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Viva el norte de España!

Bereits zweimal haben wir dieses Vorhaben verschoben, jetzt soll es wahr werden.
Über Ambois geht es an den Atlantik auf die Île de Ré, dann folgen wir der Küstenlinie von Biarritz vielleicht sogar bis Porto. Alles kann, nichts muss.
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    🇵🇹 Porto, Portugal

    Ankunft Porto Camping Orbitur Canidelo

    Yesterday in Portugal ⋅ 🌬 18 °C

    Bis zum kommenden Wochenende verschlechtern sich die Wetteraussichten für den Norden Spaniens, daher entschließen wir uns schweren Herzens den Besuch von A Coruña und Santiago de Compostela auf ein andermal zu verschieben und direkt nach Porto weiterzureisen. Gegen 17:00 Uhr erreichen wir den Camping Orbitur Canidelo. Zu unserem Erstaunen ist der Campingplatz ausgebucht, es gibt allerdings noch einen Ausweichmöglichkeit ohne Strom, die muss dann halt für die erste Nacht reichen. Nach einem Besuch der Strandbar, gefolgt von einem ausgiebigen Spaziergang entlang der endlosen Strandpromenade, lassen wir uns in einem Lokal verwöhnen. Auf den morgigen Besuch von Porto sind wir richtig gespannt.
    Boa noite.
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  • Playa de Las Catedrales 2

    June 1 in Spain ⋅ ☀️ 22 °C

    Gegen Abend zieht sich leider der Himmel zu, dennoch fahre ich zum Sonnenuntergang gegen 21:30 Uhr noch einmal zum Playa de Las Catedrales. Bis zur Ebbe dauert es mindestens noch eine Stunde, insofern ist die Begehung deutlich abenteuerlicher als noch am Vormittag, aber die Mühe lohnt sich, der Himmel reißt für 10 Minuten auf, die Steilküste leuchtet plötzlich im Abendrot und es entstehen fantastische Bilder.Read more

  • Playa de Las Catedrales 1

    May 31 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    Für die Playa de Las Catedrales muss man sich Zeit nehmen, denn hier richtet sich alles nach den Gezeiten. Als wir am Sonntag Nachmittag bei Flut ankommen, stehen die „Kathedralen“ größtenteils unter Wasser. Insofern hatten wir sowieso eine Übernachtung auf dem nur 5 km entfernten Camping A Gaivota vorgesehen (ACSI), sind dann aber von diesem familiengeführten Kleinod und seiner Lage so begeistert, dass es zwei Tage geworden sind. Wir wurden freundlich empfangen, der ganze Platz ist liebevoll angelegt, es gibt Brötchen-Service, das Notwendigste im Kiosk und eine empfehlenswerte Gastronomie. Der wunderbar feinsandige Strand ist nur einen Steinwurf entfernt und lädt zu langen Spaziergängen ein.
    Gegen 11:00 Uhr machen wir uns am Montag mit den Rädern auf zu diesem weiteren Highlight unserer Reise und werden nicht enttäuscht. Demütig bestaunen wir, was die Natur hier geschaffen hat. Die Anzahl der Besucher ist dankenswerterweise überschaubar, alle sind auf der Suche nach dem perfekten Spot für ein Bild oder ein Video. Wir finden die kathedralen Torbögen, kleine und große Grotten, schmale Durchgänge, die nackten Füße immer im Sand, oft auch noch im Wasser. Wieder mal ein ganz besonderes Erlebnis. Später versuchen wir mit den Rädern zu dem Nachbarort Foz zu gelangen, scheitern jedoch am Ria de Foz, der uns wie ein kleiner Fjord von unserem Ziel abhält.
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  • Cudillero

    May 31 in Spain ⋅ ☁️ 18 °C

    Cudillero ist einer der charmantesten Fischerorte der Costa Verde in Asturien. Ein buntes Häuserensemble säumt den pittoresken Fischereihafen, wie ein Amphitheater mit Blick über das Meer. Auf einer kleinen Halbinsel steht ein Leuchttürmchen, das nicht nur der wilden kantabrischen See trotzt, sondern in das man sich auch einmieten kann. Verwinkelte Gässchen und Treppen ziehen sich rund um die zentrale Plaza de Marina den Hang hinauf, gesäumt von Souvenirläden, Tapasbars und Fischlokalen. Überall gibt es Miradores mit schöner Aussicht.
    Ob der Beliebtheit waren wir stark verunsichert, außerdem kommen wir in Cudillero an einem Sonntag gegen Mittag an. Alle Sorgen umsonst, keine 3 km hinter der Autobahnausfahrt erreichen wir komfortabel den benachbarten Hafen; zu dieser Jahreszeit dürfen wir sogar umsonst auf dem Parkplatz stehen. Auch ist die Anzahl der Touristen noch überschaubar. Verlaufen kann man sich hier wahrlich nicht, nachdem wir uns eine ersten Überblick verschafft haben, legen wir ein Päuschen in der Confitería La Ribera ein, sehr empfehlenswert. Gestärkt nehmen wir die ersten Stufen in Angriff. Erst stoßen wir auf den rd. 300 m lange Túnel de Cudillero, dann in direkter Nachbarschaft auf das Lavadero público.
    Diese öffentliche Waschanlage wurde 1953 aufgrund der Wasserknappheit in der Gegend errichtet. Ihre Lage nutzt den Flussabschnitt, der traditionell zum Wäschewaschen genutzt wurde, da sich hier ein natürlicher Altarm gebildet hat. Die öffentliche Waschanlage von Cudillero ist eine der größten in Asturien und bietet Platz für bis zu 50 Personen. Das umliegende Viertel (Barrio el Lavadero) hat seinen Namen von dieser Waschanlage. Im Laufe ihrer Geschichte dienten öffentliche Waschanlagen Frauen als Treffpunkt, um sich auszutauschen. Sie kamen zusammen, erzählten Geschichten, trugen lokale Legenden vor und sangen Lieder, während sie die mühsame Arbeit des Wäschewaschens von Hand verrichteten.
    Uns treibt es weiter, erst zum Mirador del Pico und mich wenig später noch zum Mirador de la Garita, wo sich mir fantastische Ausblicke bieten. Nach einem kurzen Besuch des Leuchtturms gibt es im Hafen ein Kaltgetränk, bevor wir uns zum Playa de las Catedrales aufmachen.
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  • Ribadesella

    May 29–30 in Spain ⋅ ☁️ 19 °C

    Nach den letzten ereignisreichen Tagen legen wir in Ribadesella eine kleine Atempause ein. Das Wetter hat sich eingetrübt, zwar schreiben wir noch 20°, allerdings werden wir, ob der tiefliegenden Wolken, der Sicht auf die Picos beraubt. Der Campingplatz ist gute 3 km von Ribadesella entfernt, also gehen wir heute mal zu Fuß in den Ort.
    Der Río Sella teilt das Städtchen bevor er ins Kantabrische Meer mündet. Westlich des Flusses liegt die gepflegte Altstadt aus dem 17. und 18. Jh. mit gemütlichen Sidrerías und Restaurants. Jenseits der Brücke schließt sich der Urlaubs- und Strandbereich an. Felsformationen umrahmen die hellsandige Playa de Santa Marina. Richtet man den Blick landeinwärts, wären grundsätzlich die Picos de Europa zu sehen. Die Promenade schmücken bemerkenswerte Villen in unterschiedlichen Farben, mit verspielter Architektur. Wir folgen der Promenade erst zum Hafen und dann über die Brücke zum Zentrum. Um es gleich voranzustellen, uns hat der Ort nicht angesprochen. Während Barbara noch durch die Gassen schlendert, zieht es mich zur Ermita de La Guía. Auf dem Weg, wie auch am Ziel, erwarten mich tolle Ausblicke. Bis weit in den Nachmittag hinein haben viele Geschäfte geschlossen, also machen wir uns auf den Heimweg und trinken lieber noch ein Bier auf unserer schönen Terrasse.

    PS: Am Folgetag hat mein Rad einen Platten, das Autoventil des Ersatzschlauchs ist zu breit für die Felge und im einzigen Radgeschäft im Ort will man mir nicht helfen, sie sind zwar anwesend, hätten aber am Samstag um 13:00 Uhr Feierabend. Es gibt auch solche Tage. Schade, sehr gerne hätten wir noch die Umgegend mit den Fahrrädern erkundet.
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  • Über Potes nach Covadonga

    May 28 in Spain ⋅ ⛅ 29 °C

    Für die Rückfahrt von Fonte De haben wir vorgesehen uns noch das Bergdorf Potes anzuschauen. Nachdem wir im Supermarkt unsere Vorräte aufgestockt und auf der gegenüberliegenden Straßenseite bei „Nisio y Edith“ den obligatorischen Café von Leche getrunken hatten, erkunden wir die Altstadt. Wir hätten es nicht besser antreffen können, Arkaden mit vielen Geschäften, quirliges Leben in den engen Gassen, ein mittelalterlicher Dorfkern mit einem markanten, quadratischen Festungsturm, viele Brücken, die den Rio Deva überspannen (deshalb der Name: Villa de las Puentes) und eine Vielfalt an Gastronomie. Potes hat unsere Erwartungen übertroffen.

    Anschließend steuern wir eines der meistbesuchten Ziele Asturiens an den „Real Sitio de Covadonga“, den königlichen Ort von Covadonga.

    Obwohl das Dorf gerade mal 55 Einwohner zählt und eigentlich nur aus einer Basilika und einer Grotte mit Kapelle besteht, ist der Andrang groß. Das liegt an der historischen Bedeutung des Ortes. In der legendären Schlacht von Covadonga drängten genau hier die christlichen Truppen im Jahr 722 unter dem Kommando des westgotischen Anführers Pelayo die vorrückenden Mauren zurück. Mit diesem strategisch wichtigen Sieg begann die sich südlich fortsetzende christliche Befreiung der seit 711 von maurischen Truppen besetzten Gebiete in Spanien und Portugal.
    Der siegreiche Pelayo versteckte sich und seine 30 Kameraden in einer Felsenhöhle und konnte so die zahlenmäßig überlegenen Gegner überrumpeln. Himmlische Unterstützung soll er von der Jungfrau Maria „La Santina“ erhalten haben, die laut Legende die Pfeile der Feinde abfing. Pelayo gilt als Gründer und erster König des Königreichs Asturien.

    Wir tauchen heute ein in die Atmosphäre der Wallfahrt. In dieser einsamen Bergwelt auf eine derart große Basilika zu stoßen, ringt auch uns Anerkennung ab. Der Symbolik der Grotte können wir uns ebensowenig entziehen. Wenn jährlich mehr als 1,5 Millionen Menschen diesen legendären Wallfahrtsort besuchen, hinterlässt das Spuren. Den Fuente de los 7 Caños braucht Barbara hingegen nicht mehr, sie hat schließlich ihr Herzblatt bereits vor über 30 Jahren gefunden.

    Auch wenn wir für den Moment ergriffen sind, brauchen wir schnell wieder Bodenhaftung, denn für uns soll es noch 37 km weiter gehen. Wir freuen uns nämlich im Hier und Jetzt über ganz irdische Dinge, wie z.B. eine ordentliche Dusche auf dem Camping Ribadesella Asturias.
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  • Picos de Europa

    May 27 in Spain ⋅ ☀️ 15 °C

    Voranstellen muss man, wir haben gestern an der Talstation der Seilbahn versucht Tickets für heute zu erwerben und sind gescheitert. Die Empfehlung lautet, mit Beginn um 10:00 Uhr an der Gondel zu sein. Erster Versuch. Wir geben zu, 10:20 Uhr haben wir Eulen geschafft, da gab es nur noch Tickets für den Slot von 12:00 bis 12:30 Uhr. Vorteil: in 10 Minuten sitzen wir wieder auf der Terrasse unseres Campings und nach weiteren 5 Minuten gesellt sich ein Café con Leche dazu. Zweiter Versuch, 12:00 Uhr. Wir stehen in der Schlange, vor uns eine Reisegruppe, wir sind umzingelt von Australiern und Kanadiern. Alle 5 Minuten verlassen 20 Todesmutige an Bord der Gondel den sicheren Boden. Barbara wird zunehmend blasser um die Nase. Endlich sind wir ready for take off, wird ihr gewahr, ihr Leben hängt für die nächsten 5 min an einem 1,4 km langen, dünnen Faden, denn es gibt unterwegs keine Seilbahnstützen mehr. Die Enge in der Kabine und die damit korrespondierende schlechte Luft bringen auch keine Linderung. Heil an der Bergstation angekommen ist -im wahrsten Sinne des Wortes- erst einmal durchatmen angesagt. Für uns geht es weiter bergauf, eine Gruppe Jugendlicher nutzt ein Schneefeld für eine kleine Schneeballschlacht. Das Gebirge ist recht karstig, die Sonne brennt und Schatten sucht man vergebens. Wir haben heute kein Ziel und die Wegweiser sind uns keine Hilfe, denn sie lassen Zeit- Entfernungsangaben vermissen. Gerne wären wir irgendwo eingekehrt, stattdessen müssen wir uns mit dem Proviant aus dem Rucksack zufrieden geben. Auch wir erreichen ein Schneefeld, machen anschließend noch einen Schlenker zu zwei kleinen Bergseen, bevor wir uns wieder auf den Rückweg zur Bergstation aufmachen. Gegen Nachmittag ziehen Gewitterwolken heran, als der Regen dann noch in Hagel übergeht sind wir froh in unserem Wohnmobil zu sitzen. Zum Abendbrot zaubert Barbara ein Hähnchengeschnetzeltes mit Reis an Champignonsauce. Yummy.Read more

  • Fuente Dé

    May 26 in Spain ⋅ ⛅ 23 °C

    Am Dienstag geht es nach Fuente de, ein beliebter Standort, um die Picos de Europa kennenzulernen. Hier kann man mühelos mit der Teleférico 753 Höhenmeter überwinden, um auf 1.823 hm eine Bergwanderung zu beginnen. Die Anfahrt zum Camping El Redondo ist mehr als spannend, durch die YouTube Videos wusste ich jedoch was mich erwartet. Während wir uns gerade, mit fast fließendem Spanisch, an der „Rezeption“ anzumelden versuchen, bremst ein Range Rover, angeblich wegen defekter Bremsen, an der steilen Einfahrt -mit dem zarten Geräusch der Kaltverformung von Stahl- an einem Baum. Die Insassen sind mit dem Schrecken davongekommen. Ansonsten ist dieses Plätzchen eine von Bergen umzingelte grüne Oase. Das Sanitär changiert zwischen rustikal und rudimentär, aber es gibt eine kleine Bar mit drei lokalen Gerichten und in fünf Minuten kommt man zu Fuß zur Talstation der Seilbahn. Unsere Nachbarn kommen aus Essen und haben zwei Australien Shepherds, wir (6) verstehen uns auf Anhieb. Heute steht grundsätzlich nichts mehr auf dem Plan. Nach einem kleinen Spaziergang, schnabulieren wir einen extrem leckeren Auflauf aus dem Omnia, dann quatschen wir (4) bis uns die Nachtruhe einholt.Read more

  • Llanes

    May 25 in Spain ⋅ ☁️ 23 °C

    Mit dem Rad sind es keine 14 km bis Llanes, die Strecke gewinnt jedoch keinen Schönheitswettbewerb. Treckingbike ist ok, Elektrifizierung aber empfehlenswert.
    Am malerischen Kanal mit Binnenhafen begrüßen uns sehr pittoresk viele kleine Boote, aber das Highlight sind natürlich am Quai die Los Cubos de la Memoria (Würfel der Erinnerung), bunt bemalte Betonblöcken des baskischen Bildhauers Agustín Ibarrola von 1930. Eine mittelalterliche Stadtmauer schützt die Altstadt. Die typischen Casas Indianas, etwas in die Jahre gekommene „Stadtpaläste“, werden überragt von der wuchtigen Basilika Santa María del Conceyu. Los Indianos nannte man die Auswanderer, die in Amerika Geld gemacht hatten und dann nach Nordspanien zurückgekehrt waren. Vom Mirador de San Pedro, oberhalb der Playa del Sablon, bieten sich schöne Ausblicke auf die Stadt und weiter bis zu den Gipfel der Picos de Europa. Wir würden in Llanes nicht zwingend einen der schönsten Küstenorte erkennen und schwingen uns beizeiten wieder in den Sattel. Gewitterwolken und Donnergrollen begleiten uns auf dem Rückweg, die Front zieht aber -Gott sei Dank- an uns vorrüber. Beim Abendessen, in der dem Campingplatz angeschlossenen Gastronomie, genießen wir ein letztes Mal die Ausblicke und einen schon fast kitschigen Sonnenuntergang. Beim Frühstück wird uns dann wehmütig, aber die Picos warten…Read more

  • Camping La Paz bei Llanes

    May 24 in Spain ⋅ ☀️ 21 °C

    Ich meine wir haben noch nie einem Campingplatz einen Footprint gewidmet, aber diesmal machen wir eine Ausnahme, denn die Lage dieses Platzes hat unser Herz berührt. Wir sind sprachlos und reiben uns nur die Augen.
    Die Details zum Camping kann man bei Google Maps nachlesen, wir lassen die Bilder für sich sprechen.
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  • Tour de Santander

    May 23 in Spain ⋅ ⛅ 25 °C

    Morgens lockt mich wieder der Sonnenaufgang, da nehme ich auch gerne die paar Höhenmeter zum Leuchtturm in Kauf. Solche Momente brenne ich auf meine persönliche Festplatte.
    Nach dem Frühstück machen wir uns auf, erneut Santander zu erobern. Das Villenviertel Sardinero mit seinen weiten Sandstränden lassen wir schnell hinter uns und erreichen kurz darauf das Casino. Hier reicht man zum Bier / Radler, Sushi mit Erdbeeren und Erdnüssen. Ich nutze die Gelegenheit einen kurzen Blick in das Entrée des Casinos zu werfen, sehr imposant. Das Sushi-Restaurant, auf dessen Terrasse wir gelandet sind, stammt wohl noch aus der Hochzeit des Neolichts 😎 Weiter geht’s.
    Das Zentrum rund um die Gartenanlage Jardines de Pereda ist ein elegantes Shoppingviertel, uns nimmt allerdings eher der Mercado del Este für sich gefangen, umgehend bereut man so ausgiebig gefrühstückt zu haben. Hunderte Düfte betören unsere Nasen, völlige Reizüberflutung, wir lieben es. Kaum haben wir uns dem Markt entrissen passiert es dennoch, an einer kleinen Bäckerei liegen Pasteis de Nata in der Auslage, der Wille ist gebrochen, das Fleisch ist halt doch schwach. Wir erhalten auch noch einen Café con leche und geben uns dem Genuss hin.
    Dann waren wir mit den Rädern ein wenig zu enthusiastisch, denn nähert man sich dem Industriehafen sowie dem benachbarten Flugplatz, wird man zunehmend von Hauptstraßen, Autobahnzubringern und Schienen umzingelt. Dr. Google rettet uns und bringt uns sicher, wohin ? natürlich zum Centro Botín ! Kommt man wieder ins Schlendern wird einem vieles geboten: ob eine klassische Gesangseinlage in der Fußgängerzone oder ein Disco Besuch in der Altstadt, es war alles dabei. Uns verbleibt noch ein Tagesordnungspunkt. Ein Brand vernichtete 1941 die Altstadt und beschädigte auch die Kathedrale Iglesia del Cristo mit ihrer gotischen Krypta. Das Bauwerk wurde mühevoll wieder aufgebaut, da schauen wir doch zumindest mal kurz vorbei.
    Wie man heraushört hat uns Santander recht gut gefallen. Der Campingplatz war ein wenig speziell und preislich ambitioniert, allerdings ein guter Ausgangspunkt für unsere Belange. Morgen geht es weiter nach Llanes, wir nähern uns damit dem nächsten Highlight unserer Reise, den Picos de Europa.
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  • Radtour zum Centro Botín

    May 22 in Spain ⋅ ☀️ 28 °C

    Was uns an der kantabrischen Hauptstadt sofort positiv auffällt sind die vielen, gut ausgebauten Radwege; die sind auch wichtig, denn Santander ist sehr weitläufig. Vom Camping kommend fällt uns direkt der Palacio de Deportes ins Auge, es handelt sich dabei nicht um ein Ufo, sondern um eine Mehrzweckhalle im Barrio El Sardinero. Sie trägt wegen ihrer Form den Spitznamen La ballena. Hinter dem Wal schließt sich der große Parque Atlántico de Las Llamas an, den man auch mit dem Rad erkunden darf. Heute steigen die Temperaturen bis auf 30°, insofern ist -am Segunda Playa angekommen- erst einmal eine kleine Pause angesagt, Zeit für „Pranzo“. Gestärkt geht es -am Gran Casino del Sardinero vorbei- zur Península de La Magdalena. Sehr angenehm bei diesem Wetter, wir werden auf beschatteten Wegen um die Halbinsel mit ihren Stränden geführt. Höhepunkt ist hier natürlich der Königspalast Palacio de la Magdalena, einst die königliche Sommerresidenz. Gerne hätten wir noch erfahren, was der Kai der Karavellen am Museo El Hombre y la Mar uns sagen will, jedoch wurden Informationen auf dem verlinkten Internetauftritt nur in Spanisch angeboten. Dann widmen wir uns halt den Robben im benachbarten Tierpark, die versprochenen Pinguine hatten scheinbar keinen Ausgang.
    Am heutigen Kai von Santander stoßen wir letztendlich auf unser eigentliches Ziel, das in 2017 eröffnete, spektakuläre Kunst- und Kulturzentrum Centro Botín. Den Bau entwarf der italienische Stararchitekt Renzo Piano, die Kosten beliefen sich dabei auf rd. 100 Mio. €. Im Aufzug fahren wir zu einer Bandaufnahme mit erhebendem „si si si“ hinauf zur Terrasse und bestaunen die Ausblicke auf die sich angeblich immer wieder neu erfindende Stadt. Das zweite Video verrät was auf der Talfahrt passiert 😉
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  • Santander: Küstenwanderweg am Cabo Major

    May 21 in Spain ⋅ ☀️ 22 °C

    Auf dem Weg zum Camping Cabo Mayor in Santander (Kantabrien) haben wir erst einmal für 1,549 € getankt und unsere Vorräte im Lidl aufgestockt (da kennen wir uns aus). Nach einem verspäteten Frühstück haben wir den Mirador del Faro de Cabo Mayor besucht, uns anschließend auf der Terrasse der benachbarten Gastronomie eingefunden und wie in Trance die Weite des Ozeans auf uns wirken lassen. Der Leuchtturm grenzt an einen spektakulären Küstenwanderweg, dem wir nunmehr Richtung Playa de Mataleñas folgen. Hierbei handelt es sich um eine wunderschöne Bucht, die nur zu Fuß über eine Treppe mit 190 Stufen zu erreichen ist. Nach dieser kurzen Stippvisite zum Beach geht es weiter entlang der Küste, um den Parque de Mataleñas herum, zur Strandpromenade der Segunda playa de El Sardinero, einem der vielen Hauptstrände Santanders. Zurück auf dem Camping ist zum ersten Mal in diesem Jahr grillen angesagt. Es gibt mariniertes Hähnchenfleisch mit Pimientos de Padrón, begleitet von Salat und frischem Baguette. Wir lassen es uns schmecken.
    Zum Sonnenuntergang gehe ich noch einmal kurz zum Leuchtturm, den Anblick wollte ich mir nicht entgehen lassen.
    Buenas noches.
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  • Das Guggenheim-Museum in Bilbao…

    May 20 in Spain ⋅ ☁️ 24 °C

    …ist vom Design deutlich anspruchsvoller als sein Pendant in New York. Der Architekt Frank Gehry entwarf das Gebäude als eine skulpturale, organische Form, die sich harmonisch in die ehemalige Industrie- und Hafenlandschaft Bilbaos einfügt. Die fließenden, wellenartigen Elemente sollen an ein Schiff oder eine aufblühende Blume erinnern. Die Außenhaut besteht aus schillernden Titanplatten, die das Licht brechen und den Eindruck erwecken, die Fassade würde sich bewegen.
    Der "Bilbao-Effekt": Die Architektur war Katalysator für einen städtischen Wandel. Das Museum beherbergt nicht nur Kunst, sondern gilt als ikonisches Wahrzeichen, das den Tourismus ankurbelte und die ganze Stadt wirtschaftlich sowie kulturell wiederbelebte.

    Das Museum hat so viele Fassetten, dass ich nicht umhinkomme, den Gebäudekomplex weiträumig zu umrunden. Zuerst geht es über die Puente de la Salve -mit dem roten Portikus- über den Fluss Nervión. Die mächtigen Betonstreben der Brücke bieten sich geradezu für Graffitis an. Dann folge ich dem Flusslauf bis zum Pasarela Pedro Arrupe Zubia, meines Erachtens mit einer der beste Ort für schöne Aufnahmen des Museum, allerdings sollte man auch immer mal die Perspektive wechseln, denn die Universidad de Deusto ist auch einen Blick wert. Zurück am Museum gilt die Aufmerksamkeit noch zwei besonders bekannten Kunstwerken: "Tall Tree & The Eye" besteht aus 73 reflektierenden Kugeln, die um drei Achsen verankert sind, surreal wirkt die Szenerie, wenn über dem Brunnen noch leichter Nebel aufsteigt. Der Star auf der anderen Seite ist bestimmt die "Maman" de Louise Bourgeois. Mit einer Höhe von fast neun Metern flößt diese Spinne Ehrfurcht und Angst ein, doch ihre enorme Größe, die auf unwahrscheinlich schlanken Beinen balanciert, vermittelt auch eine fast ergreifende Verletzlichkeit.

    Wir können uns kaum losreißen, kulturell sind wir mehr als übersättigt, aber der leibliche Hunger treibt uns dennoch Richtung Altstadt. Es herrscht bereits Abendstimmung an der Bizkaiko Foru Liburutegia. Hier begegnen wir El Caminante. Der Wanderer verkörpert das Wesen der Stadt und ihrer Bewohner: stets in Bewegung und zukunftsorient. Unsere nähere Zukunft liegt im La Viña del Ensanche, hier verkosten wir -in quirliger Atmosphäre-
    ein paar Pintxos, die baskische Variante der klassischen Tapas. Gestärkt möchte man nunmehr eigentlich in das Abendleben Bilbaos eintauchen, aber wir müssen uns noch eines organisatorischen Problems annehmen. Hinsichtlich der fehlenden Duschen am Stellplatz haben wir für uns eine alternative Lösung gefunden; bevor es heimwärts geht besuchen wir eines der zahlreichen Basic Fit Studios und lassen uns anschließend sauber und frisch von der Buslinie 58 zum Wohnmobil bringen, wo uns das nächtliche Panorama Bilbaos den Atem raubt. Gerne wären wir noch einen Tag geblieben, allerdings nicht auf diesem Stellplatz.
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  • Viva de Bilbao

    May 20 in Spain ⋅ ☁️ 23 °C

    Wir sind in Nordspanien angekommen und starten gleich mit einem absoluten Highlight, dem Guggenheim-Museum in Bilbao.
    Der Área de Autocaravanas de Kobetamendi ist leider alternativlos.
    Vorteil: er bietet ein spektakuläres Panorama auf Bilbao und der Bus bringt einen für 1,70 € alle 20 min in die Innenstadt.
    Nachteil: es gibt weder Brötchens-Service noch Duschen und jeweils nur eine Toilette für Männlein und Weiblein (für gefühlte 100 Stellplätze). Den Toilettenschlüssel erhält man während der Öffnungszeiten an der Rezeption.
    Wir nehmen sofort den Bus in die Stadt und müssen uns erst einmal umorientieren, der Café au Lait heißt jetzt Café con leche, und sind wir denn bereits in Portugal, wir bekommen sogar unser erstes Pasteis de Nata. Das fängt schon mal gut an.
    Alle Wege führen zum Museum. Was sollen wir sagen, das Guggenheim-Museum ist mega, großartig, fantastisch, überragend, umwerfend, einfach atemberaubend, einOrt an dem die Kunst mit der Architektur verschmilzt.
    Die Sonderausstellung zeigt filigrane Industriekunst von RUTH ASAWA, anschließend nehmen uns die Werke von Richard Serra, namens The Matter of Time, gefangen. Man kommt überhaupt nicht mehr aus dem Staunen heraus. Nach knapp 2 Stunden brauchen wir eine kurze Eispause bei Amorino, dann ziehen wir unsere Kreise im Aussenbereich.
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  • Radtour zur Notre-Dame de Bayonne

    May 19 in France ⋅ ☁️ 23 °C

    Die Baskenmetropole Bayonne am Zusammenfluss von Nive und Adour ist unser heutiges Ziel. Sie ist nicht nur bekannt für das hier erfundene Bajonett, sondern auch für ihre quirlige Altstadt und insbesondere für die Cathédrale Sainte-Marie de Bayonne.
    Doch zuerst holen wir den Besuch des Phare de Biarritz nach und staunen über die grandiosen Aussichten. Erwähnung sollten auch noch die äußerst coolen Zebrastreifen in Biarritz und Umgebung finden. Auf gut ausgebauten Radwegen geht es nunmehr vorbei am Golfplatz zum Hafen von Bayonne. Es handelt sich jedoch um einen kleinen Industriehafen, den wir entsprechend schnell wieder verlassen. Steuert man auf das Zentrum zu, weisen einem die 85 m hohen Doppeltürme der gotischen Kathedrale den Weg. Der zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert erbaute und Ende des 19. Jahrhunderts umgestaltete gotische Kreuzgang zählt zu den größten Frankreichs. Er war stets Teil des städtischen Lebens: Treffpunkt für den Stadtrat und die Einwohner sowie Handelszentrum. Die gravierten Grabsteine ​​und Nischen in den Mauern der Galerien erinnern daran, dass er einst sogar als Friedhof diente. Die Kirche gehört als Teil des Jakobswegs zum UNESCO-Welterbe. Immer noch stark beeindruckt lassen wir uns jetzt durch die schmalen Gässchen der Altstadt treiben, hier gibt es unzählige kleine Geschäfte, die zum Stöbern einladen. Irgendwann wird es dann Zeit den Rückzug anzutreten. Wieder in Biarriz angekommen beschließen wir diesen Tag neben den Boule-Bahnen an der Bar Etxola Bibi mit einem Kaltgetränk begleitet von den letzten Impressionen der französischen Basken-Küste.
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  • Wir erkunden Biarritz

    May 18 in France ⋅ ☁️ 16 °C

    Am Montag geht es auf Schusters Rappen nach Biarritz. Angeblich gebärdet sich der Atlantik an keinem anderen Ort der Küste dramatischer als ebenda. Im Moment ist er hingegen friedlich, bei Ebbe könnte man sogar den Weg am Strand entlang spazieren. 3 km durch den Sand zu stapfen gestaltet sich allerdings als schwierig, also kehren wir zurück auf den Asphalt. Dieser Weg ist jedoch nicht weniger anstrengend, denn auf den insgesamt 16 km, die wir heute einsammeln, gilt es einiges an Höhenmetern zu überwinden. Der weite Blick aufs endlose Meer macht ehrfürchtig. Surfen ist hier Kult, viele Ambitionierte versuchen das Spiel mit den Wellen, doch nur wenigen gelingt es auch in Perfektion. Unser erster Anlaufpunkt ist der Plage du Port Vieux, bei einem Café au Lait genießen wir die Aussicht auf den Rocher de la Vierge (Felsen der Jungfrau), dem wir selbstverständlich, wie wahrscheinlich alle Touristen, anschließend einen Besuch abstatten. An der Église Sainte-Eugénie vorbei geht es zum La Grande Plage, hier wird es deutlich mondäner, viele Gebäude, so auch das Casino, stammen noch aus den Zeiten der Belle Époque. Die Innenstadt spricht uns nicht so an, ebensowenig wie die Gässchen, die von der Strandpromenade dorthin führen, viele Geschäfte bieten die üblichen touristischen Devotionalien. Somit begeben wir uns wieder auf den Heimweg, nicht ohne in der Strandbar am Plage d'llbarritz noch bei einem Panaché die mittlerweile tosende Flut zu bestaunen.Read more

  • Endlich in Biarritz an der Côte d'Argent

    May 17 in France ⋅ ☁️ 16 °C

    Status: Sonntag Morgen nach Christi Himmelfahrt um 10:45 Uhr auf der Île de Ré. Was ist die blödeste Idee ? Nach ca. 1,5 Stunden im Stau vor der Brücke zum Festland, mit teils abenteuerlichen Umleitungs-Vorschlägen von Dr. Google, nehmen wir den nächstmöglichen Parkplatz am Straßenrand und gehen zu Fuß Richtung Strand. Wie es der Zufall so will, landen wir ebenda auf der sonnenbeschienen Terrasse einer Boulangerie, vor uns zwei Café au Lait und ein Brioche, crème d'amande, amandes effilées. Calm down ! Es folgt noch ein ausgiebiger Strandspaziergang, dann starten wir den zweiten Versuch diese schöne Insel zu verlassen. Was soll ich sagen, gegen 18:00 Uhr erreichen wir nach 400 km unser neues Zuhause, den Camping Biarritz. Lessons learned.
    Der Campingplatz ist perfekt, terrassiert angelegt, ordentliches Sanitär und liegt nur einen kurzen Fußmarsch vom Strand entfernt. Auf dem Weg zum Plage d'llbarritz liegt das Cité de l'Océan, ein Meeresmuseum mit interaktiven Ausstellungen, Animationen und virtuellem Surfen. Allein schon das Bauwerk in Form zweier gegenläufigen Wellen ist architektonisch hoch interessant. In der Brandung versuchen sich einige mutige Surfer, abseits des Sandstrandes ist das Schwimmen hingegen verboten. Wir verweilen ein wenig in der Strandbar, genießen die Atmosphäre und freuen uns auf die Erlebnisse der nächsten Tage.
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  • Ausflug nach La Rochelle

    May 16 in France ⋅ ⛅ 15 °C

    Am Samstag geht es über die Pont de Ile de Re nach La Rochelle. Ein kleines Abenteuer, bis zum Scheitelpunkt sind es rd. 1,5 km, dann hat man -in einer Höhe von 42 m- einen fantastischen Ausblick. Die Streckenführung auf separaten Radwegen ist halbwegs gut ausgeschildert, nach 18 km erreichen wir unser Ziel.
    Das Hôtel de Ville de La Rochelle ist eines der ältesten und schönsten Rathäuser Frankreichs, im Renaissancestil erbaut wird es von einer historischen Wehrmauer geschützt. Auf dem Vorplatz genießen die Besucher der Gastronomie -mit Blick auf die Statue von Jean Guiton- nicht nur die Sonne. Hinter der Église Saint-Sauveur de La Rochelle erreichen wir die Hafenpromenade. Hier dürfen wir gleich an einer kleinen Vorführung teilnehmen. Während wir im Amorino unser Eis schlecken, weht uns von rechts und links der Duft von Muscheln an Knoblauchsauce um die Nase. Die Grosse Horloge schlägt uns die Stunde, also machen wir uns auf, noch mehr von dieser schönen Stadt zu erkunden. Wie die Sardinen treiben wir im Schwarm durch die Gassen. Vorbei am Phare vert du quai Valin erreichen wir die andere Hafenseite. Von hier hat man nicht nur einen guten Blick auf die mächtigen Türme von La Rochelle, die die Hafeneinfahrt bewachen, sondern auch auf den Tour de la Lanterne und den Le Globe de la francophonie. Nächster Halt ist das Quartier Le Gabut mit seiner relaxten Atmosphäre und den coolen Graffitis. Im Kontrast wirkt der Le Phare Rouge du Vieux-port dagegen recht bieder. Gegen den Wind ist die Überquerung der Brücke auf dem Rückweg eine kleine Herausforderung, mit den E-bikes hingegen kein Problem. Auch wenn wir nur um dem schlechten Wetter auszuweichen auf der Île de Ré gestrandet sind, haben wir es nicht bereut, wir werden bestimmt wiederkommen. Allerdings geht es für uns morgen nach Biarritz, den erkorenen Startpunkt unserer Nordspanien Reise.
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  • Savoir-vivre auf der Île de Ré

    May 15 in France ⋅ ☁️ 14 °C

    Wenn man morgens die Jalousie von der Dachluke öffnet und einem die Sonne und blauer Himmel entgegen lacht weiß man, es wird ein guter Tag.
    Mit 8° ist der Morgen allerdings noch sehr frisch, wir frühstücken ganz in Ruhe im Wohnmobil. Anschließend geht es -in wenigen Minuten- mit den Rädern zum Plage de Montamer. Bei Ebbe zeigt sich das Meer nunmehr von seiner ruhigen Seite. Auf einem wunderbaren Radweg folgen wir der Küstenlinie bis nach Rivedoux-Plage, von dort hat man einen guten Ausblick auf die Pont de l'île de Ré, die mit einer Spannweite von knapp 3 km die Insel mit dem Festland verbindet. Uns treibt es noch einmal nach La Flotte, es ist Volksfest- Stimmung, entsprechend lang sind die Warteschlangen vor den Lokalen an der Promenade. Wir genießen in der Sonne einen Café au lait begleitet von einem köstlichen Aprikosen-Tartelette.
    Die Île de Ré ist anscheinend ein Mekka für Radfahrer, hinzu kommt, dass bedingt durch den Feiertag viele Franzosen das verlängerte Wochenende für einen Kurzurlaub nutzen. Wer schon einmal am Wochenende mit dem Rad durch die Innenstadt von Münster pedaliert ist, hat eine ungefähre Ahnung was hier und heute auf den Radwegen der Insel los ist.
    Als Nächstes führt die Radrunde uns nach Saint-Martin-de-Ré. Die Festungsanlage und der Hafen sind auch hier von einer Menschenmenge geflutet. Wir finden ein sonniges Plätzchen beim Le Bordin Zinc, direkt neben der Terrasse steht ein alter ausgebauter VW-Bus, das hat Flair.
    Gegen deutlich auffrischenden Wind radeln wir -zwischen Salinen- weiter entlang der Küste. Die Austern- und Miesmuschelzucht ist -neben dem sehr guten Radwegenetz- ein weiteres Steckenpferd dieser Insel. Wir gelangen zum Restaurant Ré Ostréa, noch frischer als hier kann man die Muscheln nicht auf den Teller bringen. Am Plage de la mer du Nord machen wir kehrt und rollen mit Rückenwind zurück zum Campingplatz. Die Dachluke behielt recht, was für ein schöner Tag. 38 km, 2:21 h.
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  • Ankunft auf der Île de Ré

    May 14 in France ⋅ 🌬 14 °C

    Regentage sind Fahrtage, insofern haben wir unsere Reise fortgesetzt und sind nach insgesamt rd. 1.050 km am Atlantik angekommen; wetterbedingt allerdings nördlicher als geplant auf der Île de Ré, in unmittelbarer Nachbarschaft von La Rochelle.
    Unser Campingplatz Huttopia Chardons Bleus liegt in einem kleinen Wäldchen, nahe der Küste. Der Empfang ist sehr herzlich, wir bekommen eine Radwanderkarte und viele Informationen was man auf dieser schönen Insel unternehmen kann. Erst mal gibt es einen Espresso, dann folgen wir dem -neben dem Camping vorbeilaufenden- Radweg nach La Flotte. Hier gibt es viele nette Geschäfte und Ateliers, entsprechend gefüllt ist der Küstenort, die Gastronomien rund um das pittoreske Hafenbecken sind gut besucht. Der Atlantik zeigt sich heute von seiner stürmischen Seite, insofern halten wir uns nur kurz an der Strandpromenade auf, hier reisst mir der Wind fast die Kappe vom Kopf. Wir lassen uns noch ein wenig durch die Gassen treiben, bevor wir durchgefroren den Rückweg antreten. Gegen 19:00 Uhr fängt wieder der Regen an, da haben wir es uns bereits im Womo warm und gemütlich gemacht.
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  • Radtour zum Château de Chenonceau

    May 13 in France ⋅ 🌬 15 °C

    Was haben wir gut geschlafen. Ich muss mir die Augen reiben, als ich neben dem Waschhaus auf vier Enten treffe. 2CV4, die Legende lebt !
    Zum Frühstück gibt es Croissants und Baguette Tradition, schon dafür lieben wir Frankreich.
    Für den Tag ist ein Sonne-Wolken-Mix bei 16° vorhergesagt, also satteln wir die Drahtesel und machen uns auf Richtung Schloss Chenonceau. Kaum haben wir Amboise gen Westen verlassen, geht es bergan, anfangs durch Wohnbebauung, später auf asphaltierten Wegen durch Wiesen und Wälder nach Dierre. Im Nachbarort Bléré stoßen wir auf den Fluss Le Cher, dem wir östlich bis zum Château de Chenonceau folgen. Das Schloss hatten wir bereits im August 2023 besichtigt, insofern ist heute lediglich der Weg das Ziel und somit treten wir nach einem kleinen Picknick den Rückweg mit reichlich Gegenwind an.
    In Amboise angekommen belohnen wir uns mit einem Eis von Amorino. Abschließend gibt es noch einen kurzen Abstecher zum Château du Clos Lucé (ein ehemaliges Wohnhaus da Vincis) und dem Château Gaillard, doch es ist zu spät für eine Besichtigung. Pro Person 37 € an Eintritt gespart, geht es zum Campingplatz, wo die Dusche und ein Auflauf auf uns warten. 54 km, 3:24 h.
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  • Ankunft in Amboise

    May 12 in France ⋅ ☁️ 15 °C

    Der frühe Vogel kann uns mal, die Abfahrt um 9:45 Uhr liegt gerade noch im Rahmen der Menschenrechtskonventionen.
    Hat man erst einmal Köln hinter sich gelassen, ist Aachen schnell erreicht. Bevor wir die französische Grenze passieren, freuen wir uns noch über die mautfreien Autobahnen in Belgien. Vor Paris ein kurzer Tankstopp, dann quälen wir uns durch die verstopften Straßen der Stadt der Liebe. Die Motorradfahrer hier sind kollektiv suizidgefährdet.
    Gegen 19:20 Uhr erreichen wir nach 780 km endlich Amboise. Einchecken auf dem Camping municipal de l'île d'Or, kurz einrichten, schon geht es auf in die Altstadt. Der Bummel durch die Gassen muss warten, die Küche der Pizzeria Via Roma schließt bereits um 21:00 Uhr. Zwar schmeckt die Pizza vorzüglich und auch das unverschämt teure Bier rinnt die trockene Kehle mit Genuss hinab, doch schnell sind wir die letzten Gäste und die geöffnete Tür und das geschäftige Aufräumen deuten uns, dass unsere Gastgeber Feierabend machen wollen.
    So haben wir zumindest noch die Gelegenheit, vor dem Sonnenuntergang ein paar Eindrücke von diesem charmanten Städtchen einzusammeln. Auf dem Heimweg verabschieden wir uns von dem wundervoll beleuchteten Schloss Amboise.
    Für uns heißt es jetzt die Bettkarte stempeln. Bonne nuit.
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    Trip start
    May 12, 2026