hat das heute mal wieder besser in Worte gepackt bekommen als ich. Ja es ist schon nett was man alles für Leute kennenlernt und was man noch so alles lernen kann.
      "Wenn man nicht mehr weiter kommt in den Dorfladen gehen und mit der Besitzerin sprechen. Die kennen sich alle und helfen gerne weiter👏👏👏👏!"Read more

    • Day 5

      VT, NH, ME - Durch Neuengland

      September 25, 2023 in the United States ⋅ ☁️ 9 °C

      Montag, 25.09.

      Um 6:45 wachten wir auf und es wurde gerade hell. Der Ausblick vom Schlafzimmer war genial, jede Menge weites Hügelland. Dort ließe es sich aushalten.

      Als Frühstück hatten wir wieder unseren Proviant. Kaffee konnten wir uns in der Küche mit dem Keurig (Kapselmaschine) zubereiten, ebenso Tee. Schade eigentlich, dass wir in diesem tollen Airbnb nur eine Nacht gebucht hatten. Wir mussten aber weiter und checkten selbst per Schlüsselbox aus. Zunächst fuhren wir (heute durfte ich ans Steuer) ein Stück zurück nach Montpelier, der Hauptstadt von Vermont. Gestern war keine Zeit mehr dafür geblieben. Wir wollten natürlich das State Capitol sehen und fanden fast direkt davor einen Parkplatz, der sogar gratis war. Das State House war wirklich hübsch anzusehen und gab ein tolles Fotomotiv. In der gesamten Innenstadt sahen wir Renovierungsarbeiten, die aus der schweren Flutkatastrophe im Juli resultierten. Montpelier stand damals unter Wasser. Aus diesem Grund sind nun die meisten Geschäftslokale auch vorübergehend geschlossen.

      Weiter ging die Fahrt nun Richtung New Hampshire. Wir durchquerten diesen Bundesstaat via Kancamagus Highway. Es handelt sich um einen Scenic Drive, der von Lincoln bis Conway durch die White Mountains führt. Im Herbst mit dem bunten Laub ist es natürlich ein schöner Anblick. Wir waren diese Strecke auch 2007 schon gefahren. Unterwegs hielten wir an einigen Aussichtspunkten. In Conway entdeckten wir noch die Saco River Covered Bridge. Wir fuhren zwei Mal mit dem Auto drüber und spazierten auch in beide Richtungen. Sehr malerisch.

      Kurz fuhren wir heute übrigens einmal einem Schulbus hinterher. Wenn die Blinkleuchte angeht und er sein Stoppschild ausfährt, muss man unbedingt anhalten, auch der Gegenverkehr. Gesagt, getan. Wir warteten brav, bis ein Kind ausstieg und von der Mama in Empfang genommen wurde.

      Die zweite Fahretappe übernahm wieder Werner. Unser heutiges Tagesziel war Waterville in Maine. Davor machten wir noch Halt in Augusta, der Hauptstadt. Auch dort gibt es natürlich ein State Capitol und somit hatten wir wieder eines für unsere Sammlung. Augusta selbst hat uns leider enttäuscht. In Bereich der Innenstadt war alles wie ausgestorben und sehr viele Geschäfte wohl dauerhaft geschlossen. Typisches Innenstadtsterben anscheinend. Die Leute fahren lieber in die Malls.

      Zwecks Abendessen kehrten wir bei Taco Bell ein. Yummy. Wieso gibt es den bei uns nicht?

      Von Augusta bis Waterville war es dann nicht mehr weit. Wir checkten im Best Western Plus Hotel ein. Es war zwar nicht mehr das neueste Modell, aber wir bekamen ein großes Zimmer.
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    • Day 8

      Ben & Jerry‘s

      October 4, 2023 in the United States ⋅ ☀️ 20 °C

      Auf dem Weg nach Montreal statten wir der Produktionsstätte der legendären Ben & Jerry‘s Icecream einen Besuch ab. Es gibt dort einen Friedhof der ausrangierten Geschmacksrichtungen - der „Flavor Graveyard“ - sehr cool!Read more

    • Day 23

      VT - Experiencing Stowe

      September 16, 2022 in the United States ⋅ ☀️ 20 °C

      Stowe is a town in northern Vermont and it's our last stop in Vermont

      It’s overlooked by Mount Mansfield, known for its trails and ski slopes and is nicknamed "The Ski Capital of the East". It certainly looks very alpine. Lots of Aprés places around.

      The centre of Stowe is very pretty with plenty of nice shops and restaurants but the town is spread out along Mountain Road going up to Smugglers Notch.

      Stowe is a good base for hiking, tasting ice-cream at the nearby Ben & Jerry's factory and visiting some of the local breweries - especially after an energetic days hike at Smugglers Notch.

      And then there is the Trapp Family Lodge and Bierhall - it is managed by Sam von Trapp, son of Johannes von Trapp of the Austrian musical family, the Trapps. Their motto 'a little bit of Austria and a lot of Vermont '.
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    • Day 22

      Sektion 5 und nette Begebenheiten

      July 1, 2023 in the United States ⋅ ☁️ 24 °C

      Heute früh beim Verlassen des Campingplatzes haben wir besprochen uns heute schon mittags (falls wir Internet haben 🤣🤣) um einen Campingplatz zu kümmern, da dieses Wochenende aufgrund des 4.7., gefühlt alle über das verlängerte Wochenende zum Campen gehen.

      Am Morgen fuhren wir aber erst mal wieder in die Berge und Wälder. Die Sektion 5 starte wie gestern mit breiten Schotterstrassen, doch heute waren immer wieder technisch anspruchsvollere Wege matschige Waldwege mit tiefen Pfützen, steinige und steile ausgewaschene Bergpfade ⛰️. Ich konnte bis auf ein 50m langes Stück alles gut fahren und was soll ich sagen: Man hatte ich einen Spaß 😍.

      Dann hatten wir heute Mittags mehrere nette Begegnungen an eiber Dorftankstelle:
      Der bewaffnete Forstpolizist, der uns nach Erklärung woher wohin mit "Have Fun and stay save" verabschiedet.

      Der ältere Herr der kurz darauf neben uns parkte und meinte ich soll doch solange er in der Tankstelle was holt seine Goldiehündin die beim hinteren Fenster vom Pickup rausschaut streicheln.

      Und zu guter Letzt als wir Nachmittags wieder an einer Dorftankstelle nach mehreren Anrufen bei Campingplätzen die auf unserem weiteren Weg lagen, überall zur Antwort bekamen, dass sie dieses Wochenende komplett ausgebucht sind, ging ich zu Flo der Tankstellenpächterin um zu fragen ob sie eine Idee hätte wo wir übernachten könnten. Sie rief kurzerhand ihre Freundin Debra an die ein Bed & Breakfast betreibt, eigentlich noch geschlossen hat weil sie selber erst gerade aus dem Urlaub zurück ist, aber wir kriegen ein Zimmer 😁😁😁.

      Am Abend sitzen wir noch, auf der Terrasse, mit Debra und Jim und erzählen uns gegenseitig von unseren Reisen denn auch sie haben schon sehr viel der Welt gesehen.
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    • Day 23

      Wasch & Techniker Tag

      July 2, 2023 in the United States ⋅ ☁️ 20 °C

      Da es heute morgen wie aus 🪣🌧️hat, haben wir um eine Nacht verlängert. So ging es heute in die Laundry.
      Da neben dran gleich ein nettes Pub war, haben wir hier gleich noch 🍻 & 🍽️. So sind wir morgen wieder up to date und können, hoffentlich bei ☀️
      weiterfahren.
      Kerstin hat sich derweilen um die Technik von Helm Kamera und Handy gekümmert damit wir auch alle Daten zusätzlich nochmal gesichert haben.
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    • Day 26

      VT - Montpelier

      September 19, 2022 in the United States ⋅ ☁️ 17 °C

      Having got up really early to watch the Queen's funeral, we have a long drive ahead of us to reach our next stop in North Conway in New Hampshire.

      The plan is stop in a few places to break up the journey.

      First up, Montpelier, the state capital of Vermont.
      Montpelier has the distinction of being the smallest state capital in the United States, with a population of just over 8,000 people.

      Vermont State House is certainly worth a visit. And it amazes me that the public can just walk through the building looking into various governors offices, Representatives' Hall and Senate Chamber.
      The State House was built in 1859 in Italian Renaissance Revival Style and has been renovated over two decades at the end of the 20th century.

      It's truly a small town but we counted 6 churches around the downtown area. In fact, there are 11 churches.

      But there isn't much else worth exploring so it was a quicker pitstop than we anticipated
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    • Day 7

      Ben & Jerry's Factory Tour

      October 5, 2023 in the United States ⋅ ⛅ 25 °C

      … so cool 😎 wir haben Tickets für eine Führung ergattert, dank Jürgens Gelassenheit.
      Die Führung war grossartig, typisch amerikanisch. Vom einem begeisterten jungen Mann durften wir in vermonter Englisch mit Kuh-Sprach-Witzen die Führung dank einem Film (Green- und Social-Washing), Fabrikanlagen und Labor (Brokkoli-Käse-Eiscreme 😂) erleben - Muuuhhhve on.
      Es gab zwei Eisproben, spannende Insides und für uns eine Begeisterungsfähigkeit, die ansteckend ist.
      Danach brauchten wir erst einmal ein B&J, welches es weder in Deutschland noch in der Schweiz gibt - Cherry Garcia für Jürgen und Gimme S‘More für Brigitte.
      Dieser Abstecher und die sechs US$ für die Führung haben sich gelohnt. Es gab sogar noch ein T-Shirt für Jürgen.
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    You might also know this place by the following names:

    Washington County, Вашингтон, ৱাশিংটন কাউন্টি, Condado de Washington, Washingtoni maakond, Washington konderria, شهرستان واشینگتن، ورمونت, Comté de Washington, Washington megye, Վաշինգտոն շրջան, Contea di Washington, ワシントン郡, Washington Kūn, Hrabstwo Washington, واشنگٹن کاؤنٹی، ورمونٹ, Comitatul Washington, Округ Вашингтон, Condado han Washington, 華盛頓縣

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