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Weltreise 2016 bis 2017

1 Jahr durch die Welt, das ist unser Ziel. En savoir plus
  • Margaret River

    17 octobre 2016, Australie ⋅ ☀️ 13 °C

    Wir sind jetzt schon 2 Nächte in Margaret River und haben gar nichts zu dieser Stadt geschrieben. Das holen wir jetzt nach. Margaret River ist besonders für ausgezeichneten Wein, gutes Essen, super Breaks zum Surfen und für die alternative Kultur bekannt. Die Siedlung befindet sich mit seinen etwa 4.500 festen Einwohnern am Fluss namens Margaret River und wird von Wäldern, Weingütern und schönen Stränden umgeben. Erst im Jahr 1920 ließen sich hier um die 100 Siedler nieder, welche mit der Unterstützung der Regierung eine neue Existenz aufbauten.
    WEIN und WEINGÜTER!!! Ein absolutes Muss, wenn man in Margaret River ist. Und das Beste ist, dass sich die meisten Weingüter auf direkte Kellerverkäufe mit meist kostenlosen Weinproben spezialisiert haben. Wir haben das gestern bereits getan. Aber auch die Weine bei unseren vorherigen Sundownern kamen aus dieser Region. Aufgrund des mediterranen Klimas mit frostfreien Wintern, des geringen Niederschlags im Sommer und der langen Reifezeit der Trauben (lange Helligkeit) werden hier dank der fruchtbaren und Feuchtigkeit speichernden Böden sehr gute Weine produziert.
    Heute nehmen wir nochmals das gute Essen in Margaret River in Anspruch, wir gehen zum Frühstück in die örtliche Bäckerei. Sehr, sehr gemütlich, guter Kaffe und leckere Vielfalt zum Essen. Es dauert leider nur etwas länger mit den Bestellungen. Aber es ist auch viel los.
    Danach machen wir uns auf den Weg in das Karri Valley Resort. Wir wollen am frühen Nachmittag dirt ankommen, um das tolle Ambiente bei Tageslicht zu genießen. Wir sind nur eine Nacht dort.
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  • Karri, Emu & Känguru

    17 octobre 2016, Australie ⋅ ☀️ 14 °C

    Heute ist auch Waldtag. Auf dem Weg zu unserem neuen Quartier wollen wir die uralten Baumriesen sehen und fahren in einen noch erhalten geblieben Karri-Wald. Der Karri-Baum ist der zweithöchste Baum Australiens und der Dritthöchste der Welt. Er kann 500 Jahre alt werden und bis zu 90 m hoch - wenn man ihn lässt! Leider ist in Australien sehr viel wertvoller und uralter Baumbestand abgeholzt worden. Nur noch 1% der gesamten Landesfläche Westaustraliens ist Wald. Das sind ca. 24.000 km2 und entspricht einer Fläche etwas größer als Hessen. Vor der Besiedlung durch die Weißen war die Waldfläche noch doppelt so groß! Nun ist das Gesetz in Australien so: 1/3 der Waldfläche darf durch Forstwirtschaft abgeholzt werden, 1/3 des Waldes ist Nationalpark und somit geschützt und über das verbleibende 1/3 wird ständig neu verhandelt. Davon wurden 100 km2 wertvollsten Karri-Waldes zum Kahlschlag freigegeben! Dagegen gab es großen Widerstand und seit den 70er Jahren kämpfen die Naturschützer um jeden Baum! Teilweise noch erhaltene uralte Bäume oder wieder nachgewachsen.
    Doch der Reihe nach. Von Margaret River fahren wir mal wieder ins Nirgendwo - zur ganz zauberhaften Lodge 'Karri Valley Ressort' im Beedelup NP, inmitten eines noch bestehenden Karri-Waldes. Unsere Zimmer haben alle ihren Balkon zum See und sind direkt über das Wasser gebaut - sehr idyllisch.
    Bei Ankunft begrüßen uns auf der Wiese Kängurus und Emupapas mit ihren Kids. Bei den Emus ist es nämlich so: Die Mamas quälen sich mit dem Eierlegen ab (ein Ei ist 12x so groß wie ein Hühnerei) und dann verschwinden sie. Der Papa muss nun ohne Pause die Eier ausbrüten (das kann bis zu 50 Tagen dauern) und macht eine unfreiwillige Diät dabei. Selbst ganz abgemagert, kümmert er sich auch noch um Aufzucht und Erziehung des Nachwuchses. So läuft das bei den Emus. Wichtiges Detail am Rande: Ein Emu kackt einen 3 kg - Haufen. Nun stellt euch mal vor, das Vieh könnte fliegen 💩😬!
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  • Eine Wanderung im Karri-Wald.

    17 octobre 2016, Australie ⋅ ☀️ 14 °C

    Am Mittag machen wir eine wunderschöne Wanderung durch besagten Wald. Der Beedelup Loop Walk führt uns um einen kleinen Stausee und zu den Beedelup Falls mit einer Hängebrücke. Auf dem Walk Trough Tree gehen wir sogar durch den Baum hindurch! Ein wirklich schöner Wald mit vielen stattlichen Exemplaren dieser tollen Eukalyptussorte.En savoir plus

  • Blumen am Wegesrand

    17 octobre 2016, Australie ⋅ ☀️ 15 °C

    Wildflowerstate (Wildblumenstaat), damit wirbt Westaustralien auch um die Gunst der Touristen. Das stimmt voll und ganz. Schon auf dem Cape zu Cape Wanderwg konnten wir die blühende Vielfalt der Wildblumen bewundern. Hier auf unserer Wanderung durch den Karri-Wald finden wir wieder neue und bunte Vertreter der Wildblumen, sogar Orchideen konnten wir finden. Heike hat beinahe jede neue Blüte fotografiert und aus den 'Gärten der Welt' teilweise als WhatsApp verschickt. Eine sehr kleine Auswahl habe ich in der Galerie zusammengestellt. Schaut einfach selbst.En savoir plus

  • Kaffee und kleine grüne Freunde

    17 octobre 2016, Australie ⋅ ☀️ 15 °C

    Bei einer Kaffeepause auf unserem Balkon direkt über dem See finden wir etliche kleine grüne Freunde, die wir natürlich gerne füttern. Nicht mit unseren TimTams (schokoladen- oder karamellgefüllte Waffel mit Schokoladenüberzug - australische Süßigkeit), sondern spezielles Futter (Birdseed) im General Store gekauft. Das ist ein kleiner Spaß am Nachmittag 😊.
    Hier gibt es noch Bewegtbilder: https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roBfadwpH42NGZSzW
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  • Kängurus, Kängurus, Kängurus

    17 octobre 2016, Australie ⋅ ☀️ 13 °C

    Lange hält es uns nicht im Zimmer - es zieht uns nach draußen! Wir gehen auf die Pirsch und schießen in den nächsten zwei Stunden unendlich viele Fotos von diesen australischen Beuteltieren:https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roBg4Uydfe4iv-fBQ. Auf einer Wiese zähle ich über 40 Kängurus, das nennt man einen Mob. Soviel haben wir noch nie auf einmal gesehen! Wir finden auch Skellettteile, können uns aber nicht genau erklären, wie diese entstanden sind.
    Leider haben sich die Emus aus dem Staub gemacht, alles kann man eben nicht haben. 😃
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  • Vollmond

    17 octobre 2016, Australie ⋅ 🌙 5 °C

    Den Abend verbringen wir bei Wein und Kleinigkeiten zum Abendessen in unserem Zimmer. Wir lesen, schreiben am Blog oder sortieren die Fotos. Dann erleben wir ein tolles Naturschauspiel auf dem Stausee, der Mond in seiner vollen Pracht steht mit seinem Spiegelbild genau vor uns. Sehr schön und mit dem dunklen Wald ringsum, sehr dramatisch.En savoir plus

  • Gondwana und Red Tingle

    18 octobre 2016, Australie ⋅ ☀️ 13 °C

    Noch vor dem Aufstehen streuen wir Vogelfutter aus und beobachten unsere kleinen grünen Freunde vom Bett aus beim Frühstück! Nachdem sie ordentlich den Balkon aufgeräumt haben, machen auch wir uns auf zum Frühstück, denn ein spannender Tag steht uns bevor.
    Also Abschied von unserer traumhaften Lodge, wo wir gerne noch einen Tag länger geblieben wären, und auf ins "Tal der Giganten".
    Im Walpole Nornalup NP inmitten eines 3.500 km2 großen Waldschutzgebietes erwartet uns das Valley of the Giants. Hier stehen die ältesten Bäume der Welt: Karri-, Marri- und Tingleeukalypten. Der Tingleeukalyptus stammt noch aus der Zeit des Gondwanalandes und ist sehr selten geworden. Er braucht zum Wachstum viel Wasser (in einem wasserarmen Land) und sehr ähnliche kühle Temperaturen im Sommer und Winter und daher ist sein Lebensraum auf nur noch 60 km2 weltweit eingeschränkt. Er ist so alt, das er noch Bekanntschaft mit den Dinosauriern gemacht hat! Der letzte Großvater seiner Art ist der Red Tingle, er kann bis 500 Jahre alt werden und die Bäume sind einfach riesig!
    Auf einem Tree Top Walk in 40 m Höhe klettern wir ihnen aufs Dach bzw. direkt durch die Baumkronen und zu ebener Erde bewundern wir ihre Stämme - sehr sehr gigantisch!
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  • Albany

    18 octobre 2016, Australie ⋅ ⛅ 14 °C

    Nach einer Mittagspause in Denmark - ganz nett dort - kommen wir unserem Tagesziel Albany immer näher. Albany ist mit 26.500 Einwohnern die drittgrößte Stadt Westaustraliens und bekannt für seine außergewöhnlich schöne Lage am King George Sound. Trotz seiner Kultur, Geschichte, Kriegsgeschichte, Botanik und Geologie ist Albany bis heute ein verschlafenes Städtchen geblieben. Käpt'n Vancouver entdeckte diese herrliche Bucht 1791 auf seinem Weg nach Nordamerika. 1826 besiedelten die Briten die Gegend und Albany ist somit der erste besiedelte Ort Westaustraliens.
    Wale kommen auf ihrer Wanderung an der Küste vorbei, weshalb hier lange Zeit das größte Walfangzentrum der Welt war. 1978 geschlossen, ist Whale World heute das größte Walfangmuseum der Welt. Aber das steht erst morgen auf unserem Programm.
    Für heute ist noch ein Ausflug zum Mount Clarence geplant und wir klettern über uraltes Granitgestein. Als vor 1,34 Milliarden Jahren Australien mit der Antarktis zusammenstieß, entstanden diese bis 200 m hohen Granithügel.
    Hier gibt es auch eine Gedenkstätte für das Australisch Neuseeländische Armee Corps (ANZAC), das Desert Mounted Corp Memorial. Albany rühmt sich damit, dass hier der erste Morgengottesdienst zu Ehren der gefallenen australischen und neuseeländischen Soldaten im ersten Weltkrieg stattgefunden hat und das der jährliche Beginn der Rituale zum ANZAC Day ist. Der ANZAC Day am 25. April ist ein nationaler Gedenktag in Australien, Neuseeland und Tonga. Der 25. April 1915 ist der Jahrestag der ersten Militäraktion von australischen und neuseeländischen Truppen sowie Soldaten aus Tonga im Ersten Weltkrieg – der Landung auf Gallipoli (Türkei). Die Schlacht von Gallipoli führte zu erheblichen Verlusten unter diesen Soldaten, die in einer Streitmacht geführt wurden.
    Zum Abschluss des Tages machen wir einen gemütlichen Strandspaziergang am Emu Point.
    Wir übernachten im Dog Rock Motel - das letzte Bild in der Galerie erklärt den Namen (unser Hotel liegt genau daneben).
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  • Schweißnaht Australiens & Antarktis

    19 octobre 2016, Australie ⋅ ⛅ 14 °C

    Heute Morgen machen wir uns auf den Weg zur "Schweißnaht" Australiens und der Antarktis im Torndirrup NP. Dieser 39 km² große NP ist nach einem Aboriginesstamm benannt und bekannt für seine unglaublichen Granitfelsformationen. An dieser Stelle trafen die beiden Kontinente aufeinander und bildeten den Superkontinent Rodinia. Die dabei auftretende Energie brachte das Erdinnere vor ca. 1,3 Milliarden Jahren zum Schmelzen und unter ungeheurem Druck floss Granit in Gneisschichten und Hohlkammern. Gneis und Granit sind die ältesten Gesteinsschichten hier. Nach dem Auseinanderbrechen beider Kontinente und der Bildung von Gondwana, waren diese Gesteinsschichten den Naturgewalten des Südpolarmeeres ausgesetzt und bildeten durch Wind- und Wassererosion beeindruckende Granitfelsformationen. Loses Gestein und weichere Gesteinsschichten wurden erodiert. Zwei der imposantesten Gebilde schauen wir uns an: The Gap und Natural Bridge. Besonders in The Gap (Spalte) können wir die Gewalt des Wassers erahnen und sehen von einer 40 m über dem Wasser hängenden Plattform auch die verschiedenen Gesteinsschichten gut, schwarz ist der Gneis: https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roBkzDgLClDHGqJAI
    Die Natural Bridge (natürliche Brücke) brauche ich wohl nicht zu erklären. Schaut euch einfach die Bilder und das Video an 😊.
    Wir hatten noch nicht genug von Granitformationen und fahren weiter zum auch zum Park gehörenden Stony Hill. Hier haben wir bei starkem Wind eine fantastischen Rundumsicht.
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  • Von Whale Station zur Whale World

    19 octobre 2016, Australie ⋅ ⛅ 16 °C

    Heike hatte in ihrem Beitrag schon geschrieben, dass wir heute die - bedauerlicherweise - erfolgreichste Walfängerstation der Welt besuchen werden. Nach unserem Granitabenteuer geht es zu einem sehr schön gelegenen Flecken Erde, wo die Walstation von den 1950igern bis 1978 in Betrieb war und seit 1980 bis heute ein Museum ist. Es zeigt den Walfang, aber auch den Wandel Australiens von einer Walfänger- zu einer Walschutz- und Walbeobachtungsnation. Walfang fand um Albany schon von Beginn der Kolonialisierung Australiens statt und war die erste Industrie in Westaustralien und untrennbar mit der Region und dem Überleben der Kolonie verbunden. Besonders spannend, es sind noch alle Anlagen vorhandenen und wir haben den Eindruck, dass die Anlage gestern noch in Betrieb war. Über akustische Einspielungen nehmen wir noch unmittelbarer an der Walverarbeitung teil. Besonders gefallen hat mir, dass die Ausstellung ohne Wertung, mit Bezug auf den damaligen Zeitgeist und der Bedeutung des Walfangs für die Region, einfach die gefährliche und wirklich schreckliche Arbeit und die Arbeitsbedingungen der Menschen zeigt, die die Arbeit unter einfachsten Bedingungen nach dem Walfang machten. Die gefangenen Wale wurden zu über 90 % zur Gewinnung von Öl verarbeitet. Selbst die Knochen und Zähne wurden verarbeitet und als Walmehl in der Kosmetikindustrie oder als Tierfutter verwendet. Wir besichtigen das letzte Walfangschiff, laufen über das Flensing- und Cuttingdeck (Zerlegung), zu den riesigen Kochmaschinen, Knochenmühle und Trocknungsanlagen. In den ehemaligen Öltürmen sind heute Kinos oder Ausstellungen zum Walfang (Geschichte), dem Alltag des Walfangs oder über die Lebensweise und den Schutz der Tiere eingerichtet. Heute ist auch in Westaustralien die Sicht auf den Walfang differenzierter, aber die Vergangenheit wird hier weder beschönigt, noch heroisiert. Australien hat heute eines der stärksten Walfangschutzgesetze der Welt. Sehr, sehr sehenswert und interessant.En savoir plus

  • Salmon Hole Lookout und Beach

    19 octobre 2016, Australie ⋅ ⛅ 18 °C

    Unseren Rückweg nach Albany unterbrechen wir für einen wirklich schönen, aber auch gefährlichen Strand zwischen Granitfelsen, den Salmon Hole Beach 🌊.
    Schön - könnt ihr auf den Bildern sehen. Gefährlich - für die Rockfisher (Felsenangler). Diese Bucht ist äußerst beliebt bei diesen Anglern, denn hier lebt ein dem uns bekannten Lachs ähnlicher Fisch - allerdings ein Barsch. Gefangen wird er am Rand der Felsen, in der Brandung. Da kann es schon mal passieren, dass so ein Angler einfach fortgespült wird.
    In Australien gelten Surfen und Rockfishing als gefährliche Sportarten. Hierbei kommen mehr Menschen zu Tode als bei allen anderen Sportarten.
    Für diese Angler hat die Gemeinde vor einiger Zeit Haltepunkte im Felsufer angebracht. So können sie sich dort mit Halteseilen sichern und werden zumindest nicht mehr ins Meer gespült.
    Wir machen einfach eine Pause, genießen den Anblick des wogenden Wassers vom Lookout und vom Strand und laufen den Strand entlang zurück zum 🚌.
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  • Die Brig Amity

    19 octobre 2016, Australie ⋅ ⛅ 17 °C

    In Albany angekommen trennen Falk, Udo, Heike und ich uns von der Gruppe. Wir wollen unbedingt den originalgetreuen Nachbau des Schiffes erkunden, dass die Besiedelung Westaustraliens gestartet hat - die 'Brig Amity'.
    Gebaut als kleines Zweimast-Gaffelsegel-Handelsschiff 1816 in Kanada, segelte sie zunächst in irischen und schottischen Gewässern. 1824 reiste sie über Rio de Janeiro nach Hobart/Tasmanien, wo sie vom damaligen Schiffsführer an die Kolonialregierung verkauft wurde. Sieben Jahre lang transportierte die Amity Waren, Lebendrinder und Menschen zwischen den Häfen der australischen Ostküste und zurück.
    Nach nur 5 Tagen Umbau verließ die Brigg am 9. November 1826 den Hafen in Sydney mit dem Ziel King George Sound. Auf Geheiß der britischen Regierung, startete der erste Besiedelungsversuch an der Westküste mit 21 Soldaten, 23 Sträflingen und 17 Personen (Crew und erste Siedler). An Bord waren auch verschiedene Tiere, Material und Geräte zum Hausbau, sowie landwirtschaftliche Güter. Damit sollte die Grundlage für das Überleben in der zu errichtenden Garnison gelegt werden. Diese Gruppe von Menschen erreichte das heutige Albany am 25. Dezember 1826 nach einer beschwerlichen Überfahrt mit Sturm, Mast- und Segelbruch und schlechtem Trinkwasser, so dass das Schiff in Tasmanien unterbrechen und repariert werden musste. Eigentlich sollten die ersten Ankömmlinge nur die Vorhut für weitere folgende Schiffe sein. Um es kurz zu machen, es kamen keine. Inzwischen wurde die Bucht am Swan River (heute Perth) entdeckt und als lukrativer eingestuft.
    Irgendwann packte man wieder ein und verschwand. Eine kleine Gruppe von Siedlern blieb und Andere kamen irgendwann dazu, auch durch den Walfang. Daraus entstand dann Albany.
    Alles auf und in dem Schiff können wir besichtigen und erleben die absolute Enge, die unter Deck für die 61 Menschen herrschte. Das Schiff war nie für eine solche Aktion gebaut worden. In einer Nacht- und Nebelaktion wurde sie umgebaut, nur weil man in England Angst davor hatte, dass die vor Westaustralien gesichteten Franzosen das Land vereinnahmen könnten. Wir erhalten über einen Audioguide viele Erklärungen zu den schlechten hygienischen Bedingungen, den Gefühlen der Reisenden oder wie die Ureinwohner die Ankunft empfanden. Wir klettern in alle Räume und hören uns alle Geschichten an. Ein sehr gelungenes Museum.
    Danach bummeln wir noch ein bisschen durch die Hauptstraße der Stadt und gehen beim Italiener Kaffee trinken, um dann für die letzte Nacht in Albany in unser Dog Rock Motel zurückzukehren.
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  • Castle Rock

    20 octobre 2016, Australie ⋅ ⛅ 9 °C

    Heute beenden wir unseren Trip durch den Südwesten Australiens und machen uns auf den Weg zurück nach Perth. Perth ist unser Knotenpunkt, von hieraus können wir überall hinfliegen. Außerdem ist es ein angenehmes Basislager, denn all die Sachen, die wir für die nächste Etappe nicht brauchen, lassen wir einfach immer im Hotel.
    Einen Tag nur Bus fahren macht keinen Spaß! Daher machen wir einen kleinen Umweg in den Porongurup NP. Wir wollen den 670 m hohen Castle Rock erklimmen, Teil einer 15 km langen Hügelkette aus Granitgestein - 1,2 Milliarden Jahre alt. Der Wanderweg (Castle Rock Skyway) geht stetig bergauf und bald wird uns trotz des recht kühlen Wetters (nur 12°C) warm. Wir laufen einen herrlichen Waldweg und entdecken die schon bekannten Karri-Bäume und so wunderschöne Blumen, wie das Kreuz des Südens. Oben erwarten uns dann die großen Steine, die wir uns mit Vergnügen erklettern!
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  • Kojonup & Perth

    20 octobre 2016, Australie ⋅ ☀️ 13 °C

    Unser Highway nach Perth führt uns durchs Hinterland. Wir fahren durch ein riesiges Farmgebiet, ca. halb so groß wie Deutschland. Hier wurde und wird meistens Weizen angebaut und/oder Schafzucht betrieben. Die Farmen liegen immer noch, wie schon in Zeiten der Besiedlung, in der Hand der Familien.
    Unsere Mittagspause machen wir in Kojonup beim örtlichen Bäcker, der mit unserer kleinen Reisegruppe wahrscheinlich seinen Wochenumsatz erreicht hat 😉. Am Ortseingang steht ein großer Wolltransportanhänger, der an die Anfänge der Schafzucht in dieser Gegend erinnert. Mehr hat dieser Ort dann auch nicht zu bieten - wir sind satt und fahren weiter.
    Pünktlich zum Sonnenuntergang sind wir in Perth und genießen den Blick auf die Skyline mit einem Gläschen spendierten Wein. Im Swan River tummeln sich zwei neugierige Delfine. Wenn das kein Timing ist!
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  • Shark Bay und Monkey Mia

    21 octobre 2016, Australie ⋅ ☀️ 29 °C

    Heute ist der 50. Tag unserer Weltreise! Wahnsinn - und immer noch kein Heimweh😃!
    Wir brauchen dringend "Klimaerwärmung" und holen uns für zwei Tage den Sommer zurück!
    Nach einer Sporteinheit morgens im Hotel gehts mit Skipper Airline nach Shark Bay, einer Bucht am westlichsten Ort von Westaustralien. Der Flughafen dort ist die Wucht - schaut auf das Foto😆!
    Hier in der Gegend, genau gesagt am Cape Inscription, setzte 1616 der erste Europäer seinen Fuß auf australischen Boden. Das war der Holländer Dirk Hartog. Aus diesem Anlass beginnt heute in Denham die 5tägige 400 Jahrfeier. Hier geraten wir zufällig hinein, als wir einen Blick ins neue Infocenter werfen wollen. So bekommen wir sogar noch die Eröffnung mit Rede, Gesang und Tanz mit. Ein ganz schönes Gewusel im einzigen Ort dieser Gegend, und der ist wirklich sehr klein!
    Weiter gehts, und zwar in die Welt von Flipper! Die am weitesten verbreitete Delfinart in der Welt ist der große Tümmler. Hier nennt man ihn Bottlenose dolphin. Über 2000 Tiere leben in der Shark Bay, um die 200 in Monkey Mia. Und das ist unser Ziel für die nächsten zwei Tage! Die Herkunft des "affigen" Namens ist übrigens ungeklärt, Affen hat es jedenfalls in Australien nie gegeben.
    Den Abend verbringen wir in der Monkey Bar😀.
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  • Delfine

    22 octobre 2016, Australie ⋅ ☀️ 26 °C

    Wir lassen heute den Ausflug zum Francois Peron NP sausen, denn wir wollen Sonne, Meer und vor allem Delfine genießen! Mit den Delfinen fängt unser Tag an. Hier die Geschichte dazu:
    In den 1960er Jahren begannen lokale Fischer, gelegentlich vorbeikommende Delfine mit Fischabfällen zu füttern. Die Tiere gewöhnten sich nach und nach an die Fütterung und kamen regelmäßig am frühen Morgen und am Vormittag in Strandnähe. Nachdem sich immer mehr Schaulustige einfanden, begann in den 80er Jahren der Ausbau der Infrastruktur. So ist unser Resort entstanden, an dessen Strand morgendlich ein- bis dreimal die Fütterung stattfindet (je nach Lust der Delfine). Die Tiere sind nicht dressiert und kommen freiwillig, meist sechs bis acht und bisher immer Weibchen. Manche kommen seit Jahren und bringen auch ihre Kinder mit. Ranger der Naturschutzbehörde betreuen und überwachen die Aktion. Zu keiner Zeit dürfen die Delfine berührt werden, da dadurch Krankheiten auf die Tiere übertragen werden können. Ausgewählte Besucher dürfen jedoch die Delfine von Hand füttern: https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roBoxgYDcQRGEoduq
    Das schauen wir uns heute früh gleich zweimal an.
    Es ist wirklich beeindruckend, wie die wildlebenden Delfine am frühen Morgen langsam an den Strand geschwommen kommen. Wir können das supergut beobachten. Die Ranger kennen manche von ihnen seit Jahren, sie erkennen sie an den unterschiedlichen Rückenflossen und haben ihnen Namen gegeben. Heute kommen sechs Delfine: Kia mit ihrem Kalb, Piccolo, Surprise... Außerdem haben sich die ebenfalls hungrigen Brillenpelikane und die Schildkröten eingefunden.
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  • Ein Tag im Monkey Mia Dolphin Resort

    22 octobre 2016, Australie ⋅ ☀️ 36 °C

    Unser Tagesablauf heute:
    - ☀️und 30°C
    - Dolphinbreakfast
    - Bootrettungsaktion (ein Aussie hatte eine
    eigenartige Art sein Boot ins Wasser zu lassen,
    nämlich samt Trailer und der steckte nun an der
    Betonkante der Rampe fest)
    - Menschenbreakfast
    - 2. Dolphinbreakfast
    - Wäsche und Zeugs
    - Baden
    - Kajak fahren
    - Baden
    - Delfine und Baden
    - Kaffeepause
    - Baden
    - Baden
    Wir genießen den Tag in vollen Zügen 😃!
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  • Eagle Bluff & Hamelin Pool

    23 octobre 2016, Australie ⋅ ⛅ 30 °C

    Nach dem euch nun schon bekannten Ablauf: Delfin- und Menschenfütterung müssen wir leider unser Ressort, die Delfine und den Sommer verlassen, denn es geht zurück zu unserer Basis Perth. Morgen wollen wir die vorletzte Etappe unserer Australienreise antreten, es geht nach Tasmanien. Damit ist auch unser Abschnitt Westaustralien abgeschlossen. Gerade haben wir die Videos aus den Kimberley nochmals angesehen. Das scheint schon wieder so lange her zu sein.
    Unser Flug startet am Nachmittag und so ist genügend Zeit für einen Abstecher zum Hamelin Pool. Dort gibt es wieder aktive Stromatoliten.
    Doch kein Weg ohne Unterbrechung. Auf der Fahrt dorthin zweigen wir ab zum Aussichtspunkt 'Eagle Bluff' (Adlerhorst). Schöner Blick aus großer Höhe auf Rochen, Haie und Seekühe. Wir sehen aber "nur" Rochen - allerdings zu klein fürs Foto.
    Hamelin Pool ist eine Besonderheit, die Stromatoliten befinden sich im Meer und nicht in einem abgeschlossenen See. Die Lebensbedingungen im Hamelin Pool sind extrem. Das Wasser ist hier doppelt so salzig (hypersalin) wie im Meer und kann sich auf bis zu 45°C aufheizen. Dazu kommt ein schwankender Wasserpegel. In dieser Umgebung halten sich nur wenige Organismen und vor allem keine Räuber. Ideal für die uns schon bekannten Cyanobakterien. Ihr erinnert euch an unseren Bericht vom Lake Thetis? Wenn nicht, sie entziehen dem Wasser CO2 und produzieren durch Photosynthese Sauerstoff. Sehr gut durch den Schaum im Wasser auf den Stromatoliten zu erkennen.
    Vielleicht sehen diese Urzeitorganismen nicht besonders spektakulär aus. Wenn ihr aber bedenkt, sie sind 3,7 Milliarden Jahre alt und die Erde ist gerade mal 4 Milliarden Jahre alt, dann ist das die älteste uns bisher bekannte Lebensform. Diese Einzeller sind der Ursprung unseres Lebens. Sie haben unsere Atmosphäre begründet und sich selbst damit zum Tode verurteilt (bis auf wenige extreme Lebensräume auf der Erde). Die Wissenschaft forscht noch über ihre Herkunft. Bekannt ist aber, das die Cyanobakterien im Meer damit begannen, Sauerstoff zu produzieren und Eisenminerale zu oxidieren, als die Erde ein äußerst unwirtlicher Ort war. Vulkanausbrüche, heißes Wasser, UV- und kosmische Strahlung und Meteoriteneinschläge. Dem Wasser wurde CO2 entzogen und Sauerstoff hinzugefügt. Als das Wasser angereichert war, gab es ihn an die "Luft" ab. Damit begann der Aufbau unserer heutigen Atmosphäre. Das dauerte ein paar Jährchen 😊, und so konnten sich auf Sauerstoff basierende Lebensformen entwickeln, die letztlich auch zu uns Menschen führten. Damit hat sich das Bakterium allerdings auch seine eigenen Fressfeinde geschaffen und verschwand parallel dazu. Anderen Lebensformen, die keinen Sauerstoff benötigten, erging es ebenso. Eine Killeralge also 😜.
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  • Shell Beach und die Kirche

    23 octobre 2016, Australie ⋅ ☀️ 30 °C

    Genug zur Erdgeschichte, wir beginnen den Rückweg und fahren natürlich einen Abstecher - zum Shell Beach. Ähnliche Bedingungen wie im Hamelin Pool - andere Wirkung. Interessanterweise leben im Wasser Milliarden von einer Art Herzmuscheln und jedes Jahr werden tausende Tonnen davon abgelagert oder angespült und haben eine bis zu 10 m dicke Schicht aufgebaut. Die ist teilweise so hoch verdichtet, dass daraus Blöcke für den Hausbau geschnitten wurden. Die Kirche Saint Andrews by the Sea in Denham ist ein heute noch existierendes Beispiel dafür. Heutzutage darf ohne Lizenz kein Muschelmaterial mehr entnommen werden. Diese Lizenz hat nur ein Unternehmen, das auf 16 km Pachtstrand ca. 7.000 t Muschel pro Jahr abtragen darf. Das wird gemahlen und dem Hühnerfutter in ganz Australien beigemischt.
    Uns gefällt einfach der Strand und wir machen hier unser Mittagspicknick.
    Jetzt aber auf zum Flugplatz, unser Flug startet in 2 Stunden und wir haben noch wenigstens 120 km Fahrstrecke vor uns.
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  • Mit Skipper Aviation nach Perth

    23 octobre 2016, Australie ⋅ ☀️ 30 °C

    Auf dem Flugplatz Shark Bay angekommen, erwarten wir unseren 20. Flug unserer bisherigen Weltreise. Leider nicht direkt nach Perth, sondern kurz nach Norden zur Zwischenlandung in Carnarvon und dann nach Süden nach Perth. Vielleicht könnt ihr es auf den Bildern nicht erkennen, der Flugplatz hat ein Rollpiste und das Flugplatzgebäude besteht nur aus einer Hütte, weitgehend ohne Wände (ausgenommen die Toiletten). Das Personal macht vom Check-In bis zur Gepäckverladung alles allein. Also sehr urig 😊.
    So urig werden wir auch empfangen - der Check-In Computer geht nicht. Aber mit australischer Gelassenheit wartet man eben darauf, dass er sich wieder berappelt. Uns kann es recht sein, wir finden es schön hier.
    Alles klappt noch rechtzeitig und schon gehts los. Landung in Carnarvon - wir dürfen sitzen bleiben - und erneuter Start. Oops, Startabbruch aus voller Fahrt auf der Startbahn, irgendwas mit den Landeklappen. Zurück zum Stellplatz werden die Propeller ein wenig auf- und abgedreht, dann abgestellt. Wir warten. Wieviel Vertrauen haben wir? Jede Menge, denn bereits beim Flug von Perth nach Shark Bay hatten wir ein ähnliches Erlebnis. Im Moment des Startbeginns brach der Pilot den Start ebenfalls ab, eine Alarmlampe im Cockpit zeigte einen Fehler an. Wir machten eine Runde zum neuen Anlauf, dann kam die Ansage das fehlerhafte System ist zurückgesetzt worden - und wir starten. Alles lief glatt, also ist unser Vertrauen in die Aussies geradezu grenzenlos 😜👍.
    Und ja, wir landen sicher und trotz verspätetem Abflug pünktlich in Perth. Skipper hurra!
    Ein letzter Blick auf die nächtliche Skyline von Perth muss noch sein, es ist unser letzter Aufenthalt im Mercure in Perth. Dann heißt es Gute Nacht.
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  • Willkommen in Tasmanien, Hobart

    24 octobre 2016, Australie ⋅ ⛅ 12 °C

    Ein letzter Blick auf Perth und unser Mercure Hotel (4x sind wir hier eingekehrt) und dann starten wir zu unserem nächsten Ziel unserer Australientour, der Insel vor der Insel - Tasmanien, so groß wie Bayern aber nur etwas mehr als 500.000 Einwohner. Die leben vorrangig an der Ostseite. Hier ist das Klima trocken und gemäßigt. Im Westen trifft das Wetter vom Meer kommend auf Tasmanien und bleibt an den bis zu 1.600 m hohen Bergen hängen. Der Westen ist weitgehend unbewohnt. Neben der Hauptinsel Tasmanien gehören mehrere kleine, meist unbewohnte Inselgruppen dazu. Ein Viertel der Insel ist Weltnaturerbe und in viele Gebiete hat noch nie ein Mensch seinen Fuß gesetzt.
    Tasmanien hatte bis vor 12.000 Jahren eine Festlandverbindung zu Australien, bis diese zur heutigen Bass-Straße überflutet wurde.
    1642 segelte Abel Tasman die Südküste Australiens entlang und entdeckte neben Neuseeland auch diese Insel für die Europäer. Die Reise erfolgte im Auftrag des Generalgouverneurs von Niederländisch-Indien, Anton van Diemen, nach dem er das neu entdeckte Land benannte (Van-Diemens-Land). Tasman glaubte allerdings, dass es sich um eine Halbinsel des australischen Kontinents handelte. Erst 150 Jahre später stellte der britische Kapitän Matthew Flinders durch die Entdeckung der Bass-Straße fest, dass es sich um eine Insel handelt. Bis dahin umsegelte man Tasmanien auf dem Weg zwischen Ost-, Süd- und Westküste. Vorrangig als Strafkolonie vorgesehen, entwickelte sich Van-Diemens-Land zu einer eigenen Kolonie.
    Der Namenswechsel von Van-Diemens-Land in Tasmanien erfolgte erst 1856 mit Erreichen der Autonomie der australischen Kolonien und dem Willen, sich vom Makel, eine ehemalige Strafkolonie gewesen zu sein, zu befreien. Dazu erfahren wir morgen mehr, wenn wir in das Mustergefängnis nach Port Arthur fahren.
    Wir fliegen mit Qantas über Melbourne nach Hobart, der Hauptstadt des kleinsten Bundesstaates und zweittrockenste Stadt Australiens. Hier lebt die Hälfte der Bevölkerung Tasmaniens, gefühlt alle mit Meerblick 😎.
    Angekommen in Hobart und 3 Stunden Zeitverschiebung (wir sind jetzt 9 Stunden vor euch), sind wir nur 2.500 km von der Antarktis entfernt und damit so südlich (wir bewegen uns immer zwischen dem 40. und 44. Breitengrad) und so weit weg von zu Hause wie nie zuvor.
    Hobart, die Stadt am Derwent River, wurde 1804 gegründet, ist damit die erste dauerhafte europäische Siedlung in Tasmanien und Ausgangspunkt für deren Besiedelung und zweitälteste Stadt Australiens - nach Sydney.
    Wir fahren mit dem Bus zu unserem 180 Jahre alten Hotel "Hadleys Orient Hotel". Alles ist sehr gediegen und gemütlich. Hier scheint Queen Victoria allgegenwärtig und spukt wohl als weiße Lady umher 😮. Keine Fahrt ohne Unterbrechung, natürlich werden zwei Lookouts anzuvisiert. Vom Rossny Hill Lookout und Mount Nelson haben wir einen tollen Blick auf die Tasmanbrücke und die Stadt. Auch der 1.270 m hohe Hausberg Mount Wellington ist zu sehen, aber seine Spitze liegt wie so oft in den Wolken. Kurz frisch gemacht, laufen wir über den Hafen (hier starten alle Versorgungsschiffe für die stationären Antarktisstationen) zum ungewöhnlichen Lokal "The Drunken Admiral" (Der besoffenen Admiral). Klasse Ambiente, super Essen.
    Auf dem Weg erhalten wir kostenlos eine Hörprobe des Halb- und Vierteltonläutens des Glockenspiels der gegenüberliegenden St. David's Cathedral. Hier scheinen die Glöckner zu üben, denn es dauert lange und wird wiederholt: https://1drv.ms/u/s!AiUv8teodO-roBsJ1Eybh0Zj9-D2
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  • Auf dem Weg nach Port Arthur

    25 octobre 2016, Australie ⋅ ⛅ 12 °C

    Unser Ausflugsziel heute ist die ehemalige Modellsiedlung und Mustersträflungskolonie Port Arthur. Sie befindet sich auf einer Halbinsel und ist fast komplett von der Tasmansee umgeben (in der es oft von Haien wimmelt). Der einzige Landzugang besteht aus einer Engstelle, Eaglehawk Neck. Hier wurde ein Zaun gezogen und zudem noch mit bissigen Hunden überwacht. Port Arthur galt als ausbruchsicher. Der Weg dorthin führt uns durch ca. 100 km schönste Landschaft mit dem einen oder anderen Lookout, den wir natürlich "mitnehmen".
    Wir halten an Pirates Bay, Blowhole Lookout, Tasmanbogen und Devils Kitchen.
    In dem kleinen Dörfchen Doo Town hatten die Bewohner an langen Winterabenden wohl Langeweile, denn jedes Haus hat hier einen Namen, der das Wörtchen "Doo" beinhaltet. Ich habe versucht, mir einige zu merken: Rum Doo, Doo'n Little, Doo Nix, Doo Us, Doo Drop In, Dr. Doo Lidle, Make Doo, Digiridoo, Just Doo It, Doo Love It.... Der Kiosk an unserem Parkplatz heißt Doo Lishus 😀.
    Wir finden das lustig. Das Wort Town im Ortsnamen ist übrigens auch schon eine maßlose Übertreibung!
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  • Port Arthur

    25 octobre 2016, Australie ⋅ ☀️ 14 °C

    Port Arthur enstand 1830 als Holzfällerstation und Gefängnis für Wiederholungstäter. Während sich üblicherweise die Gefangenen bei guter Führung nach oftmals vorzeitiger Entlassung in Australien ansiedelten, schickte man die "Unverbesserlichen" nach Port Arthur - am weitesten weg von allem. Etwa 12.500 Männer sind durch diese Einrichtung gegangen. Ihre Hauptaufgabe bestand in Fällen, Verladen und Liefern von Holz für den Aufbau der Siedlungen.
    Port Arthur galt als das härteste Gefängnis im gesamten British Empire. Es wurde ein neues Prinzip der Bestrafung eingeführt. Man ging von körperlicher zu psychischer Bestrafung über, es wurde das Seperate Prison gebaut. Hier lebten die Gefangenen, oft tage- und wochenlang, in völliger Isolation und Stille. Zu jeder Zeit musste absolute Ruhe herrschen, die Insassen mussten zeitweise sogar Gesichtsmasken tragen. Selbst beim Kirchgang wurde jeder einzeln zur Kapelle gebracht und in Kabinen gesperrt. Als Staferweiterung hatte man noch eine stockdunkle Zelle erfunden, in der wohl jeder Sträfling nach spätestens einem Tag den Sinn für Ort und Zeit verlor bzw. gleich den Verstand. Mit all diesen Maßnahmen sollte erreichet werden, dass die Sträflinge über ihre Taten nachdachten und bereuten.
    Nach Port Arthur kamen auch viele Kinder und Jugendliche, oftmals schon für das Stehlen von Brot oder Spielzeug. Genau wie die Erwachsenen mussten sie arbeiten. Allerdings wurden sie auch unterrichtet.
    Frauen kamen übrigens nicht hierher. Sie wurden in sogenannte Frauenfabriken gebracht, wo sie Arbeiten wie Nähen, Waschen u.ä. verrichten mussten. Immer sonntags nach dem Kirchgang gab es ein Art Brautschau. Alle Frauen mussten sich aufstellen und die Farmer konnten sich aussuchen, wen sie mitnahmen für Haushalt, Garten usw. Das Befinden dieser "Auserwählten" hing natürlich immer vom Charakter des jeweiligen Mannes ab.
    Nachdem die Anlage in den 1870er Jahren geschlossen wurde und mehrmals bei einem Buschfeuer abbrannte, wurden die Ruinen in den 1980er Jahren restauriert und einige Häuser originalgetreu wieder aufgebaut.
    Am Eingang bekamen wir eine Spielkarte, die je eine Identität eines Sträflings widerspiegelt. Im Museum können wir anhand von figürlichen Darstellungen den Werdegang von Deportation über Inhaftierung in Port Arthur bis zum bitteren Ende (in unserem Falle) nachvollziehen.
    Es ist eine traurige, aber unheimlich interessante Ausstellung entstanden. Ich habe schon einige Bücher über Geschichte, Besiedlung und Strafkolonien Australiens gelesen und kannte vieles davon. Das hat die ganze Sache noch spannender gemacht!
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