November 2016
  • Day108

    Neuer Platz-neues Glück

    March 17, 2017 in Chile ⋅ ☀️ 26 °C

    Die Abfahrt rückt näher und damit auch unser Abflughafen Santiago de Chile. Walter und Gerda haben in der iOverlander App einen Stellplatz gefunden der sich geradezu paradisisch anhört.

    Es gibt Pferde, Hunde, warme Duschen, ein kleines Gartenhaus mit Grillstelle und die Anbindung in die Stadt ist auch ganz gut, da man mit dem öffentlichen Verkehr vor der Haustür abfahren kann. Wir entscheiden uns erstmal mit bis dahin zu fahren und schauen dann weiter, ob wir dort bleiben können oder weiter fahren. Der Preis pro Übernachtung und pro Person beträgt ca. 10 Euro, was fürs campen schon eher ein stolzer Preis ist.

    Die Fahrt nach Pirque bei Santiago wird sehr kurzweilig. Mit Walter und Gerda gibt es immer etwas zu erzählen und die beiden sind auch ausgezeichnete Zuhörer. Olli und Walter erzählen von ihren Erlebnissen während des Wehrdienstes und über Ereignisse die sich sonst so im Leben zutragen. Wir können sehr offen und aufrichtig miteinander reden, was uns die Zeit mit den beiden sehr versüßt. Es sind immer sehr spannende und auch sehr unterhaltsame Gespräche die wir mit beiden haben.

    Unterwegs halten wir noch hier und da um ein paar Erdbeeren und frisches Gemüse zu kaufen. Außerhalb der Städte bekommt man das Gemüse wesentlich günstiger, da es direkt vom Erzeuger gekauft wird.

    Auch den Schandfleck, in der Region, wo es gebrannt hat durchfahren wir und können ein Teil des Ausmaßes sehen, was sich hier vor ein paar Wochen zugetragen hat.
    Es sieht wirklich schlimm aus. Überall verbrannte Baumgerippe und verkohlte Baumstumpen. Für die nächsten Jahrzehnte wird da sicher erstmal nichts mehr wachsen und auch keine Tierwelt mehr existieren, wie wir traurig feststellen.

    Unterwegs machen wir kurz Halt an einem Staudamm um eine Pause zu machen und uns die Beine etwas zu vertreten. Hier kann man wieder einmal die Rücksichtslosigkeit der Menschen im vollen Ausmaß sehen. Müll so weit das Auge reicht. Schilder, die darauf hinweisen, dass man seinen Müll mitnehmen soll, sind scheinbar nicht ausreichend.

    Während wir den Blick von der Staumauer schweifen lassen schwebt ein Plastikbeutel elegant über die Staumauer hinweg. Nutzt die Thermik der aufsteigenden warmen Luft und setzt sich schließlich nieder auf dem Stausee. Wirklich eine schöne Natur. 😨
    Auch Walter und Gerda sind dem Müll auf der Spur und räumen da, wo sie sich hinstellen die Hinterlassenschaften anderer in den Mülleimer. Traurig aber wahr. Auch sie ärgert diese Unwissenheit oder Rücksichtslosigkeit der Menschen.

    Wir fahren weiter gen Santiago und die Zeit verfliegt von ganz allein. Als wir bei Alejandro ankommen, stehen bereits ein paar Reisende mit ihren Autos auf der großzügigen Wiese vor dem Haus und entspannen in der Sonne. Eine Dame aus der Schweiz nimmt uns in Empfang und Alejandro eilt auch sogleich zum Tor. Walter und Gerda hatten sich bereits telefonisch angemeldet und hatten ihren Platz sicher.
    Wir hatten uns noch alles offen gelassen, falls wir noch weiter nach Santiago wollten. Alejandro macht einen Rundgang mit uns durch seinen Garten und zeigt uns die Duschen, Toiletten und das Gartenhäuschen. Seine drei Hunde beschnuppern uns auch gleich sehr interessiert und sind scheinbar froh um ein paar weitere Spielkameraden. Hier gefällt es uns und wir entscheiden auch gleich hier zu bleiben. Unser Zelt dürfen wir aufschlagen, wo wir wollen. Auf dem großzügigen Land finden wir ein schattiges Plätzchen, zwischen ein paar Büschen.

    Um noch etwas für das Abendessen zu besorgen laufen wir noch einmal in die Nachbarschaft und kaufen ein bisschen Gemüse. Hier gibt es nicht so viel Auswahl an Geschäften und man muss nehmen, was man bekommt. Heute Abend machen wir Nudelsalat mit Avocado, Tomate und Gewürzen. Schnell, einfach und lecker.

    Der Abend wird gemütlich und wir machen uns noch mit unseren anderen Nachbarn bekannt. Hier sind noch andere Reisende aus Luzern/Schweiz und ein Pärchen aus Paris/Frankreich. Wir quatschen noch ein bisschen und ansonsten passiert heute nicht mehr viel. Mit dem Zeltplatz fühlen wir uns auf jeden Fall sehr wohl und Alejandro ist ein sehr fürsorglicher und aufmerksamer Gastgeber.

    Wie wir erfahren haben uns Alejandro und die anderen als die Kinder von Gerda und Walter gehalten. Eigentlich dürfen hier nur Reisende mit eigenem Mobil übernachten. Da wir Alejandro aber scheinbar sympathisch sind, dürfen wir bleiben.

    Glück gehabt.
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  • Day107

    Seelöwenplatz am Meer

    March 16, 2017 in Chile ⋅ 🌙 7 °C

    Heute werden die Bikes nochmal ausgeliehen und wir fahren nochmal in die andere Richtung. Unser heutiges Tagesziel: Punta de Lobos; Platz der Löwen.

    Als wir die Fahrräder holen zieht vom Landesinneren gerade der Nebel heran und hüllt uns in eine dicke graue Wolkensuppe. Es kühlt sich auch gleich ab und wir machen uns sofort noch einmal zum Zelt, um uns wärmer anzuziehen. Eine gute Entscheidung.

    Die Route führt uns durch ein paar Wohnviertel am Meer, wo gerade Bauern mit ihren Autos durch die Strassen fahren, um ihr Gemüse und ihre Eier zu verkaufen.

    Als wir die Stadt Pichilemu hinter uns lassen kommen wir in einen Vorort, in dem sich rechts und links der Hauptstrasse Surferlodges säumen, die eine sehr gemütliche und entspannte Atmosphäre versprühen. Herrlich an der Küste gelegen, im Schatten, riesiger alter Bäume. Mit ihrem futuristischen und verspielten Baustil ist jedes Gebäude immer wieder ein Hingucker. Leider ist auch hier in 10 von 12 Monaten alles geschlossen und nur in der Saison belebt.

    Hinter den Lodges sehen wir, wie sich die Wellen an der steinigen Küste brechen und einzelne Wellen immer wieder in den Himmel preschen. Gewaltig, was da für eine Kraft dahinter steckt. Die Lodges begleiten uns bis am den Aussichtspunkt Punta de Lobos. Hier windet es wie verrückt und die kalte Brise lädt hier nicht wirklich zum gemütlichen Verweilen ein. Wir schlendern eine Runde an der schroffen Steilküste entlang und können sogar 2 Seelöwen im Wasser erblicken, die sich in den Wellen hin- und herschleudern lassen, wie in einer Waschmaschine.

    Am Aussichtspunkt ist gerade ein junger Mann unterwegs, der da in gebückter Haltung auf dem Boden irgendwelche Sachen aufsammelt. Zuerst dachte Olli er würde Samen einsammeln, aber nein er hebt all die Zigarettenstummel auf, die hier in der Gegend herum geschnipst werden und steckt sie in eine Einwegflasche. Super. Ein Leidensgenosse von Olli. Ein Daumen hoch für seine freiwillige Arbeit und er freut und bedankt sich für die kleine Geste.

    Wir versuchen einen windgeschützten Platz zu finden, um eine kleine Brotzeit zu machen. Doch hier ist das nicht so einfach. Der Wind bläst kalt aus allen Richtungen und wir beschließen nach einer Packung Keksen zum Mittag wieder die Rückreise anzutreten. Das Brot wird auch langsam knapp und wir halten Ausschau nach hausgemachten Brot. Im kleinen Vorort wird Fabi auf ein Schild aufmerksam, das selbstgemachtes Brot ankündigt. Wir schlendern in ein kleines Café und der Geruch des frischen Brotes steigt uns gleich in die Nase.

    Eine holländische Familie hat sich hier niedergelassen und die Eltern und die Großtante ist auch gerade zu Besuch. Wir mischen uns mit unter das Familientreffen, da das Brot noch 40min im Ofen braucht. Die Zeit vertreiben wir mit Kaffeetrinken und Kuchen essen und lesen. Das Warten auf das Brot hat sich gelohnt. Noch warm nehmen wir es mit zum Campingplatz und überraschen Gerda und Walter mit einem Brot, frisch aus dem Ofen. Den Abend vorher haben wir gerade noch davon gesprochen, dass es hier eigentlich keine richtige Backkultur gibt, also zumindest was das Brot betrifft, hat man hier nur die Auswahl zwischen Brötchen aus Weizenmehlteig in verschiedenen Formen. Deshalb ist so ein Brot hier schon eine richtige Delikatesse für uns ;)

    So kleine Raffinessen können auch das schlechte Wetter vergessen lassen und wir machen es uns im Camp gemütlich. Bei ein paar Tassen Kaffee machen wir uns nun noch Gedanken über die verbleibenden Tage und unsere nächsten Schritte.

    Gerda und Walter sind so lieb und nehmen uns morgen mit in Richtung Santiago. Dann haben wir da schonmal ein Problem weniger. Prima. Wir entspannen den restlichen Tag und kontaktieren auch wieder einmal die Freunde und sie Familie daheim.

    Der Abflug am 25.03. rückt für uns immer näher.
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  • Day106

    Radtour durch die Stadt und Grillabend

    March 15, 2017 in Chile ⋅ 🌧 18 °C

    Hier auf dem Camp kann man einfach richtig die Seele baumeln lassen. Früh morgens wird man mit dem Wellenrauschen wach und am Abend schaukelt es einen in den Schlaf. Herrlich entspannend. Genau so haben wir es auch im iOverlander nachgelesen. Nach der Reise durch Südamerika kann man hier noch einmal richtig entspannen, bevor man sich dann wieder durchs Großstadtgetümmel in Santiago kämpft. Pichilemu ist außerhalb der Saison fast wie ausgestorben. 80 Prozent der Läden haben geschlossen und es gibt auch kaum Verkehr auf den Strassen. Lediglich 2 Monate im Jahr ist hier Saison und dann geben sich hier die Surfer die Klinke in die Hand. Dafür gibt es hier auch überall Klamottenläden und Equipmentstores zum Ausleihen oder Kaufen.

    Gleich unweit unseres Zeltplatzes gibt es eines der wenigen Geschäfte welches geöffnet hat und bei dem wir Fahrräder ausleihen können. Egal in welchen Laden man hier kommt. Man ist immer der einzige Kunde. Kein Gedränge und keine Hektik, herrlich.

    Die Fahrräder leihen wir für 3h und machen uns bei herrlichsten Sonnenschein und einer leichten Windbrise auf in Richtung Playa Principal, welchen wir auf Bildern total überfüllt gesehen haben. Heute sind hier und da ein paar Menschen spazieren, oder baden sich in der Sonne, aber es sind nur ein paar Wenige. Auch hier am Strand gibt es eine Promenade mit Geschäften, aber auch diese sind geschlossen. Es ist schon schwer vorstellbar, wie die Ladenbesitzer da ein laufendes Geschäft betreiben können, wenn nur 2 Monate im Jahr Einnahmen da sind.

    Weiter auf der Promenade entlang führt uns die Strasse vorbei an ein paar Pferden, die da auf die Touristen warten, um sie am Strand entlang zu schaukeln. Ohne Touristen werden sie da wohl warten bis sie umfallen. Naja. Aber die Tradition wird aufrecht erhalten. Hier und da sieht man ein paar Kutschen oder ein paar Reiter, die hier mit ihren Pferden in der Stadt unterwegs sind. Das versprüht einen ganz besonderen Charme und Olli wünscht sich, dass es das in Deutschland auch noch gäbe.

    Wir lassen den Strand wortwörtlich links liegen und fahren noch ein bisschen weiter ins Landesinnere. Eine Huckelpiste führt uns bis auf ein paar Weiden, auf denen ein paar Pferde und Kühe grasen und jede Menge richtig alte Eukalyptusbäume stehen. Das sind richtig massive Brocken, die sich da vor einem auftürmen.

    Unsere Ausfahrt macht hungrig und wir entscheiden uns, hier einen Snack einzunehmen mit Brötchen, Avocado und Käse. Avocado ist hier ein Gemüse, das immer mit auf den Tisch gehört. Es wird in allen Variationen gegessen. Aufs Brot, in dem Salat, pur,...hier schmecken die Avocados aber auch richtig gut.
    Wir mögen sie beide wirklich gern als Aufstrich aufs Brot. Etwas Zitrone drüber. Perfekt.

    Wir drehen nun um und machen uns auf den Weg zurück zum Fahrradladen. Auf dem Weg dahin kommen wir noch an zwei alten Damen vorbei, die versuchen, ihre Pfirsiche mit einem Stock vom Baum zu holen. Wir helfen den beiden kurzer Hand und sind in 5 min fertig mit der Pflückerei. Dafür bekommen wir ein paar ihrer frischen Früchte geschenkt. So läufts eigentlich immer. Einmal kurz mit anpacken, dann ist man gleich fertig und bekommt sogar noch eine kleine Belohnung.

    Frisches Obst im Bauch macht sich fürs radfahren nun auch prima, da wir uns die Steigung in Richtung Zentrum hinauf kämpfen müssen. Der Anstieg ist mit den Cruiserbikes schon ein Hindernis, was wir aber bravourös meistern.
    Das Zentrum haben wir auch schnell gesehen, da auch hier der größte Teil der Geschäfte geschlossen ist. Im Zentrum gibt es noch 2 Stadtwälder, die wir uns anschauen und dann ist auch unsere Zeit so langsam abgelaufen. Wir haben für heute einiges gesehen und es ist nach 3h auch ausreichend, die Bikes abzugeben. Morgen wollen wir auch nochmal mit den Bikes los, allerdings in die andere Richtung.

    Zurück auf dem Zeltplatz müssen wir erstmal noch unseren Pflichten nachgehen und Wäsche waschen. Das geht hier mit schonender Handwäsche und mit kalten Wasser. Es macht sogar richtig Spass wenn man das zu zweit macht.

    Mit unseren beiden Bekannten Walter und Gerda haben wir uns heute zum Grillen verabredet. Olli schwingt sich mit Gerd nochmal zum Einkaufen auf den Roller und die beiden Frauen präparieren schon einmal den Salate und die Beilagen zum Abendessen.

    Mit dem Roller düsen wir nochmal in der untergehenden Abendsonne die Promenade entlang. Für manche Hunde eine willkommen Herausforderung nebenher mitzureißen und zu bellen. Bis zu 40 km/h halten sie problemlos mit und lassen sich kaum abschütteln.
    Kohle, Fleisch und Gemüse wird noch schnell eingekauft und am Abend gesellen wir uns mit den beiden zusammen an den Grill und verbringen einen wahnsinnig unterhaltsamen Abend. Wir lachen viel und tauschen uns über das Reisen und unsere Erfahrungen aus. Wir sind sehr froh die beiden getroffen zu haben und genießen die Zeit zusammen.

    Nach dem Schmaus plaudern wir bis in die Nacht hinein und machen uns dann 02:00 Uhr glücklich und zufrieden auf ins Zelt.
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  • Day105

    Eco-Camping in Pichilemu

    March 14, 2017 in Chile ⋅ 🌧 18 °C

    Richtig cooler Campingplatz genau nach unseren Vorstellungen und dann auch noch den Nebensaisonpreis abgestaubt!

    Aber erstmal aufstehen und Frühstück. Die Nacht bei Claudia war relaxed und wir dürfen auch noch in ihrer Wohnung bleiben. Sie selbst und ihre Tochter gehen um kurz vor halb neun aus dem Haus. Wir verabschieden uns noch herzlich und hoffen uns in Europa wieder zu sehen.

    Es ist fast Mittag als wir zur Busstation aufbrechen. Eigentlich wollten wir nach Santa Cruz aber da wir keinen Zeltplatz gefunden haben beschließen wir direkt nach Pichilemu zu fahren. Dort soll ja die Surferhochburg Chiles sein. Ehe wir uns versehen sitzen wir in einem tollen gemütlichen Bus der nach Santiago fährt. Wir werden jedoch in San Fernando auf der Autobahn rausgelassen um umzusteigen. Hier müssen wir zum Terminal noch 20min laufen.

    Wieder bekommen wir problemlos einen Anschlussbus. Nach 3 1/2 Std kommen wir in Pichilemu an. Puh langer Tag. Die erste Busfahrt dauerte auch schon 3 Std...also sind wir froh spät jedoch happy am Eco-Camping anzukommen. Den Platz hatten wir uns vorher in unserer App bereits ausgesucht.

    Es ist super schön. Wir können von unserem Platz direkt aufs Meer schauen und gönnen uns noch eine Flasche Wein sowie Nudeln mit Gemüsesoße.

    Da wir unser überflüssiges Equipment bereits vor einiger Zeit nach Santiago geschickt haben, haben wir leider auch keinen Weinöffner mehr. Gut dass hier ein paar nette Camper auf dem Platz sind, die uns mit einem Korkenzieher aushelfen können. Walter und Gerta kommen aus der Nähe von Böblingen und sind uns gleich sympathisch. Ihre Wurzeln liegen allerdings in Uruguay und sie haben eine sehr spannende Familiengeschichte, die nicht alltäglich ist. Mit den beiden kommen wir gleich prima ins Gespräch. Der Abend klingt gemütlich aus und wir machen uns nicht zu spät ins Bett.
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  • Day104

    Wasserfälle, Berge und Sonnenbaden

    March 13, 2017 in Chile ⋅ ☁️ -7 °C

    Nach dem Aufstehen machen wir uns auf den Sendero de las truchas. Ein schöner kurzer Wanderweg durch viel grün führt zu einrm klrinen Wasserfall. Bzw mehrerrn kleinen hintereinander. Ein kleines Paradies hat sich hier gebildet. Über die Hängebrücke wackeln wir wieder zum Campingplatz.

    Olli hat jetzt Lust noch etwas in die Berge zu gehen. Er macht sich nochmal auf, während Fabi das Bad in der Sonne genießt. Gleich vom Zeltplatz aus geht eine Seilbahn hinauf, die eigentlich für den Wintersport gedacht ist. Da die Schneise frei geschlagen ist, ist dies der kürzeste Weg noch zum auf einen der umliegenden Berge zu kommen.

    Der Weg ist scheinbar nicht so bekannt und ist nicht so gut erkennbar. Wegmarkierungen gibt es keine, nur unzählige Eidechsen die hier hin und her sausen. Der Aufstieg geht ca 1/2h und dann hat man nochmals einen herrlichen Blick auf die Vulkan von Chillan. Einer der Vulkane ist sogar noch aktiv und brodelt vor sich hin. Man kann immer wieder ein paar Rauchwolken erkennen, die an dem Krater aufsteigen. Wirklich beeindruckend. Es ist als wäre man in einer anderen Welt. Auch ein Condor ist wieder einmal in Sicht. Diese Spezies sieht man hier kaum noch, da sich deren Lebensraum immer weiter verkleinert.

    Runterwärts geht's den gleichen Weg zurück. Der Weg ist gespickt von einem Kraut, das sich herrlich in die Beinhaare und die Kleidung setzt. Die Samen sind mit feinen Nadeln versehen die sich auch gut in die Haut piksen. Nicht ganz so angenehm...Aber der Aufstieg hat sich nochmal gelohnt. Olli holt Fabi vom Sonnenbad ab und dann geht's zurück nach Chillan.

    Da es recht spät ist als wir ankommen fragen wir Claudia nochmal wegen einer weiteren Übernachtung und sie freut sich uns nochmal zu empfangen. Ach wie schön ist das ...wir freuen uns auch sie nochmal zu sehen und auch ihre Tochter kennenzulernen.
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  • Day103

    Las Fumarolas

    March 12, 2017 in Chile ⋅ ⛅ 31 °C

    Die Fumarolas das sind natürliche Heißwasserquellen, die hier gleich in der Nähe sind. Eine Stunde gut bergauf und wir sind in den Bergen und an den Fumarolas angekommen. Es riecht nach verfaulten Eiern. Schwefelgeruch liegt in der Luft und überall steigen Rauchfahnen aus dem Boden auf. Das schwefelhaltige Wasser-Luft-Gemisch färbt den Boden gelb. Es sieht aus wie eine Mondlandschaft.

    Es ist ein ungewöhnliches Naturspektakel. Wir überlegen, wie das alles überhaupt zu Stande kommt. Klar sind da unten Lavaströme und der Erdkern, der unheimlich heiss ist, aber wie genau hängt das alles zusammen. Wieso ist es so heiss da unten, obwohl da kein Sauerstoff hin kommt...Spannende Fragen. Wir sind total beeindruckt und schlendern hier noch ein bisschen durch den Nebel :)
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  • Day103

    Las Thermas de Chillan

    March 12, 2017 in Chile ⋅ ☁️ 4 °C

    Ein gemeinsames Frühstück und ein gemeinsamer gemütlicher Start in den Sonntag. So lässt sichs leben. 13:20 Uhr fährt unser Bus. Genügend Zeit also, um die Sachen, die wir bei Claudia lassen können auszupacken und dann noch zum Busterminal zu fahren, um herauszufinden, wie wir dann weiter in Richtung Santa Cruz kommen. Claudia bringt uns sogar noch zum Busterminal und so haben wir auch keine Eile zum Bus zu kommen. Die weiteren Busverbindungen haben wir nun auch auskundschaftet und können beruhigt in den Bus nach las Thermas de Chillan einsteigen.

    Fabi geht es heute auch wieder etwas besser, auch wenn sie noch nicht ganz fit ist. Die Kopfschmerzen sind zwar weg, aber das Hirn ist immer noch etwas getrübt.

    Die Busfahrt ist sehr spannend. Bei einem Blick aus dem Fenster sieht man die unterschiedlichsten Bauformen von Häusern. Finnhütten, Domos, rustikale Holzhütten...alles reiht sich aneinander. Die Grundstücke liegen schön schattig im Wald und es ist nahezu verlockend, hier noch einmal herzukommen. Ein paar Kilometer weiter, können wir dann schon die weissen Schneekuppen der Vulkane entdecken. Hier gibt es Vulkane en masse. Eine atemberaubende Gegend in der wir uns hier befinden.

    Unser Ziel waren ursprünglich die natürlichen Thermen, die aber nach einem tödlichen Unfall letzte Woche gesperrt wurden. Nun haben wir die Möglichkeit in eine angelegte Thermenlandschaft abzutauchen und dafür muss man leider auch bezahlen. Für 2 Personen sind das 25000CLP. Umgerechnet 35€ für die Thermen, mit zelten und Nutzung der Duschen usw. Klingt erstmal teuer, aber es gibt nicht viele andere Möglichkeiten und ausserdem müssen wir so oder so bezahlen, wenn wir die Thermen nutzen wollen.

    Also entscheiden wir uns, das Zelt hier aufzuschlagen und machen uns noch auf zu den Fumarolas Olla Mote.

    Wieder zurück kochen wir uns eine Kleinigkeit und können einen unglaublichen Sonnenuntergang in tiefsten Rottönen beobachten. Im Dunkeln geht's dann ab ins Wasser. Die heißen Thermen mit dem Schwefelwasser aus den Bergen sind wunderbar und wir relaxen bei klarem Sternenhimmel in den Becken.
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  • Day102

    Chillán-wie der Name so die Stadt

    March 11, 2017 in Chile ⋅ ☀️ 22 °C

    Der Morgen im Hause der Familie von Felipe startet genauso gemütlich wie der Abend endete. Ein gemeinsames Frühstück und ein paar Tassen Kaffee. Danach geht's dann auch schon auf in Richtung Busstation. Die Busse nach Chillan fahren jede halbe Stunde und wir haben es somit auch nicht eilig zur Busstation zu kommen. Die Eltern von Felipe sind so freundlich dass sie uns sogar noch zum Terminal fahren. Felipes Mama ist eine richtige Mama. Sie umsorgt uns, wo sie nur kann. Natürlich lässt sie uns nicht ohne etwas zu Essen aus dem Haus und kocht sogar nach ein paar Eier für uns.

    Mit unserem Lunchpaket, inklusive belegter Brote, frischer Äpfel und gekochter Eier machen wir uns alle zusammen auf den Weg zum Bus. Mit so viel Fürsorge wissen wir garnicht umzugehen. 😁 Dankend nehmen wir das Angebot an und los geht's.

    Die Tickets nach Chillan kosten eigentlich 4000 CLP. Da wir die Tickets aber direkt beim Fahrer kaufen zahlen wir nur die Hälfte. Das ist vielleicht nicht ganz legal, aber für uns gespartes Geld.

    An der Busstation verabschieden wir uns alle herzlich und Felipe kommt noch mit zum Bus. Auch er war sehr erfreut uns als Gäste zu haben und wir hatten das Privileg die ersten Couchsurfer bei ihm zu sein.

    Wir sind beide etwas müde und die Busfahrt nutzen wir für einen Powernap. Somit bekommen wir von der Gegend nicht so viel mit und erwachen, als wir in Chillan einfahren. Sehr positiv fällt uns auf, dass die Stadt sehr grün ist und die Strassen mit alten Bäumen gesäumt sind. An der Bushaltestelle angekommen, ist unser Plan eigentlich weiter in Richtung Thermen zu kommen. Wir erkundigen uns bei einer Busgesllschaft, die uns dann zum Busterminal in der Stadt verweist. Ok. Also machen wir uns auf den Weg zum Terminal La Merced.

    Allerdings kommen wir nicht weit und bleiben bei einem Festival für Handwerk und Kultur hängen. Her scheint etwas los zu sein und wir sind garnicht so richtig gewillt noch weiter zu laufen. Also beschließen wir hier zu bleiben und versuchen noch ein paar Hosts auf Couchsurfing zu kontaktieren.

    Bisher hatten wir kein Glück. Die Leute, die wir noch gestern angeschrieben haben, haben sich bisher nicht gemeldet. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf.

    Unsere Rucksäcke sind auf dem Handwerkermarkt leider etwas unpraktisch. Somit machen wir uns erstmal auf die Suche nach einem Platz, wo wir die sperrigen Dinger loswerden können. Gleich in einem Restaurant in der Nähe, werden wir fündig und dürfen unser Gepäck dort abstellen. Scheinbar sehen wir so schlecht aus, dass wir sogar noch jeder eine Flasche Wasser geschenkt bekommen. Nun können wir uns frei bewegen und den Markt noch einmal gemütlich entlang schlendern. Hier und da gibt's allerlei handwerkliches zu bestaunen. Das Angebot reicht von selbst gemachten Honig über Holzschilder und Möbel bis zum hausgebrauten Bier und eigens hergestellten Wein. Hier ist es gemütlich und wir lassen uns einfach treiben. Immer den Gerüchen nach. 😃

    Hier auf dem Platz gibt es glücklicherweise WIFI und noch viel glücklicher sind wir darüber, dass uns eine Nachricht von Claudia erreicht. Sie bietet uns für heute einen Schlafplatz und wir können unbesorgt den Markt genießen, ohne uns den Kopf zerbrechen zu müssen, wo wir heute schlafen werden.

    Die Sonne brennt und wir lassen uns auf der Wiese nieder. Natürlich bleiben wir nicht lang alleine und werden gleich von drei Hundefreunden umringt. Wir scheinen diese Vierbeiner magisch anzuziehen, ohne dass wir deren Aufmerksamkeit suchen.

    Claudia muss heute arbeiten und wir können so lange noch auf dem Fest relaxen. Wir verabreden uns nochmal uns um sieben zu melden und hoffen darauf dass es klappt.

    Auf dem Fest ist einiges los. Strassenkünstler, Kinder die umherrennen und Menschen die ihre Handwerkskunst an den Mann oder die Frau bringen wollen. Uns wird es also nicht langweilig.

    Um sechs Uhr bemerken wir, dass das WIFI nicht merken funktioniert und unser Plan, Claudia zu erreichen, nicht aufgehen wird. Wir müssen uns also auf die Suche nach einem anderen Internethotspot machen. Der Weg führt uns zu Busstation an der wir sowieso morgen abfahren wollen. Es trifft sich doch ganz gut, dass wir dort auch nochmal vorbei laufen, um zu erfahren, dass es nur 2 Busse gibt, die zu den Thermen fahren. Einer sehr früh am Morgen und der andere 13:20 Uhr. Diesen werden wir morgen anpeilen.

    Auch hier finden wir kein WIFI und es ist nun bereits schon nach sieben Uhr. Fabi ist heute von Kopfschmerzen geplagt und Olli macht sich alleine auf die Suche nach WLAN. Wenn wir Claudia nicht erreichen können, droht unsere Übernachtung bei ihr zu platzen. Olli streift durchs düstere Viertel. Hinter der Busstation befindet sich eine riesige Markthalle, die gerade geschlossen wird. Es sind nur noch einzelne Personen auf den Strassen unterwegs. Vor allem viele Betrunkene. Es lässt sich kein WLAN finden und nach einer viertel Stunde durch Downtown macht sich Olli wieder auf zu Fabi, die an der Busstation wartet. Auch sie wurde von einer Dame angesprochen, dass sie hier nicht stehen soll. Die Gegend ist gefährlich. Ok. Wir beschließen hier nur noch zu zweit weiter zu laufen und werden schließlich auch fündig.

    Wir können Claudia kontaktieren und sie holt uns direkt an der Busstation ab. Was für ein Service. Wir sind glücklich, dass nun doch wieder alles so klappt, wie gedacht.

    Claudia spricht sehr gut Englisch und wir passen gleich alle gut zusammen. Als wir bei ihr ankommen, ruht sich Fabi erst einmal ein bisschen aus und Olli macht sich daran das Abendessen zuzubereiten. Es gibt Spinatspaghetti mit Blauschimmelsauce.... Hmmmmmmmm lecker.
    Claudia erzählt uns ihre Erlebnisse von dem schlimmen Erdbeben 2010. Sie war gerade mit ihrer Schwester zu Besuch bei ihren Eltern und weiss noch genau, wie schlimm das Erdbeben war. Es war ein Beben der Stärke 8,8. Ganz Chillan hatte Schäden an Gebäuden und vor allem der kompletten Infrastruktur zu Verzeichnen. Für eine Woche gab es kein fließendes Wasser und keinen Strom. Aber Claudias Familie hatte Glück im Unglück. Sie hatten einen Pool voller Trinkwasser, von dem sie zehren konnten. Sie erzählte auch von den positiven Folgen, des Bebens und wie alle solidarisch zusammengerückt sind, um einander zu helfen. Ausserdem gab es auf den Strassen überall Barbecue, da die Kühlschränke ausgefallen waren und die Nahrungsmittel aufgebraucht werden mussten. Eine wirklich spannende Geschichte.

    Später kommt noch eine Freundin von Claudia vorbei und wir haben noch einen schönen Abend dmit Tapas und einigen sehr interessanten Gesprächen. Es geht diesmal um Bildung, Möglichkeiten und Vorstellungen vom eigenen Leben. Claudia und ihre Freundin arbeiten an einer Primarschule und sind mit Themen wie sozialer Wandel und Bildungspolitik sehr vertraut. Sie sind leidenschaftlich gern Lehrer und möchten auch viel bewegen. Der Abend ist für alle sehr bereichernd und auch wirklich lustig und unterhaltsam.
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  • Day101

    Besuch bei den Seelöwen

    March 10, 2017 in Chile ⋅ 🌙 16 °C

    Nach dem Abendessen bekommen wir völlig unverhofft noch eine ganz private Führung an den Hafen und auf die Halbinsel. Da die Nacht schon Einzug hält können wir das Lichtermeer an der Küste umso besser sehen.
    Zuerst geht's an den Hafen und wir sind wieder einmal völlig von den Socken als wir ankommen. Ein lautes grunzen, grölen und rülpsen schallt durch den Hafen. Wir können noch gar nicht so richtig erkennen was es ist, als uns Felipe und sein Papa auf die Seelöwen hinweisen. Sie haben sich hier am Hafen eingelebt und zehren vermutlich von den täglich anfallenden "Fischereiabfällen". Hier im Hafen werden grosse Mengen Fisch umgeschlagen, bei dem sicher immer wieder etwas für die grunzenden Exemplare abfällt.

    Ein riesiges Schauspiel diese Tiere in freier Wildbahn zu sehen, wenn auch in einem ungewöhnlichen Umfeld. Wenn sich aber der Mensch überall breit macht, wo sollen sie denn ansonsten noch bleiben. So ist es sicher ein Kompromiss für alle :)

    Felipes Papa erzählt uns vom Tsunami der hier 2010 über das Land hinweg gefegt ist und weite Teile der Stadt zerstört hat. Der Tsunami war die Folge eines der schwersten Erdbeben auf der Welt und hat alles mit sich gerissen, was ihm im Weg stand.
    Heute ist nicht mehr viel von der Zerstörungskraft des Wassers zu sehen, außer ein paar letzte Gebäude die noch davon zeugen. Die meisten Gebiete sind bereits wieder besiedelt und auch die Industrie hat sich in dem Bereich wieder niedergelassen.

    Auch darüber weiss Felipes Papa sehr gut Bescheid. Es ist sehr bekannt, dass diese Fabriken und Industrien, die es hier massenweise gibt, einen großen Teil ihrer Abwässer ins Meer leiten und damit grosse Bereiche kontaminieren. Die größten Zweige die es hier gibt sind erdölverarbeitende Konzerne und Fischindustrie. Von einem der Aussichtspunkte hier oben sieht es aus, wie eine riesige Stadt.

    Die beiden scheinen Stolz auf ihre Gegend zu sein und präsentieren gern wo sie hier leben. Und ja das können sie auch. Umgeben von Wasser ist diese Gegend hier in der Tat ein sehr schöner Ort.

    Nach der kleinen Rundfahrt machen wr uns wieder auf den Heimweg und beenden den Tag mit einem gemütlichen Abend.
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  • Day101

    Concepcion ist besser als gedacht

    March 10, 2017 in Chile ⋅ ☀️ 20 °C

    Heute ist der Tag der Abreise. Wir haben Zeit und lassen den Tag gemütlich angehen. Letztes Frühstück im Domo, das letzte mal Zähneputzen im Domo, das letzte Mal Canito mit einem Buenos Dias begrüßen...heute ist alles erstmal zum letzten Mal verfügbar. Das macht uns beide sehr traurig und wir können uns auch nur schwer mit dem Gedanken abfinden, Canito hier zu lassen. Wir trauern bereits jetzt schon beide um seine Zukunft hier auf der Farm, da es für ihn einfach nie genug Zeit geben wird. Er kommt bei all dem Trubel hier meistens an letzter Stelle.

    Mit dem Badeunfall von Amanda kam uns noch die Idee, das Becken erst einmal so zu schützen, dass sie solange sie klein ist, nicht mehr hinein fallen kann. Olli macht sich am Morgen gleich noch dran, einen Zaun zusammen zu schustern und bedient sich dabei alten Holzabfällen, die hier so auf dem Land herumliegen. Andernfalls, würden sie den kleinen Teich vielleicht weg machen, um der Gefahr, dass es nochmal passieren könnte vorzubeugen.

    Wie, warum, wieso es überhaupt passiert ist, obwohl Fernando in Reichweite von 2m saß wissen wir bis heute nicht.

    Uns grummelt etwas der Magen, wenn wir uns hier so umschauen. Wir haben hier einen kleinen Fußabdruck hinterlassen und in der Zeit in der wir hier waren, recht viele kleine funktionierende Ökosysteme kreiert. Wir würden deren Wachsen und Gedeihen gern weiter beobachten und daran teilhaben wie sich alles entwickelt. Gleichzeitig befürchten wir, dass vieles in Zukunft wieder kaputt gehen wird, da man sich keine Zeit für die kleinen Projekte einräumt.
    Auch sind die Ideen und Grundsätze der Permakultur längst nicht im Geist angekommen. Der Wunschgedanke ist zwar da, aber da steht der Konsum und der Fokus auf neuen Klimbim leider noch zu sehr im Weg. Wir werden sehen, wie es hier weiter geht und lassen uns die Möglichkeit offen, hier wieder hin zurück zu kommen. Fernando und Any würden uns auf jeden Fall wieder willkommen heißen.

    Und auch Canito würde sich sicherlich darüber freuen, wenn wir wieder angeschlenderrt kommen :) Nachdem wir dann alles gepackt und unsere Hinterlassenschaften aufgeräumt haben, verabschieden wir uns noch von David und machen uns mit unseren Rucksäcken auf den Weg an die Straße. Freitag scheint ein guter Tag für die Abreise zu sein. Es dauert nicht lang, nehmen uns 2 Urlauber aus Santiago mit in Richtung Concepcion. Es sind ein paar Kilometer, bis in die nächste Stadt, in der unsere Chancen größer sein sollen mitgenommen zu werden. Nach kurzem Warten hält schon das nächste Auto und ein Student aus Concepcion nimmt uns mit bis auf die Autobahn in Richtung Concepcion. Er lässt uns an einer Bushaltestelle raus, an der wir nicht einmal richtig zum stehen kommen und das nächste Auto bereits neben uns hält. Also Rucksäcke wieder in den Kofferraum und weiter geht's.

    Unglaublich, wie gut das heute lief. Ein Auto nach dem anderen. Keine langen Wartezeiten, insgesamt schneller als der Bus und vor allem kostenlos :)

    Die beiden Damen lassen uns im Zentrum der Stadt heraus und wir sind von Concepcion sehr positiv überrascht. Es ist viel los, aber man kann sich durchaus recht wohl fühlen. Hier sind viele junge Menschen unterwegs, die das Stadtbild prägen. Geschuldet ist dies den vielen Universitäten, die es hier gibt. Man merkt schon gleich, dass es hier etwas städtischer zugeht.

    In all dem Trubel gönnen wir uns ein Eis und nutzen das freie WLAN, um Felipe zu kontaktieren. Er ist unser heutiger Host, den wir auf Couchsurfing angeschrieben haben, bei dem wir heute schlafen dürfen. Zufälligerweise ist seine letzte Vorlesung auch gerade zu Ende und er kann uns mitnehmen.

    Bis dahin ist noch etwas Zeit und wir gönnen uns ein richtig leckeres Eis.

    Die Gelateria haben wir gleich erspäht, als wir die ganzen Leute mit ihren Eistüten hier herumspazieren gesehen haben :)

    Als das Eis inmitten der ganzen Tauben aufgeschleckt ist, bekommen wir auch schon die Nachricht, dass Felipe gleich an uns vorbei fährt und er uns mitnehmen kann. Wir sind froh, daß sich wieder einmal alles von ganz alleine fügt und wir genau da ankommen, wo wir hin möchten, ohne dass wir alles minutiös planen.

    Felipe kommt gerade von der Uni und ist auf dem Heimweg, als wir ins Auto steigen. Wir kommen gleich gut ins Gespräch und Olli merkt gleich wieder seine Sprachdefizite. Olli versteht meistens die Zusammenhänge, wenn sich jemand unterhält, aber er kann nicht wirklich am Gespräch teilnehmen, was oft ärgerlich ist, weil man sich ja gern austauschen würde. Naja Fabi unterhält sich gut und Olli und Felipe können wich mit ein paar Brocken Englisch verständigen.
    Bei Felipe angekommen, stellen wir fest, dass wir mit im Haus seiner Etern wohnen werden und sind darüber etwas überrascht. Von allen werden wir herzlich aufgenommen und ganz nach dem Motto "Unser Haus, ist auch euer Haus" dürfen wir uns hier frei bewegen. Toll. Wir sind glücklich uns für Felipe entschieden zu haben.

    Nachdem wir unsere Sachen abgestellt haben, laufen wir gleich nochmal los, um etwas fürs Abendessen einzukaufen. Nix grosses, da wir schon recht müde sind. Als wir zurück kommen ist der Tisch fürs Abendessen schon gedeckt und wir können uns einfach mit dazu gesellen. Wow. Von der Gastfreundschaft und Fürsorge sind wir immer wieder erschlagen. Das sind wir garnicht mehr gewohnt, so umsorgt zu werden, aber genießen es dennoch 😉
    Das Haus der Familie ist gut gefüllt und es haben sich auch noch Freunde von Felipes Bruder mit eingefunden. Hier steht die Tür scheinbar für alle offen.
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