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Schätze Russlands

Ich fahre mit meinem Hund Romeo durch Russland bis an die chinesische Grenze mit meinem Wohnmobil.
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  • Day21

    Valdaj nach Sergiev Possad

    August 10, 2019 in Russia ⋅ 🌧 13 °C

    Bin ich froh, das der Wahnsinsregen endlich in der Nacht aufgehört hat.
    Alles ist Klamm und feucht und da ich seit 2 Tagen mit 90 % Sicherheit jetzt auch weiss, das meine Heizung und somit das heisse Wasser wirklich nicht geht, ist das Klima mit meinem feuchten Hund obendrauf, alles andere den gemütlich!
    Der Jürgen aus Nürnberg hat in seinem Camper, der ist mittlerweile 8Jahre alt, die gleiche Heizung und auch die gleiche Annzeigetafel. Somit einer , der sich mit diesem System sehr gut auskennt. Er hat schon 2x alles auseinander genommen, DIES und JENES getestet, scho fast wie ein Fachmann hat er auch kleine Messinstrumente dabei. Aber immer wieder Fehlanzeige, nichts tut sich,

    Aber heute morgen scheint ja die Sonne und gleich wird es dann auch wärmer. Beim morgendlichen Gassigehen sieht auch gleich wieder alles freundlicher und einladender aus.
    Heute ist eine grössere Strecke auf dem Programm und wir sollten so zwischen 7.00 bis spätestens 9.00 Uhr losfahren um die 420 km russische Strasse bis 18.00 zu schaffen.
    Ja die älteren Mitreisenden, mit mir jetzt alle über sechzig, nur die eine Ärztin, die mit ihrer Mutter unterwegs ist, ist erst mitte 50J. Die sind schon immer früh dabei, einer soll sogar schon vor 7 Uhr losgefahren sein.... da stehe ich gerade mal auf!? Hallo , ich bin in Ferienstimmung, und habe auf Morgenstress überhaupt keine Lust.
    Auch kennt man so nach einer Woche, die Fahreigenschaften so der einzelnen Fahrer und ja, meine Mitfahrkollegen sind alle nicht die schnellsten.
    Interessanterweise sehe ich unterwegs von diesen 14 Wohnmobilen ganz selten das ein oder andere. Man müsste denken, das wenn alle die gleiche Strecke fahren, man öfter auf eins aus der Gruppe treffen sollte,, aber ich glaube, die fahren öfter in die kleinen Seitenstrassen ab und machen ein kurzes Nickerchen 💤 .

    Auf der heutigen, langen Fahrt, ab und zu kommen so kleine Siedlungen , sonst nur riesige Weiten, unbebaut und brach liegend. Es ist sicher auch viel Sumpflandschaft, ....das bis es zum brauchbaren Ackerland wird, wahrscheinlich zu viel kosten würde. ??
    Autobahnen sind Top, Nebenstrassen ein absolutes Desaster mit Schlaglöchern bis zu 50-60cm und 30 cm tiefe ist schon normal.
    Bauen sie gerade eine neue Nebenstrasse, dann haben die schon von Anfang an Unebenheiten, Wellen und teilweise auch schlimme Schräglagen.
    Die Ausweichmanöver auf den Strassen sind so extrem, das du auch total nüchtern Schlangenlinien fährst .
    Heute hat bei einem Parkplatz tatsächlich mal ein Treffen stattgefunden. Es war die Ärztin Carmen und ihre Mutter Elvi.
    Wir führen dann gemeinsam ca . 20 km gemeinsam weiter, bis ich von weitem eine schöne Kirche sah, die ich Fotografieren wollte.
    Carmen holt auch an und rief mir zu, das sie in den Ort fahren und Kaffee ☕️ trinken wollten, also schloss ich mich gleich an.
    Wir fanden auch direkt vor dieser Kirche einen Parkplatz, der Markt war gleich nebenan und ein herziges Kaffee gegenüber . Leider dürfen Hunde in ganz Russland weder in die Restaurants, noch in Kaffees auch nicht in die Märkte.
    Also wird er draussen vor der Türe am Baum befestigt und durch die geöffnete Türe im Wintergarten hatte er doch Kontakt zu uns.
    Nach der kleinen Pause , mit Einkauf und Besichtigung der hiesigen Kirche mussten wir aber noch die letzten 140 km in Angriff nehmen.
    Ausserhalb des kleinen Stätdchens Sergiev Possad , direkt wieder an einem schönen See mit dem Namen Torbeewskoje war unser Campingplstz für diese Nacht. Ein wunderschöner, gepflegter Campingplatz, leider wahren hier Hunde nicht erlaubt, da wir aber in einer grossen Gruppe kamen , haben sie die 3 Hunde , mit einigen Einschränkungen, doch akzeptiert.
    Jetzt erstmal was essen und dann mit Romeo die Umgebung anschauen.

    Morgen um 10.00Uhr werden wir vom Bus abgeholt und zum ältesten, berühmtesten und grössten Kloster von ganz Russland gefahren.
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  • Day20

    Welikij Nowgorod

    August 9, 2019 in Russia ⋅ 🌧 13 °C

    Die älteste Stadt von Russland , Nowgorod und trotzdem habe ich noch nie von ihr gehört. So geht es aber auch den anderen Mitreisenden als wir vor dem ältesten Kremel , davon gibt es 6 Stück und die meisten kennen nur den einen, derjenige steht in Moskau . Welikij Nowgorod war schon im Mittelalter eine Grossstadt mit mehreren Zehntausend Bewohnern. Heute eine kleine , verschlafene Provinzstadt mit einigen Tausend Bewohnern die vom Glanz der Vergangenheit leben, Leider wurden auch aus dieser hochentwickelten HANSA-Stadt die nebst Konstantinopel die einzige europäische Stadt wahr, wo das einfache Volk lesen und schreiben konnte, die ganzen Reichtümer nach Moskau , St. Petersburg und im Krieg in die europäischen Länder verschleppt.
    In Nowgorod war der grösste und wichtigste Handelsmarkt von ganz Europa, die Handelsware kam von Brügge, Hamburg, London und von Griechenland, der Türkei über das Schwarze Meer und den Flussweg nach Nowgorod . Heute stehen auf dem damaligen Handelsplatz dafür 7 Kirchen , die damals in den Anfängen des Krieges von den einzelnen Gilden gebaut worden sind. In der Hoffnung, das die Ware , die in den einzelnen Gotteshäusern gelagert werden, nicht gestohlen werden.
    Das war leider ein Trugschluss, alles was glänzte oder von Wert wahr, kam abganden, was aber noch zu tausenden in den alten Böden zu finden ist, sind die auf Birkenrinde geschriebenen Rechnungen, Verträge , geschäftliche Niederschriften, aber auch Liebesbriefe vom einfachen Volk.
    Nach der Führung durch die Kleinstadt , waren wir alle total durchnässt, den es hat seit dem Abend zuvor durchgehen geregnet, und auch alle Wege und Strassen waren total mit kleinen Seen überschwemmt !
    Am Nachmittag sind wir mit unseren Wohnmobilen in das 140 km entfernte Valdaj weiter gefahren. Durch den vielen Regen 🌧 waren die Strassen so voller Wasser, das die Gefahr von Aquaplaning immer sehr gross war.

    Gut das es noch 2 Tage dauert, bis wir in Moskau ankommen, dort sind durch die hohen Wassermassen, ganze Stadtteile evakuiert worden.
    Morgen steht eine lange Fahrt auf dem Programm , 420 km nach Sergiev Possad
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  • Day19

    Abfahrt nach Puschkin....

    August 8, 2019 in Russia ⋅ ☁️ 18 °C

    Zur Besichtigung des Prunkvollsten Palastes den es auf der Welt geben soll !!
    Die 27 km vom Stellplatz der letzten 3 Nächte aus der Stadt heraus zu dem Katharinenpalast mit dem berühmten Bernsteinzimmer dauerte durch den Verkehr doch tatsächlich die einberechneten 2 Std.
    Ich dachte mir, bin ich sicher schneller, aber nur einmal auf diesen 6 spurigen Strassen , die falsche erwischt und schon fährst du auf die falsche Insel, da kommt man dann mit stop and go so langsam wieder zurück auf die alte Route und wehe, da ist eine Baustelle oder ein defektes Auto, das wird nämlich direkt auf dieser Spur auch repariert, wo das Gefährt stehen bleibt.
    Der Palast war wirklich noch eins oben drauf, auch das Bernsteinzimmer ist wirklich meisterliche Handwerkskunst vom Feinsten. Die aus Seide gewebten Tapeten, all diese vergoldeten Fresken und Statuen , handgemalte Kacheln aus Holland für all die Kamine , die kunstvollen Gärten...... alles ist ein Spiel unter den Adligen , die aus lauter Langeweile nichts anderes zu tun hatten, als sich gegenseitig so teure Geschenke zu machen. Dutzende von chinesischen Mingvasen oder auch Meissner Porzelan zu tausenden.... und das Volk hatte kaum zu essen.
    Nach der Besichtigung fuhren wir weiter , jetzt geht es Richtung Moskau . Erster Halt und Übernachtung in Welikij Nowgorod.
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  • Day18

    Das Faberge- Museum

    August 7, 2019 in Russia ⋅ ⛅ 18 °C

    Der Besuch des Faberge-Museums ist eine Extrafahrt um die 13 originalen Ostereier die Carl Faberge für die kaiserliche Familie und andere Persönlichkeiten hergestellt hatte, sich anzusehen.
    Hatte aber keine Lust mehr auf Museum und bin mit einigen aus der Gruppe lieber mal mit der U-Bahn 🚇 in das Centrum gefahren. Da die ganzen Inseln von St. Petersburg aus ziemlich morastigem Untergrund bestehen, musste die Untergrundbahn in eine Tiefe zwischen 100 m bis 120m gebaut werden.
    Beim Rolltreppenfahren geht es also ganz schön steil nach unten und wenn man auf die gegenüberliegende Rolltreppe schaut, hat man das Gefühl, das alle mit einer starken Rücklage da runterfahren.
    Wir schauten uns noch das älteste Kaufhaus von innen an ... und ja, man kann in allgemeinen in dieser Stadt alles kaufen was das Herz bewegt, wenn das passende Kleingeld da ist.
    Aber auch alle amerikanischen Shops die es bei uns gibt, gibt es auch hier. Ob das Mc Donalds, Bürger King oder Subway ist, genauso auch H&M, zara , Wrangler ect.
    Genau so findet man Kebab 🥙 , japanische oder chinesische Restaurants, und die italienische Küche wird auch hier geliebt.
    Das einfache Volk ist zwar arm, aber Bettler sahen wir gerade mal einen !
    Am späten Nachmittag ein bisschen die Musestunden geniessen, denn Morgen geht es weiter .....
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  • Day17

    Das nächtliche Spektakel.....

    August 6, 2019 in Russia ⋅ ⛅ 16 °C

    .......wenn sich Nachts um 1.00 Uhr die Hängebrücken öffnen!
    Wir sind kurz vor 24 Uhr mit dem Bus wieder abgeholt worden , um zu den Brücken gefahren zu werden.

    Ja es ist wirklich ein absoluter Zirkus der da jede Nacht bei den 3 grössten, der 8 Hängebrücken vollzogen wird.
    Menschen kommen aus allen Ruchtungen um sich das hochziehen der Brücken anzusehen. Fressbuden, Getränkestände stehen auf allen Seiten der Brücken. Bands jeglicher Musikrichtung bauen ihre Instrumente auf und spielen ihre Musik,
    Andere tanzen dazu oder auch Jongleure und Feuerspeier geben ihr Bestes.....solange bis es gongt, dann wird es still...... weil dann die Musik zum hochziehen der Brücke über Lautsprecher erklingt.
    Aber auch Langfinger sind in Banden unterwegs und einem aus unserer Gruppe ist dann auch in die „Druckzange“ genommen worden und schwups, wahr Geld und Karte schon weg. Echt 😤 ärgerlich 😠!
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  • Day17

    Ermitage , ein Palastkommplex.....

    August 6, 2019 in Russia ⋅ ⛅ 16 °C

    ....und das Staunen hört nicht auf !
    Um 10.30 Uhr ist sammeln beim Bus.
    Bis dahin hatte ich schon fast ein bisschen Stress, da heute nein Geburtstag ist und ich dachte, so weit weg von allen, werde ich nicht so erreichbar sein, aber ICH und Technik, habe nicht damit gerechnet, das ich aus allen Ecken der Welt soo viele Glückwünsche bekomme.
    Also auch hier nochmals an alle : Ganz vielen Dank das ihr an mich gedacht habt 😘😘😘 es hat mich riesig gefreut.
    Dann bin ich mit Romeo noch mal schnell raus aus dem abgezäunten Hotelareal für eine Gassirunde , damit Anatoli mit ihm nicht so viel zu tun hat, wenn er wieder den Hundesitter macht. Beim zurückkehren laufe ich über eine kleine verwilderte Wiese, war ich die Male davor auch schon...... auf einmal bin ich innert Sekunden umringt von hunderten von Wespen 🐝🐝🐝 ...... sie waren überall und ich spührte die Stiche an den Beinen , Armen , versuchte den Kopf zu schützen und rannte zum abgesperrten Tor , fuchtelte mit der Leine um mich und hoffte, das dieses blöde Tor bald aufgeht. Irina unsere Reiseleiterin in Petersburg kam auf mich zu und half mir, mich von den Wespen 🐝 die unter meiner Weste und in meine kurzärmelige Bluse krabbelten zu befreien. Am Schluss der ganzen Attacke hatte ich 9 Wespenstiche abbekommen, meine Oberschenkel und vor allem meine li Hand sind jetzt nach 2 Tagen noch dick geschwollen.
    Gott sei Dank bekam ich keinen allergischen Schock, es war mir zwar bis spät am Nachmittag immer etwas komisch, aber den Ausflug habe ich doch mitgemacht.
    Diese Wiese haben wir in den kommenden 2 Tagen schön gemieden, Erdwespennester sieht man kaum, bis man drauftritt.....😱
    Die Ermitage....... ich konnte mir darunter erstmal gar nichts vorstellen.
    Es ist der Winterpalast der Zarenfamilie von Peter dem Ersten , dem Zweiten , Nicolaus und Katharina der Grossen . Da wurde immer wieder was vergrössert, angebaut ... bis es ein Riesigenkommplex von vielen aneinander gereihten Palästen ergab. Heute ist das Ganze ein riesiges Museum ...... fast jeder berühmte Maler besitz hier seinen eigen für ihn gestallteten Raum. Alles unglaublich Prunkvoll mit so viel vergoldeten Objekten, Fresken, ect. in Versailles abgeschätzt, und um ein Vielfaches kopiert .
    Am Nachmittag sind wir mit einem Tragflügelboot eine halbe Stunde mit 60 km über den grossen Fluss NARWA gefahren, zu der Sommerresidenz auf der Peter und Pauls Insel. Fast alle Kirchen, prunktvollen Bauten, Paläste werden den beiden Heiligen Peter und Paul gewidmet.
    Für den Sommerpalast hatten sie über 40km Kanäle und 4 Wasserauffangbecken gegraben um klares Wasser für die Springbrunnen zu haben. Das rotbraune Wasser aus der NARWA, war da nicht gut genug und würde all die vergoldeten Statuen beschmutzen. Die ganze Insel glänzt im Goldrausch wo man nur hinschaut ..... eigentlich , für mich schon übertrieben !
    Am Abend gab es noch einen Sektapperitiv🥂🥂 und von dem Hotel, bei denen wir auf ihrem Parkplatz campen dürften, ein gutes Nachtessen.
    Das brauchten wir an diesem Tag auch, bei den Kilometern die wir da alles abgelaufen sind.
    Den heute gab es noch ein Nachtprogramm........
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  • Day16

    St. Petersburg....ein Museum...,

    August 5, 2019 in Russia ⋅ ⛅ 14 °C

    .....unter freiem Himmel !!
    Schon gestern beim reinfahren in die Stadt, musste ich mich voll auf NAVI und die mehrspurigen Strassen konzentrieren.
    Obwohl die viiiilen wunderschönen Bauten, die schönen Brücken und die immer wieder hervor blitzenden goldenen Kuppeln mich ablenken wollten.
    So nach dem ersten Tag, ...,fast erschlagen von unserer Reiseleiterin, die wie ein wandelndes Kunst - und Geschichtslexikon 8 Std. uns mit allem was mit St. Petersburg zu tun hat , abgefüllt hat.
    Als wir heute morgen vom Bus abgeholt worden sind, fuhren wir erstmal einige der 42 Inseln ab, auf denen die 4 Millionen Metropole in den letzten 220 Jahren gebaut wurde. Die 70 Flüsse und Kanäle die sich durch diese Insellandschaft schlängeln und mit über 300 teils wunderschönen, kunstvoll verzierten Brücken verbunden sind . Ich muss absolut eingestehen, das mir das faszinierende , saubere, strahlende und vor allem lebendige Venedig des Nordens um einiges besser gefällt , als das tote, stinkende und immer mehr zerfallende Venedig des Südens .
    Wir begannen die Tour an dem Ort, wo St. Petersburg in der Peter und Pauls Festung am 1. März 1801 gegründet wurde. Als die letzten Inseln den Schweden davor abgenommen wurden,. Auf diese Insel , mit einer Grösse von 24 Hektaren , sind alleine 18 Hektare für die Wallmauern, die Gebäude und die später dazu gebaute gotische Kirche verbaut worden. Die Wallmauer ist 12 m hoch und 20 m breit und Tip top im Zustand .
    Das Wasser hier hat eine rot -bräunliche Färbung und ist saukalt..... kommt aus den umgebenden Moorlanschaften wo es auch viel Torf gibt. Dd der Untergrund sehr moorig und weich ist, müsste Mann hier sehr tief gehen, als man die erste U- Bahnlinie baute. Die gesammte U -Bahn liegt zwischen 80 bis 120 m unter der Erde.
    Am Nachmittag machten wir dann eine Bootsfahrt durch die Kanäle und konnten somit auch vom Wasser aus, nochmals viele der schönen Gebäude sehen.....
    Als wir abends um 19.00 Uhr zu unserem Stellplatz kamen, freute sich Romeo riesig, und wir machten gleich noch zusammen eine gassirunde um den Block.
    Anatoli hatte sich am Abend zuvor schon mit den 3 Hunden aus der Gruppe angefreundet und hatte heute den Tag durch den Hundesitter und Caravan Aufpasser gemacht. Morgen haben wir gleich nochmal das Glück und wir Hundebesitzer dürfen die morgige Tour mit dem Tragflügelboot auch mitmachen. Es gibt noch viel zu sehen....und erleben .
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  • Day15

    Von Estland nach Russland

    August 4, 2019 in Russia ⋅ ⛅ 12 °C

    Wow 😲 war das ne Fahrt! Es ist ja gut, wenn man die Erwartungen möglichst in den unteren Ebenen ansiedelt, so kann man schlecht enttäuscht werden .
    5.30 Uhr aufstehen ist schon hart für einen Nachtmenschen, wie mich. Sogar Romeo schaute ganz verdutzt unter seinen Schlabberohren hervor und verstand die Welt nicht mehr so ganz .
    Aber raus und gassi gehen, passt immer, es ist ja auch schon wieder Taghell und so bleibt es auch, bis nach 22.00 Uhr . Erst danach wird es dann aber relativ schnell dunkel, aber die Dunkelheit der Nacht, wie wir sie aus dem Süden Europas kennen, ist nur sehr kurz ! Vielleicht gerade mal 5 Std. dann wird’s schnell wieder hell !

    Ohjee , es ist jetzt 21.45 Uhr nach russischer Zeitrechnung...... und jetzt gerade ist das letzte Wohnmobil aus unserer Truppe eingetroffen! Die sind fix und alle, .....haben sich hier in der Stadt total verfranzt!
    Gestern Nachmittag bei unserem Kennenlern-Meeting sind wir von Dima schon sehr gut instruiert worden, was denn so alles auf uns zukommen könnte, wie wir in einzelnen Situationen zu reagieren hätten und vor allem s e h r viel Geduld bräuchten.
    Von Tallinn an die Estländische Grenze , in die Grenzstadt Narva ,kein Problem .
    In Narva gibt es einen sogenanten Sammel- Warteplatz . Wer das nicht weiss, fährt einfach an die Grenze und wartet bis er Faul ist, er wird da einfach nicht beachtet und stehen gelassen.
    Bei diesem Sammelplatz wird bei der Einfahrt die Autonummer gespeichert und irgend wann erscheint die ganz vorne neben einem Schalterhäuschen auf dem obigen Bildschirm.
    Wenn man seine Nr. auf dem Schild nach einiger Zeit sieht ( kann Stunden dauern)
    sollte man möglichst schnell mit Pass und Fahrzeugschein zu dem Dienshäuschen laufen, die Person darin checkt dann alles durch und wir bekommen einen Passierschein . Mit diesen drei wichtigen Unterlagen darf ich jetzt zum Schlagbaum fahren und muss innerhalb von 20 Min. durch die Stadt Narva fahren und mich dort in die Schlange stellen . Die Auto -Schlange ist immer lang , aber heute ist Sonntag und auch noch Mittagszeit, das hat sich die Gruppenleitung gut ausgedacht , es geht relativ gut voran!
    Als ich nach ein paar Umwegen, endlich in der richtigen Seitenstrasse, zum Anstehen stand, hätte ich schon die halbe Miete. Steht man den mit seinem Gefährt endlich vor diesen grossen, wuchtigen Eisentoren, bewacht von zig Kameras, kommt man sich schon so ein bisschen wie ein Schwerverbrecher vor.
    Dann öffnen sich die Tore und lassen immer nur zwei Autos rein . Ich darf auf den Platz fahren, mit grüner Ampel 🚦 und dann der erste grosse Check!
    Alle Türen die , rund ums Gefährt, zu öffnen sind, sollen geöffnet werden.
    Ich öffne alle, bis auf die Eingangstüre zum WoMo, sonst springt Romeo gleich raus! Der Zöllner schaut überall hinein, mit einem Spiegel an einem verlängerten Stock unters Auto, oben drüber und in die Lücken der hinteren Garagentürchen.
    Da hat Romeo aber seine Hundehöle und wenn er da raus schaut, sehen seine Augen immer gross und etwas gfürchig rot aus! Der Zöllner schaute schon etwas komisch zu mir rüber, so quasi, was für ein grosses Ding sitzt da hinten ??
    Als ich die Eingangstüre öffnen sollte, rief er sich noch einen Kollegen als Verstärkung bei, was er aber gar nicht bräuchte. Den Romeo sprang wie immer , kaum ist die Tür nur einen Spalt offen, raus und dem Zöllner vor die Füsse. Der war so mit dem Hund beschäftigt, das der andere nur Abwinkte und weg ging.
    Ich durfte zum zweite Check , über den Grenzfluss Narva hinweg, weiterfahren.
    Da werden die ganzen Papiere auf Herz und Nieren geprüft, einige Stempel auf zig verschiedene Papiere gedrückt und zwei Frauen sollten den gleichen Autocheck nochmals wiederholen,. Bei den anderen habe ich das so beobachten können.
    Ich hatte zwei Uniformierte Damen die sich um meinen Hund sehr liebevoll kümmerten und mein WoMo war überhaupt nicht wichtig!
    3 Std und ich wahr durch ! 14.10 Uhr und ich stehe in Russland 🇷🇺..... und krass, was für einen Unterschied!! Jetzt habe ich in den letzten ca. 3 Wochen so einige Grenzen passiert, aber so einen krassen Unterschied habe ich schon länger nicht mehr erfahren.
    Vor dem Grenzfluss und danach, ich hätte Fotos machen sollen ....... kaputte Strassen, wie die schlimmsten in Italien. Wirst gleich nach der Grenze richtig durchgeschüttelt. Rechts , links , über die Strasse wirr hängende Strom und Telefonkabel, auch das ganze Strassenbild von Iwangorod sieht so ärmlich, schmutzig und heruntergekommen aus!
    Aber ich muss mich erstmal nach der nächsten Kreuzung mit Sascha treffen, sie gehört zum Team und kümmert sich bei uns Schweizern darum, das wir hier eine Autoversicherung für die Reise durch Russland und die Ukraine abschliessen können. Also wieder in eine kleine Datscha rein, die ganzen Formalitäten erledigen , Foto vom Auto und alles klar, jetzt darf ich offiziell durchs Land fahren.
    Komischerweise gilt bei den Deutschen und Österreichern die grüne Karte, nur bei uns CHlern, ist Russ gestrichen !?
    Jetzt noch Benzin holen, die nächste Tanke ist meine....... bei 0.61 Cent wird voll getankt! Aber erstmal bezahlen 💰, tanken evt. noch mal nachzahlen und wieder tanken. Das hin und her laufen, bringt Bewegung...... oder Kreditkarte hinterlegen ???? Naja, nicht so meins !

    Jetzt sind es noch 160 km nach St. Petersburg..... unser nächster Aufenthaltspunkt für die nächsten 3 Tage. Wir parken mit unseren Campern direkt in der Stadt , im Hotelhof des Elizar Hotels. Dürfen da auch die Sauna und das Spa benützen .

    Vitali und Anatoli noch zwei vom Team erwarten uns schon. da, somit ist das Team mit vier Personen komplett!
    Die Fahrt war anstrengend und teilweise auch etwas „kamikazemässig“ .
    Uns haben sie gestern Abend noch gesagt, bei Stopschild ... absolut stiiiielstehen !!! Keine Sicherheitslinie und die doppelte Linie ist schon tötlich, auf keinen Fall überfahren ..... aber gilt anscheinend NUR für Ausländer 😲😓
    Die Einfahrt aber dann in die 4 Mill. Metropole von St. Petersburg ist schon was ganz anderes , als das was ich auf den 160 km davor gesehen habe.
    Der. Aperitif bei der Ankunft, ein Glas reinster Wodka, hat mir gleich den Rest gegeben, ..... dabei fängt das Land mit „Brüderchen trink“ doch erst an....!
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  • Day14

    Letzter Tag in Tallinn

    August 3, 2019 in Estonia ⋅ ☁️ 13 °C

    Wir haben verschlafen.......ja auch Romeo hat sich nicht bemerkbar gemacht. Dabei hatte ich für heute morgen um 9.30h die Sauna 🧖‍♀️ im Spa- Hotel neben dem Campingplatz reserviert !
    Im Joggingdress, Romeo an der Leine mal schnell hinlaufen, vielleicht kann ich das eine Stunde nach hinten verschieben ??
    Ha ha die hatten es vergessen, Sauna noch kalt....... perfekt, dann in einer Stunde! 😀👍 Somit genug Zeit, eine grosse Runde mit dem Hund zu drehen, mein Müsli und ne grosse Tasse Kaffee ☕️ und dann ab in die Sauna.
    Nach dem Mittag habe ich mich auf mein Fahrrad gesetzt und bin erstmal zum nächsten Supermarkt gefahren, dringend noch das ein oder andere einkaufen 🛍.

    Als ich beim Ausgang des Supermarktes an einer Bank vorbei lief sah ich ein paar junge Männer , drei sassen in Armeeuniform auf der Bank, die anderen zwei in Zivil davor ..... und redeten Deutsch! Wo die deutschen überall auf der Welt stationiert sind, auch hier in Tallinn .
    Zurück beim Camper , schnell ein paar Sachen in den „Fritsch“ schnell mit dem Hund nochmals gassi und dann zum Treffpunkt..... denn ich habe schon beim Heimkommen, einige Personen beim Rezeptionshauschen stehen gesehen.
    Ist wieder mal typisch für mich, komme als letzte....... es sind aber soo viele, da fällt es überhaupt nicht auf.
    Wenn ich richtig gezählt habe 43 Pers und 3 Hunde , aufgeteilt in 11 Wohnmobile.
    Mit meinem WoMo sind wir 3 CH und der Rest ist mit D angeschrieben.
    Gemeinsam laufen wir zum Hotel, wo ich heute morgen schon das Spa und die Sauna genossen habe , zu einem Konferenzraum . Dort haben wir unser erstes Meeting mit Dmitriy ( für uns Dima oder Dimy)
    Morgen geht es früh los, spätestens um 7.00h besser früher! Wir sind als Gruppe von 11-12.00 h gemeldet und sollen spätestens am 10.45h an dieser Sammelstelle vor dem Zoll sein . Das ganze scheint eine sehr komplizierte Sache zu sein und man sollte sie sehr diszipliniert , ruhig und vor allem gelassen angehen . Bloss nicht auffallen, nicht zu viel oder zu laut lachen..... ja die ganze Prozedur kann zwischen 4.-10 Std. je nach Laune der Zöllner und wieviele gerade Dienst haben, ablaufen.
    Ich bin ja gespannt, was so auf mich zu kommt.....,!
    Am frühen Abend dann erstmal alle die Zettel ausfüllen, die wir morgen brauchen. Navigationsdaten 🧭 eingeben, für Narva, wo der Sammelpunkt für uns alle ist . Ab da dürfen dann immer 2 Autos ( Autonr. wird aufleuchten) die 2 Km durch die Stadt fahren zum Zoll und zur Passkontrolle 🛂.
    Wenn wir alle in einem anständigen Zeitraum durchkommen, ist das nächste Treffen bei der ersten Grosstankstelle wo wir dann unseren Tank füllen können. 1 Lt. Diesel 0.65 Cent..... da lacht doch der Geldbeutel 💰wieder !
    Ich würde sagen..... es hört sich schon sehr nach Abenteuer an, dann lassen wir es angehen !

    So jetzt ist hier 23.00 Uhr und ich denke, ich sollte mich ins Bett legen, den morgen früh darf ich nicht verschlafen.....
    Der nächste Bericht, hoffe ich doch,.... aus der Russian Federation 🇷🇺 😊😀
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  • Day13

    Keine Lust auf Stadt,- Strand und Wald

    August 2, 2019 in Estonia ⋅ ☀️ 16 °C

    Ohjee , ... gestern war Schweizer Nationalfeiertag und ich habe meine Flagge nicht rausgehängt 🤔😊
    Jetzt weiss ich auch warum der Berner, der mit seinem Camper ein Stück weiter unten steht , vorgestern bei meiner Ankunft sein Camper so geputzt hat, damit man seine Schweizer 🇨🇭 Flaggen, die rund um sein WoMo kleben, besser sehen konnte!😀
    Heute morgen nach dem Frühstück erstmal grosse Handwäsche angesagt, den leider haben sie hier keine Waschmaschine..... und ich das in Russland nicht unbedingt erwarten darf, kann ich die Arbeit auch hier schon erledigen! Dann saugen, Frischwasser auffüllen und den Toilettentank leeren, alles was zum Camperleben dazu gehört!

    Danach laufen Romeo und ich auf die andere Seite vom Pier. Gleich schon über der Brücke fängt der Föhrenwald an , aber auch der Sandstrand.
    Das grosse Holzschiff, das wie so ein grosses Hausboot aussieht, aber als Restaurant ausgebaut ist, ist mir schon am ersten Abend aufgefallen. Da habe ich es nur von der anderen Seite des Piers gesehen und schon gedacht, das ich mir das noch etwas genauer ansehen möchte.
    Leider hatte es noch geschlossen und so liefen wir den zuerst Richtung Strand 🏖.
    Oh nein 🤦‍♀️ keine Hunde sind am Strand erlaubt! Also laufen wir dicht am Stand durch den angrenzenden Wald und schauen von da aus durch die Tannen aufs Wasser . Es sind nicht viele Menschen am Strand aber ich halte mich an die immer wieder stehenden Tafeln, das Hunde am Strand nicht erlaubt sind und dich den Wald an der Leine zu führen sind. So laufen wir über eine Stunde die ganze Bucht ab, fast am Ende der Bucht, wo der Sandstrand fertig ist und nur noch Steine sind, begegnen uns andere Hund und ihre Herrchen/Frauchens und so darf auch Romeo offiziell endlich ans Wasser. Welch eine Freude, nach dem langen Marsch ! Auf dem Weg zurück, machen wir einen kleinen Umweg, denn ich sah beim hinlaufen einen Ausläufer von einem Hochseil-Park und den musste ich mir ansehen. Ja , das was ich da zu sehen bekam, gefiel mir ausser ordentlich ! Genau mein Ding, verschiedene Schwierigkeitsstufen, verschiedene Höhen, einfach nur geil. Will ich unbedingt machen, aber was mache ich mit dem Hund in der Zwischenzeit?? Momentan fängt er an zu bellen, wenn er mich nicht sieht, kann ich dem Personal da nicht antun.....schade ! Vielleicht versuche ich es morgen , mal sehen wie ich das jongliere .
    Zurück am Campingplatz gibt es für Romeo nur noch, frassen, saufen und schlafen..... und ich hole den Liegestuhl raus und geniesse die Sonne ☀️ über Tallin .
    Morgen der letzte Tag hier in Estland. Das grosse Treffen findet um 15.00uhr statt und ich bin schon mega gespannt, wer da alles mitkommt und wieviele wir sind.
    Die 2 Berner sind heute morgen schon früh Richtung Heimat gefahren, dafür stehen jetzt 2 Zürcher fast auf den gleichen Plätzen...... ob die eventuell auch mitfahren. Hatte noch keinen von denen gesehen, sonst hätte ich schon gefragt.
    Morgen weiss ich mehr....
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