• Simon Rossier
  • Fabienne Minder
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Panamerica Süd

Una aventura de 714 días de Simon & Fabienne Leer más
  • Die kleinsten Affen der Welt #1

    27 de octubre de 2023, Colombia ⋅ ☁️ 25 °C

    Kurz vor der Grenze zu Ecuador übernachten wir auf dem Grundstück einer kolumbianischen Familie. Wir befinden uns gefühlt bereits relativ tief im Amazonas. Statt das Land zu roden, wie es offenbar die meisten hier tun, stellt es diese Familie unter Schutz. Und so kommen monatlich an die zwei bis drei Parteien vorbei, um einen Blick auf einen ziemlich kleinen Amazonasbewohner zu erhaschen: das Zwergseidenäffchen - der kleinste Primate der Welt. Eine ebenfalls kleine Frau namens Yolima läuft mit uns in den Wald und gibt uns eine Guama zu probieren. Die Hülsenfrucht, die aussieht wie eine riesige Bohne hat einen milden aber köstlichen Geschmack. Manche Leute erinnert er offenbar an den Geschmack von Vanille-Eis, weshalb die Frucht im englischen Raum auch ice cream bean genannt wird. Die restlichen Guama werden für die anderen Primaten aufbewahrt. Wir kommen vor einem grossen Baum zum stehen und Yolima legt ein paar Guama Früchte auf ein am Baum befestigtes Brettchen. Nach ein paar Minuten erblicken wir grosse Augen, die aus der Baumkrone auf uns herabstarren. Nach einer Weile trauen sich die kleinen Wichte näher und klettern vorsichtig die Baumrinde hinab. Und wie klein sie sind! Die Erwachsenen Tiere sind etwa so gross wie ein Fünfliber (ohne Gewähr). Wir beobachten die Äffchen dabei wie sie wiederum uns beobachten: zuerst erscheint ein Kopf mit grossen Augen auf einer Seite des Baumstamms, dann verschwindet er wieder, um ein paar Zentimeter höhenversetzt auf der anderen Seite des Baumstamms wiederaufzutauchen. Das Spektakel setzt sich in diesem Muster fort.Leer más

  • Die kleinsten Affen der Welt #2

    27 de octubre de 2023, Colombia ⋅ ☁️ 27 °C

    Später laufen wir noch etwas tiefer in den Wald hinein und Yolima erklärt uns die Tier- und Pflanzenwelt. Wir stossen dabei auf in dieser Region endemische Schwarzhand-Springaffen, Humboldt-Totenkopfäffchen und den wirklich so genannten Haarigen Saki. Auf unserem Weg durchs Unterholz stossen wir auch auf bioluminiszierende Pilze. Weil zufälligerweise gerade Tag ist nehmen wir Yolima einfach beim Wort.
    Nach der Exkursion machen wir uns auf den Weg zur Grenze.
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  • Typisch Kolumbien 🇨🇴

    27 de octubre de 2023, Colombia ⋅ 🌧 26 °C

    Kolumbien in Bulletpoints:
    - Vielfältig (Karibik, Anden, Amazonas)
    - Geschichte FARC und Narcos
    - Touristische Orte sehr bunt
    - Untouristische Orte backsteinfarben
    - Riesiges Land
    - Viele untouristische Gebiete
    - sehr günstig (auch Aktivitäten)
    - Tagesmenü inkl. Getränk für ca. CHF 3.- (Comida Corriente)
    - Comida Corriente = Fleisch, Teis, Frijoles, Platano (Kochbanane) und eine Suppe
    - sehr freundliche Leute
    - alte Männer haben junge Frauen
    - viele Motorräder (mit Helm und Regenschutz)
    - Leute sammeln Spenden im Gegenzug für Sticker
    - Mandarinen
    - Salsa (insb. Cali)
    - Frauen mit Fruchtköpfen (Cartagena)
    - Panoramastrassen (Berge, Kurven)
    - unglaublich steile Strassen
    - sehr freundliche Polizei-/Militärkontrollen
    - Viele Mautstrassen
    - Survival of the fittest im Strassenverkehr
    - Rücksichtslosigkeit im ÖV
    - langsame Lastwagen würden nie anhalten, um eine Kolonne hinter sich vorbei zu lassen
    - Verkehrsunfälle
    - viele weibliche Polizisten (Medellin)
    - Kinder und Erwachsene mit Drachen
    - Strassenverkäufer im Stau
    - Leute schlafen wenn die Ampel grün wird
    - Leute sind sehr herzlich, familär, interessiert und kein Neid.
    - Viele winken uns auf der Strasse zu (Töff Fahrer und Autofahrer)
    - Apple Logo = Beliebter Sticker auf Autos
    - Leute schauen auf ihren Handys Telenovela Ausschnitte in ultra langen TikTok oder Facebook Videos (natürlich ohne Kopfhörer)
    - Gerichte: Arepas de Queso, Pizza Cono, Bandeja Paisa, Patacones (Pfannenbanane), Arroz con Coco, Buñuelos Rellenos (gefüllte fritierte Teigbällchen)
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  • Grenze Ecuador

    28 de octubre de 2023, Ecuador ⋅ ☁️ 32 °C

    Wir erreichen irgendwo im Amazonas eine der abgelegensten Grenzen, die wir je passiert haben und wahrscheinlich in erster Linie für den Kokainexport genutzt wird. Aufgrund von Wahlen in Kolumbien soll die andere Grenze die Tage geschlossen werden. Aus diesem Grund und auch wegen den kleinen Äffchen haben wir uns für den Umweg über diese Grenze entschieden. An der Grenze selbst geht alles ziemlich schnell, bis zur temporären Importbewilligung für unser Auto. An diesem Schalter funktioniert die Webverbindung zum System gerade nicht. Seit 12h. Ein Techniker sei aber auf dem Weg, werden wir versichert. Dieser Zustand ändert sich auch im Verlauf des Tages nicht und so sind wir technisch gesehen aus Kolumbien ausgereist, können aber nicht nach Ecuador einreisen (zumindest nicht mit Auto). Wir teilen also in etwa das Schicksal von Tom Hanks im Film 'Terminal' und machen uns daran Gepäcktrolleys einzusammeln. Wir finden aber keine und errichten stattdessen unser Nachtlager neben dem Grenzposten. Am nächsten Tag schauen wir erneut bei der Migrationsbehörde vorbei. Die Internetverbindung steht nach wie vor nicht. Um acht Uhr soll aber ein Techniker vorbei kommen. Um halb neun wird der Techniker gegen neun Uhr erwartet und um halb zehn dann so in zwei Tagen. In zwei Tagen finden wir ziemlich spät und so lustig ist es auf dem abgelegenen Grenzposten auch nicht. Uns wird daher angeboten, dass wir ein Dokument erhalten, das uns ermächtigt auf direktem Weg durch Ecuador zur anderen etwa 6h entfernten Grenze zu fahren, um unser Fahrzeug dort zu importieren. Die Option wollen wir uns erst überlegen und als wir uns dann so gegen 11 Uhr dafür entscheiden ist der Grenzbeamte, der uns das Dokument ausstellen könnte nicht mehr auffindbar. Wir warten also (zum Glück) noch etwa eine Stunde. Dann geschieht unverhofft ein Wunder und die Verbindung steht. Wir erhalten das Stück Papier und dürfen 10 Minuten später legal in Ecuador einreisen.

    Den Rest des Tages verbringen wir auf einer Art Campingplatz am Ufer eines Flusses der hunderte von Kilometern weiter in den Amazonas mündet. Bemerkenswerterweise stossen wir selbst hier am Füdle der Welt auf die traurigste Erfindung der Menschheit: den Jet Ski. Drei Jet Skis und deren kompensationsbedürftigen Besitzer fahren selbstbewusst den Fluss hoch und runter und erzeugen dabei ein Maximum an negativen Externalitäten. Wir geniessen den Ort trotzdem und sei es nur der Rache des kleinen Mannes willen.
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  • Der Wasserfall

    30 de octubre de 2023, Ecuador

    Wie der Indianer Jonas streifen wir durchs Unterholz, durchqueren Bäche und schwingen von einer Liane zur nächsten auf der Suche nach dem verlorenen Wasserfall. Wer ihn verloren hat wissen wir nicht. Wir wissen aber, dass wir ihn gefunden haben. Und zur Feier baden wir in seinem Erguss.Leer más

  • Der andere Wasserfall

    31 de octubre de 2023, Ecuador

    Etwas später machen wir uns am nächsten Tag in der Nähe auf die Suche nach einem anderen Wasserfall. Der Eintritt dahin kostet $2 und damit doppelt so viel wie beim Ersten. Im Kontrast zum ersten Wasserfall dünkt uns der zweite aber ziemlich hässlich. Wir haben nicht einmal ein Foto davon. Dafür treffen wir unterwegs viele Schmetterlinge und helfen auf dem Rückweg noch einem Jungen beim Früchtepflücken. Der Junge fällt einmal fast den Stutz runter, was wir lustig finden, weil wir dabei nicht zu Schaden kommen. Als Lohn schenkt er uns ein paar Guama.Leer más

  • Mindo

    4 de noviembre de 2023, Ecuador ⋅ ☁️ 21 °C

    Mindo ist nicht nur die Art und Weise wie im Thurgau Fabienne's Nachname ausgesprochen wird, sondern auch der Name eines Dorfes in Ecuador. Passend sind wir fortan mit zwei Thurgauer Feuerwehrpersonen unterwegs. Im Gegensatz zum Thurgau ist Mindo derweil für Schmetterlinge und Vögel bekannt. Wir besuchen vor Ort eine Art Papiliorama und stossen dort auf eine handvoll Schmetterlingsarten. Die vertretenen Arten machen tatsächlich nur einen kleinen Bruchteil derjenigen aus, die wir bisher in Ecuador gesehen haben. Wahrscheinlich gäbe es in den Hallen sogar mehr Arten wenn die Schmetterlinge von draussen von den Gebäudewänden nicht daran gehindert würden nach innen zu gelangen. Immerhin laufen noch ein paar junge Frauen mit kurzen Röcken und grossen Flügeln herum, um (erfolgreich) vom prekären Artenmangel abzulenken.Leer más

  • Mindo zu Besuch in Mindo

    5 de noviembre de 2023, Ecuador ⋅ 🌧 18 °C

    Die Thurgauer und wir unternehmen danach einen Abstecher in die Berge Mindos weil es dort eine Vogelbeobachtungstelle gibt an der man mit Glück den prächtigen Leistenschnabeltukan bewundern können soll. Wir finden den Ort verlassen vor. Nur ein äusserst charmanter Hund nimmt uns freundlich in Empfang während ein paar Kolibris um die Futterstationen schwirren. Wir warten ab in der Hoffnung, dass die Besitzer demnächst zurückkehren, um sie zu fragen ob wir hier übernachten dürften. Nach einer halben Stunde sitzt besagter Tukan plötzlich auf einem Ast vor uns. Glücklicherweise haben wir unsere Kamera bereits zur Hand und können den Vogel ablichten bevor er nach etwa einer Minute wieder im Regen verschwindet. Nach etwas mehr als einer Stunde entscheiden wir uns dann den Ort zu verlassen. Auf dem Rückweg kommen uns die Besitzer in ihrem Auto doch noch entgegen. Wir erfahren von ihnen, dass der Eintritt für die Vogelbeobachtungsstelle $20 pro Person kosten würde. Wir haben den Vogel aber bereits gesehen (gratis), lehnen daher ab und fahren weiter zu einem anderen Übernachtungsplatz. Dort angekommen begeben wir uns nach Einbruch der Dunkelheit zu viert auf eine Waldexpedition, auf welcher wir lauter Schönheiten begegnen.Leer más

  • Campen am See beim Vulkan

    6 de noviembre de 2023, Ecuador ⋅ ☁️ 18 °C

    Wir werden von verschiedenen Leuten gewarnt, dass man in Ecuador aktuell nicht wild campen soll, weil venezuelanische Migranten zunehmend Overlander ausrauben. Weil wir aber nach wie vor zu viert unterwegs sind, wagen wir es trotzdem für eine Nacht und werden schliesslich nicht ausgeraubt, womit die anfängliche These widerlegt ist.
    Für unser Experiment haben wir einen Übernachtungsplatz am See mit Blick auf einen Vulkan gewählt. Kurz nach unserer Ankunft regnet es Olympiaschwimmbecken und wir verziehen uns ins Feuerwehrauto, um dort Pfannenpizzen wegzuschlürfen.
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  • Otovalo und Sommerwind

    7 de noviembre de 2023, Ecuador ⋅ ⛅ 24 °C

    Wir besuchen in Otovalo einen Markt und kaufen uns dort die obligaten Andenalpakapullis, um später nicht zu vergessen und insbesondere andere wiederholt daran zu erinnern, dass wir einst in den Anden waren. Um die Pullis schön einpacken zu können ergänzen wir den Einkauf um eine Alpakawolldecke.

    Mit gesättigtem Shoppingwahn machen wir uns anschliessend auf den Weg zur (unter Overlandern) berühmten Finca Sommerwind. Seit Mexiko werden wir von uns entgegen Reisenden wiederholt und eindringlich gemahnt, dort unbedingt hin zu gehen. Unsere Erwartungen sind entsprechend gigantisch und nicht erfüllbar. Vorort erwarten uns Wiener Schnitzel. Während wir letztere verspeisen, werden wir wiederum von Sandfliegen gefressen.

    Zöline aus dem Thurgau bastelt zur Ablenkung ein Spiel (Tempel des Schreckens). Zu viert testen wir es am Abend. Test bestanden. Den Test nicht bestanden hat wiederum eine riesige Guanabana, die wir retrospektiv gesehen zu früh (weil unreif) aufschneiden und verzweifelt zu verspeisen versuchen, ohne dabei zu viele ihrer neurotoxischen Kerne zu schlucken.
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  • Brillenbären und olympische Spiele

    8–11 nov. 2023, Ecuador ⋅ ⛅ 21 °C

    Google Maps erkennt schon lange keine Strasse mehr. Wir fahren unbeirrt weiter und tiefer in die Andenbergwelt. Fabienne meint, dass es hier irgendwo einen Ort gibt an dem man gute Chancen hat Brillenbären zu beobachten. Nach einem guten Stück Schotter- und Kopfsteinpflasterpiste erreichen wir unser Ziel und werden dort von Danillo in Empfang genommen. Danillo ist Bärenflüsterer. Zwar behauptet er das nicht von sich selbst, aber wir sind uns ziemlich sicher, dass dem so ist. Immerhin kennt er 62 hier lebende Brillenbären beim Vornamen. Man muss fairerweise aber erwähnen, dass er ihnen die Namen selber gegeben hat und sie üblicherweise auch nicht darauf reagieren. Dennoch bemerkenswert und 'Wetten, dass' tauglich. Auf seinem Grundstück, das auch viele Avocado- und Mandarinbäume (von denen wir naschen dürfen) umfasst, hat Danillo ein statisch nicht sehr vertrauenswürdig wirkendes Baumhaus errichtet. Vom Baumhaus aus hat man freie Sicht auf den gegenüberliegenden Berghang. Und genau dort sollen sich die drolligen, vom aussterben bedrohten Andenbären aufhalten. Wir stellen uns also hin und stechen mit unseren Feldstechern ins Feld. Stundenlang passiert nichts. Dann plötzlich immernoch nichts. Mit müden Augen legen wir uns ins Bett und stellen unsere Wecker, um am nächsten Tag um sechs wieder im Baumhaus zu stehen. Frühmorgens erscheint dann tatsächlich ein Bär, der nach ein paar Sekunden wieder in den Büschen verschwindet. Und das war es dann auch. Wir überzeugen Céline und Dario noch eine zweite Nacht zu bleiben, bevor sie sich in Richtung Kolumbien verabschieden und veranstalten am Nachmittag eine kleine Olympiade. Zwischen den Spielen machen wir immer wieder Pause, um nach den Bären zu sehen. Gegen Abend lassen sie sich dann blicken. Insgesamt drei Bären geben sich zu erkennen und wandern den Berghang hoch und runter auf der Suche nach Nahrung und Freunden.Leer más

  • Yoyo im Baum

    9 de noviembre de 2023, Ecuador ⋅ ☁️ 19 °C

    Auch am nächsten Tag sind wir früh wach und schliessen mit den Bären Paula und Yoyo Bekanntschaft. Während die etwas ältere Paula zielstrebig im Zickzack dem Berg entlang wandert, sitzt der 13-monatige Yoyo stundenlang in verschiedenen Posen im Geröll und scheint nicht so recht zu wissen, wie sich ein Andenbär zu verhalten hat. Dann packen wir unser Zeug und machen uns bereit den Ort wieder zu verlassen. Danillo zeigt uns noch ein paar super Fotos, die er von den Bären geschossen hat und wir wünschten uns auch näher an sie ran zu kommen. Eigentlich bringe er aber nur Fotografen da hin, die dafür auch einiges hinlegen. Danillo scheint aber mit uns Mitleid zu haben und so rennen wir eine Stunde später den Berg runter, weil uns Danillos Frau (über Funk mit ihrem Mann verbunden) aufgeregt dazu auffordert. Wir erreichen den Fluss, der die beiden Berghänge trennt und stossen dort auf Danillo sowie Yoyo. Yoyo sitzt in einem Baum auf der anderen Seite des Flusses und taumelt gelangweilt mit seinen Armen und Beinen in der Luft (Danillo nicht). Wir beobachten den Andenbär eine gute Stunde während er sich ab und zu wieder anders hinlegt. Wir freuen uns riesig den kleinen Wicht so aus der Nähe zu sehen und treten bald schon wieder den 400 metrigen Aufstieg an. Oben angekommen entscheiden wir uns noch eine weiter Nacht zu bleiben und schauen am nächsten Tag zwei Bären dabei zu wie sie am gegenüberliegenden Berghang auf Avocadobäumen Äste zusammensammeln, um daraus ein Nest zu bauen, in welchem sie sich anschliessend hinlegen.Leer más

  • kurz zum Mech

    16 de noviembre de 2023, Ecuador ⋅ ⛅ 21 °C

    Es ist wieder einmal an der Zeit auf einer Werkstatt zu übernachten. Dieses Mal aber eher freiwillig. Nämlich soll unser Dieselpartikelfiltern ausgebaut werden, damit wir in den Höhen der Anden keine Probleme haben. Und so endet diese Mechanikergeschichte für einmal ohne Drama.Leer más

  • Santa Cruz (Galapagos)

    21–23 nov. 2023, Ecuador ⋅ ☁️ 25 °C

    Auf der Wunschliste vieler Taucher befindet sich Galapagos sehr sehr weit oben. Bei uns war das nicht anders. Und obwohl wir uns lange nicht einig waren ob wir wirklich hin sollen, dürfen wir uns nun äusserst glücklich schätzen diesen Traum tatsächlich in Angriff genommen zu haben.

    Unser Aufenthalt beginnt auf Santa Cruz. Als aller erstes klappern wir jedes Tauchbüro in der Stadt ab und fragen nach Last Minute Angeboten für eine mehrtägige Tauchschiffsafari. Ziemlich schnell wird uns aber klar, dass wir uns diesen Traum trotz grosszügiger Rabatte nicht leisten können. Der Normalpreis liegt bei über $6000.- (pro Person!) - Treibstoff-, Nitrox- und Materialmietgebühren nicht eingerechnet. Und so begnügen wir uns fürs Erste damit die Insel selbst zu erkunden und buchen einen Tagesausflug zum Tauchplatz Gordon's Rock, weil wir dort relativ gute Chancen haben sollen Hammerhaie zu sehen.

    Beim Gordon's Rock sehen wir dann tatsächlich Hammerhaie und freuen uns riesig darüber. Die schwimmenden Werkzeuge kommen zwar nicht sehr nahe aber es zählt trotzdem :) auch eine Gruppe Mobula Rays und ein Seehund lassen sich blicken.

    Von unserem airbnb aus erkunden wir mit dem Fahrrad die Region und stossen dabei auf unsere ersten Riesenschildkröten. Diese gemütlichen Zeitgenossen leben hier im und ums Dorf rum. Und gleich wie die Seelöwen auf den Bänkchen am Hafen, lassen sie sich von uns kaum aus der Ruhe bringen.

    Nach anderthalb Tagen auf Santa Cruz buchen wir bereits Speedboattickets auf die nächste Insel Isabela.
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  • Isabela (Galapagos)

    23 de noviembre de 2023, Ecuador ⋅ ⛅ 25 °C

    Wir erreichen die Insel Isabela, die nach einer Frau benannt wurde, frühmorgens und werden am Hafen von Seelöwen und Meerechsen, die gleicherweise faul alle vier von sich strecken, in Empfang genommen. Wie bereits auf Santa Cruz besitzen die Tiere hier kaum Scheu vor uns Menschen. Grund dafür sind über jahrgausende fehlende natürliche Feinde sowie die Tatsache, dass wir sie nie gejagt haben. Eine heile Welt also.

    Die Insel gefällt uns auf Anhieb besser als Santa Cruz. Isabela besitzt viel weniger Einwohner und wirkt dadurch naturbelassener.

    Nachdem wir im günstigsten airbnb, dass wir finden konnten eingecheckt haben, kehren wir zurück ans Meer und gehen schnorcheln. Schnorcheln wird unsere Hauptaktivität auf dieser Insel. Das günstige airbnb führt abendlich wiederum dazu, dass ich beim Duschen Geistesblitze erlebe. Irgendwann stellt sich dann heraus, dass die Lichtblitze in meinem Gehirn ihren Ursprung in der 5cm darüberliegenden und harmlos wirkenden, elektrischen Duschbrause finden.
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  • Isabela (Galapagos) - Wasserspiele

    23 de noviembre de 2023, Ecuador ⋅ ⛅ 26 °C

    Beim Schnorcheln auf Isabela stossen wir auf allerlei Meeresbewohner. An einem Strand sehen wir vom Ufer aus Pinguine und kämpfen uns mit unseren Taucherbrillen durch die Brandung hinaus zu ihnen. Wir werden im eher trüben Wasser aber von zwei extrem verspielten Seehunden abgefangen. Die beiden finden offensichtlich grossen Gefallen daran, wenn wir unter ihnen durch oder ihnen hinterher schwimmen. Und so spielen wir eine Art Fangen ohne uns zu berühren, während die Seelöwen immer Mal wieder die Fassung verlieren und aufgeregt über unsere Köpfe aus dem Wasser springen.
    Ab und zu versuchen wir auch die Pinguine zu finden, doch immer wenn wir uns ihnen auf Sichtweite nähern kommen die beiden Seelöwen wieder herangerast, verscheuchen die Pinguine und belagern uns. Ein-/Zweimal gelingt es uns dennoch einen Moment bei den Pinguinen zu verharren und sie für ein paar Minuten Unterwasser bei der Jadg zu beobachten. Unsere Anwesenheit scheint die Vögel nicht zu stören. Sie gewähren es uns neben ihnen im Wasser zu treiben, während sie ihr Gefieder putzen. Irgendwann tauchen aber die Seelöwen wieder auf und erzwingen unsere Aufmerksamkeit. Das Schauspiel zieht sich über eine Stunde lang, bis wir keine Kraft mehr haben und super gelaunt an Land gehen.
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  • Isabela (Galapagos) - Los Tunneles

    24 de noviembre de 2023, Ecuador ⋅ ☁️ 24 °C

    Die Tage buchen wir auch einen Schnorchel-/Wanderausflug. Der Ausflug bringt uns in eine Mangrovenbucht wo wir mit vielen Babyschwarzspitzenriffhaien, Weisspitzenriffhaien und vielen Schildkröten schnorcheln können während ein sichtlich überforderter Guide die Gruppe anschreit, damit sie ihm in minimalem Abstand folgt. Danach erkunden wir auf der "Wanderung" über eine Strecke von etwa 200m noch Lavaformationen. Der Guide schreit uns derweil weiterhin an. Dann gibts Sandwiches, wir fahren zu einem coolen Felsen im Meer und wieder zurück an Land. Zurück im airbnb merken wir dann, dass wir unsere SD Karte mit allen Fotos der ersten paar Tage auf dem Ausflug verloren haben. Suboptimal. Wir suchen sie überall und durchwühlen sogar den Hafenmüll, falls sie beim Saubermachen des Boots versehentlich entsorgt geworden wäre. Doch die SD Karte ist nirgendwo. Über Umwege erfahren wir, dass der Guide gesehen haben soll, wie die SD Karte in den Rucksack eines Deutschen gefallen sei. Wir bitten den Deutschen ebenfalls mehrmals nachzuschauen, doch er bekräftigt, dass er sie nicht habe. Fast forward zwei Wochen, meldet sich der Deutsche bei uns weil sie nun doch in seinem Rucksack erschienen sei :)Leer más

  • Isabela (Galapagos) - Abend

    24 de noviembre de 2023, Ecuador ⋅ ☁️ 25 °C

    Wir verbringen jeden Abend damit vom Strand aus zu beobachten wie die Blaufusstölpel und Pelikane ins Wasser stechen, wie die Pinguine versuchen den Pelikanen den gefangenen Fisch abzunehmen und wie die Babyseehunde im seichten Wasser schwimmen lernen und darauf warten, dass ihre Mütter von der Jagd zurückkehren.Leer más

  • Isabela (Galapagos) - Überraschungstag

    25 de noviembre de 2023, Ecuador ⋅ ⛅ 26 °C

    Dann machen wir noch einen Veloausflug zu einer Mauer, die einst von Gefangenen errichtet wurde. Unterwegs treffen wir auf Riesenschildkröten und es wird schampar heiss. Irgendwann geht uns das Trinkwasser aus und wir bereuen, dass Fabienne noch vor ein paar Minuten ihre Finger mit einem Teil des Wassers gewaschen hat. Dennoch überleben wir den Weg zurück.

    Und so neigt sich unser letzter Tag auf Isabela seinem Ende. Wir buchen für den nächsten Morgen Speedboattickets zurück nach Santa Cruz, um dort noch einmal ein zwei Tage zu verbringen und planen allenfalls einen weiteren Tauchgang bei Gordon's Rock. Morgen trifft auch Sam in Galapagos ein und wir möchten die letzten Tage gemeinsam verbringen. Zum Abschluss soll es dann auf unsere letzte Insel nach San Cristóbal. Wir kaufen noch Brötchen für die nächsten Tage und packen unsere Rucksäcke.

    Als wir dann spätabends selbstgemachte Spaghettis essen nimmt das Universum plötzlich einen anderen Lauf. Fabienne erhält eine eMail, es folgen finanzielle Abklärungen, aufgeregte Telefonate und Whatsapp Nachrichten und 18 Stunden später tragen wir (inkl. Sam) Rettungswesten und werden von der Crew in die Rettungsszenarien des uns umgebenden Tauchschiffs eingeführt. Wir sind ausser uns.
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